{"id":41924,"date":"2016-02-01T23:34:12","date_gmt":"2016-02-01T22:34:12","guid":{"rendered":"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=41924"},"modified":"2016-02-01T23:34:12","modified_gmt":"2016-02-01T22:34:12","slug":"salzburg-buechertour","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=41924","title":{"rendered":"Salzburger B\u00fcchertour"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/20160130-163844\/\" rel=\"attachment wp-att-41935\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-41935\" src=\"https:\/\/literaturgefluester.files.wordpress.com\/2016\/02\/20160130-163844.jpg?w=300\" alt=\"20160130-163844\" width=\"300\" height=\"225\" \/><\/a><\/p>\n<p>Der Alfred hatte ja im <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/08\/15\/zwei-geburtstage-und-ein-fest\/\">August seinen sechzigsten Geburtsta<\/a>g und da vom Martin einen Gutschein f\u00fcr zwei Kabarettkarten bekommen.<\/p>\n<p>Er wollte zu Simone Solga gehen, aber die ist erst im Oktober in Wien, daf\u00fcr war sie am Samstag in Salzburg, so hat der Alfred eine Wochenendfahrt nach Salzburg organisiert und mit dem Martin und der Zaruhi sind wir schon vor zwei Wochen in den Rabenhof zu den &#8220;Gro\u00dfen Knallern mit Robert Pfaller&#8221; gegangen.<\/p>\n<p>Jetzt bin ich nicht gerade ein Kabaretttyp, weil ich oft nicht lustig finde, wor\u00fcber sich die Leute vor Lachen w\u00e4lzen, aber eine Salzburgfahrt kann sich in literarischer Sicht sicher lohnen, so habe ich <a href=\"https:\/\/buecherwurmloch.wordpress.com\/2016\/01\/04\/crazy-shit-das-buecherwurmloch-shooting\/\">&#8220;B\u00fccherwurmloch&#8221;<\/a>, die dort in der N\u00e4he wohnt, als sie von einem Salzburger-Fotoshooting berichtet, die Frage gestellt, ob sie wisse, wo sich dort der offene B\u00fccherschrank befindet?<\/p>\n<p>Tobias Nazemi hat mir den entsprechenden Link geschickt und siehe da, es gibt nicht nur einen, sondern gleich mehrere solcher Schr\u00e4nke, beziehungsweise Telefonzellen in der vergleichsweise kleinen Stadt und in der wohnt auch meine Autorenkollegin <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/04\/29\/salzburg-lesung\/\">Margot Koller, mit der ich ja schon einmal in Salzburg<\/a> gelesen habe und die ich meistens in Wien bei der <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/10\/24\/autorenversammlung\/\">GAV-GV<\/a> aber auch bei <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/01\/27\/verlagsvertrag\/\">Literaturveranstaltungen<\/a> treffe.<\/p>\n<p>Die habe ich angerufen, beziehungsweise angemailt und auch nach den B\u00fccherschr\u00e4nken gefragt und sie antwortete, sie wisse etwas viel Besseres und hat auch ein B\u00fcchlein dar\u00fcber geschrieben, das sie mir bei der letzten GAV gegeben hat.<\/p>\n<p>&#8220;Im Paradies der B\u00fccher &#8211; eine Plauderei in 11 Kapiteln&#8221; hei\u00dft es und das mu\u00dfte ich erst finden, habe ich es n\u00e4mlich damals im Oktober auf die Leseliste gesetzt und auf den B\u00fcchersto\u00df geworfen, dann habe ich es am Samstag in meine Tasche gesteckt, dazu Margit Schreiners &#8220;Haus Frauen Sex&#8221;, das ich gerade gelesen habe, eigentlich wollte ich mir Erich Landgrebes &#8220;Adam geht durch die Stadt&#8221; wegen dem Salzburgbezug mitnehmen, aber Margit Schreiner habe ich gelesen, hat dort auch einmal gelebt und in den Rucksack, die Toilettetasche, ein Nachhemd, Unterw\u00e4sche und Hausschuhe und in Salzburg habe ich den diesbez\u00fcglich leeren Rucksack in meine gro\u00dfe gr\u00fcne Tasche gestopft und gedacht, eigentlich h\u00e4tte ich ihn in Wien lassen k\u00f6nnen oder auch nicht, wenn ich B\u00fccher in den Schr\u00e4nken finde, habe ich gen\u00fcgend Platz zum Transportieren.<\/p>\n<p>Margot Koller hat uns schon in dem Hotel, das der Alfred f\u00fcr zwei N\u00e4chte bestellt hat, erwartet und wir sind, weil das Wetter sehr sch\u00f6n war, losgezogen in Richtung Kapuzinerberg, dort hat auch einmal Stephan Zweig gelebt und den Herrn Landeshauptmann haben wir auch getroffen und bei der ARGE-Kultur, wo das Kabarett stattfand, gab es gleich den ersten offenen B\u00fccherschrank, spich eine B\u00fccherzelle, vom Leiter des Literaturhauses initiiert und dort, welch \u00dcberraschung, lag v\u00f6llig neu und ungebraucht die &#8220;Widerstandsanthologie&#8221;, die der &#8220;Milena Verlag&#8221; 2000 herausgegeben hat und wo ich auch einen Text drinnen habe.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/20160131-105107a\/\" rel=\"attachment wp-att-41938\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-41938\" src=\"https:\/\/literaturgefluester.files.wordpress.com\/2016\/02\/20160131-105107a.jpg?w=300\" alt=\"20160131-105107a\" width=\"300\" height=\"225\" \/><\/a><\/p>\n<p>Also hatte ich schon ein sch\u00f6nes Geschenk f\u00fcr Margot Koller, die in ihrem Buch ja von einem\u00a0 &#8220;Recyclinghof&#8221; geschrieben hat, aus dem sie sich ihre B\u00fccher holt und damit schon ein ganzes Regal gef\u00fcllt hat.<\/p>\n<p>Am Sonntag nach dem Fr\u00fchst\u00fcck, das Wetter war leider nicht sehr gut, sind wir dann zu einer B\u00fccherschranktour aufgebrochen und als erstes zum Literatruhau gefahren, wo es die zweite von Thomas Friedmann initierte Telefonzelle gibt, das Salzburger Literaturhaus befindet sich inzwischen am H. C. Artmannplatz, der, glaube ich, im Sommer so genannt wurde und eine Gedenktafel gibt es auch, im Literaturhaus fand gerade eine Schreibwerkstatt mit Gudrun Seidenauder statt, so da\u00df wir die laufende Ausstellung nicht besichtigen konnten, aber in der Telefonzelle gab es eine Menge Simmel-B\u00fccher, &#8220;Die Ausgesperrten&#8221; von Elfriede Jelinek und auch ein altes Kriegstagebuch aus dem Jahr 1941- 1945, dann f\u00fchrte uns Margot Koller zu einem Schrank, den es in meiner Liste gar nicht gibt, n\u00e4mlich zu dem beim K\u00fcnstlerhaus und dort gab es ein Buch eines mir unbekannten Schweizer Autors und eines einer Slowenin aus der &#8220;Edition Korrespondenzen&#8221;.<\/p>\n<p>Dann fuhren wir zu Margot Kollers Keller, wo sie mir ihre Sch\u00e4tze zeigte und mich aussuchen lie\u00df und da fand sich tats\u00e4chlich <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/12\/11\/in-pluschgewittern\/\">Wolfgang Herrndorfs<\/a> &#8220;Tschik&#8221;, Lisa Fischer <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/10\/11\/morde-in-dobling\/\">&#8220;Lina Loos<\/a>-Biografie&#8221;, ein Buch der<a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/04\/21\/lesetheaterauffuhrung-irmgard-keun\/\"> Irmgard Keun<\/a> und wo ich\u00a0 Diana Kempfs Der vorsichtige Zusammenbruch&#8221; gefunden habe, kann ich jetzt gar nicht mehr sagen.<\/p>\n<p>Die Tasche wurde jedenfalls voll, das Wetter war noch immer schlecht, trotzdem sind wir zum Schlo\u00df Heilbronn aufgebrochen, wo es im Sommer Wasserspiele und ein Felsentheater gibt.<\/p>\n<p>Das war sehr toll und na\u00df sind wir sowieso geworden, so da\u00df wir den Nachmittag wieder, wie beim letzten Mal im &#8220;Augustiner Breust\u00fcbel&#8221; verbrachten, diesmal im geheitzten Saal und ein Faschingsfest hat dort auch stattgefunden.<\/p>\n<p>Das Abendprogramm war dann eine Kinovorstellung und die war auch sehr literarisch, n\u00e4mlich die Verfilmung von <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/04\/09\/business-class\/\">Martin Suters<\/a> &#8220;Die dunkle Seite des Mondes&#8221; und weil wir in dem Hotel zwei N\u00e4chte bleiben mu\u00dften, war noch Zeit f\u00fcr das &#8220;Literaturarchiv&#8221;, wo es eine Ausstellung \u00fcber Pater Thomas Michels gab und uns eine freundliche Dame Erich Landgrebes B\u00fccher zeigte und ein Notizbuch von Stephan Zweig aus dem Tresor holte.<\/p>\n<p>Dann ging es zur\u00fcck nach Wien und da fand zuf\u00e4lligerweise in der &#8220;Alten Schmiede&#8221; auch ein Programm mit Salzburg-Bezug n\u00e4mlich eine &#8220;Stunde der literarischen Erleuchtung&#8221; mit einer Handke Erz\u00e4hlung und dann die Pr\u00e4sentation von Jochen Jungs Schriftsteller Episodenroman, wie es Kurt Neumann in seiner Einleitung nannte &#8220;Zwischen Ohldorf und Chaville&#8221; statt, so da\u00df ich, obwohl ich es nicht vorhatte umdisponierte und vom Hauptbahnhof gleich in die Sch\u00f6nlaterngasse gefahren bin.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Alfred hatte ja im August seinen sechzigsten Geburtstag und da vom Martin einen Gutschein f\u00fcr zwei Kabarettkarten bekommen. 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