{"id":34498,"date":"2015-02-23T22:03:40","date_gmt":"2015-02-23T21:03:40","guid":{"rendered":"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/?p=34498"},"modified":"2015-02-23T22:03:40","modified_gmt":"2015-02-23T21:03:40","slug":"von-nathalie-sarraute-zu-elfriede-czurda","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/literaturgefluester.akis.site\/?p=34498","title":{"rendered":"Von Nathalie Sarraute zu Elfriede Czurda"},"content":{"rendered":"<p>Von der <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/02\/22\/andere-buchmesse-vol-6\/\">&#8220;Kinderbuch und Phantasymesse&#8221;<\/a> ging es gleich in die Gefilde der &#8220;Alten Schmiede&#8221; beziehungsweise in die &#8220;literarische Erleuchtung&#8221;.<\/p>\n<p>Gr\u00f6\u00dfer kann ein Kontrast nicht sein und wahrscheinlich auch die Entfernungen von der einen zu der anderen Seite, aber ich halte mich f\u00fcr eine literarische Br\u00fcckenbauerin, auch wenn das niemand merkt und war auch einen Moment lang versucht den nouveau roman und die experimentelle Prosa auszulassen, denn &#8220;Literaturen&#8221; der Blog der f\u00fcnfundzwanzigj\u00e4hrigen Buchh\u00e4ndlerin Sophie Weigand, den ich ja ganz gern verfolge, verloste ein Buch.<\/p>\n<p>Ayelet Gundar-Goshen&#8221;L\u00f6wen wecken&#8221;, eine israelische Autorin von der ich noch nie etwas h\u00f6rte, aus den Kommentaren ging aber hervor, sie liest heute im j\u00fcdischen Museum und da mich das Buch, das auch beim &#8220;Blauen Sofa&#8221; vorgestellt wurde, interessierte, war ich eine Weile schwankend und bin dann doch in die &#8220;Alte Schmiede&#8221; marschiert.<\/p>\n<p>Was ich im j\u00fcdischen Museum vers\u00e4umt habe, wei\u00df ich nicht, in der &#8220;Alten Schmiede&#8221; war ich aber richtig, denn zumindest der erste Teil, wo <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/04\/25\/herbert-j-wimmers-literarischer-konstruktivismus\/\">Herbert J. Wimmer,<\/a> ein <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/06\/02\/stunde-der-literarischen-erleuchtung-und-engagierte-sprache\/\">literarischer<\/a> <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/11\/13\/privatroman-und-abschied\/\">Stammerleuchter<\/a> &#8220;Die goldenen Fr\u00fcchte&#8221; der franz\u00f6sisch russischen Autorin Nathalie Sarraute, auch noch nie etwas geh\u00f6rt, vorstellte, war f\u00fcr mich wahrscheinlich das erste Mal seit ich zu den diesbez\u00fcglichen Veranstaltungen gehe, eine wirkliche Erleuchtung und ein Aha-Erlebnis, das zu der Erkenntnis &#8220;Will haben und lesen!&#8221; f\u00fchrte, leider gibt es die Autorin zum gr\u00f6\u00dften Teil nur mehr antiquarisch, aber vielleicht finde ich sie einmal im B\u00fccherschrank.<\/p>\n<p>Zuerst traf ich aber den Chemiker, den ich meistens in der <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/11\/13\/privatroman-und-abschied\/\">Wien-Bibliothek<\/a> sehe und den ich, glaube ich, einmal im <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2008\/10\/25\/ein-fest-fur-heinz-lunzer\/\">Literaturhaus <\/a>kennenlernte und der mir einmal sagte, er w\u00fcrde nicht in die &#8220;Alte Schmiede&#8221; gehen.<\/p>\n<p>&#8220;Aber das ist ja der literarische Ort Wiens!&#8221;, fragte ich erstaunt zur\u00fcck. Jetzt scheine ich ihn bekehrt zu haben, er sagte mir gleich, da\u00df er die Autorin kenne, weil sie im Kreis von Nobelpreistr\u00e4gern erw\u00e4hnt wird und Herbert j. Wimmer hatte auch einige der vergriffenen B\u00fccher am Leseplatz aufgestellt.<\/p>\n<p>Da dachte ich noch &#8220;Eine Experiment- oder Surrealistin, also wahrscheinlich nicht sehr verst\u00e4ndlich!&#8221; und habe auch Kurt Neumann, da\u00df\u00a0 bei dem Buch,\u00a0 eine soziale Maschinerie in Gang gesetzt wurde, nicht ganz verstanden.<\/p>\n<p>Herbert J. Wimmer nickte aber sehr energisch und leitete seinerseits ein, da\u00df das eine Autorin w\u00e4re, die ihn durch sein Schreiben begleiten w\u00fcrde, eine die &#8220;in&#8221; und nicht blo\u00df &#8220;mit der Sprache&#8221; arbeite und ich dachte, &#8220;Aha, eh schon wissen, das ist wieder eine, die das <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/12\/20\/ein-tag-mit-friederike-mayrocker\/\">Plotten ha\u00dft<\/a> und die <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/02\/11\/werkstattgesprach-uber-sprache-und-denken\/\">Handlung ablehnt&#8221;<\/a>, was tue ich eigentlich da?&#8221;<\/p>\n<p>Dann ging es los mit den W\u00f6rtern\u00a0 und ich h\u00f6rte wahrscheinlich noch nicht richtig zu, bis es dann zu dem kam, was auch mich und mein Schreiben wahrscheinlich schon die <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/05\/24\/vierzig-jahre-matura-vierzig-jahre-schreiben\/\">letzten drei\u00dfig bis vierzig Jahre<\/a> stark besch\u00e4ftigt, n\u00e4mlich um ein Gespr\u00e4ch \u00fcber die Kulturbetrieb und ich verstand noch immer nicht recht, ob Herbert J. Wimmer jetzt aus oder \u00fcber den Roman las, denn es ging im wesentlichen um die Frage &#8220;ob die goldenen Fr\u00fcchte jetzt ein Buch sei, das man lesen m\u00fc\u00dfe und eines, das ein bi\u00dfchen die alten Stile imitiert, aber das m\u00fc\u00dfe man wohl und die anderen Autoren t\u00e4ten das auch&#8221;, ecetera, ecetera.<\/p>\n<p>Herbert J. Wimmer erz\u00e4hlte dann noch ein bi\u00dfchen was \u00fcber das Leben der Autorin und las auch etwas aus ihren anderen B\u00fcchern vor und Kurt Neumann verwies auf den B\u00fcchertisch und, da\u00df es gar nicht so leicht gewesen w\u00e4re, diesen zu best\u00fccken und ich erz\u00e4hlte Herbert J. Wimmer, dem Chemiker und wahrscheinlich noch einigen anderen, da\u00df ich eine<a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2012\/08\/21\/bucherschrank-geschichten\/\"> B\u00fccherschrankbesucherin<\/a> w\u00e4re und hoffe nur, da\u00df ich das Buch bisher nicht zu oft \u00fcbersehen habe, hat mir der Name ja bisher nicht sehr viel gesagt.<\/p>\n<p>Ich habe vorhin auch in meinen Katalog nachgesehen, denn manchmal nehme ich etwas, das ich noch nicht sehr kenne, aber leider keine Nathalie Sarraute im Archiv.<\/p>\n<p>Also Ohren auf, vielleicht finde ich etwas, am <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/02\/21\/generalversammlung-der-ig-autoren-2\/\">letzten Wochenende<\/a> hat ohnehin jemand seine B\u00fccher aus den Achtzigerjahren in den &#8220;Wortschatz&#8221; ger\u00e4umt, ein paar fr\u00fche Roseis, einen H.C. Artmann,ect.<\/p>\n<p>Ich habe mich bedient und hoffentlich nichts vers\u00e4umt, bl\u00e4tterte auch ein bi\u00dfchen in den antiquarischen B\u00fcchern, unterhielt mich mit den Stammbesuchern, <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/04\/21\/die-verfehlte-wirklichkeit\/\">Dine Petrik<\/a> geh\u00f6rt auch dazu, begr\u00fc\u00dfte<a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/12\/18\/strahlung-und-reflexion-der-friederike-mayrocker\/\"> Bodo Hell<\/a>, sah Christian Steinbacher erscheinen.<\/p>\n<p>Das Sch\u00f6ne ist ja, da\u00df man in der &#8220;Alten Schmiede&#8221; manchmal die ganze heimische Dichterelite treffen kann, weil die gegenseitig zu den Lesungen kommen und Elfriede Czurda, die um halb acht folgte, es gibt zwischen den Veranstaltungen jetzt nur mehr eine halbe Stunde Pause, wie angenehmund ihr neues &#8220;Buch vom Flie\u00dfen und Stehen&#8221; vorstellte, habe ich<a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2014\/06\/23\/elfriede-czurdas-ernst-jandl-dozentur\/\"> \u00f6fter<\/a><a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/01\/11\/lisa-spalt-und-elfriede-czurda\/\"> schon<\/a> in der &#8220;Alten Schmiede&#8221; getroffen. Ich habe auch einige noch nicht gelesene B\u00fccher von ihr auf meiner Liste und da stelle ich mir das Lesen wirklich schwierig vor. Ist sie ja, glaube ich, eine Hardcore Experimentalistin, wenn es sowas gibt, ansonsten erfinde ich mal diesen Ausdruck und vorgestellt wurde sie von Florian Huber, der erkl\u00e4rte, da\u00df es sich bei dem in der &#8220;Edition Korrespondenzen&#8221; erschienenen Band um \u00dcberschreibungen von\u00a0\u00a0 Laotse &#8220;Das Buch vom Lauf des Lebens handelte&#8221;, also auch etwas, was wahrscheinlich nicht sehr leicht zu verstehen ist.<\/p>\n<p>Ich habe zwar meine ersten Gehschritte in die<a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/01\/23\/schwere-flugel\/\"> chinesische<\/a><a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2013\/01\/26\/das-gesprengte-grab\/?preview=true\"> Literatur<\/a> schon unternommen und dabei auch eine <a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/auszug_dreizehn.html\">Entdeckung gemacht, die mich literarisch erleuchtete<\/a> und Elfriede Czurda erkl\u00e4rte auf Florian Hubers Frage, wie sie dazu gekommen w\u00e4re, diese Flie\u00dftexte zu schreiben, auch, da\u00df sie das Buch zu Hause liegen hatte, dachte, das m\u00fc\u00dfte sie jetzt endlich lesen und dann kam es zu ihren \u00dcberschreibungen, wo mir der Satz &#8220;durch den Flu\u00df waten im Winter braucht es dicke Socken&#8221; h\u00e4ngen geblieben ist.<\/p>\n<p>Elfriede Czurda lie\u00df dann auch ein paar Textbeispiele austeilen, an denen man ihre Arbeitsweise nachvollziehen konnte und erz\u00e4hlte, da\u00df sie ein Jahr lang in Japan gelebt h\u00e4tte und offenbar auch Grundkenntnisse in Japanisch und Chinesisch hat.<\/p>\n<p>Also doch sehr interessant, mich hat die chinesische Literatur ja auch schon ein bi\u00dfchen zu faszinieren begonnen, obwohl ich mich da nat\u00fcrlich eher an die realistische halte und die auch eifrig sammle.<\/p>\n<p>Herbert J. Wimmer hat aber, um wieder den gro\u00dfen Sprung an den Anfang zur\u00fcckzumachen von Nathalie Sarraute auch eine DDR-Ausgabe erw\u00e4hnt, aus der er gelesen hat.<\/p>\n<p>Interessant, interessant von der anderen Buchmesse und meiner Ent\u00e4uischung dort nicht gelesen zu haben, obwohl es gar keinen Slam mehr gegeben hat, wieder zu der &#8220;richtigen&#8221; Literatur zur\u00fcckzukommen und da war der Tag sehr literarisch, weil er mir drei Neuerscheinungen, zwei von &#8220;Residenz&#8221; und eines von &#8220;Otto M\u00fcller&#8221;, n\u00e4mlich <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/02\/10\/marlen-schachingers-festrede\/\">Marlen Schachingers neues Buch<\/a> brachte, sonst habe ich gerade mit <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2008\/10\/07\/anna-kim\/\">Anna Kims<\/a>, die eine Koreanerin ist, &#8220;Der sichtbare Feind&#8221; begonnen, die <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/02\/20\/creative-brunch-goes-night\/\">zweieinhalb Seiten, die es von &#8220;Den Verwandlungen einer Bibliophilin&#8221;<\/a> schon gibt. korrigiert und <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2011\/07\/02\/reisen-auf-eigene-faust\/\">Robert Eglhofer, <\/a>der gute und schnelle, hat mir schon die <a href=\"http:\/\/www.jancak.at\/auszug_vergessen.html\">Rezension der Anna <\/a>geschickt, die man hoffentlich bald auf meinen Blog nachlesen kann, was mich wieder einmal darin verst\u00e4rkte, da\u00df man, wenn man will, auch <a href=\"https:\/\/literaturgefluester.wordpress.com\/2015\/01\/18\/harlander-wochenene\/\">meine B\u00fccher rezensieren kann<\/a>, ohne gleich vom Selbstgemachten, Rechtschreibfehlern und mangelnden Lektorat&#8221; zu sprechen, der Wille macht das Werk, der war diesmal\u00a0 da.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von der &#8220;Kinderbuch und Phantasymesse&#8221; ging es gleich in die Gefilde der &#8220;Alten Schmiede&#8221; beziehungsweise in die &#8220;literarische Erleuchtung&#8221;. 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