Das verflixte letzte Jahr

Das letzte Jahr kann man wohl sagen, war wirklich besonders verrückt, beziehungsweise hat es Veränderungen gegeben, die man vorher wohl für unmöglich gehalten hat.

Vielleicht hat es schon 2015 mit der sogenannten Flüchtlingskrise begonnen, wo ich ja das erste Mal buchpreislesend, zu ein paar Demos und Veranstaltungen gegangen bin, sonst aber nicht besonders darin involviert war, beziehungsweise ein paar Schuldgefühle hatte, daß ich zwar viel darber geschrieben habe, aber selbst keine Zahnbürsten in Traiskirchen verteilt habe und auch mit keinen Flüchtlingskindern Deutsch lernte.

Dann kam 2016 die Bundespräsidentenwahl, wo  ja meistens der rote Kanditat gewonnen hat, mit Kurt Waldheim kam ein schwarzer und die sogenannte Waldheimaffaire 1986, da bin ich gerade in die GAV gekommen und habe aus meinem Hütteldorf und Heiligenstadt” im NIG im Hörsaal 1 gelesen und kann mich erinnern, daß die damals noch eher junge Jutta Schutting den alten Hans Weigel hereinführte.

Es gab 2016 auch einen roten und einen schwarzen Kanditaten, Andreas Kohl war, glaube ich, der schwarze, der rote kam von der Gewerkschaft. Aber van der Bellen wäre der Favorit hat es geheißen, da habe ich mich noch gewundert und einen Norbert Hofer, der zuerst gar nicht kanditieren wollte, habe ich nicht gekannt.

Dann hatte der über dreißig Prozent, gefolgt von Alexander van der Bellen, SPÖ und ÖVP hatten je zehn und nach der Stichwahl, wo van der Bellen “arschknapp” gewonnen hat, sind wir auf Urlaub nach Kroatien gefahren und als wir zurückkamen, haben wir schon von der Wahlanfechtung und der Wahlwiederholung gehört und ich hatte dann bis Weihnachten Angst, daß vielleicht doch Norbert Hofer gewinnen könnte, was ich als ungerecht empfunden hätte.

War dann nicht so und ich hatte in dieser Zeit schon einen rechten Kommentierer, den lieber oder vielleicht doch nicht so lieben Uli, jedenfalls hat er mich zur “Unsichtbaren Frau” animiert und mich sonst eher  als unbelehrbar naiv bezeichnet und 2017 sind wir zehn jahre nach Ruths Radkarawane mit ihr zu ihren siebzigsten Geburtstag um den Bodensee geradelt und habe dabei, als wir so wieder nach Bregenz zurückkamen und die Erika Kronabitter dort trafen gehört, daß Sebastian Kurz die Partei übernommen  und Neuwahlen ausgerufen hat.

Da habe ich dann im Herbst  “Die unsichtbare Frau” geschrieben, es kam zu schwarz blau zwei oder türkis blau und einem Innenmister Kickl, der alles umräumte und keinen Stein am anderen lassen wollte. H. C. Strache war Vizekanzler. Ich habe mich mit meinem Freund Uli über die Asylwerber gestritten, die jeden morden und vergewaltigen und über die “linksversifften Grünen” die seiner Ansicht nach das Übel der Welt wären und bin am siebzehnten Mai 2019, als ich Probleme wegen einer nicht bewilligten Stunde hatte, , mit meinem Knöchelbruch noch nicht so gut zu Fuß zur KritLit aufgebrochen, habe ich dort geärgert, daß ich nicht lesen durfte, die “Unsichtbare Frau” aber nicht mithatte, als ich das am Samstag vielleicht doch hätte können, weil Lesende ausgefallen sind, weil sich allle am Ballhausplatz befanden, denn es ist ja das “Ibiza Video” aufgetaucht.

H. C Strache ist zurückgetreten, Neuwahlen wurden ausgerufen, eine Übergangsregierung mit Mißtrauensvotum und einer neuerlichen Umbildung, einer sogeanneten Expertenregierung, die dann den Rest des Jahres, während die Neuwahlen vorbereitet wurden, die Geschicke des Landes lenkten.

Verrückt verrückt und sehr ungewöhnlich. Der Alfred ist Tag und Nacht auf der Straße gestanden und hat für die “Grünen” Zettel verteilt. Ich habe mich dann auch entschloßen, sie zu wählen, war mit dem Alfred auf der Wahlparty, wo man  Werner Kogler sehr zugejubelt hat und es was Gutes zu essen und zu trinken gab und Anfang Jänner die grün schwarze Regierung, von der man hörte, daß die grüne Handschrift trotz der grünen Justizministerin Alma Zadiz, den grünen Gesundheitsminister und dem Vizekanzler Kogler sehr fehlte und dann kam gleich Corona.

Das heißt in China und in Italien war es vielleicht schon seit November vorhanden, vielleicht auch schon unbemerkt bei uns und das hat eine große Angst- und Panikwelle ausgelöst und zu dystopischen Zuständen geführt, die vor einem Jahr noch undenkbar waren.

Ausgangsbeschränkungen, ein Meter Babyelefanten-Abstand und wenn man den nicht einhält, fünfhundert Euro Strafe, wenn man vielleicht lesend auf einer Parkband saß oder mit seinem Kind Fußball spielte. Nur mit Mund und Nasenschutz maskiert in die Geschäfte, öffentliche Verkehrsmittel und öffentliche Räume was ja insofern interessant ist, weil die letzte Regierung ja vor der Wahl noch schnell ein Vermummungsverbot beschlossen hat.

Also war ich am ersten Mai zwar unvermummt aber von solchen Teilnehmern, sowie maskierten Polizisten umgeben, auf dem, was ich für die Demo der Kommunisten gehalten habe und jetzt werden die Maßnahmen zwar langsam gelockert, das heißt, ab Freitag darf man dann mit Maske in ein Wirtshaus gehen und sich diese beim Essen auch hinunternehmen. Geht man aufs Klo setzt man sie sich wieder auf, obwohl die Viruszahlen inzwischen schon sehr niedrig sind und die Krankhäuser immer noch sehr leer, weil ja die anderen Operationen verschoben wurden, es schon eine Million Arbeitslose und Kurzarbeiter gibt und  Ex-Minister Kickl und die FPÖ deshalb zu einer Unterschriftaktion “Stopp den Corona Wahnsinn” aufgerufen haben, die ich ja gerne unterschreiben würde, aber keine FPÖ-Sympathisantin bin und eigentlich auch nicht so gerne auf eine Demonstration gehe, wo sich außer mir der Chef der Identitären befindet, weil das die Einzigen sind, die zum Widerstand aufrufen, während es, um die “Grünen” sehr still geworden ist.

Verrückt, verrückt, könnte man so sagen und zum Schreiben natürlich sehr inspirierend, aber wem soll ich das dann vorlesen, wenn es  keine Lesungen gibt und ich mich selber ja auch nicht so gerne mit Mundschutz in die “Alte Schmiede” oder ins Literaturhaus setzen möchte.

Das Geburtstagsfest

Jetzt kommt das Buch, das mir Doris Kloimstein mitgebracht hat, als sie vorigen Juli, glaube ich, zu uns nach Harland zum Grillen gekommen ist. Doris Kloimstein, die ich ja vor Jahren, als wir in Harland wohnten und ich von dort nach Wien in meine Praxis gependelt bin, die ich in einer Regionalversammlung, der IG- Autoren kennenlernte und die auch Mitglied unserer nicht mehr existierenden Schreibgruppe war, regelmäßig am Markt von St. Pölten zum Würstelessen trafen, als man das noch durfte und mit der ich seit einiger Zeit Bücher tausche.

Ich die Doppelexemplare, die von den Verlagen kommen und da kommen ja sehr viel, sie scheint sich die Bücher zu kaufen , so habe ich Takis Würgers “Stella” von ihr bekommen, “Jesolo”, Josef Haslingers “Mein Fall” das ich lesen werde, falls es dieses Klosterworkshop im Oktober gibt und noch andere Bücher und der Name Judith W. Taschler, die 1970 in Linz geboren wurde, als Bestsellerautorin gilt und deren Bücher zum Teil bei “Picus” erschienen sind ist, mir sehr bekannt.

Gelesen habe ich bisher noch nichts von ihr, ihr “Roman ohne U”, vielleicht einmal aus einer Abverkaufskiste gezogen,”Sommer wie Winter” vor kurzem gefunden und beim “Geburtstagsfest” scheint es sich um ein Jugendbuch zu handeln. Zumindest habe ich die Geschichte Kambodschas und der roten Khmer so empfunden, eingebettet in eine Familiengeschichet.

Das Titelbild, wo die Rückenansicht einer Frau im roten Abendkleid vor zwei Fenstern zu sehen ist, trügt, wahrscheinlich, obwohl Tevi eine der Heldinnen, bei dem besagten Geburtstagsfest ein solches trägt.

Es beginnt, Wolfgang Tischer vom “Literaturcafe”, der das ja nicht mag, wird stöhnen mit einem Prolog, denn da schreibt der zwölfjährige Jonas E-mails an eine Frau Gardiner und lädt sie zum fünfzigsten Geburtstagsfest seines Vaters Kim ein.

Dann wird in Rückblenden, Tagebuchaufzeichnungen etcetera, sehr langsam und bedächtig die Geschichte von Kim Mey erzählt, der als Sohn eines Fischers in Kambodscha geboren wurde. Seine Mutter ist bei der Geburt des kleinsten Bruders gestorben. Der Vater fuhh mit dem Moped von der Hebamme geschickt zum Arz in die Stadt, aber der weigerte sich ohne Barzahlung zu kommen. So vertraute die Mutter Kim die Obsorge der zwei kleinen Brüder an, die er dann fortan in die Schule mitgenommen hat.

Ein Franzose, das heißt ein Mischling mit asiatischen Aussehen, der ein Hotel leitete, nahm sich seiner an, ließ ihn ins Lycee gehen und in seinem Hotel Mittag essen. So lernte er seine Familie, drei Töchter und ein kleiner Sohn kennen, verliebte sich in die ältere. Die Jüngste, besagte Tevi war frech und sagte “Er stinkt nach Fisch!”, dann kamen die roten Khmer, vertrieben die Familie, Kim schloß sich ihnen an und am Ende, als die Familie des Franzosen ermordet wurde und nur die kleine Tevi überlebend neben den Leichen lag, nahm er sich ihrer an und schleppte sie über die Grenze nach Thailand. Dort schloßen sie sich einer Familie an, kamen nach Österreich, wurden als Pflegekinder von einer Monika aufgenommen, die von ihrem Mann und liebhaber verlassen wurde, mit ihrer kleinen Tochter Ines, bei ihrer Mutter Martha lebte und zum Geburtstagsfest kam jene Tevi, die in Amerika lebt und verheiratet ist, zu der Famile zurück.

Kim ist Architekt, hat drei Kinder, ist mit Ines verheiratet und spricht wenig über seine Vergangenheit, obwohl ihn die Tochter in die Schule holte, damit er im Geschichtsunterreicht von seinen Erlebnissen erzählt.

Traumatisierungen überall, so kommt es auf dem Fest zu einem Fiasko, das damit endet, daß Kim danach nach Kambodscha fliegt, um nach seinem Bruder, dem einzigen Überlebenden seiner Herkunftsamilie zu suchen und sich die ganze Familie dort wieder trifft.

Ein interessantes Buch, denn ehrlich, ich weiß wenig über die Zbeit der roten Khmer, in der ich Psychologie studierend in der Otto Bauer Gasse wohnte, beziehungsweise gerade aus der Wattgasse ausgezogen bin. Da hat mich damals offenbar nicht interessiert oder ich habe es Fernseherlos nicht ganz mitbekommen. Ich habe mich bei dem Buch, das vielleicht wieder etwas langatmig erzählt ist, die ganze Zeit gefragt, woher Judith W. Taschler ihre Detailkenntnis über Kambodsha hat?

In der Danksagung beschreibt sie es. Ihre Familie hat eine kambodschanische Flüchtlingsfamilie aufgenommen und ich finde es, wie schon geschrieben sehr interessant über die Schicksale der <kindersoldaten, der roten Khmer, etcetera, zu erfahren und kann das im Vorjahr erschienene Buch daher nur sehr empfehlen.

Kulturproteste und Corona-Demos

Ich bin ja in den letzten Wochen viel zu Hause geblieben, sind ja ab Mitte März die Veranstaltungen weggefallen, dann wollte der Alfred bis Ostern nicht die Wochenenden in Harland verbringen und dann kam schon die Maskenpflicht und weil ich die nicht mag und der Alfred sowieso gerne einkaufen geht, war ich bis Ende April nur ein Wochenende in Harland und dort sehr viel Radfahren, dann ein paarmal auf der Bank um Zahlscheine aufzugeben, beim Briefkasten, beim Plastikcontainer und natürlich beim Bücherschrank und dann und das ist eigentlich sehr interessant und spannend, ab ersten Mai auf Demonstrationen.

Da war zwar noch nicht so klar, ob man dort nicht auch Masken tragen muß, beziehungsweise ob solche überhaupt möglich wären, weil bis Ende April ja keine Ansammlungen, jetzt, glaube ich, dürfen die auch nicht größer als zehn Personen sein. Aber in Berlin hat es, glaube ich, schon seit Ende März oder Anfang April Anti Corona-Demos gegeben, da kann ich mich erinnern, daß ich mich, als ich das erste Video darüber gesehen habe,  noch gewundert habe, daß sowas dort möglich ist, da habe ich das in Österreich noch für undenkbar gehalten. Dann war eine, ich glaube, am Freitag vor Ostern am Albertinaplatz, die war eigentlich nicht legal, weil sich der Veranstalter, ein Lungenfacharzt namens Dr. Fiala, das Maskentragen verweigerte, die Leute sind aber trotzdem gekommen und wieder interessanterweise, Martin Sellner von den Identitären und Maria Stern von der “Liste jetzt”, also ein totaler Gegensatz, von links und rechts und in den Medien hat man auch, wie in Berlin von Verschwörerungstheoretikern gesprochen und eigentlich  fast erschreckend, daß eine Demonstration gegen die Einschränkung von Freiheitsrechten den Rechten zu überlassen ist, denn von den Linken und den Grünen war diesbezüglich nicht viel zu hören oder vielleicht doch ein bißchen, am ersten Mai, nur die Demo zu der wir eigentlich wollten, haben wir nicht gefunden, beziehungsweise versäumt, weil wir zwischendurch essen waren und es ja immer noch keine offenen Restaurants gibt.

Es gab am Nachmittag des ersten Mais auch eine Protestversammlung der Kunst und Kulturschaffenden und deren Protest hat sich in der letzten Zeit sehr verstärkt, weil jetzt ja alle offnen können, am fünfzehnten Mai, die Restaurants, in zwei Wochen die Hotels und die Bordelle habe ich gehört, haben auch schon aufgemacht, aber bei Kunst und Kulturn noch alles zu, weil die Schauspieler, was deren Protest noch einmal erregte, laut der Staatssekretärin Ulrike Lunacek ja sehr viel spucken und so gab es beispielsweise von Lukas Resetarits einige starke Videos und am Donnerstag eine Pressekonferenz der SPÖ, wo Julja Rabinowich, die Schauspielerin Gerti Drassl, der Puppenspieler Nikolaus Habjan und der Regisseur Markus  Schleinzer ihren Unmut äußersten. Gerhard Ruiss was mich ein wenig wunderte, war nicht dabei, aber da habe ich  in den letzten Tagen einige Fragebogen ausgefüllt, obwohl ich ja da wieder nicht direkt betroffen bin, denn wer keine Lesungen hat, dem können sie nicht abgesagt werden und ich ja, obwohl ich in der letzten Zeit  besonders viel schreibe, nicht nur einen Corona-Roman, sondern auch ein diesbezügliches Gedicht und immer wieder CoronaBestandsaufnahmen, schon mein sogenanntes “Requiem” also mein zweites “Literaturgeflüstertbuch” über “Mein Schreiben meine Bücher” erschienen ist, aber keine Angst ein wirkliches Requiem ist es nicht, schreibe ich ja derzeit fleißig, wenn auch meine literarische Bestandsaufnahme oder ein Stück Literaturgeschichte und die Aussendung von der ich ja immer schreibe, habe ich jetzt auch gemacht, beziehungsweise vier Bücher weggeschickt.

Eines an die NB, eines an den Gerhard Ruiss, eines an die Frau Danielcyck und eines an die “Alte Schmiede”, ob das was bringt, weiß ich nicht, bisher haben meine Aussendungen nie sehr viel gebracht.

Ich würde es mir aber wünschen und Corona-Zeit ist für mich ja Schreibezeit, aber auch und das nicht nur, weil man da ohne Maske hingehen kann, auch Demonstrationszeit, denn ich bin ja auch sehr unzufrieden mit der Situation, vielleicht nicht so wütend, wie der Alfred, dem das Ganze ja sehr beschäftigt, aber ich fühle ich sehr eingeschränkt, möchte weder Maske, noch Überwachungsapp und wenn der Sicherheitsabstand einmal nicht eingehalten wird, kann man auch ein Strafmandat bekommen, was ich  eigentlich kindisch finde.

Die Menschenrechte also wieder zurück bekommen und vielleicht ebenfalls den Corona-Wahnsinn stoppen, obwohl ich da noch immer nicht unterschrieben habe, weil ich das bei der FPÖ nicht möchte und  auch nicht mit den Identitären auf eine Demo gehen, trotzdem habe ich das heute getan, denn da waren ja einige dieser jungen Burschen, die auch noch ihre “Stopp den großen Ausstausch-Zettel” verteilten, obwohl die Veranstalter betonten, daß sie weder link noch rechts, sondern nur wütend wären.

Aber eigentlich schade, daß der Protest  nur von dort kommt, was sich vielleicht langsam verändert, denn die Zahl der Teilnehmer steigt stetig an und es gibt auch mehrere Initativen, denn eigentlich wollte ich ja an dem “Wir gemeinsam-Demo Spaziergang”  mitgehen, der sich jeden Samstag vom Josefplatz zum Donaukanal begibt und habe mich diesbezüglich auch mit Cornelia Stahl verabredet, um ihr mein neues Buch zu geben, aber die “Iinitative für edivdenzbasierte Corona-Informationen” traf sich am Donnerstag um fünf am Ballhausplatz und so habe ich derzeit ein dichtes Demonstrationsprogramm und bin am Donnerstag, wie eine Zeitlang vor einem Jahr  öfter bei den Donnerstagsdemonstrationen am Ballhausplatz gestanden.

Ein anderes Publikum ein anderes Thema, aber, vielleicht leisere “Kurz muß Weg!-Rufe” hat es auch gegeben, aber der hat und das ist vielleicht auch interessant, jetzt von den “Neos” eine Anzeige bekommen, weil er sich am Mittwoch im kleinen Walsertal mit den Bewohnern dort getroffen hat, die den Abstand nicht eingehalten haben und Maske hat er auch nicht getragen, was vielleicht ein gutes Zeichen ist, daß sich langsam herumspricht, daß das Maskentragen im Freien nichts bringt und man sonst nur die Bakterien einatmet, die vielleicht schädlich sind und außerdem, trägt man sie länger, auch zu wenig Sauerstoff bekommt.

Das zweite Literaturgeflüster-Buch

Hurrah, hurrah, es ist da mein neues Buch, proudly present, wie das so schön heißt, ein dickes Stück Literaturgeschichte, nun na, siebenundvierzig Jahre Schreiben, zwölf Jahre “Literaturgeflüster” und siebenundzwanzig selbstgemachte Bücher beziehungsweise achtundzzwanzig Artikel über “Mein Schreiben – Meine Bücher” geben viel her, vierhundertsiebenundfünfzig Seiten, um genau zu sein, mein bisher dickstes buch, keine Angst, die zwei die folgen werden, werden viel dünner sein.

Aber der oder die die sich für mein Schreiben interessieren, können damit einen schönen Einblick bekommen.

Selbstkostenpreis zehn Euro, wem das zu teuer ist, kann sich in meinen Blog oder auf meiner Website vertiefen, da ist das alles und viel mehr zu finden, nämlich bis dato 4 189 Beitrage und siebenundvierzig selbstgemachte Bücher und drei andere, das Debut in der “Edition Wortbrücke” und zwei Fach- bzw. Sachbücher übers Stottern.

Sehr viel mögen manche sagen, aber siebenundvierzig Jahre literarisches Schreiben sind sehr lang und da ich ja eine Fleißige bin, beziehungsweise eine von der Literatur besessene, wie ich das ja immer gerne nenne, ein literarisches Original sozusagen, ist das wahrscheinlich nicht zu wenig.

Die Gewinnspielfragen löse ich auf, leider hat sich wieder niemand gemeldet, der das Buch gewinnen will, aber wie gesagt, alles im Blog und auf der Website zu finden. Da sind zwar vielleicht ein paar Flüchtligkeitsfehler und leichte Abänderungen drin und eine Leserunde beziehungsweise eine Diskussion über mein Schreiben – meine Bücher hätte ich auch gerne wieder hier und stelle dafür fünf Bücher, gerne besonders nach Deutschland, als E-Book zur Verfügung, denn das gibt es diesmal auch.

Also meine siebenundvierzig “Indiebücher” habe ich mir selber zu je fünfzig Stück drucken lassen und zwar bei Digidruck/Melzer, Novum und “druck.at”, die “Hierarchien” sind in der von Jack Unterweger herausgegebenen “Edition Wortbrücke” entstanden, “Laß dir Zeit stottern will verlernt sein” im “Fischer Taschenbuchverlag” und  die “Verhaltenstherapie bei erwachseneen Stottern” bei ORAC.

Das erste Buch über das ich im “Literaturgeflüster” berichtet habe ist “Die Radiosonate oder das einsame Jahr” und die Kinderbücher heißen “Lore und Lena” beziehungsweise “Mutter möchte zwanzig Kinder”, die Beschreibungstexte haben meine Tochter Anna und Elfriede Haslehner geschrieben.

So und nun kann ich mich freuen und meinen Lesern schöne Lektüre wünschen!

Wiederbegegnung mit Eugenie Kain

Die oberösterreichische Schriftstellerin Eugenie Kain, die am  ersten April 1960 in Linz geboren wurde und am achten Jänner 1910 dort ihrer Krebserkrankung erlag, die die Tochter von Franz Kain war, mit dem ich öfter am Volksstimmefest gelesen habe, habe ich auch dort kennengelernt.

Sie hat  ihre sozialkritischen Texte, ich glaube, Krimis waren auch dabei, beim “Linken Wort” gelesen und ist langsam berühmt geworden, hat ihren “Schneckenkönig”, den ich einmal im Schrank gefunden habe, bei “Otto Müller verlegt, ich habe sie in der “Alten Schmiede” glaube ich, mit einer inzwischen auch an Krebs verstorbenen jungen Moderatorin, daraus lesen gehört, 2010  hätte sie auch an dem Projekt “Mit Sprache unterwegs” mitmachen sollen, 2009 hat sie das letzte Mal bei dem schon von Christoph Kepplinger und Roman Gutsch organisierten Volksstimmefest gelesen.

Nach ihrem Tod hat es auch eine Gedenklesung im Volksskundemuseum gegeben und seitdem habe ich zwar den “Schneckenkönig” an einem meiner Recherchetage im “Wortschatz” gefunden aber sonst, bis letzten Montag nicht mehr sehr viel von der engagierten Schriftstellerin gehört, der ich auch einmal eines meiner Bücher zum Rezensieren gegeben habe.

“Sehr gern!”, hat sie, glaube ich, gesagt. Zu der Rezension ist es soviel ich weiß nicht gekommen und ich habe seither eher nur etwas von ihrem Vater, von dem ich mich erinnern kann, daß er einmal einen Regenschirm bei der Lesung des linken Wortes auf einer der Volksstimmfestbühnen über mich gespannt hat, gehört, weil Judith Gruber-Rizy, die ja auch eine sehr engagierte in Wien lebende oberösterreichische Autorin ist, eine Gendekveranstaltung im “Werkl” veranstaltet hat.

Das heißt, sie hat, glaube ich, zwei gemacht, ich bin aber nur bei einer gewesen und am Montag hat mich Ruth Aspöck, die ja in Salzburg geboren, aber in Linz aufgewachsen ist, daher ihre Beziehungen zum “Stifter-Haus” dem Linzer Literaturhaus hat, angemailt und mich, um  meine Mithilfe gebeten.

Will das “Stifter-Haus” doch im Herbst eine Gedenkveranstaltung über Eugenie Kain veranstalten und sucht dabei offenbar noch Texte, die in den “Linken Wort- Anthologien” enthalten sind.

Sie hat die ihren schon längst in den Schrank geräumt, da ich aber eine Sammlerin bin und seit 1989 fast jedes Jahr am Volkksstimmefest gelesen habe, habe ich  die Bände, zumindest die, die ich mir als Belegexemplare in Harland aufgehoben haben.

Die anderen der zwischen fünf und zehn Exemplare, die ich sozusagen als Honorar erhalten habe, habe ich zum Teil verkauft, verschenkt oder in den Bücherschrank getragen, aber immer noch einige übrig, für die, beziehungsweise mein neues Buch, das ja gedrade gedruckt wurde, ich am vor zwei Wochen auch Platz auf dem Bücherregal im Wiener Wohnzimmer geräumt habe. So habe ich der Ruth auch mitteilen können, daß es in der schönen ersten von Helmuth Rizy herausgegegeben Anthologie “Das Eigene und das Fremde” von 1989 in der auch meine “Verwechslung” enthalten ist, von Eugenie kain der Text “Sehnsucht nach Tamarasset”, gibt, der, glaube ich, auch im “Schneckenkönig”  abgedruckt ist.

Das Stifterhaus sucht auch die Anthologie von 1985, die offenbar noch von Arthur West herausgegeben wurde, aber die habe ich nicht und  ist auch vergriffen, wie mir Roman gutsch, den ich einmal danach fragte mitteilte, sowie die von 2001 und 2009.

In der 2001 Anthologie habe ich aber keinen Kain-Text gefunden, in der von 2009, die schon von Christoph Kepplinger und Roman Gutsch im neuen Format herausgegeben “Wir retten das System” ist der kurze  Text “Randschriften” enthalten, aber leider habe ich  keine zusätzliches Exemplar mehr für die Ausstellung oder die Bibliothek des Stifter-Hauses finden können und es ist auch zu hoffen, ob es Corona bedingt im Herbst  schon Ausstellungen geben kann und fraglich, ob ich dorthin nach Linz fahre?

Trotzdem hat es mich gerade in Zeiten, wie diesen, wo sowohl die sozialen, als die literarischen Kontakte sehr reduziert sind und ich seit Mitte März nur ein paarmal mit der Ruth gemailt und mit ihr telefoniert sie aber bei der doch stattgefundenen ersten Mai Veranstaltung gesehen habe, wieder an Eugenie Kain erinnert zu werden, die ich, als sehr herzlichen warmen Menschen im Gedächtnis habe und mit einer anderen Ausstellung bin ich zumindestens literarisch derzeit  sehr beschäftigt, nämlich mit der über das “Rote Wien”, die ja meine Protagonistin Roswitha Herwig gerade für das Wien-Museum mit ihrem Assistenten Viktor Neumann kuratiert und, wo auch nicht so ganz klar ist, wann sie stattfinden wird und wenn ich jetzt noch den “Schneckenkönig” lese, kann ich meine Eugenie Kain Erinnerungen auch ohne Ausstellung auffrischen, war ich ja im Stifter-Haus nur ein einziges Mal und zwar im April 2007, als ich mit der Ruth und ihrer Dichterradkarawane von Ybbs nach Regenburg unterwegs gewesen bin und sie dort aus einem ihrer Bücher gelesen hat.

Kanzleimord

Nun kommt zu “Rund um die Burg” passend, wo ja auch einige vorgestellt wurde, ein historischer Krimi, Wien Ende des neunzehnten Jahrhunderts, aber nicht von Gerhard Loibelsberger, Andreas Pittner oder Edith Kneifel geschrieben, sondern von der in Ostösterreich geborenen in Kärnten lebenden Gudrun Smole, die  bei “TEXT/RAHMEN” schon 2016 “inspektor Cohns ersten Fall  herausgegeben hat.

“TEXT/RAHMEN” ist ein mir eher unbekannter Verlag, auf der letzten “Buch-Wien” hat an Bloggern aber ein Buch vergeben, da mir die am Stand ausgestellten Neuerscheinungen, ich gehe ja eher von den Autorennamen aus, nichts sagten, habe ich den Krimi gewählt.

Ihn dann vorerst liegengelassen. Danach in die Leseliste aufgenommen, ja irgendwie ein Rezensionsexemplar und auch nach Salzburg und jetzt am Muttertagswochenende in Harland gelesen und ich muß sagen, das Buch war interessant, das schon in der äußeren Aufmacheung, weißes Cover mit blauer Umrandung und schwarzer Schrift wohl eher in die konkrete Galerie des Herrn Lindners als zu einem historischen Krimi passte und Gudrun Smole schreibt sehr langsam und sehr genau.

Man denkt, sie müßte eigentlich viel schneller mit dem Erzählen fertig sein, denn eigentlich passiert ja nicht sehr viel, außer, daß zu Pfingsten zu Ende des Neunzehntenjahrhunderts in einem Haus in der Reichsrathstraße, der Rechtsanwalt Friedrich Rothenberg und seine Haushälterin Frau Woyda erstochen aufgefunden werden.

Das heißt gefunden wurden sie erst später, als es schon im ganzen Haus entsetzlich stank und der Chefinspektor, der im Moment Strowitwer ist, weil seine Frau Milena und seine kleine Tochter bei den Schwiergereltern aushelfen muß, befragt zuerst das Dienstmädchen Franzi einer senilen Frau Baronin, die im dritten oder vierten Stock des Hauses lebt. Das ist, glaube ich, sehr gut recherchiert und auch erzählt und man kann sich die damalige Athmospäre ganz gut vorstellen.

Der chefinspektor hat drei Subinspektoren, darunter einen jungen, den er einweisen muß. Er trinkt gern Bier und geht mit seinen Leuten oft in die Lokale Mittagessen. Er muß sich auch mit seinem Chef herumschlagen und über andere Vorgesetze ärgern.

Seine Verhörmethoden bestehen im Wartenlassen der Delinquenten und da ist der Hauptverdächtige ein Walter Lechner, der Sekretär des Rechtanswaltes, der ist ehemaliger Offizier und Spieler, hat eine schöne junge Frau, die ihm geistig über ist und wurde an dem bewußten Wochenende auf den Semmering geschickt, wo der Rechtsanwalt ein Hotel hatte.

Der befaßte sich mit Immobilien und Spekulationen und hatte mit den meisten Frauen seiner Klienten ein Gspusi.

Er hatte auch eine alte Mutter, die ihn unterdrückte und kaufte im Vorort Hernals, wo ich ja aufgewachsen bin, sämtliche Zinshäuser auf oder ließ sie billig bauen. Gudrun Smole erzählt hier auch von den Bettgehernn und der Wohnungsnot und eine Spur führt auch nach Hernals.

Denn da wurde ein armes Paar, das nicht zahlen konnte von der Haushälterin Frau Woyda, deren Küche übrigens auffällig dreckig war, delogiert. Der Mann kommt bei einem Fluchtversuch ums Leben. Der junge Inspektor Pokorny ist  daran schuld und es gibt in der eher langsam vor sich hinschwappelten Handlung auch einige originelle Momente.

Zum B,eispiel die wo die Inspektoren vom fetten Dienstmädchen der alten Frau Rothenberg von ihr unbemerkt zu den Akten geführt werden und die dann auffälligen Lärm machen, vom Dienstmädchen aber beruhigt werden, das seiner Herrin einfach ein schlafmittel gibt, so daß sie sich an das Geschehen nicht mehr erinnern kann.

Ein interessanter farbenprächtiger Krimi, der mich, wie ja auch Andreas Pittlers “Chuzpe”, die ich ja gerne in das Wien des vor oder sogar schon vorvorigen Jahrhundert eintauchte, trotz oder vielleicht sogar wegen seiner Langsatmigkeit beeindruckt hat und für mich eine große Überraschung war.

Ob es schon einen zweiten Fall gibt, weiß ich nicht, er würde mich aber  interessieren.

Mit dem Rohtext fertig?

Wieder ein Bericht darüber, wie es mit meinem sogenannten Corona-Roman, Arbeitstitel “Kein Frühlingserwachen mehr?”, steht, mit dem ich, glaube ich, eine Woche vor Ostern, nach dem dritten oder vierten Video von Ronny Rindler zu seinem “Quarantimo” angefangen habe.

Der Beziehungsgeschichte zwischen einer älteren Frau und einem jüngeren Mann, wo ich die Idee darüber  zu schreiben, schon länger hatte. Es dann im Jänner, als ich mit der Korrektur des Schreibbuchs fertig war, aufnotierte und dann Corona bedingt einen Corona-Roman daraus machte, beziehungsweise, die Dystopien, manche nennen es auch Wahnsinn, in dem wir derzeit leben, darin einbzog und außerdem hatte ich ja vor diesmal ein bißchen mit de“Heldenreise” oder der “Schneeflockenmethode” zu arbeiten, das heißt möglichst viel zu planen, die Figuren vorher charaktersieren, die Szenen planen, das habe ich auch in etwa so gemacht und habe dann ab Ostern, glaube ich, darauflosgeschrieben.

Da war ich dann wieder bei meiner alten Methode und irgendwann habe ich ja auch geshrieben, daß ich für das Rohkonzept, das dann anschließend ein paar Monate korrigiert wird ungefähr sechs Wochen brauche. Das habe ich, da man immer hört, daß man Jahre für einen Roman braucht, immer schuldbewußt, als zu schnell empfunden, aber wenn ich den “Nanowrimo” schreibe soll ich in vier Wochen damit fertig sein und da ich das ja schon sieben Mal machte, bin ich diesbezüglich noch ein wenig schneller geworden und, kann ich schreiben, meine Texte sind auch eher kurz.

So hatte ich ja beim letzten “Nano” das Problem, mit dreißigtausend Worten, glaube ich, fertig zu sein, ich habe dann angestückelt, beziehungsweise die Schreibberichte dazugenommen, habe aber Texte außerhalb des “Nanowrimos”, wo das ja egal ist, wo ich mit dreißigtausend Worten fertig war.

“Das Haus” ist, glaube ich, ein solcher, die “Paula Nebel”, “Besser spät als nie” und, könnte ich schreiben und beim “Frühlingserwachen” ist das ebenso, denn da hatte ich, vorige Woche, glaube ich, zweiundsechzig Seiten und dreißigtausend Worte, fünfundzwanzig Szenen und war noch nicht so ganz fertig damit, denn die sogenannte Schlußszene fehlt noch, beziehungsweise bin ich immer noch nicht sicher, ob ich eine solche brauche?

Denn da war ja ursprünglich geplant, alle im Museum zu der Ausstelungseröfnung zusammenkommen zu lassen, den Viktor mit der Christine, der Albert mit der Nachricht, daß die Val schwanger ist, der Egon, die Roswitha, vielleicht schon die Zsusanna als neue Pflegehelferin, die Beate und die Ester, aber wann ist das? Wann kann eine Ausstellung erföffnet werden? Das ist nicht so ganz klar und eine Szene, wo die Val dem Albert sagt, daß sie ein Kind bekommt, gibt es schon. Daß die Roswitha beim Egon bleibt, ist auch klar und auch, daß die Beate eine Lebensmenschin hat, die sogar die Anführerin der “Nicht ohne uns-Demonstrationen” oder, wie sie heißen und immer noch etwas belächelt werden, ist.

Also eigentlich brauche ich die Szene nicht mehr und da war auch noch die Idee des dystopischen Romans, den der Egon für seine Studentin schreibt, der hat “Alzheimer” und findet das, was momentan um uns herum passiert, ein wenig seltsam. Genauso, wie wir es wohl vor einem Jahr empfunden hätten, wenn wir das heute wüßten. Da liegt wohl nahe einen Text darüber zu schreiben. Aber der ist vielleicht eigenständig und passt in die Bezieungsgeschichte nicht so hinein.

Vor cirka zehn Tage war ich so weit, daß ich mit meinen über sechzig Seiten dastand und dachte, jetzt korrigiere ich das Ganze einmal durch und entscheide dann.

Das habe ich inzwischen auch getan, stehe bei neunundfünfzig Seiten, den fünfundzwanzig Szenen, die sind gleichgeblieben und derzeit 28 774 Worten und weiß noch immer nicht, wie es weitergeht?

Das ist wahrscheinlich auch durch die Situation bedingt, in der wir mittendrin stecken, die aber in ein paar Monaten vielleicht anders ist und vielleicht passt auch deshalb so manches noch nicht so richtig. So daß ich wahrscheinlich dazu tendiere, das Vorhandene erstmals zu korrigiere, bevor ich weiterschreibe, die Schlußszene lasse ich wohl eher weg. Der Dystopietext wäre spannend, ist aber wahrscheinlich so einfach zu realisieren, beziehungswahrscheinlich viel Artbeit und ob ich den dann einfüge oder als extra Text herausgebe, ist wohl beides möglich.

Ich bin ja eine, die von Anfang an das Corona live sehr intensiv dokumentierte. Der Uli hat sich auch am Anfang darüber lustig gemacht, inzwischen ist er verschwunden und ich hoffe es geht ihm gut.

Bei mir tut es das, obwohl ich mich natürlich auch frage, wie es mit mir literarisch weitergeht?

Aber das ist ja eine Frage die ich mir nicht erst seit Corona stelle, die Angst vielleicht ausgeschrieben zu sein und es deshalb zu lassen, habe ich schon läger und was tue ich?

Ich schreibe und schreibe, das “Mein Schreiben meine Bücher-Buch” soll ja am Dienstag kommen. Da wollte ich wieder eine größere Aussendung machen. Aber bringts was, das an den Manfred Müller oder an die “Alte Schmiede” zu schicken, wenn die ihre Frühlingsveranstaltungen im Herbst zusätzlich im Programm einplanen müßen, der Frau Danielcyck wollte ich es auch schicken und tue das wohl auch.

Das Interview mit der Cornelia Stahl hatte ich vor einer Woche sechs Jahre später als geplant und ob ich im Herbst zu Veranstaltungen gehen werde? Mit Maske und Überwachungsap sicher nicht und dann bin ich weg vom Fenster obwohl ich ohnehi nie dort war.

Aber das Schreiben geht derzeit sehr intensiv vor sich, ich habe das Corona-Geschehen sehr genau dokumentiert. Auch über verschiedene Veranstaltungen berichtet, ein Corona-Gedicht geschrieben, CoronaBücher gelesen.

Bemerkt wird das nicht sehr, weil ich wahrscheinlich auch technisch nicht so in der Höhe bin, um mich groß zu präsentieren vorn zu stellen. Ich schreibe es wohl eher für mich, mache meine Stunden, lese viel und bin auch viel zu Hause, so daß ich gut an meinen Corona-Texten weitermachen kann und bin wohl auf der einen Seite literarisch gescheitert.

Das läßt sich wohl nicht bestreiten, auf der anderen Seite habe ich aber soviel wie manche andere nicht geschrieben und bin immer noch der aAnsicht, daß ich es eigentlich können muß, weil man das Schreiben durch das Schreiben lernt und meine inzwischen fast fünzig selbstgemachten Bücher beweisen das eigentlich auch und so ist auch der Corona-Text zwar sehr kurz, aber eigentlich recht flüßig und auch mit einem gewißen Spannungsbogen geworden und ob jetzt der dystopische Roman noch hineinkommt, denn der Egon dann vielleicht bei der Ausstellungseröffnung vorliest oder anderswertigk entsteht, ist eine Frage, die nach wie vor noch offen ist, ich werde darüber berichten.

Lily und Jack

Jetzt das zweite Buch, das seit der “Buch-Wien” auf mich wartet, neben der Lamarr-Biografie und dem Kriemi, hatte ich es auch in den Winterurlaub nach Salzburg mitgenommen, aber vorher “luna luna” gelesen, dann kam “Middlemarch” und in Wien warteten außer der Corona-Krise noch weitere Neuerscheinungen auf mich, die ich mir zuerst vorgenommen habe, denn “Lily und Jack” ist eigentlich keine Rezensionsexemplar, habe ich es doch auf der “Buch-Wien” mit  Ulrike Winkler-Hermaden getauscht, die ich ein paar Tage vorher im Casino Schwarzenberg bei der Verleihung des “Österreichischen Buchpreises” kennengelernt habe und wahrscheinlich hat sie mein Buch auch nicht früher gelesen, zumindestens habe ich seither nichts mehr von ihr gehört und, wie das mit der nächsten “Buch-Wien” wird, ist ja wahrscheinlich fraglich.

Gibt es ja Gerüchte Veranstaltungen nur für relevante Personenkreise und keine Risikogruppen und mit einer Maske vor dem Mund gehe ich wahrscheinlich auch nicht dorthin. Aber warten wir aber, wieviele Wellen es noch geben wird und bis dahin war es sicher gut in die Kriegs- und Zwischenkriegszeit einzutauchen und sich ein bißen mit dem Leben der 1931 in Graz geborenen Lily zu beschäftigten, die als Liesl zur Welt kam und sich später Emma nannte.

Das ist interessant, die Erzählerin erklärt nicht genau, wie es zu der Emma kam, nur daß sie diese im Burgenland kennenlernte und als sie sechzig war, eine Zeitlang begleitete und Ulrike Winkler-Hermaden ist in Güssing aufgewachsen.

Das buch ist in der “Ediion Winkler-Hermaden” erschienen. Den Verlagsstand habe ich im November auch besucht, nicht nur mit dem Ehepaar bei den Empfängen Wein getrunken und das eher dünne Büchlein beginnt in Braunschweig, als die Peperl, die dort Köchin ist, schwanger wird. Die Herrschaft schickt sie nach Graz zu ihren Karl zurück. Es wird geheiratet, das Kind heißt Liesl, wächst in der Barackensiedlung auf, wo Karl Steinmetz ist. Später gibts eine bessere Wohnung, mit zwei Nachbarfrauen, wo eine Schneiderin ist, die andere ist fromm, der Anschluß kommt und Liesl, die nun Lily heißt, weil ein anderes Mäderln in der Barackensiedlung auch so hieß und immer kam, wenn Peperl nach ihrer Kleinen rief, wird ein eifriges Jungmädel. Sie lernt auch gut, so kommt sie in die Lehrerbildungsanstalt, lernt dort ihren Jack aus dem Burgenland kennen, der ein paar Semester über ihr ist und sie als “Köchin und Hausfrau” zu sich nach Güssing holt. Er trinkt auch viel, ist begeisteter Fußballspieler.

Ob die Ehe so gut war, wurde von Ulrike Winkler-Hermaden nur angedeutet, denn das buch endet eigentlich nach der Hochzeit der Achtzehnjährigen. Es wird nur noch kurz der Tod des Ehemannes etwa 1990 erwähnt und die Träume, die sich wohl nicht verwirklicht haben und auch von der Zeit des Krieges, über die Lily Emma nicht so gern sprechen und sich auch nicht daran erinnern wollte.

“Emma, du wolltest nicht mehr daran denken. Ich erinnere mich für dich.”, lautet so auch der letzte Satz.

Hedy Lamarr

Jetzt kommt eines der Bücher, das ich als Bloggerin von der letzten “Buch-Wien” bekommen habe, denn da gab es ja spezielle Bloggeraktionen, bei zwei Verlagen konnte man sich ein Buch holen, darunter bei “Styria” und da ist die bei “Molden” erschienene Biografie, die die Wien-Museums Mitarbeiterin Michaela Lindinger über, die 1914 geborene und 2000 gestorbene Hedwig Kiesler, die als Hedy Lamarr, “Filmgöttin, Antifaschistin und Erfinderin” in die Geschichte eingegagen ist.

Inzwischen gibt es auch einen Hedy Lamarr -Preis und einen Hedy Lamarr-Weg im zwöften Wiener Gemeidebezirk und Michaela Lindinger zeichnet ein durchaus kritisches Bild von der “Schönsten Frau der Welt”, wie sie von Max Reinhardt einmal genannt wurde.

Geboren ist sie in Wien, in der Osterleitengasse, in dem auch Paula von Preradovic einmal lebte, ihr Vater war Bankdirektor und hat laut Michaela Lindinger die kleine Hedy, die gerne schwimmen ging, sehr verwöhnt.

Sie ging kurzfristig ins Billrothgymnasium, war aber laut ihrer Biografin eine nicht sehr bemühte Schülerin, wollte Schauspielerin werden, war sechsmal verheiratet und hatte viele Liebhaber.

Mit Sechzehn drehte sie, glaube ich, den Sexfilm “Extase” wo sie nackt durch die Lleinwand beziehungsweise einen Wald rannte und mit dem männlichen Darsteller mit dem sie auch befreundet war, echten Sex praktizierte.

Das brachte den Herrn Papa wohl zur Verzweiflung. Sie flüchtete 1937 vor ihrem ersten Ehemann nach Amerika, wurde dort Hollywooddiva, mehrere Ehen folgte und die Erfinung, eine Frequenzsprungtechnik zur Spionageabwehr, wurde  wohl  auch berühmt. So habe ich den Namen, glaube ich, auch 2003 kennengelernt.

Sie hatte zwei Kinder, die unter der exentrischen Mutter wohl zu leiden hatten, der Sohn Antony versuchte sie aber zu vermarkten, war medikamentenabhängig und später in den Sechzigerjahren wurde sie auch wegen Ladendiebstahls mehrmals verurteilt.

Es gab mehrere Schönheitsoperationen, die die schöne Frau laut Michaela Lindinger zuletzt sehr verschandelten. Ein Ehrengrab am Zentralfriedhof und vorher  eine Autobiografie oder eine  Biografie von zwei Ghostwritern geschrieben, die das Skandalöse noch einmal herausstrichen und sehr viele schöne Fotos von der schönen Frau, schon deshalb ist das Buch wahrscheinlich sehr zu empfehlen, dem auch eine Postkarte beilegt ist, auf dem ein Lamarr Zitat “Ich hasse Konventionen” zu lesen ist.

Eine sicher interessante Frau, eine interessante Biogragfie, ein auch optisch auffallendes interessantes Buch und Peter Turrini ha,t glaube ich, auch ein Theaterstück über Hedy Lamarr oder Hedwig Kiesler, dem “Weltstar aus Wien” geschrieben.

Rund um die Burg elektronisch

Das Festival “Rund um die Burg”, aus einem Zelt zwischen Burgtheater und Cafe Landtmann gibt es seit 1992. Da war ich mit der Betreuung meines Vaters sehr beschäftigt und habe es, glaube ich, wie auch das Rathaus Filmfestival etwas verspätet mitbekommen.

Dann bin ich aber hingegangen und habe mich auch bemüht, auch einmal, vor mir aus um drei Uhr früh dort zu lesen. Die freundliche Organisation hat es mir auch versprochen, gekappt hat es natürlich nicht und ich habe ebenfalls länger gebraucht, bis ich es geschafft habe, wirklich die ganze  Nacht, denn das war ja das Besondere an dem Festival, dort zu bleiben.

2009 gab es dann, glaube ich, schon die Gerüchte, daß das Festival abgeschafft werden soll. Das war dann nicht so, es wurden nur die Veranstalter und das Konzept gewechselt und jetzt gibt es “Rund um die Burg neu”, das dann nur mehr, glaube ich, bis Freitag Mitternacht und Samstag Mittag schon, wie ich Ursula Scheidle vorhin sagen hörte, seit  fast zehn Jahren.

Ein paar Mal war ich auch dort, habe darum gekämft, daß ich trotz des ausreservierten Burgtheater zu der Lesung von Otto Schenk durfte und auch, daß Andrea Grill, um Mitternacht lesen konnt, obwohl sich die Veranstalter nicht vorstellen konnte, daß dazu Leute kommen würden, aber wenn man von der Bel Etage in den Landtmann-Keller gehen muß, hat es etwas gedauert, bis man den Veranstaltungsort erreichte.

Die letzten Jahre war ich dann nicht mehr so oft dort, weil in Harland, weil bei Luis Stabauer am Attersee, etcetera.

Letzte Jahr bin ich nach meinem Knöchelbruch wieder hingehumpelt, aber früher weggegangen, weil mir die Ruth gesagt hat, daß keine Straßenbahnen am Ring fahren und ich auch sicher sein wollte, daß ich die letzte Bim nicht versäumte und heuer ja heuer ist alles anders, das Corona-Virus hat uns umarmt, keine Veranstaltungen mehr bis mindestens Ende Juni, vielleicht auch kein “Bachmann-Preis”, obwohl man den ja problemlos online veransgalten kann, dafür Online-Lesungen und jetzt auch “Rund um die Burg-digital”.

Eine tolle Idee die Literatur per Video ins Haus zu bringen, damit man den Anschluß nicht verpasst und die Autoren zu ihrem Honorar kommen, aber schon ein wenig seltsam, ein Festival zu besuchen, das “Rund um die Burg” heißt und dann sieht man die Autoren in ihren Arbeitszimmer meistens vor dem Bücherregal, seltsam ja,  eine gute Idee, denn ich fürchte ohnehin, ich habe trotz der Online Lesungen und meiner Leseliste, den Anschluß schon ein wenig versäumt, obwohl ich ja auch den Leipziger Buchmesse- Onlinetag inhalierte.

“Rund um die Burg” also digital am Freitag den achten Mai, der ja auch ein besonderer Tag ist, im Viertelstundenrhythmus online von zehn bis Mitternacht und alles, was das Leserherz erfreuen kann, ist vertreten. Ein Gewinnspiel gibt es auch, wo man drei Fragen beantworten muß, was kein Problem darstellt, aber die Teilnahmebedingen, die man gelesen haben sollte, waren zuimindestens zu dem Zeitpunk.t wo ich sie aufrufen wollte, nicht zu erreichen.

Beschäftigen wir uns also mit dem Leseprogramm, wo man zuerst Ursula Scheidle und einen jungen Mann vor einer Buchwand sah. Dann kam der Bürgermeister, der auch die Lesefreunde und den Wert der Literatur lobte.

Dann hat es mit Hugo Portisch, den beühmten Berichterstatter, der mit schon etwas zittriger Stimme aus seinen Lebenserinnerungen las und davon, daß er eine “Kurier-Sonderausgabe” zu “Österreich ist frei!” am Wiener Westbahnhof verteilen wollte, das aber ohne Genehmigung nicht durfte.

Christoph Kotanko hat ein neues Kreisky-Buch über den “Kultkanzler” geschrieben und Wolfgang Paterno über seinen nie gekannten Großvbater, der als Widerstandskämpfer gehängt wurde. Wie lebt man mit einem solchen “Großvater ohne Kopf,” wie Wolfgang Paterno das nannte, der eine Familienlegende ist, der einen aber nie über den Kopf streichen wird?

Rafik Schami, der syrische Autor, der glaube ich in Deutschland lebt und schon einmal Gegenstand der “Eine Stadt ein Buch-Aktion” war, die ja die “Rund um die Burg-Organisatoren” auch veranstalten, las eine Geschichte über seineMutter, die sich vor dem Meer fürchtete.

Lisz Hirn, die Philosophin habe ich während der Krise schon mehrmals aus ihren Buch “Wer braucht Superhelden?” lesen oder diskutieren gehört.

Dann kam die Krimiautorin Maria Publig, die ich zwar nicht kenne und auch noch nichts von ihr gelesen, aber ihre Visitenkarte zu Hause habe, weil sie mir der Alfred gab, als er die Buchhandlung der Lisa, die einmal auf die Anna aufpasste, besuchte und die Autorin dort gerade anwesend war.

Jetzt saß sie in ihrem Garten, wahrscheinlich im Waldviertel, begrüßte ihre Zuhörer, wünschte ihnen alles Gute und stellte ihnen ihren neuen Krimi “Waldviertelfuch vor”.

Dann kam Georg Biron, der schon bei den von mir organisierten “Tag der Freiheit des Wortes- Veranstaltungen”, die auch bald kämen, aber  nicht mehr von mir organisiert heuer auch ausfallen. Er las über einen Krieg, den er im Libanon erlebte und sich dabei an seinen Vater erinnerte, der ihm einmal am Graben oder auf der Kärtnerstraße niedergeißen hat, als dort ein Flugzeug über ihren Köpfen brauste.

Lucia Leidenfost las aus ihren neuen Buch “Wir verlassenen Kinder” und forderte die Zuhörer auf, es zu kaufen, ich habe es aber schon gelesen und Martin  Mucha, der, glaube ich, auch einKrimischreiber ist, las aus “Diamantencollier” und veranstaltete ein privates Gewinnüpiel dabei. Wer weiß an welchen Ort das Buch spielt, soll sich beim Verlag melden und bekommt dann ein Geschenk, ich habe aber noch nichts erkannt.

Die 1987 geborene Anna Herzig machte für ihren “Herrn Rudi” besonders viel Werbung und bekannte sich auch dazu, daß ihre besten Freunde Männer sind.

Daniel Zipfels “Wahrheit der anderen” habe ich genauso, wie Peter Simon Altmanns “Das Andere” schon gelesen, während mir Andreas Schindls “Die Verspätung” unbekannt war, aber auch von einem verstorbenen Großvater und den Kriegserinnerungen handelt.

Ebenso schon gelesen Katja Jungwirths Buch über ihre Mutter und das habe ich ja bei den “Corona-Lesungen” kennengelernt und mir gleich bestellt.

Dann gings mit Thomas Brezina, Silja Topfstedt, Michael Schottenberg und Erich Schleyer in die Kinderschiene.

Thomas brezina hatte, glaube ich, in “Alarm, Schulspuk” eine neue “Knickerbocke-Folge”, während Silja Topfstedt ein Kindersachbuch über den Umgang mit dem Müll hatte und Michael Schottenbertg, der ehemaligen Theaterdirektor, der in seiner Pension auf Reisen geht, habe ich bei der letzten” Rund um die Burg” als Autor kennengelernt, daß der auch “Schotts schönste Tiergeschichten” geschrieben hat, war mir neu und Erich Schleyer ist ja ein bekannter “Geschichtenerzähler” und dockte an die Streitigkeiten an, die aufgrund der Ausgangsbeschränkungen wegen der Corona Krise, in der man sich ja nicht streicheln darf, entstehen können.

Dann kam Monika Helfer mit ihrer “Bagage”, von dem ich schon sehr viel gehört habe und dann noch ein schon gelesenes Buch, nämlich Simone Hirths “Loch”.

Raoul Shrott mit dem ich schon einmal im Naturhistorischen Museum war, hat eine “Geschichte des Windes” geschrieben.

Die1952 geborene britische Schriftstellerin Hilary Mantel, hat auch ein Buch bei der “Eine Stadt ein Buch-Aktion”.

Ihr “Jeder Tag ist Muttertag”, das ja gut zum kommenden Sonntag passt, habe ich aber noch nicht gelesen. Jetzt las sie auf Englisch aus “The Mirror and the light”, das auf Deutsch ganz einfach in “Spiegel und Licht” übersetzt wurde.

Dann kam wieder eine Bekannte, nämlich Bettina Gärtner, die ich regelmäßig bei Veranstaltungen sah, die vier Stellen aus ihrem bei “Droschl” erschienenen Roman “Hermann” las.

Dann wurde es wieder lustiger, denn Robert Sommer, der ehemalige Sportchef der Kronenzeitung, nicht zu verwechseln mit dem “Augustin-Herausgeber”, den ich schon im Vorjahr bei “Rund um die Burg” kennenlernte, hat ein Buch namens “Doktorspiele” geschrieben, die er als satirisches Verständnis über den Arztbesuch und die Einstellung der Österreicher versteht und kündigte gleich sein nächstes Buch an, das im Herbst erscheinen wird, an.

Danach gings um leichtes Lesen, beziehungsweise um einen Text von Franz Kafka, der auf das A2- Leseniveau übersetzt wurde. Was ja sehr interessant ist und viele Fragen aufwirft. Denn einerseits ist es ja wichtig die Freude am Lesen durch Verständlichkeit zu wecken, aber ob man in einen literarischen Text eingreifen darf,  bin ich mir nicht ganz sicher.

Dann gings zu den Krimis, die ja wahrscheinlich auch eher leicht zu lesen sind und zu Claudia Rossbachers elften Steiererkrimi “Steirerstern”, ein paar der anderen Bücher habe ich ja schon gefunden, bin aber, eh schon wissen, noch nicht so an das Lesen gekommen, obwohl Claudia Rossbacher, wie sie sagte, schon weiter an ihrer  Serie schreibt.

Dann kam der Statistiker  Klemens Himpele mit seinem Buch “Statistisch gesehen” und gab Daten, wie das mit der Sterberate, dem Geburtsgewicht und den Seuchen Pest, Grippe, Cholera, etcetera, so ist.

Dann kam der “Eine Stadt-ein Buch-Autor”  Stewart o`Nan von 2017, der wieder auf Englisch aus “Henry Himself las.

Dann gings um “Moleküle”, beziehungsweise um die Biografie die Ursel Nendzig über die Biochemikerin Renee Schröder geschrieben hat, die die beiden Frauen im Gespräch vorstellten.

Dann kam wieder eine Familiengeschichte,  in der 1957 geborene Günther Zäuner, die Kriegserlebnisse seines Onkels Manfred bei der “Editon Roesner” erscheienen, erzählt.

Der Kabarettist Joesi  Prokopetz hat auch ein Buch “Alltag ist nicht ein Tag im All”, geschrieben, das allerlei Erlebnisse, sowie auch Gedichte enthält.

Dann kam ein Gespräch zwischen Ursula Scheidle und der 1979 geborenen kurdisch-türkischstämmigen Fernsehmoderatiorin Eser Akbaba über ihr Leben beziehungsweise ihr Buch “Sie sprechen ja Deutsch!”, in dem sie über das Aufwachsen als Gastarbeiterkind erzählt.

Die nächste Autobiografie kam dann gleich von der 1943 geborenen Chris Lohner “Ich bin ein Kind der Stadt”, das ist zwar der Titel eines Wildgans-Gedicht “die Leute meinen und spotten leichthin über unsereinen, daß solch ein Stadtkind keine Heimat hat”, trifft aber wahrscheinlich für viele zu.

Dann folgte die Juristin und Krimiautorin Eva Rossmann, von der ich fast alle Krimis gelesen habe, mit einem Dialog zwischen einen TV-Kommentator und einer Reinigungsfachfrau, die in einen Keller eingesperrt sind und sich miteinander unterhalten, ein Text, der  in der nächsten “Eine Stadt – ein Buch- Anthologie” erscheinen soll.

Den amerikanischen Bestsellerautor John Strelecky “Das Cafe am Rande der Welt”, habe ich auch vor einem Jahr bei der letzten “Rund um die Burg” kennengelernt, jetzt gab es wieder ein Gspräch mit Ursala Scheidle auf Englisch mit ihm über seine Bücher und jetzige Situation.

Von der Esoterik ging es dann zur Psychotherapie, beziehungsweise zu der 1944 geborenen Rotraud A. Perner, die mich einmal vor vielen Jahren in einer Volkshochschule angepflaumt hat, weil ich ihrer Meinung nach mit der kleinen Anna zu antiautoritär umgegangen bin, die ein  Kapitel aus ihrem Buch “Aufrichten!”, vortrug.

Mit dem Sachbuch, beziehungsweise der1939 geborenen ehemaligen Burgschauspielerin Erika Pluhar, die inzwischen schriftstellerisch tätig ist, ging es dann gleich weiter, las sie doch einen Text aus ihrem bei “Residenz” erschienen Essayband “Die Stimme erheben”, man beachte den ähnlichen Titel zum Perner-Buch, aus dem sie den 2002 erscheinenen Text “Starke Frauen am Theater” und dann noch einen aus 2009 mit dem Titel “Ein perfekter Tag” las.

Dann kam Michael Köhlmeier mit  seinen “Märchen” und las eines von einer  “Traurigen”, die nur lachen konnte, wenn die anderen für sie böse Taten taten, das sehr verstörend war.

Dann kam Günther Neumanns Roman “Über allem und nichts”, der von einer Pilotin handelt und ebenfalls bei “Residenz” erschienen ist.

Dann kam noch einmal Thomas Brezina, der ja, wie er sagte auch Bücher für Erwachsene schreibt und eine “Freude Notfallsapotheke” hat, wo er einen Tip gegen das Jammern gab und von einer hundertjährigen Frau erzählte, die sich statt das zu tun, immer etwas hat, auf das sie sich freuen kann. wenn das nur so einfach wäre denke ich und bin skeptisch, ob das in Zeiten, wie diesen, wirklich so einfach gelingt.

Elisabeth Klar, die anschließend dran war, habe ich schon im Februar in der “Gesellschaft” aus “Himmelwärts” lesen gehört, ein Buch das mir auf Grund der gehörten Stellen, vielleicht besser gefallen könnte, als “Wie im Wald” mit dem ich meine Schwierigkeiten hatte.

Dann gings schon um zehn wirklich zur Kriminacht, die es bei “Rund um die Burg-alt”, glaube ich, immer nach Mitternacht gab und Andreas Pittler von dem ich “Chuzpe” gelesen habe und ihn auch auf mehreren Lesungen hörte, ist mit seinen historischen Krimis inzwischen bis1978 und auch zum Fußball gekommen. Der Text ist wieder eine Geschichte, die in der schon erwähnten Anthologie enthalten sein wird.

Gerhard Loiblsberger, auch ein historischer Krimischreiber hat mit “Alles Geld” der Welt einen Wirtschaftskrimi geschrieben, der vom Börsenkrach von 1873 handelt.

Manfred Rebhandl, den ich glaube ich einmal in Leipzig kennenlernte und mit dem ich auch schon vor dem offenen Bücherschrank gelesen habe, stieg mit seinem Bademeisterkrimi  “Sommer ohne Horst”, der im Ottakringerbad spielt, wieder in die Gegenwart  ein  und wünschte am Schluß alles Gute und natürlich bessere Zeiten, wo man sich wieder eincremen und miteinander ins Wasser springen kann.

Und der mir bis dato unbekannte Bastian Zach hatte wieder einen historischen Krimi, der1876 im Wiener Prater spielt, von dem er Spannung bis zum Schluß versprach.

Dann folgte ein weiterer Krimiautor nämlich Stefan Slupetzky aber nicht mit seinem “Lemming”, den ich ja bei den “Wilden Worten” hörte sondern mit  “Bummabunga”, eine Geschichte, die er, wie er betonte, schon im Jänner geschrieben hat, obwohl sie von einer Pandemie handelt, die man mit Schnaps bekämpfen kann, – wieder  ein Vorgriff auf die schon erwähnte Anthologie zur nächsten “Eine Stadt-ein Buch-Aktion.”

Das war die Krimischiene, dann folgten noch Tex Rubinowitz,  der “Bachmannpreisträger” von 2014, der das Szeneleben der neunzehnhundertachtziger Jahre beschrieb und T. C. Boyle, der mit “America”, der Stadt Wien auch ein Buch schenkte und das war es dann von zehn Uhr früh bis Mitternacht eigentlich intensiver als früher und jetzt raucht der Kopf vor all der vielen Neuererscheinungen, quer durch den Gemüsegarten, der Literatur, wie ich es ja sehr gerne mag.

Neues und auch unbekannte. Einige der Bücher habe ich ja schon gelesen und sicher wieder einen Einblick bekommen, was sich diesen Frühjahr und Sommer im Wiener Literaturbetrieb tut und schön, daß man so eine Veranstaltung auch online veranstalten kann.

Bei der “Literatur und Wein”, wo Stefan Slupetzky schon öfter gesungen hat, gab es das ja nicht, nur meinen Online-Bericht und da fällt mir ein, daß ich ja, auch wenn es nervt, am Schluß , wenn ich da schon nicht lesen durfte, auch ein wenig Werbung für mich selber machen kann, also die “Vorschau auf mein neues Buch”, das ja am Dienstag erscheinen soll und auch auf die Lesungsvideos, die es von mir gibt, kann ich, auch wenn es keine Neuerscheinungen sind, für die die es interessiert, wieder hinweisen und jetzt gute Nacht,  das Weiterlesen vom “Kanzleimord”, das ich eigentlich noch vorhatte, lasse ich lieber aus.

Alle Videos kann man, das will ich noch erwähnen, auch bei you tube finden und nachhören.