Sommerfrischenmitte

Es ist der letzte Julitag, ich komme gerade von einer Radtour zum Biotop oder Naturlehrpfad beim Ratzersdorfersee zurück, habe entdeckt, daß es den “Lidl”, bei dem ich ja gerne einkaufte nicht mehr gibt.

Er hat offenbar der neuen Brücke Plarz gemacht, wo der Radweg sehr lang gesperrt war. Nun gut, nun gut, zum Biotop, das heißt, das schon ein bißerl verwilderte Wegerl, wo die Pflanzen angezeichnet sind, es ein Häuschen mit Schautafeln gibt, und man über einen Steg an Enten vorbei, wieder zur Traisen zurückgehen kann, komme ich meistens einmal im Sommer, dann bin ich über die braune, ein wenig chinesisch wirkende Brücke zum Vilshofersee hinübergefahren. Habe zuerst eine Runde zum Aussichtsturm gemacht und bin  hinaufgestiegen, dann zur ehemaligen Telefon-beziehungsweise jetztigen Bücherzelle und habe mir dort das Vorgängerbuch zum “Kurzen Schlaf” auf Englisch “gun, with occassional music” und dann nach längeren Suchen “Einmal muß das Fest ja kommen- Eine Reise zu Ingeborg Bachmann” von Frauke Meyer-Gosau genommen, Katharina Hackers “Habenichte” hätte ich auch haben können, habe ich aber schon gelesen und bin damit zur “Seedose” auf die Terrasse und habe mir, weil etwas durstig und man das ja soll, von meinem sogenannten Stadtschreiberbudget, das ich in meiner Radfahrtaschei mmer bei mir habe einen “Hugo” um 4. 10 gegönnt.

Vier Wochen Somerfrischenwochenenden, ein wenig gleichförmig und doch intesiv, am Samstag  zum Marttk zum Würstlessen, da hat mir der Alf vorige Woche beim “Thalia” ein paar Bücher gekauft, die jetzt 4.99 kosten und wenn man drei nimmt das vierte umsonst bekommt.

Ja, alles wird teurer, aber ich komme ohnehin wahrscheinlich erst in zehn Jahren dazu sie zu lesen, obwohl ich in meiner Sommerfarische und auch sonst eigentlich sehr viel und sehr fleißig lese und das macht mir  noch immer Spaß.

Jetzt einmal die Leseliste hinauf und hinunter, bei den “Nöten der wahren Polizisten” bin ich jetzt angekommen. Als nächstes läge jetzt Clemens Meyer “Am Stein” auf dem Schreibtisch in der Küche, ein Shortlistbuch von 2013, aber da hat sich gestern eine Autorin bei mir gemedlet und mir ihren “Ladythriller angeboten und weil ich ja nicht nein sagen kann und will…

Am Sonntag mit dem Alfred auf die Rudolfshöhe, dort einen Gspritzten und dann  einen zweiten, ein Achterl oder einen Kaffee trinken und am Freitag war ich sogar in Traisen, ohne Wasserflasche, weil ich dachte, es ist eh nicht heiß, aber es gibt in Wilhelmsburg ja eine Raststelle mit einem Wasserhahn und da kann man sich dann auch gleich durch die Radtouren, die dort angegeben sind, schauen.

Eine sehr behagliche Sommerfrische, das habe ich ja schon vorige Woche festgestellt, aber sehr erholsam, ich lese und korrigiere und streite mich zwischendurch mit dem lieben Uli, der sich grenzwertig, um die “Pippi” und die “jüdischen Buchhändler” sorgt und wir stehen auch vor einer Wahl, wo sich der Herr Kurz, mit der SPÖ, die nicht mehr ausschließt mit der “F” zu kooalieren und die F-Partei mit dem Herrn Strache bwerben, da kann einem auch ganz schön das Gruseln kommen, ohne mit der Geisterbahn zu fahren, wenn man daran denkt, was da herauskommen wird und was man wählen soll?

Die “Grünen” wahrscheinlich trotzdem nicht. So habe ich  vorige Woche für die KPÖ unterschrieben und dabei Jens Eisels Debut “Bevor es hell wird” gefunden, was ich als eine Art  Belohnung betrachte und ja der Sommer ist schön schreibe, auch wenn er in Harland an der Traisen ein wenig eintönig ist, während draußend in der Welt die Sazburger Festspiele eröffnet wurdenFerdinand von Schirach die Festspielrede hielt, die ich mir übers Internet anhörte.

Ichkorrigierie fast jden Tag mein Manuskript einmal durch. bei 21753 Worten bin ich jetzt angelnagt, werde es mir morgen in Wien wieder ausdrucken und für das nächste, das ich dann im September oder Oktober, beziehungsweise für den “Nanowrimo” schreibe, kann sich meine “Unsichtbare Frau” ja auch mit einem streitbaren Blogger auseinandersetzen.

Mal sehen, jetzt einmal den schönen Sommernachmittag auf der Terrasse bei den fast reifen Weintrauben und einem Marillennektardrink bei Meredith Winters Sommerbuhc “Blutroter Frost” beenden. Klingt auch ganz schön gruselig, nicht wahr?

Niederland

Der Titel ist  ein Fake, denn um Holland geht es in diesen Fund aus dem Bücherschrank nicht, so macht es auch nichts, daß ich das Buch nicht im letzten Herbst gelesen habe, als Holland Gastland auf der Frankfurter Buchmesse war, obwohl der 1964 geborene Joseph O`Neill, Sohn eines Iren und einer Türkin, in Holland aufgewachsen ist und das Buch spielt in New York nach den Ereignissen von nine eleven und New York wird ja, glaube ich, irgenendwie auch New Amsterdam oder so genannt, weil sich dort viele holländische Auswanderer niederließen und der Protagonist Hans van den Broek ist auch ein Holländer, der in in  New York  als Banker tätig ist.

Damit ist vielleicht schon viel gesagt und Joseph O’Neill ist mit diesen Buch, wie ich im Klappentext und in “Wikipedia”lese, schalgartig berühmt geworden. Ich habe von ihm noch nichts gehört, also Danke an die Bücherschrankerfinder, sie frischen mein Literaturwissen, das schreibe ich immer wieder und es stimmt auch, enorm auf und füllen Lücken, die ohne der Schränke vielleicht solche geblieben wären.

Die Handlung des Buches zu erzählen ist auch nicht ganz einfach, geht es, glaube ich ja nicht so chronologisch dahin. Es ist wahrscheinlich eine Liebeserklärung an New York, d,em Schmelztigel, wo sich die verschiedensten Menschen, Rassen und Kulturen treffen und zusammenleben und Joseph O` Neill, das habe ich jetzt vergessen ist  in England als Anwalt gearbeitet und scheint jetzt in New York zu leben oder hat dort gelebt, als das Buch erschienen ist.

Er scheint auch in dem berühten Chelsea Hotel gewohnt zu haben und dort wohnt auch der Banker, wurde, glaube ich, dorthin evakuiert, als die Tower einstürzten und in dieser Zeit ging es auch in seiner Ehe mit der Wirtschaftsanwältin Rachel nicht so ganz glatt, kehrt die doch mit dem Söhnchen nach England zu ihren Eltern zurück. Hans kann sie zwar am Wochenende besuchen, aber sie freundet sich bald mit einem Koch namens Martin an zund zeigt nicht viel Interesse am Überdenken der Situation.

Das stürzt Hans in eine Krise, der auch, als er den  amerikanischen Führerschein machen will, Schwierigkeiten mit den Behörden hat, weil sein Name Johannus Franciscus Hendrikus van den Broek auf den verschienden Papieren nicht immer gleich geschrieben ist, sondern manchmal auch abgekürzt erscheint.

Da lernt er den aus Trinidat stammenden Chuck Ramkissoon kennen, das ist ein kleiner Gauner mit großen Plänen und hunderttausend Geschäftsideen im Kopf zu denen er seine verschiedenen Freunde, darunter auch den weißen Banker Hans mißbraucht.

So läßt er sich von ihm unter dem Vorwand ihm das Fahren beizubringen durch die verschiensten Vierteln von New York chauffieren, während er in Wirklichkeit seine Geschäfte abwickelt.

Er träumt auch von einem großen Chricketplatz und ist auch Torwart in einem, wo Hans auch spielt und zu Beginn des Romanes geht der wieder zu Frau und Kind nach England zurück, weil Rachel inzwischen von ihrem Koch verlassen wurde und Chuck hat man  tot im Gowanus Canal mit handschellen gefesselt aufgefunden.

Darum rankt sich die Geschichte, um die Rückerinnerungen. Es geht auch in die Kinheit nach Holland und zu der verstorbenen Mutter zurück. Hans fährt mit Chuck durch New York. Der führt ihn zu seiner Frau, stellt ihn seiner Geliebten vor und geht mit ihm auch über einen Friedhof, wo es Papageieien gibt.

Ein interessantes Buch, wo man den Schmelztigel New York, in dem ich, glaube ich, 1998 das letzte Mal gleich vierzehn Tage war und dort sehr viel herumgegangen bin, ein wenig kennenlernen kann oder in de Stadt geführt wurde, wie sie zwischen nine elefen und 2009 war.

Heute ist es wahrscheinlich wieder ganz anders.Ich war seither nicht mehr dort und fliege wahrscheinlichlich wegen der komplzierten Sicherheitskontrollen auch nicht mehr hin.  So war es interessant, ein Buch zu lesen, das Niederland heißt und in New York und England spielt.

Bei “Amazon” gibt es von eins bis fünf Sterne, die verschiednsten Bewertungen. Die meisten Leser haben aber fünf Sterne gegeben und einer meinte er wolle kein Buch lesen, das seitenweise vom Chricketpielen handelt, aber da denke ich, er hat er es nicht lang genug gelesen, geht es doch um sehr viel mehr.