Liebesnacht

Der 1938 in Basel geborene und vorigen April in Zürich verstorbene Urs Widmer ist ein Meistererzähler, ein Schelm und ein Fabulierer könnte man noch anfügen, zumindestens habe ich den Eindruck, nachdem ich mich jetzt in der Badewanne in dem verzweifelten Versuch den Inhalt zu erfassen, durch seine Erzählung “Liebesnacht”, ein Fund aus dem Bücherschrank und vom Vorleser an einigen Stellen angestrichen, durchgelesen habe.

Das zweite Buch, das ich von ihm habe, “Im Kongo”, das demnächst folgen wird, habe ich einmal von einer Psychotherapeutenkollegin auf einem meiner Geburtstagsfeste geschenkt bekommen und zweimal habe ich den Meister auch in der “Alten Schmiede” gehört, beim zweiten Mal, seinem Portrait, habe ich dann seine Bücher auf meine Leseliste gesetzt und keine Ahnung gehabt, daß ich den Dichter des letzte Mal gesehen habe.

Es gibt auch eine umfangreiche Bibliographie von der ich glaube ich den Herrn Adamson, während eines Frankfurt-Surfing bin ich darauf gekommen, am liebsten lesen würde, habe das Buch auch schon in einer Abverkaufskiste gefunden, allerdings haben mich die fünf oder sieben Euro dann doch abgeschreckt.Ich bin ja sehr sparsam.

2013 war er auch auf der Longlist des dBp.

Zur 1982 erschienenen Liebesnacht, die es zu “25 Jahre detebe” um zehn Mark gegeben hat.

“Im Elsaß  sitzen die Freunde zusammen”, habe ich als ich mit dem Buch schon fertig war, dem Rücken entnommen, wenn ich das vorher schon gewußt hätte, hätte ich das Buch im Vorjahr auf meinen Elsaß-Urlaub mitnehmen können, so bin ich, ganz ehrlich während des Lesens nicht daraufgekommen, daß es im Elsaß spielt und hätte, das ehemalige Wirtshaus in dem Dörfchen eher der Schweiz zugeordnet.

Aber vielleicht habe ich etwas überlesen, denn es passiert in dem Buch, in der Nacht, ja sehr viel, obwohl ich einer Rezension entnehme, daß nichts passieren würde, als daß einige Freunde beim Wein zusammen sitzen und über ihre ersten Lieben erzählen.

Es beginnt jedenfalls mit Joseph Conrad und hat auch sonst  viele literarische Anspielungen, von denen ich sicher nicht alle verstanden habe und dann kommt nach einer längeren Einleitung, der Freund Egon über die Felder, mit einem Rucksack und vielleicht einem Koffer, da ist sich der Erzähler, der offenbar Schriftsteller ist, nicht sicher, er kommt aus Argentinien zurück, wo er, wie auch sonst auf der Welt viele Kinder und auch Frauen hat und dann setzen sich die Freunde, ein alterer Versicherungsmann, der Erzähler mit seiner Frau und noch ein Paar zum Wein und erzählen, während die Kinder mit Bausteinen, einer Schaukel und dem Hund spielen und schon sind wir mitten drin in den Geschichten oder den Fabuleien, von denen manche einfach hängen bleiben, manche eher mühseliger zu erfassen waren. Zumindest ist das mir so ergangen.

Egon und sein Freund waren jedenfalls viel auf Reisen, sprechen sowohl Französisch, wie auch Deutsch ziemlich fließend und der Ich-Erzähler und das ist die Geschichte, die mir am eindringlichsten erschienen ist, reist einmal mit einem Schiff auf eine griechische Insel. Da liegen die Griechen seekrank herum, nur ein zwölfjähriges Mädchen kommt zu ihm und spricht ihn auf Französisch an, dann wird es von seinem Bruder abgeholt, das ist der Wirtsohn des einzigen Hotels, dort wird er einquartiert. Das Hotel hat vier Zimmer und wenn er in seines will, muß er durch die drei anderen gehen, die von einem Franzlsen, einem englischen Paar und einer Italienerin bewohnt werden. Er klopft vorher immer an und die Italienerin zieht sich erschreckt die Decke über den Kopf.

Dann gibt es den Wirten, den Sohn, noch eine ältere Tochter und einen Angestellten, ob auch eine Mutter dabei ist habe ich jetzt vergessen, die Kleine sieht er jedenfalls nur noch einmal während einer Hochzeit.Er darf dann auch auf ein Luxusschiff und bei dessen Besitzerin übernachten, das heißt er erwacht morgens in ihrer Kajüte. Da reist er dann verschreckt ab und bekommt von der älteren Schwester einen Brief, daß sie sich als seine ewige Braut betrachten würde, weil sie einmal seine Hand gehalten hat. Er antwortet nicht.

Er war dann noch lange in Frankreich und hatte eine Bezihung zu einer neunzehnjährigen Hebamme, die ihn zu ihren Freundinnen mitnahm, die sich Sachen erzählten, die “ich glaube nicht, daß ein Klassentreffen emeritierter Gynäkoligen wissendere Witze erzählen kann”, während Egon auf seinen Aufenthalten in Arabien, Amerika, etc, mit einem kraushaarigen Kind durch die Highways reitet, in der Nacht in Motels übernachtete und Zwischenstops einlegen mußte, weil das Pferd nicht mehr mitkann.

Eine der Geschichten ist auch, wie der Ich-Erzähler seine Frau kennenlernte, dazu braucht er mehrere Ansätze und sie gerät dann auch sehr phantastisch und das Bild, wo er in die Dorfschule kommt, wo die Lehrerin so aussieht, als würde sie noch den Laib Brot in der Hand halten, den sie vorher an die Kinder verteilte, erinnerte mich an Werthers Lotte.

Inzwischen fällt die Decke von dem ehemaligen Gasthaus, die Kinder sind schon eingeschlafen, die Frauen haben sie aber nicht zu Bett gebracht, nur versucht den größten Schutt wegzuräumen, damit man weitererzählen kann.

Am Morgen nimmt dann Egon seinen Koffer, den er nun doch bei sich hat und verschwindet wieder durch die Felder und das Kind fragt nach ihm.

“Es stand vor mir am Bett, ein zuckerbestäubter Zwerg mit großen runden Augen, und fragte mich, wo der Mann mit dem Schnauz und den Zähnen hin sei, als ich es ihm sagte, weinte es.”

“Angesichts der auch schon literarisch erfaßten geschwätzig-kaputten Sprachlosigkeit heutiger Paarbeziehungen, ist die Poesie dieser Geschichte, ist die Wärme und Bestimmtheit dieser Liebe ein Hoffnungsschimmer, ein unaufdringliches Plädoyer für Gefühle in einer Welt geregelter Partnerschaften, die ihren Gefühlsanalphabetismus hinter Barrikaden von Alltagsslang verstecken”, schreibt Barbatra von Becker, vom Norddeutschen Rundfundk, Hannover, am Buchrücken ein wenig unverständlich.

Ein interessantes Buch und ein Nachruf auf den großen Sprachmeister, der auch einmal das Klagenfurter Wettlesen eröffnet hat.

Stimmen

Es ist ein sehr poetischer, leiser, psychologischer Krimi, den die  1936, bei Fiesole geborene Dacia Maraini, die einige Zeitlang, die Gefährtin Alberto Moravias war und von der ich schon “Bagheria” und “Kinder der Dunkelheit” gelesen habe, da erzählt.

Eine sehr psychologische Geschichte, die auch Zeit für scheinbar Nebensächliches hat und sehr stimmungsvoll Szenen des römischen Alltagsleben der Neunzehnneunziger Jahre so nebenbei erzählt und außerdem war sie, die Feministin, wie ich “Wikipedia” entnehme, eine der ersten, die das Thema Gewalt an Frauen, Kindesmißbrauch etc, salonfähig bzw. in die Literatur hinein brachte.

So handeln ja auch die “Kinder der Dunkelheit” davon und da gibt es auch schon die zahnspangentragende Kommissarin Adele Sofia, halb Südtirolerin mit Tiroler Stube, halb Sizilianerin, die auch noch mit einer Frau zusammenlebt, die taucht in dem, wie am Buchrücken steht, “raffinierten Psychothirller” wieder auf, die Protagonistin ist aber die Ich-Erzählerin Michela Canova, eine Rundfunkjournalistin, wahrscheinlich Dreißigjährig, die von einem Fortbildungsseminar in Mailand in ihre römische Wohnung zurückkehrt und von der Hausmeisterin Stefana erfährt, daß ihre Nachbarin Angela Bari mit mehreren Messerstichen ermordet wurde.

In siebenundfünfzig Kapitel wird der Fall nun aufgeklärt und “Stimmen” heißt das Buch, weil die Rundfunkjournalistin, die oft am Mischpult sitzt, die Musik auflegt und sich über den Psychiater Baldi ärgert, der zu Hause, den weiblichen Anruferinnen, die ihm ihre Probleme schildern, oft seltsame Antworten gibt, ein Faible für Stimmen hat.

So läuft sie ständig mit ihrem “Nagra” herum und nimmt die Stimme von Anglela Baris Verwandten und Bekannten auf, denn ihr Rndfunkdirektor hat ihr auch ein Angebot gemacht eine Serie über ungeklärte Gewalttaten an Frauen zu machen und die will sie an Hand des Falles ihrer Nachbarin aufrollen und die hat offenbar auch auf ihrem Antwortbeantworter angerufen und hat ihr dort ihre Stimme hinterlassen

Es gibt noch eine Reihe anderer seltsamer Begegnungen, so eine Inschrift an der  Hauswand gegenüber, die ständig wechselt, bzw. vom Hausmeister überpiselt wird, “KÜMMERDICH UM DEINEN EIGENEN DRECK!”, beispielsweise ist eine davon. Dann gibt es noch die Beschreibung eines seltsamen Mannes, der im Haus herumschleicht und einmal sogar mit Michela im selben Aufzug fährt.

Von dem hat Angelas Schwester Ludovica, eine chronische Lügnerin und ehemalige Psychiatrieoatientin Michela erzählt und während im Rundfunk Professor Baldi, den Frauen seine Ratschläge gibt, ruft eine Prostiutierte namens Sabrina an und erzählt, Angela hätte auch diese Profession ausgeübt.

Da kommt dann der Zuhälter Nando ins Spiel, er ist der Mann in Aufzug und er dingt auch in Angelas Wohnung ein, um dort eine Kassette zu entwenden und sie Michela zuszspielen und da wären wir wieder bei den Stimmen, denn darauf ist die von Angela, die Märchen erzählt, die alle von Töchtern und ihren gewalttätigen Vätern handelt.

Adele Sofia, die Michela ständig zum Essen einlädt und sehr gute Knödel macht, nimmt das nicht ernst, Nando Pepi wird aber doch verhaftet, als er sich im Gewand eines Scheichs nach Kuweit aus dem Staub machen will.

Seine DNA beweist aber, er war es nicht. Zwar hat sich inzwischen auch die Prostiutierte Sabrina umgebracht, die Spur weist aber weiter, zum Stiefvater Glauco Elia und sogar zu Michelas Freund, Marco, der sich gerade in Angola befindet und dort unerreichbar ist.

Der Stiefvater, der inzwischen von der Mutter Auguster geschieden ist, eine dreißigjährige jüngere Kindfrau geheiratet hat, die gerade in der Nacht des Mordes ein Kind gebiert, so daß der Bildhauer vorrübergehend ein Alibi hat.

Michela macht sich auf den Weg zu seinem verwunschenen Haus, rettet dabei eine verletzte Schildkröte, sie ist, wie die ermordete Angela sehr tierliebend, hat die doch immer ein Kilo Hackfleisch gekauft um die herumstreundenden Katzen damit zu füttern, was heute wohl verboten wäre.

Der Bildhauer schickt Michela aber auch ein Tonband, während er sich an einen sicheren Ort begibt, auf dem er von seinen Kindfrauen, beziehungsweise Beziehungen seinen Stieftöchtern erzählt und richtig Micheala verstorbener Vater taucht in ihren Träumen und Visionen auch immer auf und ich habe 2015, dank der offenen Bücherschränke einen inzwischen wahrscheinlich längst vergriffenen Krimi gelesen, der sehr eindringlich von der Gewalt an den italinischen und wahrscheinlich auch anderen Frauen erzählt und nachweist, daß Thriller auch sehr leise sehr poetisch und manchmal surreal sein können.

Die Töchter Allahs

Es geht gleich weiter mit der Hintergrundrecherche für die “Pensionsschockdepression oder Selmas Kopftuch” wie die “Bibliophilin” jetzt wahrscheinlich heißen wird, und zwar mit Geraldine Brooks “Die Töchter Allahs”, das ich zeitgleich mit “Gefangen in Deutschland” in den Schränken gefunden habe.

Das Buch der 1955 in Australien geborenen Journalistin, die als UN-Sonderkorrekspondentin in New York gearbeitet hat und die sehr viel die arabischen Länder bereiste, wurde aber in den Neunzigerjahren geschrieben und behandelt in den einzelnen Kaptieln, die alle mit einem Vers aus dem Koran eingeleitet werden, vornehmlich das Leben von Frauen der Oberschicht in Saudi-Arabien, Iran, Ägypten etc und seit den Neunzigerhahren hat sich sicherlich viel geändert und das Leben einer Oberschichttochter in einer Saudi-Arabischen Privatschule unterscheidet sich sicherlich auch sehr von den jungen Hauptschülerinnen Deutschlands und vielleicht aus Österreich, die in der Schule von türkischen Mitschülern, als “Huren” beschimpft werden, weil sie kein Kopftuch tragen, Schweinefleisch essen und vielleicht auch Sex vor der Ehe haben.

Interessant ist es aber allemal und auch sehr flott geschrieben, schildert die Journalistin, die glaube ich, wegen ihrem Mann zum Judentum konvertierte, doch im Vorwort, wie sie in Saudi-Arabien ein Hotelzimmer haben will, aber keines bekommt, weil sie kein Mister sondern eine Missis ist.

Als sie dann in der Lobby übernachtet will, holt der Portier die Polizei und die gibt ihr dann nach längeren Hin und Her die Sondererlaubnis, doch dort zu übernachtet und so wird sie in ein Extrazimmer geführt.

Die einzelnen Kapiteln handeln in den verschiedenen arabischen Ländern und sie behandeln verschiedene Themen zu Frauenfragen und Frauenunterdrückung und zeigen manchmal  die Absurditäten, der jeweiligen Gesetzeslage, etwa die, daß die Töchter Allahs in einer der Saudi-Arabischen Privatschule, neben Englisch, Mathematik etc auch Unterricht in Automechanik erhalten.

“Warum das?”, die erstaunte Frage an die tiefverschleierte Direktorin. Dürfen sie in dem Land doch nicht Autofahren. Ja, doch, aber es ist gut, wenn sie sich überzeugen können, ob es stimmt, wenn ihr Fahrer ihnen erzählt, daß der Motor einen Schaden hat.

Es wird auch viel von den Frauen des Phropheten Mohameds erzählt, um die Lage der Frau, wie Geraldine Brooks, sie erlebte zu erläutern, die besipielsweise zu einem Tee bei der Witwe und der Tochter von Khomeini eingeladen war, die Tochter war Philosophie-Professorin und schien sich sehr für die Lage der Frauen im Iran einzusetzen, so hat sie beispielsweise Sportwettkämpfe ermöglicht, denen ein eigenes Kapitel gewidmet ist.

Gab es da ja einmal eine eigene Frauenolympiade, die streng von den Männern abgeschottet stattfand, Teilnehmerinnen waren vorwiegend Frauen aus den ehemaligen sowetischen Staaten wie Aseribeidshan, weil das die Saudis finanzierten, die Frauen durften ohne Erlaubnis die Hotelanlage nicht verlassen, eine ehemalige malaysische Polizistin wehrte sich dagegen und als es zum Fotoshooting kam, haben die Frauen auch ihren Hidschab abgelegt,  sich gepudert und geschminkt, obwohl das sonst ja streng verboten ist.

Die Frauen dürfen auch ihr Haar nicht zeigen und von den Männern nicht angesehen werden, was in Saudi Arabien auch zu einer absurden Situation führte, als Geraldine Brooks mit einem Universitätsprofessor sprechen wollte, ihre Begleiterin aber aufs Klo mußte, so hat er das Zimmer verlassen müßen, denn er darf mit einer Frau nicht allein bleiben.

Geraldine Brooks hat auch lange in Kairo gearbeitet und erzählt da von der Wandlung ihrer Assistentin, die zuerst ziemlich freizügig und sehr bemalt herumlief,  dann allmählich konvertierte, sich verschleierte, sich aber trotzdem eine Bauchtanzausrüstung kaufte, weil sie vor ihrem Mann tanzen will.

Geraldine Brooks war mit der Königin Nour  von Jordanien, wie im Vorwort steht, fast befreundet und schildert in einem Kapitel deren Weg an der Seite von Königs Hussein und ihren Einsatz für die Frauen.

Ein Kapitel ist der Frauenverschleierung gewidmet und es werden auch die Hochzeitsrituale im Irak geschildert, beziehungsweise eine schlaflose Nacht der Journalistin, weil rundherum der Lärm der Hochzeitsgesellschaften zu hören war, denn “Saddam Hussein hatte angeordnet, daß die Iraker heiraten und sich vermehren sollten, um so die an der Kriegsfront verursachten demographischen Schäden zu beheben.”

In dem Kapitel die “Konvertiten”, schildert sie das Leben ihrer amerikanischen Freundinnen, die sich mit Moslems verheiratet hatten und erzählt, wie sie es mit der Verschleierung hielten, beziehungsweise ihre kleinen Töchter aufwuchsen ließen und erzogen.

Es gab aber, um wieder zu den Widersprüchlichkeiten zurückzuzukommen, neben den islamischen Sportlerinnen, auch muslimische Kämpferinnen, denn “Der Dshihad gilt auch für Frauen” und so bindet sich Hadra Dawish ein Kopftuch unter ihre Militärmütze,  sie hat, glaube ich, auch einen Kampfanzug an und “Anfangs auch immer Probleme mit dem Schießen im Liegen.”

Das Kapitel “Die Weisheit erlangen”, widmet sich der Frauenausbildung, das heißt den Privatschulen und  Universiäten in Saudi-Arabien, beziehungsweise denen am Gazastreifen.

In Saudi-Arabien ging und geht es ja sehr streng zu. Die Frauen dürfen nichts ohne die Zustimmung ihrer Männer, Söhne oder sogar Enkel unternehmen, da die Männer, die Frauen aber nicht anschauen, bzw. sich mit ihnen alleine  aufhalten dürfen, gibt es im Bankbereich, im Gesundheitsbereich und bei der Bildung, Bereiche, wo die Frauenarbeit erwünscht und notwendig ist und in einem Kapitel werden auch die Mühen der berufstätigen ägyptischen Frau beschrieben, die zum Haushaltseinkommen beitragen darf, in dem sie beispielsweise tief verschleiert irgendwo als Sekretärin arbeitet. Dann fährt sie stundenlang in einem überfüllten Bus nach Hause, kocht zuerst den Männern in der Wohnung Tee, dann geht sie aufs Dach, füttert dort die Vögeln, dreht zwei Tauben den Hals um, um sie für die Männer zu braten,  putzen und waschen muß sie natürlich auch, weil sie zwar ihr Gehalt mit ihrem Mann, aber der sich nicht mit ihr die Hausarbeit teilt.

Weibliche Politikerinnen gibt es auch und die sind manchmal noch konservativer als die Männer und am Schluß wird noch beschrieben, wie in Ägypten die Bauchtänzerinnen nach und nach, oft von den Saudis bezahlt, sich aus ihren Beruf zurückzogen und ihr sündiges Verhalten aufgaben und sich von einem Imam zum Tragen eines Schleiers bekehren ließen, so daß sich Geraldine Brooks zum Trotz ein Bauchtanzkostüm kaufte, Unterricht nahm und in einem entsprechenden Lokal, um die Ehre der Frauen zu retten, auftrat.

Im Nachwort geht sie ihre Soveniers, die sie von ihren jeweiligen Reisen mitbrachte, durch, bei den meisten sind das ja die Fotos von den besuchten Ländern, bei ihr die Kleidungsstücke, die sie für ihre Berufsausübung brauchte, die Tschadors, Kopftücher und auch die Hochzeitsschuhe, die noch mit Kamelblut getränkt waren, wie die Söckchen die sie sich kaufen mußte, weil sie die islamischen Anstandkontrolleure ohne diese nicht in eine Teheraner Bank hineinließen.

Gefangen in Deutschland

Katja Schneidts “Gefangen in Deutschland – wie mich mein türkischer Freund in eine islamische Parallelwelt entführte”, habe ich vorige Woche in “Wortschatz” gefunden und jetzt gelesen, weil es mir für die Arbeit an meiner “Bibliophilin-oder Selmas Kopftuch” wie es jetzt heißen wird, als Hintergrundinformation brauchen konnte.

Und von der 1970 geborenen Katja Schneidt, habe ich noch ein Buch auf meiner Leseliste stehen, nämlich ein E-Book, das sie gemeinsam mit Martina Gercke geschrieben hat und das ich im vorigen Jahr bei einem Gewinnspiel bei einer ihrer Blogtouren gewonnen habe.

Das ist ein Chicklit, ein Frauenroman, wo die türkische Parallelwelt, die inzwischen einige Stadtteile in Deutschland füllt, wahrscheinlich nicht vorkommt, Katja Schneidt ist mit ihrem Lebensbericht aber berühmt geworden, setzt sich  auch in Beratungsstellen für Frauen mit Gewalterfahrungen ein und hat auch, glaube ich, noch mehrere “Türken-Romane” geschrieben.

In ihrem Erlebnisbericht, es gibt auch ein paar You-tube-Videos, die ich mir angesehen habe, am Cover ist eine blonde Frau in blauen Schal oder Kopftuch zu sehen, schildert sie, wie sie als Zwanzigjährige Mahmud in einer Gaststädte kennenlernt, in der sie neben ihrer Ausbildung kellnert.

Sie hat in ihrem Leben schon schlimme Erfahrungen gemacht, der Vater ist sehr früh gestorben, die Mutter hat getrunken, jetzt will sie Kraftfahrerin werden und da kommt auf einmal ein schöner junger Türke in das Gasthaus, starrt sie die ganze Zeit an und als sie nach Hause geht, ist er auch da, sagt, eine Frau soll nicht in einem Gasthaus arbeiten und bringt sie im Auto nach Hause.

Sie ziehen  zusammen und er fällt sehr schnell durch seine Vorschriften auf, sie soll sich nicht schminken, mit keinen Männern reden, etc.

Er gibt auch offenbar ihrem Chef Geld, damit er sie hinausschmeißt und es kommt auch zu einer Trennung zwischen den Beiden.

Das hält sie aber nicht aus, so kommt sie zurück und verspricht sich anzupassen, zu der ersten Ohrfeige kommt es auch sehr bald, wenn sie widerspricht oder angeblich mit anderen Männern flirtet.

Als er sie seiner Familie vorstellen will, muß sie sich einen langen Rock und eine Bluse mit Ärmeln kaufen, die Familie nimmt sie und das schlägt sich mit den Erfahrungen, die ich mit der türkischen Community gemacht habe,  auf. Sie muß sich aber anpassen, das heißt mit den anderen Frauen in der Küche essen, den Männern darf sie nur das Essen servieren, keine Männer direkt anschauen etc.

Es gibt eine junge Schwägerin, die selber frei erzogen wurde, dann aber plötzlich nicht mehr in die Schule durfte, verheiratet wurde und auch ein Kind bekommen muß, obwohl sie das gar nicht will.

Mahmud schickt dann Katja mit ihr in das Krankenhaus, weil sich die Männer um soetwas nicht kümmern und auch nicht über ihre Gefühle sprechen.

Es spannende Szene gibt es, wo sie mit der Schwägerin und dem Baby, das leider ein Mädchen geworden ist, zum Kinderarzt gehen., Aysegül zieht sie aber in ein Kaffeehaus und nimmt auch das Kopftuch ab, denn dahin kommt die Familie nicht. Was sich als Irrtum herausstellt und als der Vater und der Onkel plötzlich auftauchen, verschwinden die beiden jungen Frauen unter dem Tisch.

Zeugin einer Zwangsheirat, wo eine Zwölfjährige mit einem Fünfzigjährigen verheiratet wird, starr auf einem Sthl sitzt und dann ins Nebenzimmer abgeschleppt wird, um sich entjungfern zu lassen, wird sie auch. Sie verliert auch ihre Arbeit, muß bald Kopftuch tragen, darf nicht mehr alleine aus dem Haus und wird von Mahmud öfter zusammengeschlagen.

Im Spital erzählt sie dann, sie ist die Stiege hinuntergefallen und den Polizisten, daß sie ihr ohnehin nicht helfen können.

Die Familie spricht dann von Heirat, was sie aber nicht will, sie wird auch schwanger und kann sich erst nach vier Jahren von Mahmud lösen, als sie ihren Ring im Pfandhaus entdeckt, den die kaufsüchtige Aysegül, die sich offenbar nicht anders wehren kann, dort hintrug.

Jetzt ist sie mit einem Deutschen verheiratet, hat vier Kinder, schreibt Bücher und das Buch von dem deutsch türkischen Parallelleben ist sehr interessant, wenn es vielleicht auch ein klein bißchen pro Sarrazin ausgerichtet sein könnte.

So gefällt mir die Stelle mit den türkischen Sozialschmarotzern nicht sehr. Alles andere halte ich für realistisch, habe ich mit meiner Praxis, wo ich auch mit türkischen Klienten arbeite, so erlebt und auch ein bißchen in der “Frau auf der Bank” so beschrieben und jetzt haben wir nach den Anschlägen im Jänner in Paris und Kopenhagen auch ein anderes Problem und müßen uns vielleicht mehr um die Integration, der entwurzelten Jugendlichen kümmerten, die zwischen zwei Welten aufwachsen und sich dort orientieren sollen, was auch sehr wichtig ist, für eine bessere Ausbildung zu sorgen und ein gutes Selbstvertrauen, damit sich sowohl die deutschen, als auch die türkischen Frauen von ihren deutschen, türkischen oder was auch immer Männer nicht mehr unterdrücken lassen.

Das Lexikon der Untiere

Es geht auch gleich weiter mit dem “Holzbaum-Verlag”, aber einer neuen Stimme beziehungsweise Zeichnerin, nämlich mit der 1990 geborenen Theres Denzinger, einer jungen Frau mit langen Haaren, die Medien und Kommunikation in Passau studierte, “Nagellack, flauschige Hundeohren, Fotos von kaputten Wänden und Wortspielereien mag” und uns deshalb wahrscheinlich in eine neue Tierwelt einführt, denn “Untiere sind”, wie auf den ersten Seiten des Büchleins steht “Lebewesen, deren Existenz von Zoologen bis heute hartnäckig dementiert wird. Tatsächlich aber tauchen sie in der Gesellschaft immer wieder auf.”

Und wir tauchen ein in die Reihe der neuen Zoologen und beginnen mit dem “Adlerhorst”, der wie die Zeichnerin behauptet “freundlicher wäre als er aussieht”.

Man kann es in Tagen und Zeiten, wie diesen sicher nachprüfen, gehen aber gleich zum “Backfisch über ,” der sich häufig die Flossen verbrennt”.

Nun sind Backfische in dem Sprachgebrauch wie ich sie kenne, junge Mädchen der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts.

Das Fischchen der jungen Frau vom Anfang des Jetzigen, trägt Hütchen und rührt mit dem Mund in der Schüßel, den guten Teig, in dem es vielleicht bald selber schwimmt.

Und dann gibts natürlich, schau und staune den “Blumenstrauss”, wer den vor der unmöglichen Lektüre, für einen Vogel gehalten hat?

Es geht gleich weiter mit der “Bordsteinschwalbe” und die verbrennt sich wahrscheinlich auch die Federn, hat sie doch in Zeiten, wie diesen schon fast verboten und sehr unschicklich, einen Tschik im Mund und das nächste Bild ist für mich gemacht oder doch nicht ganz, wäre ich ja höchstens eine “Bücherwürmin”, aber, daß ich ein Buch nach dem anderen verschlingen würde, hat man mir schon vorgeworfen und der BlogWart wäre dann die “Computermaus” mit der “Hauptnahrungsquelle: Pizza mit extra viel Käse”, ist vielleicht gar nicht so falsch gedacht.

Der oder das “Dalai Lama”, das auch am Cover zu sehen ist,  auch als “heiliges Untier bekannt” und dann gibt es noch die “Eidotter” mit Lockenwicklern im Haar oder ist es eine Richterperücke, laut Theres Denzinger sind “seine Urteile nicht immer das Gelbe vom Ei”.

Prüfen wirs nach oder reihen wir uns in die “Einkaufsschlange”, da können wir dann gleich zum “Fleischwolf” gehen, der “sein Steak natürlich blutig mag”.

Den “Galgenvogel” gibt es auch und  den “Hausdrachen”, der ist, wie es dem Vorurteil entspricht, eine Frau mit Kopftuch und mit Nudelwalker ausgedrüstet und der oder das “Hot Dog” rennt davon, bzw. wurde er oder es schon in die “Pfanne gehauen”.

Der “Immobilienhai” gibt sich wahrscheinlich nicht ganz richtig als der “nette Typ von nebenan” aus und der “Inlineskater” ist wahrscheinlich der jüngere Bruder des gestiefelten Katers, hat er doch auch Boots an seinen Füßen und ich hätte jetzt ganz ernsthaft eine Frage.

Wer oder was ist “IQ” mit dem Untertitel “Dr. med. Hans Wurst”, am Bild sehe ich einen Stier mit Brillen und bin nun neugierig, wieviele Punkte ich im Intelligenztest bekomme, wenn ich dieses Rätsel löse.

Dagegen bringt der “Kugelschreiberbär” einen Stein ins Rollen, was ich auch nicht ganz geschnallt habe. Wahrscheinlich ist mein IQ doch nicht ganz so hoch. Ich kann bei Dr. Wurst nachfragen oder mit dem “Lackaffen”, der ein “Lösungsmittel-Junkie” ist zum “Lokvogel” gehen, der laut Text “manchmal nur Bahnhof versteht.

Da schließe ich mich an, so leicht sind die Rätsel des Büchleins, das wie ich mich zu erinnern glaube, nicht nur für Kinder beworben wird, doch nicht zu lösen und erinnere mich weiter an ein “Tieralphabet”, das ich  als Kind zu Hause hatte.

Es war ein Büchlein meiner Schwester und hat wahrscheinlich noch das dritte Reich gesehen und bei den Bildchen der tatsächlichen Tiere, die da abgebildet waren, gab es kleine Reimchen.

Die fehlen bei Theres Denzinger, die es offenbar sachlicher mag und ich hätte mir fast vorgenommen, als kleine Schreibeübung ein paar  zu dichten.

Die “Untiere” scheinen sich da aber querzulegen, vielleicht fehlt auch die Zeit, die Motivation oder, wie die böswilligen Zungen unken mögen, das Talent, also gehe ich geradlinig zur “Mohnschnecke” weiter, deren “Drogenschnelltest immer positiv ausfällt, also “Lackaffen” nicht zu viele Mohnschnecken zum Frühstück essen, bevor ihr zum Bahnhof fährt, während der “Nikolaus” bei Frau Denzinger als Küchenassel mit roten Häubchen und weißen Bart abgebildet ist und “natürlich gern durch Schornsteine” krabbelt oder fällt.

Den “Ohrwurm” gibt es natürlich auch, wie den “Partylöwen”, der hier der “König der Biere” ist.

Der “Rockstar” ist oft heiser, während sich der “Rollmops” in “Mopsgeschwindigkeit bewegt” und ganz anders als erwartet aussieht, was ein  guter Hinweis ist, in das Büchlein hineinzuschauen.

Theres Denzingers Zeichnungen sind es wert und man würde viel versäumen, würde man sich nur auf meine Beschreibungen verlassen.

Das “Schaukelpferd” sitzt auf der Schaukel, das “Schlammassel” “mag es schmutzig und wir eilen weiter über “Schleiereule, “Schnapsdrossel”, die natürlich “gerne zu tief mal ins Gläschen schaut” und dann flachgestreckt in der Flasche schwimmt, “Smokingfliege”, “Spezifisch” “Sündenbock”, “Telefonwanze” “Tourbiene”, da habe ich zuerst einmal, als schlampige Legasthenikerin, die ich vielleicht bin, “Turbobiene” gelesen und  über den Satz “Ich will ein Kind von dir!!” gerätselt.

Das Bildchen klärt es auf über die “Turtletaube” und dem “Versuchskaninchen” kommen wir zur Wäschespinne”,  die ungewöhnliche Vorlieben hat und über ein rosa Blümchenhöschen krabbelt.

“Ein wunderbares Bilderbuch” mit lustigen Cartoons, die nicht nur den Kindern gefallen werden und den Erwachsenen Rätsel aufgibt, die man vielleicht auch in der Gruppelösen kann.

Also auf zum Schnellintelligenztest bei  “Dr. med Wurst” mit der runden Brille, obwohl die, nach dem neuen Psychologengesetz eigentlich nur von solchen ausgeführt werden dürfen. Aber was soll es die “Zeitungsente” verwechselt ja auch ständig die Briefkästen.”

Frühstück und Brunch in Wien

Der “Holzbaum-Verlag” der mit “StadtBekannt Wien” eine Kooperation eingegangen zu sein scheint und gemeinsam Reihen über das “Unnütze Wien Wissen 12“, “Kaffee”, über das “Grätzel Josefstadt” und noch einiges anderes herausgegeben hat, hat sich jetzt auf das “Frühstücken” verlegt und das gleichnamige orange Büchlein, heute um neun ganz stimmig im “Coffee und Juices-Shop-Lilettes” auf der Tuchlauben,vorgestellt.

Und Frühstücken ist ein Thema, das mich auch sehr interessiert, bin ich ja eine bekennende Frühstüclkerin und empfehle meinen beispielsweisen eßgestörten Klienten immer den Tag mit einem guten Frühstück zu beginnen.

Außerdem haben wir schon fast dreißig Jahre eine Getreidemühle, beziehungsweise inzwischen zwei, so daß es jetzt auch in Harland jeden zweiten Tag Müsli zum Frühstück gibt. Das heiß,t am Vortag eingeweichten Weizen mit Joghurt, Apfel, Banane, Nüßen oder anderen aktuellen Obst.

Den anderen Tag esse ich  meistens ein Marmeladebrot oder das was gerade da ist und in Bük in Ungarn im Hotel Repce in das wir derzeit ja öfter fahren, kann man sich zum Frühstück Spiegeleier braten lassen, da hat zwar der Ernährungswissenschaftler, den “Stadtbekannt” zur Präsentation eingeladen hat, abgewinkt, beziehungsweise, die Dame, die das Büchlein vorstellte, aber als ich 1991 in Japan war, gabs in den Luxushotels, wo uns der akademische Reisedienst einquartierte, auch Ham and Eggs mit Toast, das sogenannte europäische Frühstück.

Die Japaner eßen ja, glaube ich, Reis und Suppe und die Italiener gar nichts beziehungsweise ein Brioche und einen Cappuchino und als wir im Sommer im Elsaß waren, sind wir in der Früh immer in das Cafehaus von Eguisheim gegangen und ich habe zweimal ein Croissant und einen Caffe au lait bestellt, wenn der Alfred nicht etwas anderes wollte.

Aber jetzt sind wir in Wien und das geht es um die Frühstückskultur, die dort herrscht und da fällt einem als erstes einmal wahrscheinlich das Kaffeehaus ein, wo ich als Studentin  manchmal gefrühstückt habe, im Cafe Jelinek oder Cafe Sperl vorzugsweise und dann  bin ich eine Zeitlang auch gern in die Konditorei Aida auf eine oder zwei Kolatschen und einen kleinen Braunen gegangen, die dort sehr gut waren.

Inzwischen hat sich einiges an den Frühstücksgebräuchen geändert, die Bagels und die Smoothies sind hinzugekommen und so habe ich mich gleich angemeldet, als die Einladung zur Buchpräsentation gekommen ist, obwohl das Frühstücken eigentlich nicht sehr literarisch ist oder doch natürlich, denn damals in der Konditorei Aida, bin ich ja öfter durch mein Schreiben aufgefallen und über seine Frühstückgewohnheiten lassen sich auch herrliche Geschichterln schreiben.

Das “Lilette” war auch sehr voll, als ich es knapp nach neun erreichte, vorsorglich habe ich vorher noch eine Schale selbstgemachtes Müsli, gegessen,  Kaffee und Orangensaft dazugetrunken, falls es vielleicht nur ein paar Mannerschnittenproben geben sollte, weil man den Tag, wie ich auch später hören konnte, ja mit einem ordentlichen Frühstück beginnen soll. Alle Plätze besetzt, man mußte sich aber auch an der Theke anstellen, um den jungen Frauen dort zu sagen, welchen Kaffee oder Smoothie man trinken wollte. Ich habe mich für einen Caffe Latte entschieden, denn den trinke ich ja  meistens. Bei den Smoothies kenne ich mich nicht so aus und Säfte, die alle einen eigenen Namen hatten, standen auch schon bereit, wie Müsliproben.

Dann kam die Begrüßung und der Max vom Verlag, den ich  schon von der “Kaffeebuch-Präsentation” kenne und warf ein Teepäckchen mit seinen Fragen in die Runde, die man all wahrscheinlich alle in dem Buch beantwortet finde  und man  bekam dann, wenn man beispielsweise wußte, woraus sich das Wort “Verival”- die Tiroler Biomanufaktur, die nachher ihre Müsliproben verteilte, zusammensetzte, was eine Lactoseunverträglichkeit ist, warum man frühstücken soll oder woraus eine typisches Wiener Frühstück besteht,  man einen Sack mit dem Clemens Haipl-Buch und dem “Unnützen Wien Wissen II”.

Ich erwischte wieder einmal nichts, habe die Bücher aber ohnehin schon gelesen und in dem neuen Buch, das in der sehr schönen “Verival-Tragetasche”, befand die man sich mitnehmen konnte, außerdem noch enthalten war, gibt es natürlich auch etwas über das “unnütze Frühstückswissen” zu erfahren, wie beispielsweise, daß “Spiegeleieresser sexuell sehr aktiv wären”, das war so eine Frage, wo die Frau, die den Tee gegfangen hat, die angeblich richtige Antwort  erst durchraten mußte.Es gibt aber auch wissenswertes um die Milch und um das Müsli zu erfahren und das erklärte während der Präsentation, auch der Ernährungswiessenschaftler, der mir  bestätigte, daß meine Art das Müsli zuzubereiten, die beste ist. Noch besser wäre vielleicht der Porridge, das das was die Engländer, glaube ich, zum Frühstück essen. Waruer, gekochter Haferbrei.

Dann gibts in dem Buch natürlich viel über das Ei, die man im Glas, pochiert, als Eierspeise und wahrscheinlich auch noch  anders essen kann und dann kann man in dem Buch erfahren, wo man überall in Wien frühstücken kann,

“Am Markt, im Scanigarten, im Park, im Wasser, im Grünen, mit Aussucht, im Theater oder Kino, im Museum, im Hotel, mit dem gewissen Extra, im Wiener Kaffeehaus,, beim Bäcker, für Naschkatzen, fürs gesunde Geissen, für Langschläfer, für do ist your self Künstler, im Szenelokal, für Nachteulen und Frühaufsteher, aus aller Welt,  natürlich mit den dazugehörigen Adressen und Werbeeinschaltungen und ich füge hinzu, zu Hause kann man das  auch und morgen am ersten Maium 8.15. im “Rotpunkt”  in der Reinprechtsdorferstraße, bevor es  zuerst zur Albertina und dann vors Parlament zur Maikundgebung geht.

Da werde ich vielleicht wieder einmal früher aufstehen und das Badezimmerlesestündchen verkürzen oder auch nicht, denn ich bin ja eigentlich eine zu Hause-Frühstückerin und blättere mich jetzt  in aller Ruhe durch die  schönen bunten Frühstücksbilder durch, bevor ich mir zu Mittag, die Pizza im Backofen erwärme, die der Alfred gestern abend nach Hause brachte.

Flug der Pelikane

Es sind sehr poetische Geschichten, der kurze 2010, erschienene Roman des 1982 geborenen Benjamin Lebert, der mit seinem 1999 erschienenen Erstling “Crazy” berühmt geworden ist.

Die Schilderung eines Sommes eines vierundzwanzigjährigen Altenpflegers, der im April beginnt, da er da, nachdem ihn seine Freundin verlassen hat, zu Onkel Jimmy nach New York aufbricht, um bis zu dessen plötzlichen Tod, in seiner Imbißstube Pfannkuchen zu backen.

Fast ein bißchen wie der neue Arno Geiger könnte man so sagen, zumindest stelle ich mir den so vor, habe ihn aber noch nicht gelesen und am Buchrücken kann man erfahren, daß die Kritiker, den “Flug der Pelikane” für Leberts bestes Buch halten, vielleicht weil er daranin so vieles andeutet, von vorne nach hinten springt und, das steht auch irgendwo, in wenigen Sätzen und Worten eindrucksvolle Szenen schildert und damit diese kurze Geschichte vom Abschied, Ausbruch oder Änderungen aufbaut.

Anton ist vierundzwanzig, als sein Sommer beginnt. Er ist, erfährt man in einer dieser Szenen, in einer bürgerlichen Familie in Hamburg aufgewachsen, die Mutter Journalistin, der Vater Musiker, eine Schwester gibt es auch und ein abgebrochenes Studium und einen Psychiatrieaufenthalt bei dem er Eleonor kennenlernte, die ihm zu Beginn des Buches verläßt, so daß er sich zu dem Mexiakaner Jimmy aufmacht, der in Manhatten eine “Luncheonette” mit drei Mitarbeitern betreibt. Auch das wird sehr genau betrieben und die hundertfünfzig Gerichte, Pfannkuchen, Hamburger, etc, die man dort bestellen kann.

Es ist nicht der echte Onkel, nicht einmal mit ihm verwandt, die Mutter hat ihn in ihrer Jugend im Zuge eines Praktikums kennengelernt und die Verbindung aufrechterhalten.

Jimmy quartiert ihm in einem Zimmer ein, läßt ihn am Morgen pünktlich um sieben antreten, um Pfannkuchen zu backen, sonst führt er ihn in seine große Schwärmerei ein. Denn Jimmy  lebte auch in San Diego, zumindest hat ihn da die Mutter kennengelernt und da gibt es dieses berühmte Gefängnis Alcatraz, das 1963 geschlossen wurde und 1962 gab es da einen Ausbruch von drei Gefangenen, von denen man seit dem nie wieder etwas hörte.

Kursiv werden immer wieder Beschreibung oder Schilderungen dieser Gefängnisinsel zwischen die Erlebnisse Antons in New York gesetzt.

Es gibt auch kleine Geschichten, etwa, was der damalige Gefängnisdirektor an dem Tag machte, als der Ausbruch bekannt wurde, etc.

Der Onkel hat ein Bild der drei Burschen, es gibt noch einen vierten, der eigentlich mitflüchten wollte, es dann aber nicht schaffte, in seiner Wohnung, zeigt es Anton und erzählt ihm diese Geschichte, die ihn interessiert, seit er ein kleiner Buch gewesen ist.

Am Schluß des Buches kann man lesen, daß die Geschichte frei erfunden ist. Den Ausbruch der drei Männer hat es zwar gegeben und in Manhatten auch einen ähnlichen Imbiß, aber dort mein Lebert, wurde sicher nie soviel über dieses Gefängnis gesprochen und eine schöne Metahpher für die Befreiung, den Ausbruch, das Erwachsenwerden, etc, ist es immerhin, beziehungsweise wurde es von Lebert sehr kunstvoll dazu geschlungen.

Spannend also diese Geschichte mit dem “Selbstportrait mit Flußpferd” zu vergleichen und nachzuschauen, ob es wirklich Ähnlichkeiten in ihr gibt.

Aber dazu muß ich das Buch erst finden und das wird wohl noch einige Zeit dauern. Dazwischen kann ich auch noch etwas anderes von Benjamin Lebert lesen, habe ich, glaube ich “Der Vogel ist ein Rabe” doch ebenfalls auf meiner Leseliste.

Agent Storm

Seit den Anschlägen in Paris im Jänner auf Charlie Hebdo boomen die Berichte über den radikalen IS-Terrorismus. Michael Köhlmeier hat am Freitag in den “Beispielen” in “Ö1” die Geschichte des John Walker Lindh oder des “amerikanischen Taliban” gelesen und die “Müncher Verlagsgruppe”, mit der ich durch Judith Grohmanns Buch in Kontakt gekommen bin, hat auch zwei Bücher zu diesem Thema veröffentlicht, die mich interessieren, weil ich mich ja selber, wenn auch auf viel weniger radikalere Art gerade in der “Bibliophilin” mit diesem Thema auseinandersetze.

So habe ich den “Konvertiten”, einem Thriller eines Ex Polizisten und Ex-Hooligans vor einer Woche gelesen.

“Agent Storm – Mein Doppelleben Al-Quaidia und der Cia” von Morten Storm und den  Journalisten Paul Cruickshank und Tom Lister geschrieben folgt und es ist ein interessantes Buch, obwohl ich von den Geheimdiensten und, wie es dort zugeht nicht wirklich viel Ahnung habe und mich Thriller auch nicht wirklich interessieren.

Wenn man eine fünfzehnjährige Schülerin aber nach Syrien schicken will, sollte man schon ein wenig darüber wissen und ich habe zufälligerweise auch letzte Woche zwei Bücher über das Frauenbild des Islams in den Schränken gefunden, so daß meine Beschäftigung mit diesem derzeit sehr aktuellen Thema weitergehen und mein ursprünglich geplante Leseliste weiterdurcheinanderkommen wird.

“Agent Storm”, ein dickes rotes Buch auf dessen Cover ein dicklicher Mann mit Bart, weißer Tunika und Kalaschnikow zu sehen ist, erzählt die Geschichte des 1976 in Dänemark geborenen Morten Storm und belegt es mit vielen Beweisen in Form von Bildern, Protokollen und mehreren Anhangtafeln, die Auskunft über die handelnden Personen, über Radikale in Jemen, ein Agentenarchiv, etc und diese Geschichte gleicht dem, was man sonst so über das Hineinschlittern in die radikale Szene der Konvertiten hört.

Da ist also ein sehr umtriebiges Kind einer alleinerziehenden Mutter, das frühzeitig in der Schule durch seine Gewalttaten und Unruhe auffällt, das zuerst zu einem Kleinkriminellen wird, ins Gefängnis kommt und dann in die Bibliothek seiner Heimatstadt Korsor, davon gibt es zwei Fotos zu sehen, wo ihm ein Buch über den Islam in die Hände fällt und er beginnt zu lesen.

Offenbar sucht auch er Halt und Geborgenheit in dieser so rauhen Welt, findet sie im Islam, konvertiert, geht zuerst nach England, später in den Jemen, wo er mit dem Haßprediger Awlaki in Berührung kommt, beziehungsweise an dessen Studienkreise teilnimmt.

Er kehrt wieder nach England oder Dänemark zurück, verheiratet sich mit einer muslimischen Frau, bekommt von ihr zwei Kinder, die Ehe wird getrennt, weil die Frau ihn nicht aushält. Der Kontakt zu den Kindern bleibt aber und die Prediger, die man in England oder Dänemark so zu hören bekommt, gehen ihm bald auf die Nerven, so daß er sich zuerest dem dänischen Geheimdienst, dann den britischen und schließlich noch dem CIA anschließt.

Das wird in dem Buch sehr eindringlich geschildert, wie er sich mit seinen Betreuern trifft und zum Beweis für seine neuerliche Konvertierung anfängt Bier zu trinken und Schweinefleisch zu essen. Er besucht auch wieder Bordelle, was seiner zweiten verschleierten Ehefrau zu schaffen macht, die lange nichts von seinen Geheimdienstaktivitäten ahnt, er reist aber viel herum, unter anderen auch nach Wien um Alwaki eine kroatische Muslima als Ehefrau zu besorgen.

Damit kommt er in Schwierigkeiten mit dem CIA und als die dann noch Alwaki ausschalten, verschärft sich der Konflikt, so steigt er etwa 2012 aus den Geheimdiensten wieder aus, offenbart sich einer dänischen Zeitung, schreibt schließlich 2014 mit den beiden Journalisten das Buch, wird zum gesuchtesten Feind aller Seiten, erleidet ein posttraumatisches Belastungssyndrom, seine Kinder zeichnen Bilder, die den Vater, als Helden darstellen, die Mutter wird, wie die ehemaligen Freunde auch, wahrscheinlich erleichter sein und Morten Storm freut sich, daß er nicht mehr beten muß, um den anderen Radikalen nicht als Ausgestiegener aufzufallen und wieder Jeans und Leiberln tragen darf.

Ich bin ich nicht ganz sicher, was ich von der Authetinzität des Buches halten soll, habe ein bißchen nachgegooglet interessant ist es aber sich in Zeiten, wo wir soviel von der radikalen IS, den Geheimdiensten und den Dreizehnjährigen, die sich plötzlich nach Syrien oder in den Jemen aufmachen, hören, sicher, die Geschichte des Morten Storms zu lesen und sich Gedanken über seine und unsere Welt zu machen.

Der Konvertit

Jetzt kommt ein Thriller des Spiegelbestsellerautors Stefan Schubert, ehemaliger Polizist und Hooligan, der schon einige Bücher über den Polizeieinsatz und kriminelle Banden Deutschlands geschrieben hat, der “Konvertit” bei “Lago” der “Müncher Verlagsgruppe” erschienen, mit der ich durch Judiths Grohmann “In geheimer Mission” in Verbindung gekommen bin, ein gerade erst erschiener Roman, was in Deutschland passieren könnte, in dem schon Charly Hebdo und die Anschläge in Kopenhagen erwähnt werden.

Stefan Schubert ist also ein sehr schneller Meister und sein Thriller ist auch sehr interessant und spannend, aber da sehr vielschichtig angelegt, vielleicht nicht ganz einfach zu lesen.

Zumindest habe ich mir bei den verschiedenen Namen und Ebenen schwer getan, obwohl ich mir die Realistät des Ganzens durchaus vorstellen kann, obwohl ich keine Anhängerin von Verschwörungstheorien bin.

Es beginnt an einer deutschen Militärbasis. Da parkt ein Auto falsch und als der Wacheposten aus seinem Postenhäuschen tritt, wird er in die Luft gesprent, es war erfährt man, ein Konvertit, deutscher Abstammung, Carsten Bramschar a la Isam Ali Ahmed, hat er geheißen.

Dann schwenkt es um zu Toni Sander, das ist ein Polizist, der strafversetzt wurde, manchmal etwas abwesend wirkt, jetzt wird er in die Terrorabwehreinheit geholt und der Kollegin Karin Langenscheidt zugeteilt.

Der Kriminaldirektor heißt Vogts und es gibt noch einen scharfen Staatssekretär mit dem Spitznamen Edgar, der packelt mit den Amerikanern, sprich CIA und schon geht es los mit dem ersten Einsatz.

Ein Frankfurter Hochhaus wird observiert, in dem vorwiegend Sozialhilfeempfänger wohnen, dort war eine Terrorwohnung, die ist zwar inzwischen leer, aber das Gebäude wird wochenlang observiert, die Bewohner in ihrer Freiheit behindert, nur die junge Kommissarin kann vermittelnd eingreifen und Konflikte schlichten.

Dann gibt es noch einen zweiten Konvertiten, Mark Schmidt, mit der typischen Karriere, Schulabbruch, alleinerziehende Mutter, die sich Sorgen macht, aus lauter Schuldgefühlen zu Tabletten und Alkohol greift, aber sie hat sich mit ihrem Sohn zerworfen, als der von ihr verlangte, daß sie ebenfalls konvertieren sollte.

Die Radikalisierung erfolgt in einer bestimmten Moschee und die Kommissarin muß wieder vermittelnd eingreifen, die Mutter trösten, während ihr Kollege die Wohnung verwanzt, falls sich das Söhnchen melden sollte, der tut das aber nicht, sondern wird zum Trainingseinsatz nach Afghanistan ausgeflogen, dann fliegt er über Amsterdam zurück und fällt dort der Paßkontrolle auf, so wird nach ihm gefahndet, während er sich unter Bewachung mit einem anderen Konvertiten in Kaiserslautern in einem schäbigen Gebäude einmietet, einmal in der Woche einkaufen geht, ansonsten die Sterne beobachtet, denn es wurde auch eine Drohne eingeschleust und Kaiserlautern ist ein wichtiger amerikanischer Stützpunkt.

Die Polizei, bzw. die CIA und Edgar forschen unterdessen weiter, planen einen Anschlag auf einen Marokkaner, um an sein Handy heranzukommen, alles unverhältnismäßig und den Gesetzen nicht entsprechend, wie Schubert genau beschreibt, am Ende kommt es zu einem Kampf bzw. einem Kräftemessen, die Abwehreinheit ist den Konvertiten, die schon die Drohne starten auf der Spur. Sie werden regelrecht hingemetztelt, die Drohne geht trotzdem los und Zufall oder nicht, an der spannensten Stelle habe ich im Buch zwei Leerseiten und kann rätseln, was inzwischen geschehen ist.

Es kommt jedenfalls zu vielen Toten, Amerikanern und zivile Opfer, Toni Sanders reicht es, er droht mit einem Abschlußbericht, wird wieder strafversetzt und der Polizeidirektor, der von Edgar unter Druck gesetzt wurde, die Illegalität zuzulassen, muß zum Minister zum Report, Edgar steht stumm daneben, der Direktor wird entlassen und erschießt sich mit seiner Dienstpistole und wir stehen staunend daneben und denken wahrscheinlich wieder, daß wir gar nicht soviel von den geheimen Methoden der Terrorspezialeinheiten wissen wollen, weil wir dann nicht mehr schlafen könnten oder natürlich nicht, denn sonst wäre Schubert  kein Bestsellerautor und so wird warhscheinlich auch der “Konvertit” auf der Spiegel Bestsellerliste landen und wir können nur hoffen, daß das nicht wirklich bei uns passiert und, daß wir wegen des IS Terrors nicht noch mehr an unserer persönlichen Freiheit verlieren, als wir seit nine elefen ohnehin schon veroren haben.

Immerwährender Fleischerkalender

Das Wort “Fleischer” auf dem Titelblatt ist aus Würste gebildet und zu sehen ist die Wahrsagerin, die in ihrer Glaskugel dem Schwein “Ich sehe Würste prophezeit!”, na ja, ganz logisch und wenn ich mich nicht irre, stammen einige Cartoons von Oliver Ottitsch neuem Werk aus dem “Holzbaum-Verlag”, das in Wien auf mich gewartet hat, als ich aus Ungarn zurückgekommen bin, bzw. ich mir ganz passend, weil die Post ja umstrukturierte, vom “Heimtierprofi” gegenüber abholte, aus “Noahs Fleischwaren”.

Und während im Grillparzerhaus vielleicht das “Literaturmuseum” eröffnet wird, blättere ich mich durch Oliver Ottischs Werke, den ich ja seit seinem ersten Cartoonband “Kopf hoch” kenne und ihn auch auf Englisch und Französisch gelesen habe und werde den Kalender später irgendwo zwischen meinen Büchern oder im Vorzimmer zwischen den anderen Kalendern und Wandbildern aufhängen und ein ewiger Kalender ist auch praktisch, muß man sich da nicht jedes Jahr einen neuen kaufen und nach den “Veganen Cartoons” kann ein Gang durch den Fleischerladen ja nicht schaden, ein bißchen, was davon war vielleicht auch dort schon angedeutet und Donnerstagabend hat es im “Hotel Repce Gold”  auch eine Schlachterplatter beim Buffet gegeben und am Morgen darauf gab es beim Frühstück noch die restlichen Würstchen zu essen.

Wir haben jetzt April und so beginne ich meinen Rundgang durch das immerwährende Jahr mit einem Duell zwischen den Köchen mit den hohen Mützen, die mit Messern gegen die ebenfalls bewaffneten Schweine losgehen, während im Montat Mai “Zuhause bei Mörders”, sich der Mann bei seiner Frau mokiert, daß es “heute schon wieder Gemetzteltes zu Mittag oder zu Abend gibt!”

Dann marschieren die Tiere durch die Arche um auf der anderen Seite  paketiert in “Noahs Lieferbus” geschlichtet zu werden.

Böse, böse, doch nicht so ganz unrealistisch und die Kühe, die am Flughafen rasch “Zwei Tickets nach Indien!”, wollen, während schon der Fleischer mit seinem Hackebeilchen kommt, habe ich, glaube ich, schon gesehen.

Im August kann der “Metzger Meister Theseus” die Kuh im Labyrinth suchen und wir wünschen ihm viel Glück, daß er sie nicht findet, auch wenn wir vielleicht ganz gerne Tafelspitz statt immer nur Karottensuppe essen.

Und eine Schlange kann die andere nur mehr in Würstchenform begegnen, ein Cartoon an den ich mich genausowenig erinnern kann, wie an den, wo sich das Würstchen beim Herrn Doktor über das “Stechen im Rücken” beschwert, während das, wo das Schwein im Zirkus in die Pfanne springen soll, wahrscheinlich schon ein einem der Cartoonbände zu sehen war.

Im Jänner kann man erfahren, warum die Einhörner ausgestorben sind” und im Ferbruar wird es wieder böse, wenn das kleine Schweinchen “Mami, Mami, ich hab mich verbrannt!”, klagt und die Mutter antwortet “Zeil mal..hmm, das riecht ja köstlich!”

im März wird dann das Huhn paniert und muß sich dazu das Ei noch selber legen und ich habe mich durch das Jahr geblättert, verweise auf die anderen “Ottitsch-Bände”, beziehungsweise auf den Cartoon Reigen, der über Kunst, Wien, Fußball, Katzen, Sex, etc, inzwischen bei den “Kriegerischen Auseinander Zeichnungen” gelandet ist und wem das  nicht genug ist, der kann sich, das kann ich gleich einmal verraten, auf das “Lexikon der Untiere” freuen, das demnächst erscheinen wird.