{"id":36794,"date":"2015-06-23T22:04:59","date_gmt":"2015-06-23T20:04:59","guid":{"rendered":"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=36794"},"modified":"2015-06-23T22:04:59","modified_gmt":"2015-06-23T20:04:59","slug":"magazinprasentation-und-weltbefragung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=36794","title":{"rendered":"Magazinpr\u00e4sentation und Weltbefragung"},"content":{"rendered":"<p>Stephan Teichgr\u00e4ber von der &#8220;Dokumentationsstelle f\u00fcr ost- und mitteleurop\u00e4ische Literatur&#8221;, kenne ich\u00a0 aus der Zeit, als er die Veranstaltungen f\u00fcr die <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2009\/05\/17\/margaretner-literaturgeschichte\/\">&#8220;Szene Margareten&#8221;<\/a> organisierte, mich zu einer bezahlten Lesung mit <a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/auszug_tauben.html\">&#8220;Tauben f\u00fcttern&#8221;<\/a> einlud, vorher hat es mit der honorarlosen Lesung, zu der mich Frau Bezirksrat Steininger eingeladen hat, Schwierigkeiten gegeben, dann hat er noch zweimal die &#8220;Goldene Margarite&#8221;, einen Wettbewerb in der B\u00fccherei Pannaschgasse organisiert, wo au\u00dfer den Margaretner Autoren sehr viele aus Ost und Mitteleuopa auf dem Programm standen, die nicht kamen, weil die Fahrt und die Hotelkosten offenbar nicht bezahlt wurden. Beim <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2009\/04\/14\/margaretner-osterspaziergang\/\">&#8220;Osterspaziergang des ersten Wiener Lesetheaters&#8221;<\/a> waren wir in der &#8220;Dokumentationsstelle&#8221; in der Spengergasse und jetzt hat er mich zu dem <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/05\/29\/literarischer-lernz-in-centrope\/\">Literaturfestival ins Theaterbrett<\/a> eingeladen und mir da eine Einladung zu einer Buchpr\u00e4sentation in die Spengergasse eingeladen. Magazinpr\u00e4sentation &#8220;why nICHT&#8221;, das klingt geheimnissvoll und spannend, von der Komparatistik ist irgendwo auch noch wo was gestanden und dort ist Stephan Teichgr\u00e4ber auch, glaube ich, Professor und Dienstag siebzehn Uhr ging sich auch gut aus, denn um sieben war in der &#8220;Alten Scmiede&#8221; wieder einmal <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/05\/11\/weltbefragung\/\">&#8220;Weltbefragung&#8221;<\/a>. Stephan Teichgr\u00e4ber breitete dann in der Dokumentationsstelle auf einem Lesetisch alle Magazine aus, die dort gesammelt werden, viele sind in Wien, wie er meinte, sonst nicht zu bekommen und ein j\u00fcngerer blonder Mann, Raoul Eisele, wie ich herausfand, stellte den etwa zehn bis zw\u00f6lf anwesenden Personen, das Magazin vor, das f\u00fcr die Studierenden an der Literaturwissenschaft gedacht ist. Texte von Studenten dort wurden von ihm und zwei anderen gesammelt und der Titel sollte einerseits auf die Zweisprachigkeit, Deutsch und Englisch hinweisen und anderererseits auf das &#8220;Why not&#8221;, &#8220;Warum soll ausgerechnet ich nicht schreiben?&#8221;, eine Frage, die ich mir auch \u00f6fter stelle bzw. darauf noch keine befriedigende Antwort habe. F\u00fcnfunddrei\u00ed\u00dfig Literaturwissenschaftsstudenten haben Texte eingereicht, die zwanzig sprachlich besten wurden ausgew\u00e4hlt. <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/07\/19\/unter-dreisig\/\">Nadja Spiegel<\/a> und ein paar andere, die schon l\u00e4nger schreiben, sind dabei und die Genre waren offen, Gedicht, Prosa, Romanausschnitt, auch einiges an Slam und Rap offenbar und was ich nicht ganz verstanden habe, beziehungsweise eher ungew\u00f6hnlich fand, die &#8220;Alice vom Wunderland&#8221;, beziehungweise, der Hase, der dort eine Rolle spielt, ziert das Cover, denn das Wunderland, soll offenbar eine Einladung in die Phantasie bedeuten. Als das dann erkl\u00e4rt, beziehungsweise vorgestellt war, begannen die Lesungen. Franziska Gartner hatte eine sehr spannende Geschichte von einer &#8220;Achana&#8221;, die im Zug f\u00e4hrt und dabei an ihre Kindheit, beziehungsweise an das kleine M\u00e4dchen, das sie dort h\u00fctete, denkt, oder war es umgekehrt, die Erz\u00e4hlerin ist die Kleine und denkt an die Babysitterin, die bald das Dorf verlassen hat. Eine andere junge Frau, namens Franca Schwab las von den &#8220;Stillen Weggef\u00e4hrten&#8221;, dann las Raoul Eisele den Text des abwesenden Erasmus Hoffmann namens &#8220;Zeitgeist&#8221; ein fast philosophisches Gedicht, das gut zu der sp\u00e4teren Veranstaltung passte und dann seinen eigenen englischen Text &#8220;Revolution&#8221;. Dann konnte man Fragen stellen, beziehungsweise das Heft um vier Euro, den Selbstkostenpreis kaufen, es erscheint in kleinster Auflage, eben\u00a0 &#8220;on demand&#8221;, ohne Subvention, soll Semesterweise erscheinen, vielleicht sp\u00e4ter mit einem Thema und die Germanisten und die Theaterwissenschaftler haben auch schon ihre eigene Literaturzeitschrift, was ich, die ich ja gestern bei der <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/06\/22\/taschentricks\/\">Studentenabschlu\u00dflesung des &#8220;Hochschullehrgangs f\u00fcr Sprachkunst&#8221;<\/a> war, f\u00fcr eine spannende Idee halte und\u00a0 auch der Meinung bin, da\u00df jeder schreiben soll, der es will, why not, nat\u00fcrlich, das ist ja jetzt ganz leicht und billig und als ich mich in den sp\u00e4teren Neunzehnsiebzigerjahren im <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/05\/24\/vierzig-jahre-matura-vierzig-jahre-schreiben\/\">&#8220;Arbeitskreis schreibender Frauen&#8221; literarisch sozialisierte<\/a>, haben wir\u00a0 auch ein Heftchen mit unseren Texten herausgebracht, ob wir es vorgestellt haben, wei\u00df ich nicht mehr. Das geplante Buch &#8220;Gewalt gegen Frauen, Frauen gegen Gewalt&#8221; ist dagegen leider nicht erschienen, in der &#8220;Alten Schmiede&#8221; haben wir aber, ich glaube, so etwa 1980 gelesen und auch beim &#8220;Volksstimmefest&#8221;. Danach bin ich, weil es sich zeitlich ausgegangen ist, in die &#8220;Alte Schmiede&#8221; gegangen, wo Ilija Trojanow den dritten Teil seiner &#8220;Weltbefragung&#8221; pr\u00e4sentierte, den ersten mit Christian Felber zum Thema &#8220;Wohlstand&#8221; habe ich geh\u00f6rt und mich gewundert, da\u00df es so voll war, obwohl das ja eigentlich keine literarische Veranstaltung war, jetzt war es wieder voll und ich sp\u00e4t dran, so da\u00df ich zuerst keinen und sp\u00e4ter nur einen der reservierten ersten Reihe Pl\u00e4tze ergattern konnte und dabei mit einem &#8220;h\u00f6heren&#8221; Herrn \u00fcber die\u00a0 &#8220;Hierarchien&#8221; diskutierte.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/09\/15\/vom-funften-in-den-vierten\/\"> Da bin ich neben <\/a>Robert Sommer gesessen, den ich fragte, wie der zweite Abend mit Stephan Schulmeister war? Aber er war da nicht und hat auch nichts im &#8220;Literaturgef\u00fcster&#8221; dar\u00fcber gefunden, nat\u00fcrlich nicht, denn da war ich im &#8220;Literarischen Lenz im Centrope&#8221; und dieses Mal ist es mit Konrad Paul Liessmann, der ein begnadeter Rhetoriker ist, \u00fcber die &#8220;Wahrheit&#8221; gegangen, die Ilija Trojanow mit einer Geschichte \u00fcber einen Richter einleitete, der allen Parteien sagte, sie h\u00e4tten recht, denn die Wahrheit ist wahrscheinlich subjektiv oder ein Konstrukt. &#8220;Aber ich mu\u00df Sie entt\u00e4uschen!&#8221;, warf Liessmann launig ein. &#8220;Die Zeit des Konstruktivismus ist vorbei!&#8221; und unterschied zwischen Wahrheit und Wahrhaftigkeit. Da kommt dann bald die Moral ins Spiel und da mu\u00df man aufpassen, beziehungsweise zwischen wissenschaftlicher und religi\u00f6ser Wahrheit unterscheiden, was zu der interessanten Frage f\u00fchrt, ob der Staat einen Zeugen Jehovas zwingen kann, an seinem Kind eine Bluttransformation durchzuf\u00fchren? Es ist dann auch die Frage, wie man es mit der L\u00fcge h\u00e4lt und ob die Werbung die verbreitet und wir sie nur zu gerne glauben. Ob die Politiker l\u00fcgen ist auch so eine Frage und zwischen Macht und Hilflosigkeit wurde auch unterschieden. Eine spoannende Diskussion, der alle lauschten und die am Ende mit der Behauptung endete, da\u00df die Literatur immer recht beh\u00e4lt und \u00fcbrig bleiben w\u00fcrde. So schenkte Ilija Trojanow Konrad Paul Liessmann auch ein Buch, wo vier Schweden\u00a0 in ein Land der Diktatur reisen und das dann als Paradies beschreiben und das die Frage untersucht, wie das bei vier Intellektuellen passieren kann, da\u00df sie sich so t\u00e4uschten. Dazu f\u00e4llt mir Lion Feuchtwanger ein, der 1937 nach Moskau reiste und in seinen &#8220;Reisebericht an Freunde&#8221; das Stalin-Regime sehr lobte. Die Wahrheit, ist eben sehr dehnbar und sehr subjektiv und kann zu den unterschiedlichen Zeiten auch unterschiedlich erlebt, interpretiert und beschrieben werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stephan Teichgr\u00e4ber von der &#8220;Dokumentationsstelle f\u00fcr ost- und mitteleurop\u00e4ische Literatur&#8221;, kenne ich\u00a0 aus der Zeit, als er die Veranstaltungen f\u00fcr die &#8220;Szene Margareten&#8221; organisierte, mich zu einer bezahlten Lesung mit &#8220;Tauben f\u00fcttern&#8221; einlud, vorher hat es mit der honorarlosen Lesung, &hellip; <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=36794\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[17],"tags":[66,209,5065,3471],"class_list":["post-36794","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-veranstaltungen","tag-alte-schmiede","tag-dokumentationsstelle-fuer-ost-und-mitteleuropaeische-literatur","tag-magazinpraesentation","tag-weltbefragung"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/36794","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=36794"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/36794\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=36794"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=36794"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=36794"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}