{"id":35721,"date":"2015-04-23T22:48:40","date_gmt":"2015-04-23T20:48:40","guid":{"rendered":"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=35721"},"modified":"2015-04-23T22:48:40","modified_gmt":"2015-04-23T20:48:40","slug":"vom-buchertauschfest-zur-unmoglichen-aussicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=35721","title":{"rendered":"Vom B\u00fcchertauschfest zur unm\u00f6glichen Aussicht"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/literaturgefluester.files.wordpress.com\/2015\/04\/20150423-175958.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/literaturgefluester.files.wordpress.com\/2015\/04\/20150423-175958.jpg?w=199\" alt=\"20150423-175958\" width=\"199\" height=\"300\" class=\"alignleft size-medium wp-image-35720\" \/><\/a><\/p>\n<div id=\"attachment_35717\" style=\"width: 209px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/literaturgefluester.files.wordpress.com\/2015\/04\/20150423-174715.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-35717\" src=\"https:\/\/literaturgefluester.files.wordpress.com\/2015\/04\/20150423-174715.jpg?w=199\" alt=\"Eva Jancak\" width=\"199\" height=\"300\" class=\"size-medium wp-image-35717\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-35717\" class=\"wp-caption-text\">Eva Jancak<\/p><\/div>\n<p>Am 23. April ist der Welttag des Buches, der, glaube ich, in \u00d6sterreich zum f\u00fcnfundzwanzigsten Mal gefeiert wird und ich bin\u00a0 wahrscheinlich 1997 auf ihn gesto\u00dfen, als ich wegen meiner &#8220;Frauenlesung&#8221;, die ich damals in der &#8220;Alten Schmiede&#8221; organisierte, zur GAV \u00fcber den Umweg in die Wollzeile gegangen bin, wahrscheinlich habe ich mir\u00a0 schon damals die Gratisb\u00fccher des Buchhandels geholt, da gab es noch ein deutsches und ein \u00f6sterreichisches, in dem, glaube ich, auch ein Gerhard Kofler-Text enthalten war.<\/p>\n<p>Walter Famler hat f\u00fcr die Zeitschrift &#8220;Wespennest&#8221; bzw. f\u00fcr &#8220;Amadeus&#8221; auch eines gemacht und seither verfolge ich die Aktionen zum <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/04\/23\/welttag-des-buches\/\">Welttag,<\/a> die sich durchaus ver\u00e4ndert haben.<\/p>\n<p>Man k\u00f6nnte \u00e4tzen, es wurde daran gespart, so gibt es das deutsche B\u00fcchlein nicht mehr und das \u00f6sterreichische hat seit einigen Jahren das Wort &#8220;Erlesen&#8221; im Titel, <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/08\/12\/erlesene-reisen\/\">&#8220;Erlesene Reisen&#8221;<\/a>, <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/08\/14\/erlesenes-europa\/\">&#8220;Erlesenes Europa&#8221;<\/a>, &#8220;<a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/01\/01\/erlesenes-menu\/\">Erlesenes Men\u00fc&#8221;<\/a>, &#8220;Erlesenes Waldviertel und Theater&#8221;, heuer waren die Krimis dran, herausgegeben von Eva Rossmann und Rotraud Sch\u00f6berl und <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/04\/23\/blind-date-und-andere-ereignisse-zum-welttag-des-buches\/\">Anna Jeller hat zum zweiten Mal in ihr Schaufester hundert verpackte B\u00fccher gelegt<\/a> und zum Blinddate aufgefordert, so da\u00df ich heute sehr besch\u00e4ftigt war.<\/p>\n<p>Kurz nach neun in das Schaufenster gegriffen und ich habe etwas gelernt, wenn ich nach einem etwas d\u00fcnneren greife, erwische ich vielleicht ein mehr literarischeres, habe ich gedacht und mit <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/04\/07\/ludwig-lahers-neues-buch\/\">Ludwig Lahers &#8220;Bitter&#8221;<\/a> recht behalten, dann zum &#8220;Morawa&#8221; marschiert und da noch zwei der <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/07\/11\/das-schone-kleine-stadtschreiberbuch\/\">kleinen B\u00fcchlein<\/a> erwischt, in die man etwas schreiben kann, die es seit zwei Jahren zus\u00e4tzlich gibt.<\/p>\n<p>Dann bin ich noch zum &#8220;Wortschatz&#8221; gegangen, wenn schon &#8220;Welttag des Buches&#8221; ist und da lag, oh Freude, <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/11\/02\/priessnitzpreis-an-andrea-winkler\/\">Andrea Winklers<\/a> &#8220;Hanna und ich&#8221; darin, im Vorjahr habe ich Peter Stamms &#8220;Seer\u00fccken&#8221; gefunden.<\/p>\n<p>Danach bin ich vorerst in meine Praxis und habe Mittag gegessen und f\u00fcr den Nachmittag hatte ich auch etwas vor, denn der f\u00fcnfte Bezirk ist ja bez\u00fcglich <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/06\/03\/wiedermal-margaretner-fest-fur-kunst-und-kultur\/\">Feste f\u00fcr Kunst und Kultur,<\/a> <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/02\/20\/creative-brunch-goes-night\/\">Kreativenstammtischen<\/a> und <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/04\/08\/postkarte-3-und-buchertausch\/\">B\u00fccherregalen<\/a> sehr r\u00fchrig und so wurde bei den &#8220;Wohnpartnern&#8221; im Reumannhof mit einem &#8220;B\u00fcchertauschfest&#8221; eine &#8220;B\u00fcchertauschb\u00f6rse&#8221; er\u00f6ffnet und ich wurde gemeinsam mit Harald Pesata, der die <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/11\/20\/5er-edition\/\">&#8220;F\u00fcnfer-Edition&#8221;<\/a> herausgegeben hat und noch einigen anderen zum Lesen eingeladen.<\/p>\n<p>Um sechzehn Uhr wurde das Fest, das im Hof des sch\u00f6nen alten Gemeindebau stattfand, von der Bezirksvorsteherin er\u00f6ffnet, die sich, wie\u00a0 kann es anders sein, als gro\u00dfe Leserin outete, die keinen Tag vergehen l\u00e4\u00dft ohne ein Buch vor dem Einschlafen wenigstens in die Hand zu nehmen.<\/p>\n<div id=\"attachment_35722\" style=\"width: 209px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/literaturgefluester.files.wordpress.com\/2015\/04\/20150423-180536.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-35722\" src=\"https:\/\/literaturgefluester.files.wordpress.com\/2015\/04\/20150423-180536.jpg?w=199\" alt=\"Ingrid M\u00fcller\" width=\"199\" height=\"300\" class=\"size-medium wp-image-35722\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-35722\" class=\"wp-caption-text\">Ingrid M\u00fcller<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_35727\" style=\"width: 209px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/literaturgefluester.files.wordpress.com\/2015\/04\/20150423-181252.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-35727\" src=\"https:\/\/literaturgefluester.files.wordpress.com\/2015\/04\/20150423-181252.jpg?w=199\" alt=\"Hilla M. Faseluka\" width=\"199\" height=\"300\" class=\"size-medium wp-image-35727\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-35727\" class=\"wp-caption-text\">Hilla M. Faseluka<\/p><\/div>\n<p>Dann konnte man sich das B\u00fccherregal, das sich im B\u00fcro befindet, ansehen, im Hof gab es einen Tisch, wo man sich maximal zwei B\u00fccher entnehmen konnte und einen anderen, wo die <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/09\/10\/das-heurige-eine-stadt-ein-gratisbuch\/\">&#8220;Eine Stadt- ein Buch-Restexemplare&#8221;<\/a>, die es noch zu geben scheint, von der Bezirksvorsteherin, der Stadt Wien oder von wem auch immer, gespendet wurden, die habe ich ja ziemlich vollst\u00e4ndig, bis auf die <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/12\/16\/zusammen-ist-man-weniger-allein\/\">Anna Gavalda<\/a>, die ich schon fr\u00fcher im <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/03\/31\/offener-bucherschrank-und-rosa-winkel\/\">B\u00fccherschrank<\/a> gefunden und gelesen habe und aus<a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/12\/14\/uberbleiben\/\"> Platzgr\u00fcnden<\/a> habe ich darauf verzichtet, die Gratisb\u00fccherreihe zu vervollst\u00e4ndigen.<\/p>\n<p>Um f\u00fcnf ging es\u00a0 los mit der Lesung von Harald Pesata, der unter dem Motto &#8220;Heitere Geschichten im Wiener Dialekt&#8221;, seinen Text aus der &#8220;F\u00fcnfer Edition&#8221; von dem Bauger\u00fcst in der Pilgramgasse und den vom Tod des <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/11\/19\/von-furzenden-pferden-ausland-und-inlandern\/\">Ernst Hinterberger,<\/a> aber auch den von einem Grei\u00dfler, den es einmal im f\u00fcnften oder vierten Bezirk gegeben hat, vorlas und dann las er noch aus seinem &#8220;Wienerischen Struwelpeter&#8221;, den er inzwischen auch geschrieben hat und in einer gro\u00dfen Lesetour vorzustellen scheint.<\/p>\n<p>Danach folgte ich mit dem <a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/auszug_bruederschaft.html\">&#8220;Gruftiem\u00e4del&#8221;<\/a> und der &#8220;Taubenf\u00fctterungszene&#8221; aus der <a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/auszug_absturzgefahr.html\">&#8220;Absturzgefahr&#8221;<\/a> und dann kam eine Lyrikerin, die im Reumannhof wohnhaft ist, wie sie von Willi Heimlich, dem Organisator vorgestellt wurde.<\/p>\n<p>Ingrid M\u00fcller, eine K\u00e4rtnerin, wie sie erz\u00e4hlte. Die zweite <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/09\/15\/feuerland\/\">Lyrikerin<\/a> war Elisabeth Chovanec, die inzwischen in ein Seniorenwohnhaus gleich in der N\u00e4he gezogen ist und die ich ja auch von den <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2009\/05\/13\/art-magareten\/\">Lesefesten des Bezirks<\/a>, den <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/09\/25\/poet-night-2\/\">Poet- N\u00e4chten<\/a> kenne und die ich auch einmal zu den<a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/03\/22\/die-mittleren-vi\/\"> &#8220;Mittleren&#8221;<\/a> eingeladen habe, als ich die noch machte.<\/p>\n<p>Hilla M.Faseuluka, die auch eine Hausbewohnerin zu sein scheint, hat dazwischen auch gelesen, war bei dem Fest doch jeder eingeladen, seine Lieblingstexte vorzustellen, da die &#8220;Wohnpartner&#8221; ja die Kommunikation zwischen den\u00a0 Hausbewohnern herstellen, f\u00f6rdern bzw. verbessern wollen. Schachnachmittage, Spielfeste, etc veranstalten und so gab es auch viele Kinder in dem Hof, die ebenfalls ein Spiel vorbereiteten, es gab auch ein Buffet mit Saft, Kaffee, Bagels und Kuchen und danach war noch Zeit doch noch in die <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/04\/22\/gustav-ernst-und-der-dialog\/\">&#8220;Alte Schmiede&#8221; und zu Gustav Ernst<\/a> zu schauen, der um halb acht von Franz Schuh interviewt wurde, beziehungsweise, wie im Programm angek\u00fcndigt war, eine Soloperformance veranstaltete.<\/p>\n<div id=\"attachment_35731\" style=\"width: 209px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/literaturgefluester.files.wordpress.com\/2015\/04\/20150423-182046.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-35731\" src=\"https:\/\/literaturgefluester.files.wordpress.com\/2015\/04\/20150423-182046.jpg?w=199\" alt=\"Elisabeth Chovanec\" width=\"199\" height=\"300\" class=\"size-medium wp-image-35731\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-35731\" class=\"wp-caption-text\">Elisabeth Chovanec<\/p><\/div>\n<p><a href=\"https:\/\/literaturgefluester.files.wordpress.com\/2015\/04\/20150423-181051.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/literaturgefluester.files.wordpress.com\/2015\/04\/20150423-181051.jpg?w=300\" alt=\"20150423-181051\" width=\"300\" height=\"199\" class=\"alignright size-medium wp-image-35726\" \/><\/a><\/p>\n<p>Es war aber doch ein Dialog, zu der Ernstenschen Ausdrucksform sehr passend und der drehte sich um die Siebzigerjahre, wo sich die beiden in der &#8220;Wespennest-Redaktion&#8221; getroffen haben und ganz unterschiedliche Erwartungen hatten.<\/p>\n<p>Franz Schuh hat sich eine lebenslange Freundschaft vorgestellt, der Realist Ernst hat die Konkurrenz zwischen denanderen Dichter vorausgesehen und erz\u00e4hlte, da\u00df das Schreiben f\u00fcr jeden einzelnen von ihnen wichtiger, als die Zeitschriftenherausgabe war.<\/p>\n<p>Die sollte nebenbei laufen, bzw f\u00fcr sie eine Publikationsm\u00f6glichkeit darstellen, die sie sonst nicht hatten und nach dem Gespr\u00e4ch kam die Lesung aus Gustav Ernst neuem, bei &#8220;Haymon&#8221; erschienenen Roman &#8220;Zur unm\u00f6glichen Aussicht&#8221;, der wieder eine spezielle Erz\u00e4hlstruktur hat.<\/p>\n<p>Wahrscheinlich ist es gar kein Roman, sondern eine Geschichtenansammlung, die auf ganz raffinierte Art erz\u00e4hlt wird.<\/p>\n<p>Erz\u00e4hlt der Ich-Erz\u00e4hler doch von seinen Begegnungen in einem Kaffeehaus mit einem Herrn namens Kagraner und der erz\u00e4hlt ihm wie aus tausend und einer Nacht, eine Menge Geschichte, wie beispielsweise, die von einem Koffer, von einer Frau die im Zug Karotten i\u00dft, Geschichten \u00fcbers Altern, \u00fcber das Beobachtetwerden durch \u00dcberwachungskameras, etc.<\/p>\n<p>Ein neuer Gustav Ernst mit einem neuen Erz\u00e4hlton und ich habe sehr viel \u00fcber die Ernstsche Schreibweise gelernt. Kurt Neumann k\u00fcndigte am Schlu\u00df noch an, da\u00df das Ganze wieder in Buchform der literarischen \u00d6ffentlichkeit zug\u00e4ngig gemacht werden soll und Gustav Ernst bedankte sich mit leiser Ironie, da\u00df er sich schon freue \u00fcber sich sehr viel Neues zu erfahren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 23. 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