Von der Longlistenlesung zur Release Party

Der “Börseverein des deutschen Buchhandels” verstaltet immer sogenannte “Blindlesungen”, wo in einer meist deutschen Buchhandlung ein Longlistkanditat liest, man zahlt ich Deutschland, glaube ich, auch Eintritt dafür und erfährt erst vor Ort, wer und was gelesen wird.

In Österreich hat hingegen vorige Woche in der “Alten Schmiede” Ilija Trojanow seinen  von der Zeit der bulgarischen Dikatur handelnden Roman “Macht und Widerstand” vorgestellt, da bin ich nicht hingegangen, sondern stattdessen ins Literaturhaus zu Isabella Feimer, weil ich nicht gern zu Veranstaltungen gehe, wo ich die Bücher schon gelesen habe.

Aus Zeitgründen, nicht aus Sorge, daß ich nichts mehr Neues erfahren könnte und heute stellte Clemens J. Setz sein Opus Magnus “Die Stunde zwischen Frau und Gitarre”, moderiert von Angelika Reitzer vor und da machte ich eine Ausnahme, beziehungsweise habe ich heute in der Badewanne erst die ersten hundert Seiten gelesen und angefangen, auf dem “Betreuten Lesen-Blog” meine ersten Kommentare abzugeben.

Am Montag habe ich Angelika Reitzer gefragt, ob sie glauben würde, daß viele Leute zu der Lesung kommen?

Ich glaubte, daß eigentlich schon, denn die Blogs haben ja alle sehr bedauert, daß das Buch nicht auf der Shortlist stand und war schon kurz nach halb sieben da, wo aber außer dem Lehrer aus Retz, der noch früher gekommen ist, nicht viele Leute anwesend waren.

Dann kamen aber nach und nach ein paar junge Leute, es kam auch Markus Köhle und Angelika Reitzer leitete die Veranstaltung damit ein, daß Clemens Setz bei der Buchpräsentation ihres Romanes “unter uns” im Phil, Clemens Setz sie eingeleitet hat.

So ändern sich die Zeiten, damals war Clemens J. Setz wahrscheinlich noch bei “Residenz”, ist da ja der Erstling “Söhne und Planeten” erschienen, den ich gelesen habe, als er mit den “Frequenzen” schon mal auf der “Longlist” und auch auf der “Shortlist” stand. Dann wechselte er, wie das so üblich zu “Suhrkamp”, für den Erzählband “Die Liebe zur Zeit des Mahlstädter Kindes”, das ich im Bücherschrank fand, hat er den “Preis der Leipziger Buchmesse erhalten”, dann erschien “Indigo”, das, glaube ich 2012 auf der Shortlist stand, ein Gedichtband und noch Nacherzählungen.

Der 1982 geborene Grazer der Mathematik studierte, scheint also ein Vielschreiber zu sein, ein  begnadetes Literaturtalent oder Wunderkind und “Die Stunde zwischen Frau und Gitarre” hat über tausend Seiten.

Zu der Frage, wie lange er zu diesem Monsterwerk gebraucht hat, bin ich nicht gekommen, auch zu der nicht, wieso der Stalker eigentlich im Rollstuhl sitzt?

Angelika Reitzer leitete aber ein und erzählte, daß das ein vielstimmiges Werk ist, das in vielen Geschichten,  Lügen und die Wahrheit erzählt.

Da habe ich die ersten hundert Seiten heute morgen in der Badewanne viel realistischer gelesen, die Geschichte von der einundzwanzigjährigen Behindertenbetreuerin Natalie, die einen Stalker und dessen Opfer in der WG in der sie arbeitet betreuen soll.

Sehr realistisch, denn ich würde in der prekär beschäftigten Natalie, drei Betreuer teilen sich zwei Arbeitsplätze, eine Borderlinerin sehen, sie ist auch noch Epileptikerin.

Angelika Reitzer sprach aber von den Wortschöpfungen, die Natalie den verschiedenen Farben zuordnet und Clemens J. Setz gab dann auch noch Einblicke in sein Autorenschaffen.

Gelesen hat er zwei Stellen, die schon auf den von mir gelesenen hundert Seiten zu finden waren und noch eine andere und erzählte viel von seinen Ideen und davon, wie er zu den sprudelnden Einfällen gekommen ist.

Denn die Natalie ist ja keine gewöhnliche Behindertenbetreuerin, sondern spielt mit ihren Freund, die verschiedensten Spielchen, merkt sich die Anzeigen der entlaufenden Tiere, die auf der Straße hängen und denkt sich Mäuse auf ihren Schultern aus, damit sie diese entlastet.

Das sei sagte Clemens J. Setz autobiografisch, wie er in seine Protagonistin wahrscheinlich viel von seiner Person hineingelegt hat, denn er sprühte von Ideen und Einfällen, erzählte Geschichen und Geschichtern und ich dachte es wäre ein realistischer Roman?

Weit gefehlt, die Neurosen der Natalie und der anderen Protagonisten, die ich wahrscheinlich noch gar nicht alle kenne, sind auch darunter und Angelika Reitzer fragte , ob Clemens J. Setz in dem Buch, dem Leser alle Gehiemnisse lüfte und fragte auch nach seinen Anteilen, denn er hat sich in dem Buch in einem kleinen sanftmütigen Hasen ein Denkmal gesetzt und würde er beim Schreiben schon alles wissen, dann wäre es nicht so spannend.

Das sollen sich einmal die, die streng nach der Schneeflockenmethode schreiben, hinter die Ohren schreiben und ich habe vielleicht ein paar Geheimnisse des tausend Seiten Buches gelüftet bekommen und kann mich in der nächsten Woche durch die weiteren neunhundert lesen und dann ging es vom Buchpreisbloggen wieder zu der jungen österreichischen Literatur, nämlich zu “Kremayr und Scheriau” und seiner literarischen Schiene, die heute noch einmal beim “Thalia”  und dann im “7*” mit einer Verlagsprogrammeröffnungsparty vorgestellt wurde.

Mit Sekt, Buffet, Musik und feierlichen Eröffnungsreden vom Verleger Martin Scheriau, der Eingangs sein Erfolgskonzept erwähnte und der Leiterin der Literaturschiene, Tanja Raich, die demnächst in der “Alten Schmiede” eigene Texte lesen wird und dann gab es sehr viel Smalltalk.

De Autorinnen Marianne Jungmeier, Irmgard Fuchs und Lanina Illcheva, sowie der Autor Daniel Zipfel stellten sich vor. Gustav Ernst war anwesend und trug mir auf zu schreiben, daß es sich einen österreichischen Buchpreis geben soll, der auf der Buch Wien vorgestellt werden soll.

Natürlich, selbstverständlich, da bin ich gleich dabei, dem Hauptverband wird es aber, glaube ich, zu teuer sein und er wird auf den “Alpha” verweisen, auf dessen Shortlist heuer ja auch Karin Peschka mit ihrem “Watschenmann” steht und die war anwesend, wie auch Petra Piuk, deren Roman, glaube ich, im nächsten Jahr bei der neuen Literaturschiene erscheint und  ich habe heute damit begonnen, meine Geburtstagsleseparty vorzubereiten, beziehungsweise die Lesenden einzuladen.

Im Kulturcafe 7* werde ich übrigens demnächst auch zweimal lesen.

Zweifache Eskapaden

Eigentlich sollten heute in den “Textvorstellungen” der “Alten Schmiede” zwei Autoren und eine Autorin, moderiert von Angelika Reitzer, zum Thema “Eskapaden/Eskapismus” lesen, aber Ulrike Kotzina, die ihr Buch “Verschwunden” vorstellen sollte, war erkrank. So blieben die Autoren mit zwei sehr unterschiedlichen Textsorten über.

Hat doch der Englischlehrer Kurt Leutgeb, der vielleicht auch Latein unterrichtet und schon acht Bücher, ich glaube, im “Sisyphos-Verlag” herausgebracht, sich in seinem “Humana fraus” auf Titus Livius bezogen und eines seiner Bücher übersetzt und dann die dort enthaltene Geschichte, wenn ich es richtig verstanden habe, auf zwei Arten weitererzählt.

Das war ein wenig kompliziert der  Entstehungsgeschichte zu folgen, obwohl der 1970 in Steyr geborene Autor, sehr viel zu seiner Erzählung erklärt hat, aber ich bin  nicht so besonders bewandert bei den alten Römern.

Jedenfalls geht es um eine Seuche im Jahre 331 vor Christus, die vielleicht nicht von den Göttern, sondern von giftmischenden Frauen verursacht wurde und eine Sklavin hat das Geschehen aufgedeckt.

Das mit den zwei verschiedenen Erzählsträngen, hat sich mir, wie erwähnt nicht so ganz erschlossen, dafür wurde es bei der zweiten Flucht  realistischer.

Erzählte der 1975 in Tirol geborene  Stefan Soder, doch vom Tod, beziehungsweise dem Sterben in einem Luxussanatorium bei Champagner und Kaviar und das sind Themen, die mir vertrauter erscheinen, beziehungsweise ich mich auch schon damit beschäftigt habe und ich glaube auch Hans Pleschiski in seinem 2008 erschienenen Roman “Ludwigshöhe”

Jedenfalls geht es in Stefan Soders Debutroman “Club” um zwei Handlungsstränge.

Ein offenbar lebensmüder Banker und sonst wahrscheinlich, wenn ich Angelika Reitzers Andeutungen richtig verstanden habe, ein eher fieser Kerl, kommt nach Zürich, schmeißt dort mit Geldscheinen um sich, bevor er sich in diesen “Club” begibt und dorthin will auch ein Aufdeckungsjournalist, wahrscheinlich, um die Sache aufzuklären und der hat ein Suchtproblem und im Gefängnis ist er glaube ich vorher auch gewesen.

Stefan Soder antwortete auf Angelika Reitzers Frage, wieso es zu diesem Roman gekommen ist, daß er eine Zeitlang in Zürich wohnte und da gibt es ja ein paar Sterbehilfeinstiutionen, über die habe ich in meinen Texten auch ein bißchen recherchiert und die befanden sich in seiner Nähe und so konnte er beobachten, daß auch gesunde Personen dorthin gezogen sind und da dachte er, wenn schon Freitod dann ein luxiöser.

Ich denke, daß diese Organisationen schon bestimmte Kriterien haben, wer ihre Hilfe in Anspruch nehmen darf, aber sicher ein spannendes Thema darüber zu schreiben und eines, was mich, glaube ich, auch mehr als der alte Livius interessiert, aber der Lese- und Schreibgeschmack ist unterschiedlich und so habe ich heute wieder zwei interessante Autoren kennengelernt, die mir bisher entgangen sind.

Ansonsten kann ich von meinem Buchpreisbloggerprojekt, das ein bißchen in die Krise gekommen sein dürfte, berichten, daß daß ich den Setz bekommen habe, noch lese ich ja die Irmgard Fuchs, aber vielleicht habe ich am Donnerstag, wenn Angelika Reitzer den Roman in der “Alten Schmiede” vorstellt, schon damit begonnen und so habe ich sie auch gefragt, ob sie das Buch ganz gelesen hat, wie lange sie dazu brauchte und ob es schwer zu lesen sei?

“Selbstverständlich!”, hat sie mir geantwortet und nicht genau gewußt, wie lange sie dafür brauchte, ich würde mal zehn bis vierzehn Tage für mich schätzen und sie hat mich auch beruhigt, daß es sich gut lesen läßt.

Nun denn ich bin gespannt, werde in die Lesung gehen, schon um mich ein bißchen auf den Tonfall einzustimmen, werde weiter buchpreisbloggen und finde es nur ein bißchen schade, daß ich die sogenannten offiziellen Bücherblogger mit meinen Kommentaren zu nerven scheine, so daß sie aufhören sie zu veröffentlichen, was ich nicht so ganz verstehe, denn eigentlich ist es ja nicht so falsch, was ich da schreibe oder sollte ich damit im Irrtum sein?

Koliken in der alten Schmiede

Die “Alte Schmiede” hat ja eine “Zeitschriftengalerie”und auch eine Reihe, wo Lena Brandauer, Paul Dvorak und Daniel Terkl, die österreichische Literaturzeitschriftenlandschaft präsentieren.

Da war ich schon bei einigen Veranstaltungen und die Zeitschrift “Kolik”, 1997 von Gustav Ernst und Karin Fleischanderl gegründet, beziehungsweise aus der Zeitschschrift “Wespennest”, als die, wie Karin Fleischaderl erzählte zu  “glänzend” wurde,  hat auch einige Auftrittsorte, wo sie sie ihre Nummern, es gibt, glaube ich inzwischen sechsundsechzig und die siebenundsechzigste ist im Entstehen präsenitieren und ihre Autoren vorstellen.

Da war ich zweimal in der “Gesellschaft für Literatur” und ein paarmal im “Schauspielhaus” und in der “Alten Schmiede” wird Gustav Ernst auch öfter präsentiert, beziehungsweise kann ich mich, glaube ich, an eine Veranstaltung in der “Alten Schmiede” vor langer langer Zeit erinnern, wo Gustav Ernst entweder seine Zeitschrift präsentierte oder von ihrer Planung erzählte und im Jahr 2003 gab es, glaube ich, eine große Präsentation im Literaturhaus und da man sich bei diesen Gelegenheiten, die Zeitschrift “Kolik”, die, weil die  Idee des “Wespennestes” von den beiden Herausgegeben, wie Karin Fleischaderl in der Einleitung erzählte, weitergeführt wurde, ja eine “brauchbare” ist, meistens frei entnehmen kann, habe ich auch schon eine umfangreiche und  “Kolik-Sammlung”.

Karin Fleischanderl las weiter das Impressum aus Heft 1 vor,  nämlich, daß die Zeitschrift ein Forum für Texte jenseits des Marktes und des Kommerz sein soll, jenseits aller “Long und Shortlists”, obwohl Antonio Fian mit seinem “Polykrates-Syndrom” ja im Vorjahr auf der LL gestanden ist und Karin Fleischaderl eine Zeitlang “Bachmann-Jurorin” war.

Die Übergänge sind aber wahrscheinlich fließend.

Karin Fleischaderl und Gustav Ernst haben  auch die “Leoninger Akademie für Nachwuchsautoren” ge- oder mitbegründet und Judith Nika Pfeifer und Renate Silberer beide in Oberösterreich geboren oder lebend, beide Jahrgang 1975, haben diese auch besucht, während Karin Fleischaderl, den 1956 in Klagenfurt geborenen Antonio Fian als Autodidakt vorstellt und der gehört ja zu den eher sich am Markt bestehenden, erfolgreichen Autoren.

Daniel Terkl und Karin Fleischanderl leiteten ein und erzählten etwas zu den Heften, dann las Judith Nika Pfeifer Gedichte aus der Kolik 66 und ihrem neuen Gedichtband und Renate Silberer hatte eine Geschichte, die sich auch beim Sommerfestival im “Readingroom” lesen hätte können, nämlich “Sommer in Wien”, wo, glaube ich, sehr poetisch dieser heiße Sommer aufgearbeitet wurde, bis hin zu Performances, wo man einer Gebärenden mit einer Taschenlampe in die Vagina schauen soll und zu der Frage, ob man sein Recht auf Grundsicherung verliert, wenn man sich als Saisonarbeiter verdingt und Antonio Fian hatte  wieder einen seiner sprachgewaltigen Texte, den ich, glaube ich, schon gehört habe, “Nachrichten aus dem toten Hochhaus”, wo  der Erzähler ein Monat Stadtschreiber in Pecs ist und dort seine Poetikvorlesung über Werner Kofler an der Klagenfurter Uni vorbereiten will.

Nachher gab es eine Diskussion, wo es um den “Kafka-Käfer” ging, ein Stück, ich glaube, “Zotterschokolade”, das die Zeitschrift “Kolik” eine Zeitlang vertrieb, den habe ich, glaube ich, auch einmal bei Elisabeth von “Leselustfrust” gewonnen und Gustav Ernst dann selbst die launige Frage stellte, wie lange es diese Zeitschrft noch geben würde?

Solange der Mitherausgeber mitmacht, lautete Karin Fleischanderls Antwort und Antonio Fian meinte, bis zum zwanzigsten Jubiläum und der fünfundsiebzigsten Nummer wegen des Festessens und der Feier und ich habe früher auch meine Text hingeschickt, aber  irgendwann damit aufgehört.

Vom Fälschen und vom Flohmarktleben

“Wiener Flohmarktleben”, heißt das Buch des 1945 in Stockholm geborenen und seit 1976 in Wien lebenden Journalisten und Schriftstellers Richard Swartz, der auch als Osteuropakorrenspondent tätig gewesen ist, deshalb waren, glaube ich, auch Martin Pollack und Annemarie Türk in der “Alten Schmiede”, als es heute dort vorgestellt wurde.

Kurt Neumann, der es einleitete, nannte es eine “Athmosphärenerzählung” und schilderte lang und breit die beiden Erzählstränge, des auf Schwedisch geschriebenen, von Verena Reichel übersetzten Buches, das im “Zsolnay-Verlag”, aber noch nicht auf Schwedisch erschienen ist.

Das “Writersstudio” würde es wohl eher Memoir nennen, denn es scheinen einige autobiographische Züge und Erinnerungen an die Großmutter in Stockholm enthalten sein, die mit einem Künstler oder Fälscher zusammenlebte, der an Bildern einige “Verbesserungen” vornahm und dafür auch ins Gefängnis kam.

Ein solches Bild hängt auch in der Wohnung des Ich-Erzählers in Wien, in der Nähe des Raimundtheaters, der zu Beginn des Buches, einen Teppich von einem russischen Händler am Naschmarkt kauft. Diese Stelle hat Richard Swartz, der schon einige andere Bücher geschrieben hat, gelesen.

Dann gab es eine Diskussion wo er erzählte, daß er nur auf Schwedisch schreiben würde, obwohl er es gar nicht mehr so gut sprechen könne, weil er nicht oft in Schweden sei.

Michael Krüger ist, als er noch bei “Hanser” war, auf ihn zugekommen und hat ein Buch über den Karst von ihm haben wollen, eine Geschichte über das Wiener Flohmarktleben ist es dann geworden, die auch zu den Sammelwohnungen in der Ägidigasse führt, von wo die Juden  nach Minsk deportiert wurden und der Junge, der in dem Buch ohne Namen erwähnt wird, schwärmte von seinem Onkel Ake, dem Fälscher, hat ihm dabei auch geholfen und Richard Swartz erzählte, daß ihm das als Kind sehr beeindruckt hätte.

Ein Mörder wäre ihm noch lieber gewesen, alle lachten, ich rümpfte ein bißchen die Nase, dann sagte er, daß das bei den Frauen wohl anders wäre, die würden sich nicht so für Mörder interessierten, was wohl so nicht stimmt, denn ich kenne einige, die ihnen Briefe ins Gefängnis schrieben und Jack Unterweger hat so auch einige Bekanntschaften gemacht.

Den erwähnte dann Kurt Neumann und es gab zum Abschluß noch eine Stelle aus dem Buch, die zurück nach Schweden führte, da wird der Fälscher, Richard Swartz nannte ihn Maistro aus dem Gefängnis entlassen, die Großmutter und der Junge holen ihn mit dem Taxi ab und das ergibt eine köstliche Szene und ein köstliches Gespräch mit dem Taxilenker, der zuerst sehr mißtrauisch ist und am Schluß gar keine Bezahlung will.

“Das Buch kaufen und signieren lassen!”, forderte Kurt Neumann am Schluß wieder auf, aber das habe ich Angesichts meiner langen Leseliste und der Tatsache, daß ich jetzt Clemens J. Setz Opus Magnum, das nächsten Donnerstag in der “Alten Schmiede” vorgestellt wird, doch vom Verlag bekommen werde, nicht getan.

Von der Rebellion zu den Literaturdebuts

Die Veranstaltungssaison hat angefangen und so habe ich die Literaturprogramme auf meinem Schrebtisch liegen und suche mir nach Möglichkeit Montag bis Donnerstag oder Freitag ein möglichst “Literaturgeflüster” taugliches Programm heraus.

Das wäre für heute die “Alte Schmide” gewesen mit einer “Stunde der literarischen Erleuchtung” um sechs und nach einer langen Pause Robert Schindels Gedichte.

Aber der bekannte Sachbuchverlag “Kremayr und Scheriau”, wo ich, glaube ich, auch einmal blauäugig meine “Hierarchien” hinschickte, hat eine neue Literaturschiene, Literaturdebuts von Autoren um die dreißig und die kündigte er nun großflächig an, nämlich mit einer Präsentation am Dienstag in der “Gesellschaft für Literatur”, das habe ich noch übersehen.

Dann hat Mareike vom “Bücherwurmloch” deren Blog ich gerne lese, die auch eine Österreicherin ist,  bei Salzburg lebt und ihren Kindern das Lesen  beibringt, einige der Bücher präsentiert, danach hat die Hauptverbandsseite, die ich auch gerne lesen, eine Party am ersten Oktober im “Siebenstern” angekündigt und ich habe die Debuts bestellt, nämlich den Roman “Torten schlachten” von Marianne Jungmair, ein GAV-Mitglied, das ich einmal in der “Alten Schmiede” hörte, IrmgardFuchs, eine Absolventin des Hochschulllehrgangs für Sprachkunst “Erzählungen” die sie für ein Projektstipendium der Stadt Wien einreichte und daher auch im MUSA las und dann noch einen Band, den ich allerdings nicht bekommen habe.

Den Roman “Eine Handvoll Rosinen” von Daniel Zipfel, der auch heute vorgestellt habe, habe ich dabei übersehen, denn bei der Party werden offenbar die drei anderen Werke präsentiert und dabei ist gerade der sehr interessant, handelt er doch von Traiskirchen, einem Schlepper und einem Fremdenpolizisten, aber ich bin ein bißchen schlampert und muß auch nicht alles lesen, kämpfe ich mich ja derzeit  durch den dicken Zaimoglu und wenn ich dann die Inger Maria Mahlke und die zwei Debuts gelesen habe, hätte ich ja noch eine Shortlist, nämlich sechs der Longlistbücher vor mir, von denen zwei sehr dick sind und eines schwer zu lesen sein soll.

Ich habe mich zu dieser Party angemeldet, da liest vorher der Setz in der “Alten Schmiede” und da habe ich dann etwas für mein “Buchpreisbloggen”, weil ich ja noch immer nicht sicher bin, ob ich mich jetzt auch durch den Rest lesen werde, das hängt auch vom lieben Otto ab, wie schnell ich ihn treffen kann und für heute hatte ich umdisponiert, auf die “Alte Schmiede” verzichtet und mich auf die “Gesellschaft für Literatur” eingestellt.

Dann ist mir um fünf, als der letzte Klient gegangen war und ich mich eigentlich auf die “Ohrenschmaus-Texte”, die heute gekommen sind, einstellen wollte, eingefallen, daß es sich ausgeht, zur “Stunde der literarischen Erleuchtung” zu schauen und dort zehn vor sieben wegzugehen, weil meistens fängt es in der “Gesellschaft für Literatur” erst nach dem akademischen Viertel an und Alexander Nizberg, der ja sehr interessant und sehr zu empfehlen ist, präsentierte wieder eines seiner Langgedichte, nämlich Maximilian Woloschins, 1877-1932, “Die Pfade Kains – Tragödie der materiellen Kultur”, da geht es, wie Kurt Neumann in der Einleitung erläuterte, um die Rebellion gegen alles, gegen Gott, aber dann wird auch erzählt, das Gott die Rebellion darstellen würde und der russische Dichter, der von Alexander Nitzberg übersetzt und im “Pforte Verlag” 2004 herausgegeben wurde, hat  zwanzig Jahre an seinem Werk geschrieben.

Alexander Nizberg rezitierte Teile aus den Kapiteln “Die Rebellion”, “Der Kosmos”, “Die Magie”, “Die Faust”, “Die Maschine”, “Die Aufrührer”, “Der Kerker”, “Der Krieg” und dann noch eines,  da bin ich gegangen, um nicht zu spät in die Herrengasse zu kommen, das nachher noch eine lange Diskussion war, hat mir dann ein Stammbesucher in der Gesellschaft bei Wein und Knabbereien erzählt, der auch geswitscht ist.

In die “Gesellschaft für Literatur” bin ich gerade in die Einleitungssätze von Ursula Ebel, die das  immer sehr gründlich macht, zurecht gekommen, die vier Bücher lagen auf und die “Gesellschaft” hat sich während des Sommers optisch verwandelt, neue Emblems und Portraits von Mayröcker, Jonke, etc an den Wänden, ein grauer Vorhang und Tanja Raich, die Programmleiterin hat die neue Reihe vorgestellt, dann hat Irmgard Fuchs aus ihrem Erzählband “Wir zerschneiden die Schwerkraft”, neun Erzählung, eine die aus Bewerbungsbriefen besteht, gelesen, die mich sehr beeindruckt hat.

Eine junge Frau, sehr gut ausgebildet, bewirbt sich im ersten Brief um eine Stelle, im zweiten macht sie im Internet mehrere Eignungstest, die ihr alle, obwohl Akademikerin, den Beruf der Portierin oder Hundeführerin empfehlen, im dritten beklagt sie sich dann die Ablehnungen und im vierten verschwindet sie aus ihrer Wohnung und löst sich auf einer Insel auf.

Ja das Leben im Prekariat ist  hart und die 1984 in Salzburg geborene, Irmgard Fuchs schilderte das auch sehr beklemmend, das zweite Romandebut des 1983 in Freiburg geborenen Juristen  Daniel Zipfel, der in der Flüchtlingsberatung tätig ist, war das nicht viel weniger, schildert er ja Schleppergeschichten aus dem Jahr 2003, die sich so in etwa zugetragen haben und die durch die aktuelle Situation wieder eine beklemmende Realität bekommen haben.

Toll, daß die Dreißigjährigen wieder so realistisch schreiben, Irmgard Fuchs und Marianne Jungmaier werde ich ja demnächst lesen, vielleicht kommen auch die  beiden andern Bücher einmal zu mir  und ich habe auch wieder etwas gewonnen, nämlich bei “Buzzaldrins” Verlagsslogangewinnspiel, das Buchpaket mit den zehn Büchern, von dem ich zwar schon die Alina Bronsky gelesen habe und das Buch, wenn ich es bekomme, in den Bücherschrank legen werde, aber auch das neue Buch der Nora Bosong, das des Matthias Nawrat, das vielgelobte der Ruth Cerha, da habe ich ja noch das erste auf meiner Leseliste, und und….

Ich freue mich schon auf das Lesen, werde die Bücher auf meiner Leseliste verteilen und jetzt habe ich auch noch das Buch der Nadine Kegele zu lesen, die auch bei der Veranstaltung war, vielleicht wird ihr nächstes Buch auch bei “Kremayr und Scheriau” erscheinen, das der Gertraud Klemm wird es jedenfalls, wie Tanja Raich, die offenbar auch Autorin ist, erwähnte.

Hundert Bücher und gute Literatur

Am Mittwoch, die richtige Eröffnung der einundvierzigsten literarischen Saison in der alten Schmiede und ein sehr großes Konkurrenzprogramm, nämlich das Come together nach dem Fest im Amtshaus Margareten, Meg Wollitzer von der die Litblogger so begeistert sind, in der Hauptbücherei, Sabine Gruber, Thomas Havlik moderiert von Robert Schindel im Literaturmuseum und dann noch eine achtzehn Uhr Klientin, die allerdings nicht gekommen ist.

Die  Literatin in mir hat sich für die “Alte Schmiede” entschieden und das dann eine Zeitlang bereut, denn dort im Zeitschriftensaal standen die Assistenten mit ihren Mappen und Kurt Neumann begrüßte die geladenenen Gäste, wahrscheinlich die hundert Literataten, die die hundert Büchern zu den Projekten der “Alten Schmiede” geschrieben haben und ich bin nicht dabei.

Naürlich nicht, denn ich stehe ja mit meinen selbstgemachten Büchern außerhalb und bin froh einen Termin bei den “Textvorstellungen” zu bekommen, also neben den Begrüßungsküsschen stehen und trotzdem mitbekommen, daß unten im Keller die Plätze für die geladenenen Literaten, Marie Therese Kerschbaumer, Barbara Frischmuth, Ferdinand Schmatz, Ann CottenAnna Migutsch, Markus Köhle und und und reserviert waren und im Schmiedesaal nahm eine Schulklasse Platz, ein paar Mädchen mit Kopftüchern und eine Lehrerin, die ihren Schülern draußen vor dem Tor die Fragen einprägte, die sie stellen sollten, denn das wird wahrscheinlich für die Matura relebvant.

Ich weiß gar nicht, wann Gelegenheit dazu war, denn zuerst gab es die Ausstellungseröffnung im Galeriesaal, das heißt, damit nicht so ein Gedränge wäre, wurde das in den Schmiedesaal übertragen.

Ich bin ganz hinten zwischen Friedrich Achleitner und Renata Zuniga gesessen, in der Seitenloge  Ilse Kilic und Fritz Widhalm und Kurt Neumann eröffnete  die einundvierzigste Saison mit einem Hinweis auf die katastrophale aktuelle Lage, der Flüchtlingsstrom von Syrien durch Österreich und kam dann zurück zu den hundert Büchern, die auf Grund von Veranstaltungen der vorangegangenen vierzig Saisonen entstanden sind.

Denn da gab es ja einige , den Club Poetique, die Autorenlabors, die Grundbücher, die Vorlesungen zu Literatur, die Assistenten von denen es inzwischen auch schon viele gibt, haben die in Folge dessen entstandenen Büchern mit fünf Farben markiert, damit man sich auskennt und außerdem  im aufgelegten Handout nachschauen kann.

Kurt Neumann zählte einiges auf und erzählte Anekdoten, nannte Namen von den Veranstaltungen und den Reihen, Angelika Reitzer hat eine neue, wo sie sich mit den literarischen Neuerscheinungen beschäftigen, Michael Hammerschmid kuratierte die “Poliversale” beziehungsweise im vorigen Juni das Kurzfestival “Dichterloh” und und und dann konnte man sich die Ausstellung eine viertel Stunde ansehen, bevor es im reservierten Kellersaal weiterging.

Trotzdem habe ich einen Platz gefunden, neben Cornelius Hell und hinter Petra Ganglbauer, für Bernhard Fetz war auch ein Platz reserviert, aber der eröffnete oder moderierte wahrscheinlich im Literaturmuseum und die Frage was gute Literatur ausmacht wurde von der “Alten Schmiede” vor einiger Zeit vierzig Autoren, Literaturwissenschaftlern, Verlagsmenschen etcetera gestellt, mich hat keiner gefragt, aber ich gehöre ja nicht zum experimentellen Insiderteam, obwohl zehn gar nicht geantwortet haben, die nächsten zehn sind dann in weiterer Folge verschwunden und der Rest wurde zu Paaren zusammengestellt um diese Frage zu beantworten, daraus ergab sich dann ein dreihundertfünfzig Seiten Briefwechsel.

Spannend die Frage, wieviele Bücher daraus entstehen könnten?

Es wurden aber auch vier Kuratoren bestimmt, Anna Kim, die Schriftstellerin, Thomas Eder der Literaturwissenschaftler,  Florian Neuner der Philosoph und Verlagslektor, der einmal den Rimbaud-Preis für Menschen unter neuenzehn gewonnen hat und Helmut Neundlinger ebenfalls Literaturwissenschaftler, Publizist und Autor, die erstellten einen fünf Fragenkatalog und stellten dazu die Antwort der Autorenkorrespondenz zusammen, von der sie dann kurze Beispiele gaben.

Jeder der Kuratoren hat sich mit zwei Tandempaaren beschäftigt, die da Ann cotten und Ferdinan Schmatz, Leopold Federmayr und Retro Ziegler, Karin Fleischanderl und Markus Köhle, Lydia Mischkulnig und Vladimir Vertlib, Anna Migutsch und Christian Steinbacher, Samuel Moser und Andrea Winkler, S.J. Schmidt und Hermann Wallmann, sowie Thomas Stangl und Anne Weber waren.

Da sich darunter ja auch einige experimentelle Autoren befanden, waren die Ausführungen dann auch sehr theoretisch, aber ich habe derzeit durch mein Buchpreisbloggen und mein LLlesen ja eher praktische Erfahrungen und zum fünften Punkt, dem schlechten Schreiben, etwas was ja ich angeblich betreibe, sind wir  gar nicht mehr gekommen, denn das Publikum drängte zum Wein, den Trauben und den Traubensaft, es gab auch  noch Gespräche über die Veranstaltung, von der ich mir, da ich derzeit ja sehr viel lese und darüber bücherblogge, vielleicht mehr Praktischeres erwartet habe.

Es kam zwar das Bonmot, daß Literatur aufrühren und verstören müße, Kafka hat da auch etwas von einer “Axt” gesagt, während Karin Fleischanderl, mit der ich mich unterhalten habe, meinte, daß sie auch trösten könne.

Das trifft zwar vielleicht den Kitschvorwurf, die Leser wünschen sich das, wie man an der Buchpreisdebatte sehen kann, aber und die Buchhändler natürlich, die ihre Bücher an die Leute verkaufen wollen und die interessieren sich wahrscheinlich mehr für Krimis oder für die Alina Bronsky als für die hundert in der “Alten Schmiede” ausgestellten Bücher.

Die berühmten Bücherblogger reagierten auch irritiert und verärgert, daß Ulrich Peltzer auf die Liste kam und vor zwei Jahren Reinhard Jirgl, den hat Tobias Nazemi  abgebrochen, weil er ihm zu sperrig zu lesen war. Da stellt sich natürlich die Frage, schreibt der Autor für sich oder für den Leser?

Arno Schmidt, die Autoren der hundert Bücher in der “Alten Schmiede” und wahrscheinlich auch die “Büchner-Preisträger” tun wahrscheinlich Ersteres.

Die Krimiautoren sehen das wahrscheinlich anders und betrachten sich eher als Dienstleister für die Leser und ich würde gute Literatur hauptsächlich über die Authentizität definieren.

Wenn sie ehrlich ist, dann ist sie für mich wahrscheinlich gut, auch wenn sie realistisch und eine Handlung hat oder sagen wir gerade deshalb, obwohl ich ja auch zu Andrea Winkler Lesungen gehe und Richard Obermayr lese, dessen erster Roman, wie Kurt Neumann erklärte, ja auch durch seine Mitwirkungen bei den “Textvorstellungen” entstanden ist.

Bei Valerie Fritsch, die ich ja auch gelesen habe, ist es mir jetzt passiert, daß mich “Winters Garten” etwas enttäuschte und ich das Buch eher kitschig als poetisch fand.

Sonst bin ich ich ja wahrscheinlich nicht sehr kritisch, verreiße eher nicht, sondern lese mich, wie ich vermuten würde wertschätzend durch den literarischen Gemüsegarten und für die, die es wissen wollen, ich halte mich und mein Schreiben auch für gut, obwohl es ja Stimmen gibt, die etwas anderes behaupten.

Prolog zur 41. literarischen Saison

Die “Alte Schmiede” hat wieder ihre Pforten eröffnet, das heißt nicht echt und mit Live-Autoren, das wird erst am Mittwoch mit einer Ausstellung und einem Zwischenbericht des Jubiläumsprojekt zur Frage “Was ist gute Literatur?”, was ich ja schon sehr lange  wissen will, passieren.

Heute gab es “Momentaufnahmen- Kostbares aus dem Archiv”, nämlich zwei Videos aus dem “Club Poetique”, eine Veranstaltungsreihe mit der GAV, die es lange gegeben hat

Annalena Stabauer und Johannes Tröndle stellten zwei Veranstaltungen aus den Jahren 2003 und 2005, Aufnahme und Schnitt August Bisinger, vor und begonnen hat es mit einer Grande Dame der Literatur, nämlich Ilse Aichinger und mit ihren Werken wurde ja schon 2010 die Saison eröffnet.

Sie hat, glaube ich, auch bei der Eröffnung in den Siebzigerjahren gelesen,  eine Hommage zum neunzigsten Geburtstag gab es auch und 2003 las sie aus dem Gedichtband “verschenkter rat” und danach folgte eine Tonaufnahme aus dem Jahr 1980, wo Erich Fried beim fünften internationalen Autorenseminar eines ihrer Gedichte kommentierte.

Alles Veranstaltungen, die ich versäumt habe, obwohl ich ja sehr regelmäßig und eigentlich von Anbeginn an in die “Alte Schmiede” gehe und auch im April 2005 war ich nicht dort, als Peter Rühmkorf etwas über den “Reim” erzählte und dann  solche las

Peter Henisch und einige anderen haben das getan und kommunizierten auch, wie man sehen konnte, mit dem sehr erzählfreudigen Autor, der, wie Johannes Tröndle in seiner Einleitung betonte, damals das letzte Mal in der “Alten Schmiede” gelesen hat, ist er ja 2008 gestorben und ich kann mich überhaupt nicht erinnern, jemals bei einer seiner Lesungen gewesen zu sein.

Schade also und sehr interessant, das jetzt nachzuholen und morgen, wo wir unseren Kassenpsychologen-Jour fixe haben werden, gibt es  den zweiten Teil und zwar liest da Elfriede Gerstl aus der “Wiener Mischung”, denn da geht es um die “Grundbücher”,  ein Mitschnitt von 2007 und dann kommt Andreas Okopenko an die Reihe, da wurde das Grundbuch “Lexikon einer sentimentalen Reise zum Exporteurtreffen nach Duden” von 26. 3. 2007 vorgestellt.

Bei beiden Veranstaltungen war ich, glaube ich, auch nicht, aber bei mehreren Gerstl-Lesungen und auch von denen von Andreas Okopenko und ich bin auch auf beiden Begräbnissen gewesen.

Dann geht es Mittwoch los mit der Ausstellungseröffnung “100 Bücher, die unmittelbar oder mittelbar aus dem Literaturprogramm der “Alten Schmiede” hervorgegangen sind”.

Die konnte man schon heute im Foyer beziehungsweise Zeitschriftensaal bewundern und einige davon habe ich auch in meinen Regalen und vorher bin ich wieder durch den “Morawa” , nachzusehen, welche LL-Bücher ich dort finde.

Es gibt von den Büchern, die ich noch nicht habe, den Ulrich Peltzer, der offenbar so schwer zu lesen ist, daß ihn die Blogger reihenweise abbrechen, obwohl ich mich zu erinnern glaube, daß Sigrid Löffler einmal sehr bedauerte, daß es einer der Peltzer-Romane nicht auf die LL geschafft hat, dann den Clemens Setz, der tausend Seiten hat und offenbar auch nicht leichter zu lesen ist, jedenfalls gibt es im Internet eine betreute Lesegruppe, die sich eine Welte mit dem Werk beschäftigt und dann glaube ich noch den Rolf Lappert, wenn ich mich recht erinnere.

Aber ich muß wahrscheinlich ohnehin nicht Buchhandlungslesen gehen, denn der liebe Otto hat mich gestern angerufen und mir gesagt, daß er  alle Bücher hätte, jetzt müssten wir uns nur noch treffen, damit ich die sieben Bücher, die mir noch fehlen abholen kann.

Zehn habe ich bis jetzt, wo fast Halbzeit ist, die Shortlist wird übermorgen bekanntgegeben, gelesen und halte jetzt bei der Valerie Fritsch, die mich allerdings, ich schreibe es gleich, auf den ersten fünfzig Seiten etwas enttäuschte, aber wahrscheinlich habe ich mir zuviel erwartet, wird ihre Sprachkraft ja überall gelobt und ich habe mit den Worträuschen ja immer meine Schwierigkeiten und diese hier dürften, wieder etwas “antiquiert und altmodisch” klingen, was mir auch schon beim Bachmannlesen aufgefallen ist.

Die “Alte Schmiede” war heute übrigens eher dünn besucht, Dine Petrik, Julian Schutting und Christian Katt habe ich aber gesehen.

Dicht-Fest auf Deutsch und Slowenisch

Das Kurz-Poesie-Festival “Dichterloh” von Michael Hammerschied veranstaltet, der schöne Folder mit dem am Bleistift sich entzündendten Zigaretteschachtel und dem Jandl-Zitat ” Mops rotzt Otto soso” von Ilse Kilic und Fritz Widhalm, ist mit einem “Dicht-Fest”, dieser von Christine Huber veranstalteten Reihe, die glaube ich, so vier mal im Jahr stattfindet, zu Ende gegangen.

Und weil es in Kooperation mit dem Lyrik-Festival stattfand, war es etwas Besonderes und auf jedenf Fall einmal sehr voll.Herbert J. Wimmer, Cornelius Hell, Günter Vallaster, Ilse Kilic, Fritz Widhalm, Monika Vasik, die sich zwischendurch nach Klagenfurt  begeben hat und dort sehr prominent im Fernsehen oder live stream zu sehen war, Nadine Kegele, Nika Judith Pfeifer, und und und und gelesen haben wieder zwei mal drei Auoren mit einer kurzen Pause.

Christine Huber hat eingeleitet und die Autoren bzw. Autorinnen vorgestellt, das Kärntne rFernsehen hat gefilmt, denn es lasenzwei slowenische Autorinnen und begonnen hat es mit der in Salzburg lebenden Kärntener Slowenin Cvetka Lipus, die einen bei “Drava” Erschienenen Gedichtband “Belagerung des Glücks”und einen noch nicht auf Deutsch übersetzten Gedichtband hatte.

Dreizehn Minuten pro Autor, pro Autorin und Reinhold Aumaier folgte mit Haikus.

“Schöpfe Leere aus dem Vollen” 99 Verse bei “Klever” erschienen. Von Reinhold Aumaer habe ich  im Schrank einmal ein Büchlein gefunden und ein Fußball Büchlein, habe ich, von ihm, glaube ich auch noch und gelesen haben wir zusammen wahrscheinlich bei einer dieser Faschings Lesungen in der “Gesellschaft für Literatur”, wo jeder lesen durfte, dafür aber kein Honorar bekam.

Sehr schön diese Haikus, obwohl sie meiner Nachbarin, glaube ich, nicht gefallen haben.

“Lege Erdbeeren auf dein Haupt und warte, bis der Mond sie hinwegschnmelzt!, beispielsweise und noch achtundneunzig andere.

Dann folgte Klaus Haberl, der glaube ich, einmal auf einer von mir organisierten “Tag der Freihieit des Wortes-Veranstaltung” gelesen hat mit dem Ex-Liszt Band “Auf den Treppen der Erde” und nach der kurzen Pause E.A. Richter, mit seinem bei Korrespondezen erschienenen Band “Der zarte Leib”, wo es unter anderem um seine Kindheit und Kindheitserinnerungen geht.

Die Sprachkunstabsolventin und Stadt Wien prämierte Irmgard Fuchs, Jahrgang 1984, folgte mit zwei Zyklen, von denen einer unveröffentlicht war, der zweite in der “Kolik” erschienen ist und als Letzte, die Slowenin Anja Golob, die ich glaube ich, schon einmal zusammen mit Karin Rick mit einem bei “Milena” erschienenen Lesbenbuch in der “Alten schmiede” hörte, jetzt haben mich ihre Gedichte stark beeindruckt.

“Die Hölle kommt von unten, neben dir der Krüppel schläft”  beispielsweise, dann gabs wieder Wein und was zu Knabbern und vorher hat noch Kurt Neumann die vierzigste Saison beendet, obwohl es morgen da noch mit einer Gesprächsreihe Lydia Mischkulnig mit Thomas Stangl weitergeht und am Donnerstag gibt es eine Veranstaltung der “Podium-Sommerlesereihe”, aber dann ist es aus und die einundvierzigste Saison beginnt am sechzehnten September mit einer sechzehntägigien Veranstaltungsreihe zum Thema “WAs ist gute Literatur?”

,Das ist sicher spannend, obwohl meine dabei höchstwahrscheinlich nicht gemeint ist,trotzdem ich sie dafür halte und jetzt auf in einen schönen langen Sommer und nach dem Diensttägigen Praxistag wieder in die Sommerfrische und am Montag habe ich auch ein Stückchen an meinem Sommertext weitergeschrieben, obwohl ich damit nicht ganz zufrieden war.

Dichterloh

Zum Saisonsschluß gibt es in der “Alten Schmiede” ein von Michael Hammerschmid, der voriges Jahr die “Poliversale” machte, organisiertes Lyrikfestival, dreizehn Lyrikblöcke, die am nächsten Montag mit einem “Dichtfest” enden und begonnen hat es am Montag mit einer Stunde der literarischen Erleuchtung, Marcel Beyer, der ja erst vor kurzem auf einem Lyrikfestival in Frankfurt war, stellte zum zehnten Todestag, Thomas Klings Lyrik vor und erzählte ein bißchen was aus dem Leben des 1957 geborenen Dichters, der glaube ich, auch ein Jandl-Preisträger war, das heißt eigentlich erzählte er etwas über die Gedichte und begann damit, daß er erklärte, daß er sich bei der Auswahl schwert getan hätte.

Denn bei den früh erschienen Gedichten, hätte er noch die Stimme des Autors im Ohr, die ihm beim Vortragen gehindert hätte, so hat er sich dafür entschieden, die späteren, die teilweise posthum erschienen sind, auszuwählen und da ging es viel über Märchen oder über ein Gedicht, daß der “Neuntöter” heißt und das scheint auf ein Kunstmädchen von Clemens von Brentano zurückzugehen, in dem zwei Kinder in Tiere verwandelt werden.

Tiere spielen in den Gedichten überhaupt eine große Rolle, ebenso wie der Tod, denn Thomas Kling, ist an Lungenkrebs verstorben und hat früh seine Stimme verloren, so gibt es ein Gedicht nach einem Schlagertext aus den Neunzehnhundertdreißigerjahren “Mein Bruder macht beim Tonfilm die Geräusche” auf das der Dichter dann seine eigene Stimme bezog.

So kommentierte Marcel Beyer die Lesung und das war sehr interessant, denn eigentlich kann ich mich nicht sehr daran erinnern, den Dichter live erlebt zu haben.

Er war aber ein Friederike Mayröcker Fan oder sie einer von ihm, auf jedenfall hätte sie zu der Lesung kommen sollen, dürfte aber, wie Marcel Beyer erklärte, in Graz in einem Spital liegen, es waren aber andere Prominente da.

Robert Huez vom Literaturhaus, Gerhard Jaschke von der GAV, Christine Huber, die das “Dichtfest” organisiert, Alexander Nitzberg und der hat mit Thomas Kling einmal eine CD von russischen Surrealisten in einem Düsseldorfer Tonstudio aufgenommen und erzählte, daß der Tonmeister keine Ahnung von Thomas Klings Lyrik hatte, was diesen ärgerte, so daß die Stimmung zwischen ihnen getrübt war und der Dichter mit der Bemerkung “Schauen Sie über mich im Brockhaus nach!”, das Studio verlassen hat.

Diesmal waren aber  Experten anwesend und auch die Autogrammsammlerin, die immer kommt, wenn auswärtige Autoren auftreten, die wollte dann von Marie Therese Kerschbaumer, die in den nächsten Tagen liest, ein Autogramm, was dieser aber nicht sehr goutierte und weil die Diskussion in der ersten Runde sehr lang und anregend war, war die Pause, was mir sehr angenehm war, eher kurz, denn um acht, trat der in Japan geborene und in Boston lebende Henri Cole, Sohn eines Amerikaners und einer französischen Mutter auf, der von Hans Raimund übersetzt wurde und dessen acht Gedichtbände zwar schon auf Italienisch und Spanisch, aber noch nicht auf Deutsch übersetzt sind.

Hans Raimund hat jetzt aus drei Bänden übersetzt und fünfzehn Verlage angefragt, die österreichischen haben gleich abgewunken, die deutschen haben gesagt, “Kommen Sie 2020 wieder!”

So war es ein Novum, den 1956 Geborenen zu hören, den Hans Raimund kennenlernte, als er in einem  College ein Stipendium hatte, da hat er einen Gedichtband gefunden und übersetzt und er erzählte, daß. wie bei Thomas Kling Tiere bei Henri Cole eine große Rolle spielen, daß ihm Sprache sehr wichtig ist, er war leicht zu übersetzten war.

Der Autor erzählte dann sehr viel über seine Gedichte und  erklärte, wie sie entstanden wären und hatte ebenfalls eine außerordentliche Art des Vorttrages, die später von einer Dame sehr gelobt wurde. Mir hat aber Hans Raimunds ruhigerer Vortragston, der die Gedichte auf Deutsch las und der ja meinen Blog nicht mag, ebenfalls sehr gut gefallen und würde die Gedichte weniger experimentell, aber für sehr interessant in der Metaphernauswahl halten.

Zuerst kamen welche, die sich auf die kürzlich verstorbenen Eltern bezogen, dann sehr viele Sommergedichte, wie der Autor erwähnte, die am Strand spielen, wo  junge Haifische liegen und “Mowen haben schon die Augen zerfressen”, Schwarze Bären im Apfelbaum kommen ebenfalls vor, sehr seltsame Metaphern also, für uns vielleicht etwas ungewöhnlich, sie wurden bei der Diskussion aber sehr gelobt und über die Probleme bei der Übersetzung wurde auch gesprochen.

Die begeisterte Dame unterbrach dann mit ihren Signierwünschen. Morgen und am Donnerstag geht es dann mit Marcel Beyer, Angela  Krauss, Luljeta Lileshanaku, Hans Raimund, Eugenijus Alisanka, Erwin Einziger, Nagja Küchenmeister und Marie Therese Kerschbaumer weiter, aber da werde ich schon in in der Sommerfrische sein und erst zum “Dichtfest” wiederkommen.

Wer aber Christine Lavants Lyrik mag und in Österreich wohnt, sind diese Woche die “Gedanken für den Tag” und die “Tonspuren” in Ö1 zu empfehlen, hat ja die berühmte Kärtnerin am vierten Juli ihren hundertsten Geburtstag.

Vom Mandelbaum-Verlag in die Alte Schmiede

Heute hat es ja einen ganzen Veranstaltungsreigen zur Auswahl gegeben und dann hat mich gestern noch der Alfred darauf aufmerksam gemacht, daß es beim “Mandelbaum-Verlag” in der Wipplingerstraße, einen Abverkauf mit Schmankerln und was zu trinken gibt und so bin ich vom “Rundum gsund – Vernetzungstreffen” in der Wiener Gebietskrankenkassa in die Wipplingerstraße aufgebrochen, wo ich fast den Eingang nicht gefunden habe, denn das Haus Nummer dreiundzwanzig, ist ja bei der Brücke mit der Stiege und als ich die letzten Male dort war, bin ich glaube ich, unten hineingegangen.

Diesmal ging es durch den Hausflur und einer mit einer Bierflasche in der Hand, hat mir auch den Weg gewiesen, drinnen war es dann ein wenig verwirrend, zumindestest sagte mir die Dame, ich sonst beim “Perutz-Preis” treffe, man würde hier sehr allein gelassen.

Es gab einen Tisch mit Büchern, dann die in den Regalen und um einen anderen Tisch, wo es Brot, Aufstrich, Kuchen etc gab, saßen ein paar Leute.

Der Verlagsleiter Michael Baiculescu, Elfi Resch, etc, Bier und Weißwein hat es auch gegeben, die Rotweinflasche war noch zu und Eva Geber, die ja auch ein paar Bücher im Verlag hat, ist später gekommen.

So habe ich mich bei den Büchern umgesehen, der Verlag weist sich auf seiner Seite als Sachbuchverlag aus und will keine Romanmanuskripte, meine “Wiener Verhältnisse” habe ich ihm mal hingeschickt und die Ruth hat mir erzählt, Michael Baiculescu hätte sie in Leipzig darauf angesprochen und gemeint, daß es sich überlegt, es zu machen.

Es ist aber nichts daraus geworden und ich habe auf meine schüchterne Anfrage keine Antwort bekommen, so wurde es mein erstes “Digi-Buch”, das mir der Alfred 2000 zum Geburtstag “schenkte” und ein paar literarische Sachen habe ich in den Regalen schon gesehen, so gab es ein Büchlein mit Mayröcker-Texten und eines mit denen von H.C.Artmann und die Rede der Marlene Streeruwitz auf Bertha von Suttner gab es auch, etc.

Es waren aber keine Preise auf den Büchern angeschrieben, so habe ich ein paar Brotscheiben und zwei Stück Kuchen gegessen, mich mit den Leuten, die ich kannte, unterhalten, einem Sachbuchautor zugehört und bin dann in Richtung “Alte Schmiede” aufgebrochen, wo ja Friedrich Achleitner, die Veranstaltung vom 9. 3., die offensichtlich ausgefallen ist, nachholte.

Wieder sehr viele Leute in der “Alten Schmiede” und fast alle Plätze besetzt, es wurde auch nach oben in den anderen Raum übertragen und interessant ist, bei der letzten Veranstaltung, wo es so voll war, bei der “Weltbefragung”, wo es um die Wahrheit ging, sagte Konrad Paul Liessmann, man müßte sich darauf verlassen können, daß die Leute die Wahrheit an und führte als Beispiel an, daß Kurt Neumann nicht einfach sagen könne, heute findet eine Veranstatlung statt und dann steht man vor der verschlossenen Tür, weil er weiß, daß, wenn er das dreimal macht, keine Leute mehr kommen.

Nun das ist mir schon passiert, bei Paul Nizon und dann bei Peter Henisch und Albert Drach, das letzte Mal bei Helmuth Schönauer, bei der Achleitner-Veranstaltung bin ich im März aber nicht gewesen und jetzt habe ich noch einen Platz in der dritten Reihe bekommen, Peter Rosei und Gerhard Jaschke die Hand gegeben, Bernhard Fetz der Leiter des Literaturmuseums ist ein paar Plätze neben mir gesessen, Herbert J. Wimmer war, da Brigitta Falkner und und viele Leute, die ich gar nicht oder nicht mit Namen kannte und Kurt Neumann leitete ein, daß es jetzt schon der fünft Kurzprosaband des 1930 geborenen Architekten und Mitglied der “Wiener Gruppe” sei.

2003 sind die “einschlafgeschichten” erschienen, 2004 die “wiener linien” 2006 “und oder oder und”, 2009 “der springende punkt”, alles bei Zsolnay und jetzt der füfte Band das “wortgesindel” und meinte, daß das eine besondere Leistung sei, obwohl Friedrich Achleitner wahrscheinlich sagen würde, daß ihm das einfach passiert sei und daß es sich so ergeben hätte.

Es wären Sprachspiele mit der Form und dem Inhalt und ganz kurze Texte, die alle hintergründig sind, Märchen, Fabeln, Briefe, Bewerbungen, etc und dann kamen auch schon die Textbeispiele der experimentellen Achleitner- Kurzprosa.

“Grenzen des Denkens”, ein Gespräch, war der erste Text, dann ging es um die Bewerbung eines Steines, der sich wünschte irgendwo, aber nicht irgendwo, schon an einem besonderen Ort aufgestellt zu werden und eine Fliege und eine Mücken huschen über einen Fernsehschirm und machen sich Gedanken über die Menschen.  Ein Mann wird von einem anderen in der U-Bahn Station angesprochen und für einen Raucher gehalten, obwohl er das gar nicht ist.

In der” Hospitalisierung” ging es um das Gespräch zweier Patienten in einem Krankenhaus, die als “Niere” und “Schenkelhalsbruch” von den Ärzten und den Schwestern angesprochen werden, im Gasthaus heißen sie dann  “Kalbsgulasch” oder “Putenschnitzel”.

Ganz schön hintergründig, die Achleitnerischen Sprachbasteleien, die von Kurt Neumann zwischen Daniil Charms und Karl Valentin eingeordnet wurden.

Bei den “Träumen” hat er sich  einige Male versprochen, was auf die Freudschen Abwehrmechanismen hindeuten konnte und dann gab es noch zwei Gespräche nach der Lesung, eine deutsche und eine österreichische Variante, wo das Publikum den Autor nach seinen Einfällen fragt.

“Und wie ist das nun mit den wortgesindel?”

“Dazu ist mir nichts eingefallen!”, las der Autor und es gab einen tobenden nicht endenwollenden Applaus.

“Buch kaufen und signieren lassen!”, forderte Kurz Neumann auf, was auch einige Leute taten, so daß sich beim Ausgang eine lange Schlange bildete, aber ich bin vorher wieder beim “Morawa-Abverkauf” fündig geworden.

Clemens Meyer “Im Stein”, Alina Bronsky “Spiegelkind”, Alfred Paul Schmidt “Das andere Gestern”, Christoph W. Bauer “In einer Bar unter dem Meer”, eine sehr schöne Mischung, um  zehn Euro, wie ich finde, jetzt muß ich das alles lesen, von Friedrich Achleitner, habe ich, glaube ich, keinen der erwähnten Bände, war aber wahrscheinlich bei einigen Lesungen und  Elisabeth Reicharts “Das vergessene Lächeln der Amaterasu” gab es in dem Bücherregal, im Twin Tower, neben der WGKK am Wiener Berg auch zu finden, so daß ich bestimmt keinen Lesenotstand habe, weil ich wegen meiner elendslangen Leseliste von “Deuticke” und “Zsolnay” keine Rezensionsexemplare bekomme, aber manchmal bei den “Hanser” Gewinnspielen etwas gewinne.