Die Erfindung des Ungehorsams

Bevor es an das Bloggerdebut geht, kommt noch ein Schweizer Buchpreisbuch. Nein, es kommt das Gewinnerbuch und eines das mir sehr sehr gut gefallen hat und das eigentlich auf meine 2021 Best book Liste kommen sollte und das mir viel besser als das österreichische Buchpreisbuch gefällt, obwohl es in beiden Büchern, um künstliche Intelligenz geht und die Art, wie sie die 1979 geborene Martina Clavadetscher darstellt, gefällt mir besser und es ist auch ein höchst aktuelles Buch, beschreibt sie doch die KI und das Punktesystem, das wahrscheinlich in China herrscht und wie es vielleicht mit Corona weitergeht, kann man sich auch fantasieren, denn da geht es um Hygiene, um Mundschutz, um Überwachungsapps und es geht um drei Frauen, um Ada, Iris und Ling, wie weit es sich dabei, um Menschen oder um Puppen geht, ist auch nicht so ganz klar, denn es geht hauptsächlich, um eine Sexpuppenfabrik, irgendwo in China.

Da arbeitet Ling, die ist eine Waise in einen Waisenhaus aufgewachsen oder von Großmutter Zea aufgezogen und sie soll die Puppen, die in der Fabrik erzeugt werden auf ihre Makellosigkeit überprüfen:

“Hallo, mein Name ist Ling. Hab keine Angst. Ich mache dich makellos”.

Eines Tages kommt eine vierte Frau in die Fabrik und soll den Puppen Leben oder Ungehorsam einhauchen und am Anfang sind wir in New York bei der Puppe Iris, der von Ling Leben eingehaucht wurde und die sich mit ihren Besitzer auf eine Dinnerparty vorbereitet und dabei die Geschichte von Ling erzählt.

Die ist vielleicht ein bißchen autistisch und auch einsam, schaut sich am Abend Filme an, zum Beispiel, den Filmklassikker “Paradise Express” von Zhan Chan, bekommt aber Besuch von Wachmann Jon, mit dem sie eine Beziehung beginnt.

Sie verschafft sich auch eine Puppe, eine ohne Kopf, der erst Leben und Sprache eingehaucht wird, Ada, die nach einer Mathematikerin, der Urmutter des Com puters, aus dem neunzehnten Jahrhundert, der Tochter von Lord Bryon genannt wird.

Diese Ada ist ist die dritte Protagonistin. Die Puppe wird auch so genannt und wird dann im Rollstuhl immer in die Fastfoodrestaurants gefahren, wo Jon und Ling essen.

Spannend spannend und das ist auchdie Sprache oder die Art wie der Roman geschrieben wurde. Das Ganze ist nämlich eine Art Versepos, das mich ein bißchen an Wildgans “Kirbisch” erinnert hat oder an das Buchpreisbuch von 2020, und jetzt bin ich noch gespannt, ob ich Zusammenhänge zu “Adas Raum” von Sharon Duoda Ottoo, einem Bloggerdebut finden werde und natürlich kann ich es allen meinen Lesern sehr empfhehlen.

Ein Baby zu Weihnachten

Weiter gehts mit dem gemütlichen Weihnachtslesen, jetzt bin ich schon bei Buch acht, alle zwölf werde ich nicht schaffen, wenn ich in diesem Jahr damit aufhören will und wieder gehts ins Arztmilieu oder in eine Kinderklinik. Da schimpft der resche Oberarzt, Dr. Frost genannt, zuerst mit Assistenzärztin Jodie, weil die ohne weißen Kittel auf der Station herumläuft, damit sich die Kinder nicht fürchten und auch in ihrer Freizeit zu ihren kleinen Patienten kommt, um sie in den Schlaf zu singen und verliebt sich natürlich in sie.

Er hat aber ein Problem und eine dunkle Vergangenheit, denn er kann wegen einem Hodenhochstand keine Kinder bekommen, glaubt er, deshalb hat Juristin Angela ihn verlassen und nun quälen sich die Beiden dahin, können sich bei der Weihnachtsfeier nicht beherrschen. Dann verläßt er sie, um seine Katze zu versorgen. Sie findet seine Nachricht nicht. Er kann sie, weil sie zu ihren Eltern fährt nicht erreichen. Dann muß er ans Krankenbett zu seiner Mutter, die resche Sekretärin richtet seine Nachricht nicht aus und dazwischen werden immer wieder kleine Mädchen oder Jungen liebevoll behandelt.

Sie versuchen sich auszusprechen. Er glaubt ihr keinen zeugungsunfähigen Mann zumuten zu können, weil sie ja so kinderliebend ist und sich solche wünscht. Dann ist es egal. Sie heiraten, fahren nach Venedig auf Hochezitsreise und dann erklärt die Gynäkologin Jodie, daß sie schwanger ist und der kleine Matthew kommt dann pünktlich zu Weihnachten auf die Welt.

Und damit es noch gemütlicher wird, kommt noch einmal der Adventkalender, der bei mir ja bis Ende des Jahres geht, weil ich vorher die fünfzigtausend Worte nicht hatte.

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Am 30. 12. gibts dann das letzte geöffnete Fenster.