In den Herbst

Am Wochenende vor dem Wiener Schulbeginn findet traditionellerweise das Volksstimmefest statt, auf dem ich heuer, wenn ich richtig gerechnet habe, das zwanzigste oder einunzwanzigste Mal gelesen habe, dann komme ich von meiner Harlander Sommerfrische zurück, das Wetter wendet sich manchmal und man geht mit Schirm und Regenjacke auf das Fest, so wie heuer oder es ist noch eine Weile sommerlich schön und heiß, wie, glaube ich, in den letzten Jahren.
Die Veranstaltungen fangen wieder an, die ich dann meistens sehr ausgehungert besuche, war in den Sommermonaten ja nichts als tote Hose oder Sommerlöcher, obwohl es ja die Festspiele gibt und auch hin und wieder eine Literaturveranstaltung. Heuer war da aber nicht sehr viel, da ich ja nicht zu den Ö-Tönen nach Wien fahre oder dort bleibe. Ich habe viel gelesen und die Großen der Vergangenheit entdeckt und wenn ich jetzt so die Veranstaltungsprogramme durchsehen, muß ich wohl auch noch eine Weile warten, denn das Gerede, um die Wirtschaftskrise und die Einsparbemühungen, hat wohl auch zur Folge, daß es erst später anfängt.
Und so werde ich wohl diese Woche mehr in Wien sitzen und lesen, als zu Veranstaltungen gehen. Der Rathausplatz hat geschlossen und die Alte Schmiede und das Literaturhaus noch nicht aufgemacht und das sind auch die einzigen Programme, die ich bis jetzt bekommen habe.
Die Alte Schmiede öffnet am siebzehnten September mit ausgewählten literarischen Neuerscheinung, nämlich mit Barbara Frischmuths Roman “Woher wir kommen” und das habe ich mir natürlich schon dick angestrichen und das Literaturhaus beginnt am Mittwoch darauf mit der Verleihung des Walter-Rode-Preises, da weiß ich nicht, ob ich hingehen werde.
Diese Woche liest am 4. Emily Walton bei den ÖVP Bezirksfrauen des 6. Bezirkes, aber bei ihren Buchpräsentationen, war ich auch schon und der Residenzverlag hat mir geschrieben, daß beim Thalia eines seiner Sachbücher vorgestellt werden wird. Sonst weiß ich nicht viel Literarischen. Das heißt das Programm der Hauptbücher ist schon bekommen und da liest am Donnerstag Martin Horvath aus “Mohr im Hemd”, aber da kommt mein Fix-Klient und am Freitag liest Manfred Rumpl im Thalia und da will der Alfred nach Harland fahren, um die Gartenarbeit zu machen.
Am 12. Septemer bittet der Hauptverband in die Grünangergasse zur Verleihung des Leo Perutz-Krimipreises, da stehen Manfred Rebhandls “Das Schwert des Ostens”, Edith Kneifls “Der Tod fährt Riesenrad”, Georg Haderers “Der bessere Mensch” und dann noch Thomas Raab und Anne Goldmann, zu deren Büchern ich nichts sagen kann, auf der Shortlist und das wird wohl die Veranstaltung sein, mit der ich meinen Literaturherbst beginne, wenn ich nicht noch inzwischen von einem anderen Highlight erfahre.
Ein paar Vernissagen gibt es, glaube ich und Otto Lambauer hat mich auch zu einer in den zehnten Bezirk, wo es ja ein neues Kulturzentrum gibt, eingeladen und der “Rund um die Burg”-Literaturmarathon”, sollte am 14. und 15. September stattfinden oder doch erst am 5. und 6. Oktober?
Programm scheint es noch keines zu geben, ich habe nur bei www.buecher.at gelesen, daß es da neue Veranstalter gibt.
Also bin ich gespannt, werde wohl mit dem Alfred dieses Wochenende nach Harland fahren, um dann die zwei folgenden in Wien zu bleiben, denn am 21. und 22. September gibts die “Tage der offenen Tür” des Writersstudio mit seinen Schnupperseminaren, die ich sehr empfehlen kann und am 22. verlost Frank Gassner im Rahmen einer Grundstein-Veranstaltung Karten für die Buch-Wien und noch andere Goodies an die, die sich bei seiner Bücherkasten-Aktion beteiligt haben.
Einige Neuerscheinungen wird es wohl noch zu besprechen geben. Vielleicht kommt der neue Weidenholzer-Roman zu mir, würde mich freuen. Von Haymon habe ich ja noch einiges Altes aufzulesen, wie das Buch der Marianne Gruber und bei dem ganz Alten wartet, ja noch das erste Buch der Ruth Aspöck auf mich. So ist der Bücherherbst bei mir derzeit noch ein bißchen intensiver, als die Veranstaltungen, die erst nach und nach beginnen, obwohl ich mich, ja schon sehr darauf freue und beim Volksstimmefest, das den Veranstaltungsherbst eröffnet hat, war ich ja schon und bin sehr bereichert zurückgekommen.
Der Alfred hat auch zwei Veranstaltungen im Radio Kulturhaus gebucht und einige Veranstaltungen, die im Literaturhaus und in der Alten Schmiede im September und im Oktober stattfinden, habe ich mir auch angestrichen.
Also auf in den literarischen Herbst und natürlich das Selberschreiben nicht vergessen. Daß die “Wiedergeborene” bald erscheinen wird, hoffe ich sehr. Noch sind ein paar Fehler darin zu finden.
“Kerstins Achterl” ist zu korrigieren, bevor ich mich an die Arbeit des “Literaturgeflüster-Texte-Buchs” machen kann und der Alfred vielleicht Zeit findet, die “Paula Nebel” zu übernehmen und zu einem Buch zu machen.
Ich bin gespannt, habe vorgestern schon mit meiner ersten Herbstlesung begonnen, mich inzwischen auch zur Poet-Night am 22. September im Siebenstern angemeldet und stelle am 29. Oktober meine bis dato letzte Neuerscheinung “Die Frau auf der Bank” in der Alten Schmiede bei den Textvorstellungen gemeinsam mit Anita C. Schaubs und Andrea Stifts neuen Büchern vor.

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