Von der Muse zur Muße

Nach der Sommerpause heute wieder Schreibgruppe in der Krongasse, Peter Czak,  Klaus Khittl, respektive Gloria G, der Egelhofer und Ruth Aspöck waren da.  Doris Kloimstein hat kurzfristig abgesagt, weil sie sich in St. Pölten auf eine Ausstellungseröffnung vorbereiten mußte und der Peter hat die beiden Themen “Muse-Muße” vorgeschlagen.

Ich hatte “unsichtbar” im Koffer, weil ich ja mit meiner unsichtbaren Frau beginnen wollte, aber ich kann ja kombinieren und so ist folgendes herausgekommen:

“Muse – Muße!”, dachte Slavenka Jagoda und blickte auf das gelbe Post it-Notizzettelchen, das Lily Schmidt vorhin auf den Schreibtisch gelegt hatte.

Ob sie damit etwas anfangen könne?, hatte sie sie gefragt.  Slavenka hatte eifrig genickt und eilfertig “Natürlich, selbstverständlich!” geantwortet und dabei geflunkert.

Was tut man denn nicht alles, um bei seinen Vorgesetzten, respektive Stipendiumsbetreuern, einen guten Eindruck zu machen? Man tut sehr viel. Ihr jedenfalls war es sehr wichtig, Lily, ihr Engagement und guten Willen zu beweisen. Dann war die zu ihrem Chef ins  Büro gerufen worden, weil der berühmte Starautor Jonathan Franzen, der heute Abend im Institut gemeinsam mit dem  ebenso anerkannten Daniel Kehlmann, eine Lesung halten sollte und sie war mit dem Zettel und dem Vorschlag mit diesen zwei Worten, ihre unsichtbare Frau auf ihre erste Blogtour zu schicken, in Lilys Arbeitszimmer zurückgeblieben.

Saß an  deren Schreibtisch, schaute den Zettel an und überlegte, wie das mit der Muse gehen könnte? Die Muse war die schöne Dame, die zu den Künstlern zu kommen pflegte, um sie sanft auf die Stirn oder auf den Hals zu küssen, damit diese ihre kreativen Kräfte entfalten konnten und der Welt ein noch nie dagewesenes Opus Magnum schenkten.

Nein, der Hals war es nicht, der dafür in Frage kam. Der war eher Graf Dracula vorbehalten, um die damit getroffenen Opfer zu Vampiren zu machen und es würde sicherlich nicht passen, wenn Jonathan Franzen und Daniel Kehlmann heute, als solche Monster ihre Doppelconference im österreichischen Kulturinstitut von New York halten würde, dachte Slavenka Jagoda und grinste jetzt schon etwas zuversichlicher vor sich hin.

Genauer gesagt, grinste sie ähnlich lausbubenhaft, wie es ihr Bruder Petr  im Plattenbau im weitentfernten Kosice zu tun pflegte, wenn der Vater ihn aufforderte, ihm doch in der Garage zu helfen oder für die Mutter den Mist in den Müllraum zu kippen.

“Muße, Papa, tief durchchatmen und entspannen!”, pflegte er ihm  frech zu antworten, was den Vater meistens ärgerte und er ihm schon einmal eine Ohrfeige angetragen und sie auch sicher ausgeteilt hätte, wäre die Mutter nicht rechtzeitig aus der Küche gestürzt, um ihren Liebling zu verteidigen.

“Muse  -Muße”, hatte Lilly Schmidt, die Kuratorin im New Yorker Kulturinstitut auf einen kleinen gelben Haftnotizzettel geschrieben und ihn ihr schnell hingehalten, bevor sie in Doktor Hartners Büro geeilt war, um mit Daniel Kehlmann und Jonathan Franzen, den berühmten Starautoren, die heutigen Lesung zu besprechen.

“Kannst du dir vorstellen, Slavenki, daraus einen Text für unseren Blog zu machen!”, hatte sie noch schnell hinzugefügt, bevor sie aus dem Zimmer eilte und dem schon ungeduldigen Dr. Hartner ein “Bin schon unterwegs! I am ready, Mister Franzen und coming soon!”, zuzurufen.

Lily würde mit den beiden also die heutige Abendveranstaltung besprechen, während sie einen Blogartikel schreiben sollte, in dem Amanda Siebenstern, ihre unsichtbare Frau, mit dem Kuß der Muse am Morgen aufwachen würde und danach in aller Muße und nicht in Eile ins weiße Haus zu Donald Trump zu stürzen, um ihm an dem Blitzkrieg in Richtung Norkorea zu hindern, den er heute in seinen Twitternews angekündigt hatte.”

Das wars der Beginn und der Einstieg in mein mögliches künftiges Opus Magnum. Die anderen haben auch ihre Texte zu diesem Tehma präsentiert und es wurde sehr viel darüber diskutiert, ob in einer zwanzigminütigen Schreibezeit wirklich ein literarischer Text entsteht oder, ob das nicht vielmehr  nur ein erster Entwurf sein kann, der noch bearbeitet werden muß.

Der Begriff “Sonntagspredigt” wurde in die Runde gebracht  und die Frage aufgeworfen, ob Kunst nicht schwarz, negativ und an die Substanz gehen muß, um als solche zu gelten, was ich eigentlich inzwischen bestreiten würde.

Ein interessanter Einstieg in das Schreiben nach der Sommerpause  und ich habe mein neues Werk begonnen und bin gespannt, sowie erwartungsvoll, wie es mir dabei gehen wird.

In die Herbstarbeit

Der Herbst hat zwar noch nicht begonnen, aber der September und da gibts ja am Wochenende traditonell vor Schulbeginn, das Volksstimmefest im Prater, wo ich lesen werden und deshalb sind wir am Donnerstag nicht mehr nach Harland gefahren, sondern in Wien geblieben.

O Töne gab es auch nicht mehr. So waren wir am Rathausplatz bei einem Konzert des ebenfalls schon verstorbenenen George Michael aus London und am Freitag ging es, nachdem ich die Abfrechnung schon gestern machte, ans Fensterputzen.

Meine Leser wissen, das ist das Ritual zwischen dem Alten und Neuen und da habe ich ja letzten Donnerstag bevor ich zu den letzten O Tönen gegangen bin, die Korrekturen von “Besser später als nie” beendet, das Manu an den Alfred geschickt, den Beschreibungstext geschrieben. Das Cover wird diesmal eine Pizza sein, die der Alfred ja oft von einer Pizzeria aus der Kettenbrückengasse bringt und nein, es ist nicht die, in der ich immer die ältere Frau sitzen sehe, wenn ich von der “Alten Schmiede” oder der “Gesellschaft für Literatur” nach Hause gehe.

Jetzt geht es also an das “Morgen”, ab ersten September und eigentlich wollte ich den Blogroman über die unsichtbare Frau, die versucht auf friedlichen Wege, die Weltansichten der Herren Putin, Trump etcetera, etwas zurechtzurücken, im November beim “Nanowrimo” schreiben.

Was mache ich also? Wieder zwei Monate warten, durch die Stadt streunen und Ideen sammeln, um dann vielleicht am einunddreißigsten Oktober wieder festzustellen, daß ich eigentlich schon allles habe und jetzt einen “Korrigier-Nano” machen könnte?

Wahrscheinlich nicht, wahrscheinlich werde ich die Fenster putzen, beziehungsweise ist das wahrscheinlich schon getan, wenn dieser Post erscheint, ich bin ja eine Vorausschreiberin und dann Notizen sammeln. Überlegen, was ich eigentlich schreiben will und da gibt es ja mehrere Ansätze.

Die Slavica Jagoda und die Lily Schmidt, die wir schon aus “Besser spät als nie” kennen, können in New York den Blogroman über die unsichtbare Frau schreiben und in die Welt schicken.

Aber die könnte ja auch ihre eigene Stimme haben und sie könnte eine erfolglose Autorin sein, die ihre Aktionen ins Netz verlegt, eine Amanda irgendwas, den entsprechen klingenden Namen müßte ich mir erst suchen und, daß da der Exverleger Moritz Lichtenstern auf ihre Spur kommt, ist eigentlich schon ein alter Hut, den man schon in der Anna findet, da heißt der Verleger zwar anders und die Autorin schreibt über ihre Großmutter und über keine unsichtbare Frau, aber wie sagte schon der alte Heimito, man schreibt immer den selben Roman sein Leben lang.

Ein wenig abwandeln könnte man das neue Work in Progress aber schon, also wird die Amanda, ich nenne sie mal so vielleicht auf einen Don Quijote  von rechts nach links treffen und sich mit ihm duellieren.

Die entsprechenden Vorerfahrungen, habe ich da ja in den letzten Monaten vielleicht schon gemacht, während sie versucht die Welt zu retten, in dem sie nachts Donald Trump und Wladimir Putin erscheint und ihnen sanft ins Gewissen redet.

Aber eigentlich könnte ich  auch vom österreichischen Wahlkampf schreiben und die Amanda mit Sebastian Kurz streiten lassen.

Mal sehen, meine Ideen sind, wie man merken kann, noch recht vage und unausgegoren. Vielleicht auch, weil ich noch nicht wirklich weiß, ob ich mich da jetzt hineinsteigern und darauflosschreiben soll, um dann im November nicht recht zu wissen, wie ich es mit dem “Nanowrimo” mache.

Der im Vorjahr ist ja auch ausgefallen, weil ich da, glaube ich mit meiner “Kroatiengeschichte”  beschäftigt war.

Ein wenig Materialsuche wäre also wahrscheinlich doch sehr brauchbar und dann habe ich  vor einiger Zeit im Schrank ein Buch gefunden, das sich mit Blogs beschäftigt. Das habe ich auf meine Leseliste gesetzt und gedacht, das nehme ich als Vorbereitungslektüre, aber jetzt bin ich ja mit meinem Buchpreislesen, das sich ja bald verdoppeln wird, sehr beschäftigt.

Da lese ich gerade Buch sieben, nämlich das im “Ullstein Verlag” erschienene des Robert Prossers und staune, wie sehr der auf einmal realistisch schreibt, habe noch ein PDF in meinem Kasten, fünf Bücher im Badezimmer und zwei oder drei sollten eigentlich noch kommen, der Rest ist Schweigen oder liegt in meinem Bücherregal der “Netgalley” und ich kann sie nicht öffnen.

Also lesen, lesen, damit die Verlage nicht Wochen auf meine Besprechungen warten müßen. Da komme ich vielleicht gar nicht so zum Recherchieren, obwohl ich ein paar Recherchetage sicher machen werde, aber wahrscheinlich nicht zwei Monate lang. Da packt mich sicher vorher die Ungeduld, beziehungsweise nehme ich mir diesmal nicht soviel Zeit dafür.

Die Veranstaltungen beginnen jetzt auch allmählich. So gab es am Freitag eine Lesetheaterveranstaltung, am Montag nach dem Volksstimmefest, noch eine Veranstaltung im Weinhaus Sittl und die “Alte Schmiede” hat mir auch schon das Programm geschickt.

Das sind meine Herbstpläne. Lesen und schreiben neben meiner psychotherapeutischen Arbeit und gespannt sein, wie das mit den Longlisten werden wird, das natürlich auch und der Alfred sollte inzwischen die Korrekturen von “Vor dem Frühstück kennt dich keiner” einarbeiten, damit ich das nochmals korrigeren kann,  sich “Besser spät als nie” ansehen und das Coverfoto machen.

 

Gestern, heute, morgen

Bevor die deutsche und die österreichische Buchpreisliste bekanntgegeben wird, auf der ja sicher meine Bücher nicht zu finden sind, vielleicht wieder ein paar Gedanken über mein momentanes Schreiben.

Ich präsentiere meine inzwischen zweiundvierzig selbstgemachten Bücher, dann kommen noch drei sogenannte Verlagsprodukte und eine Menge Anthologien, wie in den letzten Jahren beispielsweise die von der “Linken Wort-Lesung” am “Volksstimmefest” hinzu im “Literaturgeflüster” und werde da, wie ich denke, immer professioneller.

Gibt es da ja immer die “Vorschauen” auf das neue Buch, wenn der Alfred, mein Lektor und Setzer so weit ist, daß er das Cover und den Buchtet hat, im Blog.

In letzter Zeit gibt es dazu ein Gewinnspiel mit drei Fragen, auch wenn die Resonanz darauf kein besonders großer Erfolg, sondern eigentlich gar keiner ist, erfährt man dadurch etwas, denke ich, über das Buch.

Ich stelle den ersten Satz ein und fordere seit vorgien Jahr meine Leser zu einem disbezüglichen Mimikry-Spiel auf, wo man dazu einen Absatz schreiben kann. Die stelle ich dann in den Promotionsartikel, wenn es das Buch dann gibt und ich es grinsend “Lachen!”, sagt der Alfred immer, in die Kamera hate und die Leser können raten, welcher Text der meine ist und das Buch gewinnen.

Beim nächsten, noch nicht erschienenen Buch “Vor dem Frühstück kennt dich keiner”, will ich auch eine Leserunde versuchen, das heißt, ich stelle fünf Bücher zur Verfügung und die, die sich melden, können dann Kommentare dazu abgegeben, so daß eine Diskussion entsteht.

Eine Selbstvermarktungsstrategie, die sich durch das Bloggen ergeben hat, denn ich mache ja meine Bücher, seit cirka 2000 selbst. Das heißt, ich lasse sie zu fünfzig Stück drucken, habe immer zwei in meiner Handtasche, um sie herzeigen zu können, lese daraus, wenn es sich ergibt, beispielsweise auf dem Volksstimmefest oder wo, man mich halt eingeladen hat oder ich mich selber einlade und in meinen Blog berichte ich auch immer sehr genau über meine Schreibprozesse.

Das ist meine Form mich zu präsentieren, da ich ja auf keinen Buchpreislisten stehe, keine Preise gewinne, keinen mich vermarktenden Verlag habe, etcetera und ich persönlich finde das sehr gut, auch wenn es mir irgendwie nicht gelingt damit aufzufallen und mein einziger Kommentierer oft ein Kritiker oder Troll ist, der dann vielleicht auch noch radikale Ansichten hat.

Ich denke, ich mache trotzdem weiter,  es ist halt so, wie es ist und wenn man, wie ich seit über vierzig Jahre literarisch schreibt und nein, ich nenne mich nicht “Hobbyautorin”, auch wenn ich von meiner psychologischen Praxis lebe und jetzt auch noch eine Pension bekomme, hat man da auch schon Routine.

Man wird natürlich auch ein bißchen ausgepowert, wenn man immer wieder auf zwanzig oder dreißigjährige Superstars trifft, die fast schon die Enkelkinder sein könnten und man eigentlich nicht verstehen kann, wieso man selber immer ganz unten bleibt.

Nein, ich verstehe es trotz meiner Recht- und Flüchtigkeitsfehler und meines realistischen Schreibens nicht, habe aber gelernt damit umzugehen und der Erfolg, die fünfundvierzig schon vorhandenen Bücher geben mir auch Recht.

So schreibe ich auch immer wieder Artikel wie diese, und das Selbstrefelktieren tut wahrscheinlich auch sehr gut, fühle mich ein wenig ausgepowert, denke manchmal, ich bin zu schnell, zu flüchtig, aber nein die Selfpublischer und die, die den Anspruch haben, jedes Monat ein Buch zu schreiben überholen mich und das will ich selber nicht, denn das wäre zumindestens für mich nicht gut.

Trztdem bin ich mi Schnitt in sechs Wochen mit dem Rohtext fertig und nein, denn schicke ich dann nicht in Druckerei, sondern lasse ihn erst vom Alfred korrigieren und schaue ihn dann selber noch endlos durch, auch wenn meistens  gar keine so großen Änderungen mehr entstehen und ja, ich habe in den vierzig Jahren schon sehr sehr viel geschrieben und was soll ich jetzt noch probieren?

Nicht schon wieder die x-te depressive Frau, die abends in  einer Pizzeria sitzt und ein Glas Wein vor sich stehen hat und ja, die gibt es wirklich und an der gehe ich vorbei, wenn ich am Abend von der “Alten Schmiede” oder der “Gesellschaft für Literatur” nach Hause komme und ja es ist ein Experiment daraus geworden, nämlich ein sogenannter Blogroman oder eigentlich eine Erzählung, nämlich achtzehn Geschichten, die ich im Mai und in Juni in meinen Blog gestellt habe, als ich mit dem “Bibliotheksgespenst” fertig war und mich an das Neue machen wollte.

Aber schön der Reihe nach. Gestern, heute, morgen heißt der heutige Artikel in dem ich wieder ein bißchen in meine Schreibwerkstatt schauen lasse, denn da habe ich ja momentan drei Projekte laufen.

Das “Gestern” ist das neue noch nicht erschienene Buch, von dem es die “Vorschau” seit einigen Tagen gibt.

“Vor dem Frühstück kennt dich keiner”, heißt der Roman oder ist es vielleicht doch wieder nur eine Erzählung?

Und der Titel ist mir einmal so eingefallen und passt dann vielleicht nicht so ganz wirklich zu dem Text oder doch vielleicht, denn die Dorothea Wewerka und die Karoline Prohaska, zwei Figuren aus dem Buch gehen ja ins Cafe oben, das es in der Hauptbücherei gibt, frühstücken und die Doroteha ist ein Bibliotheksgespenst, das heißt eine Frau, die dort wohnt oder schläft und das ist mir auch einmal so eingefallen, daß ich darüber schreiben könnte.

Auch das stimmt nicht wirklich, wie sich im Lauf der Handlung herausstellen wird, aber in der Schreibgruppe im Dezember, der letzten, die im Cafe Ludwig stattgefunden hat, habe ich da den Beginn der ersten Szene geschrieben und dann ist noch die Therese Schwarzenberg dazu gekommen, eine depressive arbeitslose Lehrerin, die in einen Bus nach Belgrad fährt und letztlich damit bis nach Berlin und wieder zurückkommt. Die ist die Freundin, der Bibliothekarin Karoline Prohaska und die politische Situation, nämlich die Bundespräsidentenwahl, die im letzten Jahr die österreichischen Gemüter und auch meines erregt haben, spielt auch eine Rolle, die und ein junger Identitärer den die Dorothea beim Mc Donald`s trifft und in der Hauptbücherei gibt es ein ausrangiertes Buch “Das heißt die “Viertagebuchfrau” und das ist eine Erfindung.

Das heißt, das Buch nicht, das gibt es wirklich und ist mein fünftes Digibuch, aber, daß es in der Hauptbücherei steht, denn das gibt es ja normalerweise nicht bei den selbstgemachten Büchern.

Die Dorothea findet es aber, liest es in den Nächten und schreibt es dann auch um.

So weit so gut und mein nächstes, das dreiundvierzigste selbstgemachte Buch, das es demnächst geben wird und ich mich über eine Diskussion und diesbezügliche Leserunde sehr freuen würde und inzwischen bin ich schon beim “heute”, meinem derzeitigen “Work on Progreß” den Blogroman oder Erzählung “Besser spät als nie“, denn wenn man schon soviele Bücher geschrieben hat, sucht man neue Wege.

Eigentlich habe ich schon mit den “Dreizeihn Kapitel” damit angefangen. Da war die Idee, eine Person zu nehmen und im nächste Kapitel, eine zweite, bis man am Ende wieder bei der ersten angekommen ist. Ein Reigen ohne Sex also und ich habe mich auch nicht hgt wirklich daran gehalten. Aber seither beschäftigt mich die Frage, was ist und wie schreibt man einen Roman?

Das ist eine sehr interessante Frage und inzwischen ist auch noch meine sogenannte “Flüchtlingstrilogie” entstanden, nämlich drei Bücher, wo es in jedem eine Fatma Challakai aus Syrien gibt und das zweite ist ein “Sommerbuch” , das dritte ein “Adventkalender” und eigentlich auch ein Blogroman, weil es im Dezember zunehmend je ein Kapitel daraus im Blog zu finden geben wird und jetzt das Experiment mit den Fortsetzungsgeschichten.

Da bin ich auch ganz zufällig darauf gekommen, weil ich eben “Nicht schon wieder eine depressibe Frau!”, dachte und mir den Mai und den Juni als sogenannte Schreib oder Recherchemonate vorgenommen habe, wo ich Material sammeln, aber noch nicht am Text schreiben wollte und, wie es der Zufall so wollte, ist da auch Annika Bühnemann mit ihrer zehn Geschichten Challenge dahergekommen und sie hat in dieser Zeit auch immer wieder Schreibimpulse in ihre Twitter- News eingestellt und die habe ich aufgegriffen und immer wieder eine Bloggeschichte daraus geschrieben, nach meinem Handlungsrahmen und mit meinen Personen, die ich inzwischen schon hatte, aber vollkommen unchronologisch und ich dachte, Ende Juni höre ich damit auf und beginne dann aus dem Material, das ich schon habe, den Roman zu schreiben. Aber schmecks, es waren in der letzten Juniwochen achtzehn Kurzgeschichten vorhanden und ich eigentlich mit der Geschichte, an der ich jetzt korrigiere und korrigiere, um die Recht- und andere Flüchtlingkeitsfehler auszumerzen, fertig und mein dreiundvierzigstes Selfie wird wieder ein sehr kurzer Text sein und ein bißchen anders, als sie danderen, denn erstens kann man die Geschichten schon jetzt im Blog finden.

In der Erzählung sind sie dann ein bißchen aneinander angepasst, aber inhaltlich kaum verändert, außer, daß die Slavenka ihr Praktikum in New York und nicht in Wien macht und bei dem kurzen, fünfzig Seiten Rohtext fehlt vieles, zum Beispiel die ganze Geschichte mit der “Unsichtbaren Frau”, die ja eigentlich auch hineinsollte.

Die ist da nur angedeutet und wird das Morgenprojekt werden, an dem ich, wenn ich mit dem Korrigieren fertig bin und im güngstigen Fall im November, damit ich endlich wieder einen “Nanowrimo” machen kann, schreiben werde.

Da habe ich  bis jetzt nur ein paar  Notizen  in meinem Büchlein und es kann alles daraus werden. Die unsichtbare Frau kann die politische Situation, wir haben ja in Österreich wieder eine Wahl verfolgen. Sie kann auch die Herren Putin oder Trump in ihrem Schlafzimmern besuchen und sie kann auch eine Blogfigur sein, die von der Lily Schmidt und der Slavenka Jagoda gesteuert wird.

Sie kann in Konfrontration mit einem radikalen Blogger geraten, da habe ich ja auch einige Erlebnisse und die Idee, daß mein Blog einmal irgendwoentdeckt wird, schleppe ich auch schon sehr lange mit mir herum und da fällt mir in der letzten Zeit auf, daß ich so etwa fünfzig bis hundert tägliche Zugriffe mehr habe und, daß die aus den USA zu kommen scheinen.

Also sitzt da vielleicht ein Dichter und Universitätsprofessor und lauscht mit. Wäre zumindest eine Idee für einne Blogroman und sowas soll “Die unsichtbare Frau” ja auch werden.

Da gab es, wie meine informierten Leser vielleicht schon wissen, schon einen Vorversuch bei der “Anna”, aber alles wiederholt sich ja und fließt, wie das so schbön heißt und man schreibt eigentlich immer den selben Roman, sein Leben lang, wie ja, glaube ich, Heimito von Doderer einmal sagte und ich das nur von ihm übernommen habe.

So weit so gut und wieder ein  Promotionsartikel,wo ich mich, mein Schreiben und meine Bücher ein bißchen genauer vorstellen und auch über mich selber reflektieren wollte.

Im günstigsten Fall brauche ich bis Ende Oktober mit dem Korrigieren des “Später-Textes”, was vielleicht auch dadurch begünstigt wird, daß ich ja derzeit ein wenig durch den Sommer trödle, auf den Rathausplatz oder zu den  O-Tönen gehe und zweites ja ab nächster Woche der erste Teil des großen Buchpreislesen beginnt oder auch nicht wirklich, denn gestern sind fünf Bücher bei mir eingezogen, von denen im allergünstigsten Fall höchstens zwei auf der Liste oder auch nicht wirklich stehen werden und eines iegt vielleicht schon seit einem Monat in meinem Badezimmer, mal sehen, ich bin auch hier gespannt.

Verwirklichte und unverwirklichte Sommerpläne

Allmählich beginnt sich bei mir die Hektik, in die ich durch mein sehr abwechslungsreiches Mai und Juniprogramm gekommen bin, zu legen, obwohl ich immer noch vier Bücher im Voraus besprochen habe und hier in Harland auch sehr viel lese, was in Anbetracht meiner überlangen Leseliste, auf der noch soviel Interessantes steht, obwohl ja jetzt schon die ersten Herbstneuerscheinungen kommen und bald wahrschlich das große doppelte Buchpreislesen wieder beginnt, sehr gut ist.

Mein Sommerprogramm ist ja heuer, das habe ich auch schon geschrieben, sehr abwechslungsreich.

Die Mitte der Woche verbringe ich in Wien mit einer meist gut gefüllten Praxis, gehe am Abend auf den Rathausplatz oder zu den O-Tönen, im Juli gibt es die Sommerlesereihe im Cafe Prückl und in Harland, von Freitag bis Montag, fahre ich Rad, gehe mit dem Alfred auf den Markt oder auf die Rudolfshöe und widme mich ansonsten meinen achtzehn Kurzgeschichten, die ich jetzt ein paar mal korrigiert habe und ansonsten mit ein paar inhaltlichen Veränderungen doch so lassen werde, wie sie sind.

Das heißt ein kurzes Nachwort zu der diesmaligen Entstehungsgeschichte habe ich noch angefügt und bin jetzt bei 21758  Worten, beziehungsweise 54 Seiten und werde wohl noch den ganzen Sommer daran korrigieren und dann weitersehen, wie ich das mit meiner Bloggeschichte und der “Unsichtbaren Frau” machen werde.

Zur Ruhe kommen ist also ganz gut und in Harland ist es auch ein bißchen fad oder langweilig, obwohl da der Alfred  schon seine Pläne macht, er will da immer auf den Hochschwab gehen, am neunten August hat er Geburtstag, da gibt es diesmal kein Fest, aber wir werden wieder mit der Anna und dem Andreas essen gehen.

Die Idee, um den fünfzehnten August nach Contona zum Beefsteakfest zu fahren, hat er auch, da habe ich sogar schon ein paar Italienische Bücher aus meinen Regalen herausgesucht, die ich mitnehmen könnte. Eines davon steht auf meiner Jahresliste und die Ruth hat mir die Elena Ferrante geschenkt, die ich dann lesen könnte, aber am fünfzehnten August wird  auch die deutsche Buchpreisliste bekanntgegeben, so daß es vielleicht ganz gut ist, wenn jetzt doch nichts daraus wird, weil der Alfred nicht sicher ist, wie das mit dem Zelt  wird und eine Reise nach Italien wegen eines Beefsteaks ja vielleicht auch ein wenig aufwendig und umständlich ist.

Anfang August gibt es  auch noch das Kellergassenfest in Wagram an der Traisen, wo wir mit dem Rad hinfahren könnten, wenn wir nicht an diesem Wochenende mit einem Teil der Wandergruppe unterwegs sind und einen Rathausplatz mit einem Filmfestival gibt es in St. Pölten auch, da hat sich der Alfred auch schon einen Film ausgesucht, den wir uns am Abend anschauen könnten.

Also viele Pläne und ich überlege, wenn ich nicht korrigiere oder mit dem Rad entweder in Richtung Wilhelmsburg oder St. Pölten fahre und zur “Seedose” schaue, was ich alles noch bezüglich meiner Leseliste unterbringen will, lese mich jetzt durch  Krimis oder ältere Bücher, während ich schon neugierig, was da heuer auf den Listen stehen wird, was auch ganz spannend ist und zum Urlaubsfeeling einer Literaturflüsterin in der Sommerfrische passt.

Zuviel und zu flüchtig schreiben?

Das ist  ein Vorwurf, der mich nun schon seit über neun Jahren verfolgt und mit dem ich, obwohl ich es ja eigentlich sollte, nicht so ganz gelassen umgehen kann.

Denn eigentlich sollte es mir ja”wurscht” sein, wenn Kommentare, wie “Wui ist das schlecht!”, kommen und denken, ich tue was ich kann und bemühe mich auch sehr, aber eigentlich ist mir die Rechtschreibung ja egal.

So sollte es vielleicht sein, ich bringe es aber doch nicht zusammen, weil ich, wie mein Kritiker Uli schreibt, nur gelobt sein will?

Da denke ich nur, aber schon ein bißchen und natürlich habe ich ein paar Rechtschreibfehler, weil ich schon in der Schule dachte, die sind ja egal und nun im Leben merke, den Kritiker und den Verlagen ist es das wahrscheinlich nicht und die Ersteren picken sie sich bevorzugt heraus und legen den Finger auf die Wunden, die Letzteren schreiben,die bewußten Absagebriefe oder reagieren überhaupt nicht.

Das kann mir nun seit 2000 egal sein, denn da mache ich meine Bücher selbst, seit 2008 blogge ich darüber und denke, das ist eigentlich toll, daß ich da seit neun Jahren mein literarisches Leben dokumentiere und für mich ist es das auch und da ich nun schon an die vierzig Jahre mehrmals in der Woche in die “Alte Schmiede”, ins Literaturhaus, etcetera gehe,  wahrscheinlich tausend ungelesene Bücher habe und auch noch so an die drei bis fünf Bücher im Jahr veröffentliche, kommt so einiges zusammen.

Daneben bin ich noch berufstätig, habe Familie, gehe wandern und auch sonst noch einiges zu tun, schlafen muß man auch und so plane ich für mein tägliches Bloggen eigentlich ungefähr eine Stunde ein.

So lange brauche ich, glaube ich, im Durchschnitt für einen Blogartikel, aber manchmal schreibe ich zwei oder auch drei am Tag, wenn ich auch noch ein Buch gelesen habe oder neben der Veranstaltung auch noch etwas über mein Schreiben berichten will.

Stoff also in Hülle und Fülle, wen interessiert das alles?, denkt sich vielleicht der Alfred, der ja meine Bücher geduldig korrigiert oder mein Kritiker Uli, der hat das einmal, glaube ich, so geschrieben.

Der Alfred meint eher, schreib nicht so viel, denn wer kann soviel lesen?

Aber wenn mir soviel einfällt, finde ich das  eigentlich schön. Mein Blog ist mein literarisches Archiv, schreibe ich immer und da finde ich es tolle, wenn ich so einfach nachschauen kann, was ich b eispielsweise am  zwölften Mai 2009 gemacht habe.

Ich korrigiere auch, wenn mir das der Uli nicht glaubt,  meine Blogartikel, mindestens, einmal nachdem oder bevor ich sie veröffentlicht habe.

Aber da sind dann noch immer Fehler drinnen, das stimmt, denn meine Texte korrigiere ich inzwischen ein paar Monate und manchmal so, wie in den  letzten zwei Monaten war es auch besonders hektisch.

Denn da habe ich ja beispoelsweise während meiner Strohwitwenzeit, während der Alfred mit dem Karli auf Urlaub war, auch ein drei oder vierfaches Programm gehabt.

So habe ich doch mit der Ruth den öffentlichen Raum erforscht, meine Bücher gelesen, bin in der Seestadt und im böhmischen Prater gewesen und habe auch noch bei Annika Bühnemanns zehn Geschichten Challenges mitgemacht, beziehungsweise da in zwei Monaten in achtzehn Geschichten mein neuen Werk geschrieben.

Da habe ich ja am Ende meiner Strohwitwenzeit ein eigenes Marathonwochenende gemacht und bis fünf Szenen an einen Tag geschrieben. Die hatte ich dann als der Alfred zurück kam fast fertig und, als ich sie mir durchgelesen habe, fand ich sehr viele Flüchtigkeitsfehler drinnen.

“Uje, uje!”,, habe ich gedacht und das Ganze kurchkorrigiert. Am darauffolgenden Donnerstag aber noch einmal drei Texte geschrieben und für die war dann keine Zeit mehr, denn da kam ja zuerst das Sladky-Wochenende, Ute und Andreas aus Leipzig, die Sommerakademie, der Bachmannpreis, die Sommerfrische und einen neuen Computer, wo die Maus immer weghüpft und ganz woanders ist, wo sie eigentlich sollte, habe ich auch.

In den letzten Wochen war es also sehr hektisch, ich habe an die drei Artikel gleichzeitig geschrieben, bin mit meinen Büchern eine Woche im Voraus und bin erst am Freitag dazugekommen, meine achtzehn Geschichten im Text durchzugehen und zu schauen, ob ich mich damit begnüge oder versuche zu einem langen Roman umzuarbeiten.

Da habe ich dann auch die Fehler gefunden und gedacht, ich muß  noch einige Geschichten korrigieren, denn die habe ich jetzt ja im Blog und dann kam der Uli mit seinem fingierten oder auch echten Facebookaccount, wo er sich über einen aufregt, der sich über einen Absagebrief beklagt, meinte, das hätte mit meinen fehlerhaften Texten zu tun, die ihm nicht gefallen würden und ich dachte zuerst, das kann mir doch egal sein, dann, ich muß meine Fehler korrigieren und als ich dem neuen Pressesprecher vom “Picus-Verlag” meine “Sisis-Vermächtnis-Besprechung” schickte, meinte der ganz freundlich, ob ich vielleicht noch einmal die Flüchtlingkeitsfehler durchschauen könne?

Uje und ja das stimmt und wenn man allein drei Dinge gleichzeitg im Kopf hat, passieren eben Fehler, die ich nicht so schlimm finde, die anderen aber schon und, der Blog ist ja meine Visitenkarte stimmt, andererseit auch ein Archiv und mein literarisches Gedächtnis.

Langer Schreibe kurzer Sinn, die letzten drei Fortsetzungsgeschichten sind korrigiert, auch die Besprechung, über die “Angekommen-Geschichte” muß ich noch drüber gehen und meine Fortsetzungsgeschichten sind jetzt auch im Manuskript korrigert.

Die Skavenka Jagoda ist in New York angekommen und will über Lily Schmidts Blog ihre Dissertation schreiben. Im Blog bleibgt sie in Wien und forscht über Eja Augustins dreitausend Blogartikel und das Ganze hat jetzt vierundfünfzig Seiten und 21 685 Worte.

Die Reihenfolge stimmt, glaube ich, in etwa. Die Szene am Albertinaplatz habe ich noch ergänzt und weil ich in Harland keinen Drucker habe, muß ich bis Dienstag warten, bis ich mir das Ganze ausdrucken kann und wahrscheinlich wird es wieder so in etwa bleiben.

Ein paar kleine Ergänzungen und Einfügungen werden wohl noch kommen. Vielleicht auch noch ein paar Szenen, aber sonst bleibt es wahrscheinlich eine eher kurze Geschichte, die ich nach Schreibimpulsen geschrieben habe und das habe ich  als sehr spannend empfunden.

Und genau, fehlerfreier und verständlicher will ich natürlich werden. Das nehme ich mir wiedereinmal vor, aber keiner kann  aus seiner Haut heraus und ich bin nun mal eine Schnelle, zumindestens beim Schreiben, beim Gehen und beim Wandern bin ich eher langsam und ich finde es  eigentlich sehr schön, daß ich in zwei Monaten in achtzehn Geschichten zu Scheibimpulsen wieder eine ganze Geschichte geschrieben habe, die ich nun natürlich korrigieren muß und auch schauen werde, daß sie im Blog einigermaßen fehlerfrei sein wird, weil das ist ja auch ein Experiment, daß man das Buch schon vorher im Blog finden und den Schreibprozeß daher ganz von Anfang an mitverfolgen kann.

Sonst wird es im Blog aber so bleiben. Ich meine die nicht chronologische Reihenfolge und auch das, was ich im Text korrigiere, weil es nicht zur Handlung passt, denn da sind es ja achtzehn Geschichten, die die Vorstufe zu der Erzählung, die es dann in Buchform geben wird, bildeten.

Ein wenig weniger hektischer wird es jetzt auch wahrscheinlich werden, denn es ist ja Sommerfrische, die Veranstaltungen sind bis auf die Sommerreihen aus, aber wenn dann in einem Monat das Buchpreislesen anfängt, besteht wahrscheinlich wieder ein bißchen Druck, aber das macht mir ja Spaß und war in den letzten Jahren, glaube ich, auch nicht so fehlerhaft und wenn ich mir den Text durchlese und einen Fehler finde, bessere ich ihn auch aus, das verspreche ich.

Sonst werde ich, glaube ich, so bleiben,  wie ich bin, viel schreiben, viele lesen, mich sehr bemühen und wahrscheinlich auch weiter darüber jammern, daß es mir nicht gelingen will, in den Ligteraturbetrieb hineinzukommen, vielleicht, weil ich zu flüchtig und zu wenig abgehoben bin oder  auch zu realistisch und offen schreibe?

Vom Work on Progress

Er würde kein solches haben, meinte vor ein paar Tagen bei einer neuerlichen Diskussion mein Kritiker Uli, obwohl er, glaube ich, gerade an einer Geschichte schreibt und er hat  “Einen Scheiss muß ich!”, als Motto auf seinen Blog stehen, regt sich  aber über die anderen auf, die nicht auf ihn hören und “uneinsichtig” sind.

Damit versteht er es prächtig mich zu provozieren und im Kreis zu laufen, obwohl es mir ja egal sein sollte, ich stehe ja eigentlich zu meinen Rechtschreibfehlern, obwohl ich dann bei meinen “Werken” korrigiere und korrigiere, während ich  im Blog, wo die Flüchtlingkeitsfehler passieren, wenn ich in einer Stunde drei Artikel schreiben will und mit der Maus meines neuen Computers auch ständig hängen bleibe und mir in letzter Zeit, wenn ich schnell hinuntertippe auch ständig “Legasthenisches” passiert, das eher aufgegeben habe.

Aber natürlich korrigiere ich, wenn ich einen Fehler merke und da war ich Ende Juni ja mit meinen “Marathon-Fortsetzungsgeschichten” sehr beschäftigt, habe da bis zu fünf an einem Tag geschrieben, das Ganze, als ich  damit fertig war,  auch nochmal durchkorrigert. Aber natürlich sind da noch Fehler drinnen und die Reihenfolge und die Handlung wird  auch noch nicht ganz stimmen.

Es war aber ein sehr interessantes Projekt, das ich da im Mai und im Juni, dank Annika Bühnemanns Hilfe, als ich da Material für meinen neuen Text suchte, gelungen ist.

Denn da habe ich zwar auch den Rohtext für mein neues Projekt: eine deprressive Frau sitzt Abend für Abend in einer Pizzeria und trinkt ein Glas Wein, in cirka zwei Monaten geschrieben, bin aber erst Ende Juni darauf gekommen, daß das so ist.

Denn da habe ich mir ja Annika Bühnemanns Schreibimpulse, die sie, glaube ich, für ihr “Zehn Geschichten-Projekt” gegeben hat, genommen und zu den Sätzen einfach losgeschrieben, von der Mathalilde, der Nataalie, dem Moritz Lchtenstern, der Tochter Lily, eine Slavenka Jagoda ist auch irgendwie dazugekommen.

Geplant war wieder einen langen Roman über die vernachläßigte Zwillingsschwester, die vertauschte Braut, aber auch über Lilies Blogroman, Moritz Angst vor der Demenz, der morgens aufwacht und kitschige Gedichte geträumt hat, obwohl er doch ein anspruchsvoller Verleger war, dem budhistischen Hausmeister, den kurdischen Kellner Giovanni in der Pizzeria, etcetera, zu schreiben.

Herausgekommen sind achtzehn Fortsetzungsgeschichten mit derzeit 20 410 Worten oder sechsundfünfzig Seiten, also nicht einmal ein halber Nanowrimo, der sich thematisch in verschiedenen Perspektiven und in verschiedenen Zeiten mit Moritz Verwechslung beschäftigt und vieles andere ist  nur angedeutet, wie Moritz Angst vor der Demenz oder Lilies Blogroman oder kommt überhaupt kaum vor. So wird Mehmet-Giovanni nur namentlich erwähnt und der Hausmeister hat einen kurzen Auftritt in der Abschlußszene.

So weit war ich ja schon einmal.

“Das Haus” hätte eine große Studie über hundert Jahre Steinhof werden sollen und ist sehr kurz geworden, bei “Paul und Paula” beziehungsweise “Claire-Klara–Clarisse” meiner Kroatiengeschichte ist das ebenfalls so geworden.

Da habe ich große Pläne dann wird es kurz und knapp und ich denke während des Korrigieren, das und das muß noch hinein soll ich das jetzt neu und umschreiben und lasse es dann meistens mit  ein paar knappen Veränderungen so.

Das scheint auch diesmal so zu sein, wo mir der Alfred meine achtzehn Geschichten jetzt als Text kopiert hat, die von der Slavenka Jagoda muß ich noch adaptieren, beziehungsweise sie nach New York schicken und habe in den letzten Tagen damit begonnen, das im Text zu korrigieren.

Das heißt, ich habe  die achtzehn Geschichten in eine chronologische Reihenfolge gebracht, wo ich auch noch nicht ganz sicher bin, ob die stimmt und denke mir beim Durchgehen derzeit immer, das und das muß  noch hinein und wieder ist der Gedanke da, wenn ich mit dem ersten Durchgang fertig bin, das Ganze noch einmal zu schreiben und einen zwei- bis dreihundert Seiten Roman daraus zu machen.

Meistens entscheide ich mich dann bei der knappen Version zu bleiben. Mal sehen, wie das diesmal wird und die Idee über die Lili und die Slavenka und deren Blogromanprojekt, das sie  gemeinsam schreiben könnten, im “Nanowrimo” eine eigene Geschichte zu schreiben, ist auch schon da.

Ich bin gespannt und  noch mittendrin im Work on Progress oder habe damit  überhaupt erst in meinen Sommerfrischenwochenenden damit angefangen, aus den Fortsetzungsgeschichten einen Roman zu machen.

Interessant ist dazu auch, daß vor langer langer Zeit, als es noch den “Arbeitskreis schreibernder Frauen” gegeben hat und ich die “Schicksalssonate” oder wie der Text geheißen hat, ich weiß es gar nicht so genau, eine Geschichte von einer Frau die sich ein Kind aber keinen Mann dazu wünscht und von ihrem Vater die Geschichte von “Trixi und Traci”, ein autobiografisches Element, als Kind erzählt bekommen hat, geschrieben  und die dann dort vorgelesen habe, auch geraten bekommen habe, das nochmals zu schreiben.

Damals habe ich so gar nichts damit anfangen können, jetzt juckt es schon in mir, endlich einmal ein langer Roman mit vier unterschiedlichen Handlungsstränge, wo außer der Verwechslungs- und Vernachläßigungsgeschichte, auch der Moritz seine Stimme hat, die Lili mit ihren Roman auf Reisen geht und der Mehmet und der der Hausmeister intensiver vorkommen.

Das würde ich dann wieder  traditioneller angehen. Das einfach eine Geschichte zu einem Thema schreiben, was ich ja auch in der Schreibgruppe praktiziere, war aber sehr spannend, weil mir damit, das habe ich, glaube ich, schon geschrieben, das “Show and not tell” besser und spannender gelungen ist, als es sonst der Fall wäre.

Jetzt habe ich ja wieder zwei Sommerwochenendmonate Zeit dazu und dann bleiben  wieder zwei Monate bis zum “Nanowrimo” und da muß ich  nicht mitmachen, wenn ich inzwischen mit dem Roman zu beschäftigt bin oder ich schreibe da die Liliy-Slavenka-Geschichte und verbinde nachher beides miteinander, das würde dann aber vieleicht auch nur ein halber Nanowrimo werden oder ich schummle und paste hinein.

Ich finde das ganze äußerst spannend und meine Fortsetzungsgeschichten gefallen mir auch, obwohl die Kritikerin in mir natürlich wieder sagt, sie sind zu konventionell, nicht schon wieder alte Frauen und das mit dem vernachläßigten Kind und der vertauschten Hochzeit ist vielleicht zu chicklitmäßig kitischig.

Man sieht, ich bin  selbst mein besterKritiker und in den sechsundfünfzig Rohseiten, die ich jetzt habe, sind sicher noch zu viele Wiederholungen, aber ich bin beim ersten Druchgang im Text erst auf Seite dreiundzwanzig und der “Unerwarteten Aufforderung”, was, glaube ich, die zweite Szene war, die ich im Mai geschrieben habe.

Für alle, die jetzt neugierig sind, die achtzehn Geschichten kann man im Blog nachlesen. Sie sind, wie schon geschrieben noch ziemlich fehlerhaft und sollten auch noch im Blog korrigiert werden. Ich bin aber nicht ganz sicher, ob ich dazukommen und mir die Zeit dazunehmen werde.

Spätestens  im Buch wird man da  die korrigierte Form, wenn es so bleiben sollte und nicht vielleicht doch ein anderer  Text wird, nachlesen können.

Für konstruktives Feedback und Rückmeldungen bin ich dankabar und werde über mein Work on Progress natürlich weiter berichten.

Das Challenge-Fortsetzungsgeschichtenprojekt

Die zwei Monate Schreib- und Recherchevorbereitung mit der ich unter anderen den Mai und den Juni verbracht habe, sind vorbei und nun liegen achtzehn Fortsetzungstexte, die ich größtenteils nach Annika Bühnemanns Schreibimpulsen, beziehungsweise  bei zwei Schreibgruppen geschrieben habe, vor mir.

Zur Erinnerung, irgendwann im März, April oder vielleicht auch schon früher, als ich noch am “Bibliotheksgespenst” korrigierte, bin ich daraufgekommen, daß ich als nächstes eine Geschichte über eine Frau, die jeden Abend in einer Pizzeria ein Glas Wein trinkt,  schreiben möchte, denn ich komme, wenn ich am Abend von der “Alten Schmiede” oder auch der “Gesellschaft für Literatur” nach Hause gehe an einer Pizzeria vorbei und da habe ich oft eine ältere Dame sitzen sehen.

Nun ja, nun gut und nicht die erste Geschichte einer depressiven Frau aus meiner Feder, da habe ich  schon einges bei meinen inzwischen schon über vierzig selbstgemachten Büchern, das dann so gut wie unbeachtet geblieben ist und ich dachte dann auch “Uje, nicht schon wieder über eine depressive Frau und nicht schon wieder mit einer Idee anfangen, dann  ein paar Wochen korrigieren, in ein paar weiteren Wochen damit ertig sein und es gibt das fünfundvierzigste oder sechsundvierzigste Buch, keiner schaut es an und nur mein Kritiker Uli schreibt vielleicht “Nö, das interessiert mich nicht!”

Um das zu vermeiden kam dann die Idee zuerst mit dem Recherchieren anzufangen, also in Wien herumgehen und Idee und Einfälle sammeln und vielleicht vorher Skizzen und Studien schreiben, bevor ich mit der Romanarbeit beginne.

Dazu kam dann ganz zufällig Annika Bühnemanns zehn Geschichten Projekt, die im Monat Juni zehn Gescichten veröffentlichen wollte, dazu aufrief und  auch die entsprechenden Schreibimpulse gab, die ich für mich sehr brauchbar fand.

Im April bin ich, glaube ich, mit dem Korrigieren der Dorothea Wewerka fertig geworden, da hatte ich dann schon die Idee mit den Zwillingsschwestern, dem verheimlichten Kind, dem Moritz Lichtenstern in Berlin, der Lily in New York, etcetera und in der Mai Schreibgruppe habe ich dann die erste Szene nach Annika Bühnemanns Impuls über einem Süchtigen zu schreiben, der seiner Sucht nicht nachgehen kann, begonnen.

Dann habe ich bevor wir an den Bodensee gefahren sind, noch schnell zwei oder drei weitere Szenen geschrieben, bin dann zurückgekommen, der Alfred ist mit dem Karli nach Berlin geflogen, ich bin mit der Ruth in den öffentlichen Raum gegangen, habe das “Blogbusterleseprobenbuch” gelesen, mein Literaturgeflüster gefeiert, bin in die Seestadt und in den böhnmischen Prater gegangen und habe dann ziemlich zu ende meiner Strohwitwenzeit mit zwei Tage Zeit für einen Fortsetzungsgeschichtenmarathon genommen.

Habe zu den Schreibimpulsen entlang meinem Handlungsfaden, die Personenbögen hatte ich schon ausgefüllt, Szene für Szene geschrieben, habe vorgehabtr das bis Ende Juni zu machen, bin aber schon nach dem Szenenmarathon draufgekommen, daß ich eigentlich mit meinem Roman oder es ist wahrscheinlich wieder nur eine längere oder vielleicht auch kurze Erzählung, wie das “Haus”, das “Schutzengelchen” oder “Paul und Paula” im Großen und Ganzen fertig bin, noch ehe ich mit dem richtigen Schreiben begonnen habe.

Achtzehn Geschichten habe ich jetzt im Blog, die, glaube ich, wenn ich sie chronologisch ordne und vielleicht noch das eine und das andere ergänze, die Slavenka Jagoda muß ich noch nach New York statt nach Wien schicken,  den ganzen Handlungsbogen abgeben.

Den Ordnungsversuch habe ich jetzt gemacht, das Ganze dann kopieren, einzeln durchgehen und ergänzen in den Sommerfrischenwochenenden im Juni und August,  schauen, wie lang das Ganze wird, was noch geht, etcetera, aber die Geschichte hat sich, glaube ich in den zwei Schreib- und Recherchemonaten eigentlich von selbst geschrieben.

Ich verlinke jetzt die einzelnen Artikeln, so, wie ich glaube, daß sie in der Reihenfolge passen, wie ich sie mir dann kopieren und mit dem Ergänzen und Korrigieren beginnen will.

Ob es so ganz stimmt, weiß ich nicht, werde aber weiter berichten und meine Leser konnten mich diesmal direkt beim Schreiben beobachten, das Entstehen der Erzählung hautnah erleben und spannend wird es dann auch noch sein, wie weit sich die einzelnen Geschichten, dann vom Buchtext, den es ja wahrscheinlich wieder geben wird, unterscheiden.

Ich werde auch bei den Kapitelüberschriften bleiben und das Ganze wird “Besser später als nie” heißen, was auch die Kapitelüberschrift der letzten Geschichte ist. Ja und richtig, ein Nachwort, wo das Ganze dann auch im Buch erklärt werden wird, soll es natürlich auch noch geben.

  1. Arbeitstitel: Sucht
  2. Wiedergutmachung
  3. Das Geheimnis
  4. Eine Frau auf Reisen
  5. Angekommen
  6. Das Gespräch
  7. Der Brief
  8. Eine unerwartete Aufforderung
  9. Ein verpatzter Valentinstag
  10. Die Verwechslung
  11. Erkenntnis am Hochzeitstag
  12. Mathildes Entscheidung
  13. Schwesternliebe
  14. Schneeflockentreiben
  15. Vergangenheitsbewältigung
  16. Der Traum
  17. Arbeitstitel: Denkmäler
  18. Besser spät als nie

Sommerstruktur

Der Mai und der Juni waren ein wenig anstrengend, das heißt vollgestopft mit literarischen Programm. So sind wir ja Anfang Mai mit der Ruth zu ihrem siebzigsten Geburtstag um den Bodensee gefahren. Dann fuhr der Alfred mit dem Karli in die USA, ich bin dageblieben, habe bei Annika Bühlemann zehn Geschichtenchallenge mitgemacht, beziehungsweise für mein neues Schreibprojekt Stoff gesammelt und Geschichten zu ihren Schreibimpulsen verfaßt.

Dazwischen mit der Ruth den öffentlichen Raum, Wien auf eigene Faust erforscht und es später, als der der Alfred schon wieder da war der Ute und dem Andreas aus Leipzig Wien gezeigt.

Daneben meine Praxis gemacht, meine Bücher gelesen, literarische Veranstaltungen besucht und nach und nach ist die Saison zu Ende gegangen und ein Sommer mit lauter verlängerten Sommerfrischenwochenenden steht mir jetzt bevor.

Das heißt, ganz so einfach war es nicht, es war schon ein bißchen hektisch. Denn kaum hatten sich die Hs. aufs Rad gesetzt, um Richtung Budapest zu radeln, begann in Wien die jüdische Sommerakademie und in Klagenfurt der Bachmannpreis, im MQ die O-Töne und danach sind wir am Donnerstag spätabends nach Harland hinausgefahren und ein Sommer voller Sommerfrischenwochenende beginnt.

Das heißt Freitag bis Montag Harland und das ist ja auch ganz schön verplant, Radfahren, am Freitag nach Wilhelmsburg oder auf die Schubertburg, am Samstag zum Würstlessen auf den Markt in St. Pölten, am Sonntag Rudolfshöhe und vorher will der Alfred meistens grillen und am Montag vielleicht dem Vilshofersee und dem Bücherschrank bei der Seedose einen Besuch abstatten.

Dazwischen Sommerbücher lesen, da steht ja einiges auf meiner Leseliste, bevor die Herbstneuerscheinungen kommen und die dBp LL am fünfzehnten August bekannt gegeben wird.

Und schreiben natürlich auch, das ist ja der Sinn der Sache, aus den achtzehn Kurzgeschichten, die sich im Mai und im Juni auf meinen Blog angesammelt haben, einen Fortsetzungsroman oder zumindestens eine längere Erzählung machen.

Da nehme ich mir entweder den ganzen Sommer dazu Zeit oder wenn es länger wird, überhaupt bis November, bevor dann der “Nanowrimo” beginnt, bei dem ich wieder gerne mitschreiben will.

Voriges Jahr habe ich auch schon meine Sommerfrischenwochenenden gemacht, vorher, war ich Montag und Dienstag in Wien in meiner Praxis und den Rest der Zeit amLand, habe geschrieben und gelesen, mein kleines Stadtschreiberbüchlein angefüllt, einen Lesemarathon gemacht, St. Sankt Pölten erforscht und beschrieben, etcetera.

Da war ich ja immer sehr bemüht etwas Besonderes aus den Sommern zu machen und einen literarischen Touch hineinzubringen, über den ich dann seit 2008 blogge, habe mich zur Stadtschreiberin erklärt, meine Romane und Erzählungen geschrieben und dazwischen meine psychotherapeutische >Praxis betrieben und bin am Montag Abend meistens mit dem Alfred auf den Rathausplatz gegangen.

Jetzt habe ich jeweils drei Wien Tage und da auch schon ein striktes Programm, habe ich mir ja vorgenommen, im Juli am Dienstag ind Cafe Prückl zu Christa Nebenführs Sommerlesereihe zu gehen, am Mittwochauf den Rathausplatz und am Donnerstag mit dem Alfred zu den O-Tönen. Der fotografiert dann auch, ich blogge und bekomme so nebenbei vielleicht mit, was dann im Herbst auf der öst. LL stehen wird, die ich ja beide wieder lesen möchte, die deutsche und die österreicherische und so geht wahrscheinlich wieder ein Sommer mit Minimalanspruch dahin.

Meine achtzehn Kurzgeschichten hat mir der Alfred schon übertragen. Jetzt geht es ans Durchlesen, Erweitern, Korrigieren und versuchen eine Sommergeschichte oder mein neues Buch daraus zu machen.

Ich bin ja literarisch immer sehr bemüht und aktiv, auch wenn es trotz Blog niemanden auffällt und nur so nebenbei geschieht und aus dem Sommer bevor es wieder mit dem normalen Veranstaltungsprogramm im Herbst weitergeht, bin ich auch versucht, das Beste zu machen und mich in Harland in St. Pölten auch erholen und in Wien den Sommer mit seinem Programm genießen und dazwischen schreiben, lesen und versuchen durch den Blog im Literaturbetrieb aufzufallen oder meine Stelle darin zu zu markieren, was mir ja immer am allerwenigsten gelingt.

Neun Jahre Literaturgeflüster

Es ist so weit, das “Literaturgeflüster” gibt es neun Jahre und ist mit seinen über dreitausend Artikel damit sicher zu einem Urgestein der literarischen Bloggerlandschaft geworden und seit dem ich mit dem Bloggen begonnen habe hat sich sicher viel verändert.

Damals hat es glaube ich noch nicht sehr viele Blogs gegeben, nur ein paar die mich, während sie über den Bachmannpreis 2008 diskutierten auf die Idee brachte es ebenfalls zu probieren, damals konnte man glaube ich sich auch kreativ ausbreiten und für sich herausfinden wie man es machen will.

Heute habe ich gelesen, gibt es über tausendzweihundert deutsche Litblogger und die berühmtesten schreiben schon Bücher darüber und geben Seminare, die die sogenannten Anfänger dann bevorzugt besuchen und die Diskussion, ob man überhaupt bloggen darf, was ein guter und ein schlechter Blog ist, hat mich auch von Anfang an verfolgt.

Für mich ist, meine Leser wissen es wahrscheinlich, das “Literaturgeflüster” eine gute Möglichkeit auf mich und mein literarisches Leben hinzuweisen und mich solcherart zu präsentieren und ich führe eigentlich drei Blogs in einem, den, wo ich über die Veranstaltungen, die ich vornehmlich im Wiener Rum von Tag zu Tag besuche, berichte, den, wo ich die Bücher die ich lese bespreche und den über mein Schreiben.

Dann gibts immer noch ein bißchen, was Gesellschaftspolitisches, meine Reiseberichte oder überhaupt eine Art Tagebuch über mein literarisches Leben.

Ich finde es gut, daß es das gibt und, daß man das kann, schreibe viel, regelmäßig und lang, für meine Leser vielleicht ein bißchen ungenau, schleichen sich, wenn man das Blogen nach Beruf, Familie, dem Lesen und dem Schreiben in einer Stunde erledigen will, weil man  auch schlafen muß, sich immer wieder Flüchtigkeitsfehler ein und dann will ich  eigentlich auch plaudern und flüstern und keine wissenschaftlichen Abhandlungen machen.

Mir schwebt ein leichtes lockeres Plaudern über die Literatur, so hat es Ilse Kilic einmal genannt, eine Art Seitenblicke der Literatur vor, mein Kritiker Uli nennt das manchmal plappern.

Aber alles, was ich schreibe, stimmt oder ist meine persönlicher Eindruck und meine subjektive Meinung und weil ich vielleicht nicht alles zitieren kann und will, schreibe ich dann öfter, glaube ich, was meinen Kritiker auch störte, für mich aber eine Arbeitserleichterung ist.

So ist das “Literaturgeflüster” in den neun Jahren seines Bestehens zu einem bedeutenden Archiv geworden und wenn man schnell wissen will, was  vor knapp neun Jahren literarischen los gwesen ist und welche Veranstaltungen es im September darauf in der “Alten Schmiede” im Literaturhaus oder in der “Gesellschaft für Literatur” gegegeben hat, wer beim “Volksstimmefest” gelesen hat und wie es beim zweiten “Ohrenschmaus” und auf der ersten “Buch-Wien” gewesen ist, wird bei mir schnell einmal fündig und vieles findet man da wahrscheinlich auch wirklich nur bei mir.

Und da bekomme ich auch regelmäßig feedback und in der “Alten Schmiede” oder im Literaturhaus auch meistens zu hören, daß man den Blog selbstverständlich kennen würde.

Gelesen wird er, glaube ich, nicht so viel und vielleicht auch nicht so regelmäßig und da ist wahrscheinlich die Meinung schuld, daß das, was im Netz zu finden ist, nichts Wert ist, eine Meinung, die ich nicht teile und die meiner Meinung nach auch oft nicht stimmt und dann wahrscheinlich auch, weil ich versuche einen großen Bogen zu spannen, gerne über den Tellerrand schaue und mich eigentlich für sehr viel interessiere.

Also genauso über experimentelle Literatur, die “MUSA-Veranstaltungen”, den “Bachmannpreis” den “Buchpreis” als auch über den “Blogbusterpreis” oder Annika Bühnemanns Schreibchallenges berichtet und das passt vielleicht nicht alles zusammen und hat nicht die gleichen Interessenten.

Ich intteressiere mich für das “Selfpublishing” genauso wie für Österreichs schöcnste Bücher, berichte über Frankfurt und Leipzig, aber auch über die Kleinst- und Kleinmessen, weil ich eigentlich alles interessant finde und so lese ich auch mal einen Comic von Ilse Kilic, man ein Chicklit so gar ein SM habe ich schon gelesen und seit zwei Jahren lese ich mich auch durch die Buchpreisliste und betätige mich als sogenannt inoffizielle Buchpreisbloggerin, vorher habe ich nur so darüber gerichtet und bin diesen Leseprobenbüchlein nachgerast.

Habe schon Arno Schmidt gelesen und so manchen Krimi und bin auch eine regelmäßige Besucherin der offenen Bücherschränke und schreibe dann über meine Funde.

So gesehen, seit es die Schränke und die Rezensionsexemplare gibt, die sich bevorzugt nach meinen Bp-Anfragen eingestellt haben, lese ich auch sehr viel.Ich lese eigentlich jedes Buch zu Ende,  schreibe auch über jedes und auch da bevorzuge ich das leichte Plaudern.

Ich vergebe keine Sterne, Hauben oder Mützen und schreibe eigentlich auch nie,Inhalt, ja ich  das ist ein Flop sondern erzähle den Inhalt, ja ich bin eine bekenndende Spoilerin und sehe darin eigentlich nichts Schlechtes, sondern eine Erinnerungshilfe. Deshalb schreibe ich über die gelesen Bücher auch, gebe, wenn ich kann, ein Portrait des Autors und wenn möglich noch eine Verbindung zu mir und meinem Schreiben. Ich lese auch sehr viele Blogs, kommentiere dann auch gern, bin seit dem Vorjahr auch, was ich sehr schön und spannend finde, auch in der “Blogger-Debutpreis-Jury” und benütze meinen Blog, was ich nach und nach entwickelt hat, auch für die Darstellung meines Schreibens.

Da werkle ich zugegeben ein wenig oder sehr isoliert vor mich hin, weil sich wahrscheinlich niemand für meine inzwischen über vierzig selbstgemachten Bücher interessiert.

Mein Kritiker Uli hat sich auch darüber belustig, aber was ist so schlecht daran, seine Bücher selbst herauszugeben, wenn es mit der Verlagswelt nicht klappt und das tut es bei mir irgendwie nicht, obwohl ich mich trotzdem für keine Hobbyautorin halte und  seit ich blogge auch nicht mehr versuche einen Verlag zu finden.

Als ich zu bloggen angefangen habe, habe ich gerade an der “Radiosonate” gearbeitet, damit hatte ich dann 2009 sogar eine Radiosendung, das “Haus” ist  gefolgt und bei beiden Büchern hat es dann schon eine Vorschau gegeben, die ich auch beigehalten habe.

Ist ein Buch beim Fertigwerden, gibt es eine Vorschau und ist es dann da, nehme ich es in die Hand und lasse mich damit fotografieren.

Seit einigen Jahre versuche mit drei Fragen und einen Gewinnspiel auch eine sogenante Leserbindung herzustellen, das, ich weiß auch nicht warum, funktioniert bei mir nicht sehr, obwohl ich, regelmäßige Leser habe, die mir immer wieder Mal ein “Gefällt mir” schicken. Die kommetieren aber offenbar nicht so gern und wollen keine Bücher gewinnen oder rezensieren.

Nun gut, ich mache das, glaube ich trotzdem weiter, weil ich es für eine gute Darstellungsform halte und habe auch vor beim nächsten Buch, das ist dann das “Vor dem Frühstück kennt dich keiner” eine Leserunde vorzuschlagen und da wär es gut, wenn sich fünf Leute fänden, die mit mir über das buch diskutieren wollen.

Bei den “Berührungen” habe ich ein “Mimikry-Spiel” gemacht und das hat einmal geklappt und ich habe auch ein paar andere Aktionen, die sich durch das Bloggen entwickelt haben.

So ist   das “Literaturgeflüster-Texte-Buch” mit ausgewählten literarischeren Texten herausgekommen und die “Nika Weihnachtsfrau” wird man jährlich im Dezember auszugsweise finden können und das letzte, was ich schreibe besteht inzwischen überhaupt nur aus Blogartikeln, da habe ich ja im Mai angeregt von Annika Bühnemann zehn Geschichten Challenge damit angefangen zu meinem Handlungsgerüst einfach Geschichten zu schreiben, so sind vier oder fünf im Mai entstanden, dreizehn im Juni und jetzt hat sich herausgestellt, daß ich damit eigentlich fertig bin und das das Ganzue wahrscheinlich nur mehr zusammenstellen muß, daß man also “Besser spät denn nie” jetzt schon als Ganzes im Blog finden kann und natürlich wird es dann wahrscheinlich auch ein Buch geben.

Das sind so die Blogexperimente und die Blogerfahrungen, die ich in den letzten neun Jahren gemacht habe und ich wiederhole es auch gerne, mir hat das Bloggen großen Spaß gemacht.

Als ich damals vor neun Jahren mit meinen ersten paar Sätzchen fertig war, hatte ich schon einen Kommentar einer Niederösterreichin. Auch das hat sich intzwischen geändert, inzwischen kommentieren die Leute nicht mehr so gern sonder liken oder twittern.

Ich hatte im ersten Jahr aber eine Handvoll Kommentierer oder Leser, die Anni Bürkl, Cornelia Travnicek, Otto Lambauer, Andrea Stift, Sarah Wipauer, Consens, der liebe Rudi, etcetera.

Die sind irgenwie  verschwunden und die die Kritiker, Frau Heidegger, JuSophie und der Uli kamen und natürlich kann man meine Rechtschreibfehler bemängeln obwohl ich diese Debatte eigentlich müßig oder engstirnig finde. Ich schreibe lange Sätze und scheine manchmal etwas unverständlich zu sein.

Das ist etwas was mich ein wenig verwirrt, wiel ich ja eigentlich denke, ich schreibe ohnehin sehr einfach und erkäre alles hundert Mal, aber das Netz fördert wahrscheinlich das flüchtige Lesen und da macht man es mit langen Artikeln wahrscheinlich schwer. Aber die langen Artikeln haben sich bei mir so entwickelt und ich stehe auch dazu, daß man bei mir alles sehr genau und ausführlich finden kann.

So gesehen hat sich in den letzten neun Jahren viel verändert, denn damals habe ich für die GAV ja noch die “Mittleren” und den “Tag der Freiheit des Wortes” organiert, war in einer BUMUK Jury, jetzt gehe ich auch noch zu den GAV-Sitzungen, lese beim “Volksstimmefest” und bei der “Poet-Night” organisere aber nicht mehr und werde auch nicht sehr oft eingeladen.

Beim “Ohrenschmaus” bin ich noch immer, jetzt in der Blogger-Jury, lese inoffiziell die Buchpreisbücher und gebe eingentlich über alles Literarisches ungefragt meinen Senf und meine Meinung ab.

Im Dezember werde ich wieder die “NIka” in den Blog stellen, beim zehn Jahresfest wird es sicher wieder ein großes Gewinnspiel geben obwohl das mit den dreißig Fragen zu den dreißig Büchern ja auch ein Flop war.

Aber ich tue was ich kann und wenn es mir schon nicht gelungen ist in den Literaturbetrieb hineinzukommen, ich weiß noch immer nich so ganz wieso, so mache ich es eben in diesen Rahmen, gehe seit über vierzig Jahren mehrmals in der Woche zu literarischen Veranstaltungen, lese pro Jahr etwa hundertfünzig Bücher und schreibe selber drei bis fünf, die ich seit 2000 selber herausgebe und jetzt vermehrt im Blog darstelle und präsentiere.

Schade, daß ich damit nicht sehr auffalle. Ich tue es aber trotzdem weiter intensiv mit Herzblut und wer sich dafür interessiert, wird wahrscheinlich viel bei mir finden und wenn  mir wer mir seine Meinung über den Blog sagen will, wird mich das freuen.

Ich vergebe auch gern ein Buch nach Wahl dafür, wenn eine diesbezügliche Diskussion entstehen kann und werde sicher weiter machen.

So gesehen freue ich mich schon auf das zehnte Jahr, gehe jetzt in meine Sommerfrischenwochenenden, vorerst ist ja noch die Sommerakademie und der Bachmnnpreis. Auch das ist gleichgeblieben und dann nehme ich mir meine Fortsetzungsgeschichten her und versuche einen Roman oder wahrscheinlich eine Erzählung darüber zu machen und auch darüber werde ich berichten und meine Leser daran teilnehmen lassen.

Weiter mit dem Wien Sightseeing

tsMeine zweimonatige Recherchezeit zum neuen Projekt hat ja mit der Bodenseeradrundfahrt zum siebzigsten Geburtstag der Ruth angefangen.

Dann kamen drei Wochen Strohwitwenschaft, während der Alfred mit dem Karli in Amerika war, ich habe einbißchen gefeiert, meine Fortsetzungsgeschichten geschrieben, bin in Wien herumgefahren und habe mit der Ruth den öffentlichen Raum erforscht und als dann aus den inzwischen cirka achtzehn Fortsetzungsgeschichen schon fast der ganzeText geworden ist, kamen Alfreds Freunde aus Leipzig auf Besuch und schlossen mit einem echteren Wien-Sighetseeing meine zwei Recherchemonate, die ja eigentlich sehr schreibintensiv gewesen sind, ab, denn die wollten natürlich nicht in die Seestadt fahren und in den böhmischen Prater, sondern der Alfred hat sich für sie Urlaub genommen und hat mit ihnen Programm gemacht, während ich bis Donnerstag meine Praxis machte und auch das lethte Mal das Centrope Workshop besuchte.

So war ich DienstagAbend mit ihnen bei einem Heurigen in Grinzing, am Mittwoch gabs nach dem Centrope ein Orgelkonzert, am Donnerstag ist dann mein ganz normales Literaturprogramm erfolgt und am Wochenende habe ich mir eigentlich für Harland freigenommen.

So bin ich am Freitag mit der Ute und dem Andreas über den Prater in die WU-hinausmarschiert, weil der Alfred ihnen seine Arbeitsstätte zeigenwollen und dabei sind wir auf zwei Kunstwerke nämlich die “Totemköpfe” und die der brasilanischen Brüder gestoßen, die ich mit der Ruth ja erforscht habe. So habe ich der Ute meine Textmappe und den Folder gezeigt und auf Rolf Schwendter sind wir auch gleich zu sprechen gekommen.

Der hat ja am Donaukanal seine Gedenktafel und die Ute wollte von ihm etwas lesen, so habe ich ihr die Volksstimmeanthologien herausgesucht, in denen Texte von ihm drinnen sind und für den Freitagabend hatten wir uns ein besonderes Programm vorgenommen.

Haben wir ja am Donnerstag im Naturhistorischen Museum Ottwald John getroffen, der uns die Folder für die fünfundvierzigsten Nestroy-Spiele,  die im Schloßhof Rotmühle in Schwechat- Rannerssdorf, wo er in “Weder Loorbeerkranz noch Bettelstab” wo er mitspielte, überreichte und wir haben beschloßen mit den H.s hinzugehen, weil Johann Nestroy für Leute aus Leipzig sicher interessant ist und ich bin eigentlich auch ein Nestroy-Fan, mag seine Stücke, obwohl ich  inzwischen kaum mehr ins Theater gehe, aber bei den Schwechater Nestroyspielen war ich noch als Studenten, wie ich mich erinnern kann, einmal.

An das Stück, das es damals gab, erinnere ich mich nicht mehr, wohl aber daß ich mit einem Bus hingefahren bin und damit keine besondere Probleme hatte.

Jetzt war es etwas schwieriger, denn der Alfred suchte bei der Endstation des Einundsiebzigers einen Taxisstand, den er nicht fand, so sind wir mit einem Bus nach Schwechat gefahren und wollten für das letzte Stück ein Taxi nehmen, aber der Taxler hatte, weil er aus Baden kommt, keine Ahnung wo die Nestroy-Spiele stattfinden, obwohl dort die Figur des Johann Nestroy alsTheateremblem überall plakatiert war.

Wir sind aber hingekommen und haben Ottwald John, der unseren Gästen sehr viel von seinen Leipzig Erfahrungen erwählte, gleich in der ersten Reihe sitzen sehen.

Später hat er sich  einen schwarzen Anzug  angezogen, der er hat ja den Fabrikanten Steinrötl gespielt, dessen Tochter Agnes eigentlich in den Dichter Leicht verliebt ist. aber der ist verheiratet, so kommen die zwei nicht zusammen, obwohl seine rau ihn verläßt, die Agnes heiratet jemanden anderen und der Dichter fällt in der Gesellschaft die sich nicht sehr viel aus Dichtern macht durch.

Eigentlich so leicht, wie traurig und so wahr, denn ich schaffe es ja auch nicht in den Literaturbetrieb, obwohl ich ja bald meinen neunten Bloggeburtstag habe und so hat mich das Stück sehr beeindruckt und am Samstag ist mit einem Besuch bei dem Antiquaria,r den es in der Margaretenstraße gibt gleich weitergegangen.

Die Ute suchte etwas von Fontane.

“Habe ich nicht, denn den will niemand mehr lesen!”, sagte der ältere Herr, der mit erzählte, daß er das Antiquariat in seiner Pension führe und er erzählte der Ute auch von seinen Leipzigerfahrungen.

Aber die suchte noch immer etwas von Rolf Schwendter. Nach dem haben wir aber vergessen den Antiquar zu fragen, der ihn vielleicht auch nicht gekannt hätte, wir haben aber die Ruth beim Umar am Naschmarkt getroffen und sind mit ihr zuerst zur Kirche auf den Steinhof gefahren, weil der Alfred seinen Gästen ja alle Kirchen zeigen will und diese ist,  weil von Otto Wagner und im Jugendstil auch etwas besonderes und ich hatte sie als Kind immer vor den Augen wenn ich bei meiner Großmutter war uns aus dem Fenster ihrer im dritten Stock gelegenen Zimmer-Küche Wohnung in den sogenannten Jubiläumsbauten.

Das Stehgreiftheater Tschauner, das es immer noch gibt und die Steinhofkirchenkuppel sah ich da, sonst habe ich die Kirche einmal während einer meiner Supervisionen besucht. Da war sie aber verschlossen und als wir für das “Haus”, das ja davon handelt, fotografieren wollten, war sie zufälligerweise offen und jetzt kamm man am Samstag, um drei eine Führung machen.

Die haben wir gemacht und es war sehr interessant, dann haben wir uns noch die Gedenkstätte, die über den Spiegelgrund und die Eutanasie, die es damals dort gegeben hat, berichtet und ich ich damals auch besuchte, angeschaut und sind zur Ruth auf Kaffee und Kuchen gefahren und dann mit ihr zur Stephanskirche gegangen, denn heute gab es dort wieder ein Konzert, mämlich Vivaldis “Vier Jahreszeiten” mit den Solisten des “Wiener Kammerorchesters” und die Hundertmarks gehen gerne in Kirchenkonzerte. Ich wahrscheinlich weniger und bin auch noch nie so oft in Kirchen gewesen, wie in den letzten Tagen.

Aber das touristische Wien ist ja auch interessant und da mich der” Holzbaum-Verlag” auch so viel mit Wien-Lektüre versorgt, war es auch kein Wunder, daß ich der Ute vorher den “Shop der komischen Künstler” zeigte, wo die ganzen möglichen und unmöglichen Wien-Bücher aufliegen und da gibt es jetzt auch eine Ausstellung und etwas Neues, das ich mir noch bestellen muß, nämlich “Wien in Cartons”, nicht zu verwechseln mit den “Cartons über Wien”, wo man den Franz Josef  mit Hintern und ohne Unterhose sieht und ein entsprechendesn Sommerbuch “Sisis Vermächtnis” eine Neuerscheinung aus dem “Picus Verlag” ist in den letzten Tagen auch zu mir gekommen.

Aber wir waren am Samstag in den “Vier Jahreszeiten” und nachher wieder ganz besonder literarisch im Cafe Hawelks auf Wein und Buchteln, weil die Ute etwas “Schokoladiges” wollte und Buchteln sind ja die Spezialität des Cafe  Hawelka und mir gefällt, glaube ich, diese Mischung aus Insider und touristischen Wien, den Geheimtips und dem, was in den Sightsseingführern steht und meine zwei Recherchemonate sind inzwischen auch beendet.

Am Sonntag haben wir noch einen Sightseeingtag, dann fahren die Hs. mit dem Rad nach Budapest und ich habe noch eine Woche mit Veranstaltungen, der Sommerakademie und dem Bachmannpreis, bevor  mein Sommer mit den Sommerfrischenwochenende und dem neuen Work in Progress beginnt.