Auf den Markt zu Doris und Ruth und Friseurbesuch

Der heurige Sommer muß man ja sagen scheint sehr verregnet zu sein, so bin ich vorigen Samstag nach einem sehr sehr heißen Freitag durch den Regen nach St. Pölten gefahren und patschnaß dort an und wieder zurückgekommen.

Mir macht das ja nichts aus, gehöre ich ja noch zu der Generation, die bei jeden Wetter hinausgeht um die Immunkräfte zu stärken und gesund zu bleiben und diese Woche war das ebenso.

So bin ich gestern schon ein bißchen naß geworden, als ich mit dem Rad nach Wilhelmsburg gefahren bin und mir dort beim “Spar” ein Croissant und einen Cafe latte kaufte, beides habe ich dann noch in einer regenfreien Phase auf der Bank vor dem Pflegeheim konsumiert und auch heute wieder durch den Regen auf den Markt, wo wir ja meistens, wenn sie nicht gerade bei ihren Enkelkinder in Bregenz oder sonstwo ist, die Doris Kloimstein treffen, ich einen Birnencidre trinke und eine Kaisekrainer oder einen Burger esse und dann noch zum “Hager” auf einen Cafe latte oder Cappucino gehen.

Heugte war aber noch ein besonderer Programmpunkt angesagt, hat uns ja die Ruth schon bei ihrem Besuch zu Pfingsten gesagt, daß sie am Achtzehnten nach St. Pölten kommt, um dort zum Friseur zu gehen und die Brigitte S. zu treffen und Friseur ist ein besonderers Stichwort, denn da war ich ja schon lange nicht und sollte, da sich meine Haare inzwischen schon zu ringeln begannen, ich habe sehr dünne, einmal gehen.

Aber zuvor durch den Regen fahren, der war stärker als gestern, daher am Markt entsprechend wenig los. Der Alfred und die Doris waren schon da und wir haben ein bißchen über den Goldegg-Verlag, wo sowohl ihr, als auch das Buch vom Sucharit Bhakdi erschienen ist, gefachsimpelt, beziehungsweise habe ich mich erkundigt, ob das derselbe ist?

Ist es und in der letzten Woche habe ich auf den Markt auch eine ganze Büchertasche mitgebracht. Denn die Doris war ja die Glückliche oder Nette, die mit ihren schönen Corona-Gedichten mir den zweitausendsten Kommentar, pünktlich zum zwölften Bloggeburtstag oder soar schon ein bißchen früher geschrieben hat.

Da habe ich ihr ein Buch versprochen und ihr dann auch die “Dora Faust” bringen wollen, denn da gibt es ja eine Stelle, wo die Dora ihren fünfzigsten Geburtstag feiert und verärgert über eine Freundin ist, die ihr Buch nicht in ihrer Zeitschrift besprechen will, weil “Eigenverlag, nein, wir wissen schon!”

Ich habe aber welche und schon sogar sehr viele, zwar, wie ich immer schreibe in keinem Eigenverlag herausgebracht aber schon selber veröffentlicht und da haben sich inzwischen auch in Harland schon einige angesammelt, die ich alle in die Tasche packte, um die Doris aussuchen zu lassen, welches sie noch nicht hat und was sie haben will?

Die anderen fünf Stück wollte ich eigentlich zur Seedosenzelle bringen, habe das aber regenbedinggt unterlassen und heute überhaupt keine Bücher gehabt, mich aber trotzdem mit der Doris ein wenig über Literatur unterhalten, denn das kann man ja immer, ihr ein bißchen von dem Ausflug nach Strobl und den den O-Tönen erzählt, aber auch, daß ich die Maria Seitz öfter am Markt gesehen habe und die mich zu einer “Etcetera-Präsentation” in St. Pölten eingelacen hat, wo ich aber, obwohl ich an dem Tag sogar in St. Pölten war, um den Geburtstag der Schwiegermutter zu feiern, nicht war, weil wir gleich nach Wien gefahren sind und ich ins Cafe Prückl gegangen bin. Die Eva Riebler und die Riki die ich auch von den Osterspaziergängen der LitGes kenne, haben wir aber ma Sonntag in der Fahrradschenke in Ochsenburg getroffen, als wir von der Rudolfshöhe hinuntergekommen sind.

Also Gesprächsstoff genug und als wir schon die Ruth anrufen und fragen wollten, ob sie der Regen vertrieben hat, ist sie schon aufgetaucht und wir haben dann noch beim “Hager” Cafe getrunken und Kuchen gegessen obwohl der im Sommer am Samstag, um eins schon schließt.

Das ist also St. Pölten mit literarischen Freundinnenbesuch, der Friseubesuch hat dann auch noch stattgefunden, denn in dem Haus der Brigitte S. in dem vorher ein Naturkosmetikladen war, gibt es jetzt einen solchen und der hat geschnitten und geföhnt, obwohl das Letztere eigentlich unnötig war, denn die Haare waren wieder sofort wieder naß, als ich mit dem Rad zurückgefahren bin.

Das Wetter ist also heuer sehr unerfreulich und unbeständig, die Klimaveränderungsgegener sehen das zwar als Beweis, daß es keine Klimaerwärmung gibt, ich denke aber doch, daß die Unbeständigkeit auch damit zusammenhängen kann.

Aber eigentlich ist mir das egal und ich kann meine Sommerschreibwerkstatt ja auch Indoor machen und muß mich nicht unbedingt mit dem Laptop auf die Terrasse setzen und da kann ich vermelden, das das “Rotbraun-karierte Notizbuch” langsam, aber sicher weitergeht.

Siebenundzwanzig Seiten, 12 700 Worte und acht Szenen habe ich schon, aber noch immer keinen wirklichen Plot. Es wird aber wohl eine Mischung aus den Corona-Erlebnissen der Eja Augustin und dem Roman, den sie um das gefundene Notizbuch herum, schreiben will, werden.

Writers & Lovers

Die 1963 geborene und in Massachusetts aufgewachsene Lily King ist durh den bei C. H. Beck erschienenen Bestseller “Euphoria” im deutschen Sprachraum bekanntgeworden.. Jetzt ist der Roman “Writers & Lovers” übersetzt von Sabine Roth erschienen, in dem es um Casey geht, die sich nach dem Tod ihrer Mutter verschuldet hat, in einem Schuppen lebt und mit dem Hund des Vermieters jeden Morgen Gassi geht. Dann jobbt sie mit einer Stunde Pause in einem Restaurant und dazwischen schreibt sie sechs Jahre lang erfolglos an ihrem Roman. Am Ende des Buches hat sie eine Agentin und einen Verleger gefunden, sich zwischen zwei Liebhabern entschieden und ist außerdem noch Englischlehrerin in einem College.

In einer Art Vorwort schreibt Lily King, daß sie in dem Buch sehr viel persönlich Erlebtes verarbeitet hat und ich muß sagen, ich bin über das Buch sehr erstaunt. Erscheint es doch einer, die sich nun fast fünfzig Jahre mit dem Schreiben beschäftigt, einige Bücher darüber geschrieben hat und da ein paar Mal von Verlegern oder Agenten gesagt bekam, daß sie nicht wüßten, was man damit anfangen soll und, daß man über das Schreiben nicht scheiben darf, seltsam banal und bekannt.

Auf der anderen Seite ist es ein Triumph, daß ein Buch über das Schreiben ein Besteller werden kann. Aber natürlich ist es auch sicher ein Thema, das viele, die selber schreiben, interessiert und warum soll man nicht darüber schreiben. Der Unterschied zu Amerika, wo man einen Master im creativen Schreiben machen kann, Casey in ihrem Restaurant ständig Schriftsteller bewirtet und Agenten etwas Selbsverständliches ist, ist auch sehr interessant.

Dann hat Lily King einen sehr unverwechselbaren Ton, obwohl mich nicht alle Szenen gleich ansprangen. An einigen habe ich hinweg gelesen, manches war sehr eindrucksvoll und schildert eindrucksvoll sarkastisch, die amerikanischen Umstände des way of live.

So hat Casey sich durch ihr Studium sehr verschuldet, sie ist auch nicht krankenversichert, erfährt dann, daß sie sich versichern lassen kann. Sie tut es und klappert sämtliche Ärzte ab, die alle sagen, daß sie “spitz” sei und dann bei ihr verschiedene Eingriffe machen wollen.

In dem Restaurant in dem sie sich sehr wohl fühlt, dann trotzdem gefeuert wird, lernt sie einen berühmten Schriftsteller kennen, bei dessen Lesung sie schon einmal war. Er hat zwei kleine Söhne und Geburtstag, die Söhne wollen ihn zum Essen einladen und geben ihr das Geld dazu. Das ist eine sehr beeindruckende Szene. Es gibt noch andere Liebhaber und beeindruckend ist auch die Stelle, wo sie sich auf Anraten ihrer Freundin Muriel in dem College als Lehrerin vorstellen geht und dort der Dozentin einen Vortrag über Thomas Bernhards “Holzfällen” hält. Das findet die Österreichierin besonders interessant, Erstens, daß eine Amerikanerin, das buch kennt und Zweitens, daß sie bei der Bewerbung als Englischlehrerin einen Vortrag darüber hält, was wohl ironisch zu verstehen ist.

Literatur oder literarische Anspielungen kommen überhaupt einige vor. Der “Fänger im Roggen” wird erwähnt und John Updike und alle, die erfahren, daß sie Schriftstellerin ist, fragen sie, wann kommt endlich der große amerikanische Roman?

Ineressant, weil ja fast aus einem Schreibratgeber, ist die Stelle, wo die Freundin Muriel, die, glaube ich, auch Lektorin ist, ihr Buch lesen will und ihr dann, den Ratschlag gibt oder sie ermahnt, nicht soviel Adjektive zu verwenden oder, daß alles packend sein muß und man zeigen und nicht erzählen soll.

Interessant, daß Lily King sich das traute, so einfach und banal vor sich zu schreiben, bei den “Amazon-Kritikern” wurde das dann bemängelt, aber trotzdem eine vier Stern-Bewertung gegeben und ich denke auch, Lily King hat einen eigenen Ton und ansonsten, meine Leser wissen es ja, finde ich Bücher über das Schreiben immer interessant und habe also wieder einmal was gelernt.

Wieso das deutsche Buch einen englischen Titel hat, würde ich bemängeln. Wäre doch “Schreiber und Liebhaber” auch sehr prägnant.

O-Töne zu Corona-Zeiten

Die O-Töne, das Literaturfestival im Museumsquartier gibt es schon seit einigen Jahren im Sommer jeden Donnerstag, wo die heimischen Lieraturgrößen ihre Neuerscheinungen, die dann später oft auf den Buchpreislisten stehen, vorstellen. eine Debutschiene gibt es auch und ich gehe eigentlich erst regelmäßig hin seit dem der Alfred in Altersteilzeit ist, weil ich ja früher meine Sommerfrische von Mittwoch bis Sonntag machte.

Aber heuer ist ja Corona bedingt alles anders und da war ja lange überhaupt nicht klar, ob sie stattfinden werden. Als am fünfzehnten Mai, glaube ich, die Lokale wieder öffneten, hat der Alfred in seinem Stammlokal, die Veranstalter getroffen und sie sagte, sie wollen es machen, sind schon in Planung und hätten ein tolles Programm.

Auf der Website stand dann lange”Programm coming soon!”

Vor zwei Wochen war es dann so weit, daß es bekanntgegeben wurde und heute war der Anfang mit Xaver Bayers “Geschichten mit Marianne” da gibt es ja eine passende Stelle, die er auch kurz vor dem Knockdown im Literaturhaus gelesen hat und dem Debut der Helena Adler “Die Infantin trägt den Scheitel lins”, kuratiert und moderiert von Klaus Kastberger. Eröffnungsmusik war keine angekündigt.

Sonst stand auf der Seite nur, daß die Sicherheitsbestimmungen eingehalten werden und da war ich gespannt, weil es am Rathausplatz jetzt ja ein Logensystem mit Contacttracing, etcetera, gibt auf das Bürgermeister Ludwig sehr stolz ist und ich dachte mißtrauisch, wie ich bin, schaue ich mir das alles an. Mit Maske gehe ich nirgends hinein und meine Daten gebe ich auch nur ungern bekannt.

Dann war das Wetter, wie auch schon früher an den Donnerstagen nicht so gut, es hat aber nicht direkt geregnet, trotzdem bin ich mit Regenjacke nach meiner fünf Uhr stunde losmarschiert und habe der Facebookseite noch entnommen, Einlaß ab halb sieben. Nun ja, klang nicht sehr gut, der Haupthof, wo heuer, alle Veranstaltungen, außer der der Frau Mayröcker stattfinden, ist ja öffentlich, aber vielleicht zäunen sie ihn ebenfalls ein?

Es stand dann schon beim Eingangstor auf der Mariahilferstraße ein Hinweis bezüglich des Sicherheitsabstandes mit eineinhalb Meter und Masken erwünscht, nun ja auf den Demonstrationen wo ich bisher war, stand das gelegentlich auch und ich habe keine getragen.

Vor den Sitzreihen waren dann Absperrgitter und Absperrbänder und wieder Sicherheitshinweise. Die wurden dann weggeräumt, so daß ich mich hinsetzte,

Dieser Platz soll frei bleiben!”, stand auch auf jeden zweiten Sessel. Dann kam einer der Veranstalter zu mir und sagte wegen des Wetters findet es in der “Arena”, also diesen langen Schlauch statt.

Ich erkundigte mich noch nach den Bedingungen, er sagte nur was von begrenzter Platzsahl “Aber Sie sind eh früh dran!” und von einem freiwillig auszufüllenden Formular. Das das relativ ist, habe ich schon herausgefunden und vor dem Eingangstor warteten auch schon ein paar Personen.

“Einlaß erst um sieben!”, sagten mir die Securities. Die Warteschlange füllte sich langsam. Ich habe mich mit einer Frau unterhalten, die mir sagte, daß sie auch keine Masken mag, aber eine solche in der Hand hielt, die Christa U. tauchte auf und die Security begannen vor sieben ihre Masken aufzusetzen.

Ich weiß nicht, ob ich “Uje dachte!”, wahrscheinlich eher, daß der volle Schlauch eher ungemütlich ist und ab hundert Personen besteht wohl auch eine Maskenpflicht in geschlossenen Räumen, umsomehr da man bei oe-24 ohnehin den ganzen Tag schon seit zwei Wochen hört, daß sie wieder eingeführt werden soll, weil es jetzt immer mehr Cluster gibt und schon über tausend Infizierte.

Nun ja nun, “Bitte <maske aufsetzen!”, sagte der Maskierte zu mir freundlich, da habe ich also umsonst gewartet, war aber gut, weil ich es dann genau wußte und auch, wie das in der nächsten Woche bei Schönwetter eventuell sein wird und ging zurück. Blöd war nur, daß der Alfred mit dem vollgepackten Auto, um halb acht kommen wollte und ich zwar den Computer in der <handtasche trug, aber nicht das Kabel für die Stromversorgung.

Ich erwischte ihn dann aber gerade nach dem er weggefahren war und so fuhren wir ohne die literarische Erbauung nach Harland. Besonders enttäuscht bin ich nicht, denn ich richte mich ja ohnehin schon die ganze Zeit darauf ein, daß es heuer wegen den “Alpha” noch den “Buchpreis” noch die “Buch-Wien” geben wird. wie das mit “Alten Schmiede”, der “Gesellschaft” und dem Literaturhaus werden wird, ist noch nicht so klar. aber abgesehen von meiner Maskenmuffelphobie stelle ich es mir nicht sehr angenehm vor, da zwei Stunden vermummt in dem engen Schlauch zu sitzen. Da gibt es wahrscheinlich bessere Literaturbedingungen und die Bücher lassen sich ja lesen.

Bei den “Geschichten mit Marianne” war ich schon bei der Präsentation und das Debut der Helena Adler steht wahrscheinlich auf einer der Debutpreislisten,

Also nicht allzu sehr enttäuscht, da ich ja auch mit einer umfangreichen Neuerscheinungstasche nach Harland gefahren bin. In den nächsten Wochen werde ich versuchen herauszufinden, wie das bei Schönwetter ist und, wie da empfohlene Maskenpflicht aussehen wird?

Am zwanzigsten August liest die Friederike Mayröcker in der E-Halle, das werde ich also gar nicht erst versuchen und am sechsten August Josef Haslinger und Lucia Leidenfrusts “Wir verlassenen Kinder” habe ich schon gelesen.

“Mein Fall” noch nicht, das liegt dank Doris Kloimstein aber auf dem Wiener Badezimmerstapel und da habe ich vor, es zu diesem Kloster- Workshop mitzunehmen, falls etwas daraus wird und den sechsten August könnte ich also auch auslassen, um früher in Harland zu sein.

Bei den anderen Veranstaltungen, wo Birigt Birnbacher, Valerie Fritsch, etcetera, also die gesamte literarische Hautevolee lesen werden, würde ich mir Schönwetter wünschen.

Mal sehen, ich bin gespannt und wenn sich bezüglich Fallzahlen und Maskenpflicht nicht allzuviel verändert, würde ich es am sechsten November mit einem literarischen Geburtstagsfest versuchen und da halt weniger Leute einladen, damit es sich nicht so staut und ich könnte aus meinem Corona-Text, den neuen oder den alten lesen.

In den neuen Text

Hurrah, hurrah, ich bin fertig mit meiner Corona-Geschichte “Kein Frühlingserwachen mehr”, das war ich schon vorigen Freitagabend. Da habe ich dann den kurzen Beschreibungstext verfasst und das Ganze dann an den Alfred schickte, der, glaube ich, das fünfzigste Selbstgemachte daraus machen soll und nun auf zu neuen Ufern und zum neuen Roman.

Das klingt wahrscheinlich einfacher als es ist,denn die, die mich schon länger und genauer lesen, werden vielleicht wissen, daß ich mich in der letzten Zeit oder auch schon länger ein wenig ausgeschrieben fühle.

Ich produziere ja schon seit zwanzig dreißig Jahren einen sozialkritischen realistischen Text nach den anderen, bis Zweitausend, habe ich mir das Manuskriptnoch kopiert und mit mehr oder weniger langen Briefen an die Verlage geschickt, wo außer Absagebriefe nichts zrückkam und das diesbezügliche Feedback, das am Anfang noch gelegentlich zu bekommen war, immerweniger wurde.

Denn “Wir könen uns ja nicht mit jeden Text befassen, wo kämen wir hin wenn wir das täten, fün Sekunden die Praktikantin daraufschauen lassen und dann ab die Post!”

Nun gut, ich habe mir selber geholfen und meine Bücher seit 2000 selbst gemacht, das heißt, der Alfred macht das PDf und schickt es dann in eine Druckerei und ich schreibe und schreibe eines nach dem anderen, weiter.

Feedback kommt auf diese Art und Weise wenig bis gar keines und so bin ich als ich mit der “Paula Nebel”, glaube ich oder war es schon “Die Widergeborene” nicht weitergekommen bin, in eine tiefe Krise geraten, habe gedacht, ich muß was ändern, und das erste “Literaturgeflüsterbuch” herausgebracht, mich dann mit der Frage, wie man einen Roman schreibt, beschäftigt und bin auf die Idee gekommen, mich von einer Person in einem Kapitel zu der nächsten im nächsten Kapitel weiterzuhanteln, die “Dreizehn Kapitel” sind daraus geworden.

Die Flüchtlingstrilogie ist danach entstanden, das waren drei Bücher, die sich mit der Flüchtlingskrise beschäftigen, das Erste “Die Pensionsschockdepression” beschäftigt sich mit der IS, da kommt eine Fatma Challaki vor und die flüchtet dann im “Sommerbuch”, 2015 nach Wien und steht auch im “Adventkalender” als Dolmetschin der Hauptfigur zur Seite.

Die “Berührungen”, wo es auch wieder, um das Romanschreiben geht, sind schon politisch, noch politscher die “Unsichtbare Frau” und dazwischen habe ich wieder aus zehn oder mehr Kurzgeschichten einen Text zusammengeschrieben, der als der Vorläufer der “Unsichtbaren Frau” gilt. Da habe ich, glaube ich, in den Schreibberichten immer schon geschrieben ich fühle mich ein wenig ausgeschrieben und weiß nicht, wie es weitergeht. Es ist mir aber immer wieder was eingefallen, aus Kroatien habe ich mir eine leichte Liebesgeschite als Sommersouvenier mitgebracht und “Magdalena Kirchberg schreibt einen Roman” geht es wieder darum, ich habe ja auch im Interview mit Cornelia Stahl betont, daß das erfolglose Schreiben immer ein wichtiges Thema für mich war. Da kommen aber auch immer andere Handlungstränge vor, wie die demente Maria Mattuschek, die glaubt, mit ihrem Freund Matthes enck zu kommunizieren, obwohl der ja schon lang gestorben ist.

Der letzte “Nanowrimo” beschäftigt sich mit einem Arzt, der, weil er in eine Psychose kippte sowohl seinen Kassenvertrag, als auch seine Freundin verliert. Ausgangspunkt dazu war aber ein Telefongespräch, das ich einmal in der Straßenbahn hörte, als ich nach Grinzing gefahren bin, eine Schauspielschülerin hat da ihrer Oma erzählt, daß sie am Reinhardts-Seminar aufgenommen wurde. Dann kam die Idee über die Beziehung zwischen einer älteren Frau und einem jungen Mann zu schreiben, die Corona-Krise hat es ein wenig umgewandelt. Das ist ein eher kurzer Text geworden und jetzt wieder ein Loch in das ich hineinfallen oder hinausspringen müßte?

Nein, nichts davon, denn ich habe ja einmal, es ist schon länger her, in der “Seedosen-Zelle” ein schönes Notizbuch gefunden. Da liegen öfter schöne Noltizbücher in den Bücherschränken, aber in diesem war schon etwas hineingeschrieben und immer wieder tauchte dabei ein Sommerfestival und da der “Sonnenpark” auf, was mich ein wenig in Bedrängnis brachte, weil ich dachte, ich kann da ja nicht einfach weiterschreiben, sondern sollte mich vielleicht auf die Spur der Notizbuchschreiberin machen und die Idee zu meinem neuen Romanprojekt ein wenig wackelig und unsicherzwar, ist schon wieder da.

Denn da gab es ja noch die andere Idee vom Leben mit der Maske zu schreiben, die ja, wie man so hört, vielleicht wieder eingeführt werden soll und die Idee einen spannenden Roman zu verfassen ist auch wieder da.

“Das Frühlingserwachen” habe ich versucht nach der Heldenreise zu konzipieren. Meine Leser können sagen, ob es gelungen ist, wenn das Buch fertig ist oder die schon veröffentlichten Textproben lesen.

Ich bin mir da nicht so sicher und bin wahrscheinlich der Heldenreise gegenüber ebenso skeptisch eingestellt, wie gegenüber der Maske, aber die Frage, wie schreibt man einen Roman, stellt sich, nachdem ja schon hunderttausende geschrieben wurden und immer noch geschrieben werden, immer wieder und da lese ich gerade und das finde ich sehr interessant Wolf Haas “Das Wetter vor fünfzehn Jahren”, der ja, glaube ich, seine Brenner-Krimis zuerst ganz konventionell geschrieben hat. Dann einen eigenen Stil entwickelt, womit er sehr erfolgreich wurde und das “Wetter vor fünfzehn Jahren” besteht aus einem einzigen Interview ziwschen Wolf Haas und einer Literaturbeilage und ich finde das Buch sehr sehr spannend, viel beeidruckender, als die beiden Wortreich-Bücher, beispielsweise, die ich zuletzt gelesen habe.

Solche Experimente will ich, die ich ja nicht experimetell schreibe, auch gern machen und die Idee mir selber über die Schulter zu schauen, ist ja auch schon sehr lang da, also eine Alter Ego, namens Eja Augustin entwickeln, eine fünfundsechzigjährige mehr oder weniger erfolglose schreibende Frau, die im Sommer, die Gelegenheit hat, in ein Haus in der Nähe von St. Pölten zu ziehen, ob sie dort für eine Freundin, die Blumen gießen und die Katze füttern soll oder, ob sie das von einer Tante oder Mutter erbte, ist noch nicht so klar. Sie entflieht jedenfalls der Stadt und ihrer Maskenpflicht und nimmt sich auch vor, ihren neuen Roman zu schreiben. Dann geht sie zur Seedosenzelle, findet das schöne rotbraugewürfelte Notizbuch, liest die Eintragungen, denkt “Darüber könnte ich schreiben, jetzt muß ich nur noch die Figuren und die Handlung entwickeln!”

Setzt sich dann auf die Terrasse, bestellt einen Kaiserspritzer, liest und notiert weiter und entdeckt dabei eine achtunundzwanzig oder fünfunddreißigjährige junge Frau, das ist auch noch nicht so klar, die die Kathi Sommer, der das Notizbuch gehörte, sein könnte. Die sitzt da mit einem sommersprossigen rothaarigen Mann, den sie Simon nennt und mit dem sie in einen heftigen Streit verwickelt ist. Scheint sie sich doch von ihm zu trennen und wirft ihm vor, daß er ihre Projektplanung verhindert hat und ihr Handy in einen Blumentopf warf.

Eine Tante Aloisia wird auch erwähnt und da fällt Eja ein, daß sie ja bei der Lesetheateraufführung bevor sie nach St. Georgen gefahren ist, eine alte Klavierprofessorin kennenlernte, die sich ihr, als Aloisia Brunngraber vorstellte und ihr von ihrer Großnichte erzählte.

Gepongt, gepongt, der Plot war zwar noch die da, aber einige der handelnden Personen und Kathi Sommer braucht auch noch zwei Freuninnen für die weiteren Handlungsstränge, die da wären, Angela Hager beispielsweise, die hat Eja beim letzten “Schweigemarsch für Kunst und Kultur” getroffen, die ist eine prekär beschäftigte Philosophin, die von Deutsch als Fremdsprache-Kurse und EDV-Projekten lebt und sehr kritisch und sehr verbittert ist und Jasmin Bauer, das ist die Inhaberin des Spielwarengeschäftes, in dem sie, bevor sie abfuhr, eine Puppe für ihre Enkeltochter kaufte.

Das wären die Personen, jetzt muß nur noch der Plot und die Handlung her und das ist das, was ich bis jetzt habe, beziehungsweise in den letzten Tagen erlebte, als ich auf Romanrecherche ging.

Darüber einen Roman zu schreiben, in dem die Autorin die Handlung sich entwickeln läßt, ist wahrscheinlich nicht sehr neu, aber ich habe mir ja vorgenommen, wie die Eja Augusint meine Sommerfrischenwochenenden dazu verwenden, mal hier ein Eis, dort einen Kaiserzpitzer zu trinken und die Beobachtungen aufschreiben, die ich dabei mache.

Vielleicht wird ein Roman daraus und ich schreibe es wieder, was mir fehlt ist das Feedback.

Die Schreibgruppe in der ich ja auch immer an meinen jeweiligen Projekt weiterschrieb, war ein Versuch aus diesem Dilemma hinauszukommen. Der Aufruf zur Lesrunde, wenn das Buch erst erschienen ist, ist ein anderer, denn ich denke, daß ich sicher weiterschreibe, warum sollte ich auch aufhören?

Aber wenn man, wie ich so viel geschrieben hat, aber eigentlich kein Feedback kommt, schwächt sich der Elan auch irgendwann ab und die Motivation wird kleiner und ich denke, das wäre furchtbar, wenn ich da vielleicht noch weitere zwölf Jahre so unbemerkt vor mich hinblogge, aber besser als gar nichts, ist es wahrscheinlich schon und so wird es vermutlich auch weitergehen.

Sommerlesen

Der Sommer ist da, hurrah, hurrah, zumindstest scheint er kalendermäßig in diesem verflixten Corona-Jahr, in dem jetzt wieder Zahlen ansteigen, weil die Leute alle auf Urlaub fahren oder auf Demos gehen und auf Kurden Steine werfen, einzutreffen, denn das Wetter ist ja auch irgendwie verflixt, Regen,, kalt und immer wieder Gewitter, aber der Juni bald vorbei und dann beginnen ja auch meine Harlander Sommerfrischenwochenenden und das Sommerlesen.

2009 als ich Elisabeth Blog “Leselustfrust” gestoßen bin, bin ich auf die Idee gekommen, daß man im Sommer ja Sommerbücher lesen könnte, zumindest ist die damals in die Buchhandlungen gegangen und hat nach Sommerbüchern gefragt.

Das habe ich nicht getan, denn ich gehe ja nicht so oft inBuchhandlungen oder kaufe dort nur Abverkaufsexemplare, aber inzwischen beziehe ich ja Rezensionsexemplare, meine Let ist dank der Abverkäufe und der Bücherschrankfunde, wo es ja immer wieder auch Sommerbücher gibt, stark angewachsen, aber seitdem ich seit 2015 auch “Buchpreis” lese, komme ich damit nicht nach und stecke die Backlistbücher dann zu Jahresende meist ungelesen von der Liste, die ich auch schon zweimal abgeändert habe, weil ich schon bis ins jahr 2030 Bücher aufgeschrieben hatte.

Die Bücheranzahl und das ist erfreulich explodiert oder ist unermeßlich, ich komme mit dem Lesen nicht tt nach, aber heuer ist ja wieder alles anders, denn als es den Corona-Lockdown gab, sind auch die nicht mehr oder nur vereinzelt über die Grenze gekommen und weil ich ja nicht so gern E-Books oder PDFs lese, sich also um die Altlasten kümmern, ein paar Herbst oder Sommerneuerscheinungen warten aber schon in E Book- Form, da schickt mir vor allem “Wagenbach”, früher, vor langer langer Zeit hat das “Haymon” getan und so ziehe ich nächste Woche wahrscheinlich mit meiner Leseliste in die die Harlander sommerfrische und da warten, weil es ja auch dort einen “Thalia” mit Abverkäufen und jetzt schon zwei Bücherschränke gibt, Bücher auf mich.

Im Vorjahr habe ich ja, glaube ich, auch die Idee geboren, die Backlist- Buchpreisbücher, die oft von den “Thalia-Abverkäufen” stammen, aufzulesen, da wartet einiges auf mich und dann auch Clemens Meyer “Im “Stein”, den habe ich, glaube ich, einmal bei “Morawa” abgekauft und wollte ihn vor zwei Jahren lesen, bin aber nicht mehr dazugekommen und “Buchpreislesen” will ich im August ja auch wieder, es ist also ein Dilemma, oder eigentlich ein Luxusjammern, denn ich lese ja gern, bin wahrscheinlich büchersüchtig, möchtte am liebsten alles lesen, in letzter Zeit ertappe ich mich aber dabei, eher langsam zu lesen.

Ein paar Bücherschmankerl hat es in diesem Jahr auch schon gegeben, da war “Blasmusikpopp” dabei, das mir erstaunlich gut gefallen hat und endlich, endlich “Der Fänger im Roggen” und im Vorjahr habe ich ja auch einige Schmankerl in den Schränken gefunden, die auf meiner Leseliste stehen.tttDa sind zum Beispiel drei “Wortreticht.-Bücher” dabei, eines habe ich davon schon gelesen. Ein Weiteres stammt von Patrica Brooks, der GAV-Kollegin, mit der ich einmal ein Interview in der “Buchkultur” hatte oder sie wurde auch interviewt zu dem Thema, daß es wie die Interviewerinnen fanden, in Österreich kein Frauenschreiben gibt.

Das sehe ich anders und Patrica Brooks, die, glaube ich, mit Ilse Kilic befreundet, ist inzwischen aufgestiegen, ich nictht, aber das dritte “Wortreich-Buch”, das auf mich wartet, ist ein Sommerbuch nämlich Rauol Biltgens “Jahrhundertsommer” und das werde ich auf jeden Fall lesen, wenn ich in meiner Sommerfrische angekommen bin.

Vor ein paar Tagen war ich auch beim “Wortschatz” und da habe ich eine Sommeranthologie aus dem “Diogenes Verlag” dort gefunden.

“Endlich Sommer”,, heißt sie und wenn ich mich nicht irre, habe ich das Buch schon einmal gefunden, aber liegen gelassen, weil ich Anthologien ja nicht so gern lese und eigentlich will ich, bevor die Herbstneuerscheinungen und die “Buchpreis-Bücher” kommen, auch den “Pianisten” lesen, das Buch von Wladyslaw Szpilman, das ich ja als Film gesehen habe und mich sehr beeindruckt hat.

Also die Leseliste etwas verändern und nich stright hinunterlesen, denn zu Julia K. Steins “Vergoogelt” will ich auch kommen und das klingt schon vom Titel her leicht und nach Sommer und dann habe ich, fürchte ich, in diesem verflixten Corona-Frühling, wo die Lesungen ja ausgefallen sind von den Neuerscheinungen nicht wirklich viel mitgekommen, obwohl ich ja ein,ige, wie die ,,von “Kremayr & Scheriau” oder Cornelia Travniceks “Feenstaub” gelesen habe und auch in die Corona-Lesungen, die, die, Hauptbücherei, etcetera, veranstalteten, zumindesten hineingehört habe, “Rund um die Burg” habe ich mir digital gegeben, genauso, wie die “Leseauslese”, der “Gesellschaft” in die ich am Donnerstag fast zufällig hineingeraten bin und da nur sagen kann, daß ich ja kurz vor dem Lckdown bei der Präsentation der “Geschichten mit Marianne” war und auch von Bettina Gärtners “Hermann” einiges mitbekommen habe.

Stephan Teichgräbers Centrop-Workshop ist Corona bedingt auch ausgefallen oder hat nur ein einziges Mal stattgefunden und einiges was ich anfragte, wie beispielsweise das Buch der Claudia Bittner ist nicht gekommen.

Aber macht ja nichts, ich habe genug zu lesen und es müßen auch nicht unbedingt Sommersbücher sein, die ich in der Sommerfrische lese, obwohl ich das für eine gute Idee halte und auf die Buchpreisbücher bin ich auch schon gespannt, habe da vielleicht Corona bedingt, derzeit noch nicht allzu viel zu raten und bin natürlich neugierig, wie weit ich mit meiner 2020 Bücherliste komme und was da wieder leider überbleiben wird?

In den Sommer

Hurrah, hurra, ich bin fertig mit der Korrektur vom “Frühlingserwachen” und habe den Text vor kurzem mit dem Beschreibungstext an den Alfred geschickt, der hat ja noch das “Fräulein No” und scheint damit nicht weiter zu kommen.

Aber ich bin fertig, bereit für das Neue, bereit für den Sommer und auch dazu, obwohl ja jetzt angeblich die zweite Welle kommt, in das normale Leben zurückzukehren, denn in letzter Zeit habe ich mich ja sehr zurückgezogen, bin in Wien kaum aus dem Haus gegangen und habe in den letzten Monaten neben meine Stunden an dem Text korrigiert und weil ich ihn laut gelesen habe, habe ich das auch nicht auf der Terrrasse, sondern im Bett oder am Schreibtisch vor dem Laptop gemacht, um die Korrekturen auszudrucken und da mich trotz meiner Rechtschreibläßigkeit, die ich mir ja schon von der Schule mitgenommen habe, in den letzten Jahren fast einen Perfektionszwang entwickelt habe, hat das einige Zeit gedauert und noch eine Runde und noch eine, dabei habe ich schon Pläne gemacht an den stundenfreien Tagen und da hatte ich vor zwei Wochen einen und diese Woche fast zwei, in die Stadt zu gehen und mit dem Notizbuch, das ich mal in der Seedosezelle gefunden habe, mir Notizen für das neue Buch zu machen.

Schmecks, ist nichts daraus geworden und auch vorige Woche, als wir in Harland waren nicht sehr viel, weil da war ja der “Bachmannpreis” und da bin ich gerade am Freitag in den Traisenpark gefahren, um für das Baby ein Schaf statt einer Buppe zum ersten Geburtstag zu kaufen und habe am Samstag auch den Markt und das Treffen mit der Doris Kloimstein ausgelassen und jetzt gibt es noch eine Woche, wo ich die Abrechnung machen muß.

Am Donnerstag fahren wir wieder nach Harland, am Freitag ist mein zwölfter Blogjahrestag und dann geht es schon hinein in den Sommer und da mache ich ja seit der Alfred in Altersteilzeit ist, keine Sommerfrische mehr sondern nur Sommerfrischenwochenenden, verlängerte von Freitag bis Montag und am Donnerstag gabs in den letzten Jahren die O-Tönen, ob es die heuer gibt, ist noch nicht klar, die Sittl-Sommerlesungen gibt es aber da will ich den Montag eigentlich in Harland bleiben und dort meine Schreibwerkstätten machen.

Ich bin, weil ja so abseits vom Literaturbetrieb, daß es bei mir keine Stipendienwohnungen, etcetera, gibt, da ja auf die Idee gekommen mir mein eigenes Sommerschreiben zu machen und die Sommerbücher gibt es auch, das heißt, das ist eigentlich eine Tradition, die ich mir vor Jahren einmal von Elisabeth von “Leselustfrust” übernommen habe, im Sommer Sommerbücher zu lesen, aber jetzt habe ich ja meine Backlist und die ersten Herbstbücher und ab August gibts ja das große Buchpreislesen, so daß ich dazu kaum noch komme.

Ich habe aber ein Sommerbuch auf meiner Leseliste nämlich Raoul Bitgens “Jahrhundertsommer” und gestern im “Wortschatz”, als ich dem Alfred, der auf Donnerstagsdemo war, ein Stückchen entgenging, ein “Diogenes- Sommerbuch” gefunden, also könnte ich diese Tradion wieder aufleben lassen und nächsten Mittwoch und Donnerstag, wenn ich dazu komme, in Wien ein bißchen herumgehen, ein paar längst fällige Besorgungen machen, viellleicht ein Eis essen, den Gastro Gutschein der Stadt Wien, der jetzt gekommen ist, lösen wir entweder am Sonntag auf der Mostalm oder am Montag im Waldviertlerhof ein und am Freitag, wenn dann mein Jubiläumsbeitrag erscheint, könnte ich mir ja wieder einen Literaturgeflüster-Feiertag machen und ab dann oder vielleicht auch schon früher mit dem schönen Buch, das ich einmal in der Seedosenschrank fand, in dem, wie ich herausgefunden habe, schon ein paar Notizen waren, mich im Sommer auf die Suche nach meinem neuen Text, meiner neuen Romanidee machen oder da Montag und Freitag einfach nur herumstreifen, in der Radlerschenke und der Seedose einen Kaiserspritzer trinken und mich auf Schreibeinfälle bringen, denn die Idee mit dem Schreiben aufzuhören oder über was soll ich denn schreiben, ich habe doch ohnehin schon so viel geschrieben, ist ja immer noch da, obwohl ich nicht wirklich glaube, daß ich zum Schreiben aufhöre, aber es etwas anders weitermachen vielleicht und mir da in diesem Sommer Zeit nehmen dafür, das wäre die Idee für eine Sommerfrischenwochenendenschreibwerkstatt in die ich mich diesmal vielleicht begeben könnte, schreiben, lesen und nach der Corona-Krise frisch erwacht neu auferstehen oder in die zweite Welle hineinschlittern?

Mal sehen, das ist ja noch nicht so klar, die Einschränkungen sind gefallen, jetzt braucht man die Maske nur mehr für den Friseur und für die Öffis, die Leute lassen sich auch nicht mehr einschränken, reisen herum, gehen demonstrieren und die Zahlen steigen infolge dessen wieder an und wir wären, wenn es Corona nicht gegeben hätte, jetzt eigentlich in Deutschland auf einer Rhein Main Fahrradtour, aber mit Maske fahre ich dort nicht herum, so haben wir das gelassen und es wird heuer wahrscheinlich auch ein besonderer Sommer werden, aber das Leben hole ich mir zurück und das Schreiben wahrscheinlich auch oder lasse es zumindestens nicht los.

Maskenlos

Ich bin ja, meine Leser wissen es wahrscheinlich, eine absolute Maskenphobikerin und habe, weil der Alfred ja so gerne, so viel und so begeistert einkaufen geht, auch noch keine aufgesetzt. Habe weil ich gelegentlich auf die Bank muß, um dort Zahlscheine einzuwerfen und den Kontostand zu beheben, zwar irgendwann einen Schal in die Tasche gesteckt, den lila Schal, den auch die Roswitha Herweg in ihrer hat und dann im Museum liegen läßt und eine Maske hat mir auch eine Hilfsorganisation samt einen Zahlschein zugeschickt, aber aufgesetzt habe ich sie, weil ich mir damit lächerlich vorkäme und mir auch das mit den Virenschleudern und den Atembeschwerden, was ja die Gegenargumente sind, sehr nachvollziehbar vorkam, nicht und dann war ich zum Glück so priveligiert, daß ich mich bisher auch leicht davor drücken konnte, weil ohnehin eine Fußgängerin und Stadtflaneurin, die die Öffis ohnehin nur selten benützt.

Ich arbeite auch daheim in meiner Praxis, auf die Bank und zu den Briefkästen konnte ich maskenlos gehen und irgenwann war dann auch klar, daß man sie im Freien nicht braucht.

Das ganze Coronageschehen ist ja höchst widersprüchig, denn so bin ich als am ersten Mai die Coronamaßnahmen gelockert wurden, als erstes auf eine oder sogar mehrer Demonstrationen gegangen und da war es auch widersprüchig, ob man die dort braucht?

Ich habe mich aber immer an den Rand gestellt und als dann die Lokale aufsperrten, bin ich mit dem Alfred und einmal auch mit der Cornelia Stahl in verschiedene Gastgärten gegangen und habe mich auf den fünfzehnten Juni gefreut, weil man da ja ohne Maske in die Geschäfte oder wenn man in den Gastgärten sitzt, hinein aufs Klo gehen kann.

Zum Friseur kann man noch immer nicht maskenlos gehen, obwohl mir eine meiner Klientinnen hat, daß man die nur beim Hineingehen braucht, und ich das eigenlich schon sollte und am Samstag, als ich mich nach dem “Bachmann-Hören”, wieder auf den Weg ins Traisencenter machte, dort auch die Kunden unsmaskiert gesehen habe.

Muß auch noch nicht sein, in meinem Corona-Text bietet, die Heimhelferin der Roswitha an, ihr den Pagenkopf zu kürzen. Ich müßte mich da noch umhören oder die Haare wachsen lassen und habe, das werden meine Leser wohl ebenfalls wissen, unter den Corona-Maßnahmen eigentlich nicht gelitten, sondern gelesen und geschrieben, nur, weil ich bis Ostern nicht in Harland war, mir gedacht, daß es schade ist, wenn ich die ersten Schritte der Lia versäume.

Die hatte am Montag ihren ersten Geburtstag und da muß man ja ein Geschenk haben und ich habe da ganz konventionell an eine Puppe gedacht und auch gehört, daß sie noch keine hat.

In meinem Praxisspielzimmer habe ich ja einige Sachen, die ich der Anna einmal kaufte, darunter auch ein sehr schönes Holzpuzzle, mit dem eigentlich selten wer spielte, weil ich so kleine Kinder eigentlich kaum habe, das habe ich der Lia schon gebracht.

Aber auf den ersten Besuch nach drei Monaten in einem Einkaufszentrum habe ich mich schon gefreut, habe das auch mit Harland und dem Radfahren verbunden. Das heißt, sobald ich mit dem Korrigieren des “Frühlingserwachen” fertig bin, werde ich durch die Stadt laufen und mit einem einmal gefundenen Notizbuch auf Corona- oder neuen Romanrecherche gehen und das hätte ich schon vorigen Freitag, als man noch nicht maskenlos in die Geschäfte durfte, gemacht. Da hätte ich dann mehr die Parks und die Schanigärten benutzt.

Ich wurde aber nicht fertig, die Fehlerteufelchen sind ja hartnäckig und lassen sich nicht so leicht zu vertreiben. So habe ich gedacht, daß ich am Freitag ins Traisencenter fahren werde, dann fiel mir aber ein, da ist ja das Bachmannlesen, aber das ist ja um halb vier aus, also bin ich da losgefahren, um der Lia eine <puppe zu besorgen.

Das letzte Mal war ich zu Weihnachten im Traisencenter und habe da in einem Geschäft ein Püppchen gesehen, das ich fast gekauft habe, aber da war die Lia ja noch sehr klein und einen Weihnachtsmann mit einem Bilderbuch hatte ich schon, der war noch aus der Buchhahndlung aus Edith Broczas Haus, also habe ich es liegenlassen.

Aber am Freitag kaufe ich es, habe ich gedacht und außer zum Friseur, sollte ich mir auch Jeans kaufen, denn die, die habe, werden langsam kaputt habe ich gedacht. Im sommer trage ich die zwar eher nicht, aber jetzt habe ich sie meistens an und weil man in den letzten Tagen, weil sich die Leute nicht mehr an die Coronamaßnahmen halten, ja öfter hören konnte, daß die Maskenpflicht, wenn die Zahlen steigen, wieder in den Geschäften eingeführt werden kann, habe ich mir auch gedacht, daß ich nicht zu lange zuwarten sollte und bin losgefahren.

Es war ein bißchen ein seltsames Gefühl nach drei Monaten wieder in ein Geschäft zu gehen. Auf den Markt in St. Pölten bin ich schon zweimal gewesen und bei zwei Veranstaltungen auch, aber dann war alles normal und ich habe nur vor der Kasse des “H&M” mit einer zwanzig Euro Jean, die ich schnell gefunden habe, etwas gewartet, weil vor mir zwei junge Frauen mit drei kleinen Kinder waren, die einen ganzen Berg Kleidungsstücke hatten, die von der jungen Kopftuchtragenden Verkäuferin sorgfältig zusammenglegt wurden und einen Betrag von vierhundertEuro ausmachten, standen.

Das Püppchen habe ich dann in dem bewußten Geschäft nicht gefunden, eigentlich überhaupt keine, die mir gefallen hätten. So ist es ein Schaf geworden und einen Eisbecher habe ich mir auch gegönnt. Da habe ich auch schon einige gegessen, den schon erwähnten am Margaretenplatz, dann zwei in St. Pölten und bei der Seedosen-Bücherzelle bin ich auch gewesen.

Aber da war ich schon zu Ostern und dann zwei Wochen später noch einmal. Das Wetter war nicht so besonders, so ist das Einkaufserlebnis auch nicht so aufregend gewesen und ich habe mich mit den heißen Himbeeren auf dem Vanilleeis begnügt und bin nicht in die Seedose auf einen Kaiserspitzer eingekehrt und am Samstag werde ich auf den Markt auch nicht mitgehen, obwohl ich wieder Bücher für die Doris Kloimstein hätte, daber morgen ist ja noch “Bachmannlesen”.

Das kann man zwar nachhören, ich weiß, würde mich aber doch hinausreißen, so habe ich beschloßen, zu Hause zu bleiben und erst nach den Lesungen vielleicht nach Wilhelmsburg radeln, denn da gibt es ja auch ein Einkaufszentrum, wo ich das Konsumieren nachholen könnte und bei der Radlerschenke muß man jetzt auch auch nicht mehr mit Maske bestellen.

Am Sonntag gehen wir mit der Anna, dem Andreas und der Lia essen, weil wir Annas Geburtstag ja in keinen Restaurant feiern konnte und dann werde ich weiterkorrigieren und hoffen bald damit fertig zu werden.

So daß ich vielleicht am nächsten Donnerstag oder Freitag die geplanten Recherchetage machen kann und am dritten Juli, dem Tag, wo es zwölf Jahre “Literaturgeflüster” zu feiern gilt, werde ich wieder in Harland sein, das Traisencenter besuchen und dann vielleicht in der Seedose einen Kaiserspritzer oder Hugo trinken.

Marktbesuch in der Zombie-Apokalypse

Seit der Corona-Krise bin ich ja nicht mehr am Markt gewesen und habe daher auch nicht, wie wir das ja früher regelmäßig taten, Doris Kloimstein dort nicht mehr getroffen, die Autorenkollegen, die ich ja einmal bei einer Regionalversammlung der IG-Autoren in St. Pölten kennengelernt habe, dann als sie Obfrau der LitGes war, einmal dort gelesen habe, das heißt, ich hätte es mit Manfred Wieninger tun können, der hat aber, weil noch in seinen Plagiatsskandal verwickelt, abgesagt, so daß ich es alleine tat und wahrscheinlich nicht sehr viele Zuhörer hatte.

Dann war ich, glaube ich, im Jahr 2000 mit ihr auf dem Osterspaziergang, der damals, glaube ich, entlang der Traisen bis zum Bootshaus, angeführt von Alois Eder gegangen ist und ich habe eine Ostereier-Szene aus der “Viertagebuch-Frau”, wo es ja im die ersten hundert Tage von schwarz-blau was damals eine große Aufregung war, gelesen.

Dann habe ich sie einige Male in St. Pölten aber auch in Wien getroffen, sie war auch in der Schreibgruppe, solange es die gegeben hat und jetzt Marktbesuche mit Büchertausch. Das letzte Mal war das glaube ich im Jänner oderFebruar, wo wir uns am Markt getroffen haben. Nach der diesjährigen Regionalversammlung der IG Autoren ist sie mit uns mitgefahren, da habe ich vorher im “Wortschatz” Adelheid Popps “Jugend einer Arbeiterin” gefunden, was ich aber schon hatte, so daß ich es ihr und auch die andere Bücherfunde, die sich am Harlander Küchenschreibtisch angesammelt habe, übergeben wollte, dazu ist es aber nicht gekommen, weil die Doris ja nicht immer da ist, sondern zu ihren Enkelkindern nach Bregenz oder innsbruck fährt.

So war unsere letzte Begegnung bei der GV der IG Autoren in Wien, wo ich ja den Selfpublisherantrag stellte. Sie mir Josef Haslingers “Mein Fall” übergeben hat. Sie kauft sich immer sehr aktuelle Bücher und stellt sie dann mir zur Verfügung, ich habe ihr die Doppelzusendung von David Albaharis “Heute ist Mittwoch” gegeben und dann dann die Corona-Krise und die Ausgangssperre und ich bin bis Ostern nicht mehr in Harland gewesen und noch länger nicht am Markt, weil es da ja keine Würstl und kein Bier gegeben hat, wo sich in den letzten Jahren ja die ganze Szene am Samstag mit gänzlich ohne Sicherheitsabstand, weil man den ja damals weder brauchte noch kannte, traf.

So ist der Alfred alleine einkaufen gegangen, denn auf den Märkten herrscht ja, glaube ich, seit ersten Mai auch Maskenpflicht, zumindest scheint man die zum Einkaufen zu brauchen, die Doris sagte aber, daß es am Markt, weil ja vorige Woche die Gastronomie wieder aufgesperrt hat, wieder Würstel gäbe und so bin ich heute mit dem Rad in die Stadt gefahren, bisher habe ich meine Runde ja in Richtung St. Pölten meist bei der “Seedose” enden lassen oder bin meine Runde um den Naturlehrfpfad auf der andere Seite gegangen.

Aber heute in den Markt hinein und ein bißchen ängstlich gewesen, ob da gleich die Polizisten kämen und “Kein Zutritt ohne Maske!”, riefen.

War dann nicht so, obwohl sich die meisten Leute verhüllt hatten, hat es ein paar Maskenlose gegeben, die sich um den Bierwagen versammelten. Würsteln hat es keine gegeben, wohl aber Leberkässemmel, Bier aber keinen Birnencidre, den ich meistens getrunken habe und auch keinen roten Gspritzer.

Der Alfred hat aber eine Flasche Erdbeerfrizante eingekauft und sogar Sektgläser besorgt, Erdbeertörtchen gab es auch. Ein wenig gewöhnungsbedürftig vielleicht, sich am Markt seine Gläse selber mitzubringen, aber in Zeiten wie diesen ist ja alles anders und der Bierverkäufer hat sich auch nicht aufgeregt.

Die Büchertaschen waren auf beiden Seiten gefüllt, hatte ich ja ein Buch der Marina Lewycka, eines der Katharina Hagena und dann noch den “Weihnachtshund” und Julia Franks “Mittagsfrau” gefunden, beides Bücher die die Doris schon hatte, die mir dafür aber Ernst Lothars “Erinnerungen” brachte. Der wird ja jetzt von “Zsolnay” wieder aufgelegt. Bei der Präsentation seiner “Rückkehr” war ich mit dem Alfred in der “Gesellschaft”.

Dann gab es noch ein Debut von einer belgischen Autorin, Gedichte von Sonja Henisch und ein “Reclam-Bändchen” mit Essays von Susan Sontag, also wieder sehr viel zu lesen und wir sind nachdem das Bier getrunken und die Erdbeertörtchen gegessen waren, in Richtung “Hager” gegangen. Denn dort bekommt man, wenn man über zwei Euro fünfzig einkauft ein Markerl und wenn man die auf ein Kärtchen kebt und das voll hat, bekommt man ein Brot oder einen Kaffee nach Wahl und der Alfred kauft dort fließig Marillenkuchen für die Oma. So war das Kärtchen schon vor Corona fast voll und das zweite füllte sich dann in den acht oder neun Wochen, wo die Krise schon dauert und da es beim “Hager” Tische draußen gibt, kann man dort auch ohne Maske konsumieren. Nur das Personal muß sich damit bewappnen. Es gab auch einen freien Tisch, der mußte zwar zuerst abgeräumt und desinfiziert werden und daneben stauten sich die Menschen mit den Masken um den Mund oder in der Hand, die in das Geschäft wollten, um Brot und Semmeln, etcetera einzulkaufen.

Wirklich seltsam für einen Besucher von einem anderen Stern oder für meinen Egon Herweg wahrscheinlich, die anderen haben sich vielleicht schon daran gewöhnt und so haben wir auch die Brigitte S. die ja in einem der alten Häuser neben dem Cafe Schubert wohnt, dort mit einer Freundin dort sitzen sehen, die uns gleich ihre Masken zeigten, am Rückweg haben wir dann noch eine Autorin getroffen mit ich öfter beim Osterspaziergang der LitGes gewesen bin. Wir haben also unsere Gutscheinkärtchen eingelöst und uns ein bißchen mit der Dame vom Nebentisch unterhalten und sind dann weiter auf den Rathausplatz gegangen, weil der Alfred uns die Tische mit den breiteren Abstand, die, wie er meinte, ein italienisches Flair verbreiten, zeigen wollte.

Wir haben bei denen des Eissalons Platz genommen, die Serviererin, die eines der Vesire trug, so daß man ihr Gesicht sehen konnte, war sehr freundlich. Ich habe einen “Hugo” getrunken und dann noch einen Eisbecher gegessen, weil ja weil der Ausgangssperre einiges nachzuholen war.

Nächste Woche hat die Doris uns versichert, soll es dann am Markt auch Tische und Würstl geben. Ich werde das aber erst in vierzehn Tagen nachprüfen können.

Interview mit Cornelia Stahl

Ich habe die Journalistin, Lyrikerin und Erwachsenenbildnerin, cornelia Stahl, die auch Schriftführerin bei der LitGes ist bei der “Anderen Buchmesse” kennengelernt, denn da habe ich ja einige Jahre bei den Literaturslams gelesen, aber leider nie etwas gewonnen und da hat sie mich bei dem der in einem der Stadtbahnbögen stattfand, angesprochen und mir gesagt, sie wolle mich im Juni interwiewen.

Das war im März  2014, seither habe ich sie mehr oder weniger regelmäßig in der “Alten Schmiede” oder bei anderen Veranstaltungen getroffen, habe ihr meine Bücher gezeigt und auch das “Log”, wo die sehr gute Rezension des “Literaturgeflüsterbuchs I” drinnen ist und habe sie immer mehr oder weniger geduldig gefragt, wann das Interview  stattfinden wird?

Sie hat mir dann von dem “Literaturfenster” das  sie fürs Radio Orange machen will erzählt, das sie organisert, das war auch schon vor einigen Jahren und ich habe mir gedacht, ” Das ist wieder eine, die Vorurteile gegen das “Selbermachen” hat und habe mich  ein bißchen geärgert, weil das ja nicht das erste Mal wäre, daß mir soetwas passiert und das Ganze dann mehr oder minder aufgegeben.

Das heißt, so ganz natürlich nicht, denn es war mir schon sehr wichtig und so habe ich sie am achten März, als ich nach der “Hörspielwerkstatt” mit dem Alfred beim Frauentag der Grünen war und sie dort traf, noch einmal darauf angesprochen und jetzt schien es zu klappen, denn sie hat mir gleich einen Termin gegeben , beziehungsweise mich zwischen den siebenundzwanzigsten und dreißigsten April aussuchen lassen. Ich habe mich für den Dreißigsten entschieden und dann, als dann kurz darauf die Ausgangsperren kamen, gedacht, jetzt klappt es wieder nicht und ich habe schon sehr viel literarisches Pech.

Manchmal auch Glück, denn das Interview hat stattgefunden und die Sendung wirds, wie ich hoffe, im Juni im “Radio Orange” geben und das ist etwas, was mich freut und seit es das “Literaturgeflüster”, sei Juli 2008 gibt, hat es auch einige Interviews gegeben. Das Erste hat, glaube ich, Robert Eglhofer 2010 fürs “Etcetera”, die Zeitschrift der “LitGes” mit mir gemacht, ich war dann auch bei der Jubiläusveranstaltung. Ilse Kilic hat mich einmal mit dem “Literaturgeflüster” ins Amerlinghaus eingeladen und hat die Veranstaltung das “Alltägliche Leben” genannt.

Nun so alltäglich finde ich mein literarisches Leben nicht, halte mich auch nicht für eine Hobbyautorin und als ich im jahr 2013 fürs Fünfjahresjubiläum  mein Gewinnspiel vorbereitet habe, hat mich Wally Rettenbbacher fürs “Radio Fro” interviewt.

Ein bißchen kann ich mich also in Szene setzen und mich und mein literarisches Außenseitertum präsentieren und ich bereite ja jetzt mein “Literaturgeflüster-Schreibebuch” vor, in dem die meisten “Literaturgeflüster-Artikel” übers Schreiben enthalten sind mit den Leseproben der siebenundzwanzig Bücher, die, seit dem es das “Literaturgeflüster” gibt, entstanden sind.

Das Dummie davon ist schon da, wenn ich keine Fehler finde, kann das Buch an die Druckerei gehen und das habe ich ja vor,  sowohl an die Stadt Wien, also an die Frau Danielcyck, als auch an Gerhard Ruiss zu den IG-Autoren zu schicken, denn ich habe da ja bei der letzten GV einen Selfpublisherantrag in dem Bemühen, daß die vielleicht ein bißchen mehr gesehen und ein bißchen ernster genommen werden, gestellt.

Das hatte zur Folge, daß sich eine Studentin bei mir meldete, die ihre Dissertation über das “Selfpublishing” machen will, die war am 12. 3. also knapp vor der Ausgangssperre bei mir und hat mich interveiewt und Cornelia Stahl hat mir auch sehr viel Fragen gestellt und wollte meine Sicht auf das weibliche Schreiben, beziehungsweise Erzählperspektiven ausleuchten und die sind ja sehr interessant, denn als Anita C. Schaubs “Frau sein und Schreiben-Buch”, in dem es auch ein Portrait von mir gibt, in der “Gesellschaft für Literatur” vorgestellt wurde, kann ich mich erinnern, daß ich vor Marianne Gruber behauptet habe, daß ich, wenn ich ein Blanco-Buch lesen würde, erkennen könnte, ob es von einem Mann oder einer Frau geschrieben wurde?

Da bin ich mir zwar nicht mehr so ganz sicher, ob ich das wirklich kann, aber beim “Deutschen Buchpreislesen” stoße ich ja öfter auf Bücher über mittelalte Männer, die über ihr Leiden am Sex, den Frauen und dem Älterwerden schreiben und da denke, ich daß die Frauen schon ein wenig anders schreiben und ich wurde ja auch in den Siebzigerjahren im “Arbeitskreis schreibender Frauen” literarisiert, und in dieser Zeit wurde ja auch der “Wiener Frauenverlag” gegründet, der heute “Milena” heißt und längst nicht nur Frauen mehr verlegt und das Bild der weiblichen Autoren oder auch der männlichen hat sich inzwischen auch verändert.

So hat  Cornelia Stahl, Marie Louise Kaschitz zitiert, die von den am Küchentisch schreibenden Frauen gesprochen hat und da ist es dann nicht mehr weit zu Virigna Wollfes Forderung nach einem “Zimmer für sich allein, und ein Gehalt”, glaube ich, um nicht von den männlichen Günsten abhängig zu sein.

Da habe ich es ja mit meinem Psychologiestudium von dem ich ja immer leben konnte, gut getroffen, während es mir nicht so gut gelungen ist, in den Literaturbetrieb einzudringen. Aber ich schreibe immer noch, unentwegt seit fast fünzig Jahren könnte man so sagen, fast fünfzig selbstgemachte Bücher sind seither entstanden, die ich ja selbst herausgeben. Also fünfzig Mal bei “Druck.at” drucken lassen, weil es mir leider außer den “Hierarchien” nie gelungen ist, einen Verlag zu finden.

Ich las bisher aber immer beim Volksstimmefest und seit den achtziger Jahren auch gelegentlich bei den Textvorstellungen in der “Alten Schmiede”, die “Linke Wort-Lesung” wird es, glaube ich, ja nicht mehr geben und heuer höchstwahrscheinlich Corona bedingt auch kein Volksstimmefest, dafür aber demnächst ein neues Buch, nämich das “Literaturgeflüster-Schreibebuch “, das einen guten Einblick in mein Schreiben geben könnte und dafür, daß ich auf meinen Bücherregalen Platz  habe, wenn demnächst die fünfzig Stück-Lieferung kommt, habe ich am Montag auch mein Wohnzimmerregal, das inzwischen schon sehr überfüllt ist, frei geräumt, denn als ich 2018 beim Gewinnspiel vonm “ZehnJahre-Literaturgeflüster” Manfred Lagler-Regall meinen treuen Blogkommentierer seinen gewünschten Gewinn “Das Haus” schicken wollte, habe ich festgestellt, es ist vergriffen und als ich 2018 bei der “Buch Wien” die “Mimi” vorstellte, habe ich das Buch, das ich dorthin mitnehmen wollte, auch nicht gefunden, aber aus Platzgründen alles durcheinandergemischt.

Aber ich habe mir zum Jahresanfang für Harland zwei neue Bücherregale gekauft, die derzeit noch durch teilweise Leere glänzen, also bringe ich ein paar Bücher dorthin und habe mein Bücherlager geordnet.

Das “Fräulein No” kommt ja, wenn ich Glück habe, in diesem Jahr auch noch dazu und wem es interessiert, dem kann ich, wenn es klappt,  das “Lliteraturfenster” von Juni, am vierten Dienstag soll es stattfinden, schon sehr empfehlen und ich habe ja auch einmal vor Jahren mein “Tauben füttern” mit der “Frauen lesen Frauengruppe des ersten Wiener Lesetheaters” bei Radio Orange, ich glaube, gemeinsam mit der Bruni, der Elfriede Haslehner, wenn ich mich nicht irre, der Marlen Schachinger und der Judith Gruber-Rizy, beziehungsweise Hilde Schmölzer und der Mechthild Podzeit-Lütjen vorgestellt und am 30. 4, dem “Tag der Arbeitslosen”, 2003 bin ich wenn ich mich nicht wieder irre, auch zu “Radio Orange” marschiert und den “Tag der Freiheit des Wortes”, den ich damals das erste Mal im Literaturhaus organisierte, dort vorzustellen weil das Literaturhaus dort  eine Programmschiene hatte.

Es tut sich also doch ein bißchen in Sachen Literatur, auch wenn ich schon manchmal an das Aufgeben und resignieren denke, aber ich schreibe und lese weiter und Cornelia Stahl hat mich auch nach meinem Leseverhalten gefragt, da lese ich gerade die “Rote Kreuze” von Sasha Filipenko und Lutz Seilers “Stern 111”, das Buch, das Cornelia Stahl, glaube ich, demnächst rezensiert, habe ich auch schon gelesen.

Meine Mutter, das Alter und ich

Jetzt kommt ein “Kremayr & Scheriau – Buch”, aber keines aus der literarischen Schiene, obwohl ich bei einer der ersten “Corona-Lesungen”, die Günter Kaindlsdorfer in der Hauptbücher darüber abhielt, daraufgekommen.

“Wahre Geschichten”, die, die 1961 in Graz geborene Journalistin Katja Jungwirth mit ihrer Mutter, die sie betreut, erlebte und in kurzen knappen Szenen schön von Melanie Haas illustriert, die auch, nomen est omen, meisten hasenähnliche Figuren mit lange Ohren zeichnete, aufschrieb und das Alter ist ja ein Thema, das mich, glaube ich, schon seit meiner Jugend beschäftigt.

Bin ich ja bei relativ alten Eltern aufgewachsen, hatte eine um elf Jahre ältere Schwester, die 1978 einen Autounfall hatte, habe nach dem plötzlichen Tod meiner Mutter 1991bis 1995 meinen diabetischen Vater betreut, habe in dieser Zeit auch mit Pflegeheilferinnen im Geriatriezentrum Wienerwald gearbeitet, Alfred Vater ist 2012 gestorben, seine Mutter wird von zwei vierundzwanzig Stunden Pflegerinnen betreut, über die Themen Älter werden und Demenzen habe ich auch schon sehr oft geschrieben und natürlich auch darüber gelesen, so hat Bärbl Danneberg, sozusagen die Organisatorin des “Arbeitskreis schreibender Frauen” ein Buch über die Betreuung ihrer dementen Mutter geschrieben, Elfriede Haslehner hat einen Text über den Tod ihrer Mutter, zu der sie, glaube ich, ein eher schweiriges Verhältnis hatte, geschrieben und und… und nun ein eher heiteres Buch über die Beziehung zu einer eher schwierigen Mutter, wie es, glaube ich, Günther Kaindlsdorfer bei der Lesung und dem Gespräch mit der Autorin nannte, mit einem Augenzwingern erzählt, füge ich hinzu, nachdem ich mich durch die kurzen Episoden gelesen habe.

Nachdem Katja Jungwirth fast sechzig ist und die Mutter Pharmazeutin war und die Tochter gegen Ende ihres Studiums gebar, wird sie so an die Fünfundachtzig sein und leidet an einer nicht näher genannten Krankheit. Wahrscheinlich leidet sie amÄlterwerden und der Einsamkeit. An den Wehwechen, die man wahrscheinlich mit über Achtzig hat, sie geht mit einem Rollator, das heißt sie rennt mit diesen durch die Straßen, weil sie sich ihrer Schwäche schämt und vermeidet damit Kaffeehäuser und Kinos zu besuchen. Sie sagt auch alle Besuche von Freunden ab, bricht Therapien ab und fordert die Tochter, die sie betreut zu Fürsorge und zu Besuchen auf. Sie ist auch depressiv setzt aber ihre Psychomarmaka ab und jammert dann darüber.

So begleiten wir Katja Jungwirth durch den Rollenwechsel und das Erleben des Älter- und  Schwächerwerden, einer wahrscheinlich sehr anspruchsvollen Frau, die wohl ihre Schwierigkeiten mit ihren kleineren oder größeren Wehwechenhat hat und die, so wie Katja Jungwirth sie beschreibt, auch noch sehr vital, elegant und gepflegt ist.

Die Spannungen, wo die Mutter zum Kind wird und ungeduldiger, als die Enkerln ist, werden in dem Kapitel über “Weihnachten” besonders deutlich und so geht es hin und her.

Die Mutter kann nicht, will aber,  die Tochter leidet darunter und kann sich nicht abgrenzen. Die perfekte Mutter-Tochter Symbiose könnte man so sagen und die Mutter, die wahrscheinlich im Feminismus der Siebzigerjahre  versuchte ihren Sohn zu keinen Macho zu erziehen, erzählt jetzt der Tochter, daß sie ihm nicht zumuten kann, sich um sie zu kümmern, weil er ja eine Sitzung hat, während sie vier Kinder, einen alten Hund und noch einige Enkel zu betreuen hat, nein sagen kann sie aber offenbar auch nicht. So versucht sie einen Manipulierungsplan, beziehungsweise herauszufinden, ob das, wenn die Mutter jetzt anruft, ein Notfall ist oder ihr nur einfach langweilig war, aber Langeweile oder Einsamkeit ist ja irgendwie auch ein Notfall, etcetera.

Ein interessantes Buch, dem man, wenn man es so ohne wirklich Betroffenbheit, wie es beispielsweise bei mir der Fall ist, liest, Oberflächlichkeit vorwerfen könnte, denn diese Mutter hat ja vielleicht nicht wirklich was, außer daß sie wahrscheinlich über achtzig ist, im Gesicht noch sehr gepflegt ausschaut, unter dem körperlichen Verfall leidet und nicht mehr so gut gehen kann.

Liest man es aber als vielleicht selber pflegebedürftige Mutter oder betreuende Angehörige, wird man es vielleicht anders interpretieren.

“Es ist wie in frühester Kindheit, eine Symbiose zwischen Mutter und Kind. Geht es der Mutter gut, geht es dem Kind gut.

Berührend und mit viel Humor erzählt Katja Jungwirth in ihren tagebuchartigen Texten von der Beziehung zu ihrer pflegebedürftigen Mutter, von großer Aufopferung, von kleinen, liebevollen Gesten und von all den Situationen, die sie immer wieder an ihre eigenen Grenzen bringen,”, steht am Buchrücken.