Trödelwochenende

Wie geht es weiter mit dem neuen Text, werden meine Leser vielleicht fragen, hast du schon dein Rohkonzept und bist du aus der Schreibkrise wieder heraus?

Die Antwort heißt nein, es gibt aktuell vier Szenen, die ersten drei sind mehrmals überarbeitet, die vierte kaum und auch nicht wirklich fertig, etwa zwölf Seiten, nicht ganz fünftausend Worte und das Konzept passt und stimmt nicht, das merke ich an meinen Widerwillen, wenn ich mich davor hinsetzen will.

Da habe ich vor ein paar Wochen nach meinem Recherchegang zu schnell etwas hingeschrieben, denn ja, das ist eine spannende Frage, warum meine Texte niemanden interessieren, wo man doch immer auf die Frage, was ein guter Roman ist, hört, daß er berühren soll!

Darüber kann man schreiben, aber dann denkt es sofort in mir, daß das ja dann wahrscheinlich wirklich niemanden interessieren wird und es ist auch die Frage, warum man angesichts der Flüchtlingsfrage sich seinen Pensionsreisetraum nicht erfüllen soll?

Wenn, gehört das besser ausgearbeitet und für ein Theaterstück, wo Stefan Zweig und Heimito von Doderer am 12. 12. 1934 im Cafe Central miteinander die Lage der Welt diskutieren, müßte ich wahrscheinlich viel viel mehr recherchieren, als es vielleicht geht.

In so einer Lage war ich schon einmal, im Sommer 1989 glaube ich, als die Ungarn zu uns kamen und auf der Mariahilferstraße die Computer aufkauften. Da wollte ich auch über die Diktatur in Ungarn und ihre intellektuellen Helden schreiben und habe viel zu wenig darüber gewußt, so daß, glaube ich nur eineinhalb Seiten zusammenkamen und als ich 1984 schon im Mutterschutz war, wollte ich über die Psychose  einer meiner Freundinnen schreiben und bin auch daran gescheitert.

Das sind die Fälle, wo es keine Bücher darüber gibt, sonst hatte ich während des Schreibens öfter das Gefühl, ich kann es nicht, ich kann es nicht, schrieb weiter, brachte das Buch heraus, das dann niemanden interessierte, aber wenn ich es nach Jahren wieder lese, denke ich erstaunt, “So schlecht ist das nicht!”

Das ist mir vorige Woche mit der “Dora Faust” passiert und, daß mir das bei der “Mimi”, die der Ju Sophie ja so wenig gefallen hat, wieder passieren wird, habe ich eigentlich schon gewußt, denn  diese Geschichte von dem Bestsellerautor Johannes Staudinger, der in einen Plagiatsskandal verwickelt wird, der pensionierten Lehrerin Frau Tunichtgut und der Mimi mit dem Downsydrom, die den “Zungenkuß” nicht gewinnt, habe ich schon öfter hineingelesen, sie  auch einmal vor dem offenen Bücherschrank in der Grundsteingasse vorgestellt, da die Frau Tunichtgut  eine Schrankbetreuerin ist.

Dann denke ich immer, wieso wird das nicht bemerkt, aber ich weiß schon, das trifft nicht bei allen meinen Texten zu und jetzt schnell eine Mischung aus meinen früheren Sachen zusammenzuschreiben, bringt es wahrscheinlich nicht wirklich.

Denn Fakt ist, ich weiß nicht, über was ich schreiben soll, denn, wenn ich so auf meinen Bücherstapel schaue und den Alfred stöhnen höre, schreib nicht soviel, bin ich ein wenig hilflos. Denn ja, ich habe in den letzten zwanzig, dreißig, vierzig Jahren unheimlich viel geschrieben und es bemerkt niemand.

Wahrscheinlich ist das das Problem, zum Teil wahrscheinlich, aber das kann ich  nicht lösen. Ich kann schreiben, bloggen, selber publizieren, reflektieren, das was man auf gut Deutsch, sich selber helfen nennt, aber wenn man alles versucht hat und es ändert sich nichts am Desinteresse ist es nicht sehr motivierend sich vorzustellen, jetzt das nächste Buch zu bekommen, das dann einem oder zwei Personen zu zeigen und das wars dann…

Dennoch wollte ich das  bei den “Ereignisreichen Sommererlebnissen”, wo ich  das Dummie schon abgesegnet habe, tun, das heißt, das Buch nach Leipzig mitnehmen, der Ute schenken und es auch am Dienstag, wenn der “Read!!iingroom” seinen Büchertausch hat, dort hintragen.

Aber jetzt heißt es auf einmal beim “Digitaldruck”, der bisher immer so flott war, wir haben soviel zu tun, bitte warten und das Buch kommt nicht.

Ist eigentlich egal,  ich kann auch das Dummie nach Leipzig mitnehmen, die Vorschau gibt es schon lang und das Probekapitel auf der Website, selbstverständlich, aber andererseits, eine  neue Stelle, wo nichts weitergeht.

Nun ja, der Inhalt meiner langen Schreibe, ich habe das Wochenende vertrödelt, zuerst in der Badewanne ein Stück Emily Walton gelesen, dann den Klassiktreffpunkt gehört, wo Daniela Strigl über die Moderinität der Marie von Ebner-Eschenbach schwärmte, mir dann unzufrieden die vierte Szene vorgenommen und denke jetzt, ich sollte das Ganze völlig umändern, die Rahmenhandlung, das mit der Kritik von “Berührt ja nicht” kann bleiben, und die Hildegard Hadringer, die nicht mehr Himmelblau heißt und das nächste Schreibprojekt der Anna Augusta Augenstern werden sollte, kann auch in die Bank gehen, das Geld beheben wollen und dann denken “Angesichts der Flüchtlingskrise sollte ich vielleicht nicht…”

Diese Szene sollte aber vielleicht umgearbeitet werden, die Anna Augusta kann  auch zu ihrem Psychiater gehen und ihm ihre Wurf- oder Greifgeschichten erzählen und die können dann das Ganze in Gang bringen und ein Roman oder auch eine Geschichtensammlung werden und vor allem sollte ich mir Zeit lassen und mich vielleicht wirklich mehr auf das, was ich schon habe, konzentrieren.

Auf die vierzig Bücher die es schon gibt, die nach und nach nochmals lesen, das hilft vielleichtund ansonsten in der Stadt herumgehen und schauen, was sich finden läßt und natürlich wäre es schön, wenn der Erfolg von der anderen Seite kommt, da hat es ja inzwischen auch ein paar Reaktionen gegeben, Manfred Lagler-Regall, der mich jetzt wieder aufmerksam liest, hat zur Selbsthilfe geraten, das tue ich aber, glaube ich, ohnehin schon und auf die Frage, wie man mir helfen könnte, antworten:

Aufmerksamkeit, Anerkennung, Interesse, Unterstützung, Rezensionen, etcetera, wären natürlich schön und, ob die Fahrt  auf die Leipziger Buchmesse, die demnächst ansteht, Abhilfe bringt, weiß ich nicht so genau.

Denn erfahrungsgemäß ist es   sehr depremierend, da mit seinen selbstgemachten Büchern herumzugehen, obwohl die inzwischen schon ganze Hallen füllen und den Erfolg der anderen zuzusehen. Aber Ablenkung kann es vielleicht bringen und dann in den Osterferien, das Vorhandene umarbeiten, entkrampfen, entwirren und vielleicht wirklich mit den Wurfgeschichten anfangen und die Anna Augusta und, die Hildegard, beziehungsweise, die Anne Frank, den Stefan Zweig und den Heimito von Doderer lassen, weil die vielleicht nur Schnapsideen oder Fallstricke sind.

Mal sehen, ich weiß es noch nicht so genau, werde aber die, die es interessiert, sicher informieren.

Eigene Bücher lesen

Mich in meine eigenen Bücher wieder einmal ein- und durchzulesen, habe ich mir ja am Wochenende vorgenommen und habe das  am Samstagabend in der Badewanne mit dem “Literarischen Leben der Dora Faust” auch getan und das war sehr interessant.

Denn “Besessen” ist ja eines meiner früheren Werke. Das achte oder neunte Selbstgemacht, 2004 erschienen und eines, wo ich, ich glaube unter Eifluß von Sophie Kinsellas “Schnäppchenjägerin”, jedenfalls gibt es immer wieder zum Teil Originalabsage oder Bewerbungsbriefe von mir und die Ich-Erzöhlerein spricht auch eine Person oder den Leser direkt an, über das erfolgsfreie Schreiben geschrieben habe.

Diesen Ausdruck habe ich, glaube ich, Peter Danzinger “geklaut”, der ja gar nicht so erfolgsfrei ist und es beginnt mit dem vierzigsten Geburtstag der Dora. Da will sie vierzig Leute einladen, es kommen aber nur acht und ihre Freundin Hanna, nimmt sie zur Seite und flüstert ihr ins Ohr “Schreib doch nicht immer so viel über das erfolglose Schreiben, weil das ja niemanden interessiert!”.

Das hat mir damals meine Schriftstellerkollegin oder Freudnin Elfriede Haslehner wirklich so gesagt, dann schenkt sie ihr ein LyrikBändchen, die Schriftstellerkollegin Margarete schickt ihr ihr zweites Buch ziurück, weil sie sich darin zu erkennen glaubt, das hat Hilde Langthaler mit den “Schreibweisen” so getan, die Dora hat schon fünf “Book on Demands” gemacht, das wird damals bei mir auch so gewesen sein.

Die will sie herzeigen, niemand will sie sehen und ihre euphorische Freundin Lotte schnenkt ihr einen Gutschein für eine Schreibanimation in der VHS Brigittenau. Das habe ich erfunden. Meine Freundin Elfi hat mich damals aber gefragt, ob das tatsächlich so geschehen ist?

Nein, aber 2000  habe ich das erste Mal bei einem der “Luitpold-Sternpreise”, die es nach dem “Bawag-Skandal” dann nicht mehr gab, gewonnen und bin daraufhin eine Zeitlang in die Schreibwerkstatt der Eveline Haas, zu der ich damals  eingeladen wurde, gegangen.

Die, eine liebe Animatorin, hat mir  auch den Buchtext geschrieben und die Dora schwört am nächsten Morgen hoch und heilig, niemehr eine Zeile zu schreiben. Hält ihren Schwur aber natürlich nicht ein, sondern hantelt sich in weiterer Folge von Geschichte zu Geschichte.

Wow, da hätten wir ja schon die “Wurfgeschichten” und ich dachte ernstlich, das wäre mir jetzt erst eingefallen oder hätte ich dem Blog von “Federkiel” entnommen.

Mitnichten, sie bekommt von ihrem Nachbarn, dem Philpharmoniker Johannes Sedelmayer, da gibt es eine eigene Geschichte, die in einem der “Best of Bücher” enthalten ist, einige erzählt, die vom Clown Carlo Golzi, von dem alten Herrn Max, der nach der Frau Rrezoly fragt. Einen geheimnisvollen Fremden trifft sie auch am Donaukanal und einem Arzt im AKH, wo sie ihre Freunin gerti besucht, der hält sie für eine Praktikantin. Sie erzählt ihm die Geschichte vom Clown Golzi und ihr Nachbar entdeckt sie dann ein paar Wochen später im “Standard”, denn der  Psychiater ist auch Schriftsteller und hat die Dora für seine Muse gehalten, während er ihr Stipendiumansuchen ignorierte.

Ich hab das Manuskript damals, glaube ich, noch sehr herumgeschickt und Andreas Brunner von der literarischen Agentur hat mir, glaube ich, geschrieben, daß das ein sehr seltsamens Genre ist und er nicht wüßte, was er damit anfangen soll?

ich habe das inzwischen auch geglaubt, jetzt beim Wiederlesen aber gedacht, das ist eigentlich wunderbar auskomponiert und diese Erfahrung, daß mir meine Bücher eigentlich gefallen, habe ich beim Wiederlesen schon öfter gemacht.

Um nicht mißverstanden zu werden.Natürlich tut ihnen ein Lektorat sehr gut und wahrscheinlich darf man, wenn man literarisch sein will und nicht Friederike Mayröcker heißt, die alles darf, “daß” nicht mehr mit scharfen “ß” schreiben. Ich habe kein Lektorat, so steht es bei mir drinnen und die Reaktion auf meine Texte ist dann gleich null weil “Es gibt ja eh schon so viel, da muß ich mich nicht noch mit dem Selbstgemachten belasten und natürlich gibt es bei meinen jetzt schon an die vierzig Büchern viele Wiederholungen.

Ich schreibe sehr schnell, bin wahrscheinlich ein wenig schlampert, schummle mich auch vielleicht, um die Tiefen herum. Aber bei den Bücher, die ich jetzt wiedergelesen habe, gibt es einige, die mir gefallen und wo ich mir dann dachte “Wow, das ist doch gar nicht so schlecht und warum ist es dann so unbeachtet geblieben?”

Denn bis 2004 habe ich meine Manuskripte noch regelmäßig herumgeschickt und nicht einmal der “Resitenz-Verlag” hat sie nehmen wollen, owohl mir der Verleger zwei liebe Briefe geschrieben hat und mich auch einmal zu einem Treffen lud, das dann nicht stattgefunden hat.

Seit 2000 mache ich sie selbst, bin damit wahrlich vom Regen in die Traufe gekommen, das steht auch schon in der “Dora Faust”, die erst fünf hat und am Ende mit einem dreitausend Schilling-Honorar für eine Veröffentlichung im “Milena Verlag”, die es bei mir, allerdings ohne Honorar gab, nach Stockholm fliegt, um sich den Nobelpreiswirbel anzusehen.

Seit 2008, wo ich blogge, schicke ich nicht mehr oder so gut, wie nicht herum und denke, der Blog sollte das ersetzen. Tut er aber nicht, denn es hat sich zwar einmal Paul Jaegg bei mir gemeldet und Ju Sophie hat meine “Mimi” ziemlich verrißen, aber sonst meldet sich bei meinen Gewinnspielen, die ich seitdem mache, kein Schwein.

So denke ich dann selber, ich bin ausgeschrieben, zu schlampert, zu flüchtig, zu schnell, zu wenig abgehoben und was auch immer und habe das auch bei meinem Erstling, meinem Debutroman “Hierarchien oder der Kampf der Geräusche” der1990 bei Jack Unterweger “Edition Wortbrücke” erschienen ist, so gedacht.

Der hatte ein paar gute Rezensionen in Bibliothekszeitungen, eine sehr müde paar Zeilen Notiz im “Falter” und in der “Literatur aus Österreich” eine vernichtende Kritik von einem, der bei der Bewerbung, gar nicht so ablehnend gewesen ist, mir aber damit sämliche Chancen auf ein Nö-Stipendium, wenn ich welche gehabt hätte, genommen hat.

“Na gut, ein Erstlingswerk!”, habe ich gedacht, Peter Zumpf hat mir ungefähr, wie manche meiner hiesigen Kritker, “Das ist das Unnötigste vom Unnötigsten und man versäumt nichts, wenn man es nicht gelesen hat!”, geschrieben und ich habs vor ein paar Jahren wiedergelesen und habe gedacht “Wow, das ist doch gar nicht so schlecht!”

Vor ein paar Jahren habe ich mir das beim “Wiener Stadtroman” auch gedacht. Bei anderen denke ich mir das nicht und denke auch, daß es schon stimmt, daß ich manchmal zu schnell, zu oberflächig und zu schlampig bin.

Aber einige Sachen gefallen mir und ich habe auch meine Lieblingsbücher und gestern morgen, habe ich ein anderes Frühwerk, nämlich die “Gloablisierungsnovelle” gelesen, die ich schon fast vergessen hatte und habe mir auch gedacht “Na so schlecht ist das nicht!”

Zun Weiterschreiben, des “Märzromans” wenn man es so nennen will, bin ich dagegen noch nicht gekommen, denn da ist der Widerstand in mir nach wie vor da und wenn ich jetzt schon die “Wurfgeschichten” in der “Dora Faust” geschrieben habe und in den “Hierachien” vieles schon enthalten ist, was man auch in späteren Bücher wiederfindet, über was soll ich dann schreiben?

Über eine depressive Schriftstellerin, die zum Psychiater geht, zu einem übrigens, der in der “Frau auf der Bank” vorkommt und die Sveti inzwischen geheiratet hat und ihm von ihrer Schreibbloacke erzählt und aus “Wurfgeschichten” einen Roman zusammenbasteln will, während ihre Heldin nicht weiß, ob man in Zeiten, wie diesen, wo alle die “Festung Europa” stürmen auf Weltreise gehen kann und drei Studenten kennenlernt, die über Anne Frank Forschen und in einem Theaterstück über Heimito von Doderer und Stefan Zweig spielen.

Das kann natürlich etwas werden, wenn man die Geduld hat, es entwickeln zu lassen und ich bleibe auch daran. Ich verspreche es, so leicht gebe ich nicht auf, denn dann würde ich schon vierzig Jahre nicht mehr schreiben. Aber wirklich weiß ich nicht, über das ich da schreiben soll?

Meine anderen Bücher nochmal lesen, um mir auf die Spur zu kommen, habe ich ebenfalls vor. Allerdings komme ich mir da mit meiner Leseliste in die Quere, denn jetzt ist ja das neue Buch der Ronja von Rönne gekommen und das der Emily Walton und meine alten Bücher auf der Liste warten.

Aber das sollte ich tun, denn irgenwie denke ich, so allein, schnell und immer schneller vor mich hinschreibend, stehe ich an, da braucht es Feedback von Außen! Kommt  aber nicht!

Also bringt es mich vielleicht weiter, wenn ich mal ein bißchen erforsche, was ich so schon habe? Die Idee, den neuen Roman im Blog sozusagen, als Schreibbericht zu schreiben, gibt es  auch und sie ist vielleicht gut, weil sie wenigstens mir hilft, mich ein bißchen zu reflektieren und Bücher, an denen ich interessiert bin, jetzt wieder mal nach Jahren anzuschauen, gibt es ja genug, da ist die “Sophie Hungers”, “Die begrenzte Frau”, “Die Widergeborene”, die “Mimi” und noch an die dreißig andere Bücher.

Ich habe auch schon gedacht, das vielleicht Angerissene und nicht Fertige, nochmals und fertig zu schreiben und dazwschen könnten “Die Berührungen” wachsen oder auch nicht, wenn das nicht geht und die Sperrungen zu stark sein sollten.

Der “Sommerroman”, der “Winterroman” und die “Paul und Paula”-Novelle müßen  auch noch fertig werden und eigentlich habe ich am Samstag gedacht “So schlecht bist du nicht!”

Auch wenn das niemand außer mir merkt, ich tue es und weil ich schon an die tausend Bücher besprochen und bewertet habe, bin ich, trotz aller blinden Flecken, die es schon geben wird, vielleicht gar nicht so unqualifiziert dabei, das zu tun, jedenfalls bin ich gespannt, was ich noch so bei meinem Selbstgemachten entdecken werde und werde berichten

Über die “Dora Faust” hat mir Helmuth Schönauer übrigens eine Rezension geschrieben, die es im Netz aber, glaube ich, nicht zu finden gibt.

Man kann das Buch aber, wem es interessiert, im Internet und, wenn es  nicht vergriffen ist, auch bei mir kaufen.

…wie ein Roman entsteht

“Berührungen oder wie ein Roman entsteht”, so könnte mein nächster Roman heißen.

Ganz sicher bin ich mir ja nicht, ob etwas daraus wird oder, ob ich damit nicht wieder im schon zigmal aufgewärmten Einheitsbrei herumschwimme. Deshalb drücke ich mich derzeit wahrschein auch ein wenig vor dem Schreiben und schaue mir stattdessen lieber El Awadallas Facebookseite an, um herauszufinden, daß sie schon über zweitausend Unterstützungserklärungen hat. Ich habe am Montag unterschrieben oder Richard Lugners Wahlkampfvideos, der ja auch dafür sammelt, aber schon achttausendfünfhundert Alte in seinem Keller liegen hat.

Beziehungsweise habe ich mir auch Claude Lanzmanns Film “Der letzte Ungerechte” über den Wiener Rabiner Benjamin Murmelstein angesehen, der der letzte Judenälteste in Theresienstadt war und über den Robert Schindel eine Farce geschrieben hat, die jetzt im Theater Hamakom aufgeführt wurde.

Etwas treibt mich dann doch zum Schreiben, wenn ichs aber tue, bin ich nicht zufrieden damit, denke mir “Das wird nichts! Das müßte man anders machen!”, etcetera.

Zwei Szenen oder 2236 Worte sind auf diese Art und Weise schon entstanden. Die Eingangsszene, wo die Schriftstellerin Anna Augusta Augenstern eine Literaturzeitschrift mit einer Rezension ihrer “Flüchtlingstrilogie” zugeschickt bekommt, wo drinnen steht, daß sie nicht berühren würd und dann den Romananfang, wo die Lehrerin Hildegard Himmelblau ihren ersten Pensionsbetrag am Konto hat, jetzt wie geplant, un die Welt reisen könnte und nicht sicher ist, ob man das in Zeiten wie diesen tun kann, tun soll, etcetera.

Zwei Handlungsstränge, die Schriftstellerin geht dann zu ihren Psychotherpeuten Theo Hardenberg oder vorher zu ihrem Bücherschrank, um sich aus fünf Büchern fünf Worte herauszuschreiben und das mit der Widmung eines P.s an seinen Schatz zu finden.

Aus den Wurfgeschichten könnte der Roman entstehen, der sich in der zweiten Ebene entwickelt. Hildegard hat ja schon Zarah Shamit kennengelernt und die hat ihr Stefan Zweig aus St. Petersburg und Heimito von Doderer aus Sarjewo vorgestellt. Da geht es um ein Theaterstück in dem alle drei in einem Aktionstheater spielen, das am 12. 2. 1934 handelt, wo sich angeblich die beiden Dichter im Cafe Central getroffen haben, um die Weltlage zu besprechen.

Klingt gut, eigentlich, nicht wahr? Warum habe ich dann diese Sperre im Kopf, die diesmal stärker als je vorhanden ist? Die Stimme, die sofort denkt, nicht schon wieder, das ist doch nicht gut, das kann doch nichts werden, etcetera?

Nun ja, da gibt es ja schon an die vierzigmal Selbstgemachtes, von denen keiner ein Exemplar gewinnen will, wenn ich es dann auf die Vorschau stelle.

Jetzt ist es ja wieder soweit. Die “Sommerereignisse” werden nächste Woche aus der Druckerei kommen und die Vorschau für die “Nika” existiert bereits und “Paul und Paula” mein letztes Kurzprojekt, an dem ich eigentlich sehr zügig und mit weniger Sperre im Kopf gearbeitet habe, wurde dann von meinem Testleser nicht für gut gefunden. Er oder sie haben sich zwar einige Male deshalb bei mir entschuldigt, haben aber auch nichts anderers gesagt, als die meisten vorher, eigentlich genau dasselbe. Die Sprache ist zu ungenau und zu schlampert, die Geschichte ist nicht fertig, es sind Rohentwürfe, die Figuren, wie aus Pappe, etcetera.

Was ich bei der “Paula” eigentlich nicht finde, da sind die Themen nicht so abgelutscht.

Das hier sind die Ideen, die mir vor und nach meinen Recherchetag gekommen ist und da war das “Nicht schon wieder über Flüchtlinge schreiben!”, schon im Kopf und über die Pensionistin, die ihr Geld abhebt, habe ich ja auch schon geschrieben. Dagegen ist mir das von dem berührt, schon vorher eingefallen. Denn das höre ich ja immer, wenn jemand fragt, was ein guter Roman sein soll?

“Er muß mich berühren!”, lautet, die immer gegebene,  steeotype Antwort, die ich schon nicht mehr hören kann. Und weil sich keiner für meinen Arbeiten interessiert, berühren sie offenbar nicht.

Eigentlich eine gute Ausgangslage für einen Roman, allerdings auch sehr perslönlich und das könnte dann wieder eine Hemmschwelle sein, die die Sperre im Kopf auslöst und wahrscheinlich auch viel Arbeit, denn der Roman mit Hildegard, Zarah und den beiden Dichtern ist die eine Sache, beziehungsweise muß ich mich da auch in Stefan Zweig und Heimito von Doderer einlesen, auch wenn das Treffen 1934 eine fiktive Angelegenheit ist.

Doderer ist 1933 in die illegale NSDAP eingetreten, habe ich ergooglet und vorher ein paar Frühwerke geschrieben, Stephan Zweig hat 1934 in Salzburg gelebt und im Februar nach den Kämpfen Österreich nach einer Hausdurchsuchung verlassen.Da könnte er am 12. in Wien gewesen sein. Aber was die beiden da aushecken muß ich auch erst erfinden und die Wurfgeschichten müssen  auch zur Handlung passen und da ist  auch noch Zarah, die an einer Dissertation über Anne Frank schreibt, die ja  einige Jahre später in dem Versteck in Amsterdam sitzt und ihr berühmtes Tagebuch schreibt. Das könnte alles auch in das Stück, beziehungsweise Roman einfließen und seinen Bezug zur Gegenwart haben.

Also wieder sehr viel Arbeit. Zu viel vielleicht, denn wenn ich es nur umrunde, anreiße, wird es ja wieder nichts. Aber das wirklich einlassen, ist derzeit etwas schwierig, obwohl ich mir wieder denke, macht ja nichts, wenns nichts oder nicht gleich was wird! Du kannst es ja umschreiben, kommen lassen und vielleicht entsteht durch die Wurfgeschichten auch etwas ganz anderes.

Spannend eigentlich, wenn ich darüber schreibe und das geht auch besser, als das Schreiben selbst und war auch eine Idee, die ich das letzte Mal hatte, das ich mir den Roman vielleicht erbloggen kann. Die Blogberichte könnte dann auch in den Roman fließen, etcetera. Vielleicht mag mir einer meiner Leser auch Ezzes geben, beziehungsweise mich diesbezüglich begleiten?

Mal sehen, daß das Zeitlassen, eine gute Sache ist, weiß ich auch, nicht umsonst stöhnen ja der Alfred oder Wolfgang Helmart im MUSA, wenn ich  mein Neues zeigen will oder davon erzähle.

Ob ichs zusammenbringe ist eine andere Sache. Aber irgendwie kann ich ja doch schreiben, zumindest habe ich das  schon sehr viel getan. Warum soll dann ausgerechnet ich nicht interessieren oder berühren können? Die Themen sind ja interessant, Transgender genauso, wie die momentan aktuelle Situation und die Depression oder Schreiblockade einer Schriftstellerin wahrscheinlich auch.

Mal sehen, die anderen kochen auch mit Wasser oder schreiben mit Tinte. Da habe ich  zuletzt Sibylle Bergs “Vielen Dank fürs Leben” gelesen, die hat eine sehr sehr scharfe Sprache, da kann ich mir sicher einiges abschauen, aber beschreibt auch nur das, was ich mir so denke, nämlich den Untergang oder den Zustand dieser Welt und eigentlich habe ich beim Lesen empfunden, so ganz auskomponiert ist das  nicht. Denn da wird ein Ereignis an das nächste gereiht, so daß ich mir da denken würde “Nicht so viel, nicht übertreiben, das ist  jetzt eigentlich nicht mehr logisch!” Oder Hans Platzgumer, der mit “Am Rand” inzwischen auf Platz eins, der “ORF Bestenliste” steht, da habe ich mir in der “Alten Schmiede” mehrmals gedach “So kitschige Metaphern dürfte ich nicht schreiben!” und der Irving übertreibt in “In einer Person” ja auch sehr ungebremst. Da darf ich mein Fräulein Paula vielleicht auch auf das Faschingsfest seiner Nichte schicken und der Dr. Scherzer von der “Berg-Galerie” kann, wie die anderen, “Ist das Ihr Freund, Fräulein Paula?”, fragen.

Ich habe öfter das Gefühl, das ich das alles nicht darf und die Sperre im Kopf ist auch schon früher da, bevor jemand den Text zu sehen bekommt. Die, den inneren Kritiker, wie die Schreibratgeheber meinen, müßte ich als erstes wegbekommen, das raten sie ja auch im “Writersstudio”, für mich heißt das, aufschreiben und dann vielleicht bearbeiten und natürlich Zeitlassen, denn damit drücke ich mich wahrscheinlich um das Einlassen herum. Mich einarbeiten in die Biografien Doderes und Zweigs und  versuchen einen Bezug zur Gegenwart herzustellen. Die depressive Anna Augusta Augenstern kann ihrem Psychiater ihre Wurfgeschichten erzählen, die müssen dann aber  Bezug zum Text haben und am Ende ist vielleicht die Premiere des Stückes und  Hildegard geht nach Hause, um ihre Koffer für die große Reise zu packen ( und die Anna Augusta steht dann mit “Berührungen” auf der nächsten LL).

Das weiß ich noch nicht zu genau, zuerst einmal muß ich das unangenehme Gefühl wegbringen, wenn ich denke, daß ich jetzt eigentlich schreiben soll, denn das hindert mich am Einlassen oder was ich  schon länger will, mich zuerst mit meinen schon geschriebenen Sachen in die Badewanne begeben und mich in sie einlesen. Das Wochenende will ich nur das und nichts anderes lesen.

“Die Dora Faust” bietet sich dafür an, die “Bbibliophilin”, die “Mimi” und wahrscheinlich anderes, das von depressiven Frauen oder Schriftstellern handelt.

Bis halb elf kann ich das jetzt tun, dann gehts auf den Markt, weil wir da die Ruth Aspöck treffen, weil der der Alfred seinen neuen Holzofen zeigen will. Morgen gibts dann in St. Pölten ein Künstlerbruch bei der von Doris Kloimstein kuraritierten Ausstellung im Sommerfrelektirium des Doms und am Sonntag Nachmittags ist Ruths Salzburger Frauenlesung zum Frauentag in einer Galerie beim WUK.

Die anderen schreiben auch nicht so viel besser als ich, das denke ich immer wieder, warum das dann bei mir nicht und nicht geht, habe ich noch nicht so ganz herausgefunden. Mal sehen, ob es mit dem Projekt geht. Aber vielleicht fällt mir noch etwas anderes ein, was weniger persönlicher ist und daher vielleicht leichter und ungehemmter vor sich geht?

Und, um von Jacquelinge Vegguth und ihrem zwölf Bücher Projekt, das ich mir eigentlich nicht zum Vorbild nehmen sollte, zu berichten, da ist zu schreiben, daß jetzt der Februar Roman on line gegangen ist, der auch der Beginn einer Trilogie ist, aber von übernatürlichen Kräften handelt und bei mir geht es ja sehr realistisch zu.

Wurfgeschichten versus Roman?

Für die die es wissen wollen, wie es mir mit dem Weiterschreiben geht und ob ich bezüglich meiner Recherche- oder Materialsuchtouren schon zu einer Wurfgeschichte gekommen bin?

Mitnichten, nichts davon,  denn vielleicht wird doch nichts aus einer Geschichtensammlung und ich schreibe demnächst wieder an einem neuen Roman, der dann vielleicht  eine kurze Erzählung wird, aber vielleicht komme ich damit auch nicht wirklich weiter, obwohl in meinem Notizbuch schon ein paar diesbezügliche Notizen und Eintragungen stehen.

Vorige Woche bin ich ja sowohl mit der Endkorrektur der “Sommergeschichte” fertig geworden, die inzwischen auch schon an die Druckerei gegangen ist, als auch mit der Rohkorrektur von “Paul und Paula”.

Das hat jetzt der Alfred zur gefälligen Bearbeitung und ich habe dann am Mittwoch die Fenster geputzt und bin am Donnerstag auf eine Recherche-beziehungsweise Materialsammeltour gegangen.

Da hatte ich allerdings schon ein paar vage Einfälle aufgeschrieben, ich könnte nochmals, genauer, anders etcetera über das Umgehen mit einer Alzheimerdiagnose schreiben oder aber, weil mich das immer nervt zu hören, daß eine Geschichte, ein Roman etcetera nur dann gut ist, wenn er berührt und ich ja genau das mit meinen Texten nicht zu schaffen scheine, weil die niemanden interessieren, obwohl das eigentlich interessante Themen sind, über die ich schreibe, das Downsyndrom beispielsweise oder jetzt die Transgenderproblematik, etcetera…

Dann schreibe ich das, lasse es drucken, zeige es dem Ersten, den ich in der “Alten Schmiede” oder an einem anderen Ort sehe und der nimmt es mit spitzen Fingern, sagt “Schön!” und fügt vielleicht hinzu, daß er es aber jetzt nicht anschauen kann!

Na gut, berühre ich eben nicht, die Themen, die ich aber behandle sind trotzdem interessant. Darüber zu schreiben, vielleicht auch, obwohl ich schon weiß, daß ich damit nicht weit entfernt von meinen gewohnten Fahrwasser bin und in der “Dora Faust” habe ich ja etwas sehr Ähnllichres behandelt.

Nun gut, durch Wien marschiert und diesbezügliche Ideen aufgesammelt, darüber habe ich schon geschrieben und am Freitag, wo ich es mir eigentlich gut gehen haben lassen wollen, in meinen Texten schmökern, meine Schreibutensilien ordnen, etcetera, ist dann plötzlich der Entwurf für einen neuen Roman entstanden, von dem ich mir allerdings nicht ganz sicher bin, ob ich ihm schreiben, kann, soll und will.

Die Frage, was berührt mich, wäre ja schon eine ganz gute Ausgangslage und da könnte die Erzählerin, Anna Augusta Augustin steht schon ganz lange in meinem Notizbuch zu ihrem Therapeuten gehen, in der “Frau auf der Bank” gibt es ja den Psychiater Theo Hardenberg, der sich mit der Sveti befreundet, der könnte auch Psychotherapeut sein und dem erzählt die Augusta von einer Rezension, die sie bekommen hat, daß ihre Geschichten nicht berühren würden.

Dabei hat sie ja schon eine Idee, Achtung auch nichts Neues, da wird ihre Helden sechzig, geht in Pension und möchte fortan ein schönes Leben leben, mit Geld von der Bank abheben und um die Welt reisen etcetera.

Aber kann man das in Zeiten, wie diesen, wo die Flüchtlingsströme kommen, wir von uneren Politikern in Sachen Angst im Kreis geschickt werden, etcetera, die Hildegard Himmelblau, irgendein kürzerer Name ist mir auch noch eingefallen und habe ihn jetzt vergessen, könnte irgendwo auf dem Weg dies zu tun, ihre ehemalige Schülerin, sie war Lehrerin, Zahra Kashrim treffen, die jetzt Germanistik studiert, eine Diplomarbeit über Anne Frank schreibt, aus dem Iran kommt, die ihr zwei junge Männer mit Namen Stefan Zweig und Heimito von Doderer vorstellt.

Ja, genau, das sind Schauspieler bei dem Flüchtlingstheater, sie kommen aus Bosnien und Russland, wo Zahra auch mitmacht und sie proben in diesen Rollen ein Stück, das das Wien der Dreißigerjahre schildert, wo die beiden Dichter sich begegnen und über den Zustand der Welt reflektieren. An eine Begegnung in den Wolken habe ich auch gedachtund während, die gute Augusta nicht recht weiß, soll sie jetzt diesen Roman schreiben oder nicht, kann sie das überhaupt, geht sie vielleicht wöchentlich zu ihrem Psychiater und erzählt ihm ihre Wurfgeschichten.

Am Freitag bevor ich zu den schönsten Büchern und der “Kurzen Nach des Hörspiels” gegangen bin, war ich recht niedergeschlagen und unzufrieden mit meinen Notizen, habe auch gedacht, kann ich das überhaupt und was berührt mich daran und das habe ich doch alles schon in unzähligen Varianten?

Dann bin ich zu meinen Bücherstößen gegangen, im Internet habe ich da von einer sehr viel jüngeren Schreiberin einen diesbezüglichen Tip gefunden, man sucht sich wahllos eine Handvoll Bücher heraus und schreibt sich einen Wort, einen Satz vom Klappentext heraus, der berührt.

Das habe ich dann auch getan und bin auf die Worte: “Erkundungen, Dosenbier, Geld, Feindschaft und Lügen” gekommen, die entsprechenden Bücher weiß ich jetzt gar nicht mehr alle, Cornelia Travnicek war aber, glaube ich, mit “Chucks” und dem Wort “Dosenbier” dabei.

Auch nicht sehr ergiebig, habe ich gedacht, aber ich kann natürlich eine Geschichte schreiben, wo das Wort “Dosenbier” vorkommt und habe dann noch zu Ljudmila Ulitzkaja “Die Lügen der Frauen” gegriffen oder schon vorher, denn das  Wort “Lügen” stammt sicher daraus, interessant ist aber die Widmung, die da jemand hineingeschrieben hat.

“Dieses Buch soll ein Anfang dafür ein, daß du deinen Traum realisierst! Dieses Buch gilt als erster Schritt in die Psychologie. Ich hoffe sehr, daß es dir gefällt, vielleicht kannst Du dann meine Fehler analysieren und entsprechend behandeln!”

Wow, interessant, was man alles in den Bücherschränken findet und die Augusta Augustin, die ausgebrannte Autorin, könnte ja auch eine diesbezügliche Bücherschrankbenützerin sein.

Sie findet das Buch,  geht damit zu Theo Hardenberg und liest  ihm die Widmung vor, beziehungsweise hat sie schon etwas für ihren Roman und wenn ihr diesbezüglich nichts mehr einfällt, weil sie ja nicht alles hundertausendmal, wie weiland Martin Walser, der sich ja, glaube ich, auch in der Kunst übt, immer wieder denselben Roman neu zu schreiben oder das auf jeden Fall vorgeworfen bekommen hat, kann sie dem guten Theo pro Stunde immer eine Geschichte über eines dieses Wörter erzählen und so Kapitel an Kapitel reihen…

So weit so what und da war ich, glaube ich, in der Freitag Nacht, bevor ich dann zu der GV der IG Autoren gegangen bin und gedacht habe, damit könnte ich ja mal anfangen und sehen, wie weit  ich damit komme und am Ende habe ich dann einen Roman, zu dem ich ein Jahr, ein Monat oder was auch immer brauche, beziehungsweise eine kurze oder längere Erzählung für die Wurfgeschichtensammlung oder alles oder auch nichts davon.

Ich könnte ja auch und das hat mich ja einmal meine Psychologiekollegin Irmgard G. gefragt, ob der Blog mein Schreiben ersetzt, eine Zeitlang Artikel, “Wie schreibe ich einen Roman in das “Geflüster” stellen und den Entstehungsprozeß als solchen beschreiben.

Ich lasse mich überraschen, ob das Bloggen das Schreiben, ergänzen, ersetzen oder was immer wird.

Wär auch mal spannend und vielleicht wird der Prozeß über das Schreiben ein Blogroman. So etwas passiert ja derzeit auch bei anderen und von Romanfiguren, die ins Leben treten, wird ja jetzt auch geschrieben oder Geschichten erzählt, die dann ein Roman werden, denn die meisten anderen, haben ja auch schon einiges geschrieben und stehen vielleicht an.

Ich schleppe jedenfalls meine sogenannten Mißerfolge und das nicht Wahrgenommen werden mit mir herum, das schon Ausgeschrieben sein, bei all den Bücherbergen, die es schon gibt, die aber keiner kennt und, ob es eine neuerliche Geschichte einer ausgeschriebenen Autorin und einer Flüchtlingsbetreuerin wirklich ist, weiß ich gar nicht so genau.

Man schreibt immer denselben Roman, sein Leben lang, das weiß ich schon, sollte man vielleicht auch nicht und eigentlich will ich auch nicht schon wieder über eine depressive Pensionistin schreiben, dann fällt mir aber doch eine neue Variante dazu ein. Vielleicht wären die Wurfgeschichten ein Ausweg daraus oder auch der Weg hinein? Mal sehen, ich bin gespannt, und werde weiter berichten…

Stoffsuche

Mit “Paul und Paula” bin ich gestern wieder fertig geworden und habe es, zusammen mit ein paar Beschreibungssätzen ein zweites Mal dem Alfred geschickt.

Das habe ich ja schon Ende Jänner getan, bevor wir nach Salzburg fuhren, dann kamen Gloria G.s kritische Anmerkungen und ich bin gesessen und gesessen und habe das “sie” in ein “er” verwandelt und ausgebessert, was falsch oder unlogisch war.

Das Lokal in “Maribou” umbenannt, das “Sigmund Freud Museum” in eine “Berg-Galerie”, etcetera. Ob es sprachlich so gut geworden ist, daß es Anerkennung findet, wage ich nicht zu hoffen, weil ich ja fürchte, daß das bei mir, ich weiß auch nicht, warum,  unmöglich ist, ich finde es aber dichter und kürzer ist es dadurch auch ein bißchen geworden, hat jetzt neunundvierzig Seiten, dann kommen noch zwei Zeilen Danksagung dazu, beziehungsweise 22 726 Worte.

Mein kürzestes Buch wahrscheinlich,  eine knappe Erzählung, das Cover “Paula und Paula” auf roten Grund, habe ich schon im Jänner entworfen und die “Sommergeschichte” ist jetzt auch soweit, daß sie an die Druckerei gehen kann.

Da gibt es  schon die Vorschau, wer also noch was gewinnen will, beeilen bitte, wenn das Buch da ist, werden die Fragen aufgelöst.

Es wird  aber bald die Vorschau für den “Adventkalender” geben, wo wir aber erst das Cover machen müßen, obwohl wir Text und Foto schon haben und dann, was ist dann, wenn mein vierzigstes oder so Selbstgemachtes erschienen ist?

Was werde ich dann schreiben? Da fehlt nach wie vor die Idee füŕ den großen Roman, die ja inzwischen immer kürzer werden und dann hatte ich auch die Idee für die “Wurfgeschichten”, wie es beispielsweise in echt oder als Arbeitstitel heißen könnte, zwölf oder so kürzere Geschichten und die Ideen dazu könnte ich mir aus der Schreibgruppe mitnehmen oder, wie das die Blogger raten, in die Bibliothek gehen, ein Buch herausnehmen und ein paar Sätze herausnehmen und auf diese Art und Weise die Geschichte zusammenbasteln.

Mal sehen, ob das geht. Versuchen könnte ich es ja und von der letzten Schreibgruppe habe ich mir ja das Opernballthema nach Hause genommen und dann die Bundespräsidentin Awadalla dorthin geschickt, die jetzt ja noch eifrig Unterstützungserklärungen sammelt. Das hatte dann allerdings die Länge eines Blogartikels. Aber mal sehen, wie es weitergeht.

Gestern, als ich die “Paula” abgeschlossen hatte, habe ich die Fenster geputzt und die Böden gesaugt, das ist so mein Ritual, zu putzen, wenn ich mit einem Text in der Rohfassung fertig bin, bevor es an den nächsten geht. Korrigiert wird es dann ja noch, wenn es der Alfred gesetzt hat, bis es an die Druckerei gehen kann und heute habe ich gedacht, gehe ich in der Stadt spazieren, gehe vielleicht ein paar Leuten nach, höre ihnen zu, mache mir ein Notizen, etcetera und schaue, ob ich so zu meinen Stoffen komme?

Ein paar diesbezügliche Ideen hatte ich mir schon in mein Notizbuch aufgeschrieben, aber das war nichts wirklich Neues, sondern ist eher, um das gekreist, worüber ich schon geschrieben habe, das Umgehen mit “Alzheimer” beispielsweise oder wie macht man das, wenn das, was man schreibt, nicht berührt, aber man trotzdem einiges erlebt,  was wichtig ist oder wie geht es jemanden, wenn das Telefon nicht läutet, etcetera.

Man sieht dasThema “depressive Frauen” ist eines, was mich nach wie vor beschäftigt, aber das habe ich  schon öfter thematisiert und sollte es vielleicht nicht wieder aufwärmen, wie mich schon einmal eine meiner Leserinnen mahnte.

Also heute Morgen ein kleines und das große Notizbuch eingepackt und mit einer Wasserflasche losgezogen, ein “Mc Donalds-Sparbuch” mit ein paar Gutscheienen hatte ich auch und auf die Bank mußte ich, bezüglich meines Bausparvertrages, beziehungsweise wollen die jetzt wissen, ob man politisch tätig ist?

Das wäre vielleicht auch ein Stoff für eine Geschichte und mein Bankberater sagte mir noch, wenn er wüßte was die Zukunft bringt, würde er einen Lottoschein kaufen und sich ein schönes Leben machen!

“Sie werden sicher nichts gewinnen!”, habe ich gesagt und darüber, daß eine arbeitslos gewordene Frau ihr Erspartes abhebt, in eine Schuhschatel steckt und beschließt, wenn es weg ist, in den Wald zu gehen und nicht wiederzukommen, habe ich auch schon geschrieben.

Sie könnte es natürlich auch ausgeben und sich angesichts der Flüchtlingsproblematik, um sie herum, ein schönes Leben zu machen versuchen, das wäre vielleicht eine Idee für die nächste Kurzgeschichte, mal sehen?

Ich bin also in Richtung Stadt gegangen, habe einem Flüchtling oder Obdachlosen eine Zeitung abgekauft, beziehungsweise ihm zwei Euro gegeben. Man sieht jetzt wirklich mehr Bettler, eine Frau mit Kinderwagen hat mich angesprochen und wollte wissen, wie sie zu Fuß in den zwanzigsten Bezirk kommt

In dem Bücherkastl beim “Kupptisch” lagen ganze Stöße “Bastei-Liebesromane”, ich habe nicht hineingeschaut, aber nachher gedacht, ob das nicht meine, vom Almweg, dem Haus, das die Anna jetzt verkauft hat, sind?

Dann bin ich zum Mc Donalds gegangen, einen Krapfen hatte ich schon früher gegessen, mir dort erste Notizen gemacht und zwei Medizinstudentinnen oder Ärztinnen auf Turnussuche zugehört und bin dann auf Paul und Paulas Spuren, die Berggasse hinunter und am “Freud Museum” vorbei gegangen, bis zur Strudlhofstiege und die dann wieder hinauf, um mir beim Kutschera-Markt die “Büchertaschen”, die es dort an einem Parkgitter gibt, anzuschauen.

Dann bin ich zum AKH gegangen und habe mir meinen zweiten Notizblock aufgeschrieben und dabei vier möglichen Romafrauen beim sich Unterhalten beobachtet, während die zwei sie begleitenden Männer mit ihren Handy spielten.

So weit, so what und meine Ausbeute, vom zweiten oder dritten heurigen Recherchetag, jetzt werde ich wieder in meinen schon vorhandenen Büchern lesen, das tue ich auch immer gern vor dem Neubeginn und gehört zu meinen diesbezüglichen Ritualen und bin dann nach Hause gegangen.

Da ist dann die Dauerkarte, beziehungsweise, die Akkreditierung für Leipzig gekommen, wo es ja wieder literarisch werden wird, ein paar Neuerscheinungen sind bis dahin auch zu lesen. Ich warte auf das Ronja von Rönne Buch, habe mir ein neues Rezensionsexemplar bestellt, ich kann es nicht lassen, auch wenn die vorhandene Leseliste schon so  lang ist. Petra Ganglbauers Gedichte müßten auch noch kommen und noch ein Buch habe ich zu lesen, das mir Klaus Khittl alias Gloria G. der oder die unermüdliche, gestern, bezüglich meines “Paul und Paula”Texts vorbeibrachte.

Sybille Berg “Vielen Dank für das Leben”, auch eine vortreffliche Transgender Geschichte, auch wenn man das nicht sofort merkt, wie ich mich belehren ließ.

Nun ich bin gespannt,ich will ja immer wissen, was und wie es die anderen besser machen, bevor es ans Weiterschreiben geht und einige Todesmeldungen schleppe ich auch noch vor mich her und bin nicht dazugekommen sie zu bloggen.

Vorigen Freitag sind sowohl Harper Lee, von der ich ja nach Weihnachten ihr neues altes Buch gelesen habe und Umberto Eco gestorben, von dem ich einiges auf meiner Leseliste habe, gestorben.

Neuerliches Luxusjammern

Da habe ich im Jänner ja fast manisch in einem Zug in einer guten Wochen fünfzig Seiten der “Paul und Paula” hinuntergeschrieben. Das Ganze dann schnell durchkorrigiert und dem Alfred für den Satz übergeben, bevor wir nach Salzburg gefahren sind.

Dann sind die Rückmeldungen meiner Testleserin gekommen, die wieder nur von einem ersten Entwurf und von Pappfiguren, die kein Leben haben, gesprochen hat, etwas, was ich auch sonst öfter höre und immer noch nicht ganz nachvollziehen kann.

Ich habe die Anmerkungen zur Musikszene und, die zur Genderproblematik umgesetzt, dadurch ist der Text besser geworden, denn, daß da einiges hölzern war, habe ich gemerkt.

Es tauchten aber Probleme auf, sollte ich nicht das Ganze umschreiben? Denn die Paula ist ja jetzt ein “er”, der Paul aber eigentlich noch ein solcher und wenn ich allzu korrekt werde, sind dann meine Pointen weg und ich habe mich einige Zeit nicht gut gefühlt und gedacht, jetzt korrigiere ich mir mein Manuskript kaputt und das mit den Testlesern verflucht.

Da habe ich ja schon Geschichten von Leuten gehört, die ihr Manuskript auf Anraten des Lektores so lange geändert haben, bis der es dann nicht mehr haben wollte.

Videos von Identitätsänderungen habe ich mir angeschaut, auch da hatte ich vorher nicht viel Ahnung und wußte beispielsweise nicht, daß die Pauls, die zu Paulas werden, zu Logopäden gehen und, daß durch das Testeron, die Haare ausgehen und John Irvings “In einer Person” gelesen.

Da habe ich mir dann gedacht, wenn der so viel Unglaubliches beschreibt, dann kann mein “Fräulein Paula vielleicht auch mit dem Paul auf ein Faschingsfest gehen, habe aus dem roten Kleid aber eine rote Bluse und aus den Higheels blonde Locken gemacht.

Geändert habe ich jetzt, daß, die ehemalige Paula in “er” beschrieben wird, der Paul bleibt ein solcher, wie es ja in den Papieren steht. Paul Schneider spricht ihn aber mit “sie” an, die Schwester, die Kinder, die Eltern bleiben beim “er”.

Damit bin ich jetzt ziemlich durch, ein paar falsche Formen werden wohl noch drinnen sein und ganz sicher, ob es jetzt stimmt, bin ich immer noch nicht, dazu fehlt mir wohl das persönliche Erleben.

Das Lokal heißt jetzt “Maribou”, da kann Fräulein Paula “Kann denn Liebe Sünde sein”,mit Schmollmund singen und aus dem “Freud Museum” ist eine “Berg-Galerie” geworden.

Kürzer ist das Ganze jetzt noch ein bißchen geworden, hat jetzt neunundvierzig Rohseiten, die fünfzigste ist dann meine Danksagung.

Das Gedicht bleibt weg, weil es vielleicht doch zuviel Klischee wiedergibt und es  ja auch zwei  Personen sind, um die es geht und ich bin jetzt wieder im Stadium der Endkorrektur, so daß es der Alfred bekommen könnte, wenn sich nicht noch vorher meine Testleserin meldet, die vor einer Woche eine noch nicht so ganz durchkorrigierte Fassung bekommen hat.

Sprachlich denke ich, ist es besser, beziehungsweise fühle ich mich sicherer, den Beschreibungstext macht, mir vielleicht  meine Leserin, sonst schreibe ich ihn.

Bei der “Sommergeschichte” korrigiere ich noch herum und finde immer wieder einen neuen Fehler, bezüglich des “Adventkalenders” haben wir jetzt das Bild mit der Puppe und ich erzähle neuerdings allen, wie gestern in der “Alten Schmiede”, daß ich nach vierzig Büchern und vierzig Jahren Schreiben, ausgeschrieben bin, weil ich schon alle Themen angeschrieben habe und wahrscheinlich sehr resigniert bin.

Da gibt es ja die Idee für einen Erzählband, zwölf oder dreizehn Geschichten, für jedes Monat eine, wie ja auch Jacqueline Vellguth zwölf Romane in einem Jahr schreibt und den für den Jänner schon veröffentlicht hat.

Ich habe aus dem Opernball-Schreibgruppenthema“Als Präsidentin auf dem Opernball” gemacht und überlege, wenn ich jetzt mit dem Korrigieren, wieder fertig werden sollte, ob ich zuerst die Fenster putzen soll oder einen Tag mit einem Notizbuch in Wien herumgehen und alles aufschreiben, was ich so  erlebe?

Es muß ja nicht gleich eine kürzere oder längere Geschichte daraus werden. Ein bißchen Luftschnappen und Atmemholen, wäre vielleicht auch ganz gut, weil ich in den letzten Jahren wirklich vor mich hinrase, ein Manuskript nach dem anderen.

Drei im Jahr sind es jetzt ja schon , dann sind sie fertig, ich mache meine Promotion, ein Gewinnspiel, wo sich keiner meldet, halte in der “Alten Schmiede” oder sonstwo, dem ersten den ich treffe, das neue Buch vor die Nase, der oder die schaut es mehr oder weniger intensiv an oder sagt gleich, “Ich habe fette Finger!” oder “Keine Zeit!” und dann war es das und ich schreibe das nächste Thema an, beziehungsweise mache ich eine Lesung, wo keiner kommt.

Sich entschleunigen oder Mut zur Lücke auch hier, denn das ist ja derzeit das große Thema auf den Blogs. Die, die von Verlagsvorschau zu Verlagsvorschau hetzten, die Covers der Bücher abbilden und die Pakete, die ihnen die Verlage schicken, auf Facebook stellen, rufen plötzlich “Alte Bücher Challenges” auf, wo man sich melden kann, wenn man ein Buch liest, das älter als fünf Jahre ist und sprechen von “Backlist-Messen”, das sind wohl die, wo Verlage Neuauflagen vorstellen und die gibt es ja.

So wurde jetzt “Der Engel mit der Posaune” mit einem Vorwort von Eva Menasse wiederaufgelegt. Ich habe noch das alte Buch gelesen, das ich im Bücherschrank fand und habe ja eine jährliche hundertfünzig Bücherliste, die vorwiegend aus älteren Büchern besteht, aber in den letzten Jahren durch die Neuerscheinungen, die mir die Verlage anbieten oder ich anfrage, durcheinander kommt.

Auch heuer wird es wieder so sein, denn “Jung und Jung” hat mir jetzt das neue Buch der Nellja Veremej geschickt, auf den ersten Roman von Ronja von Rönne warte ich noch, zwei Bücher von der “Edition Taschenspiel”, stehen jetzt auch auf meiner Liste.

Petra Ganglbauer wollte, daß ich ihren neuen bei “Keiper” erschienenen Gedichtband besprechen soll, dann bin ich  schon hübsch im Schleudern und von Entschleunigung keine Spur, denn ich lecke ja Blut, wenn mir der Lehrer aus Retz, den gestern, zwei Büchen in der Hand beim “Morawa” getroffen habe, erzählt, daß er den neuen Gstrein schon gelesen hat und den neuen Köhlmeier, da habe ich noch ein paar alte auf meinen Stößen liegen, die schon in die ältere Bücher-Challenge fallen.

Die Blogger stöhnen, es gibt zuviele Bücher und wünschen sich von den Verlagen, daß die weniger verlegen. Da sträubt sich dann einiges in mir, obwohl die Verlage, das bei mir ja ohnedies nicht tun, ich aber trotzdem denke, wer schreiben will, soll es tun und manchmal denke ich, daß ich eine der wenigen bin, die die Bücher dann auch lesen.

Die Bücherblogger rufen  jetzt  auch zum Bücherweggeben auf und freuen sich, wenn es ihnen gelungen ist, ihre “Schätze” in den Müll zu schmeißen.

Die würde ich dann herausziehen, komme aber mit dem Lesen nicht nach und auch nicht mit dem Schreiben oder mit dem vielleicht schon, aber dann bleibt es bei den “Rohentwürfen” und den “Pappfiguren”, obwohl ich mir bei Lesungen, immer öfter denke, so gut bin ich eigentlich auch.

Nun ja, es ist ein Dilemma und wahrscheinlich wirklich ein Luxusjammern, wie mir meine gutmütigen Leser dann  tröstend schreiben.

Nun, ja, nun ja, für Leipzig habe ich mich jetzt doch akkreditieren lassen, damit ich in die Bloggerlounge kann, um Tobias Nazemis und andere Blogger zu treffen, die ich durch mein eifiges Bücherbloggen und diesbezügliches Kommentieren im vorigen Herbst vielleicht genervt habe.

Dort gibt es auch eine Bloggerkonferenz, aber dafür muß man fünfunddreißig Euro zahlen, wenn man eine Eintrittskarte hat und fünfundsechzig, wenn man ohne in die Messe gekommen ist.

Die Bücher für den “Leipziger Buchpreis” sind auch schon nominiert, die sogenannten Bloggerpaten gibt es nicht mehr und so weit ich weiß, auch kein Wettlesen darum, mir sagen, die fünfzehn ausgewählten Bücher noch nicht sehr viel, habe noch nichts davon gelesen, bin also gespannt.

 

Macht Kunst Macht

Im Sommerreflektorium  der Erzdiözöse St. Pölten  scheint es jedes Jahr zu Beginn der Fastenzeit eine vom katholischen Akademikerverband veranstaltete Ausstellung zu geben.

Ich weiß von Doris Kloimstein davon, die ja bei der Erzdiözöse arbeitet, die hat die Ruth vorige Woche bei der Schreibgruppe dazu eingeladen, aber die war heute zwar in St. Pölten allerdings im Landestheater und ich habe mir genau aufgeschrieben, daß man die Ausstellung bis Ostern jeden Sonntag besuchen kann.

Am Sonntag hat mir dann die Ruth bei ihrem Brunch die Einladung gegeben und mir ist eingefallen, daß wir ja genausogut auch zur Vernissage gehen könnten, weil wir jetzt  schon immer am Donnerstag fahren, seit der Alfred in Altersteilzeit ist.

Doris Kloimstein, die ich dort treffen könnten, ist eine der Kuratorinnen ist, hat mir zwar gemailt, daß sie krank ist, aber Robert Eglhofer könnte kommen, Eva Riebler von der Lit Ges vielleicht und die Handvoll St. Pöltner, die ich kenne und die sich für Kunst interessieren.

Begonnen hat es um halb sieben im Dom mit einer “Fastenbesinnung”, aber wir sind ja nicht katholisch, so sind wir gleich zu der Ausstellung gefahren und waren viel zu früh daran.

“Macht Kunst” ist ja ein gewaltiges Thema und die Idee ist, glaube ich, daß einige Galeristinnen einige Künstler einladen, die ihre Bilder und Skulpturen zu diesem Thema ausstellen und Doirs Kloimstein, die ja beim PEN ist, einige Literatinnen, die dazu Texte schrieben.

Die Literatinnen waren  IIshraga Mustafa Hamid, die ich, glaube ich, von der “Wiederstandsanthologie” kenne, die der “Milena-Verlag” zu Zeiten von Schwarz-Blau herausgegeben hat, Helga  Neumayer, Dorothea Nürnberg und Magdalena Tschurlovits, Magdalena Tschulovits kenne ich, glaube ich, auch vom PEN-Club beziehungsweise von den IG Autoren, Helga Neumayer hat mich angesprochen, daß ich ihr im Amerlinghaus einmal mein “Literaturgeflüster-Kärtchen” gegeben hat und allmählich füllte sich der Raum mit all der Prominenz.

Die Eröffnungsreden wurden gehalten und die ausstellenden Künstler vorgestellt, “Macht Kunst” ist ja ein weites Thema und es gab auch einen Performer der live den Einfluß der Werbemarken auf uns, bezeihungsweise die Gesellschaft. zum über die Schulter schauen darstellte.

Dann lasen die anwesenden Literatinnen ihre Texte, der Vertreter der Diözese forderte alle Künstler auf ihr Talent zu nützen und weil der Direktor des Landesmuseums, der auch eröfnen hätte sollen, noch nicht da war, wurde das Buffet eröffnet, das für die Fastenzeit eigentlich sehr reichhaltig war, Wein, Brot und verschiedene Käsesorten.

Am Sonntag kann man die Ausstellung von neun bis eins ansehen, eine Führung mit den Kuratorinnen gibt es auch und am 6. März die Vinissage beziehungsweise Abschlußbrunch und da könnte sein, daß wir in Harland sind und anschließend nach Wien zu Ruth Aspöcks Veranstaltung zum Frauentag fahren, wo auch Margot Koller aus Salzburg lesen wird.

Und was das schreiben, meiner “Trans-Geschichte” betrifft, da bin ich auch  sehr fleißig gewesen, habe den Text jetzt umgeschrieben, dem Paul , der früher eine Paula war, das “er” Wort gegeben. Beim “Fräulein Paula” bin ich beim “er” geblieben.

Ganz sicher, ob es stimmt, bin ich noch nicht, ein paar Korrekturgänge werden wohl noch nötig sein.

Das “Sigmund Freud-Museum” ist jetzt eine “Berg-Galerie” geworden, die “Villa” wurde vom “Rosa Haus” zum “Maribou” und eine Danksagung an meine geduldige Beraterin und Testlesterin gibt es auch, während ich das Gedicht, das mir Richard Weihs bei den letzten “Wilden Worten” schrieb, wahrscheinlich nicht verwenden werde, weil Paul und Paula mit ihren Stöckelschuhen und Schirmkappen ja zwei verschiedene Personen sind.

An den Start zurück

Da habe ich ja das Rohkonzept von “Paul und Paula” ziemlich schnell hinuntergeschrieben.

In zehn Tagen oder einer guten Woche, glaube ich, nachdem mir die Idee im November oder Dezember gekommen ist, daß ich etwas über Transgender  schreiben könnte oder die Geschichte des Informatiker Pauls, der als Paula in einem Szenelokal seine ehemalige Schulkollegin Paula wiedertrifft.

Auf die Idee bin ich gekommen, als ich im letzten halben Jahr zwei Namensänderungen miterlebte und es war ein spannendes Schreiben, obwohl ich nicht wirklich viel von der Materie wußte,   aber ein bißchen Blog gelesen habe und mir auch ein paar Videos anschaute.

Zu Schreiben habe ich nach der Jänner-Schreibgruppe angefangen, als ich dort Beginn der ersten Szene geschrieben habe, Klaus Khittl hat mir seine fachliche Beratung angeboten und so habe ich ihm, als ich am zwanzigsten Jänner mit den Rohtext fertig war, es ist sehr kurz, nämlich fünfzig Seiten geworden, den Text geschickt, dann bin ich ein bißchen losgezogen, um noch auf Veränderungsideen zu kommen, aber eigentlich hat mir diese knappe Geschichte gefallen.

Also so gelassen und den Rohtext durchkorrigiert, vorigen Freitag, bevor wir nach Salzburg gefahren sind, habe ich den Text dem Alfred gegeben, der gerade die “Sommergeschichte” fertigstellt und auch schon  am “Adventkalender” arbeitet, wo wir noch das Foto brauchen.

Das war aber zu früh und zu schnell, denn am Dienstag hat mir  Klaus Khittl, den Text mit vielen Anmerkungen zurückgeschickt, denn wie beschrieben, kenne ich mich in der Transgenderszene  nicht wirklich aus.

Es waren auch sehr brauchbare und  schnell durchführbare Änderungen dabei. Anderes, wie zum Beispiel,  die Namensgebung, Paulchen, Paula Paul, erwiesen sich als schwieriger, denn wie schreibe ich jetzt über eine Paula, die einmal ein Paul war?

Ich habe es eher unbekümmert gemacht und den Paul als “er eingeführt, aber dann redet man sich auch  anders an, weil die Identität, wie mir Klaus Khittl erklärte, über die Namen geht.

Ein paar solche Veränderungen hatte ich  schon in meinen Text, aber jetzt kam ich in einen Änderungstaumel und zu der Frage, ob ich es nicht überhaupt umschreiben soll?

Also aus dem Paul gleich eine Paula machen und an der Figur, des Pauls, die mir eigentlich stimmig erschien, sollte ich auch noch etwas ändern und eine Charakteränderung erklären.

Also wieder Ratlosigkeit und den Impuls alles hinzuschmeißen und aufzugeben.

Beziehungsweise käme ich, wenn ich das alles anwende, zu Veränderungen, die vielleicht das Gesamtkonzept zerstören, denn natürlich dreht man ein Handy ab, wenn man schlafen geht, aber dann kann einem eine Mutter durch einen Anruf nicht mehr stören und wenn ich allzu korrekt mit der Sprache werde, ist vielleicht der Reiz an den Wortspielen verschwunden und es wird hölzern, was ein literarischer Text auch nicht sein soll.

Aber ich will ja länger mit meinen Texten brauchen und nicht schon nach ein paar Wochen fertig sein, um dann zu hören, daß sie unfertig, Rohfassungen, etcetera, sind.

Das höre ich auch bei meinen anderen Texten, wo ich in der Materie sicherer bin, hier weiß ich wirklich wenig und sollte die Gelegenheit zum Recherchieren nützen, habe ich gedacht, was auch sehr logisch klingt.

Also bin ich die letzten Tage mein Manuskript mehrmals durchgegangen und immer ratloser dabei geworden, beziehungsweise unzufrieden.

Gestern habe ich dann gedacht, daß ich diese Ratlosigkeit  auch in einem Vorwort erklären und mich bezüglich Paul noch ein bißchen einlesen kann und die Idee aus dem am Donnerstag entstandenen Opernballtext noch eine Geschichte mit Bundespräsidentin Awadalla auf dem Opernball zu machen ist mir auch gekommen, denn ein bißchen werden die Schreibgruppen-Texte, wenn ich nicht gerade eine Romanszene schreibe,  sehr dokumentierend.

So habe ich über El Awadallas Präsidentschaftskanditatur berichtet, ich könnte sie aber mit einem lila Abendkleid, ihrer weißen Brille und der rotweißroten Staatsschleife auch auf den Ball schicken und sie Herrn Strache und Herrn Lugner gegenüberstellen oder damit vor die Oper demonstrieren lassen.

Das wäre dann ein erzählender Text, zu dem ich länger brauchte, um auf die diesbezügliche Idee zu kommen, denn wenn es im Cafe Fortuna “Achtung, fertig und jetzt zwanzig Minuten schreiben!”, heißt fängt man ja vielleicht mit “Heute ist Opernball!”, an und dann wird es nicht sehr erzählend.

Mal sehen, ein kurzer Einschub, damit “Paul und Paula” noch reifen kann, bis ich zu einem Text komme, der fachlich stimmt und ich damit zufrieden bin, egal wie lang er wird und wieviel ich auch noch ändern muß, wird nicht schaden und kann mich vielleicht auf neue Ideen bringen, obwohl der dann entstandene Text nichts mit der “Paul und Paula-Geschichte” zu tun hat.

Und das ist es  auch, was ich mir immer wünsche, einen Text ausreifen lassen und sprinte  mir dann immer selber zu schnell davon.

Das ist sicher eine meine Schwachstelle, wo ich mich an der Hand nehmen sollte, auch wenn mir bisher diesbezüglich nie sehr viel eingefallen ist, deshalb bin ich Klaus Khittl beziehungsweise Gloria G. über ihre genauen fachlichen Anmerkungen, auch wenn ich sie nicht immer ganz nachvollziehen kann und sich einiges dagegen wehrt, sehr dankbar.

Ansonsten könnte ich über das  das “Quantitätsschreiben”, das ich ja nicht wirklich will, berichten, denn da hat Jacqueline Vellguth, ihren Jännerroman schon veröffentlicht hat und auch erwähnen, daß es auf ihrer Seite, sowie beim “Literaturcafe” eine Diskussion über “Einsternrezensionen” gab.

Und das ist  auch etwas, was mich beschäftigt , da ich vermutlich bei meinen Texten, würde ich sie bei “Amazon” veröffentlichen, auch solche bekommen würde und ich könnte mich dann nur selbst verteidigen, aber genau das, las ich bei Wolfgang Tischer und denke ich auch, das es stimmt, ist es, was man nicht soll.

Schreibgruppe und Opernball

Am Donnerstag war wieder einmal Schreibgruppe, sowie der Opernball und, daß der ein dafür geeignetes Thema ist, habe ich mir schon auf dem Hinweg gedacht, hatte ich ja sonst keine besonderen Ambitionen, ist der Rohtext von “Paul und Paula”, den ich das letzte Mal begonnen habe,  schon eigentlich fertig, Klaus Khittl alias Gloria G. hat mir vorvorgestern seine Anmerkungen geschickt, so daß ich den Text diesbezüglich durchgegangen bin und den Paul vielleicht noch etwas erweitern sollte.

Also noch nicht so weit für mein Kurzgeschichtenprojekt, das ich als nächstes plane, themenlos in die Gruppe gegangen.  Peter Czak hat  “Opernball” vorgeschlagen und nun ja, warum nicht?

Demo gibt es offenbar keine mehr, die war ja schon eine Woche früher bezüglich des Akademikerballs, in den Medien habe ich heuer auch noch nicht so viel darüber gehört, da ist die Flüchtlingsproblematik und die Verschärfung der Gesetze wohl aktueller.

Ich bin  keine Tänzerin und war in meinen Leben wohl nur auf zwei Bällen, das erste Mal etwas verunglückt in der Tanzschule Hernals und das zweite Mal mit dem Willi in den Sophiensälen, auf der Opernballdemo war ich früher, ich glaube, 2000, als der Hubsi Kramar als Hitler aufgetreten ist und wegen Wiederbetätigung festgenommen wurde und in “Zwischen Hütteldorf und Heiligenstadt” habe ich über eine früher stattgefundene Demo geschrieben und darauf beim “Wiener Dichter Fasching” in der “Gesellschaft für Literatur” gelesen und als ich das Wort Marianne. so heißt ja eine Protagonistin, die dort tanzt, aussprach, finden alle an zu lachen, was mich irritierte,  weil sie es wohl mit Marianne Gruber in Verbindung brachten.

Peter Czak, Ruth Aspöck Klaus Khittl, Doris Kloimstein und ich waren gekommen, Doris Kloimstein las über ihre negativen Ballerfahrungen,  Ruth erwähnte Josef Haslingers “Opernball” und, daß sie gerne mal dorthin gegangen wäre, Peter Czak schrieb von den negativen Veränderungen, die die Ballkultur seiner Meinung nach machte, jetzt kann man keine Leute mehr dort kennenlernen, weil die Paare zusammen hingehen und Klaus Khittl reimte “Operball, Opernball, Hochmut kommt vor dem Fall (Knall)” und dann gab es natürlich meinen diesbezüglichen Rundumschlag:

“Heute ist Opernball erfahre ich gerade aus der Zeitung. Hip, hop, Opernball, wie schön und aufregend. Gibt es wieder eine Demo, wie in den Achtzigerjahren oder zu Zeiten von  Schwarz-Blau? Aber nein, die hat gerade vor einer Woche vor der Hofburg,  beziehungsweise am Heldenplatz stattgefunden, weil dort die FPÖ ihre Akademiker feierte. Die ganze Innenstadt war abgesperrt und es war unmöglich, wie ich erfahren sollte, ins Literaturhaus zu kommen, weil der 49er nicht mehr fuhr.

Aber zurück zum Opernball, hip hop, Opernball, dieses großwirtschaftliche Ereignis, wo der Herr Bundespräsident mit Frack und Orden auffährt und der Herr Lugner seine Stars und Sternchen in seine Loge lädt.

“Lugner for president!”, heißt es doch auf einem Video, wo alle zwölf Präsidentschaftskanditaten, die abseits der glorreichen fünf, Griss, Hofer, Huntsdorfer, van der Bellen und Khol, antreten wollen, sofern sie sechstausend Unterschriften zusammenbekommen, präsentiert wurden.

El Awadalla will  auch in die Hofburg als Präsidentin und im Fall der Fälle im Abendkleid auch auf den Ball, um die Wirtschaftsbosse und die Staatsoberhäupter in ihren Logen zu begrüßen. Dann nicht mehr als Demonstrantin gegen den Akademikerball. Eine wunderschöne Vorstellung, wie die Präsidentin mit der weißen runden Brille, einem blauen oder roten Abendkleid und der Präsidentschaftsschleife am Ballhausplatz demonstriert.

Was werden da die Polizisten und die Staatsschützer machen?

Aber halt, zurück zum Thema, wir waren doch oder gehen auf den Opernball. Auf die Tribüne beispielsweise, auf die alle dürfen und wo das Glas Sekt und die Würsteln eine Menge Euro kosten oder zu den Debutanten, die im schwarzen Anzug oder weißen Abendkleid mit dem Krönchen auf  den auftoupierten Haaren zu der Polonaise tanzen.

“Alles Walzer!”, sagt der Zernmonienmeister, klopft mit seinem Stock den Takt und Herr und Frau Österreicher sind begeistert, sitzen vor der Klotzkiste und gehen Prominente schauen.

Wozu brauchen wir einen Opernball? Wenn das Volk dagegen ist, können wir ihn auch abschaffen, hat Kanzler Kreisky, glaube ich, einmal gesagt.

Das ist lange her, sicher dreißig, vierzig Jahre und heute denkt wahrscheinlich niemand mehr daran. Denn heute geht es um das Geschäft. Die Geschäfte, die angeblich in den Logen abgeschlossen werden. Die Polizisten, die draußen auf der Straße den Staat beschützen, bekommen eine Sonderzulage. die Friseure verdienen an den feinen Damen, die sich schnell einmal die Haare richten lassen. Herr und Frau Österreicher haben was zu schauen und die Demonstranten, wenn es noch welche geben sollte, zu demonstrieren.

Aber vielleicht sind die jetzt mit den Flüchtlingen beschäftigt. Mit den Flüchtlingsober- oder Untergrenzen. Ich schweife schon wieder vom Thema ab, denn dieses war ja Opernball und da gibt es  eine inzwischen nicht mehr sehr oft gespielte Operette von Richard Heuberger, dieses Namens.

“Komm mit ins Chambre Separee!”

Sie wissen schon oder können es sich vorstellen und da kommt, glaube ich, der Held aus Sankt Pölten angefahren, um sich ins  Geschehen zu stürzen und alles geht natürlich nach zwei Stunden Intrigen happy aus.

Ob das heute auch geschehen wird? Herr Lugner mit seinen Stars und Sternchen Freude am Geschehen hat? Herr und Frau Österreicher auf der Tribüne oder vor dem Fernsehkastel ihre teuren Würstel essen und den Sekt trinken und sich nicht daran verschlucken? Und, die Polizisten, sowie die Staatsschützer,  die vielen Flüchtlinge, die inzwischen die Festung Europa stürmen wollen, von dort zurückhalten können?

Aber das weicht schon wieder vom Thema ab, denn dieses war ja, hip, hop, Opernball. Alles Walzer, also, good luck and good night und es ist nur zu hoffen, daß wir uns an all den abgeschlossenen Geschäften, nicht den Magen verderben werden.

Vorschau auf “Die ereignisreichen Sommererlebnisse vier prekärer Literaturstudentinnen”

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Sommerfrische für Studentinnen:
Eva Jancak gab anlässlich ihrer Lesung Einblicke in
ihre neuesten Texte. Auslöser war die Idee einer
Sommergeschichte über Sandra Winter, eine prekä-
re Literaturstudentin, die nach sanften Druck der
Mutter ihren Sommer im Haus der Eltern verbringt.

Sandra Winters Mutter versah die Einladung mit
einem wahren kommunikativen „double-bind“.
Einerseits sollte die Tochter im Haus ihrer Eltern in
Harland bei St. Pölten die Sommerfrische genießen,
auf der anderen Seite war der implizite Wunsch vor-
handen, den slowakischen Pflegehelferinnen, die
die demente Großmutter betreuen, ein wenig auf
die Finger zu schauen. Nicht zuletzt wäre die Som-
merfrische ja dazu geeignet, die Diplomarbeit fertig
zu stellen.

Viel lieber hätte Sandra Winter ihre Freundin Eleni
in Griechenland besucht, aber dies war aus finanzi-
ellen Gründen nicht möglich.

Neil Y Trasher, read!!!ingroom, 14. 7. 2015

 

So wird es ausschauen mein neues Buch, das ich im letzten Sommer in der der Sommerfrische in Harland bei St. Pölten geschrieben habe und gleich, nachdem ich begonnen hatte, die ersten vier Szenen im “Read!!!ingroom” geschrieben habe.

Ein brandaktuelles Buch könnte man so sagen, habe ich mich ja während ich auf der Terrasse saß oder mit dem Rad nach Wilhelms- oder Herzogenburg gefahren bin, an den aktuellen Nachrichten über Griechenland, die Flüchtlingsproblematik etcetera entlanggetastet und es ist, ohne, daß es mir damals bewußt war und ich es plante, der zweite Teil einer Anthologie geworden.

Der Erste ist vor kurzem erschienen, obwohl da die Fatma Challaki noch eine andere Geschichte hat und in einen anderen Zusammenhang auftritt, der dritte Teil liegt noch auf Alfreds Schreibtisch, wurde aber auch schon im “Reading!!!ingroom” vorgestellt. Probekapitel gibt es hier zu lesen. Denn es ist in gewisserweise auch ein Blogroman, beziehungsweise soll er immer im Dezember einer werden und ein paar der Kapitel als Adventkalenderfenster in den Blog kommen.

Für alle Neugierigen, die das Buch, wenn es erschienen ist, lesen wollen, gibt es es jetzt drei Fragen und drei Bücher zu gewinnen, wenn man sie richtig beantwortet und dazu helfen Schreibberichte, die ich unten verlinke:

  1. Wie heißen Sandras Freundinnen und aus welchen Ländern kommen sie?
  2. Was hat es mit dem Hund am Cover für eine Bedeutung?
  3. und vielleicht überraschend, wer hat 2015 den deutschen Buchpreis gewonnen und was hat das mit diesem Buch zu tun?

Viel Glück beim Raten über reges Interesse würde ich mich freuen! Antworten bitte per mail: evajancak@fastmail.com

 

Und hier die Schreibberichte: 1 2 3 4 5 6 7 8 9