{"id":41389,"date":"2016-01-06T00:44:33","date_gmt":"2016-01-05T23:44:33","guid":{"rendered":"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=41389"},"modified":"2016-01-06T00:44:33","modified_gmt":"2016-01-05T23:44:33","slug":"dies-herz-das-dir-gehoert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=41389","title":{"rendered":"Dies Herz, das dir geh\u00f6rt"},"content":{"rendered":"<p>Jetzt gehts an den Anfang der <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/leseliste\/\">2016-Leseliste<\/a> und zu einem Buch von Hans Fallada aus dem &#8220;Aufbau-Verlag&#8221;, das ich 2013 aus der &#8220;Abverkaufskiste&#8221; von <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/04\/22\/zum-begrabnis-von-friedl-hof-bauer\/\">&#8220;Malota&#8221;<\/a>, den es nicht mehr gibt, gezogen habe.<\/p>\n<p>Dann habe ich es zuerst auf die 2013 Leseliste getan und dann irgendwie, wegen des <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/11\/16\/die-jungen-von-der-paustrase\/\">Ungarn-Aufenthalts <\/a>wahrscheinlich, umgetauscht und jetzt beginne ich das neue Jahr und meine <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2016\/01\/05\/buecher-schnitzeljagd\/\">&#8220;Alte B\u00fccher Challenge&#8221;<\/a> mit einem Buch von Hans Fallada oder Rudolf Dietzen, wie der 1893 in Greifswald geborene, wirklich gehei\u00dfen hat,\u00a0 von dem ich, die B\u00fccherschr\u00e4nke machen es m\u00f6glich, schon einiges gelesen habe und einiges, wie beispielsweise den <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/03\/02\/wer-einmal-aus-dem-blechnapf-frist\/\">&#8220;Blechnapf&#8221; <\/a>oder die <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/05\/09\/bauern-bonzen-und-bomben\/\">&#8220;Bonzen&#8221;<\/a> habe ich eher langatmig empfunden, dieses Buch \u00fcberraschenderweise nicht, was vielleicht damit zu tun hat, da\u00df es &#8220;Aufbau&#8221; erst in den Neunzehnneunzigerjahren herausgegeben hat und da\u00df es, wie im Klappentext steht, 1939 eigentlich ein Nazi-Propagandafilm mit Zarah Leander werden sollte. Der ist dann nicht zustande gekommen. Das Buch ist aber, wie ein Filmscript mit sehr viel Dialog geschrieben und das macht es es spannender, als das andere, das ich von Fallada gelesen habe.<\/p>\n<p>Es geht, k\u00f6nnte man sagen, um die &#8220;Fallanda- Themen&#8221;, die <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/05\/30\/kleiner-mann-was-nun\/\">kleinen Leute<\/a> am Alexanderplatz oder auch um eine Liebesgeschichte zwischen einem jungen Mann aus gutem Haus und einem reschen feschen Fr\u00e4uleinvom Land, beziehungsweise Verk\u00e4uferin in der Markthalle.<\/p>\n<p>Hannes und Hanne und es geht gut aus, wie ein M\u00e4rchen, steht im Klappentext und ich liebe ja Courths-Mahler. \u00c4hnlichkeiten zum heutigen Leben gibt es auch, nicht nur, weil die Hanne ein <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/09\/01\/vorschau-auf-die-pensionsschockdepression-oder-selmas-kopftuch\/\">Kopftuch<\/a> tr\u00e4gt, wenn sie ihre \u00c4pfel und Zitronen verkauft.<\/p>\n<p>Das Buch ist in vier Teile gegliedert, der erste Teil beginnt mit einem Arbeiteraufstand. Eine Fabrik soll wegen Arbeitsmangel, auch sehr aktuell, geschlossen werden.<\/p>\n<p>Die Arbeiter stehen davor und wollen hinein, da kommt der junge Herr Johannes, dem mit seiner Mutter und dem \u00e4lteren Bruder, die Fabrik geh\u00f6rt und verspricht den Arbeiter das mit der Familie zu regeln.<\/p>\n<p>Er kann sich gegen seinen Bruder aber nicht durchsetzen. So geht er nach Amerika, wird dort selber Arbeiter und f\u00e4hrt mit dem Scheck der Mutter wieder nach Haus, nachdem er es nicht aush\u00e4lt, am Flie\u00dfband nur Muttern zu drehen.<\/p>\n<p>Er kommt krank in Hamburg an, verpasst die Mutter, kommt dann nach Berlin, verl\u00e4\u00dft die Villa aber wieder, nachdem er h\u00f6rt, wie sein betrunkener Bruder \u00fcber ihn spricht und geht in die Martkhalle am Alexanderplatz, um sein Schicksal, n\u00e4mlich seine Hanne kennenzulernen.<\/p>\n<p>F\u00fcr sie schleppt er gleich Kisten, obwohl er doch Fieber hat, sie bringt ihn\u00a0 in ihr M\u00e4dchenzimmer, im Haus der Tante, an deren Marktstand sie bedient.<\/p>\n<p>Eine Intrige gibt es gleich auch und einen Diebstahl in den Hannes verwickelt wird. Das tapfere M\u00e4dchen l\u00e4\u00dft ihn aber nicht im Stich, so lebt sie mit ihm in wilder Ehe. Er wird Prokurist bei einem H\u00e4ndler,\u00a0 will nicht nach Hause und kann sie deshalb nicht heiraten, weil er keine Papier hat.<\/p>\n<p>Das geht bis zum dritten Akt gut, dann kommt wieder eine Intrige. Der B\u00f6sewicht schmei\u00dft eine Kiste auf Hanne, er st\u00fcrtzt sich vor, liegt darauf im Koma, so da\u00df Hanne nicht umhin kommt, die Mutter zu verst\u00e4ndigen, die sich ohnehin schon die Augen, um ihren J\u00fcngsten ausgeweint hat. Alles wird gut und die Hanne eine resche fesche Fabriksbesitzerin mit &#8220;56\u00a0 Lieferautos und 43 Buchhalter&#8221; wie die Tante sagt.<\/p>\n<p>Fein, da\u00df kein Nazifilm daraus geworden ist und fein, da\u00df &#8220;Aufbau&#8221; Fallada jetzt wieder herausgibt. So ist &#8220;Jeder stirbt f\u00fcr sich allein&#8221; vor ein paar Jahren erschienen. Das m\u00fc\u00dfte ich noch lesen,\u00a0 der &#8220;Trinker&#8221; kursierte k\u00fcrzlich im Netz und &#8220;Der kleine Mann&#8221; steht, glaube ich, auf der Fr\u00fchliings-Aufbau-Vorschauliste.<\/p>\n<p>Und noch eine <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/09\/21\/kastelau\/\">Verlinkung<\/a> zu einem nie gedrehten Nazifilm<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jetzt gehts an den Anfang der 2016-Leseliste und zu einem Buch von Hans Fallada aus dem &#8220;Aufbau-Verlag&#8221;, das ich 2013 aus der &#8220;Abverkaufskiste&#8221; von &#8220;Malota&#8221;, den es nicht mehr gibt, gezogen habe. 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