Siebenundzwanzigster Nanotag

Wem es interessiert, es geht munter weiter mit dem Schreiben meines sechsten Corona-Textes, wow, da liege ich wahrscheinlich wirklich an der Spitze und das macht mir keiner so bald nach, obwohl ich weiß, das kritische Corona-Texte nicht sehr gefragt sind. Aber das Thema interessiert mich, obwohl ich schon weiß, daß man derzeit wahrscheinlich nicht wirklich über dieses Thema schreiben kann, denn man weiß ja nicht, wie es weiter und ausgehen wird?

Diese Angst hatte ich schon bei meinem ersten Text, dem “Frühlingserwachen”, dann kam ein relativ unbeschwerter Sommer und dann dachte ich, jetzt muß endlich ein dystopischer Roman her, beim ersten Text hat der Alzheimerpatient Egon, die Pandemie als eine Invasion vom Mars oder dritten Weltkrieg erlebt. Beim dritten Buch ließ ich die Mathilde am Ende in ein Nichtgeimpften-Ghetto ziehen und habe schon gedacht, daß das sehr utopisch und wahrscheinlich nie möglich ist.

Jetzt haben wir den Lockdown für Ungeimpfte und die Drohung auf ein ungemütliches Weihnachten, während Bundeskanzler Schallenberg, wie der jetzt heißt, von denen “Die alles richtig machten!”, spricht und dabei die, die sich impfen ließen, dann bei einer Orf-Gala herumschunkelte und sich dabei filmen ließ, während auch die Geimpften inzwischen strengen Lockdown haben, weil die Zahlen wieder hoch, die abgebauten Intensivbetten rar, das überforderte Personal weg und die neue noch viel gefährlichere Virus aus Südfafrika gegen das vielleicht die Impfung nicht wirkt, schon am Kommen ist.

Grauslich, grauslich, spricht alles gegen gemütliche Weihnachten natürlich und nachdem mein Feminisbuchbuch, da haben wir jetzt auch eine Genderdebatte, sich auch sosehr mit Corona, beschäftigte, daß ich damit nicht beim Volksstimmefest lesen durfte, aber da gab es ja schon 3G und das Vierte, das “Seitengewitter” sich schon mit der Diskrinierung der Ungeimpften, die “Dann halt nicht überall ihr Leberkäsesemmerl essen dürfen!”, beschäftigte, da habe ich auch noch, das ist Utopie gedacht.

Jetzt fürchte ich fast, der Lockdwon für NI hört niemals auf und man kann froh sein, wenn einem nicht der Führerschein entzogen wird, man seine eventuele Spitalsbehandlung selber zahlen muß oder wenn die Impfpflicht kommt, ins Gefängnis muß, etcetera.

Also alles ganz schön utopisch oder auch nicht und, wie schreibe ich jetzt darüber? In die Zukunft gehen und da ein Drehbuch für einen dystopischen Film schreiben oder einen, der beschreibt, wie es in Wien 2020/21, war. Geht natürlich auch nicht wirklich, denn ich weiß ja nicht, wie man im Jahr 2099 über die Pandemie denkt und wie es da utopisch aussieht?

Wie man überwacht wird? Welche KI es gibt, weiß ich auch nicht. Habe den Plot also jetzt auch schon ins Jahr 2053 zurückverlegt, weil ich dachte, daß ich da realistischer schreiben kann und einen Ausgangspunkt gab es auch, hat da ja einer, glaube ich, wirklich bei einer Tankstelle herumgeschoßen weil ihm die Kassieriern “Maske auf!”, angeschnauzt hat. Das habe ich nach Wiener Neustadt verlegt und am fünfzehnten November mit dem Schreiben angefangen. Dann, glaube ich, fünf Szenen gehabt, die noch ein bißchen holprig klangen, zum Beispiel, die Stellen mit der Berta-KI.

Dann dachte ich, jetzt muß ich nach 2021 zurück und den Andreas Brunner, wie mein Tankstellenschießer heißt, erzählen lassen. Das war vorigen Donnerstag, dann fuhr ich nach Harland und hörte mir die Beschlüße über die Impfpflicht und den Lockdown für alle an und da hatte ich dann natürlich nicht die Konzentration zum Weiterschreiben, die Literatur im Odeon, wo Ilija Trojanow , den ich ja für sehr intellektuell halte, sagte, “Die idioten, die für das Recht krank zu werden kämpfen, marschieren jetzt vorbei!”, war auch und ich dachte “Ich kann es nicht, ich kann es nicht! Hör auf damit, wer will das Lesen und der Alfred der unter der Pandemie, sehr leidet, kommt mit dem PDF-Erstellen auch nicht nach. Meine Leser wissen es wahrscheinlich, sehr lang habe ich das nicht ausgehalten, obwohl ich mich tapfer bemühte, mir das Wochenendtrödeln zuzugestehen.

Am Montag ist mir dann, glaube ich, eingefallen, daß ich die Geschichte ins Jahr 2053 zurückverlegen und den Text neuschreiben könnte. Meine Leser wissen es wahrscheinlich, ich habe die elf Seiten, die ich damals hatte, nicht weggeworfen, sondern durchkorrigiert. Der Bernie Winter ist verschwunden, die Joana hat keinen Freund, hat aber, als ich weitergeschrieben habe, inzwischen im Flugzeug einen gefunden, denn daß es gut ist, die Joana nach Wien fliegen zu lassen, habe ich auch bald gedacht.

Bei den “Wiener Verhältnissen”, das Reverenzbuch und mein erstes “Digi”, fliegt die Hanna Richter nach New York, um ein Buch über den Jakob Mandelbaum zu schreiben, der ist der Ururgroßvater der Joana und die Hanna Richter habe mich entschloßen ist ihre Großmutter und als die Hanna nach NY fliegt, spricht sie ihr Sitznachbar, ein Geschäftsmann an, das dachte ich, mache ich auch.

Aus dem Geschäftsmann ist aber der dreißigjährige Joshua Schuster geworden, der als Assiszentprofessor des historischen Instituts nach Wien fliegt, über Karl den Großen forscht und dann mit der Joana im Stadtpark vor dem Johann Strauß-Denkmal Walzer tanzt. Die Tankstelle in Wiener Neustadt gibt es nicht mehr und der Andreas Brunner läßt sich bis jetzt wenigstens nicht finden. Velleicht taucht er, das ist aber nur so eine Idee, dann bei der Filmpremiere in New York auf. Die Joana besucht aber Lena Richter, Hanna Richters Tochter, die ja ihren Werner verlassen hat, bevor sie nach New York flog, um sich dann mit Jakob Mandelsbaums Enkel zu verheiraten und die ist eine art alter ego, lebt in einer betreuten Seniorenwohnung, hat drei Bücher, wie das “Frühlingserwachen”, das “Notizbuch” und die “Mathilde” geschrieben, die sie der Joana zur Recherche gibt und der Joshua vermittelt den Kontakt zur Magda Wurminger, Andreas Brunners damaliger Freundin, die ihm, ja weil er sich nicht impfen ließ, verlassen hat.

So weit so what. 12 370 Worte, zwölf Szenen und siebenundzwanzig Seiten habe ich jetzt und, wie es weitergeht nicht viel Ahnung. Daß sich aber ein Roman nicht in vier oder sechs Wochen schreiben läßt, weiß ich inzwischen auch, obwohl ich da noch immer, wie ich fürchte, sehr ungeduldig bin, das wird sich wohl auch nicht so ganz ändern lassen.

Jetzt ist schon der siebenundzwanzigste Dezember, der “Nano” also bald vorbei und keine Spur von den fünfzigtausend Worten, trotzdem ist aber mein “Nichtnano”, der mich auch noch weiter beschäftigen wird, sehr interessant und mal sehen, wie es weitergeht, ich bin sehr gespannt und lasse es meine Leser wissen.

Sechster Nanotag

Wie geht es mit dem “Nano”?, werden meine Leser vielleicht fragen und die Antwort lautet gut mit Fragezeichen.

Denn ich habeja schon geschrieben, daß ich wieder mal gehörig geschmummelt habe und also mit über fünfzehntausend Worten am Montag eingesgtiegen bin, die ich überwiegend in der Vorwoche geschrieben habe. Inzwischen sind es vierundzwanzigtausendsiebenhundert, also fast die Hälfte, wenn ich so weitermache, wäre ich am elften fertig, steht auf meiner Statistikseite.

bin ich natürlich nicht, da ich derzeit täglich zwischen neunhundert und etwa dreitausend Worte geschrieben habe. Gut ich habe mehr Zeit, weil heute Abend kein Geburtstagsfest und nächste Woche keine “Buch Wien” und bei den Onlineveranstaltungen weiß man auch nicht so genau, ob die jetzt stattfinden oder vielleicht verschoben beziehungsweise abgesagt worden.

Daß ich weit voraus war und in der zweiten Woche also meistens nach der “Buch Wien” manchmal schon früher fertig war, ist mir auch schon passiert, meistens fehlten mir dann noch einige tausend Worte und die mußte ich dann anstückeln was immer gelungen ist und die fertigen sieben Bücher, die es inzwischen gibt, liegen alle darunter, manchmal sind auch Schreibberichte darin, die über den Nanorimo erzählen.

Was diesmal anders ist, ist ich habe das Ganze bisher noch nicht durchkorrigiert, um weiterschreiben zu können, das heißt, bis jetzt sind noch keine Worte weggefallen. Das heißt, wenn ich so weitermache täglich meine tausend bis zweitausend Worte schreibe und das bis zum Dreißigsten schaffe, dann habe ich mehr als die fünzigtausend also einen umfangreicheren Roman, was ich ja eigentlich immer will.

Bisher könnte es auch so aussehen, aber aus Erfahrung weiß ich, daß das schon öfter so war, ich bin mitten drin, habe keine Ahnung, wie es weitergeht und dann weiß ich plötzlich noch zwei drei Szenen und ich bin fertig.

Ich habe in meinem Notizbuch einige Szenen aufnotiert und hantle mich diesmal, wie ich das etwas auch bei der “Radiosonate”,die auch länger ist, so machte, an der Jahreszeit voran, ich habe mit dem 1.1.2020 angefangen bin jetzt beim siebenten September, dem Schulanfang. Die Zahlen steigen, verschärfte Maßnahmen müßen her heißt es überall, die Schule beginnt und in die ist der kleine Max, der in Mathildes Haus wohnt, gekommen. Trifft sie am ersten Schultag und erzählt ihr stolz “Ich bin Maskenpolizist geworden, setzt doch deinen Mundschutz!”, auf, das habe ich von einem Demoteilnehmer geklaut, der so was erzählte. Das gebe ich zu und wenn ich mich so weiterhantle kommt die Wien-Wahl, die Verschärfungen, die drohenden Lockdown-Gerüchte “Am 23. Oktober ist es soweit!”, sagte FPÖ-Obmann Hofer, der inzwischen real positiv getestet wurde und leichte Symtpome, wie Schnupfen und Atemnot hat.

“Das ist ein ganzer Entenstall!”, sagte der Geundheitsminister. Am zweiten November war es dann soweit, dann kam der Terroranschlag und da sollte man auch am Tag und nicht nur nach zwanzig Uhr zu Hause bleiben, um den Polizeieisatz, da marschieren sie mit Maschinenpistolen und alle sind sehr aufgeregt, nicht zu behindern.

Das gäbe für den dystopischen Roman, den ich ja schreiben will, etwas her, die Verschwörungstheorien nehmen. Alles ist geplant, von Bill Gates, den Marsmenschen oder wem auch immer und man hätte ein herrliches Szenario und so was schwebt mir auch vor.

Das Problem dabei ist aber Erstens, daß ich noch nicht weiß, wie es weitergeht und Zweitens, daß ich mich ja trotz allem “Ab acht dürfen Sie nicht hinaus und wenn Sie ohne Maske in die U-, Bahn steigen, werden Sie fixiert oder zusammengeschlagen!”, ja in der Realität befinde

“Wissen wir alles schon!”, werden da die Leser sagen. Wo ist da die Utopie, um das zu vermeiden, habe ich ja an die spanische Grippe gedacht und da schon ein paar Szenen, ich glaube, eigentlich nur eine geschrieben, wo die Aloiisa mit der kleinen Hilde mit Mundschutz auf den Friedhof fährt. Da bin ich noch zu schlampig und zu oberflächig und müßte das wahrscheinlich besser konzipieren, um da in eine Logik und einen Spannungstrang hinein zu kommen.

Momentan schreibe ich eher schnell und hastig, um mein Tagessoll zu erreichen dahin und orientiere mich wieder, wie bei beim “Notizbuch” an den alltäglichen Geschehen, die Demos und, daß die Leute da nicht demonstrieren und die, die es tun, einen schlechten Ruf haben, müßte ich wohl auch noch erklären. Im Moment schreibe ich Szene um Szene.

Die Mathilde mag keine Maske, hat ihr Enkelkind noch nicht gesehen, darf jetzt nicht mehr ohne in den Supermarkt. Die Rosa bekommt also wieder den Zehner, die hat beim “Picus” ein unbezahltes Praktikum gemacht und bewirbt sich jetzt vermittelt vom Benedikt als Contakttracerin, denn das muß ja schneller gehen, hören wir ja immer. Sie hat sich mit dem Kanzleramtmitarbeiter angefreundet, daß der einmal positiv getestet wird, habe ich auch geplant. Die Mar-Szenen müßen auch noch ausgearbeitet werden, um nicht in die Patrouille zu geraten. Die hatte ich ja schon bei “Paul und Paula”, wie es also weitergeht?

Momentan bin ich real beim zweiten Lockdown und dem Terroranschlag, bis dahin könnte ich also schreiben. Danach müßte ich erfinde und da habe ich ja schon, das Ende 2020 oder 21 und den Umzug in das Nichtgeimpften- Ghetto ganz am Anfang geplant, um das so enden zu lassen, müßte ich wahrscheinlich noch einiges umkonzipieren. Müßte wahrscheinlich mehr von der Wirklichkeit weg. Will oder kann ich das überhaupt? Fragen über Fragen.

Im Moment, denke ich schreibe ich am besten so schnell so lange mir etwas einfällt voran,

Jede Szene korrigiere ich einmal. Das Ganze, um weiterzukommen, habe ich bisher nicht gebraucht und lasse die Worte anwachsen, wenn es geht. Das würde ich gern bis zum Dreißigsten tun. Dann wäre ja auch der Lockdown vorbei. Dann könnte ich mir das Ganze vornehmen, umschreiben, neu anfangen und so weiter und so fort.

Das würde ich ja gern und ist mir bisher noch nicht gelungen. Mal sehen, wie es diesmal geht? Spannend ist das Ganze allemal und ich betrachte mich ja als keine Schreibanfängerin, schließlich schreibe ich ja seit den Neunzehnsiebzigerjahren, habe schon fast fünfzig selbstgemachte Bücher oder sogar darüber. Das ist mein “achter Nanowrimo” und die Idee mit dem dystopischen Roman ist ja, glaube ich, sehr interessant.

Mal sehen, ob und wie es mir gelingt? Obwohl ich manchmal daran zweifle, daß das wirklich so geht, denn wir leben ja im dystopischen Raum und wo es wirklich hingeht und warum es und ob er unverhältnismäßig ist, das haben die, die drinnen stecken bis jetzt ja nicht durchschaut und daher auch keinen Überblick.

Der Advent war im November

Hurrah, hurrah, ich bin fertig mit dem “Nanowrimo”.

52.122 Worte steht auf meiner Statistikseite, wenn ich auf meinen Rechner gehe, steht da ein wenig weniger, nämlich 50.168 und so mußte ich wieder ein wenig schummeln und das vierte Kapitel der “Dreizehn”, nämlich die “Weihnachtsfrau, für alle Fälle”, dazu kopieren, denn das sich mein Zählwerk von dem der “Nanowrimoseite” unterscheidet, habe ich schon in den vorigen Jahren festgestellt.

Trotzdem habe ich dieses Jahr verhältnismäßig wenig geschummelt, wenn man davon absieht, das ich jedes Kapitel einmal korrigiert habe und am Anfang auch alles, was ich bis dahin hatte, um mit dem Schreibfluß weiterzukommen und mich nicht allzu sehr zu verhedern, wobei insgesamt sicher einige tausend Worte weggefallen sind, so daß ich nicht wirklich geschummelt habe.

Und ich habe es ja schon bei meinen früheren Nanowrimoberichten erwähnt, es ist mir beim Schreiben diesmal sehr gut gegangen.

Die Struktur des Dezembers beziehungsweise des Adventkalenders, die ich hatte, hat mir geholfen nicht über das Ziel hinauszuschießen und zumindest am Anfang bei täglich einer Szene zu bleiben.

Später hat sich das dann geändert, denn ich bin ja ein paar Tage nicht zum Schreiben gekommen, die “Buch-Wien” hat mich auch aus dem Flow herausgebracht, ich wollte aber nicht ales nochmals durchkorrigieren, weil ich erstens fürchtete, daß ich dann nicht rechtzeitig fertig werde und zweiters auch, daß dann wieder einige Wort wegkommen werden. Die Kapitel sind aber gegen Ende immer kürzer geworden, so daß bald klar war, das geht über den vierundzwanzigsten Dezember hinaus.

So habe ich den Titel inzwischen auch in “Nika Weihnachtsfrau oder ein Dezember” umgewandelt und das stimmt auch nicht ganz, denn das letzte Kapitel, spielt am ersten Jänner und da am frühen Morgen, so zwischen drei und vier, als die Nika mit dem Harald Schwabeneder, vom Jazzland kommend, wo sie Silvester gefeiert haben, nach Hause geht und dabei noch einige Bekannte trifft.

Da war ich dann auch noch nicht ganz fertig, so habe ich, wie auch bei “Beim Sterben sollte man zu Hause sein” ein Nachwort angefügt, wo ich das mit dem “Nanowrimo” erklärte und auch, daß die “Nika Weihnachtsfrau” eigentlich der dritte Teil der Trilogie ist, denn die Fatma Challaki kommt ja auch schon in der “Pensionsschockdepression” und im “Sommernanowrimo” vor.

Es wird auch ein ähnliches Cover geben, wenn das Buch erst fertig ist, nämlich, bei der “Weihnachtsfrau”, die alte Puppe meiner Mutter mit einer Weihnachtsmannmütze über den Zöpfen, während die bei der “Selma” ein Kopftuch trägt.

Beim “Sommernanowrimo” soll dann der Hund Ouzo, Annas Hund, das Titelbild zieren.

So weit so gut und ganz spannend und eigentlich bin ich sehr stolz auf mich. Jetzt muß ich natürlich schauen, daß meine Trilogie, die Jahresproduktion von 2015, fertig wird und die “Nika Weihnachtsfrau” muß ich natürlich noch korrigieren und korrigieren, weil es mit dem Handlungsfaden, da ich das Ganze noch nicht richtig durchkorrigiert habe, noch nicht ganz stimmen wird.

Die zugegeben, etwas hatscherte Krimihandlung, von dem Toten in Vera Mosebachs Klo und dem Kindesvater Joe Prohaska, der sich unbedingt um die kleine Zoe-Philpha kümmern will, obwohl ihn Ruth Horvath  nicht haben will.

Vielleicht kann ich das ein bißchen straffen, so daß es doch ganz spannend wird und dann wirds vielleicht im nächsten Jahr fertig sein und läßt sich als Adventkalenderbuch im Dezember verschenken und ja richtig, eine Lesung gibt es im Read!!!ingroom , wo ich ja auch den “Sommernanowrimo” vorgestellt habe, am siebzehnten Dezember auch.

Ich lade alle herzlich dazu ein und dann stehe ich wahrschienlich wieder an mit meiner Romanproduktion und weiß nicht weiter, weil ich, wenn mans pessimistisch sieht, höchst wahrscheinlich schon so ausgeschrieben bin, daß ich mir denke, wozu tue ich mir das an, wenn das ohnehin niemand lesen will und die Spamer, wenn ich auf meinen Blog darüber schreibe, nur posten “Wow so etwas Schlechtes habe ich noch nie gelesen!”

“Stimmt wahrscheinlich nicht, Freunde, wird schon durchschnittlich sein!”, ist inzwischen meine Antwort, an die ich glaube und “psychologisch realistisch!”

Der Alltag einer Psychotherapeutin halt, die seit Jahren am Volksstimmefest liest und nicht der Text, einer experimentellen Autorin, aber ob ich  im Frühjahr wieder den Mut habe, etwas Neues anzufangen oder mir etwas Diesbezügliches einfällt, weiß ich nicht, beziehungsweise kann ich es mir jetzt nicht vorstellen.

Denn die Tatsache, daß ich mir meine Bücher selber drucken lasse, scheint auch in Selfpublisherzeiten, wo schon ganze solche Hallen, die Buchmessen füllen, zu hemmen und die Blogger schreien noch immer “Bitte kein Selbstgemachtes, das wollen wir nicht lesen!”

Die Voruteile scheinen groß zu sein und nicht zu verändern, obwohl “Hanser” jetzt damit wirbt, daß Tllmann Rammstedt, der Bachmannpreisträger von 2008, ab Jänner täglich ein Romankapitel schreibt, das man sich abonnieren und auf sein Handy laden lassen kann.

Nun gut, bei “Hanser” wird es wohl trotzdem erscheinen und scheine das Pech zu habe, obwohl ich mich so anstrenge und schon solange schreibe, immer ganz unten und die letzte zu sein, da kann ich machen was ich will, obwohl ich schon bald vierzig selbstgemachte Bücher habe und und…

Macht ja nichts und ist eigentlich sehr schön, kann man alles nachlesen und das amerikanische Modell, wo man wenn man die fünfzigtausend Worte hochgeladen kann,  ein Jubelgeheul hören kann, ist eigentlich auch sehr schön und über den schon wieder in drei Wochen im Rohkonzept geschriebenen Roman bin ich auch sehr stolz, obwohl ich mir, wie meine Leser wissen, für das nächste Jahr schon wünsche, da vielleicht wirklich den ganzen November zu brauchen und länger als gefordert zu werden.

Aber ob ich da überhaupt mitschreiben werde, ist ja, wie ich vorhin schrieb, ohnehin nicht klar und diesen Advent habe ich ja inzwischen schon im November verbracht, beziehungsweise habe ich ihn vorverlegt.

Jetzt werde ich die letzte Novemberwoche korrigieren und  im Dezember wahrscheinlich auch, so daß es abgesehen von allem anderen, auch ein sehr intensives Weihnachtsmonat geworden ist.

Nanowrimo-Bericht

Es geht in den neunzehnten Schreibetag und eigentlich habe ich mich bis jetzt ganz gut gehalten, stehe bei meiner Adventgeschichte und der  Nika Weihnachtsfrau beim einzwanzigsten Dezember oder 36 704 Worten, beziehungsweise über vierundachtzig Seiten.

Ein wenig habe ich also voraus geschrieben und nicht nur, wie geplant, jeden Tag eine Szene, beziehungsweise einen Tag, dafür aber an einigen Tagen gar nichts zusammengebracht, an einem Tag war zuviel Diagnostik, so daß ich mit dem Befundschreiben gar nicht nachgekommen bin, dann die “Buch-Wien”, die “Literatur im Herbst” wird auch noch kommen, so daß ich denke, ich schreibe, wenn es geht lieber voraus, dann habe ich einen Vorsprung, den ich abarbeiten kann und wenn man auf meine Kurve sieht, dann sieht man, ich liege so etwa im Profil, ein paar Tage im Voraus aber nicht so wie in den letzten Jahren, daß ich nach ein paar Tagen schon fertig war, gut da bin ich mit einem Wochenvorrat eingestiegen, eines meiner Probleme, wenn man es so sagen will, schleppe ich aber auch jetzt, trotz der an sich guten Tagesstruktur mit mir herum, denn ich werde vermutlich wieder früher fertig werden.

So bin ich jetzt  schon beim einundzwanzigsten Dezember, in drei Tagen ist Weihnachten und dann wäre es eigentlich aus, aber da würden mir wahrscheinlich noch an die zehntausend Worte fehlen.

Der November hat aber dreißig, der Dezember sogar einunddreißig Tage, eine gute Woche also noch Zeit zu schreiben und wenn eine Tagesszene so an die eintausendsechsundert Worte hat, geht sich das aus, das ist das Durchschnittstagespensum, meine Szenen sind jetzt ein bißchen kürzer, also werde ich gegen Schluß wahrscheinlich wieder etwas aufpäppeln müßen, beziehungsweise geht es, das weiß ich jetzt schon sicher über den vierundzwanzigsten Dezember hinaus, wo die Nika ihrer Schwester und deren Freunden bei ihren Eltern Weihnachten feiern wird.

Die Feste für die Weihnachtsfeiertage habe ich schon geplant, am Montag den achtzndzwanzigsten Dezember gibt es eine Betriebsweihnachtsfeier, wo die Nika darauf kommt, daß der Herr Widerlich vielleicht gar nicht so widerlich ist, dann könnte es aus sein, wenn ich bis dahin die fünfzigtausend Worte schon habe, habe ich wahrscheinlich noch nicht, also werde ich noch etwas dazuerfinden und das ganze wahrscheinlich doch bis Silvester gehen lassen müßen.

Bis vor der “Buch Wien” war ich auch ganz gut im Handlungsfaden und hatte zwei Spannungsschleifem, der Tote in Vera Klos und Joe Prohaska, der sich um sein Kind kümmern will. Ein Drohbrief ist dann auch noch aufgebtaucht und Joe Prohaska, der in einem Kellertheater als “Faus”t brilliert, könnte sich in sein Gretchen, die Schauspielerin Dorothee Zelinski verlieben und Ruth Horvath lassen.

Die “Buch Wien” hat mich  ein bißchen aus dem Flow herausgebracht, jetzt müßte ich wahrscheinlich das Ganze Durchkorrigieren um wieder hineinzukommen, das soll man beim “Nanowrimo” eigentlich nicht, was mir zwar egal wäre, ich fürchte aber, damit zuviel Zeit zu brauchen, so daß ich denke, eine Szene geht noch und weiterschreibe, damit schreibe ich mich aber eventuell, um die “Qualität”, beziehungsweise an die Wand, obwohl ich ohnehin immer denke, es ist ganz egal, wie lang es wird und wann ich damit fertig werde, im Dezember kann ich alles durchkorrigieren und mir auch meine Handlungsschleifen umlegen, obwohl ich nachher meistens gar nicht merhr so viel verändere….

Was gut ist, meine Hemmungen sind weg, obwohl ich mir schon manchmal denke, das ist eigentlich ein ganz einfaches Geschichtchen.

Ist es stimmt, es ist ein Adventkalender und schildert die Erlebnisse, die eine Studentin hat, die im Dezember vierundzwanzig Tage als Weihnachtsfrau verkleidet auf der Mariahilferstraße steht,  an die Kinder Zuckerln und an die Erwachsenen Prospekte verteilt.

Sie verliebt sich in den Journalisten Harald Schwabeneder dabei, lernt den irakischen Flüchtling Hassan Arawani kennen, in den sich Fatma Challaki, schon aus früheren meiner Werke bekannt, verliebt, die jetzt in Sandra Winters WG lebt, sie lernt auch die kleine Jessica Nikolic kennen, die das Weihnachtswichtel für den alten Max spielt.

Mein altes Schema halt, eine, ich gebe es zu etwas zähe Krimihandlung ist dabei und vielleicht sollte ich das Ganze wirklich straffen. Weniger als fünfzigtausend Worte wären vielleicht mehr, ich weiß es nicht, bin aber, wie man sieht ganz zufrieden.

Ist es ja schon mein fünfter “Nanowrimo” und, daß ich einen Adventkalender schreiben will, weiß ich schon seit zwei Jahren.

Ich liege, wenn ich mich so bei meinen Buddies umsehe auch ganz gut im Rennen und ich stelle Erfolg und war am Sonntag in Ö1 zu hören, das Ganze am siebzehnten Dezember im “Read!!!ingroom” im Rahmen des dortigen Adventfestivals vor, natürlich nur einen Teil davon, wahrscheinlich wieder drei bis vier Szenen und für die nächsten Jahren kann ich den Adventkalender immer im Dezember in den Blog stellen.

Daß ich in einem  Monat fünfzigtausend Worte schreiben kann, ist nichts Neues, daß es so abgehoben ist, wie ich es kann und will, auch nicht und andere Leute schreiben höchstwahrscheinlich auch Adventkalender und Weihnachtsbücher, die man jetzt beim “Thalia” wahrscheinlich kaufen kann.

Was mir nach wie vor fehlt, ist die literarische Anerkennung, die bekomme ich wahrscheinlich auch durch den “Nanowrimo” nicht, der ja eher als ein Hobbyschreibprojekt gilt,obwohl da ja auch schon etablierte Autoren, wie Claudia Zotzmann, Sara Wipauer, etcetera, mitschreiben.

Wie ich die bekomme, ist mir nach wie vor ein Rätsel, obwohl es schon vorkommen kann, daß ich, wie beispielsweise  auf der “Buch-Wien” am vorigen Samstag bei der “Exil-Preisverleihung” darauf angesprochen werde. So ganz unbekannt bin ich wahrscheinlich also nicht und mein Blog hat dieser Tage auch über dreihundertfünzig Kommentare und sechs “Gefällt mir-Angaben” gehabt.

Novemberschreiben

Tag fünf des Nanowrimos und es ist etwas weitergegangen. Wenn man die bisherigen Schreibprozeße anschaut, habe ich ja am Montag sehr euporisch angefangen und etwa viertausend Worte, den ersten Dezember, Nikas Erlebnisse als Weihnachtsfrau und ihren ersten Arbeitstag aufgeschrieben.

Wow, toll, der zweite Tag war sehr hektisch mit mehreren Unterbrechungen, dann zwar siebentausend Worte, aber ich war nicht sicher, ob es so weitergehen kann. Hatte ich zwar mehrere Handlungsstränge, aber nur die Nika als Erzählfigur.

Wird das nicht zu eindimensional und habe ich mich nicht wieder damit an die Wand geschrieben?

Am Dienstag bin ich nicht zum Schreiben bekommen und gestern habe ich dann eine Szene, etwa tausendsechshundert Worte geschrieben, aber meine Zweifel  blieben.

Die Nika steht immer noch auf der Straße und es wird ihr alles erzählt, sie liest in der Zeitung von dem Mord an Peter Kronauer, der Journalist Harald Schwabeneder kommt zu ihr.

Kann es so weitergehen, da habe ich nicht wirklich eine Ahnung oder aber auch sehr viele Einfälle. Also alles nochmals durchkorrigieren und mir ein Handlungskonzept anlegen. Das habe ich heute auch getan und mit der vierten Szene mit der Nika weitergemacht, aber vielleicht doch ein wenig Schwung in das Ganze hineinbekommen. Sie wird mit Harald Vera in ihrer Praxis besuchen, Fatma Challaki, ja die aus der Selma und aus dem Sommernanowrimo, wird sich vielleicht um den Flüchtling Hassan kümmern und Max Schröder, das ist ein an Parkinson erkrankter ehemaliger Lehrer soll auch noch auftauchen.

Also ich so weit war, hatte ich noch einige Stunden Zeit und hätte vielleicht mit der fünften Szene anfangen können. Aber ich will diesmal nur jeden Tag eine schreiben. Aber da habe ich das Problem, das ich das nicht jeden Tag können werde, weil manchmal Stunden, wie am Dienstag, die Buch-Wien kommt, die Literatur im Herbst, etcetera und die einzelnen Szenen sind doch nicht so lang, wie erwartet. So habe ich am Tag fünf jetzt 11 406 Worte.

Ich habe  ausgerechnet, daß ich mit den Tagen, an denen ich schreiben kann, dann etwa bei Tag zwanzig bin, aber eigentlich soll es nicht vor dem vierundzwanzigsten Dezember enden.

Macht ja nichts, wenn ich die fünfzigtausend Worte bis dahin habe, denn ich kann im Dezember weiterschreiben, da sind wir dann ohnehin in Ungarn und ich habe mehr Zeit und wenn ich die fünfzigtausend Worte bis dahin nicht habe, macht das eigentlich auch nichts und ein paar Handlungsfäden habe ich auch noch.

Als ich so weit war, habe ich mir meine Bücherliste nochmal ausgedruckt, um nach den 2016 Büchern zu suchen, die ich noch nicht gefunden habe und dann ist mir eingefallen, daß ich  eine Einladung zur Kunst- und Antiquitätenmesse habe und da eigentlich vor der Schreibegruppe zum Preview hingehen wollte.

Das habe ich getan und mir in die Schreibgruppe doch die Idee mitgenommen, am Max Schröder zu schreiben und daß ich das Thema “Dämonen” vorschlagen wollte, das hatte ich auch geplant.

Also gut, Peter Czak, Fritz Widhalm, Ruth Aspöck und Klaus Khittl in der Gruppe. An anderen Themen hat es noch “Künstler” und “Sadomaso” gegeben und die Ruth hat von den Dämonen in Kuba geschrieben. Klaus Khittl alle drei Themen miteinander verknüpft und ich habe wieder eine lange Szene geschrieben:

“Das Zittern war vorhanden, als Max Schröder am zweiten Adventsamstag aufwachte. Es war sehr stark sogar. Stärker als sonst und betrübte den alten Mann, der schon in der Vorwoche diesbezüglich nicht aus dem Haus gekommen war. Betrübte ihn sehr, denn es würde ihm vielleicht am Einkaufen hindern und sein Wochenende sehr belasten. War ja schon der zweite Adventsamstag und noch immer kein Adventkranz im Haus, was zu den Zeiten, in denen seine Frau Rosi noch gelebt hatte, unmöglich gewesen war. Sie hatte dafür gesorgt, daß rechtzeitig am ersten Adventsonntag, der grüne Kranz mit den vier Kerzen am Wohnzimmertisch stand und sie hatte auch die erste Kerze am Sonntagmorgen beim Frühstück mit feierlichen Gesicht angezündet. Und jetzt war schon der fünfte Dezember. Krampus oder Nikolaus, etwas, das er sich nicht merken konnte und immer durcheinander brachte, obwohl er dreißig Jahre seines Lebens Lehrer gewesen war. Es war weder der Kranz, noch Milch und Brot im Haus und er würde, wenn er es nicht schaffte, die Wohnung zu verlassen und die zwei Stockwerke  auf die Straße und in den Supermarkt hinunterzukommen, das Wochenende hungern müssen. Das Zittern seiner Finger, das ihn stärker denn je überfiel, zeigte schon an, daß er es nicht schaffen würde.

“Das sind die Dämonen, die mich beherrschen, liebe Rosi!”, dachte er solcherart bekümert und schaute auf seine  Hände hinunter, beobachtete seine Finger und schüttelte den Kopf. Die Dämonen hatten ihn überfallen. Nicht erst jetzt, sondern schon vor fünf Jahren waren sie aufgetaucht und hatten ihm seine Frau geraubt. An einem furchtbaren, heimtückischen Krebs war sie gestorben und hatte ihn zurückgelassen, der seither allein mit dem Leben zurecht kommen mußte. Dann war noch das Zittern gekommen. Der Arzt hatte  Parkinson diagnostiziert und seither schwankte er, wenn es hochkam, wie betrunken über die Straße. Machte einen schlechten Eindruck und brachte ihn zu Unrecht in den Verdacht, Alkoholiker zu sein. Obwohl er sein ganzes Leben lang abstinent gewesen war und kaum mehr als zu Sylvester ein Glas Sekt, zu Weihnachten und zu den Geburtstagen ein Gläschen Wein getrunken hatte.

Wenn es hochkam, wankte er solcherart über die Straße und in den Supermarkt, um Brot, Milch, Kartoffelpürree und Gemüse für die kommende Woche zu besorgen und wenn er Pech hatte, schaffte er es nicht einmal in sein Hemd hineinzukommen und sich die Krawatte umzuzubinden.

“Das sind die Dämonen, die mich heimgesucht haben, mich beherrschen und mich nicht mehr verlassen, Rosi!”, wiederholte er, blickte immer noch auf seine zuckenden Finger und trat ganz langsam mit wiederkehrenden Unterbrechungen an das Schlafzimmerfenster.  Sah hinunter auf die Mariahilferstraße, die sich langsam mit den Kaufwütigen zu füllen begann. Dorthin mußte er, auf die Straße und in den “Merkurmarkt”, um seine Besorgungen zu machen und vielleicht auch einen kleinen Krampus oder Nikolo aus Briocheteig für das morgendliche Frühstück zu besorgen. Das hatte Rosi, als sie noch nicht von ihm gegangen war und die Dämonen ihn noch nicht besessen hatten, so gemacht. Einen kleinen Krampus oder Nikolo für ihn und die Nichten und Neffen, die Kinder, seiner und ihrer Geschwister besorgt.

Das war jetzt vorbei. Rosi an einem fürchterlichen Krebs verstorben. Die Neffen und Nichten längst erwachsen und kümmerten sich nicht mehr um den alten Onkel Max, der mit zittrigen Händen im Unterhemd vor seinem Schlafzimmerfenster stand und auf das Treiben der großen Straße hinuntersah, die sich langsam zu füllen begann. Mit Kindern, mit Hausfrauen, mit Weihnachtsgeschenkeinkäufern und er sah richtig und hatte sich nicht getäuscht, mit einer Weihnachtsfrau. Kein dämonenhafter Krampus stand mit einer Kohlenbutte und einer rasselnden Kette auf der  Straße, sondern ein junges Mädchen mit einer rotweißen Mütze  und einem Weihnachtsmannanzug. Santa Claus läßt grüßen und das Christkind, das immer zu ihm gekommen war, als er klein gewesen war, gab es nur noch auf dem Weihnachtsmarkt am Rathausplatz, während unten ein junges Mädchen als Weihnachtsfrau verkleidet auf der Straße stand und Zuckerln und kleine Schokoladestückchen an die Kinder verteilte. Wenn er sich nicht irrte, hatte er das junge Mädchen auch vor ein paar Tagen, als es ihm das letzte Mal gelungen war, auf die Straße zu kommen und in die Ambulanz, zur monatlichen ärztlichen Kontrolle, zu fahren, in der U-Bahn gesehen.”

So das muß nun morgen in der Nika-Perspektive in den fünften Dezembertag. Mal sehen wie es mir gelingt. Krampusse und Nikolofiguren kann die Nika auch verteilen und Harald Schwabenender wird sie abholen und ihr da einen Brotteilkrampus mitbringen und die Jessica Nikolic wird vielleicht für den Max einkaufen gehen oder ihm dabei helfen.

Klaus Khittl hat nach meiner Lesung gesagt “Die Weihnachtsfrau kenne ich!”

Natürlich er hat ja die “Dreizehn Kapitel” gelesen, ich weiß nicht genau, ob es wirklich solche gibt oder ich sie mir als Feministin so erfunden habe, aber seit der “Selma” tauchen in meinen Texten immer wieder Personen auf, die schon in früheren Büchern erschienen.

Die Fritzi Jelinek in der “Pensionsschokdepression, die Fatma Challaki im “Sommernanowrimo” und die soll sich  wieder mit dem traumatisierten Hassan unterhalten und die Nika, beziehungsweise die Idee eines Adventkalenders schleppe ich wirklich schon zweieinhalb Jahren mit mir mit.

Genau weiß ich nicht woran das liegt, vielleicht weil ich schon so viel geschrieben habe, vielleicht auch wirklich, weil ich eine so Schnelle bin, die aus Unsicherheit Themen anreißt und sie nie zu Ende bringt, eine Frau Sisyphus halt, aber da waren wir ebenfalls schon.

Dramatikerstipendien und vierter Nanowrimotag

Im MUSA wurden heute die Dramatikerstpendiaten für 2015, Valerie Melchiar und Thomas Arzt, 1982 und 1982 geboren, vorgestellt.

Valerie Melchiar hat einmal bei den “Exil-Preisen” gewonnen und präsentierte mit zwei Freundinnen und Thomas Arzt, eine Szene aus ihrem Stück, wo drei Frauen, die nur ein Auge und einen Zahn haben, an einem See sitzen, ins Leere starren und dann diesen, um eine Million oder Milliarde Dollar zu verkaufen, um sich dafür eine schönes Gebiß machen zu lassen und gut essen zu gehen.

“Absurdes Theater!”, alla Becket nannte das Julia Danielczyk in der Diskussion. Aber vorerst kam Thomas Arzt an die Reihe, dessen Stück “Totes Gebirge” im Jänner in der Josefstadt aufgeführt werden wird.

Er hatte schon einmal ein Dramatikerstipendium und die Stücke “Grillparz” und “Alpenvorland” geschrieben, die im Schauspielhaus, wo er Stipendiat war, aufgeführt wurden.

Die Berge spielen eine große Rolle, obwohl das Stück, woraus er allein eine Art Voraufführung las, in einer psychiatrischen Klinik a la fin sciecle, handelt.

Man sieht, die Seele ist ein weites Land, beziehunsweise ein totes Gebirge und das ist  eigentlich das Gegenteil, der Krankenpfleger heißt aber Priel und spielt für die Patienten zu Weihnachten Puppentheater.

Raimund Schönberg wird dort eingeliefert, weil er sich in einer psychiatrischen Krise befindet. Nepomuk N. im Gitterbett lallt vom Weltuntergang und das Tote Gebirge ist mir ja auch nicht so ganz unbekannt, habe ich es ja diesen Sommer zweimal durchwandert.

“Retro!” hat Wolfgang Helmhart, der MUSA Stammbesucher diese Stückauswahl genannt, Julia Danielczyk sind die Globalisierungszeiten eingefallen, mir haben sie zugesagt, obwohl ich ja keine Dramatik-Spezialistin bin.

Ansonsten kann ich zwei Erfolgsmeldungen verlauten, nämlich gestern zweimal Mails von der Buch-Wien.

Erst einmal bekomme ich wieder meine Gratiskarten und zweitens habe ich mich am Montag fast aus Trotz, weil man ja zum Ö1 Quizz gratis hinein kann und die dort noch Kanditatinnen suchten, dafür angemeldet, das Bücherquizz wäre mir zwar lieber, aber da nehme ich , wie es aussieht, wieder als Zuhörererin teil und was den “Nanowrimo” betrifft, wieder eintausendsechshundertzwölf Worte mehr. Ich halte jetzt bei  8853, nachdem ich gestern mit dreimal Diagnostik nicht zum Schreiben gekommen bin und weiß nach wie vor nicht, wie es weitergeht.

Das heißt, daßs ich morgen, wo ich keine Klienten habe, nochmals alles durchkorrigieren werde und mir  einen Plan mache, wie es weitergeht.

Die Handlung muß ja nicht nur von der Nika getragen werden, Ruth Horvath und Andrea Herbst können mitmischen, beziehungsweise Harald Schwabeneder.

Mal sehen, wie es weitergeht, ich bin sehr gespannt, obwohl das Denken, daß ich es nicht kann, nach wie vor vorhanden ist.

Ich liege aber  im Zeitplan und Handlungsfäden habe ich auch, nur wie verbinde ich sie und wird ein Toter in eine psychotherapeutischen Praxis wirklich interessieren?

Aber Sandra Winter und Fatma Challaki vom “Sommernanowrimo”, beziehungweise der “Selma” könnten auch noch auftreten.

 

In Memoriam und zweiter Nanowrimo-Tag

Die “In Memoriam- Veranstaltung” zum Gedenken der verstorbenen Kollegen und Kolleginnen, von der GAV veranstaltet, gibt es seit 2004.

Elfriede Gerstl hat sie mit Andreas Okopenko initiert und sie dann an Karin Ivancsics weitergegeben, die sie nach Andreas Okopenkos, Tod 2010, glaube ich, allein veranstaltet.

Immer mit Musik meistens mit Renald Deppe, heute mit Michael Bruckner und Simon Zöchbauer und ich bin nicht sehr oft dabei gewesen, weil ja auch der “Nanowrimo” im November beginnt und heute hätte ich eigentlich eine sechs Uhr Stunde gehabt und dann war auch ein sehr hektischer Tag.

Der Alfred hat die Bäume im Garten zurückgeschnitten, der neue Drucker ist gekommen und mein “Nanowrimo-Pensum” wollte ich auch schreiben und vielleicht auch weiter in Rafael Chirbes “Am Ufer” lesen, der auch am 15. August, an dem Tag an dem meine Mutter ihren hundertsten Geburtstag hatte und der Alfred seinen sechziger feierte gestorben ist.

Dann ist es sich aber doch ausgegangen und es war wieder sehr interessant, eine Erinnerung an die Kollegen, wie Karin Ivancsisc, deren “Blumendiebin” ich vor kurzem gelesen habe, am Schluß erklärte, auch eine Neuentdeckung und wieder eine schmerzhafte Erfahrung, denn daß Ernst Kölz im letzten Dezember gestorben ist, ist auch irgendwie an mir vorbeigegangen.

Ruth Aspöck hat an Eugienie Kain, die Tochter von Franz Kain erinnert, die ich am Volksstimmesest kennenlernte, dann ist ist es ihr ein bißchen gelungen in den Literaturbetrieb einzusteigen und 2010 ist sie an Krebs gestorben.

Ihren “Schneckenkönig” habe ich vor einiger Zeit im Bücherschrank gefunden und steht auf meiner Leseliste.

Der nächste Autor Mario Rotter 1959-1995, es stimmt viele Autoren werden nicht sehr alt, war mir bisher unbekannt, bei “Ritter” sind ein oder zwei Bände von ihm erschienen, die Ralph Klever herausgegeben hat, so hat er einen Text, der in den “Manuskripten” erschienen sind gelesen, war mir bis jetzt unbekannt.

Reinhard Priessnitz, 1945-1985, kenne ich hauptsächlich durch den “Priessnitz-Preis”, habe  bei den “Büchertürmen” aber mal ein Buch von ihm gefunden, das ich noch lesen muß.

Herbert J. Wimmer hat aus seinen “44 Gedichten” einige gelesen, die er auch einmal in der “Alten Schmiede” bei einer Gedenkveranstaltung gelesen hat.

Dann kam Günter Brödl, der die “Dr. Ostbahn-Krimis schrieb und für Willi Resetarits, glaube ich, auch Texte. Peter Hiess hat aus einem Krimi, der in einer Peep-Show handelt, ein Stück gelesen und die Musiker dann ein OstbahnKurti-Lied gesungen und Anton Herzl hat einen wahrhaft makabren Text von Wolfgang Bauer 1941-2005 gelesen.

Dann kam die H.C. Artmann Vertonung “Blauboat” von Ernst Kölz “Ich bin ein Ringelspielbesitzer und hob schon sieben Weiber erschlagn” von Michael Bruckner gesungen und Michael Hotschnig hat ein Stück aus “Wir töten Stella” ein Buch das auch auf meiner Leseliste steht, von Marlen Haushofer 1920-1070 gelesen.

Am Schluß hath Karin Invacsics über ihre Beziehung zu Andreas Okopenko auf dessen Begräbnis ich ja war, gesprochen und was den “Nanowrimobericht” betrifft, kann ich das von der Bipolaren Depression wiederholen.

Habe ich ja gestern morgen sehr euphorisch viertausend Worte beziehungsweise, das erste Dezember Kapitel geschrieben und heute noch mal dreitausend Worte, wurde dabei aber ein paar Mal unterbrochen und stocke ein bißchen mit der Krimihandlung, denn wie gehe ich die an?

Wenn ich die Nika immer im Kostüm auf der Straße stehen lasse, den Obdachlosen sehen, mit Jessica plaudern, sich über den Widerling ärgern und den Krimi über ihre Schwester, Harald Schwabeneder, etc erleben lassen, wirds ein bißchen fad, bezeihungsweise auch kurz, weil irgendwann ist das Kapitel aus und ich drücke mich vielleicht wieder um die Handlung herum, beziehungsweise um den heißen Brei, und habe das show not tell wieder nicht verstanden.

Vielleicht sollte ich es doch mehrdimensional anlegen und ein bißchen genauer plotten. Also wieder ein bißchen “Ich kann es nicht, ich kann es nicht!”, obwohl ich gestern sehr zufrieden war.

Mal sehen wie es weitergeht, die nächsten zwei Tage komme ich wahrscheinlich nicht sehr viel zum schreiben und verliere meinen Vorsprung vermutlich wieder, ich habe aber jetzt drei Buddies, nämlich Nina Dreist, Klaudia Zotzmann und Luisa Rabenschwarz und kann im Dezember ja, korrigieren, zu Ende schreiben, noch einmal von vorne anfangen,etcetera und es ist auch sicher spannend, wie es mit meinen bipolaren Schwankungen und meiner Krimihandlung weitergeht.