Schizophren erscheinende Widersprüche?

Da würde der Sozialpsychiater Heinz Katschnig wohl aufschreien und das stimmt so auch nicht. Denn die Widersprüche, die derzeit in der Corona-Politik passieren, haben nichts mit dem Krankheitsbild der Scizophrenie zu tun, obwohl man das denken könnte, wenn jetzt in der Zeit, wo es cirka vierzigausend positive Testungen am Tag gibt, weil das Omikron Virus durchrauscht, werden von Lockerungen gesprochen.

Ich bin, um nicht mitßverstanden zu werden, dafür und denke auch, daß man gar nichts anderes machen kann, als das Virus durchrauschen zu lassen.

Es läßt sich durch die strengsten Lockdownbestimmungen, wie man sieht, nicht verhindert und, daß die ersehnte Null Covid-Stratiegie nicht wirkt, hat man jetzt wahrscheinlich auch in Australien und China gemerkt, aber es kommt in Österreich ab nächster Woche als erstes europäisches Land die Impfpflicht für alle ab achtzehn Jahren und die medizinischen Befreiungszertikikate werden, wie zu befürchten ist, vielleicht nur schwer zu bekommen sein und ab dem fünzehnten November waren alle Ungeimpften im Lockdown, das heißt, sie dürfen, jubelten die Medien auf, ihr Haus oder Wohnung nur zum Arbeiten, spazieren gehen oder einkaufen verlassen. Zu ihrem Schutz hat damals Gesundheitsminister Mückstein verkündet. Denn es gibt die Pandemie der Ungeimpften! Daß es die nicht gibt, hat soätesten Omikron bewiesen, denn seit dieser Zeit oder noch ein bißchen länger gilt überall 2G also keine Friseurbesuche,, kein Restaurant kein Kino aber auch kein Einkauf in einem Schuhgeschäft für Ungeimpfte und vor dem Geschäft reihen sich die Polizisten auf, denen man seine Ausweise zeigen muß! Was man vor allem was den Friseurbesuch betrifft auch ein bißchen gegen die Menschenrechte interpretieren könnte, wenn alle ungepflegt herumlaufen müßen. Denn wenn man schon Maßnahmen braucht, mit einem PCR ist man sicher weniger ansteckender, als der nicht getestete Geimpfte. Das sieht man ja ia m jetztigen Bundeskanzler, der trotz dreifacher Impfung Omikron bekam, aber nicht schwer krank wurde.

“Das ist wegen der Impfung!”, sagte der dann. Aber vielleicht ist das Omikron-Virus wirklich nicht viel anstreckender, als eine Grippe und wenn vierzigtausend Menschen täglich positiv getestet werden und dann alle, um sie rum vierzehn Tage in Quarantäne gehen müßen, bricht die infrastruktur zusammen. Deshalb wurden schon vor einigen Wochen die Quarantäneregeln gelockert, was man als ein Hinzielen auf die sogenannte Herdenimmunität interpretieren könnte. Da schreien die Schüler aber auf, die in den letzten zwei Jahren wirklich sehr traumatisiert wurden, was man wahrscheinlich lange noch bemerken wird, denn die wollen natürlich keine Versuchskaninschen sein und einer Longcovid-Gefahr ausgesetzt werden, wobei ich mir denken daß sie vielleicht auch ein Longmassnahmensyndrom bekommen, denn wenn sie den ganzen Tag lang Maske tragen müßen hat das vielleicht Auswirkungen bezüglich Konzentration, etcetera, was man wahrscheinlich erst später merken wird.

Also Impflicht ab vierten Februar. Exekutiert wird das dann ab fünfzehnten März von der Polizei, wenn man beispielsweise ohne Maske bei einer Demo in ein Planquadrat gerät, weil Elga das vorher nicht schafft, jeden Ungeimpften den Strafbescheid zuzuschicken. 2G, Lockdown für Ungeimpften, Sperrstunde um zweiundzwanzig Uhr und strenge Kontrollen, wenn man in ein Buchgeschäft oder bei der “Aida” Kaffee trinken will. Lichtbildausweis und Impfnachweis zeigen, klingt ein wenig pervers, denke ich und das werden wohl auch andere denken und so stöhnten die Handelsvertreter “Die Geschäfte sind leer und der Lockdown muß beendet werden, denn wir sind sicher und wenn der Ungeimpfte im “Spar” Mlch und Butter kaufen kann, wieso darf er dann nicht Schuhe kaufen?”

Virologisch ist das nicht erklärbar, nur als Strafmaßnahme, damit sie sich endlich impfen lassen! Aber das müssen sie ab Februar sowieso und außerdem gab es ja im Oktober einen Stufenplan. Da hieß es, ab sechshundert belegte Intensivbetten Lockdown für Ungeimpfte und jetzt haben wir unter zweihundert. Also wieso 2G, etcetera? Das hörte man in der letzte Zeit von den Handelsvertretern und den Gastronomen öfter: Der Lockdown muß weg!

Das ist er jetzt oder wird es ab Montag sein. Da wird er dann nicht mehr verlängert werden. Das heißt, jetzt kann ich auf der Straße gehen und muß dem Polizisten nicht erklären, daß ich einkaufen oder auf die Bank gehe! Ich kann sogar zum Schuhgeschäft gehen, aber nicht hinein und “Das ist ja pervers!”, wurde da dann aufgeschrieen und so wurde wieder gelockert, was eigentlich ohnehin selbstverständlich wäre, Sperrstunde ab nächster Woche vierundzwanzig Uhr!

Aber wenn das Omikron so ansteckend ist, dann steckt es die maskenlosen in den Restaurants oder in den Schihütten an. Das hat man ja jetzt gesehen, wenn die meisten dann zwar in Quarantäne sind, aber nicht krank werden, ist das wahrscheinlich egal und eine Woche später darf man dann nur mit Maske zur Anna Jeller gehen, ist für mich egal, denn ich setze ja keine Maske auf. So ist mir die ganze Aufregung ohnehin egal und ab neunzehnten Februar darf man dann auch mit 3G in die Restaurant und ins Hotel und vielleicht sogar in die “Alte Schmiede”!

Das ist mir auch egal, ich warte auf die kontrolllosen Zeiten, aber die Hotels werden trotzdem aufschreien, denn dann sind die Ferien in den meisten Bundesländern schon vorbei. Aber Lockerungen müßen her, obwohl die Zahlen steigen, weil das auch in den meisten anderen Länder, wo das Virus vielleicht schon durchgerauscht ist, so passierten.

Finde ich gut, ich wiederhole es wieder, warte bis ich maskenlos wieder in “Alte Schmiede” und in die Geschäfte gehen kann, denke aber, das ist ja genau das, was vor zwei Jahren State of the art war:

“Das Virus ist sehr ansteckend, aber es trifft nur alte und kranke Menschen, die meisten anderen werden es vielleicht gar nicht merken, wenn man sich nicht täglich testen lassen müßte!”

,Jetzt sagt man “Omikron ist vielleicht nur eine schwerere Grippe und die Impfung hilft, nicht schwer krank zu werden!”

Aber sie hilft nicht oder nur sehr wenig bei Omikron und hält nicht lange an und vor allem verhindert sie keine Ansteckung, was für mich ein Beweis gegen die Impfpflicht wäre und dann denke ich noch, das Omikron-Virus ist viel viel ansteckender und das merkt man jetzt auch, als das ohnehin sehr ansteckende Delta-Virus, das habe ich lange nicht gemerkt und das war schon viel ansteckender als das Alpha-Virus . Da frage ich mich schon, wie ansteckend war dann das Ursprungsvirus, wo wir alle schockstarr in den ersten Lockdown getaumelt sind?

Vielleicht war das Ganze gar nicht so gefährlich und wir sind nur deshalb so verwirrt, weil wir die Krise herbeigetestet haben und wenn wir nicht damit aufhören, kommen wir nie aus der Situation heraus, denn Viren wird es immer geben und ich denke, es gab sie auch immer. Aber niemand ist auf die Idee gekommen, daß man sich täglich testen lassen muß.

Ich denke manchmal immer noch, ich bin in einen Film und sehr gespannt, wie es weitergeht und ob das durchgerauschte Omikron-Virus wirklich die Chance ist eine Trendwende einzuleiten, aber das werden und das ist vielleicht das Problem die Traumatisierten vielleicht nicht zulassen, sondern aufscheien, die Impfpflicht muß her, denn wir haben Angst und es wird vielleicht ein wenig schwierig loszulassen und neu anzufangen. Ich bin gespannt, wie es weitergeht und eigentlich nicht sehr optimistisch, daß das auf gute Art und Weise passieren wird.

Tahiti Utopia

Am Cover ist eine Südeeinsulanerin mit Hawaikranz in den Haaren vor einer etwas kitschigen Meer- Bergkulisse zu sehen und der 1976 geborene Michal Hvorecky ist, glaube ich, ein sehr origineller Autor, den ich während meiner Bratislava-Wien Schifffahrt im Jahre 2011, die die “Alte Schmiede” organisierte, kennenlernte.

“Tod auf der Donau”, hat das Buch geheißen, das da vorgestellt wurde und hat mich auf den Autor aufmerksam gemacht, ihn dann ein paar Mal, glaube ich, in Leipzig oder auch auf der “Buch Wien” gehört und im Centrope Workshop das ich ja bis der Lockdown kam mit Stephan Teichgräber machte, hat der ein weiteres Buch von ihm gesprochen, das irgendwie untergegangen oder noch nicht auf Deutsch erschienen ist.

Auf Deutsch, glaube ich, schon, denn seit damals ist mir der Name des Übersetzers Mirko Kraetsch bekannt. Dann kam “Troll” heraus.

“Klingt gut!”, habe ich gedacht, den Autor auch auf der “Buch Wien” gesehen, wo es im Literaturcafe vorgestellt wurde, hat mir aber nicht so gut gefallen und bei meinem letztjährigen Frankfurt Surfing gab es ein Video vom Goethe Institut aus Bratislava, glaube ich, wo Micha Hvoretzky sein “Tahiti Utopia” vorstellte. Da habe ich mir das Buch bestellt, mir aber keine großen Erwartungen gemacht, wahrscheinlich sogar “Seltsam!”, gedacht und wurde wieder einmal, wie so oft überrascht. Obwohl manchmal etwas schwer zu lesen, da Michal Hvorecky mit der Vermischung zwischen Fantasie und Realität sehr spielt.

Den ersten Weltkrieg gab es wirklich und auch den slowakischen General Milan Rastislav Stefanik, der offensichtlich oder tatsächlich ein slowakischer nationalheld ist, der war offenbar auch in Tahiti, isjt aber nicht dort, sondern 1919 in der Slowakei gestorben, der war Astronom, Politiker und Militärpilot und das Buch switscht zwischen 1911 und 2020 hin und her. Aber keine Angst, die Pandemie, kommt darin nicht vor nur Michal Hvorecky bedauert in einem Video, das ich gesehen habe, daß er wegen Corona keine Lesereise machen konnten, es wurde aber, glaube ich, auf der letzten “Buch-Wien” vorgestellt und wenn man das Buch aufschlägt, gerät man vielleicht in Versuchung, es gleich wegzulegen. Sieht man da doch zuerst einen halbnackten Mann unter eine Palme. Dann kann man den “Traditinellen hymnischen Nationalgesang” lesen und es beginnt auch gleich mit “Der Himmel ist eine Schale. Auch der Mann ist eine Schale”.

Nun ja, nun ja, habe ich gedacht und ursprüglich geglaubt Michal Hvorvecky ist ein origineller Dichter, der die Literatur auf den Kopf stellt. Ist er auch, man muß nur weiterlesen, denn eigentlich ist es ja sehr interessant, wie da die Wirklichkeit mit der Fiktion vermischt wird und man lernt auch viel dabei.

Also zuerst beginnt es 1923. Da sind die Slowaken in Tahiti, haben dort eine nationale Minderheit gebildet und streiten sich mit den Franzosen und den Einheimischen herum. Denn die Ungarn, die sie in der Slowakei unterdrückten, haben sie vertrieben. So vögeln sie sich dort herum, das heißt das tut hauptsächlich der General und dann sind wir schon im Jahr 2020 und da schreibt die Ururenkeltochter einen Roman über den Opa. Dann wieder zurück in die Neunzehnzwanzigerjahre.

Also wieder ein Buch, das die 1920 beleuchtet. Da gibt es in Paris die Friedensverhandlungen, wo Stefanik mitmischt und dann erfahren wir, wie die Slowaken von den Ungarn unterdrückt werden. Ihre Sprache wurde ihnen weggenommen, etcetera, so daß ihnen nichts anderes überblieb, als geführt von dem General, auszuwandern.

Das heißt, sie marschieren wochen- oder monatelang unter erbärmlichen Umständen herum, bevor sie in München gepflegt und behandelt werden, dann kommen sie nach Tahiti und vermischen sich. Die Urenkeltochter reist später nach Ungarn, um dort ihr Buch vorzustellen und erlebt den unagarischen Nationalismus, ist aber von der Landschaft begeistert, obwoh Tahiti ihr Heimatland bleibt.

“In Ungarn hat mir trotz des Erlebnisses auf der Konferenz außerordentlich gut gefallen. Doch als ich auf der Anhöhe beim Strand die vier Obelisken des Grabmals erblickte, begriff ich, wo ich Hause war.”

So sehen wir am Schluß eine nackte Frau, offenbar die Uroma an einem Baumstamm lehnen und die “Pflichtlektüre, 4. Klass Grundschule, slowakische Sprache und Literatur in französich Polynesien” kann man auch finden.