Zwischen zwei Welten

Die gemeinsam mit seinem Sekretär und seinem Textdichter herausgegebene Autobiografie “Mein Leben” zum fünfundsiebzigsten Geburtstag des am 14. Juli in Pilsen geborenen Karl Gott, habe ich vom “Riva-Verlag” geschickt bekommen, der mir, seit Judith Grohmann meinen Blog gefunden hat, seine Bücher anbietet und wieder könnte man sagen, die Biografie eines Schlagersängers interessiert mich nicht, aber als 1953 geborene, die bei ihren Eltern öfter vor dem Fernseher sah, bin ich, um den Sänger nicht herumgekommen und als Jugendliche habe ich mich öfter gefragt, wieso ein Tscheche Deutsch singt, Gott heißt, obwohl er im Kommunismus lebt, lebt er überhaupt dort und wie geht es ihm damit?
Fragen, die ich damals nicht beantworten konnte und so ist diese Autobiografie, die ja schon das Antwortgeben im Titel andeutet, besonders interessant und es hat mich auch erstaunt, daß ich, die ich jetzt fernsehlos, schon jahrelang nichts mehr von dem Sänger gehört habe, in dem Buch erfahren habe, daß er immer noch singt, nicht daran denkt, damit aufzuhören, sondern sogar etwas von der “Mitte des Lebens” schreibt, in dem er sich befindet. Nun ja Zeitgeschichte interessiert mich und so habe ich wiedermal viel gelernt und Neues erfahren.
Es beginnt mit einer Einleitung in Las Vegas, denn dort ist der Sänger 1967 zu einem monatlangen Gastspiel eingeladen, lernt Frank Sinatra, Sammy Davis Jr., etc kennen und wird von den Veranstaltern, als der Mann aus dem Kommunismus gehandelt, was ihm ein wenig peinlich ist.
Hier kommen auch die Sätze, wie dem Publikum alles geben und daß man, um jeden Preis singen muß, auch wenn die Stimme nicht mehr kann und das Atteste von HNO-Ärzten, etc. nichts nützen.
Dann gehts zurück nach Pilsen bzw. in die CSSR und zu dem Bekenntnis, daß Karel, der wirklich Gott heißt und keinen Künstlernamen hat, eigentlich Maler werden wollte, die Kunstakademie hat ihn nicht aufgenommen.
So machte er eine Lehre und sang in seiner Freizeit in verschiedenen Clubs, machte dann eine Ausbildung zum Opernsänger und die Karriere begann.
Auslandsaufenthalte, Shows, etc, nicht das große Geld, denn das behielt die CSSR sich ein und gab sozusagen nur eine Aufwandsentschädigung an die Künstler ab und 1968, Karel Gott hat, wie er betonte und ich auch im Netz nachlesen kann, immer die Musik von der Politik getrennt, gab es einen Flug nach Hamburg.
Alle dachten, er käme nicht zurück, aber die Eltern waren da und hätte er sein Publikum nicht enttäuscht und die “goldene Stimme aus Prag” hätte es dann auch nicht mehr gegeben. So dementierte er in einer Pressekonferenz, war dann aber viel in Deutschland, auch in der DDR, aber dort war es mit der westlichen Dekadenz etwas schwierig, sang mit Udo Jürgens oder für ihm beim Songcontest, trat in den Shows von Peter Alexander auf und dachte dann doch wiedermal daran, im Ausland zu bleiben, dementierte wieder, bzw wurde er von den Tschechen wieder aufgenommen.
In “Wikipedia” kann man etwas von einer umstrittenen Rolle nach 1968 lesen, Gott schreibt, daß man ihn in Berlin einmal die Schlagzeile der Bildzeitung unter die Nase hielt, die ihn als Spion outete und alle lachte, aber von den Wanzen in den Hotelzimmern und, daß man bei Interviews höllisch aufpassen muß, was man sagt, hat er schon gewußt.
Das nächste Kapitel sind die Frauen, von denen wird ein Schlagersänger mit der “Schicksalsmelodie” ja sehr umjubelt, im Netz liest man etwas von einem “Schuhfetischisten” und Karel Gott gibt zu immer Beziehungen, manchmal auch mehrere auf einmal gehabt zu haben, es gibt eine 1973 geborene Tochter namens Dominika, von der er erst nach ihrer Geburt erfuhr, dann noch eine andere und eine sehr späte Ehe, die 2008 in Las Vegas geschlossen wurde, mit zwei kleinen Töchtern und dazu den lapidaren Satz, daß es doch schön ist, einer der wenigen zu sein, mit der Rente auch Kindergeld zu bekommen.
Im beruflichen Bereich ging es weiter mit der “Biene Maja”, die Karel Gott zuerst gar nicht singen wollte, dann ein Welterfolg wurde, für die er auch 2012 von Stadtrat Mailath-Pokorny im Wiener Rathaus eine Auszeichnung bekam.
1989 kam die Wende, da dachte Karel Gott kurz daran, beruflich abzutreten, im Gespräch “for President” war er, nachdem Vaclav Havel nicht mehr kanditieren durfte, auch und große Reisen, wie in die Carnegy Hall mit einundsechzig Jahren kamen ebenfalls.
Auf den Malediven erlebte er einen Tsunami und was die Ehrungen betraf, so ist er in einem Wachsfigurenkabinett dargestellt und hatte eine Zeitlang auch sein eigenes Museum.
Im zweiten Teil des Buches gibt es Themenkapitel. So ist eines seinen Russlandreisen gewidmet, wo er ein großes Fanpublikum hat und während er durch Armenien reiste, sehr viel Cognac trinken mußte.
Die schnellen Autos und die Unfälle, die er damit hatte, gehören auch zu seinem Künstlerleben. Im Filmen hat er sich öfter selbst gespielt und nicht die Charakterrollen bekommen, die er gerne hätte, ähnlich ist das in seinem Tenorleben, da gab es auch einige Ausflüge in die Opernwelt, um die großen Mozart-Arien ist er aber gekommen und dann gibt es noch das Kapitel Malen in seinem Leben, das eine große Rolle spielt, so hat er sich ja schon als Kind gerne Kunstbücher angeschaut und dann trotz nicht bestandener Aufnahmsprüfung 1954 weitergemalt. Zu seiner Freude und zur Streßbewältigung, trotzdem gab es viele Ausstellungen und Johannes Mario Simmel hat sich auch etwas von ihm illustrieren lassen, den eigenen Stil hat er aber, wie er schreibt nicht so ganz gefunden.
In der Mitte des Buches gibt es einen Fototeil mit einigen Schnappschüßen aus dem Privatalbum. Einen Anhang mit der Albendiskografie, den Preisen und Auszeichnungen, sowie den Glückwünschen und Worten von Kollegen und Freunden, gibt es auch und was das Buch, vielleicht besonders macht, hat Karel Gott auch immer seine Meinungen über Politik, Kindererziehung, den Gefahren von Facebook, Internet, etc eingeflochten, die Einblick in das Künstlerleben geben, bei dem es ihm, wie er schreibt, immer wichtig war “nicht nur ein guter Sänger, sondern auch ein guter Mensch gewesen zu sein.”
Ein interessantes Buch für alle Karel Gott Fans, das die Welten des Künstlers sehr gut zeigt.

Poliversale Russisch

Die “Alte Schmiede” hat derzeit ein von Michael Hammerschmid und Kurt Neumann kuratiertes “Wiener Lyrik-Fest”, das in einigen Abenden die ganze Bandbreite der gegenwärtigen und auch vergangenen Lyrik zu durchschreiten scheint. Die ersten Abende sind schon vorbei, da wurden John Burnside, Patricia Cavalli und Ann Cotten vorgestellt, Friederike Mayröcker hat gelesen und heute in der “Stunde der literarischen Erleuchtung”, die “Absurde Poesie des Mittelalters” präsentiert vom Schweizer Ralph Dutli.
Dann wurde es Russisch, Olga Martynova stellte Igor Bulatovsky vor, der nicht kommen konnte und las seine Gedichte in Originalsprache, Michael Hammerschmid auf Deutsch und Olga Martynova erzählte auch ein bißchen was über die Trends in der russischen Lyrik, wo ihrer Meinung nach alle zehn Jahre, die Generationen wechseln.
Igor Bulatovsky wurde jedenfalls 1971 in Leningrad, das heute wieder St. Petersburg heißt, geboren, hat fünf Gedichtbände geschrieben und eine Mischung daraus wurde jetzt von Daniel Jurjew, Olga Martynova, Gregor Laschen und Elke Erb übersetzt und unter dem Titel “Längs und quer” bei “Wunderhorn” herausgegeben.
Die Bachmannpreiträgerin Olga Martynova erzählte noch, daß man bei fremdsprachigen Gedichten am Klang erkennen könne, ob sie gut oder schlecht seien, aber nur, wenn sie nicht von Schauspielern gelesen würden und gab dann ein paar Proben und ich habe noch nie etwas von Igor Bulatovsky gehört und auch von den anderen Lyrikern nicht, die er als seine Vorbilder angab.
Die Texte klangen aber frisch und stimmig und Olga Martynova hatte auch eine sehr interessante Art sie zu kommentieren. Dann wechselte sich Michael Hammerschmid mit Kurt Neumann ab, der Olga Martynovas Gedichte in der deutschen Fassung las.
“Von Tschwirik und Tschwirka” stand im Programm angekündigt und daraus habe ich Olga Martynova, glaube ich, schon einmal in der “Alten Schmiede” lesen gehört.
Jetzt hat sie aber auch andere, zum Teil unveröffentlichte Gedichte gelesen und Michael Hammerschmied hat in seiner Einleitung noch etwas erzählt, daß ihm ihre Metaphern und ihre Weitläufigkeit an das neuzehnte Jahrhundert erinnern würde und es auch Reime darin gäbe.
An einer großen Leinwand wurde ein Bild einer Nachtigall projeziert und Olga Martynova erklärte, daß die deutsche Sprache für sie eine Nachtigall wäre und erzählte auch etwas, daß sie den Gedichtband “Tschwirik und Tschwirka” auf Russisch geschrieben hätte, während sie ihren ersten Roman “Sogar Papageien überleben uns”, der auf meiner Leseliste steht, auf Deutsch geschrieben hat.
Jetzt schreibt sie den dritten Roman und wieder entstehen gleichzeitig Gedichte dazu, wobei unklar ist, ob es Gedichte zu einem “Roman über Bäume” oder “Idioten” sind und am Schluß wollte Michael Hammerschid von Olga Martynova noch wissen, ob das Romanschreiben ihre Lyrik verändert hat, was sie, glaube ich, bejahte.
Christine Huber, die auch noch in der Reihe vorkommt, war im Publikum und fragte etwas über die Groß- und Kleinschreibung und morgen geht es weiter mit der “Grundbuchreihe” beziehungsweise Marie Therese Kerschbaumer, die Gerhard Kofler und seine Gedichte vorstellen wird.

Meine Kindheit in den Bergen

Wie erzählt ein Kabarettist einen Heimatroman?
Er nimmt ein gelb rosa grünes Tapetenblümchenmustercover. setzt ein herziges blondes Kinderbildchen davor und vor die einzelnen Kapiteln ein Hirschgeweih.
Dann geht es los mit den Erinnerungen an eine wunderschöne Dorfkindheit. Da redet einer dem Vater ein, daß man durch Kinderlosigkeit Steuern sparen kann. Er hat aber fünf oder sechs Kinder, so müßen immer zweimal zwei am Tisch einen Erwachsenen spielen, nämlich Uri Geller, den Gabelverbieger als Onkel, damit keine Leute kommen, weil sie Angst vor Beschädigung ihres Bestecks haben, bzw. zwei andere müßen das Au- Pair-Mädchen des Bundeskanzlers mimen, dann kommen zwar erst recht die Leute, weil sie die Beziehungen nützen wollen und wenn eines der Kinder im Unterleib des Gastes zuviel redet, wird es mit Klosterfrau Melissengeist berauscht.
Die katholische Kindheit spielt natürlich auch eine Rolle, so spricht die Mutter davon, daß immer wenn man etwas Böses tut, etwa unartig ist, nicht im Haushalt hilft, schlechte Noten hat, etc, einen Punkt ins Herz bekommt und wenn das Maß voll ist, geht es ab ins Fegefeuer oder in die Hölle, die ja noch viel “klassischer” klingt.
Und da die Hühnerherzen, die die Mutter für die Suppe braucht, sehr klein sind, wachsen die Kinderängste, werden aber bald von den Dorfproblemen abgelenkt.
Denn da hat der Vater die Bäume mit Schmierseife eingerieben, so fallen die Katzen hinunter und müßen durch Vögel ersetzt werden und als die dann fehlen, errichten die älteren Damen des Dorfs eine Straßensperre und marschieren mit einer Petion zum Bürgermeister, Probleme mit den Flugfischen gibt es auch noch.
Wie es weiterging, wird man aber nicht erfahren, denn “Plötzlich fiel dem Autor auf, daß ihm beim besten Willen nichts mehr zu der Geschichte einfallen würde.”
Was für die die gern das Heitere lesen und sich an der Blödheit der Bauern ergötzen wollen, sehr schade ist.
Aber natürlich hält uns diese Dorfparodie den Spiegel vor und man könnte sich vielleicht selbst erkennen und auch Ähnlichkeiten mit der städtischen Kindererziehung, Steuermoral, Zuständen im Bürgermeisteramt oder in der Regierung finden…
Das Ganze ist sehr flott dahingeschrieben und, daß der 1969 in Wien geborene Autor, der bei FM4 Programmgestalter ist und gemeinsam mit Martin Puntigam und Erwin Steinhauer auftrat, in seine Dorfidylle immer wieder Phrasen unseres modernen Lebens mischt, also von “Premium Class der Heiligsprechung” und davon, daß die “Katzen längst zum Service gehören würden”, schreibt, macht das Ganze besonders spannend, beziehungsweise lustig und wenn ich mich nicht sehr irre, habe ich einen Auszug des bei “Holzbaum” gerade erschienenen Buches, schon in Ö1 am Ostermontag in einer Kabarettsendung gehört, als wir von Harland nach Wien gefahren sind.

Eheliche Liebe

Literatur und Crime hatte ich vor kurzem, jetzt kommt das Schreiben und die Liebe oder ein 1947 erschienenes Schreiblehrbuch des Italiener Alberto Moravia, der, “wie keiner”, wie im Beschreibungstext steht, “das Thema Liebe so meisterlich behandelt”.
Und die Geschlechterverhältnis und das erotische Knistern in den menschlichen Schwächen, würde ich, die schon einiges von dem 1990 gestorbenen Meister, gelesen hat, hinzufügen. Die sozialen Unterschiede spielen natürlich in dem Italien von 1937 in der der Roman oder ist es vielleicht eher eine Erzählung, es hat nur hundertfünfzig Seiten, handelt, eine Rolle.
Wie immer werden Oberschichtcharaktere behandelt, bon vivants, reiche Müßiggänger, die geerbt oder reich geheiratet haben, mit Wohnung im Rom, von der Großmutter geerbtes Haus in der Toskana, Sommerferien an der Riviera, Köchin, Dienstmädchen, etc.
Silvio, der Ich-Erzähler ist ein solcher, von Beruf oder Hobby Kritiker, der gerne Schriftsteller wäre, aber ungenügend schreibt und lebensüberdrüssig ist er auch. Dann heiratet er spät in den Dreißigern Leda, die auch schon in diesem Alter ist, verheiratet war, lang alleine lebte und Liebhaber hatte.
Trotz ihres Reichtums, wie der Erzähler mehrmals betont, eine ungebildete Frau, die er erst durch Lektüre und Englischunterricht bilden muß und sie hat auch zwei Gesichter, ein schönes und ein häßliches, wie er gleich am Anfang erklärt. Die Triebhaftigkeit kommt bei ihr durch, wenn sie etwa in die Küche geht und den Hummer in das kochende Wasser wirft, was sich die Köchin nicht traut.
Die Geschichte spielt am Anfang der Ehe, später gibt es noch drei Söhne, als Silvio sie erzählt. Die eheliche Liebe hat also angehalten, auch über die Zeit, als das Paar in die Ferien fuhr und Silvio seiner Frau dort eine ungenügende Erzählung vorliest, die ihr gefällt, so daß sie ihn ermuntert weiterzuschreiben.
Für diesen Zweck ziehen sie sich in das toskanische Haus mit den vielen alten Möbeln zurück, Silvio schreib am Vormittag, am Nachmittag gehen sie spazieren und am Abend lieben sie sich. Aber das genügt nicht, um kreativ zu sein. Um das zu können, muß er sich enthalten. Leda ist einverstanden, sie haben zwei Schlafzimmer und sagt “Komm erst wieder zu mir, wenn du mir die Erzählung vorlesen kannst!”
Silvio kann nicht nur nicht gut schreiben, er kann sich auch nicht rasieren, deshalb kommt Antonio ins Haus, ein vierschröttiger Babier, der im Beschreibungstext, als “häßlicher Faun” gezeichnet wird, was ich so nicht sagen würde.
Der kann auch Frauen ondolieren, so bestellt ihn Leda einmal zu sich und bittet dann Silvio ihn zu entlassen, weil er ihr zu Nahe gekommen und sie beleidigt hat. Silvio, der sich nicht allein rasieren will, lehnt ab, obwohl er vom Pächter erfährt, daß der Babier jedem Mädchen nachsteigt.
Die Geschichte, es geht um die eheliche Liebe der Beiden wird fertg. Silvio will sie noch auf der Schreibmaschine tippen, bevor er sie Leda vorliest und ich habe mich schon gewundert, wie man eine Arbeit, die man zwanzig Tage im Rausch vor sich hingeschrieben hat, schon vorlesen kann?
Er hält sie für vollendet und träumt schon von Verlagen und Rezensionen, bekommt aber nicht das richtige Papier und als er Leda trotzdem am Dreschboden im Mondlicht haben will, verweigert sie sich, erst wenn sie fertig ist.
Am nächsten Tag verfällt Silvio seinen Launen beziehungsweise Stimmungsschwankungen, ist ungeduldig und hungrig, als es zum Rasieren geht, merkt, daß der Zwerg, ist es überhaupt ein solcher, ihm zu nahe kommt, bewegt sich heftig, so daß er geschnitten wird und entläßt ihn schließlich. Das Leda recht gehabt hat, weiß er schon längst.
Er will nun das Manuskript abtippen, das gelingt nicht und Leda scheint sich auch unpäßlich zu fühlen, denn sie ißt nichts und geht schlafen, den Hüftgürtel trägt sie diesmal nicht unter ihrem Kleid und er erkennt beim Abtippen, das Meisterwerk ist nichts geworden.
Er will das Leda sagen, doch das Schlafzimmer ist leer. Er geht in den Garten und findet sie mit Antonio auf dem Dreschplatz, geht zurück, will sich umbringen, schreibt einen Abschiedsbrief und auch sich selber Korrekturen an den Rand, die Geschichte ist nicht lebendig, es ist kein Rhythmus darin, etc.
Da kommt Leda, zeigt sich ihm mit dem Fleck am Kleid und aufgewühlten Zustand und schüttelt den Kopf, als er vom schlechten Schreiben spricht.
“Die Geschichte gehört überarbeitet, laß dir Zeit und lies sie mir vor!”, sagt sie.
“Ich erwarte dich im Schlafzimmer”.
Er tut es und sie sagt, daß der Text deshalb mittelmäßig ist, weil er sie zu sehr idealisiert hat.
“Ich meine, daß du nach einiger Zeit, wenn wir uns besser kennen, die Erzählung wieder vornehmen solltest, wie ich dir schon gestern gesagt habe. Ich bin sicher, daß du dann etwas Schönes daraus machen wirst.”
Mit “Hörbar beschloß ich meinen Gedankengang, indem ich leise sagte. “Das wird noch lange dauern”, schließt das Buch und ich bin sehr beeindruckt, wie gut Alberto Moravia in den Neunzigerdreißigerjahren, als es wahrscheinlich noch keine Schreiblehrgänge gab, das Schreiben beschreibt. Er vermischt es mit der Erotik, der Macht und den Geschlechterverhältnisse, die sich seit damals sehr geändert haben.
Die Haltung der bornierten Männer gegenüber den ihnen unterlegenen Frauen, scheint es zum Glück so nicht mehr zu geben, wie auch die Köchinnen und die Dienstmädchen verschwunden sind oder jetzt in anderer Form, als arbeitslose Migrantinnen, beispielsweise, auftauchen.
Es mag schon sein, daß sich Moravia darüber lustig macht oder die Geschlechterverhältnisse anprangert. Die Erotik und die Dämonie in den ehelichen und außerehelichen Beziehungen spielen bei ihm eine große Rolle, obwohl die reiche ungebildete Frau, in diesem Fall gar nicht so schwach und dumm, sondern eigentlich sehr gescheit, wenn auch triebhaft ist und der ihr verfallene oder sie beherrschende Mann, eigentlich ein rechtes Ekel und so launenhaft, daß es mich wundert, daß ein starker reicher Mann so ist. Aber Moravia hat auch einen Schriftsteller oder Möchtegernschreiber beschrieben und, wie das schreiben geht, kann man aus dieser Erzählung lernen. Wenn auch die schreibende Frau in mir über die Geschlechterverhältnisse ganz anders schreibt.

Kritische Literaturtage

Die von der Gewerkschaft etc verantaltete alternative Buchmesse, wo die kleinen kritischen Verlage ausstellen und Leseungen veranstalten ist bisher eher an mir vorbeigegangen. Das heißt 2011 als die Veranstaltung im Gewerkschaftshaus bei der Donau stattfand, war ich da und bin am Freitag beim Alpha hinausgeworfen worden und am Samstag nachher zu meinem Geburtstagsfest gegangen.
Dann hat die Gewerkschaft, glaube ic,h die Organisation abgegeben und Ulli Fuchs, die auch für die andere Liste bei der EU-Wahl Spitzenkanditatin ist, hat sie übernommen und seither findet sie, glaube ich, in der Brunnenpassage am Yppenplatz statt.
Wir dürften aber immer nach Harland gefahren sein oder sie ist mir überhaupt entgangen? Es gibt aber auch andere alternative Buchmessen, die zu boomen scheinen, weil es eben sehr viele Klein-oder Alternativverleger zu geben scheint, die sich von Buch-Wien offenbar nicht vertreten fühlen.
Und am ersten Mai ist im Zuge der diesbezüglichen Veranstaltungen das Programm zu mir gekommen und die KritLit, die vom Freitag bis Sonntag stattfindet, war für mich nur am Freitag Nachmittag interessant, weil wir am Abend nach Harland fuhren.
Zwei Adressen am Programmzettel, nämlich die “Brunnen Passage” am Yppenplatz und dann noch Brunnengasse 76, als Adresse und in der Brunnenpassage, war wie in Hietzing oder auch im Amtshaus Margareten, Tisch an Tisch aneinandergereiht und da saß dann Fritz Widhalm mit seinem fröhlichen Wohnzimmer, Batyr Horn von der “Edition Splitter”, der “Septime-Verlag”, den ich gar nicht als so klein einschätzen würde, hatte auch einen Stand.
Christa Stippinger war mit ihrem “Exil-Verlag” da und so bin ich eine Weile herumgewandert, habe versucht ein bißchen Smalltalk zu betreiben, was nicht immer gelungen ist, aber immerhin bin ich mit einem historischen Krimi von der “Edition Mocca”, der demnächst auf die Leseliste kommt ins “Au” in die Brunnengasse 76 schräg gegenüber marschiert, wo die Lesung stattfanden und da war gerade Doris Nußbaumer an der Reihe, die ja das “Werkl” im Goethehof organisiert, wo ich schon lange einen Lesetermin haben wollte.
Die Veranstaltung war unter “Literaturmontag” angekündet, was das ist, habe ich, da ich zu spät gekommen bin, nicht genau erfahren.
Doris Nußbaumer hat jedenfalls aus einem Geschichtenband eine Geschichte von einer Familie und dann ein Märchen von einem Drachen vorgelesen, wo mir vor allem der starke rotzfreche Tonfall aufgefallen ist. Die zweite Lesende namens Eleonore Weber hat den Struwelpeter neuinterpretiert und das war auch sehr stark und rotzfrech.
Dann kamen zwei junge Männer von der “editon lex liszt, die Interviews mit Spanienkämpfern in verteilten Rollen vorlasen.
Dann gab es eine Pause, wo ich mich ein bißchen bei den Büchertischen herumtrieb. Doris Nußbaumers Buch habe ich mit ihr getauscht und einen Lesetermin vereinbart. Dann ging es in das Hinterzimmer, wo es eine Bühne gab und “Patricia Hirschbichler und Stephan Eibel Erzberg zerbrechen sich den Kopf über das Problem 1”, stand im Programm. Keine Ahnung was das ist, eine junge Frau fragte mich danach, während wir noch auf die Veranstaltung warteten, dann war Stephan Eibel noch nicht da und Patricia Hirschbichler begann aus einem Buch vorzulesen, das von der Zwischenkriegszeit und Verhaftungen nach dem Anschluß handelte, vorzulesen.
“Die enge Welt der kleinen Leute” von Hans Rotter. Sehr interessant und noch nie etwas von dem in der “Edition Splitter” erschienen Buch gehört. Dann kam Stephan Eibel Erzberg und unterbfrach und begann von seinen Gedichten etwas zu erzählen, die er in der “Wiener Zeitung” hat.
“Höllenstrafen 1-unendlich” – “Für immer Steirer sein, für immer Steirerin sein”, etc.
Zwischendurch gab es Aufschreie im Publikum weil eine kleine Maus gesichtet wurde und ich war ein bißchen verwirrt, weil ich den Zusammenhang zwischen dem Zwischenkriegsroman und Stephans Eibels Gedichten nicht ganz verstand und auch schade fand, daß das Buch, das mir sehr interessant schien, ein bißchen dabei unterging.
Dann kam die “edition IMPORT/EXORT, beziehungsweise Ernst Schmiederer mit einer Frau Professor und einigen sehr jungen Leuten von diversen Handelsakademien mit Migrationshintergrund und erzählte etwas von einem Projekt des autobiographischen schreibenS, das einige leere Bücher füllen soll.
Da sollen Jugendlichen zwischen fünzehn und fünfundzwanzig ihre Lebensgeschichten aufschreiben, damit man etwas vom gegenwärtigen Leben in Wien und auch anderswo etwas erfährt.
Einige Beispiele wurden vorgelesen. Geschichten von jungen Frauen oder Männern die in Rmänien geboren wurden, beziehungsweise davon handelten, daß man es als junge Frau mit einem sogenannten Jugo-Vater sehr schwer hat.
“Da fangen eher Schweine zu fliegen an”, als er ihnen das Fortgehen erlaubt ect.
Ernst Schmiederer erzählte dazu etwas von dem Projekt, wo es vorgestellt wird, beispielsweise und forderte alle zum Kaufen der Bücher auf, damit man weiter produzieren kann.
Ich ging noch einmal in den Ausstellungsraum hinüber und ließ mir vodn Gerald Grassl das Memoiran Buch zum Tod von Lutz Holzinger, das morgen vorgestellt wird, schenken. dann kam Andreas Pittler mit seinem neuen Bronstein-Roman, und ich war etwas verwirrt, weil der ja nicht in einem Kleinverlag erschienen ist und dann noch einmal darüber, daß Andreas Pittler sich erinnern konnte, daß ich einmal bei “Rund um die Burg” unter seinem Publikum war.
Um neunzehn Uhr kam dann der “Mandelbaum-Verlag” an die Reihe und ich verließ die Veranstaltung, um nach Hause zu gehen, da wir nach Harland fuhren, so daß ich auch das Samstag und das Sonntag Programm, wo Ekatarina Heider für die “Edition Exil” ihr neues Buch, das schon auf meiner Leseliste steht, vorstellen wird und einiges andere versäume.
Es war aber eine interessante Veranstaltung, die meine Leseliste, um einige Bücher erweitert hat und über eine Lesung im nächsten Jahr habe ich mich bei Ulli Fuchs auch erkundigt.
Schade nur, daß so wenige Leute gekommen waren, denn das präsentierte Programm war durchaus interessant.

Die Geschlechtsbegründung

Der 1952 in Wien geborene, Ludwig Roman Fleischer mit dem ich vor kurzem gelesen habe, ist ein eifriger Schreiber, der wahrscheinlich über eine genausolange Bücherliste wie ich verfügt, die zum größten Teil in seinem “Sisyphus Verlag” erschienen sind.
In Klagenfurt hat er gelesen und gewonnen und ich kenne ihn schon lang, durch die GAv wahrscheinlich.
An einen Ausspruch Gerhard Koflers kann ich mich erinnern, daß ein Journalist einmal über ihn gesagt haben soll “Ach, der Bachmannpreisträger!” und einige seiner vielen Bücher habe ich mir, als ich noch solche kaufte, besorgt und weiß jetzt nicht, war es der Erstling der “Rakontimer”, “Der Castellaner” oder “Hellebard, der 68 oder die Biegung der ersten Person”, alle drei oder nur eines oder zwei davon?”
Die Weihnachtsgeschichten “Die Herbergssuche”, gab es jedenfalls einmal bei den Büchertürmen der “Literatur im März” in mehreren Exemplaren. Da habe ich mir einige davon genommen und zu Weihnachten an Freunde und die Familie verschenkt.
Zu den “Sisyphus-Verlagspräsentationen”, die meistens vor Weihnachten im Literaturhaus stattfinden, bin ich öfter gegangen, das letzte Mal im vorigen Jahr. Da gab es auch immer ein Buffet und früher ist auch das grüne Büchlein aufgelegen, in dem von mir ein Text enthalten ist.
“Aus der Schule” habe ich vor Jahren im Schrank gefunden und die 2001 geschriebene “Geschlechtsbegründung”, von der sich Ludwig Roman Fleischer, als ich ihn vorige Woche darauf ansprach, ein wenig distanzierte.
Mir aber hat das Buch ganz gut gefallen, ist es ja in dem typischen Fleischerschen Stil geschrieben, wo es von Fremdworten, Anspielungen, Metaphern wimmelt und auch die Namen nicht so ohne sind.
Da gibt es jedenfalls einen Doktor Advokaat, Krankenscheinarzt steht in der Beschreibung, dem Buch zu Folge dürfte er eher ein Schularzt, also ein Nebenerwerbsmediziner sein, im Hauptberuf Dramatiker und als solcher hat er ein Stück geschrieben, das im Bretterhaus-Theater aufgeführt wurde. Advokaat saß im Requisitenkeller, soff und zündete dabei offenbar das Theater an. Jedenfalls erwacht er mit Rauchgasvergiftung und verbundenen Händen im Krankenhaus und phantasiert dabei sein Leben und inszeniert sein Stück neu oder um.
Wie das mit der Geschlechtsbegründung ist, habe ich nicht so ganz verstanden, jedenfalls hat er zwei Söhne, einer Lennie, den er sehr mochte, ist schon gestorben, den anderen, der ebenfalls, wie er Paul heißt, ein Schwuler, spielte oben im Theater in “Romeo und Julia”, hat ihn seine Ex-Frau Evelyne, die viel auf Kreuzfahrten ist, offenbar aufgezwungen oder unterjubelt.
Es gibt auch eine Mutter namens Anna, die Advokaat ins Altersheim abgeschoben hat.
Advokaat ist 1945 geboren, ein Besatzungskind, man weiß nicht recht von einem Russen oder einen Amerikaner und die Mutter ist ein Adoptivkind, das zuerst bei einem jüdischen Ehepaar aufgewachsen ist, dann zu einem “Kraft durch Freude-Paar” wechselte.
Man sieht es sind alle Themen, in Doktor Advokaats Lebensregieversuchen vorhanden.
Die Polizei und die Versicherung taucht auf, um ihm zu verhören, die Ärzte geben ihm zuerst Beruhigungsmittel. Später lernt er mit seinen Verbänden aufs Klo zu gehen und essen und wird auf seine Entlassung vorbereitet und “erwacht von seinem Lachen. Er ist unendlich traurig”, lautete der letzte Satz.
Spannend, spannend mich durch das Fleischerche Ouvre zu lesen. 2011 habe ich “Das Buch der Käuze” in der “Alten Schmiede” mit ihm getauscht, das ich noch lesen muß. Ebenso, wie “Alles Holler oder das Unterste zum Oberst” und bin neugierig, was ich von ihm noch alles hören, lesen oder finde werde…

Gespräch über Hugo Bettauer

Hugo Bettauer der 1872 in Baden bei Wien geborene und 1925 von einem illegalen Nazi erschossene Journalist und Kolportageautor, dessen “Freudlose Gasse” mit Marlene Dietrich verfilmt worden ist, bin ich in den späten Siebziger- frühen Achtzigerjahren das erste Mal begegnet, als “Hannibal” eine gelbe Cassette mit Romane herausgegeben hat, die ich begierig gelesen habe, obwohl ich die Zeitgeschichte sicher noch nicht so genau, wie jetzt verstanden habe “Die Stadt ohne Juden”, “Hemmungslos”, “Kampf um die Stadt”, etc.
Die Bücher stehen in Harland und sollten sicher noch einmal gelesen werden, aber wann, habe ich ja für meine Liste mit dem Ungelesenen kaum Zeit und der “Milena-Verlag” von dem ich es ja noch immer schade finde, daß er inzwischen auch Männer verlegt, hat eine eigene Reihe, wo er Otto Basil, Rudolf Brunngraber und eben auch Hugo Bettauer wieder bringt, was sicher sehr verdienstvoll und interessant ist, allerdings gebe es auch Frauen wie Joe Lederer, Gina Kaus, Annemarie Selinko, Lina Loos, Adrenne Thomas etc zu entdecken. Hilde Spiel wurde schon entdeckt und Else Feldmann noch vom reinen Frauenverlag gebracht.
“Den Kampf um Wien”, “Die freudlose Gasse” und “Hemmungslos” wurden schon verlegt und jetzt auch “Der Herr auf der Galgenleiter und 7 Geschichten aus dem Alltag” und in der Hauptbücher von Murray G. Hall, der ein Bettauer-Spezialist zu sein scheint und Peter Zimmermann vom “Ex Libris” vorgestellt.
Eigentlich habe ich ja zum Eröffnungsabend des Horvath-Symposiums in die “Gesellschaft für Literatur” gehen wollen, dann aber umdisponiert.
Hugo Bettauer wurde 1925 von Otto Rothstock erschossen, ich glaube, ich habe darüber auch ein Buch in Harland, der nach zweiundzwanzig Monaten wieder freigelassen wurde und es darüber ein ORF-Interview gibt, wie der einleitende Mann von der Hauptbücherei erwähnte.
Dann erzählten die beiden Herren ein bißchen etwas über das Leben und Peter Zimmermann begann aus dem Roman zu lesen, der von einem jungen Mann handelt, der aus dem Krieg heimkommt, eine Erbschaft macht, spekuliert, gewinnt und dann von einem Tag auf den anderen sein Geld verliert. Von diesem Tag handelt der Roman, wo er durch Wien geht, seine Eleganz verliert und ein Verbrechen nach dem anderen plant, um wieder zu Geld zu kommen, die aber alle nicht gelingen.
Der Germanist Murray G. Hall erzählte, daß er sich schon in den Siebzigerjahren mit Bettauer beschäftigen wollte, die Uni das aber, weil nicht literarisch, nicht zuließ. Peter Zimmermann erzählte, daß es bei Johannes Mario Simmel ähnlich war. Große Auflagen, aber von der Literaturwissenschaft verfemt, was sich erst in den letzten Jahren etwas änderte.
In den Kanon ist Bettauer nicht gekommen, aber sicher mehr gelesen als Musil, Broch und wie die anderen Götter der Zwischenkriegszeit heißen.
Jetzt wird er offenbar auch sehr aufgelegt. So sagte mir die Verlagsfrau, als ich nach der “Stadt ohne Juden” fragte, daß da ein anderer Verlag kurz zuvor gekommen sei und die Auflage, die ich zu Hause habe, meinte sie, wäre fehlerhaft und es würden wichtige Teile fehlen.
Also Leute Bettauer lesen und für die Leute vom Verlag, es gibt auch große Frauen, die man vielleicht wieder entdecken könnte, ohne, daß der Verlag gleich eingeht.
In Deutschland gibt es, glaube ich, einen Verlag, der nur Frauen verlegt und das vor kurzem auch mit Gina Kaus so machte.

Literarische Reaktionen

Unter diesem Thema stand die achtzehnte Literaturwerkstatt, die seit acht oder sind es schon zehn Jahre in der “Gesellschaft für Literatur” unter Semier Insaif stattfindet. Ich habe nur eine davon gehört, wo ich Laura Freudenthaler, Elisabeth Klar und Kathrin Primetzhofer kennenlernte.
Nadine Kegele habe ich damals schon vom Volksstimmefest oder von Angelika Reitzers “Textvorstellungen” gekannt und heute traten die drei Erstgenannten ohne sie auf, die sich vielleicht in Klagenfurt befindet, wo sie ja seit Mai Stadtschreiberin ist.
Wieder junge Leute im Publikum, die ich nicht kante und eine junge Frau, die einer anderen auf ihrem Handy, das Cover eines, ihres bei “Residenz” erscheinenden Buches zeigte.
Was mich gleich neugierig machte, denn die “Residenz-Herbstvorschau” ist ja gestern zu mir gekommen. Ich kannte die junge Frau aber nicht, rätselte dann aus dem Programm, das das vielleicht Elisabeth Klar sein könnte, denn deren Debutroman, der am 4. September oder so erscheinen soll “Wie im Wald” habe ich mir ja schon bestellt.
Dann kam aber die 1986 geborene Autorin mit den anderen, dem Moderator und Manfred Müller aus dem Autorenzimmer und Manfred Müller erwähnte gleich, daß Elisabeth Klar auf dem Cover der Vorschau zu sehen ist und , daß von einigen anderen Autorinnen der jungen Literaturwerkstatt Wien bereits Bücher erschienen sind.
Von Nadine Kegele die “Annalieder”, von Laura Freudenthaler der Erzählband “Der Schädel von Madelaine”, ich habe von der 1984 in Salzburg geborenen Autorin, die auch die “Leondinger Akademie” besucht hat, Texte in der “Gute-Gründe-Anthologie” gelesen, die mir ja Luis Stabauer im Herbst so freundlich überlassen hat, von Theodora Bauer “Das Fell der Tante Meri”, das Anna Jeller auf ihrer Facebookseite sehr lobte.
Sehr produktiv also die Literaturwerkstatt und diesmal stand sie auch unter einem besonderen Thema. Beziehungsweise wurde den Autorinnen ein Bild vorgegeben, das in der Gesellschaft projiziert war und sie sollten einen Text dazu schreiben.
Semier Insaif brachte dazu zwei gegenseitige Meinungen, verriet nicht, von wem das Bild war, auch die Autorinnen schienen es nicht zu wissen und befragte die jungen Frauen vorher und nachher etwas zu den Begriffen “Überspringen” und “Übersetzen”.
Das Bild war eines, das mir Anfangs gar nichts sagte, eine braune Fläche mit ein paar Pinselförmigen Farbkleksen. Die anderen scheinen ein Gesicht darin gesehen zu haben, mir blieb das verborgen und Laura Freudenthaler, die erste Leserin, erzählte, daß sie Weite und Offenheit gesehen hätte und danach an einem längeren Text, an dem sie schon geschrieben hat, weitergearbeitet hat und der war sehr interessant, ging es darum doch um ein Leben auf dem Land und den “Karl Müller Hof”, wo eine Anna einheiratet, die ein armes Kind gewesen ist, die ihren Vater immer weinen sah, weil er seinen Lohn vertrank, während die Mutter schweigend nähte oder stopfte. Dann kam der Wagner Josef holte sie und es gab bald drei Kinder, zwei Buben und das Fannerl, die von einer Magd beaufsichtigt wird, beziehungsweise sich unter dem Tisch versteckt, während die Mutter in der Küche Teig rührt. Da hätte ich noch eine Perspektive zu dem braunen Untergrund gesehen, sonst aber keine Assoziation zu dem Bild gehabt.
Semier Insaif fragte nach Einfällen und die Zuhörer sahen das Gesicht und Vogelpersepektive auf das Dorf, interessant, interessant.
Ich hätte das Bild abstrakt beschrieben und mir das eigentlich auch von der Veranstaltung, ist ja auch Semier Insaif ein eher abstrakter Lyriker, erwartet.
Die zweite Leserin war Katrin Premtshofer, 1980 geboren und Kunsttherapeutin, die viel mit Figurentheater macht.
Sie hat ihren Text “Max und Eva” genannt und beginnt damit, das Eva die Wohnung nach einem Streit mit Max verläßt, sie hinterläßt ihm einen Brief, den er nie bekommt, da die demente Nachbarin das Essen am Herd stehen läßt, so daß das Haus abbrennt. Max kommt zurück, sucht Eva und kann sie nicht anrufen, da sein Handy in der Wohnung ist und sie sucht ihn dann auch und die Beziehung geht vielleicht weiter oder nicht.
Interessant interessant, die zwei erzählenden Texte und das Feuer hat mich auch irgendwie angesprochen, obwohl die Klekse auf dem Bild höchstens orange waren. Die Zuseher sahen jetzt Treppen und Semier Insaif, der ja auch Coach und Trainer ist, machte darauf aufmerksam, wie die Wahrnehmungen täuschen beziehungsweise wechseln und eine ältere Dame bedauerte, daß das alles so gegenwärtig sei, sie würde den Tod vermissen, der kam dann mit Elisabeth Klar, wo einer im Schützengraben zu liegen scheint. Jedenfalls hört er die Schüße der Russen und Schritte, stellt sich tot, wird am Arm erfaßt, in seinen Mund wird auch gegriffen und schließlich handelt es sich um eine Schädelverletzung. Er liegt im Krankenhaus und wacht allmählich auf. Sehr sehr spannend die wechselnden Perspektiven, was das mit dem Bild zu tun hat, habe ich wieder nicht verstanden, die Zuhörer sahen aber den Schützengraben und einer Dame fiel Remarques “Im Westen nichts Neues” ein, an das ich auch gedacht habe und an Felix Mitterers “Sibirien”, was ich in der Verfilmung mit Fritz Muliar ja öfter den Pflegehelferinnen bei den diesbezüglichen Umschulungen im ehemaligen Geriatriezentrum Wienerwald zeigte.
Dann kam wieder Semier Insaif und deckte auf, daß es sich um ein 1934 gemaltes Bild eines Russen handelte, das John Cage um fünfundzwanzig Dollar kaufte, der es “Mediation” nannte und das sehr klein war, weil er an Arthritis leidend, nur mehr mit zwei Händen malen konnte.
Spannend, spannend, was ein so ruhiges Bild alles auslösen kann. Ich hätte wahrscheinlich eine Pinselgeschichte geschrieben oder nur beschrieben, aber die jungen Frauen der jungen Literaturwerkstatt sind sehr erzählend und sehr phantasiereich, was ich, die ich mich ja in den Neunzehnsiebziger- und Achtzigerjahren, als ich zu schreiben begonnen habe, unter den Experimentellen, die damals die Literaturszene beherrschten, sehr eingeschränkt gefühlt habe, sehr erfreulich finde.

Am Anfang war das Wort

“Am Anfang war das Wort”, “Denn am Sabbat sollst du ruhen”, die 1947 geborene und 2005 verstorbene israelische Schriftstellerin Batya Gur verwendet für ihre Krimis biblische Zitate und die Literaturwissenschaftlerin und Gattin eines Psychoanalytikers, wählt auch die diesbezüglichen Sujets. Beim “Sabbat” war das psychoanalytische Institut der Ort, wo der Mord geschah, beim “Am Anfang war das Wort” geht es zu den Literaturdozenten an die Universität von Jerusalem und da ist Batya Gur eine, die alles sehr genau und ausführlich erzählt. So beginnt es mit einem Fakultätsseminar und wird für die, die sich vielleicht nicht so für Literatur, beim “Sabbat” für die Psychoanalyse interessieren, ein wenig langweilig, denn da wird über die Literatur diskutiert und gestritten, beziehungsweise in die Psychoanalyse eingeführt.
Beim “Wort” geht es um die Frage, was ein gutes Gedicht ist und da ich mich ja sowohl für die Psychotherapie als auch für die Literatur interessiere, habe ich beide Krimis sehr spannend gefunden. Plagiate interessieren mich ja auch, wenn ich mir am Anfang vielleicht ein wenig schwer tat, die wirklichen Dichter von den ausgedachten zu unterscheiden.
Aber Batya Gur ist eine, die wirklich alles sehr genau beschreibt und so schildert sie die Intrigen des Jerusalemer Literaturbetriebs so, wie sie auch ein uns ablaufen könnnten….
Da wird also über Literatur diskutiert in dem Institut für hebräische Literatur und da gibt es einen Professor mit dem Namen Scha`ul Tirosch, mit den Namen tat ich mir auch recht schwer und der ist ein interessanter Typ, nämlich ursprünglich in Prag geboren und über Wien nach Israel gekommen, ein bekannter Dichter und ein Frauenheld, ja richtig über Sex geht es in dem Krimi auch und da ist Scha`ul einer, der, obwohl er ja nicht mehr jung sein kann, immer eine Schale rote Nelken im Eiskasten stehen hat und die steckt er dann an und verführt sämtliche Sekretärinnen, Studentinnen, Dozentinnen und die Frauen des Institutspersonal.
So hat er mit der Frau von Tuwja Schaj was und mit der von Ido Duda` auch.
Einen Polizisten gibt es auch, das ist Michael Ochajon, der auch einmal Literatur studiert hat und der hat eine Beziehung zu einer verheirateten Frau und einen Sohn, der tauchen lernt und der starke Inspektor hat auch ein geheimes Makel, er hat nämlich Angst, um seinen Sohn und darum begleitet er ihn auf den Tauchkurs und wird dort Zeuge, wie der junge ehrgeizige Dozent Duda`j aus dem Wasser gezogen wird, weil in seiner Sauerstoffflasche Kohlenmonoxyd war.
Am Montag darauf findet man im Institut den Verführer tot in seinem Zimmer und Ochajon kommt, um alle zu verhören. In Israel wird man offenbar auch an einen Lügendedektor, eine Methode, an die ich nicht glaube, festgeschnallt und Ochajon verhört mit Wonne alle Verdächtigen und sonstigen Institutsmitglieder.
Da gibt es die Sekretärin und ihre Gehilfin, die eigentlich Psychologie studiert und über Zwangserkrankungen schreibt und eine wunderschöne Assistentin, die so labil ist, daß sie gleich in Ohnmacht fällt und sich nur an der Seite ihres Rechtsanwaltes verhören lassen will.
Sie hat auch ein Geheimnis, war sie doch einmal mit Tirusch verheiratet, dann hat er sie zur Abtreibung gewzungen und fallengelassen, lächerlich hat er sie auch überall gemacht und schlechte Gedichte hat sie auch geschrieben, was ihn aber nicht daran hinderte, sie in seinem Testament zur Erbin zu machen. Dazwischen geht Ochajon noch in die Vorlesung von Tuwja Schaj, der biblische Vergleiche zu den tatsächlichen Morden anstellt.
Bücher liegen auch überall herum, nämlich die eines Anatoli Ferbers, der im Gulag seine Gedichte schrieb und da war ich mir Anfangs nicht sicher, ob es den nicht wirklich gegeben hat und einen Vorstand, nämlich Professor Klein hat das Institut auch, der ist erst am Sabbat oder war es schon am Donnerstag vorher aus Amerika zurückgekommen und dort war auch der junge Dozent auf einen Forschungssemester, hat einen Rechtsanwalt besucht und ist sehr verändert zurückgekommen.
Ochajon ermittelt weiter, kommt auf eine außereheliche Beziehung des netten Professors drauf, der sich so fürsorglich um die labile Ja`el Eisenstein kümmert und auch den Inspektor bekocht. Aber dann war es doch nicht der Sex, sondern, daß Duda`j Tirosch auf ein Plagiat draufgekommen ist, der füllte das Kohlenmonoxyd in die Sauerstoffflasche, um nicht geoutet zu werden und Dozent Schaj, der dem Meister sogar das Verhältnis zu seiner Frau verzieh, ist enttäuscht und mußte morden.
Ein sehr bedächtiger und wahrscheinlich anspruchsvoller Krimi. Wenn man Vergnügen an der Literatur hat, wird man ihn gerne lesen.
Im Internet habe ich Rezessionen gefunden, wo sich die nicht so interessierten langweilten und das “Wort” für den schwächsten Gur Krimi halten. Das würde es auch nicht so sagen, aber ich bin ja an der Literatur und, wie der Betrieb so läuft sehr interessiert. Trotzdem habe ich ein ganzes Wochenende an dem Buch gelesen, denn eines in das man schnell hineingezogen wird, ist es wahrscheinlich nicht.

Senta bremst ein

Dank Nora Edelsbachers freundliche Sendungen, kann ich mich jetzt ein bißchen auf die Neuerscheinungen der “Edition Keiper” konzentrieren und dabei steirische Literaturtalente entdecken oder besser kennenlernen.
Die 1968 geborene Kunsthistorikerin Bettina Messner beispielsweise, die am Kulturamt der Stadt Graz und an der Franzens-Universität tätig war und jetzt ihren ersten Erzählband herausgegeben hat. An die dreißig Kurzgeschichten, über die Andrea Wolfmayr, mit der ich ja vor kurzem in der “Alten Schmiede” gelesen habe, schreibt, daß “So die Wirklichkeit noch nie erzählt wurde!”
Und wenn ich mich auch vor Übertreibungen hüten möchte, denke ich dennoch, daß Ton und Themen sehr eindrucksvoll sind und Bettina Messner wahrscheinlich viel über das Leben rusümiert, einen scharfen, gnadenlosen, aber auch teilweise resignierten Blick darauf hat und dann darüber und die kleinen und auch größeren Dinge, die einem im Laufe desselben so passieren, dichtet, über die prekären Verhältnisse, die einen nur in befristete Dienstverhältnisse zwingt, beispielsweise, aber das kommt erst später, in der “Deadline” sozusagen. Zuerst geht es in den “Strandkorb” und da sitzt eine mit dem Buch einer befreundeten Autorin in der Hand und denkt über sich und die versäumten Gelegenheiten, die ja in dem ganzen Buch ihre Rolle spielen, nach.
Dann hat das Ich und da wären wir wieder bei der Frage nach der Autobiografie und wie versteckt oder offen die auftreten kann, darf und sollte, irgendein Stipendium in Ost oder Norddeutschland und geht nachts mit dem zynischen Studenten Alexei, der seinen Humor, “bei der Armee, als er am Boden lag”, erlernte, Walnusseis essen.
Danach wird eine “Vernissage”, wie wir sie wohl alle mehr oder weniger kennen, mit dem scharfen Blick gezeichnet. Die Mutter der jungen Künstlerin steht am Eingang und stellt sich allen strahlend vor, dann beginnt sie sich zu betrinken, während der Lehrer und Entdecker, die Laudatio hält, die Schnorrer nach Begünstigungen fragen und nach dem Buffet wir auch geschielt. Am Ende wurde kein einziges Bild verkauft, der Professor macht sich an die junge Künstlerin heran, die bringt die schwankende Mama nach Hause und beschließt nie mehr auszustellen.
Die versäumten Gelegenheiten und die prekären Arbeitsverhältnisse kommen auch im “Schreienden Tarzan” vor, denn da trifft eine im Zug, eine vergangene Liebe, als sie vorübergehend zu ihrem befristeten Arbeitsplatz an den Ort, wo sie aufgewachsen ist, zurückgekommen ist und die schon erwähnte “Deadline” ist auch so eine Geschichte, die im Gedächtnis bleibt.
Die Frau Professor ruft an, das ganze wird im Dialog erzählt, spricht von der Deadline und von Veränderungen des wunderbaren Artikels über die besagten prekären Arbeitsverhältnisse im Liberalismus, aber eine Stelle passt noch nicht und muß geändert werden. Die Erzählerin kann nicht zur Sitzung kommen, ist aber natürlich, wie erwartet ständig mailbereit und ruft ein Monat später wieder an, um zu erfahren, daß der Artikel verändert gebracht wurde, weil sie statt bei der Sitzung in der Intensivstation bei ihrem sterbenden Vater war und zehn Jahre später steht sie am Grab der Professorin, die ihre Pensionierung, wo sie endlich leiser treten wollte, doch nicht so genießen konnte.
Wie wahr und leider wahrscheinlich sehr alltäglich, aber so erzählt, daß es im Gedächtnis hängen bleibt. Genauso geht es in “Weißt du noch? oder der Lampenschirm”, weiter.
“Weißt du noch, wie ich auf den Lampenschirm geschaut habe?”, damals zu Weihnachten, als sie nicht bei den Eltern feierte, sondern zu dem offenbar russischen Professor fuhr, der stellt ihren Koffer bei sich ab und geht mit ihr Tee trinken und dann taucht eine Studentin auf, fachsimpelt mit dem Mann und sie sitzt daneben und starrt die Lampe an…
“Nackt Gänseblümchen pflücken”, ist eine Abrechnung der um 1968 geborenen, für die große Revolution zu jung, für den Neoliberalismus zu alt, also einklemmt zwischen der Generation der Älteren, die ihre Kriegstraumatisierungen an die Kinder weitergeben und die von ihren Kindern auch nicht wirklich verstanden werden und das “nackt Gänseblümchen pflücken”, bleibt ein Traum, der nur im stillen Zimmer in den Nächten ausgelebt wird.
Der Vater war wohl so ein traumatisierte Angehöriger der Kriegsgeneration, einer, der mit seiner Familie in den Fünziger- und den Sechzigerjahren, als schon alles besser wurde, nach Italien fuhr und darauf hoffte, sich auch einmal “den Teller mit den komischen Nudeln in einem Ristorante leisten zu können”.
Da hat er gemalt, später hat er es aufgegeben und die zur Pensionierung geschenkt bekommenen Farben nie mehr angerührt.
Und “Mezzo” handelt vielleicht von den Schulerfahrungen. Da begegnen wir auch auf Seite einundsiebzig zum ersten Mal einer Senta, einem Schulmädel, das von der ehrgeizigen Musiklehrerin für den Wettbewerb in der Großstadt ausgewählt wird, dadurch die Häme ihrer Mitschüler zu spüren bekommt, nicht gewinnt und als ihre Stimme ein bißchen tiefer wird, in die zweite Reihe, zu den “Mezzos” gestellt wird.
Sex und Crime oder das sich lustig machen darüber, gibt es in der Geschickte mit dem nackt bügelnden Minister auch und Auseinandersetzungen mit der Mutter in ihrem Fertigteilhaus, die als eine erste in der Gegend Fertigmenüs kochte und die Tochter beim Schwimmen hindern will, dann kommt der Tod und kennt die “Lebende” noch nicht, die Eltern, die Freunde, hat er schon geholt, aber sie kann noch eine Weile schöne Muscheln in ihre Tasche packen und die Geschichte, wo die Sechzehnjährige das erste Mal mit Freunden und dem in den sie verliebt ist, auf eine Hütte geht um Silvester dort zu feiern und prompt eingeschneit wird, gibt es.
Zuletzt treffen wir die Senta wieder und es wird, was sich durch das ganze Buch ein bißchen durchzieht, schreibtechnisch, denn die Geister scheiden sich an der Frage, ob es jetzt “Senta bremst ein” oder “Senta gibt Gas” heißen soll, was ja “auch nicht schlecht klingt!”
“Wenn du wirklich meinst…Soll ich mir das für das nächste Buch notieren?”, fragt scheinbar zögernd die Autorin.
Der Frauenpower und um des feministischen Selbstbewußtseins wegen würde ich unbedingt dazu raten!
Und wenn man das Buch mit Wolfgang Pollanz “undankbaren Kindern”, das ja auch von dem Aufwachsen in den Sechziger-und Siebzigerjahren erzählt, kann man sehr schön den Unterschied zwischen dem weiblichen und dem männlichen Schreiben bemerken, auch wenn da oft behauptet wird, daß es den nicht gibt, was ich nicht glaube!