{"id":41663,"date":"2016-01-15T12:41:51","date_gmt":"2016-01-15T11:41:51","guid":{"rendered":"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=41663"},"modified":"2016-01-15T12:41:51","modified_gmt":"2016-01-15T11:41:51","slug":"zustands-und-schreibbericht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=41663","title":{"rendered":"Zustands- und Schreibbericht"},"content":{"rendered":"<p>&#8220;Wie geht es mit dem neuen Schreibprojekt der Transgendergeschichte Paul und Paula?&#8221;, werden meine Leser vielleicht fragen.<\/p>\n<p>Nun wahrscheinlich so, wie vor ein paar Jahren mit der <a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/auszug_paulanebel.html\">&#8220;Paula Nebel&#8221;<\/a>, die mich ja in eine Krise st\u00fcrzte und anschlie\u00dfend zum <a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/auszug_literaturgefluester.html\">&#8220;Literaturgefl\u00fcster-Texte-Buch&#8221;<\/a>, meinem einunddrei\u00dfigsten Selbstgemachten f\u00fchrte und ansonsten gar nichts \u00e4nderte.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/auszug_kerstinsachterl.html\">Das<\/a><a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/auszug_sterben.html\"> hei\u00dft<\/a><a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/auszug_dreizehn.html\"> ich<\/a><a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/auszug_bruederschaft.html\"> habe<\/a> <a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/auszug_vergessen.html\">weiter <\/a><a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/auszug_miranda.html\">geschrieben<\/a><a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/auszug_vater.html\"> und<\/a> <a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/auszug_selma.html\">geschrieben<\/a>, wurde zum Leidwesen vom Alfred immer schneller dabei und hatte gleichzeitig das Gef\u00fchl ausgeschrieben zu sein.<\/p>\n<p>Das hatte ich auch im November und Dezember, als ich am &#8220;<a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/11\/21\/der-advent-war-im-november\/\">Adventkalender&#8221;<\/a> schrieb, beziehungsweise korrigierte. Jetzt kann ich nichts mehr Neues schreiben, jetzt ist alles angeschrieben und dann unbeachtet geblieben, jetzt werde ich vielleicht im neuen Jahr ein paar Skizzen machen, etcetera.<\/p>\n<p>Dann kam die Idee zu <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/12\/28\/lieblingsbuecher\/\">&#8220;Paul und Paula&#8221;<\/a>,\u00a0 ich habe, w\u00e4hrend ich korrigierte, die ersten Notizen gemacht.<\/p>\n<p>Was ich hatte, war eine Einstiegsszene, Paul triff Paula in der &#8220;Villa&#8221;, er tr\u00e4gt ein rotes Seidenkleid und singt mitllerweile Zarah Leander oder Marlene Dietrich in eben diesen Lokal.<\/p>\n<p>Ob das der Prolog ist oder ab in die Vergangenheit der Beiden, um zu erkl\u00e4ren, wie es dazu kam, da\u00df sie wurden, wie sie sind oder die Einstiegsszene war mir lange nicht klar, auch nicht ob die Beiden zusammenkommen?<\/p>\n<p>Die Einstiegsszene, weder Prolog, noch erstes Kapitel genannt, habe ich dann in der <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2016\/01\/07\/schreibgruppe-und-musterbuch\/\">ersten Schreibgruppe des Jahres,<\/a> also letzten Donnerstag geschrieben.<\/p>\n<p>Da hatte ich mich schon ein bi\u00dfchen in die Transgenderliteratur eingelesen, es gibt ja auch zuf\u00e4llig gerade einen diesbez\u00fcglichen Film und mir einige &#8220;You-tube-Videos&#8221; angesehen.<\/p>\n<p>Spannend vielleicht auch, da\u00df das Thema der Schreibgruppe K\u00fcnstler war, denn Transvestiten, sind Kunstfiguren erkl\u00e4rte in der Diskussion Klaus Khittl und schickte mir einiges Material, damit ich mich in das Thema einlesen kann.<\/p>\n<p>Ob ich das will und soll oder die Geschichte frei aus dem Bauch ganz naiv sich entwickeln lassen, war mir zu diesem Zeitpunkt nicht ganz klar. Aber, da\u00df ich dazu, \u00e4hnlich, wie bei der <a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/auszug_mimi.html\">&#8220;Mimi&#8221;<\/a> einen Probleleser brauche, ist schon wichtig und fein, wenn es einen gibt.<\/p>\n<p>Dann habe ich wieder losgeschrieben, ab letzten Freitag, glaube ich und es gibt bis dato 14\u00a0 711Worte, cirka 32 Seiten und 11 Szenen und ich habe in der letzten Woche zwischen meinen Stunden und am Wochenende geschrieben und geschrieben.<\/p>\n<p>Habe erste Ideen entwickelt und Material gesammelt. Den Prolog weggelassen und es gleich mit Paul beziehungsweise Paula beginnen lassen. Die ersten vier Szenen spielen in der &#8220;Valla&#8221;, dann besucht Paul seine Schwester, Paula geht laufen, der Paul singt in der &#8220;Villa&#8221;: &#8220;Kann denn Liebe S\u00fcnde sein&#8221;, mit K\u00fc\u00dfchen in die Menge und entsprechenden Schwungaufschlag, wiederholt das nocheinmal bei seiner Schwester beim Geburtstagsfest seiner dreizehnj\u00e4hrigen Nichte und freundet sich dazwischen ganz vorsichtig und unverbindlich mit\u00a0 Paula an, bei der sich die Schatten der Vergangenheit melden.<\/p>\n<p>Die Mutter ruft an, der Vater hat Diabetes und grauen Star, ein Fu\u00df soll amputiert werden und er m\u00f6chte sich mit seiner Tochter auss\u00f6hnen. Sie bekommt wieder Panikattacken und sieht Gespenster auf der Stra\u00dfe.<\/p>\n<p>So weit, so what und klingt eigentlich ganz gut, nicht wahr?<\/p>\n<p>Aber und das ist vielleicht das Problem, so ist es mir mit <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/04\/03\/lese-und-schreibbericht\/\">&#8220;Paula Nebel&#8221;<\/a> vor ein paar Jahren vielleicht auch gegangen. Da habe ich auch ohne Konzept Szene f\u00fcr Szene vor sich hingeschrieben war nach <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/04\/08\/ruckzugsgedanken\/\">sechzig bis siebzig Seiten fertig<\/a> und habe gebloggt, ich bin in der Krise.\u00a0<a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/10\/12\/vorschau-auf-paula-nebel\/\"> &#8220;Paula Nebel&#8221;<\/a> ist trotzdem erschienen und hier ist das Problem, da\u00df ich eigentlich noch nicht wirklich wei\u00df, wo ich hin will und auch nicht wie es weitergeht.<\/p>\n<p>Auch kein Problem, k\u00f6nnte man meinen, denn merke dir endlich, liebe Eva, ein Roman schreibt sich nicht in einer Woche, das braucht <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2016\/01\/09\/quantitaetskriterien\/\">Jahre<\/a> und das scheint auch die Profis von den Amatueren und den Gebrauchsschreibern zu trennen.<\/p>\n<p>Also das Ganze noch einmal durchgehen, die Schneeflockenmethode hernehmen, clustern oder ein neuerliches Brainstorming machen, was alles noch passieren kann. Die Handlung von A-Z konzipieren oder mir m\u00f6gliche Szenarien aufschreiben.<\/p>\n<p>Eine Idee habe ich ja noch,\u00a0 ins &#8220;Sigmund Freud Museum&#8221;, wo\u00a0 Paula gearbeitet hat, k\u00f6nnte ich auch zur\u00fcckgehen und\u00a0 Paul hat eine Nichte, die vielleicht magers\u00fcchtig ist, also w\u00e4re das ja schon Stoff.<\/p>\n<p>Beim Szenarienschreiben und geduldig wieder von vorne anfangen, war ich ja nie gut, aber vielleicht w\u00e4re das eine Chance, mich weiterzuentwickeln, statt wieder nur das N\u00e4chste anzufangen, den Februarroman zum Beispiel, um bei Jaqueline Vellguts Pl\u00e4nen zu bleiben.<\/p>\n<p>Ich will ja endlich einmal ein Jahr f\u00fcr ein Rohkonzept brauchen und m\u00fc\u00dfte mir vielleicht auch \u00fcberlegen, wie ich mit dem Material, das ich habe, einen Roman aufbaue.<\/p>\n<p>Am Wochenende korrigieren und plotten und am Mittwoch vielleicht in der Stadt spazieren und Szenen sammeln, in die Theorie kann ich mich auch noch einlesen, mit Betroffenen sprechen, etcetera.<\/p>\n<p>Im Hintergrund lauert, glaube ich, die Angst, da\u00df es wieder nichts wird, bei der &#8220;Paula Nebel&#8221; und dem Folgeprojekt <a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/auszug_wiedergeborene.html\">&#8220;Die Wiedergeborene&#8221;<\/a> war es <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/12\/31\/qualereien\/\">so<\/a> und, ich glaube, inzwischen die Hauptursache der <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/04\/22\/neue-wege-oder-standortklarung\/\">Krise<\/a>, war das mangelnde Feedback.<\/p>\n<p>Denn was ist, wenn mir der gro\u00dfe Wurf gelingt und niemand merkt es und niemand geht hin?<\/p>\n<p>Und da hatte ich gestern in der <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2016\/01\/14\/wien-literarisch-betrachtet\/\">&#8220;Alten Schmiede&#8221;<\/a> auch wieder deprimierende Erfahrungen, habe ich da ja wieder die <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/02\/23\/von-den-ig-autoren-zur-anderen-buchmesse\/\">Journalistin<\/a> getroffen, die mir seit zwei Jahren verspricht, da\u00df sie mich irgendwann ganz sicher interviewen wird,&#8221;Im Juni melde ich mich, wenn das mit der Radioschiene klappt!&#8221;, etcetera und der Journalist oder Autor war auch da, den ich vor <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/09\/29\/literaturhausfeiern-iii-iv\/\">ein paar Jahren<\/a> einige meiner B\u00fccher f\u00fcr eine Literaturhausrezension gegeben habe, was ja auch nicht und nicht zu klappen scheint.<\/p>\n<p>Da hat der <a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/rezension.sophie.jf.html\">Janko Ferk zwar die der &#8220;Sophie Hungers&#8221;<\/a> gemacht, aber wenn ich es versuche, scheint es nicht zu klappen, weil kein Geld oder &#8220;Eigenverlag wollen wir nicht!&#8221; oder was auch immer&#8230;<\/p>\n<p>Keine sehr rosigen Alternativen also, aber wenn ich nicht zu schreiben aufh\u00f6ren will, bleibt mir nichts anderes \u00fcber, als weiterzumachen und versuchen aus dem &#8220;Paul und Paula-Thema&#8221; einen ultimativen Roman zu machen, ganz egal, ob das jemanden auff\u00e4llt oder nicht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8220;Wie geht es mit dem neuen Schreibprojekt der Transgendergeschichte Paul und Paula?&#8221;, werden meine Leser vielleicht fragen. 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