{"id":36107,"date":"2015-05-19T01:36:49","date_gmt":"2015-05-18T23:36:49","guid":{"rendered":"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=36107"},"modified":"2015-05-19T01:36:49","modified_gmt":"2015-05-18T23:36:49","slug":"deutsches-lesen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=36107","title":{"rendered":"Deutsches Lesen"},"content":{"rendered":"<p>Vor einiger Zeit bin ich ja auf die Idee gekommen, auf meine jeweiligen Reisen immer die B\u00fccher einzupacken, die in dem Land, in das ich fahre, spielen oder\u00a0 von dortigen Autoren geschrieben wurden. Also nach <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/08\/12\/wieder-zuruck-aus-dem-urlaub\/\">Polen<\/a> B\u00fccher <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/08\/10\/so-wie-du-kann-jeder-aussehen\/\">polnischer Autoren<\/a>, nach<a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/11\/20\/ungarische-literaturimpressionen\/\"> Ungarn ungarische<\/a>, und so weiter und so fort. Da liegt es\u00a0 auf der Hand nach Deutschland, die von Deutschen mitzunehmen, was ja ein Sonderfall ist, da ich meistens Deutsch lesen, obwohl ich sehr davon \u00fcberzeugt bin, da\u00df man in \u00d6sterreich \u00f6sterreichisch spricht und ich auch von der \u00f6sterreichischen Literatur viel halte, sie von der deutschen unterscheide, aber zuf\u00e4llig auf meiner Leseliste bald einige B\u00fccher von Bachmannpreistr\u00e4gern oder Lesern oder solchen, die auf der dBp Liste standen, an die Reihe kommen, die ich mir\u00a0 vor einiger Zeit bei diesem <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/09\/15\/vom-funften-in-den-vierten\/\">&#8220;Augustin-Flohmarkt&#8221;<\/a> kaufte. Also habe ich mir, als wir mit dem Zug und dem <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/05\/20\/mit-dem-rad-von-ulm-nach-regensburg\/\">Klapprad nach Ulm<\/a> gefahren sind, Bernhard Schlinks &#8220;Vorleser&#8221; und einen Erz\u00e4hlband von der 1932 geborenenen Gabriele Wohmann eingepackt, dazu dann auch die <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/05\/18\/lesereise-donau\/\">&#8220;Picus-Lesereise-Donau&#8221;,<\/a> obwohl die ja viel mehr in Bulgarien, Ungarn, Rum\u00e4nien etc, als in Deutschland spielen. Auf meiner Leseliste kommt bald Lisa-Marie Dickmeisters &#8220;Vom Atmen unter Wasser&#8221;,\u00a0 Sudabeh Mohafez &#8220;brennt&#8221;, Alina Bronskys &#8220;Die sch\u00e4rfsten Gerichte der tatarischen K\u00fcche&#8221; und Sabrina Janesch &#8220;Katzenberge&#8221; an die Reihe, aber soviele B\u00fccher kann man ja in zwei kleine Radtaschen nicht packen und so typisch Deutsch sind die B\u00fccher wahrscheinlich auch nicht, obwohl die Autorinnen ja beim Bachmannpreis gelesen haben. Damit also losgefahren und im Zug schon mit der &#8220;Lesereise Donau&#8221; begonnen, in Ulm sind wir dann spazierengegangen, haben herausbekommen, da\u00df dort Susanne Heinrich, die auch schon beim Bachmannpreis gelesen hat, einen Poetry Slam veranstaltet und sind dann in f\u00fcnf Buchhandlungen gelandet, die sehr viele Buchjournale liegen hatten und in der ersten, die auch sehr viele Schulb\u00fccher bzw. religi\u00f6se Literatur liegen hatte, aber auch Vea Kaisers neuen Roman,\u00a0 hat es dann auch das Kinderbuch zum &#8220;Welttag des Buches&#8221; &#8220;Ich schenk dir eine Geschichte&#8221; gegebeben, das ich mir in Wien gar nicht mehr nehme, da ich aber mit dem &#8220;Donaubuch&#8221; schon weit gekommen bin, hatte ich Angst mit meinen drei d\u00fcnnen B\u00fcchern, in der Urlaubswoche vielleicht gar nicht auszukommen. Das k\u00f6nnte ich dann lesen habe ich gedacht und dann die zweite Buchhandlung besichtigt, die eine Mischung zwischen Antiquariat und Museum war, weil immer wieder auch B\u00fccher in Glask\u00e4sten ausgestellt waren und es auch sehr viel antiquarisches gegeben hat und sich das Gesch\u00e4ft auch interessanterweise im &#8220;Unseld-Haus&#8221; befunden hat. Die dritte Buchhandlung geh\u00f6rte auch zu einer Kette bzw. einem Buchclub, dann kamen wir aber zum &#8220;Thalia&#8221; und der verkaufte in gro\u00dfen Kisten, das, was es sonst um 3. 99 um einen euro ab, weil er offenbar geschlossen wird. dazu belauschte ich sp\u00e4ter ein Gespr\u00e4ch zwischen einer Kundin und einer Verk\u00e4uferin, die das sehr bedauerte, aber erst w\u00fchlte ich mich durch die Kisten, die schon ziemlich ausgesucht schienen, aber schlie\u00dflich habe ich achtzehn B\u00fccher zur Kasse getragen und einige von deutschen Autoren, die beim Bachmannpreis gelesen haben, bzw. auf der dBp-Liste standen waren auch dabei. <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/11\/19\/f\/\">Daniel Kehlmanns<\/a> &#8220;Leo Richters Portrait&#8221;, beispielsweise, der z\u00e4hlt wahrscheinlich schon zu den \u00f6sterreichischen Autoren, lebt in Wien und Berlin und vielleicht New York, wurde aber in M\u00fcnchen geboren, dann gab es &#8220;verschwunden&#8221; von Silvia Bovenschen,\u00a0 &#8220;Gewalten&#8221; von dem Leipziger <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/10\/16\/die-nacht-der-lichter\/\">Clemens Meyer<\/a>, &#8220;Mit der Geschwindigkeit des Sommers&#8221; von<a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2008\/09\/16\/verabredungen-mit-mattok\/\"> Julia Schoch<\/a>, &#8220;Vier \u00c4pfel&#8221; von Davon Wagner, &#8220;Unter Paaren&#8221; von Thomas Lang, Michael Lentz &#8220;Liebeserkl\u00e4rung&#8221; und Jakob Heins &#8220;Liebe ist ein hormonell bedingter Zustand&#8221;, also geographisch alles ziemlich durch- und auseinander, aber Deutschland ist ja sehr gro\u00df und wenn man auf meine elendslange Leseliste sieht, wird man merken, da\u00df ich sobald ohnehin nicht zum lesen kommen werde, h\u00f6chstens wenn ich fr\u00fcher fertig bin, habe ich gedacht, k\u00f6nnte ich ja mit dem d\u00fcnnen Kehlmann B\u00fcchlein oder mit der Silvia Bovenschen etc, beginnen. So weit kam es dann nicht und am n\u00e4chsten Tag in Gundelfingen, bin ich aus dem Gasthaus Sonne, wo wir \u00fcbernachteten gegangen und gleich auf die B\u00fccherkiste vor der Stadtb\u00fccherei gesto\u00dfen. &#8220;Zum Verschenken&#8221; stand darauf und das waren auch B\u00fccher \u00fcber Witze und zur Schwangerschaft, es lag aber auch Canettis &#8220;Fackel im Ohr&#8221; darin und f\u00fcr mich besonders interessant das &#8220;Wei\u00dfbuch &#8211; Verf\u00fchrung zum Lesen&#8221; eine Sammlung der sch\u00f6nsten Geschichten aus dem &#8220;Dtv-Verlag&#8221; und da bin ich schon darauf gekommen, da\u00df zu Ingoldstadt die Marie Luise Flei\u00dfer mit ihren &#8220;Pionieren aus Ingoldstadt&#8221; etct passt. Vielleicht finde ich da was darin habe ich gedacht, war nicht so, aber Erz\u00e4hlungen der Gabriele Wohmann gab es zu finden und die sechzehn Erz\u00e4hlungen zur &#8220;Einsamkeit&#8221; habe ich ja nach dem Donaubuch begonnen. In Ingoldstadt gab es , wie in W\u00fcrzburg auch, einen B\u00fccherfr\u00fchling und da lesen die bekannten Autoren wie <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/04\/12\/von-der-entschluselung-der-welt\/\">Robert Seethaler, <\/a><a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/12\/15\/die-abenteuer-des-joel-spazierer\/\">Michael K\u00f6hlmeier<\/a>, Vea Kaiser, etc, man kommt den \u00d6sterreichern in Deutschland also nicht aus und Vea Kaisers neuer Roman war auch in den meisten Buchhandlungen zu finden und dort bin ich dann auch in Regensburg viel herummarschiert, da gibt es auch die &#8220;Dombrowski-Buchhandlung&#8221; der B\u00fcchergilde und die hatten auch sehr sch\u00f6ne Buchjournale, sogar eines \u00fcber das &#8220;Reisen&#8221; mit Texten unter anderen von <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/04\/04\/kontaminierte-landschaften\/\">Martin Pollack<\/a>, also wieder kein Deutscher, aber es gab auch ein Heftchen mit Lyrik Empfehlungen, wo zwar Daniela Strigl <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/04\/11\/otto-stoessel-preis-an-andrea-grill\/\">Andrea Grill <\/a>empfahl aber auch die <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/03\/16\/leipzig-gebloggt\/\">&#8220;Regentonnenvariationen&#8221; von Jan Wagner<\/a> und &#8220;manual numurale&#8221; von <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/04\/20\/dinge-die-wir-heute-sagten\/\">Judith Zander<\/a> vorkamen. Vielleicht ist das \u00d6sterreichische vom Deutschen doch nicht so leicht zu trennen.Ich habe aber jetzt wieder sehr viel Lesestoff und wenn wir demn\u00e4chst wieder nach Leipzig zu Utes sechzigen Geburtstag fahren, werde ich mir wieder etwas entsprechendes mitnehmen, da k\u00f6nnte dann auch der Clemens Mayer passen und w\u00e4hrend ich jetzt wieder zwanzig neue B\u00fccher habe, mit denen ich von Ulm nach Regensburg geradelt bin, was wahrscheinlich ziemlich einzigartig ist, lesen sich deutsche \u00f6sterreichische und schweizer Autoren durch \u00fcber hundertsechzig deutschsprachige Neuerscheinungen um im August die Longlist f\u00fcr den neuen dBP bekanntzugeben und die Liste der vierzehn Autoren, die heuer in Klagenfurt lesen d\u00fcrfen, da werden wahrscheinlich wieder mehr deutsche als \u00f6sterreichische dabei sein, wird es auch bald geben. So einfach ist das eine vom anderen doch nicht zu trennen, obwohl ich nach Leipzig nichts \u00f6sterreichisches mitnehmen werden, h\u00f6chstens das, was ich der Ute als Geschenk mitbringe und das ist wahrscheinlich das <a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/auszug_miranda.html\">&#8220;Miranda Schutzengelchen&#8221;,<\/a> ich hatte aber auch<a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/12\/13\/die-welt-die-ratsel-bleibt\/\"> Anna Migutschs<\/a> &#8220;Zwei Leben und ein Tag&#8221; im Gep\u00e4ck, <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/07\/09\/marx-my-love\/\">Christine Gr\u00e4ns<\/a> &#8220;Helden sterben&#8221;, einen &#8220;irren Wien-Roman&#8221;, wie am Cover steht und Margit Schreiners &#8220;Eskimorolle&#8221;. Swpannend spannend und wahrscheinlich h\u00e4tte ich auch noch genauer auf die byerische Literatur schauen sollen, also den <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/07\/01\/briefe-in-die-chinesische-vergangenheit\/\">Herbert Rosendorfer<\/a> einpacken, wenn ich schon nichts von der Marie Louise Flei\u00dfer habe, aber vielleicht l\u00e4\u00dft sich das einmal im Wortschatz am Margaretenplatz oder in einem der offenen Wiener B\u00fccherschr\u00e4nke finden.<\/p>\n<p>Interessant dazu sind auch die &#8220;Gedanken f\u00fcr den Tag&#8221;, die Cornelius Hell diese Woche dem bayrischen Schriftsteller und Umweltaktivisten Carl Amery zum zehnten Todestag widmet, von dem ich mir einmal bei &#8220;Thalia&#8221; in der Wienerstra\u00dfe &#8220;Das Geheimnis der Krypta&#8221; gekauft und gelesen habe, weil ich ihm nat\u00fcrlich mit dem <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/10\/16\/grundbuch-jean-amery\/\">Jean<\/a> verwechselte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor einiger Zeit bin ich ja auf die Idee gekommen, auf meine jeweiligen Reisen immer die B\u00fccher einzupacken, die in dem Land, in das ich fahre, spielen oder\u00a0 von dortigen Autoren geschrieben wurden. 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