Das schrieb einer 1914 aus dem Krieg und ist ein paar Wochen später gefallen und die Wien-Bibliothek hat sich heute in ihre zweite Ausstellung und Katalogpräsentation bezüglich world war one begeben.
Sehr viele Reservierungen und sehr viele Prominente, die ihre Plätze suchten. Peter Rosei, Helmut Peschina, Alexandra Milner, ect.
Eine der Herausgeber wies auf die Plätze und teilte die Kataloge aus, denn der Katalog schien sich aus verschiedenen Stiftungen von Nachläßen von Bildern und Briefen der Großväter zusammenzusetzen.
Eine Radioreihe “Betrifft 1914” wird es im Juli und August, wenn dann die aktuellen Daten nahen im Ö1 auf Marcel Atze des Leiters der Handschriftensammlung und Helmut Peschina geben. Es gab gleich ein Hörbeispiel, bevor Sylvia Mattl-Wurm in die Ausstellung einleitete. Dann gab es Briefe, beziehungsweise Postkarten von Wiener Kindern, die 1914 angewiesen wurden zu Weihnachten an die tapferen Soldaten an die Front zu schreiben und für sie zu beten und sehr viele Kriegserlebnisse Prominenter sind in dem Katalog erwähnt, der sich nach einer Anregung von Roda Roda, der für den Krieg Berichterstattete, in mehrere Abteilungen gliederte: “Aufzeichnen, dichten, fotografieren, Gefangen, kommunizieren, lesen, lieben, malen, mustern, versorgen, pflegen, sterben, verweigern und zensieren”.
Der kleine Hans Weigel hat an seinen Vater sechs Jahre in die Kriegsgefangenschaft geschrieben und sogar für ihn gedichtet. Stefan Zweig war Berichterstatter, Karl Kraus hat sich diesbezüglich in der “Fackel” und in den “Letzten Tagen der Menschheit” engagiert und die Wien-Bibliothek hat das alles in einem umfangreichen Katalog archiviert und im Ausstellungskabinett die Originale ausgestellt.
Die Schwestern Elise und Helene Richter, die im zweiten Weltkrieg umkamen, schrieben Briefen beziehungsweise lieferten sie Entwürfe für einen Kinderspielzeugssanitätshund und das Leben in Wien war bald schwer, weil das Brot, die Kartoffeln und die Kohlen rationalisiert und ein Arzt, der später gefallen ist, erregte sich über die feigen Offizieren, die sich, um den Russen zu entgehen lieber ihre alten Geschlechtskrankheiten auskurieren ließen, statt zu kämpfen.
Über das Leben im Jahr 1914 habe ich ja schon im letzten Jahr gehört und bei “Rund um die Burg” gab es ja auch einen “Ersten Weltkrieg-Schwerpunkt”.
Berta von Suttner, die kurz vor dem Ausbruch starb, wird demnächst gefeiert werden und nächste Woche wird es noch eine diesbezügliche Installation in der Wien-Bibliothek geben.
Jetzt gab es wieder Brot und Wein und ein paar Smalltalkgespräche, aber die Prominent redet ja nicht mit mir und von den Stammbesuchern waren nur wenige da.
Die Ausstellung war aber interessant und ich habe in Harland in einer Schachtel auch ein paar Feldpostkarten meines mir unbekannten Großvaters aufbewahrt, die ich heraussuchen und anschauen sollte.
Ebenso gibt es da ein kleines Büchlein, das ich mir ungefähr 1982 kaufte und auf einen Spaziergang auf den Kahlenberg mitgenommen habe, Briefe von Soldaten aus dem Krieg an ihre Mütter, Bräute etc und dann habe ich einmal in einem der Literaturkalender, die mir der Alfred immer so getreulich schenkt, ein Gedicht von einem Alfred Lichtenstein, einen 1889 geborenen expressionistischer Dichter gefunden, das mich sehr beindruckt hat und das ich auch bei einer Lesetheaterveranstaltung zum Thema “Frieden” an einem 26. Oktober auf dem Helden oder Maria Theresiaplatz vorgetragen habe.
“Abschied” heißt es.
“Vorm Sterben mache ich noch mein Gedicht. Still, Kameraden stört mich nicht. Am Himmel brennt das brave Abendrot. Vielleicht bin ich in dreizehnt Tagen tot.”
“Alfred Lichtenstern ist am 25. September 1914 bei Vermandovillers gefallen”, ist dann noch daruntergestanden.
“Im Westen nichts Neues”, das wiederaufgelegt wurde, habe ich selbstverständlich auch gelesen.
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Mein Stifter
“Portrait eines Selbstmörders in Spe und fünf Photografien”, lauten Titel und Untertitel eines kleinen vom “Büchner-Preisträger” Arnold Stadler geschriebenen Büchlein, das 2005, zum zweihundertsten Geburtstag des oberösterreichischen Dichters erschienen ist und das ich vor eineinhalb Jahren in der “Thalia Abverkaufskiste” fand.
Habe ich schon geschrieben, daß ich zu Adalbert Stifter ein besonderes Verhältnis habe, so daß ich vielleicht auch ein diesbezügliches Buch schreiben könnte?
Das ist jetzt ein wenig übertrieben. Aber in meiner Studentenzeit habe ich viel Stifter gelesen und in der Schule den “Bergkristall”.
Den “Nachsommer” gabs im Bücherschrank meiner Eltern, ich habe ihn gelesen und wahrscheinlich ebensowenig verstanden, wie den “Mann ohne Eigenschaften.”
Und dann gab es ja die kleinen gelben “Goldmann-Taschenbücher” mit den “bunten Steinen” und all den anderen Stifter Erzählungen, die der Herr Hofrat nicht Romane nennen wollte. Die habe ich gelesen, im Sommer 1975, als ich mich von meiner Freundin Elfi verabschiedete und mit Sack und Pack und Stifterbüchern in das Haus am Almweg aufbrach, um dort den Sommer zu verbringen.
Nach ein paar Tagen habe ich das abgebrochen, den Stifter aber weiter gelesen und mir auch den “Witiko” gekauft, wars noch in der legendären Buchhandlung “Herzog” oder war es schon der Nachfolger oder ganz woanders?
Gelesen habe ich die Trilogie noch immer nicht, jetzt aber auf meiner Leseliste und weil ich, während meines Psychologiestudiums doch vereinzelt Germanistik-Vvorlesungen besuchte, war ich auch einmal in einer von einem alten Herrn, der sich als Stifter Fan outete.
Jetzt ist es um den großen Oberösterreicher ein wenig still geworden, denke ich, 2005 hatte er aber seinen Geburtstag und da gab es auch Kurt Palms Film “Der Schnitt durch die Kehle” und jetzt das Buch des Büchner-Preisträgers, von dem ich “Eines Tages, vielleicht auch nachts” und “Ein hinreißender Schrotthändler” auf meiner Leseliste habe und es wirft einen sehr eigenwilligen ungewöhnlichen Blick, auf den beleibten Mann, dem Schulinspektor und den Erfinder des “sanften Gesetzes”, das mich noch heute bewegt und vielleicht auch Leitbild meines Schreibens ist:
“Weil wir schon einmal von dem Großen und dem Kleinen reden, so will ich meine Ansichten darlegen, die wahrscheinlich von denen vieler anderer Menschen abweichen: Ein ganzes Leben voll Gerechtigkeit, Einfachheit, Bezwingung seiner selbst.. verbunden mit einem heiteren gelassenen Sterben halte ich für groß, mächtige Bewegungen des Gemütes, die Begier nach Rache den entzündenden Geist der nach Tätigkeit ukmreißt änder zerstört.. halte ich für mich größer, sonder für kleiner , da diese Dinge so gut nur Hervorbringungen einzelner Kräfte sind, wie feuerspeiende Erdbeben.”
Zuerst beginnt es aber mit einem Gedicht des Autors.
“Als wäre das Leben eine Winterreise und ein Rasiermesser ein Schmerzmittel”
Dann gibts eine “Notiz” und als “Einleitung “Die Photographien”, von denen das erste das ist, das glaube ich, auch das Cover eines der Bände meines Schuldeutschlesebuches zierte. Die Stifter, die dann folgen, werden immer dünner, am Schluß gibt es die Totenmaske und dazwischen Arnold Stadlers Betrachtungen, über die Freß- und Trinksucht des Meisters, die er immer wieder dem heutigen Fastfoodkult gegeüberstellt.
Ob Adalbert Stifter Chips gegessen hätte, während er an seinen “Witiko” schrieb? Vielleicht kommt das schon im ersten Teil vor, wo Stadler “Seinen Stifter” beschreibt, also eines Abriß seines Lebens gibt, Briefe oder Speisezetteln des Meisters, der gleich einmal zwei Tauben hintereinander gegegesen hat und ein paar Forellen, gibt es auch.
Am 23. Oktober 1805 ist Adalbert Stifter im südböhmischen Böhmen am Rande des Böhmer-sowie des bayrischen Waldes geboren. Er ging nach Wien studieren, schloß nie ab, vorher war er in einer Klosterschule und sollte vielleicht ein heiliger Herr werden, hatte in Wien Beziehungen zu zwei Frauen und heiratete seine Amalie erst, als die andere einen anderen genommen hat und daraufhin im Kindbett starb.
Diese Amalie soll sehr streng gewesen sein und die Ziehtochter ins Wasser, in die Donau, getrieben haben.
Stifter wurde Schulinspektor, schrieib seine Werke, wurde depressiv und krank und starb dann 1868 durch den berühmten Schnitt durch die Kehle.
Der zweite Teil ist dem “Nachsommer” gewidmet, ein Buch an dessen Inhalt, ich habe es mit circa zwanzig gelesen, kaum mehr erinnern kann, das, wie ich nach der Stadler Lektüre daraufgekommen bin, mich aber sehr geprägt haben muß und es mir offenbar auch als Vorbild für meine eigenen Schreibvorstellungen diente.
Arnold Stadler gibt eine kurze Inhaltsangabe. Das Buch beginnt mit dem Satz “Mein Vater war ein Kaufmann” und ein junger Mann kommt auf einer Wanderung, zum Rosenhof, wo ein alter Mann lebt, um ein Leben lang dort zu bleiben. Im Nachbarhaus wohnt die ehemalige Geliebte oder Jugendschwarm des alten Mannes, die er nicht heiratete, weil die Eltern dagegen waren, jetzt wahrscheinlich verwitwet, mit zwei Kindern, die der alte Mann erzieht.
Ein Entwicklungs-Bildungs-Erziehungsroman, der Hebel nicht gefallen hat, andere Größen waren von ihm, wie ich begeistert und Stadler meint, daß sich Stifter, dessen Leben nicht so harmonisch verlief, er war, als er das Buch sehr rasch schrieb, über Fünfzig, sehr dick, in Geldnöten und seine Ehe war auch nicht sehr gut, denn die gute Amalie offenbar sehr ungebildet und hat angeblich auch seine Bücher nicht gelesen, damit eine Wunschbiobgrafie erschrieb, ein Märchen vom schönen Leben, in dem Rosen und andere Idyllen eine Rolle spielen, was man mir auch schon vorgeworfen hat.
Es geht auch um den Käfermarkter Altar, der in dem Buch eine Rolle spielt und um Stifters Meeressehnsucht, die sich während des Schreibens offenbar auch erfüllt hat.
“Selbst den Nachsommer, so deutsch er ist, hätte ich anders gemacht, wenn ich ihn nach dieser Reise geschrieben hätte.
Ich müßte, könnte den “Nachsommer” ein zweites Mal lesen, werde das angesichts meiner überlangen Leseliste aber höchstwahrscheinlich nicht tun, habe aber den “Witiko” noch vor mir, den ich mir sehr schwer zu lesen vorstelle, langweilig, steht irgendwo geschrieben, ich bin also sehr gespannt.
Im dritten Teil geht es zuerst um Briefe, die dann zu Thomas Bernhard, auch ein Stifter Kritiker übergehen.
Der “Nachsommer” wird mit den “Alten Meistern” verglichen und Arnold Stadler erzählt, daß er sich das Buch gleich nach Erscheinen gekauft und dann viel gelacht hat, jetzt kann er das nicht mehr und ich habe das ja auch beim letzen Satz, als der Held endlich ins Burgtheater geht, nachdem er ein paar hundert Seiten darüber resumiert hat und die Vorstellung, die er zu sehen bekam, natürlich eine “Fürchterliche” war, damals in der Bahnstation Hütteldorf, als ich mit der kleinen Anna auf den Zug nach St. Pölten wartete.
Was würde Thomas Bernhard zu den heutigen Burgtheaterskandalen sagen? Aber zurück zu Adalbert Stifter, denn, um dem geht es ja in dem Buch, der zweite Teil des dritten Kapitel ist dann noch einmal seinem Ende gewidmet und ich habe ein sehr interessantes Buch gelesen, das meine Stifter Kenntnisse wieder auffrischte.
“Das beste Stifter-Buch des Frühlings” hat Volker Weidemann am Buchrücken entschieden, der ist ja nun dabei und ich habe vor kurzem auch von Stifter gelesen, als ich nämlich den “kurzen literarischen Sommer” beziehungsweise den Nachruf auf Lutz Holtzinger las.
Wiedermal Margaretner Fest für Kunst und Kultur
2009 und 2010 habe ich ja im Amtshaus Margareten bei der “Margareten Art” gelesen, das zweite Mal für den Bezirksvorsteher offenbar zu lang, obwohl ich mich an die vorgegebene Lesezeit gehalten habe und sogar einen anderen Text ausgesucht habe, weil der ursprünglich angedachte, kürzer gewesen wäre, da hat er mich unterbrochen und mich offensichtlich, weil ich ihm widersprochen habe, nicht mehr eingeladen.
Jetzt gibt es eine neue Bezirksvorsteherin und ein neues Organisationsteam und die Absicht die Veranstaltung, wo bildende Künstler ihre Sachen ausstellen und ein paar Lesungen dazwischen waren, offensichtlich peppiger zu gestalten und ich muß sagen, es ist auch gelungen.
Im März oder so bekam ich die Einladung, daß das Thema “Grenzen” wäre und ich mich “bewerben” könne, ich dachte “Anna kämpft gegen das Vergessen“, würde passen und war eigentlich sicher, daß es nichts werden würde.
Dann wurde ich aber zu einer Vorbesprechung eingeladen, die war zwar ausgerechnet während der Mariahilfer Muttertagsfeier, aber intensiv, denn Susanna Wouk, die mit Mathias Pospisil, die Veranstaltung organisierte, hatte schon alles geplant, zeigte die Plätze her, wo was stattfinden würden, die Literaten bekamen beispielsweise einen Gemeinschaftstisch gleich bei der Bühne und sie mailte mir noch extra, um mir mitzuteilen, daß ich ein Plakat und eine Leselampe mitbringen solle.
Plakat habe ich keines, höchstens, das zu der “5 er Edition”, das an der Eingangstüre hängt, die Leselampe packte ich am Nachmittag mit neunzehn meiner Bücher ein, vier “Literaturgeflüstertextebücher”, fünfmal die “Dreizehn Kapitel”, fünfmal “Kerstins Achterln” und fünf “Beim Sterben sollte man zu Hause sein” und marschierte los, denn um vier gab es einen Sektempfang für die Teilnehmer.
Am Literatentisch hatten schon Harald Pesata und Ewald Broksch, die außer mir noch lasen, ihre Bücher ausgebreitet. Harald Pesata hatte aus der “5 er Edition” noch zwei mit humorigen Geschichten, die auch im “Hernalser Verlagshaus” erschienen sind, der mir bisher unbekannte Ewald Broksch, eines im “Arovell-Verlag” und noch anderes und hatte sie sehr professionell mit Lesezeichen, Visitenkarten etc aufgestellt.
Um fünf begann es dann mit einer Trommelperformance, ich glaube im Eingangsbereich wurde auch noch Zither gespielt und alles war sehr liebevoll dekoriert mit Blumen und Prospekten.
Die Bezirksvorsteherin eröffnete, erklärte das Thema “Grenzen”, das in den einzelnen Arbeiten und Aufführungen dann, glaube ich, auch wieder verschwunden ist.
Es gibt jedenfalls am Margaretengürtel eine gleinamige Installation und dazu wurde ein Film gezeigt und die Leute gefragt, wie das mit den Grenzen geht? Dann gab es eine Teppichfärbevorführung, wo schon nicht ganz klar ist, wo da die Grenzen liegen, aber interessant zuzuschauen war und um sechs kamen die drei Lesungen mit Zitherbegleitung.
Diesmal habe ich nur acht Minuten glesen, weil die erste Szene der “Anna” nur zweieinhalb Seiten hat und habe unter der Akustik sehr gelitten, denn es war sehr laut im Saal, weil von dem anderen, wo die Ausstellung stattfand die Gespräche hinüberkamen. Es gab zwar ein Mikrophon, aber da hatte ich starke Rückkopplungsgeräusche, die Lesung ist aber trotzdem gut angekommen. Ich wurde nicht unterbrochen, ein paar Frauen haben mich beim Buffet, das um sieben eröffnet wurde und sehr gut war, Brötchen hat es schon um vier gegeben, jetzt gab es noch Schnitzel, sehr viel Süßes, Obst ect, darauf angesprochen.
Julija Rabinowichs Mutter, die auch zu den Margaretner Künstlern zählt, hat mir ein Buch abgekauft, mit ihr habe ich mich sehr lange unterhalten und dann gab es noch eine Trommelvorführung, diesmal mit Erwachsenen, die sehr laut und schwungvoll waren und dann noch zwei Konzerte.
Gut besucht war die Veranstaltung auch, obwohl die Bezirksvorsteherin da gar nicht sicher war, schade zwar, daß nur sehr wenig Literatur ihren Platz hatte, gibt es ja viel mehr Margaretner Literaten, wie Edith Kneifel, beispielsweise, die ja einen Krimi über das Schloßquadrat geschrieben hat und dann noch eine Geschichte “Tatort Silberwirt”, die in der Anthologie “Tatort Beisl” enthalten ist und ich am Heimweg in einem Sonderdruck im “Wortschatz” fand, Friederike Mayröcker, Julyia Rabinowich, die im ersten Jahr gelesen hat und noch viele andere. In der “5er Edition” sind einige vertreten. Dagmar Fischer, El Awadalla, Traude Korosa, Ronald Pohl und Elisabeth Chovanec, die in den letzten Jahren gelesen hat, fallen mir noch ein.
Aber vielleicht wird das im nächsten Jahr anders, gab es ja Feedbackbögen, die man ausfüllen konnte und die Musikdarbietungen waren schon mal eine spannende Ergänzung und so war es ein gut besuchtes Fest, mit vielen Extras, da die Organisatoren auch Verbindungen zur Wirtschaft suchten und man die vielen Margariten, die in großen Töpfen standen, nachher mitnehmen konnte.
Stunde der literarischen Erleuchtung und engagierte Sprache
Die “Poliversale 8″ begann mit einer “Stunde der Literarischen Erleuchtung” und da meine Abendstunde verschoben wurde, konnte ich mir Herbert J. Wimmers Präsentation von Helmut Heißenbüttels “Textbuch 8” mit Texten von 1981-1985 anhören und wußte von dem von 1921-1985 gelebt habenden deutschen Dichter nicht viel mehr, als daß ich einmal ein Buch von ihm im Schrank gefunden habe, das ich noch auf meine Leseliste setzen muß.
Kurt Neumann begann aber gleich zu erklären, daß er ein experimenteller Dichter sei, eine Ausstellung von Bildern zu seinen Texten gab es in der Zeitschriftengalerie auch und Herbert J. Wimmer projezierte im Schmiedesaal bildnerische Arbeiten von ihm, die eine Zeitlang in Literaturhäusern ausgestellt waren.
Dann las er aus dem Band aus den Achtzigerjahren, den es noch zu kaufen gibt, dreizehn Gedichte, weil Heissenbüttel eine Liebe zu der ungewöhnlichen Zahl Dreizehn hat, vor der sich die Menschen fürchten und erklärte, daß das Buch in drei Teilen gegliedert sei und seltsamerweise, gab es einige von den Texten, die sich reimten, andere hatten eine starke Sprache, wie das “Gedicht von der Onanie” und Heißenbüttel hat auch immer wieder Erklärungen gegeben, wie das mit seiner Selbstenthüllung oder Selbstdarstellung wäre, die er betrieb.
Interessant den Zugang zu einem mir bisher fremd gebliebenen Dichter zu bekommen, dessen Namen ich höchstens einmal in der Schule oder sonstwo hörte. Es waren ein paar Stammgäste aus der experimentellen Dichterszene da, wie Rosa Pock zum Beispiel und Kurt Neumann wies auf Zusammenhänge auf die beiden jüngeren Dichter hin, die nach einer halben Stunde Pause folgten.
Stefan Schmitzer und Steffen Popp. Stefan Schmitzer kenne ich davon am besten, ich glaube von einem der ersten Volksstimmefeste, über die ich bloggte, dann war ich einmal auf einer seiner Lesung um Museumsquartier, in der “Gesellschaft für Literatur” als er mit Helwig Brunner die Poetik erklärte und wahrscheinlich noch bei anderen Gelegenheiten. Ein sehr engagierter Dichter mit einer starken Sprache und auch einer starken Darstellungskraft, die fast etwas Slamartiges hat, der Finger spricht die Gedichte, die sehr rhythmisch und melodisch sind, immer mit und der bei “Droschl” erschienene Gedichtband heißt “scheiß sozialer frieden”, sehr stark und stimmig, er las aber auch noch neuerer Gedichte von einem E-Book Reader und machte es in seiner starken Darstellungskraft dem nach ihm folgenden Steffen Popp etwas schwer, den ich von seiner Bachmannpreislesung aber nicht als Lyriker kannte, er hat aber schon eine Menge Gedichtbände, vier davon hat mir der Lehrer, den ich immer bei Lesungen sehe, zur Unterschrift gegeben, weil er in ein Konzert gehen mußte, so daß ich mit dem 1978 in Greifswald geborenen Dichter ein bißchen ins Gespräch gekommen bin, ihn fragte, ob er Kerstin Hensel kenne und wie lange er in Wien bleiben würde.
Am Mittwoch geht es mit der “Poliversale” weiter, aber da wird es sich für mich höchstwahrscheinlich nicht ausgehen.
Vier Monate Zeit fürs Schreiben
Der Sommer naht und das ist ja eine Zeit, wo ich mich in der Sommerfrische nach den Schreibwerkstätten sehne, beziehungsweise sie mir selber mache, weil ich ja jetzt weiß, wie das geht.
Es gab mal eine Zeit, lange vor dem “Literaturgeflüster”, wo ich diesbezüglich etwas ratlos war und nichts herausgekommen ist. Jetzt denke ich mir, ich nehme mein Rad fahre mit einem Buch und einem Block an der Traisen und beginne mit der Übung oder der Romanrecherche.
Und es passt ja auch zum Arbeitsstil. Die “Works on progress” werden fertig, das ist absehbar, der große Widerwillen beim Korrigieren “Das wird ja wieder nichts!”, ist weg, die Gedanken “Was ist das nächste?”, kommen schon und da hatte ich vor einiger Zeit die Idee mal eine Weile nichts anderes zu tun, als zu recherchieren, beziehungsweise auf der Straße einer Person mal ein bißchen nachgehen, sie beobachten und daraus eine Geschichte formen, die vielleicht auch zu was Längeren werden kann, wenn man mehrere solche Sequenzen miteinander verquickt.
Die Idee das in Wien zu machen und da vielleicht, den ersten Bezirk als Ausgangspunkt zu nehmen, folgte. Einen “Wiener Stadtroman” habe ich ja schon, aber vielleicht entsteht da was anderes Brandneues, das nicht nur immer über alte Menschen und von Büchern handelt?
Jetzt ist es Juni und ich werde wohl noch eine Zeit für das Korrigieren brauchen. Aber sollte ich irgendwann in diesem Monat, bis wir nach Harland gehen, was dieses Jahr ohnehin erst eine Woche später wird, fertigwerden, werde ich mir diese Stadtstudien vornehmen.
Im Juli und August ist das dann ohnehin etwas eingeschränkt, denn große Stadtrecherchen lassen sich in Harland und in St. Pölten ja nicht unternehmen, aber dafür die kleinen Geschichten, die kleinen Notizen, wie im letzten Jahr und wenn ich Pech habe, kommt irgendwann die Idee für das Nächste und bis ich im September wieder in Wien bin, habe ich keine Lust mehr für die Recherche, sondern schreibe, wie aufgezogen am Plot.
So wars im vorigen Jahr, vielleicht wird heuer wieder so, wenn nicht, habe ich mir den September als Stadtrecherchemonat eingeplant, denn da ist der Alfred mit dem Karl einige Zeit in China und da hätte ich Zeit für Wochenenden in der Straßenbahn, ich könnte auch zu dem Asia Shop in der Kettenbrückengasse gehen, mir von dort was besorgen und zu Hause sozusagen ein Buffet aufbauen oder ein literarisches Festessen veranstalten.
Und wie das so ist, beginnen die Ideen für das nächste schon zu sprießen, da bin ich jetzt ja immer sehr schnell, früher war das anders und habe die Valerie sehr bewundert, bei der das so war, jetzt kann ich das auch und schreibe, wie am Fließband, was vielleicht auch ein bißchen die Gefahr des Ausschreibens an sich hat, was mir Konstantin Kaiser unlängst wieder sagte, daß er diese Gefahr bei mir sieht. Ich weiß aber gar nicht, ob der so viel von mir gelesen hat, um das beurteilen zu können?
Jedenfalls habe ich den gestrigen Sonntag mir diese Skandaldebatten um Sybille Lewitscharoff und Elke Heidenreich, die es derzeit gibt, so angeschaut und da auch eine “Blaue Sofa Sendung” oder ein “Druckfrisch”, wo Wolfgang Herles oder war des Dennis Scheck Sybille Lewitscharoff danach fragt, ob sie jetzt etwas über Leihmütter schreiben würde.
“Das soll jemand anders tun?”, sagte die und da dachte ich “Warum nicht, über Adoptionen, Retortenbabies, künstliche Geburten oder Zeugungen und die darauffolgende Suche nach dem Samenspendervater oder der Leihmutter schreiben? Das hatte ich noch nicht und da könnte ich, um alles zusammenzulegen, in der “Inneren Stadt” spielen lassen und die Heldin, eine Valentina Schneeberger vielleicht, die sich auch den 13. 3. 2013 als Todestag festlegte, das war eine Idee, die ich schon hatte, vielleicht ist ihre Großmutter da gestorben oder was auch immer.
Die Ideen sprießen und die, mir jetzt ein viermonatiges Schreibestipendium zu vergönnen, wo ich literarisch besonders aufmerksam bin, ist auch ganz schön und die entsprechenden Notizbüchlein haben sich da auch schon angesammelt. Denn als ich am ersten Mai mit dem Alfred nach dem Fest im “Siebenstern” zu den Bücherschränken schaute, lagen da drei ganz neue ungebrauchte Notizbücher darin, zwei schwarze und ein kariertes. Das habe ich schon in Verwendung und nehme es mit, wenn ich am Abend in die “Alte Schmiede” oder woanders hingehe.
Jetzt kommen auch die Schreibnotizen hinein und da hatte ich auch einen ganz besonders aussagekräftigen Traum, den ich am Beginn meiner Schreibmonate stellen könnte. Es war allerdings ein Alptraum und ich war sehr erschöpft, als ich erwachte, denn ich hatte einen “Preis der Stadt Wien” bekommen und war auf dem Weg zur Verleihung und das war sehr kompliziert, weil ich da zuerst wieder nichts gefunden habe, was ich dazu brauchte, dann, weil ich schon so spät daran war, meine Tasche und meinen Schlüßel vergaß, dann war die Julia Danielczyck zwar auch nicht da, aber ich mußte mir erst einen Sitzplatz erstreiten. Ein Programmfolder, um nachzusehehen, ob ich wirklich die Preisträgerin bin, war auch nicht zu finden. Als dann die Honoratoren eintrafen und mir die Hand gaben und zuerst mit einem Einleitungsprogramm starteten, bin ich schnell weggegangen, um diesen Folder zu suchen und bin, glaube ich, nicht mehr rechtzeitig zurückgekommen…
Papa Freud läßt grüßen, natürlich, selbstverständlich, aber ein kleines bißchen sich selbst zu feiern kann nicht schaden und das mache ich mal mit meinen selbsternannten Schreibwerkstätten in den Sommerfrischen in denen man auch sehr gut recherchieren kann und da ist mir, da ich in der letzten Zeit kaum eigene Texte hatte, noch eingefallen, ich könnte in der Schreibesommerfrische auch ein bißchen dranbleiben. Mit Google nach Klagenfurt bzw. Stockholm gehen und dann pünktlich zum Bachmannpreis beziehungsweise zur Nobelpreisverleihung je ein Stadtportrait in das Netz zu stellen. Mein Beitrag zu der Frage, ob man über Orte schreiben kann, wo man nicht gewesen ist, man kann wahrscheinlich, denn Karl May und Bram Stoker haben das ganz ohne Google auch getan und wie man weiß ist ihnen das auch sehr gut gelungen.
Sanft entschlafen
Nun wird es etwas schwierig, denn ich habe über zwei Inhalte zu berichten, die sich ein wenig widersprechen, denn, als ich vor ein paar Wochen über Donna Leons “Sanft entschlafen” nachgooglete, das ich im Bücherschrank gefunden hatte und bald an die Lesereihefolge kam, bin ich auf den Film gestoßen, habe ihn mir angesehen und jetzt verschiedene Handlungen geboten bekommen und eigentlich zum ersten Mal die Erfahrung gemacht, daß der Film besser, als die Buchvorlage ist.
Ich habe ja schon einige Donna Leons gelesen und hatte bei ihnen eigentlich immer den Eindruck, daß sie etwas schwierig waren, beziehungsweise es, wie das so schön heißt, bei mir nicht so “richtig funkte”.
Bei den Filmen war das anders, da waren einige im Netz zu finden und ich habe sie mir einige Tage lang, wie besessen angesehen und sie sehr spannend gefunden. Nun denn einige Vorlagen dieser Filme stehen noch auf meiner Leseliste, mal sehen, ob ich beim Lesen eine ähnliche Erfahrung mache.
Also Commisssario Brunettis sechster Fall und jetzt weiß ich nicht genau, ob ich vom Buch oder vom Film berichten soll oder die Unterschiede der beiden aufzeigen? Der Film ist mir auch präsenter, wo die junge Nonne Maria Testa oder Schwester Immacolata am Morgen in dem von Nonnen geführten Pflegeheim in dem auch Brunettis Mutter lebt, den toten Signor Lerini findet und dann Brunetti auf der Straße anspricht und ihm die Krankenakten, der in dem Heim verstorbenen Patienten übergibt.
Im Buch kommt die Schwester in die Questura und hat das Heim schon längst verlassen, Brunettis Mutter ist ein Pflegefall und kommt, die in dem Film eine sehr lebendige Rolle spielt, nicht vor und Bruettis Tochter Chiara ist auch nicht in ihrem Religionslehrer verliebt, erlebt eine religiöse Phase, spielt zu Hause Choräle, über die sich die Großmutter beschwert, die aus dem Heim geholt wurde, damit ihr nichts passiert und wird erst geläutert, als sie die Erfahrung macht, der junge Religionslehrer ist schwul. Im Buch geht es um Don Luciano, der die Schüler eigentlich nicht unterrichtet, sondern den Mädchen an den Busen greift, eine hat sich sogar umgebracht, so wird er auf die Insel zu den Strafgefangenen versetzt.Im Film war es Maria Testas Beichtvater, der kommt im Buch zwar vor, ist in das Geschehen aber nicht verwickelt.
Um was geht es? Brunetti erfährt in dem Pflegeheim sind ein paar alte Leute gestorben, macht seine Besuche bei dem Bruder der Signora da Pre, der Tabakdöschen sammelt und das Testament anfechten will, in dem seine Schwester dem Heim eine Summe vermachte.
Die Schwester Immacolata, die sich sowohl an die Oberin, als auch an den Beichtvater mit ihrem Verdacht wandte, wird angefahren, im Buch saß sie auf einen Fahrrad, im Film war es ein Bus, sie liegt auf der Intensivstation und wird von der Polizei bewacht.
Die Geheimorganisation Opera Pia kommt vor und im Buch spielt die gar nicht so eine Rolle, da gibt es den Fall mit dem Religionslehrer, als Nebenhandlung, die Tochter des Signor Lerini ermordet in ihrem religiösen Wahn zuerst ihren Vater, dann Signor da Pre, der sie erpressen will und am Schluß versucht sie Maria Testa zu ersticken.
Im Film ist das Ganze, glaube ich, ein bißchen spannender aufbereitet und es spielt noch der Beichtvater eine Rolle, der Signora Laurinis Wahn benützte und am Ende strafversetzt wird. Die Nonne kommt für kurze Zeit wieder in das Altersheim zurück und Brunettis Mutter ist sehr froh darüber. In einem weiteren Film den ich gesehen habe, in dem es auch um Pflegeheime geht, verläßt sie das dann wieder und arbeitet als weltliche Krankenschwester.
Interessant, interessant, Comessario Brunettis sechster Fall, der, wie bei Donna Leon üblich ein brisantes Thema aufgreift und ebenso interessant, daß sich Buch und Film so stark unterscheiden können und, daß in diesem Fall der Film prägnanter, als die Buchvorlage zu sein scheint, ist ebenfalls sehr interessant.
Einige von Comissario Brunettis Fälle habe ich, wie schon beschrieben, gelesen, ein paar andere stehen noch auf meiner Leseliste, habe ich ja vor ein paar Wochen, den Schrank zufällig besucht, als eine Dame eine ganze Ladung solcher Bücher einräumte und die, die ich doppelt genommen habe, meiner Schwiegermutter gebracht, die mir auch von den Filmen erzählte, die ich dann später im Internet entdeckte.
Das “Venezianische Finale”, das ich vor langer Zeit im Fernsehen gesehen habe und dann las, habe ich auch wieder als Film, ich glaube sogar in einer Neubearbeitung gesehen, kann da aber nicht genau sagen, ob jetzt das Buch oder der Film besser war.
Wiedermal ein Wochenendbericht
Stammleser werden es vielleicht bemerkt haben, das “Literaturgeflüster” schleppt sich seit einiger Zeit so dahin, ich bemühe mich mit meiner Leseliste und den Rezensionsexemplaren, die zwischendurch eintruddeln, zurechtzkommen, gehe zu Veranstaltungen und trödle, was die “Brüderschaft” und die “Anna” betrifft, mehr oder minder dahin.
Bei der “Brüderschaft” ist jetzt die Vorschau ins Netz gegangen, ein paar Korrekturdurchgänge noch, dann könnte das Buch an die Druckerei gehen. Vielleicht ist es zur Lesung am 27. Juni im “Werkl” schon fertig, ich werde jedenfalls ein paar Stellen daraus lesen.
Mit der “Anna” gehts auch wieder, die große Unlust ist weg, die kleine bleibt und wird sich wohl auch nicht so einfach vertreiben lassen, denn die Frage, warum es ausgerechnet mir nicht gelingt, im Literaturbetrieb auf oder wenigstens etwas Beachtung zu finden, ist ja nicht so einfach zu beantworten.
Die Lust zu großen Schreibberichten fehlte also in der letzten Zeit. Ich machte meine Praxis, meine Abrechnungen, bin zu ein paar Fortbildungsveranstaltungen gegangen und habe zwischendurch nicht sehr oft Zeit für meine “Works on Progress” gefunden, habe getrödelt, beziehungsweise mich im Internet umgesehen und das ist ja auch sehr interessant, beziehungsweise ist mir da, bin ich daraufgekommen, in letzter Zeit auch so einiges entgangen.
Denn ich habe mich wieder mal bei “Die Leselust” auch ein sehr engagierter Blog umgesehen, da gab es ja vor kurzem eine Bloggerdiskussion, auf die ich noch eingehen werde und bin daraufgekommen, daß Elke Heidenreich, die, als ich zu Bloggen anfing, sich wegen Marcel Reich Ranicki mit dem deutschen Fernsehen anlegte, daher mit ihrer Sendung “Lesen” ins Netz abwanderte und sie bald darauf aufgab. Sie hat sich dann, wie ich hörte einem Musikverlag gewidmet, jetzt erfuhr ich, daß sie schon länger im “Schweizer Literaturclub”, moderierte und habe mir da ein paar Sendungen angeschaut, die sehr spannend waren.
Da scheint es ja einen Konflikt mit dem Chefmoderator Stefan Zweifel gegeben zu haben und wenn man sich durch die Sendungen durchguckt, merkt man, die können nicht miteinander, Elke Heidenreich redet, wie ihr der Schnabel gewachsen ist, schimpft auch mal über Sybille Lewitscharoff, die ja in letzter Zeit auch durch ihre starke Worte über Selbstmörder, “Amazon” und Retortenkinder aufgefallen ist oder sagt, daß sie Peter Handke, den Literaturgott nicht mag, dafür aber gerne Frank Schätzing liest. Ich denke da spricht sie vielen aus der Seele, auch wenn ich solche Beschimpfungen nicht mag und Stefan Zweifel ist eher der leise Intellektuelle und soll jetzt mit ihr Platz tauschen. Warum machen sie die Sendung nicht weiter miteinander? Es braucht ja vielleicht keinen Chef und diese kleinen Geplänkel zwischendurch waren auch ganz spannend.
Dann gab es letzte Woche eine Diskussion bei “Buzzaldrin”, ob Blogger Diletttanten sind und das kommt ja immer wieder und ist schon die wiederholte Diskussion, bei der ich auch auf einen Blog einer Österreicherin stieß, die sehr genau über die Buch Wien berichtete und auch einige Videos einstellte. Aber immer stößt man auf Beschwerden über die Selbstpublisher bei “Amazon”, über die sie sich ihre Rezensionsexemplare “abstauben” und über die sogenannten Kampfleser.
Wahrscheinlich gehöre auch ich dazu, weil ich denke, wenn ich schon so viele Bücher habe, dann sollte ich sie auch lesen und wenn ich vor den Bücherschränke stehe, wie gestern vor dem “Wortschatz” und ich finde ein Buch von Julia Kröhn, beziehungsweise eines von Carla Federicos “Feuerland-Bücher”, sowie Daniel Glattauers “Weihnachtshund” auf den ich schon lange spitze, (Julia Franks “Mittagsfrau”, Sarah Kuttners “Mängelexemplar” und Anna Gavaldas “Zusammen ist man weniger allein”, habe ich schon gelesen), nehme ich sie mit und pfeife darauf, daß ich mir keine neuen Bücher mehr nehmen wollte, weil ich vielleicht nicht mehr alle, die ich habe lesen kann und da erlebe ich auch immer wieder Überraschungen, denn ich bin ja eine, die sich am Autorennamen orientiert, dann rasch zugreift und vielleicht zu Bücher von Ullrich Becher kommt, keine Ahnung wer das ist, weil sie Johannes R. Becher kennt.
Inzwischen weiß ich dank der Neuauflange von “Kurz nach 4” und seinem Briefe-Buch viel über den Autor, aber ich habe einige Jürgen Becker- Bücher in meinen Regalen, die ich wahrscheinlich beim raschen Zugreifen, mit dem Jurek verwechselte und liegenließ, denn einen Jürgen Becker kenne ich ja nicht, jetzt bin ich daraufgekommen, daß das der nächste “Büchner-Preisträger” wird und freue mich schon auf das Lesen.
Die neuen “Bachmannpreisleser-Namen” weiß man auch schon und oh Überraschung, fünfeinhalb sind aus Österreich, der halbe ist auch noch ein geborener Deutscher und heißt Tex Rabinobwitz, die deutschen kenne ich zu meiner Schande kaum, aber einer hab bei “Septime” verlegt und da hat die liebe Frau Gmeiner den Bloggern seine Bücher angeboten, was ich sehr schön finde und vielleicht noch einmal dazu aufrufen möchte, doch vielleicht diese Bloggervorurteile zu lassen und sich die Blogs in Ruhe anzusehen und da wird man für jeden Geschmack etwas finden, hochqualifizierte und auch die, die mal schnell ihre Meinung rüberhauen wollen und vielleicht auch erzählen, daß sie jetzt aufs Klo gehen. Der Rudi Lasselsberger ist ein solcher, aber den halte ich für sehr qulifiziert und lese ihn auch gerne.
Es tut sich also viel, auch bei den Veranstaltungen, die ich jetzt schon für den Juni eingeplant habe, ich blogge ja wieder einmal mit meinen Buchbesprechungen weit voraus und kann auch nicht immer hingehen wo ich will, weil ich auch etwas arbeiten muß, aber da gibt es jetzt ein tolles “Lyrikfestival” in der “Alten Schmiede” und der erste Weltkrieg und Berta von Suttners hundertster Todestag naht sich in Kürze auch.
Wenn ich schon an den Juni denke, ist es nicht weit zu den Sommerplänen, die diesmal auch ein wenig anders sind, denn die Anna borgt sich in der letzten Juniwoche das Auto aus und gibt es erst in der ersten Juliwoche zurück, was bedeutet, daß sich meine Sommerfrische, um eine Woche verschiebt.
Nicht schlimm könnte man denken, aber seit einigen Jahren beginne ich, die entspannt mit dem “Bachmannsurfen” in Harland auf der Terrasse und gehe dazwischen Radfahren an die Traisen. In Wien könnte ich das zwar zwischen meinen Stunden auch auf der Terrasse tun, aber da gibt es auch die Sommerakademie des Instituts für jüdische Geschichte, auf die ich in den letzten Jahren verzichtet habe. Die ist heuer in der WU, wenn ich also schon in Wien bin, gehe ich hin und zu Mittag mit dem Alfred essen, aber der macht am ersten Tag ein großes Fest und wird wahrscheinlich kochen.
Also am Tag die Akademie und der “Bachmannpreis” kommt erst am Abend, da kann man ja alles nachhören, wird also ein bißchen hektisch werden, aber sicherlich interessant und manchmal denke ich, es ist ohnehin nicht sehr viel los bei mir.
Und weil ich mit der “Anna” jetzt doch ein bißchen weiterkommen, wachsen auch die nächsten Schreibepläne und da ist ja wieder die Idee, den Sommer für ein intensives Brainstorming zu nützen. Ich könnte ja wirklich durch Wien oder Harland ziehen und die Ideen kommen lassen und einmal über etwas ganz anderes schreiben, wie sich das ja auch meine Leser wünschen. Einen modernen Wien-Roman vielleicht?
Mal sehen, wie das gelingt, es ist auch davon abhängig, wann ich mit der “Anna” jetzt wirklich fertig werde. Einige Zeit werde ich dazu schon noch brauchen und dann den Sommer für das Neue nützen. Klingt spannend und werde ich auch tun und dazwischen meine Bücher lesen, schauen, daß der Herbst nicht zuviel Rezensionsexemplar bringt, so daß ich auch die alten Bücher schaffe. Es macht ja nichts, daß ich eine bin, die sich für alles interessiert und am liebsten alles lesen will, das reguliert sich schon von selbst und ein guter Überblick über die Gegenwartsliteratur kann ja nicht schaden oder sollte ich mich da irren?
Felix, der Floh
Jetzt kommt eine Parabel von Bernhard Hüttenegger, den ich vor zwei Jahren bei einer Lesung in der “Alten Schmiede” hörte, auf das freie Künstlerleben. Die Geschichte von “Felix, dem Floh”, der sein Leben als Hundefloh beim Wolfshund Rolf satt hat und mit einem Sprung in die Freiheit Wanderfloh wird, um das Leben kennenzulernen.
Da geht es ihm höchstwahrscheinlich so, wie der Biene Maja von der ich erst am Wochenende hören konnte, er springt herum und wird als erstes von der Ameise Amelie, in die er sich prompt verliebt, vor dem Breitmaulfrosch gerettet. Dann geht es durch die Wüste, um die Sandflöhe zu besuchen.
Die haben einen Wasservorrat und sind mit der Springmaus befreundet, die Felix ihre schönen Sprünge vorführt. Er fährt aber mit der Schneckenpost zu den Wasserflöhen, lernt das Schwimmenen, feiert mit ihnen ein Fest, dann geht es im Libellenflug ans Meer.
Dort wird er vom Dolmetsch und Künstleragent, dem Menschenfloh Kasimir, der ein Schlitzohr ist, für den Zirkus Halifax angeworben und aus ist der Traum von der Freiheit.
Denn Felix wird als dritter Kunstspringer angestellt und muß in den Strohkoffer, in dem die Künstler auf ihrer Fahrt von Standort zu Standort eingesperrt sind und über das freie Künstlerleben resumieren können.
Es gibt auch Unfälle, wenn der Direktor leicht betrunken mit seiner Mannschaft vom Rad fällt oder die Künstler ihre Ohrstöpsel nicht um haben und so vom Applaus der Zuschauer ihre Trommelfelle zerplatzt werden und nach der Vorstellung tritt der Direktor mit der Fliegenklatsche auf, damit ihm seine Künstler nicht als dressierte Hausflöhe weggeschnappt werden.
“Die Freiheit ist ein Traum, wie die Kunst”, sagt so am Schluß der Fabel Felix, der inzwischen zweiter Springer geworden ist, zum ersten Kunstspringer Archibald, dem er von seinem Leben auf dem Hund, seinen Reisen durch die Welt und seiner Liebe zu Amelie erzählt, der er beschließt, einen Brief durch die Schneckenpost zu schicken.
“Du bist ja ein richtiger Philosoph geworden!”, antwortet der.
“Und beide müssen lachen.”
Bernhard Hüttenegger wurde 1948 in Rottenmann in der Steiermark geboren, hat früh beschlossen freier Schriftsteller zu werden und verfügt über eine umfangreiche Werkliste, die man bei “Wikipedia” nachlesen kann. Ich habe von ihm noch nichts anderes, als das kleine, 1993 bei “Wieser” erschienene Büchlein gelesen.
Der Dämon und Fräulein Prym
Der 1947 in Rio de Janeiro geborene Autor Paulo Coelho ist für seine esoterisch spirituellen Geschichten bekannt, “Meister der Sehnsuchtsfabeln”, steht am Buchrücken, andere mögen es kitschig und für nicht sehr literarisch halten, Coelho ist jedenfalls ein Bestsellerautor und einer, der schon vor Jahren, seine Werke zur freien Entnahme auf seine Website stellte, wie ich hörte, in den Bücherschränken ist er auch sehr oft zu finden, so habe ich “Elf Minuten” gelesen, “Veronika beschließt zu sterben”, den “Jakobsweg”, anderes, darunter auch ein Buch über bzw. Gespräche mit dem Meister stehen noch auf meiner Leseliste und “Der Dämon und Fräulein Prym”, ist Teil der 2000 erschienenen Diogenes-Jubiläumsausgabe, eine Fabel über das Gute und das Böse und die Kämpfe der Engel mit den Dämonen oder umgekehrt.
Ferdinand Raimund hatte ja auch einmal so ein Thema und Friedrich Dürenmatt bei seiner “Alten Dame”. Die wird von Coelho auch zitiert, als er seinen Fremden, schön vom Dämon begleitet, das kleine Dörfchen Bescos, das nicht viel mehr als eine Kirche und ein Hotel hat, betritt.
Die alte Witwe Berthe sitzt vor ihrem Haus und sieht ihn das Dorf betreten, er nimmt im Hotel Quartier, macht falsche Angaben über seine Person und dann seinen Rucksack in dem elf Goldbarren stecken und sich mit ihnen auf den Weg in den Wald, um sie zu begraben, dann geht er zu Fräulein Prym, der Kellnerin, die auch manchmal mit den Gästen ins Zimmer geht, zeigt ihr das Gold und sagt, sie bekommt einen Barren, wenn sie dem Dorf ausrichtet, sie bekämen die anderen, wenn sie dafür einen Mord begehen.
“Kennen Sie Dürenmatt?”
“Ja!”, lügt Chantal und kennt ihn nicht. Sie läßt sich für ihre Botschaft auch drei Tage Zeit, versucht inzwischen mit ihrem Barren das Dorf zu verlassen, was nicht gelingt, denn dieses wird von verschiedenen Fabeln, wie dem verfluchten Wolf, den Heiligen und Athab dem Räuber, der von ihm bekehrt wurde, beherrscht, so erzählt sie dem Dorf am dritten oder vierten Tag doch die Geschichte, das Ganze soll innerhalb einer Woche passieren und die Dorfhonoratoren, der Bürgermeister, seine Frau, der Pfarrer, die Wirtin und noch zwei andere werden aktiv, beginnen von der Opferung zu sprechen, wählen die alte Berthe aus, der Pfarrer entpuppt sich, wie zu erwarten als scheinheiliger Widerling und Chantal marschiert noch einmal zum Barren, um das Dorf zu verlassen, was wieder nicht gelingt, denn die Engeln und die Teufeln streiten in ihrer Seele. Berthe wird indessen zuerst von ihrem toten Mann und Chantals ebenfalls verstorbener Großmutter heimgesucht, dann von der Wirtin und der Bürgermeisterin, schließlich wird sie vom Pfarrer betäubt und zum Richtplatz getragen, die Männer zücken die Gewehre, da kommt Chantal angelaufen, ruft “Halt!”, erzählt den Männern wieder eine Fabel, läßt sich vom Fremden schließlich das Gold überschreiben und verläßt das Dorf.
In einem Nachwort erzählt Coelho noch, wie er auf die Idee zu dieser Geschichte gekommen ist und ich, die ich nicht besonders esoterisch bin, habe ein paar Gedanken mitgenommen, denn natürlich weiß man bei solchen Geschichten, das Böse wird siegen, bei Dürenmatt ist es, glaube ich, so, bei Coelho dem esoterischen Geschichtenerzähler natürlich nicht, aber wenn einer kommt und die Leute auf eine solche Probe stellt, werden sie schwach, in der Fabel, in der Literatur, im wahren Leben, wo es ja unbestritten auch sehr viel Böses gibt, scheint das aber nicht zu funktionieren, zumindest ist da noch niemand auf die Idee gekommen, also sieht man wieder die Macht der Literatur und der Überhöhung, aber ich bin nicht religiös und obendrein auch sehr pessimistisch veranlagt, so daß ich nicht an das Gute im Menschen glaube.
Der Boxer
Fünf grüne Hefte liegen vor dem Autor beziehungsweise Ich-Erzähler, des 1976 geschriebenen Romans von Jurek Becker, der mich Anfangs genauso ein wenig verwirrte, wie sein Erstling “Jakob der Lügner”, denn um Boxen geht es in dem Buch eigentlich nicht oder nur am Rande.
Es geht um das Überleben nach dem Holocaust, um die Traumen und Bewältigung der Zurückgekommenen und um die hat man sich in Ostberlin der Neunzehnsiebzigerjahre wahrscheinlich noch nicht sehr gekümmert und so war Jurek Becker wohl einer der ersten, der das tat und meine Verwirrung kommt bei beiden Büchern wohl aus der Authentizität, in der sie geschrieben wurden.
Da ist Aron Blank, der aus dem Lager entlassen wird, sich für einen Ausweis fotografieren lassen muß, er geht in die Stadt und sucht nach einem Fotografen, so leicht sind die nicht zu finden und als er bei einem läutet, will der eine Unmenge Geld dafür.
Aron Blank weist ihn in Schranken, bekommt die Fotos und marschiert damit aufs Amt. Dort verlangt man Dokomente, aber nichts mehr da, außer dem Entlassungsschein aus dem Lager und so erfindet Aron Blank seine Biografie neu, macht sich um sechs Jahre jünger, das heißt er streicht, die Kriegsjahre weg, nennt sich nun Arno und gibt Leipzig statt Riga als Geburtsstadt an.
Es wird ihm eine Wohnung zugewiesen, in der bis vor kurzem ein hoher Nazi wohnte und es dauert einige Zeit, bis Aron in seinem Bett schlafen kann.
Dann macht er sich auf die Suche nach seiner Familie. Frau und zwei seiner drei Kinder sind umgekommen, das dritte, Mark hat er, während der Flucht, bei einer Nachbarin zurückgelassen, jetzt wendet er sich an eine amerikanische Hilfsorganisation und die dafür zuständige junge Frau namens Paula, findet auch ein Kind in einem Kinderheim, das so alt ist, allerdings heißt es Berger mit Nachnamen.
Aron besucht das Heim, Paula hat sich inzwischen bei ihm einquartiert, spricht mit einer Ärztin, stört sich an ihren roten Fingernägeln und auch daran, daß sie sagt, daß sie hier ist “Um die Kinder zu heilen, nicht um sie zu unterhalten!”
Was im Klartext heißt, sie liegen im Bett, bekommen Essen und Medikamente, es wird aber nicht mit ihnen gesprochen, bzw. gespielt.
Aron besorgt im Schwarzhandel, in dem er inzwischen tätig ist, Schokolade und Spielsachen, holt Mark heim und nachdem Paula ihm verlassen hat, auch die Krankenschwester Irma, die seine Geliebte wird und ihn irgenwann auch verläßt.
Aron fängt zu trinken an, hat Herzprobleme, bekommt Krebs, aber erst wird Mark eingeschult, was etwas schwierig ist, weil man sich auf die Vergangenheit der Lehrer nicht wirklich verlassen kann, kommt einmal mit einem blauen Aug nach Hause, weil er von den Kindern geschlagen wurde.
Da erzählt ihm Aron eine Geschichte, daß er auch einmal boxen lernte, um sich gegen schlagende Kinder zu wehren, erkennt aber, daß man eher beliebt, als stark sein sollte. Eine moralische Annahme, die, wie ich anmerken möchte, wahrscheinlich nicht der Wirklichkeit entspricht.
Aron fährt mit Irma und mit Mark dreimal ans Meer, soweit, wie einem die DDR wohl fahren ließ und als es 1953 zum Aufstand des 17. Juni kommt, mit Datum wird das nicht beschrieben, gerät Aron in Panik, wohl weil er sich an den Holocaust erinnert.
Es kommt aber noch schlimmer, Mark, der nach dem Abitur Mathematik studiert, kommt eines Tages nicht mehr nach Hause, bei einem Zwanzigjährigen an sich nicht so schlimm, nur kommt ein paar Wochen später ein Brief aus Hamburg, Republikflucht. Aron zeigt dem Ich-Erzähler, dem er diese Geschichte wohl Anfangs Siebzig, als seine Gesundheit schon gezeichnet ist, erzählt, die Briefe, die er jahrelang von seinem Sohn bekommen hat, bis der nach Israel gegangen ist und 1967 dort wohl fiel, weil er seither nichts mehr von ihm hörte.
Aron hat die Briefe nie beantwortet, ist aber nach dem ersten nach Hamburg gefahren, damals konnte man noch nach Westberlin und von dort zum Flughafen, war dann aber wohl beleidigt, weil er den Sohn nicht antraf und jetzt kommen auch die Zweifel, ob Mark Berger wirklich sein Sohn war oder ihm die schöne Paula nicht ein anderes Kind unterjubelte.
Ein wenig ungewöhnlich dieser Bericht eines Holocaust-Überlebenden und wohl das, was Jurek Beckers Literatur ausmacht, der in Lodz geboren wurde und von seinem Vater, wohl etwas jünger gemacht wurde, damit er nicht deportiert wurde. 1997 ist er an Darmkrebs gestorben. Dazwischen war er DDR-Dissident, ist nach Westberlin emigriert und als alles vorbei war, hat er auch die Fernsehserie “Liebling Kreuzberg” geschrieben.
“Schlaflose Tage” habe ich von ihm gelesen und besprochen, “Amanda herzlos” nur gelesen und “Bronsteins Kinder” steht in meinem Katalog, ob ich das Buch gelesen habe, kann ich mich nicht mehr so genau erinnern und Jurek Becker wiederzulesen, um den es jetzt ein wenig still geworden sein dürfte, ist sicher interessant und zu empfehlen, also auf zu den Bücherschränken, wo ich das Buch gefunden habe.








