Das “Literaturgeflüster-Texte-Buch”

Hurrah, hurrah, das “Literaturgeflüster-Texte-Buch” ist fertig geworden und kann an die Druckerei abgehen, so daß ich es zum literarischen Geburtstagsfest vielleicht schon präsentieren kann.
Schön ist es geworden, die Sammlung der literarischen Texte, Reiseberichte, Glossen, das Best of Literaturgeflüster, nicht wahr? Ein paar Jammereien und ganz wenige Veranstaltungsberichte und Buchbesprechungen sind auch dabei.
Der Coverhintergrund ist übrigens beim Calliographieseminar des Writersstudio-Schnuppertags entstanden.
Stephan Eibl Erzberg und Franz Blaha haben die Besprechungstexte beigesteuert und haben ein bißchen lobgehudelt, was vielleicht auch mal sein darf.

literaturgefluester_titelblatt

wer schreibt diese poetischen momente fest? wer erfrecht sich? wer geht von einer lesung zur anderen? bei wind, wetter und nachts?

welche person ist das? wird die person hochbezahlt vom ministerium? ist sie eine verhinderte kommissarin? ist sie eine wichtigmacherin? auf alle fälle ist sie eine meisterschreiberin. eine, die verstanden hat, wie wichtig das DARÜBERSCHREIBEN in einer zeit ist, wo hauptsächlich DARÜBERGESCHRIEBEN/DRÜBERGEHAUT wird.

der blog LITERATURGEFLÜSTER ist ein schrei für die freiheit aller lebewesen, der blog ist ein schrei gegen die VERNICHTUNG der welt, für mich ist der blog wesentlich. wesentlicher als die täglichen zeitungen. wesentlicher als die propagandablätter des neoliberalismus!
danke eva – danke eva- danke
Stephan Eibl Erzberg

Eva Jancak verfügt über eine geradezu unerschöpfliche Lese- und Anhörkapazität. Wer mit der Maus in ihrem Blog “Literaturgeflüster” blättert, erfährt den Spiegel des gegenwärtigen Literaturerlebnisses Wien.
Berichte von besuchten Leseabenden, Büchermessen und Rezeptionen der Bände ihrer ständig wachsenden Bibliothek reihen sich dort neben die Ankündigungen und das Echo ihrer eigenen Auftritte und geben einen stets aktuellen Einblick in die Szene. Ein ständiges Ein- und Ausatmen belletristischer Zeichen, die durch unsere Stadt
schwirren.
Franz Blaha, Schreibinteressen

Zu den Originaltexten und der Einleitung geht es hier.

Ein paar Rezensionen wären natürlich fein, vielleicht will mir jemand eine schreiben, dann bitte melden, bezüglich eines Rezensionsexemplars.
Das Gewinnspiel bezüglich fünf Jahre Literaturgeflüster, wo man fünf Exemplare gewinnen kann, ist übrigens auch noch offen und gilt innerhalb Österreichs bzw. gegen Abholung des Buchs. Ansonsten kann man das Buch auf meiner Website bestellen (Preis plus Porto).

Nanowrimo-Schwierigkeiten

Die gibt es natürlich auch, gleich gestern Abend sind sie gekommen, prompt und zuveräßig, was täte ich auch ohne sie? Obwohl der gestrige Tag ja sehr gut angefangen hat. Ein Nanobericht am Morgen, dann mit etwas schlechten Gewissen, die fünfzehntausend Worte hineingestellt, die ich schon hatte, aber die anderen Teilnehmer, deren Statistik ich mitlese, haben auch ihre eigenen Regeln. Dann ist es zum Friedhof und in die Wachau, zu einer guten Fasansuppe, einer Rehleber und einem Mohnstangerl gegangen und danach habe ich, statt beim Nanowrimo in die Finger zu spucken, das Literaturgeflüster-Texte-Buch” durchgesehen, keine Fehler gefunden, so daß es an die Druckerei gehen und vielleicht wirklich zum literarischen Geburtstagsfest fertig werden kann. Die erwartete Gästezahl haben wir jetzt auch durchgerechnet, ich schätze zwanzig, der Alfred liegt in seiner Schätzung höher. Danach habe ich die Vorschau in den Blog gestellt und war dann müde und in dieser Stimmung sollte man sich eigentlich nicht über den Nanowrimo setzen, das rät auch Anni Bürkl, die Nanowrimokummertante, aber das schlechte Gewissen plagte. Denn eigentlich habe ich bald nur mehr ab dem fünfundzwanzigsten Zeit und wie schaut das aus, wenn nach der Marathoneintragung nichts mehr dazukommt, wenn ich meine Statistik schon der Öffentlichkeit zugänglich mache? Ich mußte aber erst die dreißig Seiten durchsehen, weil ich außer der handgeschriebenen Szene zwölf keine wirklichen Pläne mehr hatte und da begann dann das Dilemma. Denn das, was ich da letzten Sonntag so rauschartig vor mich hingeschrieben habe, hat mir nicht mehr gefallen und wäre dringend zu überarbeiten.
Aber das soll man nicht beim Nanowrimo und außerdem würde ich die fünfzehntausend Worte so auf zehn oder zwölftausend reduzieren und was mache ich, wenn dann nichts mehr dazu kommt? Also auf die Seite der anderen schauen. Klaudia Zotzmann hatte auch schon an die zehntausend Worte, weil sie ihren Krimi vom Vorjahr überarbeitet und ich hatte ja noch eine Szene, aber die hat mir schon beim Konzipieren nicht gefallen und war außerdem ziemlich unlesbar. Also habe ich mich eine Weile damit gequält, sie dann gelöscht. Am zweiten Tag einen Minusstand von fünfundsiebzig Worten gehabt, denn es war schon nach Mitternach, als ich das tat und mir gedacht, daß ich mich in einem Nanowrimo-Widerspruch befinde, denn eigentlich will ich ja die Qualität, die mir ja angeblich fehlt. Vielschreiben kann ich schon, aber offensichtlich auch nicht immer, vor allem wenn ich mich selbst blockiere. Obwohl es für den Monat November oder die Zeit, die mir dafür zur Verfügung steht, vielleicht eine gute Idee wäre, mir meine zehn Erzählstimmen aufzuschreiben und einfach der Reihe nach eine Szene nach der anderen hinunterzuschreiben. Einen ungefähren Handlungsplan habe ich ja und genau nach Vorschrift nichts planen und nicht denken, um so wie beabsichtigt, den Zensor aus meinem Kopf zu bringen und der ist ja bei mir, glaube ich, besonders stark vorhanden. Hat mir ja Erich Klinger auch auf der letzten GAV-GV gesagt, ich mache auf ihn den Eindruck, als würde ich mich und mein Schreiben ständig verteidigen und das stimmt ja auch, weil der Schock, daß ich es nicht kann, obwohl ich es ja ständig tue, offenbar besonders tief in mir sitzt. So daß ich auch beim Nanwrimo, wo man das nicht soll und nicht braucht, ständig denke, ich kann es nicht! Also den Rest des Monats in der Zeit, die ich habe, einfach schreiben und ab Dezember dann korrigieren. Das ist im Sinn der Veranstalter und für mich auch gut, weil ich da zu einem Plot kommen kann.
Damit bin ich eingeschlafen, wieder aufgewacht und habe dann Szene zwölf noch einmal geschrieben. Ein bißchen den gordischen Knoten aufgemacht, habe damit siebzehntausendfünfhundert Worte, also einen Vorrat für zehn Tage und kann mich jetzt mit Marjanas Gaponeckos blumiger Sprache in die Badewanne legen, dann den Alfred am Markt treffen, ihm später im Garten helfen und am Abend vielleicht mein Konzept noch einmal durchgehen und dann mit dem Szenenschreiben beginnen, ganz egal, wie weit ich damit komme.

Okaasan

Die 1980, in St. Pölten geborene Milena Michiko Flasar, Tochter einer Japanerin und einem Österreicher, schildert in ihrem zweiten, 2010 bei Residenz erschienenen Buch, der Erzählung “Okaasan, meine unbekannte Mutter” in zwei Teilen, die sechsundfünfzig, beziehungsweise, zweiundvierzig kurze Abschnitte haben, sehr poetisch, mit nur sehr wenig Handlung und Chronologie, die Beziehungen von Franziska, einer, wie man erst später erfährt, achtundfünzigjährigen kinderlosen Frau zu ihrer Mutter, beziehungsweise ihre Selbstfindung.
Im ersten Teil kommen viele Freunde vor, Richard, der Schriftsteller, der Schwierigkeiten mit seinem Vater hat, Georg, Judith, die Mutterlose, die die Veränderungen von Franziskas Mutter, die sich in den Alzheimer verliert, als erste bemerkt Christina, etc und Miyuki M, die Okasaan, die 1940 in einer kleinen japanischen Provinzstadt, als sechstes Mädchen geboren wurde, was deren Vater überforderte.
Der Vater hat die Familie bald velassen und Miyuki, die Klavier, Chopin, spielen wollte, ist irgendwann zu Franziskas Vater nach Europa gekommen und hat sich nach dem Tod ihres Mannes immer mehr in sich und in die Küche zurückgezogen und hat alles andere, was sie nicht brauchte, weggeben.
Sehr poetisch und gleichzeitig sehr fremd schildert Milina Michiko Flasar, die Alzeiheimerkrankheit, die Franziska zuerst veranlaßt, die Mutter zu sich zu nehmen und für sie zu entscheiden und später in ein Pflegeheim zu geben, sie, die nur ein Wort Japanisch spricht, versucht der veränderten Mutter näherzukommen und bricht nach ihrem Tod, im zweiten Teil des Buches nach Indien in einem Ashram auf, um dort, Amma, die Übermutter zu finden.
Im Flugzeug sitzt sie neben einem Krishna, einer Gottheit und erzählt ihm aus Angst vor Zudringlichkeiten, sie würde Alina von Grottenstein heißen und vier Kinder haben.
Im Ashram ist die Amma da nicht da und Franziska muß ihren Weg, bei den Gottesdienstes, der unentgeltlichen Arbeit für die anderen, etc, selber finden.
Gelegentlich nimmt sie sich mit Roberto, einem anderen Suchenden eine Auszeit, raucht mit ihm eine Zigarette und kehrt noch bevor die Amma zurückkehrt zu der Wurzel ihres Leidens, der Abtreibung, die sie mit zwanzig bei dem Kind von Erich hatte, zurück, vergibt das Erich und sich selbst, so daß sie noch bevor die Amma wiederkommt, ihre Fluggesellschaft anrufen und sich ein Ticket nach Tokyo, in das Land ihrer unbekannten Mutter bestellen kann.
Sehr poetisch und geheimnisvoll, das zweite Buch der jungen Autorin, die mit ihrem dritten, bei Wagenbach erschienenen “Ich nannte ihn Krawatte”, voriges Jahr den “Alpha-Literaturpreis” bekommen hat, und die ich, daraus sowohl in Leipzig als auch in der Hauptbücherei lesen hörte.
Das ist bei Wagenbach erschienen und Michiko Milena Flasar ist damit berühmt geworden und war, glaube ich, auf der dBp Longlist 2012., das erste Buch “ich bin” ebenfalls bei Residenz 2008 erschienen, handelt von einer großen Liebe.

Ein Jahr für den Nanowrimo

Das ist natürlich ein Widerspruch und wiedermal eine Quadratur des Kreises, beim Bücherlesen geht es mir ebenso, wie schaffe ich es möglichst viele Bücher zu lesen, die so im Bücherschrank und in den Abverkaufskisten zu finden sind und trotzdem nicht bei Leselisten bis 3000 zu landen?
Aber diese Widersprüchlichkeiten drücken wahrscheinlich den Status Quo, in dem ich mich befinde aus. Ich schreibe mit literarischen Anspruch seit vierzig Jahren. Demnächst geht mein Jubiläumsjahr zu Ende, das Literaturgeflüster-Texte-Buch befindet sich in seiner Endkorrekturphase. Wirklich nur mehr ein paar Fehler und wird bei meinem literartischen Geburtstagsfest “Sechzig Minuten für dreißig Bücher” gerade schon oder noch nicht erschienen sein.
Die “Dreizehn Kapitel Geschichte”, die ja im Sommer wahrhaft blitzartig fertig wurde, aber schon seit November 2012 in mir schlummerte, liegt auf Alfreds Schreibtisch und wird wohl 2014 irgendwann erscheinen und vielleicht als Pilotprojekt bei “Amazon.”
Und dann gibt es ja seit langem die Idee einmal ein Jahr lang für einen Roman zu brauchen. Weil das ja die “Profis” so machen, beim Frankfurter Buchmessensurfing konnte ich ja wiederholt hören, daß die großen wie Clemens Meyer, Else Buschenheuer, Daniel Kehlmann ect, sagten, daß sie vier bis sechs Jahre für ihre Bücher brauchen.
Eine Zahl, die ich mir überhaupt nicht vorstellen kann und sicher nicht aushalten würde. Aber dann wirds was Großes. Während die manischen Vielschreiber, die alle Monate was auf “Amazon” stellen, ja wieder überbleiben und sich vielleicht nur gegenseitig bekriegen…
Auf der anderen Seite stimmt sicher, daß “Qualität” ihre Zeit braucht, obwohl ich mir ja denke, daß ich, wenn ich ein halbes Jahr für ein Buch brauche und dann das nächste schreibe, auch im Schreibprozeß drinnen bin, aber da gibts natürlich die Gefahr, des sich an die Wand bzw. an den Brei herumschreiben. Immer wenn es tiefer werden könnte und sollte, weiche ich aus, fange mit dem nächsten an und komme nicht weiter.
Das trifft sicher ein bißchen zu und da wären wir schon beim “Nanowrimo”, beziehungsweise den Unterschieden der amerikanischen zur europäischen Schreibkultur, die ja immer mehr zu uns hinüberschwappt.
Denn als ich zu schreiben angefangen habe, hat man das in Wien nur experimentell mit Ausnahme der Gruppe um den Michael Scharang betrieben und es galt der Musenkuß. Ein paar wenige haben den und der Rest soll gefälligst den Mund halten, lesen und gar nicht versuchen vor sich hinzustümpern, weil sich dann der große Goethe beleidigt im Grab umdreht und “Mehr Qualität!”, schreit…
Ich habe das nie geglaubt, aber wie man schreiben lernt, hat mir damals niemand gesagt, nur “Du bist schlecht und wirst nie besser werden!”
Ich habe Jahre gebraucht, um etwas von einer “Axel Anderson Akademie fürs Schreiben zu hören!”, aber die hatte einen sehr schlechten Ruf, obwohl die “Goldenen Regeln fürs Schreiben”, die sie verschickten, in etwa dem entsprachen, was Ludwig Reiners in seiner “Stilfibel” predigte.
Dann kam die Schreibwerkstatt in der Stöbergasse, die AGA in der VHS Ottakring, der Wiener Frauenverlag, den es so schon lang nicht mehr gibt.
Das Leipziger Literaturinstitut, das es in der DDR schon immer gegeben hat, öffnete sich gegen Amerika, bzw, bekam in Josef Haslinger einen bemühten Professor, der Bachmannpreis, zu dem jetzt alle Jungautoren wollen und die Autoren, die es nicht zu “Rowohlt” und “Fischer” schaffen und auch die anderen, bieten ihre Schreibseminare für Ausgewählte oder auch gegen Bezahlung für jeden an.
So gibt es die “Leondinger Akademie”, den “Hochschullehrgang für Sprachkunst”, das “Writersstudio” etc und den “Nanowrimo”, das national Writing Month, das in Amerika gegründet, um die amerikanische Idee des kreativen Schreibens zu fördern, ist übers Internet auf die ganze Welt hinübergeschwappt und dümpelt, da von der Literaturwelt mehr oder weniger übersehen vor sich hin, obwohl sich gerade hunderttausend daran beteiligen werden und die so entstandenen Romane wahrscheinlich ab Dezember in den “Amazon” stellen, was in einer Zeit, wo eine Million Österreicher nur mehr kurze Sätze lesen kann, aber wahrscheinlich zehntausende zu schreiben versuchen und ihre Bücher dann auf Kleinmessen präsentieren, auch so ein Widerspruch und Quadratur des Kreises ist.
Das Leben ist vielfältig und ich hantle mich in Sachen Literatur festenschloßen an den Rändern entlang.
2008 habe ich das erste Mal etwas vom “Nanowrimo” gehört und mich 2009 mit der “Heimsuchung” daran beteiligt. Die nächsten zwei Jahre nicht mehr, weil ich immer was zu Korrigieren hatte.
2012 habe ichs wieder getan, aber schon dabei geschummelt, weil ich eine Woche vorher mit dem “Beim Sterben sollte man zu Hause” sein” angefangen habe. Am ersten Tag schon 19.139 Wörter hochgeladen hatte und am Tag sieben damit fertig war und heuer ist es noch einmal anders, da ich mich zwar, da es zeitlich passt, weil ich vorige Woche zufällig wieder mit der “Verbrüderung” angefangen und letzten Sonntag in einem Marathonprozeß elf Szenen und sechzehntausend Worte eingetippt habe. Die werde ich demnächst hochladen, aber eigentlich ziemlich sicher sein, den “Nanowrimo” diesmal nicht zu schaffen, weil ich eigentlich nicht in einem Monat fünfzigtausend Worte schreiben will, Weil ich inzwischen weiß, daß ich das kann und, daß das nicht mein Problem ist, in dem ich derzeit stecke.
Die Idee des “Nanowrimos” über den die “anerkannten” Autoren wahrscheinlich die Nase rümpfen, “Wir sind für Qualität!” schreien “Und brauchen sechs Jahre für unsere Bücher!”, die Schreibblockaden zu überwinden, sich hinzusetzen und jeden Tag 1600 Worte, so nach der Freewriter Methode zu schreiben und wenn dir nichts einfällt, schreib das auf, plotte vorher nicht, setz den Bleifstift nicht ab, bzw. gib die Finger nicht von den Tasten weg, schaus dir nicht an, sondern schreib und schreib. Das Korrigieren kommt erst später.
Und das ist genau richtg, um in den Schreibprozeß hineinzukommen, während ich noch immer höre “Schreib nicht soviel!” oder “Da ist schon wieder ein Fehler!, Wieso schreibst du daß mit “scharfen ß”, dann wollens wir nicht lesen!”, etc.
Ich brauche wahrscheinlich nicht “Mir fällt nichts ein!”, zu schreiben, um die fünfzigtausend Wörter zusammenzubringen. Ich habe schon beim ersten Mal, als ich nicht mehr weiterwußte, mir alles durchgelesen und auch immer wieder ein paar tausend Worte weggeschmissen und ich weiß, mein Problem ist jetzt, daß man wirklich einen Roman nicht in einer Woche schreiben kann. Wahrscheinlich braucht man dafür auch keine sechs Jahre, ich zumindestens nicht. Aber sich ein Jahr lang für einen Plot Zeit lassen und den wirklich wachsen und kommen lassen, das wäre schon sehr schön und wahrscheinlich auch hilfreich und nützlich, um zu der sogenannten Qualität zu kommen, was immer die auch ist.
Weil mein Problem ist ja, ich starte mit irgendeiner Idee. Diesmal sind es die drei Brüder, der Historiker, der Psychiater, der Zahnarzt. Schreibe ein paar Szenen, dann bin ich an der Wand und “Wusch, aus!”, weil ja keiner da ist, der mich am Schopf nimmt und “Wird noch, mach weiter, aber schau, da und da solltest du dichter werden und dran bleiben!”, sagt.
Das war mein Problem bei der “Wiedergeborenen”, der “Paula Nebel”, und wahrscheinlich immer und überall.
Bei der “Verbrüderung” könnte es auch so sein, denn wirklich, wo ich bei meinen drei Brüdern hinwill, weiß ich noch nicht, obwohl ich mich ja wirklich sehr bemühe.
Vor zwei Wochen ein paar Recherchetage machte, ein paar Skizzen vor und angeschrieben und die jetzt in den einunddreißig Rohseiten zusammengeschrieben habe.
Die zwölfte Szene, wäre die mit Tante Lillys Problem mit den Bücherlesen und das habe ich schon ein paarmal in früheren Texten verwendet, so daß es mir irgendwie zwischen die Finger zu rinnen droht. Da war aber die Idee mich damit vor den “Wortschatz” und in die Lage der alten Frau zu versetzen. Am Mittwoch wollte ich das tun, aber da gab mir der Alfred das “Literaturgeflüsterbuch” zu korrigieren. Gestern war Weltspartag, meine Abrechnung, der klinische Mittag und dazwischen hatte ich ein Stündchen Zeit, so daß ich es versuchte und die Szene sehr schnell und stümperhaft konzipierte, so daß das “Ich kann es nicht”, wieder dominierte, obwohl ich das gar nicht mehr ernst nehme, obwohl es ja irgendwie, wie meine Erfolge nach außen zeigen, schon zu stimmen scheint.
Ich war auch irgendwie abgelenkt, kam da doch ein Mann mit einer großen Bücherkiste und nachher waren viele da, die sich darauf stürzten.
“Was stellt der vielleicht für Schmankerln ein, die ich versäume?”, habe ich gedacht und als ich mit der Szene fertig war, die sicher hundertmal überarbeitet oder weggeschmissen gehört, Richard Fords “Canada” und einen Kurt Switters gefunden. Was stellen die Leute nur in den Bücherschrank ein, das ist ja wirklich ganz phantastisch oder vielleicht eigentlich auch traurig. Günther Grass “Grimmsche Wörter” waren auch dabei und das habe ich mir vor zwei oder drei Jahren zu Weihnachten schenken lassen.
Jetzt ist der erste November herangekommen, das “Nanowrimologo” ist angebracht, die “Novel-Info” geschrieben und ich habe am langen Wochenende noch einmal das “Literaturgeflüster” durchzusehen.
Dann oder wahrscheinlich schon vorher fahren wir mit der Oma auf den Friedhof und Mittag essen, wenn wir da durch die Wachau fahren, bleibt nur am Abend für das Korrigieren und das Hochstellen, der schon geschriebenen 16.000 Wörter Zeit und vielleich den Rest des Wochenende Zeit, die Seiten zu korrigieren, wo wieder was wegfallen wird und dann den weiteren Handlungsplan zu erstellen.
Ich habe schon gedacht, mir vielleicht den neuen “Kehlman”n schenken zu lassen und konzentrierter zu lesen, um zu sehen, wie der das macht, dreihundet Seiten dranzubleiben, aber der hat auch die vier oder sechs Jahre dazu gebraucht und sich Hypnotiseur-Videos angeschaut.
Die ich nicht brauche, mir aber klar werden muß, wie weit ich in die Beziehung der Brüder einsteigen will und dann kommt das Zeit lassen. Zeitlassen, um den Handlungsstrang zu finden und nicht schon wieder in ein paar Wochen fertig zu sein.
Beim “Nanowiromo” werde ich das wahrscheinlich nicht am siebenten , sondern wahrscheinlich nicht viel weitergekommen sein. Denn die nächsten Wochen werden ja sehr hektisch, da ist das Fest am Freitag und das “Literaturgeflüsterbuch”, das es bis dann schon oder gerade noch nicht geben wird. Dann ist Kritlit und Fried Preis, auch alles gleichzeitg. Am Montag den 11. der “Alpha” bei dem es diesmal klappen sollte hineinzukommen und dann fahren wir nach Ungarn, wo ich den Laptop zwar wahrscheinlich mitnehmen werde, aber eigentlich wollte ich da ja einen Lesemarathon machen und, daß ich in Ungarn die ungarischen Bücher, die ich auf meiner Liste habe und da gibt es einige Schmankerln, ist mir auch noch eingefallen und habe mir schon einige hergerichtet. Ob ich da mit meinem Plot weiterkomme, weiß ich nicht, dann kommt die “Buch-Wien”, die Literatur im Herbst werde ich diesmal versäumen und das wird auch nicht wirklich ruhiger werden, so daß ich am dreißigsten wahrscheinlich irgendwo in meiner Handlung stecke und kein “Winner” werde, aber das bin ich sowieso nie. Und ab Dezember bzw. im Jahr 2014 versuche kann, aus einer Idee, eine Handlung bzw. einen Roman zu machen.
Aber eigentlich habe ich das, mehr oder minder gelungen, auch schon in den dreißig vorigen Büchern getan und wirklich länger als zwei oder dreihundert Seiten braucht es auch nicht zu werden. Ein wenig abgehobener und tiefer wäre natürlich schön und für mich muß ich natürlich noch den Handlungsfaden finden, wie ich in meine Brüder-Geschichte komme. Denn noch stecke ich ein bißchen fest, obwohl ich inzwischen an die zehn Stimmen habe, die den Roman erzählen. Da sind einmal Konrad, Jonas, Benjamin, dann Barbara Haydn und ihre verstorbene Mutter, die hat einen eigenen Handlungsstrang, Tante Lilly mit ihren Büchern, die ich groß herausstreichen will, obwohl ich das schon in ein paar früheren Büchern angerissen habe. Hanno mit der Aktentasche, Swetlana, die Heimhilfe die eigentlich studieren will und dann noch die Studienabbrecherin Esther.
Sich dafür Zeit nehmen und das Ganze in Ruhe wirklich kommen lassen, kann doch nicht so schwer sein, für eine, die schon vierzig Jahre schreibt, ihre Hemmungen inzwischen überwunden hat und auch mit der Kritik, dank dem Literaturgeflüster ein wenig umgehen kann.
Also schauen wirs, ob und wie es gelingt. Die Leser können es auch am “Nanwrimo-Profil” mitverfolgen. Einfach auf das Logo klicken und schon ist man auf meiner Statistikseite und für Feedback und Aufmunterung bin ich natürlich dankbar.
Anni Bürkl bietet sich übrigens diesmal auf ihrer Seite den “Naowrimo-Schreibern” als Kummertante an.

Russland mit und ohne Seele

Nun kommt wieder etwas Interessanes aus dem Bücherschrank, nämlich der 2009 bei EcoWin erschienene Band “Russland mit und ohne Seele”, der 1949 geborenen Auslandskorrespondentin Susanne Scholl, die inzwischen auch als Schriftstellerin hervorgetreten ist.
So publiziert sie, glaube ich, in der Literarturzeitschrift “Driesch” und hat einige Romane, Erzählbände und Gedichte veröffentlicht, aber auch Bücher, die sich mit Russland beschäftigen, wo sie lange Korrespondentin war.
Ihr Lebenslauf liest sich auch sehr spannend, nämlich Tochter einer assimilierten jüdischen Medizinerfamilie. Ihre Eltern lernten sich im “Austrian Center” in London kennen und kehrten 1947 nach Wien zurück, um am Aufbau der KPÖ mitzuwirken.
Susanne Scholl studierte Slavistik in Russland und Rom, arbeite für das Radio Österreich International und für die APA und wurde von Paul Lendvai 1986 in die ORF-Osteuropa-Redaktion geholt.
1991 ging sie nach Moskau, von 1997 bis 2000 leitete sie das Europajournal und ging dann noch einmal nach Moskau zurück.
Sie hat verschiedene Preise und Auszeichnungen bekommen und spielt auch in Eva Rossmanns 2008 erschienen Krimi “Russen kommen” eine Rolle. Ich habe verschiedene Interviews von ihr und sie auch auf der Buch-Wien gehört und das Thema Russland interessiert mich allemal.
Das Cover ziert jene berühmten und gar nicht gleich aussehenden Russland-Puppen, die “Matrjoschkas”, dann gibt es ein Gedicht und in “Unruhige Zeiten” beschreibt Sabine Scholl eine Fahrt vom Moskauer Flughafen in ihre Moskauer Wohnung.
Dann gibts noch ein Gedicht “Russische Seele 1” und es kommen ein paar Interviews, das erste ist Galina Musaliewa, einer armenischen Journalistin, die aus Baku stammt, gewidmet. Dann erklärt Susanne Scholl die kaukasische Nationalität und berichtet im nächsten Kapitel von einem Frauentaxi, das zwar etwas teuer ist, das aber Frauen und Kinder in Moskau sicher ans Ziel bringt. Anna und Lena sind die Chauffeurinnen. Dann wird ein russischer Freiheitskämfer interviet und dazwischen berichtet Susanne Scholl immer wieder, was ich sehr interessant fand, von ihren Moskauer und anderen Erfahrungen, so wie sie sich zum Beispiel um Brot anstellt und als ausländische Jounalistin kein Problem hat, das teurere zu kaufen. Die Russen beschweren sich darüber, sie hat ein schlechtes Gewissen, geht aber trotzdem mit dem Brot weg, weil sie es jemanden mitbringen soll und 1968 war sie Studentin und hatte in Wien eine Russische Reisegruppe herumzuführen, die sich, da sich ja höchstwahrscheinlich Spitzeln unter ihnen befanden, nicht sehr authentisch zum Einmarsch in die CSSR äußern durften.
Im zweiten Teil wieder von einem Gedicht eingeleitet, wird die Dolmetscherin Swetlana interwiet, die “Sowok” 1940 in eine sehr arme Familie, in einer Gemeinschaftswohnung, neben dem Weißrussischen Bahnhof hineingeboren, die Deutsch studierte, als Lehrerin arbeite, danach heiratete, weil das alle taten, ein Jahr in der DDR arbeitete, danach DDR-Kindern in Moskauf Russisch beibrachte, bevor sie für die Auslandskorrespondenten arbeitete, die sie natürlich zu bespitzeln hatte.
Die Schriftstellerin Ljudmila Ulizkaya, die ich einmal bei der Literatur im März hörte und von der ich noch ein Buch zu lesen habe, die Schriftstellerin, der “kleinen Leute”, wie Susanne Scholl meint und dann noch eine jüdische Menschenrechtsaktivistin. Einen Artikel über arm und krank, der beschreibt, daß die Rettung nicht zu armen alten Leuten kommt und die nicht mehr behandelt werden gibt es auch.
Im dritten Teil gibt es das Portrait der Verkäuferin Tanja, die einmal schöne Puppen erzeugte und der Familie Jerofejew, wo der Vater Stalins Dolmetscher war und der Sohn ein Buch über ihn schrieb.
Zwischen dem Gedicht “Literaturclub” und “Metro” kommen Portraits von Julia Chrustschowa, der Tochter Enkeltochter Nikita Chrustschows, die an die Freiheit glaubt, priveligiert aufgewachsen ist, als Journalistin und dann im Theater arbeitete und die Susanne Scholl oft in der Nacht anruft, um sie auf eine besondere Aufführung aufmerksam zu machen, von Alexander, dem Tonmeister und Chauffeur des ORF Büros, der eigentlich Medizin studierte und weil er lieber Ralleys fahren wollte, überall als sogenannter Sportarzt angestellt war und über Olga Soldatowa, der bekannten Designerin, die ihrem Sohn zuliebe aus dem Ausland wieder nach Moskau zurückkehrte. Dazwischen gibt es Einschübe über Stalins Geschichtsverfälschung, das russische “Disneyland” namens Turkmenistan und den “Kitsch”, den Susanne Scholl sehr mag.
Dann wird noch Oleg, der Computerfachmann vorgestellt, der sehr jung aussieht und das ORF Büro vor sämtlichen Computerabstürzen rettete und man hat zwischen der Schollschen Lyrik und den Portraits interessanter russischer Menschen indirekt sehr viel über die russische Seele beziehungsweise das Leben in Moskau erfahren. Einen Ausblick, wie es weitergehen könnte, gibt es auch.

Ganz die Deine

Jetzt geht es wieder weiter in der Lesenlistenreihefolge mit der ich ohnehin schon ein bißchen im Rückstand bin.
Claudia Pineiros “Ganz die deine”, ein Buch aus dem Unionsverlag, habe ich im Bücherschrank gefunden und die 1960 in Argentinien geborene Autorin war mir, obwohl Argentinien 2010 Gastland in Frankfurt war, völlig unbekannt, vielleicht hat mich das Cover, eine Frauenfigur in einem roten Kleid angesprochen und das Buch versprach auch höchste Spannung.
Ines ist Hausfrau und bemühte Mutter, obwohl die siebzehnjährige Tochter schon längst nicht mehr mit ihr spricht. Der Mann Ernesto ist Manager und ihr fällt auf, daß er keinen Sex mehr mit ihr haben will. Sie traut sich nicht ihn zu fragen, ob etwas nicht in Ordnung ist, denn als ihre Mutter das bei ihren Vater tat, hat er sie verlassen.
Dann findet sie bei ihm noch eine Karte mit “Ganz die deine” mit roten Lippenstift aufgemalt, beginnt Ernesto zu beobachten, verfolgt ihn, als er plötzlich einen Anruf bekommt und von einer Frauenstimme in einen Park bestellt wird. Dort beobachtet sie, daß er seine Sekretärin umbringt. Sie fährt nach Hause, putzt sein Auto sauber, als er nach dem Heimkommen sich ins Zimmer der Tochter schleicht, bietet ihm ein Alibi an und fährt am nächsten Morgen in sein Büro. Dort nimmt sie den Schlüßel der Sekretärin, fährt in ihre Wohnung, findet dort zwei Flugtickets nach Brasilien und Nacktfotos von Ernesto und als sie die Wohnung verläßt, sieht sie eine dunkelhaarige Frau diese betreten. Das ist die Nichte der Sekretärin und als sie glaubt, daß alles gut ist, fährt Ernesto ein halbes Jahr später auf Dienstreise nach Argentinien, vergißt aber die Mappe mit dem Vortrag, den er dort halten soll. So fährt sie zum Flughafen um ihn ihm nachzubringen, sieht Ernesto Charo küssend die Rolltreppe hinauffahren und kombiniert scharf, was der Leser inzwischen längst schon weiß, Charo ist “Die Deine”, die Sekretärin Alicia war seine frühere Geliebte.
Ines sinnt Rache und beschließt Charo umzubringen. Dabei versucht sie noch einmal ihren Ehemann einzubeziehen, der sie aber wieder verrät und mit Töchterlein Laura genannt Lali gibt es auch Schwierigkeiten, die ist nämlich schwanger und teilt das in eingeschobenen Dialogen ihrer Freundin mit. Perspektivenwechsel von der Ich-Form zu Ines und Ernesto-Szenen gibt es auch und immer wieder Polizeiberichte, die uns von von dem Geschehen in sachlicher Form berichten.
Am Ende des Buches gibt es ein Nachwort von der Autorin, die berichtet, daß sie zuerst Wirtschaft studierte und dann auf einen Schreibwettbewerb aufmerksam wurde.
In der Biografie und bei Wikipedia kann man lesen, daß sie mit “Ganz die Deine” berühmt wurde, es ist auch ein spannendes Buch, das mich ein bißchen an Fay Weldons “Teufelin” erinnerte. Vielleicht verhaltener, nicht ganz so bösartig, vielleicht unterschwellig ironisch. Die Leiden einer Hausfrau der argentinischen Mittelschicht, die viel beobachtet, sich aber trotzdem nicht wehren kann und mit der pupertären Tochter, die sich weigert mit ihrer Mutter zu reden, während der Papa ganz vernarrt in sein Töchterlein ist, gibt es auch Schwirigkeiten.
Ich kann mich nicht erinnern beim Buchmessensurfen in Frankfurt den Namen Pineiro kennengelernt zu haben.
Dank dem offenen Bücherschrank bin ich ich auf eine interessante Autorin aufmerksam geworden, deren letztes Buch mir inzwischen auch in einigen Blogs begegnet ist.

Rot-Weiß-Gin

Andrea Wolfmayr, Eva Jancak

Andrea Wolfmayr, Eva Jancak

Mit “Kerstins Achterln” zu den Textvorstellungen. Reinhard Wegerth machte es möglich und hat mich haargenau ein Jahr später wieder in die “Alte Schmiede” eingeladen, habe ich dort doch am 30. 10. 2012 “Die Frau auf der Bank” vorgestellt. Das könnte eine schöne Tradition werden und für den 20.10. 2014 könnte es sich vielleicht für die “Verbrüderung” ausgehen, von der ich jetzt einunddreißig Seiten Rohseiten habe, die ich am Freitag auf die “Nanowirimo-Seite” stellen werde und mich heute eigentlich vor den “Wortschatz” setzen wollte, um endlich einmal ordentlich zu recherchieren, wie man es literarisch umsetzt, seine Bücher und Leselisten im zehn Jahresvorrat aufzulesen, damit dieses Thema endlich mal erledigt ist.
Dann hat den Alfred aber der Ehrgeiz gepackt, daß das “Literaturgeflüster-Texte-Buch” doch noch bis zum literarischen Geburtstagsfest fertig werden könnte. Ich bin da zwar ein wenig skeptisch, habe aber alles brav durchgesehen, dann meine Büchertasche gepackt, bin nach meiner “Fünf Uhr Stunde in die “Alte Schmiede” marschiert und war kurz nach halb sieben als erste dort.
Andrea Wolfsmayrs Bücher, die auch einen Text in der “Mädchen dürfen pfeifen, Buben dürfen weinen – Anthologie” lang lang ist her, hatte, “Weiße Mischung” lagen schon auf, August Bisinger und eine junge Frau, die den Büchertisch betreute, waren schon da.

Ludwig Roman Fleischer

Ludwig Roman Fleischer

Eva Jancak

Eva Jancak

Dann ist der Alfred gekommen und Reinhard Wegerth, der mir sagte, daß es bei den “Textvorstellungen” am Montag, wo auch die Ruth gelesen hat, sehr voll gewesen ist.
Das war es diesmal wohl weniger. Aber der liebe Rudi, der mir gleich ein Buch abkaufte und im Dezember hier lesen wird. Etwas später Klaus Khittl, eine Dame hat mir auch einmal kommentiert, daß sie kommen will, ich weiß nicht, obs sie tat, je eines meiner aufgelegten Bucher “Kerstins Achterln”, “Die Frau auf der Bank” und “Zum Sterben sollte man zu Hause sein” wurden noch verkauft und die Lesung hat dann auch bald angefangen.
Reinhard Wegerth stellte das Motto, Alkohol Ge- oder Mißbrauch in jeder Form vor und der 1952 geborene Ludwig Roman Fleischer, der seine Bücher in seinem “Sisyphos-Verlag” verlegt, früher Lehrer war, schon viele Bücher hat, von denen ich auch mehrere habe und einige noch nicht gelesen habe, der von Kärnten zur Lesung gekommen ist und auch einmal beim “Bachmann-Preis” gelesen und was gewonnen hat, begann mit “Alles Holler oder das Unterste zum Oberst” Kriminalgeschichten in denen es nicht um die Auflösung geht, wie Reinhard Wegerth erklärte und das Schönbrunner Deutsch erwähnte, in denen die Texte vorgetragen würden, denn Oberst Holler, ein Kieberer, erzählt die Geschichten und in einer wird eine Astrologin “ersoffen” aufgefunden, zwei Liter Gin intus, wer bringt sich so selber um, der Oberst resümiert und erkennt es war Karl Heinz oder Hans Peter Krassi, der ehemalige Finanzminister, dem eine Bank ein- und die schöne Tiroler Gattin durchgegangen ist, alles nur weil ihm die pipperlnde Astronomin falsch beriet. So schnappte er sich eine Pistole, zwang sie zum Kampftrinken und verschwand dann auf Nimmerwiedersehen nach Brasilien oder Argentinien. So genau hab ichs mir nicht gemerkt, der Alfred hat mir das Buch aber gekauft, so daß ich alles nachlesen kann.

Andrea Wolfmayr

Andrea Wolfmayr

Andrea Wolfmayr

Andrea Wolfmayr

Dann folgte ich mit den ersten zehn Seiten und Andrea Wolfmayr, ebenfalls 1953 geboren, Steyrerin, in Gleisdorf lebend, ehemalige Nationalratsabgeordnete und Kultursprecherin der ÖVP, folgte mit der “Weißen Mischung”, das ist was anderes als ein Gspritzter, wird aber in der Steyermark in der Buschenschank, wie dort die Heurigen heißen, gern getrunken und Andrea Wolfmayer siedelt dort ihre Sit Com an.
Es geht um einen Buchhändler und seine Tochter, die schwanger von dem Musiker Toni ist, das Kind bekommt und in der Fortsetzung wird diese Tochter auch eine Rolle spielen.
Nachher ging ich mit dem Alfred noch in das “Rossini”, dem Italiener, in der Schönlaterngasse, habe Calamari gegessen und zwei Achterln Montepulciano getrunken, wie wir das früher öfter taten.

Wien wie es wirklich scheint

“Der satirische Wien-Führer “Wien wie es wirklich scheint”, ist das lustigste Buch über Wien, das es gibt”, hat mir Clemens Ettenauer geschrieben und ich war einen Augenblick verwirrt, habe ich ja gerade erst ein Wien-Buch aus dem Holzbaum-Verlag gelesen, aber Holzbaum verlegt offenbar sehr schnell und scheint Wien auch zu seinen Favoriten zu zählen.
Am Titelbild sieht man “Mozart”, das heißt, wahrscheinlich einen tschechischen oder slowakischen Studenten mit der weißen Perücke und dem Samtjacket, die den Touristen Konzertkarten verkaufen sollen, mit einer Bierdose vor dem Mund.
Auf der Rückseite kratzt er sich am Kopf und das Buch, das wie ein wirklicher Reiseführer aussieht, herausgegeben von Curt Cuisine und Maximilian Zirkowitsch, beginnt mit allgemeinen Informationen über die Wiener Seele und die Wien-Geschichte.
Dann geht es zu den sechzehn Touren. Da gibt es ein “Jüdisches” und ein “Nazi-Wien”.
Das “Nazi-Wien” ist ganz einfach zu erforschen. Man setzt sich ins nächste Kaffeehaus “und mit etwas Glück können Sie am Nebentisch einen echten Nazi belauschen: Hahaha… Autobahn…ned ollas schlecht…g`hört a Neuer her…hahaha!”
Das “Wien für Kleinkriminelle” führt vom Mexikoplatz, übers Stuwerviertel in den Prater. Die FPÖ-Bundesgeschäftsstelle und die Reiffeisen-Zentralbank ist natürlich auch dabei.
Dann gehts ins “Wien für Terroristen”, was wahrscheinlich eine Steigerung der Kleinkriminalität ist.
Dazu führen die Autoren sowohl ins AKH, als auch in die Kapuzinergruft. Wenn man will, kann man mit Liliputbahn in den Prater fahren oder beim Stephansdom auf die Turmspitze steigen.
Wien für “Fundis” und für “Verlierer” gibt es auch. Da kann man sich ein Bild des “Heeresgeschichtlichen Museums” und eines von der “Geisterbahn” machen. Und macht man die “Wien für Verlierer-Tour” muß man die ÖVP-Zentrale am Rathausplatz besichtigen, denn “seit Jahren kassiert die Partei bei Wahlen nur Niederlagen.”
Das “Wien für Voyeure und Exhibitionisten” führt unter anderen ins Cafe Hawelka, denn da hat es ja einmal einen Nackerten gegeben und das “Wien für Blinde” ist überhaupt sehr lustig, besteht es doch aus nur zwei Seiten und nur aus Blindenschrift.
Vom “Wien für Betroffene” geht es an die “schönsten Ecken” und ein “Wien für Untote”, spricht die Vampire an und führt sowohl ins “Filmmuesum”, als auch auf den “Zentralfriedhof”. Die “Kapazinergruft” ist nochmals zu besuchen und einen “Vampirzahntipp” gibt es auch.
Danach kommen die Ratschläge zum günstigen Übernachten, was mit einem Bild vom “Otto Wagner Spital”, also dem früheren “Steinhof”, Irrenhaus oder Gugelhupf eingeleitet wird und die angegebenen Preise sind ohne “Schießgewehr”.
“Essen und Trinken” kann man in Wien natürlich auch. Der Mozart-Keiler tut das mit einer Mozartkugel und ob man den Herrn Lugner wirklich in der Lugner-City am Nebenstisch sitzen sehen kann, bin ich mir nicht so sicher.
Ausgehen, Sport und Sex betreiben kann man ebenfalls und wenn man nur ein kleines Börserl hat, gibt der Satireratgeber besondere Tips.
Denn da gibts “Ringelspieling”, “Hinterhofing”, “Schrebergartling” und dann natürlich das “Grantling”, das nach Ansicht der Buchautoren alle echten Wiener können müßen.
Heurige gibt es natürlich auch und wenn man am österreichischen Nationalfeiertag in Wien anreist, kann man sogar einen echten Präsidenten in der Hofburg am Tag der offenen Tür die Hand schütteln.
Dann gibts die Anleitungen zum Wienerisch sprechen, also statt “Ich habe kein Interesse an einer Greenpeace Mitgliedschaft”- “Hau di über di heisa, du gtungane Orschwarzn” sagen.
Am Buchrücken kann man die Warnung: P.S: Nicht für Touristen geeignet finden, was ich mir fast schon dachte.
Denn “Wien existiert nicht, es ist nur ein Schein und nur als Kulisse oder Marketing Gag zu verstehen”. Dafür bietet das Buch aber erstaunlich viel Information und Anmerkung am Rande, nicht alles ist ganz falsch.

Priessnitz-Preis an Anna Weidenholzer

Der “Priessnitz-Preis, den ich ja seit einigen Jahren verfolge und der heuer zum zwanzigsten Mal an Nachwuchsautoren vergeben wurde, ist ja einem experimentellen Dichter gewidmet und ergeht meistens auch an solche, heuer hat ihn aber Anna Weidenholzer bekommen, die in einer sehr schönen Sprache von Arbeitslosen schreibt und von Randgestalten, ob ich die beiden Juroren Robert Schindel und Gustav Ernst, der am 4. Dezember den Literaturpreis der Stadt Wien bekommt, auf diese Idee gebracht habe, wahrscheinlich nicht. Ich habe aber, glaube ich, mich zu erinnern, im letzten Jahr als als Judith Nika Pfeifer die Preisträgerin war, Gustav Ernst darauf angesprochen und gesagt, ich hätte sie gerne als Preisträgerin und sie hat im letzten Jahr auch einen erstaunlichen literarischen Aufstieg gemacht. Eine junge, 1984 geborene Autorin, deren Werdegang ich ziemlich von Anfang an im Literaturgeflüster verfolgen konnte, von den berühmten “Textvorstellungen” der Angelika Reitzer, zur “Fm4 Anthologie”, “Etcetera”, etcetera jetzt also der zwanzigste Priesnitzpreis zu dem ich ja immer gehe, obwohl es in der “Alten Schmiede” wieder “Textvorstellungen” von Reinhard Wegerth zum Thema “anders reisen” gab, wo Ruth Aspöck ihr http://literaturgefluester.wordpress.com/2012/11/12/reisen-mit-franz-grillparzer/ vorstellte. Aber die nächsten “Textvorstellungen” von Reinhard Wegerth zum Thema “Rot weiß Gin” gibt es ja schon am Mittwoch und da stelle ich “Kerstins Achterl” vor und ich schreibe ja genauso realistisch, wie Anna Weidenholzer oder sie wie ich und mit dem Thema Arbeitslosigkeit und Randfiguren tun sich offenbar auch immer noch die Laudatoren, Journalisten und andere Literaturexperten schwer, deshalb ist es besonders wichtig, daß diesmal der “Priessnitz-Preis” eine realistische Stimme bekommen hat, obwohl das Literaturhaus war nicht so besonders voll, als ich es erreichte.
Es war aber der Sascha da, der jetzt wieder mit mir spricht, eine Zeitlang ist er mir ja bös gewesen und Nika Judith Pfeifer, die Vorjahrssiegerin, die mich fragte, wie es mir geht. Alfred Gelbmann, der “Weidenholzer-Entdecker”, der ja ihren “Platz des Hundes” verlegte war da und Gustav Ernst von der Jury.
Dann auch Anna Weidenholzers Vater und wahrscheinlich einige ihrer Freunde. Robert Huez eröffnete und wies auf das Jubiläum hin. Dann kam Sebastin Fasthuber und erzählte was von dem Mann mit dem Schnurrbart, der sich in einer Weidenholzer Geschichte mit einer Herta in einem Kaffeehaus treffen soll, was irgendwie nicht klappt und sagte, es wäre seine erste Laudatio.
Gratuliere, da hätte ich ihm etwas voraus, aber diesmal werde ich beim “Ohrenschmaus” keine halten und Gustav Ernst erzählte etwas von einem einstimmigen Jurybeschluß, den der Laudator begründen würde. Aber der kam von der Herta zu der Maria Beerenberger aus den “Fischen”, der arbeitslosen Frau, erzählte, daß Anna Weidenholzer bei den oberösterreichischen Nachrichten im Chronik-Teil gearbeitet hat, da lernt man das Leben kennen und seither spricht Anna Weidenholzer jeden an, über den sie schreiben will. Es kam der Blumenstrauß, die Preismappe und, ich glaube, auch eine Flasche Sekt von Robert Huez und Anna Weidenholzer las im Schnellzug durch die “Fische”, bevor sie das das Glas Wein verkündete, daß es anschließend zu trinken gab.
Da habe ich mich lange mit Alfred Gelbmann unterhalten, ihm um Judith Nika Pfeifers Buch angeschnorrt, Gustav Ernst auf die Anthologie der “Leondinger Akademie”, die ja unlängst gelesen habe und Luis Stabauer angesprochen, er hat mir ein “Kolik” geschenkt, in dem er einen Text drinnen hat und ich habe Anna Weidenholzer gratuliert, die sich über ihren Preis zu freuen schien und sich bei mir für das Kommen bedankte.
Und Longlistennominierter Jens Steiner hat mit “Carambolage” den “Schweizer Buchpreis” gewonnen.

Sonntagsmarathon

Nachdem ich diese Woche nur sehr langsam in mein Romanprojekt hineingekommen bin, ist es am Wochenende, wo wir wieder in Harland waren, schlagartig weitergegangen. Am Dienstag, habe ich ja, glaube ich, begonnen, die ersten zwei Szenen, die ich in Roberts Schreibegruppe und beim Writersstudio skizzierte, in den Laptop einzutippen. Dazwischen war anderes zu tun, am Donnerstag bin ich wieder Szenenschreiben ins AKH gegangen. Am Freitag habe ich dann, bevor ich mich mit meiner Cousine Irmi traf, die zweite Szene, die die ich im Oktober zum Thema Schwimmen konzipierte, einzutippen. Da hatte ich dann schon einen Plan, der ersten Szenen gemacht und am Samstag war dann in Harland im Garten soviel zu tun, daß ich nicht zum Weiterschreiben gekommen bin, was mich ein bißchen beunruhigte, obwohl ich ja gut drauf war.
Am Abend begann ich dann die dritte Szene, die ich vorige Woche in der Hauptbücherei skizzierte und wo Swetlana Alexewitsch, Tante Lillys Pflegehelferin, vorgestellt wird, zu tippen und bin da vorerst an der Perspektive gescheitert, habe ich da ja mit einer Frau begonnen, die mir in der Leseecke gegenüber gesessen ist und das hat nicht gepasst.
Also habe ich wieder “Ich kann es nicht, ich kann es nicht gedacht!”, gedacht. Dann spät nachts die Persepektive geändert, die Szene mit der Swetlana beginnen lassen und plötzlich hat es gestimmt und die Ideen sind wieder geflossen. Sieben Szenen hatte ich ja schon aufnotiert und da der Alfred am Sonntag in die WU mußte, habe ich den Sonntag für einen Schreibmarathon benützt, obwohl ich in Wien zu dieser Kleinverlagsmesse gehen hätte können, aber da kann ich nicht schreiben. Also bin ich im Bett geblieben, habe auf das Baden und das Weiterlesen von Susanne Scholls “Rußland-Buch” verzichtet, die getippten drei Szenen korrigiert und in die richtige Form gebracht.
Denn so fruchtbar das Skizzenschreiben auch ist, man muß dann beim Eintippen manchmal was verändern und korrigieren, damit es in die Handlung passt und die Szne vier, war überhaupt neu zu schreiben. Dazu gab es noch keine Skizze, Barbara geht mit dem Foto zu Tante Lilly, beziehungsweise ruft sie dort an. Die Szene fünf, wo ich mich eigentlich mit Tante Lillys Büchern beschäftigen wollte, hatte ich auch noch nicht. Da gab es ja die Ideen mich am Mittwoch damit vor den “Wortschatz” zu setzen. Dann ist es aber anders geworden und Tante Lilly reflektiert ein bißchen über die Buben und das Foto und beim “Wortschatz” kann ich vielleicht die zwölfte Szene schreiben. Die Szene sechs hatte ich schon am Donnerstag geschrieben, das ist die vom AKH, Jonas Gespräch mit der Oberschwester und als ich so weit war, hatte ich schon wieder viele Idee und scheinbar ist es flüßig, obwohl dann ja auch bald wieder die Grenzen kommen und ich nicht weiter weiß. Aber so entstehen wahrscheinlich Romane, aus einem Guß geht es nicht. Da bin ich möglicherweise zu ungeduldig, wenn ich mir das erwarte. Szene sieben kehrte dann wieder in die Vergangenheit und zu Renate Haydn, der verstorbenen Mutter zurück. Denn da habe ich ja aus der Oktoberschrebgruppe eine interessante Idee mitgenommen, hat mich der robert doch aufgefordert, mir im Burgtheater, den dritten Akt von Hamlet anzusehen, in dem ich einfach zum richtigen Zeitpunkt hingehe, warte, ob jemand herauskommt und um seine Karte frage. Das mache ich zwar nicht, lasse das aber die Renate machen und dadurch eine Nacht mit Konrad verbringen und so kristallisiert sich langsam heraus, sie hat mit allen drei Männern geschlafen und man weiß eigentlich nicht wer der Vater des Kindes ist. Als ich soweit war, habe ich Mittag gegessen und bin dann doch aufgestanden und mit dem Rad gefahren, was eigentlich verpflichtend war, weil es wirklich traumhaft tolles Wetter gab, eigentlich habe ich ja den ganzen Tag im Bett und vor dem Laptop verbringen wollen. So bin ich zur “Seedose” geradelt, weil ich noch ein Buch hieneinstellen wollte, habe mir ein uraltes Mayröcker-Bändchen aus dem Jahr 1958 mitgenommen, und während des Radelns die ganze Zeit an die vier Szenen gedacht, die ich noch schreiben wollte. Szene acht stellt Konrad vor, der um seine verstorbene Frau trauert, Szene neun die Esther, Jonas Tochter, die mit ihrer Mutter große Probleme hat und Kindergärtnerin werden will. Bei Szene zehn geht Hanno aus dem am Morgen aus dem mit seiner Aktentasche, die ist noch nicht sehr ausgereift und muß wohl noch überarbeitet werden und bei Szene elf, geht Renate in die Zahnklinik und hat da auch mit Benjamin Kontakt. Barbara ist inzwischen dreißig, denn sie muß ja älter als Esther, Jonas Tochter sein und jetzt habe ich elf Szenen, 31 Seiten und sechzehntausend Worte, die ich dann am Freitag in den Nanowrimo geben werde. Ich weiß, das ist wieder nicht korrekt, aber warten, während es so gut geht mit dem Schreiben, ist nicht wirklich sinnvoll und inzwischen bin ich wieder, wie erwähnt mit meinen Idee zu Ende, muß wieder planen und korrigieren. Aber das intensive Marathon schreiben war sehr schön und fruchtbar und habe ich auch wieder ein bißchen an Anni Bürkl gedacht, beziehungsweise mich auf ihrer Seite umgesehen, die ja gestern, einen Schreibmarathon anbot und auch für den Nanowrimo schon Aufwärmratschläge gibt.
Ich weiß zwar nicht, ob das im Sinne des Erfinders ist, denn da soll man ja plotlos einsteigen, während Anni Bürkl rät, sich Gedanken über seinen Plot und seine Figuren und die Erzählperspektiven zu machen und ich halte mich ja auch nicht daran. Diesmal habe ich auch nicht die Absicht nur fünfzigtausend Worte zu schreiben und nur einen Monat zu brauchen. Aber so ganz sicher, ob ich dazu ein Jahr brauchen werde, bin ich mir schon wieder nicht, obwohl ich natürlich noch lange nicht mit dem Schreiben fertig bin, wie ich hoffe, aber was weiß man schon so genau?
Mit dem lesen geht es inzwischen ein wenig langsamer, beziehungsweise habe ich mir vielleicht wirklich meine Leseliste zu vollgestopft, leider oder zum Glück gibt es ja so viele schöne Bücher. Aber jetzt nachdem ich mit dem Schreiben fertig bin und nur mehr eine einzige Idee für eine weitere Szene, nämlich für die Tante Lilly, habe, mit der ich vielleicht wirklich wieder Skizzenschreiben gehen werde, werde ich mit der “Susanne Scholl” in die Badewanne gehen. Vielleich kann ich das Buch noch heute auslesen und voraus rezensieren. Mit dem Bloggn bin ich ja jetzt wieder weit voraus, aber das geht, wenn man zu vielen Veranstaltungen geht, viele Bücher liest und auch über das Schreiben berichten will, nicht anders. Ist nicht wirklich schlimm und ich hoffe, mein Schreibericht ist nicht allzu wirr und unverständlich, aber auch das ist während der intensiven Konzipierphase, wo einem der Kopf raucht und man hundert Ideen hat, vielleicht nicht anders möglich. Ich werde aber alles verlinken, so daß man nachlesen und sich orientieren kann.