Die “Theodor Kramer Gesellschaft” feiert ja ihren dreißigsten Geburtstag und dazu gab es eine Reihe von verschiedenen Veranstaltungen, so war ich im letzten Jahr in Grinzing und auch in der “Alten Schmiede”, die jungen Literaten bzw. die Studentinnen der Sprachkunst wurden im Republikanischen Club vorgestellt und jetzt ein Fest bzw. eine Lesung in der “Gesellschaft für Literatur” und da wurde der Verlag gefeiert, den es noch nicht solange wie die Gesellschaft gibt, die ja unmittelbar mit Konstantin Kaiser verbunden ist, der Verlagssitz befindet sich, glaube ich, auch in seiner Wohnung, aber ich bin mit dem “Theodor Kramer Verlag” schon früher in Berührung gekommen. Wahrscheinlich war es 1983, 1994 oder 1985 in der Wohnung meiner Freundin Hansi Berger, in die ich damals wohl mit der kleinen Anna hinmarschiert bin und da lagen am Coach-Tisch eine Menge Schriften, Briefe und sie hat einen hochgehoben und mir erzählt, daß sie jetzt Mitglied dieser Gesellschaft ist.
“Theodor Kramer, aha sehr interessant!”, aber keine Ahnung wer das war oder ist und mit Konstantin Kaiser bin ich dann 2001 in der GAV in Berührung gekommen, als ich die traditionelle “Tag der Freiheit Veranstaltung” wiederaufleben lassen wollte und er dachte, die gehöre ihm und ich müsse sie so organisieren, wie er es will.
Inzwischen komme ich sehr gut mit ihm aus, beziehungsweise gehe ich zu sehr vielen seiner vielen Veranstaltungen, bei der “Kramer-Preisverleihung” war ich aber seit sie nicht mehr in Krems, sondern in Niederhollabrunn, dem Geburtshaus Kramers stattfindet nicht mehr und als die Buchhandlung in dem Haus meiner leider verstorbenen Schulfreundin Edith Brocza schloß und der Buchändler alle seine unverkauften Bücher in ihren Haufflur stellte und ich mir holen konnte, was ich wollte, war ein Kramer Band mit den so schönen starken direkten Gedichten drin, wo einer seine Frau oder wen auch immer beruhigt, daß es noch nicht die Gestapo ist, die an der Türe klopft.
Der Band ist, wenn ich mich nicht irre, bei “Deuticke” erschienen und heute ging es um den “Theodor Kramer Verlag” und da habe ich ja Konstantin Kaiser einmal um ein Becher Belegexemplar gebeten und diesen Sommer eine Rezensionsanfrageliste bekommen, so daß ich mir zwei Bücher bestellte und diesen Sommer gemeinsam mit der slowenischen Literatur damit verbrachte.
Else Feldmanns “Löwenzahn” ist glaube ich, im “Kramer Verlag”, dem Verlag der Exilautoren oder in Auschwitz umgekommenen erschienen, der Alfred hat es mir einmal in Krems gekauft und jetzt habe ich im Bücherschrank auch eine schöne alte leicht beschädigte Originalausgabe aus den Dreißigerjahren gefunden, die ich mir genommen habe, denn so ein schönes altes Büchlein läßt man nicht aus.
Also in die Herrengasse gestapft, Christel Fallenstein war schon da, aber Robert Fallenstein, auch ein Redaktionsmitglied, das auftreten, nicht. Konstantin Kaiser hat eine fünfminütige Verspätung angekündigt, dann war er aber in der Straßenbahn und ist überhaupt nicht da und Ursula Ebel, eine Mitarbeiterin der Gesellschaft, die schon den Abend, wo Siglinde Bolbechers Gedichte vorgestellt wurden, einleitete, moderierte wieder.
Damals hat sie zulange die “Kramer Gesellschaft” vorgestellt und wurde wohl deshalb gerügt, deshalb ließ sies diesmal weg und sagte, selber nachlesen, wenn sie Konstantin Kaiser noch nicht kennen und der stellte die acht Redaktionsmitglieder vor, die aus ihren Lieblingsbüchern des Verlags lesen sollten. Eigentlich waren es nur sechs, den Robert Fallenstein ja nicht erschienen und er war auch am Lesepult, die “Theodor Kramer Gesellschaft” hat aber inzwischen viele junge Germanisten und Literaturwissenschaftler als Mitarbeiter, das habe ich schon bei dem Abend in Grinzing gemerkt, daß da plötzlich sehr viele junge Frauen waren, die freundlich lächelnd begrüßten und das Procedere erklärten.
Und die Lieblingsbücher der Verlagsmitarbeiter waren auch sehr interessant, so begann es mit einer Lesung von Theodor Kramers Gedichten und da war das von der “Rosmarie der faden Nocken” der interessant, ich habe dann bei Brötchen und Wein mit dem Vortragenden darüber diskutiert und interessant, daß er es ganz anders als ich empfunden hat.
Alfredo Bauer, auch ein Kramer Preisträger und nach Argentinien ausgewandert, wurde von einer jungen Mitarbeiterin als nächstes vorgestellt, dann kam Alexander Emanuely, der glaube ich, das Banken Buch herausgegeben hat und auch die Veranstaltung mit Alexia Weiss im Republikanischen Club moderierte. Der hat eine französische Mutter, so las er Stephan Troller auf Deutsch und Französisch und das der auch ein Preisträger ist, brauche ich, glaube ich, nicht extra zu erwähnen. Daniel Müller, 1982 in Klagenfurt geboren, las ein Kapitel aus dem “Grauen Mann” von Marie Frischauf-Pappenheim, der im Nachkriegswien spielt und Evely Adulka, eine sehr eifrige Thodor Kramer Mitarbeiterin aus dem Tagebuch der Sophie Roth, das inzwischen vergriffen ist, aber wieder aufgelegt werden wird. Gedichte von Siglinde Bolbecher aus den “Nadelstichen” folgten noch und ein Essay von Konstantin Kaiser über das “Haus der Toleranz”, das im Palais Eppstein, dem ehemaligen Stadtschulrat, errichtet werden hätte sollen.
Dann gabs, wie schon erwähnt Brötchen und Gespräche, ich unterhielt mich mit dem pensionierten Mittelschullehrer, der jetzt ein bißchen den Wendelin Schmid Dengler Nachlaß aufarbeitet und mit Nahid Bahieri Goldschmid, die ich 2001 zum “Tag der Freiheit des Wortes” eingeladen habe und die seither in der “Kramer GesellschafT” auftritt und verlegt, woran man sieht, daß mein literarischer Einfluß doch nicht so ganz unerheblich ist, auch wenn er meistens nicht mich selber betrifft.
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Dicht-Fest und deutscher Buchpreis
Um sechs wurde im “Römer” in Frankfurt der Gewinner des heurigen dBp vergeben und für die, die keine Einladungskarte dazu haben, beziehungsweise sich im fernen Wien oder anderswo befinden, kann man die Veranstaltung per Livetream verfolgen. Ein Angebot, das ich noch nie zur Gänze genossen habe, denn um sechs bin ich ja meistens auf dem Weg zu einer Veranstaltung und soll ich deswegen zu Hause bleiben?
Ich soll nicht, habe ich heuer, wie auch die letzten Jahre beschloßen, einmal habe ich ja selber im Mariahilfer Amtshaus gelesen und im vorigen Jahr den live stream so lange gehört, bis es so weit war, daß ich aufbrechen mußte, um pünktlich in den Republikanischen Club zu der Judith Gruber-Lesung zu kommen und heuer war es ebenso, denn heuer war wiedermal ein “Dicht-Fest” angesagt und da gab es ja schon im Vorfeld eine Diskussion, die sich an der Frage entzündete, warum Karen Köhler mit ihrem neuen Buch nicht auf der Long List stehen konnte? Konnte sie nicht, weil es ist ein Erzählband und Gedichte gewinnen auch nicht den deutschen Buchpreis, obwohl einmal die Friederike Mayröcker nominiert war und weil ich mich auch für Gedichte interessiere, habe ich um sechs den Livestream eingeschaltet und zwanzig Minuten später wieder abgedreht und der Livestream, dem ein paar hundert Leute folgten, war sehr schlecht und ist mehrfach abgestürzt, ein paar Herren haben aber geredet und die Diskussion, die es um diesen Preis, den ich ja schon, seit ich vom Elsaß auf der Rückfahrt war, in der Ansbacher Buchhandlung intensiv verfolgte, gegeben hat, sehr gelobt.
Es ist gut über Bücher zu reden und die zu bedauern, die nicht auf dieser Liste stehen und, die man auch lesen soll, hat der erste Herr gesagt und das hat mir sehr gefallen, habe ich mich ja öfter in die Diskussion, die es auf den Blogs gab eingemischt, wenn jemand sagte, daß dieses oder jedes Buch nicht preiswürdig ist. Denn, was ist schon preiswürdig und was nicht? Trotzdem wurden aber von der Shortlist, die mir im ersten Moment nach ihrer Verkündigung, “Kastelau” das Buch das ich gewonnen habe, war ja nicht dabei und auch nicht die Marlene Streeruwitz, der Antonio Fian und der Michael Köhlmeier, nichts sagte, in den letzten Tagen immer zwei Namen genannt, Lutz Seiler mit seinem DDR-Roman “Kruso”, den ich vom Bachmannlesen, wo er einmal gewonnen hatte, kenne und Thomas Hettches “Die Pfaueninsel”, das wurde in “Druckfrisch” oder war es im “Blauen Sofa” vorgestellt.
Nun gut, nun ja, “Kruso” würde ich ganz gerne lesen, wenn es einmal zu mir findet, dann kam, glaube ich, der Vorsteher des deutschen Börsevereins zu Wort und eine Frau, wahrscheinlich eine Jurorin, wurde interviewt, die sich über die Diskussion empörte, weil man den Autoren damit Unrecht täte, also “Raunzts nicht, lests!”, das habe ich auch schon mal gehört. Ich bin aber dann zur Lyrik und in die “Alte Schmiede” aufgebrochen und da stellte Christine Huber wieder sechs österreichische lyrische Stimmen vor, von denen ich fünf schon gekannt habe.
Die des “Standard” Redakteurs Ronald Pohl, der im selben Jahr, wie ich in die GAV aufgenommen habe, sehr wohl und sein bei “Ritter” erschiener Gedichtband “Die Akte des Vogelgesang” hat, wie er sagte, auf der ersten Seite einen Druckfehler, der ihn sehr empörte, er las daraus aber trotzdem zwei Langgedichte, wo ich bei dem ersten wegen der Wortgewalt und der Sprachräusche ein wenig Schwierigkeiten hatte, weil für meinen soziologisch psychologisch realistischen Geschmack viel zu viel abgehoben. Denn was nützen mir die schönen Worte, wenn ich den Inhalt nicht mehr versteh, hab ich mich gefragt, dann wurde es zwar nicht weniger abgehoben, aber realistischer, als die “Kindheit der Siebzigerjahre” in Pötzleinsdorf mit der Trambahn und dem “Jonasreindl” beschrieben wurde.
Regina Hilber kannte ich auch schon von diversen Lesungen und sie hat bei Christine Huber ihre “Brandtenburger Zyklus” eingereicht, weil wahrscheinlich ein Stipendium in Wilpersdorf und Herbert J. Wimmer, ein sehr eifriger, sowohl rühriger, als auch experimentell Schreibender, stellte sein “Wiener Zimmer” hundert Gedichte in verschiedenen Sprachformen, wie Haikus bis zum Pamphlet vor und das war sehr interessant, wie kurz und abwechslungsreich, der Weg durch die Wiener Sprachwohnungen, von Elfriede Gerstl bis zu Ludwig Wittgenstein, könnte man so sagen und nach der Pause, kamen Friedrich Hahn, der seinen im “Verlagshaus Hernals” erschienenen Band “untern strich” mit Collagen aufpättelte und Reinhard P. Handl mit einem sehr aufwühlenden aufrüttelnden Text, den ich eher für ein Epos als ein Gedicht halten würde, ein Du-Gespräch oder ein innerer Monolog, ein wahrscheinlich noch nicht veröffentlichter Text, aber eine starke Stimme und Thomas Havlik, der Poetry Slamer bzw. Performancer schloß den Dichtkreis mit “Die Glühbirne im Verbandskasten”, ein Text den ich schon gehört habe ab, ich hätte auf die “Lockstoffe” getippt, aber Thomas Havlik gab mir den Hinweis, daß es wahrscheinlich in der Lyrik-Bim gewesen ist und dann ab nach Hause um zu erfahren, wer den dBp gewonnen hat.
Richtig, ein Glas Wein habe ich vorher noch getrunken und mich mit Cornelia Stahl unterhalten, die ich dem letzten Literaturslam der anderen Buchmesse kennengelernt habe und Einladungen zu meinem literarischen Geburtstagsfest am 7. November habe ich auch eifrig verteilt und dann das drei Minütige Video eigeschaltet, der Livestram ist ja verschwunden und man kann das Versäumte leider nicht mehr zur Gänze nachholen, um den Vorstand des deutschen Börsevereins, den Namen Lutz Seiler sagen zu hören und zu sehen, wie der eine Frau, wahrscheinlich seine oder die Lektorin umarmt und dann und das hat mir sehr gefallen, in der Preisrede einen Bahnhof mit sechs oder vielleicht sogar zwanzig Gleisen zu fordern, denn die deutsche Literatur ist sehr vielseitig und hat mehr als einen Zug und einen Weg und statt zu schimpfen, daß jetzt der oder die nicht gewonnen hat, soll man vielleicht auch die anderen Bücher lesen, Thomas Melles “Dreitausend Euro”, das von den prekären Beschäftigungsverhältnissen zu handeln scheint, interessiert mich ja auch, ich lese derzeit aber einen Personal Essay von Siri Husquedt, werde mich ab Mittwoch virtuell auf die Messe nach Frankfurt und auf das blaue Sofa begeben und bin schon sehr gespannt, was ich da hören und erleben werde.
Cartoons über Katzen
Nach den “Cartoons über Kunst“, “Wien” und “Fußball” gibt es bei “Holzbaum” jetzt auch eine Katzenbuch, was sicher eine gute Idee ist, gibt es ja sehr sehr viele Katzenfreunde und Freundinnen und Weihnachten naht, also könnte man diesen das Buch als Präsent unter den Christbaum legen.
Ich bin ja nicht so eine besondere Katzenfreundin, kenne aber einige Fans und die werden an den Cartoons von Ari Plikat, Dan Piraro, Dorthe Landschutz, Martin Zak, Michael Dufek, Michael Holtschulte, Oliver Ottitsch, Rudi Hurzlmeier, Tex Rabinowitz, Til Mette und anderen, auch ihre Freude haben, denn “Katzen würden ja angeblich Whisky saufen” und haben, wie am Cover zu sehen ist, auch neun Lebern, beziehungsweise fragen sie danach, wenn sie an der Bar sitzen und nur ein einziges klitzekleines Gäschen bekommen.
Sieben Leben haben sie angeblich auch und darüber machen sich die Cartoonisten auch gehörig lustig, denn es ist ja Schwerarbeit, wenn sie eine Katze erhängen will und die Katzen Fans, die sich vom ihren Lieblingen terrorisieren lassen und sich noch damit rühmen, werden auch ein bißchen auf die Schaufel genommen.
Also wieder einen Rundgang durch das Buch, im “Museumsquartier der komischen Künste”, gibt es, glaube ich, auch eine Ausstellung, wo man die Bilder live erleben kann.
“Um zu sparen verdauen wir unseren Katzenkaffee jetzt selbst”, wird auch auf Seite auf den angeblich teuersten Kaffee der Welt angespielt.
“Niedlich, wenn sie sich putzen!”, machen sich dann zwei Katzen über ihr Frauchen lustig, das mit grüner Duschhaube im Badezimmer steht und das Handtuch schwingt.
Im Traum erscheint der Katze, dann das Mausgespenst und wenn das Kätzchen beim Psychoanalytiker auf der Couch liegt, fühlt es sich nicht ganz ernstgenommen, wenn der mit ihr spielt.
“Kamikaze” gibt es auch, das heißt das Kätzchen kommt im Sturzflug auf das Futter geflogen und “Mach dirs schon mal gemütlich Roland!”, sagt die Frau zu ihrem Freund, was aber nicht gelingt, da das Kätzchen schon am Sofa liegt.
Die “Chinesische Katze” miaut “Mao” und Katzenvideos gibt es auch und die werden manchmal von Hunden angesehen.
Bei der “Katzenwäsche” bleiben die Flecken über und “Schmidts Katze” von Dorthe Landschulz raucht Zigaretten, wie das Herrchen, während Michael Dufek uns das “Katzenverstehen leichter macht” und sich manche der Cartonisten fragen, ob man sich jetzt für das Kind oder die Katze entscheiden soll?
Die Katze gewinnt natürlich und so wird das Frauchen oft nur als Ersatz gestreichelt.
Das erste Mousepad gibt es auch und man kann in dem Buch erfahren, was die Mäuse so an den Katzenvideos lieben.
Und am Schluß sitzen zwei beim Notar, da gibt es ein liebes Kätzchen zu sehen und eine traurige Nachricht “Sie erben nur die Katze, nicht die Mäuse!”
Also auf, Katzenfreunde, holt euch das Katzenbuch, vielleicht lassen sich daraus auch Geschichten für den nächsten Katzenfasching machen!
Heroine unterm Hakenkreuz
Die Rolle der Schauspieler beziehungsweise überhaupt aller Künstler in der NS-Zeit ist sicher sehr interessant. Elfriede Jelinek hat vor Jahren in dem Stück “Burgtheater” die Rolle der Familie Hörbiger-Wessely beleuchtet und dadurch große Aufregung und Diskussionen ausgelöst. Charles Lewinksy tat es viel später in “Kastelau” mit einem eher harmlosen Filmteam, das 1944 aus Berlin in die Berge entrückte und dort zuerst einen Kriegsdurchhaltefilm ohne Material drehte und dann noch rasch einen Widerstandsfilm daraus machte, als schon die Amerikaner in das Dörfchen kamen.
Das hat mich angeregt, mir zuerst die “Jud Süß-Verfilmung” mit Tobias Moretti anzusehen, der darin die Rolle des Schauspiers Ferdinand Marian hatte, der damals den Joseph Süß Oppenheimer spielte, dann bin ich zu Heinrich George gekommen, der in diesen Film den Herzog spielte und 1946 in einem russischen Internierungslager gestorben ist und dann kam eine Einladung in die Wien-Bibliothek zu einer Buchpräsentation über Hedwig Pistorius, 1906-2004 in der Nazizeit Heroine am Burgtheater Lebensbild, aufgezeichnet von ihrer Tochter Agnes, die offenbar bis zu ihrer Pensionierung Kuratorin im Theatermuseum war, weil deren Nachlaß der Wien-Bibliothek übergeben wurde.
Das war interessant, aber am 18. September wäre ÖAAG-Refelexionstreffen gewesen und und dann auch noch das “Come-Together” im Bezirksamt Margareten, so habe ich zuerst nachgegooglet, denn der Name Hedwig Pistorius war mir höchstens vom Hörensagen bekannt und jetzt das Buch gelesen, das einen sehr ausführlichen Archiv-und Bildteil hat, so daß man die Schauspielerin in vielen ihrer Rollen sehen und im Anhang auch alle ihre Rollen finden kann.
Ein interessanter Lebensweg einer Frau die 1906 in Mitterbach am Erlaufsee geboren wurde, dann eine Ausbildung als Lehrerin und Kindergärtnerin machte und schließlich das Reinhardts-Seminar, das damals erst aufgebaut wurde, besuchte.
Dann kamen die ersten kleinen Rollen, den Erzengel bei den Salzburger Festspielen im “Jedermann” oder Mitglied bei der “Tischgesellschaft” und das Suchen nach einer Stelle, das wird auch damals nicht so leicht gewesen sein, weil auch damals wahrscheinlich viele Schauspieler werden wollten, dann ging es nach Deutschland in kleinere Theater, da waren ab 1933 die Nazis, die in Österreich ja verboten waren, so gab es eine Organisation, die den in Österreich verfolgten Parteimitgliedern half und da mußte man natürlich in die Partei eintreten, um in Deutschland arbeiten zu können. Im Reichsarbeitsdiesnt hat Hedwig Pistorius auch gearbeitet, bzw. dort, weil sie eine pädagogische Ausbildung hatte, mit den ” deutschen Maiden” Märchenspiele eingeübt.
Agnes Pistorius schreibt, daß man das nicht mit dem “Bund deutscher Mädchen” verwechseln darf. Hedwig Pistorius kam dann nach Wien zurück und 1940 durch Vermittlung von Hans Thimg an das Burgtheater, wo sie in der Rolle der “Antigone” großes Aufsehen erregte, sie war auch eine große Frau, einen Meter achtzig, die “Libussa” spielte und an der Seite von Paul Hörbiger im “Bauer als Millionär”.
Es gab auch ein Nazistück, in dem sie eine Rolle übernehmen mußte, Ferdinand Marian soll sich auch erst geweigert haben, die Rolle des Jud Süß zu ubernehmen, wurde aber von Minister Geobbels dazu gedrängt und auch Intrigen, beziehungsweise falsche oder richtige Aussagen bei Verleumdungen.
1945 wurde ihre Tochter Agnes, eigentlich Hedwig Agnes geboren, die sie alleine aufzog, da gab es auch Gerüchte, daß Baldur von Schirach der Vater wäre.
Nach dem Krieg konnte sie ihren Erfolg und ihre großen Rollen nicht mehr fortsetzen, hat in kleineren gespielt, unterrichtet, als Regieassistentin gearbeit, in Grinzing mit ihrer Tochter gewohnt, war mit Richard Eybner, der sie wegen ihre Größe “Großfürstin” nannte, sie hat auch während ihrer Ausbildung einige Zeit im Schloß Schönbrunn gewohnt, weil sich das Reinhardts-Seminar ja dort befindet.
Gestorben ist sie 2004 und hat seit 1992 im “Haus der Barmherzigkeit”, einem Pflegeheim gelebt.
Agnes Pistorius promovierte 1978 als Theaterwissenschaftlerin und hat jetzt das Lebensbild ihrer Mutter bei “praesens”, als Band 15 der Frauenbiografieforschung herausgebracht.
Wenn man sich ein Bild über das Theaterleben in der NS-,aber auch der Nachkriegszeit machen will, ist es sehr zu empfehlen, denn die Namen Hedwig Bleibtreu, Alma Seidler, Richard Eybner, Hans Helene Hermann Thimig geistern ja herum und man ist mit ihnen aufgewachsen, wenn man in den Nachkriegsjahren in Wien oder sicher auch anderswo geboren wurde, Filme mit diesen Schauspielern sindoder waren im Fernsehen zu sehen, da ist es sicher gut, das wissenschaftlich aufbereitet, gut recherchiert und aus der persönlichen Sicht geschrieben, nachlesen zu können.
Hollywood in Winter
Der Roman, 1996 bei “Haymon” erschienen, der nach Lydia Mischkulnigs Auftritt und Gewinn beim Bachmannlesen in jenem Jahr erschienen ist, ist ein Fund aus dem Bücherschrank und ich habe die Autorin mit ihrem Erstling “Halbes Leben” bei “Droschl” erschienen und sehr experimentell, kennengelernt, den ich im Zelt der “Buchkultur” bei “Rund um die Burg” vor Jahren bei einem Bücherqiz gewonnen habe.
Den Bachmannpreis hat die 1963 in Klagenfurt geborene Autorin durch ihr sehr schnelles Lesen, einer High Society Geschichte, was in der Jury auch bekrittelt wurde, daß das ja etwas aus einer dieser Hochglanzmagazine sein könnte, gewonnen. Bei “Schwestern der Angst”, viel später erschienen, ist mir wieder diese Rasanz und die Übertreibung aufgefallen.
Aber da war die literarische Karriere schon gemacht und “Hollywood im Winter”, eine Parodie auf die Festspielstadt Salzburg und das Geschehen dort, obwohl der Name, glaube ich, niemals fällt, hat sicher dazu beigetragen.
Ein anderer Ton, aber wieder die Überhöhung, das Pathos, das für eine Festspielstadt und den Kulturbetrieb auch passend ist.
Der Roman wurde, glaube ich, auch bei der damaligen Buchwoche im Rathaus vorgestellt und ich habe daraus gehört, jetzt erst gelesen, wo ich die Autorin immer wieder in der “Alten Schmiede” sehe, manchmal im Publikum, manchmal am Podium, denn sie moderiert öfter und ist auch da überhöht und außer Atmem.
Atemlos auch das Geschehen in der ungenannten Festspielstadt, da gibt es den Industriellen Tauschitz, der sich seine Kunst und seine Festspiele offenbar weihevoll inszeniert, er hat aber auch einen Regisseur dazu, einen Herrn namens Berg und ein Turmzimmer in seiner Residenz, in dieses darf Jahr für Jahr ein auserwählter Künstler einziehen, diesmal ist es Berg selbst, er soll nämlich den “Ödipus” inszenieren, und die Hauptrolle spielt Cäsar, der Sohn des Industriellen, bew., der von seiner Frau Edith und natürlich, damit sein Blut sehr künstlerlisch wird, ein Seitensprung mit dem Regisseur, aber alles bestens inszeniert.
Der kleine Cäsar bekommt den Koffer für den kleinen Künstler zu Weihnachten oder zum Geburtstag geschenkt, da ist alles drin für den Weg nach oben, der Dirigentenstab, aber auch irgendwo weit unten ein Stück Papier zum Schreiben, vorerst kommt er zum Studieren nach Amerika, während seine Schwester Antonia, die glücklosere, ins Fitneßstudio geht oder zu den Psychogurus, aber auch im Festspielbüro aushelfen darf und fleißig mitintrigiert.
Die amerikanischen Festspielpräsidenten kommen auch auf Besuch und laden die Kinder im Winter, wenn die Festspiele vorbei sind, nach Hollywood ein, daher der Name des Romans.
Eine Schauspielerin namens Ulli Fessler gibt es auch, die soll die Iokaste spielen, das heißt alles anpinkeln, denn Berg inszeniert selbstverständlich modern.
Das Festspielgetreiben in der Stadt wird auch geschildert, da gibt es ein Lokal, das wie ein Kehlkopf aussieht, aus der Stimmritze dringt die Musik, man sieht Lydia Mischkulnig ist eine Meisterin der Übertreibung und bei den Proben kommt es zum Bruch zwischen dem Regisseur und seinem Ensemble, er verläßt die Bühne fährt mit dem Lift auf die Festung, ein Tourist mit Zeitung beobachtet ihn dabei und wird entthront, denn Cäsar ist selbstverständlich der Held des Abend, entmachtet seine Schöpfer, Berg wird aus dem Turmzimmer hinausgeschmissen, Cäsar zieht hinein und später zum Triumph nach Amerika, mit seiner Familie hat er sich, ganz dem Stück gemäß dabei überworfen, sie ist aber trotzdem stolz auf ihn.
Interessant dieses zwanzig Jahre alte Buch Ende September, wenn die Festspiele wiedermal vorüber sind, zu lesen und zu denken, dieser Intrigantenstadel ist wieder mal an mir vorbeigegangen, ich bleibe ja in Wien und leider darunter, neben der Literatur zu stehen und zu hören zu bekommen, daß ich leider zu wenig Werk zu bieten habe oder halt eine Sachbuchautorin bin, nein, daß man Selbstverlegtes nicht nimmt, wurde mir nicht gesagt, leide darunter zu manchen Preisverleihungen keine Einladungen zu bekommen und natürlich auch keine Preise, aber im Sommer war ich sowieso im Elsaß und in der Festspielstadt Salzburg werden die Intrigen vielleicht inzwischen auch ganz anders sein.
An dem Pathos im Buch, an seiner Überhöhung und Überspitzung hat die Realistin in mir wiedermal ein bißchen gelitten und das neue Buch der Autorin hätte ich auch gern gelesen, es ist aber noch nicht zu mir gekommen.
Röslein rot
Ein Krimi in Pastellfarben und dem Buch ist ein Folder mit zwanzig Quarellen beigefügt, die in den zwanzig Kapitel eine Rolle spielen, denn Annerose ist eine frustrierte Hausfrau mit abgebrochenen Studium und Architektengatten in einem kitschigen Bauernhäuschen, wie die meisten Heldinnen von Ingrid Noll, der Arztgattin und Mutter, die erst spät zu schreiben angefangen hat und dann mit ihrer ab- und hintergründigen Bosheit aufgefallen ist, obwohl in den Krimis, zumindestens in diesen, eigentlich gar nicht so viel kriminelles passiert, eigentlich nur ein Alibimord, denn das gehört ja zu einem Krimi hat Michaela Muschitz ja am vorletzten Samstag im Writersstudio behauptet und ein Mordanschlag, der mißlingt und der Leser mit seinen Spannungsabsichten ein bißchen in die irre führt.
Das ganz normale kleinbürgerliche Leben halt mit allen seinen Abgründen und da Ingrid Noll eine Bestsellerautorin ist, findet man im Schrank auch ihre Bücher, so habe ich schon “Die Apothekerin” und “Der Hahn ist tot” gefunden und “Kuckuckskind” kommt demnächst zum Lesen dran.
Da ist also Annerose, knapp vierzig, die von ihrem Leben erzählt und in jeden Kapitel ein Bild beschreibt, denn sie hat ein paar Kunstkataloge zu Hause und schon viel von den ganz normalen Abgründen erlebt.
So hat sie ihren Vater sehr früh verloren, der war schon alt und hatte eine erste Ehe und eine Tochter namens Ellen, dann heiratete er eine jüngere Krankenschwester, bekam von ihr ein Söhnchen, das er überfuhr, dann legte er sich ins Bett, wurde fünfzehn Jahre von seiner Frau gepflegt und als er starb, mußte Annerose in das Bett der Mutter und die Kindheit war dahin.
Stoff schon für mindestens fünf Romane, die sich alle im Writerstudio entwickeln lassen oder schon von Ingrid Noll und anderen geschrieben wurden.
Die Tochter büchst nach der Matura aus, läßt sich von der Mutter ein Studium bezahlen, das sie nicht zu Ende führt, dann liebt sie ihren kleinbürerlichen Architekten am Baugerüst, bekommt von ihm zwei Kinder, die inzwischen acht und zehn Jahre sind, hat zwei Freundinnen und Kontakt mit ihrer Halbschwester aufgenommen, beginnt für den Architekten Sekretärin zu spielen und ist frustriert, etc, so weit so what und die Handlung beginnt. Denn da taucht eines Tages eine Rose auf dem Auto auf, hat Reinhard eine Rosenkavalierin? Annerose ist eifersüchtig, der Gatte sagt “Du spnnst!”, legt sich dann aber doch auf die Lauer und erwischt eine junges Mädchen namens Imke, eine Diätassistentin und Stalkerin, die sich in harmloser Naivität in ihn verliebte und ihn nun mit ihrer Liebe verfolgt, das schmeichelt natürlich das Männerherz. Die Frau glüht vor Eifersucht, was ihr nichts nützt, denn Reinhard läßt sich in Zukunft mit Briefen und Bienenstick verwöhnen, die sie ihm wegen Annerose, die die Briefe zurückbrachte, ins Büro bringt, das versteht er als Aufforderung sie zu vergewaltigen. Sie flüchtet aufs Klo, schlitzt sich die Hände auf, kommt in die Psychiatrie und das Leben geht im Hause des Architekten weiter. Annerose hat jetzt mit der Hinterglasmalerei angefangen, bei einem Streit zerstört er ihr Bild, triff eine Studienkollegin wieder, die jetzt die Sekretariatsarbeit für ihn übernimmt, Annerose ist wieder eifersüchtig und sinnt mit einer Schneekugel auf Rache, wird von ihrer Schwester mit ihren Kindern zu einer Italienreise eingeladen, dort soll oder will sie ihn betrügen, was der braven Hausfrau aber mißlingt. Reinhard treibt es inzwischen mit ihrer Freundin Silvia, denn die hat einen Lustmolch als Mann und der hat in seinen Kalender geschrieben, daß er es mit Anne trieb, das erzählt sie nun allen und Udo wird tot in seinem Bett aufgefunden.
Ein Flasche vergifteter Grapefruitsaft findet sich im Mülleimer, Anne will die Polizei holen, aber ein Erpressungsversuch ist besser.
So kommt es zu einem Wohnungstausch, Anne zieht in das schöne Haus der Freundin, nimmt sich auch die kleine Imke zu sich, die zur Aufklärung des Falles beitrug und beginnt möglicherweise eine Karriere als Malerin, Reinhard bleibt in seinem Bauernhäuschen und nimmt sich eine neue Frau, die auch die Sekretariatsarbeiten übernimmt.
Ist so das bürgerliche Leben? Bis auf den Mord bestimmt. Der findet in der Realität meist nur in den Krimis statt. Die werden dann Bestseller und ich finde sie in den Bücherkästen und lese sie begierig obwohl ich selber keinen solchen schreiben kann, weil es mich vor den Morden scheut.
Erster Veza Canetti-Preis
Jetzt ist es sich doch ausgegangen ins “Musa” zu gehen, wo heute der erste “Veza Canetti Preis der Stadt Wien”, den ich sehr gerne haben würde, eh schon wissen, an die Grazerin Olga Flor vergeben wurde.
Ein Preis, der mir sehr wichtig war, denn ich gehe ja gern zu den Literaturveranstaltungen ins “MUSA” und der Preis wurde auch dort vorgeben und nicht, wie ich zuerst dachte, am Vormittag im Rathaus, wofür ich Julia Danieczyk, um eine Einladung ersuchte.
Von Veza Canetti, der Frau des englisch österreichischen Nobelpreisträgers habe ich, das habe ich, glaube ich, schon einmal geschrieben, das erste Mal etwas gehört, als die “Gelbe Straße” aufgelegt wurde.
Vorher war mir nur ihr Ehemann, der Nobelpreisträger, ein Begriff.
Dann hat bei einer von mir organisierten “Tag der Freiheit des Wortes” Veranstaltungen im Literaturhaus Judith Gruber-Rizy einen Text über die Veza Magd oder Veronika Knecht gelesen, wofür sie zum ersten Spektakel in die Wiener Ferdinand Straße eingeladen wurde.
2013 war der fünfzigste Todestag, da wurde das Spektakel dann wiederholt, Petra Ganglbauer hat die Anthologie “Veza lebt” herausgegeben und eine diesbezüglich Veranstaltung gemacht und jetzt der “Veza Canetti Preis”, eine Initiative der Stadt Wien, um akf die Unverhältnismäßigkeit zwischen Dichter und Dichterin hinzuweisen. Die meisten Stipendien und Preise werden an Männer vergeben und die Stipendien tragen oft auch männliche Namen:
“Hans Weigel-Stipendium” vielleicht oder das des Elias, der Stadt Wien, an schon prominentere Autoren, die eine Arbeit fertigstellen wollen.
Als ich vom “Veza Canetti Preis” erfuhr, habe ich gerätselt wer ihn wohl bekommen würde, die Förderung einer noch nicht so bekannten Wiener Autorin. Ich natürlich nicht, denn ich gelte ja als Self Publisherin und Bloggerin offenbar trotz GAV-Mitgliedschaft nicht als solche, aber die Judith Gruber-Rizy vielleicht und wenn die vielleicht doch zu wenig bekannt ist, Marlene Streeruwitz, die
auch die erste “Autorinnen Vorlesung” gehalten hat.
Olga Flor ist es dann geworden, Daniela Strigl hielt die Lautatio und endete mit der Feststellung, daß sie sich keine bessere Preisträgerin vorstellen könne.
Mir fehlt bißchen der Wien-Bezug, der ja gegeben sein sollte, sie wurde aber in Wien geboren und hat im zweiten Bezirk, wie die Veza eine Wohnung, beziehungsweise ein Zimmer und ich kenne Olga Flor schon lange, so lange, wie es die Diskussionen um ihre Neuaufnahme in der GAV gab, das war wahrscheinlich vor 2003, denn da war Graz Kulturhauptstadt und da ist wahrscheinlich im Jahr davor, die steirische Autorenschaft auf den Wiener Rathausplatz gezogen, da gibt es ja immer einen steirischen Kirtag, wo man Kürbiskerne,etc verkosten kann und ein Zelt gab es auch und da wurde von Martin Wanko, glaube ich, präsentiert, gelesen und gelesen und da habe ich Olga Flor persönlich kennen gelernt, die Physikerin ist und sehr analytisch, kurze Haare und eine große Brille und ihr erster Roman hieß “Erlkönig”, den hat sie, glaube ich dort auch vorgestellt.
Dann kam “Talschluß” und die erste Bachmannpreislesung oder war es umgekehrt?
Mit “Kollateralschaden” ist sie, glaube ich, auf der Longlist des dBP gestanden, das war wahrscheinlich 2008, denn aus dem Buch hat sie auch zur Eröffnung der ersten Lesefestwoche der “Buch-Wien” im Museumsquartier gelesen. Das ist ein Roman der in sechzig Kapitel beziehungsweise einer Stunde in einem Supermarkt spielt, bevor es zu einem wahrscheinlich tödlichen Ende kommt. Aus der “Die Königin ist tot” habe ich sie in der Hauptbücherei lesen gehört, selbst habe ich, glaube ich, noch nichts gelesen und müßte erst etwas finden, aber sie hat im letzten Jahr den “Wildgans-Preis” bekommen und heuer noch einmal beim “Bahchmannpreis” gelesen und ist damit glaube ich, nicht in die Shortlist gekommen und jetzt die erste “Veza Canetti Preisträgerin” und ich bin fast zu spät ins “MUSA” gekommen, weil vorher noch so viel zu tun und zu räumen war, für den fünften Bezirk habe ich eine Lesung aus dem “Literaturgeflüster-Texte-Buch” eingereicht, man kann ja auch einmal Glück haben und Klaus Khittl bzw. Gloria G., Hilde Schmölzer, Lidio Mosca Bustamante habe ich zu einer Lesung zu meinem literarischen Geburtstagsfest, das ja bald kommen wird, eingeladen.
Und das “MUSA” war gar nicht so voll, der Hofrat Denscher, der Leiter des Kulturamtes, der mich, wie ich mich erinnern kann, bei meinen Einreichungen, um ein Stipendium der Stadt Wien in den 1970 Jahren “Fräulein Jancak” nannte, hat auf diverse andere Veranstaltungen hingewiesen und Julia Danielczyk warum es so wichtig ist die Frauenliteratur zu fördern in einer Zeit, wo die Literatur aus den Deutschstunden nach und nach verschwindet.
Dann kam Daniel Strigl in einer roten Jacke und stellte vier Thesen auf, beziehungsweise begann sie mit einem Vierzeiler und stellte an Hand von diesen Olga Flors Werk vor, verglich sie dabei ein paarmal mit Marlene Haushofer und als deren “Wand” in der “Alten Schmiede” bei den Grundbüchern vorgestellt wurde, war Olga Flor ja auch auf dem Podium, genauso wie bei den “Jelinek Dialogen” und nach der Nobelpreisträgerin, wurde, glaube ich, auch noch kein Preis benannt, Olga Flor bemerkte aber in ihrer Dankesrede, daß sie sich während ihrer Arbeit mit dem “Erlkönig” viel mit den “Kindern der Toten” beschäftigt hat.
Der Preis wurde vergeben und die Preisträgerin dankte allen dafür, erzählte von einem Blogroman mit einer jugendlichen Heldin, gedachte der Namensgeberin und las noch ein Stück aus der “Die Königin ist tot” vor. Dann gab es wieder Brot und Wein und einige der Honoratioren und wichtigen im Literaturbetrieb, die mich übersehen haben, ich habe mich aber mit einer Stammbesucherin ganz gut unterhalten, Eva Brenner hat mich zu ihren Veranstaltungen eingeladen und ich habe schnell ein Gläschen getrunken und ein bißchen Weißbrot verzehrt, bevor ich nach Hause gegangen bin, um mit dem Alfred nach Harland zu fahren, weil es den nach seiner Chinareise zur Gartenbetreuung und noch einigen anderen drängt.
Eine Einladung zu einem Bloggercocktail auf der nächste Woche stattfindenden Frankfurter Buchmesse habe ich inzwischen auch bekommen, da die werde ich mir nur in meinem Schlaf-oder Wohnzimmer bzw. am Schreibtisch im Wiener Praxiszimmer geben.
Der Posamentenhändler
Bei meiner übervollen 2014 Leseliste habe ich inzwischen resigniert, lasse einiges aus und lese das, was ich heuer wirklich noch lesen will, da sind die Geburtstagsbücher dabei und dann die aktuelleren, interessanten Bücherschrankfunde, wie Koytek & Steins “Der Posamentenhändler”, “Leo Perutz Preis” von 2011, aber eigentlich habe ich von dem Buch schon im Dezember 2010 gehört, da verloste es Klaudia Zotzmann, auf ihrem Adventkalender, ich habe es nicht gewonnen, dafür Andreas Pittler “Chuzpe”, dann gewann es beim Hauptverband und vor einiger Zeit im Bücherschrank gefunden, spannend, spannend und mich interessierend. Das Duo Koytek, Stein hat inzwischen, glaube ich, weitere Bücher geschrieben und auf der Buch-Wien vorgestellt und habe mich jetzt über das an die 470 Seiten Buch hergemacht, das wirklich nicht sehr leicht zu lesen ist.
Da gibt es einmal einen sehr unkonventionellen Ermittler, vielleicht ist er auch klischeehaft, Conrad Orsini, hatte mal Jus studiert, war dann bei der Polizei, jetzt ist der Privatdetektiv, der ist auch ein besonders guter Beobachter und da wird er einmal von einer Dame besucht, die ihm einen Auftrag gibt.
Hatten wir das nicht schon mal bei Agatha Christie und bei vielen anderen Krimis?
Wir haben natürlich und die Dame erzählt ihm, ihr Vater, der fünfundachtzigjährige Heinrich Novak, seines Zeichen einer der letzten Posamentenhändler Wiens, das sind die, die die Kordeln und die Schnürre, die es früher bei den Vorhängen gab, verkaufen, wurde ermordet.
Die Täter sind schon gefaßt, jugendliche Drogensüchtige, aber die Auftraggeberin, eine Frau Sopphie Pfeifer, fühlt sich um ihr Erbe geprellt und Orsini beginnt zu ermitteln, das heißt er geht in den siebenten Wiener Gemeindebezirk, in die Zieglergasse, dort wo das Literaturhaus und auch der erste offene Bücherschrank steht, ob das Buch von dort her stammt, weiß ich jetzt gar nicht, es könnte ja auch aus dem “Wortschatz” kommen, der alte Heinricht hatte das Geschäft und sein Zinshaus, in dem er mit seiner Frau und seinem Sohn Karl lebte, aber ungefähr an der Stelle des Kastens Zieglergasse/ Westbahnstraße, dem Novak-Land, wie Orsini es nennt und der beginnt dann in dem Grätzel zu recherchieren und Koytek und Stein zeichnen ein Bild von dieser Gasse, wie es es nicht gibt und auch höchstwahrscheinlich 2010, als das Buch entstanden sein dürfte, nicht gegeben hat.
Denn keine Rede vom Literaturhaus und dem Bücherschrank, dafür ist die Zieglergasse Opfer von Bauspekulanten, die die Gasse zu Tode renovieren, Obdachlose Engagieren, damit sie die letzten Mieter vertreiben, bevölkert und Orsini spaziert in den verbliebenen Geschäften herum, einem alten Friseur, eine erotische Trafikantin, ein Altwarentandler, der auch der einzige Freund des pedantischen Heinrich gewesen ist, dabei hat er selber Schwierigkeiten, nämlich Probleme mit einer Paula, einer ehemaligen Polizeikollegin, die trifft er jetzt wieder, bzw. ermittelt er mit ihr und die hat auch ein Kind und saufen tut der gute Conrad auch sehr viel.
Er treibt sich auch herum in der Gegend, trifft einen Kohlenhändler und einen Ingenieur von einer der Baufirmen und dann einen Edip, einen Organisator, der die illegalen Bauarbeiter in einem Notquartier zusammenpfercht. Zuerst wird Orsini zusammengeschlagen, säter Edip, er tut sich mit Paula zusammen, umgeht die Polizei, trifft sich mit der Witwe und den Kindern, und dem Bruder des Toten, der in einem Altersheim, sprich dem Pfelgeheim Baumgarten, das es inzwischen, glaube ich, auch nicht mehr gibt, dahinvegitiert.
Es werden auch zwei Kinderleichen gefunden und mit den Konten des Alten ist auch nicht alles in Ordnung. Am Schluß wird alles aufgeklärt und ein Handy muß sich Orsini im Zuge der Ermittlungen auch noch zulegen, er erwischt ein sehr kompliziertes, kommt damit nicht zuerecht, als alles erledigt ist, erledigt er sich noch von seinem Handy und Orsini ist auch ein ausgeprochener Spaziergänger, ein Wien-Flaneur und so ist das Buch, allen, die das “Unnütze Wien-Wien” mit ein bißchen Spannung gepaart haben wollen, sehr zu empfehlen.
Am Anfang des Buchs steht, daß es mit dem Wahrheitsgehalt, der Orte, etc nicht so ganz stimmt und, daß alle Personen der Handlung natürlich erfunden und etwaige Ähnlichkeiten Zufall sind und bei der Preisverleihung damals, wurde, glaube ich, erwähnt, daß das Buch am meisten im Sinne Perutz sein soll.
Das kann ich, da ich den noch nicht gelesen habe, nicht beurteilen, ein eher ungewöhnlicher und sehr dicker Krimi würde ich sagen, ein ungewöhnlicher Ermittler und ansonsten alle brennenden packenden Thmen, die man sich von einem Kriminalroman erwartet, wie ich unlängst wieder hören konnte.
Wildganspreis an Norbert Gstrein
Jetzt kommt wieder die Zeit der Preisverleihungen und eine Einladung zum “Wildganspreis”, ein Preis, den ich beispielsweise sehr gerne bekommen würde, ist vor zwei Jahren das erste Mal an mich ergangen.
Da hat ihn Arno Geiger bekommen, den ich ja schon von seinen literarischen Anfängen, 1996 bei seiner ersten Bachmannpreis-Lesung” kenne, voriges Jahr war Olga Flor die Preisträgerin und da bin ich nach der Verleihung in die “Alte Schmiede” zum Peter Henisch Symposium gehastet und einen Tag vorher oder nachher gab es “Literatur im Musa” und das gibt es morgen auch, beziehungsweise wurde da Olga Flor, die erste “Veza Canetti Preisträgerin”, ein Preis, den ich ebenfalls sehr gerne…, eh schon wissen, aber ich bekomme ja nicht einmal einen Aufenthalt in einer Autorenwohnung zugesprochen und zur Teilnahme zu Anthologen werde ich außer, beim alljährlichen Volksstimmefest auch nicht eingeladen und morgen werden wir wahrscheinlich nach Harland fahren, weil der Alfred gerade angerufen hat, daß er in Frankfurt zwischengelandet ist und um Mitternacht hier sein wird und dann zu seiner Mutter will und ich muß, ganz richtig, nicht zu jeder Preisverleihung gehen, tue das aber ganz gern, da ich mich ja immer noch sehr für Literatur interessiere und Norbert Gstrein kenne ich, glaube ich, auch seit seiner Bachmannpreislesung.
Damals erschien er mir sehr experimentell und seine ersten Bücher haben “Einer” und “Anderstag”, das letztere habe ich, glaube ich, einmal irgendwo um einen Euro bekommen, aber noch nicht gelesen.
Dafür “Selbstportrait mit einer Toten”, das habe ich mir von meinem Buchgutschein, den ich bei meinem ersten “Luitpold Stein Preis” im Jahr 2000, gewonnen habe, eingetauscht und bin einmal spät von einer Supervision im Pflegeheim Klosterneuburg kommend, in die “Alte Schmiede” gekommen, habe eigentlich gedacht, die Lesung wäre schon vorbei, sie hat aber erst begonnen und ich habe mir das Buch signieren lassen, obwohl ich ja kein Signiertyp bin.
“Die ganze Wahrheit” habe ich gelesen, ich liebe ja Schlüßelromane und “Die englischen Jahre” stehen, glaube ich, auf meiner Leseliste und da war ich einmal bei einer Lesung im Literaturhaus, wo der Autor auf einen Fehler in seinem Buch hingewiesen wurde.
Bei einer Lesung von “Wem gehört eine Geschichte” in der “Gesellschaft für Literatur” war ich auch einmal und voriges Jahr ist er mit “Eine Ahnung vom Anfang” auf der Longlist des dBp gestanden.
Ein sehr interessanter Tiroler Autor, der inzwischen in Hamburg lebt und als ich vor sechs in das Haus der Industrie am Schwarzenpergplatz gekommen bin, wurden schon Gläser herumgetragen und Brötchen ausgeteilt, so daß ich im ersten Moment dachte, ich wäre vielleicht zu spät gekommen.
War aber nur das Vorspiel und Margit Hahn habe ich im Publikum gesehen, Barbara Neuwirth, die mit Marianne Gruber in der Jury ist, aber nicht und die Familie Wildgans, die sonst immer vorgestellt wurde, schien diesmal auch zu fehlen.
Arno Geiger war aber da und von der Industriellenvereinigung hat dann bald auch ein Herr eröffnet und erzählt, daß er Gstreins letzten Roman gelesen habe.
Vielleicht gehört das zu den Preisverleihungszeremonien, es gibt auch immer einen Büchertisch und der Laudator Karl Heinz Ott gab dann eine Einführung in das Gstreinsche Werk.
Wo beginnen und wem gehören die Einfälle, war in etwa die Conclusio. Dann kam der Preisträger an Wort und beeindruckte mich in seiner Festrede, die “Die Wolke” hieß, daß er sich auf Dave Eggers “The Circle” bezog.
“Wow!”, dachte ich und revidierte einige Vorurteile, die ich eventuell hatte. Aber der Laudator lobte in seiner Rede, auch Norbert Gstreins Vielseitigkeit und das scheint auch zuzutreffen.
Die Rede bezog sich auf die Allmacht der Computer und die Frage, wie weit sie die menschliche Kreativität ersetzen können und schwenkte dann zum “Wildganspreis” beziehungsweise zu Jorge Borges, der gesagt haben soll, er würde nicht eher sterben, bevor er den Nobelpreis bekäme. Er ist es dann, aber auch sehr alt geworden und Norbert Gstrein, der 1961 geborene, hat jetzt den Wildganspreis endlich erreicht, der, wie ich mich noch an Barbara Neuwirths Worte im vorigen Jahr erinnern kann, ein Preis für die “Mittleren” also die Autoren zwischen vierzig und sechzig ist.
Norbert Gstrein bedankte sich bei allen Beteiligten und wies auf die im Publkum anwesenden Kollegen, wie Margit Hahn und Arno Geiger hin.
Mich kennt er nicht und Norbert Leser, auch ein eifriger Veranstaltungsbesucher, von dem ich übrigens vor kurzem ein Buch im Bücherschrank gefunden habe, hat er übersehen, aber das ist ja auch eher ein Politiker.
Nachher gab es nochmals Brötchen und kleine köstliche Süßigkeiten. Ich habe mich mit Margit Hahn sehr lange unterhalten und Norbert Gstrein nach dem Namen des Buchs gefragt, wo ein Schriftsteller einer erschöpften Ärztin seine psychische Befindlichkeit erzählt. Er gab mir freundlich Auskunft, daß das das “Selbstportrait mit einer Toten” ist, so daß ich hier zitieren konnte, ohne erst in meinem Bibliothekskatalog nachzuschauen.
Phantasie und Wirklichkeiten
Wieder einmal “Textvorstellungen” in der “Alten Schmiede”, diesmal moderiert von Renata Zuniga, die mich ja für den 2. 12. auch zu solchen eingeladen hat und unter dem Motto “Phantasie und Wirklichkeiten”, drei sehr starke Texte von drei Frauen, von denen mir zwei schon bekannt waren, die nur scheinbar und auf dem ersten Blick nicht zusammenpassten, präsentierte.
Denn was ist Phantasie und Wirklichkeit, das “Mädchen von Ravensbrück” von Susanne Ayoub, wo ich schon einmal bei einer Lesung war, ist wahrscheinlich nicht erfunden.
Aber keine reine Biografie, wie die Autorin betonte, sondern, weil sie in einem “Ravensbrück-Gedenkverein” Mitglied ist und zu den diesbezüglichen Sitzungen geht, eine Mischung von vielen Geschichten, die des Mädchens Leni, das in für ihre Mutter Widerstand in einer kommunistischen Gruppe leistet, verahftet, verhört und gefoltert wird, sich eine Phantasiegestalt ausdenkt und nach dem Krieg in eine Ausstellung geht, wo sie Informationen über ihren damaligen Folterer bekanntgibt, nur leider hatte der einen falschen Namen.
Erfunden höchstwahrscheinlich auch nicht viel an der Geschichte von Christl Greller “Stiegenhäuser”, die im Erzählband “Im Narrenturm” enthalten ist und die von einem Stiegenhaus erzählt, wo man in der Nacht Geräusche hört, die Schritte von einem Zeitungsausträger wahrscheinlich, ein Mann aus dem nahen oder fernen Osten, ein Flüchtling, Gastarbeiter oder Asylant, wie das halt so ist und die Leute herkommen, die die schlechtesten Jobs machen und dann wiederholt sich die Geschichte, geht Haifa, Beirut und Ramalla und immer sind es dieselben Stiegenhäuser, nur manchmal sind sie mehr oder weniger angeschossen und haben nur mehr Treppen, aber keine Wände und auch keine Austräger, die ihre Zeitungen hinauftragen und der Kreis schließt sich und kehrt wahrscheinlich wieder nach Wien zurück, wo es der Sohn einer der Frauen in einer der Städte ist, der seine Zeitungen in das heile Haus schleppt, die Angst ist aber überall gleich und Kriegserinnerungen, vielleicht an Ravensbrück wird es vielleicht auch hier noch geben.
Christl Greller hat, wie Renata Zuniga erzählte, einen Preis dafür bekommen und ich habe den dramatischen Aufbau als sehr originell und spannend empfunden, was auch für die dritte Geschichte, der mir bisher unbekannten Dorothea Nürnberg gilt, die wahrscheinlich mehr der Phantasie zuzuordnen ist, aber vielleicht auch nicht ganz und auch an dieser Geschichte, war für mich Realistin etwas faszinierendes, warum bin nicht ich auf diese Idee gekommen, aber ich bin ja eigentlich keine Katzenfreundin, obwohl ich manchmal Katzenbücher lese und am “Katzenfasching” teilnehme, schamanisch bin ich auch nicht und das ist wohl der Ursprung von “Gatito der kleine Katzenprinz” und die Autorin ist Katzenmutter beziehungsweise Liebhaberin und der Gatito, was auf Spanisch Kätzchen oder Kater heißt, ist wohl auch wirklich und gehört zum Haushalt der Autorin und ich dachte nach den starken Kriegsgeschichten, was soll jetzt das Märchen vom gestiefelten Kater? Habe mich geirrt und war fasziniert von der Idee, daß da eine Katze herumgeht und ihre Aufgabe darin sieht, einer depressiven Pianistin, einem dementen Pensionisten und einem kleinen Mädchen zu helfen und ich glaube auch, das passiert in der Wirklichkeit, kann passieren, obwohl mir, ich wiederhole, der schamanische Hintergrund fehlt und ich von den Indianern in den Regenwäldern und ihren Beziehungen zu Tieren keine Ahnung habe und so haben diese drei Texte doch sehr gut zusammengepasst und man sieht wieder, wieviel an guter Literatur und guten Einfällen, jenseits des Mainstreams und der Listendiskussion passiert und daß es gut ist, sich dafür zu interessieren, weil da zu Einfällen kommt, beziehungsweise sehr interessante Geschichten und Texte kennenlernen kann.