Zum hundersten Geburtstag von Ilse Aichinger

Die am elften November 2016 verstorbene Ilse Aichinger, da bin ich gerade auf der “Buch-Wien” gewesen und habe anschließend mein literarisches Geburtstagsfest gefeiert, wäre am ersten November hundert Jahre alt geworden und hat mein literarisches Leben auch mehr oder weniger intensiv begleitet.

Als Studentin ist mir wohl die “Größere Hoffnung” in die Hand bekommen und habe sie höchstwahrscheinlich nicht verstanden und bei dem Symposium das im Oktober 1980 in der “AS” bzw im NIG stattfand, bin ich höchstwahrscheinlich nicht gewesen, zumindestens kann ich mich nicht erinnern.

Ich bin aber bei Veranstaltungen gewesen, wo ihre Kinotexte in der “Edition Korrespondenzen” herausgekommen, präsentiert wurden. Habe mir da, was ich nicht sehr oft tue, mir von ihr ein Autogramm, nicht in das Buch, sondern auf das Programmheftchen geben lassen, was von einem in der Schlange kritisiert wurde und ich kann mich auch, das war wahrscheinlich 2001, an ein “Rund um die Burg” erinnern, wo sie glaube ich einen Text über nine elefen gelesen hat, aber zu spät daran war, nachher hat Dietmar Grieser gelesen und die alten Damen im Publikum haben ungedudig “Wir wollen sen Grieser!”, skandiert und haben der alten Dame, die mit zitternder Stimme gelesen hat, nicht mehr zugehört. Das hat mich sehr beeindruckt und habe es Herrn Grieser auch einmal erzählt, weil ich dachte, daß es gut in seine Bücher passen könnte.

In der “Alten Schmiede” gab es mehrere Hommagen und Saisoneröffnungen, die ich mir natürlich anhörte und in der Gesellschaft im April 2016 in der “Gesellschaft” eine Veranstaltung, die ich abgebrochen habe, nachdem ich mich in der Pause mit dem Korrespondenzen -Verleger, der sie immer im Pflegeheim in Ottakring, wo sie damals lebte, unterhalten habe,um pünktlich nach Krems zur “Literatur und Wein” zum kommen und nach ihrem Tod gab es im Literaturmuseum eine Veranstaltung und bin ich anschließend zum Wein ins “DichtFest” gegangen. Ein berühmtes Plakat, wo da die etwa Sechzigjährige im karierten Kleid sitzt, das ich mir einmal von einer Literaturhaus-Veranstaltung mitgenommen habe, hängt auch in unserem Wohnzimmer.

Und zum hunderten Geburtstag, wo ihr eine Woche lang an den verschiedensten Orten gedacht wird, umständehalber nur mehr Livestream oder doch nicht so ganz und eine Woche vorher hat Cornelius Hell ihr im Ö1 die “Gedanken für den Tag” gewidmet und die “Die Welt ist aus dem Stoff,/der Betrachtung verlangt, ein Zitat aus dem Gedicht “Winterantort” – Ilse Aichinger zum achtzigsten Geburtstag” hat am Montag den 2. 11. wo es im Literaturhaus immer eine Gedenklesung für die toten Mitglieder gibt, mit einem “Hörstück” begonnen, das Kurt Neumann für den Rundfunk aus dem schon erwähnten Symposium gebastetl hat. Da Programm von damals ist wohl in der “AS” aufgelegen, ich habe mir nur gemerkt, daß Erich Fried und Peter Härting bei dem Symposium aufgetreten ist und Ilse Aichinger, da Richard Reichesperger mit dem sie bis zu seinem Tod, 2004, befreundet war, das erste Mal getroffen hat.

Das war der Prolog der Veranstaltung, dann trat der “Büchner-Preisträger” Josef Winkler auf die Bühne, der offenbar am 1. 12. 2008 im Schausspielhaus Darmstadt auf einer großen Bühne, wo schöne Gladiolen standen, die er gerne ihr gewidmet hätte und der bei einer anderen Veranstaltung auf den “Erinnerungspunkt” bestand, der am Mittwoch auf der Schwedenbrücke eröffnet wird, bestanden hat. Es hat vor fünfundzwanzig Jahren auch eine Veranstaltung im Akademietheater mit Elfriede Jelinek, Elfriede Gerstl ,Josef Winkler,, etcetera, gegeben, die mir ebenfalls entgangen ist, wo Josef Winkler denselber Text, den er auch am Montag vortrug, gelesen hat. Dann kam Julian Schutting und las Texte wo er Ilse Aichinger an ein Interview erinnerte und mit ihr auch ins Kino gegangen ist, was die in ihren letzten Lebensjahren oder davor, als die das noch konnte, fast täglich tat.

Dann kam ein Generationensprung nämlich die 1973 in Zagreb geborene Anna Baar, die das Stiftsgymnasium in Viktring besuchte und einmal, wie Ilse Aichinger ein Medizinstudium abgebrochen hat, deren “Nil” das auf der Shortlist des Öst steht, ich erst lesen muß und sie erzählte in ihrem Text von ihrer Matura in jenem Gymnasium 1991, wo sie sich zwischen Bertha von Suttner,Hermann Hesse, Albert Camus und den “Spiegelgeschichten” entscheiden konnte, die sie offenbar erst später gelesen oder verstanden hat.

Am Schluß der Montagveranstaltung kam die 1963 in Erlangen geborene Germanistin Christine Ivanovic, die sich sehr mit Ilse Aichinger beschäftigte und auch zwei Ausstellungen über sie gestaltet hat, die das Gedicht “Winterantwort”, in dem Ilse Aichinger ihrer deportierten Großmutter gedachte, wobei sie sie an das Grimmsche Märchen des “Rotkäppchen” anschloß, interpretierte.

“Großmutter wo sind deine Lippen hin. um die Gräser zu schmecken/ ist es nicht ein finsterer Wald in den wir gerieten?/ Nein, Großmutter, er ist nicht finster, ich weiß es, ich wohnte lang bei den Kindern am Rande,und es ist auch kein Wald.”

Dann habe ich mich in die schon erwähnte Veranstaltung ins Literaturhaus gestreamt, was ich auch im Vorjahr tat, wo zeitgleich der Terroranschlag stattgefunden hat und bin gerade zu Christian Katt zurechtgekommen, der sich, wie immer mit den Werken des 2001verstorbenen Christian Loidl beschäftigt hat.

Dann folgte Antonio Fian, der sich mit dem 2011 verstorbenen Werner Kofler beschäftigte, mit dessen Koffer ich ja einmal von Wien nach Klagenfurt gefahren bin. Dann kam Erika Wimmer, die sich mit der 2007 verstorbenen Erika Danneberg beschäftigt hat, die im Jänner ihren hundersten Geburtstag feiern würde, die mit Hermann Hakel verheiratet, Psychoanalytikerin und Kommunistin war, die ich im “Arbeitskreis schreibender Frauen” kennenlernte und mit der ich einige Male beim Volksstimmefest gelesen habe und las sechs Gedichte von denen ich “Wie gehst du um Genosse mit deinen Genossinnen?”, schon kannte. Karin Ivancsics, die die Veranstaltung für die GAV organisierte, folgte und erklärte, daß die Veranstaltung, die mit der großen Friederike Mayröcker begonnen hat, mit der früh verstorbenen Hertha Kräftner beendet würde.

Ilse Aichinger wurde dabei ausgelassen, obwohl sie ja auch vor vor fünf Jahren gestorben ist, was ich ein wenig schade finde, aber es geht schon am Mittwoch mit ihrer Hommage weiter.

Am Mittwoch sollte es mit einer Echtveranstaltung weitergehen, wurde doch auf der Schwedenbrücke beim Donaukanal ein Erinnerungsort beziehungsweise das Gedicht “Winterantwort” enthüllt, das dort angebracht war. Der Präsident des Kunstsenats Josef Winkler hat das vermittelt.Walter Famler eröffnet, dann, glaube ich, die Kulturstadträtin Veronika Kaup-Hasler geredet.

So genau habe ich das nicht mitbekommen, denn auf der Brückenseite, wo das stattfand war ein Absperrungsgitter aufgestellt. Zwei Polizisten standen davor und zwei maskierte Frauen, wo mir die eine erklärte, daß ich auf der anderen Seite weitergehen könne. Die Zweite, die mich offenbar erkannte, ich sie in ihrer Maske nicht, sagte dann, ich könne durch, müßte aber offenbar eine Maske aufsetzen.

“Im Freien?”

“Leider ja!”

Also auf die andere Brückenseite stellen, wo ich dann den Passanten erklären mußte, was da gegenüber stattfand und ein offensichtlich deutscher Tourist mit zwei Kindern wollte wissen, wieso gerade dieser Ort für die Veranstaltung, denn es wäre jetzt schon kalt?

“Das weiß ich auch nicht so genau, aber wahrscheinlich war das ein wichtiger Ort für Ilse Aichinger!”, antwortete ich ihm und las dann später, als die Masken schon hinuntergenommen wurden, auf einer Tafel, daß Ise Aichinger da einmal zugesehen hatte, wie ihre Großmutter von den Nazis in ein KZ abtransportiert wurde. Daher also das schon am Dienstag zitierte Gedicht, das Josef Winkler, der Präsident, der dann das Denkmal enthüllte, nochmals las. Der hatte auch ein laute Stimme, so daß ich alles gut verstand. Vorher hat noch die Kulturstadträtin Mayer ein paar Worte gesprochen und, als es vorüber war bin ich auch hinübergegangen. Wurde von ein paar Leuten begrüßt von denen ich ,glaube ich, Lukas Cejpek erkannte, Manfred Müller von der “Gesellschaft”, Kurt Neumann war da und als alles ganz vorbei war, der Alfred hat sich noch lange mit einer grünen Kultursprecherin unterhalten, denn er ist ja mit der Grünpolitik sehr unzufrieden, kam ein Lastwagen und hat das aufgestellte Zelt und die Absperrgitter wieder abtransportiert.

Am Abend ging es dann mit einem Gespräch zwischen Christine Ivancic und dem 1963 geborenen Literaturwissenschaftler Thomas Wild über sein Buch “ununderbrochen mit niemanden reden. Lektüren mit Ilse Aichinger” weiter.

Am Donnerstag wurden dann in der “Gesellschaft” zwei Briefwechsel vorgestellt, nämlich den zwischen Ilse Aichinger mit Ingeborg Bachmann mit der sie offenbar sehr befreundet war und die sie neben ihrer Zwillingsschwester Helga, die ja nach England emigirierte, als den dritten Zwilling bezeichnete. Gelesen haben aus den beiden Bänden, die von Nikola Herweg und Irene Fußl, sowie Roland Berbig herausgegeben wurden, die beiden Schauspielerinnen Anne Bennent und Andrea Eckert.

Und am Montag ging es in der “Alten Schmiede” mit dem Ilse “Aichinger Wörterbuch” weiter das von Birgit Erdle und Annegret Pelz herausgegeben wurde und das ausgehend von Aichingers “Schlechte Wörter” eine Wörtersammlung, wie Atlantik, Beerensuche, Eich, Großmutter, grün, Kino, Schwedenbrücke, Vögel, Zumutung, etcetera, enthält, zu denen verschiedene Autoren, wie Bodo Hell, Katja Gasser, Ann Cotton, Theresia Prammer, Gisela Steinlechner , Retro Zegler, Essays herausgegeben wurde.

Das war das Ende des Aichingers-Schwerpunkts in der “Alten Schmiede” sagte Johanna Öttl in ihrer Einleitung. Am Dienstag soll es noch eine wissenschaftliche Fortsetzung geben und außerdem hält Theresa Präauer im Wiener Rathaus in der Reihe “Autorinnen feiern Autorinnen” eine Festrede auf die berühmte Autorin, wo es aber keinen Livestream gibt.

Wiener Dichterinnen lesen Wiener Dichterinnen

Die Dichterin und GAV-Mitglied Augusta Laar hat vor zehn Jahren, glaube ich, in München, das “Schamrock-Festival “gegründet. Aus Wut, wie sie sagte, daß Lyrikerinnen schlechtere Chancen als Männer hätten schwerer Verlage finden und auch weniger Honorar als sie bekommen.

Irgendwann ist sie dann damit nach Wien gekommen und da hatte ich es gar nicht als Frauenfestival in Erinnerung, habe ich da doch 2014, obwohl da auch Friederike Mayröcker gelesen hat, Luis Stabau,er getroffen und ich war zweimal glaube ich, bei solchen Veranstaltungen.

Gestern hat es wieder im Literaturhaus ein Festival mit Maria Cabrera Callis, Sandra Hubinger, Birgit Kempker und Mieze Medusa gegeben, da war ich durch das “Aichinger-Festival” sozusagen verhindert und außerdem eine neunzehn Uhr Stunde und heute, was mich ein wenig erstaunte, daß es das gibt, den Schamrock-Salon “Wiener Dichterinnen lesen Wiener Dichterinnen”, was es, glaube ich, in der “Alten Schmiede” und im Rathaus” von der Stadt Wien auch gibt und Augusta Laar erklärte in der Einleitung, daß es diesmal, um Wiener vergessene oder verstorbene Autorinnen, was ja auch zum Thema passt, gab es da ja am Dienstag auch eine “In Memorian-Veranstaltung” und so ist es durch die Wiener Lyrikerinnen-Geschichte gegangen, wo ich zuerst an die 1940 geborene und 2006 verstorbene Heidi Pataki erinnert wurde, die ich, glaube ich, in den Siebzigerjahren das erste Mal bei einer Lesung in dem damaligen Z-Club gegeben hat, kennenlernte, wo ich hingegangen bin, weil es freien Eintritt gab.

Später war sie GAV-Präsidentin und an ihr Gedicht “Als Immanuel Kant die Fenster putze” ist mir sehr in Erinnerung. Ich war auch bei ihrer Gedenklesung im Literaturhaus. Das war, glaube ich, 2007 und da bin ich gerade von der Dichterkarawane zurückgekommen, wenn ich mich nicht irre und da wurden, glaube ich, die Gedichte aus der “Stillen Post” verteilt und hängen heute noch zum Teil in der Krongasse oder liegen in Rollen herum. Bei ihrem Begräbnis Ehrengrab am Zentralfriedhof bin ich auch gewesen und jetzt hat Petra Ganglbauer , die auch GAV-Präsidentin war und viele experimentelle Lyrikbände hat und auch Radiokünstlerin ist, ihr für mich bekanntestes Gedicht nicht gelesen.

Dafür aber andere aus den zwei Bänden “Amok und Koma” und eben “Stille Post”

Heidi Pataki, kann ich mich erinnern, hat immer im Stehen am Pult gelesen. Petra Ganglbauer am Lesepult und dann ist die in Salzburg geborene und schon lange in Wien lebende Margret Kreidl gekommen und hat, was mich besonders freut Ilse Aichinger vorgestellt und da durch ihre Bücher oder die eigene Lesebiografie geführt. Da gibt es ja den berühmten Roman “Die größere Hoffnung”, “Kleist, Moos und Fasane ” und auch den 2001 bei der “Edition Korrespondenzen” erschienenen “Kurzschlüsse”, der Verlag, bei dem auch Margret Kreidl verlegt, wie sie erwähnte. Gelesen hat sie dann aus dem ersten Buch, das sie, sich noch als Schülerin von Ilse Aichinger kaufte “Verschenkter Rat” und erzählte, was mich erstaunte, daß ihre Studenten im Reinhardt-Seminar noch nichts von Ilse Aichinger gehört haben, was in der Festwoche etwas seltsam ist, aber ich habe ja damals im Lesezelt bei “Rund um die Burg” auch ähnliche Erfahrungen gemacht.

Die dritte Dichterin war die 1989 geborene Astrid Nischkauer, die ich, glaube ich, schon beim “DichtFest” ,und bei einer “Fröhlichen Wohnzimmer-Lesung” hörte und auch öfter, als das noch möglich war, bei verschiedenen Veranstaltungen mit ihren Hund getroffen habe und die stellte was ich auch sehr interessant fand, die ziemlich unbekannte Autorin 1902 geborene Melttta Urbancic vor die mit ihrem Mann Viktor nach Island auswanderte und dort 1984 verstarb. Sie ist aber in Purkersdorf begraben und 2011 gab es eine Ausstellung im Literaturhaus, die zur Veröffentlichung des Bandes “Am Rand der Welt” führte, während es sonst, wie Astrid Nischkauer erklärte, noch viel von ihr zu entdecken und zu veröffentlichen gibt. Es gab dann auch ein Gedicht von Astrid Nischkauer, das den Namen “Melitta” trägt.

Dann kam die 1975 geborene Judith Nika Pfeifer, die den “Priessnitz-Preis” bekommen hat und die ich einmal bei einem “Fried Festival” lesen hörte, die sich die 1956 geborene unnd 2919 verstorbene Adelheid Dahieme aussuchte, die ich 1996 in Klagenfurt kennenlernte, die dort gelesen hat. Dann hat sie kurz darauf, bei “Rund um die Burg” gelesen, daß sie auch Kinderbuchautorin war, habe ich nicht gewußt. Aber die “Rauchernovelle” die bei “Klever” erschienen ist, gelesen und als letzte kam die 1961 geborene Monika Vasik, die ich früher oft und jetzt auch schon lange nicht mehr gesehene Monika Vasik, die Medizin studiert hat, aber jetzt schon länger als Lyrikerin tätig ist, die 2009 gestorbene Elfriede Gerstl nvorstellte, beziehungsweise ihre Gedichte las und da mit “Balance Balance” begann, an Hand dessen sie durch das Gerstlsche Werkh führte, die ich ja auch ganz gut gekannt habe, die einmal bei meinem literarischen Geburtstagsfest war und von der ich auch einiges gelesen und gehört habe.

Das Gedicht “Natur, nein danke” löste bei mir Associationen aus, wo ich einmal mit ihr vor dem Literaturhaus in Mürzuschlag stand und sie mir sagte, daß sie nicht im Wald spazierengehen könne, weil sie nicht zeckengeimpft sei,was mich damals sehr erstaunte, inzwischen aber wahrscheinlich gar nicht mehr so ungewöhnlich ist und Monika Vasik erzählte, daß sie Elfriede Gerstl 1980 bei einer Lesung in der “Alten Schmiede” kennenlernte, was bei mir eigentlich auch zutreffen kann. Der Vasik Text hat “Gerstl Quartett” geheißen und am Schluß erinnerte Monika Vasik noch an die Droschl-Werkausgabe, wo ich ja auch bei den Präsentationen war.

Schön, daß die fünf Dichterinnen sich so genau durch die Biografie ihrer Autorinnen lasen, auch eigene Werke lasen und bei mir sowohl Erinnerungen, was Heidi Pataki , Elfriede Gerstl, Ilse Aichinger und Adelheid Dahimeme, als auch Entdeckungen, was Melitta Urbancic betrifft und natürlich kann man wieder hinzufügen, daß wieder Dichterinnen fehlten. Jeannie Ebner für die Petra Ganglbauer, glaube ich, die Rathaus Vorlesung gehalten hat, wurde von Augusta Laar schon erwähnt, mir ist natürlich die Grand Dame F Ms eigefallen, die ja heuer ihren Todestag hatte, aber die wurde am Dientag gewürdigt und alles kann man ja nicht haben.

Das war also eine sehr literarische Woche, wo es außer dem Aichinger-Schwerpunkt zu meiner Überraschung noch zwei sehr Memorienveranstaltungen gegeben hat, während in der rauen Realität das zwei G wbeziehungseise der soft Lockdown für Ungeimpfte verkündet wurde.

Patricia Highsmiths Tage- und Notizbücher

Von einem hundertsten Geburtstag zum anderen könne man so schreiben. So wurde ja H. C Artmann am neunzehnten Juni 1921 geboren, Ise Aichinger am ersten November und die Krimiautorin Patricia Highsmith in Texas am neunzehnten Jänner von der ich am wenigstens weiß, denn so eine besondere Krimleserin bin ich ja nicht, obwohl, wie ich gerade in meinem Bibliothekskatalog nachgeschaut habe, ich einige ihrer meist bei “Diogenes” erscheinenen Bücher besitze. Und natürlich den “Talentierten Mr. Ripley”. Des ist mir zumindestens vom Hörensagen bekannt. Eine amerikanische Krimiautorin also, die von Alfred Hitchcock verfilmt wurde und 1995 in Locarno starb.

Das war, ich gebe es, zu mein Wissen über die berühmte Krimiautorin, als ich wieder zu einem “Diogenes Talk” über ihre Tage- und Notizbücher eingeladen wurde und ich bin ja eine, die sich, wie ich immer schreibe, über den Tellerrand beschäftigt und eigentlich alles liest.

Alles nicht natürlich. Das geht sich nicht aus. Aber ich schaue nach links und rechts und so greife ich nach Patrica Highsmith, wenn ich sie im Bücherschrank finde, habe jetzt, während ich ja immer noch Buchpreis lese auch einige Krimis auf meinen Badezimmerstapel liegen und derzeit geht es ja neben dem Lesen sehr viel um Ilse Aichinger, die ja am Montag ihren hundertsten Geburtsag gehabt hätte und da gibt es am Abend auch Veranstaltungen in der “AS” und in der “Gesellschaft” und zu Mjttag beim Gedenkort “Winterantwort” auf der Schwedenbrücke, trotzdem bin ich von der Präsentation des Lektürebuchs von Thomas Wild weggestreamt und mich wahrscheinlich nach Zürich zu “Diogenes” begeben, wo die Highsmith Expertin Anna von Planta gemeinsam mit einigen anderen die Tage- und Notizbücher der Autorin herausgegeben hat.

Wir kennen das Bildnis der alten etwas verbitterten aussehenden alten Frau, hieß es bei dem Talk und danns wurde das Bildnis auf dem Buch einer schönen jungen Frau gezeigt und man wurde nach New York der Neunzehnvierziger entführt, wo sie studierte, dann als Comiczeichnerin tätig war und offenbar ein sehr exzessives Leben führte. Also am Tag rauchend im Kostüm im Verlag, wo sie auch einige berühmte Kollegen kennenlernte, dann nach Hause im Herrenhemd zu ihren Texten und am Abend in die Bars nach Greenwich Village, wo sie sie nur sehr wenig geschlafen und sehr viel getrunken hat und sich in Zeiten, wo man schon verhaftet werden konnte, wenn man flache Schuhe, Hosen und Herrenhemden trug, wie ich im Talk lernte und auch viele Frauenbeziehungen hatte. Sie war allerdings auch verlobt und ist dann irgendwann verbittert und die Tagebuchnotizen, die aus achttausend Seiten bestanden, aus denen ausgewählt wurde, scheinen sich zumindestens, was ich gesehen und gehört habe, die vierziger Jahre betreffen.

Patricia Highsmith, die viele Sprachen mehr oder weniger gut gesprochen hat, hat sich am Ende ihres Lebens ins Tessin zurückgezogen. “Diogenes” war ihr Verlag. So ist Anna von Platen 1984 ihr vorgestellt worden, hat mit ihr zusammengearbeitet und nach ihrem Tod sollten, die Tagebücher herausgegeben werden. Der Verlag war der Nachlaßverwalter, die Tagebücher mußten aber erst gesucht werden. Anna von Planta fand sie, wie sie sie erzählte, im Wäscheschrank.

Jetzt sind sie da und ich habe wieder viel von meinem kleinen Ausflug nach Zürich und ins Krimifach wieder viel gelernt. Werde höchstwahrscheinlich die Highsmith-Krimis sobald nicht lesen, habe mich jetzt aber durch die Buchvorschau gestreamt und mich den Rest der Woche wieder mit Ilse Aichinger beschäftigen, bevor am Montag der Öst bekanntgegeben wird, danach mein Geburtstag ist und ich schauen werde, ob und wieviel ich von der Buch-Wien mitbekommen werde? Das Programm liegt schon seit einiger Zeit auf meinen Schlafzimmertischchen.

Noch einmal Che Guevara Privatissimum

Was macht man in Zeiten ,wie diesen kulturell, wenn man sich nicht testen, impfen lassen und auch keine Maske tragen will?

Man geht per Stream in die “Alte Schmiede”, ins Literaturhaus, die “Gesellschaft”, etcetera oder nimmt an Ruth Aspöcks Freiluftprivatissimen teil, wo man sich in Zeiten, wie diesen, eine Rarität, nicht anmelden muß.

“Einfach kommen1”, steht in ihrer Einladung und da konnte man schon im Frühling beim Grillparzer-Denkmal auf Reisen gehen. Nach Bratislava, Istanbul und Griechenland ist es da gegangen und jetzt in den Donaupark zum Che Guevara Denkmal, das die Bildhauerin Gerda Fassel dort errichtet hat und am neunten Oktober 2008 von Bürgermeister Häupl feierlich eröffnet wurde.

Und die 1947 in Salzburg geborene Ruth Aspöck, die in Wien Germanistik und Theaterwissenschaft studierte, hat eine Zeitlang in Kuba gelebt, darüber das Buch “Tremendo Swing-Kuba – die achtziger Jahre in Kuba” in ihrem Verlag “Die Donau hinunter”, den es bis 2007 gegeben hat, herausgebracht und sich auch über Che Guevara, den kubanischen Nationalhelden beschäftigt.

Drei dieser Texte hat sie in den letzten Wochen in ihren Privatissimen vor dem Denkmal, wo eine Kerze brannte und ein Kranz niedergelegt war, vorgetragen. Das erste Mal, wo es um die “Motocycles diaries” wo der 1928 in Rosario geborene Ernesto Guevara seine Reise durch Lateinamerika beschrieb, gegangen ist, waren wir dabei, haben im Anschluß Empanadas gegessen, die der Alfred am Vortag bei der kubanischen Gesellschaft brsorgte.

Die Woche darauf, wo es um ein Lied von N. Guillen ging, das das die Ruth Harland, beziehungsweise habe ich mich dort nach Frankfurt zu der Messe gestreamt ,und diese Woche am Vortag vor Allerheiligen und den Tag der Zeitumstellung ging es um Santa Clara, das ist eine Stadt in Zentral -Kuba, wo es während der kubanischen Revolution 1959 zu einem Angriff gegen Batista kam und Che Guevara dabei verletzt wurde.

Heute gibt es dort ein Museum und eine Statue. Der Alfred war schon dort und die Ruth “hat vor dem Wiener Denkmal den Text “Kuba, mein immerwährender Traum” gelesen, der in dem Fröhlichen Wohnzimmer-Heftchen”: “zwei bisschen” erschienen ist und es um die Reise ging, die die Ruth ,einmal dorthin machte, um sich den Schauplatz anzusehen. Denn sie hat auch ein Theaterstück bzw. , ein Filmdrehbuch über Che Guevara, bzw, die kubanische Revolution geschrieben und gelesen hat sie, die ihre Privatissimen immer sehr kurz hält, nur ein Stückchen daraus. Sie hat aber im Anschluß zwei der Heftchen an die Teilnehmer, Andrea Pauli und ihr Sohn Martin mit Frau waren außer uns auch gekommen verteilt, so daß ich eines ergattern und den Rest in Ruhe nachlesen kann. Außerdem gibt es dazu sehr schöne Illustrationen, die, glaube ich, von Ilse Kilic ,stammen, also hat es sich gelohnt den Reformationstag wo jetzt auch Halloween gefeiert wird, mit einem Ausflug in den Donaupark zu verbinden.

Diesmal sind wir im Anschluß, weil wir durch den Park schon spaziert sind, an die Alte Donau gegangen. Das heißt, wir wollten es. Leider ist der Zugang sehr verbaut, beziehungsweise verschlossen, weil es dort Surfschulen und Sportvereine gibt und den Brunch haben wir dank Zeitverschiebung schon vorher nehmen können. Da kauft der Alfred ja immer sehr gut ein, so daß ich mir aus einer Avacado eine Guacamole machen konnte und einen Topfenstrudel hat der Alfred gestern auch gebacken. Statt Halloween und den Parties, also ein Kurzausflug zu Che Guevara in den Donaupark und ich bin ja, wie meine Leser sicher wissen, kein besonderer Halloweentyp ,war da nur einziges Mal mit meinem roten Keid bei einer sogenannten Party im Writersstudio, das inzwischen wieder umgezogen ist und dank Corona sind die Schnuppertage für mich ja auch weggefallen und im Vorjahr hat es ja vor dem Lockdown eine große Halloweendemonstration am Heldenplatz mit anschließenden Umzug gegeben, wo das Maskieren sozusagen Sate of the Art war, während der damalige Gesundheitsminister Anschober versprach, die Sau erst im nächsten Jahr herauszulassen und diesesmal zu Hause zu bleiben. Heuer gibt es, wie ich bei 0E24 hörte, wahrscheinlich 1-3G– Parties und große Schlangen vor den diesbezüglichen Geschäften, wo man sich mit den entsprechenden Kostümen eindecken konnte.

Literarische und musikalische Begegnungen mit H.C. Artmann

Am zwölften Juni wäre H. C. Artmann hundert Jahre alt geworden und am vierten Dezember 2000 ist er getorben. Grund ihm zu feiern und ihm zu Gedenken und das hat die Präsidentin der “H. C. Artmann- Gesellschaft” Alexandra Millner offenbar zum Anlaß genommen, sein Schaffen in sechs Themen: Poetischer Akt, Surrealismus, Dandyismus, Popkultur, schwarzer Humor und Transkulturalität aufzuteilen und diese Themen je an einen Wissenschaftler und an einen Literaten zu vergeben, die jetzt von “Ritter” als Buch herausgeben wurde, das am Donnerstag in in der “AS” vorgestellt wurde.

Eine dazu passende Ausstellung im Heiligenkreuzerhaus scheint es zu geben und die Veranstaltung wurde von Johanna Öttl eröffnet, da Alexandra Millner, die wie sie sagte, aus Covid-Gründen, leider nicht kommen konnte, eröffnete.

Sie hat auch Daniel Wisser ,der, glaube ich, den schwarzen Humor vertreten sollte, entschuldigt und dann die Themen und die Namen, der Wissensfhaftler und Literaturen aufgezählt.

Der wissenschaftliche Teil hat, glaube ich, schon im Juni wahrscheinlich in Geburtstagsnähe in der Wien-Bibliothe stattgefunden.

Jetzt kamen die literarischeren Texte an die Reihe und da hat Ann Cotten, der offenbar das Dandytum zugeteilt war begonnen. Dann folgte Ferdinand Schmatz mit dem poetischen Akt und da hat es ja einmal in der Wien Bibliothek auch ein Symposium gegeben und Monika Rinck die den Surrealismus zuvertreten hatte, hat sich mit den Träumen beschäftigt. Dann gab es ein Gespräch zwischen Monika Rinck, Erwin Einzinger, Gerhild Steinbuch und Monika Rinck. Anne Cotten ließ sich entschuldigen, wo es um die persönlichen und literarischen Begegnungen mit dem großen Dichter ging und da kann ich mich erinnern, daß ich ihn einmal im eleganten weißen Anzug und vielleicht auch mit Spazierstock, als Dandy eben bei einer GAV-Jubiläumsfeier auftreten sehen habe. Dann habe ich einen Film gesehen, die Dracula-Aufführung und auch ein paar Symposien, das schon erwähnte zum “Poetischen Akt”, aber auch H. C. Artmanns Leben in Berlin, und als er 2000 gestorben ist, gab es, glaube ich, im Literaturhaus einige Veranstaltungen, an die ich mich erinnern kann und weil bei einer literarischen Veranstaltung wie Johanna Öttl betonte, die Literatur, das Sagen hat, folgten nach dem Gespräch, die restlichen Lesungen, nämlich Gerhild Steinbuch, die ja einmal den “Priessnitz-Preis” bekommen hat, und auch in Klagenfurt gelesen hat, wo ich sie kennenlernte, die sich mit der Popkultur beschäftigte und dazu Donald Duck und andere Comic-Figuren einzog und Erwin Einziger, der ja auch damals im Breitenseerkino, wo es ja auch immer H.C Artmann Veranstaltungen gegeben hat und gibt, gelesen hat.

Eine spannende Veranstaltung in die ich leider zu spät eingestiegen bin, daher in den Lesungen hin und herswitschte, um möglichst viel von der Veranstaltung mitzubekommen und am Freitag ging es dann mit den Sprachspielen nach H. C. Artmann weiter, denn da gab es eine musikalische Versuchsanordnung des österreichischen Jazzpianisten Oskar Aichinger und den Improvisationsmusikern Susanna Heilmayr und Burkhard Stangl, die sich mit Stimme, Piano und E-Gitarre erstaunlich viel auf Englisch mit dem Meister spielerisch annäherten.

Ein Dialektgedicht aus der “Schwarzn Tinten” gab es auch und drei Gedichte von dem ebenfalls zur Wiener Gruppe gehörenden Friedrich Achleitner und so ging es durch die sprachlichen Feinheiten des 1921 geborenen Dichters und nächste Woche wird es dann mit einem anderen hundersten Geburtstag weitergehen und zu den Texten von Ilse Aichinger, die diese Woche schon kurz vor sieben von Cornelius Hell bei den “Gedanken zum Tag” präsentiert wurden.

Kaffeetrinken mit der Poesie beim Priessnitz-Preis

Heute ist der siebenundzwanzigste Oktober und da wurde im Jahr 1945 der Dichter Reinhard Priessnitz geboren, der am fünften November 1985 an seinem Krebsleiden verstorben ist und seit 1994 gibt es den “Reinhard Priessnitz-Preis” vom damaligen Bundesministerium für Unterricht und Kunst gestiftet und von Robert Schindel und Gustav Ernst ausgesucht und im Literaturhaus vergeben. 1998 wurde er an Sabine Gruber vergeben. Da war ich das erste Mal dabei und bin nachher mit dem Alfred und der Anna zum Wandern an den Traunsee, glaube ich, gefahren.

Ab 2003 wo ihn Olga Flor bekommen hat, war ich dann dabei. Xaver Bayer, Gerhild Steinbuch, Thomas Ballhausen und Anne Cottont, folgten, die hat mich da beeindruck daß sie sich in einer Schachtel verstecken wollte und ab 2008 war ich auch dabei und habe schon darüber gebloggt. Da bin ich zur Preisverleihung von Angelika Reitzer, wahrscheinlich ein wenig frustiert hingegangen habe ich mich da geärgert, daß mich Silvia Bartl meine “Mittleren” nicht mehr dort veranstalten lassen wollte, obwohl eigentlich hätte ich Grund zur Freude gehabt, weil mich an diesem Tag Friedrich Hahn zu einer Lesung bei den “Textvorstellungen” eingeladen hat.

2015 hat ihn Anna Elisabeth Mayer bekommen und da war ich, als sie den “Alpha” bekommen hat auch frustriert, weil die hatten mich da hinausgeschmissen. Das habe ich im Literaturhaus ihrem Vater erzählt, der mir daraufhin das Buch geschickt hat.

Ab 2008 also gebloggt nur 2017 nicht, denn da hatte ich so viele Studne, daß ich erst um acht darauf gekommen bin, das es zu spät ist, jetzt noch hinzufahren. Obwohl ihn eigentlich einer meiner Lieblingsautoren Hanno Millesi bekommen hat.

Gustav Ernst hat mir später gesagt, da er mich vermißte. Das wird er wohl heuer auch oder hat es im Vorjahr, wo ihn Elias Hirschl bekommen hat, dessen neues Buch schon in meinem Badezimmer liegt und heute Simone Hirth, deren bei “Kremayr&Scheriau” erschienen Bücher ich gelesen habe und auch bei diesem H. C. Artmann-Fest im Breitenseerkino war und da hätte ich eigentlich geglaubt, daß ich es mir höchstens nachsehen und dann nicht mehr darüber bloggen werde, weil eine Stunde. Die wurde aber vorverlegt. So konnte ich mir die Preisverleihung wieder per Livestream geben und Barbara Zwiefelhofer, wie sie am Schluß sagte, dann mit den maskierten Anwesenden feiern lassen. Wein wurde vielleicht schon vergeben. Jedenfalls hat sie diesmal nichts davon gesagt.

Nur “Kaufen Sie die Bücher, aber nicht beim (“bösen”) Amazon”. Aber ich habe sie freundlicherweise ohnehin vom Verlag bekommen. “Das Loch” sogar zweimal. Das habe ich dann der Anna gegeben, die ja auch ein keines Kind zu Hause hat.

Die 1985 in Freudenstadt geborene Simone Hirth, die seit 2016 Simone Seidl heißt, hat einen kleinen Sohn zu Hause und dankte ihren Eltern, daß sie ihr durch dessen Betreuung, das Schreiben ermöglichten und sie, als sie vierzehn war, zum Schreiben ermutigte, beziehungsweise keinen Anfall bekamen, als sie damals sagte, sie würde Autorin werden.

Kennengelernt habe ich sie damals bei diesem Fest oder der Veranstaltung in der “Gesellschaft” von “Kremayr &Scheriau”, und Gustav Ernst hat eine sehr kurze Juryrede gehalten. Dann das Wort an die Laudatorin Daniela Fürst übergeben, die gerade aus Frankfurt zurckgekommen ist, denn Simone Hirth hajt nicht nur die drei “K&S-Bücher,” die auch am Lesepult standen, sondern auch offenbar ganz neu, dreihundertfünfundsechzig Miniaturen in der “Edition Niederösterreich” -“365 Tassen Kaffee mit der Poesie” herausgegeben, das in Frakfurt vorgestellt wurde.

Daniela Fürst hielt eine sehr gefühlsvolle Laudation in der sie durch die Bücher zog und auf die poetische Sozialkritik der Autorin hinwies. So bastelt sich in der “Notunterkunft” eine Aussteigerin ja eine neue Welt zusammen. In “Bananama” eine geht es um antiautoriäre Kindergruppen-Kindheit und im “Loch” schreibt eine junge Mutter Briefe an die Jungfrau Maria und an andere Personen und jetzt jeden Morgen eine Tasse Kaffee mit der Poesie damit man das Leben und seine Ungerechtigkeit, ein wenig besser verträgt.

Das wars dann schon. Simone Hirth, die nach der Preisübergabe, ein Päckchen Priessnitz-Bücher ist auch immer dabei, darauf hinwies und aus den dreihundertfünfundsechzig Splitter las. Vorher hat sie sich noch bei Gustav Ernst, bedankt der der erste war, der in Österreich ihre Texte in der “Kolik” veröffentlichte und sie auch an den Verlag vermittelte und meine Leser wissen es wahrscheinlich, daß mir das mit dem Kaffeetrinken mit der Posie gut gefällt.

Wow, das tue ich jetzt auch, könnte ich jetzt großspurig versprechen und Simon Hirth zwar nur virtuell aber trotzdem herzlich gratulieren und vielleicht mag die Poesie auch ein Glas Rotwein mit mir trinken oder einen Kaisersppritzer, denn das ist sicher auch sehr inspirierend.

Von der Philosophie zum Krimi

Nach der Buchmesse, wo es noch einige Videos anszusehen und viele Bücher zu lesen gäbe, geht es nach der Lockdownandrohung für Ungeimpfte wenn sechshundert Intensivbetten gefüllt sind, derzeit sind es, glaube ich, zweihundertzwanzig, normal weiter, was in Zeiten, wie diesen als normal zu bezeichnen ist, also von Harland aus in den Stream der “Alten Schmiede”, das ist bequem, was man vielleicht auch nach Corona beibehalten könnte. Allerdings fällt das eventuelle Gespräch mit den Kollegen und das noch eventuellere Glas Wein weg und das heutige Programm ist für die realistisch und sozial denkende Psychologin vielleicht auch nicht so interessant, obwohl ich ja Ende 1979 bei Professor Heintel ein Rigorosum in Philosphie ablegte und mir in den Siebzigerjahren auch Schopenhauer, Hegel, Nietzsche kaufte, aber schon damals und jetzt überhaupt eher praktisch lesen will, trotzdem habe ich von dem 1950 geborenen Philosphieprofessor Peter Strasser schon das “Journal der letzten Dinge” im Schrank gefunden, aber noch nicht gelesen und jetzt hat der Philosoph der offenbar mit Walter Famler befreundet ist, bei “Sonderzahl “Eine Hölle voller Wunder. Spätes Philosophieren” herausgegeben, daß er mit Daniela Strigl offenbar auf seinen literarischen Gehalt diskutieren sollte.

Walter Famler leitete ein, gab eine Inhaltsbeschreibung des Buches, erzählte, daß Strasser mit Adolf Holl und Alfred Kolleritsch, beide in den letzten Jahren verstorben, befreundet war und bat ihn eine Stelle vom “Trost der Dinge” vorzulesen, die, wie Peter Strasser betonte, eigentlich nichts Töstliches hat, geht es dabei doch um das Äterwerden oder um den Schreibtish von Adolf Holl, der obwohl schon verstorben und vorher etwas dement, seine abolute Ordnung hatte und dann erzählte Peter Strasser etwas von seinem Verhältnis zur Rechtsphilosphie oder davon, daß er den Spaß am Philosophieren verloren hat, aber in der großen Iris Murdoch, die auch dement geworden ist, den Halt oder Trost gefunden und alle ihre philosophischen Romane gelesen hat. Dann ging es weiter mit den Philosophen, die für Peter Strasser literarisch sind. Friedrich Nietzsche ist für ihn ein solcher und phaszinierte Peter Strasser ivon Anfang sehr und meinte, daß Nietzsche obwohl sehr literarisch schreckliche Dinge geschrieben hat, die er ihm aber verzeiht, weil er immer schreckliche Kopfschmerzen hatte und setzte hinzu, daß er nicht wüßte was er über Herbert Kickl schreiben würde, wenn er schreckliche Kopfschmerzen hätte, worauf Daniela Strigl seine Nähe zu Ernst Jünger erwähnte, den Strasser als Grenzgänger bezeichnete.

Walter Famler erkundigte sich dann bei Daniela Strigl, ob sie auch von der Literatur enttäuscht ist und Trost in der Philosophie finde, was sie verneinte, obwohl sie auch Philosophie studierte, sich aber für eine philosophische Leserin halte.

Der Unterschied zwischen Bloch und Lenin wurde diskutiert, beziehungsweise hinterfragt, ob die eher einen Geist oder eine Seele hätten und Walter Famler meinte, daß er Bloch eher literarisch, Lenin eher politisch lesen würde und dann wurde noch das Schöne diskutiert, obwohl das Leben, wie Peter Strasser meinte, für die meisten Menschen eine Hölle sei.

Interessant, interessant und eigentlich kann ich der Philosophie doch so einiges abgewinnen und habe als Studentin im Klub der logischen Denker auch einmal ein Referat über Schopenhauer gehalten. Also habe ich den doch etwas gelesen, aber wahrscheinlich nicht verstanden und dann begann ich wieder zu switschen, beziehungsweise mich zum “Diogenes Talk” mit der dänischen Krimiautorin Katrine Engberg und ihrem neuen Buch “Das Nest” zu begeben.

Ein schöner Kontrast von der Philosophie zur Lteratur, aber ich schreibe ja immer, ich lese mich gern über den Tellerrand, Philosophie weniger, wie schon erwähnt, Krmis schon, aber auch nur wenig, weil ich jetzt wegen meines drei oder vierfachen Buchpreisbloggen kaum dazu kommen.

Aber Corona” sei Dank lädt mich “Diogenes” zu seinen Blogger Talks und Vorschauen ein und so habe ich mir das Buch, der mir bisher unbekannten Autorin, das aber schon den vierte Teil ihrer “Kopenhagener Serie” ist, bestellt und Überraschung, die 1975 Geborene, die früher Tänzerin und Choreografien war, spricht sehr gut Deutsch und hat offensichtlich auch eine Zeit in Bayern gelebt. Worum es im “Nest” geht, habe ich in der Stunde nicht ganz mitbekommen, obwohl Katrine Egberg den Prolog sogar ein bißchen auf Dänisch gelesen hat. Es ging um einen Kranfahrer, einer Mülldeponie, der eigentlich krank ist, dann aber eine Leiche findet.

dann geht es in die Krimihandlung zurück. Das Gespräch drehte sich dann aber um vieles. Interessant, daß die sehr sympathische junge Frau die sich selbst eher als introviertiert bezeichnet sagte, daß ihr Leblingsbuch immer das aktuelle sei, der fünfte Krimi wird “Isola” heißen und ist schon fertig. Sie schreibt jetzt wieder einen Krimi und zeigte die Notizen her.

Es ging um die Frage, der Gewalt im Krimi, Morde müßen sein, aber Tiere und Kinder gehen nicht und der skandinavische Krimi ist ja für seine Sozialkritik bekannt. Katrine Engberg erwähnte Ruth Rendell als ihr Vorbild und meinte, daß sie alle ihre Bücher gelesen hätte.

Dann erzählte sie, daß in Dänemark alle Corona-Maßnahmen. weggefallen sind. Sie scheint auch viel Lesereisen zu machen und hat einen Mann der Kochbücher schreibt.

Zwei Ausflüge in mir eher unbekannte literarische Gefilde, während ich heute mein viertes Öst-Buch nämlich Olga Flors “Morituri”, , das mir oh Überraschung erstaunlich gut gefällt, angefangen habe und da habe ich mir auch die Besprechung vom Schweizer Literaturclub mit Daniela Strigl angehört.

Re: connect fbm 21

Unter diesem Motto wurde am Dienstagabend die Frankfurter Buchmesse live und digital eröffnet und hingestreamt bin ich dort schon seit ich blogge also seit 2008 jedes Jahr, habe mich dort auf das blaue Sofa gesetzt, die 3 Sat und die Ard Bühne besucht , 2000 und 2002 war ich live dabei und bin mit dem Alfred ein paar Tage lang jeweils von Mainz oder Wiesbaden,weil wir direkt kein Zimmer bekommen haben hin und hergefahren. Im Vorjahr war die Messe größtenteils Online, heuer wieder live.

Getestet, geimpft, genesen, wie das so heißt. Ein paar Masken waren auch zu sehen und die Eröffnungshalle ziemlich leer besetzt, während ich vorher schon Sandra Kegel auf einem Empfang gesehen habe und am Montag wurde ja der “Deutsche Buchpreis” an Antje Ravik Strubel vergeben. “Re. Connect fbm 21” ist auf dem Transparent im Festsaal gestanden, eine Mona Ameziane hat moderiert und zuerst einmal den Direktor und die Börsenvorsteherin interviewt die das Buch lobten und erzählten, wie sehr das Lesen und die Bücher durch die Krise gebracht haben.

Ansonsten scheint die Messe sehr divers zu werden. Gastland ist Kanada, da gab es eine Inuk-Sopranistin mit einem Eröffnungslied. Vorher trat noch die neue Frankfurter Bürgermeisterin auf, die iranischer Abstammung ist und auch das Lesen lobte und der hessische Stadtrat. Dann erschien die kanadische Eröffnungsrednerin, ihre Exellenz Mary May Simon, die Multturministerin Monika Grüters hat auch gesprochen, bevor Margaret Atwood aus Kanada zugeschalter wurde. Die Transperformerin Vivek Schraya ist auch noch aufgetreten und aus Paris war eine Inuk Poetin Josefine Bacon zugeschaltet, die aber leider schwer zu verstehen war. Seltsam, daß, das bei einer so hochprofessionellen Veranstaltung nicht klappt, aber alle haben sich gefreut und am Mittwoch wird es dann in Frankfurt live und bei mir auf dem stream weitergehen. Ich bin gespannt, freue mich sehr und habe mir schon ein Video über die kanadische Literatur angesehen, während ich am Mittwoch früh mit dem sechzehntenBuchpreisbuch angefangen habe.

Dann ging es um zehn auf die ARD-Bühne, wo der etwas heisere Messedirektor Jürgen Boos mit der vietnamesisch kanadischen Autorin Kim Thuy, die betonte, daß sie in beiden Ländern zu Hause sei und dem Innuk Autor Michel Jean auf Englisch ein Gespräch führte. Dann wurde an die kolumbianische Autorin Pilar Quintana für ihr Buch “Die Hündin”, ein “Aufbau” erschienen, ein Preis verliehen, bei dem immer eine unterpräsentierte Autor, Autorin aus Lateinamerika, Afrika, etcetera, ausgezeichnet wird.

Es gibt wieder Kritik an der Teilnahme von rechten Verlagen, obwohl heuer viel weniger Verlage ausstellen oder zugelassen wurden, 2017 war das ja, glaube ich, sehr stark, da gab es einen regelmäßigen Tumult und Martin Sellner ist spöttisch lächelnd auch dabei gestanden. Die Veranstalter pochen auf die Meinungsfreiheit, einige Autoren haben aber deshalb schon abgesagt.

Der Alfred hat mir den “Falter-Bücherherbst” gebracht, wo ich mich noch ein bißchen informieren konnte und ich habe mir dann auch noch die Pressekonferenz angesehen, wo das Projekt “Wie wollen wir leben?” ein Messemotto vorgestellt wurde. Da wurden, glaube ich, acht Autoren acht Stunden den Main hinuntergefahren, wo sie Zukunftsprojekte entwerfen konnten.

Dennis Scheck hat seinen Bücherherbst vorgestellt und eine alte Buchzeit gab es in der blauen Sofa Pause auch zum Nachhören, wo ich mir gleich ein Buch aussuchte, das der Alfred für mich bei der Anna Jeller bestellte.

Antje Ravic Strubel ist auf der ARD-Bühne aufgetreten und wird, glaube ich auch, auf den anderen herumgereicht. Eva Menasse stellte ihr “Dunkelblum” vor, das das Massaker von Rechnitz beschreibt, da habe ich die O-Töne.versäumt, mir das Buch aber schon vom Alfred sozusagen zum Geburtstag kaufen lassen.

Gert Loschütz stellte auf dem blauen Sofa seine “Besichtigung eines Unglücks” “mit dem er zwar nicht auf die Shortlist aber den Raabe-Preis” bekommen wird.

In der “Blauen Stunde” ging es um “transatlantische Beziehungen” und bei ARD wurde übr das Gendern diskutiert, etwas was den Uli interessieren wird.

Das Gespräch zwischen Katja Gasser und Anna Baar über deren Buch “Nl” das auf das öst Shortlist steht, auf dem blauen Sofa habe ich dann nachgehört um mich schon ein bißchen über das Buch, das ich lesen werde, zu informieren.

Dann bin ich in mein Praxiszimmer hinübergegangen, habe eine Stunde gemacht und danach in die AK-Bibliothek zur österreichischen Debutpreis-Lesung gegangen, wo Anna Felnhofer, Anna Albinus und Clemens Bruno Gatzmaga ihre nominierten Bücher vorstellten und danach wieder nach Frankfurt geswitscht, wo es eine “Canada Nigt” gab, wo wieder die Innuk-Sängerin und die Gouverneurin aufgetreten ist und auch ein paar Autoren auf französisch Texte lasen oder interviewt wurden.

Am Donnerstag ging es dann auf der ARD- Bühne weiter, denn da wurde zuerst der Ehrengast von 2022 Spanien vorgestellt. Danach als ich eigentlich zum “Aspekte Literaturpreis” und zum “Blauen Sofa” switchen wollte, ging es auf der Hessen-Bühne wieder um Cancel-Culture, das momentan sehr aktuelle Thema, wie korrekt wir schreiben oder gendern müßen. In manchen Ämtern muß man das um nicht entlassen zu werden, wie man bei uns demnächst dort 3G braucht.

Was macht man dann, wenn einem die Sternchen auf die Nerven gehen? Matthias Politycki tut es das vielleicht, Jagoda Marinic ihat es verteidgt und die Verlegerin Antje Kunstmann von den Schwierigkeiten erzählt, die ein Verlag damit hat.

Julia Franck, deren “Mittagsfrau” und auch noch anderes ich gelesen habe, war als nächstes dran. Sie hat einen Roman geschrieben, in dem sie sich mit ihrer Großmutter beschäftigte, die in Ostberlin einen großen Salon führte, in dem sich die ganzen Intellektuellen trafen. Julia Franck lebte damals in Westberlin, ist aber öfter hinübergependelt und die Großmutter hat ihr und der Mutter den Zwangsumtausch bezahlt.

Denis Scheck mit seinen Lteraturempfehlungen folgte und bei mir das Mittagessen. Dann doch auf das “Blaue Sofa”, wo aber gerade Mittagspause war. Also nachholen und da bin ich zuerst über Jasmin Schreibers “Mauersegler” gestolpert und habe gestutzt, denn das habe ich ja im Frühjahr gelesen. Was das ist auf dem blauen Sofa und stammt es nicht von einer Valerie Jakobs und hat Jasmin Schreiber nicht den “Marianengraben” geschrieben?

Die Covers angesehen und auch nicht wirklich weitergekommen, denn die sind sehr ähnlich. Auf beiden sind die Vögel darauf und das eine hat noch das “der” davor und man könnte wieder über den Titelschutz diskutieren, der offenbar nicht wirkich eingehalten wird, nur bei mir, wenn ich ein Buch “Paul und Paula” nennen will.

Der “Aspekte-Literaturpreis” ist auch sehr interessant, denn da werden immer die Debuts nominiert und damit habe ich mich ja in der letzten Zeit beschäftigt und da gibt es auch mehrere, das Bloggerdebut, wo ich mitjuriere beispielsweise oder auch der öst Debutpreis, wo ich am Mittwoch die Lesung streamte und bei den O-Tönen gibt es auch Debuts. Der “Aspekte- Preis” ist, glaube ich, der berühmteste und vielleicht auch der ältste und da waren diesmal “Identiti”, der Timon Karl Kaleyter der beim “Bachmann-Preis” gelesen hat, Lisa Krusche mit “Unseren anarchistischen Wurzeln” und eine mit bisher ziemlich unbekannte Ariane Koch mit “Die Aufdrängung” nomiert. Letztere hat gewonnen, das Buch ist ein “Suhrkamp-Tb” und es handelt von einem Gast in einem Haus, der offenbar ähnlich identitätslos, wie Anna Baars Hauptfigur sein könnte.

Um zwei gabs dann wieder eine blaue Stunde mit einem mich natürlich sehr interessierenden Thema, nämlich “Der lange Atem von Corona”, wo drei mir bisher unbekannte Bücher vorgestellt wurden. Nämlich die Psychologin Beate Küppers mit “Die geforderte Mitte Rechtsextreme und demokratiegefährdete Einstellungen in Deutschland”, Malte Thiessen “Auf Abstand. Eine Gesellschaftsgeschichte der Corona-Pandemie” und Klaus Zierer “Ein Jahr zum Vergessen. Wie wir die drohende Bildungskatastrope nach Corona verhindern können”

Also die geschichtliche Seite, die Bildungskmisere und dann natürlich der Rechtsextemismus, wo ich noch immer nicht verstehe, was Corona damit zu tun hat und wieso man das sofort sein muß, wenn man sich nicht impfen und nicht testen und keine Maske tragen will und man sich fragt, wann die Maßnahmen jetzt endlich vorbei sind?

Das wurde in der Diskussion natürlich nicht beantwortet, nur auf den rechten Verlag hingewiesen, während mich die drei vier Manderl, die man da manchmal vor dem blauen Sofa sitzen sieht, mehr beeindruckte. Fünfundzwanzigausend Leute dürften da, glaube ich, täglich hinein und die Bilder, die man sieht, zeigen ziemlich leere Messehallen. Aber vielleicht wird sich das am Freitagnachmittag, wenn das Publikum zugelassen wird, ändern.

Die 1946 in der Türkei geborene Emine Sevgi Özdemar, die 1991 beim “Bachmann-Preis” gewonnen hat , hat in “Ein von Schatten begrenzter Raum” von einer Frau geschrieben, die 1971 nach dem Putsch von Istanbul übers Meer nach Europa flieht.

Am Abend schon in Harland habe ich mir dann das Tischgespräch mit Elke Heidenreich angehört, die jetzt ja einen Shitstorm bezüglich ihrer Genderaversion eingefahren und ein Buch “Hier gehts lang” über ihre Leseerfahrungen geschrieben hat, wo ihre Lesebiografie enthalten ist, am Anfang waren es die Kinderbücher, dann kam der “Nils Holgersohn” und die Frauenbücher, während sie als Studentin Seminararbeiten für ihre Kommillitionen geschrieben hat, das würde heute wahrscheinlich die Plagiatsstürmer animieren, aber Elke Heidenreich hat sich durch das Leben gelesen, tut das immer noch und ist sicherlich eine interessante Frau mit einer starken Sprache und Katzenliebhaberin ist sie, glaube ich, auch.

Der Freitag hat mit dem Weiterlesen der Sasha Marianna Salzmann begonnen, die um zehn auf der ARD-Bühne war, beziehungsweise von einer Redakteurin interviewt wurde. Vorher war ich noch eine Runde Rad fahren, um meine Abwehrkräfte zu stärken und bin da bei der Zelle in Altamannsdort vorbeigekommen, wo ich vier Bücher nach Harland brachte, von denen ich drei schon hatte. Interessant, interessant. Der Alfred hat vom “Thalia” ein Gutscheinheft, eine “Buchkultur” und den Bücherfolder vom Krimifest mitgebracht und Sahsa Marianna Salzmann, deren erstes Buch mir ja nicht so gut gefallen hat, hat mich bei ihrem zweiten, das kann ich schon spoilern, durch ihr sehr eindrucksvolles Show not tell, das mir eigentlich noch nie so beobachten konnte, beeindruckt und auch dadurch daß sie selbstbewußt sagte, daß sie hoffe daß sie mehr, als über ihre postsowetische Herkunft schreiben könne.

Das Thema Rassismus scheint auf der Messe ein großes Thema zu sein, denn es folgt gleich der 1978 geborene Soziologie Aladin El-Mafaalani mit seinem Buch “Wozu Rassismus?”

Der Schauspieler Edgar Selge hat ein Buch über seine Kindheit geschrieben und die Krimi-Autoren Kat Menschik und Volker Kutschker haben eine Buchreihe herausgegeben.

Dann ging es zu der 1963 geborenen Jenny Erpenbeck und ihren für den bayrischen Buchpreis nominierten Roman “Kairos” wo es um die Liebesgeschichte zwischen einer jungen Frau und einem älteren Mann geht, die nach seinem Tod zwei Kartons zugeschickt bekommt, die die Struktur des Romanes schildern.

Danach kam Sven Regner mit seinem “Glitterschnitter” auf das “Baue Sofa”, wo Marie Sagschneider versuchte den Inhalt in zwei Sätzen zusammenzufassen und zu dem Schluß kam, daß es um das Lebensgefühl der prekären Künstler der Neunzehnachtzigerjahre geht.

Es gibt einen Stand des Goethe-Instituts, die ihre Verantaltungen streamen, so bin ich in ein Gespräch mit der Buchpreisträgerin Antje Ravic Strubel hineingekommen und dann noch in die Präsentation des neuen Buchs des 1976 in Bratislava geborenen Michal Hvorecky, der dort das Goethe Institut leitet und den ich ja einmal auf dem Literaturschiff kennenlernte, Stefan Teichgräber hat ihn für sein Festival und in seinem Workshop vorgestellt. “Troll” habe ich gelesen, jetzt hat er ein Buch über einen slowakischen Nationhelden geschrieben und ihn auf die Insel Tahiti versetzt, außerdem erzählte er eine Anekdote, wie einmal ein älterer Mann in das Institut kam und fragte, ob sie Bücher von seinem Großvater hätten?

“Wie heißt er?”, war die Frage. Hermann Hesser die Antwort und es gab Bücher sogar in slowakischer Übersetzung.

Auf das “Blaue Sofa” kam dann die heurige Friedespreisträgerin, die Zimbabwer Autorin Tsiti Dangarembga, die dort während einer Demonstration verhaftet wurde.

Dann kam der türkische Komiker Bülent Ceylan und erklärte, daß er auf die Messe kam, weil er den rechten Verlagen keinen Platz geben würde.

Der Soziologe Armin Nasehi hat die Pandemie benützt um ein Buch über die “Theorien der überforderten Gesellschaft” zu schreiben und der 1976 in München geborene Fridolin Schley hat in “Die Verteidigung” bei “Hanser” einen Roman über den SS-Brigadeführer Ernst von Weizsäcker herausgebracht.

Interessant das Buch des Professor für molekulare Psychologie der Universität Ulm, ich wußte gar nicht, daß es sowas gibt, Christian Montag “Du gehörst uns – Die psychologischen Strategien von Facebook, Tik Tok, Snapchat & Co”, der sich öffentlich rechtliche soziale Medien wünscht.

Während ich auf die “Blaue Stunde “Deutschland nach Merkel” , die ja jetzt die politische Bühne verläßt, mit Büchern von Ralph Bollmann,Ursula Weizendfeld und Stephan Lamby wartete, bin ich auf den Stream der ARD Hörbuchnacht gestoßen, wo Elke Heidenreich sich wieder bezüglich ihres Shittorms äußern mußte und natürlich ihre Lesebiografie präsentierte. Dann gab es dort eine Hörbuchreihe wo die Jahrhundertstimmen von 1900-2000 respektive 1945 aufgezeichnet wurden, wo man Albert Einstein, Winrifed Wagner, Adolf Hitler, Thomas Mann und den Berichterstatter über das Attentat von Sarajevo hören konnte.

Dann kam die Hörspielstimme Jens Wawrczeck, der die “Drei Fragezeichen” gesprochen hat und Hitchcock liebt und aus “Über den Dächern von Nizza” gelesen hat. Den Hörbuchpreis hat das Dokumentarhörspiel zum NSU-Prozess – “Saal 101” gewonnen.Dann wurde das Hörbuch von Marcia Zuckermann “Mischpoke” präsentiert, beziehungsweise vorgelesen.

Am Samstag kam dann die durchgestrichene Frauenliteratur in dem Buch von Nicole Seifert auf die ARD-Bühne, die sich mit den vergessenen ausgegrenzten Frauen beschäftigte und da Marlen Haushofers “Wand”, sowie Sylvia Plaths “Glasglocke” Sechzigerjahren erschienen sind. Außerdem stellte sie Gabriele Reuters “Aus guter Familie” Theodor Fontanes “Effi Briest” gegenüber, die im neunzehnten Jahrdhundert das gleiche Thema behandelten, aber Fontane ist berühmt geworden, Reuters eher vergessen. Das hat sich zwar inzwischen verändert, da inzwischen ja oft mehr Frauen auf Buchpreislisten stehen oder Preise bekommen und auf meiner Shortlist stehen inzwischen ja auch schon sechs Frauen, obwohl ich auf den Ferdinand Schmalz noch immer neuegierig bin.

Hannah Lühmanns Debut Auszeit bei “Hanser” erscheinen, gehört wahrscheinlich auch in die Abteilung Frauenliteratur oder ist auf jeden Fall von einer Frau erschienen, Marlene Haushofer wird auch dabei erwähnt und interesant ist dabei, daß die Autorin erwähnte, daß sie sich sehr schwer mit dem Schreiben tat, aber den Vertrag schon hatte, bevor sie den Plot wußte. Wui, könnte man da sagen und neidig werden, aber Andreas Schwab der dann folgte, ist im “SWR-Lesemagazin” in “Zeit der Aussteiger” den Künstlerkonlonien nachgereist, wo ich ja auch schon in einer war.

Um elf, als ich dann beschloß, nicht auf den Markt zu fahren, sondern mir die Buchmesse ungestört zu geben, trat wieder Eva Menasse mit ihrem “Dunkelblum”, das ja auf meinen Harlander Stapel liegt und erzählte, daß es in dem kleinen Ort an der ungarischen Grenze Rotwein gab und man dort zu Österreich wollte. 1989 fand dann dort das paneuropäische Picknick statt und die DDR-Flüchtenden strömten durch und 1944 sollte dort der letzte Grenzwall aufgebaut werden, wofür die ungarischen Zwangsarbeiter hingekarrt wurden, Eva Menasse aber darauf bestand, daß das Buch kein Rechnitz-Roman sei, weil sie überall rundherum massakriert wurden und man nur in Rechnitz die Massengräber nicht gefunden hat und so eigentlich das Schweigen das Thema des Buches ist.

Dann bin ich auf eine Krimibühne gekommen, You tube zeigt ja viele Buchmessenvideos an, wo zuerst der Tiroler Jan Beck “Die “Nacht” vorstellte und dann über Marc Elsberg schon vor Jahren “Blackout”, das in Corona-Zeiten offenbar verfilmt wurde und derzeit ja ein sehr aktuelles Thema ist, gesprochen wurde.

Auf die ARD-Bühne, ich hatte mir da ja die Programme ausgedruckt, kam dann Doris Knecht– mit ihrem Cyberstalking-Roman “Die Nachricht”, von der ich schon einiges gelesen habe, in dem von einer starken Frau berichtet wird, die dennoch am Stalking zerbricht.

Um drei war Uwe Wittstock auf der ARD-Bühne und hat sein Buch Februar 1933 vorgestellt, das in Wien in meinem Badezimmer liegt und das die Frage zu beantworten versucht, wieso es möglich war, daß sich da eine Demokratie innerhalb von vier Wochen in eine Diktatur verwandelt hat und was die Schriftsteller in dieser Zeit gemacht haben, etwas was mich derzeit ja besonders interessiert. Dann ging es, wie oft auf der Buchmesse auf dem Sofa um Identitäten und zwar traaten da Dilek Güngör und Mona Ameziane, die ja am Dienstg eröffnet hat, auf und die beide Bücher über ihre Väter geschrieben haben. Die eine ist mit ihm, glaube ich, nach Marokko gefahren, die andere hat ihn besucht, während die Mutter auf Welnessurlaub war und dann folgte auf dem Sofa wieder eine Krimistunde oder ein Krimi speed dating, während es auf ARD wieder um die Frauenliteratur ging und da neben Nicole Seifert auch die Krimiautorin Simone Buchholz diskutierten. Karl Ove Knausgards Befindlichkeitsliteratur ist gut ist und wird hoch besprochen, während Simone Hirths, die ja am Mittwoch den “Priessnitz-Preis “bekommt “Loch” offenbar einen Shitstorm erlebte.

Das Neue an der Hybrid Messen ist im Gegensatz zu früher, daß man viele Videos von der Messe angeboten bekommt, im Goethe Institut war ich schon, die Zeitschrift Brigitte moderierte eine Stunde Frauenliteratur, der “Stern” hat ein Kochstudio, wo er jeden Tag einen Autor vorstellt. Es gab eine Krimi-Bühne und auch eine Homestory von BDs also durchaus interessant, weil es wieder mehr Programm als bloß das blaue Sofa gibt. Interessant natürlich, daß die großen Autoren von der einen Bühne zur anderen gereicht wird und ein paar Videos, wo man die Maskierten über die Messe laufen sieht, wo ich mich immer frage, wer tut sich das an? Offenbar sehr viele, denn die Samstag Tickets, die man diesmal bestellen und auch den Kindern eine eigene Mailadresse schaffen mußten, waren, wie ich las, ausverkauft.

Am Sonntag war dann Peter Licht auf der ARD-Bühne, der einmal in Klagenfurt mit Sicht nach hinten gewonnen hat und danach Henning Ahrens mit seinen Roman “Mitgift” dessen Übersetzungen ich ja vorher gelesen habe.

Um elf wurde dann traditionell der Friedenspreis des deutschen Buchhandels an die Zimbabwsche Autorin Tsitsi Dangaremgba, die in Berlin filmkust studierte und einen deutschen Ehemann hat in der Paulskirsche verliehen.

Die rechten Verlage auf der BM waren ein Thema der Ansprache des Bürgermeisters, der dann noch für einen euphorischen Aufruf dagegen unterbrochen wurde. Dann folgte ein Rückblick auf den Friedenspreis, den es seit 1950 gibt, der erste Preisträger war Max Tau, 1965 hat Nelly Sachs, als erste Frau den Preis bekommen. Tsitisi Dangarembga, eine Missionarstochter ist die zwöfte und die erste schwarze Frau, die den Preis bekommen hat.

Auma Obama, die Halbschwester des Präsidentin und Freundin der Preisträgerin hat die Laudatio gehalten. Nach der Urkundenüberreichung kam die Rede der Autorin, die auf Englisch durch die Geschichte Zimbabwes, das einmal Rhodesien hieß und eine englische Kolonie war, führte und zum Lesen und für Toleranz aufrief und dazu ist zu sagen, daß ich bei meiner samstägigen Bücherkastentour “Gottes Holzstücke” des 2007 verstorbenen Autors und Schriftstellers Sembene Ousmane gefunden habe.

Nach der Friedenspreisverleihung bin ich mit Alfred auf die Rudolfshöhe gefahren und auf diese Art und Weise sowohl die “Blaue Stunde” zu Kanada als die zum Schweizer Buchpreis, auf die ich mich eigentlich gefreut habe, weil ich ja eine noch sehr ungelesene Schweizer Buchpreisliste habe, versäumte, so habe ich mir Martina Clavaldetscher auf dem “Blauen Sofa”, die dort zeitgleich mit der Buchpreisverleihung gesprochen hat, nachgehört und ihr Buch “Die Erfindung des Ungehorsams” scheint sehr interessant zu sein, geht es da doch um eine autistische chinesische Arbeiterin einer Sexpuppenfabrik, die den Puppen Ungehorsam beibringen soll.

Aauf der Festbühne wurde dann die Gastrolle von Kanada an Spanien, das im nächsten Jahr Gastland sein wird, übergeben.

Eine Diskussionsrunde über die rechten Verlage auf der Messe gab es auch noch und eine über Politikerbücher, da hatte ja die Grüne Annalena Baerbock mit ihrem Buch Schwierigkeiten, da sie damit in Pagiatsverdacht geriet oder dieses zu schnell hinutergeschrieben hat und die Links Politikerin Sahra Wagenknecht hat mit den “Selbstgerechten” auch ein kritisches Buch geschrieben.

Die Schweizer-Buchpreisstunde habe ich dann nachgehört und so die drei mir bisher unbekannte Autoren Veronika Suter, Thomas Duarte und Michael Hugentobler sowie ihre Bücher etwas kennenlernen konnte.

“Feuerland” von Michael Hugentobler werde ich wohl nicht lesen, die anderen Bücher aber schon, Christian Kracht, das einzige Buch von der Liste, das ich bis jetzt gelesen habe, hat seine Nominierung inzwischen zurückgezogen. “Feuerland” fand ich natürlich interessant, aber die frauenbewegten Erzählungen von Veronika Suter, Michael Duartes Rechtfertigungsbericht, da erzählt einer der Polizei sein Leben und das von der Sexpuppenfabrik der Martina Clavaldetscher auch. Ich bin also gespannt.

Das war also die Frankfurter Buchmesse 2021. En paar Videos werde ich mir wohl noch nachhören. Weil eine Leserin aber einmal ein Resume von mir haben wollte, was man natürich nicht geben kann, wenn man dort ist, nicht und aus dem Wohnzimmer noch viel weniger, weil man da ja nur Splitter mitbekommt, also diese Buchmesse war spannend, weil es erstens immer wieder Videos gab, an die ich sonst nicht gekommen bin.

Thema der Diskussionen waren die Identitäten, die rechten Verlage, die Frauenliteratur, etcetera. Von der kanadischen Literatur habe ich nicht viel mitbekommen, obwohl ich in die “Blaue Stunde” auch noch hinein- und ein paar Filmchen angehört habe.

Die Cosplayer, wenn es die gegeben hat, habe ich nicht gesehen, wohl aber die ziemlich leeren Bühnen und die Masken. Das Thema Corona wurde nicht diskutiert, zumindestens nicht in der Art, wie ich es tue, das kommt vielleicht erst in einigen Jahren und eigentlich ist der Zweck von Buchmessen ja neue Bücher kennenzulernen, die man sich zu Weihnachten wünschen oder lesen kann und das habe ich getan und mir auch eines bestellt.

Wieder Slam B mit Publikum und Liveperformances

Fein am Vorabend der Verschärfungen gab es im Literaturhaus wieder einen Slam B mit Publikum, das heißt wahrscheinlich beschränkt mit Anmeldung, 3Gs, Maske ohne Pause, aber mit viel Lärm, die letzten Male hat Diana Köhle ja nur per Konserve eine Zusammenfassung gegeben.

Interessant also die Wiedersprüche, ab ersten November drei G am Arbeitsplatz, aber hier wird geschrieen und geklatscht allerdings ohne Pause, weil ja noch keine Getränke.

Also nur drei Durchgänge mit drei Kanditaten, dabei haben sich elf Leute bei Diana Köhle angemeldet und neun wurden davon ausgelt.

Der Schreibi, Christian Schreibmüller mit weißen langen haaren hat begonnen und wieder über das Leben ggereimt.

Opferlamm hat es keines gegeben. Der zweite Kanditat Puszta-Cowboy kam laut Diana Köhle aus Budapest angereist und hatte diesmal keinen Fixplatz ,wurde aber trotzdem schon für die erste Runde ausgelöst. Das Gedicht des tätowierten jungen Mannes mit Cowoboyhut hieß “Eis und Eisen”.

Dann kam Martina im rosa T-Shirt und erzählte, daß sich ihr Sohn erkundigte hätte, wohin sie gehen würde?

“Ins Literaturhaus!”

“Was schon wieder?”

“Da warst du ja schon im letzten Jahr,!”

Ja so kann es kommen, ich war jetzt schon fast zwei Jahre nicht mehr dort, nur einige Male davor und mitgegeslamt habe ich nie, sondern auch mit Schwierigkeiten , nur ein paar Mal zugehört und jetzt im Livestream, das Gedicht der Martina “Der Mensch” auch eher leise und verhalten, aber mit viel Applaus aus dem Pubikum.

Bei der Abstimmung gewann im zweiten Durchgang der Schreibi, obwohl die Martina wahrscheinlich ihr Fan-Publikum mit hatte.

In der zweiten Runde begann Katharina, die ihren Auftritt mit “Ich bin Lehrerin, kannst du meinen Namen richtig schreiben” und erzählte dann wie es beim katholischen Onlinedating zugeht “Laßt uns beginnen Brüder und Schwestern im Namen des Herrn..” und das Publikum mußte die Fürbitten sprechen.

Dann kam Bernie aus Niederösterreich, der seit dem letzten Mal schon viele Texte geschrieben hat, den ich schon kannte und der erzählte lange etwa darüber, ob er der exentrische oder verrückte Alte ist, der Frauen mit Kondomen bewirft und philosophierte auch darüber, wie man am besten in Corona-Zeiten Abstand hält. Ja heute war vieles ungewöhnlich und die Zeitbegrenzung wurde auch nur kaum erwähnt oder überschritten.

Dann kam Tara Meister, die laut Diana Köhle ihren ersten Literaturhausauftritt hatte und die wieder einen typischen Slam Text brachte “Klein Frieda hat gern Lieder” oder so, der von dem Schulalltag handelte und sehr frauenbewegt war und hat mir neben dem Schreibi sehr gut gefallen hat und die auch ins Finale kam.

Die dritte Runde begann mit der Debutantin Lea, die “Ich bin neu hier!”, sagte.

Dann kam Eigenartig oder Aigenartig”, auch eine Debutantin im schwarzen Kleid, die in Wilheilm Busch Manie vorn einem Herman mit einer Entenphobie slamte.

Dann kam die mir schon bekannt Waldgigantenfee, dessen Texte, wie Diana Köhle verriet immer sehr politisch waren und das jetzt auch erwartete. Ich eigentlich auch und hätte mir vielleicht auch ein bißchen Corona-Kritik gewünscht, das hätte ich wahrscheinlich machen müssen und wäre ausgebuht worden. Aber vielleicht was zur Regierungskrise, “Kurz ist furt oder zur Seite getreten” aber die Waldgigantenfee ist im letzten Jahr vierzig gerworden, was er sehr gern geworden wäre und darüber slamte, beziehungsweise sich schon auf seinen fünfzigsten freute und der russische Corona-Impfstoff und Putins Plan, kam dann aber vor und auch noch ein Verschwörungspraktiker, Göttin sei Dank.

Die Abstimmung der Runde drei war dann schwierig oder unentschieden, so daß in die Schlußrunde sowohl Aigenartig als auch die Waldgigantenfee kamen.

Das Finale begann mit viel Applaus für Schreibi, der mit “Der Stunde der Wahrheit: Ein Christkindlmarkt, wo sich die Blasengerln nichts scheißen und alle derblasen” begann, die falschen Spesenabrechnungen wurden aber auch erwähnte und am Schluß hat der Schreibi dann auch noch seine Maske vergessen.

Dann kam Tara Meister, die ich riesig über ihren zweiten Auftritt freute und wieder sehr verhalten von einem “Johnny” slamte.

“Tage fallen leise Johnny, wir haben sie beide nicht gehört.”

Dann kam Aigenartig mit einem “Pläydoyer” das von ihren Barbiepuppen handelte, die sie sehr brutal behandelte.

Die Waldgigantenfee hatte dann einen schönen Text,beziehungsweise einen Text und darüber, weil er keinen solche hatte.

Zwischen Aigenartig und der Waldgigantenfee wurde nochmals abgestimmt. Gewonnen hat dann Aigenartig, die ein Diadem aufgesetzt bekam und ein Falter-Abo bekam und der Schreibi hat dann ein Falter Buch über “Kind in Wien” bekommen.Ich weiß gar nicht, ob er Enkelkinder hat.

Das war dann sozusagen ein ein bißchen “verrückter Corona-Slam” und jetzt gehts zur Pressekonferenz wo Bundeskanzler Schallenberg die neuen Verschärfungen verkünden wird und eine neue Corona Variante, die noch ein bißchen ansteckender ist, ist inzwischen, glaube ich, auch aufgetaucht.

Mit der durchgestrichenen Frauenliteratur ging es dnnn am Samstag auf der ARD-Bühne weiter, denn Nicole Seifert hat ein Buch darüber geschrieben, das sich gegen die Ausgrenszung von Frauen befaßt hat und erwähnte Marlene Haushofers “Wand” und ylvia plaths Glasglocke, bei in den fünziger sechzigerjahren geschrieben, die das Ausgeschlossenheit der Frauen aufzeigte.sh

Shortlist-Debut-Lesung

Wieder Shortlist-Debut-Lesung, die ich zum zweiten Mal Corona sei Dank per Livestream verfolgte und diesmal bin ich wieder per livestream von Frankfurt mit dem Zwischenstop einer Stunde in die AK-Bibliothek eingestreamt, auch das macht der Livestream möglich, daß ich mir die Debuts anhören konnte, bevor es wieder zurück nach Frankfurt beziehungsweise zur “Canada Night” dort ging.

2016 als es die erste Debutlesung in der AK gab, war ich, glaube ich, im Musa weil dort Ilse Kilic, den “Veza Canetti-Preis” bekam, dann war ich 2017, 2018 und 2019 im AK-Bibliothek, wenn ich mich nicht irre und habe mich nach den jeweiligen Lesungen wahrscheinlich bei Wein und Brötchen mit dem josef und der Angela unterhalten, die, glaube ich, regelmäßig dort waren.

Mit dem Lesen bin ich ja trotz Corona diesmal besonders langsame, das habe ich schon gschrieben, trotzdem bin ich schon bei Buch fünfzehn des dBps nämlich Saha Marinna Salzmann “Im Leben muß alles herrlich sein” und habe zwischendurch,weil es dünn ist, es passte und ich auch in die Badewanne wollte, das erste Debut nämlich Anna Albinus “Revolver Christi gelesen.

Die beiden anderen Bücher lagen neben mir, das heißt, das ist bei Clemens Bruno Gatzmagas “Jakob träumt nicht mehr” so gewesen, Anna Felnhofers “Schnittbild” habe ich mir von “Netgalley” heruntergeladen. Beides noch nicht gelesen und von der Öst drei Bücher “Vati” und den Millesi von der Longlist, Raphaelas Edelbauers “Dave” ist auf die Shortlist gekommen. Jetzt heißt es also lesen, lesen, lesen.

Den Rest der Woche aber eher nicht, weil ich mich da ja nach Frankfurt streamen werde und nach dem Interview auf dem blauen Sofa von Katja Gasser mit Anna Baar, die ja auch auf der Shortlist steht in die AK-Bibliothek, die Bücher wie beschrieben vorbereitet, ein Glas Himbeerprosecco getrunken, ein paar Chips gegessen. Dann kam schon Ute Wödl und begrüßte die paar Anwesenden.

Anmeldung 3G, Maske, die AutorInnen hatten diese nicht auf und stellte als erstes die 1986 geborene Anna Albinus vor, die sich strikt an den Anfang ihres “Revolver Christi” hielt.

Eine seltsame geheimnisvolle Kriminalgeschichte, wo in einer Vitrine der Revolver Christi ausgestellt wird mit dem vor hundert Jahren ein Elektrikerlehring erschossen wurde und im Jahr 2018 Johanna Wächter plötzlich während der Wallfahrt auftaucht und einen Schuß aus der gleichen Waffe abgab. Die schlanke junge Frau las bis zu der Stelle wo der Kommissar die Anwaltsangesellte in der Untersuchungshaft besucht, dann stellte Ute Wödl, die Bibliotheksleiterin, die zweite Nominierte, die 1984 geborene Psychologin, die an der Med Uni arbeitet, Anna Felnhofer vor, die ich eigentlich bei den O-Tönen hören hätte können, stellte sie doch ihr Debut “Schnittbild”, an dem Abend dort vor, wo auch Hanno Millesi gelesen hat. Wir aber, weil es den ganzen Tag geregnet hat, nach Harland gefahren sind, als es gerade aufgehört hat. Sonst habe ich von dem bei “Luftschacht” erschienenen Buch noch nichts gehört. Es scheint aber sehr interessant zu sein, scheint es sich ja, um die Klienten einer Therapeuten zu handeln, die zu dem Schluß kommt, daß sich die Menschen, also auch die Klienten nicht verändert. Das Buch ist in vier Abschnitte gegliedert, die alle mit “M” beginnen, die “Milch”, “Mohn”, “Minze” und “Marzipan” heißen und interessanterweise las Anna Felnhofer ziemlich den Schluß vor, während der in Düsseldorf geborene und seit 2010 in Wien lebende Digitalexperte, Geburtsdatum unbekannt, aber ein junger Mann , Clemens Bruno Gatmaga sichdurch den ganzen Roman “Jakob träumt nicht mehr”, las, der von einem Jakob handelt, der in einer Agentur arbeitet, mit dem CEO einen Pitch entwickeln soll, sich aber in seine Träume flüchtet und dort in einem Moor versinkt und mit einem Raben spricht.

So weit habe ich es mitbekommen. Ich werde das Buch lesen, wenn ich mit der deutschen Liste so ziemlich fertig bin, die Feinhofer kommt ganz am Schluß und Ute Wödl versicherte am Schluß, daß sie nicht wisse, wer den Preis bekommt. Das wird erst am achten November bei der Preisverleihung verraten.

Wer vorher etwas wissen will, konnte sich das Probenbüchlein mitnehmen, das ich mir lMaßnahmen bedingt nicht geholt habe und bei “Netgalley” nicht öffnen konnte und die drei Bücher konnte man sich in der Bibliothek auch kaufen.

Ich habe sie aber ohnehin und Getränke gab es auch, erzählte Ute Wödl. Aber den Prosecco habe ich schon getrunken. Also wieder nach Frankfurt in die “Canada Night” streamen.

Diese Woche bin ich literarisch sehr beschäftigt oder eigentlich überhaupt ständig und da ich nur den “Revolver Christi” gelesen habe, kann ich auch keine Preisprognosen geben. Das Buch der Anna Felnhofer erscheint mir aber berufsbedingt sehr interessant und in den “Jakob”, der, wie auch Anna Felnhofer, auch auf der Bloggerdebutshortlist steht, muß ich noch genauer lesen, also seien wir gespannt.