Übersetzt von Erwin Köstler

Im Literaturhaus scheint es, organisiert von der IG Übersetzerinnen eine Reihe “Übersetzt ins Deutsche von…” zu geben und heute war Erwin Köstler an der Reihe, der 2010 den österreichischen Staatspreis für literarische Übersetzung  bekommen hat und aus dem Slowenischen übersetzt.

Unter anderen den 1958 in Ljubiana geborenen Prosaist, Lyriker und Dramatiker Franjo Francic von dem ich, glaube ich, einen Erzählband mal gefunden habe und auf ihn gestoßen bin, als ich mir die Lektüre für unsere Kroatienreise vor zwei Jahren heraussuchte und das Bch natürlich, weil ja kein Kroate liegengelassen habe, dabei bin ich heute daraufgekommen, daß er seit Mitte der Achtzigerjahre in Istrien lebt.

So kann man sich irren oder so wächst alles zusammen, obwohl ja im ehemaligen Jugoslawien die Nationalismen aufblühent und in den Neuzigerjahren zum Krieg führten.

Aber heute im Literaturhaus ging es sehr festlich her, der Autor, der in einer Latzhose und mit einer großen Tasche am Podium saß, teilte an seine Übersetzer und an die Frau vom slowenischen Kulturinformationszentrum Geschenke aus, Bilderrahmen und Blumensträuße aus seinen eigenen Feld, wie Erwin Köstler später erklärte.

Eine Frau, die wahrscheinlich von der Übersetzergemeinschaft war, eröffnete. Dann kam Erwin Köstler und der Autor und ein Schauspieler der übersetzte, beziehungsweise die Lesung aus dem gerade bei “Sisyphos” erschienenen Buch “Kindheit” gestaltete, saßen am Podium und der Autor, ein uriger und vielleicht auch etwas machohafter Typ, die Frauen und das Trinken spielten in seinen launigen Reden eine große Rolle, er sang auch einige Schanklieder dazu, scheint, wie auch in “Wikipedia” steht, eine schwereKindheit gehabt zu haben. In diversen Kinderheimen, von ihm Schloß genannt aufgewachsen und die Buch “Kndheit”, das in Slowenien in einem Kinderbuchverlag erschienen ist, handelt von einem Dialog des Autors mit seiner sterbenden Mutter.

Franjo Francic ist also, habe ich, gehört ein autobiografischer Autor und das Buch ist in verschiedene Geschichten aufgeteilt, denen alle ein Motto vorangestellt ist.

Die schwere Kndheit kommt darin vor und Erwin Köstler erläuterte, daß die und das Schloß in verschienenen Werken des Autors, warhscheinlich ähnlich wie bei Josef Winkler und Florjan Lipus, vorkommt.

Der Autor war in der Diskussion, wie schon erwähnt, sehr gesellig und gesprächig, meinte, daß die Leute nicht mehr sehr viel lesen, daß für ihn das Schreiben, die Frauen und das Trinken aber sehr wichtig wären.

Am Bchertisch konnte man eine Auswahl von Erwin Köstlers Übersetzungen bewundern. Trinken konnte man auch. Ob es ein slowenischer Rotwein war, der kredenzt wurde, habe ich nicht so genau geschaut und wieder einen interessanten Autor kennengelernt, der höre und staune, auch einen Teil seiner Werke im Eigenverlag herausgebracht hat.

Wir haben den Tunnel mitgebracht

Was dieser Titel zu bedeuten hat, habe ich mich zu erkundigen verabsäumt, es handelt sich aber wieder um eine Lesung des “Insituts für Sprachkunst”, das, wie Barbara Zwiefelhofer in ihrer Einleitung betonte, schon zum neunten Mal eine Lesung im <literaturhaus immer zu Smesterende, also im Mai und Juni  hat.

Die erste Lesung war glaube ich die Studentenlesung, da habe ich meine zweite Kritikerin Ju Sophie getroffen und bin nachher mit ihr zum Bücherschrank gegangen, wo ich einen Ray Bradbury gefunden habe. Bei meiner anschließenden Besprechung hat sie mir zuerst einen begeisterten Kommentar und dann einen zweiten abschätzigen der sich auf “Mimis Bücher” bezogen hat, dias ich ihr sozusagen zur Rezension gegeben hat.

Ja, das Leben ist schwierig, damals hat, glaube ich, auch Anna Gschnitzer gelesen, die heute, wenn ich es recht verstanden habe, im Literaturhaus arbeitet und die Lesung organiseirte.

Studentenlesungen hat es zwei gegeben, dann hatten sie immer irgendwelche Titel und heute hat, wie ich mich erkundigt habe, das erste Semester gelesen.

Marietta Bönig, die mich damals 2010 als man am Tag der offenen Tür die Angewandte besuchen konnte, zu der Sprachkunst führte, hat mir das erklärt und damals ist mir Rhea Krcmarova  über den Weg gelaufen, von der der Erzählband “Böhmen ist der Ozean” am vierten Februar bei “Kremayr & Scheriau” erscheinen wird, den ich demnächst lesen werde.

Ja, das “Institut für Sprachkuns”t hat einge Talente hervorgebracht, Marie Louise Lehner hat den letzten “Alpha” gewonnen, Sandra Gugic war im ersten Jahr studentin, von Irmi Fuchs habe ich ein Buch gelesen und und….

Und dieser Jahrgang scheint mir ein besonders talentierter und ich bin da ja sehr kritisch, zu sein. Lauter fast sehr junge Leute, die zum größten Teil schwarz gekleidet waren und sich, was ich sehr erstaunlich fand auch gegenseitig stark beklatschten. Also gibt es keine Konkurrenz?

Das wäre schön und Gustav Ernst habe ich auch gesehen, bei den Studententlesungen waren die Pprofessoren anwesend, das hat sich später aufgehört. Aber diesmal habe ich mich ein bißchen mit Gustav Ernst und auch mit Frieda Paris, die, glaube ich, schon im sechsten Semester studiert und auf ein Stipendkum hofft, unterhalten.

Begonnen hat die Lesung mit Florentin  Berger mit einen Auszug aus seinem Romanprojekt Herr Nägele (oder Negele) weiß nicht weiter” brachte, der mir schon stark talentiert erschien.

DerHerr Nägele (oder Negele) rennt nackt in seiner Wohnung mit einem Tennisball und einem Tennisschläüger herum, später erweist er sich aus Papier und ein Baum, ja richtig, ein Baum könnte er auch noch sein und ein solcher wächst ja auch am Balkon der letzten “Aspekte-Preisträgerin”, die leider, leider und da bin ich nicht ganz unschuldig, den letzten “Bloggerdebut-Preis” nicht gewonnen hat.

Dann folgte Tizian Rupp, ein junger Mann mit zweiundzwanzig jahren, der zur Abwechslung ein blaues Hemd trug und der für seine Lesung offenbar bei einer Firma um Frucade anfragte, die er dabei ausschenken wollte, aber leider, leider hat ihm die Firma, die Spende verwehrt, so wurde er von Florentien Berger auch als Gescheiteter vorgestellt, obwohl seine Texte sehr  stark waren.

Dann kam, in schwarz gekleidet, Sandro Huber und las fünf Gedichte vor, in einem sitzt die Dichterin Frieda Paris, die ja Christel Fallenstein, als ich sie in ihrem Pflegeheim besucht, betreute, auf einem Stein, in einem anderen geht es Thomas Bernhard und die vielen Adjektive, die der verwendete und um das Wetter ging es auch.

Dann folgte Felizitas Prokopetz und die brachte drei Grabreden aus ihrem Romanprojekt, denn das gibt es eine Protoganostin namens Valerie Sternberg und die schreibt welche auf ihren, noch kerngesunden Vater. Sehr interessant und einfallsreich.

Fiona Sironic stellte ebenfalls ein Romanprojekt vor. Dann kam eine junge Frau, die sich nur Alice nennt und die hatte einen Gedichtzylkus, namens “Vulkanwinter” nennt.

Dann kam, glaube ich, eine Pause mit Getränken und den schon erwähnten Gesprächen und dann folgte Laura Irmer und die hat ihren Text offenbar erst kurz vor der Lesung geschrieben, beziehungsweise hat sie ihn auch mit einer Videoperformance untermalt, wo sie Menschenköpfe zeichnet, die man später am Büchertisch bewundern konnte.

Malte Abraham hatte ein Theaterstück, wo es um Flüchtlinge ging, die in einem Künstlerhaus untergebrachte werden sollten.

Dann kam Ana Begradjans mit zwei Texten, von den der zweite “Herrin der Flieden hieß, gefolgt von John Sauter, der mit schwarzer Brille einen sehr anspruchsvollen Text las und der letzte war Dominik Ivancic mit zwei Romanausschnitten, wo es um einen Architekten geht, der Wien verändert will.

Wieder sehr interessant und spannend, die vielen Romanausschnitte, in die man hineinhören konnte, die das experimentelle Sprachkünstlerische fast ein wenig unterdrückte. Texte, die mir als sehr stark aufgefallen sind, gut performanct, hat Marietta Bönig gemeint und ich bin wieder sehr gespannt, was ich von den angetretenen Studenten noch hören werde.

Veranstaltungsbesprechung und Regionalversammlung der IG-Autoren

Ich habe ja mit der Ruth im Mai und im Juni des vergangenen Jahres an verschiedenen Orten die Kunst des öffentlichen Raumes aufgesucht und dort mit ihr Spontantexte zu den jeweiligen Objekten geschrieben, die die Ruth bei der GAV eingereicht hat und die, beziehungsweise einen Teil davon, wir nun am achtzehnten April abklappern und unsere Texte vorlesen wollen.

Robert Eglhofer, der ja auch Kunstgeschichte studierte, wird die kunstgeschichtlichen Details dazu geben und wir werden vom Ballhausplatz ausgehend, wo es ja das Denkmal für die NS Verfolgten gibt, zur Servitenkirche fahren, wo es die “Schlüssel  gegen das Vergessen gibt” und uns dann noch im Thuryhof die Installation zu der damaligen <nazikunst ansehen.

Die Ruth, hat dazu einen Text geschrieben, den sie mit mir besprechen wollte, so bin ich heute nach meiner vier Uhr Stunde zu ihr gegangen, habe bei ihr Kakao getrunken, eine Topfenschnecke gegessen, an dem Text, der ohnehin schon sehr klar war, ein bißchen was verändert und dann bin ich mit ihr ins Literaturhaus gegangen, weil es da die Regionalversammlung der IG Autoren gab.

Die findet, glaube ich, alle ein zwei jahre in allen Bundesländern statt, ich war zum Beispiel einmal bei einer in Innsbruck, die ich, glaube ich, während eines Böp-Kongressen entdeckte, zu dem ich damals dorthin gefahren bin und einmal in St. Pölten, wo ich  Doris Kloimstein kennenlernte, da werden dann auch die Einzelmitglieder für die GV im Februar delegiert und dann kann man eineinhalb Tage an der Generalversammlung teilnehmen und sich annhören, was die IG für die Mitglieder, das heißt die österreichischen Autoren tut und einen kleinen Vorgeschmackt dazu gab es schon auf der Regionalversammlung.

Dazu kommen meistens die nicht so bekannten Autoren, ich habe aber auch Hilde Schmölzer dort kennengelernt und diesmal waren die Rizys da, Irene Wondratsch, Margit Heumann und, ich glaube, wenn ich mich nicht irre, auch Topsy Küppers, die Kabarettistin, die auch ein Buch über ihr Leben geschrieben hat.

Es gab ein Tagesprogrogramm und so hat Gerhard Ruiss über die Neuerungen im Steuerrecht berichtet und dann die “Funkhausanthologie” vorgestellt, die die IG herausgegeben hat, um die Auflösung des Funkhauses in der Argentinierstraße und damit von ö1 zu verhindern.

Ich habe auch eine kleinen Text drinnen, also endlich wieder einmal eine nicht selbstgemachte Publikation, es wurde aber auch die Entwicklungen im Buchmarkt und im Verlagswesen gesprochen und man konnte Fragen stellen.

Eine Petiionen gegen die Lliedertexte in den Burschenschaftlerbücher gab es auch und eine Diskussion darüber und dann wurde wieder einmal darüber diskutiert, warum Selfpublischer nicht im Katalog der Neuerscheinungen aufgenommen werden und ihre Bücher auch nicht von der IG auf den Messen ausgestellt werden.

Ein endloses Thema, über das, glaube ich, schon vor Jahren diskutiert wurde und das sich immer noch nicht geändert hat und die Situation der Autoren, wird, wie Gerhard Ruiss betonte, wahrscheinlich auch mit der neuen Regierung nicht besser werden, obwoh. er da schon Verhandlungen führt.

Mit Margit Heumann und Sigrun Höllriegl, die ich ja auch einmal im Literaturhaus vor Jahren kennenlernte und deren bei “Keiper” erschienenes Buch über Sylvia Plath ich gelesen habe, bin ich ein Stück nach Hause gegangen und dort erwartete mich ein  Anruf von Renata Zuniga, die mich ja mit der “Klara” zu den “Textsvorstellungen” einladen will. Am vierten April soll das soweit sein, es geht also doch aufwärts und man muß nicht alles so pessimistisch sehen.

Vicki Baums verstreute Feuilletons

Nach dem Partisanenworkshop wo wir uns heute neben einer Nachbesprechung des Nadas-Symposiums damit beschäftigt haben, wie die russischen Ausdrücke in der Original Mnacko-Ausgabe aufs Deutsche übersetzt wurden, ist es am Abend doch ins Literaturhaus gegangen.

Ich habe ja am Wochenende darüber geschrieben, daß ich derzeit öfter Abendstunden habe, so daß es sich für die Literatur nicht mehr ausgeht, heute habe ich aber in der Früh, ich glaube im “Leporello” von einer Vicki Baum Veranstaltung im Literaturhaus gehört und dann ist es sich, nachdem ich doch nicht, wie ich schon fast befürchtete, den sechs Uhr Termin doppelt besetzt hatte, ausgegangen, um dreiviertel sieben hinzufahren, denn ich bin ja nicht gerade eine Viki Baum Spezialistin, habe aber, nachdem in dem Bücherkasten meiner Eltern einige Büchergilde-Gutenberg-Ausgaben von ihr gegeben hat und man auch in den Bücherschränken immer wieder etwas von ihr findet, einges gelesen und im vorigen Jahr auch einen eigenen Vicki-Baum Schwerpunkt machen wollen, der ist dann nur in etwas verkürzter Form passiert, aber einiges ist mir von der 1888 in Wien geborenen, die heute noch dazu ihren einhundertdreißigsten Geburtstag hätte, bekannt.

Sie hat sich als Harvinistin ausbilden lassen, hat dann für ihren ersten Ehemann Kurzgeschichten geschrieben, wie die Literaturwissenschafrtlerin Veronika Hofeneder sowohl im Radio, als auch beim Vortrag sagte und ist dann mit ihrem zweiten Ehemann, einen Dirigenten nach Berlin gegangen. Dort war sie nach ihrem Erfolg mit der Helene Willfuer bei “Ulstein-Redakteurin” und hat in den zwei Zeitschriften, die der Verlag hatte, über einige Jahrzehnte sehr viele Artikel über Mode, Kosmetik, die neue Frau etcettera geschrieben.

Veronika Hofeneder hat sie gesammelt und bei “Atelier” unter dem Titel “Makkaroni in der Dämmerung” heruasgegeben.

Mit Christa Gürtler hat sie diesen Band nun vorgestellt, Birgit Lehner hat einige Texte gelesen und Christa Gürtler und Veronia Hofeneder haben auch einiges aus dem Leben der Autorin, die der neuen Sachlichkeit zuzuordenen ist und sich selber für eine Schriftstellerin zweiter Klasse in ihrer Autobiografie beschrieb erzählt.

1960 ist sie in Amerika gestorben, da hat sie schon auf Englisch geschrieben und einige ihrer Texte handelten auch über die “Sklaven inHollywood”, mit der Filmproduktion hat es bei ihr im Gegensatz zu Gina Kaus mit der sie befreundet war, nicht recht geklappt,und dem Leben in New York.

Die Titelgeschichte handelt von der damals modernen Fotografie, wo sie sehr kritisch beklagte, daß die Leute nicht mehr Lesen sondern nur mehr Bildbände beschauen würde. Dann gab es einen Artiel über die Anforderungen, die an die moderne Frau von 1930 gestellt werden und und…

Sehr interessant, wie sowohl die Herausgeberinnen, als auch Robert Huez, der die Veranstaltung einleitete, meinte und die Leute zum Kaufen des Sammelbandes aufforderte.

Ich habs nichrt getan, mir aber gestern einen Roman von Dorothea Zeeman aus der “Edition Atelier” um vier Euro gekauft und auf meiner heurigen Leseliste stehen noch “Die goldenen Schuhe” und das “Hotel Berlin” würde ich auch gern lesen. Mal sehen ob ich ich das Lesen schaffe, momentan quälte ich mich ja immer noch durch den Joshua Cohen.

Der sechsundsiebzigste Slam

Nachdem mein Besuch beim letzten Poetry Slam kurz vor Weihnachten problemlos klappte, habe ich die literarische Saison 2018 fast wieder mit dem Slam B begonnen, den sechsundsiebzigsten wie Diana Köhle erläuterte, ich war bis jetzt nur bei dreien, werde aber vielleicht eine Slam-Expertin, obwohl ich beim nöchsten in Harland bin und beim übernächsten vielleicht in Leipzig, es ist aber sicher interessant, sich das in Serie zu geben, weil man da ja die Slamer kennenlernt, die vielleicht in ein paar Jahren zu literarischen Größen, wie beispielsweise Elias Hirschl erwachsen.

Ich war wieder schon vor sieben da, habe noch dem Bücherschrank einen Besuch angestattet, dann einen Haufen Bücher mitgeschleppt, wo ich jetzt mit einem Blick in meinen Katalog daraufgekommen bin, daß ich die Hälfte schon zu Hause hatte und in der Wartestunde, habe ich Edouard Luois “Im Herzen der Gewalt”, ein Buch von dem ich im Rahmen meines Frankfurt-Surfings etwas hörte und es mir zum Geburtstag schenken ließ, zum Lesen mitgenommen. Das letzte Mal habe ich ein Weihnachtsbuch, den “Winterschwimmer” dort gelesen, und interessant, daß Louis autobiografischer Roman auch zu Weihnachten handelt, obwohl er kein Weihnachtsbuch ist, ganz im Gegenteil.

Platz habe ich wieder problemlos in der dritten Reihe bekommen und interessant, daß es heute nur zwölf Anmeldungen gab, also alle lesen konnten das letzte Mal fiel ja Christian Schreibmüller weg.

Das Opferlamm, die Präsentation des vormals Siegers fiel ebenfalls weg, so zog die Glücksfee gleich die Reihenfolge und Osama den ich, glaube ich, schon vom letzten Mal kannte, begann mit einem Text über den Verkehr im öffentlichen Verkehr.

Dann kam Bernie, der von dem Erdäpfel Erich, der die Eräpfelin Erika liebt und nicht zum Pommes werden will, slamte und Tom aus Graz, der jetzt anders heißt, mit einer verspäteten Weihnachtsgeschichte.

Interessant, daß wieder ein paar Bekannte unter den Slamer waren, aber auch einige die zum ersten Mal auftraten. Einer setzte sich beim Lesen seiner Gedichte hin, womit er natülrlich nicht gewonnnen hat. Eine junge Frau hatte, glaube ich, ein Debut mit einem Text über die Menschlichkeit.

378 die Beginnerin der zweiten Runde brachte eine Publikumsbeschimpfung, ein Text der mir wahrscheinlich deshalb nicht so gefiel, während mich die junge Frau, die folgte. dadurch beeindruckte, daß sie einen Text über ihre schizophrene Mutter las, die hatte,glaube ich, auch den lauteren Beifall, trotzdem hat die sehr extrovertiert wirkende junge Frau, die eine Ziffer als Namen hat, gewonnen und im dritten Teil wurde es, glaube ich, wie von Diana Köhle schon angekündigt sehr politisch, die neue Regierungsbildung, brachte zwei Slamer zum Dichten und Diana Köhle wies auch auf die Demo hin die morgen stattfindet und  in der vierten Runde rappte unter anderen “Schreibi” über einen “Schnorrer.

Er hat nicht gewonnen und so traten nach der Pause Tom mit einem Text,der nur aus Werbeslogans bestand, gegen 378 die ebenfalls eine Weihnachtsgeschichte hatte, gegen einen Text, der nur aus Fragen bestand und gegen Lea die auf Englisch über sich erzählte an.

Gewonnen hat der Fragetext und Poetry Slam ist interessant, weil junges Publium,  viel Interesse, interessante Themen und ein volles Haus und auf die besten Texte von vier Jahren Tagebuchslam hat Diana Köhle auch wieder hingewiesen.

Wieder einmal Poetry Slam

Ich bin ja keine unbedingte Freundin der Slamerszene und wahrscheinlich auch schon zu alt dafür, wenn umgeben vom Oldi Christian Schreibmüller, Tschif Windisch ist ja inzwischen verstorben, die Zwanzigjährigen auf der Bühne stehen und ins Mikropfon rappen, obwohl ich mich in den neunziger Jahren bei den Slams im Cafe Stein, den “Droschl” veranstaltete, wo man sich bewerben mußte, immer was hingeschickt habe und dann von Anette Knoch gehört habe, meine Texte wären für Slams zu konventionell.

Was wohl stimmt, obwohl es keine Gattungsvorschriften gibt und man auch einen fünf Minuten Text vorlesen kann, aber wenn man keine entsprechende Performance dabei hat,  bekommt man wohl keinen Applaus, was, wie ich heute im Literaturhaus bemerkte, nicht so ganz stimmt und man sich dort in eine Liste eintragen kann und dann ausgelost wird, ob man lesen darf, habe ich mich seither nicht mehr dafür beworben und gehe auch nur, wie oben erwähnt, selten hin.

Mit dem Alfred war ich vor Jahren im Literaturhaus, woe die Moderatin noch Markus Köhle machte, beim B-Slam ist Diana Köhle im schwarzen glitzernden Frack die Moderatorin und die ist eine freundliche Frau, bei einem Karfreitag Slam der Litges war ich mal und dann auch beim Jubiläumslam, aber das war ein Reinfall, weil ich da schon  hörte, man muß aus Platzgründen eine Stunde früher da sein, das war ich auch. Die Sitzreihen waren auch noch alle leer, aber mit Mäntel, etcetzra besetzt, so daß ich im anderen Raum, weit hinten einen Platz fand und die Slamer nur auf der Leinwand gesehen habe.

Da habe ich mir  gedacht, da gehe ich nie wieder hin und habe mich, um die Slams die meist am Freitag stattfinden gedrückt, aber als ich beim Open Mike war, eine Veranstaltungsreihe die die im Lithaus erstmals besuchte, sagte mir eine alte Dame, das dürfe eigentlich nicht sein und wenn ich pünktlich da bin,  bekomme ich einen Platz. Das war dann auch heute, beim fünfundsiebzigsten Slam so.

Ich war schon im halb sieben  beim Literaturhaus, die Veranstaltung beginnt um acht, da gab es keine Schlange. Ich bin zum Bücherschrank gepilgert und habe dann noch eine Runde gedreht und fünf vor sieben standen ein paar Leute vor der Tür und besetzt waren nur die ersten zwei Reihen, so daß sich auch Robert Huez, der mich begrüßte, wunderte, daß ich in der dritten Reihe saß.

Das meine ist es wahrscheilich immer noch  nicht so ganz, obwohl man da ja die jungen Leute kennenlernt, die später vielleicht berühmt werden und Diana Köhle erklärte die Regeln. Zuerst kommt das Opferlamm, das ist meist die letzte Preisträgerin, die ohne Konkurrenz slamen muß und dann vier Runden mit je drei ausgelosten Teilnehmern, die jeweils fünf Minuten lesen dürfen. Das war zuerst eine Vorarlbergerin mit einem Text auf Englisch über Persönlichkeitsstörungen. Dann kam ein sehr junges Mädchen, die das erste Mal mit einem sehr kurzen Text über die Verzweiflung, die man über die verlorene Socken in der Waschmaschine empfindet, auftrat.

Dann kam der Kosmonaut, der inzwischen in Amerstam lebt mit einem sehr Wienerischen Text “Bist du deppert”.

Danach wurde abgestimmt, das heißt laut geklatscht und geschrieen, die Sarah aus Vorarberg hat gewonnen und dann wurde wieder ausgelost.

Da begann eine Frau mit dem schönen Namen  378 mit einem Text über Nikotin, während Xaver eine “Ode an das Salz hatte. Hat er den Poetry Workshop des Writers Studio besucht, wo ja immer eine “Ode an eine Zwiebel” gereimt wird? Dann kam eine Text über Männergedanken und Xavers “Salz” hat gewonnen.

Nummer sieben war der Börni, der seinen Sommer gern in Balkonien verbringt und sich darüber ärgert, daß er in Wien kein richtiges Eis bekommt, gefolgt von Hanna, die sich dfarüber ärgern, daß die Leute kein Brot, keine Butter und keine Eier mehr essen, um sich wichtig zu machten.

Dann kam ein junger Mann mit einem sehr langen Namen und in der letzten Runde, wo eben Chritian Schreibmüller überblieb, trat “Darling” mit ihren Gedanken über Trauer auf. Dann kam Luca und am Schluß ein David, der glauube ich etwas über Poetry Slamer gedichtet hat, beziehungsweise sich darüber ärgerte, daß ihm seine Freubde empfahlen über einen marmeladelosen Krapfen zu schreiben.

Danach war Pause, zum Klo gehen  und Getränke kaufen, wie beim “Fried Symposium” kosten die hier, der vielen Leute wegen, etwas und dann die Schlußrunde, wo noch ein Opferlamm auftrat und dann die vier Sieger einen anderen Text vortragen mußten. Diesmal war die Entscheidung nicht so eindeutug oder Diana Köhle, die auch auf ihr Tagebuchslambuch, das in meinem Badezimmer liegt, hinwies, schürte die Stimmtung, denn eigentlich hatte ich schon lang herausgehört, daß David aus Linz, der in Salzburg studiert, der Sieger ist.

Den nächsten Slam gibts am 12. Jänner, da sind wir, glaube ich, in Wien. Ob ich hingehen werde, weiß ich noch nicht. Da gibts wahrscheinlich noch nicht sehr viele Alternativen.

Es waren aber auch andere ältere Leute im Publikum und Hand Kantischar, der im Haus wohnt und von Diana Köhle erwähnt wurde, daß man laut klatschen soll, damit  der Psychotherapeut Mitte sechzig, der schon mal gewonnen hat, wieder herunterkommt, ist mir auch bekannt.

Vom Partisanenworkshop zur Exilpreislesung

Ich bin ja seit Montag ein bißchen oder ziemlich krank,  ich bin, auch wenn mir das der Uli nicht glaubt, auch sehr gewissenhaft und so habe ich Dienst nach Vorschrift, also meine Stunden gemacht und bin heute am Nachmittag wieder in die “Dokumentationsstelle für ost und mitteleuropäische Literatur” gegangen und habe weiter in dem Kapitel das mir Jakob Eder schickte nach den literarischen Motiven gesucht und am Abend war im Litertaturhaus. dieLesung der Exilpreisträger und die wurden ja bis 2009, glaube ich, immer im Amerlinghaus vorgestellt, dann gab es ein tolles Buffet das das Beisel stiftete im unteren Veranstaltungsraum, aber ab 2010 wurden die Preise am Samstag um fünf auf der “Buch Wien” vergaben und da gab es kein Buffet. ob es sonst eines gegeben hätte, wäre mir entgangen. Aber heute im Literaturhaus war es wieder so weit, weil ich aber eine sechs Uhr Stunde hatte, bin ich wieder erst nach Viertel ins Literaturhaus gekommen und habe da weit hinten einen Platz hneben Cornelia Stahl gefunden, die ich einmal auf der “Anderen Buchmesse” kennenlernte und die mir versprach, sie würde mich im Juni interviewen. Das war, glaube ich, so 2014, jedenfalls habe ich damals das “Gruftiemädel” gelesen und das Interview hat seither, erraten, noch immer nicht stattgefunden und wahrscheinlich sind es meine selbstgemachten Büchern, mein Bloggen und vielleicht auch meine Flüchtigkeitsfeher, die das verhindert haben.

Ich treffe Cornela Stahl aber regelmäßig und als ich das Literaturhaus erreichte, haben gerade die Schüler der Htl-Braunau gelesen, die den Schülerpreis gewonnen haben. Denn das gibt es beim “Exil-Preis”, den Christa Stippinger schon lange organisert und diemal waren Jessica Beer, Klaus Nüchtern und Sina Tajajori eine früherer Peisträger in der Jury, der hat dann auch ein Stück aus seinen noch nicht fertigen Roman die “Paradiesstraße” gelesen und dann kamen schon die vier Prosapreisträger, denn der für Lyrik wurde wieder nicht vergeben, so gab es zwei erste und zwei zweite <preise und einen Jugendpreis gab es auch, den hat ein fünfzehnjähriger Asiate, der glaube ich, ein Asperger Syndrom hat, gewonnen  und die beiden ersten Üreisträgerinnen waren die Tschechin Helena Srubar mit ihrem Text die “Deutschstunde” und ich glaube auch Joanna Michalczuk aus Polen.

Zdenka Becker, die auch in der CSSR geboren wurde, in Bratislava studierte, aber schon lange in St.. Pölten lebt, hat auch eingereicht und gewonnen und zwar mit einer wahren Geschichte, die “Die Frau mit den vielen Namen” heißt.

Irene diwiak die mit “Liebwies” auf der Shortlist für die Sparte Debut des dBp stand und leider nicht auf die des Bloggerpreises gekommen ist, hat den “Preis für Deutsch als Erstsprache” mit einer Geschichte wo sich die Fatima, die immer ein  schwarzes Kopftuch trägt für die Hauptrolle im musical “Hair” bewirbt. Wie wird sie das machen?, stöhnt der Musiklehrer und rauft sich die Haare.

Dann wurde noch ein dramtikerpreis vergeben und den hat der Iraner Amadiraz Gudarzi mit seinem Stück “Zwischen uns und denen” gewonnen, wo Christen und Muslime auf einen Rettungsboot sitzen und sich gegenseitig ins Meer schmeißen.

Jetzt fehlt noch, richtig, ein Preisträger, nämlich ich glaube der Bulgare Gabriel Furmuczachi für seinen Text “Klick”, wo  ein Fotograf sein krankes Kind in ein Spital bringt.

Dann  gab es ein Buffet, bei dem ich nur sehr vorsichtig zugegriffen habe, obwohl es lauter gute Sachen, wie Schnitzel Falaffel, Humus, Linsen, Reis und auch Schokoladetorte gegeben hat und mich dabei sowohl mit Cornelia Stahl, als auch mit Zdenka becker als auch mit Irene Diwiak unterhielt, die sehr freundlich war, während ja andere Debutanten oder Newcomer ganz schön arrogant sind.

Und ein Adventkalenderfenster, eine “Nika-Vorform” gibt es heute auch.

Ach! Reden über die Liebe

Robert Huez

Robert Huez

Jürgen Meindl

Jürgen Meindl

Ach reden wir über die Liebe, ein sehr schöner, hoffnungsvoller und auch interessanter Satz. Das Literaturhaus Wien tut es jetzt fast eine Woche lang, denn seit zwei Jahren, glaube ich, dauert das Erich Fried Symposium so lange und diesmal ist die Liebe das Thema.

Aha, werden meine literarisch gebildeten Leser sagen, das ist ja ein berühmtes Fried-Gedicht und den letzten Absatz, “Es ist wie es ist, sagt die Liebe!”, zitiere ich ja immer besonders gerne, wenn wieder jemand kommt und mir erklärt, daß ich nicht schreiben kann.

Ich schreibe, wie ich kann und ich interessiere mich für Literatur und deshalb bin ich heute auch ins Literaturhaus gegangen, beziehungsweise mit Bus und Straßenbahn gefahren und auch eine Viertelstunde zu spät gekommen, weil ich eine sechs Uhr Stunde hatte und dann bin ich zwei Stunden ganz hinten gestanden und habe den Kopf geschüttelt, als eine Dame, die noch ein Stückchen hinter mir in der letzten Reihe saß, bedeutete, ich solle mich verziehen.

Es ist, wie es ist und ich blieb jetzt auch stehen, weil ich etwas sehen wollte. Es war sehr heiß, ich habe in der Jacke und dem Schal geschwitzt und jetzt tut mir  das Kreuz vom vielen Stehen weh.

“Es ist, wie es ist!”, sagt die Liebe und Erich Fried, der 1921 in Wien geboren und 1988 in Baden Baden, ich glaube, bei einer Veranstaltung, gestorben ist. Dazwischen hat er, weil er ja vor den Nazis fliehen mußte, in London gelebt und die Eröffnungsrednerin des heurigen Symposiums kommt, was sicher nur ein Zufall ist, aus england und weil man für eine Veranstaltung, die dann so voll ist, daß eine keinen Sitzplatz mehr findet, Werbung machen muß, war es heute im Mittagsjournal und als ich da den Namen Jeanette Winterson hörte, schnallte es bei mir, denn “Das Powerbook” von dieser Autorin liegt ja seit einigen Monaten auf meinen Schlafzimmertischchen. Ich habe es einmal im Schrank gefunden und dann hervorgeholt, denn darin geht es ja über das Netz und ich habe in den letzten Monaten ja einen Internet oder Blogroman geschrieben und dachte, das nehme ich als Recherchelektüre. Dann kam der Sommer und damit das doppelte oder jetzt schon dreifache Buchpreislesen und weil mir jetzt schon fast alle Verlage ihre Vorschauen schicken und ich nicht nein sagen kann oder will, häuft sich mein Badezimmerstapel,  ich schob das Lesen auf und dachte, was auch stimmte, ich kann “Die unsichtbare Frau” auch ohne dieses Buch schreiben, hatte jetzt aber ein Aha-Erlebnis.

Klaus Amann

Klaus Amann

Zum Signieren habe ich es  trotzdem nicht ins Literaturhaus mitgenommen, erstens bin ich keine Autogrammsammlerin und zweitens ist die Tasche, die ich von der Ruth geschenkt bekommen habe, so klein, daß es nicht hineingepasst hatte, denn da steckte ja ohnehin schon Jovana Reisingers “Still halten”, das vierte Bloggerdebutshortlistbuch, das ich gerade zu lesen angefangen habe.

Zum Weiterlesen bin ich im Literaturhaus aber nicht gekommen, denn ich kam ja zu spät und steckte dann im Stau und als ich das Literaturhaus erreichte, hielt Julia Danielcyk gerade ihre schöne Eröffnungsrede, dann kam der britische Botschafter und sagte, wir alle können seine Facebookfreunde werden, denn er kommuniziere gern mit Menschen.

Dann kam, glaube ich, noch Anne Zauner die Kuratorin und dann schon die 1959 in Manchaster geborene Autorin. Die ist ein Adoptivkind, wurde von streng religiösen Elternangenommen und dann verstoßen, als sie mit sechzehn eine lesbische Bezihung einging, sie ging dann nach Oxford um englische Literatur zu studieren und wurde dann mit ihrem Erstling “Orangen sind nicht die einzige Frucht”, die auch der Botschafter lobend erwähnte, bekannt.

Jetzt hielt sie einen Vortrag auf Englsich über die Liebe, erwähnte Romeo und Julia, Tristan und Isolde und auch Donald Trump dabei, die Lwute lachten und die, die sich zur Diskussion meldeten, luden sie  zum Kaffeetrinken ein, nur leider fliegt sie schon morgen, wenn das Programm so richtig losgeht, wieder zurück.

So konnte man wahrscheinlich mit ihr im Anschluß anstoßen oder sich die Bücher signieren lassen und ich, die ich am Nachhauseweg drei schon vergilbte Taschenbüchlein von der 2015 in Darmstadt verstorbenen Gabriele Wohmann fand, kann mir jetzt überlegen, wann ich “Das Powerbook” lesen werde.

Am Mittwoch ging es dann im Filmcasino mit zwei Filmen, nämlich dem “Greenaway-Alphabet” und “Goltzius  and the Pelican Company” von Peter Greenaway, wo es ziemlich erotisch zuging, weiter.

Am Donnerstag war das Programm wieder im Literaturhaus mit dem Schwerpunkt Prosa und Essay und da bin ich zu dem Vortrag von Bianca Burger über die Sexualratgeber der Zwischenkriegszeit zu spät gekommen, habe aber, glaube ich, einen solchen von Paul Lazarsfeld  in meinem Praxiszimmer stehen.

Teresa Präauer

Teresa Präauer

Franz Schuh

Franz Schuh

Dann kam die Präsentation von Peter von Matts “Sieben Küsse” und der streifte, weil der Verlag zu seinem achtzigsten Geburtstag, ein Buch von ihm haben wollte, in sieben Essays durch die Literaturwissenschaft, beziehungsweise beschäftigte er sich mit den Werken, wo es um das Küssen ging und da wurde die Mrs Dalloway ja auf ihrer Abendveranstaltung von einer Freundin geküßt und bei Tschechow gibt es auch eine Erzählung, wo ein Langeweiler plötzlich einen Kuß bekomme und darüber aufblüht.

Sehr interessant, obwohl es wahrscheinlich das Beste ist, die Bücher im Original zu lesen, aber zu Mrs Dalloway bin ich noch nicht gekommen, obwohl ich das Buch, glaube ich, mal gefunden habe und jetzt wenigstens weiß, worum es darin geht.

Dann kam Zsuzsa Bank mit ihrem neuen Buch “Schlafen werden wir später”, wo es um eine Mailfreundschaft zweier Freund waren innen geht und ich muß gestehen noch kein Buch von Zsuzsa Bank gelesen zu haben, obwohl ich, glaube ich, einmal bei einer “Literarischen Soiree” war, wo über eines ihrer Bücher gesprochen wurde. Dagegen habe ich, wie wahrscheinlich die meisten von der Norwegerin Hanne Ostavik  noch nie etwas gehört, was wahrscheinlich kein Wunder ist, da sie jetzt erst übersetzt wurde, obwohl das Buch aus dem sie gelesen hat, schon vor zwanzig Jahren erschienen ist und am Schluß kam der 1954 in London geborene Hanif Kureshi, von ihm habe ich, glaube ich, auch schon was im Schrank gefunden und den Film “Mein wunderbarer Waschsalon” habe ich 2000 im Rahmen der Widerstandsbewegungen gegen schwarz blau im Filmcasino gesehen.

Der hat jetzt ein Buch geschrieben, wo es um einen achtzigjährigen im Rollstuhl sitzenden Mann geht, der miterleben muß, wie ihn seine Frau mit seinem Freund, der ein Schwindler ist, betrügt.

Am Freitag ging es dann um Lyrics, das heißt zuerst einmal ging es den Literaturwettbewerb für Schüler “Zehn Zeilen  Zuneigung”, den das Festival ausgeschrieben hat. Gustav Ernst, Zita Bereuter, Thomas Ballhausen und Robert Huez waren in der Jury.

Siebzig Texte wurden eingereicht, die drei ausgewählten wurden vorgestellt und dabei hat mir der Text eines jungen Mannes mit blauen langen Haaren “Ich lerne mich zu lieben, damit ich dich lieben kann”, am besten gefallen und das werde ich, glaube ich, auch meinen Klienten so sagen.

Dann gings zu einer von Thomas Ballhausen moderierten Diskussion über Lyrik, bei der Silvia Geist, Tristan Marquart, Judith Nika Pfeifer und Clara Luzia teilgenommen haben.

Klara Luzia ist eine Singer Songwriterin, die im Anschluß ein Solokonzert gab und dazu sagte, daß sie Solokonzerte hassen würde. Dann wurde es hochkarätisch, es kamen nämlich drei je zehn Minuten Lesungen mit Friederike Mayröcker, Jan Wagner und Oswald Egger. Friederike Mayröcker hat 2001 den “Büchner-Preis” bekommen, Jan Wagner heuer und 2015 den “Preis der Leipziger Buchmesse” mit seinen Regenbogenvariationen” und Oswald Egger von dem ich vor kurzem “Val di non” gelesen habe, den “Trakl-Prei”s. Da war es im Literaturhaus auch sehr voll und dann wurde “Die unmögliche Liebe” die Kunst des Mminnesangs in Neuübertragungen” vorgestellt. Das ist ein Buch, das von Tristan Marquart und Jan Wagner herausgegeben wurde und sechzig Dichter und Dichterinnen wie Elke Erb, Ulrike Draesner, Gerhard Ruiss, Oswald Egger, Silvia Geist, etcetera, haben nachgedichtet.

Franz Schuh

Franz Schuh

Teresa Präauer

Teresa Präauer

Silvia Geist, Ulrike Draesner und Oswald Egger haben ihre Übersetzungen vorgestellt. Daniele Strigl hat moderiert. Dann wurden die Stühle für das anschließende Konzert von Sophia  Kennedy weggeräumt, ich habe mir einen Becher Wein gekauft, bei den “Fried Tagen” muß man neuerdings dafür bezahlen, mich länger mit Helene Hofmann uterhalten, die mir auch mein neues Buch abkaufte, mich dann kurz auf die Sesselreihe im Foyer gesetzt, als sich dann aber die Leute vor mich stellten und ich nichts gesehen habe und es nur laut war, bin ich gegangen, um noch Zeit zum bloggen zu haben, denn das soll man ja, wie mein Kritiker Uli unermüdlich anmerkt, der auf seinen Blog einen längeren diesbezüglichen Artikel geschrieben hat, ja tun. Helene Hofmann hat mich übrigens gefragt, warum ich ihm immer antworte, wahrscheinlich weil ich mich im Argumentieren üben will, harmoniebedürftig bin und mit allen gut auskommen möchte, ist die Antwort, es ist aber schon bedrückend, immer wieder solche Kommentare zu bekommen.

Helene Hoffmann hat mir noch gesagt, daß sie am Samstag den “Graphic Novel-Tag” nicht kommen würde und ich habe mich noch gewundert, daß es diese einen ganzen Nachmittag und Abend geben würde, denn ich bin keine Graphic Novel Spezialistin, obwohl ich schon einige gelesen habe und als ich dann am Samstag knapp vor zwei eintraf, war es wieder sehr voll, so daß ich gerade noch in der vorletzten Reihe einen Platz bekommen habe.  Zita Bereuther saß am Podium mit dem 1960 in Boston geborenen Scott Mc Cloud, der seine Novel “Der Bildhauer” vorstellte und einen fulminanten Einblick in das Comicschreiben gab.

Dann ging es nach Frankreich oder zu den 1984 geborenen Bastien Vivens, der schon drei Novels geschrieben hat, eine heißt “Der Geschmack des Chlor”, da gibt es viel Bewegung und kaum Sprache, denn Bastien Vivens kommt vom Trickfilm her, bei der “Schwester” und der “Liebe” änderte sich das und als ich in der Pause in die untere Bibliothek, dort wo es den Büchertisch und die Getränke gibt, ging, wunderte ich mich über die Schlangen, die sich die Bücher signieren ließen und die beispielsweise, die des danach auftretenden Amerikaner Craig Thompson, eine amerikanischen Comic Größe, wie Anne Zauner einleitete, waren auch sehr teuer. Die Leute stellten sich aber, glaube ich, über eine Stunde an und die Autoren zeichneten auch etwas in das Buch hinein.

Erstaunlich für mich, die ich ja eher den Eindruck habe, Bücher wären unverkäuflich, bei Comics ist das offenbar anders und dann kam  noch eine Österreicherin, nämlich die 1967 in Wien geborene Ulli Lust, mir bisher genauso unbekannt, wie die anderen Autoren und die bestätigte etwas, was schon Craig Thompson erwähnte, daß Graphic Novels oder Comics sehr autobiografisch wären.

Sie hat zwei solche, sowie die “Flughunde” von Marcel Beyer, nämlich “Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens”, sowie  brandneu, die Fortsetzung davon “Wie ich versuchte ein guter Mensch zu sein”, wo es um eine Dreiecksbeziehung, nämlich ihre sexuelle Beziehung zu einem Nigerianer und die mehr intellektuelle zu ihrem Freund Georg oder so, ging.

Sehr erstaunlich für mich diese Erfahrung, gelten ja, wie auch diskutiert wurde, die autobiografischen Elelemente in der Literatur als etwas eher Verpöntes und, daß sich soviele Leute dafür interessieren, die Bücher kaufen und sich eine Stunde dafür anstellen, war für mich auch neu, obwohl bei der Friederike Mayröcker steht man wahrscheinlich auch etwas länger, aber da haben die Buchhändler, als sie den Bp bekam schon gestöhnt, daß sie sich nicht so gut verlaufen lassen würde.

Eine neue Erkenntnis und ein Eck der Literatur in dem ich nicht so zu Hause bin, dann ging es von den Comics weg und wurde wieder experimenteller, stellte doch Sebastian Fasthuber den Amerikaner Mark Z. Danieleswski und sein Monsterprojekt “The Familar” vor, von dem es schon fünf Bände gibt, siebenundzwanzig sollen es noch werden und es geht darin, um eine Katze und um noch vieles andere. Eine Sondernummer der “Flugschrift” hat der Autor auch gestaltet.

Das war es dann, der Parcour der verschiedenen Genres durch die Liebe und am Sonntag kam dann die berühmte Preisverleihung und da ist ja das Besondere, daß hier ein Juror allein entscheidet, weil man sonst ja meistens den Durchschnitt der Jurymitglieder also zu einer Kompromißentscheidung kommen muß und diesmal war Franz Schuh der Juror, dessen “Fortuna: Aus dem Magazin des Glücks” auf der “Longlist des österreichischen Buchpreises” stand und der hat  Teresa Präauer ausgewäht, die mir ja das erste Mal als Illustratorin von Wolf Haas “Die Gans im Gegenteil” aufgefallen ist, dann hat sie schnell ein paar Romane herausgebracht und aus dem mit den Affen hat sie in Klagenfurt gelesen und wurde durch alle Runden durchgewinkt und ist ohne Preis nach Hause gegangen, bei den “O-Tönen” im letzten Jahr habe ich sie daraus gehört. Aber zuerst kamen im Literaturhaus, in der obeneren Bibliothek, wo man jetzt aus Angst vor dem Bücherdiebstahl die Jacken abgeben mußte, eine Reihe von Begrüßungsreden.

Dann kam der Klagenfurter Literaturprofessor Klaus Amann, der mich auch einmal mit Mitjuroren für einen Preis nominiert hat, mit der Vorstellung des Laudators.

Da las er eine Rezension vor, wo bedauert wurde, daß der Autor über kein Werk verfüge, weil keinen Roman geschrieben und ich dachte “<Ö ha, was ist denn mit dem “Stadtrat”, ein Buch, von dem ich, wie meine Leser vielleicht wissen, bedauere, es noch nicht gelesen zu habe, aber das ist ja bei “Ritter” erschienen und hat sich daher  nicht zu den Rezensten durchgesprochen.

Dann kam die Laudatio in der sich Franz Schuh auf “Jonny und Jean” bezog, das offensichtlich auch bei den  O-Tönen vorgestellt wurde und Teresa Präauer bezog sich in ihrer Dankesrede auf den “Blick” oder die “Posen der Jugend”, das ist offenbar ein Bild einer Künstlerin, wo zwei Jugendliche auf einem Sofa sitzen und vor sich hinschauen. Daraus hat sie einen Rundumschlag auf die prekären Arbeits- und Ausbildungsverhältnisse gezogen und sich danach bei allen, also auch beim Publkium für den Preis bedankt.

Open mike on tour

Von den Nachwuchsveranstaltungen sind der Poetry Slam und der Open Mike zu vermelden, wo auf die jungen Talenteaufmerksam gemacht wird und der Einstieg in den Literaturbetrieb beginnt oder man bleibt draußen, wie ich, die ich in den Neunzigerjahren auf beide Veranstaltungsformen aufmerksam wurde.

Der erste Poetry Slam, von dem ich hörte, war der, den “Droschl” im Cafe Stein veranstalte, da konnte man, inzwischen glaube ich, unüblich, einen Text hinschicken und wurde ausgewählt. Das habe ich ein paarmal gemacht, aber meine Texte waren natürlich viel zu bieder und die entsprechende Vortragsweise, die man dazu haben muß, habe ich wohl auch nicht. .

Inzwischen haben das ja Mieze Medusa und Markus Köhle perfektioniert und im Literaturhaus findet jeden Monat eine solche Veranstaltung statt, wo es bummvoll ist und der zweite Veranstaltungstyp ist der Open Mike, da habe ich, glaube ich, auch einmal an einer von Walter Famler moderierten Veranstaltung im Cafe Stein teilgenommen, wo ich aus den “Wiener Verhältnissen” gelesen und von Walter Famler unterbrochen wurde und dann hat die Bezirkszeitung so eine Reihe mal veranstaltet, wo sich die Amatuere hinwenden konnten, man wurde ausgelost.

Ich habe auch einmal gelesen, das Publkum hat abgestimmt, ich habe nichts gewonnen und die professionelleren Veranstaltungen, sind die Literaturhaustouren, beim Slam, wo Elisas Hirschl  Weltmeister ist und der Open Mike wird seit fünfunfzwanzig Jahren in Berlin veransgtaltet, da schicken Leute bissechsunddreißig ihre Texte hin, circa fünfhundert Einsendungen sind da heuer gekommen, eine Jury aus Olga Grjasnowa, Nico Bleutge und Ingo Schulze, die, vielleicht selbst einmal gelesen oder gewonnen haben, wählen dann zwanzig Leute aus und die haben vor zwei Wochen in Berlin vor Publkum gelesen.

Vier haben gewonnen und die gehen jetzt auf Tour und haben heute im Literaturhaus gelesen und diese Veranstaltung gibt es schon ein paar Jahre, ich bin aber irgendwie nie hingekommen, obwohl vor ein paar Jahren Sandra Gugic gelesen und gewonnen hat.

Heute war das trotz meiner derzeit eher vielen Abendtermine anders und ich bin extra früher hingewgangen, weil ich gedacht habe, vielleicht ist es sehr voll.

War aber nicht so, was irgendwie auch natürlich ist, denn wer kennt in Wien schon die jungen Nachwuchstalente, die zuerst in Berlin den Open Mike gewinnen und dann vielleicht ein paar Jahre später in Klagenfurt lesen.

Irrtum, ich kannte schon eine, wie ich gleich ersah, als ich die schon erschiene Anthologie durchblätterte, nämlich Sara Wipauer, die ja eine Zeitlang meinen Blog kommentierte und auch bei den letzten “Mittleren”, die ich veranstaltete, gelesen hat, die war bei den ausgewählten zwanzig, also in dem Buch, aber nicht bei den Gewinnern.

Das waren nämlich vier, davon, zwei Prosapreisträger, eine Lyrikerin und dann die Gewinnerin des Publkumspreises und interessant, drei von ihnen studieren in Leipzig, Hildesheim oder Biel und Diana Köhle, die auch die Slams im Literaturhaus macht, hat moderiert und mich beim Kommen  sehr freundlich gegrüßt.

Die ältere Dame, die neben mir saß und sich wunderte, wo die Leute sind, hat mir von einem Tagebuchslam erzählt, wo sie und ihre Mutter mitmachten und da ist jetzt ein Buch erschienen, das ihr Diana Köhle überreichte und weil es bei “Holzbaum” erschienen ist, ist die Wahrscheinlichkeit groß, daß es zu mir kommt.

Inzwischen leitete aber Robert Huez, die Veranstaltung ein und Diana Köhle, die auch in Berlin, bei der Preisverleihung war, interviewte den Juror Nico Bleutge, der ja auch einmal den “Fried Preis” bekommen hat.

Dann begann der erste Prosagewinner, der 1986 geborene und in der Schweiz lebenden Ralph Tarayil, der seinen Text  “Das Liebchen” las, wo es um Werwölfe und zwei Kinder ging, die in den Alpen mit einer Nylonschnurr Mopedfahrer zu Fall bringen.

Der zweite Prosapreisträger ist der  ebenfals 1986 in Polen geborene Mariusz Hofmann, der in Hildesheim studiert, dessen Text “Dorfköter”, in einem ponlischen Dörchen spielt, wo die Auto aus Deutschland auf Besuch kommen und sich die Kinder antrinken oder anschnüffeln und der Text ist ein kapitel aus einem Roman, der vermutlich bald erschienen wird.

Die Lyrikerin war die  1993 in München geborene und in Leipzig studierende Ronya Othmann und die Publkumspreisträgerin Baba Lussi, 1989 in Basel geboren und in Biel studierend, hatte ein sehr beeindruckendes Langgedicht “So kommts”, wo sie fast slamartig vortrug, daß einmal ein Fremder in ihrer Wohnung saß, ein fremder Riese, ein sehr rhytmischer und spannender Sprachgesang.

Sarah Wipauer war im Publkum unterhielt sich mit den Üreisträgern, ich habe mich wieder lange mit Robert Huez unterhalten,  Wein getrunken und bin jetzt wieder sehr gespannt, was ich von den jungen Talenten, die jetzt noch in Frankfurt und in der Schweiz weiterlesen werden, noch hören oder lesen werde.

Gespräche mit zugewanderten Schriftstellern

Die “Edition Exil”, zu deren Veranstaltungen und Preisverleihungen ich ja gerne gehe und auch sehr viele ihrer Publikationen lese, hat ein neues Buch, das heute im Lteraturhaus vorgestellt wurde, herausgebraucht und diesmal ist es keine Pubklikation eines früheren Preisträgers, wie ich eigentlich annahm, sondern Wiebke Sievers, Holger Englerth und Silke Schwaiger haben im Rahmen des Projekts “Literatur on the Move” Interviews mit neun nicht in Österreich geborenen, aber dort lebenden Schriftstellerinnen und Schriftsteller geführt und das  Buch “ich zeig dir wo die krebse wohnen, genannt.

Die interviewten Autoren und Autorinnen, die zu ihren Schreibverhalten, ihren Lieblingsautoren und noch vielen anderen befragt wurden, sind: die 1971 in der Türkei geborene Sehir Cakir, die mit zwölf jahren nach Österreich gekommen ist, 2005 einen Prosapreis bei “Schreiben zwischen den Kulturen gewonnen hat und deren zwei bei der “Edition Exil” erschienenen Prosabände ich auch gelesen habe. Sie hätte bei der Veranstaltung lesen sollen, ist aber erkrankt, ausgefallen, so daß Hoger Englerth und Silke Schwaiger einen Teil ihres intervies vorlasen.

Der 1968 in Bulgarien geborene Dimitre Dinev, der glaube ich, auch bei der “Edition Exil” begonnen hat, ist dann mit seinem Roman “Engelszungen” schlagartig bekannt beworden. Das Buch habe ich einmal im Schrank gefunden und muß es noch gelesen werden, ich habe den Autor aber bei verschiedenen Lesungen, wie bei “Literatur und Wein”, im Musa und auch  bei “Rund um die Burg” gehört.

Ilir Ferrir aus Albanien, der auch bei “Schreiben zwischen den Kulturen” gewonnen hat und inzwischen, glaube ich, bei  “Edition Atelier” verlegt.

Anna Kim aus Südkorea, eine inzwischen ebenfalls sehr bekannte Autorin, die schon mehrere Bücher in großen Verlagen herausbrachte und die ich zuletzt bei den O Tönen hörte.

Die aus der Ukraine kommende, 1983 geborene Tanja Majlartschuk, die erst 2011 nach Wien gezogen ist, war die einzige anwesende Autorin, die auch aus ihren neuen noch nicht auf Deutsch erschienenen Buch “Vergessenheit” gelesen hat, in dem es um eine Schriftstellerin geht, die über einen polnischen Philosophen, der sich sehr für die Ukraine einsetzte und in den den  neunzehnzwanziger Jahren in Wien gelebe hat, einen Buch schreiben will.

Dann gab es noch einen journalistischen Text der Autorin, die ich auch einmal ibei der “Literatur und Wein” hörte und deren “Biografie eines zufälligen Wunders” ich gelesen habe und ein längeres Gespräch, wo sie viele Fragen zu ihrem Schreiben und ihrem Verhltnis zu der Ukraine beantwantwortete.

Julya Rabinowich ist auch von der “Edition Exil” hergekommen, hat dort ihren “Spaltkopf” herausgegeben und inzwischen Karriere gemacht, beim Bachmannpreis gelesen, die letzte Vorlesung zu “Autorinnen feiern Autorinnen” gehalten, etcetera.

Doron Rabinovici 1961 in Tel Aviv geboren, zählt zu den eher politischen Autoren, der im Zuge der “Waldheim-Affaire” auch den “Rebulkanischen Clu”b mitbegründet hat, mit seinen “Außerirdischen” auf der “Longlist des österreichischen Buchpreises” steht. Mit “Andernort” war er 2010 für den “Deutschen Buchpreis” nominiert. er hat den “Wildganspreis” und den “Ehrenpreis des österreichischen Buchhandels” bekommen und ich freue mich schon sehr auf das Lesen seines neuen Buches.

Mit  dem Tschechen Stanilav Struhar habe ich schon einmal bei den “Textvorstellungen” gelesen und er dürfte wohl zu den eher unbekannteren Autoren zählen, die interviewt wurden, denn er letzte vorgestellte Autor ist der 1966 in Leningrad geborene Vladimir Vertib, der auch schon auf der Longlist des dBp gestanden ist, der der “Kramer- Gesellschaft” angehört und von dem ich schon einige Bücher gelesen habe.

Die Ingterviews drehten sich, gaube ich, auch um die Frage, ob sich die Autoren durch ihre migrantische Erfahrung beim Schreiben diskriminiert fühlten? Sie haben das glaube ich alle mit “Ja!”, beantwortet. Aber die meisten der Interviewten haben literarische Karriere gemacht und gehören inzwischen  zu der sehr vielfältigen österreichischen Literaturszene.

Wiebke Sievers hat in ihrer Einleitung noch von historischen Autoren mit migrantischer Erfahrung, wie Elias Canetti, Milo Dor und György Sebestyen gesprochen und es ist, glaube ich, in Zeiten, wie diesen wo sich der Wahlkampf hauptsächlich um den Einwanderungsstop dreht, sehr interessant zu erfafren, daß ein gar nicht so kleiner Teil der österreichischen Autoren migrantische Wurzeln  hat.

So ist ein sehr interessantes Buch daraus entstanden, das ich allen, die vielleicht in einer Woche die ÖVP oder die FPÖ wählen wollen, wirklich nur empfehlen kann.

Ich werde es auf meine Leseliste stellen und hoffentlich bald zum Lesen kommen, inzwischen “Die Außerirdischen” lesen und mich auf den nächsten “Exil-Literaturpreis” freuen, der ja wieder auf der nächsten “Buch Wien” vergeben wird.