Ein Büchner-Preisträger in der Alten Schmiede

In der “Alten Schmiede” stellte heute der “Büchner-Preisträger” von 2004, der 1943 geborene Wilhelm Genazino seinen neuesten Roman, Kurt Neumann meinte, es wäre eher eine Erzählstruktur “Außer uns spricht niemand über uns” vor und es war gar nicht so voll, wie am Montag bei Georg Stefan Troller.

Das ist auch etwas, was ich nie verstehen werde, habe Wilhelm Genazino einmal bei einer der Studentenlesungen im Literaturhaus  und einmal bei der “Literatur und Wein” in Göttweig gehört.

Im Publikum saßen Leute, die behaupteten, daß sie alle seine Werke gelesen hätten, wobei mir einfiel, daß ich gar nicht wußte ob ich einmal was gelesen habe, in meinen Regalen habe ich aber “Die Liebesblödigkeit”, “Ein Regenschirm für alle Tage” und auch den dritten Teil der von Kurt Neumann erwähnten “Abschaffeltrilogie”  – “Falsche Jahre”,  stehen und “Mittelmäßiges Heimweh” habe ich gelesen, aber offensichtlich schon wieder vergessen. Dagegen ist mir in Erinnerung, daß es mich in Göttweig sehr störte, daß die Leute während der Lesung so laut gelacht haben, ich habe. glaube ich. den Autor am Signiertisch darauf angesprochen, ob er diese Stellen auch so lustig gefunden hätte. Er hat glaube ich, “nein”, gesagt, vielleicht war das aber nur die Höflichkeit des Autors, denn Kurt Neumann hat in seiner Einleitung auch die Komik angesprochen und während der Lesung  mehrmals geschmuzelt.

Es geht um den kleinen Mann, hat er glaube ich, eingeleitet, daß Genazino in einer Werkreihe, Trilogie, etcetera darüber schreiben würde, meinte, daß die Erzählstruktur an Becket mahnen würde und erzählte dann von einer Carola mit der der Ich-Erzähler befreundet sei, sich im Laufe des Romans aber von ihr trennen würde und, daß die eine Marathonläuferin, zur Alkoholikerin wird und sich dann, glaube ich, auch umbringt.

Friedrich Hahn sollte den Autor später fragen, ob ihm das nicht leid täte, seine Figuren sterben zu lassen, was er, glaube ich,  auch verneinte und er las das erste und das siebente Kapitel.

Ein Mann geht spazieren könnte man so sagen und macht dabei seine Alltagsbetrachtungen, er ist Rundfunksprecher, offenbar nicht sehr erfolgreich, denn Carola schlägt ihm vor, sich arbeitslos zu melden, das ist aber unter seiner Würde, beziehungsweise will er vom Arbeitsamt nicht umgeschult werden und im ersten Kapitel geht er durch die Stadt und in eine Pizzeria, beobachtet einen Marathonlauf, bei dem auch Carola, mit der er nicht zusammenlebt, teilnimmt, was er nicht wußte, er beobachtet ihr Tatoo und noch verschiedenes andere und im siebenten Kapitel beschließt Carola sich von ihm zu trennen.

Dann konnte man Fragen stellen und es gab diesmal eine sehr intensive Diskussion, die sich auch, was ich sehr interessant fand, weil ich mich ja derzeit intensiv damit beschäftigte, um das Schreiben, beziehungsweise, um die Einfälle geht.

Kurt Neumann fragte, glaube ich, wie der Autor zu seinen Einfällen kommt? Der antwortete, daß man das nicht wisse, soweit ist die Wissenschaft noch nicht und selbst Einstein hat das noch nicht erforscht. Er hat aber immer einen Zettel und einen Stift bei sich und schreibt alles, was ihm so begegnet und ihm interessant erscheint, auf.

So ein Heftchen habe ich auch in der Tasche, schreibe aber weniger intensiver, als ich eigentlich sollte oder wollte und Wilhelm Genazino scheint sich ganze Aktenordner mit diesbezüglichen Stichworten anzulegen, die er dann dementsprechend verwendet, was ich sehr interessant findet.

Eine Dame lobte die Beobachtungen und den Blick von Außen, wie Genazino beispielsweise den Blick in die Pizzeria beschreibt und ein anderer wollte wissen, ob es eigentlich einen Kommentarband gibt, was Genazino wieder verneinte und meinte, daß das eher etwas für Germanisten sei, die Leser solche Bücher aber nicht kaufen würden.

“Ich hoffe es sind hier keine Germanisten!”, setzte er hinzu. Lautes Gelächter, also offenbar doch sehr viele, aber Genazino ist ja selber Germanist, hat das, sowie Soziologie und Philosophie studiert und wird sich weiter mit der Sprache bemühen und seine Einfälle zu Romanen machen und ich habe und das ist vielleicht interessant, mir aus der Lesung mitgenommen, daß ich vielleicht meine  einundvierzig Szenen, die ich inzwischen habe, sprachlich überarbeiten sollte und mir vielleicht von Genazinos Sprachgewalt ein Vorbild nehmen, denn da habe ich heute, fürchte ich, ein bißchen vor mich hingeschluddert.

Ich bin zwar mit meinem Rohkonzept fast fertig und die Therese ist von Salzburg nach Berlin gefahren, aber vor allem da könnte ich die Szenen noch besser ausarbeiten und die Therese im Brecht Haus beispielsweise entsprechende Erlebnisse machen lassen. Wenn es mir da gelingt vielleicht einundvierzige farbige Kurzgeschichten daraus zu machen, hätte mein Roman sicherlich gewonnnen.

Mal sehen, ob es mir gelingt. Ich habe es jedenfalls vor und werde mit dem Rohkonzept demnächst fertig sein. Vier Szenen fehlen mir, glaube ich, noch und derzeit stehe ich bei 43 435 Worte beziehungsweise über achtundachtzig Seiten. Wenn ich die letzten Szenen, die sehr kurz geworden sind, durch genauere Details noch entsprechend verlängere, komme ich vielleicht auch auf das Nanworimoformat, die Rohkonzeptzeit würde entsprechend stimmen.

Erlebtes und Erinnertes von Georg Stefan Troller

Robert Schindel

Robert Schindel

Den 1921 geborenen  geborenene Regisseur und Dokumentarfilmer Georg Stefan Troller, kenne ich, seit er 2005, den “Theodor Kramer Preis” bekommen hat. Der Alfred hat da, glaube ich, sein Buch “Das fidele Grab an der Donau” gekauft oder war das erst später, als wir anläßlich eines “Theodor Kramer Symposiums” im Metrokino waren und dort einen seinen Teil der Filmtrilogie “Wohin und zurück” gesehen haben und bei den Wiener Vorlesungen ersehe ich gerade meinem Archiv habe ich ihn auch schon gehört.

Und heute war der über Fünfundneunzigjährige, der am 10. Dezember seinen Geburtstag feierte, in der “Alten Schmiede” um, wie er launig sagte, sein vorletztes Buch “Unterwegs auf vielen Straßen” vorzustellen und da der Alfred irgenwie ein Troller Fan ist, bin ich mit ihm hin, ich wäre höchstwahrscheinlich eher in die “Gesellschaft für Literatur” gegangen, wo Britgitte Schwens-Harrant Felizitas Hoppe vorstellte.

Da ich noch eine Diagnostik fertig zu machen hatte, war ich spät daran, so daß mir die Assistenten, als ich die Stiege ins literarische Quartier hinunter gehen wollte, sagten “Es ist schon sehr voll!”

Der Alfred hatte mir aber zum Glück einen Platz hinter August Bisingers Technikpult reserviert und dann ging es bald los, zuerst mit einem Interview, das Robert Schindel, mit Freund George machen sollte, der das aber, da er ja selber immer Interviews machte, offenbar gar nicht so gerne mochte.

So nur ein paar Dinge zu seinem interessanten Lebenslauf, 1921 in Wien geboren, den Nazis knapp entkommen, mit Siebzehn kam er über Paris nach Amerika und wurde dort in die US Army eingezogen. Seit 1949 lebt er in Paris und zu dem letzten oder vorletzten Buch so genau habe ich es nicht verstanden, weil Georg Stefan Troller noch aus einem anderen gelesen hat, kam es, glaube ich, weil er einmal in den Keller ging, dort einen Koffer voller Unterlagen fand  und dort sein “Erinnertes und Erlebtes machte.

Zuerst hat er aber aus  “Mit meiner Schreibmaschine” ein Kapitel gelesen, wo er als Fünzehnjähriger durch seine Gymnastiklehrerin, die Bekanntschaft des Antisemiten  Louis-Ferdinand Celine machte, die in ihn verliebt war und den er, weil er schon damals gut Französisch konnte, die Sozialeinrichtungen Wiens zeigen mußte. Später hat er ihn dann noch einmal wieder getroffen, nicht mit ihm gesprochen, seine Frau Lucette hat ihm aber freundlich nachgewunken.

Georg Stefan Troller

Georg Stefan Troller

Dann kamen einige Kapitel aus dem neuen Buch, zuerst seine Erlebnisse, die er auf Deutsch in seinem Kriegstagebuch aufgeschrieben hat. Ist er doch als Soldat nach Deutschland gekommen, hat dort mit den Besiegten gesprochen, die sich alle verteidigten, daß sie nichts gewußt hätten, ohnehin Juden versteckten oder Feindsender gehört hätten und Kaugummis haben wollten und ist auch nach Dachau gekommen, wo es die Leichenberge zu sehen gab.

Dann kamen lustigere Kapitel, die von seinen Interviews handelten die er mit Brigitte Bardot, Picasso etcetera machte und den Hoppalas war auch ein Kapitel gewidmet. So hat er durch das Mißgeschick einer Putzfrau einmal, den Koffer verloren in dem alle seine Ehrungen waren und als er dann zu einem Treffen eingeladen wurde, wo er mit so einer goldenen Kamera über den roten Teppich marschieren mußte, wurde er dann als “Niemand” verkannt.

Nachher gabs das Buch zu kaufen und weil das der Alfred machte und es sich signieren ließ, bin ich noch lange sitzen geblieben und habe beobachten können, wieviele Leute das eigentlich tun und es war heute auch ein sehr gemischtes Publkum anwesend, so habe ich eine von Christel Fallensteins Betreuerinnen, die Sprachkunststudentin Frieda genauso gesehen wie Konstantin Kaiser, Dieter Scherr, von den IG Autoren, der einmal von mir ein Portrait in der “Autorensolidarität” brachte, Sabine Gruber und und und….

Und morgen  wird, wie Kurt Neumann noch erklärte im Metrokino Georg Stefan Trollers Werkschau mit dem Film “Selbstbeschreibung” eröffnet, aber da werde ich wahrscheinlich ins Literaturhaus gehen.

Und von mir kann ich noch vermelden, daß ich meine Handlung jetzt so ziemlich konzipiert habe. Wahrscheinlich wird das “Frühstück”oder die Bibliothekgespenstgeschichte, dreiundvierzig Szenen haben,fünfunddreißig sind davon schon geschrieben.

Letzte Textvorstellungen mit Angelika Reitzer

Vor Weihnachten ging es noch einmal zu den “Textvorstellungen in die “Alte Schmiede”, wo Angelika Reitzer unter dem Motto “Das ganze Leben”, Bücher von Christoph Linher, Hubert Weinheimer und Amaryllis Sommerer vorstellte, die zwar bei einem der Bücher das Wort “Leben” im Titel trugen, ansonsten aber Erinnerungen beziehungsweise Monologe über Schuld und Sühne waren.

Christoph Linher und Hubert Weinheimer, zwei 1983 geborene junge Männer, die sowohl Musiker, als auch Schreibende sind und beide waren mir bis dato unbekannt.

Die “Textvorstellungen” bieten ja immer die Chance zur Neuentdeckung und zum Kennenlernen und Angelika Reitzer stellte die Texte der beiden jungen Männer auch sehr gründlich vor.

“Farn” heißt die “Erzählung aus dem Off”, des aus Feldkirch kommenden  Christoph Linher, bei “Murry Salzmann” erschienen und im ersten Satz wird ein “Höller” zitiert, eine Figur, die wie Angelika Reitzer erklärte auch bei Thomas Bernhard zu finden ist und der junge Mann, der für diese Erzählung auch schon einen Literaturpreis bekommen hat, scheint, wenn ich mich nicht sehr irre, ein ähnlich erzählerisches Talent, wie Valerie Fritsch zu sein, die Angelika Reitzer, die vor sieben Jahren, wie Kurt Neumann im Anschluß erklärte, ihre “Textvorstellungen” ja begonnen hat, dort auch vorstellte.

Die Erzählung ist ein Monolog, einer sitzt in einem Haus mit einer Fußfessel, wird nur vom Bewährungshelfer Höller besucht und resumiert sein Leben.

Es geht um eine Schuld, einen Unfall, eine Fahrerflucht, aber auch um eine Beziehungskrise und dem Verlassenwerden durch die Ehefrau und schöne Worte. Einige wunderschöne Wortschöpfungen und wiedereinmal dem Sujet nicht ganz angepasst, weil die, die mit Fußfesseln in ihren Häusern sitzen, wahrscheinlich keine so schöne Sprache haben oder doch vielleicht, handelt es sich ja um einen Bildhauer und um ein großes literarisches Talent, wie ich vermuten würde.

Der zweite junge Mann wurde im Salzkammergut geboren und lebt als Musiker in Wien und er hat mit seinem Debutroman auch einen Monolog geschrieben, da befindet sich ein Schauspieler an einem einsamen Strand “Gui Gui oder die Machbarkeit der Welt”, heißt Hubert  Weinheimers 2014 erschienener Roman, den er, wie er im Anschluß erzählte, in drei Monaten niedergeschrieben hat.

Ausgangspunkt war die Idee eines bestellten Selbstmordes oder Mordes. Der Schauspieler wurde von seinem Bruder gezwungen ihn zu erschießen. Jetzt haust er in einem Zelt, schreit seine Wut heraus und resumiert sein Leben. Sprachlich nicht ganz so anspruchsvoll, wie der Monolog von Christoiph Linher, dafür aber excellent vorgetragen und die dritte im Bunde Amaryllis Sommerer, Geburtsdatum ist von ihr keines im Programm angegeben, wird wahrscheinlich in den Sechzigern gewesen sein, war mir dann bekannt, habe ich von ihr zwei bei “Milena” erschienene Bücher ja im Schrank gefunden und von der 2016 auf die 2017 Leseliste geräumt, ich habe sie glaube ich auch schon einmal bei Angelika Reitzer in der “Alten Schmiede” gehört und ihr bei “Picus ” erschienerner Roman “Wie das Leben geht” hat sie auch auf der letzten “Buch-Wien” im “Literaturcafe” vorgestellt.

Es ist eine Vater Tochter Geschichte oder Franz hat die Krebsdiagnose bekommen und so sinniert er auch über sein Leben nach. Er tut es nicht ganz allein, seine Frau Helli und seine Tochter Katja scheinen im Buch auch Stimmen zu haben. Aber sonst gibt es wieder Ähnlichkeiten zu den vorher präsentierten Texten. Franz ist ein Kriegskind, wie es Amaryllis Sommerer nannte, nämlich mit Sechzehn noch rasch an die Front geschickt und zurückgekommen, wie auch mein Schwiegervater.

Das Buch spielt in den Achtzigerjahren und als Franz die Diagnose bekommt, geht er sein Leben durch und spricht von seinen Traumen, er hat dann in den Fünfzigerjahren eine Art Doppelleben in einem Wiener Spielerlokal geführt, seine Helli geheiratet und die Tochter, die nach der Matura, den Ottakringer Gemeindebau verlassen hat, wird von ihm nach der Diagnose angerufen.

Sprachlich ist die Krimischreiberin Amaryllis Sommerer realistischer, als die beiden vorher vorgestellten Texte,  das Suet ist mir auch vertraut, bin ich ja auch in einem Gemeindebau aufgewachsen und mein Vater stammt aus Ottakring.

Eine sehr interessante Mischung also und als es vorbei war, ergriff Kurt Neumann das Wort, wünschte frohe Weihnachten und wies darauf hin, daß Angelika Reitzer mit Ende des Jahres die Redaktion der “Alten Schmiede” verlassen und sich wieder mehr ihrem eigenen Schreiben widmen wird.

Er verwies darauf, daß man sie damit im neuen Jahr mit dem neuen Buch in der “Alten Schmiede” als Autorin hören würde könne und  auf die erste von ihr redigierte “Textvorstellungen” und da fiel mir ein, daß ich, die ja als sehr anspruchsvoll empfunden haben.

In der ersten hat sie Anna Weidenholzer vorgestellt, die ersten drei “Textvorstellungen” hatten alle sehr anspruchsvolle Namen, später hat sich das geändert, ich habe auch einige davon versäumt und Angelika Reitzer hat sich später auch den Buchdebuts und der Lesart zugewandt.

Ich habe sie ja persönlich in der Hauptbücher kennengelernt, als ich dort das Buch der Theodora Dimova vorstellte und ich habe auch zwei ihrer Romane gelesen, bin gespannt wie es weitergeht mit den “Textvorstellungen” und ob ich dort auch wieder einmal lesen werde, gespannt auf Angelika Reitzers neues Buch und auch, ob ich von Christoph Linher, den ich, wie schon erwähnt für eine ähnlich starke literarische Stimme wie Anna Weidenholzer, Sandra Gugic oder Valerie Fritsch halte, die ja inzwischen Karrieren machte, noch etwas hören werde.

Und ein Adventkalenderfenster aus der “Nika, Weihnachtsfrau” gibt es auch.

Fünfzig Jahre Literatur und Kritik

Die “Alte Schmiede” hat ja seit einigen Jahren eine eigene Zeitschriftengalerie und auch eine eigene Veranstaltungsreihe, wo immer wieder die Literaturzeitschriften dieses Landes vorgestellt werden und heute war “Literatur und Kritik”, diese Salzburger Zeitschrift, die dem “Otto Müller Verlag”, der ja manchmal so freundlich ist, mir seine Bücher zu schicken, an der Reihe.

Karl Markus Gauss, der die Zeitschrift jetzt gemeinsam mit dem Verleger Arno Kleibel, einem Enkel von Otto Müller, der 1937 den Verlag gründete, herausgibt, war im Programm angekündigt, wurde dann aber vom Verlagsleiter vertreten, der kurz die Verlags-beziehungsweise Zeitschriftengeschichte erzählte.

1966 wurde die Zeitschrift von Gerhard Fritsch gegründet, dann wurde sie lange von ihm und mit Jeannie Ebner herausgegeben, zwischenzeitlich war dann auch Kurt Klinger der Leiter, bis Arno Kleibel Karl Markus Gauss dafür gewann, der es eine Zeitlang mit Max Bläulich von dem ich ja ein Buch gelesen habe, machte, jetzt machen es die beiden allein, geben fünf Hefte pro Jahr heraus und bemühen sich qualitätsvolle und anspruchsvolle Literatur dabei zu bringen.

Mir ist es ja leider nie gelungen etwas in der Zeitschrift zu veröffentlichen, einmal hat mir das Karl Markus Gaus in einem Brief begründet, warum er meine Texte nicht nimmt, jetzt schicke ich nicht mehr hin und der fünfzigste Jahrgang wurde auch von drei durchaus anpruchsvollen Autoren präsentiert.

Der Schwede Richard Swartz, dessen Präsentation seines Wiener Flohmarktlebens ich einmal in der “Alten Schmiede” hörte, war der erste und er brachte einen Text über den braven Soldaten Schwejk, in dem er es bedauerte, daß den die Tschechen nicht so schätzen.

Was mich ein wenig wundert, denke ich doch, daß der in Prag sehr wohl vermarktet wird. Wir hatten auch eine zeitlang so eine kleine Figur in unserem Auto hängen und ein Denkmal gibt es in Prag, glaube ich, auch.

Aber natürlich ist diese Figur nicht so lustig, wie sie wahrscheinlich von Fritz Muliar dargestellt wurde, sondern tieftraurig und wenn der Roman zu Ende ist, Jaroslav Hasek hat ihn ja nicht fertiggeschrieben, hat Josef Schwejk, wie Richard Schwartz betonte, die Kriegsfront noch nicht erreicht.

Dann kam Milena Michiko Flasar, wie Arno Kleibel, wie er betonte, in St. Pölten geboren und las einen Text der in der Mai Nummer erschienen ist, wo es um die Schriftstellerin, als Mutter geht und sie von ihrem kleinen Sohn  berichtete, neben dem sich die Literatur ohne schreiben erleben läßt.

Dann folgte Erwin Riess, in Wien geboren und in Krems aufgewachsen, wie er betonte und er las einen Text, wo der Herr Groll mit dem Dozenten nach Rom fährt und dort, den einziges nicht katholischen Friedhof besucht, wo eine Lehrerin gerade ihre Schüler herumführt und ihnen etwas von “Frankenstein” erzählt und das Grab von Antonio Gramsci, der zwischen 1923 und 1924 in Wien war und sich dort mit Wilhelm Reich im Kaffeehaus traf, befindet sich dort auch.

Von dem Kaffeehausbesuchen wird man aber erst in der nächsten Nummer lesen können. So wünschte Arno Kleibel einen schönen Abend und ich bin mit der Ruth ein Stück bis zur Oper gegangen, die mir erzählte, daß sie während ihres Rom-Aufenthalte, die hatte dort eine Stipendium, diesen Friedhof öfter besuchte.

Ilse Aichinger Hommage, versäumtes DichtFest und mehr denn je vdB

Ilse Aichingers fünfneunzigster Geburtstag wurde am ersten November gefeiert. Die 1921 geborene Autorin, die mit der “Größeren Hoffnung” bekannt geworden ist, trat ja schon lange nicht mehr öffentlich auf.

Als bei der “Edition Korrespondenzen”, 2001 oder so, einige ihre Bände,  herausgekommen bin, war ich bei einer Veranstaltung, ich glaube, in der Felderstraße und habe mir, stat dem Buch, das ich mir dann vom Alfred zu Weihnachten schenken ließ, das Verlagsprogramm signieren lassen, womit ich einige böse Blicke erntete.

2001, nach nine elfen, war sie, glaube ich, auch einer der ersten, die darüber geschreiben haben und beim “Rund um die Burg” hat sie da, ich glaube, im Ramen des “Literaturhauses” daraus gelesen.

Vor ein Uhr Mittag, die zittrige kleine Frau, die die Uhrzeit ein wenig überzog, um eins füllte sich das Zelt plötzlich mit älteren Damen, die etwa fünf Minuten später “Wir wollen den Grieser hören!”, schrien und nicht zu bremesen waren, als ich ihnen sagte, daß da wohl die berühmteste zeitgenößigsche österreichische Autorin am Podium saß.

Die wollten sie nicht hören und als sie fertig war, erschien Dietmar Grieser mit seinem neuen Buch, stellte es den Begeisterten vor und ich dachte mir, daß er vielleicht einmal hier sitzen und ein Kapitel über Ilse Aichinger lesen wird und alle hören ihm andächtig zu.

Diese Geschichte habe ich ihm auch einmal erzählt und er hat mir, glaube ich, geantwortet, daß er geduldig gewartet hätte, bis er an der Reihe war.

Ilse Aichinger ist dann später krank geworden, ein Pflegefall und nicht mehr zu ihrer Hommage bezüglich des neunzigsten,  auch nicht mehr ins Kono und ins Kaffeehaus gegangen und, um den fünfundneuzigsten waren die Ö1 Programme auch voll von den Hommages an sie.

Als wir am ersten November von Harland nach Wien zurückgefahren sind, gab es gerade die “Größere Hoffnung” im Radio. Ein Buch, das ich als Studentin gelesen habe und jetzt erst erkannte, wie sprach experimentell und ungewöhnlich es eigentlich ist.

Als ich bei der “Buch Wien” endlich beim “Bücherquizz” antratt und offensichtlich so nervös war, daß ich statt des Büchergutscheins, nur die Trostweinkiste gewonnen habe, wurde nach ihr gefragt.

Das Hörspiel “Knöpfe” habe ich erkannt, denn das hat mir meine entfernte Cousine Elisabeth einmal zum Geburtstagsfest gebracht, dafür den Clemens mit den Günther Eich verwechselt, den Sohn mit dem Vater und als ich am Freitag darauf zum Stand des Hauptverbandes kam, um mich mit den “Ohrenschmaus-Leuten” zu treffen, erfuhr ich die Nachricht, Ilse Aichinger ist gestorben.

Zum Geburtstag hat es eine Reihe von Veranstaltungen gegeben, die dann zu einer Totenfeier wurden.

Die in der “Alten Schmiede” habe ich wegen der Hilde Schmölzer versäumt. Die Ruth ist dort gewesen und heute hätte ich wieder eine große Auswahl an Veranstaltungen gehabt, weil wieder der “Umgang durch den siebenten Bezirk”, aber auch das Archivgespräch im Literaturmuseum und Elisabeth Wandeler-Deck hat mir ein Mail geschrieben, daß sie in der “Alten Schmiede” beim Dichtfest liest und da gab es ja schon einmal eine Doppelveranstaltung, wo ich gerade noch beim vorletzten Leser und nachher zum Glas Wein zurecht gekommen bin. Das läßt sich wiederholen, habe ich gedacht und Elisabeth Wandeler-Deck diesbezüglich gemailt und dann war es im Literaturmuseum, als ich kurz vor sieben dort eintraf, weil ich mir vorher noch eine neue Batterie für meine Uhr holen mußte, sehr voll.

Aber zum Glück hatte meine Hauptschulkollegin Christa Unterauer, die ich öfter bei solchen Veranstaltungen treffe, den Platz neben sich frei und dann gab es ein tolles Programm zum fünfundneunzigsten Geburtstag beziehungsweise zum Gedenken.

Die Burgschauspielerin Anne Bennet las Gedichte und ein Stück aus der “Größeren Hoffnung”, Pamelia Stickney spielte dazu auf dem Theremin, dann gab es eine Gesprächsrunde mit Andrea Winkler und den Literaturwissenschaftlerinnen  Christine Invovic und Vivian Liska. Ronald Pohl hätte moderieren sollen, war aber krank, so wurde er  vertreten und die drei Diskutantinnen stellten jeweils ihren persönlichen Zugang zu der berühmten Dichterin vor.

Vivian Liska begann mit zwei kurzen Texten aus den “Kurzschlüssen”, wo die Aichinger durch Wien, üer den Stephansplatz, in die Judengasse, etcetera geht und die Germanistin erklärte genau den literarischen Bezug.

Die Sprachkünstlerin Andrea Winkler zietierte die “Notizen” aus “Kleist, Moos Fasanew” und Christine Ivanovic deren Studentenprojekt ich, glaube ich, schon in der “Gesellschaft für Literatur” hörte, kam wieder mit dem “Dover-Text”.

Sie scheint auch eine wahre Aichinger Expertin zu sein, erzählte von ihrem Leben und ihrem Aufenthalt in Ulm, wo sie mit  Inge Scholl in Kontakt kam und meinte in der Schlußrunde, daß man sich mit Ilse Aichinger ganz beschäftigen müsse, weil das Halbe, also das Anlesen nicht reiche.

Es war auch eine Diskussion auf sehr hohen Niveau. Ich habe ein etwas niederes und so ist auch mein oben geschilderter Zugang zu der berühmten Dichterin und diese Veranstaltung hat ein bißchen länger, als die letzte gedauert, so daß ich diesmal wirklich nur zum Wein in die “Alte Schmiede” gekommen bin.

Elisabeth Wandeler-Deck und Gerhard Jaschke, die ich versäumte begrüßte und ein bißchen Wein getrunken habe und noch etwas gibt es außer auf den Hinweis zu meinem Adventkalenderfenster bezüglich der “Nika, Weihnachtsfrau” zu erwähnen.

Wir haben juchu, fast zum Krampus einen Nikolo bekommen und mehr denn je, vdB, statt der vorherigen angezweifelten dreißigtausend Stimmen sind es dreihundertfünfzigtausend geworden oder 53,79%

Elisabeth Reichart in der Alten Schmiede

Heute sollte es in der “Alten Schmiede” die Präsentation von zwei Herbstneuerscheinungen geben, nämlich Evelyn Schlags “Yemen Cafe” und Elisabeth Reichards “Frühstück bei Fortuna”, die beide an den Buchpreislisten vorbeigegangen sind.

“Interessant!”, habe ich gedacht und war sehr in Eile, nämlich eine Menge Stunden und dann sollte ich auch die Abrechnung machen, was an sichgegangen wäre, wenn der Computer nicht so lahm gewesen und so vieles nicht funktioniert hätte.

Dann ist die sechs Uhr Klientin aber wieder so pünktlich gekommen, daß es sich fast ausgegangen wäre, pünktlich zu kommen, weil ich die unfertige Abrechnung liegen gelassen habe.

Also zehn nach sieben in die “Alte Schmiede” gehuscht und gewundert, daß in der Zeitschriftengalerie nur ein paar Leute und der Saal leer und als ich in den Keller hinuntergehen wollte, hat mir Annalena Stabauer nachgerufen, die Schlag Veranstaltung fällt aus, weil die2 Autorin krank.

“Fein!”, habe ich gedacht, was mache ich jetzt in der Stunde, im Zeitschriftensaal herumsitzen ist auch nicht gerade lustig, aber wenn ich nach Hause gehe, komme ich auch nicht zum Abrechnen, weil die nächste Veranstaltung ja schon um halb neun beginnt.

Dann ist mir, als ich mich in Richtung Praxis aufmachte, Ruth Aspöck in den Weg gelaufen und wir haben die Zeit genützt im “Alt Wien” ein Achterl zu trinken und die Ruth hat bei einem Schweizer Gast eifrig Werbung für die “Alte Schmiede” gemacht.

Johannes Tröndle einer der Assistenten, der glaube ich, auch GAV-Mitglied ist, hat die 1953 in OÖ geborene Autorin, die mit “Februarschatten” bekannt geworden ist, vorgestellt.

“Die unsichtbare Fotografin” habe ich gelesen, ein paar anderer ihrer Bücher stapeln sich, glaube ich, in meinen Regalen und in “Frühstück bei Fortuna geht es um die Naturwissenschaft, beziehungsweise, um die Lieben einer Genetikerin oder Stammzellenforscherin, die aus dem Wissenschaftsbetrieb ausgestiegen ist und nun die Zellen retten will.

Das klingt ein wenig abstrakt, Elisabeth Reichart hat aber sehr begeistert von der Lieben zu den Zellen gesprochen und dann auch sehr betont einige Stellen aus dem Buch gelesen.

Es gibt auch einen Mann, der in die namenlose Heldin verliebt ist und einen anderen, mit denen sie in ihrer Jugend in Höhlen klettert und die Flüchtlingsströme, die im vorigen Sommer über die Autobahn wanderten, erkannte sie auch an ihrer Zellen.

Das geht vielleicht ein bißchen in den esoterischen Bereich und die Wissenschaftler sind meistens nüchterner und Elisabeth Reichart antwortete Johannes Tröndle in der Dikussion auch die Frage, wie sie für das Buch recherchiert hat. sie ist ins AKH gegangen, hat eine halbe Bibliothek gelesen und lange an dem Buch gearbeitet, weil sie schon immer mal ein solches schreiben wollte.

Nachher gab es überraschend Wein und Brötchen, also auch einige Gespräche, ich habe mich intensiv mit einer Literaturwissenschaftlerin unterhalten, Michael Hammerschmid, Gerhard Jaschke, Julia Danielczyck und andere waren da und die Ruth sagte mir, was ich in meinem radiolosen Harlander Wochenende nicht mitbekommen habe, daß Fidel Castro gestorben ist.

 

Fieberkopf mit Analyse

“Ein kleines Symposium”, nannte Kurt Neumann die heutige Doppelveranstaltung in der “Alten Schmiede”.

Zuerst eine “Stunde der literarischen Erleuchtung”, in der sich Herbert J. Wimmer stehend, damit er sich nicht vor Lache krümmte, mit Wolfgang Bauers Roman in Briefen “Fieberkopf” beschäftigte und dann kam der1960 geborene “Wartholz-Preisträger” Christian Steinbacher, der sich in seinem “Klever Buch” “Kollegiales Winken-Gebrauchs- und Gelegenheitstexten” unter anderem mit dem “Fieberkopf” beschäftigte und der, in den Sechzigerjahren erschienen, ist ein, wie es Christl Greller nannte, normal beginnendes und sich dann ins Surreale stieigerndes Werk.

Da schreiben sich zwei Männer, Heinz  und Frank von Graz nach Villach Briefe und überkreuzen sich dabei. Sie erzählen Alltägliches und fragen dabei immer wieder nach einem Thermometer, den der eine kaufte.

Vom Thermometer ist es zum Fieber nicht weit und im achtundzwanzigsten Brief sind wir auf einmal in Neuseeland aber auch in einem Iglu, Hubert Fabian Kulterer und Max Ricobona, zwei reale Kulturgestalten, kommen vor. Aber auch zwei sich kopulierende Lokomotive,  eine Frau, die die Farben wechselt, ein Kapktän, der zwei Körper, aber nur ein Hirn hat und so weiter und so fort.

Christian Steinbacher sollte es nach der Pause einen Ulk nennen und auch auf das frische erschienene “Feribord” Nummer 24 hinweisen, in dem von ihm ebenfalls Ulkgedichte erschienen sind und trug dann seine Analyse in einer wahren Performance vor.

Sehr viel Prominenz im Publikum, Marie Therese Kerschbaumer beispielsweise, Gerhard Jaschke, etcetera, etcetera und auch einige Leute, die sich den Band der “Droschl-Werkausgabe kauften, um diesen fulminanten Ulk oder Kunstwerk nachzulesen.

Wendelin Schmidt-Dengler hat das Nachwort dazugeschrieben und Herbert J. Wimmer erzählte die Geschichte, daß der damalige Bauer Verleger Wolfgang Bauer nach Frankfurt berief und ihn einige Zeitlang einsperrte, damit er seinen fulminenten Roman zu Ende schrieb, nun das ist ihm gelungen, der “Residenz Verlag” soll mit H. C.Artmann einmal etwas Ähnliches gemacht haben und nun haben wir zwei experimentelle Bücher, mit denen man das Werk, sowie die entsprechende Analyse nachlesen kann, aber ich habe ja immer noch ein Buch von Chritian Steinbacher, das ich einmal auf dem Bücherturm der “Literatur im März Veranstaltungen” fand und noch nicht gelesen habe und Wolfgang Bauer,  1941-2005, habe ich, lang lang ists her, einige Male bei “Rund um die Burg” aber auch bei anderen Gelegenheiten gehört.

Echos aus Japan

Wieder einmal “Literatur im Herbst”, dem Nachfolger der “Literatur im März”, das Walter Famler von der “Alten Schmiede” seit einigen Jahren im November, meistens mit Literatur aus einem bestimmten Gastland macht.

Weil es zeitlich öfter mit meinem Geburtstagsfest zusammengefallen ist, habe ich die Veranstaltung einige Jahre lang versäumt und bin, glaube ich, erst hingekommen, als Griechenland das Gastland war, dann kam die Ukraine, Ex-Jugoslawien, Angelika Reitzer kuratierte einmal für die Frauen, die Donau war einmal das Thema, voriges Jahr der Iran und heuer Japan ein interessantes Thema, nur  zeitgleich mit dem “Fried-Festival”, so daß man sich wieder teilen müßte und weil Japan so weit entfernt ist und wahrscheinlich auch zu teuer Huraki Murakami, dem ewigen Nobelpreiskanditaten einzufliegen, traten diesmal auch eine Reihe von österreichischen Autoren auf, die irgendwie einen japanischen Kontext haben und der ist sehr oft, daß sie dort als Gastlektoren, wie Leopold Federmair, an japanischen Universitäten unterrichten.

Begonnen hat es wieder am Freitag und da habe ich es wegen der “Literatur aus Niederösterreich” versäumt und am Samstag gings los mit einem Film “Tony Takitani” nach einer Erzählung von Haruki Murakami und der war sehr meditativ, sehr ruhig und, wie die japanische Literatur vielleicht meistens ist, sehr fremd.

Tony Takitani ist schon einmal wegen seines amerikanischen Vornamens ein Außenseiter, dann ist die Mutter bei der Geburt gestorben, der Vater ein Musiker, war meistens auf Konzertreisen, dann hat er eine Frau geheiratet, die obsessiv Designerkleider kaufte und, als er ihr das verbieten wollte, ist sie daran gestorben, das kommt in dem Film nicht sehr deutlich heraus, es tritt nur auf einmal eine andere Frau auf, die er als Sekretärin engagiert, sie soll aber die Kleider seiner toten Frau tragen, dann bläst er das ab, verkauft die Kleider seiner Frau und die Schallplatten, die er von seinem Vater erbte und bleibt allein.

Im Anschluß gab es eine Diskussion mit der Übersetzerin Ursula Gräfe, die den Skandal um die “Gefährliche Geliebte” zwischen MRR und Sigrid Löffler im damaligen literarischen Quartett in Erinnerung rief.

Die “Gefährliche Geliebte” habe ich gelesen, mein einziges Haruki Murakami Buch bisher, obwohl ich einige andere in meinen Regalen habe, dann schwenkte sie zum Namensvetter Ryo Murakami über. von dem ich  “Das Casting” gelesen habe und es gab eine Lesung aus dem Nachfolgerroman “Coin Locker Babies”, wo es um in Schließfächer weggelegte Kinder geht, beziehungsweise, um eine junge Frau, die mit Siebzehn mit ihrem Krododil, das im elterlichen Haus zu groß geworden ist, auszieht.

Danach kam, eingeleitet von Leopold Federmair Hitonari Tsuji, der 1959 in Hino geboren wurde, jetzt in Paris lebt, Filme gemacht hat und überhaupt, wie Leopold Federmayr erwähnte, ein “Tausendsassa” ist, er stellte ihm einige Fragen, die der Autor, glaube ich, anders als erwünscht, der von der guten österreichischen Küche, dem Schnitzel und dem Gulasch, schwärmte, beantwortete.

Dann aber etwas vom Buddhismus erzählte und es gab einen Auszug aus seinem Roman “Der weiße Buddah”, der wie der Autor dann doch erzählte, das Leben seines Großvaters schildert.

Danach kam die 1959 geborene Sabine Scholl, die jetzt in Berlin lebt, aber dreimal je ein Semester in Japan war und jetzt einen Roman herausgegeben hat, der die “Füchsin spricht” heißt, daraus las sie drei Stellen, die von Japan handeln und zwar ist die Protagonistin mit ihrer Tochter Kiki aus Japan nach Berlin zurückgekommen, der Vater ist dort geblieben und hat sich auch mit einer Japanerin verheiratet.

Fukushima wird thematisiert und die japanischen Mythologien, so ist das Fuchsmotiv ja ein beliebtes Thema und da stand ja auf der vorigen deutschen LL ein solches Buch, das es auch am Büchertisch gab und noch einiges anderes aus der Sicht von Personen, die Japan schon verlassen haben und nur mehr ihre Fiktion davon wiedergeben.

Zuletzt kam wieder eine Japanerin, nämlich, die 1983  geborene Nanae  Aojama, die ihren Roman “Eigenwetter” vorstellte, wo es um eine zwanzigjährige junge Frau geht, die, weil ihre Mutter nach China geht, in das Haus einer alten Verwandten zieht und dabei einige Erfahrungen macht, Beziehungen eingeht und schließlich einen Job findet. Der Fluß oder die Eisenbahnschienen werden dabei, als Metaphern des Lebens beschrieben und  Thomas Eggenberg, der zwar nicht sie, aber Banana  Yoshimoto übersetzte, fragte die junge Frau nach ihren Leseerfahrungen und, ob sie schon einmal in Österreich gewesen wäre?

Am Sonntag  gabs in der “Alten Schmiede” ein Werkstattgespräch zwischen Lydia Mischkulnig, Sabine Scholl, Miri Yu und Fuminori  Nakamura, der am Freitag gelesen hat, zum Thema “Global und Lokal”, aber da wurde zeitgleich im Literaturhaus der “Erich Fried Preis” an Leif Randt verliehen, so bin ich erst knapp nach zwei ins Odeon gekommen, wo der Film “Kirschblüten und rote Bohnen” schon gelaufen ist, den ich schon mit dem Alfred im Februar gesehen habe.

Der Film ist nach einem Roman des 1962 in Tokio geborenen Durian Sukegava und handelt von der Diskriminierung an Lepra erkrankten, die in den Fünfziger Jahren in Japan weggesperrt wurden. Er handelt auch von drei einsamen Menschen, einem Mädchen, das mit ihrem Vogel bei ihrer Mutter lebt, die aber nicht viel Zeit für sie hat, einen vorbestraften Dorayaki-Bäcker und einer alten an Lepra erkrankten Frau, die in den Neunzigerjahren wieder in die Freiheit durfte und ihm das Rezept der besten Bohnenpaste lehrte.

Danach gab es eine Pause mit den japanischen Autoren, das heißt, es wurden Lydia Mischkulnig und Anne Cotten vorgestellt, die wie Sabine Scholl und Leopold Federmair einige Semester an einer japanischen Universität lehrten und nun von Martin Kubaczek, der das auch einmal tat, genau zu den japanischen Einflüßen in ihren Werken, die dadurch entstanden, befragt.

Die 1963 in Klagenfurt geborene Lydia Mischkulnig, die ich persönlich sehr abgehoben empfinde, hat dazu wieder aus ihrem neuen Erzählband die Geschichte “Ein Tier wie jedes andere” gelesen, in dem es, um einen Heuschreck am Fenster einer Angestellten, in deren Firma abgebaut wird, geht, gelesen.

Anne Cotten hat sich in einigen ihrer Büchern mit dem Japanthema beschäftigt und als sie dort war, auch versucht die japanischen Schriftzeichen zu erlernen, außerdem hat sie ihren Figuren japanische Kunstnamen gegeben, so zum Beispielen einen Studenten, der an der Hochschule für Bodenkultur studiert, Boku genannt.

Die 1980 in St. Pölten geborene Milena Michiko Flasar, hat durch ihre japanische Mutter und auch durch das Thema, ihres preisgekrönten Romans “Ich nannte ihn Krawatte”, wahrscheinlich einen größeren Japapbezug und interessant ist auch, daß ich heute im “Wortschatz” am Margaretenplatz, die Anthologie “schreibART AUSTRIA”- Das Literaturprogramm der Kultursektion  des Außenministeriums gefunden hat, wo unter anderen auch Milena Michiko Flasar mit einem Auszug aus ihrem “Krawatten-Buch” aus dem ich ja schon einige Lesungen hörte, da aber leider noch nicht zu mir gekommen ist, enthalten ist.

Am Schluß kamwieder eine japanische Autorin, allerdings eine mit koreanischen Wurzeln, die schon erwähnte, Miri Yu, 1968 geboren, sie stellte ihren auf Deutsch erschienen Roman “Gold Rush” vor, in dem es, um einen Vierzehnjährigen geht, der seinen Vater erschlagen hat und bevor er sich der Polizei stellt, noch einmal mit seinem behinderten Bruder in den Zoo geht.

Diese Stelle wurde von Robert Reinagl auf Deutsch gelesen. Im Gespräch erzählte die Autorin, daß sie jetzt an einer Fortsetzung schreibt, in der es darum geht, was mit dem Vierzehnjährigen zwanzig Jahre später, nachdem er aus dem Gefängnis entlassen wird, passiert.

Also interessant und spannend, vielleicht werden wir auch  etwas von dem Buch hören, inzwischen kann man sich auch so in die japanische Literatur einlesen, das “Kirschblütenbuch” war allerdings am Büchertisch, den wieder die Buchhandlung der Brigitte Salanda machte, bald ausverkauft. Es lagen aber andere darauf und ich habe auch noch einige ungelesene Bücher von  japanischen Autoren in meinen Regalen und die japanische Literatur ist auch, wie ich bei den Blogs, die ich gerne lese, bemerken kann, derzeit sehr modern und sehr geliebt.

Von Friedrich Polakovics zu Philipp Blom

Statt noch einmal zu Ruth Aspöck in den Repbulikanischen Club, die dort ein literarisches Werkstattgespräch mit Lesung und Musik hielt, bin ich am Dienstag zu einer Doppelveranstaltung in die “Alte Schmiede”, nämlich wieder zu einer “Stunde der literarischen Erleuchtung”, wo Daniel Wisser Friedrich Polakovics “Versuch über den Krieg” vorstellte, gegangen.

Der Name Polakovics erschien mir bekannt, obwohl ich ihn nicht recht einordnen konnte, aber dann kam mir die Erleuchtung, das ist doch der, der die “Neuen Wege” herausgegeben oder mitgestaltet hat, wie ein Herr im Publikum, der sich als Hermann Hakels Sekretär entpuppte, zurechtrückte und der Literaturbetrieb der fünfziger und der sechziger Jahre ist auch einer, der mich sehr interessiert und wo ich schon einiges gelesen habe oder bei einigen Veranstaltungen war.

Friedrich Polakovics 1922 geboren 2011 gestorben, der von seiner Ausbildung bildender Künstler war, wie Daniel Wisser, offensichtlich ein Polakovic Kenner erzählte, wurde 1944 zur Wehrmacht eingezogen und hat 1966 im Alter von 44 Jahren darüber geschrieben. Man sieht die Zahlenspiele.

Der “Versuch über den Krieg” trägt auch noch den Titel “Das Buch von den zweimal elf Jahren”, ist 2003 bei “Wieser” herausgekommen,  inzwischen offenbar vergriffen und in zwei Teilen gegliedert, beziehungsweise montiert, denn es erzählt von den Kriegserlebnissen des Obergefreiten und Funkers, in Frankreich, in der Gefangenenschaft bis zu Heimkehr und dann bezieht es sich im zweiten Teil auf die Zeitungsberichte, die in den Sechzigerjahren erschienen sind, die von Kriegsverbrechern, die freigesprochen wurden, beziehungsweise, der politischen Situation dieser Zeit erzählen.

Polakovics hat nach der Heimkehr in den “Neuen Wegen” mitgearbeitet, diese dann wegen eines Gedichtes, das er nicht abdrucken durfte, verlassen, hat dann H. C. Artmanns “Med ana schwoazzzn Dintn” mit dem er befreundet war, herausggeben, hat viel übersetzt und bis zu seiner Pensionierung, als Zeichenlehrer gearbeitet, dort aber offenbar seinen Schülern viel vorgelesen und er hat, wie der Herr im Publikum erzählte, auch sehr schöne Balladen geschrieben.

Daniel Wisser zitierte zwischen den Textstellen, die er las auch Andreas Okopenko oder zeigte die “Neuen Wege” her.

Dann ging es in den Keller zu einem anderen mir eher unbekannten Namen, nämlich zu Philipp Blom und seinem Romandebut “Bei Sturm am Meer” und erfuhr erst aus Gesprächen, das der 1970 in Hamburg geborene nicht nur ein Historiker, sondern auch ein Moderator von “Von Tag zu Tag” ist und schaute mir am Büchertisch seine historischen und philosphischen Werke an, “Böse Philosophen”, die “Zerissenen Jahre – 1018-1938” und eines über 1900-1908 und jetzt der erste Roman, der vergleichsweise ein eher triviales Thema, nämlich eine Familiengeschichte oder eine Midlifekrise zum Inhalt, aber einen sehr umfangreichen Plot hat und aus verschiedenen Perspektiven in verschiedenen Erzählsträngen erzählt wird.

Da fährt einer namens Ben, nach Amsterdam zum Begräbnis seiner Mutter, muß dort fünf Tage ausharren, weil die Urne verloren gegangen ist, in dieser Zeit schreibt er einen Brief an seinen in Wien verbliebenen vierjährigen Sohn, er ist vierzig und bestimmt, daß der Sohn, den Brief erst in vierzig Jahren bekommen soll.

Man sieht, die Zahlen, Zufall oder nicht, spielen auch hier eine Rolle.

Er schreibt in dem Brief über seine Familie, seine aus Holland nach Deutschland zurückgekehrte Mutter und seinen verschwundenen Vater, den er in diesen Tag offenbar wiederfindet und erfährt, daß er gar nicht gestorben ist und zu seinem Sohn und seiner Freundin wird er vielleicht auch nicht mehr zurückkehren, sondern ihn genaus verlassen, wie ihn sein Vater einmal verlassen hat.

“Ein ideales Weihnachtsgeschenk!”, scherzte  der Autor und eine ältere Stammbesucherin schien für ihn auch sehr  zu schwärmen.

Mich würde da wahrscheinlich Friedrich Polakovics Kriegerzählung, ein sehr sperriges Buch, das mich ein wenig an Theodor Sappers “Kettenreaktion Kontra” erinnert hat, mehr interessieren.

Das Buch ist aber verriffen und das einzige antiquarische Exemplar wurde auch sofort aufgekauft, wie Daniel Wisser, beziehungsweise Kurt Neumann erwähnten, aber ich lese gerade ohnehin ein anderes interessantes Buch, das vom Krieg und seinen Folgen, nämlich Verna B Carletons “Zurück in Berlin” erzählt und zu Philipp Bloms Amsterdam Schilderungen  fällt mir der Buchmessenschwerpunkt Niederlande und Flandern ein und so habe ich wieder zwei  literarische Entdeckungen gemacht.

GAV-Versammlungen

Diesen Samstag gibts wieder die Generalversammlung der Grazer Autoren, der seit 2009, am Freitagnachmittag der sogrenannte kulturpolitische Arbeitskreis veranstaltet wird, wo im kleinen Kreis unter der Leitung von Ruth Aspöck zu einem bestimmten Thema diskutiert wird, “Warum schreibe ich, was lese ich, Journalismus, Muttersprache, Vatersprache, Film und Arbeitswelt” und “Wünsche an die GAV”, waren schon die Themen, diesmal ging es, um die Kleinverlage, so daß Fritz  Widhalm ein sehr poetisches Referat dazugehalten hat.

Ein typischen Fritz oder “Wohnzimmerverlagreferat”, a la Kleinverlage gegen Großverlage, das aber meiner Meinung nach nur einen kleinen Teil der literarischen Szene abdeckte, denn die Autoren wollen wahrscheinlich selbstverständlich, sobald sie können zu den möglichst deutschen Großverlagen und das “Fröhliche Wohnzimmer” deckt eher die experimentelle Literaturszene ab, die bestimmt sehr wichtig ist, aber wenn ich da nicht gerade ohnehin unterwegs bin und zu den Kleinverlagmessen gehe, werde ich als lesender Normalverbraucher, höchstwahrscheinlich keine Ahnung habe, daß es das gibt.

Von zwei bis halb sechs wurden, dann die fehlenden Bereiche ausdiskutiert, Mila Haugova, Magdalena Knapp Menzel, Robert Kleindienst, Wally Rettenbacher, Irene Wondratsch, Ilse Kilic C. H. Huber und Jopa Joakim, der auch das Protokoll führte, waren die Teilnehmer und ich denke und blogge ja auch sehr intensiv darüber.

Der Literaturbetrieb ist sehr  vielfältig, ich finde es schön, daß viele Leute schreiben, glaube auch nicht, daß durch die Möglichkeiten des Selberpublizieren sehr viel Mist geschrieben wird und veröffentliche seit 2000 selbst, bin also eine Selbstpublisherpionierin und seit es das Internet und den Digitaldruck gibt, braucht man auch nicht mehr für die Schublade schreiben.

Leser und Resonanz sind natürlich wichtig, aber wenn es die nicht gibt, würde ich beispielsweise nicht zum schreiben aufhören und ich denke auch, daß Literaturkurse und Schulen interessant und wichtig sind, die heutzutage von vielen Autoren, quasi zum Nebenverdienst, weil man vom Schreibe allein ja meistens nicht leben kann, angeboten werden. Früher war das anders, aber auch da hat man das Schreiben irgendwie durch Versuch und Irrtum und viel Lesen lernen müßen, heute werden Marketingkurse im Internet angeboten und man kann seine Bücher wenn man will, selber veröffentlichen, muß dafür das Cover und das Lektorat selber bezahlen, während der Verlag, den Druck bezahlt und bersorgt, die Texte lektorieren und durch Werbung auch für ihre Verbreitung sorgen soll.

Dann gabs eine längere Pause in der ich mit der Ruth in einem Restaurant beim Gutenberg-Denkmal war und dann gings weiter, auch schon eine Tradition, die es seit einigen Jahren gibt, mit der Lesung der im Vorjahr aufgenommen Mitglieder.

Zwanzig waren es an der Zahl, vier sind aber davon ausgefallen und im nächsten Jahr, habe ich schon gehört, können es dreißig werden, eine sehr lange und sehr intensive Lesung, die sehr viel Konzentration erforderte, auch wenn die Lesezeit nur fünf Minuten betraf.

Gerhard Jaschke moderierte und es gab zur Unterstützung wieder das Heftchen “Aufgenommen” mit Textbeispielen der neuen Mitglieder von denen ich nur einige kannte.

Die 1976 in Salzburg geborene Renate Aichinger kannte ich dem Namen nach, sie hat auch einen Band in der neuen Lyrik Reihe aus Österreich, aus der sie einige Beispiele gelesen hat.

Ines Birkhan und  Bettina Gärtner habe ich nicht gekannt, während ich Rene Bauer unter dem Namen Rene Monet, glaube ich, schon bei einem Poetry Slam gehört habe.

Dann kam die 1979  in Wien geborene Michaela Hinterleitner, mir von Lesungen in St. Pölten und im “Read!!ingroom” ebenfalls schon bekannt und auch ihren Text vom “Allesfresser” habe ich schon gehört.

Nadine Kegele brachte einen Auszug aus ihrem neuen in Arbeit befindlichen Roman “Blaue Augen zum Selbermachen”

Dann kam der mir bisher unbekannte  1970 geborene Markus Lindner mit einem sehr politischen Text über die “Namenlosen”, die im Meer schwimmen oder an Land angeschwemmt werden, beziehungsweise deren Leichen nicht gefunden werden, weil sie vorher von den Fischen aufgefressen werden.

Doris Nussbaumer mir ebenfalls schon bekannt, weil ich in ihrem “Werkl im Goethehof” schon gelesen habe, fehlte, wie Anne Marie Pirchner.

So daß, als nächstes der 1962 geobrene Autor Komponist und Tonmeister Bruno Pisek aus einem sehr großen Buch, ich nehme an, es war der “Sprechchor für Solostimmen” gelesen hat.

Marcus Pöttler brachte Beispiele aus seinem bei “Keiper” erschienen Gedichtband “noctarium.”

Dann kam der 1981 im Innviertel geborene Stefan Reiser mit zwei Theatertexten beziehungsweise Anweisungen eines Regisseurs an seine Gruppe, gefolgt von dem neben mir sitzenden Stefan Schmitzer, den ich 2008, glaube ich, beim Volksstimmefest kennenlernte, der schon viele Gedichtbände bei “Droschl” und inzwischen auch bei einem anderen Verlag hat und den ich auch schon in der “Alten Schmiede” hörte.

Er war auch sehr politisch und hat die Flüchtlingssituation in seinem Lang oder Kurzgedicht erwähnt.

Märchenhafter wurde es mit den Texten der ehemaligen Lehrerin und Kunsttherapeutin Susanna Schweiger.

Die 1983 in Villach geborene  Angelika Stallhofer hat derzeit ein Stipendium in Palliano, so daß sie ihren Textauszug  aus  “Der rastlose Vogel”, der von einem Kolibri handelte, vorlesen ließ und eine Grußbotschaft sandte.

Dann kamen noch, die in Kirchdorf  an der Krems geborene Elisabeth Strasser und der in Linz geborene Geigenlehrer Erich Wimmer, der in einem Gedicht an den plötzlichen Tod des “Resistenz-Verlegers” Dietmar Ehrenreich erinnerte und am Samstag ging es mit der Generalversammlung, den Neuaufnahmen, den Veranstaltungsvorschlägen und den Regionalberichten weiter.

Am Abend war wieder das traditionelle Abendessen mit Gasthof Pfudl mit Fritattensuppe, Tafelspitz und Palatschinke, wo ich mich sehr lang und sehr intensiv mit Dietmar Füssel, der mir seinen endlich fertig gewordenen historischen Roman avisierte, Frank König aus Berlin,  Hans Jörg Dost aus Dresden und Josef K. Uhl aus Kärnten, der mir eine Rezension für “Paul und Paula”  in  der “Unke” versprach, unterhielt.

Bücher habe ich mit C. H. Huber getauscht und im Jänner gibts wieder in Salzburg eine GAV-Veranstaltung, wo ich mit Margot Koller,  Wolfgang Kauer und Manfred Chobot unter dem Thema “Angekommen” im afroasiatischen Institut lesen werde.

Zum Thema “Abgeschoben” haben wir dort ja schon einmal gelesen.