Die deutsche Shortlist

Die vielen Urlaube, die ich in der letzten Zeit gemacht habe, scheinen mich komplett durcheinander gebracht zu haben. So habe ich die LL des deutschen Buchpreises diesmal erst verspäter am Campingplatz von Bern erfahren, dann zwar ziemlich gleich dank “Weltbild” mit dem Arno Geiger zu lesen angefangen, gebloggt habe ich aber erst fast eine Woche später darüber und die Bücher auch bei den Verlagen erst dann angefragt.

Vierzehn Bücher sind davon inzwischen zu mir gekommen, auf zwei warte ich noch, der Rest kommt vielleicht nicht und ich lese mich derzeit langsam, langsam, da es ja noch die übrigen Herbstneuerscheinungen gibt, von denen einige schon in meinen Badezimmer liegen und es auch den österreichischen Buchpreis gibt,  durch das sechste Buch, Franziska Hausers “Die Gewitterschwimmerin”, was mir sehr gut gefällt.

“Die Drachenwand”, “Archipel”, “Lebt wohl ihr Genossen und Geliebten”, Sültzrather” und Maxim Billers “Sechs Koffer”, habe ich schon gelesen und ich bin ja vorige Woche gleich nach dem die österreichische Longlist bekannt gegeben wurde, von der ich zum Glück schon fünf Bücher gelesen hatte und ich mir das Leseprobenheftchen besorgt hatte, mit dem Alfred und der Ruth, sowie Michael Kumpmüllers “Tage mit Ora” und der “Gewitterschwimmerin” auf eine Radtour um den Neusiedlersee aufgebrochen war und weil ja eine Woche verspätet, eigentlich bis heute früh der Meinung war, die Shortlst des dBps wird erst in einer Woche bekanntgegeben.

Dann habe ich die Schätzungen auf der Facebookseite gelesen und erfahren, daß die Jurysitzung schon war und es gibt sie ab zehn Uhr früh.

Und wer wird darauf stehen? Maxim Biller sicher, Nino Haratischwili höchstwahrscheinlich auch, dann  Angelika Klüssendorf, von den anderen war ich mir nicht ganz sicher, die Schätzungen der anderen Blogger gingen auch auseinander.

Also voila:

  1. Maria Cecilia Barbetta “Nachtleuchten”, das ich noch nicht gekommen habe, obwohl mir “Fische”r ja vor zwei Jahren sehr viel geschickt hat.
  2. Maxim Biller “Sechs Koffer”, ist eine Novelle und das Ergebnis eines absoluten Selbstdarstellers und geht eigentlich überhaupt nicht über das jüdische Leben, ist aber sonst ganz spannend und interessant
  3. Nino Haratischwili “Die katze und der General”, ist eine eldendsdickes siebenhundert Seiten Buch, liegt auf meinen Stapel und wird von mir nach dem “Vogelgott” und Loschützs “Schönem Paar” gelesen.
  4. Inger Maria Mahlkes “Archipel” was ich eigentlich eher langweilig und nicht so besonders außergewöhnlich empfunden habe
  5. Susanne Röckels “Der Vogelgott”, von Cornelius Hell oder Katja Gasser sehr empfohlen, siehe oben, hab ich eigentlich statt der “Gewitterschwimmerin” auf die Radtour mitnehmen wollen, dachte aber dann, ich nehme lieber das dickere Buch, obwohl ich damit ja immer erst über zweihundert Seiten bin.
  6. Stephan Thome “Gott der Barbaren” ist auch ein dickes Buch und liegt auch im Badezimmer, werde ich also langsam paralell mit den Neuerscheinungen und dem  öst Bp hinunterlesen. Bin gespannt auf den Preisträger, wo ich auf Maxim Biller oder Nino Haratischwili tippen würde. Mal sehen, ich bin gespannt und der “Jung und Jung”, natürlich, der steht  auch meistens mit einem seiner Bücher auf der kurzen Liste und hat damit auch schon gewonnen.

Wilde Worte im September

Lydia Haider

Lydia Haider

Richard Weihs

Richard Weihs

Langsam langsam beginnen die literarischen Veranstaltungen, da hat es schon in der Vor- und Vorvorwoche was gegeben, die O-Töne waren mit dreißigsten beendet, die Sommerlesereihe im Weinhaus Sittl schloß heute ihre Pforte und Richard Weihs begann seine “Wilden Worte” mit Lydia Haider als Gästin, die ich kenne, weil sie schon einmal auf der “Alpha-Shortlist” stand und einmal auch mit ihrer Zeitschrift zu Gast in der “Alten Schmiede” war. Das Wetter ist jetzt wieder heiß und schön, der Sommer ist sozusagen zurückgekommen und Lydia Haiders Roman “rotten” ist eigentlich eine Litanei und ist wieder, wie ihr ersten Buch bei “Müry Salzmann”, dem kleinen feinen Verlag, erschienen.

“Das Lager, der Steinbruch, der besudelte Boden” steht auf Richard Weihs Aussendungsblatt und Lydia Haider hat sich um für die richtige Stimmung zu  besorgen, eine zweite Stimme und eine gedämpfte Beleuchtung besorgt und wurde für ihre Art des Vortrag vom Publkum auch sehr gelobt und das “rotten” ist offenbar eine Zusammensammlung von Jugendlichen, die sich am Steinbruch von Mauthausen treffen. Dort ein Buch finden, wo die Namen, de einstigen Täter stehen, die jetzt, wie von unsichtbater Hand ausgerottet werden sollen. Die Bibel spielt dabei eine Rolle, wie die 1985 in Steyr geborene, beim anschließenden Gespräch erzählte.

Ihr drittes Buch schein auch schon geschrieben, bezieungsweise hat es einen langen Namen und dann kamen wieder die Wunschgedichte, beziehungsweise die Zettel auf denen man seine Wünsche eintragen sollte.

Andreas Schewein

Andreas Schewein

“Und auf Knopfdruck Urlaubsstimmung”, habe ich geschrieben und mir dann, glaube ich, noch die Worte: Weinlese, Neusiedlersee und Herbst gewünscht. Mal sehen, was Richard Weihs aus Ruths Urlaubsanregungen macht, eigentlich hätte ich mir auch was für Magdalena Kirchbergs Roman wünschen können, aber das ist mir erst später eingefallen, als die Wunschgedichte vom letzten Mal schon gelesen waren und  Andreas Scheiwein, den ich hier schon einmal hörte, wieder mit einem Gedicht die freie Wildbahn betrat, denn im Anschluß kann ja jeder vortragen, was er will und Andreas Scheiwein tritt am Mittwoch auch im “Bepbop”, einem Lokal in der Breitensserstraße auf, wo ich m  nächsten Samstag mit dem lieben Rudi lesen werde, weil der mich dorthin eingeladen hat.

Manchmal bekomme ich ja diesbezügliches Feedback und Andreas Scheiwein hat mich auch zu seiner Lesung eingeladen, beziehungsweise mir den Ankündigungszettel hingestreckt, wo ich gleich die Einladungen hinzulegte, die mir der liebe Rudi geschickt hat. Es kam dann noch ein zweiter Herr mit einem anderen Gedicht; bevor Richard Weihs, den Oktobertermin ankündigte, wo ich vielleicht auch hingehen werde.