Nanowrimo-Bericht

Es geht in den neunzehnten Schreibetag und eigentlich habe ich mich bis jetzt ganz gut gehalten, stehe bei meiner Adventgeschichte und der  Nika Weihnachtsfrau beim einzwanzigsten Dezember oder 36 704 Worten, beziehungsweise über vierundachtzig Seiten.

Ein wenig habe ich also voraus geschrieben und nicht nur, wie geplant, jeden Tag eine Szene, beziehungsweise einen Tag, dafür aber an einigen Tagen gar nichts zusammengebracht, an einem Tag war zuviel Diagnostik, so daß ich mit dem Befundschreiben gar nicht nachgekommen bin, dann die “Buch-Wien”, die “Literatur im Herbst” wird auch noch kommen, so daß ich denke, ich schreibe, wenn es geht lieber voraus, dann habe ich einen Vorsprung, den ich abarbeiten kann und wenn man auf meine Kurve sieht, dann sieht man, ich liege so etwa im Profil, ein paar Tage im Voraus aber nicht so wie in den letzten Jahren, daß ich nach ein paar Tagen schon fertig war, gut da bin ich mit einem Wochenvorrat eingestiegen, eines meiner Probleme, wenn man es so sagen will, schleppe ich aber auch jetzt, trotz der an sich guten Tagesstruktur mit mir herum, denn ich werde vermutlich wieder früher fertig werden.

So bin ich jetzt  schon beim einundzwanzigsten Dezember, in drei Tagen ist Weihnachten und dann wäre es eigentlich aus, aber da würden mir wahrscheinlich noch an die zehntausend Worte fehlen.

Der November hat aber dreißig, der Dezember sogar einunddreißig Tage, eine gute Woche also noch Zeit zu schreiben und wenn eine Tagesszene so an die eintausendsechsundert Worte hat, geht sich das aus, das ist das Durchschnittstagespensum, meine Szenen sind jetzt ein bißchen kürzer, also werde ich gegen Schluß wahrscheinlich wieder etwas aufpäppeln müßen, beziehungsweise geht es, das weiß ich jetzt schon sicher über den vierundzwanzigsten Dezember hinaus, wo die Nika ihrer Schwester und deren Freunden bei ihren Eltern Weihnachten feiern wird.

Die Feste für die Weihnachtsfeiertage habe ich schon geplant, am Montag den achtzndzwanzigsten Dezember gibt es eine Betriebsweihnachtsfeier, wo die Nika darauf kommt, daß der Herr Widerlich vielleicht gar nicht so widerlich ist, dann könnte es aus sein, wenn ich bis dahin die fünfzigtausend Worte schon habe, habe ich wahrscheinlich noch nicht, also werde ich noch etwas dazuerfinden und das ganze wahrscheinlich doch bis Silvester gehen lassen müßen.

Bis vor der “Buch Wien” war ich auch ganz gut im Handlungsfaden und hatte zwei Spannungsschleifem, der Tote in Vera Klos und Joe Prohaska, der sich um sein Kind kümmern will. Ein Drohbrief ist dann auch noch aufgebtaucht und Joe Prohaska, der in einem Kellertheater als “Faus”t brilliert, könnte sich in sein Gretchen, die Schauspielerin Dorothee Zelinski verlieben und Ruth Horvath lassen.

Die “Buch Wien” hat mich  ein bißchen aus dem Flow herausgebracht, jetzt müßte ich wahrscheinlich das Ganze Durchkorrigieren um wieder hineinzukommen, das soll man beim “Nanowrimo” eigentlich nicht, was mir zwar egal wäre, ich fürchte aber, damit zuviel Zeit zu brauchen, so daß ich denke, eine Szene geht noch und weiterschreibe, damit schreibe ich mich aber eventuell, um die “Qualität”, beziehungsweise an die Wand, obwohl ich ohnehin immer denke, es ist ganz egal, wie lang es wird und wann ich damit fertig werde, im Dezember kann ich alles durchkorrigieren und mir auch meine Handlungsschleifen umlegen, obwohl ich nachher meistens gar nicht merhr so viel verändere….

Was gut ist, meine Hemmungen sind weg, obwohl ich mir schon manchmal denke, das ist eigentlich ein ganz einfaches Geschichtchen.

Ist es stimmt, es ist ein Adventkalender und schildert die Erlebnisse, die eine Studentin hat, die im Dezember vierundzwanzig Tage als Weihnachtsfrau verkleidet auf der Mariahilferstraße steht,  an die Kinder Zuckerln und an die Erwachsenen Prospekte verteilt.

Sie verliebt sich in den Journalisten Harald Schwabeneder dabei, lernt den irakischen Flüchtling Hassan Arawani kennen, in den sich Fatma Challaki, schon aus früheren meiner Werke bekannt, verliebt, die jetzt in Sandra Winters WG lebt, sie lernt auch die kleine Jessica Nikolic kennen, die das Weihnachtswichtel für den alten Max spielt.

Mein altes Schema halt, eine, ich gebe es zu etwas zähe Krimihandlung ist dabei und vielleicht sollte ich das Ganze wirklich straffen. Weniger als fünfzigtausend Worte wären vielleicht mehr, ich weiß es nicht, bin aber, wie man sieht ganz zufrieden.

Ist es ja schon mein fünfter “Nanowrimo” und, daß ich einen Adventkalender schreiben will, weiß ich schon seit zwei Jahren.

Ich liege, wenn ich mich so bei meinen Buddies umsehe auch ganz gut im Rennen und ich stelle Erfolg und war am Sonntag in Ö1 zu hören, das Ganze am siebzehnten Dezember im “Read!!!ingroom” im Rahmen des dortigen Adventfestivals vor, natürlich nur einen Teil davon, wahrscheinlich wieder drei bis vier Szenen und für die nächsten Jahren kann ich den Adventkalender immer im Dezember in den Blog stellen.

Daß ich in einem  Monat fünfzigtausend Worte schreiben kann, ist nichts Neues, daß es so abgehoben ist, wie ich es kann und will, auch nicht und andere Leute schreiben höchstwahrscheinlich auch Adventkalender und Weihnachtsbücher, die man jetzt beim “Thalia” wahrscheinlich kaufen kann.

Was mir nach wie vor fehlt, ist die literarische Anerkennung, die bekomme ich wahrscheinlich auch durch den “Nanowrimo” nicht, der ja eher als ein Hobbyschreibprojekt gilt,obwohl da ja auch schon etablierte Autoren, wie Claudia Zotzmann, Sara Wipauer, etcetera, mitschreiben.

Wie ich die bekomme, ist mir nach wie vor ein Rätsel, obwohl es schon vorkommen kann, daß ich, wie beispielsweise  auf der “Buch-Wien” am vorigen Samstag bei der “Exil-Preisverleihung” darauf angesprochen werde. So ganz unbekannt bin ich wahrscheinlich also nicht und mein Blog hat dieser Tage auch über dreihundertfünzig Kommentare und sechs “Gefällt mir-Angaben” gehabt.

Novemberschreiben

Tag fünf des Nanowrimos und es ist etwas weitergegangen. Wenn man die bisherigen Schreibprozeße anschaut, habe ich ja am Montag sehr euporisch angefangen und etwa viertausend Worte, den ersten Dezember, Nikas Erlebnisse als Weihnachtsfrau und ihren ersten Arbeitstag aufgeschrieben.

Wow, toll, der zweite Tag war sehr hektisch mit mehreren Unterbrechungen, dann zwar siebentausend Worte, aber ich war nicht sicher, ob es so weitergehen kann. Hatte ich zwar mehrere Handlungsstränge, aber nur die Nika als Erzählfigur.

Wird das nicht zu eindimensional und habe ich mich nicht wieder damit an die Wand geschrieben?

Am Dienstag bin ich nicht zum Schreiben bekommen und gestern habe ich dann eine Szene, etwa tausendsechshundert Worte geschrieben, aber meine Zweifel  blieben.

Die Nika steht immer noch auf der Straße und es wird ihr alles erzählt, sie liest in der Zeitung von dem Mord an Peter Kronauer, der Journalist Harald Schwabeneder kommt zu ihr.

Kann es so weitergehen, da habe ich nicht wirklich eine Ahnung oder aber auch sehr viele Einfälle. Also alles nochmals durchkorrigieren und mir ein Handlungskonzept anlegen. Das habe ich heute auch getan und mit der vierten Szene mit der Nika weitergemacht, aber vielleicht doch ein wenig Schwung in das Ganze hineinbekommen. Sie wird mit Harald Vera in ihrer Praxis besuchen, Fatma Challaki, ja die aus der Selma und aus dem Sommernanowrimo, wird sich vielleicht um den Flüchtling Hassan kümmern und Max Schröder, das ist ein an Parkinson erkrankter ehemaliger Lehrer soll auch noch auftauchen.

Also ich so weit war, hatte ich noch einige Stunden Zeit und hätte vielleicht mit der fünften Szene anfangen können. Aber ich will diesmal nur jeden Tag eine schreiben. Aber da habe ich das Problem, das ich das nicht jeden Tag können werde, weil manchmal Stunden, wie am Dienstag, die Buch-Wien kommt, die Literatur im Herbst, etcetera und die einzelnen Szenen sind doch nicht so lang, wie erwartet. So habe ich am Tag fünf jetzt 11 406 Worte.

Ich habe  ausgerechnet, daß ich mit den Tagen, an denen ich schreiben kann, dann etwa bei Tag zwanzig bin, aber eigentlich soll es nicht vor dem vierundzwanzigsten Dezember enden.

Macht ja nichts, wenn ich die fünfzigtausend Worte bis dahin habe, denn ich kann im Dezember weiterschreiben, da sind wir dann ohnehin in Ungarn und ich habe mehr Zeit und wenn ich die fünfzigtausend Worte bis dahin nicht habe, macht das eigentlich auch nichts und ein paar Handlungsfäden habe ich auch noch.

Als ich so weit war, habe ich mir meine Bücherliste nochmal ausgedruckt, um nach den 2016 Büchern zu suchen, die ich noch nicht gefunden habe und dann ist mir eingefallen, daß ich  eine Einladung zur Kunst- und Antiquitätenmesse habe und da eigentlich vor der Schreibegruppe zum Preview hingehen wollte.

Das habe ich getan und mir in die Schreibgruppe doch die Idee mitgenommen, am Max Schröder zu schreiben und daß ich das Thema “Dämonen” vorschlagen wollte, das hatte ich auch geplant.

Also gut, Peter Czak, Fritz Widhalm, Ruth Aspöck und Klaus Khittl in der Gruppe. An anderen Themen hat es noch “Künstler” und “Sadomaso” gegeben und die Ruth hat von den Dämonen in Kuba geschrieben. Klaus Khittl alle drei Themen miteinander verknüpft und ich habe wieder eine lange Szene geschrieben:

“Das Zittern war vorhanden, als Max Schröder am zweiten Adventsamstag aufwachte. Es war sehr stark sogar. Stärker als sonst und betrübte den alten Mann, der schon in der Vorwoche diesbezüglich nicht aus dem Haus gekommen war. Betrübte ihn sehr, denn es würde ihm vielleicht am Einkaufen hindern und sein Wochenende sehr belasten. War ja schon der zweite Adventsamstag und noch immer kein Adventkranz im Haus, was zu den Zeiten, in denen seine Frau Rosi noch gelebt hatte, unmöglich gewesen war. Sie hatte dafür gesorgt, daß rechtzeitig am ersten Adventsonntag, der grüne Kranz mit den vier Kerzen am Wohnzimmertisch stand und sie hatte auch die erste Kerze am Sonntagmorgen beim Frühstück mit feierlichen Gesicht angezündet. Und jetzt war schon der fünfte Dezember. Krampus oder Nikolaus, etwas, das er sich nicht merken konnte und immer durcheinander brachte, obwohl er dreißig Jahre seines Lebens Lehrer gewesen war. Es war weder der Kranz, noch Milch und Brot im Haus und er würde, wenn er es nicht schaffte, die Wohnung zu verlassen und die zwei Stockwerke  auf die Straße und in den Supermarkt hinunterzukommen, das Wochenende hungern müssen. Das Zittern seiner Finger, das ihn stärker denn je überfiel, zeigte schon an, daß er es nicht schaffen würde.

“Das sind die Dämonen, die mich beherrschen, liebe Rosi!”, dachte er solcherart bekümert und schaute auf seine  Hände hinunter, beobachtete seine Finger und schüttelte den Kopf. Die Dämonen hatten ihn überfallen. Nicht erst jetzt, sondern schon vor fünf Jahren waren sie aufgetaucht und hatten ihm seine Frau geraubt. An einem furchtbaren, heimtückischen Krebs war sie gestorben und hatte ihn zurückgelassen, der seither allein mit dem Leben zurecht kommen mußte. Dann war noch das Zittern gekommen. Der Arzt hatte  Parkinson diagnostiziert und seither schwankte er, wenn es hochkam, wie betrunken über die Straße. Machte einen schlechten Eindruck und brachte ihn zu Unrecht in den Verdacht, Alkoholiker zu sein. Obwohl er sein ganzes Leben lang abstinent gewesen war und kaum mehr als zu Sylvester ein Glas Sekt, zu Weihnachten und zu den Geburtstagen ein Gläschen Wein getrunken hatte.

Wenn es hochkam, wankte er solcherart über die Straße und in den Supermarkt, um Brot, Milch, Kartoffelpürree und Gemüse für die kommende Woche zu besorgen und wenn er Pech hatte, schaffte er es nicht einmal in sein Hemd hineinzukommen und sich die Krawatte umzuzubinden.

“Das sind die Dämonen, die mich heimgesucht haben, mich beherrschen und mich nicht mehr verlassen, Rosi!”, wiederholte er, blickte immer noch auf seine zuckenden Finger und trat ganz langsam mit wiederkehrenden Unterbrechungen an das Schlafzimmerfenster.  Sah hinunter auf die Mariahilferstraße, die sich langsam mit den Kaufwütigen zu füllen begann. Dorthin mußte er, auf die Straße und in den “Merkurmarkt”, um seine Besorgungen zu machen und vielleicht auch einen kleinen Krampus oder Nikolo aus Briocheteig für das morgendliche Frühstück zu besorgen. Das hatte Rosi, als sie noch nicht von ihm gegangen war und die Dämonen ihn noch nicht besessen hatten, so gemacht. Einen kleinen Krampus oder Nikolo für ihn und die Nichten und Neffen, die Kinder, seiner und ihrer Geschwister besorgt.

Das war jetzt vorbei. Rosi an einem fürchterlichen Krebs verstorben. Die Neffen und Nichten längst erwachsen und kümmerten sich nicht mehr um den alten Onkel Max, der mit zittrigen Händen im Unterhemd vor seinem Schlafzimmerfenster stand und auf das Treiben der großen Straße hinuntersah, die sich langsam zu füllen begann. Mit Kindern, mit Hausfrauen, mit Weihnachtsgeschenkeinkäufern und er sah richtig und hatte sich nicht getäuscht, mit einer Weihnachtsfrau. Kein dämonenhafter Krampus stand mit einer Kohlenbutte und einer rasselnden Kette auf der  Straße, sondern ein junges Mädchen mit einer rotweißen Mütze  und einem Weihnachtsmannanzug. Santa Claus läßt grüßen und das Christkind, das immer zu ihm gekommen war, als er klein gewesen war, gab es nur noch auf dem Weihnachtsmarkt am Rathausplatz, während unten ein junges Mädchen als Weihnachtsfrau verkleidet auf der Straße stand und Zuckerln und kleine Schokoladestückchen an die Kinder verteilte. Wenn er sich nicht irrte, hatte er das junge Mädchen auch vor ein paar Tagen, als es ihm das letzte Mal gelungen war, auf die Straße zu kommen und in die Ambulanz, zur monatlichen ärztlichen Kontrolle, zu fahren, in der U-Bahn gesehen.”

So das muß nun morgen in der Nika-Perspektive in den fünften Dezembertag. Mal sehen wie es mir gelingt. Krampusse und Nikolofiguren kann die Nika auch verteilen und Harald Schwabenender wird sie abholen und ihr da einen Brotteilkrampus mitbringen und die Jessica Nikolic wird vielleicht für den Max einkaufen gehen oder ihm dabei helfen.

Klaus Khittl hat nach meiner Lesung gesagt “Die Weihnachtsfrau kenne ich!”

Natürlich er hat ja die “Dreizehn Kapitel” gelesen, ich weiß nicht genau, ob es wirklich solche gibt oder ich sie mir als Feministin so erfunden habe, aber seit der “Selma” tauchen in meinen Texten immer wieder Personen auf, die schon in früheren Büchern erschienen.

Die Fritzi Jelinek in der “Pensionsschokdepression, die Fatma Challaki im “Sommernanowrimo” und die soll sich  wieder mit dem traumatisierten Hassan unterhalten und die Nika, beziehungsweise die Idee eines Adventkalenders schleppe ich wirklich schon zweieinhalb Jahren mit mir mit.

Genau weiß ich nicht woran das liegt, vielleicht weil ich schon so viel geschrieben habe, vielleicht auch wirklich, weil ich eine so Schnelle bin, die aus Unsicherheit Themen anreißt und sie nie zu Ende bringt, eine Frau Sisyphus halt, aber da waren wir ebenfalls schon.

Dramatikerstipendien und vierter Nanowrimotag

Im MUSA wurden heute die Dramatikerstpendiaten für 2015, Valerie Melchiar und Thomas Arzt, 1982 und 1982 geboren, vorgestellt.

Valerie Melchiar hat einmal bei den “Exil-Preisen” gewonnen und präsentierte mit zwei Freundinnen und Thomas Arzt, eine Szene aus ihrem Stück, wo drei Frauen, die nur ein Auge und einen Zahn haben, an einem See sitzen, ins Leere starren und dann diesen, um eine Million oder Milliarde Dollar zu verkaufen, um sich dafür eine schönes Gebiß machen zu lassen und gut essen zu gehen.

“Absurdes Theater!”, alla Becket nannte das Julia Danielczyk in der Diskussion. Aber vorerst kam Thomas Arzt an die Reihe, dessen Stück “Totes Gebirge” im Jänner in der Josefstadt aufgeführt werden wird.

Er hatte schon einmal ein Dramatikerstipendium und die Stücke “Grillparz” und “Alpenvorland” geschrieben, die im Schauspielhaus, wo er Stipendiat war, aufgeführt wurden.

Die Berge spielen eine große Rolle, obwohl das Stück, woraus er allein eine Art Voraufführung las, in einer psychiatrischen Klinik a la fin sciecle, handelt.

Man sieht, die Seele ist ein weites Land, beziehunsweise ein totes Gebirge und das ist  eigentlich das Gegenteil, der Krankenpfleger heißt aber Priel und spielt für die Patienten zu Weihnachten Puppentheater.

Raimund Schönberg wird dort eingeliefert, weil er sich in einer psychiatrischen Krise befindet. Nepomuk N. im Gitterbett lallt vom Weltuntergang und das Tote Gebirge ist mir ja auch nicht so ganz unbekannt, habe ich es ja diesen Sommer zweimal durchwandert.

“Retro!” hat Wolfgang Helmhart, der MUSA Stammbesucher diese Stückauswahl genannt, Julia Danielczyk sind die Globalisierungszeiten eingefallen, mir haben sie zugesagt, obwohl ich ja keine Dramatik-Spezialistin bin.

Ansonsten kann ich zwei Erfolgsmeldungen verlauten, nämlich gestern zweimal Mails von der Buch-Wien.

Erst einmal bekomme ich wieder meine Gratiskarten und zweitens habe ich mich am Montag fast aus Trotz, weil man ja zum Ö1 Quizz gratis hinein kann und die dort noch Kanditatinnen suchten, dafür angemeldet, das Bücherquizz wäre mir zwar lieber, aber da nehme ich , wie es aussieht, wieder als Zuhörererin teil und was den “Nanowrimo” betrifft, wieder eintausendsechshundertzwölf Worte mehr. Ich halte jetzt bei  8853, nachdem ich gestern mit dreimal Diagnostik nicht zum Schreiben gekommen bin und weiß nach wie vor nicht, wie es weitergeht.

Das heißt, daßs ich morgen, wo ich keine Klienten habe, nochmals alles durchkorrigieren werde und mir  einen Plan mache, wie es weitergeht.

Die Handlung muß ja nicht nur von der Nika getragen werden, Ruth Horvath und Andrea Herbst können mitmischen, beziehungsweise Harald Schwabeneder.

Mal sehen, wie es weitergeht, ich bin sehr gespannt, obwohl das Denken, daß ich es nicht kann, nach wie vor vorhanden ist.

Ich liege aber  im Zeitplan und Handlungsfäden habe ich auch, nur wie verbinde ich sie und wird ein Toter in eine psychotherapeutischen Praxis wirklich interessieren?

Aber Sandra Winter und Fatma Challaki vom “Sommernanowrimo”, beziehungweise der “Selma” könnten auch noch auftreten.

 

In Memoriam und zweiter Nanowrimo-Tag

Die “In Memoriam- Veranstaltung” zum Gedenken der verstorbenen Kollegen und Kolleginnen, von der GAV veranstaltet, gibt es seit 2004.

Elfriede Gerstl hat sie mit Andreas Okopenko initiert und sie dann an Karin Ivancsics weitergegeben, die sie nach Andreas Okopenkos, Tod 2010, glaube ich, allein veranstaltet.

Immer mit Musik meistens mit Renald Deppe, heute mit Michael Bruckner und Simon Zöchbauer und ich bin nicht sehr oft dabei gewesen, weil ja auch der “Nanowrimo” im November beginnt und heute hätte ich eigentlich eine sechs Uhr Stunde gehabt und dann war auch ein sehr hektischer Tag.

Der Alfred hat die Bäume im Garten zurückgeschnitten, der neue Drucker ist gekommen und mein “Nanowrimo-Pensum” wollte ich auch schreiben und vielleicht auch weiter in Rafael Chirbes “Am Ufer” lesen, der auch am 15. August, an dem Tag an dem meine Mutter ihren hundertsten Geburtstag hatte und der Alfred seinen sechziger feierte gestorben ist.

Dann ist es sich aber doch ausgegangen und es war wieder sehr interessant, eine Erinnerung an die Kollegen, wie Karin Ivancsisc, deren “Blumendiebin” ich vor kurzem gelesen habe, am Schluß erklärte, auch eine Neuentdeckung und wieder eine schmerzhafte Erfahrung, denn daß Ernst Kölz im letzten Dezember gestorben ist, ist auch irgendwie an mir vorbeigegangen.

Ruth Aspöck hat an Eugienie Kain, die Tochter von Franz Kain erinnert, die ich am Volksstimmesest kennenlernte, dann ist ist es ihr ein bißchen gelungen in den Literaturbetrieb einzusteigen und 2010 ist sie an Krebs gestorben.

Ihren “Schneckenkönig” habe ich vor einiger Zeit im Bücherschrank gefunden und steht auf meiner Leseliste.

Der nächste Autor Mario Rotter 1959-1995, es stimmt viele Autoren werden nicht sehr alt, war mir bisher unbekannt, bei “Ritter” sind ein oder zwei Bände von ihm erschienen, die Ralph Klever herausgegeben hat, so hat er einen Text, der in den “Manuskripten” erschienen sind gelesen, war mir bis jetzt unbekannt.

Reinhard Priessnitz, 1945-1985, kenne ich hauptsächlich durch den “Priessnitz-Preis”, habe  bei den “Büchertürmen” aber mal ein Buch von ihm gefunden, das ich noch lesen muß.

Herbert J. Wimmer hat aus seinen “44 Gedichten” einige gelesen, die er auch einmal in der “Alten Schmiede” bei einer Gedenkveranstaltung gelesen hat.

Dann kam Günter Brödl, der die “Dr. Ostbahn-Krimis schrieb und für Willi Resetarits, glaube ich, auch Texte. Peter Hiess hat aus einem Krimi, der in einer Peep-Show handelt, ein Stück gelesen und die Musiker dann ein OstbahnKurti-Lied gesungen und Anton Herzl hat einen wahrhaft makabren Text von Wolfgang Bauer 1941-2005 gelesen.

Dann kam die H.C. Artmann Vertonung “Blauboat” von Ernst Kölz “Ich bin ein Ringelspielbesitzer und hob schon sieben Weiber erschlagn” von Michael Bruckner gesungen und Michael Hotschnig hat ein Stück aus “Wir töten Stella” ein Buch das auch auf meiner Leseliste steht, von Marlen Haushofer 1920-1070 gelesen.

Am Schluß hath Karin Invacsics über ihre Beziehung zu Andreas Okopenko auf dessen Begräbnis ich ja war, gesprochen und was den “Nanowrimobericht” betrifft, kann ich das von der Bipolaren Depression wiederholen.

Habe ich ja gestern morgen sehr euphorisch viertausend Worte beziehungsweise, das erste Dezember Kapitel geschrieben und heute noch mal dreitausend Worte, wurde dabei aber ein paar Mal unterbrochen und stocke ein bißchen mit der Krimihandlung, denn wie gehe ich die an?

Wenn ich die Nika immer im Kostüm auf der Straße stehen lasse, den Obdachlosen sehen, mit Jessica plaudern, sich über den Widerling ärgern und den Krimi über ihre Schwester, Harald Schwabeneder, etc erleben lassen, wirds ein bißchen fad, bezeihungsweise auch kurz, weil irgendwann ist das Kapitel aus und ich drücke mich vielleicht wieder um die Handlung herum, beziehungsweise um den heißen Brei, und habe das show not tell wieder nicht verstanden.

Vielleicht sollte ich es doch mehrdimensional anlegen und ein bißchen genauer plotten. Also wieder ein bißchen “Ich kann es nicht, ich kann es nicht!”, obwohl ich gestern sehr zufrieden war.

Mal sehen wie es weitergeht, die nächsten zwei Tage komme ich wahrscheinlich nicht sehr viel zum schreiben und verliere meinen Vorsprung vermutlich wieder, ich habe aber jetzt drei Buddies, nämlich Nina Dreist, Klaudia Zotzmann und Luisa Rabenschwarz und kann im Dezember ja, korrigieren, zu Ende schreiben, noch einmal von vorne anfangen,etcetera und es ist auch sicher spannend, wie es mit meinen bipolaren Schwankungen und meiner Krimihandlung weitergeht.

Der fünfte Nanowrimo

Es ist wieder November und daher “Nanowrimo-Zeit”, für die die das noch nicht wissen, “Nanowrimo” bedeutet “National writing Month” und das ist eine Idee aus dem schönen Amerika, wo man ja demokratisch ist, glaubt, daß jeder sowohl, um sich schießen kann, wie er will und möchte, aber auch die Kreativität in sich hat, zu schreiben.

So wird das kreative Schreiben schon im College gelehrt und da hat man sich dann einmal zusammengesetzt und gesagt, wir schreiben in einem Monat einen Roman mit fünfzigtausend Worten.

Internet gab es damals auch schon. So konnte man sich gut vernetzen und siehe da, inzwischen ist es längst ein internationaler Schreibemonat geworden, weil sich die ganze Welt daran beteiligt, hunderttausend und so Schreiber- und Schreiberinnen.

Allerdings wieder einmal etwas, was an der Profizone vorbei schlappert, denn die glauben ja immer noch an die sogenannte Qualität, beziehunhgsweise, den Musenkuß und behaupten, daß man schreiben nicht lernen kann.

Man muß es aber irgendwie doch, entweder durch try and error im stillen Kämmerlein und wenn es gut genug ist, wird es dann bei “Suhrkamp” veröffentlicht.

Im österreichischen Raum beginnt man meist bei “Arovell” oder “Resistenz” und geht dann, wenn es geht, zu “Septime” oder “Droschl” weiter und dort, wo es nicht geht, bleibt man beim “Nanowrimo”, von dem man vielleicht bei Anni Bürkl oder, wie ich über das “Writersstudio” hörte und gibt den dann entstandenen Roman im sogenannten “Selfpublishing” hinaus.

Vielleicht sollte ich noch anmerken, daß der “Nanowrimo” im Sommer begonnen hat, da hatten die Amerikaner aber keine Zeit, so haben sie es in den November verlegt, weil schon kälter und man bleibt zu Haus, haben sie wohl gedacht. Für mich ist das zwar ein ungünstiger Monat, weil die “Buch-Wien”, mein Geburtstag und auch noch andere Veranstaltungen, trotzdem habe ich seit 2009 mitgemacht und bin jetzt bei meinem fünften “Nanowrimo” mit dem ich gleich beginnen will.

Gedacht war es um Schreibblockaden zu überwinden, die Amerikaner gehen ja vom Probieren, wie man auch im “Writersstudio” hören kann und von den “Morgenseiten” aus. Man nimmt den Bleistift in die Hand und schreibt ohne abzusetzen eine bestimmte Zeit und wenn einem nichts einfällt, schreibt man eben “Mir fällt nichts ein!”, bis es wieder geht.

Beim “Nanowrimo” soll man jeden Tag so etwa eintausendfünfhundert Worte schreiben, wirklich am ersten November anfangen, ein bißchen vorausplotten darf man glaube ich zwar, man kann aber auch ohne Plot vor sich hinschreiben und nachher das Ganze dann korrigieren, veröffentlichen etc.

Und weil man das in einer anonymen Gruppe macht, hat man auch die Motivation und wenn man fünfzigtausend Worte am Ende des Monats hochlädt bekommt man Applaus und eine Urkunde.

Die Fachwelt runzelt zwar wahrscheinlich die Stirn vor soviel unverlangt geschriebenen Romanen, die sich inzwischen wahrscheinlich bei “Amazon” tummeln und für mich ist es auch nicht mehr ganz das Richtige, denn daß ich fünfzigtausend Worte schreiben kann, habe ich schon mehrmals bewiesen., bei mir wäre es wohl der Sprung in die Aufmerksamkeit. den ich schaffen sollte und der fehlt mir leider trotz “Literaturgefüster”, was ich immer noch nicht ganz verstehe, wieso das bei mir nicht geht und ob es wirklich nur an den paar Rechtschreibfehlern und daß ich halt sehr realistisch und nicht sehr abgehoben bin, liegt?

Das wird mir auch der “Nanowrimo” nicht beantworten, schreibe ich ja auch da sehr isoliert vor mich hin, weil ich zum Beispiel gar nicht weiß, wie man “Buddies” findet. Bei der Gruppe um Anni Bürkl habe ich in den letzten Jahren aber immer mitgeschaut.

2008 habe ich das erste Mal gehört, daß es sowas gibt, nicht mitgemacht, sondern nur mitgelesen.

2009 habe ich mich dann getraut und “Heimsuchung oder halb eins” geschrieben. Da habe ich eine kranke Protagonistin erfunden, die während ihre türkische Nachbarin zum Begräbnis ihres Großvaters nach Istanbul fliegt, sich in einigen Blogs umsieht und dabei auch die Nobelpreisvergabe, daher ein Teil des Namen, den angeblich ruft ja Stockholm jeweils um halb eins den jährlichen Gewinner an.

Da habe ich mich mit der Schreibwerkstatt um Jackeline Vellguth vernetzt, ihr einen wöchentlichen Bericht geschrieben, der auch im Buch enthalten ist und dann, glaube ich, sogar etwas von ihr gewonnen. Ja bei der Schreibwerkstatt habe ich mich einige Jahre, bevor Anni Bürkl den “Nano” entdeckte, auch umgeschaut.

2010 und 2011 habe ich nicht mitgemacht.

Erst wieder 2012 mit “Beim Sterben sollte man zu Hause” sein und da schon mal gehörig “geschummelt”.

Ich bin ja eine schnelle Schreiberin, so war ich auch schon 2009 am neunzehnten Tag fertig, aber da habe ich glaube ich mit ganz wenig Ideen am 1. November begonnen.

2012 hat es sich ergeben, daß ich schon eine Woche oder so mit dem Korrigieren des Vorigen fertig war und da habe ich einfach zu schreiben anfgefangen, es gibt ja ohnehin nichts zu gewinnen und es ist auch egal, wann man es macht, habe also schon am ersten Tag an die fünfzehntausen Worte hochgeladen und war nach ein paar Tagen fertig.

2013 war es mit der “Brüderschaft” “Verbrüderung” steht noch auf meiner “Nanoseite” ähnlich.

Ich habe für die Geschichte mit den drei Brüdern, die schon eine alte Idee war, schon im Oktober recherchiert, ich glaube auch in der “Schreibegruppe” vorgeschrieben und damit die Ruth verärgert, habe etwas weniger am Ersten hochgeladen, etwas länger nämlich dreizehn Tage gebraucht und hatte dann das Problem, daß ich schon vor den fünfzigtausend Worten Fertig war. Da bin ich dann auch das erste Mal nach Ungarn gefahren, habe alles durchkorrigiert und dann noch ein paar Szenen angefügt.

Beim “Sterben” habe ich, glaube ich, das Nachwort dazugefügt und dann hat es gepasst. Beim Korrigieren fallen dann auch immer einige tausend Worte weg, so daß die Bücher dann auch weniger Worte habe.

Das Schummeln ist beim “Nanowrimo” ja egal, trotzdem hat mich das ein bißchen geärgert und mir jedesmal auch vorgenommen, länger für den “Nano” zu brauchen, mir diesmal wirklich sehr viel Zeit zu lassen, aber ich bin halt eine schnelle Schreiberin, was solls.

Voriges Jahr war es mit “Im Namen des Vaters” ähnlich, da kam mir die Idee im Sommer, als ich Ernst Lothasrs “Die Mühle der Gerechtigkeit” gelesen habe.

Ich habe auch schon im Oktober recherchiert, bin beispielsweise dazu ins AKH gegangen und habe auch in zwei Schreibgruppen und bei den Schnuppertagen des Writersstudios ein wenig vorgeschrieben. Das aber nur mit der Hand, so daß ich um Mitternacht am ersten wirklich neu begonnen habe. Dann hat die erste Szene, der einstige auch nicht gleich gepasst, der Alfred hat geätzt, das kann jeder Affe, fünfigtausend Worte hochladen, das hat mich geärgert, die “Buch Wien” mit ihren Unterbrechungen und ein Ungarn Aufenthalt zum Fertigschreiben war auch dabei.

Wieder eine ähnliche Kurve, zwar nichts vorher hochgeladen, aber dann sehr schnell und viel geschrieben, bis zur Buch Wien, dann kam eine Unterbrechung und auch ein kleines Minus durch das Korrigieren, in Ungarn dann ein neuer Schwung und, ich glaube, ich habe auch noch etwas angefügt, um die fünfzigtausend Worte zu erreichen, so daß es nicht mit dem Tod der Veronika, sondern mit der Geburt des kleinen Moritz, beziehunsweise mit einem Friedhofbesuch bei der Großmutter endet. Fertig war ich aber wieder am Tag neunzehn. Ich kann offenbar nicht anders.

Und heuer habe ich ganz zufällig und ganz inoffiziell einen sogenannten “Sommernanowrimo” nämlich meine Sommergeschichte über die Sommerfrische in Harland bei St. Pölten einer prekären Studentin und ihre Freundinnen geschrieben. Da habe ich Anfang Juli mit ein paar Vorarbeiten angefangen, war Ende des Monats fertig und habe, das Rohkonzep liegt inzwischen beim Alfred inzwischen immer noch einundfünfzigtausenvierhundert Worte.

Das Worte zählen ist für mich ganz hilfreich, bin ich ja offenbar eine, die Struktur benötigt und so wird es heuer vielleicht ein wenig anders, denn da habe ich auch eine alte Idee, will ich ja diesmal einen Adventkalender schreiben.

Das habe ich schon einmal, ich glaube, am Ende des vorigen Jahrhunderts, da habe ich jeden Tag ein paar Zeilen in ein Büchlein geschrieben, das ganze dann im Jäner bei Weihnachtsmusik zusammengeschrieben, die Geschichte ist im “Best of” enthalten.

Und 2013 habe ich im Sommer “Die dreizehn Kapitel” geschrieben, die sind ganz kurz geworden, nämlich im Rohtext keine 31000 Worte, es gibt darin aber eine prekäre Studentin namens Nika Horvath, die Nachbarin der Hauptfigur, die sich im Dezember als Weihnachtsfrau verdingt und Zuckerl verteilend auf der Mariahilferstrape steht, die hat darin ein Kapitel und im Dezember 2013 habe ich glaube ich schon im Blog ein paar Nika Geschichten gehabt und 2014 wieder, da habe ich dann im Dezember in der Schreibgruppe über Weihnachten geschrieben und mir vorgenommen, das im nächsten jahr im Rahmen des “Nanowrimos” zu machens.

Voila und da mir da das Monat Dezember bzw. der Advent eine gute Schreibvorlage gibt, ist zu erwarten, daß ich etwas regelmäßiger und länger schreiben.

Ich will nämlich jeden Tag eine Geschichte schreiben, die mit “Erster Dezember”, “Zweiter Dezember”, betitelt ist, wenn die zwischen eintaudendfünfhundert und dreitausen Worte haben, bin ich zwischen dem Vierundzwanzigsten und Einunddreißigsten fertig.

Das lasse ich offen, wann das endet, die  Buch- Wien” könnte, obwohl die Frau Führer nicht mehr die Pressearbeit macht und mir die Frau Müller noch nicht auf meine Anfrage um Gratiskarten geantwortet hat, wieder eine Unterbrechung bringen.

Nach Ungarn fahren wir diesmal erst im Dezuember, da kann ich dann schon korrigieren.

Recherchiert habe ich im Oktober ein bißchen, nachdem ich mit der “Sommergeschichte” fertig war, vorgeschrieben nichts, im “Writerstudio” beim “Openday” zu dem ich ja immer Schnuppern gehe beim “Krimiworkshop” mir aber eine Handlung zurecht gelegt, ein bißchen in die “Dreizehn Kapitel” geschaut und mir auch einen voräufigen Plotzurecht ausgedacht.

Zu schreiben fange ich aber demnächst an, werde mir heuer den Advent in den November verlegen und bin sehr gespannt, wie es mit meiner “Nika Weihnachtsfrau”, die ja schon eine alte Bekannte ist, werden wird.

Nanowrimo-Recherche mit Anton Blitzstein, ohne Anna Weidenholzer

Da meine zehn Uhr Diagnostik heute ausgefallen ist, konnte ich den Tag wieder zu einer Mariahilferstraßenrecherche nützen, denn da wird die Nika Horvath, nicht Richter im Dezember als Weihnachtsfrau verkleidet stehen und Zuckerln, beziehungsweise Flugblätter verteilen und im November werde ich das schreiben.

Täglich mindestens 1600 Worte, beziehungsweise jweils einen Tag, damit werde ich auch heuer ein bißchen regelmäßiger schreiben und nicht schon am Tag fünf fertig sein.

Ich kann die Geschichten ja länger werden lassen. Aber Schluß ist der vierundzwanzigste beziehungsweise der einunddreißigste Dezember und damit mir das Ambiente zwischen dem Kaufhaus Gerngroß und dem ehemaligen Herzmansky, wo sich das Ganze abspielen wird, vertraut ist, ist es gut, da ein bißchen herumzumarschieren.

Im Gerngroß war ich jetzt schon einmal und am Montag auch am Westbahnhof, denn die Flüchtlinge werden ja auch ihre Rolle spielen und so bin ich wieder die Straße hinuntergelaufen, habe in einem Asia Shop Nudeln gegessen, eine große Portion sogar, kleine hat es nicht gegeben und beim Mc Donald Kaffee getrunken.

Dann packte mich die Mittagsmüdigkeit, beziehungsweise tat ich mir schwer mit der Planung der Krimihandlung. Denn da wird ja in derPraxis einer Therapeutin, die Leiche eines Klienten am Klo gefunden, aber ist jetzt Nikas Schwester oder deren Freundin die Therapeutin?

Dazu müßte ich in den “Dreizehn Kapiteln”, wo das ja schon vorkommt, nachschauen und das Buch hatte ich nicht mit.

Also nach Hause und da, oh Freude habe ich die Einladung zum “Alpha Literaturpreis” am siebzehnten November vorgefunden.

Da habe ich zwar schon alle drei Bücher der Finalisten, die dort vorgestellt werden, gelesen und wer den Preis gewinnt, glaube ich, auch zu wissen, aber schön, daß das klappt, jetzt müßte mir noch die Frau Müller von der “Buch Wien” antworten und mich auf alle Listen setzen, damit ich auch da bloggen kann, die Frau Führer macht ja nicht mehr die Pressearbeit.

Also war ich ein bißchen beschäftigt und abgelenkt und um drei ging es wieder auf die Mariahhilferstraße oder in die Nähe, nämlich zur Vernissage von Anton Blitzsteins Hausbildern “Vom Luftschloß zum sozialen Wohnen”, im Nachbarschaftszentrum in der Bürgerspitalgasse und der, der ja jetzt GAV-Mitglied ist und morgen seine Antrittslesung in der “Alten Schmiede” hat, hat mich dorthin eingeladen.

Jetzt gehe ich zwar nicht mehr sooft zu Vernissagen, aber diesmal machte ich eine Ausnahme und in diesem Nachbarschaftszentrum bin ich auch schon vor Jahren mit meiner Freundin Elfi gewesen.

Es sammelten sich bald die Leute, der Josef, ebenfalls GAV-Mitglied, wie ich glaube, ein paar Damen, die meisten mit Anton Blitzstein bekannt, der ein grünes Mousse au Chocolat stiftete, mit Kürbiskernöl und weißer Schokolade gemacht, nicht mit  Spinat, wie ich vermutete.

Schmeckte sehr gut und es gab auch eine Führung durch die Real-und Fantasiebilder, die in  zwei Räumen ausgestellt waren.

Anton Blitzsteins Katzen habe ich mir ja schon einmal angeschaut und im Otto Wagner Spital hatte er auch eine Ausstellung, als die dort ihr Jubläum feierten, dann habe ich ihn persönlich bei den “Ohrenschmaus-Preisverleihungen” kennengelernt und ihn einmal auch als Leser zu meinem Geburtstagsfest eingeladen.

Aber er ist mehr Maler, Autodidakt, wie er in der Einleitung erwähnte, als Literat und seine Wohnhausbilder sind sowohl Abbildungen des Wassertumrms, des Karl Marx Hofes, der Kirche am Steinhof, als auch Phantaiebilder, zum Beispiel ein Katzenhaus, in dem er gerne wohnen würde.

Die Ausstellung war bald erklärt, eine Führung hat es auch gegeben und dann hatte ich noch einige Stunden Mariahilferstraßen Flanieren vor mir, denn ich wollte ja am Abend ins Literaturhaus gehen.

Einige prägnanten Impressionen, nämlich wahrscheinlich syrische Familien, die mit Sack und Pack vielleicht ins Kolpinghaus zogen oder beim Cu.A Winterkleidungt einkauften, hat es auch gegeben.

Ich bin ja sehr ungeduldig, so habe ich meine Runde dann bald wieder abgebrochen und gedacht, schaue ich noch ein bißchen länger zum Bücherschrank, bevor ich ins Literaturhaus gehe, wo Anna Weidenholzer im Gespräch mit Fritz Ostermayr, dem numehrigen Direktor der “Schule für Dichtung ihre Musikvorlieben vorstellen würde.

Der soll in meinem Adventkalender zwar nicht so vorkommen, obwohl es da schon einen “Bücheradventkalender” gibt, aber immerhin, sich dort ein bißchen hinzusetzen, alles anzuschauen und sich ausruhen kann nicht schaden, dachte ich, habe dann auch den ersten Dimitre Dinev, noch in der “Edition Exil” erschienen, gefunden und einen Konzeptband von Judith Fischer, auch GAv-Mitglied und als ich überlegte, ob ich für die Schwiegermutter ein paar Edgar Wallace-Krimis mitnehmen soll, sprach mich ein älterer Mann an, sagte, daß er zwar keine Zeit zum Lesen hätte, sich den offenen Bücherschrank aber gerne einmal anschauen wollte.

Dann ging ich zurück zum Literaturhaus, es war dreiviertel und noch alle Türen zu, wie vorhin und erst jetzt bemerkte ich den Zettel mit der Mitteilung, daß die Veranstaltung wegen Erkrankung ausfällt, aber nachgeholt werden wird.

Nanowrimo-Recherche und kroatischer Roman

Heute habe ich wieder ein bißchen Recherche für meinen Adventkalender gemacht, den ich ja am ersten November im Rahmen des “Nanorimos” beginnen will, gemacht.

Das heißt, ich bin die Mariahilferstraße zum Westbahnhof gegangen, um mir die Situation dort anzuschauen, beim “Thalia” habe ich einen Stop eingelegt, zuerst nach Cornelia Travnices “Junge Hunde” Ausschau gehalten, ein Buch, das am Mittwoch bei Petra Hartlieb vorgestellt wurde und gestern auch in Frankfurt präsentiert wurde und habe dann gesehen, daß es “Chucks”, ihren ersten bei “DVA” erschienenen Roman um 1.99 gab.

Jtzt muß ich nur noch herausfinden, wann ich ihn lesen werde, wollte ihn aber eigentlich schon immer haben und die “Jungen Hunde” wünsche ich mir natürlich auch, aber erst habe ich ja noch drei Bücher von der Longlist zu lesen, nachdem ich mit dem Peltzer gestern fertig wurde.

Aber weiter  mit der Recherche, beziehungsweise zum MC Donald, dort einen Cheeseburger mit Pommes frites gegessen und eine junge Frau neben mir fragen gehört, ob Amsterdam in Holland liegt?

Mir dazwischen aufgeschrieben, daß die Nika Weihnachtsfrau, wenn sie einen Hamburger essen gehen wird, ja den Sandler Gregor Stefan oder eigentlich ist es ein ehemaliger Lehrer mit Parkinson, treffen könnte und ein vorlautes kleines Mädchen namens Adriana, das laut “Weißt du nicht, Weihnachtsfrau, daß man von Zuckerl, Karies bekommt? Sie weiß es nicht, Mama!”, durch die Mariahilferstraße schreit.

Ja, ja, mit der ersten Planung meiner vierundzwanzig Adventkapitel, wenn jedes circa dreitausend Worte hat, geht es sich schön aus, begonnen und dazwischen ist auch die Buch-Wien, also wahrscheinlich wieder schreibefreie Tage. Zum Schreiben will ich diesmal aber erst am ersten November anfangen, in den Gerngroß, wo schon die Weihnachtsbäume stehen, bin ich aber schon gegangen und einen Mord in der Praxis ihrer Schwester soll es auch geben und einen Journalisten, den sie vielleicht während ihrer Arbeit trifft, der ihr beim Mord aufklären hilft und ihre Diplomarbeit über Thomas Bernhard, Ärger mit ihrer Chef, etcetera, etcetera….

Dann bin ich in meine Praxis gegangen und danach in die “Alte Schmiede”

Dort wurde ein sehr interessanter Roman, der 1946 in Zagreb geborenen Dasa Drindic vorgestellt.

Nämlich “Sonnenschein”, so heißt er auch auf Kroatisch, ist aber das erste auf Deutsch erschienene Buch der Autorin, die lange in Amerika und auch in Belgrad lebte und Englisch unterrichtete.

So fand das Gespräch zwischen ihr und Kurt Neumann auch auf Englisch statt und Kurt Neumann erklärte in der Einleitung, daß es sich um einen dokumentarischen Familienroman handelte und in dem Buch, das aus drei Teilen besteht, ist, das habe ich schon beim Durchblättern am Büchertisch gesehen, eine Art Telefonbuch enthalten, nämlich die Namen der aus Italien oder Kroatien deportierten Juden und, um eine dieser Familien geht es in dem Roman, der 2006 beginnt, in den ersten Weltkrieg zurückgeht. Diese Familie flüchtet sich, wie Kurt Neumann erklärte in den Faschismus und die Heldin Haya Tedesco bekommt von einem SS-Mann ein Kind, das wird ihr entführt, wächst in einer deutschen Familie auf und zweiundsechzig Jahre später. kommt es zu einer Begegnung zwischen Mutter und Sohn.

Dasa Drindic las ein paar Stellen auf Kroatisch, Kurt Neumann die auf Deutsch, eine Frau fragte sehr viel nach.

Es waren auch einige Prominente, wie Annemarie Türk im Publikum und wahrscheinlich auch viele Fans der Autorin, da sich anschließend eine lange Autogrammschlange bildete.

Ich ging nach Hause, habe ich ja genug zu lesen und die drei Finalisten des heurigen “Alphas” wurde auf der www. buecher.at Seite auch bekanntgegeben.

Jetzt muß nur noch die Einladung für die Preisverleihung am siebzehnten November kommen, obwohl ich alle drei Bücher der Endnominierten schon gelesen habe und eigentlich auch nicht bezweife, daß Valerie Fritsch die heurige Siegerin werden wird, aber mal, sehen, es gibt ja immer wieder Überraschungen. Ich bin gespannt.

Geburtstagsschreiben

Heute war das “Westbahn-Spontan-Schreiben” wieder mal am Freitag, weil Peter Czak am Donnerstag Geburtstag hatte und das war dann gleich das Thema, habe ich ja zufälligerweise gestern auch begonnen, mein literarisches Geburtstagsfest vorzubereiten, das am sechsten November mit Lesungen von Ruth AspöckElfriede Haslehner, Rudi Lasslsberger, Peter Czak und mir, die üblichen Verdächtigen halt, stattfinden wird,  Hilde Schmölzer habe ich auch angefragt, die ist aber, wie hörte, drei Wochen auf Kur, also wird es spannend werden und das Geburtstagsschreiben, löste, wie sich herausstellen sollte,heftige Diskussionen aus.

Ruth Aspöck, Robert Eglhofer, Peter Czak und Fritz Widhalm waren anwesend und hier mein Text, den ich eigentlich auch auf der Lesung vorstellen könnte:

“Geburtstage sind ein Ereignis, die jeder mal zu feiern hat, um die man nicht herumkommt, die man so oder so, haßen, ignorieren, lieben, etcetera kann.

Ab einem bestimmten Datum geraten Frauen leicht in Verdacht sich darum zu drücken oder ewig gleich alt zu bleiben. Fünfzig oder sechszig plus und dazu ein verschämtes Lächeln im Gesicht.

Ich kenne eine Wiener Autorin, die sich standhaft weigert, ihr Geburtsdatum anzugeben, weil sie sich dadurch behindert, diskriminiert, etcetera, fühlt.

Es ist, bleibt wie es ist, würde dazu  vielleicht Poet Erich Fried fein fabulieren. An dessen Geburtstag Jahr für Jahr im Literaturhaus ein Symposium veranstaltet und ein Preis vergeben wird oder handelt es sich dabei um seinen Todestag?

Geurtstag, Geburtstagstorte, Geburtstagskerzen, Geburtstagsfeier.

Ich wünsche dir ganz herzlich. alles Gute zum Geburtstag, gratuliere sehr und zünde dir auf deiner Torte eine Kerze an.

Wie auch ich ganz ehrlich, meinen Geburtstag mag und ihn regelmäßig zelebriere. Die Geburtstagshasser wiederum ganz ehrlich nicht verstehen kann und ich auch nichts gegen die Preisgabe meines Geburtsdatums habe.

Ich werde heuer zweiundsechzig. Na und?

Vielleicht hängt die Wichtigkeit der Geburtstage auch mit der sozialen Erwünschtheit zusammen. Ein eher unerwünschtes Kind muß sich vielleicht behaupten und seinen Geburtstag besonders zelebrieren, während das selbstbewußte Wunschkind eher ein Geburtstagshasser sein und nicht älter werden will.

Happy birthday, happy birthday to you, ich wünsche dir zum Geburtstag alles Gute, alles Liebe für dich!

Und dann gibt es noch die geschichtsträchtigen Ereignisse, die einen Geburtstag prägen können und die sind bei mir ganz besonders intensiv.

Neunter November 1953, da war doch fünfzehn Jahre vorher die Nacht, wo die Synagogen brannten, während sechsunddreißig Jahre später eine Mauer erstürmt wurde, die eine Stadt in zwei Teile trennte.

Und der Herr Palmers, ich weiß nicht, ob man sich noch daran erinnern kann, wurde 1977, glaube ich, von der Wienerischen RAF Abteilung entführt und in einem Keller festgehalten.

Geburtstag, Geburtstagsfeier, Geburtstagskerzen.

Ich wünsche dir ganz herzlich, alles Gute zum Geburtstag, würde mir meine Geburtstagstorte auch selber backen, wenn es keinen gibt, der das für mich tut und wenn darauf nur Platz wäre, auch siebzig, achtzig, fünfundachtzig Geburtstagskerzen stecken oder hundert rosarote Luftballons aufblasen und in die Luft verschicken oder nein, das nicht, so alt will ich eigentlich nicht werden, obwohl mir ja, wie schon geschrieben, mein Geburtstag sehr wichtig ist.

Geburtstag, Geburtstagskerzen, Geburtstagstorte. Diesesmal werden es zweiundsechzig Kerzen sein, die darauf kommen könnten und das ist eigentlich ganz schön.”

Und das Geburtstagsgeschenk, habe ich, wenn man so will, auch schon im Schrank gefunden, nämlich Doris Knecht “Wald”, ein Buch von dem sich ja viele wünschten, daß es auf der heurigen Longlist steht.

Jack Unterweger Film und Open Hause

Seit 2010 gibt es glaube ich die “Tage der offenen Tür des Writersstudios”, das ich ja über einen Umweg über die “Sigmund Freud-Uni” kennengelernt habe und jetzt pilgere ich regelmäßig zu den Schnupperworkshops und beobachte diese amerikanisch gefärbte Idee des kreativen Schreibens, die über “Freewriting” und viel Feedback entstanden ist. jetzt schon jede Menge Seminare anbietet und einen Haufen Trainerinnen gibt es auch, am Anfang waren das ja nur Ana Znidar, Judith Wolfsberger und Irene Rauch. Irene Rauch ist nicht mehr dabei dafür gibt es ein und und und an jungen Frauen und auch eine Schreibtrainerausbildung

Seit einigen Jahren sind die Tage in “Texten im Beruf” und “Passion Writing” gegliedert und an einem Abend gibt es immer eine Veranstaltung mit Bagels, Muffins und einer Seminargutscheinverlosung, wo ich zwar nie etwas gewinne, aber immer hingehe, seit den Vorjahr lasse ich das berufliche Schreiben aus und so wollte ich gestern abend zu der Lesung gehen, wo einige der Abslventen ihre in den Workshops entstandenen Texte oder Bücher vorstellten. Aber dann rief mich die Anna an und sagte “Willst du mit mir nicht ins Kino gehen?”, denn sie wollte “Jack”, den Film über Jack Unterweger von Elisabeth Scharang sehen und der 1950 geborene, wegen Mords Verurteilte, der in Krems-Stein eine literarische Karriere begonnen, sowie die Literarturzeitschfrift “Wortbrücke” einige Jahre herausgegeben hat, hat für meine literarische Entwicklung Bedeutung, denn ich habe  auch meine Texte zu ihm geschickt und dann 1989 wahrscheinlich, als ich für die “Hierarchien” einen Verlag suchte, hat er das Buch gemacht, dazwischen wurde er entlassen, die GAV und die IG-Autoren haben sich sehr stark dafür eingesetzt. Da hat er dann  ein bißchen mit dem Buch gehudelt, sonst war die Zusammenenarbeit sehr gut, das kann ich nur betonen, nachher habe ich einmal mit ihm in der Berggasse gelesen, später ist er aus der GAv ausgetreten, weil sie ihm zu sozial war, dann ist er in den Verdacht von neun Prostituiertenmorden gekommen, wurde verurteil und hat sich 1994 in der Zelle in Graz erhängt.

Ein Buch hat es im “Redsidenz-Verlag” über ihm gegeben, es gibt auch immer Frauen, die über ihn Bücher schreiben und der Film war sehr interessant, obwohl die Seite, die ich an ihm kannte, gar nicht oder kaum zur Sprache gekommen ist.

So bin ich also erst heute zum “Passion” Writing in die Pramergasse marschiert.

Wieder war es sehr voll, es wahren auch mehrere Damen da, die extra aus Deutschland angereist kamen, was ich sehr spannend finde und begonnen hat es, wie im Vorjahr mit einem “Collage  Dream Writing” von Johanna Vedral, die auch Psychologin ist und in dem vierzig Minuten Workshop ihre Collagen verteilte, zu denen man dann eine Morgenseite schrieb und dann wurde darauf noch ein Haiku gemacht.

In den letzten zwei Jahren habe ich  immer zu meinen jeweiligen “Works in Progress”, zur “Brüderschaft” und “Im Namen des Vaters” meinen anschließenden “Nanowrimos” Texte geschrieben, diesmal war ich offen für alles und habe mich in das Thema eingelassen, dazwischen Tee getrunken, Kekse gegessen, geplaudert,etcetera.

Judith Wolfsgruber, die Studioleiterin und Begründerin brachte wieder etwas über den “Personal Essay”, da hat sie ja schon im Vorjahr über die Schulerlebnisse ihres Sohnes geschrieben, ich über die Post, als die mir sagte, meine Buchsendung kostet mehr, weil ich sie in ein oranges Kuvert gepackt habe.

Dann kam wieder “Poetry” mit einer Ode an einen Alltagsgegenstand, war sehr lustig und entspannend, unter den Besuchern habe ich auch Edith Ulla Gasser von Ö1, einige Psychologinnen, eine Augenärztin, eine Lehrerin, etcetera, entdeckt, ein paar Männer gab es auch, allerdings keine Trainer und weiter ist es mit dem berühmten “Short Story Seminar” von Ana Znidar dem Grundstein des Schreibens, “Show and not tell”, etcetera, gegangen.

Dieses Seminar ist das Einstiegsseminar, wenn man etwas anderes machen will, beispielsweise das “Memoir” oder auch das “Travel Writing”, was wieder kam und wo ich versucht habe, meine sinnlichen Eindrücke von dem Domplatz in Ulm wiederzugeben.

Ana Ladurner machte wieder das “Livewriting”, das zum Unterschied zum “Memoir” aus kürzeren Prosaskizzen entsteht und packte wieder ihre Zettelchen aus, wo ich eines erwischte, wo ich über meine Demonstration Erfahrungen schreiben sollte und ich ein bißchen mein Bedauern beschrieb, daß ich zwar am 31. 8. auf die Mariahilferstraße gegangen bin, aber dann nicht mehr auf den Westbahnhof um zu helfen, Windeln, Zahnbürsten, Bohnensuppendosen, etc zu verteilen, während der liebe Otto das sehr wohl tut.

Da muß ich mich wohl an der Nase nehmen, habe aber wenigstens darüber geschrieben und gespendet und dann ging es weiter mit dem Krimi, den wieder Michaela Muschitz, eine sehr extrovertierte Trainerin, die auch Businessseminare hält, moderierte und auch selbst schon zwei solche geschrieben hat.

Ich tue mir mit den Krimis ja immer etwas schwer, ein Szenarium habe ich aber entworfen, nämlich einen Toten der am Klo von der Putzfrau in einer psychologisch-psychotherapeutischen Praxis gefunden wird. Der Tote ist ein Klient ein Mißbrauchstäter und nun gibt es zwei Verdächtige, einmal das Mißbrauchsopfer, das das schon öfter angekündigt hat und dann ist der Mann der Psychologin eifersüchtig und verdächtigt seine Frau ihn mit Max Moser betrogen zu haben. Am Ende ist es wieder ein natürlicher Tod, ein Schlaganfall der zu einem Sturz mit anschließenden Verletzungen führte und das Ganze könnte die Nika Weihnachtsfrau in einer ihrer Adventgeschichten erleben, die ich ja im heurigen “Nanowrimo” schreiben will.

Es gab wieder Infoblätter zu allen Seminaren und das Programm zu den Passions und Berufslehrgängen. Da gibt es auch Infotage, wo man sich genauer informieren kann und ich finde das Thema schreiben lernen ja sehr spannend und versuche in meinen Blog auch diesbezügliche Veränderungen zu beschreiben, stamme ich ja noch aus einer Generation, wo man glaubte, daß man es nicht lernen kann, es aber trotzdem irgendwie mußte.

Vorschau auf “Die Pensionsschockdepression oder Selmas Kopftuch”

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Als Thekla Morgenstern eines Morgens aufwacht, geht es ihr gar nicht gut. Sie spürt eine Wand vor ihrem Kopf und fühlt sich, wie wenn sie in ein Depressionsloch hineingefallen wäre.
Als Therapie verordnet sie sich eine Bibliothotherapie-Gruppe, die ihr ihre Nachbarin, Fritzi Jelinek, die diese zweimal in der Woche, in Janusz Warszinskis Pfarre hält, empfiehlt und dann lernt sie noch die fünfzehnjährige Yasmin Bilic kennen, die ebenfalls große Probleme hat.
Hat sie doch der „Stief“ aus der Wohnung geschmissen und zur Großmutter geschickt und dann ist noch ihre beste Freundin Selma verschwunden, die Vorzugsschülerin des Polytechnischen Jahrgangs, den sie mit ihr besucht, die eigentlich Zahnärztin werden will.
Sie will aber auch ein Kopftuch tragen, kein Schweinefleisch essen und eine aufrechte Muslima sein, was in Zeiten, wo man täglich vom IS-Terrorismus und den Jugendlichen hört, die in Richtung Syrien aufbrechen, gar nicht so einfach ist.

Jetzt ist sie endlich da, die versprochene Vorschau auf mein übernächstes neues Buch, die Vorschau auf “Im Namen des Vaters” den letzten “Nanowrimo” gibt es auch noch und das Manuskript, das immer noch beim Alfred liegt.

Die Gewinnfragen können  noch beantworten werden, also Leute, wenn ich euch für etwas anderes, als das Longlistenlesen interessiert und wissen wollt, wie das “Selbstgemachte” abseits des “Amazonrankings” aussehen kann, habt ihr jetzt zwei Chancen, bevor es die Vorschau für den “Sommernanowrimo” geben wird.

Neue Gewinnfragen gibt es auch. Auch wenn sich niemand bei mir meldet, bleibe ich hartnäckig dabei und möchte gerne wissen

  1. Worum geht es in der “Pensionsschockdepression oder Selmas Kopftuch”?

2. Was hat es mit der Kopftuch geschmückten Puppe am Cover zu tun, wem hat die einmal gehört und wie hängt das mit der Selma zusammen?

3. Wie hätte das Buch ursprünglich heißen sollen und welches Buch könnte vielleicht die Vorlage dafür sein oder wird beziehungsweise darin behandelt?

Damit das Antworten ein bißchen leichter fällt, gibt es wieder die Schreibberichte und das Buch für den oder die, der mir die Fragen bewantwortet, nach Erscheinen, dann löse ich wieder die Gewinnfragen auf, mache eine kleine Aussendung und das zweite Kapitel, das ich unter dem Namen “Selmas Kopftuch” fast am “Welttag des Buches” bei den Wohnpartnern gelesen hätte, wird es dann auch als Probekapitel auf der Website geben.

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