Generalversammlung der IG-Autoren und andere Buchmesse

Wieder einmal GV der IG Autoren, die sowetwas, wie die österreichische Schriftstellergewerkschaft ist, vor Jahren, als es noch kein Literaturhaus gab, von Gerhatrd Ruiss und Johannes Vyoral gegründet. Milo Dor war, glaube ich, der etste Präsident und ich bin, glaube ich, schon seit dreißig Jahren oder so, als Einzelmitglied delegiert.

Denn es ist nicht sehr schwer Mitglied bei den IG-Autoren zu sein. Man muß irgendwas geschrieben haben, dann trägt man sich, wo ein oder stellt irgendwo einen Antrag. Keine Ahnung wann oder wie ich dazu gekommen bin, aber ich kenne Gerhard Ruiss, glaube ich vom Volksstimmefest und auf dieses bin ich durch den “Arbeitskreis der schreibenden Frauen” gekommen.

Den ersten österreichischen Schriftstellerkongreß habe ich gerade versäumt, dann war ich offenbar einmal auf einer Regionlalversammlung wurde delegiert und pilgere seither Jahr für Jahr zu den Genereralversammlungen, die früher im Novemver, jetzt schon länger im Februar stattfinden und sich die Autoren, die delegierten Einzelmitdlieder oder die der Verbände, eineinhalb Tage zusammensetzen und über die Schriftstelleranliegen diskutieren.

Man kann auch Anträge stellen, die dann  behandelt werden, ansonsten referiert Gerhard Riss meistens die Situation, die da ist, das Budget bleibt gleich oder wird eingefroren.

So gibt es das “Handbuch der österreichischen Autoren”, mit dem ich früher meine Verlagsaussendungen machte schon lang nicht mehr. Das wäre auch sehr schnell veraltet und der Web-Autritt der iG Autoren ist, wie Gerhard Ruiss heute betonte, ether bescheiden, denn die IG-Autoren sind glaube ich nicht so webaffin.

Es gibt aber den jährlichen Neuerscheinungskatalog, wo alle Autoren drinnen sind, die ein Buch bei einem österreichischen Verlag haben, allerdings und da bin ich wieder bei dem leidigen und offenbar unüberwindbaren Problem, nur die Verlagsprodukte, die Selfpublisher bleiben wieder einmal draußen und dürfen ihre Bücher auch nicht auf den Stand stellen, wo die IG Autoren alljährlich, die Bücher der österreichichen Autoren in Leipzig, Frrankfurt oder auf der “Buch Wien” aufstellen. In Leipzig und Frankfurt gibt es auch das “Literadio”, da dürfen die Autoren, die zufällig anwesend sind, ihr neues Buch vorstellen, Selfbulisher natürlich wieder nicht, die haben ja immer noch ein Identifikationsproblem und werden als Autoren nicht wahr oder nicht für voll genommen.

Die IG Autoren bieten aber Beratungen an und da habe ich mich schon öfter beraten lassen, das letzte Mal bezüglich “Paul und Paula”, wo es, um die Frage ging, ob ich nicht irgendwelche Personenschutzgesetzte verletze, wenn ich über die Transgenderproblematik schreibe?

Mein Verlagsverträge, die ich mit “Fischer” und mit “Orac” bezüglich meiner Stotterbücher hatte, habe ich mir auch durchsehen lassen, ansonsten gilt, als Selfpublisher bist du immer noch kein richtiger Autor, aber trotzdem bei den IG Autoren delegiert und da begann es schon am Samstag, um zehn am Morgen mit einem guten Frühstück und der Gelegenheit, die Autorenkollegen aus den Bundesländer zu treffen, die ich meistens nur einmal im Jahr und in diesem Zusammenhang sehe.

Diesmal waren besonders viele Kollegen aus Kärnten da, die mit ihren Namensschildchen herumliefen, sonst war Christl Greller da, die Rizys, O. P. Zier, Nils Jensen, Margit Hahn, Sylvia Treudl, Georg Bydlinksy, Susanne Ayoub Helma Giannonne, Hanhreif Wolf Käfer Elfi Resch, etcetera.

Hilde Langthaler, Ruth Aspöck, Elfriede Haslehner, die sonst meistens auch kommen habe ich nicht gesehen, auch Hilde Schmölzer war nicht da, die ich einmal in diesem Rahmen, glaube ich, kennenlernte.

Aber Ludwig Laher, der gleich über das Bildungsproblem referierte. Vorher hat aber noch Renate Welsh, die Präsidentin, die Anwesenden begrüßt und man konnte ein Billet für Christine Haidegger und Peter Paul Wipplinger unterschreiben, die krankheitshalber nicht kommen kponnten.

Und die Bildungsproblematik ist ja ein weites Thema, denn Deutsch soll  bei der Zentralmatura nicht sehr vorkommen. Vele Kinder haben Deutsch, nicht als Umgangssprache und brauchen speziellen Förderunterricht. Es gibt schon viele sekundäre Analphabeten, die die Schule ohne sinnerfassend lesen zu können verlassen und die Regierung will den Kindern schon in der Volksschule Tablets und Laptops verpassen, die Bücher bleiben da auf der Strecke, ist eine Befürchtung der Autoren.

Es wurde in der Diskussion auch beklagt, daß bei Lesungen zu wenig junge Autoren eingeladen werden und, daß man etwas machen soll, um junge Leute für Literatur zu interessieren.

Aber vorher hatte schon Tschiff Windisch, der nicht mehr junge Poetryslamer erzählt, daß diese Literaturform eine ist, die viele junge Leute anzieht und das merke ich auch, wenn ich zu den Poetry Slams ins Literaturhaus gehe.

Da muß man eine Stunde vorher kommen, bekommt eine Zählkarte, wenn man dazwischen weggehen will und bekommt trotzdem keinem Platz, wo man etwas sieht, sondern irgendwo weit hinten, weil die jungen Slamer allle ihre Freunde mitbringen.

Die Leute lesen nicht mehr viel, wird überall beklagt und ich glaube auch, daß das stimmt. Andererseits wachsen die Literaturblogger und die Booktuber, wie die Schwammerln aus dem Boden und machen jede Woche ein Video, wo sie ihre Neuzugänge, ihren Sub, ihre Leseliste, ihre Tags etcetera präsentieren.

Es ist also nicht so einfach und ich denke, die Zahl der Menschen, die schreiben wollen und dann vielleicht auch selber publizieren, nimmt trotz der wachsenden Zahl der sekundären Analphabeten, ebenfalls zu und natürlich ist es wichtig, daß man zur Matura nicht nur einen Leserbrief oder einen Kommentar verfasst, sondern ein literarisches Thema wählen kann.

Zu Mittag gab es wieder ein Buffet und Gespräche mit Kollegen und ich habe natürlich auch, den wieder gut bestückten Bücherschrank besucht und mich daraus bedient und am Nachmittag ging es weiter mit den Anträgen zum Urhebergesetz, etcetera, denn da hat es ja schon eine Demonstraion zur Festplattenabgabe gegeben und eine Feier zu einem Mustererlagsvertrag gab es auch und richtig, eine “Funkhausanthologie”, wo auch ein Text von mir drinnen ist, wird es auch bald gaben und über den ORF und sein Umgang mit den Autoren wurde auch diskutiert.

Am Sonntag, wo dann auch die Ruth gekommen ist, ist mit einigen Anträgen der Kärntner Autoren und einer Präambel zum Wert der Literatur “Sie  ist gefördert und nötig, wie nie zu vor weitergegangen” und ich bin am Nachmittag wieder nach Döbling zur anderen Buchmesse, die es jetzt auch schon das achte Mal gibt, hinausmarschiert.

Die wurde ja von Margit Kröll, Nicole Engbers, Thorsten Low und vielleicht noch einigen anderen 2010 gegründet, das erste Mal fand sie im fünften Bezirk statt, dann ein paar Mal in einem Architekturbüro in der Seidengasse, einmal am Yppenplatz, dann beim Stadtparkbögen in einem Cafe in der Nähe des Literaturhauses und jetzt das zweite Mal im Bezirksamt Döbling, ab 2011 hat es einen Literaturslam gegeben, wo ich viermal gelesen, aber nie etwas gewonnen habe, 2011 glaube ich aus der Mimi, dann die Taubenszene aus der “Absturzgefahr“, die mit dem Eis aus “Kerstins Achterl” und unter dem Stadtbahnbögen habe ich das “Gruftiemädel” gelesen, seit 2015 gibt es das nicht mehr und begonnen hat es, um zwei wieder mit einem Kinderprogramm.

Diesmal haben drei Verlage, der “Andre Buch Verlag”, der “ohnenohrenverlag” und eben der “Thorsten Low Verlag” ausgestellt und begonnen hat es mit drei Kinderbüchern aus dem “Andere Buch Verlag”.

Dann kam das Kindertheater “Die Rumpelkiste” und führte die “Frau Holle” auf.

Margit Kröll hat diesmal nur gezaubert.

Dann kam schon das Erwachsenen Programm des “Anderen Buch Verlags” und zwar hat da Andreas H. Buchwald drei Bücher vorgestellt, die sich mit dem Osten, dem Wesen und auch mit Abraham beschäftigt haben.

“Vom Eise befreit” heißt die Trilogie mit den realistischen Deutschlandbildern und beim “ohneohrenverlag” traten fünf junge Frauen auf, die ihre meist Phatasiygeschichten prästieren.

Dann kam das Konzert oder die musikalische Lesung in der Thorsten Low sein Phantasyprogtramm präsentierte und ich habe heute im “Wortschatz” das kann ich auch gleich schreiben , was mich besonders freute und ich mir eigentlich nach der Donnerstaglesung sehr wünschte Hanno Millesis “Schmetterlingstrieb” befunden.

Essays und Prosa übers Schreiben

Nach dem Totengedenken von 1942 geht es jetzt wieder in die Gegenwart, ins Literaturhaus, zu einer GAV-Veranstaltung und zur österreichischen Gegenwartsliteratur.

Da habe ich ja eine “Mittlere Reihe” einmal im Literaturhaus machen wollen, die dann ins Amerlinghaus übersiedelte, bis ich dasorganisieren aufgegeben habe.

Jetzt tun das andere, die 1970 geborene Regina Hilber beispielsweise, neben der ich einmal bei einem GAV Abendessen im Pfudl gesessen bin und deren Text ich in der NÖ-Stipendiaten Anthologie “Auserlesen”, ich vor kurzem gelesen habe.

“Ein literarischer Abend rund um das Schreiben und seine Ausformungen”, steht im Programm und Regina Hilber hat dazu Hanno Millesi und Peter Hodina eingeladen und auf dem Podium auch für eine Wohnzimmerathmosphäre gesorgt, also ein Sofa und eine Leselampe und dann wurde ein Text und zwei Essays übers Schreiben gelesen.

Begonnen hat der in Berlin lebende 1963 georene Peter Hodiana, der mir einmal, nach einer GAV-GV im Gasthaus Pfudl seine “Bausteine I” übergeben hat, was, wie ich erst im Nachhinein bemerkte, wahrscheinlich mein erstes Literaturgeflüster-Rezensionsexemplar gewesen ist.

Jetzt hörte ich ihn wieder und seinen Essay über eine “Poesie der Holzverarbeitung”, in der es um die Frage, wovon oder wofür ein Schriftsteller lebt?, ging.

“Was verdienst du?” ist ja eine häufige Frage, wenn einer beispielsweise bei einer Lesung oder in Ö1 auftritt oder “Kann man vom schreiben?” leben.

Ich kann und will es nicht, die ohne Brotberuf haben whrscheinlich keine andere Wahl und Peter Hodina wollte einmal in Gallneukirchen einen Geldbetrag bei einer Bank einzahlen und wäre fast daran gescheitert, weil der Bankbeamte den Beruf “Schriftsteller” nicht in seiner Liste hatte.

Nun, ich nenne mich ja auch eher Autorin oder schreibende Frau, aber ich befinde mich ja jenseits des Literaturbetriebs, obwohl ich heute zweimal die Erfahrung machte, daß ich erkannt, beziehungwweise auf meinen Blog angesprochen wurde und für einen Fan den  1966 geborenen Hanno Millesi würde ich mich sowieso halten, sofern ich überhaupt, der Fan eines Schriftstellers bin, da definiere ich ja sehr vorsichtig, aber ich habe ihn einmal zu einer Buchprämie verholfen seinen Text “Alles Gute”, eine Erzählung aus dem “Luftschachtverlag” glaube ich, auch einmal schon im Literaturhaus gehört.

Da geht es, um das Feiern von Schriftstellergeburtstagen, im August Dorothy Parker, dann kommt  F. Scott Fitzgerald, da wird sehr viel gesoffen. Es wird aber auch mit Lederhandschuhen auf die Suche nach einem Windhund gegangen, Emily Dickensons Gedichte am Telefon rezitiert und der 9. November was mein Geburtstag ist, wird auch gefeiert.

Daran knüpfte sich, es gab nach jeder Lesung eine Disskussionsrunde, die Frage, nach der Autogbiografie, wie weit ist das Erzähler-Ich das des Autors?

Eine Frage, die die Autoren meist energisch verneinen, aber wahrscheinlich fließt doch immer etwas von der Person und der Persönlichkeit in die Texte hinein und Regina Hilber suchte in einem Text, der, wie der von Peter Hodina, in einer “Anthologie” enthalten ist, nach dem heiligen Löchern.

Das ist die Frage, was die Verlage gern verlegen, den neuen Hodina, Millesi, Hilber oder doch vielleicht das zuvälligerweise in einem Safte entdeckte neue Werk der Harper Lee oder des Truman Capote?

Die Verlage werden sich wahrscheinlich, wenn sie können, für das letztere entscheiden, aber es ist auch sicher spannend und  wichtig neue Autoren zu entdecken oder vergessene wieder zu verlegen.

Peter Hodina scheint, wie ich ein Büchersammler zu sein und meinte, daß er viel in Antiquariate gehen würde, während Hanno Millesi darauf hinwies, daß ein Autor anders, als der gewöhnliche Leser liest.

Natürlich klar, das tue ich auch, ich versuche  auch immer in den Bchern zu entdecken, was die anderen besser, als ich können und habe heute bei meiner Bücherkastenrunde, auch wieder eine schöne Entdeckung gemacht.

Denn bei dem in der Zieglergasse stand eine junge Frau, die sich sehr euphorisch über die Bücher freute und mich auf einen Bücherschrank der “Grünen” zwei Gassen weiter, beim Bezirksamt Neubau aufmerksam machte und dort habe ich Anton Wildgans berühmte “Rede über Österreich” gefunden und nach der Diskussion über das Schreiben gab es diesmal sehr interessante Gespräche bei Wein und Wasser und ich bin dabei auch mit Alexander Peer ins Gespräch gekommen, von dem ich ja auch einmal ein Buch im offenen Bücherschrank gefunden habe.

 

Erinnerungen an Hertha Kräftner

Auf die 1928 geborene Hertha Kräftner, die sich 1951 mit dreiundzwanzig Jahren umbrachte, bin ich, glaube ich 1978 durch die Zeitschrift “Brigitte”, die damals ein Portrait von ihr brachte, aufmerksam geworden, das mich sehr beeindruckte und ich, glaube ich, noch immer die “Marmeladegläser” in Erinnerung habe, die in einem ihrer Gedichte vorkommen.

Dann habe ich lange nichts mehr oder immer wieder etwas von ihr gehört, als ich mit Margot Koller beispielsweise die “Selbstmordanthologie” der GAV herausgegeben habe, ist ein Artikel von mir im “Podium” erschienen, der sich im Titel auf sie bezieht “…ausschlaggebend ist, daß der Tod auch nach Teheran kommt.”

Ich habe, glaube ich, auch einige Gedichte von ihr gelesen, bis ich viel später in Dine Petriks Buchvorstellung war, die ja viel über sie geschrieben und geforscht hat und jetzt, wiederum viel später hat sich die “Frauen lesen Frauen-Gruppe des ersten Wiener Lesetheaters” ihren Texten angenommen, die 1997  bei “Wieser” unter dem Titel “Kühle Sterne”, auch eine ihrer Gedichtzeilen, erschienen sind.

Angelika Raubek hat die Lesung veranstaltet bei der noch Traude Korosa, Heidi Hagl und Elisabeth Kröhn mitgelesen haben und Angelika Raubek hat  sehr genau in das Leben der jungen Frau, die in Wien geboren wurde, in  Mattersburg aufgewachsen ist und wohl sehr unter dem Tod ihres Vaters gelitten hat, eingeführt.

Gedichte, Prosastücke wurden abwechselnd mit Briefen und Tagebuchaufzeichnungen vorgetragen und gaben so ein sehr eindrucksvolles und auch erschreckendes Bild von der Todessehnsucht der jungen Frau, die diesen Wunsch  sehr lange  mit sich herumgetragen hat und auch sehr genau in ihren Texten beschrieb, bevor sie 1951 eine Überdosis Veronal genommen hat.

Hertha Kräftner ist nach ihrer Matura zum Studium nach Wien gegangen, hat Viktor Frankl kennengelernt, wurde in den Literaturkreis von Hans Weigel und wohl auch in dem von Hermann Hakel eingeführt, hatte einige Freunde und auch viele Pläne oder Angebote und beschrieb in einer Stelle auch sehr genau so einen Stammtisch bei Hans Weigel im Cafe Raimund, wo außer ihr Reihaard Federmann, Jeannie Ebner, Gerhard Rühm und noch viele andere anwesend waren. Sie beschrieb in den “Teheran” Text auch sehr genau, die Gründe für ihren möglichen Selbstmord und fragte sich darin, wie das möglich sein kann, daß ein so schönes und begabtes junges Mädchen für sich keinen anderen Ausweg, als sich umzubringen sieht?

Es gab auch einige Abschiedsbriefe, die sie sowohl an ihre Tante, bei der sie wohnte, als auch an ihre Freunde Otto Hirss, Wolfgang Kudrnofsky und  ich glaube, noch einen anderen, schrieb.

Also eine sowohl  psychologisch, als auch  literarisch sehr beeindruckende Lesung und eine Erinnerung an eine Lyrikerin, die im nächsten Jahr neunzig werden würde.

Das Literaturhaus war auch sehr voll von literarisch Interessierten, Elfriede Haslehner mit ihrem Franz, Judith Gruber-Rizy und noch viele andere waren da.

Dine Petrik was mich ein wenig gewundert hat fehlte, aber vielleicht hatte sie einen anderen Termin und es lohnt sich sicher sich mit Hertha Kräftners Lyrik und Prosatexten zu beschäftigen.

Die Frauen haben auch eine sehr beeindruckende Geschichte mit Namen “Die Liebenden” gelesen, die von zwei Verliebten handelten, die keine gemeinsame Wohnung hatten, sondern jeder irgendendwo weit von einander entfernt ein Untermietzimmer, so daß sie sich immer irgendwo auf Stiegen, in Häusern oder in Arztordinationen trafen, um sich kurz zu küssen oder auch das Finazielle zu besprechen. Der Wunsch nach einem Kind tauchte auf und die Unmöglichkeit in solchen Umständen eines zu bekommen. Dann wurde der Mann krank und starb an einer Lungenentzündung und die junge Frau verheiratete sich etwas später mit einem Arzt in dessen Ordination sie auf ihren Liebsten gewartet hat.

Das unnötige Rüstzeug, ZUKUMFT

Wiedermal  Studentenlesung, seit 2011 gibt es die ja im Literaturhaus, nachdem im Herbst 2009 war das, glaube ich, der erste Hochschullehrgang des Instituts der Sprachkunst gegründet wurde.

Sandra Gugic, Irmi Fuchs, Rhea Krcmarova, etcetera, wurden aufgenommen, die Namen waren damals im Internet zu finden und standen auch im Literaturhausprogramm, bei der Studentenlesung und da habe ich auch meine Kritikerin Nummer zwei YuSophie kennengelernt, die meinen Artikel im ersten Kommentar sehr lobte, sich dann aber plötzlich durch irgendetwas provoziert gefühlt hat.

Im Jahr darauf gab es noch eine Veranstaltung mit diesem Namen, dazwischen gab es auch noch das Symposium und die Lesart der Sprachkunst, danach folgten unzählige Veranstaltungen, jeweils im Jänner oder Juni meistens, halt zu Semesterende, die dann aber schon andere Namen trugen und die heutige Veranstaltung könnte man irgendwie, als Studentenlesung III bezeichnenen, haben ja Studenten des Jahrgangs 2014/2015 ihre Werke vorgestellt und neu dabei war, was ich sehr gut finde und unbedingt weiterzumachen rate, daß einer der Lehrer, wenn ich es richtig verstanden habe, ein Jahrgangsbetreuer, die Veranstaltung moderierte, aber Esther Dischereit war wohl auch eine solche, die mit ihren Studenten eine Anthologie herausgegeben hat, aber dazu noch später.

Jetzt trat erst Michael Hammerschmid, sehr bekannt durch seine Lyrik Kurationen in der “Alten Schmiede”, er betreut doch glaube ich auch inzwischen die “Textvorstellungen” und ist “Priessnitzpreisträger von 2009“, die Veranstaltung moderierte, das heißt, das Werk der Studenten, nicht so sehr ihren Lebenslauf, aber die Art ihres literarischen Schreibens, vorstellte, was mir sehr angenehm ist und ich mich noch mit Schrecken an die Studentenlesung II erinnere, wo die Leute auftraten und vergaßen ihre Namen zu sagen.

Sie haben wohl gedacht, das sei nicht nötig, weil das Publikum ohnehin zum größten Teil aus Spreachkunststudenten bestand, die sie ohnehin wissen, es ist aber eine öffentliche Veranstaltung im Literaturhausprogramm angekündigt, so daß jeder hinkommen kann, auch wenn das inzwischen außer mir nicht viele tun, was irgendwie sehr schade finde, denn es war eine sehr schöne Veranstaltung und einige der Namen kann man sich vielleicht auch merken oder wird sie noch später hören, wie ja einige von den Studenten später im MUSA lesen, weil sie ein Stipendium gewonnen haben oder sogar in Klagenfurt lesen, wie das, glaube ich, Bastian Schneider tat.

Michael Hammerschmid hat mit den Studenten auch drei Hefte herausgegeben, die den schönen Titel “Sechzehn Stunden” tragen, wo die Studenten jeweils einen Text drinnen hatte, auf den der Moderator sich in seiner Anküdigung dann bezog.

Der Saal war sehr voll, weil es ja inzwischen mehrere Sprachkunslehrgänge gibt und die Lesung wurde auf drei Blöcke mit jeweils einer Pause, wo es etwas zum trinken gab, aufgeteilt.

Ferdinand Schmatz, der jetztige Leiter und Professor, war wie Robert Huez in seiner Eineitung betonte, auch anwesend, ich habe ihn aber nicht gesehen, nur seine Stimme gehört, weil er hinter mir gesessen ist.

Das war in den letzten Jahren auch nicht mehr so, daß die Vortragenden zu den Lesungen gekommen sind, da hatte ich eher den Eindruck als würden die Studenten die Veranstaltungen organisieren.

Begonnen hat die 1995 in Hallein geborene  Felicia Schätzer, die vier Kurzgeschichten über Eltern, weil sie, wie sie betonte ihre Eltern sehr mag las, die alle irgendwie sehr märchenhaft waren und im Publikum sehr viel Gelächter auslöste.

Dann folgte Christiane Heidrich mit sehr kurzen eindrucksvollen Textfragmenten.

Die dritte Lesende war die 1995 geborene Marie Luise Lehner, deren erster Roman, wie Michael Hammerschmid einleitete, schon im Februar erscheint, sie hat auch einen zweiten namens “Zeichensprache” in dem es wie Michael Hammerschmid ebenfalls erwähnte um die Liebe geht, daraus las sie ein Stück, ein sehr poetischer Text wo eine Frau durch Wien geht und  ein du sucht, das sich ihr offenbar immer entzieht.

Dann kam Robin Reithmayr mit einem spannenden Text namens “Willi”, der davon handelte, daß der Protagonist einen Zoo besucht und dort den Elfanten Willi mit Bananen bewerfen, beziehungsweise mit Obst füttern will.

Nach der ersten Pause machte Gerd Sulzenbacher mit, glaube ich, Texten aus den “sechzehn Stunden”, während der 1992 in Tübingen Luca Mario Kieser unterstützt von Nastasja  Penzar das Ende eines Monologs vortrug, wo ein Schauspieler auf einer Treppe steht, nach einem Schlüßel sucht, aber auch das Haus des Nikolaus zu zeichnen versucht.

Dann  folgte Timo Brandt, den ich, glaube ich schon bei mehreren Sprachkunstveranstaltungen gesehen habe, der auch die “Jenny” herausgibt und laut Michael Hammerschmid auch schon in mehreren Literaturzeitschriften publizierte mit sehr starken Eindrucksvollen Gedichten.

Nach der zweiten Pause las zuerst Anna-Sophie Fritz eine Mischung aus ihren im letzten Jahr entstandenen Werken, dann kam, die schon erwähnte, in Berlin geborene Nastasja Penzar, die ebenfalls ein Kapitel  aus einen Roman vortrug,  der “Navidad” heißen wird und ebenfalls sehr poetisch zu sein scheint.

Der letzte war  der 1986 in Tulln geborene Patrick Wolf, der, glaube ich, schon seit 2012 Sprachkunst studiert und daher im Literaturhausprogramm nicht enthalten war, den ich aber schon kannte, weil er öfter Christl Fallenstein zu Veranstaltungen begleitet  und einen Text aus einem Projekt gelesen hat, das mit Esther Dischereit entstanden ist, da sind die Studenten nämlich in ein Dorf in die ehemalige DDR gefahren und haben die Bewohner interviewt.

Patrick Wolf tat das mit Marliese Smoliski, die 1930 geboren wurde und ihr Leben sehr genossen hat, obwohl sie höchstwahrscheinlich nicht sehr viel davon hatte, aus den Interviews ist ein Buch entstanden, das im “Mitteldeutschen Verlag” erschienen ist und das, wie Patrik Wolf mir erzählte, in Leipzig im Rahmen von “Leipzig liest” vorgestellt wird.

Ich werde “Havel, Hunde, Katzen, Tulpen – Garz erzählt”, auch bald lesen, vorher aber die Biografie von Hans Fallada, die mir der “Aufbau-Verlag” heute geschickt hat und habe vom Jahrgang 2014/2015 wieder einen starken Eindruck nach Hause mitgenommen und bin jetzt sehr gespannt von welchen Autoren ich noch etwas hören werde.

Michael Hammerschmid sagte noch, was auch sehr interessant ist, daß das ein sehr starker Jahrgang mit schon sehr eigenständigen Stimmen sei, den die Verlage höchstwahrscheinlich nicht auf das gewünschte Durchschnittsmaß brechen werden könne, mal sehen, ich bin sehr gespannt.

Ein Abend zum Thema Flucht und Migration

Heute Abend wieder Entscheidungsschwierigkeiten. In der “Wien-Bibliothek” gab es ein Fest beziehungsweise eine Buchpublikation zum zehnjährigen Bestehen und im Literaturhaus “Willkommen und Abschied – Ein Abend zum Thema  Flucht und Migration” mit Maxi Obexer, Carlos Peter Reinelt und Eva Rossmann, also auch sehr spannend, denn ich interessiere mich ja sehr für die gesellschaftliche Situation und habe zum Thema “Flucht und Migration” auch schon einiges geschrieben.

Dann habe ich mir noch eher zufällig, den Programmtext durchgesehen und  gelesen, daß da alle Besucher aufgerufen wurden, vorbereitete literarische, aber auch eigene Texte zu diesem Tehma vorzulesen, bevor darüber diskutiert werden würde.

Und das ist ja etwas Neues, eine offene vielleicht auch pädagogische Initiative, in dem Literaturhaus, in dem ich ja von 2003 bis 2009 den “Tag der Freiheit des Wortes” organisierte und auch sonst öfter gelesen habe, bis mich Silvia Bartl wegen Programmumstrukturierung, vielleicht auch wegen meiner “selbstgemachten Bücher”, die ja leider immer noch nicht als literarisch gelten, nicht mehr lesen ließ.

Aber bei diesem Thema war es anders, da hat mich Barbara Zwiefelhofer sogar extra gefragt, ob ich lesen will und mich auf eine Liste eingetragen und es war auch sonst ein bißchen anders, denn die Stuhlreihen entfernt oder hinten angestellt, vorne standen Tische mit Sesseln.

So habe ich mich hinten hingesetzt und, ja ich wollte lesen und auch was Eigenes, denn ich hatte nach dem ich den Text eher zufällig gelesen habe, mir den zweiten Teil meiner Flüchtlingstrilogie mit der Fatma Challaki Szene, die ich schon öfter gelesen habe, eingesteckt, ansonsten hätte ich die “Nika, Weihnachtsfrau” mitgehabt und da kommt die Fatma Challaki zwar auch vor, aber vielleicht nicht so gut zum Thema zu lesen, wie Szene vier aus den “Prekären Verhältnissen”.

Barbara Zwiegelhofer hat eingeleitet und erklärt, daß die Idee zu der Veranstaltung von einer Bulgarin gekommen wäre und die “Exil-Bibliothek” Texte vorbereitet und zum Lesen zur Verfügung gestellt hat.

Ursula Seeber, die in Pension gegangene Leiterin der Exil-Bibliothek, war auch da und die Initiatorin, deren Name, glaube ich, im Programm fehlt, hat gleich einen Text von Hanna Arendt zum Thema “Flucht” gelesen.

Da ging es um die jüdischen Migranten, die in den Dreißigerjahren des vorigen Jahrhunderts Deutschland oder Österreich verlassen mußten. Solche Texte waren wahrscheinlich auch vorbereitet und Barbara Zwieelhofer hat ein Gedicht von Nelly Sachs gelesen.

Dann kam schon Hans Kanitschar, ein Psychologenkollege, der, glaube ich, in dem Haus, wo sich das Literaturhaus befindet wohnt, der auch schreibt und sich manchmal bei “Poetry-Slams” beteiligt.

Der hatte einen Text, der sich auf die Situation im vorigen Jahr am Westbahnhof bezog, “Denn spätestens seit dem August 2015 bestimmen die Themen Flucht und Migration unser Leben in Europa”, steht ja auch im Literaturhausbeschreibungstext und ich bin ja auch im vorigen August zu der Demonstration für Menschlichkeit gegangen und war auch ein paar Wochen später am Heldenplatz auf einem Fest.

“Die ereignisreichen Sommererlebnisse vier prekärer Literaturstudentinnen” habe ich schon ein paar Monate früher geschrieben und danach daraus die vierte Szene gelesen.

Dann kam Carlos Peter Reinelt, der einen Text über die Ereignisse in Parndorf geschrieben hat, wo ein LKW mit 71 erstickten Flüchlingen im vorgen Sommer gefunden wurde.

Der Text “Willkommen und Abschied” ist bei “Wallstein” erschienen und er hat den “Rauriser Förderungspreis” damit gewonnen, ist es ja  ein starker Text, wie da ein fiktiver syrischer Flüchtling in dem Bus erstickt, der von dem Autor auch noch exzellent vorgetragen wurde.

Dann kam schon, weil offenbar niemand die vorbereiteten Texte der Exil-Bibliothek lesen wollte, die von Eva Rossmann, die inzwischen mit Susanne Scholl eine Anthologie zum Thema “Flucht” herausgegeben hat, moderierte Diskussion zwischen Carlos Peter Reinelt und Maxi Obexer, die ein Theaterstück zu diesem Thema “Illegale Helfer” im Schauspielhaus Salzburg urauführte.

Eine interessante Diskussion, die allerdings mit der Frage endete, ob man in die Köpfe rechter Populisten hineinschauen und sie verstehen soll, wie der junge sehr engagierte Mann meinte?

Theoretisch ja, würde ich meinen, nur sind, wie ich dem Buch der Caroline Emcke und der Diskussion mit meinem Kritiker Uli entnahm, die inzwischen so geschult, einen zu beschimpfen und aufs Eis zu führen, daß es schon enormer rhetorischer Kräfte bedarf, um dabei erfolgreich zu sein und wenn wir in Österreich demnächst einen freiheitlichen Bundespräsidenten oder vielleicht auch Bundeskanzler bekommen, nur weil die Leute unzufrieden sind und Angst vor den vielen Flüchtlingen haben, fände ich das nicht sehr gut und es hilft wahrscheinlich auch nicht sehr, über den  kommenden amerikanischen Präsidenten zu lachen, da der ja sehr sehr mächtig ist.

Die Disussion ging also hitzig hin und her und wurde dann von Eva Rossmann beendet, weil es da ja keine Läsung gibt und ich habe also wieder, im Rahmen eines möglicherweise pädagogischen Projektes, unbezahlt im Literaturhaus lesen dürfen, während, wie der engagierte junge Mann in der Dieskussion ja bedauerte, die Podiumsteilnehmer ein gutes Honorar für den politisch oder literarischen Diskurs bekommen hätten und er auch bedauerte, in Rauris viertausend Euro Preisgeld bekommen zu haben, während die Flüchtlinge leer ausgehen.

Wenn ihm das stört, kann er das Geld ja den Flüchtlingsorganisationen spenden und ich lese ja sehr gern und kann mir das wegen meines Brotberufes und der Pension, die ich beziehe, auch leisten.

In der “Gesellschaft für Literatur”, die mich wegen meiner selbstgemachten Bücher,  auch nicht lesen läßt, habe ich das im “Rahmen des Dichterfaschings” zweimal ebenfalls getan und es gibt auch in Deutschland einige Initiativen, die sich literarisch mit der Flüchtlingsfrage auseinandersetzen, Bücher von jungen Migranten, die inzwischen in deutscher Sprache schreiben, Anthologien, wie die von Eva Rossmann und Susanne Scholl herausgegebene und es gibt natürlich auch meine selbstgemachte Flüchtlingstrilogie für die ich von einer Zuhörerin sogar gelobt wurde.

Aber natürlich ist es schade, daß ich nur im Rahmen einer “Publikumslesung” im Literaturhaus lesen darf und sonst wahrscheinlich nicht, wie meine Bücher ja aus diesem Grund auf keinen Short-und Longlists stehen, weil das Selbstgemachte ja davon meistens noch immer ausgenommen ist, obwohl sich mein Text, glaube ich, gar nicht so sehr von dem jungen “Rausiser-Förderungspreisträger” unterschied.

Das heißt doch natürlich, rhetorisch hat er ihn wahrscheinlich besser vorgetragen.

Jetzt habe ich noch vergessen, daß ich aus den “Prekären Sommerereignissen” auch im Sommer bei Bernadette Zeilingers Konzert im Amerlinghaus gelesen habe und das auch im Jänner in Salzburg tun werde, wer also dort in der Nähe wohnt und ein Stückchen daraus hören will, empfehle ich sehr herzlich ins “Afro-Asiatische-Institut” zu kommen, denn im Literaturhaus, nein, da kann man ja nicht mit “selbstgemachten Büchern” lesen, wie wir schon wissen.

 

Priessnitz-Preis an Sandra Gugic

Nach der GAV-GV und Frankfurt geht es gleich munter weiter mit der Veleihung des Reinhard Priessnitz Preises, den es seit 1994 in Gedenken an den am 27.Oktober 1945 geborenen und am 5. November 1985 verstorbenen Dichters, gibt und, den ich, glaube ich, seit der Zeit als Sabine Gruber ihn gewonnen hat mehr oder weniger regelmäßig verfolge. Seit ich blogge glaube ich eher mehr und bemühe mich auch hinzugehen.

Es ist ein Preis, den das BUMUK oder, wie das jetzt heißt stiftet, Gustav Ernst und Robert Schindel sind die Juroren und er ist für eher jüngere Autoren gedacht.

So hat ihn die 1976 in Wien geborene Sandra Gugic heuer bekommen, deren literarischen Werdegang ich schon länger, als der Laudator Sebastian Fastenhuber verfolge, der die Teilnahme beim “Klagenfurter Literaturkurs”, 2009 als Bekanntheitsgrad angibt, aber vorher hat sie, glaube ich, schon beim “Exilpreis” gewonnen und seither kenne ich auch ihren Namen und sie hat mir bei den “Heimsuchungen” auch ein bißchen als Vorbild für die Barbara Winter gedient, das heißt eigentlich nicht, denn die hat ja einen Vampirroman geschrieben und ist daher dem Vorbild Viktoria Schlederer geschuldet, aber Sandra Gugic hat, glaube ich die “Leodinger Akademie” absolviert und wurde dann in den ersten Jahrgang der Hochschule für Sprachkunst aufgenommen, während Cornelia Travnicek, als zu “überqualifiziert” abgelehnt wurde und das ist unter anderen ein bißchen das Thema der “Heimsuchung”.

Sandra Gugic ist, glaube ich, auch bei den ersten zweiten oder dritten für mich sehr berühmten “Textvorstellungen” der Angelika Reitzer aufgetreten und war einmal beim “Kolilk-Slam” in der “Gesellschaft für Literatur. Sie hat dann, glaube ich, auch in Leipzig studiert, wohnt jetzt  unter anderen in Berlin, hat den “Open Mike” gewonnen, von der Stadt Wien ein Stipendium bekommen und den Roman “Die Astronauten” geschrieben, den ich mir voriges Jahr zu Weihnachten wünschte und den ich jetzt endlich nachdem ich meine Leseliste entrümpelt habe, demnächst lesen kann.

Eine mir sehr bekannte Autorin also, deshalb habe ich mich auf die Preisverleihung auch sehr gefreut, obwohl ich gar nicht sicher war, ob ich pünktlich eintreffen kann, weil ich um sechs ein Erstgespräch hatte.

Es ist sich dann aber sogar so gut ausgegangen, daß ich vorher im Bücherschrank noch Theodora Bauers “Das Fell der Tante Meri” finden konnte.

Peter Henischs “Suchbild mit Katze” und Ann Cottens Versroman leider nicht, ich konnte mich bei Robert Huez aber beschweren, daß heuer das “Fried Symposium” zeitgleich mit der “Literatur im Herbst” stattfindet, das literarische Publikum also spaltet und im Gegensatz zum Vorhjahr, wo Anna Elisabeth Mayers Vater regelmäßig Hof gehalten hat, waren heuer eher wenige Leute da.

Die Eltern Gugic, glaube ich, schon und auch die beiden Juroren und wahrscheinlich ein paar Freunde und interessanterweise der ORF, der mitfilmte und nach der Veranstaltung beim Wein die Preisträgerin interviewte.

Zuerst eröffnete aber Robert Huez und begrüßte, dann las Gustav Ernst eine kurze Begründung vor, der Laudator lobte den Roman und wies auf die sehr politische Sandra Gugic hin, die inzwischen einen Blog “Nazis und Goldmund” betreibt, wo es jede Woche einen kritischen Text gegen den Rechtsruck und beispielsweise, die neuen Wahlplakate von Norbert Hofer gibt.

Dann wurde der Preis überreicht, die Urkaunde und ein Päckchen in dem sich vermutlich die “Priessnitz Gesamtausgabe” befand, Robert Huez oder war es Gustav Ernst wiesen in ihrer Ansprache auch darauf hin, daß der Preis ein kleiner Beitrag wäre, die Leute wieder zu lesen von Reinhard Priessnitz zu bringen und Sandra Gugic las  ein Kapitel aus den “Astronauten” und dann noch einen kurzen Text, der auch in den “Koliken” erschienen ist.

Dann gabs wie schon erwähnt, Wein, Wasser und Saft zum Anstoßen und ich gratuliere der Preisträgerin natürlich sehr,  wünsche mir von ihr noch viele schöne Bücher und bin gespannt, was es noch alles über sie zu bloggen und zu berichten geben wird.

Elfriede Jelineks siebzigster Geburtstag

Heute vor siebzig Jahren wurde in Mürzzuschlag Elfriede Jelinek, die Nobelpreisträgerin von 2004, geboren.

Zu diesem Anlaß gab es diese Woche im Radio vor dem Mittagsjournal  ein paar ihrer Texte, zum Beispiel am Dienstag eine Lesung aus den “Liebhaberinnen”, wo sie noch selber gelesen hat und die “Elfriede Jelinek Forschungsplattform bzw. das Forschungszentrum”, die mir regelmäßig die Einladung zu ihren Veranstaltungen schickt, veranstaltet schon seit dem elfen Oktober unter dem Titel “Nestbeschmutzerin & Nobelpreisträgerin” ein Symposium, das an den verschiedensten Orten stattfindet und so bin ich heute statt zum “Grillparzer-Symposium” und statt “Frankfurtsurfen” ins Literaturhaus gegangen.

Da gab es ja schon 2004, eine große Veranstaltungsreihe, wo ich auch Pia Janke, die diese Plattformen und Zentren, glaube ich, gegründet hat, kennenlernte, ich habe ihr damals auch meine “Fluchtbewegung” gegeben, wo es auch um eine Nobelpreisträgerin geht, die sich vor dem sie erwarteten Rummel versteckt.

Seither gehe ich gelegentlich zu den Veranstaltungen, nicht besonders oft, da ich mich ja für die Dramatik nicht so besonders interessiere, aber im Vorjahr, wo es um den Vergleich zwischen Elfriede Jelinek und Herta Müller ging, bin ich dort gewesen und, als Elfriede Gerstl den “Fried-Preis” bekommen hat und ihre Freundin Elfriede Jelinek, die alleine Juororin war, habe ich sie, glaube ich das letzte Mal im Literaturhaus gesehen, denn seither hat sie sich ja aus dem Literaturbetrieb zurückgezogen, veröffentlicht aber sehr viel im Netz auf ihrer berühmt gewordenen Website und die “Jelinek-Plattform” und das “Zentrum” forscht über sie und gibt jedes Jahr ein Jahrbuch heruas.

Ich weiß nicht genau, was ich alles  versäumt habe, es gab Veranstaltungen im Film-Archiv und im Film Casino, heute ging es aber um die Übersetzungen und da habe ich vor Jahren auch schon einmal ein Symposium in der “Alten Schmiede” gehört, wo die Jelinek-Übersetzer auftraten.

Amrit Mehta der meine “Zeitungsmeldung” ins Hindi übersetzt hat, war auch dabei und hat, glaube ich, die “Klavierspielerin” übersetzt.

Heute begann es mit einem Vortag der Belgierin Inge Artell “Die Welt mit der Sprache neu bauen”, dann rezitierte Norbert  Bachleitner an Hand von der englischen und der französischen Übersetzung des Romaes “Lust”, die “Quadratur des Kreises”, denn Jelinek übersetzen ist wahrscheinlich nicht sehr einfach oder doch, denn sie läßt ihren Übersetzern freie Hand, so daß diese sich austoben können.

Es waren auch einige Übersetzter zum Beispiele, die italiensich und die tschechische im Publikum und Inge Arteel, die Jelinek ins niederländische übersetzt hat, Yasmin Hofmann, die das ins Franhösische, sowie Aleksandr V. Belobratov, der es ins Russische tat, gaben Beispiele, wo Übersetzungen gelingen oder nicht gelingen können.

Dann gab es eine Pause mit einem kleinen Buffet, Brot, Obst, Schokolade und was zum Trinken und noch einen Vortrag zum “Translationalen Schreiben”, da habe ich nicht ganz begriffen, was das ist, es gab aber noch eine Diskussion über Elfriede Jelinek im nationalen, beziehungsweise internationalen Feld, da trat eine Polin auf und erzählte, daß in Polen die “Liebhaberinnen” als sie dreißig Jahre nach ihren Erscheinen übersetzt wurden, als sehr aktuell aufgenommen wurden und der Wiener Germanist Stean Krammer erzählte, daß die Schüler durchaus Interesse an Jelineks Texte hätten, wenn man sie entsprechend neugierig macht.

In den Schulbüchern tauchen ihre Texte auch auf, sie wird da aber als Feministin oder politische Autorin gesehen und Margarete Lamp-Faffelberger, die an einer amerikanischen Uni lehrt, erklärte, daß Jelinek im universitären Umfeld sehr bekannt sei, sonst aber eher nicht übersetzt und nicht gespielt wird.

Am Schluß gabs  unter dem Titel “Generation Post Jelinek” eine Diskussion mit Clemens J. Setz und Olga Flor  und dem Jung Dramatiker Ferdinand Schmalz zu ihren Jelinek Bezug, Kathrin Röggla, die auch mitmachen sollte, ist aber, wie Robert Huez derzeit in Frankfurt und schickte nur eine Grußbotschaft, in der sie erzählte, daß Elfriede Jelinek, ich glaube auch mit den “Liebhaberinnen” oder war es die “Klavierspielerin” oder “Die Kinder der Toten”, das schreiben lehrte.

Nun ist Kathrin Röggla, mit deren “Nachtsendung” ich gerade begonnen habe, sicher eine sehr politische Autorin, Ferdinand Schmalz, den ich im “Musa” hörte und der mit seinen Stücken auf großen Bühnen, beziehungsweise mit seinen “Herzerlfresser” gerade im Akademietheater aufgeführt wird, ist das auch und Olga Flor wird, meinte Teresa Kovacs, die die Diskussion moderierte, oft mit Jelinek verglichen, während Clemens HJ. Setz sich in seinem “Indigo” auf die Kinder der Toten bezog.

Wieder kam die Frage zum Jelinek Bezug und was von der Autorin gelesen wurde, das scheint jetzt sehr zu modern zu sein, die drei schon erähnten Romane waren das, glaube ich und am Schluß las jeder noch eine Textpassage, bevor es an das Anstoßen und  das Gratulieren in Abwesenheit der Autorin ging.

Ich habe die meisten Romane  gelesen, hier, glaube ich, aber nichts besprochen, da war ich nur bei einigen Veranstaltungen und würde mich nicht unbedingt als Fan bezeichnen, halte sie aber für eine sehr interessante Autorin und den Roman “Lust” habe ich einmal im Schrank gefunden, aber noch nicht gelesen.

Drei Romane in einem

Das hat man, wenn man sich Clemens Berger neuen Roman “Im Jahr des Pandas” einverleibt, hat der Autor während der Lesung im Literaturhaus gesagt, die für mich die erste dortige Veranstaltung nach der Sommerpause war.

Clemens Berger, der 1979 geborene, burgenländische Autor, der irgendwann so zwischen 2009 und 2010 steil aufstieg im österreichischen Literaturbetrieb und sich bis jetzt auch darin gehalten hat.

Ö1hat mich, glaube ich, auf ihn aufmerksam gemacht, dann kam das Fest bei “lex liszt 12”, dem kleinen burgendländischen Verlag mit einem tollen Buffet und dann das “Streichelkonzert”, wo ich da  ja einen Teil des Sommers 2010 in Wien verbrachte, auch bei den O-Tönen war.

Die Novelle “Ein Versprechen von Gegenwart”, wo ich, glaube ich, auch im Literaturhaus war, ist schon bei “Luchterhand” erschienen und im Vorjahr war der Burgenländer auch Stipendiat der Stadt Wien und daher Gast im MUSA und da habe ich mich ein wenig geärgert, als er sagte, er pfeift auf den Literatrurbetrieb oder der interessiert ihn nicht.

Mich schon und das sehr und deshalb gehe ich auch zu so vielen Veranstatlungen, lese soviele Bücher und versuche auch zu schreiben und weil Anna Mitgutschs “Annäherung” auf die öst LL kam und ich deshalb “Luchterhand” angeschrieben habe, haben die mir sowohl, das Buch geschickt, als auch eine Einladung zu der Berger-Lesung, der jetzt auf Lesereise ist.

Im Literaturhausprogramm ist es auch gestanden und daher war es in der Zieglergasse sehr voll. Eine Menge junger Menschen, die ich noch nie gesehen habe, denn das Literatrurhaus hat  kaum Stammpublikum oder dieses schon vertrieben, aber eine Ausstellung, die Hanno Millesi und Xaver Bayer gestaltet haben, zur Literaturzeitschriftenlandschaft der 1970 Jahre, ab da habe ich auch schon hingeschickt und meine Texte sind auch bei “Log”, bei “Sterz” nicht und einmal sogar beim “Wespennest” erschienen, das gibt es alles nicht mehr, denn der Literaturbetrieb hat ja jetzt Eventcharakter, so moderierte  Ernst A. Grandits die Veranstaltung, Vertreter vom Verlag waren da und es gab auch, was jetzt schon selten ist, ein Bufet, aber zuerst die Lesung und das Gespräch und einen Clemens Berger, der erstaunlich freundlich war und sich sogar für das Kommen des Publikums bedankte.

Der Roman hat siebenhundert Seiten und drei Handlungsstränge, der erste ist der von Pia und Julian, das sind zwei wahrscheinlich junge Leute, die bei einer Sicherheitsfirma arbeiten und bei den Geldautomaten, die Gelscheine auswechseln.

Keine Ahnung, ob es das wirklich gibt und, ob das nicht einfach, wie ich dachte, die Bankangestellten machen, wenn man es aber macht, bekommt man bald Allmachtsphantasien, behauptet jedenfalls Clemens Berger und beginnt einen Bankraub zu planen.

Pia und Julian machen das und befinden sich dann bald auf der Flucht durch ganz Europa, aber nicht zu viel verraten und so fragte Ernst A. Grandits, den Autor auch immer, ob man das jetzt noch erzählen darf?

Dann gibt es einen Künstler namens Kasimir Ab, der malte sich reich durch seine grünen Bilder und jetzt steigt er aus und begibt sich des Nachts in die Obdachlosenszene und eine Tierpflegerin in Schönbrunn gibt es auch, die die Geburt eines Pandababies, deshalb auch der Name, betreut.

Das sind die drei Romane in einem, die Clemens Berger in mehrjähriger Arbeit zu einem Monsterroman verbunden hat und mir scheint er ein wenig an der Klamaukschiene, die ich ja nicht mag, zu sein.

Aber vielleicht waren das auch des Moderators launige Fragen, denn ich träume nicht den ganzen Tag von einem Geldraub, nein.

Ich träume vielleicht eher vom Buffet und da gab es Brötchen und Wein aus einem Weingut, den Vea Kaiser vermittelt hat und sie stand auch hinter dem Tisch und schenkte aus.

“Lesen Sie wohl!”, sagte Ernst Grandits noch, bevor Robert Huez das Publikum zum Burffet entließ und mich juckte es ihn zu fragen, wer morgen wohl auf die dBp Shortlist kommt? Dann ergab sich aber keine Gelegenheit dazu.

Clemes Berger wird es sicher nicht sein, obwohl ihm Robert Huez, als einen der bedeutendsten österreichischen Gegenwartsautoren vorstellte.

Er steht aber nicht auf der LL, was wieder einmal klarmacht, es gibt mehr als nur zwanzig Neuerscheinungen pro Saison und das Buch hat sich, wie ich beobachtet konnte, auch gut verkauft.

Jedenfalls hielten es mehrere in der Hand und jetzt lesen lesen lesen, aber das tue ich ja gerade mit  Sibylle Lewitscharoff und das “Streichelinstitut”, das will ich noch erwähnen, würde ich gerne einmal in den offenen Bücherschränken finden, diesen Roman eher weniger, denn ich bin nicht so für den Klamauk, auch wenn er sich, wie in dem Gespräch herauskam, sowohl mit einer Gesellschafts- als auch mit einer Kapitalismuskritik verbindet.

P (margin-botton:m;) nervenkostüm schlange

Was ist denn das für ein unverständlicher Titel, könnten meine Leser vielleicht fragen?

Frau Heidegger hat das vor langer langer Zeit bei meinem “Wunderschönen Tintentraum” einmal getan und richtig, das “Bachmannpreislesen” naht nächste Woche, der Bachmannsche neunzigste Geburtstag auch, acht Jahre “Literaturgeflüster” kommt dann auch.

Aber vorher endet das Semester, die Unis schließen und im Literaturhaus gab es da, wie Barbara Zwiefelhofer einleitete, die traditionelle Studentenlesung des Instituts für Sprachkunst.

Traditionell, ja natürlich, den Hochschullehrgang für Sprachkunst gibt es seit 2009. Robert Schindel hat ihn, glaube ich, mit Gustav Ernst und Ferdinand Schmatz gegründet.

Da bin ich im Herbst des Jahres durch Cornelia Travniceks Blog darauf gekommen, die auch dorthin wollte, aber nicht konnte, weil sie “zu überqualifiziert” war.

Sandra Gugic und andere waren das nicht, denn im ersten Jahr konnte man sich noch die Namen der Aufgenommenen aus dem Internet anschauen und ausdrucken. Es gab dann im folgenden Semester einen Tag der offenen Tür an der “Angewandten” und zwei sogenannte Studentenlesungen gab es auch.

Es gab das “Symposium der Sprachkunst” und Lesungen bekannter Autoren, die extra für die Studenten ins Literaturhaus eingeladen wurden.

Das gibt es nicht mehr, aber seit einigen Jahren Semensterabschlußlesungen im Literaturhaus und auch in der “Alten Schmiede”, bei einigen war ich, die “Jenny” gibt es auch und einige der Absloventen sind inzwischen auch bekannt geworden.

So hat Sandra Gugig die “Astronauten” geschrieben und den “Open Mike” gewonnen, Irmgard Fuchs hat ein Buch herausgebracht, Bastian Schneider liest nächste Woche in Klagenfurt und und und..und Ianina Ilicheva hat bei “Kremayr und Scheriau” im vergangenen Herbst gemeinsam mit Irmgard Fuchs, Daniel Zipf und Marianne Jungmaier ein Buch herausgebracht und sie dürfte jetzt in der Abschlußklasse sein, denn sie hat bei der heutigen  Institutslesung gelesen beziehungsweise performiert und diese Lesungen haben seit einiger Zeit einen Titel, siehe oben,  ich habe das letzte Mal den Veranstalter, der glaube ich Dominik heißt und heute Geburtstag hat, nach dem wieso und warum gefragt?

Gustav Ernst und Ferdinand Schmatz sind nicht mehr im Publikum, aber sehr viele Studenten und die sind auch sehr lange draußen gestanden, beziehungsweise haben sie sich vielleicht über die gleichzeitg stattfindenden Fußballspiele unterhalten, denn Barbara Zwiefelhofer bezog sich in ihren Moderationen immer wieder darauf und gab auch Zwischenstände bekannt. Vielleicht ist sie ein Fußballfan.

Begonnen hat jedenfalls Frank Ruf, der wurde 1977 in Deutschland geboren und schreibt, wie er in seiner Einleitung erzählte, seit drei Jahren an einem Roman über Edward Snowden. Er war auch inzwischen in Amerika und hat aus seinen daraus entstandenen Texten gelesen.

Dann kamen zwei Frauen, die Lyrik hatten, die fast ein wenig, an die Bachmann erinnern könnten. Kadisha Belfiore, 1991 in Lustenau war die erste.

Sandra Hubinger hat bei “Art und Science” schon den Gedichtband “Kaum  Gewicht und Rückenwind” herausgebracht und las daraus.

Als vierte vor der Pause kam Gianna Virginia an die Reihe und die hatte einen Film, beziehungsweise ein Video, eine Frau räkelt sich mit einem weißen Luftballon auf einem weißen Laken, lutscht an einem Strohhalm, stößt Gurgellaute aus, sprach ein zwei Sätze, ja das Institut für Sprachkunst ein Crossing over und nach der Pause kam Isabel Walter an die Reihe und die las aus einem längeren Text, in dem eine Frau in ein Haus oder Hotel geht, dann auf einer Abschiedsparty landet, wo man sich beruhigende, euphorisierende oder auch narkotisierende Drinks mixen lassen kann und schließlich mit einer anderen in einem Zimmer verschwindet.

Dann war schon Ianina Ilicheva dran und die 1983 in Usbekistan geboren ist auch eine Performerin beziehungsweise Crossingoverkünstlerin und hatte eine Mischung aus einem wissenschaftlichen Text über Schrödingers Katrze würde ich mal sagen und Musik zusammengestellt, zu der sie mitsang und tanzte und anschließend großen Applaus erzielte.

Wahrscheinlich nicht ganz so viel, wie Rick Reuther, der auch schauspielerisches Talent zu haben scheint und eine ganz andere Stimme in die Sprachkunstsession brachte, die diesmal eine ganz besonders durchnmischte war.

“Guten Tag ich bin der Rick aus Hamburg, vielen Dank für die Einladung!”, moderierte er sich selbst. Stellte ein Fläschchen Rum gegen Aufregung, wie ihn die Oma riet auf den Tisch und begann dann aus einem Roman zu lesen, der 1919 also nach dem ersten Weltkrieg spielt und von einem Fuhrmann handelt, der Scheiße auf der Straße verbreitet, ein neuer Fallada würde ich unken, die gerade “Jeder stirbt für sich alleine” liest und stellte dann noch  da, wie die Schupo auftritt und welche Laute und Sprüche sie dabei hat.

Sehr interessant und spannend die unterschiedlichen Sprachkunstlesungen. Ich war, glaube ich, die einzige Zuhörerin, die sich  nicht aus Freunden und Bekannten zusammensetzte. Richtig Robert Prosser war auch dabei, aber vielleicht hat sich der auch einmal beworben und so kann ich der interessierten Öffentlichkeit flüstern, was sich bei der ganz jungen Literaturszene tut.

Daß Deutschland und Polen gewonnen hat, hat Barabara Zwiefelhofer den sportlich Interessierten verraten, das dritte Spiel hatte da gerade begonnen und ich bin jetzt auf  den Bachmannpreis und Bastian Schneiders Lesung gespannt, der diesmal  wahrscheinlich auch ganz anders werden wird.

Literatur Fälschungen

Im Literaturhaus wurde heute ein sehr interessantes und auch ungewöhnliches Buch präsentiert, “Mimikriy, der große Literaturschwindel”, erschienen bei “Blumenbar” und als ich vor ein paar Wochen im Literaturhaus gesessen bin und das neue Programm studierte, ist mir die Veranstaltung aufgefallen, da ich ja eine Büchersammlerin, eine literarische Rätselraterin und Literaturquizzinteressierte bin und weil mir “Aufbau” immer seine Bücher schickt, habe ich es  angefragt, leider bin ich dabei aber auf die Beantwortung der Herbstvorschauwünsche gekommen, so daß mein Wunsch wahrscheinlich untergegangen ist, was aber gar nichts macht, denn erstens habe ich ja schon eine so elendslange Bücherliste, daß ich bezüglich meines Recherchelesens nicht und nicht zu meinem “Vicki-Baum-Schwerpunkt komme, von allen anderen Plänen ganz zu schweigen und zweites stand im Programm, konnte man das Buch ja auch bei der Veranstaltung gewinnen und da ich ja keine so ganz unbedarfte Literaturkennerin bin, habe ich mir eine gewisse Chance ausgemalt, erstelle ich mir ja immer selber meine Leserätsel und wahrscheinlich auch meine Literaturspiele und, um ein solches handelt es sich auch bei “Mimikry”, dem von Philipp Albers und Cornelius Reiber herausgegebenen Buch, das auf Grund eines Spieles entstanden ist, das im letzten Sommer in Berlin stattfand und zwar wurden da immer einige Literaturexperten, Autoren, Kritiker, Intellektuelle etcetera zu einer Runde eingeladen und dann wurde aus dem jeweiligen Bücherregal ein paar Bücher herausgesucht, erinnert mich ein bißchen an meine “Wurf- und Greifworte” mit denen ich mich ja in letzter Zeit bevorzugt beschäftigte.

Aber da wurden ein paar Seiten aus einem Buch vorgelesen, um auf den literarischen Stil des Autors hinzuweisen, danach der erste Satz und dann mußten die Anwesenden so zwischen fünf  und acht Personen, Rona von Rönne war dabei und Iloma Mangold, der aber angeblich immer falsch geraten hat, einer war der Spielleiter, die nächsten Sätze weiterschreiben.

Der Spielleiter schrieb die Richtigen und nachher mußte man raten, welcher Satz  vom Originalautor aus dem Originalbuch war. Da gab es, glaube ich, achtzig Bücher und einige Runden und so ist dann die Idee entstanden,  ein Buch daraus zu machen, wo die jeweiligen Spielabende mit Fotos und den falschen und den richtigen Texten enthalten sind.

Die beiden Herausgeber erzählten das, dem ziemlich leeren Literaturhaus, obwohl, glaube ich, in dem Vorraum sogar die Videowand hergerichtet war, falls ein großer Andrang wäre, weil ja als Literaturexperten und Rätselerrater Tex Rubinowitz, der Bachmannpreisträger vor zwei Jahren, bei dem ich schon einmal in einem sehr vollen Literaturhaus war und dann noch Hanna Engelmeier eingeladen wurden.

Das Publikum durfte  mitraten und das tue ich ja sehr gerne und würde ja auch einmal beim Literaturquizz der “Buch-Wien” teilnehmen, so waren Zettel ausgeteilt und dann ging es los mit den vorbereiteten fünf beziehungsweise sechs Bücher.

Das erste war von Werner Herzog, die “Eroberung der Nutzlosen”, der ja, glaube ich, eher ein Filmregisseur war, so hatte ich keine Ahnung, was ich raten sollte und bin auch falsch gelegen, die beiden Experten lagen aber richtig, obwohl Tex Rubinowitz immer ziemlich herumredete und den Ahnungslosen markierte.

Beim zweiten war es dann leichter, denn “Amerika” ist so ziemlich der einzige Kafka den ich gelesen habe und daß Karl Roßmann dorthin geschickt wurde, weil er das Dienstmädchen seiner Eltern geschwängert hat, habe ich mir gemerkt, obwohl ich mir das Buch, glaube ich, schon als Studentin kaufte.

Dann durfte man zwischen Houllebeque und Beigbeder wählen, das Publikum entschied sich für die “Ausweitung der Kampfzone”, das habe ich dann richtig erraten, während ich mir bei Nietzsche “Also sprach Zarathrustra” und Felizitas Hoppe “Hoppe”, die ich ja vor kurzem in Göttweig aus diesem Buch lesen hörte, mehrere Alternativen vorstellen hätte können.

So brachte ich es dann schließlich auf vier richtige Antworten, habe das Buch aber trotzdem nicht gewonnen, das tat eine junge Kunststudentin, deren Hund man dann bewundern konnte und Wein und Bier und mehr oder weniger intellktuelle Gespräche gab es auch und wenn ich mit den “Berührungen” dann fertig bin, kann ich ja wieder nach meinen “Wurf und Greifgeschichtenbüchern” fassen und sozusagen für mich selber “Mimikry” spielen und mir aus dem gefundenen Wort meine eigenen Geschichten machen und den Spaß meine eigenenen Romananfänge aufzuschreiben, habe ich mir auch einmal gemacht.