{"id":35268,"date":"2015-03-30T21:29:58","date_gmt":"2015-03-30T20:29:58","guid":{"rendered":"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=35268"},"modified":"2015-03-30T21:29:58","modified_gmt":"2015-03-30T20:29:58","slug":"textvorstellungen-mit-solo-buch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=35268","title":{"rendered":"Textvorstellungen mit Solo-Buch"},"content":{"rendered":"<p>&#8220;Die Merkmale der Textvorstellungen sind!&#8221;, sagte heute Angelika Reitzer in der &#8220;Alten Schmiede&#8221;, &#8220;da\u00df hier immer zu einem bestimmten Thema drei oder auch vier (jetzt sind es auch schon<a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/02\/17\/wiener-verhaltnisse\/\"> zwei,<\/a> f\u00fcge ich hinzu) Autoren ihre Texte lesen, aber heute machen wir eine Ausnahme, denn heute gibt es nur ein besonderes Buch und dazu habe ich mir zur Unters\u00fctzung, nicht nur weil es so dick ist, den Verleger und Autor Alfred Gelbmann mitgebracht!&#8221;<\/p>\n<p>Ich habe es ja schon<a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/01\/22\/reflektive-prosa\/\"> oft<\/a> geschrieben, die &#8220;Textvorstellungen mit Angelika Reitzer waren f\u00fcr mich etwas Besonderes, weil sie immer neue interessante Sprachtalente, wie <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2009\/12\/04\/die-welt-ist-uberall-anders\/\">Anna Weidenholzer<\/a>, <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/05\/03\/meine-welthier-war-immer-schon-jetzt\/\">Sandra Gugic<\/a>, <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/02\/05\/die-welt-hat-ihre-erinnerung-verloren\/\">Valerie Fritsch<\/a>, die heute l\u00e4ngst ihre<a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/10\/13\/der-winter-tut-den-fischen-gut\/\"> Romane<\/a> <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/02\/12\/vom-recherchieren-zu-sandra-gugic\/\">in gro\u00dfen<\/a> <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/11\/13\/die-verkorperungen\/\">Verlagen<\/a> haben und auch schon gro\u00dfe<a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/10\/28\/priessnitzpreis-an-anna-weidenholzer\/\"> Preise<\/a> gewonnen haben, vorstellte, einmal hat sie, glaube ich, auch Peter Campa vorgestellt, da war ich im im <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/09\/26\/licht-aus-im-3raum-anatomietheater\/\">Dreiraumtheater bei Stefan Eibl Erzberg<\/a>, die letzten Male habe ich auch vers\u00e4umt, so da\u00df mir die Kontinuit\u00e4t und der rote Faden inzwischen abgegangen ist, vielleicht gibt es ihn auch nicht mehr, aber trotzdem etwas Neues, &#8220;Textvorstellungen&#8221; mit nur einem Buch, einem \u00dcber-Buch k\u00f6nnte man so sagen und die Rede ist von Winfried Gindls &#8220;Maria Elend, Peter Flickers Aufzeichnungen \u00fcber eine etwas umst\u00e4ndliche kleine Reise&#8221;, ein f\u00fcnfzehnhundert Seiten Buch, Bericht kein Roman, in zwei B\u00e4nden, bei &#8220;Kitab&#8221; erschienen und den 1962 in Klagenfurt lebenden Winfried Gindl, kenne ich als &#8220;Sisyphus-Verleger oder Lektor&#8221;, habe mit ihm, als ich noch meine Mansuskripte herumschickte, korrespondiert, einmal hat er mich sogar angerufen und sich an einem interessiert gezeigt und die &#8220;Frauenbilder&#8221; sind auch im &#8220;Sisyphus 7\/1989&#8221; erschienen, das ist der Text wegen dem mir J.J., vielleicht heute noch b\u00f6se ist, weil ich mich in ihnen ein bi\u00dfchen auf ihn bezogen habe und jetzt kenne ich Winfried Gindl auch als Autor, beziehungsweise als Herausgeber, denn dieses &#8220;Maria Elend-\u00dcberbuch&#8221;, scheint ein verzwicktes Werk.<\/p>\n<p>Beginnt es doch mit einem Manuskript im schwarzen M\u00fclltonnensackerl, das der Verleger eines Tages vor seiner Haust\u00fcre findet, ein Motiv, das ich so \u00e4hnlich im <a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/auszug_rosenwuchs.html\">&#8220;Wilden Rosenwuchs&#8221; <\/a>auch verwendet habe, da wird das Manuskript in einer M\u00fclltonne gefunden und die Bestsellerautorin mit Schreibblockade gibt es als eigenes heraus. Peter Flicker \u00fcberl\u00e4\u00dft es dem Verleger sozusagen, es regidiert oder unregidiert bzw. selber zu verwenden und dann kommt auch noch ein anderer Verleger,\u00a0 in diesem Fall, Wilhelm Baum vom &#8220;Kitab-Verlag&#8221;, wie Winfried Gindl sp\u00e4ter sagte und verlangte nach einem Manunskript und so erschien die umst\u00e4ndliche kleine Reise auf f\u00fcnfzehnhundert Seiten und entpuppte sich, wie Angelika Reitzer noch erkl\u00e4rte, als Live-Bericht und fast alles auch noch im Pr\u00e4sens geschrieben.<\/p>\n<p>Es geht um eine Reise, die der fiktive Peter Flicker, denn nat\u00fcrlich hat Wilfried Gindl diesen Roman geschrieben, im Jahre 1981 machte, zuerst sollte es nach Griechenland gehen, dann ging es aber per Rail durch \u00d6sterreich und man landete auch im Cafe Alt Wien und bezog sich dabei auf dies und das und all und jenes.<\/p>\n<p>An dieser Stelle fing ich an an Peter Campa zu denken, der ja in seiner <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/12\/14\/die-zweite-reise\/\">&#8220;Zweiten Reise&#8221;<\/a> vielleicht etwas \u00e4hnliches machte.<\/p>\n<p>Aber nat\u00fcrlich ist es nicht zu vergleichen, sind zwei verschiedene Stile und Winried Gindl Pr\u00e4sens-Sprache klang auch sehr einfach melodisch und sch\u00f6n.<\/p>\n<p>Es gab auch gleich eine zwanzig min\u00fctige Textprobe, wo die Reisenden gerade in Italien strandeten, dann kam Alfred Gelbmann, der <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/01\/04\/der-platz-des-hundes\/\">&#8220;Mitter-Verleger&#8221; <\/a>und Germanist und hielt ein literaturwissenschaftliches Referat, in dem er das Buch in die Reihe der &#8220;Popromane&#8221; einordnete, sich dann auf das &#8220;Pr\u00e4sens&#8221; bezog, von dem ja behauptet wird, das man damit nicht erz\u00e4hlen kann.<\/p>\n<p>Winfried Gindl kann es offenbar und die Stellen, wo er es nicht verwendete, w\u00e4ren meinte Alfred Gelbmann, viel flacher, als die anderen.<\/p>\n<p>Im zweiten Lesungsteil ging es dann in das Cafe Alt Wien, wo der Erz\u00e4hler strandete, um sich ein Nachtquartier zu suchen, dabei ein paar Leuten beim Telefonieren zuh\u00f6rte, zwei Frauen beobachte, alte Plakate und die &#8220;AZ&#8221; las und dann gab es noch viele Fragen von Angelika Reitzer an den Autor, wie lange er an dem Buch geschrieben hat, wie er auf die Form gekommen ist, warum das Jahr 1981, etc?<\/p>\n<p>&#8220;Zufall!&#8221;, war glaube ich die universale Antworte, aber 1981 hat der Autor tats\u00e4chlich eine \u00e4hnlich umst\u00e4ndliche Reise gemacht und Wilhelm Baum ist auch gekommen und wollte ein Mansuskript und so hat er an seine Reiseerinnerungen gedacht und die umgeschrieben, etc.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/05\/06\/manner-und-frauen\/\">\u00a0Irene Wondratsch<\/a> war da und hat das Buch zum Teil, glaube ich, schon gelesen,<a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/11\/27\/erscheinungsformen-des-politischen-in-der-gegenwartsliteratur\/\"> Thomas Northoff <\/a>habe ich gesehen und andere Autoren und wieder ein interessantes Buch und eine interessante Schreibweise entdeckt, gibt es von denen jenseits des Mainstreams ja sehr viele, wenn ein f\u00fcnfzehnhundert Seiten Buch auch nicht sehr leicht und sehr schnell zu lesen ist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8220;Die Merkmale der Textvorstellungen sind!&#8221;, sagte heute Angelika Reitzer in der &#8220;Alten Schmiede&#8221;, &#8220;da\u00df hier immer zu einem bestimmten Thema drei oder auch vier (jetzt sind es auch schon zwei, f\u00fcge ich hinzu) Autoren ihre Texte lesen, aber heute machen &hellip; 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