{"id":35661,"date":"2015-04-20T21:54:53","date_gmt":"2015-04-20T19:54:53","guid":{"rendered":"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=35661"},"modified":"2015-04-20T21:54:53","modified_gmt":"2015-04-20T19:54:53","slug":"ubergrenzen-in-der-hauptbucherei","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=35661","title":{"rendered":"\u00dcbergrenzen in der Hauptb\u00fccherei"},"content":{"rendered":"<p>W\u00e4hrend in der &#8220;Alten Schmiede&#8221; <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/02\/10\/erich-hackls-antwort-auf-thomas-stangl\/\">Erich Hackl <\/a>und <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/03\/20\/april-in-stein\/\">Robert Streibel<\/a> aus ihren B\u00fcchern lasen, beziehungsweise vielleicht miteinader \u00fcber die sogenannte <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/03\/25\/jadran-heist-die-adria\/#comments\">Dokumetarliteratur<\/a> diskutierten, ging es in der Hauptb\u00fccherei \u00fcber Grenzen, denn da hat der &#8220;Septime-Verlag&#8221;\u00a0 die Anthologie &#8220;\u00fcbergrenzen&#8221; vorgestellt, die von Marlen Schachinger, der \u00dcberfrau offenbar herausgegeben wurde und die die Veranstaltung sowohl moderierte, als auch selber im Duett mit <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/05\/02\/stavaric-lesung\/\">Michael Stavaric<\/a> ihren Text las.<\/p>\n<p>Marlen Schachinger deren literarischen Aufstieg von ihrer ersten Ver\u00f6ffnetlichung bei der Ruth in der &#8220;Edition die Donau hinunter&#8221; zu ihren Leseauftritten in der &#8221; Frauen lesen Frauen- Lesegruppe des ersten Wiener Lesetheaters&#8221; bis zu ihrer Mitwirkung in dem <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/09\/22\/lehrjahre\/\">Schreibinstitut in Ottakring<\/a>, wo Selbstpublisher nicht an den von ihr angeboteten Schreibwerkst\u00e4tten teilnehmen durften.<\/p>\n<p>Jetzt ist sie Doezentin an ihrem<a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/01\/21\/schreibgesprache\/\"> eigenen Schreibinstitut<\/a>, hat <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/05\/13\/denn-ihre-werke-folgen-ihnen-nach\/\">zwei<\/a> <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/03\/14\/albors-asche\/\">B\u00fccher <\/a>bei &#8220;Otto M\u00fcller&#8221; und eines bei\u00a0 &#8220;Leykam&#8221; herausgegeben und im<a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/02\/10\/marlen-schachingers-festrede\/\"> Februar die Betty Paoli Vorlesung im Wiener Rathaus<\/a> gehalten.<\/p>\n<p>Nun also auch Herausgeberin einer Anthologie, weil sie seit einigen Jahren in Laa an der Thaya,\u00a0 der Grenze nicht so weit entfernt lebt und die literarischen Grenzen, wie das Fabulieren, L\u00fcgen, Flunkern, scheint sie, wie ich einem Video auf ihrer Seite entnehme, auch sehr interessieren, aber auch die physischen Grenzen, so sind in der Anthologie sowohl sehr bekannte Autoren wie\u00a0 <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/12\/01\/der-uberflussige-mensch\/\">Ilia Trojanow<\/a>, <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/07\/21\/die-versprengten-deutschen\/\">Karl Markus Gauss<\/a>, <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/01\/23\/jachymov\/\">Josef Haslinger,<\/a> als auch sehr junge mit ihren ersten Texten vertreten und offenbar sowohl \u00d6sterreicher als auch Migranten, wie <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/04\/14\/literatur-und-wein\/\">Radek Knapp<\/a> und Michael Stavaric.<\/p>\n<p>Christian Jahl leitete ein und erw\u00e4hnte, da\u00df der &#8220;Septime Verlag&#8221; das erste Mal am Urban Loritz Platz pr\u00e4sentiert wurde, aber 2013 gleich <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/09\/08\/der-afghanische-koch\/\">zwei <\/a><a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/09\/11\/die-welt-ist-meine-innerei\/\">Werke<\/a> auf der <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/08\/27\/alpha-shortlist\/\">&#8220;Alpha Shortlist&#8221;<\/a> standen und \u00fcber den &#8220;Alpha&#8221; f\u00fcr den er offenbar gerade wieder liest, habe ich mich mit ihm vor der Veranstaltung auch kurz unterhalten.<\/p>\n<p>Denn es ist ja sehr spannend sich vorzustellen, wer da ab August auf der Shortlist stehen wird?<\/p>\n<p>Valerie Fritsch mit ihrem neuen bei &#8220;Suhrkamp&#8221; erschienenen Buch sicher, falls es noch nicht mehr als das dritte ist,\u00a0 den Namen <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/09\/01\/watschenmann\/\">Karin Petschka<\/a> hat er genannt,<a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/09\/04\/wie-im-wald\/\"> Elisabeth Klar<\/a>, <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/04\/03\/herzkorper\/\">Harald Darer<\/a> habe\u00a0 ich vor kurzem gelesen. Aber jetzt zur\u00fcck zu den Grenzen und zu der Anthologie und da begann Michael Staravic mit einem Text aus der &#8220;K und K Monarchie&#8221;\u00a0 und von den Kaisern, die damals herrschten, von dem mit der Sissi bis zu Kaiser Franz Klammer und die Grenzen haben sich inzwischen auch verwischt.<\/p>\n<p>Wer dann folgte, war der andere Migrant, der 1976 von Polen nach \u00d6sterreich \u00fcbersiedelt ist, n\u00e4mlich der 1964 geborene Radek Knapp, der einmal bei der<a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2008\/11\/07\/jurorenlesung\/\"> Exil Juroren Lesung gelesen hat<\/a>, 2008 war das und ich kann mich an das Schragl oder Schragerl noch genau erinnern und daran, da\u00df Radek Knapp noch immer nicht wei\u00df, was das ist, aber als er 1976 zum ersten Mal in seinem Leben \u00f6sterreichische Grenzer gesehen hat und sich f\u00fcr deren Pistolen genausosehr, wie sie f\u00fcr seinen Pa\u00df interessierte, hat er sich mit der deutschen Spraqche schwer getan oder auch nicht, denn in Polen lief damals eine Fernsehserie \u00fcber den zweiten Weltkrieg und mit den zwei S\u00e4tzen, die dort gesprochen wurden, ist er locker durch das n\u00e4chste Jahr gekommen, denn in Wien spricht man sowieso nicht Deutsch, sondern Wienerisch und so wurde, der etwas \u00e4ltere Radek bei einem Praktikum von Halle A nach Halle B geschickt, um dort ein Schragl zu holen, was dann aber keines war.<\/p>\n<p>Sehr lustig\u00a0 der Text von Radek Knapp, wie immer, der \u00fcber einen gro\u00dfen Humor verf\u00fcgt, w\u00e4hrend die Debutantin des Abends, die 1992 in Wien geborene Lisa Veronika Glawischnig es viel ernster auffa\u00dfte und einen sprachlich sch\u00f6nen Text von einer Selbstm\u00f6rderin las.<\/p>\n<p>Dann folgte Marlen Schachinger, die Autorin mit &#8220;Realit\u00e4ten in Fabulatorien&#8221; und darin schildert sie drei Gespr\u00e4che die sie mit Michael Stavaric im Schanigarten des Kaffee Jelineks \u00fcbers Schreiben, beziehungsweise dar\u00fcber f\u00fchrte, wie sich eine Katze f\u00fchlt, wenn sie am n\u00e4chsten Tag als Maus erwacht, bzw. was sie dar\u00fcber denkt. Ein Ameisenb\u00e4r kommt in dem Text auch vor und eine zerbrochene Flasche und am Ende ist alles erstunken und erlogen und die Gespr\u00e4che haben so nie stattgefunden. So weit waren wir schon.<\/p>\n<p>Danach gab es ein Gespr\u00e4ch am Podium mit dem Verleger J\u00fcrgen Sch\u00fctz, der sich sehr freute, als Marlen Schachinger ihn eines Tages anrief und ihm die Anthologie vorschlug, obwohl sich Anthologien an sich nicht so gut verkaufen lassen, wo das Thema Grenzen von allen seinen Seiten diskutiert wurde und sich Radek Knapp dar\u00fcber beschwerte, da\u00df er von den Reporter immer noch als Migrant gehandelt wird, der gef\u00e4lligst Migrantenliteratur zu schreiben hat.<\/p>\n<p>Michael Stavaric nahm das gelassener und erz\u00e4hlte, da\u00df er als er 1979 von Brno nach Laa an die Thaya \u00fcbersiedelt ist, die Tschechei immer, von \u00d6sterreich aber lange nicht sehr viel gesehen hat.<\/p>\n<p>Dann war er Sekret\u00e4r bei <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/01\/27\/manes-sperber-preis-und-regionalversammlung-der-ig-autoren\/\">Jirsi Grusa <\/a>und Thomas Klestil war der \u00f6sterreichische Bundespr\u00e4sident, Vaclav Klaus der tschechische und wenn man nicht wei\u00df, wer wer ist, konnte man das sehr leicht verwechseln, genauso wie im Prager Telefonbuch immer noch sehr viele deutsche Namen stehen und im Wiener tschechische.<\/p>\n<p>Spannend also die Anthologie der Grenzen, die von Marlen Schachinger durchaus auch literarisch bzw. graphisch verstanden wurde, so da\u00df in dem Buch wahrscheinlich auch sehr experimentelle Gestaltungen enthalten sind und die dann noch zur Diskussion im kleinen Kreis beziehungsweise zum Kaufen des Buches aufforderte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>W\u00e4hrend in der &#8220;Alten Schmiede&#8221; Erich Hackl und Robert Streibel aus ihren B\u00fcchern lasen, beziehungsweise vielleicht miteinader \u00fcber die sogenannte Dokumetarliteratur diskutierten, ging es in der Hauptb\u00fccherei \u00fcber Grenzen, denn da hat der &#8220;Septime-Verlag&#8221;\u00a0 die Anthologie &#8220;\u00fcbergrenzen&#8221; vorgestellt, die von &hellip; <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=35661\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[17],"tags":[250,4981,4982],"class_list":["post-35661","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-veranstaltungen","tag-anthologie","tag-grenzen","tag-septime-verlag"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/35661","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=35661"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/35661\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=35661"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=35661"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=35661"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}