Umdisponiert

Da habe ich mir, da ich ja immer noch, in dem Versuch meine 2012er Leseliste mit den Geburtstagsbüchern zeitgerecht zu schaffen, eine Woche voraus blogge, gerade bespreche ich Lidio Mosca Bustamantes “Tango-Kontinuum” zitzerlweise, das am 22.12. ins Netz gehen wird, den Montag freigehalten und Olga Grjasnowas “Russen” vor einer Woche erst für nach Mitternacht der Veröffentlichung freigegeben, um am Montag in die Alte Schmiede zu gehen und mir “Istanbul – Wien Stadtschriften im Blickwechsel mit Peter Waterhouse und Murat Uyurkulak zu geben, aber als ich um halb sieben mit dem Befundschreiben fertig war und es gerade noch schaffen hätte können, einigermaßen pünktlich zu sein, den Alfred angerufen, der mit der Anna Weihnachtsgeschenke einkaufen war und die beiden auf der Mariahilferstraße getroffen und bin mit ihnen essen gegangen.
Vorher gings natürlich am Wortschatz vorbei, wo ich Fritz Habecks “Das Boot kommt nach Mitternacht” fand, einen Klassiker, den ich schon immer lesen wollte und Dagmar Fischer, die Lyrikerin, die einmal Annas Turnlehrerin war, bei der 5 er Edition mitmachte, bei den Poetnächten und beim offenen Bücherschrank in der ersten Runde gewonnen hat, getroffen habe. Eine Woche vor Weihnachten treibt es alle auf die Mariahilferstraße und ich bin mit Mann und Tochter in einem arabischen Lokal in der Schottenfeldgasse gesessen, habe Wein getrunken und von Annas Vorspeisenteller und Alfreds Kebab gekostet, statt mich in die Istanbul-Wien Stadtschriften zu vertiefen. Macht nichts, es war heute ohnehin ein sehr literarischer Tag.
Nicht nur, daß ich in Moscas Geburtstagsbuch geblättert habe und den den ersten Teil des Artikels mit all den Verlinkungen schon verfaßte, habe ich heute auch ein unerwartetes Buch im Postkasten gefunden. Denn beim Club Wien at. gibt es jetzt nicht mehr jedes Monat ein Gratisbuch zu bestellen, das man dann ohnehin nicht lesen kann, sondern es gibt Schmankerln aus dem Echomedia Verlag und anderes, das man gewinnen kann. So habe ich den vegetarischen Führer aus dem Holzbaumverlag, der mich ja immer so freundlicherweise mit Rezensionsexemplaren eindeckt, vor ein paar Monaten gewonnen und an die Anna verschenkt, denn ich gehe ja nicht sehr oft in Lokale und eine richtige Vegetarierin bin ich ebenfalls nicht.
Das Hinterberger Buch, das ich gerne wollte, ist nicht gekommen, dafür lag heute A. Grolls “Lobo und die Frauen” im Brieffach, von dem ich gar nicht mehr wußte, daß ich es mir gewünscht habe und ist gleich auf die 2013 Liste gekommen, was ja auch ganz spannend werden wird, welche fünfzig, sechzig, siebzig Bücher sich im Laufe des nächsten Jahres noch darauf finden werden und dann hat mir Peter Gstöttmaier, der Ohrenschmaus-Lebensberichtpriesträger vom Vorjahr, der heuer mit seinem “Bamal stehlen” auf die Ehrenliste gekommen ist, wieder eines seiner bewährten handgeschriebenen Weihnachtsgedichte geschickt
“Z Weihnachten suist draufkuma, daß`d a Mensch bist und ka Maschin”, ich werde es beherzigen und bei den Gewinnspielen vom DVA, Randome House und Manesse, wo man täglich ein Buch gewinnen kann, spiele ich auch immer mit und bin gespannt, ob mich die Losfee einmal auswählt.
Da gewinne ich ja meistens nicht, aber manchmal, wie man sieht schon und so geht es in die letzte Vorweihnachtswoche.
Morgen habe ich wahrscheinlich drei Befunde zu schreiben und werde es wahrscheinlich nicht ins fröhliche Wohnzimmer schaffen, wo es noch eine Veranstaltung gibt, bevor das neue Jahr beginnt.
Vielleicht aber schon, kommen die Klienten ja manchmal nicht, wie sie sollen, dann wird es neben dem Grjasnowa Buch einen zweiten Artikel geben und ansonsten kann ich schon verraten, daß ich mit meinen Geburtstagsbücher auflesen ganz gut in Form bin und wahrscheinlich in diesem Jahr alle schaffen werde, auch wenn ich am Freitag mit einer Büchertasche nach Harland fahren werden. Da kommt dann auch das dritte Weihnachtsbuch hinein, das ich noch nicht gelesen habe, das wollte ich zwar eigentlich statt dem Lidio Mosca lesen, aber dann waren mir die von Elisabeth Borchers ausgewählten Geschichten doch zu weihnachtlich, um sie vor dem heiligen Abend oder wenigstens dem vierten Adventsonntag zu lesen.
Wie es dann weitergeht, weiß ich noch nicht, ob ich meinen Turboantrieb im Vorausbloggen beibehalten oder ein wenig langsamer werden werde.
Aber ich bin eben eine schnelle, obwohl ich mein Nanowrimonovel derzeit eher langsam Szene für Szene korrigiere.
Das kommt auch am Freitag nach Harland mit, wo ich dann die ganze nächste Woche, bis am zweiten Jänner bleiben werde und natürlich bin ich gespannt, ob und welche Weihnachtsbücher es unter den Christbaum geben wird?
Da stehen ja eine ganze Menge zu Auswahl und Wolfgang Tischer macht im Literaturcafe auch schon Vorschläge, was man zu Weihnachten alles den Bibliophilen schenken kann.
Er schlägt natürlich den Kindle an erster Stelle vor und empfieht Clemens J. Setz “Indigo” den Männern und da bin ich wieder bei meinen Suchanfragen angelangt, weil da vor kurzem jemand wissen wollte, mit welchen Buch der Grazer berühmt geworden ist?
Mit den “Frequenzen” würde ich schätzen und bin schon am Ende meiner improvisierten Montagsplauereien angelangt, die mir ganz spontan eingefallen sind, denn eigentlich war ich schon beim Schlafengehen und wollte den Artikel, trotz vier geplanter anderer, heute ausfallen lassen. Dann ist mir aber eingefallen, daß es einige Kleindetails gibt, über es es sich locker plaudern läßt, was ich ich ja jetzt nicht mehr so oft mache und wünsche allen, die das noch heute lesen sollten, eine angenehme literarische Vorweihnachtsnacht!

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