Von den komischen Künsten zum AAI

Vor cirka einem Monat habe ich eine Einladung bekommen ins Museumsquartier zur Präsentation des “Unnützen Wien Wissens” zu Punsch und Keksen zu kommen und da ich ja Punsch und Kekse sehr liebe, bin ich der Einladung nachgekommen, obwohl ich das Buch schon gelesen habe.
Bisher hat es mit den Einladadungen zu den “Komischen Künsten, die mich ja immer sehr lieb mit Rezensionsexemplaren versorgen nicht geklappt, so war ich sehr neugierig den Shop der “Komischen Künste” im Museumsquartier kennenzulernen, nur leider hat es wieder nicht geklappt, denn dort hat nichts stattgefunden oder hätte ich es übersehen?
Im Museumsquartier bin ich ja immer sehr unsicher und so bin ich die ganze Längsseite abgegangen und dabei ist mir eingefallen, daß es ja eine Nachfolgerveranstaltung von xxxxxxx-Small, die bis vor zwei Jahren regelmäßig im Amerlinghaus gegeben hat, im AAI gibt, weil Fritz Widhalm die Kleinverlagsschau nicht mehr organisieren wollte.
Daß es die im vorigen Jahr im AAI gegeben hat, habe ich zwar gehört, bin aber nicht hingekommen und jetzt habe ich vor ein paar Tagen ein Mail bekommen, daß es die Veranstaltung vom Mittwoch bis Samstag, ebenfalls bei Punsch und Keksen geben wird und daß dabei das “Fröhliche Wohnzimmer, aa-Infohaus, academic publishers, der-wisch, edition ch, edition exil, freibord, farnblüte, herbstpresse, hochroth und zeitzoo” ausstellen werden.
Also fast alles wie gehabt und ich hatte geplant, am Samstag hinzugehen, weil am Freitag das AUGE-Weihnachtsfest stattfinden wird, habe aber umdisponiert, weil ich am Wochenende sowieso nicht so gerne zu Veranstaltungen gehe.
Leider habe ich aber das Einladungsmail auf meinen Schreibtisch liegen lassen, so daß ich nicht ganz sicher war, wo und wann die Veranstaltung stattfinden wird, bin also zurückgegangen, um mir die Information zu holen.
“Türkengasse Nummer 3 von siebzehn bis einundzwanzig Uhr.”
Da bin ich dann vor dem offenen Bücherschrank vis a vis der Buchhandlung Kuppitsch vorbeigekommen, wo jetzt zwar keine Leseexemplare mehr lagen, dafür aber G.K.Chesteron “Das Geheimnis des Pater Brown”, Sinclair Lewis “Die Benzinstation” und Italo Cevins “Das Schloß, darin sich Schicksale kreuzten”, alles alte Taschenbuchgaben und dann noch zwei originalverpackte Zeitschriften, die ich aber liegen ließ.
Im großen Saal des Afroasiatischen Instiuts fand gerade eine Lesung von Ilse Kilic und Fritz Widhalm statt, als ich es erreichte.
in paar Büchertische, ein paar Besucher und Ilse Kilic las gerade eine Stelle aus einem ihrer Bücher, wo sich die Autorin Ilse Kilic mit ihrer Protagonistin in ein Vertragsverhältnis begibt, dann folgte eine Lesung der beiden aus dem achten Verwicklungsroman und danach gab es den Punsch.
Die Kekse waren nicht da und auch nicht alle der angeführten Verlage, eigentlich nur sehr wenige, aber Christian Katt, Rudi Polak, Heinrich Hendrich und die Kilics waren da und dann noch ein Stand der Schmuck verkaufte und sehr wenige Besucher.
Schade, daß die bewährte Kleinverlagmesse das Amerlinghaus verlassen hat, würde ich sagen, aber es gibt noch bis Samstag ein Programm und am Samstag habe ich gehört, wird Gerhard Jaschke lesen, also hinkommen und Bücher kaufen, wenn man sich für die Kleinverlagsszene des Wiener Literaturlebens interessiert und der Punsch kann ich vermelden, war sehr gut, die Kekse kommen vielleicht auch noch, denn der Veranstalter war heute gar nicht da.
Mein “Literaturgeflüster-Texte-Buch” habe ich natürlich eifrig herumgezeigt.

Buchpromotion

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Seit Montag ist es da, das “Best of Literaturgeflüster”, das Beste, wie ich heute ein paar Mal bei meiner kleinen Aussendung geschrieben habe, von den inzwischen eintausendsechshundertvierzig Artikeln die seit Juli 2008 entstanden ist oder eigentlich die Zusammenfassung der literarischeren Artikeln, der Reisebeichten, Glossen, Skizzen, etc. Die Idee ist mir ja im April 2012 gekommen, als ich mit den letzten zwei Büchern in einer Krise war, dachte, ich kann nicht schreiben und auf mein beharrliches Literaturflüstern auch kein wirkliches Feedback und Aufmunterung bekam.
Dann habe ich eineinhalb Jahre korrigiert und korrigiert, beziehungsweise noch zwei andere Bücher vorgezogen und jetzt ist es fertig geworden und ist mein dickstes Buch.
Über dreihundertneunzig Seiten hat es und neunundsiebzig Artikeln. Das Cover ist fast zufällig in den Kalliographie-Workshop während der Schnuppertage des Writersstudio entstanden, das heißt der Alfred hat das diesbezügliche Ergebnis dazu genommen, ich hätte ja eine “Literaturgeflüsterseite” dafür vorgeschlagen. Jetzt ist es fertig und es sind wieder sehr viele Hoffnungen damit verknüpft, denn ich denke ja, es ist ein tolles Buch und ich halte auch das Literaturgeflüster mit seinen eintausendsechshundertvierzig Artikel und seiner sehr akribischen genauen und natürlich subjektiven Berichterstattung über den Wiener Literaturbetrieb der letzten fünfeinhalb Jahre für sehr toll.
Ich weiß, ich scheine dabei sehr allein und mein Geflüster sehr leise zu sein und unterzugehen, beziehungsweise vom Literaturbetrieb nicht sehr beachtet und nur von ein paar Spamern gelegentlich für schlecht befunden.
Ich mache aber trotzdem weiter und habe auch eine Zeitlang überlegt, ob ich mir nicht siebzig oder hundert Stücke drucken lassen soll.
Ich bin bei den gewohnten fünfzig geblieben und habe auch an eine größere Aussendung gedacht, beziehungsweise, die schon bei meiner letzten Aussendung so angekündigt.
Dann habe ich heute sieben Bücher weggeschickt, ein Belegexemplar an Stephan Eibl-Erzberg, der mir ja einen sehr euphorischen Besprechungstext dafür schrieb, ein Buch wie üblich an die “Alte Schmiede”, eines an die “Dokumentationsstelle für Literatur”, an die “Gesellschaft für Literatur” bei der ich ja sehr gerne lesen möchte, an die Edith Ulla Gasser von Ö1 und dann natürlich das Belegexemplar an die NB, an Stefan Gmünder habe ich auch noch ein Buch geschickt. Herr Blaha, der mir die zweite wirklich schöne Besprechung schrieb, wird eins bekommen, Andrea Stift, die ja darin öfter vorkommt und mir auch eine Rezension für das Literaturhaus schicken will, Gustav Ernst hat eines bekommen, Herbert J. Wimmer und und und…
Das war es dann schon natürlich, weil das “Best of” höchstwahrscheinlich auch nicht mehr als die schon vorhandenen eintausendsechshundertvierzig Artikel bewegen wird, ich finde es aber trotzdem ein tolles Buch, bin sehr stolz darauf und ansonsten werde ich natürlich weiterschreiben, so wie ich es kann.
So schlecht finde ich das aber eigentlich inzwischen gar nicht mehr, weiter lesen, weiter im Wiener Literaturbetrieb herumkrebsen und den Leuten dort mehr oder weniger, je nach Temperament, auf die Nerven gehen, Belegexemplare erschnorren oder mich wo hineindrängen, wo ich nicht geladen war.