Meine Mutter, das Alter und ich

Jetzt kommt ein “Kremayr & Scheriau – Buch”, aber keines aus der literarischen Schiene, obwohl ich bei einer der ersten “Corona-Lesungen”, die Günter Kaindlsdorfer in der Hauptbücher darüber abhielt, daraufgekommen.

“Wahre Geschichten”, die, die 1961 in Graz geborene Journalistin Katja Jungwirth mit ihrer Mutter, die sie betreut, erlebte und in kurzen knappen Szenen schön von Melanie Haas illustriert, die auch, nomen est omen, meisten hasenähnliche Figuren mit lange Ohren zeichnete, aufschrieb und das Alter ist ja ein Thema, das mich, glaube ich, schon seit meiner Jugend beschäftigt.

Bin ich ja bei relativ alten Eltern aufgewachsen, hatte eine um elf Jahre ältere Schwester, die 1978 einen Autounfall hatte, habe nach dem plötzlichen Tod meiner Mutter 1991bis 1995 meinen diabetischen Vater betreut, habe in dieser Zeit auch mit Pflegeheilferinnen im Geriatriezentrum Wienerwald gearbeitet, Alfred Vater ist 2012 gestorben, seine Mutter wird von zwei vierundzwanzig Stunden Pflegerinnen betreut, über die Themen Älter werden und Demenzen habe ich auch schon sehr oft geschrieben und natürlich auch darüber gelesen, so hat Bärbl Danneberg, sozusagen die Organisatorin des “Arbeitskreis schreibender Frauen” ein Buch über die Betreuung ihrer dementen Mutter geschrieben, Elfriede Haslehner hat einen Text über den Tod ihrer Mutter, zu der sie, glaube ich, ein eher schweiriges Verhältnis hatte, geschrieben und und… und nun ein eher heiteres Buch über die Beziehung zu einer eher schwierigen Mutter, wie es, glaube ich, Günther Kaindlsdorfer bei der Lesung und dem Gespräch mit der Autorin nannte, mit einem Augenzwingern erzählt, füge ich hinzu, nachdem ich mich durch die kurzen Episoden gelesen habe.

Nachdem Katja Jungwirth fast sechzig ist und die Mutter Pharmazeutin war und die Tochter gegen Ende ihres Studiums gebar, wird sie so an die Fünfundachtzig sein und leidet an einer nicht näher genannten Krankheit. Wahrscheinlich leidet sie amÄlterwerden und der Einsamkeit. An den Wehwechen, die man wahrscheinlich mit über Achtzig hat, sie geht mit einem Rollator, das heißt sie rennt mit diesen durch die Straßen, weil sie sich ihrer Schwäche schämt und vermeidet damit Kaffeehäuser und Kinos zu besuchen. Sie sagt auch alle Besuche von Freunden ab, bricht Therapien ab und fordert die Tochter, die sie betreut zu Fürsorge und zu Besuchen auf. Sie ist auch depressiv setzt aber ihre Psychomarmaka ab und jammert dann darüber.

So begleiten wir Katja Jungwirth durch den Rollenwechsel und das Erleben des Älter- und  Schwächerwerden, einer wahrscheinlich sehr anspruchsvollen Frau, die wohl ihre Schwierigkeiten mit ihren kleineren oder größeren Wehwechenhat hat und die, so wie Katja Jungwirth sie beschreibt, auch noch sehr vital, elegant und gepflegt ist.

Die Spannungen, wo die Mutter zum Kind wird und ungeduldiger, als die Enkerln ist, werden in dem Kapitel über “Weihnachten” besonders deutlich und so geht es hin und her.

Die Mutter kann nicht, will aber,  die Tochter leidet darunter und kann sich nicht abgrenzen. Die perfekte Mutter-Tochter Symbiose könnte man so sagen und die Mutter, die wahrscheinlich im Feminismus der Siebzigerjahre  versuchte ihren Sohn zu keinen Macho zu erziehen, erzählt jetzt der Tochter, daß sie ihm nicht zumuten kann, sich um sie zu kümmern, weil er ja eine Sitzung hat, während sie vier Kinder, einen alten Hund und noch einige Enkel zu betreuen hat, nein sagen kann sie aber offenbar auch nicht. So versucht sie einen Manipulierungsplan, beziehungsweise herauszufinden, ob das, wenn die Mutter jetzt anruft, ein Notfall ist oder ihr nur einfach langweilig war, aber Langeweile oder Einsamkeit ist ja irgendwie auch ein Notfall, etcetera.

Ein interessantes Buch, dem man, wenn man es so ohne wirklich Betroffenbheit, wie es beispielsweise bei mir der Fall ist, liest, Oberflächlichkeit vorwerfen könnte, denn diese Mutter hat ja vielleicht nicht wirklich was, außer daß sie wahrscheinlich über achtzig ist, im Gesicht noch sehr gepflegt ausschaut, unter dem körperlichen Verfall leidet und nicht mehr so gut gehen kann.

Liest man es aber als vielleicht selber pflegebedürftige Mutter oder betreuende Angehörige, wird man es vielleicht anders interpretieren.

“Es ist wie in frühester Kindheit, eine Symbiose zwischen Mutter und Kind. Geht es der Mutter gut, geht es dem Kind gut.

Berührend und mit viel Humor erzählt Katja Jungwirth in ihren tagebuchartigen Texten von der Beziehung zu ihrer pflegebedürftigen Mutter, von großer Aufopferung, von kleinen, liebevollen Gesten und von all den Situationen, die sie immer wieder an ihre eigenen Grenzen bringen,”, steht am Buchrücken.

Kilometer 123

Mit den Krimis geht es weiter, die sich in Zeiten von Corona ganz zufällig, bei mir in besonderer Menge angesammelt haben, mit einem kleinen Büchlein des 1925 geborenen und im Sommer 2019 verstorbenen itlaienischen Autors Andrea Camilleri, dem Liebling meiner Schwiegermutter, die sich in Zeiten, als sie noch gelesen hat, seine Bücher gerne schenken ließ und, ich glaube, fast alle von ihm besitzt.

Ich habe auch einige von ihm in den den Schränken gefunden, einige davon gelesen, aber mit seiner Art zu schreiben einige Schwierigkeiten gehabt, ich glaube, seinen Stil als eher altmodisch und umständlich empfunden.

In den letzten Jahren habe ich seine Erinnerungen und den “Brief an Mathilda” gelesen und jetzt wieder einen Art Krimi, der in Italien2019 erschienen ist, wie es überhaupt offenbar noch einige nicht übersetzte Camilleri Bücher gibt, also vielleicht noch etwas folgen wird, über das ich berichten kann.

Das Buch ist, wie schon beschrieben sehr dünn, an die hundertfünzig Seiten und es überrascht durch seinen Stil, den man auf dem ersten Blick als sehr ungewöhnlich bezeichnen könnte, denn es besteht hautsächlich aus Telefonnotizen, Dialogen, Briefen und Zeitungsartikeln.

Ein Anfängerstil könnte man sagen,  vielleicht auch ein Alterwerk und diesen Umständen geschuldet. Ich glaube Camilleri war am Schluß schon blind und hat seine Werke diktiert. Es liest sich aber durchaus spannend und interessant, wenn man sich an den Stil erst gewöhnt hat und das typisch Italienische, das ich beispielsweise auch bei Michela Murgia oder Alberto Moravia sehr gut zu bemerken ist, ist auch hier wieder vorhanden, denn es geht eigentlich um eine banale Eifersuchts und Ehebetrugsgeschichte, die am Schluß eine  vielleicht zu erwartende Wendung nimmt.

Es beginnt mit den SMS einer Ester an ihren Giuilo. Sie will ihn erreichen, kann es aber nicht. Es stellt sich heraus, daß er einen  Unfall und zwar an dem titelgebenden Kilometer 123 auf der Autobahn nach Rom hatte, im Spital liegt, der Frau wird sein Handy und sein Geld ausgeliefert. Ein Krankenpfleger ermittelt und jener Giuilo ist ein Bauunternehmer, der mehrere Frauengeschichten, aber auch sonst viel Dreck am Stecken hat, so zeigt ihm seine Frau bei der Finanzpolizei an. Er versucht zu fliehen, wird an der Grenze zur Schweiz verhaftet und Ester, die über die Geschenisse an ihre Freundin Maria schreibt, macht sich, um ihn große Sorgen und auch darüber, daß ihr Ehemann Stefano nichts mitbekommt.

Marias Ehemann kommt auch ums Leben und schließlich verunglückt Ester auch genau an jenem Kilometer 123 und wir erfahren sehr viel darüber aus den Gesprächen oder Briefe eines Polizisten an seinen Vorgesetzten.

Die Briefe sind übrigens und das finde ich sehr interessant auf einer alten Schreibmaschine mit schlechten Farbband geschrieben und gedruckt, so daß das Lesen dieser Stellen etwas schwierig ist, obwohl das Ganze 2008 spielt, vielleicht Camilleris Schreibmaschine, die Polizei wird damals ja wahrscheinlich schon Computer benützt haben.

Der Kommissar hat einen Verdacht, der Vorgesetzte befiehlt ihm seine Briefe zu vernichten und am Schluß spoilere ich noch an, können sich dann die Übergebliebenen in die Arme fallen und sich über den gelungenen Coup freuen und ich habe gelernt, daß Andrea Camilleri vielleicht doch ganz interessant ist und, daß man einen Krimi auch ganz anders schreiben kann.

Und weil ichs ja mit den Namen habe, mit meiner ersten Kritikern darüber diskutierte, ob ich eine meiner Protgonistinnen Sophie Hunger nennen kann, mit Elfriede Haslehner schon darüber, ob eine meiner Geschichten “Thea Leitners verrückter Traum”, heißen darf, weil es  ja eine Journalistin gleichen Namens gibt und mir auch einige Leute sagten, daß meine Transgeschichte wegen Ulrich Plenzdorf oder sonst noch jemanden, nicht “Paul und Paula” heißen darf. Den letzten Bloggerdebutpreis hat Nadine Schneider mit “Drei Kilometer” gewonnen. Gut, da fehlen hundertzwanzig und, daß es einige Bücher mit gleichen oder ähnlichen Titel trotz des berühmten Tiitelschutzes gibt, fällt mir  auch immer wieder auf.

Wo dein sanfter Flügel weilt

Jetzt kommt wieder ein Krimi, die Corona bedingten Krisenzeiten scheinen sich bei mir, was sicher ein Zufall ist, in vielen Krimis auszudrücken, die ich von den Verlagen zugeschickt bekomme und Spannung, beziehungsweise Ablenkung kann in Zeiten, wie diesen sicherlich nicht schaden, so geht also von Argentienien der neunzehnhundertdreißiger Jahre gleich wieder in das Wien von vor zehn Jahren, in das musikalische Wien und die Klischees von Mozart und Schubert.

Ein musikgeschichtlicher Kriminalroman steht am roten Cover von Sebastian Themessls “Wo dein sanfter Flügel weilt” und der ist ein Komponist, der uns mit seinem Krimi vielleicht auch ein bißchen in die Irre führt, oder die Musikgeschichte in einen Politthriller zu verpacken versucht, der von Amerika zuerst nach Wien, dann nach Moskau und schließlich sogar, weilch ein Zufall nach Argentinien geht und von Matetee ist beispielsweise in beiden Büchern die Rede.

Aber wieder schön der Reihe nach, das bei diesem umfangreichen vierhundert Seiten Buch des “Hollizter Verlag”s, den ich  von den Büchern von Luis Stabauer und Doris Fleischmann kenne, das von  hundersten ins tausendsten und quer durch die Geschichte und die Welt schön von Verschwörungstheorien und politischen Ansichten gespickt gar nicht so klar zu verstehen ist.

Da gibt es einen Philip Mason, das ist ein amerikanischer Musikwissenschaftler, der eine Dissertation über die Verbindung zwischen Mozart und der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung schreiben will und dazu nach Wien fliegt.

Er quartiert sich bei einer quirligen alten Dame namens Sophie Witting ein, die ihn durch Wien und in die Oper und in Konzerte schleppt. Dort hört er sich den “Don Giovanni” an. Eine ukrainische Studentin namen Natalja lernt er auch kennen. Mit ihr geht er, glaube ich, in den Musikverein und da macht er eine Entdeckung.

Nämlich auf eine eher unbekannte und auch umdatierte Schubert- Symphonie. die am Schluß mit Stellen aus dem “Don Giovanni” und der “Ode an der Freude” endet.

Das veranlaßt zu Spekulatonen. So macht er sich auf die Suche nach dem guten Stück und entdeckt ein schreckliches Geheimnis. Nämlich, daß alle Musikwissenschaftler bis in die vorigsten Jahrhunderten, die an dieser Sachen arbeiteten, ermordet wurden oder gewaltsam verstorben siond.

Verschwörungstheorien gibt es, wie schon erwähnt, in dem Buch auch zu Hauf oder, die leicht lockere Diskussion darüber, die sich die Studenten, die in Nataljas Wohngemeinschaft leben, meist am naschmarkt geben.

Denn da gibt es  ein paar amüsante Nebengeschichten, zum Beispiel die von der Künstlerin, die in der Galerie, wo sie ein Bild ausgestellt hat, auf dieses pisst und es zerstört und dieses Happening, das zwar den Galeristen entsetzt, ins Internet stellt und die alte Dame bei der Phil wohnt, bekommt Besuch von Verwandten aus Argentinien. Da kommt nämlich ein junger Mann namens Rubens Abrahamovc, der eine Jüdin heiraten will. Das aber erst kann, wenn er ihren  Eltern seine jüdischen Wurzeln, also den Nichtariernachweis bringt. Dazu muß er die jüdische Gemeide aufsuchen und was er fährt er?

Er ist kein Jude, seine Vorfahren wurden nur von einem Rabbi adoptiert. Aber das ist nur ein Detail am Rande. Wahrscheinlich, um das Buch dicker zu machen, dessen Handlungsstränge, wie man bemäkeln könnte, sonst vielleicht  ein wenig schmal oder zusehr an den Haaren herbeigezogen scheinen könnte.

Denn jetzt geht es nach Moskau, immer auf den Spuren der Symphonie oder der Schicksale derer, die daran forschten. Es geht in jenes Archiv, in dem die Naziakten schlummern, das wohl schon Eugen Ruge besucht hat oder ist es ein anderes? Das von Sebastian Themessl ist jedenfalls geheimnisvoller und gewaltsam geht es darin auch zu, denn Philip und Nadalja werden verfolgt. Von der Polizei oder den Geheimangenten gejagt, können die wertvollen Akten zwar abfotografiert werden. Das Hotelzimmer wird aber durchsucht und Nadalja während der Rückfahrt nach Wien im Zug ermordet.

Im dritten Teil des Buches ergreift Adam Mason, der Bruder des Helden von dem schon am Anfag  in einem Brief die Rede ist, das Wort, denn ich habe noch vergessen, daß in dem geheimen Archiv in Moskau ein Kürzel, das sich auf  “House of Denmark” übersetzen läßt, auftaucht und das ist eine geheime Freimaurer- oder sonstige Orgainsation, die die Fäden in der Hand hält, die Musikmwissenschaftler, die auf den Spuren Schuberts forschten, töten ließ, aber auch auf der Welt den Kapitalismus verbreiten will.

Phil hat also seinen Bruder nach Wien beordert, damit er ihm hilft, die Sache aufzuschreiben und so begibt er sich mit ihm nach Argentinien, um weiter in den Archiven zu forschen. Da geht es in dieKolonie, wo der Schwager Nietzsches, den neuen deutschen Menschen züchten wollte und, wo sich später dann auch die Nazis, wie beispielsweise der berühmt berüchtigte Dr. Mengele hinflüchtete, dort ist aber eigentlich nichts los. Die Spur führt ein paar Orte weiter, dort gibt es wieder so ein  Geheimarchiv und dort trfft Phil dann gleich einen alten Bekannten, nämlich einen abgesandelten Ministerialrat und Museumsdirektor, den er schon in einer Wiener Kneipe kennenlernte, der sich als der Kopf des Geheimbundes entpuppte.

Phil wird ermordet. Der Bruder schreibt die Geschichte auf und wir haben wohl den Versuch gelesen, die Musikgeschichte in einen spannenden Krimi zu verpacken.

Manches ist dabei, wie ich auch in einer Rezension lesen konnte, wohl an den Haaren herbeigezogen. Spannend und unterhaltsam ist es wahrscheinlich allemal. Obwohl es wahrscheinlich schon stimmt, daß man die Genres nicht, wie die Äpfel und die Birnen durcheinandermischen soll. Aber Obstsalat möchte ich vielleicht anmerken, schmeckt wahrscheinlich auch sehr gut.

Väterland

Jetzt kommt ein Politthriller des 1957 in Buenos Aires geborenen argentinischen Autors Martin Caparros, ein “Wagenbach-Quartbuch”, das einen tief hineinführt in die argentinischen Klassenkämpfe von 1933 und auch noch einige reale Anspielung hat, so wird die Wahl Hitlers zum deutschen Reichskanzler erwähnt, der Gründer des phantastischen Realismus Jorge Luis Borges taucht als junger noch unbekannter Dichter auf, der Film King Kong wird erwähnt, etcetera und es beginnt damit, daß ein Freund des Tangodichters und abgebrochenen Jusstudenten Andres Riviera, der eigentlich Andrea heißt, einem Fußballstar Drogen verkauft hat und jetzt, weil der verschwunden ist, sein Geld nicht zurückbekommt. Riviera wird gebeten, den Fußballstar zu suchen und das löst eine Kettenreaktion von Ereignissen aus, die eigentlich genau betrachten, ganz banal und der üblichen Handlungskurve entsprechen, aber mit dem zeitgeschichtlichen Hintergrund betrachtet, durchaus spannend zu lesen sind.

Der Fußballstar wird von dem “charmanten Tagedieb”, steht  in der Buchbeschreibung, der bei der strengen Dona Norma zur Untermiete wohnt und in einer aus einer aus Moldawien stammenden Jüdin namens Raquel, die in buchhandlungen die Bücher ihrers als Verleger tätigen Vaters ausliefert und Gedichte schreibt, weil sie keinen bürgerlichen Mann heiraten will, sowie Herrenanhzüge trägt, verliebt ist, bald gefunden, der ihm erzählt, daß er mit einer konservativen Politikertochter namens Mercedes Olavieta zusammen war und die wird nun ermordet aufgefunden. Es ist nicht ganz sicher, ob es nicht doch ein Selbstmord war und als Riviera und Raquel zum Begräbnis kommen, feiern dort die Patrioten, die Verstorbene als Heldin und Märtyrerin. Die hatte eine Schwester, die sich in ein Kloster zurückgezogen hat und von der Hausangestellten des Vaters erfahren, die Zwei, daß der seine Kinder mißbraucht hat und die eine deshalb ins Kloster flüchtete, während sich die andere, der argentinischen Tradition, der neunzehndreißiger Jahrre entsprechend verlobte.

Rivera vermutet nun Carlos Maria de Olavieta  hätte seine Tochter ermordet. Es wird aber der Fußballstar, der zu seinen Club zurückkommen soll, verdächtig.

Schließĺich wird ein Sozialist als Täter ausgemacht.  Riviera bekommt am Schluß seine Raquel, verbringt sicher ein paar aufregende Nächte mit ihr und wir haben ein interessantes spannendes Buch eines interessanten Autors gelesen und vielleicht auch noch ein bißchen über die korrupten zeitpolitischen Zustände Argentiniens der neunzehnhundertdreißiger jahre erfahren.

Und wieder kann ich hinzufügen, daß mir die Wahl des Titels nicht ganz nachvollziehbar war.

Leben mit dem Stern

Ich interessiere mich ja sehr für Holocaustromane und habe auch schon viele von ihnen gelesen, so kann ich mich erinnern, daß ich als Hauptschülerin einen der “Sternkinder” hieß in der Hand halte und jetzt hat mir “Wagenbach” sozusagen als Trost, daß die Leipziger Buchmesse nicht stattfand und ich auch nicht nach Berlin, um mir den Verlag anzusehen, fahren konntem Jiri Weils “Leben mit dem Stern” geschickt.

Im Vorjahr habe ich ja schon “Mendelssohn auf dem Dach” gelesen und dadurch den 1900 geborenen und 1959 in Prag verstorbenen Tschechen Jiri Weil kennengelernt, der 1933 vom Kommunismus begeistert nach Moskau ging, bald aber von der Partei ausgeschlossen und nach Mittelasien deportiert wurde. Nach seiner Rückkehr in die Tschechoslowakei entkam er den Nationalsozialisten in dem er seinen Selbstmord vortäuschte und das hat er vermutlich auch in dem Roman verarbeitet, in dem es wohl autobiografische Elemente geht, der  mit einer sehr starken ironischen Distanz, die zeitweise an Kafka erinnert, geschrieben wurde.

Da ist der ehemalige Bankbeamge Josef oder Josi  Roubicek der während der deutschen Besatzung in einem beschädigten Haus lebt, friert, kein Geld und keine Marken hat, um sich Fleisch zu kaufen, so verheizt er die Möbeln, ernährt sich von Blut- oder Knochensuppe und verbringt seine Zeit mit Lesen beziehungsweise sich mit seiner nicht anwesenden Geliebten Ruzena zu unterhalten, einer verheirateten Dame, deren Rat zu fliehen, er nicht gefolgt ist.

Jetzt wird er von Boten aufgesucht, die ihm ständig kafkaeske und damals wohl reale Verordnungen bringen was er alles nicht machen und haben darf. Der Kater Thomas, den er auch nicht besitzen darf, ist ihm zugelaufen. Er unterhält sich auch mit ihm und wird dann einer Arbeit am Friedhof zugeteilt, wo er mit anderen, die Worte “Juden” und “Nazis” werden nicht verwendet, sondern nur von “unsere” und “denen” geschrieben, Gemüse anbaut und zusehen muß, wie einer nach dem anderen in die Festungshaft, wie Weil Therienstadt nennt oder in den Osten deportiert wird. Das geschieht auch seiner Tante und seinem Onkel, bei denen er offenbar aufgewachsen ist, die aber sehr geizig und unfreundlich zu ihm sind.

Andere Bekannte geben ihm Geld und er lernt auch einen Arbeiter kennen, der offenbar eine Widerstandsgruppe aufgebaut hat, der er sich lange nicht anschließen will, sondern nur still neben den Treffen sitzt.

Die Namen der Deportierten werden nach dem Alphabet erstellt. Als man beim Buchstaben  “R” angekommen ist, wird sein Name nicht genannt. Ein anderer “Robitschek” steht aber auf der Liste, dem will er zum Abschied eine Zwiebel schenken, die dieser aber verweigert, weil er entschloßen ist, sich umzubringen. Der Versuch, das mit Gas zu tun, mißlingt. Er kommt in ein Spital und wird für die Deportation gerettet. Als es  soweit ist, springt er aus dem Fenster und stirbt und Josef Roubicek, der die Deportationen mit einer Zirkusvorstellung vergleicht, überlegt lange, ob er untertauchen und sich verstecken soll oder, ob er nicht das moralische Recht hat, das zu tun?

Schließlich wird ihm noch sein Kater erschoßen und er erfährt, daß das auch Ruzena und ihrem Mann so passiert ist. Das läßt ihn sozusagen politisch erwachen  und so endet das Buch,  wie es begonnen hat, mit einem gespräch mit Ruzena.

“Einer der heraussragenden Romane über das Schicksal der Juden unter den Nazis. Ich kenne keinen vergleichbaren” hat Philip Roth laut Buchrücken über den Roman gesagt, schade, daß er so unbekannt geblieben ist, füge ich hinzu.

Im Nachwort steht, daß er 1949 in Prag erschienen ist, aber von den tschechischen Kommunisten verfemt und vernichtet kritisiert wurde.

Ich finde den Tonfall mit dem es geschrieben wurde, sehr interessiant, es erinnerte mich ein bißchen an “Jakob der Lügner” von Jurek Becker und auch an den “Pianisten”, wo ich aber nur den Film geshen habe und das Buch erst lesen muß und besonders  makaber war es, das Buch in einer Zeit zu lesen, wo man die selbstverständlichsten Dinge, wie sich auf eine Parkbank setzen auch nicht darf und wenn man Pech hat mit fünfhundert Euro bestraft wird, wenn man mit seinen Kindern Fußball spielt.

Dear Oxbrigde

Jetzt kommt eigentlich eine Mogelpackung, nämlich ein Buch über die Studienbedingungen der elitären englischen Unis wie Oxford und Cambrigde, wo die die dort waren, dann die späteren Premiermister oder andere Einflußträger werden und, wie man dort als Otto Normalverbraucher oder Verbraucerin  hineinkommt und kein Buch über den Brexit, al la “Kakerlake” etcetera, wie ich eigentlich glaubte und sehr gespannt auf das Buch der 1988 in Berlin geborenen Nele Pollatschek, von der ich 2016 “Das Unglück anderer Leute” gelesen habe, das mir zuerst gut gefallen habe, ich später aber für sehr übertrieben fand.

Der Verlag hat mir das Buch, glaube ich, schon im Dezember, als man ständig über den Brextit hörte und ich mir dachte, daß der nie zustande käme, angeboten.

“Wir schicken es Anfang Jänner aus, damit Sie es pünktlich rezensieren können!”, haben sie geschrieben. Es ist dann nicht gekommen. Ich habe nachgefragt, ich glaube, im Februar, wir schicken ein Zweites hat es geheißen, ich bin beruhigt in die Winterfrische mit der Ruth nach Salzburg gefahren, als ich zurückgekommen bin, war das Buch noch immer nicht da,  dafür aber das Coronavirus was alles durcheinanderbrache und offenbar keine Bücher mehr über die deutsche Grenze läßt, als mir “Rowohlt” geschrieben hat, das sie Bücher zurückbekommen und mir den neuen Camillieri als PDF schickten, habe ich nochmals angefragt und,  um ein PDF gebeten, das habe ich dann auch beim Lutz Sailer so gemacht und jetzt den “Abschiedsbrief” der Nele Pollatschek gelesen, was eigentlich Brexit mäßig ohnehin schon anachronistisch wäre durch Boris Johnson Corona-Erkrankung aber höchst aktuell, aber wieder schmecks, es beginnt mit etwas ganz anderes, nämlich, wie man als Deutsche nach Oxford oder Cambrigde kommt und warum man glaubt zu müßen, weil man sonst im Leben  nicht weiterkommt. Das sagt sehr viel über den Streß und die Anspannung der heutigen Zwanzigjährigen aus. Darüber habe ich schon viel gelesen und  kann mich auch an ein eigenes Beispiel erinnern, nämlich erstens, daß ich 1973 oder 1974 als ich meine Workcamps im Westpark- Hospital machte, um endlich in die Psychiatrieluft hineinzuschnuppern, haben wir da einen Ausflug nach Campbrige oder Oxford gemacht. Das weiß ich auch nicht mehr so genau, wahrscheinlich dorthin, wo es näher war. Es war an einem Sonntag und da kann ich mich an die Aufkleber eines Schuhgeschäftes “Come in and look around” oder so erinnerin, die ich mir mitgenommen habe und die dann lange in meinem Mädchenzimmer am Almweg hingen, in dem Haus an der Höhenstraße, das es wahrscheinlich nicht mehr gibt.

Dann hat mir einmal eine Psychologenkollege, eine sehr feine Dame, die eine Villa in Währing hat, erzählt, daß ihre Tochter dort aufgenommen wurde, aber über die Anforderungen und den Streß dort sehr unglücklich war, so daß sie sie gebeten hat, wieder zurückkommen zu dürfen.

Bei Nele Pollatschek war das nicht so, denn sie schreibt über das gute Essen, das man dort umsonst bekommt und auch über die Party und die Einladungen, die man dort von seinen Tutoren, bekommt, etwas was Nina H. offensichtlich nicht ausgehalten hat.

Nele Pollatschek schreibt und das finde ich sehr gut über ihre Hochschulerfahrungen und beginnt damit, daß sie an dem Tag,  an dem der Austritt bekanntgegeben wurde,  reich geworden ist. Das  entspricht eher Nele Pollatscheks Stil, denn sie hatte Schulden an der Uni bezüglich der Studiengebühren und da weil das Pfund gefallen ist..

Dann erzählt sie von den Zimmern in denen die Studenten untergebracht sind. Die sind entweder alt und sehr klein oder neu und groß. Die Klos funktionieren aber in Beiden nicht und es ist in den Zimmern auch sehr kalt, weil die Dichtungen nicht funktionieren.

Wie ist Nele Pollatschek nach Oxbridge gekommen? Sie wollte englische Literatur studieren, dachte, das kann ich im Originalsprachland besser und hat sich für Oxford oder Camprige entschieden, obwohl sie in keiner englischen Privatschule war, die jahrelang nichts anderes macht, als ihre Schüler darauf vorzubereiten.

Jetzt mußte sie eine gute Durchschnittsnote haben, um überhaupt zur mündlichen Bewerbung eingeladen zu werden. Die hatte sie, dann brauchte sie ein Bewerbungsschreiben. Sie bat ihre Lehrerin, die das aber noch nie gemacht hat, hat sich ein Jahr lang mit dem “Hamlet” beschäftig, wurde dann eingeladen und wurde nach dem mündlichen Gespräch abgelehnt, weil es ihr nicht gelungen ist, als “Rohdiamant, der erst geschliffen werden muß”, aufzufallen, so daß sie beschlossen hat, es auf anderen Weg zu versuchen.

Das heißt, nicht gleich, zuerst wurde sie depressiv und hat zugenommen. Die Eltern haben sie dann angestachelt, es noch einmal zu versuchen. So hat sie es in Heidelberg probiert, weil man da ein Studienjahr in Oxford machen konnte. Das heißt, es gab einen Platz für die, die englische Literatur studierten. Also die Klinken bei der Bewerbungsstelle putzen. Lernen, lernen, lernen und die anderen überflügeln. Dann hatte sie das Auslandsjahr, war aber immer noch nicht richtige Oxford-Studentin, machte also ihren Bachelor und bewarb sich für den Master dort.

Was klappte, aber auch wieder nicht passte, denn die richtigen Studenten, aus denen später etwas wird, machen nur den Bachelor. Bei den Masterstudenten kann etwas nicht stimmten und so weiter und so fort. Dann wird der Unterricht in den Elitecolleges beschrieben. Im Gegensatz zu Deutschland, wo man alles genau zitieren muß, muß man hier statt in Vorlesungen gehen, mit den Dozenten oder Tutoren viel diskutieren, beziehungsweise Essays über bestimmte Themen schreiben, wofür man lesen bis zu Erschöpfung muß.

Dann kommt Nele Pollatschek zu den typischen Eigenschaften, der Engländer beispielsweise, daß sie sich nie direkt über etwas beschweren, beispielsweise daß Züge unüpnktlich sind und  man sich, um das Flugzeug doch noch zu erreichen, ein teueres Taxi leisten muß.

Sie führt auch die Geschichte eine Allergikers an, der dreimal nachfragt, ob in seinem Essen Nüße sind?

“Nein!”, wird ihm versichert. Sie waren es doch. Er muß ins Krankenhaus, den zurückgebliebenen wird dann aber die rechung samt dem Nußpesto serviert und die legen das Geld ohne aufzumucken hin.

Interessant ist das Kapitel, wie man in Oxbridge oder überhaupt in England mit Medikamenten umgeht, hat Nele Pollatschek doch, als sie sich beim Sport das Knie verletzt hat, Antidepressiva verschrieben bekommen und  festgestellt, daß fast alle ihrer Mitstudenten solche nehmen, während Gesprächstherapie, wie in Deutschland betrieben, eher unbekannt ist und das hat natürlich den Grund, daß die kleinen feinen Pillen billiger sind, wie das mit den verletzen Knien zu erklären ist, bleibt dagegen noch ein bißchen unklar.

Spannend auch das Kapitel übers Gendern und da ist mir schon vorher aufgefallen, daß Nele Pollatschek konsequent das Wort “Student” verwendete.

“Ich bin Student” und dann erklärt, daß ihr ihr Deutsch lerndender Professor, sie einmal fragte, ob das stimmt, daß die Deutschen Angela Merkel, als BundeskanzlerIN bezeichnen und der Meinung war, daß das sexistisch ist, weil es ja auch rassistisch wäre, einen Menschen als schwarz zu bezeichnen. Interessant die länderspezifischen Sprachunterschiede, was ja durch die Transpersonen, und die Möglichkeit sich als divers zu bezeichnen, noch ein bißchen komplizierter wird.

Dann gibts ein Kapitel über Margret Thatcher, die eiserne Lady, die auch Absolventin des Colleges war, in dem Nele Pollatschek studierte, die sich aus unterer Schicht nach oben kämpfte und dann gegen die Schwachen war und gegen das Böse kämpfte und ganz am Schluß kommt Nele Pollatschek über das Wort “kindness” doch zum Brexit, erwähnt, daß  nur 52% der Briten für den Brexit stimmten und schließt mit dem Satz; ” Viele der Lexit-Wähler bereuren ihre Wahl heute bitterlich. Manche glauben nach wie vor, daß nach dem Verlassen der EU alle Träume vom gerechten Sozialstaat wahr werden. Ich wünsche ihnen, daß sie recht haben” und ich habe, wie erwähnt, ein interessantes Buch gelesen, daß einen tief in das Studiensystem von Oxford und Campbridge und wahrscheinlich auch in Nele Pollatscheks Denken, dem ich nicht immer zustimme, eindringen läßt.

Allegro Pastell

Jetzt kommt das dritte Buch der Belletristik-Schiene des “Leipziger-Buchpreises”, “Allegro Pastell”, des 1983 in Frankfurt am Main geborenen Leif Randt, den ich durch seine “Bachmannpreis-Lesung” kennenlernte und dessen “Leuchtspielhaus” ich mir einmal aus einer Abverkaufsliste einer Traffik gezogen haben.

Ein Buch, das das Lebensgefühl der Dreißigjährigen spiegeln soll. Ein schrilles schräges Buch in dem seitenweise  Ausdrücke verwendet werden, die ich nicht verstehe, weil ich dafür wahrscheinlich dreißig Jahre zu alt bin, um das Lebensgefühl zu verstehen, wie die Bücher von Katrin Weissling etwa, vielleicht noch zugespitzer oder sachlicher erzählt bzw. beschrieben. Der Erzählton erinnert manchmal an die Streeruwitz und die ist, kleiner Trost für mich, ja, glaube ich, drei Jahre älter als ich.

Es geht um Tanja und Jerome. Sie ist eine Kultautorin und hat gerade ihren dreißigsten Geburtstag gefeiert, das Buch spielt in mehreren Phasen von Frühling 2018 bis Sommer 2019. Er ist, glaube ich, Webdesigner und lebt  in Frankfurt, sie in Berlin. Sie führen also eine Fernbeziehung, besuchen sich also zu gewissen Zeiten, an gewissen Orten, trinken  Kaffee und feiern Partys, beziehungsweise, den Silvester in einer dafür gemieteten Hochhauswohnung, die für die Feier dreihundert Euro kostet und nachher aufgeräumt werden muß.

Sie haben nebenbei noch andere Beziehungen, so schreiben sie einander  Mails, skypen, chatten und interessant ist, daß Jerome, als sich Tanja zögernd “entschließt ihm zu fragen, ob er Lust hätte mit ihr im <oktober eine Woche auf die kanarischen Insel zu fliegen”, antwortet, daß er das  nicht könne, da er zu dieser Zeit Vater würde, es also ungünstig ist.

Vorher oder nachher wird noch, die Entscheidungsfindung beschrieben, die man offenbar derzeit macht, wenn ein Baby geplant ist oder sich schon angekündigt hat. Ist das nun gut oder schlecht für die C02 Belastung? Was kann man ihm bieten? Wie wird es das Leben einschränken?  und so weiter und so fort.

Tanja hat auch eine depressive Schwester, die sich öfter in psychiatrischer Behandlung befindet, Tanja muß sich dann um den Hund kümmern, den sie eigentlich betreut.

Es ist also ganz schön kompliziert das Leben der überforderten Dreißigjährigen, die einerseits im Luxus leben, koksen, feiern, trinken, asiatisch essen, wie es ihnen gefällt, aber auch ihre Instragram und andere Homestorys auf ihre Seiten stellen.

Ronja von Rönne und Helene Hegemann haben auch darüber geschrieben und die leben, glaube ich, auch in Berlin, in dieser Kultstadt, die, wie ich in den rechten Videos höre, sich derzeit in Verfall befindet und gar nicht mehr so lebenswert ist.

Um der Schwester Sarah, die weinachtliche Heimreise nach Kiel zu den Eltern zu ersparen, veranstaltet Tanja, die Weihnachtsfeier in ihrer Zweizimmerwohnung, dafür bestellt sei bei “Amazon” gebrauchten Weihnachtsschmuck und ich, glaube, asiatisches Essen. Der Vater, ein Arzt, hat zu süßliches Parfum, sie begrüßt aber ihre Mutter mit “Merry Christmas, Miss Douglas!”

Der Vater verläßt später auch die Mutter Ulla, eine Psychotherapeutin, um zu seiner Freundin nach Bremen zu ziehen und teilt das seiner Tochter mit und vorher kommt  noch eine interessante Stelle, nämlich eine Lesung im Literaturhaus Wien.

Das muß ich, die ich ja auch öfter darüber schreibe, natürlich besonders erwähnen und das Kapitel beginnt, daß sich Tanja während des Anfluges nach Wien “Entschieden hat sich nicht für dieses Stadt zu begeistern.”

Das sagt schon viel aus über das lebensgefühl und des Stil des buches. Weil der Flieger Verspätung hat, zahlt ihr das Literaturhaus das Taxi. Das wird  real schon so sein. Spannend ist dann, daß die Lesung im “gelben Scheinwerferlicht vor einem Bücherregal”, stattfand, wo ich mich dann fragte, ob Leif Randt schon jemals im Wiener Literaturhaus war, bevor ich seinen Namen nachgooglete und so erfuhr, daß er, 2016 dort in der Bibliothek den “Fried-Preis” bekommen hat.

Daß die Hälfte des Publkums aus Studierenden “aus mutmaßlichgeisteswissenschaftlicher Fakultäten”, die andere Hälfte aus “Seniorinnen und Senioren aus mutmaßlich gehobenen Einkommenschichten”, bestehen, wird manchmal zutreffen, manchmal auch nicht und ich fragte mich, wie genau man ein Literturhaus kennen muß, um darüber zu schreiben?

Da kann ich mich  selber an der Nase nehmen, denn ich schreibe ja auch öfter über Orte, an denen ich nie persönlich war und es geht dann auch weiter nach der Lesung, wo die  Veranstalter mit den Autoren nachher essen gehen. Das tun sie im Literaturhaus machmal, das weiß ich. Der Leiter heißt aber Robert Huez und die Programmverantwortliche Barbara Zwiefelhofer und nicht  Beatrix.

Spätestens da habe ich aufgegeben ihn bei nächster Gelegenheit, wenn ich das Literaturhaus wieder besuchen kann, was wohl nicht vor dem Sommer passieren wird, darauf aufmerksam zu machen.

Vielleicht hat Leif Randt das auch  absichtlich so entfremdet, weil man das so macht oder vielleicht auch das Lebensgeühl beschreibt und man kann nicht nur in Zeiten, wie diesen, wo das hier Beschriebene momentan ja gar nicht möglich ist und sich der CO2-Haushalt durch die Krise vielleicht gerade erholt über das Buch nachdenken und ich weiß auch gar nicht, was ich darüber denken soll, außer, daß ich es interessant gefunden habe, aber, um es wirklich zu verstehen, wohl dreißig Jahre zu alt bin, was Leif Randt wahrscheinlich anmerken würde, aber man soll sich ja für alles interessieren und Tanja, füge ich hinzu, schreibt ja auch an einen Text über eine adelige Pflegerin eines Seniorenheims, weil ihre Großmutter dort verstorben ist.

“Leif Randt erzählt vom Gück. Von Tanja und Jermome, von einer Fernbeziehung zwischen Berlin und Maintal, von Badminton, idealen Zuständen und den Hochzeiten der anderen. Eine Lovestory aus den späten Zehnerjahren”, steht am Buchrücken, der, das sa auch interessant aus einem beigen Leinenband mit einem Rhombus artigen Sechseck besteht, also eigentlich nicht dem Zeitgeist entspricht.

Im Glasberg

Weiter geht es mit der Lyrik, in Zeiten, wie diesen sicher ein guter Tip, sich vermehrt damit zu beschäftigen und “Schöffling & Co”, der ja offenbar ein gutes Händchen dafür hat, hat neben seinem “Jahrbuch” auch noch einen Extraband mit Gedichten, der 1981 geborenen und in Berlin lebenden Nadja Küchenmeister herausgebracht, von der es im gleichen Verlag auch schon zwei andere Bände, nämlich “Alle Lichter”,2014 erschienen und “Unter dem Wacholder”, die mir trotz aller Lyrikfestivals der “Alten Schmiede” und dem Lyrikmonat in der “Gesellschaft” bisher verborgen geblieben ist.

“Die Gedichte sind zart und schonungslos zugleich. Nadja Küchenmeister versteht es, Stimmungsbilder zu erzeugen, die uns nicht mehr loslassen”,steht im Klappentext. Das schmale hundert Seiten Bändchen hat einen dunklenblauen Umschalg auf dem eine Mondscheibe glänzt und einige Abteilung.

Das Titelgedicht “im glasberg”, gibt es auf den ersten Seiten zu lesen, dann gehts zur “hellen mitte”:

“ich rauke durch die stadt, entlang des strangs, diebahn bleibt in der bahn, ich rauke mich heran ans wuhletat zwanzig winter weit verdammt, und ichb in wieder da”.

Interessant finde ich das Wort “rauke” oder “rauken”, das mir bisher unbekannt gewesen ist. Das Gedicht hat fünf Teilgedichte, dann gehts zu den “wurzeln” und hier zu “am grund”:

“an der wäscheleine keine wäscheklammern wo eine Pfütze war, war keine pfütze mehr wo keine bäume standen, standen bäume”.

Und zu den “wurzeln” ist vielleicht noch hinzuzufügen:

“nach hause gehen: ich zähle deine hemden, socken, unterhosen, entwirre die kabel unter dem tisch, schwarze wurzeln, die keinen anfang und kein ende haben.”

Dann gehts in den “mittelfellraum”. Die nächste Abteilung heißt “wenn ich dir nur einen brief”, da fehlt was, würde der strenge Sprachkomissar jetzt wohl vermelden, aber Dichtung kommt ja vom verdichten und wir treffen hier auch gleich das uns schon vom “Jahrbuch” bekannte Raupengedicht an.

“lange nicht gesehen, rauperich, ich habe aufgeräumt geträumt: ich war so weniglich, du wast so rauperich noch mal deine briefe gelesen, jedes wort vergiss mein nicht”

“die helle seite des mondes” gibt es natürlich auch, bevor es an “das trödeln am rand kleiner straßen”, geht.

Bei “resopal” geht es um die “schwarze wäsche”:

“und dann die wäschestücke, die immer schwarz und immer wäsche waren, und hecke und ein blick voll hecke”, bevor es in der “dunklen mitte” zum Gedicht, wie ich meine, der Stunde geht, das ich gerne in Zeiten, wie diesen unseren Entscheidungsträgern ins Stammbuch schreiben oder an die Stirn heften würde:

“man spricht von tagen, spricht von wochen sprich von monaten, wer spricht von jahren? verbandswechsel, darauf kommt jetzt alles an

lass das licht an, lass den ton an, lass mal bitte einen fachmann ran an dein organ. leben ist keine saubere sache. schlaf gut, ordensmann.”

Schade, daß ich keine Lyrikerin bin, so hätte ich das Gebot der Stunde auch gern zusammengefaßt und dann gehts schon an das Ende, wo Nadja Küchenmeister, “es beginnt, wo es endet”, schreibt.

“es beginnt immer hier, im frühjahr, in der warmen luft es beginnt mit einem atemzug und so endet es

bleibst du, bis du wieder gehst, und es endet ohne tür”, und ich habe eine sehr interessante Stimme, die in der bei den modernen Lyrikerin wohl üblichen Kleinschreibung und in feinen zarten Zeilen die Welt erklärt und die mich, was ich gar nicht so erwartet habe, sehr beeindruckt hat, die ich mir sicher merken werden und auch hoffe, sie möglichst bald vielleicht in der “Alten Schmiede”, der “Gesellschaft” oder im Literaturhaus persönlich kennenzulernen, wenn es dort wieder Veranstaltungen gibt.

Belmonte

In Zeiten, wo wir gebannt nach Italien schauen und Kanzler Kurz immer sagen hören, daß er nicht solche Zustände haben will, wo die Ärzte wählen müssen, wen sie behandeln wollen und sich die Verwandten nicht von ihren Toten verabschieden können, ein deutsch-italinischer Familienroman “Belmone”, der von einer deutschen Bestsellerautorin geschrieben worden, die denNamen Antonia Riepp, als Pseudonym wählte und von “Piper” wohl als Frühlingsereignis präsentiert worden wäre, wäre nicht Corona dazwischengekommen.

Als ich von unseren Winterurlaub mit der Ruth zurückgekommen bin, habe ich das Buch im Postfach liegen gehabt, ein unverlangt zugeschicktes Exemplar, und auch nicht unbedingt mein Lesegeschmack, obwohl ich mich ja, wie ich immer schreibe, nicht nur quer durch den literarischen Gemüsegarten lese, sondern ganz gern auch Krimis und CickLits lese und, wie ich, als meinen “unwürdigen Literaurgeschmack”, zugeben muß, sehr gern und viel Courths-Mahler gelesen habe.

Jetzt ist es aber moderner, spielt es doch in der Gegenwart oder doch nicht so ganz, es beginnt im Jahr 1944, als die beiden Freundinnen Marta und Teresa, die in dem fiktiven Örtchen Belmonte in der Provinz Marken wohnen, ihren Partisanenfreunden Essen bringen, Teresa ist in einen Cesare verliebt, Teresa in einen Salvadore und am Rückweg von deutschen Soldaten vergewaltigt werden.

Für Marta geht das “gut” aus, sie kann ihren Salvatore heiraten, hegt aber für den Rest ihres Lebens einen Haß gegen die Deutschen und ihr Geheimnis gibt sie auch nicht kund. Teresa wird dagegen schwanger, will das Kind abtreiben, es gelingt ihr nicht und ihr Vater schlägt sie zuerst halb tot,  später verheiratet er sie gegen einen Weinberg, an den kriegsversehrten einarmigen Ettore und als die kleine Franca geboren wird, wird ihr  im Dorf “Bastard” nachgerufen.

Die stirbt nun im Allgäu, in dem Städtchen Kempten und hinterläßt ihrer Enkeltochter Simona ein Haus in Belmonte. Die ist Landschaftsgärtnerin und hat gar nicht gewußt, daß die Nonna, bei der sie eigentlich aufgewachsen ist, dort ein Häuschen hatte. Daß sie die Enkelin einer italienischen Gastarbeiterin ist, wußte sie schon und Italienisch hat ihr die Nonna auch beigebracht.

Simona, die sich gerade in einer Krise befindet, beziehungsweise ihren Job verloren hat und mit ihrem Freund Sebastian auch nicht so glücklich ist, fährt hin und nach und nach bekommt die Viergenerationen Familiengeschichte heraus und die ist recht kompliziert, denn es war immer eine in den falschen verliebt und  konnte nicht so glücklich werden.

Teresa ist jedenfalls, als Franca sechs war, verschwunden und man wußte nicht so recht, wurde sie von ihrem Ehemann erschlagen oder ist sie mit ihrem Liebhaber durchgebrannt. Franca wurde von Marta und Salvatore aufgezogen und hatte auch ein recht eigenartiges Verhältnis zu deren Sohn Federico. Als sie neunzehn war, ging sie mit Salvatore nach Deutschland, wurde Näherin, später Änderungsschneiderin und heiratete einen Tobias Mälzer und zu ihrer Tochter Marina, die recht schwierig war, hatte sie immer ein sehr distanziertes Verhältnis. Die brach mit Achtzehn mit ihren Hippiefreunden auf Europareise auf und versetzte mit ihren Kumpanen ganz Belmonte in Aufregung. Sie kam auch schwanger zurück und die Großmutter zog dann die kleine Simona auf, die lange nicht wußte, wer ihr Vater war?

Jetzt in Belmonte soll sie es nach und nach erfahren und wird vielleicht auch in eine Liebschaft verwickelt, beziehungsweise muß sie sich entscheiden, ob sie in Belmonte bleiben, dort einen Gemüseladen aufziehen oder zurück nach Deutschland zu ihren Sebastian will?

Sie entscheidet sich für Letztes, werde ich gleich spoilern, sonst aber nicht mehr sehr viel erzählen über diesen Unterhaltungsroman, der die Unterdrückung der italienischen Frauen zeigt und der durch die Corona- Krise wohl nicht so unbefangen gelesen werden wird, wie er wohl gedacht war.

Ja richtig, eines habe ich noch vergessen, ein Erdbeben hat es 1997 in Markenauch gegeben, das wahrscheinlich das Dörfchen Castiglioni di Arcevica, das wie Antonia Riepp uind in ihren Nachwort und Danksagung verrät, das Vorbild für Belmonte war, in Mitleidenschaft zog.

Murmeljagd

Meine Ulrich Becher-Geschichte könnte meinen Lesern ja bekannt sein. Da bin ich einmal in den Neunzigerjahren, als wir noch in der Gumpendorferstraße wohnte, an der städtischen Büchereifiliale, die es glaube ich, nicht mehr gibt, vorbei gegangen, beziehungsweise vor der Schachtel der von dort ausrangierten Büchern stehengeblieben, denn damals war ich ja mitten in meiner Gratisphase und habe zwei Bücher von einem Ulrich Becher  “Kurz nach 4” und “Und Nachtigall will zum Vater fliegen” entdeckt und mitgenommen.

Auch angelesen aber bald damit aufgehört, denn wer bitte ist Ulrich Becher, den Johannes R. Becher kannte ich, ja und habe, glaube ich, die Kerstin Hensel auch einmal in dem Haus in der Berliner Linienstraße besucht, wo er angeblich ein Bordell besucht haben soll, aber der Ulrich?

Internet, wo man nachgooglen hätte können, gab es oder hatte ich noch keines und auch kein Literaturlexikon und der expressionistische Stil in dem die Bücher geschrieben waren, war auch nicht so meines.

2005 sind wir zu Utes Geburtstag einmal außer Buchmessezeiten nach Leipzig gefahren, in der Stadt spazierengegangen und dort beim “Hugendubel” in einen “Aufbau-Taschenbuchabverkauf” hineingekommen, da war. Darunter war ein Büchlein mit Briefen die der Verlag an Ulrich Becher, die sich auf sein “Kurz nach vier” bezogen haben, waren dabei, das hat mich dann wahrscheinlich dazu animiert, das Buch 2010 doch zu lesen. Etwas später hat dann der “Arco-Verleger”, der das Buch neu herausgegeben wollte, meinen Blogartikel gelesen, die Briefe haben wollen und mir dann auf einer “Buch-Wien”, die Neuausgabe geschenkt, worüber ich sehr dankbar war.

Nicht, daß ich das Buch nochmals gelesen habe, das geht nicht bei meinen Bücherbergen, aber da waren endlich mal biographische Angaben drin, was ich bei den gefundenen Büchern leider vermißte.

Ich wußte damals aber schon, daß der 1910 in Berlin geborene und 1990 in der Schweiz verstorbene, der dazwischen auch in Wien gelebt hat, auch den “Bockerer” geschrieben hat, den ich ja einmal im Volkstheater und später natürlich im Kino gesehen habe.

Den “Nachtigallenzyklus” habe ich inzwischen auch gelesen und das Buch das Konstantin Kaiser über Becher hinausgegeben hat und 1910 als der Ulrich hundert wurde hat der “Schöffling-Verlag” die “Murmeljagd”, die 1969 erstmals erschienen ist, nochmals herausgegeben, da hatte ich es wohl noch nicht so mit den Rezensionsexemplaren, jetzt ist die fünfte Auflage erscheinen und damit gleichzeitig, die “New Yorker Novellen”, die habe ich dann gleich mitbestellt, bin aber schon beim Auspacken daraufgekommen, das ist der “Nachtigallenzyklus” minus einer Geschichte.

Es kamen also beide, der damals gefundenen Bücher inzwischen neu zu mir und ich muß sagen, ich war ein wenig ratlos bei dem über siebenhundert Seiten Buch, auf dessen Titel das Riesenrad prangt und wahrscheinlich nicht so begeistert, wie Eva Menasse, die das Nachwort schrieb.

Nun ja, ich bin ja eher eine realistische Autorin, wie ich immer schreibe, obwohl mich die Vor-Zwischen und Nachkriegszeit ja sehr interessiert, aber Ulrich Becher macht es seinen Lesern nicht sehr leicht, springt er doch von hinten nach vorn und wieder zurück. Kommt vom Hundertsten ins Tausendste, verwendet Dialekte, fremde Sprachen, literarische Anspielungen und wahrscheinlich noch viel viel mehr.

Aber in dem Versuch, das Ganze zusammenzufassen, spoilern ist hier wohl ohnehin kaum möglich. Da gibt es Albert Trebla, man beachte, daß der Nachname ein Anagram des Vornamens, auch etwas typisch Becherisches wahrscheinlich.

Der war im ersten Weltkrieg Soldat oder Offizier, wurde verwundet, war dann in Graz Sozialdemokrat und beim Februaraufstand aktiv, Journalist war er ebenfalls und, ich glaube, auch Jurist, wie sein Autor.

Als nach Österreich, die Nazis kamen, mußte er mit seiner Frau in die Schweiz fliehen, das heißt, er tat es mit den Schiern über die Grenze, die Frau Xane mit Freunden im Zug erster Klasse, sein Paß ist abgelaufen und jetzt sitzt er mit seiner Frau in zwei Zimmern in Engadin, wird vom Heuschnupfen geplagt, nimmt dagegen Tabletten und wird von Wahnvorstellungen oder auch von den Geschehnissen, um ihn herum, man schreibt das Jahr 1938, geplagt.

Man weiß das nicht so genau und bekommt das auch beim Lesen nicht so ganz mit, denn Becher hüpft ja, wie schon erwähnt, wirr herum im Zeitgescheheh und macht es seinen Lesern nicht leicht.

Sein bester Freund, ein Grazer Armenarzt, ist in Dachau oder auf dem Weg dorthin, umgekommen, da ihn zwei Nazibuben ein Messer in die Stirn stecken und der sich das Herausziehen verbat, weil er wußte, daß er das nicht überleben würde und sein Schweigenvater, ein Zirkusclown genannt Rosenvater, eine Anspielung auf Bechers Schwiegervater Roda Roda lehrt uns Eva Menasse, kommt auch im KZ auf höchst skurile Art um, die ich hier nicht spoiliern will, um ein etwaiges Lesevergnügen nicht zu zerstören und Trebla bemüht sich im ganzen Buch, das seiner Frau zu verschweigen, beziehungsweise weiß er nicht, wie er ihr das beibringen soll?

Er fühlt sich auch von zwei blassen blonden Burschen verfolgt, weiß nicht, sind das harmlose Murmeltierjäger, deshalb der Name des Buches oder wurden sie von seinem ehemaligen Kriegskameraden und jetztigen Gestapomann Laimgruber auf seine Spur gesetzt und so hetzen wir durch die siebenhundert Seiten, wo all das und noch viel mehr passiert.

Lesen würde ich empfehlen, in Zeiten, wie diesen die ja auch höchst verwirrend  sind, ist es vielleicht hilfreich sich auf Ulrich Bechers “Murmeljagd” einzulassen und vielleicht einen, wie Eva Menasse in ihren Nachwort schreibt, leider zu Unrecht vergessenen Autor zu entdecken.

Nun mir war er bekannt und meine Blogleser können sich auch gern in meine Becher-Geschichte einlesen und sie weitergeben.