Aserbaidschanische Falken

Der Lehrer, den ich oft bei Literaturveranstaltungen treffe, hat mich am Freitag gefragt, ob ich am Dienstag zu Bodo Hell in die “Alte Schmiede” oder in die Hauptbücherei zu dem Russen gehe?

Bodo Hell würde mich interessieren, habe ich geantwortet, da ich aber um sechs noch eine Stunde habe, wird sich höchstens die Gesellschaft für Literatur” ausgehen.

Dann war im Mittagsjournal zu hören, daß Alexander Ilitschewski aus dem “Perser” liest und ich habe umdisponiert, beziehungsweise bin ich nach der Stunde, die sich fast bis sieben hingezogen hat,hingefahren und eine halbe Stunde zu spät gekommen, das heißt der Schauspieler Rafael Schuchter hat gerade etwas von Kindern die Schmetterlinge sammeln, gelesen und dann kam ich  zu den biografischen Angaben, die der Übersetzer des bei “Suhrkamp” erschienenenen Buches, Andreas Tretner gab.

Alexander Ilitschewski, der mir bisher unbekannt war, wurde 1970 am äußersten Gipfel von Aserbaidschan geboren, studierte in Moskau Mathematik und Physik, bevor er zu schreiben begann und scheint jetzt in Jerusalem zu leben.

“Nicht so viel Biografie erzählen!”, unterbrach  der Autor, “die ist doch uninteressant”, aber für dieses Buch, der zweite Teil einer Trilo-oder Quadrologie, wie der Übersetzer noch anmerkte, offenbar nicht.

Denn in dem Kapitel, das ich halb versäumte, ist es offenbar um das Kindheitsparadies von Autor und  dem Protagonisten Ilia, einen Geologen, der in Amerika lebt, aber auf Dienstreise in seine Heimat, beziehungsweise nach Baku zurückkommt und dort seinen Jugendfreund  Chaschem, den Perser, der jetzt Biogloge im Naturschutzgebiet an der iranischen Grenze ist und sich dort mit Falken beschäftigt.

Der Held bleibt dann länger, es geht um Sufismus, Derwische, aber auch um die Falken, die in den Iran verkauft werden und am Schluß, um eine große Jagd.

Ein interessantes Buch über das der Übersetzer im Gespräch mit dem Autor sehr viel erzählte, um Fundamentalismus geht es,  um Stalin und um historische Genauigkeiten oder Ungenauigkeiten.

Um Putin nicht, das hat, glaube ich, Erich Klein, der auch im Publikum war, im Mittagsjournal den Autor gefragt und im Internet gibt es eine Seite, wo man sich die Schauplätze des Geschehens bevor oder während man das Buch liest, anschauen kann.

Und interessant, am Montag haben der Autor und sein Übersetzer das Buch in Salzburg vorgestellt.

Im Paradies der Bücher

Jetzt kommt “Eine Plauderei in 11 Kapitel” oder auch Band 9 der Text-Bildbände meiner Autorenkollegin Margot Koller, die 1941 geboren wurde,  die ich durch die GAV kennenlernte und die ihre Bücher ähnlich, wie ich selbst herausgibt und da wir bei den GAV-Sitzungen und auch sonst unsere Bücher tauschen, habe ich schon einige ihrer Werke in meinem Besitz.

“Flaschenpost an Josy” , habe ich schon gelesen.

“Alle Wege führen zum Wasser und “Steine lächeln stille” warten noch auf mich, das ist übrigens der erste Teil der “Text-Bildbände” und die “Plauderei der Bücher” beziehungsweise das Exemplar, das mir Margot Koller bei der letzten GAV-GV gegeben hat, ist übrigens etwas ganz besonders, nämlich ein Buch mit ihren Korrigernotizen, das heißt, es könnte einmal noch ganz wertvoll werden, allerdings haben sich inzwischen ihre handschriftlichen Anmerkungen mit meinen vermengt, denn ich streiche beim Lesen auch viel an.

“Die schönsten Dinge des Lebens bekommt man geschenkt! Jede Seite dieses Bändchens handelt davon” steht am Buchrücken, darunter ist ein “Bild der Autorin beim Bücherflohmarkt vor dem Literaturhaus Salzburg am H. C. Artmann Platz” zu sehen und am Cover sieht man eine Kiste mit lauter Büchern Colin Forbes “Kaltgestellt” liegt  oben auf.

Gewidmet ist diese Plauderei “allen Büchernarren” und es handelt eigentlich im großen und Ganzen vom Salzburger “Recyclinghof” einem der offenen Bücherschränke dieser Stadt und der, wo sich Margot Koller ihre Buchbestände holt und, wie sie schreibt in dem Keller ihres Häuschen schon ein ganzes Regal davon aufgestellt hat.

Das habe ich inzwischen besichtigt,  mir auch ein paar der Bücher ausgesucht und nach Hause mitgenommen, denn Margot Koller ist sehr freigiebig und verschenkt viele ihrer Schätze.

Sie kommt bei ihren Büchertouren auch ins Gespräch mit anderen “Büchernarren” und gibt ihre Erfahrungen über den Literatur- und Verlagsbetrieb auch gerne weiter.

So findet man in dem Buch auch ihre Anschrift und Mailadresse, damit man seine Erfahrungen mit ihr austauschen kann und dann geht es los mit den Plaudereien über den Salzburger “Recyclinghof”.

Jedes der elf, eigentlich sind es zwölf Kapitel, denn ein Nachwort, beziehungsweise eine biografische Notiz der Autorin gibt es auch, beginnt mit einem Bildchen aus ihren Bücherschätzen und ein Motto, beziehungsweise jeweils eine Conclusio gibt es auch und so switschen wir uns durch durch Margot Kollers Bücherparadies:

“Die Welt ist nicht größer als das Fenster, das du ihr öffnest”, heißt es da” oder “Es lebe der Wertstoffhof- es lebe die Umtauschmöglichkeit”, beziehungsweise “Es lebe der Wertstoffhof- es lebe die Physik und das Schneckenstreicheln” und dann kann man erfahren, was Margot Koller schon alles im Wertstoffhof gefunden hat.

So gab es zum Beispiel eine Überraschung mit “Venedig Recht Kultur und Leben in der Republik 697- 1797” oder den “1000 Tagen die die Welt bewegen”

Es gab aber auch eine Verwechslung. So hat sie zum Beispiel einmal ein Buch eines Walter Russels statt des bekannteren  Bertrand Russel gefunden und das ist mir auch schon mal passiert, daß ich den Jean Amery mit dem Carl verwechselt habe und so einen Autor kennenlernte, auf den ich vielleicht sonst nicht gekommen wäre.

Margot Koller läßt einen aber auch immer wieder in ihr reiches Autorenleben blicken und erzählt zum Beispiel, wie die Verlage mit unverlangt eingesandten Manuskripten umgehen,  welche Werke sie interessieren und was überhaupt noch verlegt wird.

Sie erzählt auch, was man alles durch das “Impressum” erfahren kann und lehrt uns, wie wichtig es ist, das genau zu lesen und man kann erfahren, daß die Titel bei den meisten Büchern von den Verlagen und nicht von den Autoren ausgewählt werden, so daß die bei Lesungen oft nur sagen “Ich lese aus meinem Buch mit dem Arbeitstitel XY!”

Bei Selfpublishern ist das natürlich anders, die können sich da freier bewegen und sind nicht so sehr auf Verlagsprognosen angewiesen.

Dann geht es wieder zu den Werkhoffunden und Margot Koller kommt von den Donna Leon Krimis zu den Lyrikreihen.

“Es lebe der Wertstoffhof- Es lebe die Lyrik”, heißt es da und im nächsten Kapitel berichtet sie von den Begegnungen mit anderen Bücherfreunden, die man dort machen kann.

“Es lebe der Wertstoffhof, wo man Gleichgesinnte treffen und Freude tanken kann”

Im zwölften Kapitel erfährt man  viel von den Büchern der Autorin und ich bin mit ihr vor kurzem durch Salzburg gezogen und habe auch die anderen Bücherschränke kennengelernt.

Margot Koller schwört auf den “Recyclinghof”, ich habe auch mit den anderen Salzburger und natürlich auch mit den Wiener Bücherschränken gute Erfahrungen gemacht und wer sich durch das zwölften Kapitel lesen will, kann über Margot Koller und ihre Bücherreihen  viel erfahren.

Wer sie in Wien kennenlernen möchte, dem kann ich ihre Lesung am 6. März  zum internationel Frauentag im der “Galerie Werkstatt Nuu”, in der Wilhelm Exner Gasse 15, um 17 Uhr sehr empfehlen, da liest sie über ihre “Salzburg-Wien Pendlerbewegungen” und läßt vielleicht auch in ihre Buchpublikationen Einsicht nehmen.

Zwischen Peter Handke und Jochen Jung

Von dem intensiven Salzburger-Literatur-Wochenende ist es gleich in die “Alte Schmied” gegangen, denn da ist es mit Salzburg  weitergegangen oder eigentlich mit einer “Stunde der literarischen Erleuchung”, wo Andrea Winkler eine frühe Peter Handke Erzählung vorstellte und der hat ja eine Zeitlang in Salzburg gelebt und Jochen Jung der berühmte “Residenz-Verleger” hat, wie Kurt Neumann in seiner Einleitung erwähnte, zu dem berühmten Dichter, beziehungsweise mit der 1975 entstandenen Erzählung “Die Stunde der wahren Empfindung” einen besonderen Bezug gehabt und die aus der Andrea Winkler Teile gelesen hat, hat mich an den am Sonntag in Salzburg gesehen Film “Die dunkle Seite des Mones” nach einem Roman von Martin Suter stark erinnert, geht es da ja um einen Mann namens Gregor Keuschnig, der träumt, daß er jemanden ermordet hat, was dann seit ganzes Leben, beziehungsweise seinen nächsten Tag verändert.

Er sagt seiner Frau, daß er nicht mehr mit ihr leben will, was sie allerdings, da er das in einem Reim tun, nicht glaubt, sondern weiterschläft und steht den ganzen Tag daneben und will sein Leben verändert.

In dem Film nimmt der Held, ein erfolgreicher Wirtschaftsanwalt Drogen, dann wird das Böse in ihm herovrgekehrt, er wird zum Mörder und seiner Frau sagt er ungefähr das Gleiche und eine Geliebte hat er auch.

In der Handke-Erzählung, die übrigens erstaunlich realistisch ist, Andrea Winkler hat es konventionell genannt, ist es nicht so arg und der Name Gregor erinnert natürlich an Kafka und zu einer “Verwandlung” kommt es auch oder auch nicht und das wurde von Andrea Winkler kommentiert, bezeihungsweise diskutiert und das Buch von dem es noch ein paar Exemplare gibt, konnte man sich in der Pause am Büchertisch anschauen, denn um halb acht, gab es eine zweite Veranstaltung, denn da kam Jochen Jung wahrscheinlich aus Salzburg und präsentierte, sein bei “Haymon” erschienenes Buch “Zwischen Ohlsdorf und Chaville”, wo es um zweiundzwanzig Portraits oder Episoden über Schriftstellerm geht, die der “Residenz-Verleger” Jochen Jung im Laufe seines Lebens kennenlernte.

Ohlsdorf ist der Ort wo Thomas Bernhard seinen Bauernhof hatte, Handke hat außer in Salzburg auch in Chaville, gelebt und am Freitag hat Jochen Jung im Radio ein Kapitel über Inge Merkl vorgestellt.

Jetzt hat er nach der langen Einleitung von Kurt Neumann, die ihm, wie er sagte etwas “verlegen” machte, Kurt Neumann erwähnte dabei, daß der  1942 in Frankfurt am Main geborene, Jochen Jung, am 1. Februar 1975 als Lektor in der Salzburger Gaisbergstraße angefangen hat, am 1. Februar 2000 wurde er dann bei “Residenz”, der inzwischen schon verkauft war, entlassen, hat seinen eigenen Verlag gegründet und zum Schreiben hat er inzwischen auch angefangen.

Kurt Neumann nannte das Buch einen “Episodenroman”, was mich ein bißchen wunderte, ich hätte es Schriftstellerportraits genannt und Jochen Jung begann natürlich mit einem Kapitel über Thomas Bernhard, dann las er eines über Gert Jonke und ein kurzes, wie Peter Handke mit seiner grauen Mütze in Salzburg spazieren geht und gar nicht das, was Kurt Neumann vielleicht erwartet hätte und am Schluß wiederholte er das Kapitel von Inge Merkl und erzählte, daß die inzwischen so vergessen, wie Diana Kempf sei, aber von Diana Kempf habe ich  ein Buch in einem der Salzburger Bücherschränke gefunden und von Inge Merkl warten auch einige Bücher auf meiner Leseliste. Aber es ist sicher interessant, sich durch das Jung-Buch zu lesen und Erinnerungen aufzufrischen, obwohl es, wie Kurt Neumann erzählte, momentan gar nicht zu bekommen, sondern erst neuaufgelegt werden muß, da die im August erschiene Auflage offenbar schon vergriffen ist.

Salzburger Büchertour

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Der Alfred hatte ja im August seinen sechzigsten Geburtstag und da vom Martin einen Gutschein für zwei Kabarettkarten bekommen.

Er wollte zu Simone Solga gehen, aber die ist erst im Oktober in Wien, dafür war sie am Samstag in Salzburg, so hat der Alfred eine Wochenendfahrt nach Salzburg organisiert und mit dem Martin und der Zaruhi sind wir schon vor zwei Wochen in den Rabenhof zu den “Großen Knallern mit Robert Pfaller” gegangen.

Jetzt bin ich nicht gerade ein Kabaretttyp, weil ich oft nicht lustig finde, worüber sich die Leute vor Lachen wälzen, aber eine Salzburgfahrt kann sich in literarischer Sicht sicher lohnen, so habe ich “Bücherwurmloch”, die dort in der Nähe wohnt, als sie von einem Salzburger-Fotoshooting berichtet, die Frage gestellt, ob sie wisse, wo sich dort der offene Bücherschrank befindet?

Tobias Nazemi hat mir den entsprechenden Link geschickt und siehe da, es gibt nicht nur einen, sondern gleich mehrere solcher Schränke, beziehungsweise Telefonzellen in der vergleichsweise kleinen Stadt und in der wohnt auch meine Autorenkollegin Margot Koller, mit der ich ja schon einmal in Salzburg gelesen habe und die ich meistens in Wien bei der GAV-GV aber auch bei Literaturveranstaltungen treffe.

Die habe ich angerufen, beziehungsweise angemailt und auch nach den Bücherschränken gefragt und sie antwortete, sie wisse etwas viel Besseres und hat auch ein Büchlein darüber geschrieben, das sie mir bei der letzten GAV gegeben hat.

“Im Paradies der Bücher – eine Plauderei in 11 Kapiteln” heißt es und das mußte ich erst finden, habe ich es nämlich damals im Oktober auf die Leseliste gesetzt und auf den Bücherstoß geworfen, dann habe ich es am Samstag in meine Tasche gesteckt, dazu Margit Schreiners “Haus Frauen Sex”, das ich gerade gelesen habe, eigentlich wollte ich mir Erich Landgrebes “Adam geht durch die Stadt” wegen dem Salzburgbezug mitnehmen, aber Margit Schreiner habe ich gelesen, hat dort auch einmal gelebt und in den Rucksack, die Toilettetasche, ein Nachhemd, Unterwäsche und Hausschuhe und in Salzburg habe ich den diesbezüglich leeren Rucksack in meine große grüne Tasche gestopft und gedacht, eigentlich hätte ich ihn in Wien lassen können oder auch nicht, wenn ich Bücher in den Schränken finde, habe ich genügend Platz zum Transportieren.

Margot Koller hat uns schon in dem Hotel, das der Alfred für zwei Nächte bestellt hat, erwartet und wir sind, weil das Wetter sehr schön war, losgezogen in Richtung Kapuzinerberg, dort hat auch einmal Stephan Zweig gelebt und den Herrn Landeshauptmann haben wir auch getroffen und bei der ARGE-Kultur, wo das Kabarett stattfand, gab es gleich den ersten offenen Bücherschrank, spich eine Bücherzelle, vom Leiter des Literaturhauses initiiert und dort, welch Überraschung, lag völlig neu und ungebraucht die “Widerstandsanthologie”, die der “Milena Verlag” 2000 herausgegeben hat und wo ich auch einen Text drinnen habe.

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Also hatte ich schon ein schönes Geschenk für Margot Koller, die in ihrem Buch ja von einem  “Recyclinghof” geschrieben hat, aus dem sie sich ihre Bücher holt und damit schon ein ganzes Regal gefüllt hat.

Am Sonntag nach dem Frühstück, das Wetter war leider nicht sehr gut, sind wir dann zu einer Bücherschranktour aufgebrochen und als erstes zum Literatruhau gefahren, wo es die zweite von Thomas Friedmann initierte Telefonzelle gibt, das Salzburger Literaturhaus befindet sich inzwischen am H. C. Artmannplatz, der, glaube ich, im Sommer so genannt wurde und eine Gedenktafel gibt es auch, im Literaturhaus fand gerade eine Schreibwerkstatt mit Gudrun Seidenauder statt, so daß wir die laufende Ausstellung nicht besichtigen konnten, aber in der Telefonzelle gab es eine Menge Simmel-Bücher, “Die Ausgesperrten” von Elfriede Jelinek und auch ein altes Kriegstagebuch aus dem Jahr 1941- 1945, dann führte uns Margot Koller zu einem Schrank, den es in meiner Liste gar nicht gibt, nämlich zu dem beim Künstlerhaus und dort gab es ein Buch eines mir unbekannten Schweizer Autors und eines einer Slowenin aus der “Edition Korrespondenzen”.

Dann fuhren wir zu Margot Kollers Keller, wo sie mir ihre Schätze zeigte und mich aussuchen ließ und da fand sich tatsächlich Wolfgang Herrndorfs “Tschik”, Lisa Fischer “Lina Loos-Biografie”, ein Buch der Irmgard Keun und wo ich  Diana Kempfs Der vorsichtige Zusammenbruch” gefunden habe, kann ich jetzt gar nicht mehr sagen.

Die Tasche wurde jedenfalls voll, das Wetter war noch immer schlecht, trotzdem sind wir zum Schloß Heilbronn aufgebrochen, wo es im Sommer Wasserspiele und ein Felsentheater gibt.

Das war sehr toll und naß sind wir sowieso geworden, so daß wir den Nachmittag wieder, wie beim letzten Mal im “Augustiner Breustübel” verbrachten, diesmal im geheitzten Saal und ein Faschingsfest hat dort auch stattgefunden.

Das Abendprogramm war dann eine Kinovorstellung und die war auch sehr literarisch, nämlich die Verfilmung von Martin Suters “Die dunkle Seite des Mondes” und weil wir in dem Hotel zwei Nächte bleiben mußten, war noch Zeit für das “Literaturarchiv”, wo es eine Ausstellung über Pater Thomas Michels gab und uns eine freundliche Dame Erich Landgrebes Bücher zeigte und ein Notizbuch von Stephan Zweig aus dem Tresor holte.

Dann ging es zurück nach Wien und da fand zufälligerweise in der “Alten Schmiede” auch ein Programm mit Salzburg-Bezug nämlich eine “Stunde der literarischen Erleuchtung” mit einer Handke Erzählung und dann die Präsentation von Jochen Jungs Schriftsteller Episodenroman, wie es Kurt Neumann in seiner Einleitung nannte “Zwischen Ohldorf und Chaville” statt, so daß ich, obwohl ich es nicht vorhatte umdisponierte und vom Hauptbahnhof gleich in die Schönlaterngasse gefahren bin.