{"id":41856,"date":"2016-01-26T22:08:57","date_gmt":"2016-01-26T21:08:57","guid":{"rendered":"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=41856"},"modified":"2016-01-26T22:08:57","modified_gmt":"2016-01-26T21:08:57","slug":"reisen-wir","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=41856","title":{"rendered":"Reisen wir?"},"content":{"rendered":"<p>W\u00e4hrend im Literaturhaus die GAV beziehungsweise Helmut Rizy drei ober\u00f6sterreichische Autoren vorstellte, ging es in der &#8220;Gesellschaft f\u00fcr Literatur&#8221; zumindest auf dem ersten Blick ums reisen, stellte n\u00e4mlich Mirko Bonne seinen ersten Erz\u00e4hlband &#8220;Feuerland&#8221; und Wilhelm Hengstler den bei &#8220;Droschl&#8221; erschienen Roman, Memoir oder &#8220;doppeltesReisebuch&#8221; &#8220;flu\u00dfabw\u00e4rts, flu\u00dfabw\u00e4rts&#8221; vor und ich habe mich gegen Rudolf Habringer, Waltraud Seidlhofer und Walter Kohl entschieden, weil ich Mirko Bonne, den 1965 in Tegernsee geborenen und in Hamburg lebenden n Autor kennenlernen wollte, der<a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/08\/25\/die-longlist-leseproben\/\"> 2013 mit &#8220;Nie wieder Nacht&#8221;<\/a> auf der Shortlist des dBp und 2009 mit &#8220;Wie wir verschwinden&#8221;, da habe ich ihn kennengelernt.<\/p>\n<p>Dann kam Alfred bibliophile WU-Kollegin und verkaufte um je zwei Euro ihre Buchbest\u00e4nde darunter &#8220;Der eiskalte Himmel&#8221; 2006 erschienen, das steht immer noch auf meiner Leseliste und &#8220;Nie mehr Nacht&#8221; habe ich dann voriges Jahr im Schrank gefunden.<\/p>\n<p>Da\u00df er einen Erz\u00e4hlband namen &#8220;Feuerland&#8221; geschrieben hat, wu\u00dfte ich nicht und die &#8220;Gesellschaft f\u00fcr Literatur&#8221; war auch nicht besonders voll, Marianne Gruber moderierte und entschied im Vorgespr\u00e4ch, da\u00df der 1944 in Graz geborene Willi Hengstler, der mir\u00a0 vom Namen her ein Begriff war und von dem ich &#8220;fare&#8221; auf der LL habe, beginnen soll.<\/p>\n<p>Sie hielt auch eine ihrer sehr langen und sehr gelehrten bem\u00fchten Einleitungen, die Mirko Bonne, glaube ich, zum L\u00e4cheln brachte, wies auf Gemeinsamkeiten zwischen beiden hin, da\u00df sie n\u00e4mlich da\u00df &#8220;er&#8221; zum &#8220;Ich&#8221; machen w\u00fcrden oder umgekehrt, wenn ich es richtig verstanden habe.<\/p>\n<p>Und&#8221; flu\u00dfabw\u00e4rts flu\u00dfabw\u00e4rts&#8221; ist, wie schon der Name sagt eine doippelte Reisegeschichte und auch ein deja vue Erlebnis, denn da will einer mit dem Rad die Donau hinunter ans schwarze Meer fahren, bereitet sich darauf schon vor, dann bekommt er einen stechenden Schmerz im Bein und mu\u00df den Sommer statt auf dem Rad im Spital verbringen. Da beschlie\u00dft er aus dem Spitalsaufenthalt eine Reise im Kopf oder Zimmer zu machen und als er sp\u00e4ter gesund wird, holt er die Reise nach und geht dabei, wie Marianne Gruber in ihrer Einleitung erw\u00e4hnte, an seine Grenzen, denn er ist ja offenbar schon \u00fcber siebzig, will, wie alle M\u00e4nner, wie Marianne Gruber vermutete, keine Schw\u00e4che zugeben, ringt sich die Fahtrt also ab und die beiden Geschichten d\u00fcrften auch ineinander verschachtelt sein und richtig, au\u00dfer seiner Frau nimmt er noch &#8220;Proust auf seine Reise mit.<\/p>\n<p>Wo ist da das Deja vue Erlebnis werden meine Leser vielleicht fragen?<\/p>\n<p>Nun 2007 bin ich mit <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/02\/28\/ruth-aspocks-buchpremiere\/\">Ruth Asp\u00f6ck<\/a> und der Dichterkarawane die Donau von Ybbs bis Regensburg entlanggefahren und dann zur\u00fcck gekommen und habe in<a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/auszug_trotzdem.html\"> &#8220;Und Trotzdem&#8221;<\/a> meine Helga Schwarz eine Krebsdiagnose bekommen lassen, worauf sie beschlie\u00dft mit dem Rad bis an das schwarze Meer zu fahren.<\/p>\n<p>Interessant, interessant, die Parallelen und dann kam Mirko Bonne an die Reihe und Marianne Gruber erz\u00e4hlte von den elf Erz\u00e4hlungen, die den Band umfassen, die erste hei\u00dft der &#8220;Eichelh\u00e4her&#8221;.<\/p>\n<p>Da erz\u00e4hlte sie den Inhalt nach und interessant ist, da\u00df es dem Protagonisten, der sich vorher von seiner Mutter verabschiedet hat, um auf eine Reise ins &#8220;Feuerland&#8221; zu gehen, \u00e4hnlich schlecht, wie vorher vielleicht Wilhelm Hengstlers Erz\u00e4hlfigur ging. Er kommt auch, wie Mirko Bonne dann erkl\u00e4rte, gar nicht ins Feuerland an und das ist das Gemeinsame der Geschichten, das zwar in allen irgendwo das Feuerland vorkommt, aber keine der Geschichten dort spielt.<\/p>\n<p>Mirko Bonne hat lange an den Erz\u00e4hlungen gearbeitet, Romankapitel, Auftragsarbeiten und auch Geschichten, die Romane werden h\u00e4tten sollen, hineinverwoben und las die zw\u00f6lfte, die nicht in dem Buch enthalten ist, weil sie der Verlag nicht wollte, wo V\u00e4terlein Stalin Boris Pasternak anruft und von ihm will, da\u00df er sich f\u00fcr Ossip Mandelstamm einsetzt.<\/p>\n<p>Das hatte ich schon einmal, beziehungsweise vor kurzem \u00fcber <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2016\/01\/02\/amerikatz\/\">Ossip Mandelstamm gelesen<\/a> und Mirko Bonne las dann noch eine &#8220;Der Ku\u00df&#8221; genannte Geschichte, wo sich das Feuerland in einem Buch befindet und ein Vermieter sich in die Freundin seines Mieters verliebt, bezeihungsweise mit ihr Pfingsten verbringt.<\/p>\n<p>&#8220;Ist der Ku\u00df real?&#8221; fragte am Ende Marianne Gruber.<\/p>\n<p>&#8220;Er er\u00f6ffnet dem Leser Vorstellungen oder Weiten!&#8221;, antwortete, glaube ich, Mirko Bonne und ich fragte mich, wie wohl er sich bei der Lesung gef\u00fchlt haben mag?<\/p>\n<p>Er hatte aber, glaube ich, Fans beziehungsweise Experten im Publkum und die wollten wissen, wieso einer der soviele Romane geschrieben hat pl\u00f6tzlich Erz\u00e4hlungen schreibt?<\/p>\n<p>Die Antwort habe ich schon beschrieben und\u00a0 ist auch f\u00fcr mich interessant, denn ich habe ja als n\u00e4chstes auch ein <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2016\/01\/19\/drei-geschichten-von-ilse-tielsch\/\">Erz\u00e4hlprojekt <\/a>vor und meine pers\u00f6nliche Antwort w\u00e4re, weil ich ein wenig ausgeschrieben bin, will ich mich an k\u00fcrzere Texte wagen.<\/p>\n<p>Das mag ein wenig unprofessionell klingen oder auch sein, &#8220;literarische Restlverwertung&#8221; hat es <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/06\/08\/die-zeit-und-wir\/\">Christl Greller<\/a>, die auch im Publikum war, genannt und Mirko Bonne hat ihr widersprochen, aber ich werde mir meine Themen ja erst erwerfen oder finden.<\/p>\n<p>Habe heute wieder einen sehr interessanten literarischen Abend gehabt und einen Autor kennengelernt, den ich, wie ebenfalls Marianne Gruber, die von ihm noch wissen wollte, ob er Hemingway mag, erw\u00e4hnte, wahrscheinlich sobald nicht mehr sehen werde, freue mich auf &#8220;Nie mehr Nacht&#8221;, den &#8220;Eiskalten Himmel&#8221; und nat\u00fcrlich auch auf die Erz\u00e4hlungen, wenn ich sie mal finden sollte, bezeihungsweise auf die, die ich vielleicht demn\u00e4chst schreiben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>W\u00e4hrend im Literaturhaus die GAV beziehungsweise Helmut Rizy drei ober\u00f6sterreichische Autoren vorstellte, ging es in der &#8220;Gesellschaft f\u00fcr Literatur&#8221; zumindest auf dem ersten Blick ums reisen, stellte n\u00e4mlich Mirko Bonne seinen ersten Erz\u00e4hlband &#8220;Feuerland&#8221; und Wilhelm Hengstler den bei &#8220;Droschl&#8221; &hellip; <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=41856\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[17],"tags":[2081,513,134,3577,1645,5352],"class_list":["post-41856","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-veranstaltungen","tag-dbp-2009","tag-dbp-2013","tag-gesellschaft-fuer-literatur","tag-mirko-bonne","tag-reisetexte","tag-wilhelm-hengstler"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/41856","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=41856"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/41856\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=41856"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=41856"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=41856"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}