Versuchter Schreibbericht

Der ist nun fällig, denn mit den Störungen bin ich in der letzten Woche ein wenig fertig geworden, der neue Lüfter ist eingebaut, diesmal war es der richtige, der Drucker funktioniert auch wieder, so habe ich mir von der “Bibliophilin” “Verwandlungen einer Bibliophilin” steht auf der ersten Seite, am Mittwoch oder Donnerstag siebenundfünzig Seiten und neunzehn Szenen ausgedruckt und hätte am Freitag Zeit gehabt mit dem Weiterschreiben oder das Ganze erst einmal durchzukorrigieren und den weiteren Fortgang festzulegen, zu beginnen.

Was sehr einfach klang, aber so nicht war, denn die Störungen der letzten Monate haben mir, obwohl ich mich vor drei Wochen ja in einer “Schreibeuphorie” befunden habe, doch sehr zugesetzt und dann hat mich “Leipzig” wahrscheinlich aus dem Schreibfluß herausgebracht und die Kritiken, von denen ich in der letzten Zeit einige bekommen habe, daß das, was ich schreibe, wegen meiner Grammatik nichts mit Literatur zu tun hat, was ich nicht wirklich ändern kann, hat mir auch noch zugesetzt.

So ist am Freitag, wo ich den ganzen Tag Zeit zum Korrigieren und Schreiben gehabt hätte, wieder das passiert, was ich meine “Trödelphase” nenne, ich habe herumgesurft, mich über den Flugzeugabsturz in Südfrankreich, der in der letzten Woche,  wohl alle sehr bewegte, der aber mit meinem Manuskript nicht viel zu tun hat, kundig gemacht, habe der Ruth auf ihren Kommentar bezüglich ihres Buchs und ihrer Lesung, ebenfalls einen langen Kommentar geschrieben und als ich die erste Szene korrigiert habe, hat mir die nicht gefallen und ich habe wieder mal gedacht, was mir meine Kritiker jetzt vielleicht bestätigen werden “Ich kann es nicht, ich kann es nicht!”

Die Idee zur Bibliophilin ist mir Ende oder Anfang des Jahres gekommen, da habe ich auch etwas recherchiert, mir Notizen gemacht und im Februar, zufällig war da, wie letzten Freitag, auch ein “Kreativenjour-Jourfixe” des fünften Bezirkes und eine Klientin ist nicht gekommen und so habe ich die erste Szene, eigentlich ziemlich ungeplant begonnen und dann dürfte sie nicht so, wie gewollt geworden sein.

Ich will ja von dem Bücherauflesen einer depressiven Frau schreiben und scheine das irgendwie nicht zusammenzubringen, vielleicht ist der persönliche Anteil zu nah, daß ich mich um das wirkliche herumdrücke, verdränge und mich nur an den Rändern bewegen, jetzdenfalls hat es mir nicht und nicht gefallen, ich habe einige Stunden für die erste Szene gebraucht, weil ich dazwischen zu oft woanders gewesen bin und mir auch Renata Schmidtkunz im Gespräch mit Elfriede Hammerl im Radio und im WEb angehört habe, was ja auch sehr interessant ist.

Dann habe ich schon sehr spät, doch angefangen, die Szene noch einmal zu schreiben und hatte dann für die  zweite, der Einstieg der Yasmin Bilic, die eigentlich sehr spannend ist und die mich auch sehr interessiert, nur wenig Zeit, weil ich ja wieder zum “Creativen Bruch” wollte, der diesmal im ehemaligen oder bald wieder eröffneten “Spektakel” stattfand, so daß ich da vielleicht wieder ein wenig schlampig war.

Am Samstag hatte ich wieder keine Zeit zum weiterkorrigieren, weil ich ja mit dem Alfred nach St. Pölten zum Osterspaziergang gefahren bin, aber in der Nacht, ist mir ein neuer Titel, bzw. sogar mehrere eingefallen “Die Bibliophilin oder “Notverordnung”, bzw. “Rohstoffentwerting” oder “Endzeitstimmung” könnte es vielleicht auch heißen, um auf die anderen Handlungsstränge, die ja auch die Selma und die Yasmin sind, hinzuweisen.

Dann ist mir auch noch eingefallen, daß die Thekla ihre Leseliste durchgehen und davon die Bücher aussuchen könnte, die sie unbedingt lesen will, um die anderen mit ihrem Einkaufswagerl in den Bücherschrank zu tragen, etwas was, ich bezüglich der Autobiografiediskussion, die ich im Moment führe, als autobiografisch anmerken könnte.

Es könnte also weitergehen mit dem Schreiben, beziehungsweise mit dem Korrigieren und dazu Anmerkungen machen, was ich vielleicht erweitern, umändern, weglassen will und dann die nächsten Szenen und den weiteren Handlungsverlauf festlegen.

Dazu brauche ich Zeit und Konzentration, da ich jetzt noch zwei mehr oder weniger intensive Praxistage mache und dann mit dem Alfred in die Karwoche und in die Osterferien nach Harland aufbrache, hätte ich die ja, obwohl mir der Alfred schon andeutete, daß er auch meine Hilfe im Garten benötigt, danach geht es  zurück nach Wien und am Donnerstag nach Harland bzw. nach Krems und Göttweig zur Literatur und Wein und dann fahren wir wieder vier Tage nach Bük, wo das Schreiben wieder gehen könnte und was ich dazu bräuchte ist wahrscheinlich immer noch die Erlaubnis oder der Glauben, daß ich das darf, bzw. kann.

Denn warhscheinlich spießt sich das, daß ich immer wieder höre, daß das, was ich so treibe und mir sehr wichtig ist, mit Literatur nichts zu tun hat und da, glaube ich, einerseits ja, daß das nicht stimmt, denn wenn man etwas wirklich will und auch unaufhörlich und beharrlich seit mehr als vierzig Jahren betreibt, kann es ja nicht schlecht sein, aber leider höre ich immer wieder etwas anderes und nur ich denke, ein paar Rechtschreiber machen nicht so viel und bei einem Verlag hätte ich ein Lektorat, aber beim Selbstgemachten muß man  alles selber machen und das ist immer noch, auch wenn man immer wieder etwas anderes hört, etwas in Verruf und so tue ich mir ein wenig schwer mit meinem besessenen Schreiben und bin durch das mangelnden Interesse daran, irritiert, obwohl ich mir inzwischen  suggeriere, daß ich es einfach machen soll, so wie es mir Rudolf Blazejewski schon in den Siebzigerjahren riet, es einfach nur für mich zu tun, ich stelle meine Schreibfortschritte aber in das Internet, weil ich mir einbilde, daß das interessant und wichtig für mich und vielleicht auch für die anderen ist und dann leide ich, wenn nichts zurückkommt, aber eigentlich ist das  egal, ich sollte es machen, weil es mir gefällt, so gut, wie ich es kann und so sollte ich versuchen, wieder in die Schreieuphorie hineinzukommen und Zeitlassen, um nicht als manische Dilettantin in Verruf zu kommen, nehme ich mir auch immer vor und wenn bis November das Rohkonzept so einigermaßen steht, hätte ich mein Ziel erreicht und da könnte ich die Selma wieder zurück und aufs Gymnasium gehen lassen, die Yasmin söhnt sich auch mit ihrer Familie aus und wie das mit der Thekla und ihren Büchern ist, dafür sollte es auch eine Lösung geben, habe ich mich in den letzten Tagen ja auch mit der Autobiografie und den diesbezüglichen Distanzierungsversuchen beschäftigt und ein bißchen beobachtet, wie das die anderen machen.

 

Das große Cartoonsutra

Was verkauft sich gut nach Katzen, Weihnachten, Vegetariern, Kunst, Wien, Fußball, etc, mag sich der “Holzbaum-Verlag” gedacht haben und hat als neuen Karikaturenband “Das große Cartoonsutra”, herausgegeben, in dem uns sechsundvierzig Zeichner erklären “was wir noch nie über Sex wissen wollten”, denn Sex sells natürlich und ich, die ich mich ja eigentlich als eher prüde Frau betrachte, habe mich in letzter Zeit ein wenig in die Erotik  eingelesen, blättere mich also durch die erotischen Cartoon und gebe meinen Eindruck dann hoffentlich mit nicht sovielen Rechtschreibfehler wieder, obwohl das bei diesem Thema nicht so schlimm sein sollte, schauen die Männer bei den Frauen  angeblich ohnehin immer woanders hin, so fragt das schöne Fräulein mit entblößten Busen an der Bar den Freier “Hallo?! Meine Augen sind hier oben!”, wie Michael Holtschulte beobachtet hat.

Aber wieder schön der Reihe nach.

Da liegen auf Seite drei, zwei Pandas im Bett “Wir sind vom Aussterben bedroht..”, sagt der eine, “Wie kannst du da bloß an Sex denken?, antwortet die andere.

Und Andreas Prüstel hat beobachtet, daß die “sexuellen Belästigungen am Arbeitsplatz immer subtiler werden”.

So fragt der alte Chef, die auch nicht mehr so junge Sekretärin “Würden Sie mir wohl einen Blasen…und Nierentee bereiten?!”

Und wenn sie keinen Sex will, “muß man wohl (ihn) so stehen lassen und dann gehen zwei alte Damen mit Rollator, Katze und Stock spazieren “Schläfst du noch mit deinem alten Mann?”, will die eine wissen.

“Gottchen, nein! Ich schlafe nicht mal mehr mit meinen Zähhnen.”. lautet die Antwort.

So stellen sich die Jungen wohl den Sex im Alter vor, aber der Zeichner Beck wurde auch schon 1958 geboren und wird es bald erleben und bei Bettina Bexte erlebt einer in einem bequemen Lehnstuhl sitzend beim Anruf bei einer “Love-Hotline”, einen Schlag oder Erschöpfungsanfall. Denn was muß da alles tun und wissen.

“Möchtest du eine rassige Brasilianerin sprechen? Dann drücke bitte die 1. Für eine blutjunge Asiatin drücke die 2…” Und so weiter und so fort, bei Erich Rauschenbach “..als Vorspiel nehme ich die 79 und die 132, anschließend die 94, die 103 und die 128 und als Nachspiel…”, diktiert da der Kunde aus dem Katalog im Sexhotel der hübschen Hostesse mit dem Notizblock in der Hand.

“Ich hoffe, Ihr Hund trägt ein Kondom,!”, läßt Gerhard Glück Frau Bidermann Herrn Bidermann beim Anblick von zwei jagenden Hunden fragen.Dann kommen “Die ersten Male” von Gernot Budweiser gezeichnet, wo ich den des Herrrn Hitlers ein wenig geschmacklos finde.

Unnd Hannes Richert hat bemerkt, daß “Männer angeblich ja an einem Tag bis zu 50 unbemerkte Erektionen bekommen. “Schon viel!”, fragt man da erschreckt zurück.

Dann der Cartoon für mich beziehungsweise einen BücherbloogerIn “Mein Mann ist unglaublich bibliophil!”, prahlt die eine Dame beim Kaffee der Freundin.

“Der Kerl fickt Bücher?”, denkt sich mit skeptischen Blick auf den strahlenden Mann.

Und Harm Bengen ist weiter unheimlich böse, denn da treffen sich zwei Feen, eine alte schiache und eine schöne mit großen Mund und ebensolchen Busen.

“Wenn ich zu Männern sag “Du hast drei Wünsche frei!”, wollen sie immer Geld, Geld, Geld!”, beschwert sich die eine.

“Du Glückliche!”, sagt oder denkt die andere.

Und dann will einer  “Keinen Sex, ich will einfach nur reden!”

Aber auch das ist nicht soeinfach, muß man sich da ja zwischen “französisch, Griechisch, Spanisch und Englisch?”, entscheiden.

Man kann natürlich auch, wie Johann Mayr meint, es mit reiner Natur, also mit “Bienenstich statt Viagra, um nur einen Euro”, versuchen und dann kommt die Überraschung “Hab ich Sie also mit meiner Frau erwischt?”, fragt der heimkommende Mann entsetzt.

“Ich bin aber nicht Ihre Frau!”, lautet die Antwort, denn “Ich bins, Schatz! Ich hab schnell eine Geschlechtswandlung machen lassen! Überraschung!”

Wie man das wohl verstehen soll?

Im “SM-Studio gibts zwischen 17- 22 Uhr die Happy Aua”, wieder was für Rechtschreibfanatiker, die auch beim Sex genau sein wollen und Martin Zak ist  richtig gemein, denn “Schatz! Weißt du, daß unser Sohn schon schreiben kann?”, fragt Mama Papa in der Küche, während das Söhnchen schon mit der Zeichnung “Mama Onkel Bett” und den entsprechenden Pfelen ankommt.

Uje, uje, vielleicht ist die ÖVP deshalb gegen die Gesamtschule und für ein zweites verpflichtendes Kindergartenjahr?

Michael Friedrich hat sich ganz genau an das Thema gehalten und vier Bilder zu “Kamasutras Rache” gezeichnet.

“Würden Sie auch ehrenamtlich arbeiten?”, läßt Michael Holtschulte, den Mann im Rollstuhl, die Nutte fragen und dann wirds wieder bös, denn wenn die alten “Mädels” den achtziger feiern, kann sich der Stripper leicht als der Sensenmann entpuppen.

Miriam Wurster hat sich zu einem “Demografischen Wandel!”, entschlossen, wenn da der alte Kunde, statt “zwei fünfundzwanzigjährige eine Fünfzigjährige bekommt!

Gerecht könnte man sagen und anmerken, daß mehr Männer als Frauen die Cartoons gezeichnet haben, aber vielleicht gibt überhaupt mehr Karikaturisten als Karikaturistinnen, aber die sind mitunter auch ganz böse, so läßt Peter Thulke eine Frau mit ihrem Mann telefonieren.

“Mach dir keine Sorgen Schatz, ich bin mit der Tina nur noch kurz beim Griechen!”

Sowas habe ich schon mal umgekehrt im Fernsehen gesehen, jetzt liegen aber beide Damen mit dem dunkelhaarigen Herrn im Bett und griechischen Wein scheint es zum flotten Dreier auch zu geben.

Und so weiter und so fort könnte man so schreiben oder schauen und wer sich zu den Sprüchen die passenden Zeichnungen geben will, die ich zum Teil sehr originell und lustig und nur ganz weniges, wie eben den Hitler-Witz peinlich empfunden und manche auch nicht ganz “Die Bergmüllers laden uns zu einer BBQ-Party mit anschlissendem Analfisting ein. Was meinen die mit BBQ”, verstanden habe, sollte sich durch das Buch blättern. Vielleicht gibts auch wieder eine Ausstellung im “Shop der komischen Künste” und dort kann man sich sicher, sowohl die Zeichnungen, als auch das Buch kaufen,sowie sich auch das genaue Autorenverzeichnis und die Lebenläufe der Zeichner und Zeichnerinnen ansehen.

Nikolas Mahler will ich noch verraten, ist diesmal nicht dabei.