Zwei Weihnachts-und Geburtstagsbücher sowie Sommerfrischenende

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Bei mir ist ja nach dem Sommerroman das große “Longlistenlesen” angesagt, das mir großen Spaß macht und das ich in meinem “Longlistenlesebuch” dekomentieren will, beziehungsweise schon mitten darin bin, denn ich habe ja schon vier Bücher gelesen und besprochen, halte jetzt beim fünften Ralph Dutli “Die Liebenden von Mantua”, wo ich mir zuerst dachte, daß mich ein Buch über ein altes Gerippe eigentlich nicht so interessiert und mich wieder einmal täuschte, neun Bücher wurden mir von den Verlagen schon zugesagt, zwei und ein PDF habe ich schon bekommen, diese Woche am Montag auch noch den “Susan Effekt”, den ich bei “Hanser” gewonnen habe.

Am Dienstag sind dann die zwei “Wallstein-Bücher” gekommen und ich bin mit den drei Neuanschaffungen in die letzte Sommerfrischewoche aufs Land gefahren, habe gelesenen und ein bißchchen meinen “Sommerroman” korrigert und am Donnerstag, da war ich mittendrin im Lesen des Buchs von Kai Weyand, hat mir der Alfred einen Zettel von der Post mitgebracht und es hieß wieder warten, denn am Freitag ist er nicht nach Wien gefahren.

Warten und darauf vertrauen, daß die Bücher in Wien nicht verloren gehen, aber wenn ich so weiterlese, gerate ich in einen Lesenotstand habe ich gedacht und bin am Freitag doch zum “Thalia gefahren und habe “Risiko” dieses elenddicke Ding ausgelesen und mich umgesehen, welche Bücher ich mir vom Alfred zu Weihnachten und zum Geburtstag wünschen kann, denn das habe ich eigentlich immer so getan, mir in den letzten Jahren ein paar  aus der Liste gewünscht und  später gelesen.

Bei meinem diesjährigen Longlistenleseprojekt ziehe ich das vor habe ich mir gedacht, lasse sie mir früher kaufen und lese sie gleich, damit ich bis zur Shortlistenbekanntgabe mir meine eigene Liste machen kann.

An fünf Bücher habe ich  gedacht, drei zum Geburtstag, zwei zu Weihnachten oder umgekeht, aber es gab beim “Thalia” ja nur vier, “Risiko” habe ich schon gelesen, das der Valerie Fritsch wurde mir versprochen, also blieben nur Alina Bronskys  “Baba Dunjas letzte Liebe” mit dem ich ja schon lange liebäugle  und das etwas dickere Buch von Ilija Trojanow “Macht und Wiederstand” übrig.

Hoffentlich habe ich die beiden Bücher inzwischen nicht schon zugestellt bekommen, so ein zwei Haushaltsleben macht manchmal ein bißchen nervös und ich bin auch ungeduldig, die anderen Bücher zu bekommen, aber ab nächste Woche wird es besser, denn da bin ich wieder in Wien, kann mich um meine Post kümmern und wenn es sein muß wieder in Buchhandlungen lesen gehen oder dem lieben Otto ein Mail schreiben, welche Bücher ich von ihm brauche.

Jetzt blieben wenn in Wien alle Bücher kommen ja noch acht übrige und das dünne  Bronsky-Büchlein  kann ich noch am Sonntag lesen, wenn ich den Ralph Dutli am Samstag ausgelesen habe.

Spannend spannend und das Longlistenlesen macht mir, wie man wahrscheinlich merkt, großen Spaß, dazwischen schaue ich immer wieder zu den sieben ausgewählten Blogger und die jagen auch noch nach ihren Büchern, inzwischen haben sie von Börsenverein jetzt ihr Buchpaket bekommen, wo ihre zwei oder drei Bücher, die sie lesen sollen mit dem Longlistenheftchen, auf das ich diesmal ganz vergessen, bzw. mir nicht bestellt habe und ein Buch über die Geschichte des deutschen dBp drinnen ist. Sie wollen aber auch die anderen Bücher lesen, beziehungsweise haben sie das schon und ihre Rezensionen eingestellt.

Mara Giese veranstaltet ein Gewinnspiel, wahrscheinlich um ihre alten Bücher loszuwerden,  wo man ein Buchpaket gewinnen kann, wenn man zehn Verlagsslogans zehn Büchern zuordnet, was mir sehr aufwendig zu sein scheint, ein Buch habe ich inzwischen zwar gefunden, aber das Buch der Alina Bronsky habe ich ja schon und sollte es vielleicht besser lesen, wenn ich bis zum zwölften September durch sein will, das Buch des Matthias Nawrat, der Ruth Cehra, den “Harper Lee” und und würde mich aber interessieren, aber wann lese ich diese Bücher, wenn ich meine heurige Leseliste nach dem LLlesen wenigsten zum Zehntel schaffen will?

Es gibt auch einen Bücherdienst, wo man einen Fragebogen ausfüllen kann und dann Buchempfehlungen zugeschickt bekommt, das habe ich getan, da wurde mir  “Die Betäubung” der Anna Enquist, die ich gerne lesen will, “Stoner” und noch zwei andere Bücher empfohlen, aber ich lese ja eher die deutsche und österreichische Gegenwartsliteratur und jetzt überhaupt LL und nächste Woche in Wien  fangen ganz langsam die Veranstaltungen wieder an.

Dieses Jahr ist meine Sommerfrische ja ein wenig verschoben, denn ich habe schon in der letzten Schulwoche damit angefangen und bin jetzt eine Woche vor Schulbeginn wieder zurück, das Volksstimmefest, ist erst nächste Woche, beim Hauptverband kann man aber zu einer Lesung von Martin Ammanshauser gehen, auch ein Buch, das auf der LL fehlt, die Schreibgruppe ist wieder am Donnerstag, da kann ich dann, wenns interessiert, schon ein bißchen über meinen “Sommerroman” erzählen, den ich ja im Juni dort begonnen habe.

Die Vorschau zu “Selmas Kopftuch” ist jetzt auch raus und wird am nächsten Dienstag erscheinen, wem es interessiert, es gibt da auch ein Gewinnspiel und man kann das neue Buch nach Erscheinen gewinnen, allerdings wird das wahrscheinlich noch ein wenig dauern, da der Alfred  erst beim “Im Namen des Vaters” ist und noch immer “Schreib nicht soviel!”, stöhnt.

Aber jetzt bin ich ohnehin am Lesen und hatte in diesem Sommer eine sehr schöne Sommerfrische mit einigen Aktivitäten, in drei Wochen meinen “Sommernanowrimo” geschrieben, mit dem ich eigentlich sehr zufrieden bin. Zwei Bergtouren haben mir gemacht, Radgefahren bin ich nach Melk und nach Wagram an der Traisen mit dem Alfred, nach Herzogen-, Wilhelmsburg und nach St. Pölten zum “Thalia” allein, war bei einem Sommerfestival und und jetzt freue ich mich auch auf den Herbst, auf den Beginn der Veranstaltungen, beim Writerstudio gibt es wieder ein Open House und beim “Standard” habe ich bei einem Gewinnspiel mitgemacht, wo man Karten für “Sprachsalz”, dieses Literaturfestival in Hall in Tirol gewinnen kann, mal sehen ob ich einmal etwas gewinne.

Der “Wochenendstandard” ist diesmal auch besonders interessant, denn da geht es viel um Flüchtlinge, es gibt ein Gespräch zwischen der Innenministerin und Ilija Trojanow und eine Demonstration am Montag gibt es auch, an der ich wahrscheinlich teilnehmen und auch als “Bloggerin für Flüchtlinge” schreiben kann, denn das ist eine Bloggeraktion, an der alle teilnehmen sollen und dürfen. Zumindest wird dazu sehr viel aufgerufen und das ist auch in Zeiten, wie diesen eine sehr wichtige Angelegenheit.

Ein Sommernanowrimo

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Es ist soweit “Die ereignisreichen Sommererlebnisse vier prekärer  Literaturstudentinnen” sind im Rohentwurf fertig. Hundertneun Seiten, achtundvierzig Szenen,  52 909 Worte.

Da werden durch die Korrekturen zwar noch einige wegfallen und am Schluß werden es wahrscheinlich wieder weniger als die fünfzigtausend sein, aber deutlich mehr als bei den letzten drei Nanowrimos, wo ich, glaube ich immer etwas anstückeln mußte, um die fünzigtausend hinzubringen.

Ohne Nanowrimo wäre ich früher fertig gewesen und hätte früher aufgehhört und auch der zeitliche Rahmen stimmt. Ich bin zwar auch ein wenig schneller, denn ich habe diese hundertneun Szenen in drei Wochen hingeschrieben, schaut man auf meine Nanostatistiken, sieht man ich habe zweimal früher angefangen und war jedesmal viel früher fertig.

Diesmal hatte ich die Idee nach Ostern glaube ich, da habe ich dann immer ein paar Notizen gemacht und am neunten Juni, bei der Schreibgruppe, dann einundviertel Seiten, den Anfang des Eingangskaitel sozusagen geschrieben und das Ganze dann bis zum fünften Juli liegengelassen, dann habe ich angefangen und geschrieben und geschrieben, drei Wochen lang bis ich am Samstag den 25. mit dem Rohentwurf fertig geworden bin.

Vorgestellt habe ich die ersten vier Szenen am Montag den 13. im “Read!!ingroom” beim dortigen “Sommerfestival” “Summa in der Stadt” obwohl es ja eigentlich ein Sommerfrischenroman ist und das hat sehr gut geklappt.

Jetzt werde ich das Ganze einmal durchkorrigieren, es ist ja noch sehr unfertig, die letzten Szenen habe ich überhaupt nur hinuntergeschrieben  und dann wahrscheinlich vorläufig liegen lassen und erst einmal “Selmas Kopftuch” fertig machen, bevor ich dann im November mit dem richtigen Nanowrimo und der “Nika Weihnachtsfrau” beginne.

Ein bißchen schade ist, daß ich nicht die ganzen acht Wochen dazu brauchte, aber nicht wirklich, denn jetzt habe ich ja ab dem 19.August Zeit mich vielleicht wirklich an diesem Longlistenlesen zu beteiligen, irgendwie reizt mich das ja schon, am Samstag danach in den Thalia zu gehen und zu schauen, was ich finde.

Ich könnte ja vorher den Otto, wenn ich ihn bei der Slakdky Wanderung sehe, fragen, ob er die Bücher auch wieder liest und er mir sie vielleicht borgen könnte, ich kann auch eine Verlagsanfrage machen, ein paar werden schon zu mir kommen, vielleicht habe ich auch ein paar schon gelesen, sollte die neue Ruth Cerha dabei sein, das erste Buch steht auch auf meiner Leseliste.

Das wäre auch eine spannende Sommeraktion, die man vielleicht einmal machen sollte und jetzt wäre ich beim Schreiben nicht dadurch behindert.

Mal sehen es ist ja noch nicht soweit und es ist auch noch viel zu korrigieren, aber schön, daß es so gut klapppte, es war ein tolles Schreiben und eine sehr schöne Sommerfrischenbegleitung, die ich auch wirklich genossen habe.

Ich habe ja auch immer bei meinen Radausflügen kleine Textstückchen in mein kleines Stadtschreiberbüchlein geschrieben und bei meinen jeweiligen Schreibberichten veröffentlicht, so daß man das alles auch ein bißchen mitverfolgen kann, wie bei der Lesung, wie so ein Sommerroman entsteht, wem das interessiert, der kann das gerne nachlesen.

Es war ja auch ganz am Anfang, am neunten Juni, als ich die ersten in den zwanzig Minuten geschriebenen Seiten vorgelesen habe, die Frage, ob das jetzt ein Jahrhundertwerk oder eine Kurzgeschichte werden wird?

Der Klaus Khittl und der Robert Eglhofer haben es ja ein bißchen mit der “Strudelhofstiege” verglichen und “Zu hochgegriffen!”, gemeint.

“Blödsinn habe ich gedacht, vier Studentinnen, eine in Harland, eine in Damaskus, eine in Donezk, eine in Athen und ein bißchen die politische Situation, das kann eigentlich eine leichte Sommergeschichte sein und auch sehr kurz werden.

Denn da war ich noch nicht sicher, wie weit ich mit der “Selma” komme. Ich war auch nicht sicher, wieviel ich für die Lesung habe und habe mich da auch mit “Taubenfüttern” vorbereitet und “Sommer am Wasser” angegeben. Das war dann alles nicht nötig und es ist länger als erwartet geworden, schneller sowieso, aber das macht ma nichts nichts.

Jetzt werde ich also korrigieren und korrigieren, bis Ende Oktober oder auch noch nachher, wenn ich bisdahin nicht fertig werden sollte.

Ich denke, es ist eine nette Geschichte, einerseits leicht und locker und auch nicht so abgehoben, andererseits auch schwer und schwierig, die politischen Verhältnisse machen es ja dazu und es ist mir auch gelungen, jeder der vier Protagonistinnen eine eigene Geschichte zu geben. Das war ja ein bißchen Klaus Khittls und auch meine Befürchtung, daß ich das nicht schaffe und vor allem bei der Jelena Malatschuk bin ich lange im Dunklen geschwommen. Sie sitzt in Donezk gut und da gibt es keinen Strom und kein Wasser und schreibt über die Bertha von Suttner eine Dissertation, aber das kommt auch schon  im “Schutzengelchen” vor, da heißt sie zwar Marija, aber sonst…

Dann ist mir der Professor Eberhard und der Heiratskatolog eingefallen und am Schluß bleibt sie zwar nicht in Donezk, sondern wird Deutschlehrerin in Odessa und da waren wir  schon am 9. Juli auf den ersten Seiten, daß die Sandra mit ihr dort einen Cocktail trinken will, vielleicht werden sie das im nächsten Jahr tun.

Die Eleni hat ihren Hund Ouzo gefunden, vielleicht bekomme ich den, der im Original sehr lieb ist, auf das Titelbild, sonst könnten es auch die Stadtschreibertexte tun oder Bilder von der Traisen, von Harland, etc.

Und die Fatma, die es schon in anderer Form in “Selmas Kopftuch” gibt, hat auch ihre Geschichte bekommen, sie reist über Lampedusa nach Traiskirchen, lernt in der NB Professor Eberhard kennen und das alles kommentieren sie der Sandra nach Harland bei St. Pölten, die dort ihre Diplomarbeit über den deutschen Buchpreis schreibt und Andi Hermann kennenlernt.

Die Pflegehelferinnen Minka und Stefania, die jede auf ihre Art anders ist, gibt es auch, die demente Großmutter Therese Pühringer, die Eltern, die von ihrer Reise aus Paris, Madrid, Mexiko, San Diego, San Fransico und New York Ansichtskarten schicken und die Frequency und Sandras Ausflüge an der Traisen gibt es natürlich auch.

Ich habe vor, das nächstes Jahr, wenn es fertig ist in den Sidebar als E-Book hineinustellen, als meine Sommergeschichte, im Winter gibt es dann den Adventkalender, den ich im November im richtigen Nanowrimo schreiben will und bin sehr stolz auf mich, schade, daß es keiner merkt.

Aber vielleicht passiert das doch ein bißchen, habe ich ja viel darüber geschrieben und kann den Rest der Sommerfrische auch ein bißchen lockerer angehen, ein paar Ausflüge gibt es da ja auch, wollen wir ja den Hochschwab besteigen, noch einmal mit dem Herrn Sladky wandern und Alfreds Geburtstagsfest gibt es natürlich auch.

Mit rasender Geschwindigkeit

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Mit rasender Geschwindigkeit geht es weiter, könnte man so sagen, habe ich gestern meiner Freundin Ruth Aspöck gesagt, als wir uns wieder am Rathausplatz beim Filmfestival getroffen haben.

Wir waren heuer das erste Mal dort, den Karlsplatz habe ich auch ausgelassen, sondern an zwei Montagen “Alte Schmiede” und vorige Woche, die Lesung beim Sommerfestival im “Read!!ingroom” und dort habe ich die ersten vier Szenen aus “Den ereignisreichen Sommererlebnissen” gelesen, obwohl ich eine Woche vorher nur ein cirka eineinviertel Seiten langes Expose oder Einleitung dazu hatte, die ich beim Sommerschreiben in der Schreibgruppe im Juni im Cafe Ludwig, das nicht mehr so heißt, geschrieben habe.

Damals hatte ich, glaube ich, achtunddreißig Rohseiten und ich weiß gar nicht, wieviele Szenen, jetzt habe ich fünfundsiebzig Seiten, 36122 Worte, dreißig Szenen und das ungefähre Konzept im Kopf und wenn ich am Abend wieder in die Sommerfrische gehe und dann jeden Tag, wie vorige Woche zwei Szenen schreiben, ab Sonntag bin ich schneller geworden und gestern nachmittag ist dann vor sich hingaloppiert, kann es passieren, daß ich nach drei Wochen schreiben mit dem Rohkonzept ertig bin und den Nanonimo knapp unter- oder überschritten habe und dann den Rest des Sommers Zeit das Ganze zu korrigieren, beziehungsweise “Selmas Kopftuch” was das ja noch nicht zur Gänze ist, fertigzumachen.

Schnell, schnell, könnte man sagen und manche meiner mehr oder weniger wohlwollenden Kritiker sagen auch “Sei nicht so schnell, schreib nicht so viel, das kann man doch gar nicht alles lesen, achte mehr auf Qualität!”, etc, aber ich glaube inzwischen, das tun sie weil ihnen zu mir nicht viel anderes einfällt und ich das ja selber von mir schreibe, das ich sehr schnell bin und das ist gut so, das glaube ich inzwischen auch.

Jedenfalls  ist es sehr schön die Sommerfrische heuer mit einem Sommerroman zu verbinden, in dem es, um genau diese Sommerfrische geht. Um das Radfahren an der Traisen, das Lesen in der Badewanne, das Schreiben auf der Terrasse, am Samstag ein Würstel am Markt, am Sonntag ein Spaziergang auf die Rudolfshöhe, solange die dort noch nicht auf Urlaub sind.

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Da passiert nicht sehr viel, das ist langweilig, könnte man so sagen, aber wenn man sich meine fünfundsiebzig Seiten Rohtext so ansieht und das kann man ein bißchen wenn man auf den jeweiligen Schreibberichten, die kleinen Texte in dem kleinen Stadtschreiberbuch, in das ich mir bei meinen Fahrten, immer ein paar Szenchen aufnotiere, sieht man, es passiert doch sehr viel.

Eigentlich rasend viel mit unaufhaltsamer Geschwindkigkeit in diesem prekären Europa, wo man heutzutage, wenn man das Radio zu den Nachrichten aufdreht, hört, in Griechenland wird die Mehrwertssteuer erhöht, Frau Merkel oder Herr Feymann sind für oder gegen die Hilfspakete, auf jedenfalls ist das der Herr Strache, als Oppositionspolitiker wohl dazu verpflichtet und im Erstaufnahmelager von Traiskirche schlafen die Asylwerber am Boden, weil die Politiker zwar schön reden, aber sich auf keinen Verteilungsschlüßel, eigentlich ein fürchterliches Wort, einigen können und meine prekäre Studentin Sandra Winter, die den Sommer in der Sommerfrische im Harlander Hause ihrer Eltern verbringt, damit die Eltern inzwischen durch Mekiko und Amerika fahren können, aber jemand den beiden slowakischen Pflegehelferinnen der Großmutter ein bißchen auf die Finger schauen kann, hat inzwischen einen Freund gewfunden.

Auf der Aussichtswarte beim Viehofener See, hat sie den Deutschlehrer Andi Hermann kennengelernt, weil der in ihrem Fahhradkorb Bücher gesehen hat, die sie in der Telefonzelle bei der “Seedose” fand und weil sie ihre Diplomarbeit über den deutschen Buchpreis schreibt, hat sie ihn gleich interviewt, nachher fährt sie mit ihm nach Herzogenburg, um sich das Chorherrenstift anzusehen.

Auf diese Idee kam ich am letzten Samstag, als am Markt Prospekte von dort auflagen und vor einem der Stände die Kirche im Legostil ein bißchen nachgebaut war.

Aber sie fährt nicht gleich, denn vorher war sie zwei Tage in Wien, denn dorthin sind Eleni und Giorgos mit ihren Transporter und fünfzig griechischen Hunden gefahren und haben zwei Nächte in ihrem WG Zimmer übrnachtet, den Stephansdom, Schönbrunn und den Prater haben sie sivch angeschaut, sind mit dem Riesenrad gefahren und haben für die jeweiligen Großmütter einen Sack Mozartkugeln gekauft, dann ist  Sandra noch mit dem Auto ihres Vaters nach Traiskirchen gefahren, denn Fatma ist dort angekommen, wird von drei afrikanischen Asylwerbern ein bißchen bedrängt, bekommt Schweinefleisch serviert und muß in einem Zelt schlafen und weil sie ja Germanistik studieren will, beschließt sie, wenn sie nach Wien darf und sie wird dann auch zu einem Psychiater bestellt, um ihre Traumatisierung zu beweisen, in die NB zu gehen, sich dort Joseph Roths “Radetzkymarsch” ausheben zu lassen und dort nachzulesen, wie das so mit der Wiener Küche, dem Tafelspitz, der Sachertorte, den Kirschenknödel, den Apfelstrudel und so ist.

Dort trifft sie dann auf Werner Eberhard, das ist ein achtundfünzigjähriger Deutschlehrer, seit einem Jahr verwitwet, weil seine Frau Karoline an einem furchtbaren Krebs verstorben ist, was ihn in eine tiefe Depression fallen ließ, aus der er sich durch einen Heiratskatalog herauszuretten versucht und so sitzt er da, um für Fräulein Majatschuks Dissertation über Bertha von Suttner ein bißchen zu recherchieren und ihr die Ergenisse nach Donezk zu schicken, denn die kann dort nicht hinaus, erstens stirbt ihre Großmutter selbst gerade an Krebs, zweites wurde ihr Antrag auf ein Visum und ein Forschungssemester nach Wien  abgelehnt.

Passiert doch sehr viel in der Sommerfrische in Harland in St. Pölten und ich finde es sehr spannend  so flott zu schreiben, schade nur, daß sich niemand dafür interessiert, eh schon wissen.

Blöd, aber man soll erstens niemanden zu seinem Glück zwingen und zweitens könnte ich ja im nächsten Jahr, wenn das Sommerbuch  fertig ist, dieses in den Seitenbar als E-Book stellen und wer es will, kann es sich kostenlos hinunterladen,  lesen und vielleicht sogar besprechen.

Bei Manfred Lager-Regalls Büchern habe ich das inzwischen getan, alle zwei auf einmal und wiedermal die Feststellung gewacht, das man, was ich ohnehin schon wußte, jedes Buch wertschätzend, wohlwollend und achtsam besprechen kann.

Das für die, die meinen, man könnte meine Bücher nicht besprechen, man könnte es vielleicht versuchen und Sigrid Höllrigl hat meine Besprechung ihres “Odysseus” inzwischen entdeckt und verlinkt, es tut sich also ein bißchen oder auch sehr viel in den Sommerlöchern und meine Freundin Ruth Aspöck mit der ich mich gestern lang unterhalten habe, während wir auf das Konzert aus dem Amsterdamer Conertgebouw, also auch ganz schön international, gewartet haben, ist gerade von der Schreibwerkstatt, die sie in Strobel unter der Organisation von Erika Kronabitter machte zurückgekommen.

2005 war die noch in Vorarlberg und ich dabei, jetzt waren es die Ruth, der Robert, die Patrizia Brooks, die Sisi Klockner, die Karin Ivancsics hätte, glaube ich, auch kommen sollen und haben an ihren Werken gearbeitet und dann daraus vorgesesen.

Und zur “Poetnight” habe ich mich inzwischen auch angemeldet. Da könnte ich wieder ein Stückchen aus dem “Schutzengelchen” lesen, obwohl ich noch gar nicht so genau weiß, wann die ist.

Schreib- und Sommerfrischenbericht

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Der Montag und der Dienstag waren ein wenig hektisch. Vier Befunde, die Lesung, die noch vorbereitet mußte, Besuch der Linda, Besuch beim “Wolf” und dann bin ich noch aufs Bezirksamt gegangen und habe für die Wien-Wahl im Herbst für “Wien anders” unterschrieben und dem Manfred Lagler-Regall, der mein 1000 Kommentierer war, habe ich auch das versprochene Buch geschickt.

Da hat es mich ja sehr gefreut, daß ich in der Woche um meinen Bloggeburtstag, die fehlenden Zehn so schnell zusammenbekommen habe.

Der Gewinner hat mir zwar sehr direkt geschrieben, daß ihm lieber wäre, wenn ich seine Bücher endlich lesen und auf “Kathpedia”, “Read.me cc”, “Wikipedia” oder bei mir bespreche.

“Amazon” hat er dabei vergessen, aber er ist auch ein “Selbermacher” , der noch das Wort “Eigenverlag” verwendet. Das war zwar ein wenig kränkend, nach zweiundvierzig Jahre erfolglosen Schreibens und sieben Jahren bloggen darüber, habe ich mich aber schon daran gewöhnt, daß sich niemand für mein Schreiben interessiert und kann auch verstehen, daß das Egene wichtiger ist.

Aber die “Lektüre vor dem Schlafengehen” liegt sowieso schon ganz vorne bei den Leseplänen. “Die alten und die neuen Häuser” habe ich ein wenig reuig und ambivalent hervorgeholt, weil sie ja wirklich weit hinten gelandet waren, Andererseits werde ich ja nicht alles, was ich mir für heuer vorgenommen habe, schaffen und war bei der Durchsicht in schlaflosen Stunden dann auch erleichtert, da das zweite Buch eine Wiederholung, beziehungsweise Ergänzung des ersten, also schnell zu lesen sein wird.

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Die Post hat mich auch noch etwas verunsichert, als sie für das dünne Büchlein in dem orangen Kuvert plötzlich das doppelte Porto, als die letzten Male haben wollte und mir  erklärte, das wäre die Farbe des Kuverts und  am Mittwoch wieder auf das Land gefahren, um an meinen achtunddreißig Seiten Sommertext, den ich in der vorigen Woche wirklich flott vor mich hingeschrieben habe, weiterzumachen.

“Ist dir nicht fad?”, hat mich die Anna vor Jahren einmal bezüglich meiner Sommerfrischepläne gefragt.

Ist mir nicht, denn Lesen in der Badewanne, Radfahren an der Traisen ist ja schön und mein Sommerroman treibt mich auch voran, beziehungsweise heizen da ja auch die politschen Ereignisse, die heuer wirklich rasant auftreten, an.

Da ist vom Sommerloch heuer  keine Spur und es war nur etwas schwierig, nach den zwei turbulenten Arbeitstagen wieder in den Plot hineinzukommen.

Bin aber zuerst in den Traisenpark gefahren, habe für die Schwiegermutter zum Geburtstag und für mich je eine Packung Meeresfrüchte, statt der üblichen Katzenzungen, in der “Schokothek” gekauft, in der Seedosen-Telefonzelle gab es für die Oma zwei der von ihr gewünschten “Reader`s-Digest-Sammelbände”, für mich gab es zwei Bücher wo ich nicht sicher war, ob ich nicht schon hatte.

Aber Paul Austers “Sunsetpark” habe ich noch nicht gelesen., Wolfang Katzers “Yellowstone” habe ich schon in Wien gefunden, die Schwiegermutter ist aber eine begnadete Krimileserin und Juli Zehs “Corpus Delicti”, das ich mir am Samstag vom Alfred doppelt kaufen lief, habe ich in den Schrank hineingelegt.

Ja langsam verliert man den Überblick und auf den Blogs wird heiß über Literatur diskutiert. So werden auf der einen Seite die Buchpreisblogger auf der dbp Facebookseite vorgestellt, auf der anderen wurde die  “Hotlist”, die alternative Buchpreisliste der unabhängigen Verlage, die es seit einigen Jahren als Ergänzung zum dBp gibt vorgestellt, da kann man seine Kanditaten wählen, das einzige Buch, das ich von dieser Liste kenne, war das Graphic Novel “Irmina”, das mir sehr gut gefallen hat.

Buzzaldrin berichtete über eine Büchersendung und verlost ein paar Bücher davon, sie hat aber einen so großen Zugriff, daß ich wahrscheinlich nicht bei den Gewinnern bin, dafür habe ich vor zwei Wochen beim “Bücherschmaus” den Clemens Haipl gewonnen, den ich  schon gelesen habe, obwohl ich gar nicht so genau wußte, daß ich da bei einem Gewinnspiel mtmachte, als ich über meinen Besuch in der neuen Buchhandlung bloggte.

Nach dem leicht griechischen Mittagessen, gebratene Melanizani mit Joghurt, Reis und gebratene Tomaten in Zwiebel und Knoblauch, versucht wieder in den Text zu kommen, die  dreizehnte und vierte oder fünfte Sandra Szene geschrieben. Da wechselt sich die Sandra ja immer mit jeweils einer ihrer Freundin ab und die war, bevor ich nach Wien zu den Lesungsvorbereitungen gefahren bin, an der Traisen schwimmen, beziehungsweise ist sie auf einem Badetuch mit einem Buch dort gelegen und wurde von der Pflegehelferin Stefania, die ihre Oma im Rollstuhl dorthin fuhr, besucht und ein Mail von der Eleni, ob sie sie mit ihrem Freund besuchen darf, wenn sie mit einem Hundetransport nach Wien kommt, ist auch gekommen. Der Anschluß, den ich gefunden habe war dann, daß die Sandra wieder nach Hause fährt und mit der Großmutter beim Fernsehen ein wenig plaudert und in der nächsten Szene, die ich am Mittwoch geschrieben habe, plant die Eleni mit dem Gioros ein paar Tage mit ihrem Hund Ouzo nach Wien zu kommen, beziehungsweise drängt sie Giorgos  den doch ein paar Stunden in seiner Wohnung zu besuchen und da ihr der Vater ein paar Kondome gegeben hat, kann ja nichts passieren.

So geht es weiter in der Sommerfrische, Radfahren, Mittagessen und dann am Nachmittag zwei Szenen auf der Terrasse schreiben.

Am Donnerstag war als Radtour wieder Wilhelmsburg geplant, wo es sich  an der Traisen sitzen läßt und bei einem beim “Spar” gekauften Cafebecher und einem Croissant vom “Penny” ein paar Szenen in das “Stadtschreiberbüchlein” schreiben käßt und die Sandra kann  dann auch die “Sommer am Wasser-Tour” wiederholen, in der Seedosen-Telefonzelle ein paar Bücher finden, ist sie ja sicher auch eine bibliophile Frau, auf die Aussichtswarte steigen und vielleicht begegnet ihr da, statt einem Kind auf den Schultern seines Opas, ein junger Mann, der ein bißchen mit ihr flirtet, während die Fatma, die inzwischen in Lampedusa angekommen ist, sich von Frau Leila und ihrem Enkel trennt und sich nach Wien durchschlägt und die Jelena hat ja auch ein Mail geschrieben und gefragt, was Sandra von den Heiratskatlogen hält?

Wie bitte? Aber deren Antrag auf ein Visum und ein Forschungssemester in Wien, damit sie ihre Dissertation über Bertha von Suttner weiterschreiben kann, wurde schon wieder abgelehnt. Da erzählte ihr eine Freundin von einem Heiratskatalog, in dem man sein Foto stellen und einen Mann in Österreich, Deutschland oder wo auch immer finden kann und vielleicht findet die Jelena, da einen pensiopnierten Deutschlehrer mit dem sie wegen ihrer Großmutter, die sie nicht verlassen will, wenigstens in Briefwechsel bleiben kann.

So weit so what, dreiundvierzig Rohseiten und 20 277 Worte gibt es derzeit schon und es flutscht wirklich flott dahin. Daneben schaue ich mir “You Tube-Filmchen” über Griechenland, Donezk und die Flüchtlingssituation an, um mich über meinen Stoff zu informieren und das Coverfoto für “Selmas Kopftuch” gibt es inzwischen auch.

Die schöne alte Puppe meiner Mutter mit den langen Zöpfen, der habe ich ein grünes Seidenkopftuch aufgesetzt und wahrscheinlich bekommt sie zu Weihnachten, die rote Weihnachtsmütze und dient als Cover für die “Nika Weihnachtsfrau”.

Ja, so dümpelt es dahin und während ich es auf der “Selfpublisherschiene” mit der Handvoll Zuhörer und wenn es hoch kommt drei “Gefällt mir Kommentare” in der Woche tue und mich mit alten Büchern im “Longlistenlesen” übe, werden anderswo die Preise vergeben.

Wer heuer den “Veza Canetti Preis” bekommen wird, weiß man offiziell noch nicht, zumindest habe ich das im Netz noch nicht gefunden, im Vorjahr hat das die Olga Flor sehr rasch auf ihrer Seite bekanntgegeben.

Der oder die Erich Friedpreisträgerin wird auch erst im September verlautet, aber Reinald Goetz konnte man vorige Woche lesen, der der sich beim Bachmannlesen mit der Rasierklinge ritzte, mit “Abfall für alle” und “Klage” ein früher Blogger war und 2012 mit “Johann Holtrop” auf der Longlist stand, wird der neue Büchner-Preisträger sein. Den “Reinhard-Priesnitz” Preis 2015 wird für mich überraschend, die zweite “Alpha-Preisträgerin” Anna-Elisabeth Mayer, erhalten, hätte ich die doch nicht für so experimentell gehalten.

Aber Anna Weidenholzer ist ja auch “Priessnitz-Preisträgerin”, dafür bekommt eine Lyrikerin nämlich Barbara Hundegger den “Anton Wildganspreis” 2014, denn der wird ja immer ein Jahr verspätet, wahrscheinlich auch im Oktober vergeben und ich werde weiterschreiben, beziehungsweise in die Badewanne lesen gehen.

Lesung bei “Summa in da Stadt”

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Ich habe mich ja nach Ostern als ich zum Büchertausch in den “Read!!ingroom” gekommen bin, für das “Sommerliteraturfestival” angemeldet, da ja jetzt schon mehrere Male den ganzen Juli und August, diesmal unter dem Motto “Pack die Badesachen” ein, läuft.

Auslöser war die Idee der Sommergeschichte über eine Sarah Sommer oder Sandra Winter, eine prekäre Literaturstudentin, die im Haus ihrer Eltern den Sommer verbringt, die mir als Pendant zur “Nika Weihnachtsfrau” mit der ich mich beim nächsten “Nanowrimo”beschäftigen will.

Und wenn ich da gleich am Anfang lese, kann ich mir eine entsprechende Motivation in meine Sommerfrische mitnehmen, habe ich gedacht und mich für den 13. Juli angemeldet.

Vorher wurde das E-Buch des vorigen Sommerevents “Hundstage” vorgestellt und da ich nur am Montag und Dienstag im Juli und im August in Wien bin, habe ich mich für den Montag entschieden, wohl wissens, daß das wahrscheinlich kein sehr gut besuchter Lesetag ist, aber in der “Alten Schmiede” waren an den letzten Montagen auch eine Menge Besucher und, daß sich die Leute für meine Literatur nicht sehr interessieren, ist ein Problem, das ich offenbar nicht lösen kann.

Nachdem ich mich angemeldet habe, habe ich Zweifel bekommen, ob der dreizente Juli wirklich ein so guter Lesetag war, denn in der ersten Sommerfrischenwoche war ja der Bachmannpreis und daher keine besondere Zeit für den Roman zu erwarten, wahrscheinlich wäre Ende August besser gewesen, das Ergebnis meiner Sommerfrischenarbeit zu präsentieren.

Aber  ich bin ja sehr ungeduldig, bin aber mit dem Korrigieren von “Selmas Kopftuch” trotzdem nicht weitergekommen und als mich die Veranstalter dann nach einem Lesungstitel fragten, ist mir “Sommer am Wasser” eingefallen, der Blogeintrag, der vor drei Jahren emtstamdem ist, als ich einen Sommertext suchte und meine Radtouren um die Viehofener Seen beschreiben wollte.

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Dann könnte ich noch ein paar Stückchen aus “Tauben füttern”, das auch im Sommer spielt lesen und das “Miranda Schutzengelchen” präsentieren, das in der vorigen Sommerfrische entstanden ist.

An Material mangelt es nicht, schreibe ich ja viel und auch schon sehr lang und in der letzten Schreibegruppe Anfang Juni ist dann auch der Beginn der Geschichte, bzw. das Einstiegsszenario entstanden.

Da wußte ich schon, daß es eine Sandra Winter wird, die im Haus ihrer Eltern in Harland bei St. Pölten Sommerfrische macht, beziehungsweise den Pfegehelferinnen, die ihre demente Großmutter betreuen, ein wenig auf die Finger schauen soll, während die Eltern auf Weltreise gehen. Und drei Freundinnen, Eleni in Athen, Jelena Majatschuk in Donezk und Fatma Challaki, die von Damaskus nach Wien flüchtet gibt es auch.

Damals sind eineinviertel Seiten entstanden. Ich war stolz darauf und zufrieden, habe es aber liegenlassen und weiter an der Selma korrigiert, die nicht und nicht fertig wurde.

In der letzten Juniwoche entstand dann der Entschluß, trotzdem in der Sommerfrische mit dem Schreiben anfzufangen und das habe ich  vorige Woche, nachdem der Bachmannpreis vorüber war, auch getan.

Zuerst ist mir der Einstieg gar nicht so leicht gefallen, dann habe ich aber geschrieben und geschrieben, zwölf Sezenen und achtunddreißig Seiten gibt es jetzt und so habe ich meine ursprünlichen Lesepläne, die ich am Freitag den Dritten, als ich wegen des Wiedner Hauptstraßenfestes in Wien war,  machte, fallengelassen und am Montag Vormittag vor meinen ersten Stunden, die ersten vier Szenen korrigiert und die Lesezeit, etwa fünfzig Minuten hat mir Gabi Rökl, glaube ich, im April gesagt, abestoppt.

Da wollte ich noch das “Sommer am Wasser” vorher lesen, dann habe ich mich aber mit den ersten vier Szenen begnügt und die Geschichte auf “De ereignisreichen Sommerelebnisse vier perkärer Literaturstudentinnen- aufgezeichnet von Sandra Winter” umbenannt. Vorher sollte es “Die ereignisreichen Sommerelebnisse der prekären Literaturstudentin Sandra Winter” heißen.

Damit bin ich am Abend in Begleitung von der Linda, die ihren Sommer wieder einmal in Europa verbringt und den Alfred in den “Reading!!room” gegangen, in dem ich schon zweimal gelesen habe.

Das Haus” und die “Radiosonate” habe ich einmal dort vorgestellt und mich dabei sehr bemüht Publikum dorthin zu schleppen, das habe ich diesmal nicht so zwanghaft betrieben, obwohl ich die Zettel des Festiavs, das ich sehr empfehlen kann, weil nach mir  noch Christian Schwetz, Angelika Högn, Neil Y. Tresher, Gabriela Dickie, Burghard Unteregger, Gabi Rökl und Kurt Raubal lesen, in der “Alten Schmiede” und in dieser Buchhandlung in der Wiedner Hauptstraße aufgelegt habe und ein Besucher am Freitag, als Peter Campa las, wie ich hörte, auch deshalb gekommen ist. Ob das der Rudi war, der mir ja etwas zurückgeben wollte?

Zu mir ist eine Stammbesucherin der der “Alten Schmiede” und noch ein paar andere gekommen und einen neuen Büchersegen gab es auch, legen doch offenbar sehr viele Leute ihre Verlassenschaften dem “Raum für Alltagskultur vor die Tür”. Mir kann das Recht sein und ein kleines Honorar hat es auch gegeben, unterstützt ja das Kulturbudget Margareten die Veranstaltung. Es war eine schöne Lesung und wahrscheinlich eine schöne Idee mein “Work on Progress” vorzustellen.

Die ärgsten Fehler habe ich am Montagmorgen ausgebessert, trotzdem weiß ich noch nicht, wie es weitergehen wird, was ja auch ein bißchen von der politischen Entwicklung abhängen wird. Wird Griechenland in der EU bleiben? Werden neue Flüchtlingunterkünfte geschaffen? Es wird ja ein sehr politischer, tagesaktueller Roman.

Spannend, spannend, ein “jungfräuliches” Werk vorzustellen, sich Ideen und Anregungen zu holen und ich habe auch mein kleines Stadtschreiberbüchlein, das ich auf meine Harlander Ausflüge mitnehme und da immer ein paar Szenenanfänge notiere.

Nachher war ich noch mit der Linda und dem Alfred beim “Wolf”, habe dort Blunznradl mit Rettich gegessen, der Alfred hat sich ein griechisches Joghurt mit Himbeern bestellt, das ohne Himbeeren in meinem Text auch vorkommt, meine zwei Befunde zu Ende geschrieben und nach dem morgigen Praxistag geht es wieder zum Weiterschreiben.

Ein E-Book wirds wahrscheinlich, neben meinem sechunddreißigsten Selbstgemachten, wenn ich richtig rechne, im nächsten Jahr auch geben.

Mehr darüber gibt es hier zu sehen, denn der “Read!!ingroom” hat, was ich sehr schön finde und mich dafür auch sehr bedanke, einen ausführlichen Bericht über die Lesung geschrieben.

Zu Doris Kloimstein ins Cafe Schubert

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Die erste Sommerfrischenwoche ist vorbei und die zweite hat mit ein bißchen Regen begonnen, ganz so heiß, wie in der  ersten, die durch das “Bachmannhören” sehr rasant gewesen ist.

Ein bißchen bin ich zwischendurch Rad gefahren, einmal zum Einkaufen zum “Lidl”, einmal nach Wilhelmsburg und da sind in das kleine Büchlein vom Tag des Buches, das es jetzt das dritte Jahr in Folge gibt, ein paar Textbrocken bezüglich “Der wunderbaren Sommererlebnisse der prekären Literaturstudentin Sandra Winter” entstanden.

Die ersten eineinhalb Textseiten sind in der Juni-Schreibgruppe beim “Sommerschreiben” entstanden und dann ist das Ganze erstmals liegengeblieben und ich habe an “Selmas Kopftuch” korrigiert, mich aber entschloßen pünktlich in der Sommerfrische mit dem Sommertext zu beginnen, den Klaus Khittel in der Schreibgruppe  als viel zu ehrgeizig konzipiert gesehen hat.

Am Freitag als ich nach Wien zur Lesung bezüglich des Wiedner Hauptstraßen Straßenfestes gefahren bin, habe ich mir die Texte für die Lesung bezüglich des Sommerfestivals am nächsten Montag vorbereitet, die eineinhalb Seiten, der “Sandra Winter”, dann was aus “Tauben füttern”, “Sommer am Wasser”, wie mein Lesungstetitellautet und dann noch den Beginn der “Miranda”.

Die eineinhalb Seiten habe ich dann am Montag korrigiert und hätte weiterschreiben wollen, aber irgendwie war alles weit weg und ich habe erst einen Anlauf gebraucht, bis ich die eineinhalb Seiten auf sechs ergänzt und die Sandra Winter nach Harland nach St. Pölten fahren habe lassen.

Dort sitzt sie dann mit der slowakischen Pflegerin Minka und der dementen Großmutter beim Fernsehen und sieht den Bericht über das Referendum der Griechen bezüglich des Einsparkurses, denkt an ihre Freundin Eleni und der ist dann die zweite Szene gewidmet.

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Zwei Szenen, zehn Seiten und 4154 Worte habe ich jetzt und noch einige Pläne. Als nächstes fährt die Sandra Einkaufen zum Lidl, kauft griechisches Joghurt und griechische Antipasti, dann bekommt sie ein SMS, von Fatma Challak, ja die kennen wir schon, ihr Bruder Fahrid ist von der IS erschossen worden. Da haben die Eltern sie in ein Boot gesetzt und sie ist jetzt auf den Weg nach Lampedusa, beziehungsweise nach Wien, denn sie hat ja an der deutschen Schule in Damaskus maturiert und Eleni Soualaki, die prekäre Literaturstudentin aus Athen, jobt in einer Hundefängerorganisation und verliebt sich da in einen kleinen Hund namens Ouzo.

Der ist autobiographisch, beziehungsweise heißt der, den die Anna und der Andreas seit einiger Zeit haben so, kommt aus Griechenland und die waren jetzt alle drei auch in Harland und am Samstag habe ich mir bevor ich mit dem Rad zum Markt gefahren bin, um dort das obligatorische Würstl bzw. einen Toscana Burger zu essen, mit der Doris Kloimstein vereinbart, sie am Mittwoch, um zehn im Cafe Schubert zu treffen.

Das haben wir schon einmal gemacht, vor einigen Jahren, damals bin ich durch das Frecency Treiben gefahren, habe mich geärgert und dem Bürgermeister einen Brief geschrieben und Manfred Lagler-Regall, einer meiner eifrigen Kommentator, den ich regelmäßig bei den Osterspaziergängen der LItGES treffe, hat mir da das erste Mal geschrieben und er ist auch, Tusch und ein Hoch an ihn, mein tausendster Kommentar, denn ich habe es wirklich geschafft, seit meinen Geburtstagsartikel die gewünschten zehn Kommentare zusammenzubekommen.

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Jetzt kann ich auch der Ruth auf ihren 999 Kommentar antworten, denn ich wollte nicht die Tausendste sein und mit der Doris Kloimstein, die ich ja einmal bei einer Regionalversammlung der IG Autoren in einem Hochhaus in St. Pölten kennengelernt habe, die lange Zeit die Obfrau der LItGES war und jetzt auch eifriges Mitglied unserer Schreibgruppe, gab es dann auch ein eifriges Plaudern. Zum Beispiel über den Roman, den sie gerade plant, zwischendurch wurde sie immer wieder von einigen Bekannten angesprochen, denn St. Pölten ist ja ein Dorf und die Doris eine bekannte Person.

Am Markt haben wir sie auch schon einmal getroffen und einmal war ich mit ihr während der Sommerfrische auch mit ihr griechisch essen und anschließend mit Brigitte Schramm, die ich zufällig getroffen habe, im Cinema Paradiso, Cafe trinken. St. Pölten ist ein Dorf beziehungsweise Landeshauptstadt und ich nütze die Sommerfrische auch immer gerne zu literarischen Begegnungen, obwohl ich dort nicht so viele Leute kenne und es im Sommer auch kein Literaturprogramm zu geben scheint.

Aber jetzt habe ich  vor einen Roman über die Sommerfrische zu schreiben, einen Sommerroman über die prekären Erlebnisse einer Studentin und ihren drei Freundinnen, die aus prekären Orten wie Athen, Damaskus und Donezk kommen. Da bin ich jetzt wieder zuversichtig, daß ich das kann, obwohl ich es irgendwie nicht schaffe, die anderen auf mein Schreiben aufmerksam zu machen.

Die dritte  und die vierte Szene, die der Sandra und der Fatma Challaki werde ich demnächst schreiben und dann mit den “Erlebnissen einer Anarichistin in Griechenland” in die Badewanne steigen.

Dieser Sommer kann interessant werde, auch wenn es jetzt stark regnet und ich infolgedessen im Wohnzimmer zwischen den beiden Bücherregalen statt auf der Terrasse sitzen und die Linda aus Amerika werden wir am Montag auch treffen und deren Sohn Niklas war ja, glaube ich oder habe ich gehört mit der Milena Michiko Flasar einmal befreundet.

Sommerfrischenbeginn

Ab Mittwoch geht es wieder in die Sommerfrische, die ich ja seit einigen Jahren im Sommer im Juli und August in Harland bei St. Pölten mache, meine Praxisstunden zusammengelegt und dann am Dienstagabend hinaus aufs Land, um dort zu schreiben, zu lesen, Rad zu fahren etc. Seit sieben Jahren blogge ich nun und feiere am Freitag “Sieben Jahre Literaturgeflüster” und da habe ich die Sommerfrische, die ja meine Art des Stadtschreibertums ist, auch immer erwähnt, vor zwei Jahren habe ich mich dann zur “inoffiziellen Stadtschreiberin von St. Pölten erklärt”, das kleine Büchlein genommen, daß es seit einigen Jahren auch am Tag des Buches gibt, in das man etwas hineinschreiben kann und da meine Stadtschreibergeschichten und Impressionen vermerkt und das dann fein verlinkt. Lesemarathone habe ich auch veranstaltet und alles, was mir in dieser Zeit in St. Pölten aufgefallen ist, aufgeschrieben, die Führung mit dem Bürgermeister beispielsweise, den Besuch am Markt, etcetera.

Voriges und vorvoriges Jahr bin ich auch mit meinen jeweiligen Texten am Sommerbeginn fertig geworden, so daß ich jeweils etwas Neues beginnen konnte und heuer ist es ebenso oder eigentlich nicht ganz.

Denn genau genommen bin ich mit dem Korrigieren von “Selmas Kopftuch” noch nicht fertig und ich fürchte, ich habe zumindestens die Frau Nowotny noch einmal falsch darin stehen, aber da ich ja schon seit einiger Zeit vorhabe, beim nächsten “Nanowrimo” einen Adventkalender mit einer “Nika Weihnachtsfrau” zu schreiben, ist mir zu Ostern die Idee gekommen, im Sommer in der Sommerfrische mit einer Sarah Sommer oder Sandra Winter dasselbe zu machen, dafür habe ich mich gleich beim Sommerfestival im “Read!!!ingroom” zum Lesen am 13. Juli angemeldet, was ein bißchen vorwitzig war, da schon einen ganzen Roman zu haben, bei der letzten Schreibegruppe, ist aber das Eingangskapitel entstanden und da hat der Klaus Khittel “bemängelt”, das das ein Szenario für ein Jahrhundertwerk, wie etwa die “Strudelhofstiege” werden könnte, obwohl ich dachte, ich schreibe das nur die Monate Juli und August, hole mir beim Radfahren oder bei den Seen oder an der Traisen die Ideen und bin dann, wenn ich wieder nach Wien zum Volksstimmefest zurückkehre damit fertig, ganz egal, wie lang das jetzt ist, könnte auch nur eine Kurzgeschichte werden, wenn ich vielleicht erst im August mit dem Korrigieren fertigwerden sollte.

Jetzt denke ich, ich fange am jeden Fall am Mittwoch damit an und da werde ich, wie im letzten Jahr mir selber auch ein bißchen lobend auf die Schulter greifen, mir vielleicht wieder eine Laudatio halten oder die Texte vorbereiten, die ich am Dreizehnten lesen will, aber das mache ich vielleicht doch besser in Wien, denn da habe ich eine Stoppuhr, die Bücher und kann mir das “Sommer am Wasser”  ausdrucken, aber nach St. Pölten könnte ich radeln und mir vorher einen Fünfziger das Sommerfrischenhonorar für die Croissants oder Donuts, die ich mir beim Radfahren kaufen könnte, in die Tasche stecken und am Abend beginnt ja auch die Eröffnung des Bachmannwettbewerbes, der heuer wahrscheinlich ein sehr spannender werden wird, weil die Ronja von Rönne, diese dreiundzwanzigjährige junge Frau, deren erster Roman im nächsten Jahr erscheint, ja sehr  provkant vorher angetreten ist, aber auch die Michaela Falkner, die Valerie Fritsch, die Nora Gomringer etc sehr starke Stimmen haben.

Das werde ich mir dann wieder über das Internet geben, am Donnerstag in Harland, am Freitag am Vormittag in Wien, denn am Nachmittag ist da ja, wenn es nicht regnet, das Wiedner Hauptstraßenstraßenfest, wo ich nach dem lieben Rudi lesen werde und da meinen siebenten Geflüster-Geburtstag auch prominent feiern werde, mit einem Glas Sekt oder Rotwein, etc.

Dann hinein in das Schreiben, in die Geschichte der prekären Studentin Sandra Winter und ihren drei Freundinnen, Eleni aus Athen, die sich  jetzt vor dem Bankomaten anstellen muß, um ihre täglichen sechzig Euro herauszubekommen, beziehungswweise Griechenland, wenn ich dann darüber schreibe, vielleicht schon zusammengebrochen ist, Fatma Callaki aus Damaskus, die in Traiskirchen auf dem Boden schlafen muß, weil sich die Länder nicht auf eine menschengerechte Unterbringung von Flüchtlingen einigen können und Jelena Majatschuk aus Donetz, wo es wahrscheinlich auch  nicht gerade lustig ist, hineinspringen.

Bis Ende August habe ich damit Zeit und es gibt ja auch zwei literarische Ereignisse, die meine Sommerfrische beginnen und auch beenden, Beginn ist der Bachmannpreis, das habe ich schon erwähnt, enden tut es dann vielleicht schon Mitte August, wenn die Longlist des DBp verkündet wird, aber da gibt es heuer auch Erneuerungen, beziehungsweise Vorverschiebungen, denn einige Blogger haben sich da ja vor zwei Jahren zusammengetan und das Longlistenlesen verkündet, daß sie heuer schon am 29. Juni offiziell auf der dBp Seite verkündigten und sich als Bloggerjury betrachten.

Sieben wurden da ausgewählt, offiziell zu bloggen, die anderen können, wie ich einmal  behaupte, das, wenn sie wollen, inoffiziell tun und ich werde das auch, auch wenn ich nicht vorhabe, wie der Otto mir die zwanzig Bücher zu besorgen und sie hinunterzulesen, weil ich das wegen meiner langen Liste, auf der ja noch einige dBp Bücher der letzten Jahre stehen, nicht kann.

Ich habe mir aber die beiden Streeruwitz-Bände nach Halrand mitgenommen und werde sie als Lektüre zu der Sandra Winter lesen und dann die Harland Bücher hinunter und weil ich in den letzten Monaten ohnehin sehr schneckenlangsam beim Lesen war, werde ich da, habe ich mir vorgenommen, jetzt etwas schneller sein und in der Sommerfrische einiges aufholen.

Also wieder große Pläne für den Sommer und die “Selma” liegenlassen oder zwischendurch Korrigieren oder nachher ist ja egal, weil es außer mir ohnehin  niemanden interessiert und der Alfi  noch beim Korrigieren von “Im Namen des Vaters” ist und da auch nicht viel weitergeht.

Aber einen schönen Sommer und einen schöne Sommerfrische, zumindestens habe ich das vor und werde, weil meine Reisen, das Radfahren durch Deutschland, das Leipzigwochenende, der Kurztrip an den Attersee, das erste Wanderwoche und der erste Ungarn-Aufenthalt mit der Oma, der Anna und dem Andi schon vorüber ist, da auch nicht gestört werden.

Das heißt ein zweites Wanderwochenende wird es noch geben und Alfreds sechzigstes Geburtstagsfest und hoffentlich auch schönes Wetter, obwohl mich der Regen bekanntlich nicht sehr stört.

Sommerschreiben

Heute war wieder einmal Schreibegruppe, Westbahn-Spontan, jetzt von Peter Czak organisiert, nachdem Ruth und Robert, die Gruppe mit der Abschlußlesung eigentlich beenden wollten, wegen mir und meiner vierzehntägigen Harland-Fahrten vom Freitag auf dem Donnerstag verlegt, der letzte Donnerstag passte aber auch nicht, denn der war ein Feiertag und da wäre ich nur ungern gekommen und heute hatte ich um sechs eine Stunde eingetragen, so daß es ein wenig hetzig wurde und ich mit dem Bus gefahren bin, was auch nicht wirklich schneller war, weil der 13 A jetzt wegen der Fußgängerzone in der Mariahilferstraße einen großen Umweg macht.

Trotzdem habe ich mich auf die Gruppe schon gefreut, denn ich hatte wieder ein geeignetes Thema, nämlich Sommer oder Sommerfrische, denn ich nütze ja die Gruppen ganz gern für meine Schreibanfänge, beziehungsweise das Szenenschreiben bezüglich des jeweiligen Work on Progress und jetzt korrigiere ich zwar noch an der Bibliophilin bzw. an der Selma, habe aber schon einen Sommerplan, nämlich die Sommererlebnisse einer prekären Studentin, namens Sandra Winter, die sie mit ihren Freundinnen Eleni in Athen, Fatma Challaki, die von Damaskus nach Wien flieht und Jelena in Donetz verbindet, das will ich in der Sommerfrische schreiben und weil ich mich offenbar immer ein bißchen verschätze, habe ich mich damit nach Ostern für das Sommerfestival im “Readingroom” und zwar am 13. Juli angemeldet, obwohl ich bald dachte, da werde ich noch nichts haben, macht ja nichts, ich habe ja noch andere Sommertexte, schließlich ist es nicht meine erste Sommerfrische, aber jetzt dachte ich, könnte ich mit dem neuen Werk beginnen, das heißt einen Anfang hinlegen, nachdem mir am Wochenende ja die drei anderen Handlungsstränge eingefallen sind und da habe ich ja auch schon ein bißchen Vorarbeit, eine ukrainische Studentin kommt ja schon im “Schutzengelchen” vor und die “Fatma Challaki” erscheint in der Bibliophilin, aber gut, das Aufbauen ist für eine Schnellschreiberin mit eher kürzeren Texten auch ganz nützlich und so war ich nur gespannt, ob die Gruppe nicht schon angefangen hatte, als ich das Cafe, da gab es eine Überraschung, weil es nicht mehr “Ludwig” sondern “Fortuna” heißt, aber sonst gleichgeblieben ist, betrat.

War noch nicht so, denn es waren erst  Robert Eglhofer, Peter Czak und Klaus Khittl da, der jetzt auch gelegentlich teilnimmt, die Doris Kloimstein saß noch im Zug nach Wien, von Ilse und Fritz wußte man nichts bestimmtes und die Ruth hat mich schon vorige Woche angerufen und abgesagt, weil sie zum fünfzigjährigen Maturatreffen nach Linz gefahren ist.

Das Thema Somme wurde, als dann die Doris eintraf, auch allgemein akzeptiert, obwohl die meisten anderen sagten, da würde ihnen nichts einfallen und dann ging es los.

Ich wußte ja diesmal ganz genau, was ich schreiben würde, die Sandra Winter wird von ihrer Mutter, die Psychotherapeutin ist, eingeladen, ihren Sommer in dem Harlander Haus zu verbringen, weil sie der Vater zu einer Weltreise überredet hat und weil die Sandra eine prekäre Studentin ist, kann sie nicht nach Athen, Damaskus oder Odessa fliegen, sondern muß aufs Land, um die zwei Pflegehelferinnen aus Kosice, die den dementen Opa betreuen, unterstützen, sie packt gerade ihre Koffer bzw. rucksack, denkt, daß das öd und langweilig wird und stellt dabei die drei anderen Handlungsstränge vor.

So weit so gut. Ich habe beim Vorlesen zwar sehr gestottert, weil ich meine Schrift, wenn ich schnell schreibe, nicht immer lesen kann, werde es aber jetzt ins Reine übertragen und am 13. im “Readingroom” vorstellen, vielleicht gabt es dann schon eine zweite oder dritte Szene, sonst kann ich von dem Projekt erzählen und dann in der Sommerfrische schreiben und da will ich den Text dann auch entsprechend weiterentwickeln, was ich mir sehr spannend vorstelle.

Die Ruth mag ja nicht sehr, wenn ich in der Schreibgruppe meine Romane schreibe, sie war aber nicht da und das Feedback, das mir Klaus Khittl gab, war sehr hilfreich und professionell, der kann das, glaube ich gut, wenn er auch sehr kritisch ist und sich dadurch vielleicht selbst blockiert, er meinte aber, das wäre eine Szenario für einen Jahrhundertroman, vielleicht störte ihm die viele Sozialkritik, aber gerade die ist wichtig, aber natürlich muß ich das alles jetzt sehr gut recherchieren und das ist vielleicht mein Schwachpunkt, daß ich dann immer irgendwo zwischendurch steckenbleibe und ich habe während des Vorlesens gedacht, vielleicht habe ich in dem Eingangskapitel schon zu viel verraten, in dem ich gleich alle Handlungsstränge, die Fatma, die Eleni, die Jelena und die Minka, bzw. die Stefania, die zwei Pflegehelferinnen einführe, es war aber ein guter Beginn.

Jetzt kommt die Arbeit und es ist auch ein gutes Gefühl, damit in den “Readingroom” zu gehen und auch etwas in Harland zu haben, an dem ich arbeiten kann, wenn ich Radfahre, mir in Wilhelmsburg ein Kipferl kaufe oder in St. Pölten zum “Thalia” gehe, das wird diesmal meine Sommerschreibwerkstatt.

Den anderen ist dann auch etwas eingefallen, Klaus Khittl, die “Sommer Pause”,  Doris Kloimstein hat zwei Stimmen über ihre Gebrechen diskutieren lassen, Robert Eglhofer sich als Sommerhasser entpuppt und Peter Czak hat einen exellenten Führer durch die Wiener Bäder hingelegt, der sich vielleicht veröffentlichen läßt.

Spannend, spannend, was und wieviel in zwei Stunden, bzw.. zwanzig Minuten konzentrierten Schreibens entstehen kann. Jetzt geht es dann in die Sommerpause, weil ich die Donnerstage im Juli und August nicht in Wien bin und daher erst im September an der nächsten Gruppe teilnehmen werde, aber vielleicht kann ich dann schon etwas präsentieren.

Ich bin jedenfalls gespannt und heute habe ich mein fertiges “Schutzengelchen” herumgezeigt, während ich das letzte Mal ja nur das “Dummie” mithatte.

Schreib- und Lesungspläne

Die “Bibliophilin” oder wie es jetzt heißen wird “Die Pensionsschockdepression oder Selmas Kopftuch” ist jetzt Szene für Szene durchkorrigiert. 37 447 Worte, beziehungsweise siebenundsiebzig, das heißt eigentlich fünfundsiebzig Seiten inkusive Titel und der Angabe, daß die Buchzitate aus der “Romantherapie” bzw. dem “RezeptOmaten” stammen, sind es geworden.

Eine “Fritzi-Szene” ist noch hinzugekommen und wird jetzt Seite für Seite korrigiert und derzeit sieht es wieder so aus, als würde ich jeden Moment, beziehungsweise jeden Durchgang fertig werden.

Das täuscht, ich weiß, das Fehlertäufelchen ist hartnäckig und sitzt im Detail, einige Wochen werde ich wohl schon noch brauchen und habe diesmal auch detailierte diesbezügliche Pläne.

Ursprünglich habe ich ja geplant, daß ich bis Anfang November dafür brauchen sollte, damit ich gleich den “Nanowrimo” mit der “Nika-Weihnachtsfrau” beginnen kann.

Dann kamen aber die Ideen für das Sommerschreiben in der Sommerfrischer mit der Sarah bw. Sandra Sommer beziehungsweise Winter, um das mit den sprechenden Namen nicht allzu durchsichtig zu machen.

Das ist eine prekäre Studentin, etwa um die zwanzig, die im Sommer statt um die Welt zu reisen, in das Haus ihrer Eltern, das sich etwa in der Gegend um Phyra, Harland oder Wilhelmsburg befinden könnte, auf Sommerfrische begibt. Dort gießt sie vielleicht die Blumen, läßt sich von der Milka, Theresa oder Stefanie der vierundzwanzig Stunden Betreuung ihres Großvaters oder Großmutter etwas von dem Elend der jungen Pflegehilferin in der Einsamkeit des Landes vorjammern, fährt Rad, geht im Ratzersdorfer See schwimmen und kommunziert per Skype und Internet mit ihren ebenfalls sehr präkär lebenden Freundinen, wie beispielsweise Eleni in Athen, Jelena in Donetz, die vielleicht Germanistik studiert und eine Diplomarbeit über die alte Berta schreibt, Fatma Challaki aus Damaskus, die vielleicht gerade in Wien um Asyl ansucht und so weiter uns so fort.

Diese Idee exklusiv der drei Freundinnen, von denen vielleicht inzwischen schon Geschichtenteile vorhanden sind, ist mir um Ostern gekommen, dann bin ich in den ” Reading!!!Room” gegangen, um mir meine Bücher, die ich bei meiner Lesung 2009 dort zurückgelassen habe, abzuholen, bzw. sie dem freien Büchertausch zu übergeben.

Da habe ich mich dann gleich für das Sommerlesen “Summa in da Stadt” angemeldet und habe gedacht, “Eine gute Idee, da lese ich dann gleich Sandra Sommer oder Winters prekäre Sommererlebnisse vor!”, tatsächlich eine gute Idee, nur leider bin ich ein bißchen ungeduldig, beziehungsweise schnell und habe mich nicht, wie beispielsweise Kurt Raubal für Anfang September angemeldet, um dann schön das Rohmansukript, fünfzig Minuten soll ich, glaube ich, lesen, zu präsentieren, sondern für den 13. Juli.

Da werde ich dann vielleicht noch nichts haben, ist mir später eingefallen und mit dem Korrigieren möglicherweise noch gar nicht fertig sein.

Macht eigentlich nicht wirklich etwas, denn ich habe ja schon einige Sommertexte, die ich  präsentieren könnte und inzwischen steht der Titel auch schon fest “Sommer am Wasser” wird er heißen und da habe ich ja einen diesbezüglichen Text, der glaube ich, 2012 entstanden ist, und “Taubenfüttern” ist zwar, glaube ich, nicht unbedingt im Sommer entstanden, spielt aber am Donaukanal und die prekär beschäftigte, beziehungsweise arbeitslose, Lehrerin Veronika Schätzmeister verbringt ihren Urlaub am Balkon ihrer kleinen Wohnung, gibt aber vor in Italien zu sein und das “Schutzengelchen” ist eigentlich auch ein Sommerbuch, nämlich im Vorjahr in der Sommerfrische entstanden.

Also lese ich daraus die fünfzig Minuten und dann begebe ich mich in die Sommerfrische und schreibe an den heurigen Sommertext. Ein kleiner Haken ist dabei, nämlich die Idee, daß der Text am Ort entstehen könnte, also ich fahre mit dem Rad herum und schreibe die Sandra Szenen ad hoc, einiges, das was in Athen, Donetz, Damaskus oder in der Fuchsthallergasse spielt, müßte ich noch extra recherchieren, wenn ich aber zulange für das Korrigieren brauche, geht sich das nicht aus, habe ich befürchtet und gedacht, daß ich dann halt im September oder Oktober in Wien recherchiere und schreibe. Jetzt denke ich, es könnte sich ausgehen oder ich könnte sogar früher fertig werden und mich dann noch ein bißchen darauf vorbereiten.

Mal sehen, wie es wird, eine Reihe von Lesungen, wo ich hauptsächlich das “Schutzengelchen” präsentieren möchte, stehen auch am Programm.

So vielleicht die Lesung am Wiedner Hauptstraßen-Straßenfest am 3. Juli, da habe ich zwar noch keinen Termin, habe nur am Dienstag den Buchhändler kennengelernt, in dessen schönen Garten mit Kastanienbäumen, die Lesungen stattfinden sollen, da ist dann auch gleichzeitig das Bachmannlesen in Klagenfurt und eigentlich sollte ich schon mit der Sommerfrische beginnen, könnte aber ein guter Start sein, am 13, das ist ein Montag, lese ich dann im Reading!!!Room, wie es sich ergibt, denn wenn ich früher fertig bin, habe ich vielleicht sogar schon eine Textprobe und am 5. 9. sollte oder könnte ich mit dem Rohtext fertig sein, da ist dann das Volkkstimmegest, und das passt das “Schutzengelchen” auch zum heurigen Thema.

Ein Einfall für das Cover der “Bibliophilin” ist mir heute auch gekommen, denn, wenn das dann etwa das achtunddreißigste Selbstgemachte ist, gehen schon die Ideen aus, ich habe aber eine schöne alte Porzellanpuppe von meiner Mutter, die 1915 geboren wurde, also wahrscheinlich aus den Zwanzigerjahren des vorigen Jahrhunderts stammt, mit Zöpfen und einem altmodischen Kleid, das meine Mutter genäht hat, die Stickerin war, wenn ich der ein Kopftuch umbinde, könnte das vielleicht ganz originell bzw. vieldeutig sein.

Mal sehen, die Ideen sind reich und ich freue mich auf das Sommerschreiben, die Handlungsstränge mit der Griechin Eleni im präkären Athen, der Jelena in Donetz und der Fatma Challaki, die ja aus der “Bibliophilin” stammt ist mir heute gekommen, dem Fenstertag, wo mir fast alle meine Klienten abgesagt hatten, so daß ich Zeit für das Korrigieren bzw. Planen hatte.

Da müßte ich zwar viel recherchieren, bzw. die zwei Streeruwitz Bücher beim Lesen vorziehen, denn die handeln, glaube ich, ja auch vom prekären Griechenland.

Spannend, spannend also die Sommerpläne mit der Sommerfrische und wenn ich gut damit vorankomme, kann ich September und Oktober daran korrigieren und im November mit der “Nika Weihnachtsfrau” anfangen, die auch eine prekäre Studentin ist.

Also Pläne für das Sommer und das Winterschreiben, ja ich bin sehr schnell und die Sterbehilfegeschichte, auch ein Einfall vom vorigen Sommer und ein Produkt des letzten Nanowrimos könnte sollte auch langsam fertigwerden. Die Vorschau dazu gibt es ja schon und wer Lust hat, die diesbezüglichen Rätselfragen zu beantworten, kann das Buch, wenn vorhanden gewinnen und für die Sandra Winter bzw. die Nika Weihnachtsfrau, denke ich mir, wenn es passt dann wieder die entsprechenden Vorschaufragen aus.

Vorschau auf “Im Namen des Vaters”

vater

Die siebenundfünzigjährige Online-Journalistin Veronika Sieberer bricht während einer Tagung zusammen, bekommt im Allgemeinen Krankenhaus eine Pankreas-Krebsdiagnose und erfährt, daß sie ohne entsprechende Behandlung wahrscheinlich nur mehr einige Monate leben wird.

Während sie sich nun zwischen Operationen, Chemo- Strahlen und Alternativtherapien zu entscheiden versucht, begleitet sie ihre sechsundzwanzigjährige Tochter Paula durch die erste Schwangerschaft, beginnt für den Enkel Jäckchen, Strampelanzüge, Häubchen, Schühchen zu stricken und kann auch ihrem Nachbarn Hubert Fabian, einem ehemaligen Hutfabrikanten, der in eine Seniorenresidenz übesiedelt ist, helfen, die Reste seiner Kollektion aufzufinden.

 

Nachdem ich auf das  Dummie von “Miranda Schutzengelchen”, das aam Donnerstag gekommen ist, korrigierte, ich werde übrigens den Beginn daraus am 2. Juni beim Margaretner Fest für Kunst und Kultur zwischen siebzehn  und einundzwanzig Uhr im  Amtshaus Margareten lesen, gibts hier gleich drei Fragen für das neue Buch zu beantworten, das es dafür nach Erscheinen zu gewinnen gibt:

1. In welchen Rahmen wurde es wann geschrieben?

2.Welches Buch, das ich im Sommer gelesen habe, hat mich dazu inspiriert?

3.Warum gibt es Stoff- und Stricktiere auf dem Cover zu sehen?

Viel Spaß beim Rätselraten, ich hoffe auf rege Beteiligung, wenn das Buch erschienen ist, löse ich die Fragen auf, zur Beantwortung derselben können vielleicht die Schreibberichte ein wenig helfen:

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