Im Bücherschrank gibts natürlich viel Chick lit und Unterhaltungsliteratur, das halt was die Leute gern lesen und so habe ich mir auch schon eine Hera Lind und eine Gaby Hauptmann genommen und den Film “Notting Hill” mit Julia Roberts und Hugh Grant, den es vor ein paar Jahren gegeben hat, hätte ich auch gern gesehen. Habe ich aber nicht und so konnte ich dem Roman von Philip O` Connor, nach dem Originaldrehbuch von Richard Curtis, als ich am Freitagabend vom Literaturhaus kam, nicht widerstehen und habe auch die Lektüre von Alberto Moravias “Konformist”, der auf der Leseliste steht, unterbrochen und das Buch ganz schnell vorhin in der Badewanne gelesen. Jetzt bin ich zwar nicht enttäuscht, aber sehr viel Neues habe ich nicht erfahren.
Der Film war wahrscheinlich spannend und sehr glänzend, das Buch ist unterhaltsam dahingeschrieben, kein Klischee wurde ausgelassen. Manchmal macht es beim Lesen trotzdem Schwierigkeiten und man weiß nicht, wo man ist, dann geht es aber wieder flott dahin.
Der Buchhändler William Thacker hat einen Reisebuchladen in Londons Portobello Road, der nicht gut geht, trotzdem hat er einen Angestellten und einen Stammkunden, der allerdings lieber Belletristik lesen will. Er hat auch eine Schwester, einen chaotischen Untermieter und eine sehr unaufgeräumte Wohnung. Während er sich über eine Signierstunde ärgert, erscheint der amerikanische Superstar Anna Scott in seinem Laden und verwirrt ihn so sehr, daß er ihr etwas später Orangensaft über die Bluse kippt. So muß er sie in seine Wohnung mitnehmen, damit sie sich umziehen kann, sie drückt ihm ein Küßchen auf den Mund und verschwindet, ruft aber an. Der chaotische Spike richtet das erst drei Tage später aus, so platzt William in eine Pressekonferenz und gibt sich als Reporter von “Horse und Hound” aus. Anna will den Abend mit ihm verbringen, William nimmt sie zur Geburtstagsfeier seiner Schwester Honey mit und alle staunen.
Die beiden gehen auch ins Kino und da William seine Brille nicht finden kann, muß er eine Taucherbrille aufsetzen. Die schöne Anna trägt auch ständig eine Sonnenbrille zur Tarnung, ist lieb und saft und deutet freundlich etwas von einem schwierigen Leben an. In einem Restaurant hört sie, wie die anderen über sie herziehen und behaupten, daß sie sehr schnell ins Bett zu bekommen ist.
Wirkliche Schwierigkeiten treten auf, als Anna William in ihr Hotelzimmer mitnehmen will. Ist doch inzwischen der Verlobte Jeff erschienen, so daß sich William als Zimmerkellner ausgeben muß, um verschwinden zu können. Anna taucht am nächsten Morgen aber mit einem Koffer in seiner Wohnung auf. Denn von ihr wurden Jugendsündenfotos entdeckt, so daß sie vor den Reportern fliehen muß. Spike verständigt aber die Presse, so daß Anna wütend nach Amerika entschwindet und es erst einige Mißverständnisse zu beseitigen gilt, bevor sich das Paar zur Traumhochzeit finden und sich in einem beschaulichen Garten in Notting Hill zum weiteren Liebesglück zurückziehen kann.
Day: 24. October 2010
Schriftstellertreffen
Wieder einmal Generalversammlung in der Alten Schmiede, am Freitag gabs ja schon die Lesung der im Vorjahr neuaufgenommenen Mitglieder, weil ich die wegen der Best of Lesetheaterveranstaltung versäumte, konnte ich die erst am Samstag kennenlernen und ich war auch auf die neue Alte Schmiede sehr gespannt.
Die GV fand aber wieder in dem schon bekannten Schmiedemuseum mit Eingang durch den Zeitschriftenraum statt und das war sehr angenehm, weil Kaffee, Saft, Brot und Kuchen, man konnte gleich ein bißchen Smalltalk treiben und die Kollegen, die man schon ein Jahr nicht gesehen hat begrüßen. Ich treffe hier ja immer Margot Koller. Dietmar Füssel war da, aber auch Doron Rabinovici und Angelika Reitzer von den schon berühmten und natürlich all die anderen, die ich auch öfter bei Veranstaltungen sehe. Die Lesetheaterfrauen beispielsweise oder die, die ich noch vom Arbeitskreis schreibender Frauen kenne. Bruni Langthaler, Elfriede Haslehner, Judith Gruber-Rizy, Hilde Schmölzer, ect.
Ich bin in der zweiten Reihe zwischen Margot Koller und Irene Wondratsch gesessen, als erstes haben wir gleich Bücher getauscht, bzw. hat mir Irene Wondratsch “Mimis Bücher” abgekauft und so habe ich von der Wasserspezialistin Margot Koller ein neues ihrer Wasserbücher “Alle Wege führen…zum Wasser 25 spritzige Storys”.
Ich bin gespannt. Wenn ich das Buch lese, kann ich es wieder im Literaturgeflüster besprechen. Margot Koller, Peter Hodina und O. P. Zier erzählten mir, daß sie den Blog manchmal lesen und Günter Vallaster berief sich bei der Neuaufnahmendiskussion auch auf das Literaturgeflüster, vorerst ging es aber um die Veranstaltungen und da wurden sehr viele eingereicht.
Achtunddreißig wurden, glaube ich, besprochen. Eine war von mir dabei. Da habe ich ja wieder die Mittleren vor. Die Mittleren V sind es nun schon, da will ich diesmal Margot Koller einladen, bzw. ist für 2012 die Idee angeplant in Salzburg eine Lesung zu machen. Margot Koller hat mir Wolfgang Kauer vorgestellt. Es werden sehr interessanten Veranstaltungen sein, die im nächsten Jahr stattfinden sollen. Da bin ich schon gespannt, aber vorher ging es in die Mittagspause, nachher wollte uns August Bisinger, die neue Alte Schmiede zeigen und uns in den neuen Räume herumführen. Deshalb bin ich extra eine Viertelstunde früher zurückgekommen, ich habe mich aber offenbar so vertratscht, daß ich August Bisingers Aufruf versäumte und erst bei der Abendführung teilnehmen konnte.
Dann ging es um die Berichte aus den Bundesländern und die Neuaufnahmediskussion. Kurz vor oder nach sechs führte August Bisinger die, die es noch sehen wollten in den Keller. Es roch sehr nach Baustelle, es gibt eine steile Stiege und keinen Aufzug, also nicht sehr behindertengerecht. Dafür steht ein Klavier in dem neuen Raum in dem vor allem die Musikveranstaltungen stattfinden werden. Die Büroräume liegen einen Stock über dem Schmiedemuseum, den Zeitschriftenraum gibt es auch noch. Dort wo früher die alte Schmiede war, wird es eine Garage und Appartements geben. Interessant und gewöhnungsbedürftig. Ich bin gespannt, wann ich das erste Mal bei einer Veranstaltung im Kellerraum sein werde und wo meine Lesung am 6. Dezember stattfinden wird?
Wir standen noch eine Weile vor der alten Schmiede und tauschten Erinnerungen an den Arbeiterkammerpreis in Linz aus, wo ich Rudi Lasselsberger und Dietmar Füssel und, ich glaube, auch Ilse Kilic kennenlernte, denn das Abendessen im Gasthaus Pfudl solte erst um sieben Uhr losgehen. Auch das fand im Keller statt. Es gab wieder ein tolles Menu. Kartoffelcremesuppe, Hasenragout und süßen Rahm mit Zwetschkenröster. Dazwischen gabs Gespräche mit Mechthild Podzeit-Lütjen und Rudi Lasselberger.
Ja, richtig von Marietta Böning habe ich auch ein Buch bekommen. Ihr absurdes Drama “Die Umfäller”, 2008 in der Edition Ch erschienen. Sie habe ich für die neuen Mittleren ebenfalls eingeladen. Am Nebentisch saßen Ditha Brickwell und Doron Rabinovici, der einiges von seinen Reisen bzw. Roman erzählte. Interessant, die Leute zu sehen, deren Namen ich noch nicht kannte und das Rätselraten bzw. Fragen wer das ist? Es gab aber auch Altbekannte wie Christine Haidegger, die mich, was mich überraschte auf “Rund um die Burg” angesprochen hat. Da hat sie nämlich sehr früh gelesen, ich war eine ihrer wenigen Zuhörerinnen. Sie hat mich bemerkt und gefragt, ob ich das gewesen bin?
Sabine Gruber war da und Kurt Mitterndorfer. Sehr interessant einen Tag mit Schriftstellerkollegen zu verbringen und einiges zu erfahren, was ich noch nicht wußte.
Diesmal bin ich ziemlich lang geblieben und habe mich mit Rudi Lasselsberger unterhalten, der auch ein paar Fotos geschossen hat und sie mir schicken will. Am Ende war es dann sehr lustig und es gab Pläne, die nächste Generalversammlung ins Burgenland zu einem Heurigen zu verlegen. Ein Bus holt die Leute am Morgen in der Alten Schmiede ab und bringt sie am Abend feuchtfröhlich zurück, dann rutscht die Diskussion um die Neuaufnahmen, wahrscheinlich viel flüßiger herunter. Ob sich das ernsthaft verwirklichen läßt, weiß ich allerdings nicht….
Ja und Thomas Stangl, der Gewinner des ersten Alpha Preises ist jetzt auch neues Mitglied.

