{"id":35557,"date":"2015-04-16T07:11:13","date_gmt":"2015-04-16T05:11:13","guid":{"rendered":"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=35557"},"modified":"2015-04-16T07:11:13","modified_gmt":"2015-04-16T05:11:13","slug":"ungarische-rohextverformung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=35557","title":{"rendered":"Ungarische Rohtextverformung"},"content":{"rendered":"<p>In der<a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/04\/02\/in-die-osterferien\/\"> Karwoche in Harland<\/a> habe ich den <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/04\/10\/korrigierplane\/\">Rohtext der &#8220;Bibliophilin&#8221;<\/a>, der seit <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/03\/16\/leipzig-gebloggt\/\">Leipzig<\/a>, wo ich ja kurz davor einen sehr <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/03\/08\/schreibeuphorie\/\">euphorischen Schreibesonntag<\/a> gehabt habe, liegengeblieben ist, fertiggeschrieben. Nach einem neuerlichen Korrigierdurchgang wieder sehr flott zu Ende geschrieben und da mal wieder kurz euphorisch und dann nachgedacht, was davon wieder nicht so gelungen ist? Abgesehen davon, da\u00df ich halt so schreibe, wie ich es tue, also wahrscheinlich eher einfach, psychologisch realistisch und als eigenwillige ehemalige Hauptsch\u00fclerin mit einer allerdings sehr guten Deutschlehrerinn nicht unbedingt eine <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2009\/08\/19\/rechtschreibregeln\/\">Rechtschreibfanatikerin<\/a>, das habe ich immer als einen Akt der pers\u00f6nlichen Freiheit empfunden, da\u00df man so schreiben soll, wie man will, ist das mit dem<a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/01\/12\/bibliotherapie\/\"> B\u00fccherauflesen<\/a> wahrscheinlich wieder nicht so geworden, wie ich es eigentlich wollte. Geht vielleicht nicht, weil zu pers\u00f6nlich, weil noch so nah dran, etc, aber die Fritzi Janusz Szenen sind vielleicht wirklich noch sehr schlampig hingeworfen, bzw. nur angedeutet, das hei\u00dft, es gibt sie noch gar nicht wirklich, das k\u00f6nnte sollte also noch ausgearbeitet werden und was den Yasmin Selma Fatma Strang betrifft, werden da noch logische, sowie Fl\u00fcchtigkeits- und Handlungsfehler drinnen sein. Denn auch ein Rohkonzept, das sehr schnell mit einer l\u00e4ngeren Unterbrechung geschrieben wurde, ver\u00e4ndert sich im Lauf des Schreibens, wenn man nicht vorher beispielsweise mit der Schneeflockenmethode Szene f\u00fcr Szene auskonzipiert, was ich\u00a0 eigentlich nicht mache. Es gab zwar, ich glaube, am <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/02\/12\/vom-recherchieren-zu-sandra-gugic\/\">zw\u00f6lften Februar<\/a> einen kurzen Versuch das zu tun, aber das habe ich schnell gelassen, weil ich auch glaube, da\u00df die Euphorie, der Sinn, das Wesentliche etc beim Schreiben darin liegt, da\u00df sich die Handlung, die Figuren, die Schreiberkenntnis, wiederum etc, w\u00e4hrend des Schreibens ver\u00e4ndert. Nach Ostern ist das Ganze wieder liegengeblieben, das <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/04\/12\/von-der-entschluselung-der-welt\/\">&#8220;Literatur und Weinfestival<\/a>&#8221; hat mich nicht zum Korrigieren kommen lassen, das habe ich mir f\u00fcr den <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/04\/13\/wiedermal-nach-ungarn\/\">diesmaligen kurzen Wellnessurlaub<\/a> vorgenommen. Drei Tage Schreiben und Lesen und Ungarn und diesmal ist nach dem kalten Ostern, wo ich mit Handschuhen und M\u00fctze Rad gefahren bin, so sch\u00f6n und warm, da\u00df ich mir am Dienstag nach etwa zehn Minuten auf der Terrasse des Zimmers schon einen kleinen Sonnenbrand geholt habe und kein Sonnen\u00f6l im Gep\u00e4ck, dazu war der Wetterwechsel zu aprupt, da\u00df ich nicht daran dachte, da\u00df ich solches brauchen k\u00f6nnte. Die Sonnenbrille habe ich zwar mitgenommen und schon beim Spaziergang durch Krems gebraucht und, da\u00df man diesmal sich auch ein bi\u00dfchen im Freien aufhalten wird k\u00f6nnen,\u00a0 hatte ich auch getan und so ist es auch gewesen. Aber Dienstag nur z\u00f6gernd die B\u00e4nke im Au\u00dfenbereich ben\u00fctzt und da meine Ungarnimpressionen handschriftlich in die kleinen B\u00fcchlein, die von den <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/11\/15\/buch-wien-und-rundherum\/\">Buchmessen<\/a> und vom letzten <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/04\/23\/blind-date-und-andere-ereignisse-zum-welttag-des-buches\/\">&#8220;Tag des Buches&#8221;<\/a> stammen, geschrieben. Am Mittwoch war es dann vor den Hallen schon ziemlich voll, das Sonnen\u00f6l war besorgt und ich habe zuerst einmal ein paar Geschichten aus dem Erz\u00e4hband &#8220;Moderne Erz\u00e4hler der Welt: Ungarn&#8221;, aus dem jahr 1975 gelesen und dann, da es auch drau\u00dfen Internet gab, das\u00a0 diesmal auch viel besser als das<a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/11\/19\/50-111-worter-oder-neunzehnter-nanowrimo-tag\/\"> letzte Mal<\/a> funktionierte, mit dem Korrigieren angefangen. Das hei\u00dft, da\u00df\u00a0<a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/04\/03\/handlungsfortgang\/\"> die erste Szene nicht ganz stimmt,<\/a> bin ich ja schon in der Osterwoche draufgekommen. Die zweite hatte ich als &#8220;Selmas Kopftuch&#8221; f\u00fcr die<a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/lesungen\/\"> Lesung<\/a> n\u00e4chste Woche extra korrigieren wollen, jetzt werde ich da aber das <a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/auszug_bruederschaft.html\">&#8220;Gruftiem\u00e4del&#8221;<\/a> und die <a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/auszug_absturzgefahr.html\">&#8220;Taubenf\u00fctterungszene&#8221; aus der &#8220;Absturzgefahr&#8221;<\/a> lesen und das passt auch sehr gut, denn die Fritzi Jelinek und der Janusz Warszinski kommen dort ja vor, da lernen sie sich kennen, in der &#8220;Bibliophilin&#8221; haben sie ein platonischen Verh\u00e4ltnis und die Fritzi macht in seiner Pfarre eine Bibliotherapiegruppe, die die Thekla Morgenstern besucht. Die ersten sieben Szenen habe ich inzwischen, f\u00fcr meine Verh\u00e4ltnisse sehr genau und auf \u00c4nderungbedarf korrigiert, zum teil drau\u00dfen auf der Bank zum Teil im Hotelzimmer und die Idee, da\u00df die Schreibtrainerin Fritzi Jelinek auch mich irgendwie befl\u00fcgeln k\u00f6nnte habe ich mir auch mitgenommen. Da gibt es ja auch immer die Phantasien, da\u00df ich auf meinen Urlauben die gro\u00dfen literarischen Bekanntschaften machen k\u00f6nnte. In Rom etwa <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/01\/17\/die-romerin\/\">Alberto Moravia<\/a> begegnen, ich wei\u00df schon, das geht nicht mehr wirklich, noch mehr mit dem Buch in der Hand oder der Phantasie im Kopf und\u00a0 G\u00fcnter Grass werde ich in B\u00fck auch nicht mehr begegnen, die &#8220;Tonspuren&#8221;, die in Memorian wiederholt wurden, habe ich mir aber angeh\u00f6rt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/03\/09\/noch-einmal-hauptbucherei\/\"> Peter Esterhazy<\/a> habe ich aber fantasiert, k\u00f6nnte sich ja beispielsweise mit Cornelius Hell hier treffen und neue \u00dcbersetzungspl\u00e4ne diskutieren und ein literarisches Schreibgesrp\u00e4ch mit dem gro\u00dfen ungarischen Autor w\u00e4re auch nicht schlecht und da kann ich gleich wiederholen, da\u00df ich,\u00a0 1990, wird das gewesen, als die Ungarn alle durch die Mariahilferstra\u00dfe str\u00f6mten und sich mit Computern und anderen Elektroger\u00e4ten eindeckten, so da\u00df auch die Boutiquebesitzerin in der Otto Bauergasse, mit der ich mir damals den Vierteltelefonanschlu\u00df, das hat es noch gegeben, teilte, solche Kisten in ihr Gesch\u00e4ft stellte, mir ein Buch von Peter Esterhazy besorgt habe und mich damit ins Cafe Westend setzte, um den gro\u00dfen ungarischen Wenderoman zu schreiben, der ist nicht gelungen und jetzt will ich auch in Ungarn korrigieren und nicht \u00fcber Ungarn schreiben, obwohl ein paar Skizzen f\u00fcr meine Leser w\u00e4ren nicht schlecht. Allerdings habe ich, weil\u00a0 vielleicht mit meinen Text besch\u00e4ftigt, was ja positiv ist, noch nicht sehr viel beobachtet.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/literaturgefluester.files.wordpress.com\/2015\/04\/20150415-100730.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/literaturgefluester.files.wordpress.com\/2015\/04\/20150415-100730.jpg?w=300\" alt=\"20150415-100730\" width=\"300\" height=\"199\" class=\"alignright size-medium wp-image-35587\" \/><\/a><\/p>\n<p>Ein kleines M\u00e4dchen l\u00e4uft beim Fr\u00fchst\u00fcck und beim Abendessen im Speisessal herum und transportiert Wassergl\u00e4ser durch den Raum und eine Frau scheint es zu geben, die der Schwiegermutter sehr \u00e4hnlich sieht, so da\u00df ich sie kurzerhand\u00a0 in die &#8220;Doppeloma&#8221; umbenannte, was sich sicher mal in einem Text verwenden l\u00e4\u00dft, aber wahrscheinlich nicht in der &#8220;Bibliophilin&#8221;, denn hier hat es zwar kurz eine doppelte Selma gegeben, aber die hat sich noch in der Karwoche, ich glaube, es war am Karfreitag, in die Selma Aytin, die nur bis zum Flughafen und nicht nach Damaskus kommt und in die Fatma Challaki, die in Janusz Fl\u00fcchtlingsheim lebt und Fritzis Bibliotherapiegruppe besucht, aufgel\u00f6st.<\/p>\n<p>\u00dcber <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/11\/17\/bade-impressionen\/\">das Essen<\/a> k\u00f6nnte ich auch noch schreiben, da\u00df es hier nat\u00fcrlich wieder in H\u00fclle und in F\u00fclle gibt und die meistens nicht sehr schlanken Heilbadbesucher greifen auch t\u00fcchtig zu.<\/p>\n<p>Ich tue das ebenfalls und werde mir demn\u00e4chst wieder zum Fr\u00fchst\u00fcck, ein Spiegelei mit Speck oder Schinken braten lassen, danach gibt es hier einen Grie\u00dfbrei, eine Reminenz aus den Kindertagen, den man sich mit Zimt und Zucker, aber auch mit Fr\u00fcchten und Schokosauce begie\u00dfen kann.<\/p>\n<p>Danach k\u00f6nnte, sollte eigentlich Schlu\u00df sein, denn die ungarischen W\u00fcrste sind mir eigentlich zu fett, das frische Obst und der Kefir k\u00f6nnte aber noch verlocken,\u00a0 kleine Kuchen gibt es nat\u00fcrlich auch und zu Mittag werde ich mich mit dem Alfred wieder treffen, um diesmal wahrscheinlich im Freien einen G\u00e4nserlebertoast zu essen.<\/p>\n<p>Die Anna hat gestern ein riesiges Langos mit K\u00e4se und mit Rahm bestreut, verzehrt und am Abend keinen Hunger mehr gehabt.<\/p>\n<p>Aber da gab es gestern besonders gute Vorspeisen und sogar Zunge, die ich sehr mag und nachher lasse ich mir immer ein St\u00fcck Pute mit viel Gem\u00fcse grillen und zum Dessert eine Nu\u00dfpalatschinke mit Schokosauce \u00fcbergossen.<\/p>\n<p>Dann sollte auch Schlu\u00df sein, denn, wenn der Bauch zu voll ist, kann ich nicht schlafen, aber wenn ich wach im Bett liege, kommen vielleicht die besten Korrigierideen und letzte Nacht, das kann ich noch verraten, habe ich auch getr\u00e4umt, da\u00df ich\u00a0 zu einer Preisverleihung der Stadt Wien, seltsamerweise in Richtung Gartenhaus und Almweg gefahren bin.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/03\/06\/westbahn-spontan\/\">Ilse Kilic<\/a> war dabei und hat, glaube ich, sogar den Preis bekommen, was\u00a0 sehr interessant ist und ich ihr w\u00fcnsche w\u00fcrde, vielleicht w\u00e4re sie ja auch eine Kanditatin f\u00fcr den n\u00e4chsten <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/04\/09\/veza-canettis-grundbuch\/\">&#8220;Veza Canetti Preis&#8221;.<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der Karwoche in Harland habe ich den Rohtext der &#8220;Bibliophilin&#8221;, der seit Leipzig, wo ich ja kurz davor einen sehr euphorischen Schreibesonntag gehabt habe, liegengeblieben ist, fertiggeschrieben. 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