{"id":37353,"date":"2015-07-20T00:51:00","date_gmt":"2015-07-19T22:51:00","guid":{"rendered":"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=37353"},"modified":"2015-07-20T00:51:00","modified_gmt":"2015-07-19T22:51:00","slug":"lektuere-vor-dem-schlafengehen-die-alten-und-die-neuen-haeuser","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=37353","title":{"rendered":"Lekt\u00fcre vor dem Schlafengehen &#8211; Die alten und die neuen H\u00e4user"},"content":{"rendered":"<p>Beim vorigen <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/04\/19\/spazieren-am-see\/\">Osterspaziergang der LitGes<\/a> in St. P\u00f6lten hat mir Manfred Lagler-Regall, den ich meist dort treffe und der mir gelegentlich kommentiert, ein schwarzes, an eine Dissertation erinnerndes Buch \u00fcbergeben &#8211; &#8220;Lekt\u00fcre vor dem Schlafengehen&#8221;. Beim heurigen <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/03\/28\/zum-osterspaziergang-nach-st-polten\/\">Osterspaziergang<\/a> ist ein kleineres B\u00fcchlein mit einem Haus am schwarz wei\u00dfen Cover &#8220;Die alten und die neuen H\u00e4user &#8211; (ein Tractat in Prosaskizzen)&#8221; dazugekommen, die ich nun gemeinsam besprechen will. Manfred Lagler-Regall wurde, wie ich dem Netz entnehme, in den B\u00fcchern selbst gibt es, obwohl es sich um autobiographische Roman- bzw. Prosaskizzen handelt, keinen Lebenslauf, 1965 geborene, hat\u00a0 das Melker Stiftgymnasium besucht, als Vermessungstechniker gearbeitet\u00a0 und scheint sowohl literarisch, als auch malend und musikalisch t\u00e4tig zu sein, hat au\u00dferdem noch Theologie studiert und ist bei &#8220;Wikipedia&#8221; als freier Mitarbeiter t\u00e4tig. Die &#8220;Lekt\u00fcre vor dem Schlafengehen&#8221; wird vom Autor als &#8220;Roman&#8221; bezeichnet und ist in zwei &#8220;Teile oder H\u00e4user&#8221; aufgegliedert. Das zweite Buch, die &#8220;Alten und die neuen H\u00e4user&#8221; , beide B\u00fccher sind im Eigenverlag erschienen, ist eine Fortsetzung, bzw. Erweiterung des Teil eins, so da\u00df ich den autobiographischen Roman oder den &#8220;Codex Regall&#8221; und das &#8220;Traktat in Prosaskizzen&#8221; in einem besprechen kann und meine, da\u00df die Gattungsbezeichnung &#8220;Prosaskizzen&#8221; treffender ist, obwohl man in beiden B\u00fcchern auch\u00a0 viel Autobiographisches erf\u00e4hrt und Manfred Lagler-Regall, sein Alter Ego Franz L., auch\u00a0 viel von sich erz\u00e4hlen l\u00e4\u00dft. Das erste Buch besteht aus zwei Teilen oder\u00a0 aus &#8220;Zwei H\u00e4usern&#8221; und erz\u00e4hlt in fortlaufenden nummerierten Prosaskizzen\u00a0 beispielweise von der Computerausbildung in Wien und dem Leben bei dem Gro\u00dfonkel, dessen Zust\u00e4nde nicht die allerhygienischsten waren, so da\u00df sich Franz L. oft von dem Essen, das ihm der Oheim kochte, grauste. Dann erf\u00e4hrt man aber auch sehr viel von seinen Lekt\u00fcren. Franz L. oder Manfred L. in den B\u00fcchern wird sehr viel abgek\u00fcrzt, was das Lesen nicht unbedingt einfach macht, ist ein sehr belesener Mensch und schreibt von Franz Kafka oder auch vom <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/07\/07\/letztes-bachmannpreiskolloquium\/\">Bachmannpreis 2013<\/a>, wo\u00a0 M. K. <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/12\/15\/die-abenteuer-des-joel-spazierer\/\">(Michael K\u00f6hlmeier<\/a>) merke ich an, die Er\u00f6ffnungsrede hielt und sich dar\u00fcber mokierte, wie M.R.R. sich \u00fcber J\u00f6rg Fauser echauffierte. Er geht\u00a0 auch die &#8220;t\u00e4gliche Runde hinauf zur Burg, wo man an f\u00fcnf Bankerln des J\u00f6rg-Mauthe-Themen Weges vorbei geht, weil J\u00f6rg Maute &#8220;der \u00f6sterreichische erfolgreiche Schriftsteller&#8221; einmal dort Hausherr war. Manfred Lagler- Regall, der sich auch viel mit\u00a0 Theologie besch\u00e4ftigt und eine &#8220;Vater unser Katechese&#8221; zusammengestellt hat, nennt sein Schreiben &#8220;Tratulieren&#8221; und sich selber &#8220;Tratulist&#8221;,\u00a0 berichtet aber auch von seiner Begegnung mit der &#8220;bekannten Schriftstellerin Doris K&#8221;, damit ist wahrscheinlich Doris Kloimstein gemeint, nach deren Treffen im Cafe Schubert vor ein paar Jahren auch den<a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/08\/19\/doris-kloimstein-und-hochsicherheitszone\/#comments\"> ersten Kommentar<\/a> schrieb. So geht es weiter mit der Autobiographie von Franz L. oder Manfred L.,\u00a0 auf Seite einunddrei\u00dfig in den &#8220;Zweiten Teil oder das zweite Haus&#8221; \u00fcber, wo wieder vom Onkel, von den B\u00fcchern, aber auch einige Witze erz\u00e4hlt werden. &#8220;Viele Jahre sind vergangen, trotzdem er, Franz L, sehr gerne liest und gelesen hat, w\u00fcrde er auch etwas Bleibendes schreiben wollen, wonach sich neugierige Leser interessieren w\u00fcrden! Doch wie soll er dies bewerstelligen? und er denkt lange nach!- und schlie\u00dflich trr\u00e4umt er fr\u00f6hlich weiter..!&#8221;, ist noch handschriftlich dazugeschrieben. So endet, die Autobiographie, die Gedankenskizzen eines suchenden, schreibenden, leidenden, gl\u00e4ubigen, hoffenden\u00a0 Menschen,\u00a0 w\u00fcrde ich interpretieren und habe\u00a0 in den Prosaskizzen von 204\/15 oder der dritte Auflage, die wieder &#8220;Erna, Ewin, Edeltraud, der Familie Lagler und noch &#8220;einigen anderen Menschen, Tieren und Pflanzen&#8221;..ect, gewidmet sind, die ersten zwei Teile wiedergefunden. Es gibt aber ein Vorwort, wo, das mit den H\u00e4usern der Familie Lagler erkl\u00e4rt wird, die die Mutter Erna und der Vater Erwin, ein Maurer baute und es gibt auch jeweils sehr sch\u00f6ne Bilder von den H\u00e4usern, was das Ganze handlicher und auch \u00e4sthetischer macht und es gibt auch noch einen dritten und einen viertel Teil. &#8220;Im dritten Haus&#8221; geht es haupts\u00e4chlich um Musik. Manfred Lagler-Regall war, entnehme ich seiner Biografie, auch Gitarrelehrer, hat im Landesblasorchester Nieder\u00f6sterreich Fl\u00fcgelhorn gespielt und er bezieht sich hier auch auf seine musikalischen Erlebnisse. Es gibt auch einige tabelarische Notizen, so wird das Jahr 1984, sein Maturajahr mit einer Tabelle verewigt. Im vierten Teil geht es weiter mit der &#8220;Lebensmitte&#8221;, da werden die Ereignisse von 1987- 1993 beschrieben. Es gibt aber auch Betrachtungen \u00fcber Clemens Brentano, Ernest Hemingway, Georg Trakl und und und. Manfred Lagler-Regall, ist ja, wie er schreibt, ein sehr belesener Mensch, der eine Privatbiblothek mit \u00fcber achthundert B\u00fcchern besitzt, gerne enzyklop\u00e4disch arbeitet und sich auch f\u00fcr Kalendereintragungen\u00a0 interessiert. Sehr umfangreiche originelle Prosaskizzen, wie ich meine, nicht immer leicht zu lesen, aber Franz L. sp\u00fcrt, wie Manfred Lagler-Regall schreibt &#8220;innere Unzufriedenheit mit sich und seinen k\u00fcnstlerischen Unternehmungen, das sind zuletzt st\u00e4rker forciertes Schreiben, also die Schriftstellerei, die Malerei und die Musik, denn Franz L. komponiert auch, hin und wieder das eine oder andere Musikst\u00fcck&#8230;.&#8221;<\/p>\n<p>Manfred Lagler-Regall hat, wie ich dem Netz\u00a0 weiter entnehme, noch zwei weitere B\u00fccher geschrieben &#8220;Tratrulie&#8221; und &#8220;Das Alphabet einer Krise&#8221;.<\/p>\n<p>Bei &#8220;readme.cc.&#8221; kann man sich dar\u00fcber informieren, einige seiner Bilder kann man im Netz auch finden. Ein sehr umfassend k\u00fcnstlerisch interessierter Mensch also, der sich, wie man das auch soll, seine Gedanken \u00fcber den Sinn des Lebens macht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Beim vorigen Osterspaziergang der LitGes in St. P\u00f6lten hat mir Manfred Lagler-Regall, den ich meist dort treffe und der mir gelegentlich kommentiert, ein schwarzes, an eine Dissertation erinnerndes Buch \u00fcbergeben &#8211; &#8220;Lekt\u00fcre vor dem Schlafengehen&#8221;. Beim heurigen Osterspaziergang ist ein &hellip; <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=37353\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[9],"tags":[5093,5088],"class_list":["post-37353","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-buecher","tag-autobiographische-prosaskizzen","tag-manfred-lagler-regall"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/37353","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=37353"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/37353\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=37353"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=37353"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=37353"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}