{"id":36406,"date":"2015-06-06T00:09:24","date_gmt":"2015-06-05T22:09:24","guid":{"rendered":"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=36406"},"modified":"2015-06-06T00:09:24","modified_gmt":"2015-06-05T22:09:24","slug":"unnutzeswienwissen-musik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=36406","title":{"rendered":"Unn\u00fctzesWienWissen-Musik"},"content":{"rendered":"<p>&#8220;Stadtbekannt&#8221; beziehungsweise <a href=\"http:\/\/www.holzbaumverlag.at\/uwwm\/\">&#8220;Holzbaum&#8221;<\/a> macht weiter eifrig mit seiner <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/07\/12\/unnutzes-habsburger-wissen\/\">&#8220;Unn\u00fctzes<\/a>&#8211;<a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/09\/28\/unnutzes-wien-wissen\/\">Wissen<\/a>&#8211;<a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/06\/19\/unnutzes-wienwissen-2\/\">Reihe<\/a>&#8221; und beschert uns solches nun, eh klar, nach Zeiten des Song Contests, der Wiener Festwochen, etc, in Sachen Musik.<\/p>\n<p>Wien und Musik ist sicher ein breites Thema, klischeebeladen und gut f\u00fcr den Export bzw. Fremdenkehr, stehen doch wahrscheinlich nicht umsonst immer mehr junge M\u00e4nner, die oft aus Polen oder Tschechien kommen, verkleidet, als Mozart auf der K\u00e4rntner Stra\u00dfe und bieten denen mit Fotoapparat und Stadtplan in der Hand &#8220;Concerts for the evening!&#8221;, an.<\/p>\n<p>Es ist wahrscheinlich auch die Frage und zu diskutieren, was eigentlich &#8220;unn\u00fctzes Wissen&#8221; ist und dann auch noch sehr interessant, wie sich dieses verkaufen und vermarken l\u00e4\u00dft?<\/p>\n<p>Aber wahrscheinlich verkauft sich das &#8220;Unn\u00fctze&#8221; gerade am besten, k\u00f6nnte ich jetzt frech spekulieren, habe aber schon bei den &#8220;Wien-B\u00fcchern&#8221;, der &#8220;Holzbaum-Verlag&#8221; ist ja so lieb und versorgt mich allem und frischt so mein Wissen \u00fcber die Stadt, der ich ja, ich gebe es zu, sehr verbunden bin, schon weil ich so viel in ihr herumflaniere und sie sehr sehr mag, auf und so w\u00fcrde ich auch das &#8220;Unn\u00fctzeWienWissen&#8221; in Sachen Musik eher als gro\u00dfen Anekdotenschatz bezeichnen, von dem es nicht schaden kann, das B\u00fcchlein, vielleicht wenn man zu einem literarischen, musikalischen oder gesellschaftlichen Salon geht, von denen es vielleicht gar keine mehr gibt, in der Tasche tr\u00e4gt und in Gespr\u00e4chen sein musikalisches Stadt Wien Wissen zu beweisen und solcherart zu brillieren. Vieles davon hat man vielleicht auch schon in der Schule gelernt und mitgesungen, so etwa W. A. Mozarts &#8220;unanst\u00e4ndige Gstanzerls&#8221; und Briefe an das B\u00e4sle &#8220;jetzt w\u00fcnsch ich eine gute nacht, scheissen sie in das bett, da\u00df es kracht&#8221;.<\/p>\n<p>Richtig, das Buch ist in verschiedene Kapitel eingeteilt und da ist das &#8220;Mozartliches&#8221; das erste und wir erfahren, da\u00df, was wir vielleicht eh schon wu\u00dften, es Mozart Spa\u00df machte, F\u00e4kalausdr\u00fccke zu verwenden, er Freimauer war, vom Grafen d`Arco aus dem Haus geschmissen wurde, er einen recht aufwendigen Lebensstil hatte und viel verspielte und sehr viel anderes mehr.<\/p>\n<p>Dann geht es zum Herrn vom R\u00fcbenfeld.<\/p>\n<p>&#8220;Wer ist das?&#8221;, werden meine Leser jetzt fragen.<\/p>\n<p>&#8220;Nie von ihm geh\u00f6rt. Etwa ein Wiener Komponist?&#8221;<\/p>\n<p>Wir sehen also ganz so unn\u00fctz ist der Kauf und die Lekt\u00fcre dieses B\u00fcchleins nicht. Vielleicht kann man es auch bei einer <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/09\/05\/kaffee-in-wien\/\">der<\/a><a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/04\/30\/fruhstuck-und-brunch-in-wien\/\"> Pr\u00e4sentationen<\/a> gewinnen, schmei\u00dft da der Max ja immer ein B\u00e4llchen durch den Raum und wer es auff\u00e4ngt, bekommt ein S\u00e4ckchen mit B\u00fccher aus &#8220;Unn\u00fctzenWien-Reihe&#8221;, um hier nicht zuviel &#8220;unn\u00fctze&#8221; Kauffauforderung zu machen.<\/p>\n<p>R\u00fcbenfeld hei\u00dft auf Holl\u00e4ndisch, habe ich gelesen, offenbar Beethoven und der Ludwig van war gar nicht adelig, sondern ist vom Land, also vom R\u00fcbenfeld gekommen. Wieder was gelernt. Sehr gut setzen!<\/p>\n<p>Er war auch und das habe ich schon von der Schule, hatte ich da ja in der Frau Grete St\u00fcrmer eine ausgezeichnete Musikp\u00e4dagogin, ein widerlicher Zeitgenosse, der oft mit Eiern oder anderen schmi\u00df und Sachen, die er nicht brauchte, aus dem Fenster warf. Vielleicht hat das auch mit seiner allm\u00e4hlichen Vertaubung zu tun, die ihn als Komponisten nat\u00fcrlich \u00e4rgern mu\u00dfte und Probleme mit seinem Kopf beziehungsweise seinen Gebeinen, hatte er, wie Papa Haydn auch.<\/p>\n<p>Da greife ich schon vor, denn das Thema Musiker-Anekdoten hat noch ein anderes Kapitel, zuerst geht es aber, wie in Zeiten, wie diesen zu erwarten, zum Song Contest.<\/p>\n<p>Und da k\u00f6nnte man das Wissen vielleicht wirklich unn\u00fctz bezeichnen, gibt es ja da schon ein <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/03\/15\/the-very-best-of-song-contest\/\">anderes Buch aus dem &#8220;Holzbaum-Verlag&#8221;<\/a> und wenn man es gelesen hat, braucht man das Kapitel vielleicht nicht mehr.<\/p>\n<p>Also lasse ich die Beschreibung aus, um nicht alles stupide von vorne nach hinten nachzuerz\u00e4hlen und damit keine richtige Rezension, sondern nur eine &#8220;\u00f6de&#8221; Beschreibung zu liefern und gehe gleich zum Wiener Lied \u00fcber und das ist ein f\u00fcndiges Thema, denn Wien, Tod und Depression geh\u00f6ren ja zusammen und da kommen die schwarzen V\u00f6gel und die S\u00e4nger st\u00fcrzen sich dann aus den Fenstern der Spit\u00e4ler und damit das Morbide nicht zu ansteckend ist und die Nachahmungsgefahr nicht zu gro\u00df, durften manche Lieder im Rundfunk nicht nicht nach zweiundzwanzig Uhr gespielt werden, weil da die Gefahr sich &#8220;hamzudrahen&#8221; angeblich am gr\u00f6\u00dften ist.<\/p>\n<p>Es gibt Wissenwertes oder Unn\u00fctzes \u00fcber Falco alias Hans H\u00f6lzl zu erfahren und es gibt das Kapitel &#8220;Requiem f\u00fcr Wiens Musiker&#8221;<\/p>\n<p>Da erfahren wir, wie gro\u00df Franz Schubert war, dieses Wissen ist wahrscheinlich wirklich nicht sehr essientiell f\u00fcr die Leistungsgesellschaft, in der wir leben oder doch nat\u00fcrlich, denn es k\u00f6nnte ja dazu\u00a0 animieren, da\u00df man es auch als kleiner Mann oder kleine Frau sehr weit bringen kann und, da\u00df er Mitglied der &#8220;Unsinnsgesellschaft&#8221; war und dort &#8220;Ritter Cimbal&#8221; gerufen wurde. Franz Schubert war auch ein Vielschreiber und hat in seinen einunddrei\u00dfig Lebensjahren, er ist wie Mozart sehr jung gestorben, \u00fcber tausend Werke geschrieben.<\/p>\n<p>Und der &#8220;Radezkymarsch&#8221; ist nicht nur ein Musikst\u00fcck von Johann Strauss, sondern ein ber\u00fchmter Roman von <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/07\/25\/radetzkymarsch\/\">Joseph Roth<\/a>, dessen Dichte und Genialit\u00e4t sich mir leider nur sehr sp\u00e4t erschlossen hat. Das ist vielleicht auch ein St\u00fcck Wien oder Literaturwissen, was nicht besonders interessiert, also wahrscheinlich eher &#8220;unn\u00fctz&#8221; ist.<\/p>\n<p>Interessant ist vielleicht, wenn wahr, nachpr\u00fcfen kann man das alles ja recht schwer, da\u00df Anton Bruckner immer &#8220;wasserdichte Unterhosen&#8221; trug und sich seine Sch\u00fcler den Spa\u00df machten Ratten zu konditieren, bei Wagnert\u00f6nen jagten sie sie herum, bei Brucknerkl\u00e4ngen bekamen sie Zucker, was angeblich funktionierte und den Meister in Staunen versetzte.<\/p>\n<p>Von Johann Nestroy, der ja eher Schauspieler und Dichter war, gibt es zu vermelden, da\u00df er sich \u00fcber die Erh\u00f6hnung der Semmelpreise lustig machte und deshalb einmal mit einem Anzug, der statt Kn\u00f6pfe Semmeln hatte, auftrat, daf\u00fcr kam er in Arrest und mu\u00dfte sich entschuldigen. Er tats mit dem Dank daf\u00fcr &#8220;da\u00df die B\u00e4cker ihm in der Nacht Semmeln durch Schl\u00fcsselloch gesteckt h\u00e4tten.&#8221;<\/p>\n<p>Ich k\u00f6nnte noch und noch aufz\u00e4hlen, der Anekdotenschatz um die Wiener Musik beziehungsweise Musiker scheint reich und unersch\u00f6pflich zu sein.<\/p>\n<p>Ein &#8220;Wien Medley&#8221; und ein &#8220;Kapitel \u00fcber den &#8220;Austropop&#8221; gibt es auch. Also wer alles Unn\u00fctze und vielleicht\u00a0 auch das N\u00fctzliche \u00fcber Wiens Musik\u00a0 erfahren will, dem ist dieses B\u00fcchlein zu empfehlen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8220;Stadtbekannt&#8221; beziehungsweise &#8220;Holzbaum&#8221; macht weiter eifrig mit seiner &#8220;Unn\u00fctzes&#8211;Wissen&#8211;Reihe&#8221; und beschert uns solches nun, eh klar, nach Zeiten des Song Contests, der Wiener Festwochen, etc, in Sachen Musik. 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