{"id":40030,"date":"2015-11-23T20:40:40","date_gmt":"2015-11-23T19:40:40","guid":{"rendered":"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=40030"},"modified":"2015-11-23T20:40:40","modified_gmt":"2015-11-23T19:40:40","slug":"vierundvierzig-gedichte-von-reinhard-priessnitz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=40030","title":{"rendered":"Vierundvierzig Gedichte von Reinhard Priessnitz"},"content":{"rendered":"<p>Der 1945 geborene Reinhard-Priessnitz ist mir eigentlich haupts\u00e4chlich als Namenstr\u00e4ger des <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/10\/27\/priessnitz-preis-an-anna-elisabeth-mayer\/\">&#8220;Priessnitz-Preises&#8221; <\/a>bekannt, der immer Ende Oktober zu seinem Geburtstag im Literaturhaus an einen meist\u00a0 experimentell j\u00fcngere Autorin oder einen j\u00fcngeren Autor, vergeben wird, bekannt.<\/p>\n<p>Stimmt nicht ganz, bei einem der B\u00fcchert\u00fcrme die es bei der &#8220;Literatur im M\u00e4rz&#8221; einmal gegeben hat, habe ich einen seiner Werkb\u00e4nde gefunden, aber noch nicht gelesen und Anfang dieses Monats war ich im Literaturhaus bei der <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/11\/04\/in-memorian-und-vierter-nanowrimotag\/\">&#8220;In Memoriam-Lesung&#8221;<\/a>, da hat Ferdinand Schmatz auch die &#8220;Vierundvierzig Gedichte&#8221;, das einzige zu Lebzeiten erschienene Priessnitz-Buch vorgestellt.<\/p>\n<p>Ansonsten war\u00a0 der Name f\u00fcr mich eine Legende, wie der von Norbert C. Kaser, der inzwischen, glaube ich, eher vergessen ist, da habe ich mir in den Neunzigerjahren einmal ein Buch gekauft, da\u00df das bei Reinhard Priessnitz nicht\u00a0 so passiert,\u00a0 sorgt, glaube ich, der &#8220;Priessnitz-Preis, die &#8220;Alte Schmiede&#8221; und der Nachla\u00dfverwalter oder Werkherausgeber Ferdinand Schmatz, der diese &#8220;Stunde der literarischen Erleuchtung&#8221; auch gemeinsam mit Konrad Priessnitz, den 1974 geborenen Sohn, der auch an der Sprachkunst studiert hat und inzwischen Sonette ver\u00f6ffentlicht hat, gestaltete.<\/p>\n<p>Das hei\u00dft eigentlich hat er sie fast allein gestaltet, denn Konrad Priessnitz ist erst kurz vor Ende gekommen und hat ein paar der Gedichte gelesen, die Ferdinand Schmatz vorher schon kommentierte und Kurz Neumann hat eingeleitet und erz\u00e4hlt, da\u00df Priessnitz kurz vor seinem Tod ein Symposium in der &#8220;Alten Schmiede&#8221; unter dem Titel &#8220;Unvollendet&#8221; oder so, vorbereitet hat.<\/p>\n<p>Er hat auch \u00f6fter in der &#8220;Alten Schmiede&#8221; gelesen. Ich glaube an die f\u00fcnfzehn Mal in verschiedenen Rollen. Als Autor, Lektor und Kollegem wie Kurt Neumann betonte, der auch seine Kollegalit\u00e4t hervorgehoben hat. Ich war glaube ich, bei keiner dieser Lesungen, also fast ein Debut und auch eine \u00dcberraschung, denn nachdem ich bis jetzt geh\u00f6rt habe, habe ich mir einen sehr experimentellen Dichter vorgestellt und so hat ihn <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/01\/22\/wien-rhapsodie\/\">Ferdinand Schmatz<\/a>, der das ebenfalls ist und Sprachkunstprofessor auch beschrieben und von Montage gesprochenm beziehungsweise einen Briefwechsel mit einem Freund vorgeselesen, wo Priessnitz sich auf sein Dichten bezieht und beschreibt, wie er monitert, neue Worte schafft, in dem er Silben verschiebt, Dialket und anderes einarbeitet, etcetera.<\/p>\n<p>Dann gibt es aber durchaus Konventionelles unter den Gedichten zu h\u00f6ren, einiges was sich fast oder wirklich reimt, also eine \u00dcberraschung und ein Grund ihn zu lesen, vielleicht wenigstens die &#8220;Texte aus dem Nachla\u00df&#8221;, die in meinen Regalen\u00a0 schlummern.<\/p>\n<p>Ferdinand Schmatz, der Professor hat sehr viel erkl\u00e4rt und erl\u00e4utert, von seiner Begegnung mit dem Dichter und dem Mi\u00dftrauen, das er damals gegen Gedichte hatte, gesprochen, was ich ich sehr interessant gefunden habe. Der Dame neben mir, ist es zu viel gewesen, so da\u00df Sie &#8220;Fangen Sie doch endlich zu Lesen an!&#8221;, gerufen hat.<\/p>\n<p>Da hatte Ferdinand Schmatz aber schon einiges gelesen und er hat auch mit dem Gedicht &#8220;Premiere&#8221; begonnen.<\/p>\n<p>Dann gibt es zwei &#8220;Schneegedichte&#8221;, die ich als konventionell interpretieren w\u00fcrde. In den Brief an den Freund, schreibt Priessnitz auch, da\u00df einiges gelang, einiges nicht.<\/p>\n<p>&#8220;Da wird sich die Literaturwissenschaft wohl fragen, was das nicht Gelungene ist!&#8221;, \u00e4tzte Ferdinand Schmatz.\u00a0 Ging\u00a0 zum letzten Gedicht \u00fcber und &#8220;der blaue Wunsch&#8221; wurde zweimal gelesen, zuerst von Schmatz, dann von Konrad Piessnitz.<\/p>\n<p>Das Gedicht &#8220;Mund&#8221; d\u00fcrfte eher der konkreten Poesie angeh\u00f6ren und Ferdinand Schmatz erw\u00e4hnte auch den starken Bezug zur <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/04\/12\/2-tage-reden-uber-h-c-artmann\/\">Wiener Gruppe<\/a>, zu<a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/10\/06\/sprachenkuenstler-jandl\/\"> Ernst Jandl <\/a>und <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/06\/03\/von-friederike-mayrocker-zu-ceja-stojka\/\">Friederike Mayr\u00f6cker.<\/a><\/p>\n<p>Sehr spannend, diese Wiederbelebung und die Freunde oder Piressnitzfans waren im Publikum auch zu finden.<\/p>\n<p>Hans J\u00f6rg Zauner, auch ein &#8220;Neue Texte-Autor,&#8221; die Heimrad B\u00e4cker &#8220;Edition&#8221;, die dann von &#8220;Droschl&#8221; \u00fcbernommen wurde, wo auch die &#8220;Priessnitz-Werke&#8221; erschienen sind.<\/p>\n<p>Angelika Kaumfann, <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/09\/13\/die-globalisten\/\">Peter Rosei,<\/a> <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/01\/13\/von-richard-schubert-zu-gerhard-jaschke\/\">Gerhard Jaschke<\/a>, <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/10\/31\/priessnitz-preis-2012\/\">Judith Nika Pfeifer,<\/a> Heinz R. Ungar und und&#8230;<\/p>\n<p>Ich habe sicher einige vergessen und ebenso interessant, da\u00df die Nicht-Lyrikerin, die ich ja bin, f\u00fcr meinen <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/11\/21\/der-advent-war-im-november\/\">&#8220;Adventkalender&#8221;<\/a> vor einigen Tagen, beziehungsweise mitten in der Nacht ein Gedicht geschrieben hat, wo ich\u00a0 auch\u00a0 experimentiert beziehungsweise verdichtet habe:&#8221;<\/p>\n<p>&#8220;Weihnachtswald, Weihnachtskind,<\/p>\n<p>Weihnachtsmann, komm her geschwind<\/p>\n<p>Weihnachtsfrieden, ach genau<\/p>\n<p>Weihnachtsmann sucht Weihnachtsfrau&#8221;<\/p>\n<p>Mit Priessnitz sicherlich nicht zu vergleichen, ich finde es aber auch sehr dicht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der 1945 geborene Reinhard-Priessnitz ist mir eigentlich haupts\u00e4chlich als Namenstr\u00e4ger des &#8220;Priessnitz-Preises&#8221; bekannt, der immer Ende Oktober zu seinem Geburtstag im Literaturhaus an einen meist\u00a0 experimentell j\u00fcngere Autorin oder einen j\u00fcngeren Autor, vergeben wird, bekannt. 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