Während ich in meinem Praxiszimmer sitze und auf die Nachmittagsklienten, bzw. auf die anschließende Fahrt ins Wochenande nach Harland in St. Pölten warte, kann ich über die erste Arbeitswoche nach der Sommerfrische resumieren, die eine sehr literaturbewegte war.
So trudelten die ersten Veranstaltungsprogramme ein. “Alte Schmiede”, “Amerlinghaus”, “Gesellschaft für Literatur”, “Literaturhaus”, etc.
Das “Literaturhausprogramm” war diesmal besonders interessant, habe ich ja daraus erfahren, daß der “Otto Stoeßl-Preis” 2012 an Angelika Reitzer vergeben wurde, was mir Roebert Huez bei der “Blahacek- Veranstaltung” im Juni noch nicht verraten wollte. Die Preisverleihung steht im Programm, findet am 4. Oktober im Literaturhaus statt. Da hatte ich ja auf meinen Artikel von der Preisverleihung von 2010, wo der Preis an Andrea Grill vergeben wurde, eine interessante Diskussion mit einem, der einreichen wollte und sich nach dem er meinen Artikel las, nicht dazu entschlossen hat. Ich hätte ja zugeraten, vermutlich hat er aber recht behalten, daß man um, da zu gewinnen, schon einen in Österreich bekannten Namen haben muß und andere Preise, wie beispielsweise den “Priesnitzpreis”, den heuer Anna Weidenholzer am 28. Oktober bekommen wird, gewonnen haben.
Also wieder keine Chance für mich. Aber ich reiche beim Stoeßl-Preis und eigentlich auch sonst sonstwo, nicht mehr ein, sondern ziehe mich auf meinen Blog und das Schreiben meiner Indie-Bücher zurück.
Habe die Veranstaltungsprogramme diese Woche aber intensiv durchgesehen und das für mich passende eingetragen. Das stimmt wieder nicht so ganz, für eine Lesung am Naschmarkt, habe ich mich am Montag angemeldet, da ich da bei der vom Peppo Beyerl war. Mal sehen ob es damit klappt.
Und ein Mail von Herrn Leitgeb vom “Alpha” habe ich auch bekommen, daß ich, nachdem er meinen diesbezüglichen Artikel gelesen hat, heuer eine Einladung bekommen werde.
Natürlich fein und etwas auf das ich schon lange warte, nur blöd, daß wir gleich nach meinem literarischen Geburtstagsfest, wo ich sechzig Minuten aus meinen dreißig Büchern lesen werde, nach Ungarn fahren wollen. Doppelt blöd, weil am zehnten November auch noch der “Fried Preis” vergeben wird, an wem, weiß ich noch nicht, das wird erst im Novemberprogramm stehen und das wäre ja auch ein Preis, den ich sehr gerne hätte, aber träume weiter Eva, da hast du keine Chance, weil dich der einzige Juror höchstwahrscheinlich gar nicht kennt und weder das “Literaturgeflüster” noch die dreißig selbstgemachten Bücher wahrnimmt.
Es gibt auch noch den “Wildganspreis”, den hätte ich auch sehr gern, wird heuer aber an Olga Flor am 3. 10. im Haus der Industrie vergeben. Da habe ich im Vorjahr eine Einladung bekommen, man kann sich aber auch übers Internet anmelden.
Und der “Leo Perutz-Preis”, der österreichische Krimipreis des österreichischen Buchhandels, wird am 11. 9. um 19 Uhr im Wiener Bestattungsmuseum vergeben. Da stehen Christian David, Georg Haderer, Sabine Naber, Beate Maxian und Thomas Raab auf der Shortlist, wer es wird, erfährt man erst am Mittwoch.Und die Shortlist des dBp wird ebenfalls an diesen Tag am Vormittag bekannt bekanntgegeben.
Vielleicht steht Thomas Stangl darauf. Mit dem wird jedenfalls die neununddreißigste literarische Saison der “Alten Schmiede” eröffnet und zu dessen Buch, gibt es auch eine interessante Diskussion im Internet, bei der ich mich auch beteiligte.
Eine Lesung der Nominierten für den “Schweizer Buchpreis” gibt es am 14. 10. im Literaturhaus auch. Wer die sind, wurde, glaube ich, noch nicht verraten, habe mir den Termin aber schon vorgemerkt und freue mich, wie man wahrscheinlich merken kann, auf die literarische Saison über die ich wieder eifrig bloggen werde.
Jetzt kann ich das ja schon sehr umfassend, das heißt über den “Alpha” habe ich auch so gebloggt. Neben Literaturprogramme studieren und Preistermine herausbekommen habe ich diese Woche auch noch die zwei Bücher des “Bank Austria Literis” aufgelesen, die ich mir von der vorigen Preisveranstaltung nach Hause genommen habe und neue Bücher habe ich auch bekommen.
Die zwei “Alpha-Finalisten” aus dem Septime Verlag hat mir die freundliche Frau Gmeiner, die meinen Blog zu lesen scheint, geschickt und dann ist auch noch Ryu Murakamis “Das Casting”, das zu den Finalisten des Hot-List-Preises zählt, zu mir gekommen, was mich besonders freut, daß ich außer Eins aus zwanzig des DBp”, jetzt auch “Eins aus zehn der Hotlist” lesen kann, obwohl meine Leseliste dadurch wieder angewachsen ist und ich zwei der Bücher am Abend nach Harland mitnehmen werde, damit ich sie auch schaffe, obwohl ich das Bücher hin und her schleppen eigentlich nicht so mag.
Neben dem und meinen Stunden, habe ich dann auch noch die “Dreizehn Kapitel” kapitelweise durchkorrigiert, bin jetzt bei achtundsiebzig Seiten und 30.967 Worten angekommen und finde, daß diese Erzählung, die reigenweise in dreizehn Kapiteln einen Roman entstehen lassen will, eigentlich eine kompakte Zusammenfassung meiner Themen und meiner Schreibweise ist.
Dazwischen denke ich schon über das Nächste nach, habe da etwas von drei Büchern und einer Büchersammlerin aufnotiert und mir wieder einmal gelobt, mir viel Zeit zu lassen, damit das Opus magnus entsteht, was ich wohl auch muß, denn ich will ja auch auf neue Themengebiete kommen. Habe dazu aber noch ein bißchen Zeit, weil ich noch an den “Kapiteln” korrigiere und das “Literaturgeflüstertextebuch” muß auch noch fertig werden, was derzeit aber am Alfred liegt, der mit seinen Uni-Umzug sehr beschäftigt ist.
Literarische Veranstaltungen hat es diese Woche eine gegeben, in der nächsten Woche sind zwei geplant, dann gibt es auch wieder die Schreibgruppe mit Ruth, Robert, Fritz und Ilse, ich bin aber gestern, weil sie im Radio soviel darauf hingewiesen haben zur Ausstellungseröffnung vom “Salon der Angst” ins Museumsquartier gegangen, habe dabei den Rudi getroffen, der bei der GAV manchmal den Büchertisch betreut, bin durch die angstauslösenden Bilder gegangen, die mir als Verhaltenstherapeutin, die sehr viel mit Angststörungen zu tun hat, wahrscheinlich nicht so viel Angst machten und heute früh im “Leporello” in diesem Zusammenhang ein Interview mit Thomas Glavinic zu seinem neuen Longlist-Buch das “Größere Wunder” gehört, in dem es auch über Angst, bzw. Angstüberwindung geht.
Spannend spannend also die erste Septemberwoche, wo noch Altweibersommerwetter herrscht und der literische Herbst mit großen Hoffnungen, Erwartungen und Vorsätzen allmählich beginnt.