{"id":35199,"date":"2015-03-26T23:52:24","date_gmt":"2015-03-26T22:52:24","guid":{"rendered":"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=35199"},"modified":"2015-03-26T23:52:24","modified_gmt":"2015-03-26T22:52:24","slug":"viktor-frankl-richard-schuberth-edward-snowden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=35199","title":{"rendered":"Viktor Frankl, Richard Schuberth, Edward Snowden"},"content":{"rendered":"<p>Der Donnerstag war sehr intensiv, wurde ja zum hundertzehnten Geburtstag des Logotherapeuten und Sinnforschers Viktor E. Frankl das Viktor Frankl Museum im Viktor Frankl Zentrum, das hei\u00dft in seinem ehemaligen Wohnhaus in der Mariannengasse er\u00f6ffnet.<\/p>\n<p>Man konnte sich zu F\u00fchrungen anmelden und so bin ich nach dem klinischen Mittag, wo ganz passend, die PTSD-Konzepte, die im ESRA angewandt werden, vorgestellt wurden hingegangen.<\/p>\n<p>Viktor Frankl ist f\u00fcr mich irgendwie\u00a0 auch sehr pr\u00e4gend,\u00a0 so kann ich mich an eine Vorlesung, die ich 1975 wahrscheinlich besucht habe, wo er alle seine Publikationen herzeigte, was mich etwas wunderte und ich auch als sehr eitel empfunden habe.<\/p>\n<p>Inzwischen habe ich seine Lebensgeschichte erfahren und mache das beispielsweise im <a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/\">Literaturgefl\u00fcster <\/a>selber. die paradoxe Intention ist mir ein Begriff und vor einigen Jahren war ich auch in einer Frankl Vorlesung in der Klinik, wo ich mir das &#8220;Neinsage-Modell&#8221; mitnahm und bei meinen Klienten \u00f6fter anwende.<\/p>\n<p>Irgenwie ist die Logotheaphie der Verhaltenstherapie ja \u00e4hnlich oder gibt es Schnittschnellen und Schneidepunkte und vielleicht zum hundertsten Geburtstag ist ein Buch es jungen Frankls zu mir gekommen und da gab es auch die Diskussion, ob es richtig war, da\u00df er 1938 versuchtem die Juden, die sich nach dem Anschlu\u00df umzubringen versuchte, zu retten, damit sie in die KZs transportiert werden konnte.<\/p>\n<p>Sonst kann ich mich noch das das <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/04\/21\/die-verfehlte-wirklichkeit\/\">Dine Petrik Buch \u00fcber Hertha Kr\u00e4ftner <\/a>erinnern, die ja glaube ich seine Patientin war und die sich auch umgebracht hat.<\/p>\n<p>Es war sehr interessant durch das Museum zu wandern, einige kleine R\u00e4ume in denen versucht wurde, das Konzept den Besuchern anschaulich zu machen, habe mich dabei mit einer netten Dame unterhalten und dann eine halbe Stunde, bei Saft, Brot und Knabbergeb\u00e4ck gewartet, weil man auch eine F\u00fchrung durch die ehemalige Polyklinik, ebenfalls in der Marianengasse gelegen, machen konnte, wo Frankl f\u00fcnfundzwanzig Jahre lang gearbeitet hatte.<\/p>\n<p>Danach bin ich kurz nach Hause gegangen, habe versucht bez\u00fcglich meiner <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/lesungen\/\">Lesung am 23. April zu telefonieren<\/a> und auch mit der<a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/03\/25\/jadran-heist-die-adria\/\"> Ruth \u00fcber ihre Lesung gestern getratscht<\/a> und dann wurde es wieder dicht, denn <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/01\/13\/von-richard-schubert-zu-gerhard-jaschke\/\">Richard Schuberth<\/a>, der mir alle seine Einladungen schickt, hat ja einen Roman, seinen ersten, geschrieben &#8220;Chronik einer fr\u00f6hlichen Verschw\u00f6rung&#8221;, der im ehemaligen Ost Klub am Schwarzenbergplatz vorgestellt wurde.<\/p>\n<p>Den h\u00e4tte ich fast nicht gefunden, das hei\u00dft ich bin zuerst in die falsche Richtung gegangen und dabei Sabine Gruber und <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/06\/30\/sprachkunstabschluss-und-fest-fur-robert-schindel\/\">Robert Schindel<\/a> begegnet, die auch dorthin unterwegs waren.<\/p>\n<p>Die Lesung wurde mit Musik von Martin Lubenov, Jovan Torbica und Pintoo Khnan Gorau eingeleitet, dann sagte der &#8220;Zsolnay- Verleger&#8221; Herbert Ohrlinger, mit dem ich einmal in einer Jury gesessen bin, ein paar Worte zu dem Roman, der, kurz erz\u00e4hlt, von einer\u00a0 Begegnung oder einer Liebe zwischen einem alten Mann und einem jungen M\u00e4dchen handelt.<\/p>\n<p>Richard Schuberth las dann, wie er sagte, das erste Mal mit Lesebrille, das erste Kapitel, wo ein grantiger offensichtlicher \u00e4lterer Mann, namens Ernst Katz mit dem Zug von Salzburg f\u00e4hrtz und dabei fast seine Fassung verliert, denn ein ober\u00f6sterreichischer &#8220;Stifter-Preistr\u00e4ger&#8221; hat einen Holocaustroman \u00fcber eine Frau, namens Klara Sonnenschein geschrieben, die er offensichtlich kannte und so geht es ihm bis Wels sehr schlecht, bis er von einem jungen M\u00e4dchen namens Biggy, die ganz anders ist locker und aggressiv angesprochen wird, mit ihr bis Wien einige Bierflaschen lehrt.<\/p>\n<p>Sehr lustig diese Geschichte, denn Richard Schuberth hat einen starken satirischen Ton, der mir manchmal fast ein wenig zu intensiv war, aber sicher eine neue interessanter Stimme ist.<\/p>\n<p>Nachher gab es noch eine Diskussion mit Sebastian Fasthuber von der Zeitschrift &#8220;Falter&#8221;, aber davon h\u00f6rte ich nur die erste Frage &#8220;Wieso pl\u00f6tzlich ein Roman?&#8221;,\u00a0 habe ich mich doch mit dem Alfred\u00a0 vor dem Schikaneder-Kino getroffen, weil sich der &#8220;Citizenfour&#8221;, den Film \u00fcber die Enth\u00fcllungen des\u00a0 Edward Snowden anschauen wollte und so habe ich den Tag sozusagen mit drei\u00a0 M\u00e4nner verbracht und bin mit ihnen von der Psychologie, in die Literatur,\u00a0 in den Geheimdienst und wieder zur\u00fcck geswitscht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Donnerstag war sehr intensiv, wurde ja zum hundertzehnten Geburtstag des Logotherapeuten und Sinnforschers Viktor E. 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