Biografien

In der “Gesellschaft für Literatur” gibt es eine neue Gesprächsreihe in der man sich den literarischen Biografien annähern will und die ersten zwei Gäste, zwei bekannte Persönlichkeiten des Wiener Literaturbetriebs, Daniela Strigl und Klaus Nüchtern, beide Staatspreisträger für Literaturkritik und ehemaligen “Bachmann-Juroren” haben im letzten Jahr eine solche geschrieben.

Das heißt Daniela Strigl hat sich mit “Berühmt sein ist nichts” Marie von Ebner-Eschenbach angenähert, deren vierteilige Werkreihe sie ja beim “Residenz-Verlag” auch mitherausgegeben hat.

Beim “Falter-Redaktuer” Klaus Nüchtern ist das anders, der hat zum sechzigsten Todestg von Heimito von Doderer keine Biografie, sondern Essays geschrieben mit denen er sich dem “Kontinent-Doderer” angenähert hat.

Sagte er zumindestens und beide Autoren erwähnten im Gespräch mit Manfred Müller, was mich ein wenig erstaunte, daß sie die Daistanz zu ihren Autoren gebraucht hätten und Daniela Strigl meinte noch, daß es in der Germanistenwelt, als unwürdig gilt sich mit der Biografie zu befassen, während die Leser vielleicht nach ihr greifen, um sich das Werk zu ersparen, wie das Publikum kritisch unkte, was von Manfred Müller widersprochen wurde.

Nun für die Psychologin ist die Biografie und das Leben wichtig und ich lese bei Büchern, als erstens den Lebenslauf und fluche, wenn ich, wie bei älteren Büchern üblich, den nicht finde und da habe ich, weil ich kein Literaturlexikon besitze, zu Zeiten wo es noch kein “Wikipedia” gab, schon manche Verrenkungen gemacht, nämlich mir von Konstanze Fliedl etwas über Vicki Baum und von Eleonore Zuzak über Adrienne Thomas schicken lassen und habe den “Nachtigallenzyklus” des Ulrich Becher auch lang liegen lassen, weil ich noch nichts von der Biografie des Autors wußte und, um vielleicht wieder einmal ganz eitel bei mir zu beginnen, richtige Biografien lese ich eher weniger, habe aber kürzlich, die von Hans Fallada gelesen, aber da hatte ich mich mich schon vorher durch das Werk gewühlt, dann aber sofort nach der Neuerscheinung gegriffen beziehungsweise die mir schicken lassen und von der Ebner Eschenbach habe ich, glaube ich, außer Band II der Werkausgabe, noch nicht sehr viel gelesen, höchstens den “Muff” in der Schule.

“Das Gemeindekind” habe ich in meinen Regalen, inzwischen, wie ich fürchte von meiner Leseliste aber wieder hinuntergenommen und “Kontinent Doderer”  mir zum letzten Geburtstag schenken lassen, nach dem ich im Vorjahr, da ich da ja meine Protagnostien sowohl ein Stück über ihn schreiben ließt, als ihn auch mit Stefan Zweig in den Himmel schickte, sowohl das “Doderer Buch” als auch die “Wasserfälle “ und die “Merowinger” wieder gelesen habe und da habe ich mich natürlich auch mit Zweig beschäftigt, den Film über seine letzten Jahre gesehen, die “Welt von gestern” seine wenn man so will, Autobiografie wieder gelesen und mir auch die “Arte Dokumentation” mehrfach angewchaut. Biografie habe ich  keine gelesen, würde aber Volker Weidermanns Buch “Ostende” gerne finden.

Nun gut, zwei Biografien und zwei Biografen am Tisch der “Gesellschaft für Literatur” und Manfred Müller stellte viele Fragen, von denen ich einige Antworten  schon wußte, war ich im letzten Jahr bei mehreren Ebner Eschenbach Veranstaltungen mit Daniela Strigl aber auch bei der Vorlesung von Ruth Klüger und beim Doderer Symposium im Herbst in der “Gesellschaft” bin ich auch gewesen, sowie im Literaturmuseum.

Beide Autoren wurden, glaube ich, von den Verlagen zu den runden Sterbetagen zum Schreiben aufgefordert und beiden meinten sie hätten eigentlich nur wenig Zeit dazu gehabt.

Daniela Strigl meinte noch sie hätte sich eher klassisch an das Biografieschreiben gemacht und würde das wegen der oben erwähnten Distanz eigentlich nicht so wollen, hat sich aber in ihrer Dissertation oder Habilitation mit Theodor Kramer beschäftigt und zum achtzigsten Geburtstag, die Haushofer Biografie geschrieben, ein Buch,d as ich im “Radio Kultur Cafe” einmal gewonnen habe, obwohl ich bei demQ iiz den es damals gab, gar nicht soviel wußte, beziehungsweise mir von einem Herrn helfen ließ, der mir das Buch dann auch überließ.

Die Ebner Eschenbach Biografie ist  nicht mehr zu mir gekommen und in der Diskussion ging es wieder, um das Entstauben, beziehungsweise um das Frauenbild und zu der Frage, ob die Ebner Eschenbach wirklich das gütige liebe Muttchen gewesen ist oder nicht doch eine scharfsinnige, sozialkritische, feministische Frau, die einmal der weibliche Shakespeare werden wollte, von ihrer adeligen Familie aber sehr behindert wurde?

Und Doderer war zumindest Klaus Nüchtern nicht sehr sympathisch, weil sehr widersprüchig und sperrig und in dem Stück, das er aus dem Buch las, merkte man auch seine Ironie beziehungsweise Zynismus, das wurde auch  von Manfred Müller so angesprochen.

Daniela Strigl merkte noch an, daß das Biografienschreiben ihr Wissen über die Autorin erweitert hätte, so hat sie sich durch Novellen gelesen von denen sie keine Ahnung hatte und da kann ich gleich anmerken, daß das bei mir bezüglich Stefan Zweig, den ich ja in den “Berührungen” verarbeitet habe, auch so gewesen ist.

Jetzt weiß ich er war ein guter Schriftsteller, zumindest, was die “Welt von Gestern” und seine Novellen betrifft. Bei der “Ungeduld des Herzens” trifft das auch so zu, bei seinen Biografien und beim Brasilien Buch bin ich mir nicht so sicher, das waren vielleicht auch Auftragsarbeiten.

Aer durch meine Romanarbeit bin ich ihm nähergekommen, bei Doderer war das nicht ganz so, aber da hatte ich die Bücher ja schon gelesen und mein “liebstes Buch” ist immer noch die “Dämonen”, das ich aus Zeitgründen nicht nochmals gelesen habe, das tue ich ja nur sehr selten und obwohl es von Klaus Nüchtern, glaube ich, eher an letzter Stelle gereiht wurde.

Er meinte, man sollte mit den “Mord den jeder begeht” beginnen, sein liebstes Buch sind glaube ich “Die Wasserfälle von Slunj”.

Das Bild davon hängt in der Gesellschaft und stammt aus Doderers Besitz und Doderer hat zur Eröffnung der “Gesellschaft für Literatur” aus den damals noch unveröffentlichten “Merowingern” gelesen, während Erika Pluhar etwas von der Ebner-Eschenbach las.

Klaus Nüchtern empfahl bezüglich Ebner Eschenbach das “Gemeindekind”, sollte ich vielleicht lesen und “Bozena” und ich bin jetzt gespannt, welche Biografien, als nächstes in der “Gesellschaft” besprochen werden und würde da die von Peter Walter über Rudolf Dietzen sehr empfehlen.

Fest für Barbara Frischmuth und Literaturpreise der Stadt Wien

Heute war wieder “MUSA” mit Helmuth Butterweck und Renate Welsch und das sind die diesjährigen Preisträger der Stadt Wien.

Vor drei Jahren haben die Gustav Ernst Erwin Klein bekommen, 2014 Wilhelm Pevny und da war ich am Vormittag bei der Preisverleihung im Rathaus und am Abend im “MUSA”.

Voriges Jahr waren wir mit der Oma in Ungarn, da fielen die Veranstaltungen aus und ich mußte mich auch nicht heimlich ins Rathaus schleichen, weil es mir bisher ja nicht gelungen ist, eine Einladung zu den Preisverleihungen zu bekommen.

Heuer wollte ich wieder einfach so hingehen, habe aber vorige Woche in der “Alten Schmiede” von Julia Danielczyk erfahren, die Preisverleihung war schon am neunten November und es war eher ein Zufall, daß 2013 und 2014, die beiden Veranstaltungen zeitgleich waren und dann bin ich noch darauf gekommen, daß in der “Gesellschaft für Literatur” ein Fest zum fünfundsiebzigsten Geburtstag für Barbara Frischmuth gefeiert wurde.

Also bin ich dort hin und weil am Nachmittag einige meiner Stunden ausgefallen sind, bin ich auch ziemlich konzentriert über “Klara-Claire-Klarisse” gesessen und habe das ganze laut lesend korrigiert, wo ich dann ja immer einen Haufen Fehler finde, obwohl ich ja schon fast dachte, ich wäre eigentlich fertig.

Und weil wir  morgen nach Harland fahren werden, hätte ich das Ganze, das inzwischen wieder seitenverschoben ist, gerne fertigkorrigiert, weil ich ja in Harland keinen funktionierenden Drucker habe, aber dann wäre ich in die “Gesellschaft” warhscheinlich zu spät gekommen, was ja an sich nichts macht, weil die ja eher gegen viertel anfangen, aber vielleicht sind viele Leute habe ich vorsorglich gedacht und nach fünf abgebrochen, so daß ich gegen dreiviertel sechs im Palais Wilczek eintraf, da hinter Barabara Frischmuth und ihrer Beleitung die Stiegen hoch gestiegen bin und dann beim Eingang vor lauter Prominente fast nicht durchkonnte und alle Pätze schon besetzt oder für die Prominentz reserviertwar, so daß ich nur auf einen der aufgestellten Sessel im zweiten Raum Platz fand.

Da habe ich geschimpft und geschimpft und bin auch den Herrn Müller angegangen, der hat mir aber auch nicht einen der reservierten Plätze gegeben. Es sind zwar andere Leute einfach rücksichtslos nach vor gegangen und eigentlich habe ich gar nicht so schlecht gesehen und Peter Rosei und Julian Schutting sind auch hinter mir gesessen.

Zu Barbara Frischmuth habe ich ja, das habe ich wahrscheinlich schon geschrieben, eine besondere Beziehung, denn ich habe sie durch meine Studententage begleitet oder sie mich, ich habe mir damals sehr viele ihrer beim alten “Residenz” erschienenen Bücher gekauft.

In den siebziger Jahren, als ich studierte, waren gerade die “Mystifikationen der Sophie Silber” oder diese Trologie an der Reihe und zu meiner Promotion im Jäner 1980, wo ich ja trotzig alleine hinging, nachher alleine im “Hausboot” das es längst schon nicht mehr gibt, essen war, habe ich mir Band zwei oder drei gekauft und bin am Abend mit meiner roten Rolle alleine ins Burgtheater gegangen, was nicht nötig gewesen wäre, weil meine Eltern wären schon gekommen und hätten mich sicher auch zum Essen eingeladen, aber damals war ich noch sehr widerständig, zu meiner Hochzeit 1987 habe ich das nicht mehr geschafft.

Aber ich wollte ja über meiner Beziehung zu Barbara Frischmuth schreiben, die damals mein großens Vorbild war, so, wie sie wollte ich wahrscheinlich schreiben und natürlich auch bei “Residenz” verlegen.

Die “Klosterschule” habe ich mir auch zu einem meiner Geburtstage gekauft und die “Ferienfamilie” steht auf meiner 2017 Leseliste, weil im Bücherschrank gefanden und in meinen Studententagen war ich mal in Linz und dort in einer Buchhandlung und habe ein paar Seiten daraus gelesen.

Die 1941 in Altaussee geborene Autorin ist sicher in einige Phasen einzuteilen, die “Klosterschule” ist, glaube, ich ihr erstes Werk.

Die sogenannte Sternwieser-Trilogie spielt in Wien und im Stadtpark, wo Barbara Frischmuth ja einige Zeit im dritten Bezirk lebte.

Sie hat in der Türkei studiert, davon handelt, glaube ich, “Das Verschwinden des Schattens in der Sonne”, das ich während unserers Amerikas Aufenthalts 1989 las.

“Hexenherz”, “Die Frau im Mond”,”Bindungen”, Rückkehr zum vorläufigen Ausgangspunkt”,”Einander Kind”, “Über die Verhältnise” habe ich gelesen.

Später, als ich mir die Bücher nicht mehr kaufte, kam dann die “Agypten-Phase”, da war ich bei einigen Lesungen in der “Alten Schmiede” und in der letzten Zeit, einige bei “Aufbau” erschienen Gartenbücher.

Denn Barbara Frischmuth ist wieder nach Alt Aussee zurückgegangen, hat sich dort einen Garten gekauft und den jetzt besiedelt und als wir 1984 warhscheinlich einmal mit der sehr kleinen Anna ein Wochenende in Altaussee verbrachten. habe wir am Abend in dem Hotel wo wir übernachteten Barbara Frischmuth gesehen.

Wegen dieser “Rushdie” Geschichte ist sie aus der GAV ausgetreten, da habe ich ihr einen Brief geschrieben, sie hat mir auch geantwortet und jetzt ist sie fünfundsiebzug geworden und Peter Klar, den ich vom Volksstimmefest her kenne hat mit Anna Babka ein Symposium und jetzt das Fest für sie verranstaltet, daz eine Reihe von Autoren für Statesmenst eingeladen, mich natürlich nicht, so daß ich mir nur hier meinen eigenen Frischmuth Text und meine eigene Frischmuth Laudatio halten kann, denn die offizielle hat Bodo Hell gehalten und es war auch gut, daß ich mein Korrigieren vorzeitig abgebrochen habe, denn die “Gesellschaft für Literatur” war, wie schon beschrieben sehr voll.

Friederike Mayröcker hätte die erste sein sollen, die einen Text für die Jubilarin lesen sollte, sie hat aber krankheits bedingt wahrscheinlich abgesagt, so hat Elisabeth Klar ihren Text gelesen, dann kam Jochen Jung ihr Verleger vom “Residenz-Verlag” und der hat, was sich später auch noch wiederholen sollte, eine Collage aus ihren Titel, sie hat ja eine ganze Anzal von Büchern. zusammengestellt.

Olga Flor die erste “Veza Canetti Preisträgerin” hatte einen ähnlichen Einfall und erzählte, daß sie eine sehr frühe Frischmut Leserin war und Barbara Frischmuth ihrem Kind auch eines ihrer Kinderbǘcher überreichte oder widmete.

Dann kam Thomas Stangl, man sieht die Creme der Creme des Literaturbetriebes mit seinem “Otter-Textr”.

Andrea Grill gratulierte zum Geburtstag, Mieze Medusa hat das Buch “Über die Verhältnisse” wieder mal aus ihren Regalen genommen und forderte zum Wiederlesen auf.

Elisabeth Reichert, die ich erst vorige Woche in der “Alten Schmiede” hörte, hatte einen Text, dann kam der mir unbekannte  Gerhard Fuchs, vom “Franz Nabel Instiut”, mit dem ich mich später sehr intensiv unterhielt und Almut Tina Schmidt, die ich auch kützlich in der “Alten Schmiede” hörte.

Eva Schörkhuber hatte einen eigenen Text und die Literaturwissenschaftlerin Daniela Strigl auch eine collage, in dem sie das Frischmuth-Gewächs erklärte.

Anna Weidenholzer schloß irgendwie an ihr letztes Buch an obwohl sie von der anderen Seite des Gebirges oder des Sees erzählte oder von einem erzählte, der ein Hotelzimmer mieten wollte, das er dan doch nicht bekam.

Der letzte vor der Laudatio war Markus Käöhle und Bodo Holl blieb dann eigentlich gar nicht mehr sehr viel über als sich zu wiederholen oder sich zusammenzufassen. Begann mit einem Spaziergang und machte dann eine Werkanayse bevor er zu der Litanei von  Muth und Frisch kam und alles aufzählte, was diesbezüglich zusammenghing.

Es wurde zu diesem Anlaß auch eine bei “Sonderzahl” erschienene Anthologie herausgegeben, die Barbara Frischmuth überreicht wurde, die darüber sehr gerührt war, die man dann auch kaufen konnte.

Es gab im Anschluß Sekt zjum Anstoßen und als mich Margotr Heumann fragte, wo ich anschließend hingehen würde und sich dann mit ihrer Freundin zum Punschtrinken verabschiedet, fiel mir das “MUSa” und das Brot, das ich dort zu einem Glas Rotwein noch essen könnte ein und bin losgezogen.

Auf die “Anthologie” habe ich dabei vergessen, was mich ein wenig ärgerte, aber ich bin im “MUSA noch zur Lesung von Renate Welsh zurechtgekommen, die ja nach Christine Nöstlinger eine der größten Kinderbuchautorinnen ist, die wir in Österreich haben. Sie ist oder war auch die Vizepräsidentin der IG Autoren und eine sehr freundliche, engagierte Frau und sie las gerade von einem Findelkind und dessen Beziehung zu seinem Pflegevater.

Nachher gabs ein Gespräch mit Julia Danilczyk, die erzählte, daß Renate Welsh bei der Preisverleihung, wo ja gerade Donald Trump die US Wahl gewonnen hat, sehr niedrgeschlagen war.

Jetzt geht es ihr angesichts der Wahl von van Bellen, obwohl sich die Freiheitlichen ja schon zur nächsten Natrionalratswahl rüsten, viel besser und mit dem Manfred und der Angela habe ich mich nachher noch gut unterhalten und man wird es nicht glauben, im Bücherschrank, bei dem ich dann noch vorbei schaute, Renate Welshs “Spinat mitRädern” gefunden. Das habe ich mir aus gegebenen Anlaß mitgenommen, obwohl ich nicht ganz sicher bin, ob ich es nicht schon in meinen Beständen habe.

Adolf Opels Veröffentlichungen

Bei einem meiner Geburtstagsfeste hat mir meine Schulkollegin Trude Kloiber, die im Haus gegenüber wohnt, Adolf Opels “Wo mir das lachen zurückgekommen ist – Auf  Reisen mit Ingeborg Bachmann” gebracht.

Das war meine erste bewußte Begegnung mit dem 1935 in Wien geborenen Dokumentarfilmer, Journalisten und Sachbuchautor, den ich regelmäßig auf Literaturveranstaltungen, beispielsweise denen des Lesetheaters, wo die Lesefrauen unter anderen Lina Loos vorstellten, sehe.

Denn die, 1882 als Carolina Catarina Obertimpfler geborene Lina Loos, scheint sein Spezialgebiet zu sein, habe ich von ihm doch sein Loos Buch “Wie man wird was man ist”, 1994, bei Deuticke erschienen, einmal im Schrank gefunden, aber das erste Mal bin ich mit Lina Loos durch den Bücherschrank meiner Eltern, den sogenannten Bücherkasten in der Wattgasse in Berührung gekommen.

Gab es da ja die “Gutenberg-Ausgabe”- “Das Buch ohne Titel”, von 1953, meinem Geburtsjahr, das ich, ich glaube schon nach dem Tod meiner Eltern, mit noch nicht sehr viel Wissen und Verständnis, um die sogenannte Künstlermuse, gelesen habe.

Als ich heuer in Salzburg auf Büchertour war, habe ich in Margot Kollers Keller noch Lisa Fischers “Lina Loos oder Wenn die Muse sich selbst küßt” gefunden und bei der Lesetheaterveranstaltung vor ein paar Jahren, wo ich Adolf Opel von Hilde Schmölzer vorgestellt, wahrscheinlich das erste Mal bewußt registrierte, war ich auch.

Seither sehe ich ihn, wie gechrieben, regelmäßig auf Symposien und Lesungen, wo er sich auch zu Wort meldet und Fragen stellt und heute gab es in der “Gesellschaft für Literatur” einen Abend mit ihm, beziehungsweise ging es um zwei Bücher, die er in der “Edition Atelier” herausgegeben hat.

So saß er mit dem Verleger Jorghi Poll am Vortragstisch und Ursula Ebel leitete schon ein, als ich den Saal betrat.

Sie tut das ja immer sehr lang und sehr gründlich, so bekam ich mit, daß Adolf Opel auch das “Buch ohne Titel”, bei der “Edition Atelier” wieder herausgegeben hat, das eine Sammlung von Texten und Zeitungsartikel ist, den die Schauspielerin und frühe Gattin von Adolf Loos, deshalb der Name, 1947 herausgegeben hat und weil es eine Textsammlung ist, bestehen die jeweiligen Neuauflagen auch aus jeweils anderen Texten, wie Adolf Opel erklärte, den der Verleger zu ihrem Leben befragte.

Sie hat Adolf Loos, als Schauspielschülerin in einem Kaffeehaus kennengelernt, ihn geheiratet, die Ehe wurde bald geschieden, weil es auch andere Männer gab und mit denen hat sie auch viele Briefe geschrieben, so daß das jetzt vorgestellte und wiederaufgelegte Buch “Du silberne Dame du- Briefe von und an Lina Loos”, heißt.

Einige der Briefe stammen auch von Franz Theodor Csokor und die hat der Verleger gelesen, bevor es zu dem zweiten Buch ging, das mit einem Nachwort von Adolf Opel in der “Edition Atelier” erschienen ist, nämlich Bohuslav Kokoschkas “Ketten in das Meer”, der ist der Bruder von Oskar Kokoschka, hat von 1892-1976 gelebt und Adolf Opel erzählte, daß Oskar Kokoschka seinen Bruder und dessen Familie finanziell unterstützte.

Der Roman bezieht sich auf den ersten Weltkrieg, wo Bohuslav, als Musikmatrose in Pula stationiert war und erinnerte mich zumindest an der vorgelesenen Stellean Ja roslav Hasek “Braven Soldaten Schwejk“.

Ein sehr interessanter Abend also mit sehr interessanten Neuerscheinungen, denn ich interessierre mich ja sehr für die großen Namen und die Literatur des Fin de Sciecle des vorvorigen Jahrhunderts und habe da ja schon sehr viel gelesen und wie man sieht, auch schon viele Bücher zusammengetragen, von denen ich zwar noch einige lesen muß, obwohl ich das in diesem Jahr ja schon sehr reichlich mit Stefan Zweig und Heimito von Doderer getan habe und dessen Art Romanskizzen zu verfassen, hat Bohuslav Kokoschka, wie Adolf Loos auch wußte, nicht sehr gefallen.

Von Christel Fallenstein zu Herrn Faustini

Christel Fallenstein, die Mayröcker-Vertraute, die wegen der Dichterin mit ihrem Mann von Deutschland nach Wien gezogen ist,  habe ich vor einigen Jahren kennengelernt, weil wir beide sehr eifrig die Literaturveranstaltungen besuchten.

Sie hatte auch noch eine Reihe jüngere Autoren, um sich gescharrt, mir auf dem “Fest für Ernst Jandl” Alexander Nitzberg kennengelernt und mir einige Mayröcker Texte geschickt. Sie war auch einmal auf einem meiner Geburtstagsfest und hatte im Sommer vor einem Jahr einen Schlaganfall, so daß sie seither im “Maimomides Zentrum” wohnt.

Erika Kronabitter hat mir als ich sie einmal im Amerlinghaus bei den “Wilden Worten” traf, gesagt, daß sie sich Besuche wünsche, ich habe sie dann aber wieder bei Literaturveranstaltungen gesehen, wo sie sich von einem Fahrtendienst und begleitet von einem Sprachkunststudenten hinbringen ließ, was ich sehr toll finde.

Es gab diesbezüglich im Mai oder Juni, als wir im Kroatien waren auch inm Literaturhaus eine Benefizversteigerin und ich habe mich bemüht mir einen Besuchstermin auszumachen, was lange Zeit irgendwie nicht klappte, dann hat sie mich angeschrieben undgefragt, ob ich ihr nicht aus meinem neuesten Buch etwas vorlesen will?

“Ja, natürlich!”, habe ich geantwortet und an “Paul und Paula” gedacht, das war zwar nicht ganz das Neueste, denn das wäre bis vor kurzem ja die “Nika” gewesen oder eigentlich doch nicht wieder, denn der Transgendertext wurde ja später geschrieben, ist aber früher erschienen, aber heute kamen die “Berührungen” druckfrisch aus der Druckerei, so habe ich das Buch eingepackt und bin zur “Donaumarina” hinausgefahren.

Das “Maimonides-Zentrum” liegt gleich beim Gewerkschaftshaus, wo ich vor Jahren einmal bei der “KritLit” war und Christel Fallenstein kam mit der Studentin gerade aus dem Garten, Matthias Fallenstein war da und auch Eva Brenner, denn Christel Fallenstein wird von der literarischen Szene viel besucht und hat glaube ich sogar ein regelrechtes Vorlesungsprogramm.

Also habe ich gelesen und gelesen, die ersten fünf Szenen aus dem neuen Buch und dann noch die achte, die ich schon beim Volksstimmefest las, die wo sie Anne Frank mit Stefan Zweig und Heimito von Doderer im Cafe Wolke beim Frühstück treffen, dann bin ich statt ins Literaturhaus, wo Tomer Gardi beim “Round Table” über “das jüdische Leben heute” in meine Praxis zurückgefahren, weil ich eine Stunde hatte, habe meine kleine Buchaussendung gemacht und bin dann, weil es sich noch ausgegangen ist, in die “Gesellschaft für Literatur” gefahren, wo der 1961 in Bregenz geborene Wolfgang Hermann, seinen vierten “Faustini-Band” vorstellte und der ist mir ja ein alter Bekannter, hat er doch mit der Vorform des Herrn Faustini beim “Siemens Literaturpreis”, lang lang ists her, gewonnen, dann kam “Herr Faustini verreist”, 2006 erschienen, da war ich glaube ich bei der Literaturhauspräsentation und habe den Autor gefragt, ob das die Fortsetzung der Preisgeschichte ist, wo Herr Faustini, der etwas schrullige Sonderling und  Pensionist mit einer Netzkarte Tag für Tag durch Vorarlberg reist.

2008 kam “Herr Faustini und der Mann im Hund”, eine etwas esoterische Geschichte, die ich, glaube ich, in der “Alten Schmiede” hörte und 2011 “Die Augenblicke des Herrn Faustini”, bei “Haymon erschienen.

Der vierte Band “Herr Faustini bleibt zu Hause” erschien bei “Langen Müller”.

Manfred Müller leitete ein und erzählte was zu dem Charakter des unscheinbaren älteren Herrn, der in einem kleinen Dorf bei Bregenz lebt, der nur ganz kleine Erlebnisse hat, ein nicht erzählender Roman hat ihn Wolfgang Hermann genannt, sprachlich sehr leicht zu lesen, er fällt aber immer durch besondere sprachliche Wendungen und Ausdrücke auf und Wolfgang Hermann, der dazwischen noch einige andere Bücher geschrieben hat, las zwei Stellen vor, die eine, wo er plötzlich von der ehemaligen Schulkollegin Uschy, an die er sich gar nicht mehr erinnern kann, angerufen hat, die ihn zu sich in ihr Haus in Dornbirn lädt und mit Weihnachtskeksen bewirtet, sie sucht ihren Mann, einen Vater für ihre zwei halbwüchsigen Kinder, in der Diskussion stellte sich dann heraus, daß sie gar nicht mit einem Pensionisten in die selbe Klasse gegangen sein kann, wenn ihr Sohn erst zwölf ist, Herr Faustini will sich aber ohnehin nicht verändern, sieht die Klassenkameradin immer kleiner und kleiner werden.

Manfred Müller, der Kafka-Gesellschafts-Präsident hat ihn dann gleich damit verglichen und Wolfgang Hermann einen Kafka Experten genannt und die zweite Stelle, die noch gelesen wurde, spielt am Bregenzer Markt, wo die Bregenerzinnen einkaufen und Herr Faustini einige Gespräche erlauschte.

Daran knüpfte sich eine intensive Diskussion. Unter anderen waren Christl Greller und Dine Petrik im Publikum und Wolfgang Hermann verriet, daß er schon am nächsten “Faustini” arbeiten würde und erzählte lang und breit von den italienischen Gastarbeitern, die vor vielen Jahren nach Vorarlberg gekommen sind, daher kommt auch der Name und Hans Platzgumer hat in seinem “Rand” ja auch etwas von einer Südtiroler Siedlung geschrieben, wo sein Protagonist lebt.

Spannend spannend also der Bogen von Christel Fallenstein zu Wolfgang Hermann und von den “Berührungen” zum “Herrn Faustini”.

Ich schreibe ja realsitischer als Wolfgang Hermann, surreal bin ich auch nicht sehr, habe aber in meinen Notizbuch, als ich mir die ersten Skizzen machte, neben den Namen Zweig und Doderer, die ja darin vorkommen sollten, auch den von Kafka stehen, bin aber davon bald abgekommen.

Keime fundamentaler Irrtümer

Ich habe mich ja heuer im Frühling sehr intensiv mit Heimito von Doderer und Stefan Zweig beschäftigt, weil ich ja bezüglich meines damaligen Romanprojektes die Idee hatte, irgenwelche Romanfiguren auftreten zu lassen.

Es sind Schriftsteller daraus geworden, eben die oben erwähnten und auch noch Anne Frank, die sich mit den beiden alten Herren im Cafe Wolke am Himmelsbogen zum Frühstück trifft und über die beiden Dichter hat Zarah Bashrami ein Stück geschrieben, das sie mit Jurij Abrahamovic und  Zoran Simcic aufführen will und so habe ich mich durch das Werk der beiden gelesen.

Von Stefan Zweig gab es dann auch den Film “Vor der Morgenröte” und die “Arte-Dokumentation” im Netz von Heimito von Doderer habe ich außer einem alten Heinz Fischer-Karwin Interview nicht sehr viel gefunden.

Dabei hat der Dichter am 23. Dezember seinen fünfzigsten Todestag, davon war aber im Frühling noch nicht viel zu hören, erst jetzt im September, wo er 120 Jahre alt geworden wäre, tauchten die Bücher und die Biografien in den Buchhandlungen auf.

Klaus Nüchtern hat eine geschrieben, den Bildband von Eva Menasse, gibt es, glaube ich schon länger und es gibt auch eine “Heimito von Doderer Gesellschaft” und die veranstaltet mit der Uni Wien vom zwölften  bis vierzehnten Oktober unter dem Titel “Keime fundamentale Irrtümer” ein  Doderer-Symposium in der “Gesellschaft für Literatur”.

Weil ich am  Mittwoch Vormittag drei Stunden hatte und auch noch auf die Bank gehen wollte, bin ich ein bißchen zu spät in die “Gesellschaft” gekommen, so daß ich gerade noch einen der letzten Plätze ergattern konnte, es war nämlich sehr voll und Manfred Müller hat auch schon eröffnet und, ich glaube, auf eine Lesung in der “Gesellschaft” wahrscheinlich in den Sechzigerjahren mit Doderer hingewiesen, davon gab es Fotos zu sehen.

En großes Foto mit der Pfeife hängt auch ständig in der “Gesellschaft” und ein Bild, das, glaube ich, die Witwe der “Gesellschaft” schenkte, worauf die Wasserfälle von Slunji zu sehen sind.

Dann kamen die Eröffnungsredner der “Doderer Gesellschaft” und der erste Vortrag von Manfred Wagner, der auf den Zusammenhang zwischen Handke und Doderer hinwies.

Da gibt es keinen, würde die Laiein in mir mal denken, die Doderer ja auch für einen eher konservativen Dichter hält, obwohl ich in den Siebzigerjahren die “Dämonen” verschlungen habe und bis heute noch sehr begeistert davon bin. Manfred Wagner ist ja, glaube ic,h auch eher ein Handke Forscher und ich habe ihn ja vor Jahren bei einer “Wiener Vorlesung” über Handke und Bernhard gehört und die diesbezügliche Publikation inzwischen auch bekommen.

Es gibt aber den berühmten Satz von Thomas Bernhard, den er angeblich sagte, als er im Radio die Todesnachricht seines Rivalen hörte: “Jetzt ist der Weg frei!” und Achim Hölter von der Uni Wien referierte sehr genau, wie Doderer in den “Literaturgeschichten” in ganz Euopa oder überhuapt überall auf der Welt vorkommt?

Da ist es ja, glaube ich, die Frage, ob Doderer jetzt ein deutscher oder österreichischer Autor ist?

Ein Österreichischer natürlich, würden wir, würde ich sagen, für die Chinesen, die Amerikanaer, etcetera, ist das wohl anders, die können wahrscheinlich nicht so genau zwischen Österreich und Deutschland differenzieren und reihen Doderer schon einmal neben Heinrich Böll ein und es ist auch die Frage, ob Doderer ein moderner Autor ist?

Dem würde ich wieder nicht unbedingt zustimmen, kann er ja gar nicht sein, wenn er schon vor fünfzig Jahren gestorben ist, aber der Franzose Francois Grosso, der auch an der Uni Wien lehrt, hat seinen Essay “Wiederkehr der Drachen” mit Verena Rossbachers “Verlangen der Drachen”, die ja in Leipzig studierte und einmal in Klagenfurt las, verglichen und da sehr sehr viele Gleichheiten” mit den “Merowingern” gefunden.

Daran spann sich eine intensive Diskussion, an der ich mich beteiligte, ob man das einfach ohne das Zitat anzugeben darf, ich denke, man darf es nicht, wurde aber belehrt, daß die Gleicheiten nicht mit Helene Hegemann “Axolotls Roadkill” zu vergleichen sind, man aber die Aktualität des Meisters daran sieht, daß eine junge Autorin von ihm begeistert ist und ihn als Vorbild nimmt.

Dann kam noch eine Archivarin Klaralinda Ma-Kirchner und berichtete von Doderers journalistischen Arbeiten in den Zwanziger und Dreißigerjahren des vorigen Jahrhunderts.

Er hat da seltsamerweise in sehr linken Zeitungen publiziert, die fast alle 1934 oder 1938 verobten wurden und da er  auch Historiker war, hat er in seinen Artikeln auch solche Themen behandelt.

Am Büchertisch gab es Restauflagen gegen Spenden zu erwerben und auch Doderer-Sonderbeilagen der “Furche” und der “Wienerzeitung” und am Donnerstag geht es dann mit Günther stocker weiter, der berichtete, daß Doderer in den Fünfziger- und Sechzigerjahren sehr postiv vom Literaturbetrieb aufgenommen wurde. Vor allem Hilde Spiel hat ihn sehr gelobt und ihn sozusagen entnazifiziert, denn er war ja seit 1933 bei der NSDAP, was damals aber offenbar niemand störte oder falsch berichtet wurde.

Evelyne Polt-Heinzl hat die “Strudlhofstiege” kritisch gelesen und in, ich glaube, zehn Punkten Doderers Stellung zum zweiten Weltkrieg oder zum zerstörten Nachkriegswien darins entdeckt.

Doderer ist ja mit diesen Roman 1951 sehr berühmt geworden.

Sabine Müller berichtete über die Zusammenhänger zwischen Doderer und Herbert Eisenreich, der  Doderer ja heiß verehrte und sogar einen Roman, den ich, glaube ich, auch gelesen habe, weil ihn mir Rudolf Blazejewski einmal schenkte, nach seinem Muster geschrieben hat.

Nach der Mittagspause war der Literaturarchivdirektor Bernhard Fetz an der Reihe und analysierte die Zusammenhänge zwischen den “Merowingern” und der Avantgarde.

Da würde ich persönlich ja wieder nicht so viele sehen, habe aber gelernt, daß Elfriede Gerstl das Vorbild für die Sekretärin vom Dr. Döblinger war.

Es wurde noch über die ungarische und sie tschechoslowakischen Doderer Übersetzungen, die vor allem die “Strudlhofstiege” aber auch die “Wasserfälle” betreffen, berichtet.

Dann gabs eine kleine Pause mit Brötchen und Wein und dann wurde es interessant, denn es kam die 1988 geborene Vea Kaiser, die ja schon mit zwei Romanen großen Erfolg hatte und die Alois Eder, den ich ja von der LitGes kenne, als Deutschlehrer hatte und berichtete von ihrem Doderer Einfluß. Wie bei Verena Rossbacher gibt es solchen.

“Blasmusikpop” wurde, wie sie aus Lesungen aus beiden Büchern demonstrierte von den “Wasserfällen” sehr inspiriert und das war es dann für mich mit den “Keimen der Doderer-Betrachtung”.

Morgen geht es zwar in der Gesellschaft noch mit einigen ausländischen Reflexionenund vielleicht auch noch ein paar anderen Nachdichtungen weiter, aber ich habe vorläufig genug, beziehungsweise mich zum langen Wochenende und österreichischen Buchpreislesen nach Harland zurückgezogen und kann nur noch berichten, daß der Popmusiker Bob Dylan den heurigen Nobelpreis für Literatur bekommen wird.

Peter Henisch versus Evelyn Grill

Heute hat ja Peter Henisch in der “Alten Schmiede” seinen neuen Roman “Suchbild mit Katze”, der auch auf der österreichischen Longlist steht, vorgestellt und da das Buch nicht zu mir zu kommen scheint, wollte ich auch zu der Präsentation gehen, aber Evelyn Grill stellte zeitgleich in der “Gesellschaft für Literatur” ihren neuen Liebesroman vor und Evelyn Grill interessiert mich, ich habe von ihr schon einige Bücher gelesen, vielleicht nicht ganz so sehr wie Peter Henisch, von dem würde ich mich ja fast als Fan bezeichnen und ich wäre wahrscheinlich auch in die “Alte Schmiede” gegangen, wenn ich nicht auch vorigen Woche beim “Büchertausch” in der “Gesellschaft” gewesen wäre und da hat ja Jochen Jung den “Deuticke-Roman” (ich schreibe es wieder mit Anführungszeichen) präsentiert, so daß ich da ein Stückchen hören könnte und ein weiteres Stückchen, ich weiß jetzt nicht einmal, ob dasselbe oder ein anderes, ist ja auch in dem österreichischen Leseprobenbüchlein und das liegt ja inzwischen im Literaturhaus auf und am Freitag im “Odeon” ist es auch gelegen.

Also doch in die “Gesellschaft” weil ich ich ja in meinen Blog eine möglichst intensive Bandbreite des österreichischen sprich Wiener Literaturgeschehens wieder geben möchte und zuerst nur ein paar ältere Damen im Publikum.

Die fangen ja immer sehr spät an und wieder habe ich mich geärgert, daß ich nicht mein vierzehntes Longlistenbuch, es ist die “Erziehung des Mannes” und passt eigentlich wunderbar zu Evelyn Grills romantischen Liebesroman, mitgenommen habe, aber leider vergesse ich immer darauf und laße die Bücher im Badezimmer.

Es kam dann auch ein Hund, der ein bißchen kläffte und offenbar Evelyn Grills Enkeltochter gehörte, dann kam Marianne Gruber und leitete das Buch ein, sprach von einem leisen Roman,  einer Liebesgeschichte von zwei nicht mehr ganz so jungen Leuten, Adrian, der Literaturprofessor, der in Prag, die Schriftstellerin und Jusstudentin Vera kennenlernt, ist sechzig, sie scheint etwas jünger zu sein. Beide sind verheiratet und haben Kinder. Veras Mann ist despotisch, Adrians Frau hat Krebs und die beiden beginnen sich zu schreiben und eine romatische Liebe zu beginnen.

“Immer denk ich deinen Namen”, heißt das bei “Haymon” erschienene Buch, der 1943 in Garsten OÖ geborenen Evelyn Grill, die lange schon in Deutschland lebt.

Ihr erster Roman ist im Wiener Frauenverlag erschienen, ich habe ein paar “Suhrkamp Taschenbücher” gelesen, den “Sammler”, habe ich, glaube ich vom “Augustin-Flohmarkt”, die “Schönen Künste” im Schrank gefunden.

“Das Antwerpener Testament” und den “Sohn des Knochenzähler” hat mir “Residenz” geschickt.

“Die fünf Witwen” sind nicht mehr zu mir gekommen und müßte ich noch finden und für mich ist Evelyn Grill eine mit einem etwas boshaften, beinahe Bernhardschen Stil, zumindestens habe ich das in früheren Büchern so empfunden, was mich da auch ein bißchen störte, so daß ich Peter Henisch vielleicht wieder vorreihen würde.

Dieses Buch scheint aber etwas anders und hat mich fast an den Stil von Elisabeth Gürt erinnert, denn diese romantische Liebesgeschichte, scheint, wie man erst später herausfand, in den Fünfziger bis Achtzigerjahren zu spielen, jedenfalls gibt es noch kein Internet und die Beiden schreiben sich Briefe, die Tschechoslowakei kommt vor,  Adrian wurde im Krieg verwundet und von einer russischen Krankenschwester gepflegt, was er nicht kann, wenn er 2016 sechzig ist.

Ziuerst besucht er aber seine Mutter im Altersheim, läßt ihr ein gepunktetes Kleid anziehen, setzt ihr einen Strohhut auf und führt sie in eine Konditorei, dann zeigt sich das Zerwürfnis zwischen ihm und seiner krebskranken Frau, die Liebe ist schon erloschen und Adrian sehnt sich nach Liebe, mit den Kindern scheint es auch Schwierigkeiten zu geben, so schickt er Gedichte an Vera und bekommt von ihr auch welche zurück.

Ich habe Evelyn Grill  gefragt, warum das Buch in der Vergangenheit spielt? Die Antwort war, weil eine romantische Liebe nicht per SMS geschehen kann.

Darüber habe ich dann nachgedacht, denn was passiert, in dem Kumpfmüller-Buch oder in dem Briefroman, den ich am Anfang meines LL-lesen gelesen habe, kommt das ein bißchen vor, wenn sich zwei mit unglücklichen Ehen, heute auf einen Kongreß treffen würden?

Sie würden sich warhscheinlich Mails oder SMS schreiben, sich dann in irgendeinen Hotel treffen und eine Beziehung beginnen und die Romantikist wahrscheinlich weg.

Wie der Roman ausgeht, hat Marianne Gruber nicht verraten, denn man sollte sich das Buch ja kaufen. Es entspannte sich aber eine sehr lange und intensive Diskussion, die dann in die Unterschiede der deutschen und der österreichischen Sprach gipfelte und die Frage klärte, ob die Österreicher jetzt brutaler, als die Deutschen reden?

Sie sind in ihrer Sprache wahrscheinlich indirekter, aber das kommt in dem Buch, glaube ich, gar nicht vor, zumindest könnte ich jetztnicht sagen, ob Adrian ein Deutscher und Vera eine Österreicherin oder umgekehrt ist?

Und ich habe wieder eine Neuererscheinung kennengelernt, die nicht auf der deutschen oder der österreichischen LL steht und jetzt kann man auch noch immer raten, ob Peter Henisch auf die öst Shortlist kommen wird?

Am nächsten Dienstag werden wir es wissen und bis dahin werde ich wahrscheinlich mein erstes öst BpBuch, das gleichzeitig, das fünfzehnte der deutschen Liste ist, gelesen haben.

Enquette zur Literaturvermittlung

Gestern habe ich nicht nur die “H.C.Artmann-Preisverleihung” an Anselm Glück, sondern auch die Eröffnung der “Enquette zur Literaturvermittlung” im Odeon Theater, versäumt, die von zehn österreichischen Literaturhäusern, die schon seit 2004 mit einem “mit Sprache” genannten Projekt zusammenarbeiten, veranstaltet wurde und die im vorigen Jahr einen Fragebogen entwickelt haben, in dem sie die Besucher  zu ihren Motiven befragten,ein Literaturhaus zu besuchen, ich habe je einen davon in der “Gesellschaft für Literatur” und in der “Alten Schmiede”, die in Wien neben dem Literaturhaus auch zu den Veranstaltern, gehört ausgefüllt und bin heute zu der Enquette gegangen, an der sich außer dem NÖ Literaturhaus noch die anderen österreichischen Literaturhäuser, das Felder Archiv und das Stifter Haus Linz beteiligt haben.

Gestern wurde auch noch eine Anthologie “Zwischen Schreiben und Lesen” vorgestellt, wo wieder einige  Autoren ausgewählt wurden, dazu ihren Senf abzugeben und heute ging es los mit verschiedenen Themengebieten, die sich mit der Literaturvermittlung befassen.

So gab Michael Wimmer, der einmal das “Kulturservice” gegründet hat, einen sehr interessanten Einblick, wie sich die Kulturlandschaft im Laufe der Zeit entwickelt hat. In den fünfziger Jahren gab es eine autoriäte Landschaft, dann kamen, die sehr aufbruchsorientierten Siebzigerjahre, wo Kreisky ja mit der Literaturförderung begann, die Literaturhäuser gegründet wurden und jetzt werden die Budgets eingespart und man kann darüber diskutieren, ob man überhaupt Orte wie Literaturhäuser braucht?

Manfred Müller, der Leiter der “Gesellschaft für Literatur” brachte dazu eine Studie, die zeigte, daß seit den Neunzigerjahren, die Zahl der Literaturveranstaltungen sehr zugenommen hat, jetzt wird auch in Buchhandlungen, Bibliotheken, Wirtshäuser und Cafes, etcetera, gelesen.

Aber die Literaturhäuser sind, glaube ich, die Orte, wo die eingeladenen Autoren, alle dürfen da ja nicht lesen, ein einigermaßen anständiges Honorar bekommen, während die anderen jetzt wahrscheinlich viel leichter, woanders lesen und auch ihre Bücher selber machen können, dafür aber nichts oder zwanzig oder dreißig Euro bekommen.

Dazu gab es auch eine Untersuchung, die zeigte, wie viele Autoren überhaupt umsonst lesen und im dritten Block ging es, um die Literaturvermittlung bei Kindern- und Jugendlichen.

Da wurde offenbar schon am Donnerstag vor allem von Jochen Jung beklagt, daß die Leute viel zu wenig lesen, die Kinder lernen es oft in der Schule nicht mehr richtig und da springen dann zum Beispiel “Institute für Kinder und Jugendliteratur” ein und machen mit den Kindern Rollenspiele und Schreibwerkstätten oder das Literaturhaus Köln bietet Fortbildung für Lehrer an, wo die selber schreiben lernen.

Am Nachmittag ging es dann, um die Medien. Da diskutierte Klaus Kastberger mit Peter Klein von Ö1 und Brigitte Schwens Harrant, die ja nicht nur Jurorin beim öst.Bp ist, sonder auch die Literaturabteilung der “Furche” leitet und er gab auch eine Studie in Auftrag, wieviel die Medien über Literaturhäuser berichten und da ist interessant, daß nicht nur die Zeitungen durchforstet wurden, sondern einige Blogs, da fiel zwar öfter das Wort “Laienkritik” und, wie das jetzt mit den E-Books ist, war man sich auf den Podien auch nicht ganz sicher, hat aber einige Litblogs durchforstet und herausbekommen, daß nur ganz wenige österreichische Blog über die Literaturhäuser berichten.

Da war der meine höchstwahrscheinlich wieder einmal nicht dabei, denn ich tue das ja sehr viel, wohl aber “Inadäquat”, den es  nicht der gibt und der “Duftenden Doppelpunkt”.

Das Ergebnis war aber, daß sehr wohl über Veranstaltungen berichtet wird und dann gings zur Auswertung der Fragebögen und da stellte sich auch heraus, das Publikum ist sehr zufrieden, will aber, was mich ein wenig wunderte, gar nicht so sehr mit den Autoren, als über die Autoren dieskutieren. Man konnte auch bei dieser Veranstaltung nicht direkt Fragen stellen, saß zwar im selben Raum, aber wenn man Fragen hatten, konnte man die auf einen Zettel schreiben und mit einer Kluppe auf ein Wäscheseil hängen und sie wurden dann in der Schlußdiskussion zusammengefaßt, was ich wieder etwas seltsam fand.

Aber erst kamen Markus Köhe und Mieze Medusa an die Reihe, die den ganzen Tag offenbar den Auftrag hatten, bei der Veranstaltung mitzuschreiben und dann eine Performance, beziehungsweise fast einen Poetry Slam aus den mitgeschriebenen Sätzen machten und bei der Schlußdiskussion mit Klaus Kastberger, Doris Moser, Gerhard Rusis, Margit Schreiner, Daniela Strigl und Michael Wimmer, der neue Bundesminister war zwar angefragt, ist aber nicht gekommen, Kristina Pfoser moderierte, ging es wieder kontrovers zu, denn Klaus Kastberger der neue Leiter des “Grazer Literaturhauses” stellte die Frage, ob ein Literaturhaus subversiv sein müsse und meinte, er hätte nur deshalb zu lesen angefangen, weil es zu Hause keine Bücher gegeben hätte, hätte ihm ein Lehrer beispielsweise Handke in die Hand gedrückt, hätte er den höchstwahrscheinlich bis heute nicht gelesen.

Gerhard Ruiss beklagte die Einsparmaßnahmen und die Schäden die die Zentralmatura für die Schüler und die Studenten hat, die jetzt nur noch Leserbriefe schreiben, aber keine Bücher mehr besprechen würden, wurden auch sehr oft beklagt.

Eine sowohl sehr interessante,  als auch wieder sehr elitäre Veranstaltung, wo sich die Vermittler und die Autoren grüßten, küßten, Kaffee tranken und das Publkum, das ja wie der Fragebogen auch erhob, oft auch aus Autoren bestand, daneben stand und schaute zu.

Aber sehr viel Zeit, das zu bedauern, blieb mir gar nicht, denn die Diskussion war um viertel acht zu Ende und, um dreiviertel sieben hatte im “Kulturzentrum Siebenstern”, auch einer von den anderen literarischen Orten, schon die “Poet Night” des Wiener Lesetheaters beonnen und da lese ich ja immer mit.

Was ich mir aber mitnehmen kann, ist das wieder selber machen, selber lesen, selber schreiben, auch wenn man damit nicht in den Literaturbetrieb hineinkommt, der ja, wie man sieht sehr abgekapselt ist und das auch immer perfekter praktiziert, zwischen gut und schlecht, hüben und drüben, draußen und drinnen zu unterscheiden.

Die Eigenintiative aber machts, das sagt ja auch Gerhard Ruiss immer, auch wenn ich persönlich offenbar nicht viel weiter komme, sondern manchmal sogar an Anführungszeichen scheitere.

Schlagabtausch zwischen Deuticke und Jung und Jung

Die “Gesellschaft für Literatur” hat eine neue Veranstaltungsreihe, zwei Verleger kommen und stellen jeweils ein Buch aus der Produktion des anderen vor, sprechen darüber und beantworten Fragen zur Verlagslandschaft.

Eine sehr Interessante, wenn  Verlagsmenschen über die Bücher der anderen sprechen, auf Buchmessen kommt wohl sowas vor und Henrike Blum vom “Presse und Literaturbüro”, das, glaube ich zu “Droschl” gehört oder für “Droschl” arbeitete, machte der “Gesellschaft” dieses Vorschlag, die gleich mit Martina Schmidt und Jochen Jung begann und das ist ganz besonders interessant.

Denn Österreich ist ja sehr klein und hat daher nur sehr kleine Verlage und diese spießen, reiben sich und geraten aneinander oder werden das, wenn die Eigentümer wechseln und die Verlage verkauft werden, oft gegen ihren Willen.

Und das ist  zur Jahrtausendwende mit dem “Residenz-Verlag” passiert, wo Jochen Jung der Leiter war. Der Verlag hat dann zum “Bundesverlag” gehört, wo Martina Schmidt, “Deuticke” leiteteund die hat dann einige Zeit auch “Residenz” leiten müßen und Jochen Jung wurde hinausgeschmissen.

Sehr kompliziert und für Außenstehenden sind diese Verlagsverhältnisse wohl auch nicht zu verstehen.

Jochen Jung hat dann “Jung und Jung” gegründet, neben “Droschl”, “Picus” und “Czernin” ein kleiner feiner Verlag, denn “Deuticke” gehört ja inzwischen zu “Zsolnay” und das ganze zu “Hanser”, wo  ich die Geschäftsverhältnisse dann auch nicht mehr so genau unterscheiden und zuordnen kann.

“Jung und Jung” steht mit seinen Büchern auf jeden Fall ziemlich regelmäßig auf der Long– und auch der Shortlist des dBp und hat den zweimal auch schon gewonnen.

Auf der österreichischen steht er diesmal nicht, dafür “Deuticke” mit Peter Henisch “Suchbild mit Katze” und auf die deutsche ist ja Hans Platzgumer mit “Am Rand” gekommen.

So weit so gut und das, was mich momentan interessiert, weil ich ja derzeit am doppelten LL-Lesen bin und sowohl den Köhlmeier, als auch den neuen Henisch nicht zu bekommen scheine, dafür habe ich aber “Am Rand”, “Die Witwen” und “Ein langes Jahr” gelesen und den Originalschreibtisch aus Salzburg habe ich ja vor ein paar Jahren in St. Pölten gesehen, inzwischen ist der “neue” “Residenz-Verlag” aber, glaube ich, wieder nach Salzburg abgewandert und Peter Henisch der ja dort einige Bücher verlegte, verlegt inzwischen bei “Deuticke” und Jochen Jung hat sich auch das neue Henisch Buch zur Präsentation ausgesucht,

Martina Schmidt ein mir bisher unbekanntes Verlagsdebut und da bin ich auch schon bei einer Frage, die Manfred Müller an die beiden stellten, ob die, die Verlagsproduktionen der anderen kennen und die sagten, glaube ich, daß sie eher keine Vorschauen lesen.

Da tue ich eigentlich auch nicht wirklich.

Der neue “Residenz” hat mir die eine Zeitlang geschickt und da habe ich dann auch ziemlich viel gelesen, was “Jung und Jung” produziert, weiß ich eigentlich nicht wirklich. Manchmal bestelle ich mir zwar ein Buch, aber das meiste geht eher, wenn es nicht auf den LL steht an mir vorbei, während “Deuticke” und “Zolnay” kommt mir vor, da irgendwie präsenter ist und vielleicht auch öfter in der “Alten Schmiede” oder im Literaturhaus präsentiert als “Jung und Jung”.

Die erste Frage, die Manfred Müller stellte, war aber die über den Schlagabtausch und über den Verlagswechsel und, ob die beiden Verleger einander böse wären. Offenbar nicht, denn sonst würden sie ja nicht miteinander auftreten und sich gegenseitig vorstellen.

Jochen Jung ließ einiges von seinen Autoren verlauten, die ihm erst versprochen haben, ihm zu unterstützen und zu folgen, dann aber zu anderen Verlagen wechselten, aber das ist ja irgendwie bekannt, daß die Autoren, wenn sie können, die Österreicher verlassen und zu “Suhrkamp” oder “Fischer” wechseln.

Daniel Kehlmann hat das, glaube ich, bei “Deuticke” getan und dort, was ich so hörte, tiefe Wunden aufgerissen und Jochen Jung meinte, daß die Autoren von den großen Verlagen, dann oft auch nicht den Erfolg bekämen, den sie sich erwartet haben.

Das kann ich auch nicht beurteilen, denn ich gehöre ja nicht zu den großen Autoren, habe aber früher, lang lang ists her, sehr viele meiner Manuskripte zu “Residenz” nach Salzburg geschickt und den berühmten Vordruck zurückbekommen.

Jetzt bekommt man bei “Deuticke” keine Antwort mehr, wenn man unverlangt einsendet, was Martina Schmidt sehr bedauerte, aber offenbar nicht ändern kann oder ändern will.

Nun ja, inzwischen gibt es ja die Möglichkeit des Selbermachens und die Autoren, die von “Jung und Jung”, “Deuticke” oder “Hanser” nicht genommen werden, können ja auf “Amazon” ausweichen oder selber drucken lassen.

Ich weiß, daß ist vielleicht keine besonders ruhmreiche Alternative, aber etwas, was ich auch seit dem berühmten Wendejahr 2000 mache und damit natürlich nie auf eine Buchpreisliste komme.

Aber jetzt steht Peter Henisch auf der österreichischen Longlist und wird, würde ich mal schätzen auch auf die Shortlist kommen, zumindestens würde ich mir da Mayröcker, Cotten, Henisch, Köhlmeier, Gruber wünschen, uje da bin ich schon bei fünf und, wo kommt da die Anna Mitgutsch hin und Kathrin Röggla hat ja auch einen großen Namen, hat aber “Jung und Jung” auch verlassen und ist  zu “S.Fischer” gegangen.

Nun ja in zwei Wochen werden wir es wissen, Jochen Jung, der ja einiges von Peter Henisch machte, Bücher, die ich höchstwahrscheinlich auch in Harland stehen habe, hat “Suchbild mit Katze” schon gelesen, ein Stückchen vorgelesen und einiges erzählt.

Es geht um die Kindheit und dürfte eine Autobiografie sein, es handeln zwar schon andere Bücher, wie die “Kleine Figur” und das mit der Großmutter davon, aber hier dürfte er deutlicher von sich selber und seiner Kindheit erzählen und hat auch noch zwei weitere Bände geplant, wo er dann von seiner Pubertät und vielleicht dem Erwachsenenwerden erzählt.

Ein interessantes Buch und schön wenn ich es  einmal finde, vielleicht erwähne ich es  auch, wenn mich jemand nach meinen Geburtstagswünschen fragt und nächste Woche wird es, glaube ich, auch in der “Alten Schmiede” präsentiert. Da hatte ich eigentlich vor hinzugehen, aber jetzt habe ich ja schon ein bißchen was davon gehört und in der “Gesellschaft” wird gleichzeigtig das neue Buch von Evelyn Grill präsentiert.

Das Buch aus dem “Jung und Jung-Verlag, das Martina Schmid vorstellte, heißt “Wir ohne Wal” und ist von Birgit Birnbacher, die glaube ich, auch die Frau von Jochen Jungs Lektor ist, von Jugendlichen mit Drogenproblemen handelt und laut Martina Schmidt eine schöne Sprache und eine große literarische Zukunft hat.

Ich habe von dem Buch noch nie etwas gehört und dann gab es noch den Tip von Martina Schmid, den neuen Rene Freund “Niemand weiß wie spät es ist”, ein Buch, das am Vorigen Freitag bei den “Beispielen” in Ö1 war, wo eine Tochter nur etwas erbt, wenn sie eine Urne unter bestimmten Auflagen von Paris zurück oder dorthin trägt, etwas, wie ich erst vor kurzem von einem Notar hörte, verboten ist, was mich also an dem Buch etwas störte.

Rene Freund hat damit aber den Verlust seiner Frau verarbeitet und das ist dann wieder etwas, das ich verstehen kann und Jochen Jungs Lesetip galt der Neuübersetzung der Madame Bovary, weil er, je älter er wird, um so lieber Klassiker liest, ob das Buch aus seinem Verlag oder aus einem anderen ist, habe ich nicht so ganz verstanden.

Eine sehr interessante Vernanstaltung und ein Plaudern aus dem Nähkästchen, was Leser und Autoren ja sehr interessieren könnte, mich hat das jedenfalls früher sehr interessiert, jetzt denke ich, ich weiß ohnehin schon genug darüber, war aber über Jochen Jungs Einschätzung, daß die Österreicher am deutschen Buchpreis nicht sehr interessiert sind, sehr überrascht, denn mich interessiert er ja und sehr viele Leute dürften sich für diese Verlagsabtausche auch nicht interessieren, denn es gab nur wenig Publikum.

Aber vielleicht viele Konkurrenzveranstaltungen, wie Manfred Müller erklärte. Im Literaturhaus hat glaube ich Anna Weidenholzer ihr Longlistbuch vorgestellt.

 JuSophie war jedenfalls da und hat sehr viele Fragen gestellt und die Frau Schmidt-Dengler und im Frühjahr geht es mit dem Schlagabtausch weiter, ich bin schon sehr gespannt.

Ausflug in die Siebzigerjahre

Da habe ich ja literarisch zu schreiben angefangen, das heißt so ungefähr ab 1971 geplant, nach meiner Matura werde ich sowohl schreiben, als auch Psychologie studieren und 1973, in dem Sommer, in dem sich auch die GAV gründete damit angefangen, an Literaturzeitschriften habe ich aber, da nur sehr vereinzelt und sehr spät zu schicken angefangen.

1978, glaube ich “Die Einladung zum Tee” der Monika Jensen und dem Gerhard K. gezeigt, die beide sehr energisch “Das ist nicht gut!”, sagten, was mich sehr getroffen hat und ich noch immer nicht ganz glaube.

Die Monika hat mich aber in den “Arbeitskreis schreibender Frauen”, gebracht, das war eine Intiative des “Bundes demokratischer Frauen”, die sich nach einem Vortrag “Warum Frauen schreiben?”,gebildet hat.

Da habe ich Marie Therese Kerschbaumer, Elfriede Haslehner, Hilde Langthaler, Erika und Bärbl Danneberg und noch einige andere Frauen kennengelernt und, die am 31. August 1936 geborene Marie Therese Kerschbaumer, die heuer also achtzig wurde, hätte heute in der “Gesellschaft für Literatur” eine Veranstaltung gehabt.

“DER WEIBLICHE NAME DES WIDERSTANDS – ein Abend für Marie Therese Kerschbaumer” mit Lisa Fritsch, Petra Ganglbauer, Marianne Gruber,  Gerhard Jaschke, Erika Kronabitter und Julian Schutting, stand im Programm und ich wäre natürlich hingegangen.

Dann las ich vor ein paar Tagen aber zufällig auf der Facebook-Seite der “Gesellschaft”, der Abend entfällt und Gerhard Jaschke, den ich ja gestern in der “Alten Schmiede”, traf, hat es mir bestätigt, daß Marie Therese den Abend nicht gewollt hätte.

Nun sie ist nicht leicht zufriedenzustellen, das weiß ich schon aus den Zeiten, wo ich für die GAV-NÖ eine Veranstaltung in St. Pölten organisierte “Literatur mit Frauen”- ich glaube mit ihr, Elfriede Haslehner, Hilde Langthaler, Brigitte Guttenbrunner und mir.

Da hat sie gelesen und hat sich auch über das Interesse eines älteren Herrn gefreut, aber ganz problemlos ist diese Zusagen nicht gewesen und beim “Altweibersommer” in der “Alten Schmiede” hat sie schon nicht mehr mitgemacht, dazwischen war auch die Sache mit der Ohrfeige im Literaturhaus.

Ich wäre trotzdem gerne zu der Veranstaltung gegangen, ist es ja ein Teil meiner literarischen Vergtangenheit, habe von ihr den Roman die “Schwestern” und noch einiges andere gelesen, den “Weiblichen Namen des Widerstandes” nicht, war aber bei einigen Veranstaltungen und habe sie früher bei GAV und IG Veranstaltungen auch sehr regelmäßig gesehen.

Also ein bißchen enttäuscht und “Schade!”, gedacht, dann aber nach einem Parallelprogramm gesucht und da gab es zufälligerweise sogar ein sehr gut passendes, wie die Faust aufs Auge sogar, allerdings im positiven Sinn gemeint, denn im Literaturhaus veranstalteten gerade die sehr viel jüngeren Autoren Hanno Millesi und Xaver Bayer eine Ausstellung zum Thema “Austropilot – Lyrik und Prosa aus österreichischen Literaturzeitschriften der 1970 er Jahre, die habe ich mir vorige Woche schon angeschaut, aber heute gab es dazu die Präsentation einer gleichnamigen Anthologie, die im “Atelier Verlag” erschienen ist und ich habe dort auch sehr viele Bekannte aus den Siezbziger Jahren oder so gesehen, Hans Jörg Zauner beispielsweise  oder Reinhard Wegarth, der mir sagte, daß er beziehungsweise seine Texte auch in der Anthologie enthalten sind.

Meine natürlich nicht, aber ich habe, glaube ich auch erst spät angefangen in den Literaturzeitschriften zu publizieren, erst nach 1978, da ich mit ihren ja auch durch den Arbeitskreis in Kontakt gekommen bin.

“Die Einladung zum Tee”, die ich bei meinem ersten Arbeitskreisesuch auch gelesen, beziehungsweise durch meine Freundin Elfi vorlesen ließ, weil ich mich damals noch nicht zu lesen traute, hätte auch im “Sterz” erscheinen sollen. Da war auch eine Frau bei mir, die mir die Illustrationen dazu brachte.

Es ist aber nicht dazu gekommen. Aber in “Frischfleisch und Löwenmaul”, das ja von Nils Jensen, den ich auch durch den Arbeitskreis kennenlernte und Reinhard Wegerth gegründet wurde, ist “Einige Gründe derer, die nicht an der Demonstration teilnahmen”, erschienen, aber ich ersehe gerade auf meiner Publikationsliste, das war erst im Heft 33, 1982 und meine erste Publikation erschien, in der Stimme der Frau”, der KPÖ-Frauenzeitung im Sommer 1980.

Vorher hatte ich keine Publikationen, kann mich also nicht beschweren in der Ausstellung nicht vorzukommen, obwohl mir die dort präsentierten Zeitschriften “Fettfleck”, “Unke”, “Wespennest”, “Manuskripte”, etcetera sehr bekannt vorkamen.

Xaver Bayer, “Priessnitz-Preisträger”, von dem ich auch einige bei “Jung und Jung” erschienene Bücher gelesen habe, leitete in seinem Vortrag  die Literaturlandschaft der 1970er Jahre ein, die sich nach dem Krieg frisch gebildet haben und in den wilden Siebzigerjahren begann auch die Literaturförderung, so daß es damals sehr viele Zeitschriften gab, meist hektografiert und von schlechter Qualität, die mehr oder weniger lang überlebten.

Die bekannteste Zeitschrift sind ja die “Neuen Wege,” die es, glaube ich, schon seit den Sechzigerjahren gab. Die wurden vom “Theater der Jugend” herausgegeben und zwei Nummern davon habe ich in Harland liegen.

“Lynkeus”, “Protokolle”, “Silberbote”, “Plan”, gab es vorher auch noch und dann natürlich die “Rampe”, in der Zeitschrift “Log” hatte ich später auch einige Texte und in Gerhard Jaschkes “Freibord”, also eine sehr vielfältige Literaturlandschaft.

Xaver Bayer leitete ein, dann wurden Beispiele daraus gelesen und Auszüge aus Statements der Literaturzeitschriftengründer, wie Gerhard Ruiss, Gustav Ernst und Gerhard Jaschke gab es auch.

Dann Musik beziehungsweise einen DJ, der diese aus den Siebzigerjahren mixte, da setze ich wahrscheinlich aus, denn ich habe mich damals ganz brav nur für die klassische Musik interessiert und bin jede Woche in die Opter gegangen, habe hier also sicher eine Bildungslücke.

Bei der Litetraur ist das anders, denn ich habe, glaube ich, einige der präsentierten Nummern zu Hause, die man, wie Robert Huez betonte, auch in der “Dokumentationsstelle” nachlesen kann und in der “Alten Schmiede gibt es ja auch einen Zeitschriftensaal, der von Markus Köhle betreut wird.

Nachher gab es wieder ein Buffet, mit Aufstrichen, Weintrauben und Mannerschnitten, das scheint jetzt neu zu sein und ist sehr angenehm und Gespräche, so habe ich mich lange mit Reinhard Wegerth unterhalten, der mich ja einige Male zu den “Textvorstellungen” in die “Alte Schmiede” eingeladen hat, die aber jetzt nicht mehr moderiert.

Ich habe auch versucht Xaver Bayer und Hanno Millesi nach einem Plakat, das auf eine GAV-Veranstaltung, die in Berlin zwischen einem  21. 4. und einem 2.5 leider ohne Jahreszahl stattfand, was die beiden mir aber auch nicht sagen konnten und nur schätzten, daß es ungefähr 1975 gewesen sein mochte, ja damals war man vielleicht auch noch etwas ungenau und das Plakat und die Zeitchriften kann man jetzt auf Flohmärkten oder Antiquariaten finden. Die Zeitschriften vielleicht in Bibliotheken lesen und manche Karrieren haben sich gebildet, manche literarische Stimmen sind verstummt, manche, wie ich ins Internet abgesiedelt und heute gab es noch eine dritte sehr interessante literarische Veranstaltung, nämlich Stephan Eibel Erzberg, den ich ja auch durch die GAV kenne, war wieder einmal in “Von Tag zu Tag” und hat dort seinen neuen Gedichtband vorgestellt und El Awadalla, die ich auch vom Arbeitskreis kenne, hat angerufen und ihm dazu gratuliert.

Zweifache Longlisten-und Shortlistlesung

Normalerweise gehe ich ja aus zeitökonomischen Gründen nicht so gern zu einer Lesung, wenn ich das Buch schon gelesen habe oder lesen werde.

Bei Longlistenlesungen bin ich aber gelegentlich gewesen, einmal glaube ich beim Doron Rabinovici in der Hauptbücherei, im Vorjahr beim Clemens J. Setz in der AS, als ich das Buch halb oder so gelesen hatte und heute hätte ich den Rainhard Kaiser-Mühlecker in der “Gesellschat für Literatur” auch beinahe ausgelassen, aber dann war das Alternativprogramm nicht so entsprechend, auf die Shortlist ist er am Dienstag auch gekommen, auf der öst LL ist er schon und einige Blogger haben “Fremde Seele, dunkler Wald” auch sehr gelobt.

Dem habe ich mich bis jetzt eigentlich nicht so angeschlossen und ganz ehrlich, auch wenn ich das wahrscheinlich revidieren werde oder auch schon habe, denn wahrscheinlich ist es mein drittes Shortlist-Buch, das ich auf meine höchstpersönbliche Liste setzten werde, habe ich den 1982 in Kirchdorf an der Krems geborenen, sehr “schönen” jungen Mann, bisher ja als eher fad eingeschätzt.

Mit seinem  2008 bei Hoffmann und Campe erschienenen “Der lange Gang  über die Stationen” hat er ja Furore gemacht. Da war ich kann ich mich erinnern, bei einer literarischen Soireee im Radio Kulturcafe gewesen zu sein und habe mich gewundert, daß “so was fades”, die anderen nannten es “aus der Zeit gefallen” bei “Hoffmann und Campe” erscheinen kann und das Buch dann auch gelesen.

“Magdalenenberg” habe ich auch irgenwo gehört, bei “Wiedersehen in “Fiumcino”  war iich in der “Gesellschaft” und habe mir das Buch schicken lassen und seither glaube ich, nicht mehr so viel von dem jungen Mann gehört.

“Schwarzer und roter Flieder” ist erschienen und ein Erzähloband und jetzt das Buch, wo ich mir bei den Beschreibungen dachte, das habe ich doch schon im Debut gelesen und bei “Magdalenberg” gehört.

Als das Buch auf die öst LL kam, habe ich bei “Fischer”, wo es erschienen ist, nochmals angefragt und es am nächsten Tag bekomme, vielleicht bekomme ich den Händler, was  mein neunzehntes LL-Buch wäre, also auch noch, der Stamm ist am Montag gekommen und mich dann irgendwann enschloßen, ich gehe in die “Gesellschaft” und eigentlich hätte ich das Buch mitnehmen können, erstens um es signieren zu lassen, was ich nicht so oft mache, zweitens, um mitzulesen und mir die gelesenen Stellen anzustreichen, was sehr gut gewesen wäre, denn ich bin mit dem Lesen ja ein bißchen in Zeitlnot, habe heute mein elftes LL beendet und siebzehn Rezensionsexemplare oder nein, sechzehn, denn die Gösweiner ist ja ein Geschenk vom Alfred, liegen am Klo und vor allem “Literarurtest” drängt ja sehr, wenn man nicht gleich in der nächsten Woche bespricht und von denen habe ich heute auch ein Buch bekommen.

Ich hätte die “K u.S” Debuts also vielleicht noch ein wenig aufschieben und gleich mit dem Lesen anfangen können und wäre etwas schneller gewesen, hätte, könnte, habe ich aber nicht, denn das ist mir erst in der “Gesellschaft” eingefallen, als ich zwischen dem Lehrer und einer jungen Dame saß, die das Buch in der Hand hielt und den Melle in ihrer Tasche hatte.

Sehr voll in der “Gesellschaft”, das heißt gegen Ende hat es sich gefüllt und ein paar Interessierte, die man vielleicht sonst nicht so sieht, wie zum Beispiel die Petra Hartlieb waren da, denn die Buchhändler sollen ja, wie ich überall höre, auf die Shortlist sehr aufspringen.

Manfred Müller hat die Shortlist auch sehr erwähnt, den öst Bp hat er dagegen ausgelassen, ob aus Zufall oder mangelnder Kenntnis, habe ich vergessen nachzufragen und allmählich verwandelte sich mein Desinteresse in Interesse, denn der angeblich so aus der Zeit gefallene junge Mann, etwas, was ihn auch ärgern dürfte, hat wirklich einen eigenen Stil und irgendwann habe ich mir gedacht, daß er dem meinen gar nicht so unähnlich ist und bevor jetzt einige aufschreien, er ist erfolgreich, ich nicht und vom Land schreibe ich auch nicht soviel, denn ich lebe ja im städtischen Milieu, zumindestens bin ich dort aufgewachsen, in einem eher proletarischen Teil von Wien.

In dem Buch geht es wie schon Manfred Müller einleitete, um eine Familie am Land, die Brüder Jakob und Alexander, der eine Bauer, der andere Berufssoldat, um einen Vater und einen Großvater geht es auch und das was der junge Mann vorlas war wirklich sehr interessant.

Der Magdalenenberg kommt wieder vor und ein Kreuz, das die neuen Christen dort errichteten, der Berufssoldat hätte einmal Priester werden wollen, ist dann aber einer Elvira verfallen, der Vater verschleudert den Hof, der Großvater prunkt mit seinem Geld und alle sind zerstritten und viel mehr werde ich jetzt auch nicht erzählen, sondern lesen, wenn ich mit den Debuts, der Vegetarierin, der “Apollokalypse”, dem Mayerhoff und dem Kumpfmüller fertig bin und auch das anschließende Gespräch war sehr interessant, denn Manfred Müller fragte, vielleicht ein wenig provokant “Wie lebt es sich als öffentliche Person?” und der junge Mann antwortete:

“Das bin ich nicht, denn ich mische mich in die Politik nicht ein, sondern schreibe und ich bin einer, der erzählen will und ob man das jetzt altmodisch nennt und mich mit Rosegger vergleicht, ist mir egal!”

So ungefähr habe ich es verstanden und bin sehr gespannt, werde mich aber jetzt gleich mit einer jungen Aussteigerin beschäftigen und meine Spannung hoch und warmhalten und vielleicht wird es mein drittes dBp Sortlistbuch und vielleicht kommt es auch auf die öst SL, den Preis würde ich ja immer noch gerne der Frau Mayröcker zuerkennen und den dBp gewinnt wahrscheinlich der Herr Melle mit seiner Mischung zwischen Memoir und Personal Essay über seine bipolare Depression.