Der große Roman

Nachdem ich vor einigen Wochen, als ich gerade die “Berührungen” durchkorrigierte und bis Seite achtundsechzig oder so nur mehr einen Fehler fand, habe ich ein Mail mit der Nachricht bezüglich meiner Kommentare auf dem “Literaturcafe” bekommen, daß ich nicht schreiben kann, weil ich so flüchtig ohne Punkt und Beistrich, das heißt Beistriche setzte ich ohnehin viel zu viele, durch meine Texte hetze, so daß der Absender schon Sorge hatte, ob ich nicht vor Erschöpfung hechelnd vor meinem PC zusammengebrochen bin?

Nein, hyperaktiv bin ich, glaube ich, nicht, werde aber trotzdem immer schneller und schneller, so sind in diesem Jahr schon vier neue Bücher herausgekommen, was zwar auch ein bißchen am Alfred liegt, denn die ersten drei hatte ich schon im vorigen Jahr geschrieben.

Die “Berührungen” sind der zweite 2016 er Text und solche Kommentare, wie, das ist das “Schlechteste was ich je gelesen habe”, etcetera, gehen mir, no na, natürlich zu Herzen, obwohl ich, wie ich fürchte, nicht wirklich viel daran verändern kann.

Ich versuche es aber und so habe ich einige Tage nach dem Mailverkehr mir vorgenommen, die “Berührungen” jetzt laut zu lesen, wo man dann immer wieder erstaunlich viele Fehler findet, die mich dann schon den Kopf schütteln lassen und angestachelt vom User Uli, der mir riet, meine Texte mit dem Maßband zu vermessen und Punkte und Absätze zu machen, in meinen Texten, habe ich das, aber, glaube ich, sowieso, das heißt in den Mansuskripten gibt es nicht so viele Absätze, aber die direkte Rede und Kapiteln.

Und so habe ich den Text jetzt an die fünf Mal laut gelesen und am Montag, als ich in der Mittagshitze auf der Harlander Terrasse saß, dann wieder schnell leise weitergelesen und als ich keine Fehler mehr fand, den Text mit der Beschreibung, die der verkürzte “Bierdosen-Text” ist, zur weiteren Bearbeitung geschickt, weil ich in keine Beistrichmanie hineinkommen will und dann am Schluß hunderttausend Beistriche haben, die angeblich nicht gehören und worüber dann alle stöhnen.

Der Alfred geht den Text dann auf Rechtschreibfehler durch, macht den Satz, beziehungsweise das PDF oder wie ich das jetzt nennen soll und gibt es mir zurück, wo ich es mir dann nochmal solange anschaue, bis ich keine Fehler finde.

Dann gehts an die Druckerei, die macht mir fünfzig Stück, ein paar verschicke ich dann an die NB, die “Alte Schmiede” für die “Textvorstellungen”, etcetera, stecke eines in die Tasche, um es herzuzeigen, lege es bei Lesungen auf und eine “Vorschau” gibt es diesmal mit dem “Mimikry-Spiel”, wozu ich alle noch einmal recht herzlich einlade,  mit einen Absatz dazu zu schreiben.

Da kann man dann das Buch gewinnen und wenn man möchte Fehler suchen oder sich überzeugen, wie verständlich oder unverständlich, die Geschichte über das Schreiben eines Romanes, beziehungsweise zwei Studenten und einer Studentin, die ein Stück über Stefan Zweig und Heimito von Doderer schreiben, während sich die beiden Dichter mit dem Fräulein Anne im Cafe Wolke am Himmelsbogen treffen.

Und bis das geschieht geht es zum nächsten Werk. Ja, ich bin eine Schnelle. Ob ich schreibsüchtig bin, weiß ich nicht. Bis vor kurzem dachte ich eher, ich wäre etwas ausgeschrieben und von der ewigen Nichtbeachtung mehr oder weniger frustriert, aber dann bin ich ja mit dem Alfred nach Kroatien gefahren und habe von dort ein Souvenier, beziehungsweise ein halb vollgeschriebenes Notizbuch mitgebracht und habe da, da ich damals ja erst am Anfang des Korrigierens war, gedacht, daß ich das Buch über die Buchpreisjurorin Clara, die nach der Trennung von ihrem Freund in Trogir einen alten Russen und die junge Claire, beziehungsweise die Geschichte von Sergejs Großmutter Clarisse kennenlernt, während des nächstenn “Nanowrimos” schreiben werde.

Dann habe ich gedacht Juli und August brauche ich noch mit den “Berührungen” und dann drehe ich ja sicher nicht zwei Monate die Daumen, sondern fange an und wenn ich mit dem Rohtext Anfang November fertig bin, laße ich den “Nanowrimo” heuer aus oder korrigiere dort weiter, etcetera und das ist sich jetzt ja sehr gut ausgegangen, beziehungsweise hat der August noch zwei Wochen, so daß ich die Sommergeschichte im Sommer schreiben kann, was ja auch ein wenig seltsam wäre, damit im November anzufangen.

Also alles herholen und mir das Notizbuch durchlesen, denn ich habe mir in Kroatien ja sehr viel ausgeschrieben, ganze Szenen konzipiert, die ich jetzt schon wieder vergessen habe und die nötige Atmosphäre will ich mir auch schaffen, so das Sträußlein Lavendl, das ich mir Trogir pflückte, auf das Tischen ins Schlafzimmer in die Krongasse stellen, die Bücher über Kroatien habe ich in Harland gelassen, die Prospekte sind zum Teil aber da und auch die Souveniers, wie die Zuckerpackerln vom Cafe Monaco, das ja auch eine Rolle spielen wird und das Buch “Bora”, das ja auch in Kroatien spielt, aber nichts mit meiner Geschichte zu tun hat und in Harland steht, habe ich mir gedacht, werde ich mir herausholen und nochmals lesen.

Bis die “Buchpreis-Bücher” kommen, habe ich Zeit dazu und da Klara ja “Buchpreis-Jurorin” ist, werden diese Bücher, beziehungsweise, die hundertvierundfünzig, die die Juroren zu bewerten hatten, auch eine Rolle spielen.

In Kroatien habe ich mir ja hauptsächlich die Liebes- und die Familiengeschichte aufgeschrieben, aber hier manchmal gedacht, daß die “Buchpreis-Bücher” auch eine Rolle spielen werden und sie ein zweiter Handlungsstrang werden könnten und diese Liste wird es ja am nächsten Dienstag geben.

Da die Handlung aber im Juli anfängt, Klara also mit den hundertvierundfünfzig eingereichten Büchern am E-Book Reader nach Trogir fährt, sind die ausgewählten zwanzig gar nicht so wichtig, aber natürlich werde ich mich, da ich sie ja bald kennen werde, einbeziehen, da ich die Identität, der anderen ja nur erraten kann.

Der Reiseführer und die Geschichten von der Jagoda Marinic sind auch wichtig, beziehungsweise spielt die Handlung ja am Campingplatz, Clara wohnt dort in ihrem Bus und in der “Campinggeschichte” habe ich auch einiges aufgeschrieben und bis ich wieder nach Harland komme und mir “Bora” heraussuchen kann, wird mich die Slavenka Drakulic und ihr 1999 erschienener Roman “Als gäbe es mich nicht” begleiten, der von “Aufbau” als Taschenbuch neu herausgekommen ist und den ich am Dienstag bekommen habe.

Also auf zum neuen Roman, den meine Leser ja durch meine Schreibberichte beim Entstehen beobachten können und endlich einen großen Roman schreiben, jetzt wirklich oder jetzt erst recht, Das nehme ich mir ja jedesmal vor und ist auch mein zweiter großer Wunsch oder mein zweites Ziel, um mich an die drei Wünsche Marketingregeln der Annika Bühnemann zu halten.

Ich weiß zwar schon, daß mein Problem sein wird, das trotz der kontunierlichen Schreibberichte, das der Öffentlichkeit hinüber zu bringen, denn bisher war es ja immer so, ich starte mehr oder weniger euphorisch. Das wird es jetzt, dann schreibe ich in drei bis sechs Wochen das Rohkonzept hinunter, stimmt, da werde ich immer schneller, dann korrigiere ich ein zwei Monate, gerate mehr oder weniger in Krisen oder Trödelphasen dabei, die ich dann auch beschreibe.

Dann suche ich mir das Foto aus oder der Alfred bestellt wieder ein professionelles Cover, aber diesmal wird er ja schöne Fotos haben, ich mache die “Vorschau”, vielleicht wirds wieder ein “Mimikry- Gewinnspiel” geben, worauf sich niemand meldet, der das Buch gewinnen will.

Dann wirds gedruckt, ich stelle es wieder mit Foto in den Blog hinein, lese vielleicht schon vorher daraus und zeige  stolz, dem Ersten, den ich treffe, das neue Buch, der zögert es anzugreifen und “Das habe ich schon gesehen!”, sagt und das wars dann schon.

So entstehen wahrscheinlich keine großen Romane, die  auf die “Buchpreis-Liste kommen”, aber Klara ist ja in der “Buchpreis-Jury”, findet vielleicht ihre Schwester in Kroatien, deren Vorbild mich ja in Split sehr beeindruck hat und die ich inzwischen für eine der Filmfestspielkuratorinnen halte und zu ihrem Freund, der der Jury-Sprecher ist, findet sie auch wieder zurück.

Mal sehen, was daraus wird und wie ich meine Ziele verwirklichen kann? Ich habe ja am Sonntag beim Fest vom Alfred mit Doris Kloimstein vereinbart, daß wir uns am ersten September trotzdem im Cafe Fortuna zum Schreiben treffen werden.

Vielleicht entsteht da eine Szene, das wäre dann ja, glaube ich, das zweiundvierzigste Selbstgemachte. Für eine, die nicht schreiben kann, also ein erstaunlicher Output, aber man muß auch manchmal hinschauen, um etwas zu bemerken.

Markenzeichen

Ich lese ja, seit ich aus Leipzig zurückgekommen bin auf den Blogs von Annika Bühnemann, die unter dem Titel “Vom Schreiben leben.de” Tips für angehende Autoren gibt, mit und die bietet auch Marktingkurse an, die den Selbstpublishern sehr empfohlen werden und man könnte sich eigentlich fragen, wozu ein Autor einen Marketingkurs braucht?

Hermann Broch, den ich gerade lese, hat einen solchen wohl auch nicht benötigt, sondern sich mit seinem “Tod des Vergils” in Amerika höchstwahrscheinlich seine vorher in Österreich oder der Ostmark erlebten Traumatisierungen hinuntergeschrieben und Thomas Bernhard hat seine eigene Marke kreiert, ohne sie wahrscheinlich so zu benennen und die Verlage tun das für die Verlagsautoren.

Die Selfpublisher müssen aber alles selber machen, so sind Coaching- oder “Heldenstunden”, wie Annika Bühnemann das nennt, wohl auch sehr hilfreich.

Anni Bürkl hat schon vor ihr Kurse und Coachings für Autoren angeboten, wahrscheinlich um selbst davon leben und schreiben zu können, bei Annika Bühnemann kommt noch ein christlicher Hintergrund hinzu, so dirigiert sie in einer Kirche, spricht oft von den Gottesdiensten, die sie besucht und was ich bewundere und mich weder jetzt noch früher eigentlich nicht trauen würde, daß sie den Autoren helfen will, ihren Traum zu finden.

Als ich bezüglich “Berührungen” vor mich hinjammerte und sie dabei zitierte, hat sie sich gleich auch bei gemeldet und mir eine kostenlose Heldenstunde angeboten, die ich, da ich ja länger schreibe, als sie am Leben ist, natürlich nicht angenommen habe, ihre drei Ziele, die sie unlängst den Autoren gegeben hat, haben mich aber auch so beeindruckt, daß ich einen “Drei Dinge ändern-Artikel” geschrieben habe.

Ich bin dabei glaube ich nur auf zwei gekommen, daß ich den NP-haben will und das auch aufschreibe. Was ich ändern kann, um ein Schrittchen diesem Ziel näher zu kommen, habe ich nicht gewußt, weil ich dachte, da müßte mich jemand dafür vorschlagen und ihn an mich vergeben.

Ich habe aber schon damals oder war es noch früher, meine sogenannten Indie-Bücher die sie mir hinausgestrichen haben, weil sie nur Verlagsprodukte wollen, bei “Wikipedia” wieder eingetragen, die jetzt, wie ich gerade bemerkte, auch schon freigegeben sind und das war ja schon ein diesbezügliches Schrittchen und bei einem anderen ihrer Artikel, wie “Selbstpublisher für ihre Bücher Werbung machen können” bin ich darauf gekommen, daß ich das auch  schon länger mache.

Nämlich eine Vorschau auf das jeweils neue Buch, seit einiger Zeit mit Gewinnspiel, auf das sich zwar niemand meldet, aber wenn es das Buch dann gibt, gibt es ein Bild davon und Artikel über meine Lieblingsbücher, die ersten Sätze, die Covers, etcerta, um meine Bücher vorzustellen gibt es auch und noch länger, eigentlich von Anfang an die Schreibberichte.

So schlecht vermartke ich mich also, die ich mir meine Bücher schon seit cirka 2000, zu je fünfzig Stück drucken lasse, also nicht. Es funktioniert nur nicht, obwohl ich ja meine täglichen hundert bis hundertfünfzig Leser habe, scheinen die sich für mein “Selbstgemachtes” nicht zu interessieren.

Das liegt zwar wahrscheinlich auch an mir oder an meinen Masochismus könnte man unken, denn ich habe ja die ISBN-Nummer, die ich ja kaufen könnte, von Anfang an verweigert und wäre damit wahrscheinlich unter die Kleinstverlage und nicht weiter aufgefallen.  Mit meinen selbstgemachten Büchern bin ich aber ziemlich exotisch, ich stelle sie ja nicht bei “Amazon” ein und will sie eigentlich auch nicht wirklich verkaufen, beziehungsweise nicht vom Schreiben leben, denn ich habe ja meinen Brotberuf und inzwischen auch eine Pension.

Mir geht es nur, um die Anerkennung und als ich eigentlich aufatmen hätte und “Ziel erreicht!”, denken hätte können, kam der Kritiker Uli daher und behauptete, ich würde nichts als Unsinn schreiben, weil bei meinen Kommentaren, ich gebe schon zu, daß das stimmt, manchmal der Punkt und die Absätze fehlen und Flüchtig- oder Rechtschreibfehler sind auch dabei zu finden.

Das darf man nicht im Netz, also werde ich mich mehr bemühen auch verständlich zu sein, denn da denke ich, muß ich wohl auf meine Leser Rücksicht nehmen und komplizierte Texte im Internet passen in einer Zeit der “Leichter lesen- Intiativen” wohl wirklich nicht zusammen. Es kann aber keiner über den Schatten springen, auch ich nicht, aber um wieder zu Annika Bühnemann und ihre Tips zurückzukommen, mich bemühen besser zu werden kann und sollte ich und das werde ich auch versuchen und jetzt gibt es auf ihrer Seite wieder einen Artikel: “So kreiirst du deine Vision – fünf Schritte für eine Schriftstellerkarriere”, mit einem eigenen Video oder eigentlich vieren, das erste bekommt man so, bei den anderen muß man sich in den Newsletter eintragen. Man sieht Annika Bühnemann ist Marketingprofi und darüber habe ich in einigen schlaflosen Stunden nachgedacht.

Denn ich habe meine fünf großen Ziele ja schon lange, das erste ist der NP oder die literarische Anerkennung, bei der es bei mir hapert und die ich offenbar weder mit meinen Blog noch mit meinen selbstgemachten Büchern bekomme, das zweite wäre endlich den großen Roman zu schreiben und da wäre ja “Claire-Klara-Clarisse”, das nächste Projekt mit dem mir das gelingen könnte, da ich mit den “Berührungen”, wo es ja wieder einmal auf mehren Ebenen um das Schreiben eines Romanes geht, ziemlich fertig bin und hoffe bald die Vorschau mit dem “Mimikry-Gewinnspiel” präsentieren zu könnnen

Das Dritte wäre dann das mit dem mehr Charisma, denn das bräuchte ich wahrscheinlich, um den Punkt eins zu errreichen und nicht so unbeachtet ein Ouvre zu verfassen, daß schon vierzig Jahre dauert und von manchen als unverständliches Zeug bezeichnet wird, was es wahrscheinlich doch nicht ist, aber man muß natürlich hinsehen, sich dafür interessieren, sich darauf einlassen, etcetera.

Dann kämen noch ein paar Visionen, wie daß sich die Welt zum Guten ändern könnte und ein schöner Tod gehört wahrscheinlich auch zu den Allmachtsphantasien, die man wenig oder vielleicht gar nicht beeinflußen kann.

Annika Bühnemnann kommt aber von den großen Zielen zum Konkreten und meint, man soll nachdenken, was man dafür opfern und wie man seine Ziele erreichen kann und da bin ich, wie erwähnt, daraufgekommen, daß ich nicht vom Schreiben leben, aber Anerkennnung für mein schon über vierzigjänhriges Schaffen haben will und irgendwie bin ich ich ja auch meine eigene Marke.

“Ich betrachte mich als literarisches Original!”, habe ich Heinz Lunzer einmal geschrieben, als ich mich darüber beschwerte, daß ich meine “Mittleren-Reihe” nicht mehr im Literaturhaus organisieren darf.

Das hat zwar nicht sehr viel geholfen, stimmt aber, daß ich glaube, daß ich das bin. Ein bißchen übersehen oder sagen wir sehr unbeachtet, aber sehr bemüht und engagiert und inzwischen  habe ich auf meinen Blog auch schon sehr viel Material gesammelt.

Rudolf Blazejewski, den ich 1975 0der 1976 bei einem Workcamp in Hamburg kennenlernte, und den ich wahrscheinlich  schon 1978 brieflich vorjammerte, daß ich keinen Erfolg im Literaturbetrieb habe, hat mir geraten, einfach für mich selbst zu schreiben und mich, um den Erfolg nicht zu kümmern und Annika Bühnemann rät das den Autoren die sie betreut auch.

Ich war damals empört und eigentlich stimmt das, auch wenn ich natürlich auch einmal einen Preis bekommen, auf einer Buchpreisliste stehen, den Literaturbetrieb auf der anderen Seite kennenlernen, etcetera will, deshalb gehe ich ja glaube ich, auch zu soviel Veranstaltungen und lese so viel Bücher.

Es stimmt trotzdem oder mit sechzig kann ich es vielleicht sagen und das Kämpfen sein lassen, denn jetzt habe ich zwar nur zwei Sachverlagbücher und eines in einem Kleinstverlag aber fast vierzig selbstgemachte, die auch schön ausschauen und auch einiges in Anthologien und wenn man zu “Amazon” geht, kann man auch einiges von mir kaufen, sogar was Selbstgemachtes, denn die ziehen  auch irgendwie herum und ich präsentiere mich auf meine Art mit meinem Jammern, meinen Rechtschreibfehlern, aber trotzdem sehr genau im “Literaturgeflüster” und das ist so, wie ich es will, obwohl ich natürlich mehr Beachtung gerne hätte.

Das stimmt natürlich auch und da denke ich oft an ein Beispiel, daß ich in der Schule im Psychologieunterricht gehört habe. Da hat ein Kaiser im sechzehnten Jahrhundert oder so ein Experiment gestartet und Kinder zwar gut versorgen lassen, den Ammen aber verboten mit ihnen zu sprechen.

Die Kinder sind gestorben, was als Beispiel interpretiert wurde, daß man Liebe und Zuneigung braucht und der Autor braucht seine Leser, wenn er nur für sich selber schreibt, ist es zu wenig und er wird depressiv.

Stimmt natürlich ein bißchen und Annika Bühnemann rät, glaube ich, in ihrem zweiten Video auch sich eine passende Zielgruppe zu suchen und für sie zu schreiben und da setze ich aus und habe vielleicht auch schon den Grund für meinen Mißerfolg.

Denn ich schreibe für mich und nicht für die anderen, um mich zu verwirklichen, mich weiterzuentwickeln, etcetera. Tobias Nazemi hat unlängst geschriebven, daß er das beim Lesen so tut und da kann ich mich auch anschließen. Beim Schreiben soll oder darf man das vielleicht nicht.

Die meisten großen Autoren, wie Thomas Bernhard, Arno Schmidt etcetera werden das wahrscheinlich auch getan haben und ich denke mir manchmal, daß es reicht, wenn ich meine Bücher habe und über mein Schreiben schreibe. Aber dann fehlt natürlich die Annerkennung, siehe oben und deshalb jammere ich wahrscheinlich auch so sehr.

Es ist aber, wie es ist, hat schon Erich Fried gesagt und um noch einmal zu den Zielen und den Schritten, wie man ihnen näher kommen könnte, zurückzukommen. Was ich in den acht Jahren des Bloggens gelernt habe, ist wahrscheinlich Selbstbewußtsein, auch wenn dann Kommentare, wie “Das ist das Schlechteste oder unverständliches Zeug!”, kommen, die mich natürlich jedesmal verunsichern.

Ich denke  dann darüber nach und glaube zu wissen, was daran stimmt und was nicht und wenn ich manchmal denke “Na, so schlecht wird es nicht sein, es ist schon mittelmäßig!”, dann stimmt das wahrscheinlich insofern nicht, weil ich ja mit meiner Art zu bloggen, meiner Art zu jammern, meiner Art meine Bücher zu machen, irgendwie schon etwas Besonderes bin, aber damit offenbar nicht so positiv aufgenommen werde, wie ich es gerne hätte.

Ein anderer Punkt, den Annika Bühnemann, den Autoren empfiehlt, ist bei mir, glaube ich, erfüllt, nämlich den der “Authentizität”.

Mein ganzer Blog und mein ganzes Schreiben ist sehr ehrlich und sehr offen und das ist vielleicht auch das, was manchmal Widerspruch erregt und vielleicht auch ein bißchen überheblich klingt.

Da ist eine mit vielleicht sehr vielen Rechtschreibfehlern und schreibt sie will den Np für Literatur? Und, um auf meinen Kritiker Uli hzurückzukommen, der mir geraten hat, Absätze zu machen und Punkte zu setzten.

Da habe ich ganz ehrlich gedacht, da kommt ein Volksschullehrer in die Maturaklasse oder in das Germanistenseminar und erklärt das “A”.

Das ist, da er sich ja vor meiner Schlampigkeit und meinen Fehlern gruselt, ganz schön überheblich, ich gebe es zu. Ich habe aber sehr viel gelesen und geschrieben und auch Arno Schmidt nicht verstanden und bei Hermann Broch, den ich gerade lese, geht es mir ähnlich.

Ich lese aber auch sehr gerne Bücher von Autoren, die vielleicht auch nicht so gut schreiben und dann würde ich wahrscheinlich anders reagieren und dabei auch offen und authentisch sein und um nochmals an den Anfang zurückgekommen.

Ich lese die Marketingtips der Annika Bühnemann, die übrigens gerade einen Blogroman schreibt und deren “Küß mich Superstar” ich gelesen habe, sehr gerne, weil da ist eine junge Frau, die, glaube ich, wirklich versucht, den anderen zu helfen und nicht nur an ihnen zu verdienen und, daß sehr viele Leute schreiben und es jetzt, als Selbstpublisher auch viel leichter, als ich vor zwanzig dreißig Jahren, können, finde ich sehr schön.

Die lesen mich zwar wahrscheinlich auch nicht, weil sie wahrscheinlich überhaupt nur wenig lesen und nur selber schreiben wollen. Aber ich lese sehr viel und nehme mir von meinen Nachdenkstunden wahrscheinlich mit, daß ich vielleicht weniger jammern sollte, aber das gehört vielleicht auch zu meinem Markenzeichen und mehr auf meine Flüchtigkeitsfehler achten, aber sonst weiter in meiner Rechtschreibung schreiben werde und mit dem nächsten Roman besser zu werden versuchen, was immer, das auch heißt.

Mal sehen, ob es gelingt. Aber der Weg ist das Ziel, das glaube ich auch und vielleicht ist auch meine Flüchtigkeit mein Markenzeichen und, daß ich jetzt schon über vierzig Jahren diesen Weg gehe und sehr sehr viel geschrieben habe und meine Hemmungen, gegen die ich Anfangs ja sehr kämpfte, habe ich durch das kontinulierliche Schreiben und das Bloggen darüber, inzwischen auch verloren und das ist eigentlich sehr schön.

Sommergeschehen

Daß der heurige Sommer mit den Sommerfrischenwochenenden ein wenig anders werden wird, als die vorigen, habe ich schon geahnt, bin ich ja nur für ein verlängertes Wochenende in Harland bei St. Pölten, wo ich dem Alfred an den Freitagen meistens helfe, die Thujen, die er abschneidet, wegzuräumen, am Samstag sind wir am Markt, am Sonntag auf der Rudolfshöhe, da bleibt nicht sehr viel Zeit für mein Schreiben, beziehungsweise dem Korrigieren der “Berührungen”.

Das habe ich dann in Wien, in den Zeiten wo ich keine Stunden habe, getan, habe da wieder gedacht, ich bin bald fertig und kann bald mit meinem Sommerroman “Claire Klara Clarisse” beginnen, dann aber prompt Fehler um Fehler gefunden und da ich in der vorigen Woche ja einige Mails vom User Uli bekommen habe, der meinte, daß ich nicht schreiben kann und nur unverständliches Zeug fabriziere, bin ich in mich gegangen und habe angefangen, den Text laut vorzulesen, womit ich mit dem Korrigieren wieder am Anfang war und wahrscheinlich den Rest des Sommers damit beschäftigt sein werde.

Aber eigentlich habe ich das ohnehin so vorgehabt und ist mir bei meinen früheren Texten auch so gegangen.

Diese Woche hatte ich aber nicht viel Zeit dazu, denn am Montag habe ich dem Alfred nicht mit den Thuljen geholfen und bin auch nicht. wie die zwei Wochen davor in Wien gewesen, weil ich doch Stunden hatte oder der Alfred seine Begtriebratsitzungen, sondern wir haben einen Auflug in das Mühlviertel gemacht.

Einen alternativen Shoppingtag könnte man so sagen, denn der Alfred hat eine Sendung des bayrischen Rundfunks über das alternative Handwerk in Oberösterreich gesehen, dann sind wir zuerst in das Landbrauhaus Hofstetten gefahren, um einzukaufen, weil es im August wieder ein Geburtstagsfest geben wird,  dann waren wir in Lembach in einem tollen Bio-Restaurant Mittagessen, bevor wir zu “Naturfaser Fölser”, einem kleinen Betrieb in Helfenberg fuhren, wo sich der Alfred zwei Hosen bestellte.

Dann haben wir noch seinen früheren Arbeitskollen besucht, der in der Nähe mit seiner Frau einen alternativen Bauerhof betreibt, haben seine Schafe und seine Enten bewundert und Felizitas hat mir von ihrer Tante Maria Hauser erzählt, die eine Lokaldichterin ist und da bin ich darauf gekommen, daß ich mir aus Leipzig ein Buch von ihr mitbrachte, da dort der Stand der Oberösterreicher ja immer Gratisbücher zu freien Entnahme hat, das ich noch lesen muß.

Ja, das Mühlviertel ist, sowohl was den Genuß und die Naturfasern betrifft, als auch bezüglich der Literatur aktiv, hatte die Ruth ja auch einmal ihren Verlagssitz dort, als sie noch die “Edition die Donau hinunter” betrieb und diesen Freitag und Samstag bin ich mit dem Alfred auf dem Hochschwab gewesen, etwas was mich fast ein wenig übernommen hat, aber auch sehr schön war.

Morgen werde ich mir den Text weiter laut vorlesen und hoffen bald damit fertig zu werden und die “Nika” wird am Montag warhrscheinlich auch ausgeliefert werden.

So daß es eigentlich ein intensiver Juli gewesen ist, der mit dem “Bachmannpreis” und der “Sommerakademie” begonnen hat.

Bei einigen literarischen Festivals bin ich in Wien gewesen, habe mir zweimal die Ö-Töne und zweimal die “Podium- Sommerlesungen” angehört, am Karlsplatz beim Filmfestival bin ich gewesen und vorigeWoche auch zweimal am Rathausplatz und im August wird es mit einem Ausflug nach Innsbruck und dem Besuch eines Hauermarktes weitergehen und natürlich auch mit dem Korrigieren der “Berührungen”, die ich wirklich hoffe einigermaßen fehlerfrei hinzukriegen, so daß es bald auch eine Vorschau mit einem “Mimikry-Gewinnspiel” geben wird.

Das Cover mit den Bücher, die in dem Roman vorkommen, haben wir schon gemacht und die “Bierdosengeschichte” aus der letzten Schreibgruppe werde ich verkürzt, als Beschreibungstext nehmen und ein schönes Gedicht von Richard Weihs wird es als Motto auch geben.

Ende der Schreibegruppe?

Die Schreibgruppe “Westbahn spontan”, heißt sie, glaube ich, gibt es seit Anfang 2013 undwurde von Ruth Aspöck, Robert Eglhofer und Ingeborg Reiser intitiiert, weil, wie ich hörte, der Robert gerne in der Gruppe schrieb und es die der LitGes für ihn nicht mehr gab.

So haben sie eine Aussendung gemacht und mich eingeladen, mich einmal im Monat mit ihnen ins Cafe Ludwig zu setzen, das jetzt “Fortuna” heißt und zwangig Minuten einen Text nach einem ausgewählten Thema zu schreiben und ihn  der Runde vorzulesen.

Ich bin erst im April glaube ich, dazugestoßen, als Ingeborg Reisner, der das offenbar zu schülerhaft war, nicht mehr mitmachte, weil ich ja nicht gerne ins Cafehaus gehe und nicht gerne konsumiere, es dem Robert aber irgendwie versprochen habe, es mir einmal anzusehen.

Das habe ich gemacht und bin geblieben, zwar nicht jedes Monat gekommen, weil wir ja Freitags, wo die Gruppe anfangs stattrfand, manchmal nach Harland fuhren und manchmal gab es auch Veranstaltungen, wie die “Hörspielgala”, etcetera, die ich vorgezogen habe, denn eigentlich habe ich das Schreibenlernen auch nicht mehr nötig und war ja schon in einigen Schreibegruppen, so würde ich den “Arbeitskreis schreibender Frauen”, wo ich ja, wie ich immer schreibe, literarisch sozialisiert wurde und ihn für meine “Gruppe 47” halte, als solchen bezeichnen, obwohl mich dort die Kritik, die dort geǘbt wurde und die ich, noch immer nicht als konstruktiv bezeichen würde, störte.

1984 hat sich der Arbeitskreis aufgelöst, beziehungsweise, bin ich nicht mehr hingegangen, als er sich zu einem Verein mutierte, weil ich ja nicht so besonders gerne in Vereinen Mitglied bin, die GAV ist eine Ausnahme und, als ich dann 2000 war es, oder so, bei den “Luitpoldt Stern Preisen” mitmachte, wurde ich auch in eine Gruppe eingeladen, die sich, glaube ich, an den Donnerstagen traf und von Evelyn Haas geleitet wurde. Man schrieb auch zu einem Thema, las vor, kritisiert wurde nicht, was ich sehr angenehm fand. Da war ich einige Jahre, Petra Öllinger war da und andere interessante Teilnehmer und weggeblieben bin ich, weil es mir irgendwie zu wenig war, nur einen zwanzigminüten Text zu schreiben.

So gesehen war “Westbahn spontan” die dritte Schreibgruppe, eine sehr kleine mit ausgewählten Mitgliedern, die ich zum Teil schon kannte. Ilse Kilic, Fritz Widhalm, Ruth, Robert, Peter Czak ist dann bald dazugestoßen, Klaus Khittl kam gelegentlich und zuletzt auch Doris Kloimstein und ich bin aus zwei Gründen geblieben:

Erstens war es für mich. eine realistische Schreiberin sehr interessant und hilfreich dem Entstehen von experimentellen Texten, wie sie ja Ilse Kilic und Fritz Widhalm schreiben, beizuwohnen und habe, wie beispielsweise beim “Kokosnuß-Text” auch damit gespielt und dann habe ich mir bald angewöhnt, wenn ich gerade an einem längerne Text gearbeitet habe, was oft, aber nicht immer der Fall war, das Thema zum Anlaß zu nehmen, daran weiterzuschreiben.

Es war in der Gruppe so, daß am Anfang jeder ein Thema sagte, über das er schreiben wollte. Danach wurde abgestimmt und eines ausgewählt und so habe ich, als ich an der “Brüderschaft” geschrieben habe, mit dem Thema “Schwimmen”, eine andere Ebene in meinen Text eingeführt, was ich sehr interessant gefunden habe.

Das nächste war dann die “Anna” oder  “Im Namen des Vaters”, da habe ich, glaube ich, zweimal an den Anfängen geschrieben und als ich bei der “Anna” und dem Thema Vergessen”, das ich mir wünschte, vor dem Vorlesen, vorher kurz erzählte, um was es in meinem Text gehen würde, gab es eine Diskussion, ob man in der Schreibgrupe an einen Roman schreiben darf?

Etwas, das den anderen ja egal sein kann oder sie es auch als interessant empfinden könnten, den Entstehungsprozeß  mitzuerleben, die Ruth hat sich, glaube ich, dagegen ausgesprochen, ich habe gesagt, wenn ich das nicht darf, komme ich nicht mehr, und habe weitergeschrieben.

Die Gruppe hat sich aber Anfang 2015 ohnehin zu einem Ende entgegenentwickelt, jedenfalls haben Ruth und Robert  für März eine Lesung im “Amerlinghaus”geplant, womit sie sie beschließen wollten.

Peter Czak hat sie dann weiterorganisiert und ich habe weiter Szenen für mein jeweiliges “Work in Progress”  geschrieben, so habe ich zum Beispiel die “Ereignisreichen Sommererlebnisse vierer prekärer Literaturstudentinnen” dort begonnen und im November zum Thema “Dämonen” eine “Nika Szene” geschrieben, das heißt keine, die in dem Buch vorkommt, das ja in der “Nika-Perspektive geschrieben ist, die Szene, die in der Gruppe entstand, hat Max Schröder zum Protagonisten und als “Dämonen” bezeichnet er sein Zittern und, ich glaube, ein Jahr vorher habe ich mir schon das Thema “Weihnachten” oder “Nikolo” im Dezember gewünscht und diesbezüglich schon ein bißchen vorgeschrieben.

Der Anfang von “Paul undPaula” ist auch in der Gruppe entstanden, da habe ich einfach das Wort oder Thema “Künstler” ein paarmal in den Text geschrieben, was den Vorteil hatte, daß ich dann eine sachkundliche Beraterin und Testleserin hatte, die meine Hoppalas und Fehler bezüglich der Thematiak geduldig korrigierte.

Zuletzt war ich im April in der Runde und habe das Thema “Bierdose” vorgeschlagen, da wollte ich eigentlich eine “Wurfgeschichte” zu diesem Thema schreiben, entstanden ist eine, die meine damaligen “Berührungsschwierigkeiten” zusammenfaßte und die ich jetzt stark verkükrzt, als Beschreibungstext verwenden will.

Da war ich das letzte Mal dort und habe gesagt, die nächsten zwei Male komme ich nicht mehr, denn im Mai war der Donnerstag, wo wir uns inzwischen trafen, damit ich regelmäßiger kommen kann, was durch Afreds Altersteilzeit dann aber nicht mehr stimmte, ein Feiertag und da wollte ich nicht von zu Hause weggehen und im Juni waren wir ja in Kroatien.

Die Mai- Guppe hat der Peter Czak abgesagt und die im Juni habe ich gehört, hat auch nicht stattgefunden und jetzt habe ich von ihm ein Mail bekommen, daß die Gruppe ausfgelöst werden soll.

Was ja an sich, einer allein gar nicht bestimmen kann, aber die Ruth hat inzwischen, die Lust daran verloren, der Robert kommt auch nicht mehr, Ilse und Fritz haben schon nach der Lesung aussteigen wollen.

Bleiben eigentlich nur noch ich, Klaus Khittl, der auch nicht so regelmäßig kam und Doris Kloimstein, die glaube ich weiterhin Interesse hat, übrig und ich muß sagen, mir ist es eigentlich egal, denn ich kann ja überall schreiben, praktiziere das auch regelmäßig und gehe auch nicht so gerne in Kaffeehäuser, aber das monatliche Scheiben zu einem bestimmten Thema war schon sehr lustig und interessant und vor allem finde ich es für die Romanentstehung durchaus nützlich.

So denke ich, wird mir im Herbst, wo ich mir die Termine schon bis Jahresende aufgeschrieben habe, sicher etwas fehlen.

Im Sommer bin ich die letzten Jahren wegen meiner Sommerfrische nicht gekommen, jetzt könnte ich zwar theoretisch, aber am Donnerstag sind ja die O-Töne,  es waren aber ohnehin keine Termine geplant.

Ich kann an meinen  Romanen alleine weiterschreiben und auch den Gespritzten, den ich mir dazu immer bestellt habe, auch zu Hause trinken, werde aber vielleicht trotzdem die beiden Übriggeblieben noch anmailen und fragen, ob sie Lust an einem Weitermachen haben, da auch bei mir ein prinzipielles Interesse entsteht und eine Schreibgruppe eigentlich schon eine schöne Sache ist.

Drei Dinge ändern

Für die, die es wissen wollen, ich bin jetzt mit dem Korrigieren, des “Adventkalender” fertig. Das heißt der Alfred kann es an den “Digitaldruck” schicken und das “Dummie” bestellen, daß ich dann noch einmal durchsehen werde und dann gibts ein neues selbstgemachtes Buch in wieder fünfzig Exemplaren, das ich hier vorstelle und dann wahrscheinlich in der Sommerhitze vergessen werde, bis es dann im Dezember die alten und die neuen Bloghäppchen geben wird.

Das heißt man kann es sich natürlich schon bestellen, lesen, eine Rezension schreiben, etcetera.

Das Gewinnspiel in der “Vorschau”, kann man bis zur Erscheinung des Buches übriges auch noch auflösen und das Buch gewinnen.

Ich korrigere dann den Sommer über, solange bis ich damit fertig bin, die “Berührungen” oder “Nicht Berühren oder Notizen zur Romanentstehung”, wie es jetzt heißen wird.

Die Beschreibung dazu habe ich schon, da habe ich die “Bierdosen-Szene”, die ich in der letzten Schreibgruppe geschrieben habe, entsprechend abgekürzt.

Bezüglich Cover müßen wir uns noch etwas einfallen lassen. Da habe ich ja schon vor einigen Jahren geschrieben, daß ich bei der Fülle meiner selbstgemachten Bücher nicht mehr so recht weiß, was ich dazu nehmen soll?

Ein Foto von den Büchern Zweigs, Doder und Anne Frank, die auf einem Tisch liegen? Solche Covers habe ich schon und der Alfred hat ja bezüglich “Paul und Paula” wo ich das einfach auf einen roten Karton geschrieben habe, ein professionelles Cover bestellt.

Das wird den Selfpublisher ja so empfohlen. Ich bin da ja etwas skeptisch, ob das wirklich etwas bringt und habe auch noch keine wirklich entsprechende Rückmeldung bekommen.

Aber an der haperts bei mir  sowieso, denn da schreibe ich meistens in ein paar Wochen das Rohkonzept, korrigiere  ein paar Monate bis ichs fehlerfrei finde, dann kommt das Buch, die “Vorschau” hat mir bisher keiner aufgelöst, ich lasse mich mit dem Buch fotografieren, stecke es dann in die Tasche, um es  herzuzeigen, um meistens die Reaktion “Das haben wir schon gesehen!”, zu bekommen.

An die Nationalbibliothek schicke ich das Pflichtexemplar, und eines an die “Alte Schmiede” für die “Textvorstellungen”. Da hat mich ja Reinhard Wegerth einige Male eingeladen, aber der ist da nicht mehr in der Reaktionen und ob ich bei den anderen Redakteueren wieder einen Termin bekomme, ist fraglich.

Bei mir scheint das ja sehr schwierig zu sein. Warum eigentlich? Da ist eine, die schreibt seit mehr als vierzig Jahren und hat vor sechzehn, weil sie außer der “Edition Wortbrücke” keinen Verlag gefunden hat, angefangen, ihre Bücher selber drucken zu lassen. Damals noch ein Sakrileg, jetzt boomen zwar die Selfpublischer, aber das geht an mir auch vorbei.

Da bin ich zwar wieder selber schuld, so wie ich mir damals aus Übermut und Juxerei auch keine ISBN-Nummer kaufte, habe ich meine Bücher auch noch immer nicht bei “Amazon” hineingestellt, sondern promote sie nur auf meiner Seite und da ist die Reaktion ja so gut wie null.

Was ja nichts macht, aber, wie man an meinen Artikeln sehen kann, auch nicht lustig ist, immer übersehen zu werden und nur von den Erfolgen der anderen zu berichten. Wo ich mir dann schon öfter denke,  “Na so viel schlechter bin ich nicht!”

Den Beweis, kann ich mit meinen Digitaldruckbüchern aber offenbar nicht antreten, obwohl ich mich ja schon sehr bemühe, sie auf Lesungen vorstelle, Artikel darüber schreibe, etcetera.

“Wikipedia” hat ja einmal angefangen meine bei “Digitaldruck” erschienen Bücher hinauszuschmeißen, weil sie nur Verlagsprodukte wollen, das war noch knapp vor den Selfpublisherzeiten, die bei “Novum” gedruckten haben sie offenbar nicht, als selbstgemacht erkannt und drinnen gelassen.

Jetzt habe ich, weil sich die Zeiten geändert haben, sie wieder hineingestellt und warte noch immer auf die Freigabe derselben und über etwas anderes grüble ich auch nach.

Denn die Selfpublisher, die es jetzt schon zu Haufen gibt, müßen sich ja auch selbst vermarkten und besuchen dazu schon regelrechte Marketingkurse, die im Netz offenbar auch zu Hauf angeboten werden und da habe ich bei Annika Bühnemann, deren Vlogs ich ja sehr gerne schaue, vor kurzen einen Artikel über drei Ideen, wie man sich am besten vermarktet, gefunden.

Die erste war, sich große Ziele zu setzen, voila, das kann ich bieten, denn auf meinen Wunsch nach literarischer Anerkennung, bin ich ja schon vor vierzig Jahren darauf gekommen, daß ich gerne den “Nobelpreis” will. Zugegeben, das ist ein bißchen sehr hoch gegriffen, aber wir leben ja in eine Leistungsgesellschaft, wo alle nur auf den Gipfel wollen und die Mittelmäßigkeit ein Schimpfwort ist.

Ich spreche das auch manchmal aus oder blogge es und meine Autorenkollegin Elfriede Haslehner hat mich einmal diesbezüglich gefragt, ob ich betrunken bin?

Keine sehr nette Reaktion.

“Das ist aber ein sehr hoher Anspruch, den du wahrscheinlich nicht erreichen wirst!”, wäre wahrscheinlich passender gewesen. Aber seis drum, die anderen denken sich das wahrscheinlich auch und Anika Bühnemann rät ausdrücklich zu hohen Zielen, weil die mehr motivieren und anspornen, als wenn man sich was Kleines wünscht.

Das Zweite wäre dann, das aufzuschreiben, das mache ich auch und komme nur mit dem dritten Punkt in Schwierigkeiten, der, die Frage, was man machen kann, um seinem Ziel näher zu kommen, betrifft?

Da rät Annika Bühnemann zu drei Änderungsschritten und ich bin ein wenig ratlos, habe ich ja mit dem Meisten, was ich probiere, beispielsweise mit  meiner Art, der Selbstvermarktung keinen Erfolg und  es auch nicht geschafft, im Literaturhaus eine weitere Rezension unterzubringen, obwohl, die es mir versprochen haben und ich auch diesbezüglich einige Bücher verteilt habe.

Was kann ich also machen, um meinen Erfolg zu steigern? Irgendwie klappt bei mir nichts wirklich und das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum ich beim Korrigieren manchmal in Trödelphasen komme, obwohl ich mir ja bei den “Wilden Worten” Gedichte für meine Bücher schreiben lassen.

“Die Sommerereignisse” und die “Nika” habe ich als “Work in Progress” im “Read!!ingroom” vorgestellt  und die erste Zweig, Doderer, Anne Frank-Szene werde ich auch beim nächsten Volksstimmefest lesen, dann gibt es noch die “Poet-Night”, wo ich vielleicht auch ein Stückchen daraus lesen kann.

Sonst fällt mir nicht sehr viel ein, was ich machen könnte, um voranzukommen, habe ich bei den meisten Anfragen, die ich in den letzten Jahren versucht habe, um zu Lesungen oder zu Rezensionen zu kommen, kein Glück gehabt.

Um Stipendien und Preise bewerbe ich mich nicht mehr, sondern versuche mein literarisches Leben, das mir ja sehr wichtig ist, auf meinen Blog darzustellen, wo es allerdings genauso untergeht, wie ich auch bei meinen Lesungen meistens nur sehr wenig bis keine Zuhörer habe.

Ich kann auf der einen Seite damit leben, auf der anderen  ist es aber ziemlich resignativ und zu schreiben aufhören, was ich manchmal als einzige Alternative sehe, möchte ich eigentlich nicht.

Dann denke ich wieder, daß  nur das Schreiben wichtig ist. Wir leben  aber in einer Erfolgsgesellschaft und auch die Selfpublisher suchen den, in dem sie ihr “Amazon Ranking” abzählen und auf ihre Verkaufszahlen schielen und wenn ich da ganz danebenstehe, geht es mir auch nicht sehr gut.

Was ich aber  sehr interessant finde, ist ihr Anspruch beispielsweise alle paar, manchmal sogar jedes Monat ein Buch veröffentlichen, was sie von den sogenannten Publikumsautoren, die ich  auf Buchmessen immer sagen höre, daß sie mehrere Jahre für ihre Bücher brauchen, unterscheidet.

Und da  hatte ich schon Schuldgefühle, daß ich ungefähr sechs Wochen für einen Rohtext brauche und inzwischen  drei Bücher  pro Jahr herausbringe.

Vielleicht ist aber meine Schnelligkeit eine  Stärke und eine Änderung das positiv zu sehen und mich nicht fortwährend dafür zu entschuldigen, daß es schon wieder ein neues Buch von mir gibt.

Dann gab es noch den Einfall, meine Digitalbücher wieder bei “Wikipedia” einzutragen und wenn  es mit den “Berührungen” und dem nächsten “Nanowrimo” wunschgemäß klappt, bleibt vielleicht noch Zeit für einen zwanzig Minuten Text, den ich vielleicht im Jänner oder Februar ohne Verlagsempfehlung an die Bachmannjuroren schicken könnte, habe ich vor zwei Wochen auch gedacht.

Das wird zwar höchstwahrscheinlich außer einem Text, den dann keiner lesen will, nicht nicht viel bringen, man sieht aber,  die Ideen kommen und Hoffnung ist auch noch ein bißchen da.

Vielleicht hat auch einer meiner Leser einen diesbezüglichen Einfall oder Lust, sich meine Bücher anzuschauen, zu meinen Lesungen zu kommen, etcetera und wenn noch jemand “Mimikry” mit mir spielen könnte, damit die nächste Vorschau auch ein bißchen anders wird, wäre das sehr schön.

In die Sommerfrische

Nach dem “Bachmannpreis”, den “Literaturgeflüster-Feierlichkeiten” und der “Sommerakademie” geht es jetzt richtig in die Sommerfrische, die dieses Jahr eine andere und eine etwas verkürzte wird.

Nur noch von Donnerstagabend und da werde ich mir vorher die Ö-Töne anhören, die diese Woche im Museumsquartier beginnen werden, bis Dienstag früh oder auch Montag Mittag, wenn ich am Nachmittag vielleicht eine Stunde habe oder der Alfred zu seinen Betriebsratsitzungen muß.

Das, was ich “Sommerfrische” nennen, die Tage im Haus in Harland bei St. Pölten, das ich sogar im vorigen Jahr in meinem “Sommerroman” verewigt habe, haben sich bei mir so eingebürgert.

Ist es ja das Haus, das Alfreds Eltern bauten, jetzt baut die Anna mit ihrem Freund daneben, das Haus, das ihr Großvater vor cirka zehn Jahren für sie begonnen hat und, das ich auch in einem Roman vereweigt habe, fertig.

Ich komme ja erst seit 1983 oder so nach St. Pölten, ab da waren wir, glaube ich, die Wochenenden da, eine Zeitlang,  als ich meine Praxis in der Gumpendorferstraße hatte, sind wir sogar jeden Tag nach Wien gependelt, das war die Zeit, als ich auch meinen Vater pflegte, das hätte die Anna dann, glaube ic,h nicht mehr länger mitgemacht, so habe ich mir eine Praxis in der Reinprechtsdorferstraße gemietet, schließlich sind wir in die Krongasse gezogen und ich habe Praxis und Wohnung an einen Ort gehabt.

Wann ich mit der “Sommerfrische” angefangen habe, beziehungsweise im Sommer Montag und Dienstag Praxis machte und den Rest der Woche in Harland verbrachte und das “Sommerfrische” nannte, weiß ich  nicht mehr so genau.

2008, als ich zu bloggen angefangen habe, war es aber schon so und seither schreibe ich auch darüber, beziehungsweise versuche ich meine Sommer literarisch zu zelebrieren mit den Stadtschreibertexten, das sind Texte oder Glossen die in St. Pölten zum Beispiel über die Frequency, aber auch über unsere Ausflüge nach Melk zum Beispiel entstanden sind, auf die Idee im Sommer Sommerbücher zu lesen, bin ich glaube ich durch “Leselustfrust”, ein Blog, den es nicht mehr öffentlich gibt, den ich aber 2009 oder auch 2010 sehr intensiv verfolgte, gekommen. Meistens bin ich in den letzten Jahre Ende Juni auch mit dem jeweiligen Text fertiggeworden  und habe den Sommerfrischenbeginn quais mit Recherche- und Materialsuchtagen begonnen.

Heuer ist auch das ein bißchen anders, denn es gibt ja noch zwei Texte zum Korrigieren und zwar die “Nika”, die zwar eigentlich schon vor “Paul und Paula” fertig werden sollten, so habe ich geglaubt, aber dann Fehler und Fehler gefunden.

Es kann schon sein, daß ich da ein bißchen lustlos korrigiere, weil in der Sommerhitze einen “Adventkaldender” durchzusehen, ist ja nicht gerade passend, ich hoffe aber doch, daß ich bald damit fertig werde und, daß das Buch demnächst erscheinen kann.

Dann gibts wieder ein Foto von mir und dem Buch, vielleicht setzte ich mir dazu auch die Weihnachtsmannmütze auf, die der Alfred, der Anna mal aus London mitbrachte, als er dort bei einem Bewerbungsgespräch war.

Ich weise meine Leser dann auf das Buch hin, sie können es aber gleich vergessen, beziehungsweise notieren, daß es das gibt und stattdessen beispielsweise das “Sommerbuch” bestellen, das ja eigentlich auch der vorige Teil der “Flüchtlingsstrilogie” ist und die “Nika” dann im Dezember lesen, da weise ich im Blog sicher darauf hin, beziehungsweise wird ein paar Schnäppchen daraus geben.

Die Hauptkorrekturarbeit wird die “Berührungen” oder “Nicht Berühren oder Notizen zur Romanentstehung” betreffen, wo ich gerade bei Szene siebzehn bin und vielleicht auch ein bißchen dabei trödle, obwohl mir der Text, der eigentlich aus deiner Schreibblockade oder einem sich zu schnell in einen Text hineinstürzen entstanden ist, eigentlich ganz gut gefällt.

Aber das fortwährende Fehlersuchen ist ja nicht gerade lustig und dann kommen auch die Gedanken, “Das ist nicht gut genug!”, Wenn ich daraus ein Gewinnspiel mache, meldet sich wieder niemand, der das Buch gewinnen will!”, “Damit komme ich nie auf die Longlist, weil ich es ja selber mache!” etcetera….

Mit dem Herumschicken habe ich vor einigen Jahren aufgehört. 2000 ist glaube ich mein erstes Selbstgemachtes Buch erschienen, bis 2004, das war das “Tauben füttern” habe ich, glaube ich, noch trotzdem ein Expose an die Verlage geschickt, dann schrittweise damit aufgehört und jetzt lasse ich meine Bücher, wenn sie fertig sind, nur mehr fünfzigmal drücken und “vermarkte” sie auf meinen Blog, wo sie, glaube ich, ziemlich unbemerkt dahinschlummern, was natürlich ein bißchen schade ist und deprimiert, so daß ich  manchmal in Krisen komme, obwohl ich aus Kroatien  wieder die Idee für einen Roman mitgebracht habe, an den ich mich machen werde, wenn ich mit dem Korrigieren der “Berührungen” fertig bin.

Wenn ich den Sommer herumtrödle und noch den September und den Oktober dazu brauche, geht es sich eigentlich für den “Nanowrimo” gut aus, aber dann schreibe ich im November einen “Sommerroman”, was zwar nicht passt, aber auch nichts macht, denn im vorigen November habe ich ja über den Dezember geschrieben.

Ein wenig ist es schon schwerig oder ungewöhnlich, so abseits des Literaturbetriebs zu schreiben und ich bin auch nicht wirklich sicher, ob ich es mir so ausgesucht habe.

Habe ich ja in den Achtziger und Neunzigerjahren sehr viel und regelmäßig herumgeschickt, wahrscheinlich ein bißerl patschert und ziellos und die unverlangt eingesandten Mansuskripten hört man ja auch immer, haben keine Chance, so war es bei mir auch.

2000 hat mir der Alfred die “Wiener Verhältnisse”, sozusagen zum Geburtstag geschenkt.

“Wow!” habe ich gedacht.

“So schön, so schnell so billig!”

Bis dahin habe ich ja immer gehört, daß man nie und unter keinen Umständen seine Bücher selber machen darf, das hat sich jetzt geändert, die Selfpublischer laden, glaube ich, sehr selbstbewußt ihre Bücher bei “Amazon” hoch, vermarkten sich  selbst, schreiben Rezensionen und erzählen  von ihren Verkaufserfolgen, beziehungsweise füllen sie in Leipzig und in Frankfurt schon ganze Hallen.

Überlegt, ob ich meine Bücher auch auf Amazon hochladen soll, habe ich schon, es aber bisher nicht getan und die Vermarktung auf meinen Blog scheint nicht wirklich zu funktionieren, obwohl ich mich eigentlich sehr bemühe und bei “Paul und Paula” jetzt sogar ein professionelles Cover habe.

Das war auch eine Idee vom Alfred. Ich habe dagegen meine Bücher, die sie mir bei “Wikipedia” hinausgestrichen haben, wieder eingetragen und nach dem “Bachmannpreis” sogar gedacht, daß ich wenn ich mit  “Clarisse, Klara Claire” früher fertig bin, vielleicht einen zwanzig Minuten Text schreiben soll, ihn ein bißchen hochstilisiere, auf Fehler korrigieren lasse und  an die” Bachmann-Juroren” auch ohne Verlagsempfehlung schicke.

Mehr als in den Mist werfen oder mir einen Brief schreiben, daß sie den Text leider ohne diese Empfehlung nicht bewerten können, werden sie nicht tun und auch das wahrscheinlich nicht, weil ich ja im “Literaturcafe” hörte,” die Juroren sprechen ihre Autoren vorher an und verlassen sich nicht auf das Eingesandte”.

Nun ja, früher habe ich mich auch, um Stipendien beworben und bei Preisen eingeschickt, in den letzten Jahren habe ich mich eher auf das Literaturgeflüster konzentriert, da auch Textbeispiele eingestellt, so daß die meisten meiner Texte veröffentlicht sind, auch wenn sie keiner liest.

Also in der Sommerfrische, die ja eigentlich nur mehr aus dem Freitag, denn das Wochenende ist ja mit Markt und Rudolfshöhe sehr eingeteilt und der Montag wegen meiner Praxisstunde und Alfreds Betriebsratssitzungen nicht immer ganz vorhanden, so fleißig, wie möglich korrigieren, dazwischen mit dem Rad in Richtung Ochsenburg oder St. Pölten fahren, bei der “Seedose” den “Bücherschrank” durchsuchen, auf den Aussichtsturm steigen und beim “Spar” in Wilhelmsburg aus dem Hunderter, den ich mir wieder in die Umhängetasche gesteckt habe, ein Kipferl und einen Becher Kaffee kaufen.

Ob dabei neue Stadtschreibertexte entstehen werden, weiß ich noch nicht, “Stadtschreiberbuch” gibt es jedenfalls keines, nur das das ich in der Woche vollgeschrieben habe, als ich acht Tage lang das “Literaturgeflüster” feierte, weil es seinen achten Geburtstag hatte.

“Sommerbücher” gibt es auch zu lesen, beziehungsweise zwei Stöße, den in Harland über dem Bett, da ist jetzt gerade der “Brave Soldat Schwejk in “Arbeit”, dann werde ich Elfriede Vavriks “Nackbadestrand” vorziehen, denn das bilde ich mir zumindestens nach dem Titel ein, ist vielleicht auch ein Sommerbuch und in Wien warten noch der Richard Wagner, das ist nicht der Komponist, sondern der Exmann der Herta Müller  und die Ruth Schweikart, bevor ich hoffentlich endlich zu meinem “Vicki Baum – Schwerpunkt” komme, von dem ich ja immer schreibe und auf den ich mich schon sehr freue.

Aber dann ist  es wahrscheinlich schon August und da wird ja am dreiundzwanzigsten, die heurige Longlist des dBp begkanntgegeben und am  sechsten Sepember, wenn die “Sommerfrische” schon vorüber ist, folgt heuer erstmals die des österreichischen Buchpreises und da will ich ja auch die Verlage anschreiben,  mitlesen und darüber bloggen.

Also wird es sicher wieder ein schöner Sommer, wenn auch ein wenig anders und vielleicht ein bißchen Wien- zentrierter, was ja auch nicht schaden kann, weil die Ö-Töne vielleicht schon einen Vorgeschmackt auf die kommenden Buchpreislisten geben. Ich bin also gespannt und werde darüber berichten…

Sommerwende

Der Sommer ist jetzt doch herangekommen und da geht es ja bei mir immer nach Harland nach St. Pölten in die Sommerfrische, die heuer, das habe ich ja schon geschrieben, ein wenig anders werden wird. Ist der Alfred ja seit einem halben Jahr in Altersteilzeit, das heißt Montag und Dienstag zu Hause und so werde ich heuer auch drei Praxistage machen und am Donnerstagabend sozusagen zu einem Sommerfrischenwochenende bis Montag Abend oder Dienstag früh, nach Harland fahren.

Die Sommerfrische hat bei mir ja Tradition, denn damit hat ja vor fast acht Jahren mein Blog angefangen, nach dem Bachmannpreis, der damals noch Ende Jini war, heuer ist er das wieder und beginnt am nächsten Donnerstag, so daß ich ihn heuer in Wien und in Harland aufder Terrasse erleben kann.

Dann gibts das Blogjubiläum und was zu feiern, denn ich habe die letzten Jahre die Sommerfrische meistens auch mit Sommerbüchern, Sommerschreiben, ja einmal sogar mit einer selbsternannten Stadtschreiberprofession begonnen, denn bei mir ist alles selbstgemacht und so stecke ich mir seit ein paar Jahren auch einen Zwanziger oder Füünffziger in meinen Rucksack, wenn ich auf meine Radtouren nach Traisen, Wilhelmsburg oder Herzogenburg gehe, um mir einen Kaffee zu kaufen, ein Kipferl oder ein Donat.

Den offenen Bücherschrank bei der”Seedose” gibt es ja auch, leider ist meine Bücherliste so lang und zugepfstert, daß ich nicht mehr so einfach miteinem Buch daraus auf Lesetour gehen kann.

Aber der “Sommer ohne Männer” wartet in Harland ohnehin als Sommerbuch auf mich und mit einem solchen habe ich auch im letzten Jahr meine Sommerfrische nach dem Bachmannpreis begonnen, das heißt genaugenommen mit einer Lesung beim Sommerfestival im “Read!”!ingroom” und dann habe ich mich auf die Terrasse gesetzt und “Die ereignisreichen Sommererlebnisse vier prekärer Literaturstudentinnen geschrieben”, die jetzt fertig geworden sind und die ich, meinen Lesern, wenn sie ein Sommerbuch suchen, auch empfehlen kann.

Ansonsten werde ich vermutlich zumindestens zeitweise an etwas völlig atypischen korrigieren, nämlich dem “Adventkalender” und den werde ich dann höchstwahrscheinlich auch als mein neues Buch irgendwann vorstellen. Man kann sich ja den Artikel mit dem Bildchen von der Puppe mit der Weihnachtsmütze anschauen, eine kurze Notiz machen und dann zum Sommerbuch übergehen, denn ich stelle die “Nika” im Dezember dann ohnehin nochmals vor und werde nur der schönen Ordnung wegen, auf das Buch, wenn es fertig ist, hinweisen.

Die Hauptarbeit werden dann ohnehin  die “Berührungen” sein, die ich im Sommer korrigieren werde und dann wird es heuer noch zwei Änderungen geben, die erste ist nicht ganz so neu, denn wenn ich übernächste Woche Dienstag bis Donnerstag in Wien bin, kann ich ja zwei Tage zur Sommerakademie des Instituts für jüdische Geschichte in die WU gehen und da dann auch mit dem Alfred Mittagessen, aber das habe ich auch schon an früheren Sommer so gemacht.

Neu werden die Ö-Töne sein, denn die sind ja ab dem vierzehnten Juli am Donnerstag und die werde ich mir geben und erst dann nach Harland fahren.

Ansonsten gibt es wahrscheinlich auch die Filmfestivals, da habe ich mich noch nicht so genau nach dem Programmen erkundigt und  im August, das mache ich dann zum zweiten Jahr das Buchpreisbloggen und wenn ich dazwischen in der Sommerfrische oder auch in Wien mit meinem Vicki Baum Schwerpunkt weitergekommen bin, wäre das sehr schön.

Das ich, wieder vielleicht  ein bißchen verrückt, dann zum Nanowrimo eine Sommergeschichte, nämlich die, die ich mir aus Kroatien mitgebracht habe und die am Campingplatz von Trogir spielen wird, ist auch eine Neuerung oder ein Schreibeplan, aber vielleicht komme ich schon im September ode3r Oktober dazu, das ist ja abhängig, wie lange ich  zum Korrigieren brauche.

Dazwischen werden wir im August für ein Wochenende nach Innsbruck fahren, weil der Alfred da Karten für ein Konzert gewonnen hat, ein Fest wird dann auch geben.

Dann komme ich Ende August zurück nach Wien, der Alfred fährt mit dem Karli allein nach Japan, ich gehe aufs Volksstimmefest und habe hoffentlich wieder einen schönen ereignisreichen Sommer verbracht, mit dem ich in mein “neuntes Literaturgeflüsterjahr” starten werden, das, wie man sieht sowohl Stabilität als auch Veränderungen aufzuweisen hat, also fleißig schreiben und fleißig lesen, als selbsternannte Stadtschreiberin oder Literaturgflüsterfeiererin, denn das will ich mir heuer eine ganze Woche lang geben, ist egal und ausmalen in der Krongasse steht auch irgendwie noch an.

Vor der Morgenröte

Jetzt habe ich auch den Film, “Ein sensibles Portrait des Schriftstellers Stefan Zweigs in seinen Jahren im Exil”, wie im Programmheft steht, gesehen, in dem Josef Hader die Hauptrolle spielt, womit ich meinen Stefan Zweig Schwerpunkt abschließen kann.

Das heißt das Literaturcafe, das wie viele Blogs Werbung für den Film machte, der seit zweiten Juni in den Kinos zu sehen ist, verlost noch drei Biografien von von Ulrich Weinzierl “Stefan Zweigs brennendes Geheimnis”, womit dieser, glaube ich, nachweist, daß Zweig ein Homosexueller und ein Exhibionist war. Aus dem Film und seiner Autobiografie geht das aber nicht hervor und ich habe mich zufälligerweise in den letzten Monaten auch sehr viel mit Zweig beschäftigt und ihn bezüglich meines “Nicht Berühren oder Notizen zur Romanentstehung”, womit ich ja im Februar ziemlich planlos begonnen habe, quer durch sein Werk gelesen, womit ich jetzt zumindest die Frage beantworten kann, ob er ein großer Schriftsteller war?

Er war es, glaube ich und und wird in diesem Episodenfim, der in fünf Bildern und einem Epilog, die letzten Jahre ab dem PEN-Kongreß in Argentinien  sehr schön und aufwendig, aber wahrscheinlich, wenn man nur das übliche Mittelschulwissen und nicht sehr viel gelesen hat, nicht sehr verständlich ist, auch bewiesen.

Ich bin ja in der Wattgasse in einem wie ich immer sage, sozialistischen Arbeiterhaushalt mit einem Bücherschrank im Wohnzimmer, der später, als meine um elf Jahre ältere Schwester Ursula, das Zimmer  bekam, in das Schlafzimmer wechselte, aufgewachsen und in dem gab es cirka dreihundert vorwiegend Büchergilde Gutenberg Ausgaben und da von Stefan Zweig die Biografie Marie Antoinette” und “Die Welt von gestern”

“Marie Antoinette” habe ich, glaube ich, noch in der Hauptschule oder in den ersten Jahren der Straßergasse, wo ich mich sehr für Geschichte und da speziell für Napoleon interessierte, aber von Stefan Zweig sicher keine Ahnung hatte, gelesen und “Die Welt von Gestern”, glaube ich, als Studentin. Die hat mich tief beeindruckt, sehr viel  Ahnung über das, was das beschrieben wird, hatte ich aber trotz meines geschichtlichen Interesses, glaube ich, nicht und auch keine über Stefan Zweig.

Dann habe ich wahrscheinlich im Fernsehen einige Verfilmungen seiner Novellen gesehen und viel später im Bücherschrank die “Schachnovelle” gefunden, das war vor ein paar Jahren, so besonders hat mir die, glaube ich, nicht gefallen und später bin ich immer öfter auf die Behauptungen gestoßen, daß Stefan Zweig kein großer Dichter, sondern nur ein Biografienschreiber war.

Das stimmt, glaube ich, nicht, die frühen Novellen sind sehr beeindruckend und die “Autobiografie”, die er mit der “Schachnovelle” und seiner Hommage über “Brasilien” in seinem Exil geschrieben hat.

Die Biografien wahrscheinlich nicht so sehr, würde ich sagen und ich bin wieder auf Stefan Zweig gestoßen, als ich mich im März oder April, in meiner Schreibblockade für ihn zu interessieren begann, weil ich da ja die Idee hatte, mit Figuren aus Romanen zu arbeiten, die schließlich zu Schriftstellern wurden, zu Stefan Zweig, Heimito von Doderer und Anne Frank.

Das heißt die “Arte Dokumentation”, die auch auf die Gehiemnisse und Widersprüchlichkeiten in seinem Leben hinweisen, habe ich da schon gesehen und das erste Buch, das ich für meinen Schwerpunkt gelesen habe, “Ungeduld des Herzens”, auch kurz nach der Emigration geschrieben und vor dem ersten Weltkrieg spielend, gibt, glaube ich, auch sehr genau Auskunft über das angebliche Zauerdliche und Unentschlossene, das auch im Film eine Rolle spielt.

Und der war für mich zumindestens sehr verwirrend, beginnt er doch, ich glaube, bei einem Empfang auf diesen PEN-Kongreß mit einem großen Bankett, wo man zuerst die Dienstmädchen und die Kellner sieht und dann wird minutenlang Französisch, Spanisch oder Portugiesisch mit deutschen Untertiteln geredet und ich dachte schon, ich bin im falschen Film.

Aber natürlich es ist eine moderne Produktion und wir leben ja in Krisenszeiten, wenn auch in anderen und das drückt die Verloren- und die Entwurzeltheit auch sehr stark aus.

Dann geht es nach New York und man trifft plötzlich auf die andere Frau Zweig mit ihren Kindern, hört eine Menge Namen, die man vielleicht auch nicht als allgemein bekannt voraussetzen kann und Zitate, daß sich der ganze Kurfürstendam jetzt in New York befindet, etcetera.

Dann geht es nach Brasilien zum sechzigsten Geburtstag, wo Zweig einen Hund geschenkt bekommen hat und im Epilog nimmt die Polizei das Protokoll auf, man sieht, die Leichen im Bett durch einen Spiegel, das Dienstmädchen betet und Herr Federn wird, glaube ich, gebeten den deutschen Abschiedsbrief vorzulesen.

Sehr anspruchsvoll und sensibel, für den Film wurde aber, glaube ich, auch viel Werbung gemacht. Wolfgang Tischler empfiehlt, wenn man nicht alles parat hat, vorher nachzugooglen und natürlich zu lesen.

Das empfehle ich auch. Mit “Brasilien” würde ich nicht beginnen. Mit den Biografien wahrscheinlich auch nicht, der Roman, die Novellen und vor allen die Autobiografie würde ich aber sehr empfehlen und nun werde ich mich ja noch den Sommer über mit dem Korrigieren beschäftigen, bevor man bei mir nachlesen kann, wie das mit Stefan Zweig, Anne Frank und Heimito von Doderer im Himmel, auf der Wolke sieben, beziehungsweise mit dem Theaterstück das Zarah Bashrami über die beiden Dichter, die sich am 12. Februar 1934 im Cafe Central treffen, geschrieben hat, ist.

Ein Souvenier

Jetzt habe ich schon einige Andeutungen gemacht, daß ich mir aus dem heurigen Kroatien-Urlaub, die Idee für meinen neuen Roman mitgebracht haben könnte und höre schon meine Leser schreien “Schreib nicht soviel! Jetzt muß ja erst noch “Paul und Paula” kommen, der “Adventkalender” ist noch nicht fertig korrgiert und bei den “Berührungen” bist du  noch mitten in der Arbeit und dann schreibst du auch immer davon, daß du ausgeschrieben bist!”

Ja, war bei den “Berührungen ein bißchen so und wenn man es kritisch sehen will, könnte man sie eine konstruierte Geschichte nennen und dann bin ich mit meiner Büchertasche nach Koroatien gefahren, habe die sehr poetischen Geschichten der Mariza Bodrozic und der Jagoda Marinic gelesen und irgendwann schon vorher gredacht, daß der Thomas Wollinger ja auf Kroatien auf Schreiburlaub fährt oder sich dort mit seiner Schreibgruppe trifft.

Die Ana Zinar vom Writersstudio bietet Schreibworkshops in der Toskana an und ich habe eigentlich gar nicht daran gedacht in Kroatien zu schreiben, zumindestens habe ich mir meine Manuskripte nicht migenommen. Wohl aber das graue Skizzenbuch, das mir der Alfred einmal schenkte und habe da meine Reisenotizen hineingeschrieben und mir auch gedacht, daß das viel zu dick für die drei Wochen Urlaub ist und, daß ich es wahrscheinlich noch das nöchste Mal dafür verwenden könnte und dann sind mir irgendwann, ich weiß nicht mehr wie, wo und wieso drei Namen “Claire- Klara -Clarisse” eingefallen und habe sie in das Buch hineingeschrieben.

Als wir das zweite Mal in Trogir am Campingplatz ankamen und der Alfred uns Registrieren ging, habe ich gerade das Camping-Kapitel der Jagoda Marinic gelesen und da ist mir eingefallen, daß auf dem Campingplatz Rozak sehr gut eine dBp Jurorin den Sommer verbringen und ihre Vorschläge für die Longlist erstellen könnte und wenn ihr dabei noch Jagoda Marinic über die Schulter schaut…

Aber die geht ja nicht campen. Dann habe ich die “Gebrauchsanweisung” ausgelesen und mit der Marica Bodrozic angefangen und wir sind weiter nach Zadir gefahren und da habe ich von einem Zauberer geträumt, der ein kleines Mädchen mit einem roten Luftballon von seiner Mutter weglockt und sie einer anderen Frau übergibt und die Geschichte oder die  Idee daztu ist enstanden und ich habe die nächsten Tage in mein kleines graues Buch geschrieben, so daß ich das fast voll zurückbringe und darin stehen die Notizen für meinen nächsten Roman, den ich beim nächsten “Nanowrimo” scheiben könnte oder vielleicht schon früher, wenn man rechnet, daß ich für das Korrigieren der “Berührungnen noch den Sommer brauche werde.

Dann könnte ich im September damit anfangen und den “Nanowrimo” auslassen oder was anderes schreiben, schummeln, korrigieren, etcetera….

Die Klara Winter ist jedenfalls eine dBp-Jurorin und Redakteurin bei der FAZ. Mit Achtzehn hat sie ihre Eltern bei einem Autounfall verloren, dann hat sie Literaturwissenschaften studiert, ist von dem Redaktuer Eduard gefördert worden, der auch der Vorsitzende der Jury ist, aber der hat sie vielleicht mit der ehrgeizigen Kollegin Karoline betrogen oder sie sie mit ihm.

So ist Klara mit ihrem Laptop, einer Kaffeemaschine, dem E- Bookreader und einem abgeschalteten Handy im blauen Bus nach Trogir aufgebrochen, sitzt dort vor ihrem Zelt und heult oder sie geht in die Stadt, pflückt dort wilden Lavendl, findet vor der Moncao-r einen zweihundert Kunuarschein und noch ehe sie weiß, was sie damit machen soll, wird sie von Sergej, dem Barbesitzer, einem Exilrußen, Saxophonspieler und Bootsbesitzer angesprochen und der stellt ihr später seine Lieblingscousine Clarisse vor, die die Managerin der Splitter Filmfestspiele ist. Die sieht Klara in einem Restaurant sitzen, Kaffee zu Salat und Tee zur Suppe trinken,  sieht sie dann aufs Klo verschwinden. Denkt  sie ist eßgestört Sergej erzählt ihr von ihrer schweren Jugend und von seiner Großmutter, die 1917 aus Rußland flüchtete und ihre Sommer in Ragusa verbrachte, erzählt er ihr auch.

Da hat Klara schon von dem Zauberer geträumt und ihre Biografie ist, daß sie ihrem Bruder Alex, als sie drei war und er acht durch einen Radunfall verloren hat. Seither haben sich ihre Eltern, die Mutter Lehrerin, der Vater Banker nicht mehr so um sie gekümmert und Clarissa erzählt von ihrer verschwhundenen Schwester Claire, die ihre Eltern zum Trennen brachte, so daß sie fortan bei den Großéltern aufgewachsen ist.

Eine Hochzeit in der Monaco Bar von der anderen Cousine Zusanna gibt es auch, wo Sergej Saxophon spielt, eine Möwe, die sich in ein Plastiksackerl verwckelt und von Sergej gerettet wird und noch vieles anderes, das ich mir in mein graues Buch notiert habe.

Karten, Bilder, Prospekte über Split und Trogir liegen auch dabei. Die werde ich sammeln, das Buch damit ausstatten und das Souvenier solange aufheben, bis es soweit ist, daß ich zum Schreiben meines nächsten Sommerromans im November oder so komme.

“Bora” kann ich dann wieder lesen und es ist ein sehr schönes Souvenier, daß ich mr da von meinen Koatienurlaub mitgebracht habe.

Von Schreiblockade keine Spur, obwohl das fällt mir jetzt ein, mein Wunschgedicht vom letzten Mal, das ich von Richard Weihs bekommen habe, das ist auch sehr interessant.

“Schreiblockade” und “Literaturarchiv” habe ich mir da ja gewünscht, weil ich vor der letzten Veranstaltung mit dem Alfred dort war.

Interessant, was  Richard Weihs dazu gedichtet hat, vielleicht könnte ich das Gedicht sogar als Motto vor dem Roman stelen, wenn der einmal geschrieben ist:

“Da steh ich da und steh auch voll daneben:

Mit Schreibblockaden kann ich aber leben.

Nur eines kränkt mich dabei wirklich tief

So komm ich nie ins Literaturarchiv!

Passt irgendwie oder nicht und mal sehen, wie es mit dem Souvenier weitergeht. Sonst habe ich zwei Leiberl, eine Hand voll Lavendl, wilden Rosmarin, ein Lavendlsäckchen und ein schönes kleines Schreibeheft aus einem dieser mondänen Geschäfte,  als Souvenier mitgebracht.

Wochenbeginn

Am Sonntag war es dann beim Pfingstmarkt in Nußdorf an der Traisen ein wenig kalt und windig und die Gespräche, die man an den Weinfäßern vor den Ständen über die kommende Bundespräsidentenwahl machen konnte, waren auch nicht unbedingt erfreulich.

Der Alfred ist dann bei der Rückfahrt auch noch vom Rad gestürzt und hat sich den Arm geprellt und ich habe mir in der Nacht die “ATV-Diskussion” mit Alexander van der Bellen und Norbert Hofer ohne Themenvorgabe und Diskussionsleiter angeschaut, die von den sie anschließend analysierenden Politikberatern, als untergriffig empfunden wurde.

Ich habe sie gar nicht so schlecht empfunden, denn es ist ja auch sehr wichtige Wahl, beziehungsweise Weichenstellung, ob wir jetzt einen “grünen” oder “blauen” Bundespräsidenten bekommen sollen, da diesmal die Farben der beiden Großparteien, die sonst üblich wären, beim ersten Durchgang weggefallen sind.

Gestern gab es noch ein Konzert auf Alexander van der Bellens Facebookseite “Stimmen für van der Bellen” mit Hubert von Goisern, Andre Heller, Andreas Vitasek und noch vielen anderen Künstlern, beziehungsweise Botschaftsgebern, das mich auch einige Stunden gekostet habt und heute habe ich wieder mit dem Korrigieren der “Berührungen, das jetzt “Nicht berühren oder Variationen der Romanentstehung” heißen wird, angefangen.

Da habe ich ja das letzte Mal geschrieben, daß ich mit den ersten zwei oder drei Szenen noch immer nicht einverstanden bin. Ab Szene fünf, wo die Anna Augusta in Theo Hardenbergs Praxis geht und der ihr einen Tip für eine Szene gibt, wird es besser.

Aber in den Anfang bin ich wieder viel zu schnell, beziehungsweise ohne recht zu wissen, wie, hineingegangen, denn nur mit dem “berühren” oder “Angesichts der Flüchtlingskrise darf man nicht um die Welt reisen” geht es vielleicht nicht.

Das habe ich jetzt, obwohl ich es ohnehin schon öfter machte, noch einige Male durchgenommen und diesmal je ein paar Sätze hinzugefügt, um das Ganze fülliger beziehungsweise verständiger zu machen.

Mal sehen, wie weit ich damit komme und wie zufrieden ich damit bin, ansonsten ist es vielleicht spannend, daß ich diesmal, womit ich ja früher immer Schwierigkeiten hatte, den Inhalt nacherzählen kann.

Es gibt drei oder vier Ebenen, die Himmelsgeschichte mit Zweig, Doderer und Anne Frank, die Ebene mit Zarah, den Studenten und Hildegard Hadringer und dann, die der Anna Augusta, die ihrem Psychiater Theo Hardenberg ihren Roman erzählt, beziehungsweise dieser in den drei Ebenen entsteht, deshalb der Titel und als Buchtext habe ich gedacht, könnte ich die “Bierdosen-Geschichte” nehmen, die ich mir bei der letzten Schreibgruppe ausgedacht habe. Die müßte wahrscheinlich gekürzt werden, damit sie auf den Buchrücken passt, aber sonst ist das vielleicht ganz spannend.

Der Druckauftrag für “Paul und Paula” ist gegeben, jetzt bin ich gespannt, ob das Buch noch kommt, bevor wir auf Urlaub fahren und die “Nika” müßte auch noch fertig werden, damit wir das Dummie bestellen können. Das wird sich wahrscheinlich nicht mehr ausgehen, da es aber ohnehin ein Adventkalender ist, ist noch Zeit, bis das Buch zur Jahreszeit passt, denn für den Sommer liest man ja ohnehin besser ein Sommerbuch, also meine “Ereignisreichen Sommererlebnisse vierer prekärer Literaturstudentinnen”, beispielsweise.

Bezüglich Lesungen kann ich vermelden, daß sich jetzt Christoph Kepllinger gemeldet hat, der an der letzten “Linken Wort Anthologie” arbeitet und für die nächste Lesung das Thema “Arbeit” vorschlägt, da habe ich ja sicher einige Texte, obwohl ich noch nicht extra darüber nachgedacht habe, aber ein Text über eine Romanentstehung gehört ja auch zum Thema Arbeit.

Mit dem Zweig und Doderer lesen, komme ich auch bald an das Ende, beziehungsweise habe ich jetzt den “Fouche”, die Biografie über den französischen Polizeiminister angefangen und da ist erstens spannend, daß Stefan Zweig neben seinen leidenschaftlichen Novellen, auch vielleicht nicht ganz so erfreuliche Biografien schrieb, denn der Joseph Fouche war ja ein ziemlicher Wendehals, beziehungsweise sicher unangenehmer Zeitgenosse.

Mir ist er jedenfalls nicht sympathisch und zweitens ist interessant, daß er in den “Berührungen” auch vorkommt und zwar sitzt er im Wolkencafe mit Marie Antoinette an einem Tisch, was vielleicht nicht ganz passend ist, weil er ihr Todesurteil unterzeichnete, aber im Himmel ist ja alles vorstellbar, ich kann ihn aber auch immer noch an den Nebentisch setzen und sie feindlich zu ihm hinübersehen lassen.

“Brasilien”, das Buch, das Stefan Zweig über seinen letzten Aufenthaltsort schrieb, ist jetzt auch gekommen, das ist dann wahrscheinlich der letzte Zweig, den ich zu Recherchezwecken lese, von Doderer warten ja noch die “Wasserfälle von Slunj” auf mich, die ich auch nach Kroatien mitnehmen kann und wenn wir zurückkommen, läuft vielleicht der Film “Vor der Morgenröte”, wo Josef Hader, den Zweig spielt, der, um wieder zum Ausgangsthema zurückzukommen, auch in den “Stimmen für van der Bellen” aufgetreten ist und spannend, wer dann am Sonntag unser neuer Bundespräsident werden wird, ist es sicher auch und kann in den “Berührungen” auch noch ergänzt  werden, bevor die Hildegard Richtung Istanbul mit ihrem blauen VW-Bus fährt.