Aktueller Schreibbericht

Von meinem aktuellen Schreiben habe ich jetzt ja, seit ich im Jänner mit dem “Frühstück” im Rohtext fertig geworden bin und seither mehr oder weniger eifrig dran korrigieren, nicht mehr viel berichtet.

Klar, ist ja auch nicht so interessant, zu schreiben, heute habe ich zehn Seiten korrigiert, heute fünfzig oder heute habe ich mich wieder einmal herumgedrückt und stattdessen Booktube-Vvideos geschaut, was ich, was ich gleich verraten kann, in der letzten Zeit sehr viel tue und das auch sehr interessant finde.

Trotzdem ging es mit dem Schreiben beziehungsweise, dem Korrigieren, das kann ich auch verraten, gar nicht so schlecht voran.

Das ist natürlich wieder höchst subjektiv und einseitig, was ja, glaube ich, überhaupt mein Problem ist, denn damit stehe ich  ja, mit meinem schon über vierzig Jahre schreiben, über vierzig Bücher und keiner nimmt es war, bemerkt es oder interessiert sich dafür, an.

Nun gut, das ist eben das Meine und damit muß ich leben, auch wenn ich es noch immer nicht so ganz verstehe und so ist es und das habe ich, glaube ich, schon geschrieben,  auch  mit dem “Vor dem Frühstück kennt dich keiner”, für das ich ja in der Dezemberschreibegruppe, die es noch im Cafe Fortuna giab, die erste Szene geschrieben habe.

Mitte Dezember bin ich dann mit dem Korrigieren der “Klara”, die, das kann ich auch gleich schreiben, wahrscheinlich am Donnerstag geliefert wird, also wer sich noch am Gewinnspiel beteiligen will, kann das bis dahin noch machen oder mir vielleicht auch noch ein paar Sätze für das “Mimikry-Spiel” schreiben, fertiggeworden und habe dann lostgeschrieben.

Der Titel ist mir einmal so eingefallen, passte eigentlich so gar nicht zu den zwei Ideen, der depressiven Frau mit dem Endbahnhof und der, des wohnungslosen Bibliotheksgespenstes und dann habe ich wieder, wie schon bei den “Berührungen”, das schreibe ich jetzt wieder, weil es stimmt, auch wenn es vielleicht keinen so guten Eindruck macht, vor mich hingeschrieben ohne recht zu wissen, worüber oder worauf ich hinauswill.

Trotzdem war der Rohtext, an dem ich mich eigentlich voran gehandelt habe, Mitte Jänner fertig. Es gibt drei Haupthandlungstränge, die Dorothea, die, das schreibe ich gleich, auch wenn ich damit spoilere, im Lauf der Handlung, “Die Viertagebuchfrau” noch einmal schreibt, die Therese, die von Belgrad nach Graz, von dort über Linz und Salzburg bis nach Berlin fährt, um dort in den Anschlag auf den Weihnachtsmart zurechtzukommen und den der Sophie, der Flüchtlingsbetreuerin und Medizinstudentin, die den Patrioten Fabian kennenlernt, der in der Sonnenscheingalerie Scheiße auf Jovanka Gordelevics Instatllationen schmeißt.

Ein paar Ungereimtheiten hat es bis zu Schluß gegeben und gibt es vielleicht immer noch.

Ich habe in den Weihnachtsferien, während ich sehr viel mit Uli Lucas diskutiert habe, ob er nu ein konstruktiver oder destruktiver Kritiker ist, die erste Hälfte hinuntergeschrieben, die  mehrmals korrigiert, den Schluß dann sehr schnell und hastig hinuntergeschrieben, danach wiedermal davon geträumt, dem Ganzen noch ein ein paar Szenen, beziehungsweise, ein paar tausend Worte hinzuzufügen.

Ein paar Sätze sind es dann bei den jeweiligen Szenen jeweils geworden. So habe ich beispielsweise in Salzburg ja meine Haube und meinen Schal verloren. Die Therese tut das mit ihren im Cafe Glockenspiel und kauft sich dann im Ka de We in Berlin neue.

Ich habe also zuerst den Schluß auch noch ein paarmal korrigiert. Dann bin ich die  Handlungsstränge durchgegangen. Habe zuerst den der Dorothea, dann den der Therese, den des Fabi,  den der Kao und den der Sophie einzeln durchkorrigiert und jetzt noch zweimal das Ganze.

Jetzt stehe ich bei über neunzig Seiten beziehungsweise 43.957 Worten und werde es demnächst wieder Szene für Szenen durchkorrigieren und wahrscheinlich ein paar Monate brauchen, bis es wieder die Vorschau und dann das dreiundvierzigste oder so selbstgemachte Buch geben wird.

“Schreib nicht so viel!”, mahnen jetzt wohl die Kritiker und schütteln den Kopf. Warum aber nicht?  Und es ist natürlich so, wie ich es kann und will und die Rechtschreibung war mir schon als Schülerin nicht wichtig und das soll auch so bleiben.

Damit kommt man natürlich nicht in den Literaturbetrieb, das habe ich schon gemerkt, so bleibe ich halt draußen und hantle michso von Idee zu Idee, bleibe bei meinem Realismus und schaue, daß nicht so viel Unnatürliches dabei passiert.

Promoten tue ich das Ganze auf meinen Blog, glaube ich, mit meinen “Vorschauen” und Gewinnspielen und den speziellen Artikel, die ich darüber schreibe, auch ganz gut.

Schade, daß das keiner bemerkt oder sich dafür interessiert. Auch das kann ich nicht ändern und habe auch schon, das schreibe ich jetzt  wieder, die Idee für das nächste, das noch keinen Titel hat oder doch vielleicht “Literarische Störung” oder so heißen könnte.

Jedenfalls sitzt in der Pizzeria in der Margaretenstraße an der ich vorüberkomme, wenn ich abends von der “Alten Schmiede” oder von sonstwo nach Hause komme, meistens eine ältere Frau allein bei einem Glas Wein.

Das hat mich interessiert und da habe ich gedacht, da könnte ich eine Geschichte darüber schreiben.

Einen Namen hat sie schon, Mathilde Huber könnte sie heißen und etwa fünfundsechzig sein.

Zuerst dachte ich, sie ist Krankenschwester und hat Kreuzprobleme, jetzt laße ich sie wahrscheinlich ehemalige Lektorin, sie hat auch einen geschiedenen Mann, auf dessen Begräbnis sie vielleicht vor kurzem war. Eine Tochter namens Liliane, die aber in New York lebt und nichts von ihr wissen will und auf dem Begräbnis hat sie vielleicht einen Freund ihres Mannes getroffen, einen ehemaligen “Spiegel-Redakteuer”, der in Hamburg leb, ind eine Alzheimer-Diagnose bekommen hat.

Einen Blog einer Eja Augustin, der das Ganze zusammenhält und ein Versprechen, beziehiungsweise, dn Versuch einen Wunsch zu erfüllen, könnte es auch geben.

So weit, so what und auch nicht ganz neu. Iin der “Anna” gibt es vielleicht schon Vorstufen. Aber  “Ein jeder schreibt immer den selben Roman, ein Leben lang.”

Das hat angeblich Heimoto von Doderer so gesagt, ich sage es und tue es auch. Also am Donnerstag wird es wahrscheinlich das neue Buch geben. Ich korrigiere inzwischen am Bibliotheksgespenst, für das mir Richard Weihs Wunschgedicht eigentlich, die Erklärung gegeben hat, warum die Dorothea ein Bibliotheksgespenst ist, denn das habe ich wieder einmal zu schnell vor mich hingeschrieben und wußte dann nicht, was es damit auf sich haben soll

Jetzt wird er es im Beschreibungstext so erklären und dann mache ich mich irgendann einmal an das nächste selbstgemachte Buch. Inzwischen fahre ich nach Leipzig, da habe ich jetzt gelesen, kann man sich, wo anmelden und dann einem Verleger, sein Manuskript zeigen.

Die Blogger hatten da auch so ein Projekt, wo sie  aus einem Haufen eingereichter Texte, eines Auswählen, da bleibe ich sicher über, daher mache ich wahrscheinlich weiter auf meine Blog meine PR und meine Schreibberichte.

Ansonsten lese ich sehr viel, habe ich mir schon wieder viel zu viel angefordert, bin darauf gekommen, daß Andrea Stift, von der ich  schon länger nichts mehr hörte, obwohl sie einmal meinen Blog ja sehr lieb begleitet hat, ein neues buch hat. Nadine Kegele hat eines und und und….

Veranstaltungen gibt es natürlich auch und dazwischen mache ich meine eigene Romanarbeit,  bin eigentlich sehr bemüht und sehr konsequent dabei und eigentlich kann ich sie  gar nicht so schlecht finden, obwohl sie so sind, wie sie sind und  vielleicht deshalb auch ein wenig eigentwillig.

Truggestalten

Mit den Häusern und den surrealen Erlebnissen, die man in ihnen haben kann, geht es gleich weiter, denn “Galiani”, hat mir die Berlin-Episoden des Regisseur und Sachbuchautors  Rudolph Herzog geschickt, in denen er in sieben Teilen, das heutige mit dem vergangenen Berlin verbindet und auf die Geister und die Truggestalten hinweist, die man dort erleben kann.

“Schlüssel”, heißt die erste Geschite und das sind die Truggestalten nur  ansatzweise und splitterartig ausgeführt. Jemand zieht in eine Eigentumsanlage, die von einem Konzern verwaltet wird, dem alten Hausmeister, der hier schon einmal Blockwart war, wurde gekündigt. Er hat aber immer noch irgendwo eine Wohnung und hilft auch aus, wenn das Wasser tropft und sich das Callcenter des Konzerns nicht meldet.

Es soll auf dem Gelände auch ein Spielplatz gebaut werden, der Hausmeister ist dagegen, denn da waren einmal Zwangsarbeiter untergebracht, die auch bei einem Bombenangriff ums Leben kamen.

Es wird auf ihn nicht gehört und mit dem Bauen begonnen. Da werden Knochen gefunden und schließlich fällt der Hausmeister, als er einen Tag, wie ein Totenwächter davor steht, in die Grube und wird erfroren herausgefischt.

Etwa präziser geht es in der nächsten Geschichte “Die Näherin” zu.

Da geht es auch wieder um eine hochmoderne Luxusanalge, die über der ehemaligen Charite errichtet wurde. Ein Unternehmensberater, der Schwierigkeiten mit seinem hochexplosiven Chef hat, der alle kündigt, die nicht effizient genug arbeiten, wohnt dort mit der russischen Frau und der kleinen Tochter, die sich plötzlich in ihrem Zimmer fürchtet.

Denn sie sieht eine Frau, eine Näherin auf einem Sessel sitzen. Björn, der Vater findet ein graues Haar, das Kindermädchen das Alena in ein Museum führt, findet dort ein Bild einer Näherin, die im neunzehnten Jahrhundert zuerst politisch aktiv wurde, auf Mißstände hinwies und   sich schließlich in der Psychiatrie, die sich dort befand, wo jetzt Björns Wohnung liegt, das Leben nahm, in dem sie ihr Nähmaterial verschluckte.

In “Tandem” geht es von Griechenland vor oder in der Krise nach Berlin. Denn da sucht ein astmatischer Ingenieur einen Job, muß aber vorher noch besser Deutsch lernen. So tut er sich mit Lotte zusammen, die Griechisch lernen will. Die bringt ihm aus Eicheln gebackenes Brot mit und brät ihm Fische, die aus Fischmehl hergestellt wurden. Als er ihr von der Hungersnot in Griechenland, die im Krieg von den Deutschen ausgelöst wurde und von der auch seine Großmutter betroffen war, erzählt, verläßt sie fluchtartig die Wohnung, triff sich mit ihm aber auf einem Friedhof wieder, wo sie Ratten isst.

Und “Ifrit” sind die türkischen Geister, die erst durch die Hodschas ausgetrieben werden können und so einer war noch in einer ehemalig hausbesetzten Wohnung, die nun der ehemalige Hippie und jetzige Jogalehrer aufkaufte, mit seiner alten Frau und jungen Freundin dort lebt und die Türken, die auch einmal dort lebten, hinausgetrieben hat.

So bricht sich der Neumieter den Finger, hat Alpträume und wäre fast verbrannt, bevor der Althippie zu ihm kommt und ihm weinend seine Jugendsünden gesteht.

Mit den “Geistern von Berlin”, so der Untertitel, geht es in der vierten Geschichte “Ex Patria” in die DDR-Vergangenheit, das heißt eine amerikanische Künstlerin quartiert sich in ein ehemaliges Geschäft ein, die Mieten sind nebenbei erwähnt sehr hoch, sie hat aber einen reichen Vater und sieht Blut, sieht auch den Körper eines DDR-Grenzsoldaten und bekommt heraus, da hat man von Westen aus versucht einen Tunnel zu graben, um eine Ostdeutsche und ihren Liebsten hinüberzuschmuggeln. Der Osten hat beobachtet, der Versuch ist gescheitert, ein junger Soldat, der später studieren wollte, ist dabei aber ums Leben gekommen.

Und dann erzählt in “Doppeldecker”, eine Frau von den Untoten, die es auch zu geben scheint. Denn da wurde ein Mann entdeckt, der schon 1901 fotgrafiert wurde und dann 2015 noch einmal, inzwischen ist er aber nicht gewaltert und die Ich-Erzählerin soll die Sache aufklären und bekommt noch heraus, daß es sich dabei um einen ehemaligen Piloten handelt.

Am Schluß noch einmal in die DDR zurück oder zu einer jungen Studentin, die eigentlich ihre erste Liebe erlebt, sie hat aber eine trinkende Mutter und die sieht Gespenster in der Wohnung, Bilder werden verrückt und sie stammt auch aus der ehemaligen DDR und dazwischen erzählt ein ehemaliger Mitarbeiter der Staatssicherheit, wie man das damals so machte. Man drang einfach in die Wohnungen der Aufsäßigen ein, vertauschte Gegenstände, so daß sie verrückt wurden, in die Psychiatrie kamen, etcetera.

Und das alles ist wohl wirklich so oder in anderer Form einmal in Berlin passiert, das sich inzwischen ja sehr geändert hat, modern und hipp geworden ist.

Die Vergangenheit holt uns ein, sagt uns der Regisseur und man merkt seinen Episoden die filmische Sprache durchaus an.

Truggestalten und Geister gibt es nicht wirklich,  es ist ist sicher interessant zu wissen, was sich einmal in der schicken Eigentumswohnung, die man bewohnt, weil man beispielsweise ein erfolgreicher Unternehmer ist, früher alles passierte.

Die Geister werden die jungen Urbans höchstwahrscheinlich dabei nicht einholen, also ist es sicherlich interessant zu lesen, was sich ein erfolgreicher Filmer diesbezüglich ausgedacht hat.