Ins Roman- und Lesejahr

Nachdem die Ruth nach dem Frühstück wieder abgereist, beziehungsweise an der Traisen entlang zum Bahnhof spaziert ist, habe ich Zeit an mein neues Romanschreibjahr zu denken, was ich ja eigentlich seit 1973 mehr oder weniger intensiv betreibe, so daß inzwischen über fünfzig selbstgemachte Bücher, Romane, Erzählungen etcetera entstanden sind. In der letzten Zeit hat mich ja das Thema Corona sehr beschäftigt, so daß es außer dem “Corona-Texte-Buch”, das dritte Buch mit gesammelten “Literaturgeflüster-Texten”, schon drei Corona Bücher gibt, die bereits erschienen sind.

Das “Frühlingserwachen” , das “Braunrot karierte Notizbuch”, die “Mathilde im Coronaland” und im letzten Jahr habe ich zwei Corona-Texte, die “Hundert Seiten Depression” und das “Seitengewitter”, die jetzt beim Alfred liegen herausgebracht.

“Arbeitstitel Wien 2021” wo ich aus dem Jahr 2053 auf 2021 zurückschaue, korrigiere ich gerade. Das ist ja ein eher kurzer Text, also sechsundvierzig Seiten, fünfundzwanzig Szenen und bis dato 21897 Worte, was alles eigentlich keine Romane sind. Aber meine Leser wissen es wahrscheinlich, daß ich dank Jurenka Jurk, die inzwischen eine “Romanschule” und neun Angestellte hat, das neue Jahr seit einigen Jahren mit einem Romanschreibworkschop beginne.

“Plan dein Romanschreibjahr”, ein fünf Tage Kurs, den sie seit einigen Jahren kostenlos anbietet und den ich seit einigen Jahren begeistert mitmache, obwohl ich mit der “Heldereise” und auch damit, ein ganzes Jahr einen Text zu planen und ihm erst dann hinunterzuschreiben, nicht sehr viel anfangen kann.

Dazu bin ich, das wissen meine Leser wahrscheinlich auch, viel zu ungeduldig, deshalb sind meine “Nanos” meistens auch kürzer und ich oft schon in der halben Zeit fertig, aber die Arbeitsblätter und Bögen, die Jurenka Jurk da zur Verfügung stellt, fülle ich immer beharrlich aus.

Die ist ja Schreiblehrerin aus Leidenschaft und wenn ich auch ganz ehrlich nicht mehr glaube, daß ich den Sprung in die Professionalität oder in den Erfolg noch schaffe, bin ich, das wissen oder glauben meine Leser, wie der Uli beispielsweise, nicht, doch sehr begierig dazuzulernen und mich zu verbessern, obwohl ich ganz ehrlich auch nie sehr viel mit der Frage, warum ich eigentlich schreiben will, was anfangen kann.

Um mich selbst zu verwirklichen wahrscheinlich und mich auszudrücken und da werden, glaube ich, ganz bestimmt, auch Spuren übrig bleiben, lasse ich mir ja meine Bücher seit 2000 immer fünfzigmal drucken, verteile und verschenke sie und der Rest liegt in meinen Regalen und besonders was die Corona-Bücher betrifft, denke ich, daß die für die Nachwelt, meine kleine Enkeltochter Lia beispielsweise, interessant sein können.

Das Schreiben ist mir sehr wichtig, und daß ich damit nicht den Erfolg hatte, den ich eigentlich wollte, verstehe ich vielleicht immer noch nicht so ganz und ich weiß auch nicht, wie es ab 2022 und überhaupt damit weitergehen wird. Denn wenn man schon über fünfzig Büchergeschrieben hat, ist man wahrscheinlich ein wenig ausgeschrieben.

Aufgeben natürlich nie. Das ist ganz klar, aber kann ich noch jemals über etwas anderes als über Corona schreiben? Das weiß ich jetzt noch nicht. Es gibt aber, wie schon beschrieben, jetzt noch drei Bücher, die fertig werden müßen.

Das wird mich im neuen Jahr beschäftigen. Was dann kommt, weiß ich nicht. Wenn ich den “Arbeitstitel” soweit fertig habe, daß er an den Alfred geht, kann ich ja wieder Fensterputzen und dann im Februar oder März wahrscheinlich auch wieder in der Stadt herumlaufen um zu recherchieren.

Das ist in den Lockdown-Zeiten für Ungeimpfte ja vielleicht ein wenig schwierig oder auch nicht, denn das Recherchieren gilt ja wahrscheinlich als Arbeit und das dürfen auch die Ungeimpften und vielleicht ist dann auch schon das neue Virus durchgerauscht und die Impfpflicht sowie der Lockdown wieder aufgehoben. Das würde ich mir wünschen und darüber werde ich auch sicher schreiben, ob es so kommt oder auch nicht und Jurenka Jurk, die Unentwegte hat mir im Vorfeld auch schon Links zu einem Artikel geschickt, wie man zu seinen Themen kommen kann?

Da ist nicht unbedingt viel Neues dabei. Denn ich bin ja, als seit 1973 erfolgfrei Schreibende nicht unbedingt ein Neuling, sondern ein Profi, auch wenn das niemand glaubt und habe auch schon den Trick angewendet, mir ein Buch aus dem Regal zu klauben, eine Seite aufzuschlagen und die Worte die ich dann finde, für einen Text zu verwenden.

Mit dem Wort “Bierdose” oder “Dosenbier” habe ich das schon einmal gemacht und beim Recherieren sammle ich ja auch immer einiges an, was ich mir dann in mein Notizbuch schreibe.

Ob das dann ohne Corona geht, weiß ich nicht, muß auch gar nicht und heute ist von der Romanschule und dem “Fünf Tage-Kurs” auch schon wieder, das erste Arbeitsblat gekommen.

Zwanzig Minuten vermutet Jurenka Jurk, daß man täglich braucht, um sich damit auseinanderzusetzen. Bei mir ging das, weil ich das ja, glaube ich, jetzt schon zum dritten Mal machte, wieder schneller, war aber trotzdem interessant und informativ, meine Romanziele und meine Zeit dazu zu planen.

Zeit habe ich, dank Corona ja, glaube ich, genug. Die nötige Disziplin auch. Den Plan für den neuen Roman noch nicht, müßen ja erst die noch unveröffentlichen Bücher fertig werden.

Was ich dazu brauchen werde, ist natürlich die Anerkennung und der Erfolg und da schauts ja dank Corona oder leider deshalb nicht sehr rosig aus, weil man ja ohne 2G plus und Maske wahrscheinlich nirgends lesen kann, das heißt über Zoom und Online wahrscheinlich schon und meine Vorschauen, meine Gewinnspielet etcetera, wird es ja wahrscheinlich wieder geben.

Da habe ich dank Annika Bühnemann, die ja immer Vermarktungskurse hat, in den letzten Jahren auch sehr viel gelernt. Ich habe zwar wenig Reaktionen darauf, stelle aber trotzdem immer meine Gewinnspielfragen. Früher hatte ich immer zwei Bücher in der Tasche, um sie bei Veranstaltungen, wo ich war, herzuzeigen.

Das hat sich jetzt auch erübrigt. Aber im Blog gibt es nach wie vor Schreibberichte und dann wird 2022 sicherlich wieder ein Lesejahr werden.

Bin ich ja ziemlich entschlossen, mein Buchpreislesen weiterzumachen. Also die für den Leipziger Buchpreis nominierten, die für den deutschen, österreichischen und Schweizer Buchpreis nzu lesen und dan wahscheinlich wieder in der “Bloggerdebut-Jury” sein. Da lese ich jetzt ja die 2021 Bücher, bin da gerade beim dritten, beim”Jungen mit schwarzen Hahn” und habe auch noch einige Bücher, die ich von der 2021 auf die 2022-Liste hinübergenommen habe.

Geburtstagsbücher, habe ich auch noch nicht gelesen. Also gibts auch da wahrscheinlich genug zu tun und da ist es ja auch, was mich trotz Ungeimpften-Lockdown und 2G plus am gesellschaftlichen Leben erhält, obwohl ich mir wieder vorgenommen habe, bei den Neuanschaffungen vorsichtig sein.

Daß ich ohne Maske und Impfzeugnis keinen Buchladen betreten darf, halte ich für einen Vorteil. Es gibt aber die Bücherschränke und die darf man besuchen und da tue ich auch immer noch sehr begierlich und die Verlage kann man auch anschreiben.

Ich finde es ja spannend, daß ich da ein paarmal, das erste Mal von einer Veranstaltung, das zweite Mal vom Volksstimmefest kommend an der Anna Jeller vorbeigegangen bin und da einmal Vicki Baums “Hotel Berlin” das zweite Mal “Barbi Markovics “Die verschissene Zeit” liegen gesehen habe, dann nach Hause ging und das Buch bei “Wagenbach” und “Residenz” anfragte.

Das geht also auch, obwohl ich schon glaube, daß die Lockdowns und die 2Gs die Leute vom der Kultur wegbringen kann und mich hats ja dazu gebracht, meine literarische Karriere als beendet zu betrachten. Damit gehts mir sogar ganz gut, obwohl ich natürlich weder zum Schreiben noch zum Lesen aufhören werde und wenn jemand vielleicht doch meine literarische Qualitäten erkennen sollte, würde mich das freuen.

Die Tür ist offen. Aber ich muß mich ja nicht hinausdrängen, sondern kann mich entdecken lassen. In diesem Sinne werde ich mich also auch 2022 in den “Fünf Tage-Kurs” stürzen und da, bin ich sicher, wieder was daraus lernen und in mein neues Schreibjahr mitnehmen.

Vom Ende zum Anfang

Das Jahr geht zu Ende, das zweite Corona-Jahr, in dem sehr viel geschehen ist, 3G das Freitesten und das FFP2-Maskentragen ist gekommen und die Impfung. In diesem Jahr wurde durchgeimpft, wie es nur ging. Zuerst war zu wenig Impfstoff da, die Bürgermeister haben sich vorgedrängt, dann gabs genug und die Leute wollten nicht.

“Impfen, impfen, impfen!”, konnte man überall hören und die Sätze kamen, daß die Ungeimpften in kein Gasthaus, Kino oder Kaffeehaus gehen dürfen, denn wie komme ich dazu, neben einem Ungeimpften zu sitzen?

“Als ob die per se ansteckend wären?”, habe ich gedacht, aber da wurde nicht widersprochen. Dann stellte sich aber ganz vorsichtig heraus, daß die Impfung vielleicht doch kein Gamechanger ist, denn nach vier monaten kam es zu den Impfdurchbrüchen und ansteckend war man trotzdem auch, weil keine sterile Immunität, aber trotzdem, die Impfung wirkt! Sie ist der Gamemchanger und für alle, die alles richtig machten, wird es keinen Lockdown geben! Nur die ungeimpften werden ungemütliche Weihnachten haben, denn da müßen wir die Zügel enger schnallen! Dann kam aber doch für nur vier Wochen, der Lockdown für alle und danach die Weinachtsamnestie für die Ungeimpften, denn die dürfen dann doch zu Weihnachten ihr Haus verlassen und ihre Großmutter, etcetera, besuchen, aber die Sperrstunde für Silvester wird auf zehn herabgesetzt, denn da ist ja “Omikron” in Anmarsch, das viel viel ansteckender ist und da kann ich mich erinnern, daß vor einem Jahr um diese Zeit gerade mal “Alpha” kam, das viel gefährlicher als die Urvariante ist, deshalb kam auch das Freitesten und der Impfpaß und als Kanzler Kurz, dann das Ende vom Tunnel ankündigte, “Für Geimpfte ist die Pandemie vorbei!” und einen schönen Sommer wünschte, war plötzlich “Delta” da und jetzt sind durch den letzten Lockdown, die Zahlen wieder hinuntergegangen, die Restaurants und Geschäfte vorsichtig öffneten und da war dann, ich habe das ja fast schon erwartet, “Omikron” da, das viel viel gefährlicher ist, da werden bald ein Drittel der Leute in Quarantäne sein und die Infrastruktur wird nicht mehr gewährleistet sein, aber impfen, impfen! Das hilft unbedingt, den dritten Buster, obwohl man da schon hörte, daß der dann vielleicht nicht bei “Omikron” hilft!

Was tut man in dieser Zeit als schreibende Frau, die nicht so gerne Masken trägt? Schreiben, schreiben schreiben, denn das ist ja mein Fenster zur Welt, habe ich, glaube ich schon vor einem jahr geschrieben und auf diese Art und Weise halte ich wahrscheinlich auch den Schutzlockdown für Ungeimpfte aus, weil ich mich nach meinen Telefonstunden in die “Alte Schmiede” oder in die “Gesellschaft” streame und ich habe viel geschrieben.

Über Corona oder Covid 19 soviel wie wahrscheinlich kein anderer, ist doch jetzt gerade pünktlich zur Weihnachtszeit mein “Corona-Texte-Literaturgeflüsterbuch” erschienen, wo man die Veränderungen zwischen März 2020 bis Oktober 2021 ganz gut beobachten kann und dann auch drei Bücher die bis jetzt darüber erschienen sind.

“Das Frühlingserwachen”, wo sich die Roswitha im Lockdown eins in ihren Assistenten verliebt, während die Vierundzwanzigstundenbetreuerin ihren an Alzheimerer erkrankten Mann Egon betreut. Buch zwei da “Braunrotkarierte Notizbuch”, das den eigentlich sehr schönen fast Corona freien 2020 Sommer schildert, wo man “Die Maskenpflicht muß wieder her!”, überall hören konnte.

In Buch 1 habe ich versucht, das dystopische an der Situation zu beschreiben, beziehungsweise habe ich den Egon eine Invasion vom Mars erleben lassen, als da plötzlich alle mit Maske und die Polizisten mit Maßstäben herumliefen.

“Mathilde im Coronaland” beschreibt dann das Jahr 2020 mit dem Brief an die nie gesehene Enkeltochter, den Umzug in die NI- Wohnung und den Besuch der Großtante, die die spanische Grippe noch erlebte und in den Fünfzigerjahren an Krebs verstorben ist.

Zwei noch nicht veröffentlichte Texte gibt es auch, das “Wo wir waren oder hundert Seiten Depression” wo ich die Veränderungen des Feminismus in die Corona-Zeiten” verpackte und das “Seitengewitter” geht noch ein bißchen weiter. Da war ich wohl vom Herrn Mucha und Herrn Bohrn Mena beinflußt die ja in den Medien “Wir wollen eine Impfpflicht!” und “Wir sperren die, die das nicht wollen, nicht ein, nehmen ihnen auch ihr vermögen nicht weg, aber sie dürfen dann halt ihr Leberkäsesemmerl nicht überall essen!”, ausriefen.

Das ist jetzt geschehen und keinen scheints zu stören, nur die Wiener Gastronomen, die vorige Woche noch geschlossen halten mussten und beobachten, daß da am Karlsplatz angeblich ein paar Ungeimpfte sich ihren Punsch von Geimpften holen ließen, während am Christkindlmarkt beim Rathaus, die Security steht, die mehr oder weniger “Ungeimpfte hier unerwünscht!”, ausrufen.

Darüber läßt sich herrlich schreiben.

“Du dokumentierst das für dein Enkelkind!”, hat die Ruth einmal gesagt und ich denke, das stimmt. Da gibts bei mir viel nachzulesen. Aber trotzdem ist es schwierig,, das hab ich schon geschrieben, über etwas zu schreiben, wenn man so mittendrin in der Sache steckt. Das habe ich schon vom “Frühlingserwachen” gemerkt, daß das doch kein richtiger dystopischer Roman geworden ist, bei der “Mathilde” wars dann ähnlich und jetzt nach dem “Seitengewitter” oder dem Korrigieren der “Corona-Texte” kam der November und ich dachte ,soll ich jetzt beim “Nanowrimo” mitmachen? Nein, denn ich habe da ja noch korrigiert. Am Fünfzehnten war ich aber fertig und habe dann doch das Nächste angefangen, denn da war ja schon die Idee diesmal von der Zukunft ins Jahr 2021 zurückzugehen. Denn 2099 oder 2053 weiß man schon genau, wie es damals war und wie es zu Ende gegangen ist.

Stimmt natürlich. Aber noch sind wir nicht so weit und wenn die Drehbuchautorin Joana Bernard von NY auch nach Wien geschickt wird, um über den EDV Techniker Andreas B. zu schreiben, der da, weil ohne Maske in einer Tankstelle war und aufgefordert wurde, diese aufzusetzen, wild um sich herumgeschossen hat. Das ist, glaube ich, in Deutschland so passiert. Also schreibt die Joana über einen Wiener Neustädter Tankstellenüberfall und verbindet das auch noch mit dem Schicksal ihres Ururugroßvaters Jakob Mandelbaum, den wir ja von den “Wiener Verhältnissen” meinem ersten “DigiBuch” kennen.

Das gibt wahrscheinlich wirklich Stoff für einen Monsterroman habe ich gedacht oder gehofft und habe losgeschrieben. War dann Ende November bei der Hälfte, da hatte ich die Handlung schon von 2099 auf 2053 zurückverlegt und dann hatte ich plötzlich zwanzigtausend Worte, über vierzig Seiten über zwanzig Szenen und war fertig, der Plot der nur angedeutet wurde, war geschrieben. Die Joana wieder in NY zurück und bei der Premiere trifft sie plötzlich Andreas Brunner nach dem sie in Wien ja verzweifelt suchte.

Das habe ich vor ein paar Tagen geschrieben und war nicht glücklich darüber. Zwanzigtausend Worte sind kein Roman und meine Texte werden immer kürzer. Ich bin wahrscheinlich ausgeschrieben und sollte es wahrscheinlich lassen oder neu anfangen ,umschreiben, erweitern. Zwei drei andere Stränge einfügen, habe ich gedacht das Ganze durchkorrigiert, einiges weggestrichen und dann noch eine Szene mit dem Ärztekammerpräsidenten und dem Ärztebrief, daß man zwar, wenn man Sorgen hat, zu seinem Arzt gehen soll und der nimmt einen die dann. Aber von der Impfung abraten darf er nicht, weil er sonst seine Zulassung verliert.

Nun ja, wieder mal entschlossen es so zu belassen. Sechsundvierzig Seiten habe ich jetzt, vierundzwanzig Szenen und 22.220 Worte und ich denke, ich werde es lassen. Ob ich das dann als eigenes Buch oder vielleicht zusammen mit Text vier und fünf herausgebe, darüber kann ich noch nachdenken und wenn ich dann in ein paar Wochen mit dem Korrigieren fertig bin und vielleicht auch das Cover habe, kommt dann gleich die nächste Frage, worüber werde ich als nächstes schreiben und da habe ich mir ja schon überlegt, wann ich und ob ich wieder über etwas anderes als über Corona schreiben werde?

Die Pandemie hat bei mir zu einschneidenden Veränderungen geführt, was mein literarisches Leben, das ja eigentlich keines war, betrifft, denn jetzt bin ich weg vom Fenster. Keine Lesung in diesem und im letzten Jahr, keine Liveveranstaltungen, also weg vom Fenster, wenn ich bei den O-Tönen höchstens beim Eingang stehe.

Was das Schreiben betrifft ist das aber anders, denn da schreibe ich ja soviel wie nie. Interessiert zwar immer noch niemanden und daß das über Corona schreiben vielleicht auch was Anrüchiges hat, habe ich auch schon lang begriffen.

Also gut, literarische Karriere gescheitert, das war es dann, auch wenn vielleicht noch ein einundfünfzigstes, zweiundfünzigstes oder was auch immer selbstgemachtes Buch dazu kommt, vielleicht auch ein zweites Corona-Texte-Buch und ob ich zum Schreiben aufhöre oder weiterschreibe , weiß ich noch nicht, weil mir das Schreiben ja sehr wichtig ist.

Noch habe ich ja das Korrigieren des “Arbeitstitel” vor mir, das “Seitengewitter” und die “Hundert Seiten” müßen fertig werden und mein Blog, der ja, ich wiederhole es, mein Fester zur Welt ist, wird es auch weitergeben und es gibt, glaube ich, sogar ein paar Leute die ihn lesen.

Siebenundzwanzigster Nanotag

Wem es interessiert, es geht munter weiter mit dem Schreiben meines sechsten Corona-Textes, wow, da liege ich wahrscheinlich wirklich an der Spitze und das macht mir keiner so bald nach, obwohl ich weiß, das kritische Corona-Texte nicht sehr gefragt sind. Aber das Thema interessiert mich, obwohl ich schon weiß, daß man derzeit wahrscheinlich nicht wirklich über dieses Thema schreiben kann, denn man weiß ja nicht, wie es weiter und ausgehen wird?

Diese Angst hatte ich schon bei meinem ersten Text, dem “Frühlingserwachen”, dann kam ein relativ unbeschwerter Sommer und dann dachte ich, jetzt muß endlich ein dystopischer Roman her, beim ersten Text hat der Alzheimerpatient Egon, die Pandemie als eine Invasion vom Mars oder dritten Weltkrieg erlebt. Beim dritten Buch ließ ich die Mathilde am Ende in ein Nichtgeimpften-Ghetto ziehen und habe schon gedacht, daß das sehr utopisch und wahrscheinlich nie möglich ist.

Jetzt haben wir den Lockdown für Ungeimpfte und die Drohung auf ein ungemütliches Weihnachten, während Bundeskanzler Schallenberg, wie der jetzt heißt, von denen “Die alles richtig machten!”, spricht und dabei die, die sich impfen ließen, dann bei einer Orf-Gala herumschunkelte und sich dabei filmen ließ, während auch die Geimpften inzwischen strengen Lockdown haben, weil die Zahlen wieder hoch, die abgebauten Intensivbetten rar, das überforderte Personal weg und die neue noch viel gefährlichere Virus aus Südfafrika gegen das vielleicht die Impfung nicht wirkt, schon am Kommen ist.

Grauslich, grauslich, spricht alles gegen gemütliche Weihnachten natürlich und nachdem mein Feminisbuchbuch, da haben wir jetzt auch eine Genderdebatte, sich auch sosehr mit Corona, beschäftigte, daß ich damit nicht beim Volksstimmefest lesen durfte, aber da gab es ja schon 3G und das Vierte, das “Seitengewitter” sich schon mit der Diskrinierung der Ungeimpften, die “Dann halt nicht überall ihr Leberkäsesemmerl essen dürfen!”, beschäftigte, da habe ich auch noch, das ist Utopie gedacht.

Jetzt fürchte ich fast, der Lockdwon für NI hört niemals auf und man kann froh sein, wenn einem nicht der Führerschein entzogen wird, man seine eventuele Spitalsbehandlung selber zahlen muß oder wenn die Impfpflicht kommt, ins Gefängnis muß, etcetera.

Also alles ganz schön utopisch oder auch nicht und, wie schreibe ich jetzt darüber? In die Zukunft gehen und da ein Drehbuch für einen dystopischen Film schreiben oder einen, der beschreibt, wie es in Wien 2020/21, war. Geht natürlich auch nicht wirklich, denn ich weiß ja nicht, wie man im Jahr 2099 über die Pandemie denkt und wie es da utopisch aussieht?

Wie man überwacht wird? Welche KI es gibt, weiß ich auch nicht. Habe den Plot also jetzt auch schon ins Jahr 2053 zurückverlegt, weil ich dachte, daß ich da realistischer schreiben kann und einen Ausgangspunkt gab es auch, hat da ja einer, glaube ich, wirklich bei einer Tankstelle herumgeschoßen weil ihm die Kassieriern “Maske auf!”, angeschnauzt hat. Das habe ich nach Wiener Neustadt verlegt und am fünfzehnten November mit dem Schreiben angefangen. Dann, glaube ich, fünf Szenen gehabt, die noch ein bißchen holprig klangen, zum Beispiel, die Stellen mit der Berta-KI.

Dann dachte ich, jetzt muß ich nach 2021 zurück und den Andreas Brunner, wie mein Tankstellenschießer heißt, erzählen lassen. Das war vorigen Donnerstag, dann fuhr ich nach Harland und hörte mir die Beschlüße über die Impfpflicht und den Lockdown für alle an und da hatte ich dann natürlich nicht die Konzentration zum Weiterschreiben, die Literatur im Odeon, wo Ilija Trojanow , den ich ja für sehr intellektuell halte, sagte, “Die idioten, die für das Recht krank zu werden kämpfen, marschieren jetzt vorbei!”, war auch und ich dachte “Ich kann es nicht, ich kann es nicht! Hör auf damit, wer will das Lesen und der Alfred der unter der Pandemie, sehr leidet, kommt mit dem PDF-Erstellen auch nicht nach. Meine Leser wissen es wahrscheinlich, sehr lang habe ich das nicht ausgehalten, obwohl ich mich tapfer bemühte, mir das Wochenendtrödeln zuzugestehen.

Am Montag ist mir dann, glaube ich, eingefallen, daß ich die Geschichte ins Jahr 2053 zurückverlegen und den Text neuschreiben könnte. Meine Leser wissen es wahrscheinlich, ich habe die elf Seiten, die ich damals hatte, nicht weggeworfen, sondern durchkorrigiert. Der Bernie Winter ist verschwunden, die Joana hat keinen Freund, hat aber, als ich weitergeschrieben habe, inzwischen im Flugzeug einen gefunden, denn daß es gut ist, die Joana nach Wien fliegen zu lassen, habe ich auch bald gedacht.

Bei den “Wiener Verhältnissen”, das Reverenzbuch und mein erstes “Digi”, fliegt die Hanna Richter nach New York, um ein Buch über den Jakob Mandelbaum zu schreiben, der ist der Ururgroßvater der Joana und die Hanna Richter habe mich entschloßen ist ihre Großmutter und als die Hanna nach NY fliegt, spricht sie ihr Sitznachbar, ein Geschäftsmann an, das dachte ich, mache ich auch.

Aus dem Geschäftsmann ist aber der dreißigjährige Joshua Schuster geworden, der als Assiszentprofessor des historischen Instituts nach Wien fliegt, über Karl den Großen forscht und dann mit der Joana im Stadtpark vor dem Johann Strauß-Denkmal Walzer tanzt. Die Tankstelle in Wiener Neustadt gibt es nicht mehr und der Andreas Brunner läßt sich bis jetzt wenigstens nicht finden. Velleicht taucht er, das ist aber nur so eine Idee, dann bei der Filmpremiere in New York auf. Die Joana besucht aber Lena Richter, Hanna Richters Tochter, die ja ihren Werner verlassen hat, bevor sie nach New York flog, um sich dann mit Jakob Mandelsbaums Enkel zu verheiraten und die ist eine art alter ego, lebt in einer betreuten Seniorenwohnung, hat drei Bücher, wie das “Frühlingserwachen”, das “Notizbuch” und die “Mathilde” geschrieben, die sie der Joana zur Recherche gibt und der Joshua vermittelt den Kontakt zur Magda Wurminger, Andreas Brunners damaliger Freundin, die ihm, ja weil er sich nicht impfen ließ, verlassen hat.

So weit so what. 12 370 Worte, zwölf Szenen und siebenundzwanzig Seiten habe ich jetzt und, wie es weitergeht nicht viel Ahnung. Daß sich aber ein Roman nicht in vier oder sechs Wochen schreiben läßt, weiß ich inzwischen auch, obwohl ich da noch immer, wie ich fürchte, sehr ungeduldig bin, das wird sich wohl auch nicht so ganz ändern lassen.

Jetzt ist schon der siebenundzwanzigste Dezember, der “Nano” also bald vorbei und keine Spur von den fünfzigtausend Worten, trotzdem ist aber mein “Nichtnano”, der mich auch noch weiter beschäftigen wird, sehr interessant und mal sehen, wie es weitergeht, ich bin sehr gespannt und lasse es meine Leser wissen.

Dreiundzwanzigster Nanotag

Heute müßte ich eigentlich 38 318 Worte haben, um bis zum dreißigsten mit dem “Nano” fertig zu sein. In den bisher acht Malen, wo ich mitgemacht habe,, war ich, glaube ich, immer zu diesem Zeitpunkt schon fertig. Ein paar Mal habe ich, ich gebe es zu, schon früher angefangen und bin mit etwa zehntausend Worten eingestiegen. War auch einige Male mit dem Text fertig, bevor ich die fünfzigtausend Worte hatte. Dann habe ich angestückelt. 2019 zum Beispiel vier Szenen angefügt, die ich später aus dem Text wieder hinausgenommen habe und beim Korrigieren sind immer wieder Worte weggekommen.

Da ich auch während des Schreibens immer wieder korrigiert habe, sind auch ein paar Worte verschwunden, aber diesmal habe ich gerade, ich habe am fünfzehnten November mit dem Schreiben angefangen, 4.385 Worte. Am letzten Donnerstag, bevor wir nach Harland gefahren sind, waren es 4386, fünf Szenen und über elf Seiten. Die fünf Szenen spielen im Jahr 2099 in New York. Die Drehbuchautorin Joana Bernard, die Ururenkeltochter des Jakob Mandelbaums aus den “Wiener Verhältnissen”, geht mit ihrem Lebenspartner, dem Fotografen Bernie Winter auf die Party des Poduzenten Harry Goldstein, der sie auf einen Zeitungsartikel aus dem Jahr 2021 aufmerksam macht, wo in Wien oder in Wiener Neustadt, der EDV Techniker Andreas Brunner, ein ausgegebener Corona-Leugner, von seiner Frma entlassenen und von seiner Freundin, der Krankenschwester Sabine verlassen wurde, im betrunkenen Zustand, eine Tankstellenkassiererin angeschoßen hat. Sie soll ein Drehbuch für einen geplanten Film dafür schreiben. So weit war ich bei Szene fünf.

Joana sitzt in der Küche, hat Schnitzel gebraten, die Haushalt-KI serviert veganen Cafe latte und sie nimmt sich den Artikel vor.

Dann war ich bei der Frage, wie weiterzumachen? In New York bleiben und die Joana entwickelt den Plot oder nach Wien ins Jahr 2021 zurückgehen und die Andrea Geschichte schreiben?

Donnerstag Abend war ich bei Variante zwei, habe einen Seitenumbruch gemacht und “Wien 2021” geschrieben, dann sind wir nach Halrand gefahren und am Freitag wurde sowohl der vierte Lockdown für alle, die Ungeimpften sitzen schon seit einer Woche dort, als auch eine allgemeine Impfpflicht, ab Februar bekanntgegeben, was mich daran hinderte, wie geplant die “Wiener Verhältnisse” noch einmal zu lesen, um mich zu informieren, wie alt die Hanna Richter und der Henry, etcetera, waren, beziehungsweise meine bisherigen, Corona Bücher um Stoff für den Andreas Plot zu haben, beziehungsweise diesen zu skizzieren.

Ging nicht, denn das das ginge dann vielleicht konträr an der Realität vorbei und ob in New York 2099 wirklich die KIs herumfahren, weiß ich eigentlich nicht. Mir ist zwar noch ein Ärztekammerpräsidentroboter eingefallen oder einige Minister die stereotyp “Impfen ist wichtig, gehen Sie dorthin!”, hinunterbeten, aber sonst nichts viel. Da bin ich vor meinem Laptop gesessen, habe mir OE24 und Livestreams angesehen und gedacht “Ich kann es nicht, ich kann es nicht, da habe ich mich wieder einmal übernommen!”

Ich kann mich erinnern, Anfang 1984, als ich schon im Mutterschutz war, bin ich ich durch die Cafehäuser gegangen und habe die “Elfi-Geschichte”, die eine Psychose entwickelte, schreiben wollen und bin daran gescheitert. Dann hatte ich noch ein paarmal ein paar sehr überspitzte Ideen, wie zum Beispiel, die unbefleckte Emfpängnis der Jungfrau Maria zu beschreiben, wurde auch nichts daraus.

Also habe ich das Wochenende vertrödelt. Am Samstag auf den Markt gefahren, dort die Doris Kloimstein getroffen, ihr die Bücher mitgebracht, die sich in den letzten Wochen angesammelt haben, dort gilt wegen G2 keine Getränke, die nicht in Flaschen sind, da hat man seinen Impfpaß am Standl vorweisen müßen, auch ein bißchen seltsam und eigentlich nicht wirklich nachzuvollziehen, daß das das Virus abhält und ich habe auch gemerkt, daß meine Kondition langsam nachläßt, wenn ich beispielsweise nicht nach Harland komme, um dort Rad zu fahren, da habe ich mich schon etwas mühsam abgestrampelt und ausgekeucht, habe aber in der Harlander Bücherzelle bei Amtshaus Anni Bürkls “Schwarztee” gefunden, was ich ohnehin schon lange lesen wollte.

Wird sich aber wahrscheinlich auch beim gemütlichen Weihnachtslesen nicht ausgehen und am Nachmittag habe ich wieder gesurft und gesurft. Die Bücher manchmal durchgeblättert und das Notizbuch herausgeholt, dann aber doch in den Computer geschaut, gab es da ja die “Literatur im Herbst” im “Odeon” und daneben plotten, ist wahrscheinlich nicht wirklich möglich. Die große Demo in Wien gabs auch und dazu einige Lvestreams und die Demo, wo bis hunderttausend Teilnehmer waren, war, glaube ich, bis ins “Odeon” zu hören, worauf Ilija Trojanow meinte “Da demonstrieren Idioten für ihr Recht krank zu werden!”, was die meisten wahrscheinlich nicht deshalb taten.

Am Sonntag Rudolfshöhe und dann wieder “Odeon” und gestern habe ich auch getrödelt und gedacht “Ich kann es nicht, ich kann es nicht! Laß es sein!”

Aber vielleicht den Plot verändern und von vorne anfangen.

Es muß ja nicht 2099 sein. Das habe ich ja gedacht, in die Zukunft zu gehen, damit ich über den Tellerrand hinaussehen kann. Kann ich aber auch nicht wirklich. Denn erstens weiß ich trotzdem nicht, wie die Pandemie, ausgegangen ist und vor allem weiß ich nicht wie schaut es 2099 in New York aus?

Also vielleicht ein bißchen zurückgehen. Bisher habe ich die Joana 2053 auf die Welt kommen lassen, jetzt denke ich, ich laße es 2053 spielen. Die Joana ist siebenundzwanzig und der Henry Mandelbaum war mit der Hanna Richter verheiratet. Ihre <mutter lebt noch, die Großmutter ist vor einem Jahr gestorben. Sie geht auf die Party, bekommt den Auftrag, reist nach Wien, wo sie sowohl ihre Halbtante, Hanna Richters Tochter, als auch den dreiundsechzigjährigen Andreas Brunner besucht, der ihr seine Geschichte erzählt.

Also das Ganze nochmals schreiben, es “Wien 2021” nennen und den Vorfall, wo Andreas Brunner betrunken herumschließt im November 2021 ansiedeln. Der Lockdown für Ungeimpfte und die Impfpflicht ist beschloßen, die Freundin hat ihn verlassen, der Job ist weg und ich kann die Szenerie schildern, hoffe ich oder auch was andern schreiben, weil ich ja bezüglich Corona immer noch zu dicht daran bin und außerdem derzeit ein wenig gegen den Strom zu schwimmen scheine.

Also mal sehen, der “Nanowrimo” wird es sowieso nicht, das war ohnehin schon klar, aber vielleicht bringe ich bei der wieder sehr schwierigen Ausgangslage doch einen gescheiten Plot zusammen oder habe ich mich wieder übernommen.

Siebzehnter Nanowrimotag

Heute ist der siebzehnte November und da kann ich vermelden, obwohl ich mich heuer nicht für den “Nanowrimo” angemeldet habe, weil ich Anfang des Monats noch am “Seitengewitter” korrigiert habe, womit ich aber bald fertig gworden bin und so mit meinem nächsten Work on Progress, den Science Ficton Roman über die Pandemie mit dem “Arbeitstitel 2020/21” beginnen konnte und da habe ich jetzt, kann ich stolz vermelden, vier Szenen, acht Seiten und 3590 Worte.

Ich habe bisher mehr oder weniger geschummelt, das heißt schon mal früher angefangen und mit einigen tausend Worten eingestiegen acht Mal beim “Nanowrimo” mitgemacht, beim ersten Mal 2009, war ich am neunzehnten November mit 50867 Worten im Rohtext fertig und einmal schon am ersten November mit der “Magdalena Kirchberg”.

Jetzt habe ich gestern und vorgestern die vier Szenen und dreitausendfünfhundert Worte geschrieben, mache offiziell nicht mehr beim “Nanowrimo” mit, denn da müßte ich ja täglich viertausend Worte schreiben, um noch bis zum Dreißigsten auf die fünfzigtausend Worte zu kommen und meine letzten Texte, hatten viel weniger Worte.

Das “Seitengewitter” so an die dreißigtausend, die “Hundert Seiten”, auch nicht viel mehr, bei den “Nanos einige Male angestückelt, sonst war ich oft schon nach zwei Wochen fertig und jetzt habe ich ja die Idee mich mit der Science Fiction Schiene dem dystopischen Corona Raum anzunähern und weil man das ja in der Gegenwart nicht kann, habe ich die Idee geboren, das im Jahr 2099 in New York mit einem Drehbuch zu versuchen, wo die Autorin Joana Bernard, die Ururenkeltochter von Jakob Mandelbaum aus den “Wiener Verhältnissen” schreibt ein solches an Hand einer Zeitungsnotiz aus dem Jahr 2021, wo einer, weil er keine Maske tragen wollte, in einer Tankstelle, die Angestelle dort nieder oder angeschossen hat.

Das ist, glaube ich, wirklich so passiert und daran kann man, glaube ich, die Corona-Situation, vielleicht ganz schön aufzeigen, denn wenn ich mir so die Videos ansehe, wo die Polizisten vor den Geschäften auf der Mariahilferstraße stehen und jeden, der in ein Geschäft hinein will nach seinem Impfpaß fragt, kommt mir das ganz schön dystopisch vor und ich denke öfter “Das pack ich nicht!”, spannend also darüber einen Film machen.

Die Idee ist, glaube ich, gut. Das Problem dabei wird wahrscheinlich wieder sein, daß ich nicht wirklich aus dem Jahr 2099, auf die Corona-Situation hinunterschaue, also erstens nicht weiß, wie das weiter und ausgehen wird und zweitens, wie sieht es in New York 2099 aus.

Trotzdem habe ich schon vier Szenen geschrieben und die spielen alle in New York, da ist die sechsundvierzigjährige Joana Bernard, Geburtstag 9. 11. 2053, ja dieser Gag muß sein, ihr Freund Bernie ist Fotograf. Dann gibt es noch den Producer Harry Goldstein, der ihr auf einer Party den Drehbuchauftrag gibt, bzw. die damalige Zeitungsnotiz schickt. Joana hat Haushalts-KI oder Roboter, trägt aber gerne altmodische Kleider, die von ihrer Mutter oder Großmutter stammen, kocht auch gern in ihrer Küchennische, obwohl man sich auch von Nährstofftabletten ernähren kann.

So weit, so what und jetzt wieder ein Scheideweg. Wie geht es weiter? Entwickle ich den Andreas Brunner Handlungsplot, EDV Techniker, arbeitslos geworden, weil er sich nicht impfen lassen will, die Freundin hat ihn verlassen, so daß er sich betrinkt und, als ihm die Tankstellenkassierin “Maske auf!”, anschreit, mit seiner Pistole herumfuchtelt, aus der Drehbuchentstehung heraus oder war das der Prolog und die Geschichte geht dann 2021 weiter mit dem Lockdown für Ungeimpfte mit den Polizeikontrollen und den Spitälern, die nicht wirklich aufgestockt werden. Die Freundin vom Andy Brunner könnte eine Krankenschwester sein, das ist, glaube ich, sicher ein spannender Plot und braucht sicher mehr als dreizehn Tage, wo man schnell die fünfzigtausend Worte hinunterschreibt und ich dann wieder bei dreißigtausend fertig bin.

Das will ich, eigentlich nicht. Also wieder, ich weiß, das habe ich schon öfter geschrieben, den Plot sich langsam entwickeln lassen. Die “Wiener Verhältnisse” nochmals lesen und meine drei bzw. fünf schon vorhandenen Corona-Texte und dann zwei Geschichten schreiben oder die der Jana in New York, die den Plot entwickelt und am Ende vielleicht mit ihrem Elektroauto im scharzen Kleid zur Premiere fährt?

Das utopische New York wird auch Entwicklungszeit brauchen. Also eine spannende Aufgabe, wo ich meinen Kritiker vielleicht beweisen kann, daß ich doch schreiben kann. Spannend und vielleicht etwas anderes, als im Corona-Pool zu fischen.

Ich ibn gespannt, was daraus wird und bis Ende des Monats werde ich trotzdem meine “Nanowrimo- Berichte geben, so daß man nachvollziehen kann, wie weit ich bis zum dreißigsten November komme? Obwohl ich sicher keine fünfzigtausend Worte haben werde, es aber trotzdem spannend ist, mich an der “Nano-Schiene” entlangzuhanteln und daran meine “Arbeitstitel- Schreibberichte abzugeben.

Doch noch Nanowrimo?

Ich habe ja am ersten November geschrieben, daß ich diesmal nicht beim “Nanowrimo” mitschreiben werde und stattdessen das “Seitengewitter” korrigieren und hurrah, hurrah, damit bin ich gestern fertig geworden, habe den Buchtext geschrieben und das Ganze dem Alfred zum Druckerei fertig machen geschickt und jetzt ist die Bühne frei für den “Arbeitstitel 2020 Wien”, die Science Fi oder was auch immer Geschichte, wo eine Drehbuchautorin in New York 2099 ein Drehbuch über die Pandemie schreiben will. Da habe ich mir ja vor ein paar Wochen, als ich weil meinen alten Computer nicht mehr und auf den neuen die Textkartei noch nicht oben hatte, mit dem Korrigieren blockiert war, die “Wiener Verhältnisse” und meine “Corona-Bücher”, auf das Tischchen im Schlafzimmer gelegt, ein paar Notizen dazu gemacht und dann darauf vergessen.

Jetzt kann ich es wieder herausholen und mit dem Rohtext beginnen. Ob das täglich bis Ende des Monats eintausendsechshundert Worte werden, weiß ich nicht? Ich werde mich auch nicht auf der “Nano-Seite” anmelden. Aber im Blog darüber berichten, denn ich muß ja erst den Plot skizzieren. Das Ganze ist ja nicht so leicht, wie es klingt. Denn wie sieht es in New York 2099 aus? Das weiß ich natürlich nicht und muß dazu recherchieren oder meine Phantasie spielen lassen. Also viel KI, Roboter in der Wohnung, Smartphones, die dann sicher anders ausschauen und anders heißen, Uhren, die mahnen, erinnern, mahnen, etcetera und dann geht es auch um die Familiengeschichte der Mandelbaums und das ist auch der Grund, warum ich in die Zukunft gehe, um zu beschreiben, was da in Wien 2020/ 2021 passierte, an Hand eines Mannes und das ist, glaube ich ein wahrer Fall, der sich nicht impfen ließ, weil er Angst oder was anderes hat, arbeitslos wird, dann in einer Tankstelle angeschnauzt wird, weil er keine Maske hat und darauf in die Luft schießt und daraus die Situation entwickeln.

Klingt gut, muß aber geplant werden, bis was Brauchbares daraus entsteht. Wieder mein Wunsch, es soll länger werden und nicht nach sechzig Seiten fertig. Also auch nicht in zwei Wochen, also kein “Nanowrimo”.

Ich habe auch diesmal keinen Kontakt zu den anderen “Wrimern”, weil ich nicht in der Seite drinnen bin, also kein Feedback und keinen Ansporn und auch keine Tips, wie man das macht. Da hat Annika Bühnemann vor ein paar Jahren immer Tips, gegeben, wie man das macht und Julia K. Stein, hat da auch öfter Videos gedreht.

Das brauche ich eigentlich nicht, wie man einen Rohtext schreibt, weiß ich zur Genüge. Ich brauche einen Plot, der sitzt. Also hinein in die Planungsarbeitarbeit und die drei Ebenen, die ich da brauche, ausarbeiten: Die Corona-Geschichte, da habe ich ja das meiste Material und werde ich mir auch leichter tun, wenn ich es aus der Distanz schreiben kann. Das wars vor siebzig Jahren. Allerdings weiß ich Ende 2021 trotzdem nicht, wie sich die Lage weiter entwickeln wird und, wie man sie in siebzig Jahren beurteilt.

Also kann ich mich hübsch irren. Allerdings soviel geirrt habe ich mich mit der “Mathilde” nicht. Die zieht im Jahr 2021 in eine NI-Wohnung. Wir haben jetzt bald den Lockdown für Ungeimpfte, und da stünde wenn die Polizei nicht zu überlastet wäre, ein Polizist vor der Tür und kontrolliert den Ausweis, wenn man hinausgehen will oder geht einem nach, wenn man sagt, man geht eine Stunde spazieren, auf die Bank oder zum “Hofer” und passt auf, daß man da keine Unterhosen oder ein Buch einkauft. Dann bräuchte ich die SF-Geschichte. Da werde ich mir schwerer tun und brauche Zeit mir das auszudenken, damit es glaubhaft wird und dann die Verbindung zwischen den zwei Schienen.

Also wieder drei Romane in einem und mein Wunsch, dann werden es dreihundert Seiten. Bisher hat das nie geklappt. Aber mal sehen. Das Zeit lassen fällt mir jetzt ein wenig leichter und das “Corona-Texte-Buch ist von mir jetzt auch fertig endkorrigiert. Das heißt, da könnten ja immer noch neue Artikel dazu kommen, umsomehr da es da jetzt wieder sehr rund geht und es mich schon jucken könnte, mir eine Geschichte auszudenken, wo man die Ungeimpften an ihren mangelnden Frisuren erkennt, aber vielleicht könnte ich das in den “Arbeitstitel” verpacken.

Der Alfred ist jetzt am Cover. Aber das geht auch nur langsam weiter und die “Hundert Seiten” liegen ja auch noch bei ihm und neben all dem gibts ja jetzt die “Buch-Wien”, wo ich mich angesichts der hohen Covid-Zahlen und den Konferzen bezüglich G2plus schon ein wenig wundere, daß da Brötchen und Wein ausgeschenkt werden, man zwar 2G aber keine Maske braucht und es auch keinen Abstandregel gibt, denn das wäre ja das, wo man sich anstecken könnte. Wenn ich allein im Gastgarten oder Würstlstand was esse, höchstwahrscheinlich nicht!

Also mal sehen! Es geht wieder rund und 2G oder Lockdown für Ungeimpfte ist ja auch eine Gelegenheit für das Schreiben, weil man dazu erstens ohnehin zu Hause sein sollte. Also eine gute Gelegenheit für das Schreiben, wie ich das ja schon seit zwei Jahren tue, allerdings frage ich mich auch, wann ich wieder mal über etwas anderes als über Corona schreiben werde? Wäre schön, aber derzeit fällt mir dazu nichts ein.

Wie ist es mit den Nanowrimo?

Der November ist herangekommen und da beginnen wieder hunderttausende Menschen auf der ganzen Welt einen Roman zu schreiben, denn das hat Chris Baty vor, ich weiß nicht, wie vielen Jahren in Amerika eingeführt.

Ein Monat lang einen Roman mit mindestens fünfzigtausend Worten zu schreiben, um die Schreibhemmung wegzunehmen. Möglichst ohne zu ploten hat Chris Baty noch dazu gemeint und ich bin, glaube ich, durch das “Writersstudio” daraufgestoßen und habe 2009 zum ersten Mal mit der “Heimsuchung” mitgeschrieben. Mit großen Elan und dann ab 2012 wieder, 2013, 2014 und 2015, 20016 habe ich dann wieder korrigiert, 2017 kam dann die “Unsichtbare Frau”, 2018 war ich dann am ersten November schon mit der “Magdalena Kirchberg” fertig, während ich schon früher Mal ein bißchen früher mit dem Schreiben angefangen habe und dann dementsprechend wieder früher fertig, 2019 habe ich dann zum Teil in Basel mit dem “Fräulein No” mitgeschrieben und im Vorjahr mit der “Mathilde” hatte ich ich am ersten November “schon einen großen Teil und habe aber trotzdem mitgeschrieben und jetzt stellt sich die Frage, wie mache ich das heuer, wo ich ja gerade beim Corona-Texte-Buch” bei der Endkorrektur bin, “Die hundert Seiten” , beim Alfred “liegen und ich das Korrigieren des “Seitengwitters” angefangen habe. Da habe ich wahrscheinlich noch ein paar Monate zu tun. Trotzdem gibt es ja schon die Idee mit “Arbeitstitel 2021 Wien” das Ganze aus dem Jahr 2099 hinunterzuerzählen. Da gibt es schon einen groben Plot und ich könnte eigentlich die “Seitengewitter-Korrektur” unterbrechen und mich an das Schreiben machen.

Könnte ich, habe auch kurz daran gedacht, mich dann dagegen entschieden und werde also im November das “Seitengewitter “korrigieren, also einen “Korrigier-Nano” machen, ja das gab es schon, das habe ich auch 2010 so gemacht und 2016 auch und dann in zwei drei Monaten mit dem Schreiben des “Science Ficton” beginnen und da einen Jänner oder Februar-Nano” machen, denn ich habe schon achtmal bewiesen, daß ich in einigen Wochen fünfzigtausend Worte schreiben kann.

Meistens war ich schon viel früher fertig und habe dann halt angestückelt. Beim Korrigieren ist dann wieder einiges weggefallen, so daß die Endprodukte, glaube ich, immer kürzer waren, aber ich bringe das zusammen und habe ja schon sehr viel geschrieben. Ich höre dann immer die Quantität macht es nicht. Also vielleicht wirklich mehr Zeit geben und der “Arbeitstitel” ist ja auch eine Herausforderung, mir vorzustellen, wie das Leben 2099 aussieht, um dann ins Jahr 2020 zurückzugehen und die Pandemie als Film zu beschreiben. Da ist Zeitlassen statt schnell Hinunterschreiben besser und eigentlich wäre es gut, ein paar Monate für den Rohtext zu brauchen, aber das kann ich wahrscheinlich ohnehin nicht.

Es wird im November wegen der Pandemie und des möglichen Lockdown für Ungeimpfte wieder ein ruhiger Monat werden. Keine “Buch-Wien”, kein “Fried-Preis”, live, etcetera.

Also kann ich zu Hause sitzen und schreiben, beziehungsweise korrigieren und da habe ich beim “Seitengewitter” ohnehin noch genug zu tun.

Da habe ich aber auch nur dreißigtausend Wörter und sollte auch da noch ein bißchen an der Qualität schreiben, bevor ich mich an das Neue machen und beim “Nanowrimo” schreibe ich inzwischen ja genauso allein vor mich hin, so daß ich das auch im Jänner oder Februar machen könnte.

Im Sommer 2015 habe ich mit den “Ereignisreichen Sommererlebnissen”” ja auch einen “Sommernanowrimo” geschrieben, was mich aber nicht hindern braucht, so wie ich es auch 2008 machte, den “Nanowrimo-Schreibern” ein bißchen über die Schultern zu gucken, denn ich finde das für eine gute Aktion, wenn auch immer noch neben dem Literaturbetrieb.

Aso freuen wir uns auf den Jänner-, Februar- oder wann auch immer “Nanowrimo” und da kommt ja zu Anfang des Jahres wahrscheinlich auch Jurenka Jurk mit ihren Romanplanjahr-Webinaren wieder, wo ich mich ja auch darauf vorbereiten kann, einen spannenden Roman aus dem “Arbeitstiel Wien 2020” zu machen und jetzt auf zum “Seitengewitter-Korrigiermonat”.

Shortlist-Debut-Lesung

Wieder Shortlist-Debut-Lesung, die ich zum zweiten Mal Corona sei Dank per Livestream verfolgte und diesmal bin ich wieder per livestream von Frankfurt mit dem Zwischenstop einer Stunde in die AK-Bibliothek eingestreamt, auch das macht der Livestream möglich, daß ich mir die Debuts anhören konnte, bevor es wieder zurück nach Frankfurt beziehungsweise zur “Canada Night” dort ging.

2016 als es die erste Debutlesung in der AK gab, war ich, glaube ich, im Musa weil dort Ilse Kilic, den “Veza Canetti-Preis” bekam, dann war ich 2017, 2018 und 2019 im AK-Bibliothek, wenn ich mich nicht irre und habe mich nach den jeweiligen Lesungen wahrscheinlich bei Wein und Brötchen mit dem josef und der Angela unterhalten, die, glaube ich, regelmäßig dort waren.

Mit dem Lesen bin ich ja trotz Corona diesmal besonders langsame, das habe ich schon gschrieben, trotzdem bin ich schon bei Buch fünfzehn des dBps nämlich Saha Marinna Salzmann “Im Leben muß alles herrlich sein” und habe zwischendurch,weil es dünn ist, es passte und ich auch in die Badewanne wollte, das erste Debut nämlich Anna Albinus “Revolver Christi gelesen.

Die beiden anderen Bücher lagen neben mir, das heißt, das ist bei Clemens Bruno Gatzmagas “Jakob träumt nicht mehr” so gewesen, Anna Felnhofers “Schnittbild” habe ich mir von “Netgalley” heruntergeladen. Beides noch nicht gelesen und von der Öst drei Bücher “Vati” und den Millesi von der Longlist, Raphaelas Edelbauers “Dave” ist auf die Shortlist gekommen. Jetzt heißt es also lesen, lesen, lesen.

Den Rest der Woche aber eher nicht, weil ich mich da ja nach Frankfurt streamen werde und nach dem Interview auf dem blauen Sofa von Katja Gasser mit Anna Baar, die ja auch auf der Shortlist steht in die AK-Bibliothek, die Bücher wie beschrieben vorbereitet, ein Glas Himbeerprosecco getrunken, ein paar Chips gegessen. Dann kam schon Ute Wödl und begrüßte die paar Anwesenden.

Anmeldung 3G, Maske, die AutorInnen hatten diese nicht auf und stellte als erstes die 1986 geborene Anna Albinus vor, die sich strikt an den Anfang ihres “Revolver Christi” hielt.

Eine seltsame geheimnisvolle Kriminalgeschichte, wo in einer Vitrine der Revolver Christi ausgestellt wird mit dem vor hundert Jahren ein Elektrikerlehring erschossen wurde und im Jahr 2018 Johanna Wächter plötzlich während der Wallfahrt auftaucht und einen Schuß aus der gleichen Waffe abgab. Die schlanke junge Frau las bis zu der Stelle wo der Kommissar die Anwaltsangesellte in der Untersuchungshaft besucht, dann stellte Ute Wödl, die Bibliotheksleiterin, die zweite Nominierte, die 1984 geborene Psychologin, die an der Med Uni arbeitet, Anna Felnhofer vor, die ich eigentlich bei den O-Tönen hören hätte können, stellte sie doch ihr Debut “Schnittbild”, an dem Abend dort vor, wo auch Hanno Millesi gelesen hat. Wir aber, weil es den ganzen Tag geregnet hat, nach Harland gefahren sind, als es gerade aufgehört hat. Sonst habe ich von dem bei “Luftschacht” erschienenen Buch noch nichts gehört. Es scheint aber sehr interessant zu sein, scheint es sich ja, um die Klienten einer Therapeuten zu handeln, die zu dem Schluß kommt, daß sich die Menschen, also auch die Klienten nicht verändert. Das Buch ist in vier Abschnitte gegliedert, die alle mit “M” beginnen, die “Milch”, “Mohn”, “Minze” und “Marzipan” heißen und interessanterweise las Anna Felnhofer ziemlich den Schluß vor, während der in Düsseldorf geborene und seit 2010 in Wien lebende Digitalexperte, Geburtsdatum unbekannt, aber ein junger Mann , Clemens Bruno Gatmaga sichdurch den ganzen Roman “Jakob träumt nicht mehr”, las, der von einem Jakob handelt, der in einer Agentur arbeitet, mit dem CEO einen Pitch entwickeln soll, sich aber in seine Träume flüchtet und dort in einem Moor versinkt und mit einem Raben spricht.

So weit habe ich es mitbekommen. Ich werde das Buch lesen, wenn ich mit der deutschen Liste so ziemlich fertig bin, die Feinhofer kommt ganz am Schluß und Ute Wödl versicherte am Schluß, daß sie nicht wisse, wer den Preis bekommt. Das wird erst am achten November bei der Preisverleihung verraten.

Wer vorher etwas wissen will, konnte sich das Probenbüchlein mitnehmen, das ich mir lMaßnahmen bedingt nicht geholt habe und bei “Netgalley” nicht öffnen konnte und die drei Bücher konnte man sich in der Bibliothek auch kaufen.

Ich habe sie aber ohnehin und Getränke gab es auch, erzählte Ute Wödl. Aber den Prosecco habe ich schon getrunken. Also wieder nach Frankfurt in die “Canada Night” streamen.

Diese Woche bin ich literarisch sehr beschäftigt oder eigentlich überhaupt ständig und da ich nur den “Revolver Christi” gelesen habe, kann ich auch keine Preisprognosen geben. Das Buch der Anna Felnhofer erscheint mir aber berufsbedingt sehr interessant und in den “Jakob”, der, wie auch Anna Felnhofer, auch auf der Bloggerdebutshortlist steht, muß ich noch genauer lesen, also seien wir gespannt.

Störungen und Irritationen

In den letzten Tagen bin ich mit dem Bloggen durcheinandergekommen. Denn es geht rund um, in der Politik und auch in meinem Leben, wo vieles nicht zu klappen scheint oder zusammenbricht.

So kann ich mich erinnern, daß, als der Lockdown im März 2020 angekündigt wurde und man noch einen Tag einkaufen konnte, mich der Alfred fragte, ob er Papier besorgen soll?

“Nein, aber ein Schnürl!”,

Gemeint war die Stromversorgung für meinen Computer, weil es da schon Schwierigkeiten gab. Das Schnürl wurde nicht gekauft aber später mehrmals ausgewechselt, dann blieb mein drei Jahre alter Computer hängen und im Sommer versprach mir der Alfred dann, sich um einen neuen Computer zu kümmern.

Das hat sich hingezogen, denn der Computer wurde irgendwann bestellt, war aber nicht lieferbar. Corona oder was auch immer war schuld daran nach Osternd habe ich ihn irgenwann bekommen. Da ist dann mein Alter schon eingebrochen, wurde repariert und ich dachte, macht ja nichts, beim Neuen kenne ich mich nicht aus, schreibe ich halt ja weiter, obwohl das immer schwieriger wurde, länger dauerte und aufwendiger war. Am Wochenende war dann das Hochladen wieder eingeschränkt und der Alfred konnte, was er endlich mußte, nicht speichern. Den Computer also zum Servicedienst bringen, was bedeutete, keine E-Books und da habe ich ja einiges zu lesen und auch kein Weiterarbeiten an meinen Texten, da will ich jetzt das “Seitengewitter” ordentlich durchkorrigieren und vielleicht auch noch ergänzen. Aber der neue Computer war schnell hergerichtet, das Arbeiten darauf ist auch nicht schwer und es geht auch viel schneller, aber der alte zum Speichern kommt erst nächste Woche.

Aber macht ja nichts, dachte ich am Montag, arbeitete mich ein und erfuhr irgendwie nebenbei, daß facebook einige Zeit nicht verfügbar war.

Betrifft mich zwar nicht wirklich, denn ich schaue da ja nur passiv mit, etwa wie es mit den Veranstaltungen der “Gesellschaft für Literatur” so ist oder es mit den Buchpreisen steht?

Am Dienstag ist dann das Internet zusammengebrochen. Daß es zu Stromausfällen kommen kann, habe ich in den letzten Tagen schon öfter gelesen und auch die neue Steuerreform mit den Co2 Belastungen oder Erleichterungen waren das große Thema und klangen beunruhigend, ähnlich wie die 3G-Regel am Arbeitsplatz, obwohl die sogenannte vierte Welle irgendwie ehre flach verläuft.

Aber macht ja nichts. Vorsicht ist gut und wichtig und am Dienstagabend kein internet. Fünf Minuten vor sieben habe ich das mitgekommen und da habe ich mich ja in die “Diogenes-Zoomkonferenz” einloggen wollen, wo Louise Browns Buch Was bleibt, wenn wir sterben-Erfahrungen einer Trauerrednerin”, besprochen werden sollte, was ja, weil meine Schwiegermutter vorigen Woche gestorben ist, vielleicht besonders präsent und wichtig war.

Einen Tag kein Internet, kein Bloggen, kein Textkorrigieren, kein E-book lesen, was mache ich da?

Die Printbücher lesen natürlich! Da bin ich Angesichts der Buchpreislisten ohnehin schon im Rückstand, also den Heinz Strunk beendet, die Dana Grigorcea begonnen.

Am Mittwoch keine Lvestreamveranstaltung. Live geht da ja derzeit ohnehin nichts Internet wieder da was besonders wichtig ist, weil politisch ist ja derzeit sehr viel los, Hausdurchsuchungen im Bundeskanzleramt und im Finanzministerium, Rücktrittsforderungen an Kanzler Kurz der tapfer sagt “Ich bleibe!”

3G am Arbeitsplatz wird beschlossen und da habe ich noch gestern Abend, weil ich ja nicht streamen und bloggen konnte, auch mein mögliches neues Werk ein bißchen vorausgeplant.

Da die Joana Bernard zur Urururenkelin vom Jakob Mandelbaum aus den “Wiener Verhältnssen” gemacht, deren Mutter ist im Vorjahr, also 2098 gestorben und die wurde 2012 geboren. Hat also die Pandemie in New York live erlebt und am 9.11. 2099 feiert die Drehbuchautorin, die mit dem Fotografen Patrick zusammenlebt, ihren sechsundvierzigsten Geburtstag. Da kommt ein Produzent auf sie zu und gibt ihr den Auftrag, ein Drehbuch für einen Film über die Pandemie zu schreiben und weil sie Wiener Wurzeln hat, soll sie den Schauplatz dorthin verlegen. Er drückt ihr auch eine Zeitungsnotiz in die Hand, wo vom achtunddreißigjährigen Andreas Brunner berichtet wird, der, weil durch die Pandemie arbeitslos und von seiner Freundin als Impfverweigerer, entlassen durchdrehte und eine Tankstellenangestellte, die ihm anschnauzte doch seine Maske aufzusetzen mit einer Schreckschußpistole angeschoßen hat, weil er betrunken war. Joana soll das Drehbuch schreiben, weil sie Wiener Wurzle hat. Ihr Großvater, den sie auch nie live erlebte, lebte zwei Jahre mit Hanna Richter, die ein Buch über seinen Großvater geschrieben hat, zusammen. Sie hat aber nur im College schlecht deutsch gelernt und war zweimal mit ihrer Mutter kurz in Wien und da in einer Thomas Bernhard Aufführung vom “Heldenplatz”, so daß sie der Produzent Johanna Bernhard nennt.

So das wäre das Ausgangsszenario von “Arbeitstitel 2020/21 Wien”, das “Seitengewitter” muß natürlich vorher fertiggemacht werden und der heurige Nobelpreisträger für Literatur, der zu Mittag bekanntgegeben wurde, heißt Abdulrazak Gurnah, wurde 1948 in Sansibar geboren, lebt in GB und ich habe noch nie etwas von ihm gehört

Schreib- und Wochenendbericht

“Was tut sich so?” , könnten meine Leser fragen.

“Nicht sehr viel!”, wird meine Antwort lauten. Das heißt, das stimmt nicht ganz, denn Dienstag früh ist, was den Privatbereich betrifft, meine Schwiegermutter, die im Juli Neunundachtzig geworden ist und seit einigen Jahren von zwei Vierundzwanzigstunden-Betreuerinnen betreut wurde und die, das ist interessant seit Februar 2020 Blut im Harn hatte und seither war es nicht möglich einen Hausbesuch zu bekommen. Es kamen zwar regelmäßig Arzthelferinnen mit Handschuhen zur Blutabnahme und eine Menge Facharztuntersuchungen hat es auch gegeben. Dazwischen Ferndiagnosen und Medikamentenverschreibungen vom Hausarzt und am letzten Donnerstag hat sich der Alfred mit dem Hausarzt zerstritten, weil der keine Zeit trotz Vereinbarung zum Corona- Test und zur Blutabnahme hatte und am Montag war es auch unmöglich einen Hausbesuch zu bekommen und was das Skurrile an der Sache ist, daß die Rettung, die am Dienstagmorgen kam und keine Herztöne mehr feststellte nachher nur, um die Ecke fuhr, den Nachbarn dann zwar ins Krankenhaus fuhr, der dann dort verstorben ist und Hausbesuch hat es vorher auch keinen gegeben.

Denn die gibt es offensichtlich nicht mehr, weil die Hausärzte überfordert sind, obwohl ich ständig vom Ärztekammerpräsidenten, der ja Gebetsmühlenartig “Impfen, impfen, impfen!”, wiederholt. “Und wenn Sie Angst oder Sorgen haben, gehen Sie zu Ihrem Hausarzt, der wird sie beraten!”, höre.

“Aha!”, könnte man jetzt denken. Wahrscheinlich haben sie deshalb keine Zeit.

Das Begräbnis wird also in zwei Wochen sein. Der Alfred ist jetzt viel in Harland und ich bin dieses Wochenende, in dem wir eigentlich endlich das Schlafzimmer ausmalen wollten, in Wien und was mache ich da?

In Wien sehr wenig,denn das habe ich schon geschrieben, daß ich da wenig aus dem Haus gehe, weil ich da nicht spazierengehe, sondern nur in die “Alte Schmiede” oder ins Literaturhaus zu Veranstaltungen gegangen bin. Das fällt jetzt weg, weil ich da nur von einem ins andere Zimmer oder vom Garten in die Wohnung gehe und was die Livestreams betrifft, gibt es die zwar noch im Literaturhaus, “Alte Schmiede” und “Gesellschaft”, aber ich bin in der letzten Zeit öfter nicht hineingekommen, habe die Veranstaltung nicht gefunden oder sie ist ausgefallen und die Seite war gestört, etcetera.

“Macht ja nichts!”, könnte man sagen. Habe ich ohnehin genug zu lesen und dann sind auch die Buchpreislisten dazu gekommen. Die Bücher ebenfalls und ich plage mich gerade mit dem achten deutschen Buchpreisbuch herum und das ist erstens, der experimentelle Dath und zweitens wieder sehr dick.

Ansonsten gibt es in Wien seit dem ersten Oktober verschärfte Maßnahmen, die Zahlen sind zwar wieder stabil und die vierte Welle, wie das so heißt, im Plateau und die Intensivstationzahlen gehen jetzt auch langsam zurück. Aber man kann ja nicht wissen und die Grippe kommt bestimmt, weil die gab es nicht im letzten Jahr. Aber heuer sicher, weil wir ja keine Abwehrkräfte haben, damit umzugehen und die bösen Leute sich noch immer nicht impfen lassen wollen, so daß wir immer noch je nach dem, wie man zählt, sechzig oder siebzig Prozent Geimpfte haben. Es ist ja diesbezüglich immer alles zweideutig, also, daß man sich nicht wirklich auskennen kann und verwirrt zurückbleiben muß. Aber wir brauchen mindestens fünfundachtzig oder doch neunzig Prozent, wenn wir das, wie die Dänen haben, dann machen wir Freedomday. Aber die bösen Leute wollen das nicht und ich wäre dann auch skeptisch, ob dann nicht am nächsten Tag, die nächste Variante kommt, zu der man leider hundert Prozent oder darüber braucht!

Aber jetzt sind wir über sechzig Prozent und daher muß auch das 3G am Arbeitsplatz her, damit es die Ungeimpften noch unangenehmer haben und endlich nachgeben. Also in Wien ab ersten Oktober überall FFP2-Maske. Finde ich eigentlich gut, weil dann die Unterscheidung geimpft nicht geimpft wegfällt und Achtung Kritiker, mir wär das eigentlich egal, weil ich ohnehin nicht einkaufen gehe und sonst überall 21/2G, also geimpft, genesen oder PCR- Test und das tue ich auch nicht, weil ich nicht jeden meinen Impfnachweis zeigen will!

Aber trotzdem nicht glaube, daß ich dann unbedingt krank werde, wenn ich mich nicht impfen lasse, weil ich denke, daß ich eigenverantwortlich auf mich aufpassen kann und das auch tue und außerdem noch immer an die Abwehrkräfte glaube, obwohl ich auch da jetzt immer höre, daß es nicht stimmt, wenn der Herr Kickl sagt, daß man mit guter Luft und Vitaminen auch auf sich schauen könnte.

Natürlich kann und soll man das und kann dann trotzdem erkranken. Aber wahrscheinlich viel weniger, sowie das ja auch bei den Geimpften momentan so ist und ein skurriles Detail war auch die Unterstellung, daß sich der Herr Kickl heimlich impfen ließ. Nach meiner Menschenkenntnis nach hätte ich ihm ihm das nicht zugetraut und wenn, wäre es mir auch egal und würde nichts an meiner Einstellung verändern. Er hat sich aber Blut abnehmen lassen, um das Gegenteil zu beweisen, was ich beispielsweise nicht tun würde!

Da nehme ich lieber, was ich ja schon seit eindreiviertel Jahre tue, den Dauerlockdown in Kauf, fühle mich dabei, Achtung herhören, aber nicht ungemütlch und bin auch glücklicherweise in der Lage, mir das, weil schon in Pension und freiberuflich und mit einem Zweitwohnsitz zum Radfahren, leisten zu können. Denn Kaffee kann ich auch zu Hause trinken und kochen kann ich auch, weil ich das ja in der Straßergasse lernte, was aber meistens ohnehin der Alfred tut. Also geht es mir im Lockdown ganz gut, obwohl das Ganze schon irgendwie seltsam ist und man sich fragen könnte, wie man aus dieser Situation herauskommt?

Ohne Einstellungveränderung sicherlich nicht, obwohl es in Burgendland eine Impflotterie gibt und wenn sich bis November achtzig Prozent impfen lassen, kommt es zum Freedomday, da bin ich gespannt und der FPÖ hat die Antkörpertestaktion des Herrn Kicks offenbar doch nicht soviel geholfen, denn am letzten Sonntag gabs ja Wahlen in Oberösterreich und da kanditierte auch die MFG-Partei, die ich damals oder ihre Proponenten auf der Demo am Maria Thereien Platz kennenlernen konnte und die hat auf Anhieb sechs Prozent gewonnen, obwohl ich jetzt ständig höre, daß das alles Schwurbler sind, glaube ich nicht, sondern eher, daß Druck Gegendruck erzeugt und, daß sich das darin ausdrückte und in Graz gab es auch eine Wahl.

Da kanditierte MFG zwar nicht, aber dafür die KPÖ und die kanditierte dort nicht nur, sondern sitzt schon seit Jahren im Stadtrat und ist die zweitstärkste Partei, weil sehr sozial.

Die stärkste Partei ist natürlich die ÖVP oder sagen wir, sie war es, denn die KPÖ und die Frau Elke Kahr hat sie überholt und seither steht alles Kopf und spricht von “Stalingraz” und den Stalin-Toten, aber die Frau Kahr und vorher der Herr Kaltenegger spenden immer einen Teil ihres Gehalts und schauen, daß die Bedürftigen Wohnungen bekommen und da hört man jetzt auch nichts sehr Schönes.

Denn es wird wahrscheinlich auch Pandemie bedingt oder durch die Maßnahmen erzeugt alles teurer. Der Strom soll das werden und neue Klimagesetze oder Steuern brauchen wir auch!

Also alles nicht sehr schön, obwohl der Herbst ist es gerade und ich sitze, wenn ich keine Stunden habe meistens auf der Terrasse und schreibe an meinen Corona-Texten. Mit dem “Seitengewitter” bin ich im Rohtext fertig, das habe ich schon geschrieben. Das habe ich gerade das erste Mal durchkorrigiert. Jetzt kommt das Szene für Szene korrigieren und ich habe derzeit über einundsiebzig Seiten, dreiunddreißig Szenen, sind doch ein paar mehr geworden, als ich glaubte, als ich mein “Opus Magnum” beschrieb und 37504 Worte.

Also zu kurz für ein Opus Magnum und wahrscheinlich auch für einen Roman und wieder ein Corona-Text ich kann und will nicht anders, weil mich dieses Thema sehr interessiert und da geht es um einen impfwütigen Vater und einen Buben, der das nicht will. Um einen Starvirologen, der die nicht Impfwilligen als Schwurbler beschimpft, aber einen Vater hat, der sich auch nicht impfen läßt und, um eine andere Impfgegnerin und Maskenverweigerin, die ihm im AKH fast umläuft und mit ihm am Karlsplatz einen Aperol Spritzer trinkt.

Da sind, wie meine Leser ahnen werden, einige autobiografische Elemente darin. Anderes ist erfunden und jetzt geht es an den Feinschliff und in einen hoffentlich schönen Herbst. Mit dem Lesen sollte ich mich auch ein bißchen anstrengen, obwohl es heuer keine “Buch-Wien” geben wird und daher auch keine österreichische Buchpreisverleihung, obwohl ich da schon zum Akkreditieren aufgefordert wurde. Das Testzelt brauchen sie dort aber, glaube ich, gar nicht aufbauen, weil der PCR-Test,den man jetzt braucht, dauert ja einige Stunden, bis man ihn bekommt .

De Frankfurter-Messe, die, glaube ich, hybrid ablaufen wird, kann ich mir wahrscheinlich per Livestream ansehen, bei der “Buch- Wien” geht das, glaube ich, aber nicht.