Sechster Nanotag

Wie geht es mit dem “Nano”?, werden meine Leser vielleicht fragen und die Antwort lautet gut mit Fragezeichen.

Denn ich habeja schon geschrieben, daß ich wieder mal gehörig geschmummelt habe und also mit über fünfzehntausend Worten am Montag eingesgtiegen bin, die ich überwiegend in der Vorwoche geschrieben habe. Inzwischen sind es vierundzwanzigtausendsiebenhundert, also fast die Hälfte, wenn ich so weitermache, wäre ich am elften fertig, steht auf meiner Statistikseite.

bin ich natürlich nicht, da ich derzeit täglich zwischen neunhundert und etwa dreitausend Worte geschrieben habe. Gut ich habe mehr Zeit, weil heute Abend kein Geburtstagsfest und nächste Woche keine “Buch Wien” und bei den Onlineveranstaltungen weiß man auch nicht so genau, ob die jetzt stattfinden oder vielleicht verschoben beziehungsweise abgesagt worden.

Daß ich weit voraus war und in der zweiten Woche also meistens nach der “Buch Wien” manchmal schon früher fertig war, ist mir auch schon passiert, meistens fehlten mir dann noch einige tausend Worte und die mußte ich dann anstückeln was immer gelungen ist und die fertigen sieben Bücher, die es inzwischen gibt, liegen alle darunter, manchmal sind auch Schreibberichte darin, die über den Nanorimo erzählen.

Was diesmal anders ist, ist ich habe das Ganze bisher noch nicht durchkorrigiert, um weiterschreiben zu können, das heißt, bis jetzt sind noch keine Worte weggefallen. Das heißt, wenn ich so weitermache täglich meine tausend bis zweitausend Worte schreibe und das bis zum Dreißigsten schaffe, dann habe ich mehr als die fünzigtausend also einen umfangreicheren Roman, was ich ja eigentlich immer will.

Bisher könnte es auch so aussehen, aber aus Erfahrung weiß ich, daß das schon öfter so war, ich bin mitten drin, habe keine Ahnung, wie es weitergeht und dann weiß ich plötzlich noch zwei drei Szenen und ich bin fertig.

Ich habe in meinem Notizbuch einige Szenen aufnotiert und hantle mich diesmal, wie ich das etwas auch bei der “Radiosonate”,die auch länger ist, so machte, an der Jahreszeit voran, ich habe mit dem 1.1.2020 angefangen bin jetzt beim siebenten September, dem Schulanfang. Die Zahlen steigen, verschärfte Maßnahmen müßen her heißt es überall, die Schule beginnt und in die ist der kleine Max, der in Mathildes Haus wohnt, gekommen. Trifft sie am ersten Schultag und erzählt ihr stolz “Ich bin Maskenpolizist geworden, setzt doch deinen Mundschutz!”, auf, das habe ich von einem Demoteilnehmer geklaut, der so was erzählte. Das gebe ich zu und wenn ich mich so weiterhantle kommt die Wien-Wahl, die Verschärfungen, die drohenden Lockdown-Gerüchte “Am 23. Oktober ist es soweit!”, sagte FPÖ-Obmann Hofer, der inzwischen real positiv getestet wurde und leichte Symtpome, wie Schnupfen und Atemnot hat.

“Das ist ein ganzer Entenstall!”, sagte der Geundheitsminister. Am zweiten November war es dann soweit, dann kam der Terroranschlag und da sollte man auch am Tag und nicht nur nach zwanzig Uhr zu Hause bleiben, um den Polizeieisatz, da marschieren sie mit Maschinenpistolen und alle sind sehr aufgeregt, nicht zu behindern.

Das gäbe für den dystopischen Roman, den ich ja schreiben will, etwas her, die Verschwörungstheorien nehmen. Alles ist geplant, von Bill Gates, den Marsmenschen oder wem auch immer und man hätte ein herrliches Szenario und so was schwebt mir auch vor.

Das Problem dabei ist aber Erstens, daß ich noch nicht weiß, wie es weitergeht und Zweitens, daß ich mich ja trotz allem “Ab acht dürfen Sie nicht hinaus und wenn Sie ohne Maske in die U-, Bahn steigen, werden Sie fixiert oder zusammengeschlagen!”, ja in der Realität befinde

“Wissen wir alles schon!”, werden da die Leser sagen. Wo ist da die Utopie, um das zu vermeiden, habe ich ja an die spanische Grippe gedacht und da schon ein paar Szenen, ich glaube, eigentlich nur eine geschrieben, wo die Aloiisa mit der kleinen Hilde mit Mundschutz auf den Friedhof fährt. Da bin ich noch zu schlampig und zu oberflächig und müßte das wahrscheinlich besser konzipieren, um da in eine Logik und einen Spannungstrang hinein zu kommen.

Momentan schreibe ich eher schnell und hastig, um mein Tagessoll zu erreichen dahin und orientiere mich wieder, wie bei beim “Notizbuch” an den alltäglichen Geschehen, die Demos und, daß die Leute da nicht demonstrieren und die, die es tun, einen schlechten Ruf haben, müßte ich wohl auch noch erklären. Im Moment schreibe ich Szene um Szene.

Die Mathilde mag keine Maske, hat ihr Enkelkind noch nicht gesehen, darf jetzt nicht mehr ohne in den Supermarkt. Die Rosa bekommt also wieder den Zehner, die hat beim “Picus” ein unbezahltes Praktikum gemacht und bewirbt sich jetzt vermittelt vom Benedikt als Contakttracerin, denn das muß ja schneller gehen, hören wir ja immer. Sie hat sich mit dem Kanzleramtmitarbeiter angefreundet, daß der einmal positiv getestet wird, habe ich auch geplant. Die Mar-Szenen müßen auch noch ausgearbeitet werden, um nicht in die Patrouille zu geraten. Die hatte ich ja schon bei “Paul und Paula”, wie es also weitergeht?

Momentan bin ich real beim zweiten Lockdown und dem Terroranschlag, bis dahin könnte ich also schreiben. Danach müßte ich erfinde und da habe ich ja schon, das Ende 2020 oder 21 und den Umzug in das Nichtgeimpften- Ghetto ganz am Anfang geplant, um das so enden zu lassen, müßte ich wahrscheinlich noch einiges umkonzipieren. Müßte wahrscheinlich mehr von der Wirklichkeit weg. Will oder kann ich das überhaupt? Fragen über Fragen.

Im Moment, denke ich schreibe ich am besten so schnell so lange mir etwas einfällt voran,

Jede Szene korrigiere ich einmal. Das Ganze, um weiterzukommen, habe ich bisher nicht gebraucht und lasse die Worte anwachsen, wenn es geht. Das würde ich gern bis zum Dreißigsten tun. Dann wäre ja auch der Lockdown vorbei. Dann könnte ich mir das Ganze vornehmen, umschreiben, neu anfangen und so weiter und so fort.

Das würde ich ja gern und ist mir bisher noch nicht gelungen. Mal sehen, wie es diesmal geht? Spannend ist das Ganze allemal und ich betrachte mich ja als keine Schreibanfängerin, schließlich schreibe ich ja seit den Neunzehnsiebzigerjahren, habe schon fast fünfzig selbstgemachte Bücher oder sogar darüber. Das ist mein “achter Nanowrimo” und die Idee mit dem dystopischen Roman ist ja, glaube ich, sehr interessant.

Mal sehen, ob und wie es mir gelingt? Obwohl ich manchmal daran zweifle, daß das wirklich so geht, denn wir leben ja im dystopischen Raum und wo es wirklich hingeht und warum es und ob er unverhältnismäßig ist, das haben die, die drinnen stecken bis jetzt ja nicht durchschaut und daher auch keinen Überblick.

In Memorian und zweiter Nanotag

Die vorläufig letzte Literaturhausveranstaltung, Livestreams soll es ja weitergeben, am Allerseelen Tag und da hat, glaube ich, vor Jahren, die Elfriede Gerstl die Memoriam-Veranstaltung zum Gedenken verstorbener GAV-Mitglieder eingereicht, die später von Karin Ivancsics weiter organisiert wurde und so auch heute, am Vorabend des zweiten Lockdowns stattfand und der Alfred am Friedhof von St. Pölten, ich selber bin keine so besondere Friedhofgeherin, seinen Schulfreund Heribert getroffen hat, sind wir erst sehr spät nach Hause gekommen, so daß ich das Ernst Jandl Video, wo er, glaube ich, in der Carengee Hall stand und unter tobenden Applaus laut “Napoleon” brüllte und das ich einmal im Wien-Museum hörte, fast versäumte. Dann kam Rosa Pock auf die Bühneund las H. C. Artmann-Texte gefolgt von Verena Stauffer, die den angekündigten Andreas Unterweger der jetzt ja, glaube ich, die “Manuskripte” leitete, vertrat und Texte in Memoriam zu dem am 29. Mai verstorbenen Alfred Kolleritsch las, der wie sie sagte, auch einer von denen war, der alleine sterben mußte und den man nicht besuchen durfte.

Ich schreibe ja immer, daß ich lange Texte an die “Manuskripte” schickte und dem Herrn Kolleritsch einmal schrieb “Einmal werden Sie mich schon nehmen!”, wenn ich jetzt schon einen Text im “Wespennest” habe!”

“Welch ein Irrtum!”, würde Ernst Jandl wohl dazu sagen und dabei das “lechts mit den rinks” verwechseln und ich habe auch einmal mit Alfred Kolleritsch wegen meines “Stadt Wien-Manuskripte-Abos” telefoniert, das ich noch jahrelang bekommen habe, obwohl die Stadt Wien das Abo schon längst gekündigtigt hat.

Dann ging es mit Gabriele Petricek weiter, die Texte von der 2010 im Freiburg im Breisgau verstorbenen Adelheid Dahimene las, deren “Rauchernovelle”,die Gabriele Petricek erwähnte, ich gelesen habe und die ich 1996 in Klagenfurt kennenlernte, als sie dort beim “Bachmann-Preis” las, im Herbst darauf, hat sie bei “Rund um die Burg” gelesen und Gabriele Petricek erwähnte, daß sie sie öfter im Cafe Westend getroffen hat und sie ihr einige Gedichte geschickt oder gewidmet hat.

Axel Karner, der mich auch zu der Veranstaltung eingeladen hat, las drei Gedichte des ebenfalls 2010 verstorbenen Kärntner Dichters C. H. Bünker und der hat 1989 den “Preis der Arbeit” in Klagenfurt bekommen, den es dort eine Zeitlang gegeben hat und wo ich mit meiner “Slavica” auch Finalistin war.

Herbert J. Wimmer folgte und er hat diesmal keine Gerstl-Texte, sondern die, des im Jänner verstorbenen Hermann j. Hendrich und da war ich gerade in der Regionalversammlung der IG-Autoren, als ich von seinem Tod erfahren habe, die Ruth, die, glaube ich, heute auch bei Veranstaltung war, bei den Livestreams kann man ja die Besucher nicht gut sehen, nur die Mitarbeiter, die zwischen den Lesungen mit ihren Masken zum Desinfizieren auftauchten, hat ein Buch in ihrer “Editon-die Donau hinunter” von ihm herausgebracht und Herbert J. Wimmer hat einen Textteil von einer Fahrt nach Graz in den Sechzigerjahren daraus gelesen bei dem mich die vielen Wortwiederholungen, daß er beim “Spiegel” lesen schwarze Finger bekam und auf einer Matrazze in einer Galerie schlafen wußte, wo ihm ein Freund, der den Schlüßel dazu hatte, auch immer einsperrte, verwunderte und ich habe Hermann J. Hendrich auch ganz gut gekannt und ihn bei vielen Lesungen getroffen.

Dann kam Dominika Meindl und erinnerte an den im Februar2020 verstorbenen Atterseer Fischer und Dichter, Hans Eichhorn, den ich, glaube ich, auch schon in der “AS” hörte und las aus einem Buch Gedichte, die offenbar von ihm für eine Lesung vorgereitet wurden und auch ein paar Stücke aus Marlen Haushofers “Wand”,die in Zeiten, wie diesen wahrscheinlich besonders beklemmend waren, zuminderst habe ich es so empfunden, Dominika Meindl war aber auch ganz gerührt und zuletzt folgte Karin Ivancsiscs und erzählte über ihre Begegnungen mit dem ebenfalls 2010 verstorbenen Andreas Okopenko, da bin ich ja zu seinem Achtziger im Literaturhaus zu spät gekommen und war dann auch an einem sehr heißen Sommertag bei seinem Begräbnis am Grinzinger Friedhof wo ich noch lange und vergeblich das Bernhard Grab suchte.

Das war es dann, die vorletzte Live-Literaturhausveranstaltung.

“Bleibt gesund!”, sagten Karin Ivancsics und Barbara Zwiefelhofer, die erste noch, bis zum nächsten Jahr,wo vielleicht wieder einige GAV-Kollegen gestorben sind und ich kann noch ganz kurz von meinem “Zweiten Nano-Tag” berichten.

Wir sind ja am Samstag ganz spät, als ich von der Demo und der Alfred von Italien zurück war, nach Harland gefahren, so daß ich erst gestern dazu gekommen bin, mich auf der “Nanoseite” anzumelden und die Daten für das neue Projekt einzutragen. Trotzdem habe ich da schon 15 000 Worte hochgeladen. Zum Weiterschreiben bin ich gestern aber nicht gekommen, weil eine Buchbesprechung und dann waren wir noch auf der Rudolfshöhe warscheinlich auch das letzte Mal essen.

Aber heute habe ich zwei Szenen geschrieben und zwar bezeichnenderweise, die, wo am ersten Juli, als der Lockdown vorläufig beendet war, am Karlsplatz bei der “Demo für Kunst und Kultur” standen, Rosa ihren ersten Praktikumstag bei “Picus” hinter sich hat und die Mar sich an der “Angewandten” beworben hat, 17 000 Worte habe ich jetzt, bin also, weil ja geschummelt und fast ein Monat vorgeschrieben, weit voraus, aber wieder etwas unsicher oder weit weg von meinem Text, obwohl ich mir schon am letzten Freitag einen vorläufigen Handlungsplan notierte, aber die Ereignisse überschlagen sich ja und halten mich im Bann, so daß mein innerer Kritiker wieder schreit “Ich kann es nicht!” oder ich nicht recht weitezukommen scheine, obwohl ja eine der nächsten Stationen, die Wiedereinführung der Maskenpflicht sein könnte, da bekommt Rosa ihren Einkaufsauftrag wieder, die Zahlen steigen, irgendwann wird Benedikt positiv getestet und und bis zum zweiten Lockdown und bis dahin, wo die Mathilde dann ins “Nicht Geimpfte-Ghetto” zieht, hätte ich ja Stoff genug ud wahrscheinlich auch Zeit, obwohl ich jetzt, Anbetracht der besonderen Umstände, die einen ja zu schaffen machen kann, wieder neue Klienten nehmen kann.

Und während ich das geschrieben habe, war in der Wiener Innenstadt der Teufel los, ein Terroranschlag hat stattgefunden, fünfzehn Verletzte, einige Tote und ein enormer Polizeieinsatz, der die Ruth fast nicht in ihre Wohnung ließ und so, wie es scheint auch den Lockdown ein bißchen verschob oder unwichtig machte.

Leerer November und achter Nanowrimo

Während derzeit große Aufregung wegen des zweiten Lockdown oder des Lockdown light herrscht in den wir gerade hineinzuschlittern scheinen, habe ich mich mit der Frage zu beschäftigen, mache ich heuer beim “Nanowrimo” mit und verwende ich die “Mathilde im Caronaland”, wie der Arbeits- oder auch tatsächliche Titel so schön heißt dazu, was wieder leicht geschummelt ist, denn ich habe, nachdem ich Anfang Oktiber mit dem “Notizbuch” fertig war natürlich schon mit dem Schreiben angefangen. Da kann ich mich nicht zurückhalten. Ich wüßte auch nicht wozu und was mir das bringt?

Das heißt nicht gleich, kam ja zuerst die digiatale Frankfurter Buchmesse, da hatte ich nur ein paar Sätze. Es gibt ja am Beginn einen Verlagsbrief und dann den Brief der Mathilde an ihre Enkeltochter und dann habe ich angefangen und mich an die markanten Daten des Frühlings, Ende des Lockdown, Öffnung der Geschäfte, der Lokae, etcetera hochgehantelt und meine Szenen dazu geschrieben, die der Mathilde, der Maskenverweigerin, die sich von ihrer Nachbarin Rosa, die gerade mit ihrem Germanistikstudkum fertig geworden ist, einkaufen läßt, die hat das Geschwister Mar, Frau Maria Berger, steht auf dem Brief, den Mathilde in ihrem Postfach findet. Rosa bewirbt sich um ein Praktikum im Kulturamt der Stadt Wien und trifft nach dem sie dieses, leider, leider, nicht bekommt im Rathauspark Benedikt Thalhammer, einen Juristen und Kanzleramtsmitarbeiter, der sie auf ein verspätetes Frühstück ins Cafe Eiles einlädt und einen Brief der Großmutter Barbara an ihre Tochter Hilde und eine Szene, wo sich deren Tante Aloisa ein Tuch um den Mund bindet und die kleine Hilde an den Friedhof fährt, um das Grab ihrer an der spanischen Grippe verstorbenen Nutter zu besuchen gibt es auch.

Bis Freitag hatte ich da vierunddreißig Seiten, 15 382 Worte und bin beim neunundzwanzigsten Juni angelangt, als die Maskenpflicht vorläufig gefallen ist und Rosa ihren vorläufigen Einkaufsauftrag verliert, aber Benedikt eingeladen hat, um ihm Mar vorzustellen und ihn dabei schlechten Wein serviert. Eigentlich für den “Nanowrimo” schon disqualifiziert. Denn da soll man ja am ersten Elften um Mitternacht mit Null Worten und auch möglichst ohne Plot anfangen. Das meinte Chris Baty, der Erifnder, die Schreibtrainer Annika Bühnemann und Julia K. Stein und, ich glaube, auch Jurenka Jurk raten, sich den Plot schon vorher auszudenken und dann um Null Uhr loszuschreiben. Ich bin bei meinen sieben vorigen “Nanos” ab 2009 öfter mit schon einigen tausenden Worten eingestiegen und war dann auch demensprechend früher fertig. Ich schreibe ja sehr schnell und eher kurz, habe da öfter auch angestückelt um die fünfzigtausend erforderten Worte zusammenzubringen, die beim Korrigieren dann wieder weggefallen sind und habe auch kein wirkliches Problem damit, gibt es ja eh nichts zu gewinnen, es ist aber sehr motivierend im Rahmen des Projekts zu schreiben und das Ganze dient ja auch der Schreibanimationm damit man einen Rohtext bekommt.

Über dieses Stadium, bin ich, obwohl ich ja immer noch höre , daß ich so furchtbar schlecht schreibe und es daher nie können werde und das nicht nur vom Uli sondern auch von GAV-Kollegen, wie beispielsweise, dem Thomas Rothschild, wenn er auf mich böse ist, weil ich während der GV in ihn hineinrede, was heuer aber nicht passierte, weil ja keine GAV-GV und nicht nur die ist heuer ausgefallen, so daß es diesmal ein leerer November wird.

Der Lockdown macht mir ja nicht so viel aus, weil ich ja, weil ich keine Masken will, mich ohnehin schon länger in einem solchen befinde und gerade ja nur mehr zum Bankautomaten, auf eine Demo oder in Harland radfahren gehe oder ging und der November war für mich immer ein sehr gefüllter Monat, der für einen “Nanowrimo”, wo man ja konzentriert schreiben soll, auch nicht gerade das beste war, weil ja mein literarisches Geburtstagsfest, fällt heuer aus wie die “Buch Wien” und ob es die “Literatur im Herbst” geben wird, ist mir nicht klar. Aber da würde ich ohnehin nur per Livestream zuschauen also eigentlich viel Zeit für das Schreiben, was auch nicht so stimmt, weil ein paar Livestreams wird es ja geben und meine Bücherberge im Badezimmer und da noch fast die ganze österreiche Buchpreisliste um deren Preisverlehung ich ja auch komme.

Also eine gute Zeit zum Schreiben, eine ungefähre Handlung habe ich auch, da drücke ich mich noch ein bißchen herum und mein innerer Kritiker wiederholt ja gerne, was mir meine äußeren schreiben oder sagen”Das interessiert uns nicht! Das kannst du nicht!”, etcetera.

Also die Zeit des besonderen Novembers für einen besonderen “Nano”nützen und versuchen aus meinen dritten Corona-Text jetzt endlich den dystopischen Roman zu machen, der mir vorschwebt, was, ich gleich anmerke wahrscheinlich wieder unmöglich ist, weil ich ja noch immer noch nicht so genau weiß, wohin die Reise geht? Was das Ganze soll und wo wir in einem jahr sehen, etcetera? Trotzdem habe ich schon soviel Handlung und Ideen, daß ich aus dem Ganzen etwas machen könnte und da ich sicher mehr Zeit zum Schreiben habe, ist es auch gut, trotz der schon vorhanden Worte, den Schreibmonat zu benützen und das Rohkonzept weiterzuschreiben.

Wie lang das wird, wie weit ich damit komme, ob ich da wieder nach vierzehn Tage fertig bin oder mich, was ich mir ja eigentlich wünsche, schrittweise voran schreibe, weiß ich noch nicht und wird sicher spannend zu beobachten, mit dem “Magdalena Kirchberg-Rohkonzept” war ich ja schon am ersten November fertig und bin dann mit dem Alfred zur Demo gegangen, der mich drängte doch schnell zu kommen, weil er den Einzug der Demonstranten fotografieren wollte.

Die unsichtbare Frau” hatte ich mit auch schon einigen tausenden Worten zum Teil beim Schreibmarathon des “Writersstudo” geschrieben, bis mich die “Buch Wien” unterbrochen hat und im vorigen Jahr war es beim “Fräulein No” ähnlich, denn da bin ich ja von der “Buch Wien zur Buch Basel” gefahren und habe da teilweise im Hotel, im Zug und in den Wartehallen geschrieben.

Das könnte trotz des Schummeln heuer also ruhiger werden und vielleicht lerne ich es doch einmal ein Romankonzept langsam und bedächtig kommen zu lassen. Mal sehen, ich bin schon wieder gespannt, wie ich ja immer schreibe und, wie es mit den Zahlen, der Pandemie und dem Lockdown weitergeht, interessiert mich natürlich auch.

Schreibprojekte und andere literarische Ereignisse

Hurrah, hurrah, ich bin fertig mit dem Korrigieren des “Braunrotkarierten Notizbuchs”, der Text ist mit der Beschreibung vorvorgestern an den Alfi gegangen, der ihn jetzt auf Fehler korrigieren und druckfertig machen wird, damit wir ihn an “druck at” schicken können.

Das entsprechende Foto von dem entsprechenden Notizbuch, das ich ja wirklich einmal in der “Seedosen-Zelle”mit den entsprechenden Eintragungen gefunden habe, müßen wir als Coverbild fotografieren und das Dummie für das “Frühjahrserwachen” ist, glaube ich, heute von der Druckerei an den Versand übergeben worden und wird wahrscheinlich morgen oder übermorgen zur letzten Durchsicht zu mir kommen, bevor der Druckauftrag gegeben werden kann.

Die Vorschau ist hier zu finden. Auf meiner Website gibt es sie schon mit dem entsprechenden Probekapitel. Also die Gewinnfragen lösen, wer das Buch gewinnen will oder sich an der Leserunde beteiligen, wenn das Buch erschienen ist und ich bin im verflixten Coronajahr auch literarisch wirklich sehr aktiv gewesen.

Das ist der Vorteil von zu Hause bleiben, wenn man ja, wie ich so stur ist zu keinen Veranstaltungen zu gehen, weil ich mich weder maskieren noch reigstrieren will, bei den Veranstaltungen kennt mich wahrscheinlich sowieso jeder, aber ich habe mein Prinzip und man kann wenn auch mit ein wenig schweren Herzen und vielleicht auch ein wenig depressiv, denn immer zu Hause zu bleiben trübt ja vielleicht doch die Stimmung, die Sachen auch per Livestream verfolgen und darüberbloggen und über meine persönliche gesellschaftspoitische oder Corona-Meinung gibt es hier auch immer wieder zu lesen.

Lesen tue ich auch sehr viel, nämlich die dreimalige Buchpreisliste und bin da jetz tschon bei Buch dreizehnen des dBp der ja am Montag in Frankfurt, glaube ich, auch nur im engsten Kreis und per Livestream vergeben wird und die Messe, wo es ja schon Pressekonferenzen gegeben hat, findet, glaube ich, auch zum Großteil oder überhaupt per Livestream statt. Steigen ja die Zahlen der positive Getestenen auch in Deutchland ständig an, die Panik ist groß und es gibt, glaube ich, auch ein Beherbergungsverbot für Leute aus dem Risikogebiet.

Also was tun in Zeiten wie diesen?

Schreiben, schreiben, schreiben und das habe ich, auch wenn manche bezweifeln, daß ich es überhaupt kann, getan und so wird das “Frühlingserwachen” das dritte Buch sein, das in diesem Jahr erscheint.

Das erste war mein Opus Magnum könnte man so sagen oder mein Stück Literaturgeschichte, nämlich die Literaturgeflüsterartikel übers Schreiben die seit 2012, glaube ich, erschienen sind und dazu alternierend die Probekapteil aus den siebenundzwanzig Bücher, die seit es das “Literaturgeflüster” gibt, erschienen sind. Also wenn man sich kurz und knapp in mich und mein Schreiben einlesen will, kann ich das Buch empfehlen und für die, die es nicht kaufen wollen, alle Artikel sind im Netz entweder auf meinem Blog oder auch auf meiner Website zu finden.

Danach kam das “Fräulein No” und mein “siebenter Nanowrimo”, nämlich das Buch, das ich im vorigen November im Rahmen des internationalen Schreibemonats in Wien und Basel geschrieben habe, denn damals war es im Gegensatz zu heuer, noch ein wenig hektisch und ich bin von der “Buch Wien” weg mit dem Alfred mit dem Nachtzug zur “Buch-Basel” gefahren und habe versucht dazwischen soviel wie möglich zu schreiben.

Das Resultat ist hier zu finden. Das zweite Buch in diesem Jahr. Die Gewinspielfragen sind aufgelöst. An der Leserunde kann man sich, wie auch bei den anderen Büchern noch beteiligen und ich bitte auch darum und dann kam Corona und daher die Corona-Texte, die Corona-Gedichte, die Corona-Tagebucher, denn für die realistische Schreiberin ist das natürlich ein Thema, obwohl das natürlich nicht so leicht ist, wie es scheinen mag, denn wenn man im Glashaus sitzt kann oder soll man ja bekanntlich nicht mit Steinen werfen und ist man mitten drin in der Krise ist es wahrscheinlich nicht wirklich möglich, sich ein objektives Bild darüber zu machen.

Trotzdem sind schon zwei Texte darüber entstanden. ext eins “Kein Frühlingserwachen mehr” mit mir mit Schal um den Mund, ein einzigartiges Ereignis. Denn die Maske, die mir einmal eine Hilfsorganisation als Spendendankenschön zuschickte, trage ich noch immer im Kuvert in der Handtasche für den Fall, daß ich sie vielleicht doch einmal brauchen könnte und dieser sehr kurze Text, diese Dreiecksgeschichte, um die Museumskuratorin Roswitha Herweg beschreibt die Zeit des Lockdown.

Dann war ich mit dem Rohtext fertig. Der Sommer war da und die Lockerungen. Das heißt, die wurden zu diesem Zeitpunkt schon zurückgenommen oder darüber diskutiert, daß das sein muß. Ich bin aufs Land gefahren und habe mein Alter Ego bzw. meine Protagonistin Eja Augustin auch dorthin geschickt, nicht nach Harland bei St. Pölten, das tat nur im Jahr 2015, die Sandra Winter in den “Ereignisreichen Sommererlebnissen”, sondern nach St. Georgen am Steinfelde, also für die Ortskundigen, auch nicht so sehr weit weg und die will wie die “Magdalena Kirchberg” einen Roman schreiben, fährt dazu mit dem Fahrrad an den Viehhofner See. Die Sandra Winter merke ich an, tat das auch und findet dort im Bücherkasten ein braunrotkariertes Notizbuch mit den entsprechenden Eintragungen, geht in die Seedose einen Spritzer trinken, beobachtet dort ein streitendes Paar und die Idee für den Roman ist geboren.

Der Text, er ist auch nicht sehr viel länger als das “Frühlingserwachen” und ich offenbar eher eine Kurzschreiberin, ist in zwei Perpektiven oder Schreibstile gegliedert. Da gibt es die Reflexionen der Eja Augustin. Sie hört, als sie das Sommerhäusechen erreicht, im Radio gerade die Nachrichten über die Wiedereinführung der Maskenpflicht und dann in der zweiten Perspektive abwechselnd, die Romanhandlung mit der Kathi Sommer. Vielleicht bin ich doch nicht so eine Namensexpertin, die das Sonnenpark-Festival plant, sich mit ihrem Simon versöhnt und ihn mit ihrer Tante Aloisa, die die Nachbarin der Insider-Redakteurin Dagmar Schneider ist und einige persönliche Erlebnisse, wie meinen Friseurbesuch, das Geburtstagsessen mit dem Alfred und den Besuch der Konditorei in Mariazell habe ich auch dabei verarbeitet. Der Text endet mit dem Sommerfestival,, das Anfang September stattfindet. Die Maskenflicht ist wieder da. Das Festival findet aber statt, der FPÖler versucht Unterschriften für seine “Stop-Corona-Petition” zu sammeln und inzwischen hat sich schon wieder einiges verändert.

Die zweite Welle ist da oder wird herbeigetestet, die täglichen Zahlen liegen jedenfalls inzwischen bei tausend und es wird nach Maßnahmen gerufen, den endgültigen Wirtschaftszusammenbruch zu verhindertn. Seit voriger Woche muß man sich eintragen, wenn man in ein Restaurant oder Cafe gehen will. Am Sonntag wird in Wien gewählt, da habe ich auch schon ein Vedeo gesehen, wie das abgehen wird.

Ich würde da mit Maske nicht hingehen. Zum Glück gibt es aber die Briefwahl.So habe ich halben Herzen die “Linken” gewählt.

Denn eigentlich wäre mir in diesen Punkt ja die FPÖ sympathisch, bezüglich ihrer Ansichten über Corona, die sich mit meinen decken, nicht über die, daß man Wien wieder ausländerfrei machen will und ich sitze da mit meinen Restideen.

Denke über den dystpischen Raum, das habe ich ja schon ein bißchen im Frühlingserwachen versucht, müßte ich noch weiter schreiben oder einen dystopischen Roman über eine Maskenverweigerin. Eine Frau, nennen wir sie Mathilde, da gibt es ja schon einen Vortext sozusagen, lebt seit einem Jahr oder so im Untergrund. Das heißt sie schleicht sich mehr oder weniger nachts aus dem Haus, denn die Maskenpflicht im Freien gibt es schon in einigen anderen Ländern, die noch höhere Zahlen haben, läßt sich von ihrer Nachbarin Rosa einkaufen und die wirtschaft, das Ganze kann ruhig ein bißchen in der Zukunft spielen, ist soweit hinabgefahren, daß fünfundzwanzog oder dreißig oder noch mehr Prozent arbeitslos sind und die müssen natürlich auch beschäftigt werden. Berufsfelder für sie gibt es aber schon, denn Contakttracer, Securitpersonal und Tester werden ja gesucht und eingeschult, so daß sich die Rosa dafür bewirbt. Es kann ja sogar eine Art Ghetto für Maskenverweigerer oder noch nicht Geimpfte geben, in dem sich die Mathilde befindet.

Die Rosa lebt vielleicht mit jemanden zusammen, der Mark oder Markus heißt, aber einen Brief mit dem Namen Maria bekommt und man nicht recht weiß, ob es eine Frau oder ein Mann ist, mit dem die Rosa lebt.

Aber die lernt im Rathauspark, um vielleicht auf einen meiner früheren Texte zurückzukommen, wer weiß welcher damit gemeinst sein könnte, bekommt dieses oder wenn er warten will, das neue Buch, einen Mitarbeiter des Bundeskanzleramtes names Benedikt kennen, der wurde vielleicht gerade positiv getestet und kommt in Qualrantäne und die Mathilde schreibt vielleicht einen Brief an ihre gerade geborene Enkeltochter, um über die Zustände im “Coronistan zu berichten.

So weit so gut, viel mehr als das habe ich noch nicht und da denke ich,daß das noch sehr unaufgegoren ist, weil ich ja wirklich bis zum Hals in der Sache stecke und noch nicht über den Tellerrand hinaussehen kann.

Aber der “Notizbuchtext” ist an den Alfred geschickt, die Fenster sind geputzt, jetzt warten meine Notizbücher, das rotbraunkarierte ist auch dabei und eines das mit der Alfred vor zwei Jahren in Zürich kaufte, für weitere Einfälle.

Ein paar Recherchegänge lassen sich vielleicht auch noch machen, solange das Wetter schön ist und man sich vielleicht in einen Park setzen kann, ansonsten ist mein sozialer Radius derzeit ja sehr eingeschrnkt und es ist auch noch die Frage zu beantworteten, wird der “Dystopoische Raum” vielleicht mein achter “Nanowriomo” werden? Dazu müßte ich jetzt drei Wochen recherchieren, damit ich am 1.11. um 00 uhr oder so wirklich unbeleckt losschreiben kann.

Einen Plot sollte ich laut Erfinder dann nicht haben, einige Schreibtrainer, wie die Annika Bühnemann, die Julia K. Stein, etcetera, raten aber sehr wohl das zu tun und wenn ich noch nicht losschreibe und dann am 1. 11., wie vor zwei Jahren gerade den Schlußstreich setzen will, wird mir gar nichts anderes überbleiben.

Romanrecherche kann aber nicht schaden und Zeit werde ich ja haben, weil keine Buch-Wien und höchstwahrscheinlich auch kein Gebutstagsfest und da wäre ich schon bei den anderen Ereignissen, denn gestern um dreizehn Uhr wurde ja der heurige Nobelpreisjträger bekanntgegeben, dazu hatte ich zugegebnermaßen, um den den lieben Uli und vielleicht auch andere zu ärgern, ein paar Phantasien, denn in Stockholm, braucht man ja, glaube ich, keine Maske, dann könnte ich also dort zum Friseur gehen.

Aber wie komme ich dort hin, wenn ich auf der Fahrt in kein Restaurant und wahrscheinlich auchauf kein Klo gehen kann? Und auf der Fähre müßte man höchstwahrscheinlich auch Maske tragen!

Braucht mich natürlich nicht zu kümmern, obwohl mir die Autorin die dann einfliegen wird, ich gebe es zu, bisher völlig unbekannt war.

Louise Glück heißt die 1943 in New York geborene Lyrikerin, die die heurigen Nobelpreisträgerin ist. Sie wurde von Ulrike Draesner überetzt und es gibt zwei Gedichtbände von ihr auf Deutsch, die ich mir auch zum Geburtstag schenken lassen könnte und weil wir schon bei Amerika sind, Ruth Klüger, die ich ja in Wien und Krems erlebte, ist gestorben und der ehemalige DDR-Autor Günter de Bruyn von dem ich, glaube ich, einige Bücher habe, auch.

Abgesagt, abgesagt!

Wir gehen jetzt ja harten Zeiten entgegen, bevor das Licht im Tunnel wieder sichtbar werden soll.

“Alles was Spaß macht, ist gefährlich!”, hat Bundeskanzler Kurz letzte Woche gesagt, als die Zahlen bei fünfzehntausend Testungen täglich bei achthundert lagen. Die Hälfte der positiv Getesteten davon in Wien und die Ampel auf orange geschaltet werden sollte.

Zuerst ohne weitere Konsequenzen, dann hieß es nur mehr private Treffen mit zehn Personen bei Hochzeiten beispielsweise und bei bei Weihnachtsfeiern, Gastronomie nur im Sitzen und Maske auch beim Betreten des Restaurants und Maske auf auch auf Märkten, denn die Reisewarnungen kamen, die Schweiz und Deutschland hat eine Wien- Warnung ausgesprochen und als dann noch einige andere Länder folgten und die Reisewarnung auch auf Tirol ausgedehnt wurde, wurde es knapp mit dem Wintertourismus, also Sperrstunde um zehn in Tirol, Salzburg und Vorarlberg das orange Wien soll laut dem roten Bürgermeister vorerst bei ein Uhr früh bleiben, dafür muß man ab Montag seinen Namen angeben, wenn man in einem Lokal etwas essen oder trinken will, der Opernball wurde abgesagt und und und…

Für mein Geburtstagsfest kann ich mir noch überlegen, ob ich da fünfzehn Leute einladen und die Ruth und die Doris Kloimstein zum Lesen und darauf bauen, daß die die Zahl stimmt, wenn nur die Hälfte kommen.

Polzei darf in Privatwohnungen ohnehin keine hinein, so daß ich den elften dann nicht im Uhrkasten oder untern Bett verstecken müßte und den Veranstaltungsstop habe ich ja schon im April vorausgesehen, befürchtet oder angenommen, daß das wohl mein Abschied vom Lteraturbetrieb ist, obwohl das “Fräulein No” ja vor kurzem erschienen ist und das “Frühlingserwachen” bald folgen kann.

Aber in diesem Jahr noch keine Lesung. Die “Poet-Night” ist, glaube ich, im November da habe ich mich angemeldet, aber wenn man da im “Siitl”, wo das heuer stattfinden wird, sich registrieren und Maske tragen muß?

Der “Ohrenschmaus” wurde verschoben, was vielleicht verständlich ist, weil die Einreichenden oft der Risikogruppe angehören und da gibt es noch die liebe Doris Kloimstein, die mir nicht nur im sommer sehr schöne Maskengedichte geschickt hat, die mich dazu veranlaßten im “Notizbuch” selbst zu reimen und die ich ja vor Jahren bei einer Regionalversammlung der IG Autoren in St. Pölten getroffen habe, weil das ja die Zeit war, wo ich mit der kleinen Anna von Wien nach St. Pölten pendelte und umgekehrt, ich habe sie dann im Sommer öfter im Cafe Schubert oder auch anderswo getroffen.

In letzter Zeit immer am Samstag am Markt wenn wir in St. Pölten sind und sie hat mich zu einer literarischen Veranstaltung oder zu einen Skriptorium eingeladen “Bibel heute in Literatur & Malerei”, denn da sollen, die Doris hat bei der katholischen Kirche gearbeitet, im Rahmen der Bibelwoche im Stift Seitenstetten sich sieben Autoren mit sieben bildenen Künstlern treffen und von Dienstag bis Freitag zu dem Thema “Noahs Fest” einen Text schreiben oder ein Bild malen, etcetera.

Eine Art Schreibwerkstatt und obwohl ich ja nicht katholisch bin, habe ich da keine Berührungsängste und denke, ich kann zu jedem Thema schreiben und ein paar Tage in einem Kloster zu verbringen, ist sicher fein, im Stift Göttweig war ich auch immer ein paar Tage, da kann ich mich mit Kollegen austauschen, einen Text schreiben, den Josef Haslinger lesen und vielleicht in meinen Text verarbeiten, wie das zur Arche Noah und der Rettung der Menschheit passt, ist da wahrscheinlich nicht so klar, aber Doris Kloimstein hat das Thema wahrscheinlich so ausgewählt, daß es zu Corona passt, also auch kein Problem. Aber dann kam die Verschärfung der Maskenpflicht oder überhaupt schon früher, die Frage, ob das Skriptorium im Rahmen des Lockdown überhaupt stattfinden kann.

“Findet statt!”, hat die Doris mir versichert, wenn ich sie am Markt getroffen habe und da fragte, wie das mit der Maskenpflicht wäre?

Auf dem Programm, es gibt da ja im Rahmen der Bibelwoche ein sehr umfangreiches in den niederösterreichischen Kirchen und Klöster, stand etwas von den Corona-Sicherheitsmaßnahmen, die ein Veranstalter ja auch bekanntgeben muß, aber das Skriptorium ist eine intime Veranstaltung, vierzehn Teilnehmer, viel Platz, kein Problem.

Mein Unbehagen wuchs in den letzten Tagen, wo eine Reisewarnung und eine Horrormeldung nach der anderen kam, aber trotzdem an, denn ich habe ja kein Auto und kein Handy, der Alfred bringt mich hin und holt mich ab. Was mache ich zwischendurch?

“Maske auf den den Gängen und in den Weg in den Speisesaal!”, kam heute die Nachricht und ich bin eine sture Person, die auch Doris Kloimstein freundliches Angebot, daß ich ja in meinem Zimmer essen oder so vielleicht heimlich durch die Gänge huschen könnte, wenn es niemand sieht, ausschlug.

Darüber kann man einen Text schreiben und ich plane ja schon einen dritten, wenn ich mit dem “Notizbuch” fertig bin, vielleicht für den “Nanowrimo” und über “Noahs Fest” kann ich auch so schreiben und den Text dann ins “Literaturgeflüster” stellen.

Die Klostertage und den Kontakt zu den mir Größtenteil unbekannten dreizehn anderen Kollegen, fehlen aber und das wäre sicher interessant gewesen, eine Art Schreibwerkstatt, ja richtig, die Doris war auch noch eine eifrige Teilnehmerin unser Schreibgruppe und ich schwärme ja immer davon im Sommer auf einen Stadtschreiberposten zu gehen, das wäre ein bißchen so was gewesen.

Also wieder ein Corona-Opfer, weil ich ja nie wirklich einen Schreibaufenthalt gehabt habe oder halt stimmt ja nicht, 1987 haben mich die Leute vom “Max von der Grün-Preis” nach Linz zu einer solchen eingeladen und 2005, die Erika Kronabitter zu der Silvrettahöhe und selber veranstalte ich mir ja auch immer monologe Schreibaufenthalte und dazu kann ich ja die nächste Woche nützen, das “Frühlingswerwachen” durchlesen, damit es bald an die Druckerei gehen kann.

Dazu brauchen wir noch ein Bild, wir hätten zwar eines mit der Anna und der kleine Lia voll maskiert, aber wenn man Kinder nicht auf Covern mißbrauchen soll, habe ich mir jetzt das Hauben-Schal Duo das mir der Alfred einmal am Markt kaufte, aufgesetzt, also eine maskierte Eva, nur fürs Cover, weil ich ja zum Glück wie ich immer schreibe, mir ein maskenloses Leben bis jetzt leisten konnte, weil der Alfred gerne einkauft, ich eine leidenschaftliche Stadtflaneurin bin, da kann ich mich und zum Glück auch kein Kind der Schule oder eine Mutter in einem Pflegeheim habe, die ich besuchen müßte.

Also fad wird mir nicht werden, wenn ich ab Dienstag keine Stunden habe, kann ich mich mit dem Lesen, dem Korrigieren, dem Noahn-Text und vielleicht einigen digitalen Veranstaltunge widmen und dann richtig, was habe ich denn letzten Samstag geschrieben? Am ersten Oktober gibt es eine Demonstration, da kann ich dann hingehen und meinen Unmut bezüglich des neuen Covid-Gesetzes äußern und ein Begräbnis gäbe es am nächsten Freitag auch, denn da ist überraschend der liebe Herbert, derMann der Ingrid von Alfreds Wandergruppe gestorben mit dem ich noch im August beisammen war und mich gut mit ihm unterhalten habe.

Abschließend ist zu sagen, daß ich die Absagen, wo ich ja ohnehin kaum im Literaturbetrieb bin, natürlich sehr schade finde, habe ich ja immer Angst, daß mir jemand etwas Versprochenes absagt, was mir ja auch schon mit der Szene Margaretne so passierte, wo schon die Programme gedruckt waren, weil ich nach dem Honorar fragte und in St. Pölten hätte ich ja einmal mit Manfred Wieninger lesen sollen. Der hat dann wegen seiner Plagiatsgeschichte abgesagt und bei Lesungen die zwar stattfanden, aber keine Leute hinkamen, bin ich auch schon gewesen.

Einmal habe ich auch absagen müßen, als mich Roman Gutsch einer Veranstaltung am Siebenbrunnenplaz eingeladen hat, da war aber Wandergruppe und dann hat es dort noch geregnet, so daß wir früher heim gefahren sind. Damals habe ich mich sehr geärgert, jetzt ist es mir eigentlich egal.

Terrassenschreibetag

Heute habe ich ja, das habe ich schon geschrieben, keine Stunden gehabt, so daß ich mir dachte, daß ich mich mit meinen Notizbüchern auf Romanrecherche machen kann, um die Szenen kommen zu lassen. Das war vorige Woche, als ich das dachte, wo ich ungefähr achtundvierzig Rohseiten hatte und eigentlich nicht wirklich wußte, wie es mit meinem Romanprojekt weitergehen sollte. Denn einen richtigen Plot hatte ich ja nicht, sondern habe mich einfach von Szene zu Szene weitergeschrieben, ausgehend von den Notizen, die in dem Notizbuch standen, das ich einmal im Schrank gefunden habe.

Darüber wollte ich einen Roman schreiben oder eigentlich damit in der Sommerfrische an der Traisen entlang fahren und die Handlung entstehen lassen. Dann hatte ich bald den doppelten Handlungsstrang, die Eja Augustin, das Alter Ego, die mehr oder weniger erfolgreiche Schriftstellerin, so genau geht das aus dem Text nicht heraus, die mitten in der Corona-Krise, aufs Land in das Häuschen ihrer Eltern fährt, um dort die Sommerfrische zu verbringen, dort das Notizbuch findet, in der Seedose eine Beobachtung macht und daraus einen Roman entstehen lassen will.

Nnaiv könnten meine Kritiker vielleicht sagen, Fakt ist, das ich diesmal sehr lange keine Handlung hatte und nicht wirklich wußte, was ich schreiben will? Bei meinem letzten Text, dem “Frühlingserwachen” habe ich ja versucht mich an der “Heldenreise” entlang zu hanteln.

Ob das wirklich gelungen ist, weiß ich nicht so genau. Aber diesmal war das anders, die “Heldenreise” war mir egal. Corona, das mich ja sehr beschäftigt, ist dann automatisch dazugekommen und da die Panik der letzten Wochen über die zweite Welle, obwohl ja trotz Massentestungen immer nur täglich hundert Personen mit diesem Virus gefunden werden und ich dieses Vorgehen eigentlich ein wenig seltsam und beuruhigend finde.

Das Romanentstehenlassen war dann auch ein wenig schwierig, weil ich ja jeden Montag oder Dienstag nach Wien gefahren bin, da meine Stunden machte und oft nicht zum Weiterschreiben gekommen bin und wie gesagt, bis zur Hälfte des Textes eigentlich nicht wirklich zufrieden war. Ich habe das Vorhandene dann ein- oder zweimal durchkorrigiert und voriges Wochenende eigentlich geplant, den Handlungsaufbau am Montag und am Mittwoch zu betreiben.

Am Montag beim Viehofner See, am Mittwoch bei einem Wiener- Recherchetag. Dann habe ich mich am Montag auf eine Bank am See gesetzt und plötzlich war die ungefähre Handlung da und ich hatte auch so viele Szenen im voraus, daß ich dachte, da setze ich mich dann am Mittwoch auf die Terrasse und schreibe und schreibe und das habe ich dann von circa zehn bis acht auch getan. Es war schönes Wetter ich habe mich immer weiter ausgezogen, die Blumen gegossen, den Rasen gespritzt, mich unter den Sonnenschirm zrück gezogen und sechs Szenen geschrieben.

Daß es im Sonnenpark bei diesen Festival enden wird, habe ich schon am Montag gewußt und ab da sind für mich die einzelnen Handlungsstränge auch sehr schlüßig geworden. Da hatte ich ja vorher meine Schwierigkeiten mit dieser Dreiecksgeschichte zwischen der Dagmar Schneider ihrer Rivalin und ihrem Chef. die Beziehung zwischen Tante Aloisia und Simon hat sich auch aufgeklärt und das mit der kritischen Polizistengruppe kommt vielleicht nur am Rande vor. Dafür tritt der Uwe ständig mit seiner Petition auf und versucht alle zu einer Unterschrift zu bewegen und ganz am Schluß geht es wieder zur Eja, die den Roman ja schreibt zurück und die läßt ihn damit enden, daß es der Uwe war, der das Handy in den Blumentopf geworfen hat.

Einunddreißig Szenen, vierundachtzig Seiten und derzeit etwas über einundvierzigtausend Worte sind es nun. Nach der Korrektur wird es noch kürzer werden, ein kurzer “Nanowrimo” also, weil ich da nichts anstückeln muß. Aber länger als das “Frühlingserwachen” und am schluß ist es wieder sehr rasant geworden. Einige Unklarheiten habe ich natürlich wieder drin, die ich in den nächsten Tagen oder Wochen noch ausbügeln werde und ich werde die Kapitelangaben auch verändern und zwischen den Eja-und den Romanszenen unterscheiden. Spannend, spannend und ich war heute sehr fleißig.

Morgen habe ich wieder Stunden und die Korrektur vom “Fräulein No” damit das bald an die Druckerei gehen kann, steht auch wieder an und am nächsten Mittwoch habe ich bis jetzt nur eine vierzehn Uhr Stunde. Mal sehen, ob ich da recherchieren werde, aber eigentlich habe ich ja mit dem Korrigieren und dem Flüßigkwerden lassen genug zu tun.

Jetzt bräuchte ich nur wieder mehr Aufmerksamkeit, aber das bleibt wahrscheinlich mein Problem, daß ich die nicht habe und einsam vor mich hinschreibe, geht aber auch.

Aus der Sommerfrischenschreibwerkstatt

Denn ich bin ja bei fast fünfzig Jahre Schreiben und fast fünfzig selbstgemachten Büchern schon ein wenig ausgeschrieben und weiß dann oft nicht über was ich schreiben will.Das Schreiben drängt mich aber, “Brauchst du ja nicht!”, sagen da oft die Kritiker. Ich irgendwie schon und dann kam die Idee, das Ganze wachsen zu lassen, also mit dem Büchlein während der Wochenenden Radfahren, da einen Spritzer trinken, dort ein Eis essen und die Beobachtungen aufschreiben und kommen lassen oder in Harland bei St. Pölten auf Sommerschreibwerkstatt gehen.

Da gibt es ja auch heuer wahrscheinlich einige, die Irene Wondratsch, als ich sie bei der Sommerlesereihe im Cafe Prückl getroffen habe, erzählte mir, daß sie an einer teillnimmt, Erika Kronabitter machte sowohl in Strobl als auch im Burgenland im Künstlerdorf eine, die hieß “Schreiben mit Freude” und das ist ja inzwischen, bei mir seit die Hemmung weg ist, auch so, beziehungsweise mache ich es gern und ist mir wichtig.

Wie weit bin ich also mit meinem Notizbuchprojekt, wo ich ja immer schreibe, ich habe noch keinen Plot, beziehungsweise keinen wirklichen Handlungsplan, schon gekommen?

Inzwischen lande ich bei fünfundsechzig Seiten, 31 597 Worten und dreiundzwanzig Szenen und einen ungefähren Handlungsplan, das heißt eine Ahnung, wie es weitergeht und wie es enden wird, habe ich auch.

Das ist mir heute mittag am Viehofener See eingefallen, als ich dort mit meinen zwei Notizbüchern, dem braunrotkarierten und dem schwarzen mit den weißen Punkten, das mir der Alfred, glaube ich, vor zwei Jahren in Zürich gekauft habe, gesessen bin, eingefallen.

Denn, wie man den Schreibberichten, die es hier schon gibt, entnehmen kann, bin ich Anfang Juli, als ich meinen zwölften Bloggeburtstag feierte, im Traisenpark gesessen, bezieungsweise habe ich vorher bei der “Künstlerdemo” mich mit Barbara Eder unterhalten und noch ein Stückchen vorher in dem Spielwarengeschäft in der Westbahnstraße ein paar Sachen für die Lila eingekauft. Das hat sich dann, glaube ich, an diesem Wochenende zu den ersten zwei Szenen verdichtet.

Das Gerede, daß die Maskenpflicht wieder eingeführt werden soll, weil die Zahlen steigen, gab es in dieser Zeit auch schon und so ist die Eja Augustin in das Häuschen ihrer Eltern nach St. Georgen am Steinfelde gekommen, um dort ihren neuen Roman zu schreiben. Siie radelt an den Viehofner See, trinkt in der “Seedose” einen Spritzer, hat vorher im Schrank das Notizbuch gefunden, beboachtet zwei Leute, von denen einer Rothaarig ist und Simon heißt, beim Streiten, liest die Notizen der Kathi Sommer, die sie in das Büchlein machte, erfindet die Tante Aloisia, die Angela Hager und die Jasmin Bauer. Dann habe ich, glaube ich, noch zwei mehr oder weniger gute Eja Szenen geschrieben, immer im Bezug zu den Nachrichten, beziehungsweise zu den Corona-Gedichten, die ihr ihre Freundin Lena Wünsche schickt.

Danach, immer mit Unterbrechungen, beziehungsweise Wien-Tagen, habe ich cirka fünf Szenen geschrieben, wo ich in den Plot eingestiegen bin, danach, glaube ich, noch eine Eja-Szene und das Ganze dann korrigiert, beziehungsweise ein wenig umzuschreiben versucht, damit es schlüßiger wird. Das gelingt mir, wie meine Leser, vielleicht auch schon wissen, nie besonders gut. Vor zwei Wochen bin ich aber mit dem Rad wieder zum Viehofner See gefahren und gedacht, jetzt mache ich meine Sommerwerkstatt-Notizen habe mich mit dem Manuskript und den zwei Büchlein in die “Seedose” gesetzt, zwei Spritzer getrunken und, glaube ich, beschlossen, das Ganze durchzukorrigieren oder nochmals zu beginnen. Das habe ich dann am letzten Montag getan, bezieungsweise beendet.

Ein paar verbindende Sätze sind dadurch entstanden, zwei Seiten weggekommen und ungefähr sechs Szenen habe ich vorgeplant. Die habe ich dann am Freitag bis Sonntag geschrieben, jeden Tag zwei.

Gedacht “Geht ja doch!”, danach, also Szene vierundzwanzig sollte wieder eine mit Eja kommen und ich dachte, ich fahre am Monntag wieder zur “Seedose” und lasse das Ganze wachsen und am Mittwoche habe ich keine Stunden eingetragen. Also könnte ich mit dem Büchlein durch die Stadt marschieren, um dem Ganzen neuen Schwung zu geben. Das würde auch für meinen Blog passen. Denn da will ich ja jeden Tag etwas schreiben und dann hätte ich schon zwei Artikel, damit keine Lücken entstehen, wenn ich mit dem Lesen nicht so schnell bin, weil ja auch ein paar Bücher auf meiner Liste stehen, die erst ab nächster Woche erscheinen und da gibt es dann ja auch die neue “Deutsche Buchpreisliste”, also wieder neuen Lesestoff.

Beim Schreiben entstehen aber die Ideen, beziehungsweise entwickelt sich der Plot auf diese Art und Weise weiter und so hatte ich gestern Abend oder heute Morgen schon wieder Ideen für sechs weitere Szenen und die schreibe ich wahrscheinlich am Mittwoch statt durch die Stadt zu laufen, auch wenn da im Blog vielleicht ein Leerlauf entsteht oder ich mich im Artikel wiederhole.

Heute bin ich aber mit dem Büchern, wie schon geschrieben, zur “Seedose” gefahren. Eigentlich will ich da auch immer die “Hierarchien” von denen ich noch immer vier volle Schachteln habe, hineinlegen, vergesse aber immer darauf und denke “Das nächste Mal!”, habe aber heute etwas Interessantes gefunden, wobei ich aber nicht ganz sicher bin, ob ich den “Geometrischen Heimatroman” nicht vielleicht schon habe.

Ich fahre ja immer, wenn ich die Viehofner-Runde mache, zuerst zum Aussichtsturm steige dort hinauf und dann zum Bücherschrank. Da fahre ich am See entlang und da war heute die Bank, wo man direkt am Wasser sitzen kann, leer. Also habe ich das Rad abgestellt und mich mit meinen Büchern hingesetzt und dachte, der Dreh hönnte vielleicht sein, daß ich das ganze auf diesem Festival enden lasse. Da kommen dann alle hin. Der Simon, der Uwe, von dem einen der Vater, vom anderen die Mutter, die beide ja in einem Seniorenheim leben und vielleicht bahnt sich zwischen denen auch was an. Die Eja kommt hin, spricht die Kathi auf das Notizbuch an und die erzählt ihr, was es mit den Notizen für eine Bewandnis hatte, der Simon kommt und der Uwe. Da brauche ich noch ein bißchen Handlung dazwischen, die Angela Hager slamt und die hat vielleicht etwas über die Polizei oder einen Text über ein Notizbuch und die Tante Aloisia kommt und bringt den beiden die Eheringe ihrer Eltern und deren Hochzeitsbild, falls sie vielleicht heiraten wollen. Da fehlt auch ein bißchen Handlung, die noch kommen muß und es gibt dann noch den Dagmar Schneider-Strang, die Nachbarin der Aloisia, die hat eine Dreiecksbeziehung zu ihrem Chef und einer jüngeren Redakteurin, da kommen auch noch ein paar Szenen. Die war auch beim Freiur und geht noch ins Kaffeehaus, lernt vielleicht dort den Uwe kennen, aber den wollte ich ja auch die Angela Hager kennenlernen lassen.

Ein bißchen verwirrend, werden vielleicht meine Leser sagen. Aber das soll ja, da man nicht soviel spoilern soll, um die Leser nicht vom späteren Werk abzuhalten, auch so sein, für die aber vielleicht spannend, die wissen wollen, wie ein Roman entsteht? Zumindestens bei mir ist das so und auch wenn das Ganze vielleicht wieder nicht so wahnsinnig originell ist, ,,sondern sich an dem schon Vorhandenen anlehnt und ich es, weil wir mitten in der Krise stecken, die auch nicht so überblicken kann, finde ich es schon ganz spannend, wie so ein Roman auch ohne Plot, sondern eigentlich aus dem was man so alltäglich erlebt oder in den Nachrichten hört und sieht entstehen kann.

Also wieder ein sehr produktiver Montag, einen Spritzer habe ich in der “Seedose” getrunken und einen Toast gegessen. Morgen geht es wieder nach Wien, am Mittwoch werde ich wahrscheinlich weiterschreiben und vielleicht auch darüber berichten, wie es mit dem Work on Progress weitergeht.

Sommerfrischenhalbzeit

Dieser Sommer ist ja Corona bedingt wahrscheinlich ein anderer als der letzte, starren wir ja gebannnt auf die steigenden Fallzahlen, legen uns mit Maske ins Bad, hoffentlich bekommen wir da keinen Ausschlag und keine Atemnot und werden an den Flughäfen zwangsgetestet oder ins Quarantäne geschickt.

Auf der anderen Seite unterscheiden sich meine Sommerfrischenwochenenden nicht so sehr von denen der vergangen Jahre, wo wir zwar zweimal in die Schweiz gefahren sind und ich heuer nur zwei literarische Kurzreisen machte, aber sonst drei Tage Wien mit O-Tönen, Cafe Prückl und Sommerlesereihe im Weinhaus Sittl und in Harland radfahren, lesen in der Badewanne und am neuen Roman schreiben, der ja den Arbeitstitel “Das rotbraunkarierte Notizbuch” hat und mir damit meine eigene Schreibwerkstatt mache.

Ich habe auch sehr euphorisch Anfang Juli damit angefangen, habe die Figur der Kathi Sommer kreiert, der rothaarige, sommersprossige Polizist Simon entstand aus den Storytelling Anleitungen, die in “Das ist kein dummes Buch”, enthalten sind, die Angela Hager und die Jasmin Bauer habe ich mir aus meinen Recherchetagen Anfang Juli beziehungsweise aus der Kunstschweigemarsch-Demo geholt , die Tante Aloisa, die alte Klavierlehrerin, habe ich im Weinhaus Sittl kennengelernt.

“Wui!”, denkt man da euphorisch, das ist ja ganz schön viel und schreibt einmal los. Ich mache das zumindest, es gibt ja noch als alter Ego, die Eja Augustin, der Uli würde sagen, das ist “die liebe Frau J. aus W. an der D.”

Ist ihr zumindestens stark nachempfunden, die fährt im Sommer aufs Land in das geerbte Häuschen ihrer Eltern in St. Georgen am Steinfeld und schreibt dort ihren neuen Roman. Will ihn schreiben, fährt zum Recherchieren zur “Seedose” an den Viehofner See, findet dort das Buch, beobachtet ein streitendes Paar, denkt sich, ich habe jetzt den Plot oder kann ihn aus meinen Figuren machen. Dann fährt sie zurück, hört im Radio oder Fernsehen von der neu verordneten Maskenpflicht, von den Clustern, dem geplanten Ampelsystem und schreibt im Netzt mit ihrer Freundin Lena Wünsche Corona-Gedichte hin und her und das Ganze ist jetzt ein paar Wochen alt und hat derzeit achtundvierzig Seiten, 22 940 Worte und siebzehn Szenen und ich muß ein bißchen aufpassen mich nicht zuviel zu wiederholen.

Denn das eine Frau in Pension geht und beschließt einen Roman zu schreiben, nachdem sie drei Personen in einem Auto vor einer Kreuzung stehen sieht hatten wir schon einmal. Da gibt es auch immer Figurenszenen und dazwischen schreibt oder reflektiert die Magdalena Kirchberg ihren Plot.

So weit bin ich jetzt auch, Corona, das mich ja, obwohl sehr kritisch, brennend interessiert, kann ich da auch nicht ausslassen und muß Bezug darauf nehmen.

So gibt es die Chefredakteurin eines Privatfernsehsenders namens Dagmar Schneider, die Nachbarin der Tante Aloisia, die im Sender für das Maskentragen plädoyieren muß, selbst aber vielleicht nicht soviel davon hält. Der Simon soll seine Geschichte haben, die Kathi, die Tante Aloisia , aber auch die Eja mit ihrer tochter Toni, dem Enkelchen Alix und der Freundin Lena Wünsche mit der sie Corona-Gedichte austauscht.

Irgendwie habe ich ja oft das Gefühl, ich hantle mich am Rand herum und komme nicht wirklich in die Substanz hinein. So habe ich jetzt auch angefangen das Ganze wieder durchzukorrigieren und vielleicht umzuschreiben und verändern. Das nehme ich mir auch meistens vor und dann bleibt es schließlich doch so wie es war.

Mal sehen, ich bin gespannt und werde auch das zweite Sommerfrischenmonat dazu nützen. Eines ist ja in den zwölf Jahren in denen ich blogge und da öffentlich über mein Schreiben reflektiere schon passiert, meine Schreibhemmungen sind gefallen und ich bin auch wenn es nach außen nicht merkbar wird, selbstbewußter geworden und so wird sicher was entstehen, auch wenn es dann vielleicht wieder an der Oberfläche bleibt. Mal sehen ich bin gespannt.

Die Vorschau vom “Fräulein No” meinem “siebenten Nanowrimo” und noch nicht durch Corona beeinflußten Text gibt es schon und ich hoffe, daß ich das Buch bald proudly präsentieren kann.

Die Sommerlesereihe im Cafe Prückl, ist am Montag zu Ende gegangen, die des Sittls und die O-Töne gibt es noch. Am Montag will ich ja lieber in Harland bleiben, am Donnerstag ins MQ gehen, so ferne es nicht regnet oder die Veranstaltung, wie die mit der Frau Mayröcker in einer Halle stattfindet.

Ansonsten radfahren, einen Spritzer dabei trinken, da gibt es ja die Radlerschänke in der einen richtung in Ochsenburg und die “Seedose” in der anderen und die ist ja besonders interessant, weil meine zweite Szuene dort spielt.

Am Samstag waren wir am Markt, sehr viele Menschen, die sich nicht so ganz, an den inzwischen abgeschafften Babyelefanten gehalten haben, sondern sich um die kleinen runden Tischechen drängten, haben dort wieder die Doris Kloimsteingetroffen, die mir wieder interessante Bücher, unter anderen “Lesen als Medizin” gegeben hat, wir haben dann bei ihr in ihrem schönen Garten noch Kaffeee getrunken, Kuchen gegessen und die Literaturszene beziehungsweise die Corona-Maßnahmen ein bißchen ausgerichtet und heute wollen wir statt auf die Rudolfshöhe auf den Göller gehen und am neunten August hat der Alfred seinen fünfundsechzigsten Geburtstag, da gehen wir zum Vincent Pauli essen. Eine Woche später gibt er dann ein Fest in Harland und dann kommt schon die deutsche Buchpreisliste und das “Kampflesen”, wie es Kritiker nennen könnten.

Meine diesjährigen Buchpreisspekulationen werden noch folgen. Corona bedingt bin ich da heuer vielleicht nicht so ganz informiert und erwarte mir eher lauter mir bisher unbekannte Bücher.

Dann ist der August zu Ende, die “Linke Wort-Lesung” wurde schon früher vom Christoph Kepplinger abgesagt, das Volkkstimmefest erst später.

Trotzdem ist das Wetter ist schön und die Sommerfrischenwochenenden mit den anschließenden Wien-Tagen sind schön und ich kann mir ja meine eigene Schreibwerkstatt machen und die dümpelt so mehr oder weniger euphorisch vor sich hin.

Aus der Sommerfrischenschreibwerkstatt

Das zweite Sommerfrischenwochenende ist angebrochen und momentan ist sehr heiß und die, die mich schon länger lesen, wissen, daß ich ja jedes Jahr sehr euphorisch in meine Sommerfrische, das heißt in das Haus von Alfreds Eltern in Harland bei St. Pölten, gegangen bin und auch viele Schreibepläne hatte, denn öfter habe ich ja mit einem Projekt neu angefangen und wahrscheinlich immer an einem geschrieben und ich habe auch speziell in der Zeit wo es noch keine Wochenenden waren, das Ganze sehr zelibriert, denn bei mir ist es ja immer die Frage, bin ich jetzt eine Hobby oder eine richtige Autorin?

Ich sage das Zweite und Schreiben ist mein Lebensinhalt und nicht ein bloßer Zeitvertreib. Da ich aber nicht davon leben kann und immer meine Praxis hatte, beziehungsweise vorher psychologisch tätig war, auch keine Stipendien bekommen habe, war es zwar scheinlich anders, als bei den Autoren, die im Sommer in eine Stipendiatswohnung, nach Rom, Venedig etcetera, gegangen sind.

Bezüglich Venedig habe ich ja einmal auf Anraten der Ruth eingereicht und die Antwort bekommen, daß mein literarisches Schreiben leider, leider zu gering wäre, fast fünfzig Jahre schreiben und fast fünzig Bücher, damals waren es ein paar weniger, sind aber, glaube ich, genug und so habe ich einmal vor ein paar Jahren mir sozusagen selber ein Stipendiuum verliehen, gesagt, ich bin jetzt St. Pöltner Stadtschreiberin, habe ein schönes kleines Büchlein genommen und bin damit mit dem Rad, wie ich es ja regelmäßig mache, herumgefahren, in Richtunng Herzogen– oder Wilhelmsburg und es sind auch ein paar schöne Texte dabei entstanden.

Die “Dreizehn Kapitel” sind dabei entstanden, “Die ereignisreichen Sommererlebnisse” und noch vieles anderes.

Ich habe einmal, als ich noch nicht bloggte, als es da ein Gewinnspiel beim “Standard” gab, bei dem man einen Gratisplatz in einer Schreibwerkstatt gewinnen konnte, den ich natürlich nicht bekam, mir vorgenommen, das in Harland doch einfach selbst zu machen und bin dann daraufgekommen, daß ich gar nicht wußte, wie ich sowas tun soll und dann, glaube ich, nur beim Radfahren einen Krimi gelesen habe und in der Badewanne einen der “Klagenfurter-Texte”, den es immer über das jeweilige Bachmannpreislesen gab.

Heute hätte ich damit kein Problem, habe ich das doch in der Schreibgruppe gelernt, jeweils zu einem Thema zwanzig Minute einen Text zu schreiben, bin aber derzeit ohnehin mit meinen neuen Text beschäftigt, daß ich über den Sommer entstehen lassen will.

Das wäre ja eine schöne Idee für eine Sommerschreibwerkstatt einfach mit dem Büchlein herumzufahren, zur Seedose vielleicht, um einen Kaiserspritzer zu trinken, in die Bücherzelle zu schauen, Notizen machen und den Roman kommen und gehen lassen, soviel Zeit ist dazu wahrscheinlich ohnehin nicht, denn mein Harlander Programm ist ja eigentlich sehr strukturiert.

Donnerstag Abend kommen wir an, ab nächster Woche, wenn die O-Töne problemlos zu besuchen sind, wahrscheinlich sehr spät und am Freitag würde ich eigentlich in Richtung Wilhelmsburg fahren, entweder in die Stadt oder auf die Ochsenburg hinaufmarschieren, am Samstag treffen wir uns regelmäßig auf dem Markt mit der Doris Kloimstein, machen dort einen Büchertausch, am Sonntag Rudolfshöhe, der Montag wäre dann noch für das Schreiben, wenn wir nicht, weil der Alfi eine Sitzung hat, da nicht schon zurückfahren, sehr viel Zeit für das Projekt bleibt also nicht, obwohl ich vorigen Sonntag Abend und am Montag, die zehn Seiten und zwei Szenen geschrieben haben.

Jetzt habe ich die Korrektur vom “Fräulein No” von mir, das mir der Alfred endlich ausgedruckt hat, bevor es an die dritte Szene geht, von der ich schon eine ungefähre Vorstellung habe und etwas Erfreuliches gibt es auch zu berichten.

Ich habe mir ja, als das “Zweite Literaturgeflüsterbuch” fertig war, gedacht, ich mache jetzt eine große Aussendung. Dann kam das Buch mitten in der Corona-Krise und des Lockdowns und ich dachte das passt jetzt gar nicht mehr so, habe es aber trotzdem an den Manfred Müller von der “Gesellschaft”, der Frau Danielcyck von der Kulturabteilung der Stadt Wien und den Gerhard Ruiss geschickt und dann keine Rückmeldung bekommen, beziehungsweise den Gerhard Ruiss, der der heurige “H. C. Artmann- Preisträger” ist, auf der Demo “Zwei Meter Abstand für Kunst und Kultur” gefragt, ob es es bekommen hat?

Er hat genickt und die Frau Danielcyck am Mittwoch im Cafe Prückl auch, die hat mich und das find ich toll, obwohl die Einschreibungsbedingungen natürlich nicht passen, gleich ermuntert, für die “Buchprämie” einzureichen.

Da habe ich gar nicht gewußt, daß es das auch bei der Stadt Wien gibt. Bei denen des Bundes, war ich einmal in der Jury. Die Einreichungsfrist war, glaube ich, auch schon knapp vorbei. Aber das war bei der Jury für den Bloggerdebutpreis auch und das wäre ja ein Erfolg, den ich bezüglich meiner Selfpublisherinitiative hätte.

Denn die hat ja einiges gebracht, ein Interview mit der Studentin, die eine Dissertation darüber schreibt, ein Interview mit Cornelia Stahl, das inzwischen gesendet wurde, jetzt müßte sich nur mehr der Manfred Müller melden oder ich ihn sehen, was aber, weil die ja nur Online- Veranstaltungen hatten und jetzt ja sowieso Sommerpause ist, wahrscheinlich nicht so schnell passieren wird und was die versäumten Termine betrifft, hätte ich noch was zu vermelden, denn in der “Alten Schmiede” hätte ja im Mai wieder ein Lyrik-Festival stattfinden sollen, hat natürlich nicht, aber die “AS” hat einige Bücher der Autoren, die dort gelesen hätten, verlost.

“Einsendeschhluß heute!”, habe ich am Tag darauf bei Facebook gelesen und nachgefragt, ob man sich noch bewerben kann, keine Antwort, bis auf vorigen Montag, wo mir Jana volkmann mitteilte, daß ich ein Buch gewonnen habe, jetzt muß es nur noch aus Deutschland kommen, das dauert oder dauerte Corona bedingt ja ein bißchen länger, aber wieder mal sehen, ich bin sehr gespannt und versuche trotz Corona meinen Sommer zu genkeßen und das gelingt, glaube ich, auch durch die schönen Maskengedichte, die mir die die Doris Kloimstein seit einiger Zeit so schön kommentiert, ja derzeit besonders freut.

In den neuen Text

Hurrah, hurrah, ich bin fertig mit meiner Corona-Geschichte “Kein Frühlingserwachen mehr”, das war ich schon vorigen Freitagabend. Da habe ich dann den kurzen Beschreibungstext verfasst und das Ganze dann an den Alfred schickte, der, glaube ich, das fünfzigste Selbstgemachte daraus machen soll und nun auf zu neuen Ufern und zum neuen Roman.

Das klingt wahrscheinlich einfacher als es ist,denn die, die mich schon länger und genauer lesen, werden vielleicht wissen, daß ich mich in der letzten Zeit oder auch schon länger ein wenig ausgeschrieben fühle.

Ich produziere ja schon seit zwanzig dreißig Jahren einen sozialkritischen realistischen Text nach den anderen, bis Zweitausend, habe ich mir das Manuskriptnoch kopiert und mit mehr oder weniger langen Briefen an die Verlage geschickt, wo außer Absagebriefe nichts zrückkam und das diesbezügliche Feedback, das am Anfang noch gelegentlich zu bekommen war, immerweniger wurde.

Denn “Wir könen uns ja nicht mit jeden Text befassen, wo kämen wir hin wenn wir das täten, fün Sekunden die Praktikantin daraufschauen lassen und dann ab die Post!”

Nun gut, ich habe mir selber geholfen und meine Bücher seit 2000 selbst gemacht, das heißt, der Alfred macht das PDf und schickt es dann in eine Druckerei und ich schreibe und schreibe eines nach dem anderen, weiter.

Feedback kommt auf diese Art und Weise wenig bis gar keines und so bin ich als ich mit der “Paula Nebel”, glaube ich oder war es schon “Die Widergeborene” nicht weitergekommen bin, in eine tiefe Krise geraten, habe gedacht, ich muß was ändern, und das erste “Literaturgeflüsterbuch” herausgebracht, mich dann mit der Frage, wie man einen Roman schreibt, beschäftigt und bin auf die Idee gekommen, mich von einer Person in einem Kapitel zu der nächsten im nächsten Kapitel weiterzuhanteln, die “Dreizehn Kapitel” sind daraus geworden.

Die Flüchtlingstrilogie ist danach entstanden, das waren drei Bücher, die sich mit der Flüchtlingskrise beschäftigen, das Erste “Die Pensionsschockdepression” beschäftigt sich mit der IS, da kommt eine Fatma Challaki vor und die flüchtet dann im “Sommerbuch”, 2015 nach Wien und steht auch im “Adventkalender” als Dolmetschin der Hauptfigur zur Seite.

Die “Berührungen”, wo es auch wieder, um das Romanschreiben geht, sind schon politisch, noch politscher die “Unsichtbare Frau” und dazwischen habe ich wieder aus zehn oder mehr Kurzgeschichten einen Text zusammengeschrieben, der als der Vorläufer der “Unsichtbaren Frau” gilt. Da habe ich, glaube ich, in den Schreibberichten immer schon geschrieben ich fühle mich ein wenig ausgeschrieben und weiß nicht, wie es weitergeht. Es ist mir aber immer wieder was eingefallen, aus Kroatien habe ich mir eine leichte Liebesgeschite als Sommersouvenier mitgebracht und “Magdalena Kirchberg schreibt einen Roman” geht es wieder darum, ich habe ja auch im Interview mit Cornelia Stahl betont, daß das erfolglose Schreiben immer ein wichtiges Thema für mich war. Da kommen aber auch immer andere Handlungstränge vor, wie die demente Maria Mattuschek, die glaubt, mit ihrem Freund Matthes enck zu kommunizieren, obwohl der ja schon lang gestorben ist.

Der letzte “Nanowrimo” beschäftigt sich mit einem Arzt, der, weil er in eine Psychose kippte sowohl seinen Kassenvertrag, als auch seine Freundin verliert. Ausgangspunkt dazu war aber ein Telefongespräch, das ich einmal in der Straßenbahn hörte, als ich nach Grinzing gefahren bin, eine Schauspielschülerin hat da ihrer Oma erzählt, daß sie am Reinhardts-Seminar aufgenommen wurde. Dann kam die Idee über die Beziehung zwischen einer älteren Frau und einem jungen Mann zu schreiben, die Corona-Krise hat es ein wenig umgewandelt. Das ist ein eher kurzer Text geworden und jetzt wieder ein Loch in das ich hineinfallen oder hinausspringen müßte?

Nein, nichts davon, denn ich habe ja einmal, es ist schon länger her, in der “Seedosen-Zelle” ein schönes Notizbuch gefunden. Da liegen öfter schöne Noltizbücher in den Bücherschränken, aber in diesem war schon etwas hineingeschrieben und immer wieder tauchte dabei ein Sommerfestival und da der “Sonnenpark” auf, was mich ein wenig in Bedrängnis brachte, weil ich dachte, ich kann da ja nicht einfach weiterschreiben, sondern sollte mich vielleicht auf die Spur der Notizbuchschreiberin machen und die Idee zu meinem neuen Romanprojekt ein wenig wackelig und unsicherzwar, ist schon wieder da.

Denn da gab es ja noch die andere Idee vom Leben mit der Maske zu schreiben, die ja, wie man so hört, vielleicht wieder eingeführt werden soll und die Idee einen spannenden Roman zu verfassen ist auch wieder da.

“Das Frühlingserwachen” habe ich versucht nach der Heldenreise zu konzipieren. Meine Leser können sagen, ob es gelungen ist, wenn das Buch fertig ist oder die schon veröffentlichten Textproben lesen.

Ich bin mir da nicht so sicher und bin wahrscheinlich der Heldenreise gegenüber ebenso skeptisch eingestellt, wie gegenüber der Maske, aber die Frage, wie schreibt man einen Roman, stellt sich, nachdem ja schon hunderttausende geschrieben wurden und immer noch geschrieben werden, immer wieder und da lese ich gerade und das finde ich sehr interessant Wolf Haas “Das Wetter vor fünfzehn Jahren”, der ja, glaube ich, seine Brenner-Krimis zuerst ganz konventionell geschrieben hat. Dann einen eigenen Stil entwickelt, womit er sehr erfolgreich wurde und das “Wetter vor fünfzehn Jahren” besteht aus einem einzigen Interview ziwschen Wolf Haas und einer Literaturbeilage und ich finde das Buch sehr sehr spannend, viel beeidruckender, als die beiden Wortreich-Bücher, beispielsweise, die ich zuletzt gelesen habe.

Solche Experimente will ich, die ich ja nicht experimetell schreibe, auch gern machen und die Idee mir selber über die Schulter zu schauen, ist ja auch schon sehr lang da, also eine Alter Ego, namens Eja Augustin entwickeln, eine fünfundsechzigjährige mehr oder weniger erfolglose schreibende Frau, die im Sommer, die Gelegenheit hat, in ein Haus in der Nähe von St. Pölten zu ziehen, ob sie dort für eine Freundin, die Blumen gießen und die Katze füttern soll oder, ob sie das von einer Tante oder Mutter erbte, ist noch nicht so klar. Sie entflieht jedenfalls der Stadt und ihrer Maskenpflicht und nimmt sich auch vor, ihren neuen Roman zu schreiben. Dann geht sie zur Seedosenzelle, findet das schöne rotbraugewürfelte Notizbuch, liest die Eintragungen, denkt “Darüber könnte ich schreiben, jetzt muß ich nur noch die Figuren und die Handlung entwickeln!”

Setzt sich dann auf die Terrasse, bestellt einen Kaiserspritzer, liest und notiert weiter und entdeckt dabei eine achtunundzwanzig oder fünfunddreißigjährige junge Frau, das ist auch noch nicht so klar, die die Kathi Sommer, der das Notizbuch gehörte, sein könnte. Die sitzt da mit einem sommersprossigen rothaarigen Mann, den sie Simon nennt und mit dem sie in einen heftigen Streit verwickelt ist. Scheint sie sich doch von ihm zu trennen und wirft ihm vor, daß er ihre Projektplanung verhindert hat und ihr Handy in einen Blumentopf warf.

Eine Tante Aloisia wird auch erwähnt und da fällt Eja ein, daß sie ja bei der Lesetheateraufführung bevor sie nach St. Georgen gefahren ist, eine alte Klavierprofessorin kennenlernte, die sich ihr, als Aloisia Brunngraber vorstellte und ihr von ihrer Großnichte erzählte.

Gepongt, gepongt, der Plot war zwar noch die da, aber einige der handelnden Personen und Kathi Sommer braucht auch noch zwei Freuninnen für die weiteren Handlungsstränge, die da wären, Angela Hager beispielsweise, die hat Eja beim letzten “Schweigemarsch für Kunst und Kultur” getroffen, die ist eine prekär beschäftigte Philosophin, die von Deutsch als Fremdsprache-Kurse und EDV-Projekten lebt und sehr kritisch und sehr verbittert ist und Jasmin Bauer, das ist die Inhaberin des Spielwarengeschäftes, in dem sie, bevor sie abfuhr, eine Puppe für ihre Enkeltochter kaufte.

Das wären die Personen, jetzt muß nur noch der Plot und die Handlung her und das ist das, was ich bis jetzt habe, beziehungsweise in den letzten Tagen erlebte, als ich auf Romanrecherche ging.

Darüber einen Roman zu schreiben, in dem die Autorin die Handlung sich entwickeln läßt, ist wahrscheinlich nicht sehr neu, aber ich habe mir ja vorgenommen, wie die Eja Augusint meine Sommerfrischenwochenenden dazu verwenden, mal hier ein Eis, dort einen Kaiserzpitzer zu trinken und die Beobachtungen aufschreiben, die ich dabei mache.

Vielleicht wird ein Roman daraus und ich schreibe es wieder, was mir fehlt ist das Feedback.

Die Schreibgruppe in der ich ja auch immer an meinen jeweiligen Projekt weiterschrieb, war ein Versuch aus diesem Dilemma hinauszukommen. Der Aufruf zur Lesrunde, wenn das Buch erst erschienen ist, ist ein anderer, denn ich denke, daß ich sicher weiterschreibe, warum sollte ich auch aufhören?

Aber wenn man, wie ich so viel geschrieben hat, aber eigentlich kein Feedback kommt, schwächt sich der Elan auch irgendwann ab und die Motivation wird kleiner und ich denke, das wäre furchtbar, wenn ich da vielleicht noch weitere zwölf Jahre so unbemerkt vor mich hinblogge, aber besser als gar nichts, ist es wahrscheinlich schon und so wird es vermutlich auch weitergehen.