{"id":34838,"date":"2015-03-10T22:10:22","date_gmt":"2015-03-10T21:10:22","guid":{"rendered":"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=34838"},"modified":"2015-03-10T22:10:22","modified_gmt":"2015-03-10T21:10:22","slug":"wozu-gedichte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=34838","title":{"rendered":"Wozu Gedichte?"},"content":{"rendered":"<p>Au\u00dfer dem <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/03\/09\/rosa-mayreder-abend\/\">Frauentag<\/a> gibt es im M\u00e4rz ja noch ein sehr wichtiges Ereignis, das sich allerdings das ganze Monat hinzieht, n\u00e4mlich die Lyrik oder oder den <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/03\/16\/zum-tag-der-lyrik-2010\/\">&#8220;Tag der Lyrik im M\u00e4rz&#8221;<\/a>, wenn ich mich nicht irre, von Wolfgang Kraus in der <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/03\/19\/nochmals-lyrik\/\">&#8220;Gesellschaft f\u00fcr Literatur&#8221;<\/a> in den sechziger oder siebziger Jahren eingef\u00fchrt, die <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/03\/24\/lyrik-im-marz\/\">GAV<\/a> <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/03\/14\/eine-versammlung-kommt-selten-allein\/\">hat ihre<\/a> <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/03\/15\/lyrik-im-marz-2\/\">&#8220;Lyrik im M\u00e4rz-Veranstaltung&#8221; <\/a>und der <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/03\/10\/40-jahre-podium\/\">&#8220;Literaturkreis\u00a0 Podium&#8221;<\/a> hat einen eigenen Folder &#8220;Lesen Sie Gedichte-Lesen Sie diese Gedichte&#8221;, den er im M\u00e4rz herausgibt.<\/p>\n<p>Davon habe ich, glaube ich, 1977, ich war gerade in die Otto Bauer Gasse eingezogen, im Radio geh\u00f6rt, da\u00df es den gibt und keine Ahnung, wie ich an ihn kommen k\u00f6nnte. Inzwischen liegt er in der &#8220;Alten Schmiede&#8221; auf, im &#8220;Literaturhaus&#8221; etc und ich nehme immer ein paar davon der Ute nach Leipzig mit.<\/p>\n<p>Ich gehe nicht jedes Jahr zu der GAV bzw. den &#8220;Gesellschafts-Veranstaltungen&#8221;, aber manchmal und heuer bot die Gesellschaft f\u00fcr Literatur sechs Veranstaltungen in zwei Wochen an, wo ich heute bei der f\u00fcnften war und die eine <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/03\/07\/frauen-lieben-zum-frauentag\/\">neuerliche Frauentagsveranstaltung<\/a> um Amerlinghaus ausgelassen habe.<\/p>\n<p>&#8220;Warum, weshalb, wo, wann und wie schreiben junge AutorI nnen\u00a0 heute (keine) Gedichte (mehr)?&#8221;, lautete die Frage die die &#8220;Junge Literaturwerkstatt Wien&#8221; unter Semier Insaif, die heute das\u00a0 neunzehnte Mal in der Gesellschaft auftrat, bei <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/01\/24\/perspektive-und-performanz\/\">zwei<\/a> <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/05\/13\/literarische-reaktionen\/\">Veranstaltungen <\/a>bin ich gewesen, stellte.<\/p>\n<p>Gabor Fonyad, Laura Freudenthaler, Verena Mermer, alle zwischen 1983 und 1984 geboren, alle Absolventen eines Germanistik- oder Literaturwissenschaftsstudium, von denen zwei nicht, eine Autorin n\u00e4mlich Verena Wermer, deren erster Roman &#8220;Die Stimme \u00fcber den D\u00e4chern&#8221; im Herbst\u00a0 bei\u00a0 &#8220;Residenz&#8221; erscheinen wird, schreibt auch welche und Semier Insaif leitete mit einem Essay ein, da\u00df wir nicht w\u00fc\u00dften was die Natur der Gedichte sei, aber eine Ahnung davon h\u00e4tten.<\/p>\n<p>Da antworte ich gleichmal flapsig, da\u00df ich das schon wei\u00df, ein Gedicht ist knapp und kurz, verdichtet, sp\u00e4ter habe ich erfahren oder ist mir selber eingefallen, da\u00df es auch<a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/01\/26\/barockes-in-der-alten-schmiede\/\"> sehr lange Gedichte<\/a>, n\u00e4mlich, beispielsweise das von Ransmayr &#8220;Der f\u00fcnfte Berg&#8221; gibt, es ist auch nicht mehr unbedingt gereimt, k\u00f6nnte man hinzuf\u00fcgen und es liegt in der Bewertung hoch oben, die Lyrik, die Krone der Sch\u00f6pfung, da greife ich auch schon vorweg, hat Semier Insaif doch eher erst einen Standardartikel vorgelesen, da\u00df in Russland ein betrunkener Lyriker einen Prosaisten erschlagen hat, weil sie sich darum gestritten haben, und Jana Benova hat in ihrem sehr lyrischen Roman &#8220;Abhauen&#8221;, diese Frage auch gestellt, die Lyrik gilt also sehr hoch, w\u00e4hrend auf die<a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/02\/11\/werkstattgesprach-uber-sprache-und-denken\/\"> Novelisten und da erst die mit Plot arbeitenden , ja manchmal hinabgesehen <\/a>wird, die Verlage schreiben aber alle &#8220;Romane&#8221; auf ihre B\u00fccher und den &#8220;Tag der Lyrik&#8221; mu\u00dfte man erfinden, um diese brotlose Kunst zu f\u00f6rdern, die Feuilletisten besprechen keine Lyrik, erz\u00e4hlte Seimier Insaif weiter und ich habe heute erst in der Rezension von Sophie Weigand in &#8220;Literaturen&#8221; gelesen, da\u00df es eine Sensation ist, da\u00df in Leipzig ein Gedichtband f\u00fcr den Preis der Lyrik nominiert wurde.<\/p>\n<p>Ja so ist es mit den Gattungen der Kunst.<\/p>\n<p>Zuetrst fragte Semier Insaif aber seine drei Eingeladenen an welche Gedichte sie sich erinnern k\u00f6nnen, da w\u00fcrde ich an die Gedichte von der Schule denken, die man damals noch auswendig lernen mu\u00dfte und an die Reime, die in deer &#8220;Jugend und Volk&#8221; oder so, Zeitung des Clubs f\u00fcr Jugendliteratur war, die man damals bekommen hat.<\/p>\n<p>Verena Mermer erw\u00e4hnte die &#8220;Sternenm\u00fchle von <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/10\/09\/lyrik-von-christine-busta\/\">Christine Busta<\/a>, Laura Freudenthaler brachte ein Bachmann- Gedicht an das sie sich noch erinnern konnte, sie wu\u00dfte eine Zeile, hat das Gedicht, das &#8220;Paris&#8221; hie\u00df, dann aus dem Ged\u00e4chtnis nachgeschrieben und das Original\u00a0 vorgelesen und\u00a0 Gabor Fonjad, in Wien geboren und Lehrer, f\u00fcr seinen Roman sucht er auch schon einen Verlag, hat Gedichte aus dem\u00a0 Ungarischen \u00fcbersetzt, f\u00fcr ihn ist ein Gedicht das, &#8220;wo rechts Platz frei bleibt&#8221;, eine sch\u00f6ne Forumlierung der Dichtung finde ich und schon waren wir beim Raum.<\/p>\n<p>Laura Freudenthaler beteuerte auch geheim keine Gedichte zu schreiben. Ich habe ein paar geschrieben, die ich aber nicht wirklich als solche bezeichnen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Eines in der Schreibwerkstatt der Evelyne Haas, das zwar nicht zur Jahreszeit passt, das ich aber <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2009\/12\/25\/weihnachten\/\">verlinken kann<\/a> und dann brauchte ich eines\u00a0 f\u00fcr die &#8220;Wiener Verh\u00e4ltnisse&#8221; und interessant ist auch, da\u00df Ilse Kilic meinen <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/03\/06\/westbahn-spontan\/#comments\">&#8220;Kokosnu\u00df-Text&#8221;<\/a> als Gedicht bezeichnet hat.<\/p>\n<p>Aber was ist schon ein Gedicht? Wir wissen es nicht, hat Semier Insaif eingangs\u00a0 behauptet, es gibt sehr lange, wie das von Ransymayer oder vom Herrn von Lohenstein oder die von <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/11\/04\/in-memorian-und-vierter-nanowrimotag\/\">Gerald Bisinger<\/a>, die ich ja sehr mochte, die eigentlich immer den selben Inhalt hatten.<\/p>\n<p>&#8220;Ich sitze im Zug nach Prag, Berlin, Wien etc, trinke ein Glas Rotwein und denke an Karl August&#8221;, der war einmal mit<a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/03\/17\/buchmessenreport\/\"> Kerstin Hensel <\/a>bei einem Poetenfestival, sie hat mir 1992 davon erz\u00e4hlt und dazu gesagt, das w\u00e4ren keine Gedichte nun ja, nun\u00a0 ja.<\/p>\n<p>Laura Freudenthaler erw\u00e4hnte noch <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/03\/15\/bernhard-und-handke-in-der-osterreichischen-literatur\/\">Peter Handkes<\/a> Epik und dann kamen eigene Textbeispiele, das hei\u00dft Verena Mermer las zuerst ein <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2010\/01\/27\/wie-punktlich-die-verzweiflung-ist\/\">Lavant-Gedicht<\/a>, das sie sehr beeindruckt hat und dann ein paar eigene und Semier Insaif, der das als Kommunikationstrainer ja immer sehr genau macht, fragte inzwischen das Publikjum nach eigenen Gedichterfahrungen.<\/p>\n<p>Da fiel mir meine Gro\u00dfmutter ein, die in der Schule &#8220;Die Kraniche des Ibykus&#8221; und die &#8220;Glocke&#8221; auswendig lernte und das als alte Frau noch rezitieren konnte und die die Psychologin in mir fragte, was werden die Kinder sp\u00e4ter als alte Menschen machen, die nichts mehr auswenig lernen mu\u00dften?<\/p>\n<p>Ich behaupte ja, das ist ein tolles<a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/auszug_vergessen.html\"> Ged\u00e4chtnistraining<\/a>, das man wahrscheinlich genauso braucht, wie die motorische Handschrift.<\/p>\n<p>Genau wissen wir das noch nicht, aber Gabor Fonyad erw\u00e4hnte, in seiner Schule wird noch gelernt und er brachte dann einige, auch sehr lyrische Kurztexte und proejzierte je ein Bild dazu und Laura Freudenthaler hatte vorher einen Prosatext gelesen, in dem es auch sehr lyrisch, um Orangen ging, die in einer Confiserie ohne Schalen verkauft wurden, weil der Konditor die Schalen f\u00fcr sein Konfekt ben\u00f6tigten.<\/p>\n<p>Sehr interessant also, die Gedanken zum &#8220;Tag der Lyrik&#8221;, der K\u00f6nigsdisziplin, die als sehr hoch gilt, aber angeblich mehr geschrieben, als gelesen wird, es gibt auch drei kleine<a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/09\/24\/neue-lyrik-aus-osterreich\/\"> \u00f6sterreichische Verlage<\/a>, die wieder Lyrikreihen herausgeben und die wurden auch vorige Woche, wo<a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/03\/03\/abend-der-zivilcourage\/\"> ich<\/a><a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/03\/04\/von-den-schonsten-buchern-zu-den-stadt-wien-stipendiaten\/\"> woanders<\/a> <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/03\/05\/marlene-streeruwitz-im-doppelpack\/\">war,<\/a> in der &#8220;Gesellschaft&#8221; vorgestellt und morgen gibt es dann die &#8220;richtige&#8221; Veranstaltung zum &#8220;Tag der Lyrik&#8221;, wo Annemarie Moser, <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/04\/21\/die-verfehlte-wirklichkeit\/\">Dine Petrik<\/a>, Daniela Kocmut (zweisprachig)\u00a0 ihre Gedichte vorstellen, die wieder von den Schauspielsch\u00fclern der Elfriede Ott vorgetragen werden und ein Grund hinzugehen und es sich anzuh\u00f6ren, ist sicher auch, da\u00df es im Anschlu\u00df Erfrischungen gibt.<\/p>\n<p>Im Leipzig wird das die Messe er\u00f6ffnet und am Donnerstag werden wir erfahren, ob Jan Wagners &#8220;Regentonnenvariationn&#8221; in der Abteilung Belletristik gewonnen hat oder doch Teresa Pr\u00e4auer&#8221;Jonny und Jean&#8221;, das glaube ich auch sehr lyrisch ist, jedenfalls wie ich h\u00f6rte, nicht linear erz\u00e4hlt, bzw die drei anderen auf der Liste.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Au\u00dfer dem Frauentag gibt es im M\u00e4rz ja noch ein sehr wichtiges Ereignis, das sich allerdings das ganze Monat hinzieht, n\u00e4mlich die Lyrik oder oder den &#8220;Tag der Lyrik im M\u00e4rz&#8221;, wenn ich mich nicht irre, von Wolfgang Kraus in &hellip; 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